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Lessvs Oratorivs Iosepho Clementi Bavaro Archi-episcopo Et Electori Coloniensi pie parentans Ad Exeqvias In Metropolitana solenni apparatv Peractas : Das ist: Traur- und Lob-Predig Zu Unsterblicher und Ruhm-würdigster Gedächtnus Des Hochwürdigsten und Durchleuchtigsten Fürsten und Herrn/ Herrn Josephi Clementis Weyland von Gottes Gnaden Ertz-Bischoffen zu Cölln/ ... Mit Vorstellung Ertz-Bischofflicher und Chur-Fürstlicher Hoch-fürnehmen Tugenden/ bey Feyrlichster Ertz-Bischoff- und Chur-Fürstlicher Leich-Besingnus mit unterthänigstem Respect Vorgetragen
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zu haben nicht so fast einen Mergnädigstcn Churfürsten / als in Wahrheits-Grund vielmehr einen recht Hertz-gütigstcn Vatter/ die Clerifty einen wachtsamb-sten Ertz-und rcsticÄive Bischoffen / die HossStadt einen allermildesten Für-sten / alle Land-Sassen ein Hertz-liebstm Herrn / alle Armen / Mittlren undWeysen einen allgemeinen Nvch-Helffer / alle Gcwalt-leydende einen mächtigenBeschützer / alle Betrübte und Bedrängte inßgesambt ihre Zuflucht / ihrenTrost / ihren Vorstand / ihre Hülst/ ja alles / auss einmahl in diese heu-tige Grabstatt verscharret zu sehen ; Sie klagen alle mit dem H. MäyländischenBischoff Xmbroüo über den Tod seines Bruders: krivacum 5unu5, tcäfleru5xublicus (a) diese Leich seye zwar nur eines eintzig Verstorbenen allein / setze aberzugleich alles in Betrübnus / das gantze Hohe Chur-Hauß Bayrn/ hiesiges HoheErtz-StifftEölln/ alle. übrige Hoch-Stiffter / Stadt und Landen / alle in allge-meine allertieffste Traur. kaÄux cst llerur ma^nus.

Bin aber dan ich allein so unglücklich/daß/da alle vor Traurigkeit erstummen /ich Unserem Wmland Gnädigsten Lands-Herrn bey heutiger Leich-Besingnus dasTraur-undKlag-Liedanstimmen muß?Deme ich von hiesiger HochErtz-Bischoffli-chenCantzel so mannichmahl/zum neuenZahr/ ein langes Leben und beglückte Re-gierung zugewünschet/nun auch das betrübte: Kc^üelcac in pace , leyder! nach-schreyen soll? Muß ich sehen vor meinen Augen im Tvdten-Sarck darnieder ligen Den-jenigen Churfürsten / durch dessen recht Vätterliche Sorg und Klugheit das Glückund Wohlfahrt unseres Vattcrlands so lang auffrecht gestanden ? Muß ich sehenden Bäuerischen Löwen aantz krafft-und Leben-loß / der so offt mit unerschrockenemMuth und all Seiner Stärcke wider alle Unthier und Feind seiner Landen undLemhen so tapster gefochten ? Den sorgfältigsten Ober-Seelen,Hirten gantzstumm / der so vülmahl seine mächtige Stimm von den Cantzlen / Doccnx co§stcuc poreltacem stabcns (b) hat hören lassen mit Verwunderung und heissen Zäh-ren semer Schäfflein ? Ist dan ( ach daß ichs leyder sagen muß / und die riefleHertzen-Wund aller Getreuen erfrischen ) ist dan ) 0 8 Lk N' 'dt / von welchem so viel tausend wohl gelebt haben / und von ihren selbsi-eige-nen Lebens-Jahren gern etwelche zur längeren Frist herzuschiessm sich erbotten ?Ey so stye es Gott geklagt !

Was sag ich / Mßerwöhlte Zuhörer ? was klagen wir lang ? Unser nun-mehro in Gott rvbmder Hochwürdigft - Durchleuchligsier Ertz - Bischoff undChurfürst 708 LkI 4 tzI 8 <HWK 4 L !^8 ist ja gar nit zu beklagen. Sein Eyge-mr hoher Wünsch und Willen ist geschehen: 8 icur Domino placuic,icä kaÄum elt:sc)Wiees dem Herrn gefallen / also ifts geschehen. Gottes Will war auch SunWill / laut Ihrer bey anhaltender Leibs-Schwachheit so offt widerhohlter Wor-ten : Ich verlange die Gesundheit nit wieder; es wäre dan Gott gefällig und Mirseelig : lieber will Ich sterben / dan länger leben / und meinen Gott nur einmahlbellydigen. Was braucht dan länger beklagen Denjenigen / der gar nicht zu be-klagen ist ? Vielmehr im Gegentheil haben wir Ursach über Ursach dem Aller-höchsten anheut möglichstes Lob und Danck abzustatten / daß es seiner Göttlichenallwaltenden kroviäentz und Gütigkeit Gnädigst gefallen hat / krafft seines ewigenRatschlusses / vor 35. Jahren unser Hohes Ertz-Stifft mit einem so grossen außdem Hohen Chur-Hauß Bäyeren erkohrnen Hertzogen/ Zeit Lebens so wohl/ alsabsonderlich in dem / vor den Augen Gottes / so kostbahren/ und ewigen Ando-ckens würdigsten Tod / mit recht ungemeinen Tugenden/ und aufferbäuligsterGottseeligkeit gezierten Ertz - Bischofflich - und Chur-Fürstlichen Ober-HauptMergnädigft zu versorgen.

Diese Hohe Tugenden aber / mit ungezweiffelter Wahrheits - Grund an Tag zulegen / O daß ich anheut wünschens Gewalt hätte / und durch meinen Wünschvon Oben erlangen möchte Unseres in Gott ruhenden Herrens Seine hohe vom Him-mel empfangene lalcnca; seinen aller Welt bekamen scharffsinnigsten Verstandalles zu erfinden / sein lübris-s Urtheil alles zu unterscheiden / seinen lebhafftistcnGeist alles zu dürchtringen / seinen geschwindiften Begriff alles / was die gantze

kolicica,

(») In Orar. fun.inoblrukrgrrir. (k) 7. ry. (c))od.».ri.