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Balsamum Copaivae.
selten trübe mischbar, in Wasser unlöslich, doch nimmt warmes Wasser, mitdem Balsam geschüttelt, Geruch und Geschmack an. In den ersten zugemischtenVolumen Petroläther, ist der Balsam nach Prael klar löslich, bei weiterem Zu-satz tritt Trübung und allmählich Abscheidung von FJöckchen ein. In derWärme des Wasserbades eingetrocknet, muss er einen bei 15—-20° Wärmeharten, klaren, höchstens bräunlich gefärbten, zerreiblichen Rückstand geben.Das spez. Gew. beträgt 0,916—0,995 (roher Angosturabalsam hatte nach Prael(1,009). Das Verhalten gegen den polarisirten Lichtstrahl ist verschieden,Flückiger fand Trinidadbalsam von Copaifera officinalis, ferner Sorten vonMaturin und Maracaibo rechtsdrehend, Parabalsam dagegen linksdrehend.
Bestandteile. Der Oopaivabalsam ist eine Auflösung von Harzen in wechselndenMengen ätherischen Oeles. Das Harz ist in Alkohol, Benzin und Amylalkohol löslich.Es besteht zum grössten Theil aus amorphen Säuren, deren Salze ebenfalls amorphsind. Nach Hlasiwetz gehören sie zu den Terpenharzen von der Formel 2(C ]0 H 16 )+ 30 oder C 20 H 32 0 2 + H 2 0. Neben den amorphen Säuren enthält das Harz auchkrystallisirbare Bestandteile, von denen sich geringe Mengen schon bei längerer Auf-bewahrung des Balsams abscheiden können. Schweitzer erhielt eine kristallinische• 'opaivasäure, als er Balsam (9 Th.) mit Ammoniak von 0,95 spez. Gew. (2 Th.) derKälte aussetzte, wobei sich eine Säure ausschied, welche Rose nach der Formel C 20 H 3n O 2zusammengesetzt fand. Flückiger vermochte diese Beobachtung nicht zu wieder-holen, dagegen hält er Krystalle, die er in Trinidadbalsam von Copaifera officinalis be-obachtete, für mit den Schweitzer'schen identisch; sie schmelzen bei HiO —170° zueiner amorphen Masse, die aber nach Berührung mit Weingeist sofort wieder krystalli-sirt. Sie lösen sich in erwärmtem Balsam, kommen aber nach einigen Wochen auf'sNeue zum Vorschein. — Eine andere, ebenfalls krystallisirondo Säure, die Oxy-copai vasäure gewann Fehling aus dem Absätze eines Parabalsams, die Krystalleschmelzen bei ungefähr 120°; es kommt ihr die Formel C 20 H 2S 0 3 . H 2 0 zu.
Aus einem Maracaibobalsam stellte Strauss Metacopaiv asäure dar, indem erdenselben mit Aetzlaugo kochte, das aufschwimmende Oel abschied und die davon ge-trennte wässerige Flüssigkeit mit Salmiak versetzte. Es wurden amorphe Säuren ab-geschieden und in der Flüssigkeit gelöst blieb metacopaivasaures Ammonium, worausdie Säure mit Salzsäure gefällt und aus Alkohol umkrystallisirt wurde. Schmelzpunkt205°, Zusammensetzung C 22 H 34 0 4 .
Zu Resultaten, die von Vorstehendem recht erheblich abweichen, ist Brix(Sitzungsber. d. Akademie d. Wissensch. zu Wien. Abth. II, No. 6, pg. 459. 1881) ge-langt bei Untersuchung von Maracaibobalsam. Er erhielt ein braunes, in Alkohol undAether lösliches und ein gelbliches, in Alkohol schwer, in Aether leichter lösliches,etwas über 85° schmelzendes Hartharz, ein amorphes, zähschmieriges Weichharz undeine krystallinische Säure, deren Identität mit der Metacopaivasäurc nicht mit Sicherheitfestzustellen war. Nach demselben ist auch die käufliche Cop aivasäure, C 20 H, 0 0 2 ,Schmelzpunkt 126—129°, aus Gurjunbalsam dargestellt und bildet einen Diacotyläther.
Nach Posselt (Annal. d. Chem. u. Pharm. 69, 71) enthält der Balsam ein amor-phes, indifferentes Harz, das sich durch Alkohol in einen löslichen und einen unlös-lichen Theil zerlegen lässt. Ferner konnte Pos seit aus dünnflüssigem Parabalsam garkeine krystallisirbare Säure, sondern nur ätherisches Oel und indifferentes Harz ge-winnen. Ebenso konnten Bergmann, Buchheim und Bernatzik (Prag. Vtljschr. 240,1868) aus verschiedenen Sorten keine krystallisirbaren Antheile gewinnen. Wie mansieht, sind die Angaben je nach der Sorte des Balsams etwas schwankend.
Das ätherische Oel gewinnt man durch Destillation dos Balsams für sich odermit Wasser oder indem man den Balsam mit verdünnte]' Natronlauge zum Siedenerhitzt, das sich oben abscheidende Oel entwässert und mit Chlorcalcium rektificirt. Eszeigt ebenfalls nach den Sorten einige Unterschiede.
Der Gehalt schwankt von 18—87%. Meist ist es ein wassorhelles, dünnes Oelvon 0,88—0,91 spez. Gew., hA 245—260° siedend, bei —26° theilweise krystallinischerstarrend. Geruch gewürzhaft, Geschmack brennend, scharf, Reaktion neutral. Dampf-dichte nach Strauss 9,5, Formel C 20 H 32 . Unlöslich in Wasser, löslich in 2,5 Th. ab-solutem, 8 Th. rektificirtom Weingeist, Aether, Schwefelkohlenstoff Molekularrotations-vermögen nach Soubeiran und Capitaine 34,18 links. Bei längerem Kochen wirdes braun und dickflüssig, verbindet sich mit Jod ohne Verpuffung, verpufft mit rauchenderSalpetersäure, während schwächere Salpetersäure es in eine harzartige Masse verwandelt.Leitet man trockenes Salzsäuregas in das Oel, so scheidon sich beim Abkühlen weisse,