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Balsamum peruvianum.
3. Prüfung mit Calciumhydroxyd nach Flückiger. Die in dervom Arzneibuch angegebenen Weise hergestellte Mischung darf nicht erhärten,d. h. sie darf nicht eine solche Consistenz annehmen, dass sie zerreiblich oderwohl gar pulverisirbar wird; ein Krümlichwerden der Mischung ist auch beireinem Balsam beobachtet. Mit dieser Methode gelingt auch eine Nachweisungdes Tolubalsams. der allein oder mit Ricinusöl vermischt dem Perubalsam zu-gesetzt wird und dessen Nachweisung wegen der Aehnlichkeit beider (sieheoben) am meisten Schwierigkeit bereitet. — Doch ist Folgendes zu beachten:Colophonium, Styrax, Benzoe und Tolubalsam, rein, d. h. nicht in weingeistigerconcentrirter Lösung dem Balsam zugesetzt, geben eine Michung, die sehr lang-sam erstarrt; bei einem Gehalt von 10 Proc. Tolubalsam fand Grote dieMischung nach 24 Stunden noch so weich, wie beim Zusammenreiben. Andersist es, wenn, wie es die Regel ist, die genannten Substanzen in weingeistigerLösung dem Balsam zugesetzt wurden, die Erstarrung geht dann sehr gut vonStatten, bei 10 Proc. Tolubalsam nach y 3 Stunde. Es ist deshalb sehr zu em-pfehlen, den Balsam vor dem Kalkzusatz mit etwas "Weingeist (2 Tropfen auf
1 gr Balsam) zu versetzen.
Wird die Mischung mit Aetzkalk erhitzt, bis alle flüchtigen Substanzenausgetrieben sind und dann weiter erhitzt, bis der Rückstand anfängt zu ver-kohlen, so darf sich kein Geruch nach brennendem Fett entwickeln, der auffette Pole zu deuten wäre.
4. Schwefelsäureprobe nach Ule. Es ist nothwendig, die vomArzneibuch vorgeschriebenen Mengen genau innezuhalten. Bei Verwendunggrösserer entsprechender Mengen von Balsam beobachtete Schlick um auch beireinem Balsam ein Aufschäumen und Entwickelung von schwefliger Säure, tretendiese Erscheinungen auch bei Verwendung der von dem Arzneibuche vorge-schriebenen Mengen auf, so liegt eine Verfälschung mit Copaivabalsam vor.Ist der nach dem Auswaschen und Auskneten mit Wasser erhaltene Harzkuchenweich und schmierig, so ist der Balsam mit fetten Oelen verfälscht.
Der mit reinem Balsam erhaltene Harzkuchen ist schwarz und allerdingsan der Oberfläche violett und in ganz dünnen Lagen roth. Ist der Balsammit Stvrax verfälscht, so ist die Farbe in dünnen Lagen rothbraun.
5. Probe mit Petroleumbenzin und Salpetersäure nach Hager..—o n. In einen Reagircylinder giebt man 2 gr des Balsams und 8 gr Petroleumbenzin,
l' k V. schüttelt recht kräftig um und giesst den Petrolätherauszug dann sofort ab. Andie Wandung des Gefässes hat sich eine braune, schwerflüssige Masse angesetzt,die erst nach 1 bis 2 Minuten zusammenfliesst. Fliesst diese Masse sofort zu-sammen, so ist der Balsam verfälscht. Der Petrolätherauszug muss völlig klarsein; sollten also Tröpfchen der genannten Harzmasse in ihm herumschwimmen,so muss man den Auszug filtriren oder durch ein Bäuschchen Watte giessen.Er soll fast farblos, höchstens gelblich gefärbt sein, ist er gelb bis braun gefärbt,oder trübe oder bildet er bald einen Bodensatz, so ist der Balsam verfälscht .Den Auszug verdunstet man nun auf dem Wasserbade. Nach dem Verdunstendes Aethers geben sich erhebliche Beimengungen von Terpentin . Stvrax undCopaivabalsam leicht durch den Geruch zu erkennen. Nach dem Erkaltenbringt man auf den Rückstand 5 Tropfen Salpetersäure von 1,38 spez. Gew.,er soll dadurch (auch bei schwächerem Erwärmen) rein gelb gefärbt werden.Eine blaue bis grüne Farbe deutet auf Verfälschungen mit Stvrax . Terpentin .Colophonium und Copaivabalsam . Enthält der Balsam nur 5 Proc. Styrax oder
2 Proc. Copaivabalsam, so ist die Farbe blau und geht allmählich in grün undendlich in gelbbraun über. Terpentin und Colophonium bewirken dieselbe Farbe,aber weniger intensiv.
Diese Probe ist als eine der genauesten und schärfsten zu bezeichnen.Es ist ihr sogar der Vorwurf zu grosser Schärfe gemacht worden, da angeblichganz reine Balsame dieselbe nicht aushalten sollen. Es ist aber durch zahl-