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Lessvs Oratorivs Iosepho Clementi Bavaro Archi-episcopo Et Electori Coloniensi pie parentans Ad Exeqvias In Metropolitana solenni apparatv Peractas : Das ist: Traur- und Lob-Predig Zu Unsterblicher und Ruhm-würdigster Gedächtnus Des Hochwürdigsten und Durchleuchtigsten Fürsten und Herrn/ Herrn Josephi Clementis Weyland von Gottes Gnaden Ertz-Bischoffen zu Cölln/ ... Mit Vorstellung Ertz-Bischofflicher und Chur-Fürstlicher Hoch-fürnehmen Tugenden/ bey Feyrlichster Ertz-Bischoff- und Chur-Fürstlicher Leich-Besingnus mit unterthänigstem Respect Vorgetragen
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Eingang der Predig.

Er grosse Welt-Prediger i>Ev8, da Er

(a) in der Dtadt ^jlcco viele Bisthöff und Meisten vonL^)1ieso und üorigen benachbanm Statten zu sich beruffen /nachdem Er Ihnen vor allen Dingen die Kirchm-Sorg auffshöchste anbefohlen hatte / laut angezogenem lexc: ^rrenäiceö<:c. nähme Er von Ihnen den letzten Äbicheid mit jenen betrüb-ten Worten : ^mssiüs noir viclebicis facicm mcam 0INNL5vor: wie der H. Iren^ux zeugt- (b) Von nun an wird keinerauß Euch mein Angesicht mehr sehen. Fule daraus samöt allen auff die Knie/ sichUsid alle Gott anbett'Umd. Siebe da! d/lu^nu; stcrus 5a-stu8 cst omnium. Und

es ward ein grosses Heulen unter Ihnen allen.und sie fielen alle einer umb

den andern Paulo umb den Halß; küssten Ihn zur letzt mit Zähnfliessenden Augen/heuleten und weinten eines wcinens / waren auch nicht zu trösten umb des Wortswillen: daß sie sein Angesicht führohin nicht mehr sehen sollen. Gaben gleichwohlPaulo das höchst-traurige letzte Geleith biß an das Schiff / sahen Ihm so weit nachauff der Hinfahrt als das Aug tragen konte; O Jammer! O Schad .' müssen wirdan unsern so werthen LehoMeifter/ den grossen Apostel / unsern VaLter / dieMach unseres Heyls auff einmahl verlohren sehen/und das einmahl für all? Gottcrbarm'S:

Außerwöhlte Hoch-betrübtiste Zuhörer/cs braucht anheut nicht vieler Wort/ beydiesem vor Augen stehenden so grossen und hochst-ansehnlichen Traur-Gerust; allerAugen Habens gefthen/ oder wenigstens doch aller Ohren gehört / was für ein bit-teres ja fast unbeschreibliches Tramen und Weinen / Lammüren und Jammeren/Karmen und Weh-klagen erschollen in der Chur-Fürstlichen Residmtz-StadtBomibey dasigen hohen Hoff-Lager / auff öffentlichem Marckt / in Gaffen und Stras-sen / in Kirchen und Gottcs-Hauseren / schon vormahls auff entstandenen erstenRuff der sich ereignenden Lebens-Gefahr/will geschweigen( was ich doch mit Wor-ten nicht aufzusprechen vermag/) von der allertramigsten / niemahlen gnuq zu be-klagenden Stund/da es geheißen-.ssostssT uou est stirer, ssolcssnst nicht mehr vor-handen. (c) Der Hochwürdigst-uno Durchleuchtlgste Fürst und Herr / Herrss08LPPI Ertz-Bischoff und Chur-Fürst von Cülln / Bischoff

zn HildeHeim und Lüttig / Hertzog in Obmnd Niedern Bayeren rc. rc.Ist in diesim momcnc den 12 . ldlovcmb. Abends Klock bey nahe acht sanffr undGottseeligst im Herrn entschlaffen. küÄus est stccus M3§nu8. O was Bcsiürtzungaller getreuen Hertzen! was Zerschlagenden aller wohlgesinnter Gemürheren ! unddurchgehends aller redlicher und auffrichtiger Vatbllen , Hohen und Niederen Be-dienten/ und sambtlicher höchst-traurenden Unterthanen! Ja freylich es rrauretllöchst-empfiMchft/und wird noch lang bedauren dieses gantze Hohe Ertz-StisstCölln/ wie nicht weniger beyde Hoch-Stiffter Hildesheim und Lüttig rc. verlohren

A 2 zu

(a) ro. v. r8. (^) IrenTUL Ijb. r. c. 14. sc) Qen. 4L.V. z6.