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Lehrbuch der Pharmacognosie des Pflanzen- und Thierreichs : im Anschluß an die 2.Ausg. der Pharmacopoea Germanica für Studirende der Pharmacie, Aphotheker und Medicinalbeamte
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B. Drogen aus der Abtheilung der Gefässpflanzen.

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neutralisirt, filtrirt und wenn nothwendig mit Bleiessig entfärbt, ausdem Filtrat mit verdünnter Schwefelsäure das Blei entfernt, das Filtrathiervon auf ein bestimmtes Volumen bringt und in einem abgemessenenTheil den Zucker mit Fehling'scher Lösung bestimmt. GebrannterKaffee enthält nach C. Krauch 1. c. auf wasserfreie Substanz berech-net 23,81 pc. in Wasser lösliche Stoffe, 0,2 pc. fertig gebildeten Zuckerund 24,59 pc. durch Schwefelsäure in Zucker überführbare Stoffe;Cichorie von ersteren 65,42 pc. und 23,40 pc. fertigen Zucker nebenfast ebensoviel durch Schwefelsäure in Zucker überführbaren Stoffen-Der gebrannte Roggen gibt dagegen von letzteren 75,37 pc. und 31,92pc-in Wasser lösliche Substanz. — Die Bestimmung der Kieselsäure in derAsche liefert insofern Anhaltspunkte, als die Asche reiner Kaffeebohnenim Mittel nur 0,54 pc. die von Roggen 1,37 pc. und von Cichorie4,93 pc. Kieselsäure enthält. Ebenso kann der Chlorgehalt der Asch 1 'zur Unterscheidung von echtem und Cichorienkaffee benutzt werden.Die Asche echter Kaffeebohnen enthält im Mittel nur 0,91 pc, die derCichorien 6,95 pc. Chlor. — Die mikroskopische Diagnose echtenKaffees und seiner Surrogate macht in vielen Fällen keine grosseSchwierigkeit. Eine kleine Probe des zu prüfenden, gerösteten Kaffeeskocht man mit Wasser, dem etwas Natriumcarbonat zugesetzt ist, aus,um nach Möglichkeit die Extractivstoffe zu entfernen. Ist das Unter-suchungsobject zu dunkel, so bleicht man es mittelst verdünnter Chlor*kalklösung oder anderer bekannter Bleichflüssigkeiten. Echter Kaff^ 8ist mikroskopisch charakterisirt durch die derbwandigen, knotige 11Wandungen der Zellen des Eiweisskörpers und durch die eigenthünvliehen Spindelzellen der Samenhaut. Cichorienkaffee zeigt nachgleicher Behandlung verzweigte Milchsaftgefässe, netzförmig getüpfelt 6Gefässe, Holzgewebe, Siebröhren, dünnwandige Parenchym- und braun«Korkzellen. Kichelkaffee enthält grosszelliges Gewebe mit zum Theounveränderten Stärkemehlkörnern (S. 353). Feigenkaffee ist kenntlichan den dichotomen Milchsaftgefässen, dem grosszelligen ParenchyBbwelches Kalkoxalatdrusen führt, an einfachen, einzelligen Haaren, Spiral'gefässbündeln und den kurzen, kleinen Sclerenchymzellen der Saine"'kerne. Carobbenkaffee zeigt die eigenthümlichen Gewebselementedes Johannisbrod (S. 335). Im Melilotinekaffee finden sich diecharakteristischen, dickwandigen, grobporösen Zellen des Samenkernsder Datteln. Kaffee aus Getreidesamen verräth sieb durch diezum Theil unveränderten Stärkekörner, zwischen welchen gewöhn li"'' 1Oberhautzellen der Spelzen und Bruchstücke der Kleberschicht voi'kommen. Der Mogdadkaffee. welcher aus den herzförmigen, 3 W 85 mm langen und 2— 3 mm breiten Samen der Cassia occidentalis her-