Dritter Theil.
Arrenllire vobjz.
Habt acht auff Euch selbst.
In Bischoss und Seel- Sorget soll nach pauk Ermahnung nicht nurauff Seine Heerd acht haben / damit selbige wohl gewendet werde /sondern auch und zu forderist auff Sich selbst ; äcren^e ribi. sa)Hab acht auff dich selbst / auff Dein Eygen Hev! und Seeli-akttt.O wie schön hat Unser in GOtt ruhender ^s 08 LP^ dLKlMI"auff Sich selbst acht gehabt in Seiner Jugend / im anwachsenden Alter / imTod!
Seine Erste Jugend wäre ja änderst nicht als eine angeerbte von so Gottselig-stem Herrn Datiern und Übrigen GOttes-
Förchtigsten Vorfahreren Abstammende / durch ein Heilige Läucarion Sorgfäl-tigst verwahrte / mit all Erdencklichm Hoch-Fürstlichen Tugenden / und An-dachten Übungen vermehrte / ja biß zum Grpffel eines Vollkommenen / allerTeutsch - Hoch - Fürstlicher Jugend zur Nachfolg fürzustellendes Exemplars / hin-auff getriebene und außgemachte Unschuld ? /Ucenäice vobis > heiGt das/ Habtacht auff Euch stlbst in der Ersten Jugend.
In Seinem angewachsenen Alter und 35. Jahr lang geführten Ertz-Bi-schofflichen Stand / wer muß nicht gestehen / ja vielmehr hoch bewunderen denreichen Schatz der Außerlesensten Tugenden / mit deren Glantz ^ 0 8 LkbtOI. LKlLkl , Allen in die Augen geleuchtet ? Die Alt - Bayerische An-dacht zu GOtt / der Unerlvschliche Religions - Eiffer / die ungemeine Sorgüberall die Ehr und Glory GOttes zu vergrößeren durch Stifftung und Einfüh-rung so vieler Andachten ; durch die zum Zierath deren in die zwantzig von IhmNeu-auffgebauten^ Kirchen und Capellcn so reichlich hergegebene ansehnlichsteSchanckungcn ; durch so concinuirliche und unermüdete Arbeit bey so langwiri-gen Einweyhungen fast 30. Kirchen und Capellen/ viel ivo. Priesteren/ auchPrälaten / und Bischöffen / bey Heil- Firmungen vieler 1000. Menschen auffdem Land / sonderlich im Hoch - Stifft Lüttig / von Stadt zu Stadt / vonDorff zu Dorff / unterm blauen Himmel / in saurem Schweiß / daß nichtwohl zu begreiffen wäre / wie ein so zarter Fürst / der ohne dem in Täglichen Re-gierungs-Geschähen und Angelegenheiten Selbst mit eigener Hand mehr geschrie-ben / dan ein Cantzler / ja mehr dan ein halbe Cantzley / bey stäts ungesundemund schwachem Leib es außzudauren vermögt.
Neben diesem nun die inbrünstige Andacht zum Hochwürdigften Sacrament/welches Er in den 16. Jahren Seiner (^onlccracion fast Täglich am Altar theilsprivat» theils in koncillcalibus so Andächtig gehandlet und genössen / daß auchein bekändlich - andächtiger und fürnehmer Priester betheuret / er wünschte vonGOTT ein solchen lebhafften Glauben und Inbrunst zum Hcilgen Sacrament zuhaben. Daß auch der Ertz - Bischoffvon Cammerich in Franckreich/ wie oben/in keinem Menschen so starcken Glauben gefunden zu haben bekennet.
Die zartiste recht Kindliche atkeHion zur Mutter GOttes / dero Er von Kmds-an in den klarianischen 8o6alitäten Sich so offr verlobt durch die gewöhnliche kor-mularn : 8. klarer i)ei öc VilZo Lcc. H. kl^.k.1-^ Mutter Oöt4
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