Flores Cassiae. Zimmtblütken.
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2. Blüthen und Blüthentheile aus der Abtheilung der Dicotyledonen.
Flores Cassiae.
Zimmtblüthen.
Die getrockneten Blätter von Ginnamomum Cassia Blume (siehe8. 125) kommen aus dem südlichen China, in verhältnissmässig grossenMengen nach Hamburg.
Aussehen: Sie sind von kreiselförmiger Gestalt, höchstens 1 cmlang, gestielt, hart, schwarz- oder graubraun, aussen grobrunzelig und1»'stehen aus einem röhrigen L'nterkelch, welcher in einen sechslappigen,einwärts gebogenen Saum endigt. Die Saumlappen sind schwach aus-gerandet und decken etwas den einiacherigen, mit einer Griffelnarbeversehenen braunen Fruchtknoten. Abb. Vogl 1. c. S. 149 u. 150.
Anatomie: Der kurz behaarte Stiel ist unter der Cuticula vonkleinen Epidermiszellen umgeben, an welche sieh ein Parenchym ausweitsichtigen Zellen anlegt. Diese Schicht ist reichlich versorgt mitOel- und Schleimzellen und wird durch einen Bing aus langen undkurzen Sclerenchymzellen von dem Siebthteil gerennt. Der markhaltigeHolzkern besteht aus Spiral- und Treppengefässen, Holzfasern undParenchym. Die Parenchymzellen der Aussen- und Innenrinde unddes Marks enthalten rothbraune, in Aetzkali lösliche Massen und Gerb-säure, aber kein Stärkemehl. Der Kelch und der Fruchtknoten sind inihrem Grundgewebe, abgesehen von den Gefasssträngen, reichlich vonOel- und Schleimzellen durchsetzt.
Chemie: Die Zimmtblüthen enthalten ein braunes, ätherisches Oelvon starkem, gewürzhaftem Geruch und scharfem Geschmack, von saurerBeaction und 1,053 spec. Gew.
Handel: Die Flores Cassiae werden aus den chinesischen ProvinzenKuangsi und Kuangton jährlich bis zu 120000kg exportirt. Ham-burg importirte 1882 nahezu (370 000 kg im Durchschnittswert!! von59 000 Mark.
Verwendung: Die Zimmtblüthen werden als Gewürz und nachVogl 1. c. 150 auch als Arzneimittel verwerthet.
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