.fi eine Krankheit abscheulich zu nennen undschwer zu heilen, so ist solches gewiß dieFallendesucht, oder die Epilepsie, auch das böseWesen, das Unglück genannt. Diese Krank-heit ist eine convulsivische Bewegung im ganzenKörper, wobey sich alle Empfindungen verlieren.Zuweilen überfallen die Anfalle dem Patientenzu gewissen Zeiten, und der Patient kann dieAnnäherung des Zufalls vorher wissen; oder dieAnfälle überfallen den Kranken zu ungewissenZeiten, und er wird von dem Paroxismus plötz-lich angegriffen. Man nennt diese Krankheitauch morbus herculeus, weil Herkules mitdieser Krankheit behaftet gewesen seyn soll, oderweil die Patienten während des Anfalls fastübernatürliche Stärke zeigen. Zn ke.ner Krank-heit findet man eine größere Menge angepriese-l'.cr Arzneyen, worunter die mehresten theils un-nütz, theils auch höchst abergläubtlch sind, wlez. e Menschengehirn, Kohlen von Beyfuß, Zu,den-Urin, die gepulverte trockene 'Nachgeburtvon einer zum erstenmal gebührenden Frau, pul-verisirte Maulwürfe, sogar Unfiath verschiede-ner Thiere und dergleichen mehr.
Unter die vorzüglichsten Hülfsmittel verdientbe» den Aerzten die sogenannte radix Valeria-nae syl vestris minoris, die Baldrianwurzel er-wähnt zu werden. Fabius Columna war
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