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Legenda aurea, deutsch
Seite
CXCVIr
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Tecla

.CLXVI.

Ant Tecla iſt geboren von der ſtat Iconia. vnd wz vngelaubig. vnd ward einem iunglinggelobt der hieß Chamirus der gelaubt auchnit an gott. Iu den zeyten da prediget ſant Pauls vn̄leret criſten gelauben. vnd kam von antiochiamit ſeinen iungern in die ſtat Iconia da teclainnen was. das hoͤret ein man der hieß Oneſiforus. der was ein criſten vnd ward gar frovnd er gieng ſant Paulo entgegen mit a lemſeinē haußgeſind. da het im tytus vor von imgeſaget das er kurtz wer. vn̄ ein erber geſtalthet. vnd ein engliſchen amplick. von dem worzeychen erkant er in vnder den andern vn̄ empfieng in allein. vnd grußet in demuͤtiglichendas daucht ſant Pauls iunger gar vnbillichēdas er ſy nit auch grußet. da antwurt in Oneſiforus vnd ſprach. Ich bekenn kein frucht d̓gerechtigkeit an euch als ich von ſant Paulsgehoͤrt hab. vnd furt da ſant Paulū vnd ſeineiunger all mit im in ſein hauß. da wz ſant Tecla auch darinne. da ſaget in ſant Pauls vouder frucht der tugent vn̄ von criſten gelaubē.vnd redet als ſchoͤn vn̄ als wol da von dz ſantCecla drey tag in einem venſter ſaß. vnd hoͤrtſant Paulum ymmermer von got reden. vnndward ir ir hertz erleuchtet vn̄ ward ein criſtē.vnd taufft ſy ſant Pauls. Nun was ſy zemalſchoͤn vnd het gar ein ſchoͤnen leyb. vnd da eriren leyb ſahe in dem tauff alſo bloſſen da gewan er groß anfechtung von der vnkeuſch. vn̄wen er ſy furbaß anſah od̓ nur an ſy gedachtſo het er das leyden allweg ſchwerlichen. Da

ward ir muter innen das ſy ein criſtin was vn̄¶hamirus dem ſy gelobt was wordē dy wurden ſer darumb betrubt. vn̄ giengen zu ir mitgroſſem leyd vnd baten ſy das ſy den criſtengelauben ließ. dz wolt ſy nit thun. wed̓ durchlieb noch durch leyde. da wurden ſye gar zornig. vn̄ klagten dem richter vber ſant Pauls.das er ir tochter verkeret het. Da leget d̓ richter ſant Pauls in dē kercker. Da eylet im ſantTecla nach. da wolt ir muter wenē ſy thet esvor lieb. vnd ward noch zorniger. vnnd klagetes dem richter.Darnach vieng man ſant Teclam auch vn̄furt ſy mit ſant Pauls fur gericht. vnd ſchlugen ſant Pauls gar ſer vnd geyſelten in. vndtriben in auß der ſtat. Vnd ſant Tecla wardverurteylt das man ſye verbrennen ſolt. vnndmachten ein groß fewer. da ruffet ſye den almechtigen got an. vnnd troͤſtet ſich ſeiner guͤte vnd gieng frolich in das fewer. da wz gottmit ir. vnd kam ein groſſer regen vnd erleſchet das fewer alles vnd kam auch ein als groſſer erdbidem das vil menſchē eines gehen endes ſturbē. Da erſchracken dy andern mēſchēals ſere das ſy fluhen. Vnd alſo ward dy heylig Iunckfraw ſant Tecla von in erloͤſt. vndgieng da heymlich zu oneſiforo in ſein haußda het ſant Pauls ſechs tag gefaſtet. vn̄ hetſant Tecla vor der ſtat gewartet. vnd het mitvleyß fur ſy gebeten vnd ſandt ſeinen rock indie ſtat bey einem kind das man im brot darumb kauffet. da erſah ſant Tecla dz kind vn̄erforſchet an im dz d̓ rock ſant Pauls wz. vn̄gleng mit dē kind. vn̄ mit Oneſiforo zu ſane