Atropinum sulfuricum.
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Ferulasäure C 6 H 3 °£?3
lung von schwefliger Säure blutroth, mit 15 Th. Wasser verdünnt und mitKalilauge übersättigt, zeigt sich eine blaue Farbe. Mit alkoholischem Natron-hydrat gekocht, färbt sich die Lösung nach Abdunsten des Alkohols mit Nitro-prussidnatrium (in Folge des Schwefelgehalts des Oeles) violett.
Säurezahl: 26,8—54,8, Esterzahl: 145,0—182,0, Säurezahl: 172.0bis 237,0 (nach Krcmel). cf. Balsam. Copaivae.
Bestandtheile. Der Stinkasant enthält bis 71% Harz, ätherisches Oel6—9"/ 0 (Flückigcr), 3,25% (Schimmel & Co.) und einen gummiartigenStoff 12—50%.
Das Harz reagirt sauer, die alkoholische Lösung giebt mit Bleizucker einenNiederschlag, aus dem Säuren in geruch- und geschmacklosen Krystallen
— CH.COOH, abscheiden. Der amorphe braune
Harzantheil ist sauerund liefert, mit Kali geschmolzen, Resorcin, bei der trockenenDestillation Oele und Umbelliferon: er macht die grössere Menge aus.
Das Gummi quillt im "Wasser nicht bemerkbar auf und ist nur zum klein-sten Theile iu diesem löslich.
Das ätherische Oel ist hellgelb, entwickelt an der Luft Schwefelwasserstoffund ist Träger des Asantgeruches. Spez. Gew. 0,9515, es dreht 13—19° rechts.Es ist Sauerstoff- und stickstofffrei und enthält 20—25% Schwefel. Es siedetbei 135—140°, unter Schwefelwasserstoffentwicklung steigt der Siedepunkt, über,'S(H)" geht ein Oel von dunkelblauer Farbe über. Es seheint ein Gemengezweier Sulfide 2(C 6 H n )S und C G H 10 S zu sein.
Lange Zeit aufbewahrte Asa foetida riecht nicht luehr unangenehm, son-dern eher angenehm, wie Benzoeharz. E. Schmidt hat in solcher Asa foetidaVanillin gefunden, das jedenfalls durch Oxydation der Ferulasäure entstand.
Pulverung und Reinigung. Diese wird in derselben Weise vorgenommen, wiehei Ammoniacum angegeben. Da jedoch der Stinkasant häufig weicher und auch etwasschmierig ist, so muss man das über die Horden gezogene Zeug mit Kreide oderweissem Bolus bereiben. Beim Pulvern empfiehlt es sich, Pistill und Mörser mit eini-gen Tropfen Mandelöl aufzureiben, um ein Anbacken des Asants zu verhindern. Die-terich ergab eine nach seiner Methode (s. Ammoniacum) gereinigte Asa foetida 3,Gund 4,4% Asche und 73.8 und 78,0% in Weingeist Lösliches gegen 29,5% resp. 48,1%der rohen Droge.
Aufbewahrung. Man bewahrt die gereinigte Asa foetida in Düten ausParaffinpapier und, ebenso wie die rohe, in Blechbesten über Aetzkalk auf.
Anwendung. Mau verwendet die Asa foetida als nervenstärkendes Mittel gegenHysterie und (Konvulsionen, auch als Wurmmittel in Form von Pillen, Emulsionen,Pulver und Tinctur; äusserlich als Pflaster. Pillen mit Asa foetida sollten nichtversilbert werden, da sie durch sich entwickelnden Schwefelwasserstoff missfarbig wer-den. — Einige Tropfen Chloroform modificiren den Geruch in angenehmer Weise. —Ausgedehnte Verwendung findet es in der Yeterinärmedicin.
Atropinum sulfuricum.
Atropinsulfat; Schwefelsaures Atropin; Atropina sulfurica; Sulfas atropinicus;Sulfate d'atropine; Sulphate of atropia.
Weisse, krystallinische, gegen 183° schmelzende, aus Atropin miteinem Schmelzpunkte von 115,5° bereitete Massen. 1 Th. Atropinsulfatgiebt mit 1 Th. Wasser, sowie mit 3 Th. Weingeist eine farblose, nen-
oder Porzellangefässen am