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Lehrbuch der Pharmacognosie des Pflanzen- und Thierreichs : im Anschluß an die 2.Ausg. der Pharmacopoea Germanica für Studirende der Pharmacie, Aphotheker und Medicinalbeamte
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Plores Malvae. Malvenblüthen.

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Borkhausen, besitzen grössere Blätter, als die Stammpflanzen der officinellenBlüthen.

Verwendung: Infuse von Lindenblüthen dienen als billige diapho-retische Thees verschiedenen Zwecken.

Präparate hat die R. Ph. nicht aufgenommen.

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Flores Malvae.

Malvenblüthen.

Die Blüthen der Malva süvestris L., deren Folia auf S. 163 zuvergleichen sind, besitzen einen fünfspaltigen, behaarten Kelch und einendreiblätterigen, gleichfalls behaarten Aussenkelch. Die fünf verkehrt-eiförmigen Blätter der Blumenkrone sind drei- bis viermal länger alsder Kelch und erreichen etwa 2 cm Durchmesser, oben sind sie tiefausgerandet, am Grunde in einen Nagel verlängert und von purpur-violetter Farbe mit dunkleren Streifen durchzogen. Das Androeceumbilden zahlreiche Staubgefässe, deren Staubfäden dem Nagel der Blumen-blätter angewachsen und zu einer Röhre verwachsen sind, und zahl-reiche, nierenförmige, einfächerige Staubbeutel tragen. Der Fruchtknotendes Gynaeceums ist kreisrund, etwas flachgedrückt, vielfächerig und vonzahlreichen Griffeln gekrönt, welche mit ihren Narben aus der Röhreder Staubgefässe hervorschauen. Die Blüthen sind geruchlos und schmeckenschleimig.

Anatomie: Die Epidermis der Malvenblüthen ist aus Zellen mitbuchtig-begrenzten Tafelzellen gebildet und trägt am Grunde einzellige,gerade, starre Trichome. Das Zwischengewebe wird von dunkler ge-färbten Grefässsträngen, die sich verzweigen, durchsetzt. Der innereKelch ist mit Sternhaaren, die Hüllblätter und Blüthenstiele sind mital.istehenden Borsten besetzt.

Chemie: Dem geringen Schleimgehalt verdanken die Malvenblüthenihre Aufnahme in die Pharmacopoe.

Yerwechseluiigen: Die Plores Malvae arboreae stammen von Älthaearosea Caventou, Bschr. Lrs. B. 666; Abb. Bg. u. S. XXI. c; Ha. II. 26;N. v. E. 416; PI. 542, einer im Orient einheimischen Malvacee, die als Zier-pflanze bei uns in Gärten gezogen wird. Die grossen Blüthen sind sehr ver-schieden von hellroth bis schwarzbraun gefärbt, stehen in einer endständigenTraube und besitzen Deckblätter, welche zu oberst klein und mit geschlitztenNebenblättern versehen sind. Der äussere Kelch ist häufig sechsspaltig und seineei-lanzettförmigen Zipfel werden von dem inneren Kelch überragt. Der letzterehat fünf eiförmige, spitze Zipfel, welche ebenso wie die äusseren mit sternförmigenHaaren besetzt sind. Die Kronenblätter der cultivirten Pflanze sind gewöhnlichzahlreich und gross, fast umgekehrt herzförmig, etwas wellig, oben stumpf und

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