Urban VBxxvj vmb got erwerben das wir hie menſchen wer den nach gottes lobe. vnnd nach diſem leben kummen zu dē ewigen leben Amen. ¶ Von ſant Potentiana Ant Potēciana va ter der hieß pudeus. Vnd was ſant Pauls Iunger. vnd was des heyli gen geyſtes vol vnd ſein fraw hieß Sibinella. Vnnd Braxeda was Potentiana ſchweſter. Da was ir vater ein edler man vnnd het zwu tochter potentianā vnd braxedam. vnd leret ſi wie ſy got lieb ſolten haben vor allen dingen. vnd im allein dienē als er von ſant Pauls het gelernet. das gebot behielten ſein tochter mit vleyß. wan̄ der heylig geyſt was mit in. vnd da ir vater ſtarb vnd in das gut ward. do gabē ſie es armen leuten. vn̄ wen man die criſten toͤtet ſo begruben ſie mit andacht ir heylig leychuā. vnd dienten got mit vleyß tag vnd nacht. vnd lieſſen kein zeit on nutz irr ſeel vergeen. Das daucht ſie dennoch alles zewenig durch got darumb ſo het ſy der babſt lieb vnnd ſaget in vil von got vnd von dē ewigen leben. vnd leret ſie das ſy gedultigklichē durch got ſoltē leydē Darnach ward ſant Potentiana kranck vnnd ſtarb ſeligklichen vnd fur ir ſel zu den ewigen freuden. da begrub man ſie in dē monad Iu nio bei dē weg Sabaria vnd an dem ſelbē tag wurden zwen man auch erſchlagen vmb criſte gelauben. der ein hieß Coloterius. vnd d̓ and̓ hieß Pateruius. die waren bey des keyſers de cius frawen. dy begruben auch dy criſten. vnd furen ir ſel zu den ewigen freudē. des helffen vns die drey mit namen. got der vater vnd der ſun vnd der heylig geyſt Amen. ¶ Vō ſant Erbano. Von ſant Erliebheylig herr ſant Vrban wz ein criſtē. vn̄ het got vv lieb vn̄ dienet im tag vn̄ nacht mit be ten mit faſten mit wachē. vn̄ mit vil and̓ guter vbūg. darub macht mā in zu babſt da pflag er des amptes mit vleyß. ¶ Iu dē zeytē da ach tet man dy criſtē ſere vn̄ torſt nyemāt ſprechē dz ein babſt wer vn̄ het d̓ babſt ſechs man̄ dy im dē gottes dienſt heymlich hulfen begeē vn̄ d̓ warn drey prieſter vn̄ drey dyacon. Nun wz ein boͤſer man d̓ hieß carpoſius d̓ ſaget dē rich ter von dē babſt Vrbano vn̄ ſeine geſellen dz ſy criſten weren. da hieß ſy d̓ richter all vahen. vn̄ hieß ſy in dē kercker legē. vn̄ ſprach in zorn zu dē babſt. Du haſt Ceciliā vn̄ iren freundt Dalerianū vn̄ ſein brud̓ tyburciū dē vnrechtē gelauben gelert. vn̄ noch mer criſtē dy hab ich all heyſſen ertoͤten. vn̄ ſprach da aber zu dem babſt. Nu ſoltu mir ſage wo du cecilie gut ha beſt gethan vnd ſolt mir dē ſchatz weyſen. Da ſprach d̓ babſt Vrbanus. Ich ſih wol das du den freunde gottes veind biſt. vn̄ zu dē erſten trachteſt du wy du ir gut gewinneſt. vn̄ zu dem andern mal betrachteſt du wie du ſie von got bringeſt dz ſy dē abgoͤtern opferē das iſt dir nit nutz vn̄ bringt dir groſſen ſchaden an dei uer ſel. Du ſolt auch wiſſen dz Cecilie gut zu dē hymelreich geſendt iſt bey dē armen lewtē. wan̄ die habē es dar getragē. Da d̓ babſt alſo redet da hieß er in mit knuͦtteln ſchlahē vn̄ all ſein geſellen. dz liden ſy gedultiglichen durch got. Darnach legt man ſy in dē kercker dariu nē bekertē ſy dreyritter vn̄ dē huͤter d̓ ir pflag. Da das d̓ richter hoͤret da ward er gar zornig vn̄ hieß dē huͤter toͤtē. da fur ſein ſel zu dē ewi gen freudē. Darnach gebot er ſant vrbano vn̄ ſeine geſellen dz ſy den abgoͤttern opfertē. da gieng d̓ babſt fur dē abgot vn̄ ſprach ſein ge bet zu got. da viel d̓ abgot zuhand md̓ vnd er ſchlug d̓ oberſten. xxij. zu tod. Da wurden dye heyde zornig auff die heyligen vn̄ ſchlugē ſie aber gar ſer vnd zerten in ir fleyſch mit hocken ab irē leib. dennoch waren ſye ſtet an got. Da hieß in d̓ richter vor zorn ire haubt abſchlahē da furē ir ſelē zu dē ewigen frewdē. Da ward d̓ boͤß man mit dē boͤſen geyſt behafft d̓ peyni get in als ſer. vnd redt den abgoͤttern als vbel vber ſeine willē des zwāg in d̓ veind. alſo rach got ſeinen diener vn̄ lobet die criſtēheit vn̄ cri ſtenlichen gelauben vn̄ ſtarb darnach. Da das ſein fraw ſah da gewa ſy rew vber ir ſund. vnd bekant dz ſy an dē vnrechtē gelauben wz vnd empfieng dē tauff. vn̄ ward ein criſtin. vn̄ be grub dy ſiben leychnā mit andacht. Nū bittē wir dy liebē heyligē durch ir groſſe heyligkeit das ſy vns vmb got erwerbē nach diſem lebē das ewig leben Amen. ¶ Von ſant Petronella. Ant Marcellus der ſchreibt dz Petronella ſant Peters des zwelfpotē tochter gar ſcho war vn̄ het got lieb vn̄ dienet im mit vleyß vnd wz lang ſiech vn̄ eines mals da kā ſant peter mit andern iūgern zu i. da ſprach tytus. Meyſter du haſt vil ſiecher geſunt gemacht. warūb leſt du dein tochter ſiech ſein ſam du ſein nit ver nugeſt. Da ſprach ſant Peter. Es iſt nuͤtz vn̄ gut wann ſie iſt deſter demuͤtiger. Es hat ein menſch ein ſiechtumb od̓ ein leyden das iſt im nuͤtz zu dem ewigen lebē. doch mag ich ir wol laſcellino vnd ſant Deter. Mxxxvjj. gehelfen. Darnach wolten die iungern eſſen. da ſprach Petrus zu ſeiner tochter Petronel laſtee bald auff vnd dien vns. do ſtund ſie zu hand auff vn̄ wz geſundt. vn̄ dienet in zutiſch. Vn̄ da ſie den tiſch auff hubē vn̄ ſy dē dienſt volbracht. da ſprach ſant Peter zu ſeiner toch ter. Petronella gee wider in dein bett. da was ſy irem vater gehorſam vn̄ giēg wid̓ in ir bett. vnd wz ſiech als vor. Da ſant Peter ir gedult ſah. vn̄ ſy volkūmē ward vō gotlicher lieb. da machet er ſy geſunt. ¶ Eines mals kā d̓ graf Elactus zu ir. vn̄ bar ſie dz ſye in zu d̓ Ee naͤm wan̄ er wz ir hold vmb ir ſchon. er wz aber ein heydē. da ſprach ſy zu im. wolt ir mich zu einer frawē habē ſo heiſt erwerfrawē vn̄ iuckfrawē vber drey tag nach mir kūmē dz ich mit eren in ewerhauß kum̄. Da was d̓ graff fro. vnd wolt wenen ſie wolt in nemen. vnd wolt ir ding rich ten. vn̄ tet als ſy in gebeten het. vn̄ gewan ir vil iunckfrawen vn̄ frawen. Vn̄ ſant Petronella rufft got mit ernſt an vnd bat in dz er ir ir rey nigkeit behuͤttet. vnd mit ir were vn̄ betet vnd vaſtet. vn̄ empfieng vuſers herrē leychnā mit groſſer andacht. vnd leget ſich an ir gebet vn̄ ſtarb an dem dritten tag. vnd fur ir ſel zu den ewigē freudē. do verſtund ſich d̓ graff wol dz ſie ſein geſpottet het. vn̄ ward zornig. vn̄ kam zu feliculā die wz ſant petronellē geſpil gewe ſen. vn̄ ſprach zu ir. Mym mich zu der Ee oder oppfer vnſern goͤttern. dz wolt ſy nit tun. wan̄ ſie het ir vnſern herre zu einē gemahel außerkorē. da ward er zornig. vn̄ hieß ſie in dē kerck erlegen. vn̄ hieß ſie ſiben tag vugeſſen vn̄ vn getruncken laſſen. da was got mit ſeinē gena den mit ir. vnd ſtercket ſy dz ſy des leydens nit achtet vnd leyd es gedultigklichen durch got. Darnach giēg d̓ graff zu ir vn̄ ſprach. Opfer vnſern goͤttern od̓ du muſt vil leydē. Der droe achte ſy nit vn̄ wz ſtet an got. dz tet im zorn. vn̄ hieß ſy auff hahē. dz teten die diener vn̄ ſchlu gen ſie die diener als lang biß dz ſye ſtarb. da für ir ſel zu dē ewigē freuden. Da warff man irē leychnā in ein laͤublinē da hub in Nicode mus auff vn̄ begrub in erlichen. dz ward dem grafen geſagt. der ſandt nach Nicodemo. vn̄ ſprach zu im. du ſolt vnſern goͤttern opfern dz wolt er nit thun. dz thet im zorn vn̄ hieß in ze tod ſchlahē. vn̄ hieß in in ein waſſer werffen. da zog in ſein ſchuler Iuſtus wid̓ herauß vnd begrub in erlichē. vnd fur ſein ſel zu dē ewigē freuden. Vn̄ wz d̓ nicodemus d̓ vnſern herrē begrub. darnach vber etlich iar. da macht man ſant Petronellē ein merbelſteynē ſarch. vn̄ er hub ſye vn̄ leget ſy darein. da fand man den noch dz ſant Peter mit ſeiner hād an dē ſarch geſcriben het. Der guldin Petronellē meiner aller liebſtē tochter. Heylige iuckfraw erwirb vns vmb got vnſers lebens ein guͦtz end. vnnd nach diſem leben das ewig leben Amen. ¶ Von ſant Marcellino vnd von ſant Peter. Etrus der wz ein cri ſten. vnd dienet got mit vleyß tag vn̄ nacht. vnnd leyd gar vil ſchleg vmb ſein lernung die weil er iung was vnd ee er ge weycht ward. da vieng man in vmb criſten ge lauben vnd legt in in einen kercker. vn̄ befalh Archenno das er ſein huttet. da leget er in in ſchwere bandt vn̄ huttet ſein gar ſeer wol. da Von ſant ſaget im ſant Peter von criſtē gelauben vnnd ſprach. wer an criſtū gelaubt d̓ kumbt nach dy ſem lebē in das ewig lebē. dauon ſoltu gedeck en an das kurtz leben das hie iſt. vnd ſolt nach den ewigen freudē werben. wan̄ wer hie dē ab goͤttern dienet d̓ muß dort ewig peyn leyden. dauon ſoltu dich laſſen tauffen vn̄ ſolt an dē waren got gelauben. ſo wirt dein tochter ge ſunt. wan̄ ſy was mit dē boͤßen geyſt beſeſſen Da ſprach Archennus zu im. Nun magſt du dich auß den banden ſelber nit geloͤſen. Wie mochteſtu den̄ mein tochter von dē boͤßen gen ſten erloͤſen. Da ſprach Petrus. der almechtic got hulff mir auß dē kercker wen̄ ich wolt. ich lig aber gern darinj. Wann ich wil gern durch got gemartert werden vmb die ewigen kron. die ich in dē ewigē lebē alzeit hab. Da nun ve trus Archenno ais vil von got geſagt hett. Da ſprach archennus. Ich wil heym geen. vnd wil dich in den bandē laſſen vn̄ hilfft dir got dar auß vnd hilfft mir auch das mein tochter von den boͤßē geyſtē erlediget wirt. ſo wil ich mich gern laſſen tauffen. vn̄ wil an deinē got gelau ben. vn̄ kam heym zu ſeiner frawen. vn̄ ſaget ir wie Petrus mit im geredt het von got dz was im gar ein ſchimpff. da gieng Petrus zehand zu im ein vn̄ trug ein creutz. da erkant in archē nus zehand vn̄ viel im zu fuſſen. Da hub in pe trus wid̓auff vn̄ gieng zu ſeiner tochter vn̄ er lediget ſy von den boͤßen geyſtē. da wurden ſy gar fro vn̄ dancktē got ſeiner genadē vnd ſant peter. Vn̄ da archēnus dy wund̓ vn̄ die zeichē geſehen het. da ließ er ſich vn̄ ſein tochter Cā dida tauffen vn̄ dreuhundert menſchē. vn̄ ſant Peter mit marcellino taufftē die mēſchē alle. Darnach ließ archennus alle die gefangē criſten ledig die im enpfolhen waren. dz ward dē richter Sereno geſagt. dz thet im gar zorn vnd ſandt nach archenno vnd ſprach zu im. wa ſeind vnſer gefangē all. Da ſprach archennus Ich hab ſie ledig laſſen. wann man tut in vn recht. wan̄ ſie haben einē rechten gelauben an dē ware got. des diener ich bin. vn̄ rewet mich dz ich als lang gebittē hab. doch hat mich got durch ſein krafft ſein guͤtt laſſen ſehē. Darūb ſey er ewigklich gelobt. Da das d̓ richter Se renus hort dz thet im gar zorn. vn̄ hieß archē nu vn̄ ſeine prieſter marcellū gar ſeer mit knut teln ſchlahē. dz lyttē ſy gedultigklichen durch got. Darnach leget mā ſie in einē kercker. d̓ wz geſtreuet mit gleſſerē ſcherbē alſo nacket. Da freueten ſie ſich dz ſie durch got da ſolten ley den. da legt man ſant peter auch in ein kercker d̓ wz mit eyſen als eng gemacht dz er wed̓ ge ſitzen noch geligē mocht vn̄ muͦſt nur ſteen vn̄ in d̓ nacht da kam d̓ engel gottes zu Marcelli no vn̄ bracht im ſein gewāt vn̄ erloſt in auß dē kercker. vn̄ ſprach zu im. gee mit mir. Da leget er ſein gewāt an vn̄ giēg dē engel nach. d̓ giēg zu ſant peter vn̄ erloͤſet in auch auß dē kercker vn̄ furt ſy beyd in ein hauß da warē criſtē inn. da ſprach der engel zu in. die mēſchē ſolt ir an criſtē gelaubē ſterckē vn̄ beleibet viertzig tag bei in. dz tetē ſie vn̄ lertē ſie mit groſſem vleiß dē warē criſtē gelaubē. Vn̄ des morgēs ward dē richter geſagt ſant Peter wer hin. vn̄ d̓ ker cker wer noch verſpert. da erſchrack d̓ richter ſerenus gar ſere. vn̄ tet im zorn. vn̄ hieß archē nū frage wa marcellinus kūmē wer. da ſprach archēnus. Ein engel gottes bracht im ſein ge want vn̄ hieß in mit im auß dē kercker geen. d̓ kercker ward aber nit auffgetā. da dz d̓ richter hoͤrt da ſprach er auff mein aͤyd ich verſperr ir keinē nīmermer. vn̄ hieß da archēno ſein haubt abſchlahē. da fur ſein ſel zu den ewigē freudē. Darnach na ein heyd archēnus tochter cā didā. die ſant Peter vō dem boͤſen geyſt erloͤſſ het. vn̄ ſtieß ſy in ein grubē. vn̄ wurffen dy hey dē als lang ſteyn auff ſy biß dz ſie mit groſſer marter ſtarb. da fur ir ſel zu dē ewigen freudē Da hoͤrtē die criſtē vnd die freund gottes die engel ſuſſigklich ſingē. darnach hieß d̓ richter ſaut Peter vn Marcellinū ſuchē. Da warē nu die viertzig tag hin. die ſy d̓ engel in dē hauß hieß ſein. da giengē ſy herauß vn̄ lertē criſten gelauben als vor. wan̄ ſy forchten kein marter noch kein traw. da vand man ſie zuhād. da ge bot d̓ richter dz man in ire haubt abſchlug. da furē ir ſelē zu dē ewigē freudē. da ſach man ir beyd̓ ſel auß irē mūde geen recht als die ſchoͤ nē meydlein die ware mit gold ſchoͤn gekleyd. Bye ſahē auch vn̄ hoͤrtē dz die engel dye zwu ſelē mit ſuſſem geſang gen hymel furtē. da be kantē die heydē ir heyligkeit. vn̄ ſagten das zu rom. dz ſy geſehē vn̄ gehoͤrt hetē groß wunder Von dē zeychē bekertē ſich vil mēſchē zu cri ſtē gelaubē. vn̄ namē die criſtē die leychna. vn̄ begruben ſy gar erlichen. got zu lob vn̄ den lie ben heyligen mertrern zu eren Amen. Eraſmo .XXLVIII. falſchen Richtern. alſo haſtu auch dein barm hertzigkeit mit mir auch geteylt. vn̄ haſt mich erlediget von dē eyſen da ich innen lag. vn̄ zu hand da er das geſprach. da kam aber ein en gel. vnd ſprach zu im. Eraſme ſteeauff vn̄ gee mit mir in Italiam. da wirt dir vnſer herr das ewig leben geben immer ewigklich. Vn̄ nam in da vnnd furt in da gegen der ſtat Ludrido. vnd ſetzt in wider nider. vnnd verſchwand da vor im. An dem andern tag da giēg der keyſer zu dem kercker. Da was er dennoch beſchloſ ſen vnnd bezeychnet mit ſeinem vingerlein. da hieß er dē kercker auf ſperrē. vn̄ ſprach. bringt dē zaubrer fur mich der mir mein abgoͤtter zu nicht macht. Da ſie den kercker auff teten. da funden ſy ſant Eraſinū mit. ſie funden aber dz eyſen. darinn er gelegen was das wz zu aſchē worden. Da das die diener ſahen. Da ſchryen ſy mit lautter ſtym. vnnd ſprachen. Reyſer wir vinden ſein nit. vnd das eyſen iſt zu aſchē wor den. Da dz der keyſer hoͤrt da ward er als zor nig das er im ſelber einen ſtreych an dye ſtyrn̄ tet. Vn̄ ſprach. wee mir wie gar iſt mein reich zu ſpot worden. was ſol ich dem volck zu ant wurt geben. Da kamen viertzigtauſent mann vnd frawen die waren betrubt vmb ſant Eraſ mu vnd wolten ſehen wie es im ergieng. vnnd ſunderlich die criſten. da funden ſy ſein nit. da ſprach das volck gemeiniglich zu dem keyſer. wo haſtu den gerechten vnd den heyligen hyn gethan. Da ſprach d̓ keyſer gar forchtiglichen vnd gar trauriglichē. Er iſt von ſeinem got in den hymel gezuckt der hat in begabt mit groſ fem lou. vnd hat in erlediget von meinen hen den. Da nun d̓ lieb herr ſant Eraſmus in Ita liam kummen was vnd in die ſtat ludrido. Da taufft er vil menſchen in dem namen Ieſu cri ſti vnd machet auch dy ſiechen geſunt. vnd die blinden geſehent mit ſeinem gebet. ¶ Nun was in der ſtat gar ein mechtiger ed ler herr der hieß Auaſtaſius. der het ein liebē ſun der ſtarb im. vnnd da man in zu dem grab trug. Da ward ſant Eraſmo von got geboten dz er den iungling von dem tod erkuͤcken ſolt. vnd ſolt in ſeinem vater vnnd ſeiner muter wi der gebē. Da gieng ſant Eraſmus zu dē grab vnnd ſprach zu des iunglings vater. Wiltu an Ieſum gelauben der empfangen iſt von dem heyligen geyſt. vnd geborn von der iunckfraw en Maria. ſo wirt dein ſun lebentig. Da name die menſchen wpnder von der red die ſy hoͤrtē Vn̄ des iunglngs vater ſprach zu ſant Eraſ mo. machſt du mir mein ſun lebentig vnd wol geſunt. ſo wil ich vn̄ als mein geſind an deinē got gelauben. Da hieß ſant Eraſmus dē tote leychna an ein heymliche ſtat tragen. vnd hieſ vater vnd muter nyder knyen vnd hieß ſie got anruffen. vn̄ ſprach zu dē iungling. Steeauf in dem name Ieſu criſti. zuhand ſtund er auff lebentig vnnd wol geſundt. Da das ſein vater Anaſtaſius ſah. da rufft er mit lauter ſtymme vnd ſprach. werlich der criſten got iſt der watr got vnd wir habē groſlich geyrret bißher. da ſprach der ſun der lebentig was worden. Die abgoͤtter die wir bißher habē angebetet die ſeind nichts. wan̄ ich hab ſy in der hell geſehē das ſie on vnderlaß gepeyniget werden. Aber ſant Eraſmus got. iſt der almechtig got in hy mel. auff erden. vnd in allen creaturen. Vn̄ ge laubt da Anaſtaſius vn̄ ſein ſun vnd alles ſein geſind veſtigklich an den almechtigen got. vn̄ leret alles volck criſten gelauben. vnd tauffet zweyntzigtauſent menſchen. Darnach rufft der lieb herr ſant Eraſmus ¶ mit lautter ſtym̄. vnd ſprach. O herr Ieſu cri ſte ich danck dir deiner genaden das du dein volck geſamelt haſt in dē weg d̓ warheit. wan̄ du haſt geſprochen in dem euangelio. Bitet ſo wert ir gewert. ſucht ſo vindt ir. klopffet ſo thutman euch auff. Herr geſegē diß volck dz du dir da gewunnen haſt vnd außerkorn. Da er diſe wort geſprach. da kam ein ſtym̄ von hy mel dye ſprach. O du heyliger diener gottes Eraſme. du haſt durch gottes willen faſt gear beyt. darumb alles das du begereſt vō got dz ſolt du von got gewert ſein. Vnd in der ſtym geſegnet got das volck das gelaubig wz wor den vnd alle die abgoͤtter wurden zerbrochen vnd zu nichte die da waren. vnnd der lieb herr ſant Eraſmus lert darnach ſiben iar mit groſ ſem vleyß. vnd beſtetiget ſy mit ſeiner heyligē lere vnnd ſprach. Ir ſolt vor allen dingen got lieb haben. Wann ir habt wol geſehen vnnd gehort ſeine groſſe zeychen die er mit euch ge tan vnd gewurckt hat. darumb habt veſten ge lauben vnnd habet lieb ewern got vnd ewern ſchoͤpfer. ¶ Nu hieß ein mā approbus d̓ hoͤrt vō dē ſie bē herrē ſant eraſmo dz er ein criſtē wer vn̄ tet groſſe zeychē d̓ mā ſprach zuͦ dē keiſer es ſind Von ſant groſſe zeychen in deiner ſtat ludrido geſchehē Es ſindt all abgoͤtter zerſtort wordē von Eraſ mo. vnd hat ſich alles volck zu ſeinē gelauben bekert. vnd veriehen all mit im das Ieſus cri ſtus ir got ſey. der gemartert iſt vnd getoͤd vō den iuden. dennoch gelauben ſy an in. vnnd ſy ſeren in fur iren got. Da dz der keyſer maximia nus hort da ward er gar zornig. vn̄ hieß in fa hen vnd fuͤr in bringe. da ſprach der keyſer zu im. Sag mir du verkerter menſch was lebens fuͤrſtu. Da ſah der lieb her ſant Eraſmus auff gē hymel vn̄ ſchweig vn̄ wolt im nit antwuͤtte Das thet dem keyſer zorn. vn̄ ſprach. wiltu mir mt antworten. vnd hieß in an ein wang ſchla hen. da ſprach ſant Eraſmus zu dē keyſer. O du zuckender wolff vnd ein verkerter menſch voller boͤßheit. warumb marterſt du vn̄ aͤchteſt du die criſten vnd diener des almechtigē got tes. Da ſprach der keyſer. Wen vergihſtu zu eine got. Da ſprach ſant Eraſmus. Ieſum cri ſtum des lebentigē gottes ſun. da ſprach aber der keyſer. Iſt er nit gemartert von den iuden. Da ſprach ſant Eraſmus. ya es iſt der ſelb. vn̄ ich bin ſein diener. Da ſprach d̓ Reyſer. Wiltu an in gelauben vnd wilt im dienē ſo geſchiht dir als im. da ſprach ſant Eraſmus. O keyſer wie haſtu geredt. moͤcht ich ſein trewer diener feſein vnd werden. ſo wer ich ſelig vnd moͤcht ſeinē fußſtapfen nachfolgen. wan dz vergieſ ſen ſeines bluͦtz iſt vnſer aller heyl. vn̄ wolteſt du den erkennen vnnd an in gelauben ſo wuͤr deſtu ſelig an ſel vnd an leib. Da ſprach d̓ key ſer. du ſolt an in gelauben vnd dein geſchlecht. Da ſprach ſant eraſmus. du haſt recht wir ge lauben an in vnd opferen im ein frolichß opf fer. wan er hat alle menſchen die an in gelau ben. mit ſeinē heyligen tod erloſt. vnnd hat all vnſer ſund vertilgēt. Darmit wir dye ewigen peyn verdienet hetten. Da das der keyſer hoͤrt da ſprach er zu Eraſmo. Ich rat dir dz du mir volgeſt. Da ſprach ſant Eraſmus. Sehe ich deinen got. ſo wolt ich villeicht an in gelauben Da ward er gar fro. Darnach gepot d̓ keyſer das man ſeinem abgot iouem auff allen ſeytē ſpylen ſolt ſingen dem abgot zulob vn̄ zuͦ eren vnd kam mit allem volck zu dem tempel da io uis innen was. vnnd ſant Eraſmus kam auch. Vnd da er hoͤrt das man den abgoͤt als fleyſ ſig eret mit dem ſeytenſpil vnd mit irem gebet vnd geſang. da erſeuftzet er vnd ſah auff gen hymel. vnd ſprach. Oherr Ieſu criſte des lebē tigen gottes ſun biß mit mir. vnd ſendt mir ei nen engel das er mich troͤſt vnd ſterck zu dein ſtreyt des boͤßen geyſtes. Vn̄ ſprach da zu dē keyſer. wo iſt dein abgot dem du als groß ere heyſt erbieten. vn̄ heiſt anbetē. da zeyget er im ein groſſe guldine ſeul. die het zwelff dawmen vmb ſich. vnd ſprach zuͦ im. ſih das iſt mein ab gott dem ich dien vnd mein volck. Da nun der boͤßgeyſt den heyligen biſchoff ſant Eraſmū ſah. Da viel die gulden ſeul nider. vn̄ ward zu aſchen. vnd gieng ein groſſer track darauß. d̓ toͤdt das dryt teyl des volcks. Vnd da der key ſer hoͤrt vnd ſah das er zuſpot was wordē. da ward er gar zornig. vnnd rait bald auff ſeinen palaſt. vnd ſchlug ſich an ſein bruſt. vn̄ ſprach. wee mir wie iſt mein reich ſo gar zu ſpot wor den. Da das volck das zeichen ſah. dz dēnoch lebt. da rufftē ſy mit lautter ſtym̄ zu ſant eraſ mo. vnd ſprachē. O du heyliger diener gottes pit fur vns das wir nicht verderbē von diſem tracken. Da ſprach ſant Eraſmus. gelaubt au got daran ich gelaub ſo wert ir all heylwertig. vnd mag euch furbaß niemants betriege. Da ſprachen ſie. wir wollen es geren thun. Da ge bot ſant Eraſmus dem tracken. das er furbas keinem menſchen ſolt ſchaden thun. Da wz im der track gehorſam. Da das volck ſah das der criſten got als groſſe zeychen tet durch ſeinen heyligen diener ſant Eraſmū. Da ſprachen ſie zu einander. Die groſſen zeychen wurcket got mit den die an in gelauben. vn̄ lieſſen ſich ſech tzig tauſent menſchen tauffen. ¶ Darnach rufft ſant Eraſmus mit lautter ſlym. Lob vnd ere ſey got in der hohe. vnd auff der erden ſey freud den menſchen die guttes willens ſeind. da antwurtē im die menſchē die getaufft wur den vnnd ſprachen. Amen das werd volbracht an vns vnd an allen menſchen die ſein bedur fen. an ſel vnd an leib. Da das der keyſer hoͤrt da ward er gar zornig. vnd hieß alle menſchen toͤten die an criſtū gelaubten. Vn̄ alſo wurdē dreuhundert vnd einßundzweintzig menſchen gemartert. die enpfalhen ſich all in ſant Eraſ mus gebet. Da ſprach er zu in. Geet in dem na imen Ieſu criſti ſeligklichen in die heyligē ſtat die euch vnſer herr bereyt hat. vn̄ ich ku ſchier zu euch. Vnd da er das geſprach da kamen d̓ menſchen ſelen mit groſſen freredē in dz ewig keben. vnd ward ein ſtym gehoͤrt. die ſaget vn̄ Eeams MXxxxxx. pſalbert in dem hymel vnd ſprach. Der weg d̓ gerechten der iſt heylig der den heyligen iſt be reyt. Da die ſtym ſant Eraſmus hoͤrt. da frewt er ſich als ein guter hirt von ſeinen ſchefflein. die er gegeben het vnſerm herren Ieſu criſto. Vnd da d̓ keyſer ſant Eraſmū nit mocht brin gen von ſeinem gelauben. da ward er zornig. vnd hieß in manigf altigklichē peynigen. Vn̄ gebot das man ein erin rock gluend machet. d̓ was von glockenſpeyß. vnd leget im dē an ſei nen leib vnd ſprach zu ſant erafmo. Nun wil ich gern ſehen ob dich dein got erloſen woͤl vō meinen henden. da ſprach ſant Eraſmus zu dē keyſer. O du fleyſchman voller boͤßheit vn̄ ein ſun des boͤßē geyſts. ich hab dir es vor geſagt vnd ſag es dir aber. Ich furcht deiner troe nit vnd peynigeſt du mich noch mer. ſo erſchrick ich dauon nit. da er das geſprochen het. da tet er ein creutz fuͤr ſich. vnnd leget den gluenden rock an. Vnd ſprach den pſalm mit dem pro pheten. Wir ſeind gegangē durch fewer vnd durch waſſer. vn̄ haſt vns gefuͤrt an ein kuͤlig. Vnd als das gold in dem gluendē of en wirt bewert. Alſo haſtu auch die menſchen bewert die an dich gelauben. vnd haſt ſie genūmen zu dir als ein brinnendes opfer in das ewig lebē vnnd als bald nach diſen worten. da ward der fewren rock den er an het kalt als ein ſchnee. vnd ward nie kein maͤl an ſeinem leib geſehen. Nun ſprach ſant Eraſmus zu dem keyſer. wie biſtu geſchent von deine vater dē boͤßen geyſt vnd wirſt mit im in dem ewigen fewer brinne. ſo hat mich vnſer herr Ieſus criſtus erlediget von der peyn des ewigen fewers. Da dz volck das ſahe vn̄ hoͤrt. da rufftē ſy mit lautter ſtym̄ vn̄ ſprachen. Werlichen der criſten got iſt gut vnd groß vn̄ mechtig. der ſolche wund̓ wurckt mit diſem menſchē. da ſprach der keyſer. er ge beut dem fewer vnd ſpottet vnſer goͤtter. das tuͦt er alles mit zaubernuß. da ſprach ſant eraſ mus. du toͤreter keyſer wiltu wenen̄ dz ich mit zaubernuß vmbgee. wiltu wiſſen wie im iſt. Es iſt mein herr Ieſus chriſtus bey mir geweſen. des lebentige gottes ſun der gebeut dē fewr vnd ſpottet deiner goͤtter vnnd deine bild dye mit der hend ſeind gemacht vnd von holtz. vn̄ von glockenſpeyß den biſtu geleich. vnnd biſt ein tottes ding als es in hymel vnd auff erdē iſt. Hein herr Ieſus criſtus der lebentig got vermag alle ding. Aber dein got vermag . ein gut. Das tet dem keyfer zorn vnnd ſprach wie lang ſol wir dein tro leydē. da ſprach ſant eraſ mus. Mich wundert halt. das du dich der red nit ſchemeſt. da ward der keyſer zornig vn̄ ge bot ſeiuen dienern das ſie ein eerin hafen ne men. darein teten ſy pley oͤll vn̄ pech. vnd mach ten dz ſyedig. Da nun d̓ haf wallendig ward. da ſprach ſant Eraſmus zu dē keyſer. Du ſolt wiſſen das mir der haf ein kuͤlung iſt. vnd tet das heylig creutz fur ſich vnd ſteyg in den ha fen. Iuhand ward ein ſtymm von got geſandt vnd gehoͤret ob dem hafen. vnd verhēget got das ein tropff auß dem hafen ſprang. vnd der kam an dē keyſer. da ſchrey er mit lautter ſtym̄ vnd ſprach. O menſch des almechtigē gottes bit fur mich. wan̄ ich brin̄ gar vaſt. Da ſprach ſant Eraſmus. du boͤßer menſch ſchetz bey dē fewer das ewig fewer. vn̄ gedenck an die ewi gen peyn. die dir der almechtig got bereyt hat mit deinem vater dem boͤßen geyſt vnnd allen ſeinen diernern. Ich weyß wol das dein hertz erhert iſt in der boßheit. dauon wirſt du nit er hoͤrt in deinem gebet. wann du biſt nit wirdig der gewerung. aber von des volcks wegen dz vmb dich ſteet. ſo wirſt du geſundt. Da ſprach ſant Eraſmus ſein gebet zu got. Da ward der keyſer geſundt. Von dem zeychen wurden vil menſchen bekert die das ſahen. da der keyſer geſundt ward da was er als boͤß als vor. vnd hieß ſant Eraſmum vahen vnd hieß in in den kercker legen. vnnd hieß im ſein hend vnd fuß ſchwerlichen verſchmiden dz leyd er gedultig klichen durch got. vnnd betet mit groſſer an dacht. Da erſcheyn im ein iungling. d̓ ſprach. Steeauff ich bin ſant Michael. vnnd bin von got hergeſandt. vnnd ſol dich furen in die ge gent Campanie. in die ſtat Formana. da ſolt du leren das volck den weg der warheit. vnnd der engel nam ſant Eraſmu vnnd furt in auß der ſtat vnd kamen gen der ſtat Duracum. da verſchwand ſant Michel. vnnd ſant Eraſmus fand ein ſchiflein das was im von got bereyt. Darauff fur er in die ſtat formana. ¶ An dem andern tag da hieß der keyſer ſant Eraſnium fur in bringen. Vnnd da ſie in den kercker giengen. da funden ſy ſant Eraſmum nit. vnd was der kercker beſchloſſen. Das ſat ten ſie dem keyſer. da ward er garſer betrubt. vnd alſo was ſant Eraſmus ſiben iar in d̓ ſtat formana vn̄ leret das volck den weg der war Von ſant heit. Vnnd der engel gottes bracht im all tat ein brot. Darnach bat er den lebentigen got vmb die ewigen rue. Da kam ein ſtym von hy mel die ſprach zu im. Eraſme kum her vnd ruͤe in der ſtat die dir got bereitt hat vnd allē hey ligen mertrern. vnd nym die kron vmb dein ar beit. wan̄ ich bin durch dich geeret wordē. da bat der lieb herr ſant Eraſmus fur all wittibē vnd waͤyſen den almechtigen got. vnd fur alle die mēſchē die ſeine abent oder ſeine tag eren mit beten oder mit faſtē oder mit andern gut ten wercken. vn̄ ſprach. O herr Ieſu criſte. ein geborner ſun gottes des vaters von hymel. du haſt mir ruͤe vnd raſt geben in deiner heyligen ſtat von allem dem leydē das ich gehabt hab in dyſer zeit. nun bit ich dich mein got vn̄ mein herr dz du dich genedigklich vber die mēſchē erbarmſt die dich anruffen. vnnd deiner hilff begeren in meinē namen. vn̄ gewer ſie alles dz ſy bitten. an ſel vnd an leib. Darnach kam eyn ſtym̄ vō hymel. die ſprach zu ſant Eraſmo. wiß das du gewert biſt worden von dem almechti gen got. vmb alles das du gebeten haſt. vn̄ al le die menſchē die deine tag vnd deinē abent eren. mit vaſten oder mit beten. od̓ mit andern guten wercken. dē ſol hie in diſer welt gluckes noch gutz noch eren nymmermer zerinnē. vnd nach diſem leben ſollen ſy beſitzen das ewig leben. Von diſer ſtym ward ſant Eraſmus ſer erfrewet vnd hub ſeine augen auff gen hymel vnd ſah den tron den im got bereit het. vn̄ ſah auch wie im alles hymliſch her entgegē gieng vnd alle heyligen vnd alle engel. vn̄ alle zwelf botten vnd propheten. Da neigt er ſein haubt gegen got vnd ſprach. O herr Ieſu criſte em pfahe die ſel deines dieners. vn̄ mit diſen wor ten gab er ſein ſel dem almechtigen got auff. da ſahen alle die menſchen. die ſein wirdig wa ren das ſein ſel weyſſer wz dan̄ der ſchnee. vn̄ ward von dē engeln gefurt mit groſſer ſchoͤn heit vnd mit groſſer glori zu den ewigen frer den. darub ſol ein yeglich mēſch den biſchoff vnd den heyligen wirdigē martrer geren eren. wann er iſt der vierzehen nothelffer einer. vnd mag allen menſchen wol zu hilff kummen in al len iren noͤten an ſel vnd an leib alles das ſye begeren. Heyliger biſchoff ſant Eraſme. wir bittē dich durch alle die wirdigkeit. die du mit got ewigklichen haſt das du vns vmb got er werbeſt. das wir hie menſchē werdē nach got tes lob. vnd vns auch werde nach diſem leben das ewig leben Amen. Von ſant Bonifacio. Ant Bonifacius wz ein criſt. Vn̄ da er neur funff iar alt ward. da fleyß er ſich vil guter tugēt rnd guter ding vnd er gieng gem zu guten leu ten. vnd flohe die boͤßen menſchen vn̄ ir boͤße wort. vnd wo man von got redt da was er all zeit geren vnd lernet mit vleyß in ſeiner iugēt zucht vnd alle tugent vnd da er zu ſeinen tagē kam da bat er ſeinen vater das er im gunnet das er got dienet vnd im erlaubet dz er in ein kloſter kaͤme. Da das ſein vater hoͤrt da wz er zoruig. vn̄ wolt im kein vrlaub gebē. vn̄ ſprach er ſelt nach d̓ welt leben. vnd bat den ſun guͤt lich das er es nit tet. vnd troet im auch wie er mocht. vnd huͤt ſein tag vnd nacht. da mocht er im nit entrinnen. darnach bat er aber den vaß den ſeliglichē gelebt het da nam er vrlaub v̄ gieng zu den heyden vnd predigt dz wort got tes vnd begert offt das er vmb den gelauben ſterben ſolt. vn̄ fur in Cecilia. vnd prediget da auch criſtē gelaubē. darnach ſand in ſein ober ſter in Italia da beleyb er vnd̓ ſeynen brudern vnd betet emſigklichen vn̄ was ſtill. vnnd weſt nyemant dz er als vil weyßheyt in im het. Da bezwungen in ſein bruder das er do auch muſt predigen. da namen ſi all wunder ab ſeyner gu ten lere dy bracht den mēſchen gutē frucht dy es hortē. vnd hort auch fleyſſigklich beicht. vn̄ redt ſer wider dy ketzer vnd ſtrafft dy groſſen herrē ſer wan̄ es gieng ein groß volck an ſeyn predig vnd hoͤrten ſy mit groſſer andacht. Da nun ſant Autonius lang ſeligklichē gelebt het das mocht d̓ boͤß geyſt nit erleyden vnd tet im vil zu leid vn̄ wolt in eins nachtes verſchlundē haben. Da ruffet er vnſer liebe frawen an mit groſſer andacht vnd zehandt ward ſein zell er leucht mit klarheyt da verſchwand d̓ boͤß geiſt Darnach predigt ſant Antonius lang zeyt zu badua vn̄ ward ſiech vn̄ empfieng das heylig ſacramēt mit groſſer andacht vnd mit gantze gelaubē vnd ſtarb ſeligklich. vn̄ fur ſein ſel zuͦ den ewigen frewden. da begruben ſein bruder ſeinē heyligen leychnā mit groſſer andacht vn̄ geſchahen vil zeychen vn̄ wūder durch in. Nū helff vns ſant Antonius vmb got erwerbē dz wir auch kummē in dz ewig leben Amen. ¶ Von dem lieben herren ſant Veyt. Ant Veyt was ein ſe ligs kind vnd het got lieb. vnd ward ein criſt. da er zwelf iar alt was aber ſein vater was ein heydē. vn̄ da er hoͤrt dz ſein i ſun ein criſten was worden vn̄ das man in ge taufft het. dz was im gar leyd vnd ſchlug das kind ſer vnd wolt es damit zwingē. das es dē abgoͤttern opfert. das halff in alles nit. wann das kind was ſtet an got. Nun was ein vogt in d̓ ſelben ſtat lucana der hoͤrt von dem kinde das es an criſtum gelaubet vn̄ d̓ hieß Valeria nus vn̄ thet im gar zorn vnd hieß in vahen vnd gebot ſeynen dienern das ſye in mit knuttelen ſchlahen ſolten vnd da dy diener das kind ge ſchlugen da was got mit dem kind vn̄ verhēgt vber dy dye es ſchlugen das ir arm duͤr wurdē Da ſchy In ſye. Wee vns vnſer arm ſein dur worden ¶ Die ſprach ſant Veit. Geet zu ewern goͤtter ſ an dy ir gelaubet vnjnd heyſt euch dye helfen. aber ſye mugen euch nit gehelffen. Da prachen ſy zuͦ dem kind. Magſtu aber vns ge helffen. Da ſprach d̓ lieb herr ſant veit. Ia ich will euch helfen in dem namen ieſu criſti mey nes herren. vn̄ ſprach ſein gebet zu got vn̄ bat vnſern herren dz er ſy geſunt macht. da wurdē ſy zuhand geſunt. da erſchein der engel gottes ſant Veit vnd ſprach zu im Gehab dich wol. wan ich bin dir von got zu einē huͤter gebē dz ich dein huͤten ſol biß an deinen tod. da wardt das kind des troſtes gar fro. Da ſprach d̓ R chter zu ſeinem vater. bring dein kind von chri ſten gelauben od̓ es muͦß ſterben. da nam d̓ va ter dz kind in ſein hauß vn̄ bat es gutlich das es den gelauben ließ. da wolt es ſein nit thun. Oarnach ſandt er nach vil ſchoͤnen iunckfran en dy tantzten vn̄ triben vil ſchoͤner kurtzweyl vor dē kind. dz wz ſant Veyt in ſeinen ſinnen als en debd̓ im ſen ſel on̄ ſein ere wol ſtelē Von ſant vn̄ floh vō b kuͤrtzweyl in ein kūmer vn̄ got wz mit im. da wurd als ein edler geſchmack in dē hauß. dz ſich dz gantz haußgeſind da von ver wūdert wan̄ d̓ edel geſchmack kem. da lief ſein vater zu d̓ lamer vn̄ ſahe durch ein kluuſen hin ein vn̄ ſah ſeinē ſun betē vn̄ bey im ſibē engel. da erſchrack er vn̄ mochtē ſein augē d̓ klarheit nit erleydē. vn̄ erblint da von. vn̄ ſchrey mit lau ter ſtym. die goͤtter ſein in mein hauß zu meinē ſun geſtigen vn̄ darūb dz ichs geſehē hab bin ich erblindt. Oarnach opfert er dē abgot ein ochſē mit ſilbrē hoͤrnern aber im ward nit ge holfe. da bat er vitu ſeinē ſun d̓ erwarb im vm got dz geſiht wid̓. Dz zeichē legt er ſeine goͤt tern zu vn̄ wolt wid̓ dē heylige ſant veyt ſeine ſun durch dy marter bringen dz er anbetet dy abgoͤter. da kam d̓ engel gottes zu ſāt veyt vn̄ hieß in vn̄ modeſtū ſein zuchtmeyſter vn̄ Ere ſcentiā ſein ernererin vber meer farn in ein an dre geget dz thetē ſy. da kā ein adler vō dē wil len gottes der ſpeiſt ſy all dy weil ſy do warn. Iu dē zeyten. do het d̓ keyſer ein ſun d̓ was mit dē boͤſen geyſt beſeſſen darūb wz er ſer be truͤbt vn̄ het vil rates darzu da mocht im nye māt helfen. Da ſprach d̓ veind eins mals auß im. mich mag nyemāt vertreibē auß diſem veß lein man bring den̄ dz kind vitū her. Da hieß d̓ keyſer dz kind vitu vberal in dē land ſuche. da fand mā ſāt veyt vn̄ bracht in zu dē keyſer dio cleciano d̓ ſprach zu im. Liebs kid magſtu mei nē ſun nit gehelfen. dz er von dē veind erloͤſt werd. da ſprach ſant veyt. Ich mag im nit hel fen es mag ieſus criſtus d̓ war got wol thun d̓ aller ding gewaltig iſt. dz wirſtu ſehē. darnach legt ſant veit ein hand auf des keyſers fun vn̄ ruͤfft got mit ernſt an vn̄ bat in dz er in vō dem vend erloͤſt. vn̄ gebot dē veindt dz er auß fure in dē name gotes. da fuͦr er zehāt auß vn̄ ward des keyſers ſun ledig vn̄ loß. da wurdē ſy gar fro. dennocht was d̓ keyſer als ſeer erſtockt. vn̄ in ſeynē hertzen erblint dz er nit an got wolt gelaubē. vn̄ da erhort dz vitus ein criſt wz. da ſprach er zu ſant veyt. du torethes kind du ſolt n it an criſtū gelaubē wan̄ wiltu ſagē vn̄ gelau bē es ſey neur ein got ſo geſchicht dir vbel wil du aber vnſer goͤtter erē. ſo will ich dich habē als mein ſun vn̄ bat dz kint gutlichē das es ſey nē gelauben ließ des achtet es nit vnd leyd vil marter darumb. ¶ Darnach hieß d̓ keyſer ein greulich hantwerck machē mit ſcharpfen ne geln vn̄ mit ſcharſachen dy ſolte vitu vn̄ Mo deſtuz durchſchneyden vnd durchſtechen. Da ſprachē ſy ir gebet zu got da kā ein groſſes we ter mit donner vn̄ mit plitzē dz ſchlug d̓ abgot ter tēpel nyd̓. vn̄ erſchlug vn̄ ertoͤdt dy ewartē darin̄. da flohe d̓ keyſer vn̄ ſprach. O wee mey ner erē dz mir ein kind ſoll angeſigē. da kā ein engel zu dē heyligē vn̄ troͤſt ſy vn̄ erloſt ſy von dē hatwerck vn̄ alſo gabē ſy ire geyſt auff vnd furē ir ſeel zu dē ewigē frewdē. Nū was ein gute fraw die hieß Florēcia. dy wz in groſſen noͤte vn̄ forcht dz groß ſturmweter wolt ſy er toͤtē da erſchein ir ſant Veit vn̄ ſprach. Wiltu lebē ſo begrab vnſer leichnā noch an dē tag dz will got vō dir habē. darnach gebot ſant veyt dē weter dz es ſtill ward. da hettē dy aren die leichnā behuͤt dy weil das weter was. darnach begrub dy fraw Florencia dy heyligē leichna mit andacht. Von ſant Quiriaco. Derwaſſo vn̄d Prothaſio .XLV. Eruaſius vnd Pro thaſius dy waren zwen bruder vnnd Ihetten gotlieb vnnd dienten im mit fleyß tag vn̄ nacht. mit beten mit vaſtē. mit wa chen vnd mit vil ander guter vbung. vnd da ir vater geſtarb. da gaben ſy ir gut armenleuten durch got. vn̄ fluhen das vergencklich gut als ein fewer. da ward dem keyſer Nero geſagt das ſye criſten weren. das thet im zorn. wan er verfolgt dy criſten ſer vnd hieß dye heyligē va hen vn̄ leget ſye in dē kercker. Darnach bracht man ſy gen Meyland vnd wolt ſy do toͤten. vn̄ der des kamen von des keyſers wegen d̓ graff Aſcaſius gen Meyland vnd wolt da ſtreyten. Da kamen dy ewarten zu dem grafen vn̄ ſpra chen zu im. Wir haben dy goͤtter gebeten das ſy vns ſagen wie es dir geen ſoll an dem ſtreit ſo ſprachen ſye. wir woͤllen euch nichtz ſagē ir bringet den Geruaſiū vnd Prothaſium dar zu das ſy opfern. Da bracht man die heyligen zu den abgottern vnnd der graff ſprach zu in Opfert den abgoͤtern oder ir muͤſt ſterben od̓ vil darumb leidē. das was in gar ein ſchimpf. vnd ſprach daGeruaſius zu dē grafen. Dein abgoͤtter dye ſeind falſch vn̄ ſeind des boͤſen geyſtes vol. vnd wilt du das es dir wolgee. ſo ſolt du vnſern herren bitten das er dir helffe das du geſigeſt. der mag dir allein gehelffen. da ward er zornig vnd ſprach zu ſeinen knech ten dz ſye Geruaſium mit knuͤtteln wol durch ſchlugen. da ſchlugē ſy in als lang bis er ſtarb da fur ſein ſel zu den ewigē freudē. da von er ſchrack Prothaſius nit dz ſein brud̓ vmb den glauben tod was. Darnach ſprach d̓ graff zu prothaſio. wilt du geſunt lebē ſo opffer vnſern goͤttern. od̓ dir geſchiht als deinē bruder. Da ſprach Prothaſius. Ich furcht dich nit noch dein troung. Mir verſchmaht neur deyn red. wan̄ mein brud̓ hat im dz beſt auß erwelt. Da ward d̓ graf zoring. vn̄ hieß in auff henckē vn̄ ließ in mit ſtecken ſchlahē. dz leyder gedultig hē durch got. vn̄ ſprach zuͦ dē grafen. du er eſt mich vil mer den̄ ich dich vnnd du er ſt mich auch mer den̄ ich mich ſelber er dauon thu alles dz mit mir das du wilt. das mein geyſt noch heut zu meinem um in dy ewigen freud. Da enthaubt fur ſein ſel zu dē ewigen freudē. da ſppus vn̄ ſein ſun dar dy warē auch amē dy leychna vn̄ brachtē ſy in ir hauß vnd ſchriben ir heyligs leben vn̄ ir mar ter an einen brieff vnnd begruben ir leychnam in irem hauß. vnnd legten ſy in einen ſchoͤnen ſarch. vnd legten den brieff zu in in den ſarch Darnach vberlang zeit do ſant Ambroſius bi ſchoff was wordentzu Meyland in d̓ ſtat. Da betet er eines mals in der kirchen. vnnd ver gieng im der ſynn. das er weder ſchlieff noch wachet. da ſah er zwen iungling die racktē ire hend auff gen hymel. Vnnd waren wolge kleydet. vn̄ da er das geſiht ſahe. da kam er zu imſelber. vnd bat vuſern herren dz er im zu er kenuen geb was das geſiht bedeutet. vnd wer es ſein will dz er in dz geſiht noch eyneſt lyeß ſehen. da ſah er es zu dem andern mal. da bat er vnſern herren wer es im loͤblich das er in dz geſiht zuͦ dē dritten mal lyeß ſehen. da ſah er es aber. vnd ſah drey vnd der dritt was Pau lus vn̄ d̓ ſprach zu ſant Ambroſio. Es iſt got tes will das du vns geſehen haſt. vnd dy zwen dy beymir ſeind dz iſt Geruaſius vn̄ Protha ſius dy hab ich bekert vn̄ ligen vnd̓ deinē fuſ ſen begraben zwelff ſchuͦch vnd̓ der erden. vn̄ wen̄ man da eingrebt. ſo vindt man einē ſarch dariunen ligen dy heyligē leychnā damit ver ſchwundē ſy. ¶ Darnach ſendet ſant Ambro ſius nach allen den pfaffen die vmb in ſaſſen vn̄ ſagt in wz er geſehē het. vn̄ kā mit in vn̄ mit aller pfaffheyt in dy kirchē an dy ſtat. vn̄ ſant Ambroſius d̓ brach des erſten ſelber auff. da grub man tief vnd̓ die erdē vn̄ fundē dē ſarch als in ſant Pauls vor geſagt het vnd do man den ſarch auff thet da gieng eyn ſuſſer edler geſchmack auß dem ſarch. vnd funde auch dē brieff in dem ſarch daran ir heyliges leben ſtund vnnd ir marter. Da laß ſant Ambroſius den brieff. vnd fand daran das ſye wol drew hundert iar da waren gelegen. vn̄ warē ir hey lig wūde als friſch als ob ſy erſt tod wern. vn̄ da ſye das ſahen vnd horten da lobten ſy got mit frewden vnnd erten das heyltumb wirdig klichen. ¶ Nun was ein blinder man da der wz lang zeyt blint geweſen. der berurt dy heyligē leych nam vn̄ bat dy heyligen durch alle die wirdig keyt dye got an ſye gelegthet. das ſye im huͤl fen das er geſehent wuͤrd. da ward er zuhant geſehent. vnd dancket got vnnd den heyligen Dawurden dye biſchof vnd alles voͤlck mit in gar fro dz got beweyſt het ir groſſe heyligkeit Von dent Von ſant Theoneſto N m helff vus got durch ire groſſe marter. dz wir auch kuͤmen zu dē ewige freudē Amē. ye heyligen Theone ſtus vnd Albanus die waren criſten I vnd heten got lieb vn̄ dientē im mit vleyß tag vnd nacht. mit beten mit vaſten mit wachen vn̄ mit vil ander guter vbung. vn̄ wur den auch prieſter. vnd vber etlich zeit darnach ward Theoneſtus biſchoff. Iu der zeit da wz Honorius des reichs gewaltig. Nu hub ſich ein krieg in Carthagina von den ketzern vnd von dē criſtē wan̄ dy ketzer Arriani dy ſprach en es were den ſelen nach dyſem leben weder wol noch we vnnd widerſprachen die vrſtend. Da gebot houorius. dz dy criſten vn̄ dy ketzer zuſammē kemen. in dy ſtat Carthagina. da ka men ſechßhundert Biſchoff in die ſtat dē cri ſten zu hilff. vn̄ kame auch vil ketzer dar. es ge bot auch honorus dz ſy ire bucher auch zu ſa men brechtē vn̄ bewertē. wer recht od̓ vnrecht het vnd wer recht het d̓ ſolt ſein genieſſen. vn̄ ſolt der ander teyl vberwundē ſein. vnd ſolten iren krieg furbaß laſſen. Nun kam der heylij biſchoff Theoneſtus zu dem krieg d̓ was gar wol gelert dauon wurden dy ketzer vberwun den. vnd bewerten dy criſten iren gelauben. vn̄ muſten dy ketzer ſchweygen. wan̄ ſy warē vber wunden mit der warheit. ¶ Darnach trugē dyketzer Cheoneſto groſ ſen haß an. darumb das er ſy als gar vernicht het. vnd giengen im auff ſein leben nach. vnd ſtyeſſen in von dem ſtuͦl vnnd vertriben in das leyd Theoneſtus gedultigklichē vnnd klaget es nyemant. vnd gieng mit ſeynen Capellanē Albano vnd mit vrſo gen rom zu dem Babſt Linus der empfieng ſy guttigklichen. bey dē was er ein weil. vnd fur da in Thuſcana. vnd bekeret vil menſchē mit ſeiner guten lere. Dar nach fur er in Liguriam. da bekert er auch vil volcks. Vn̄ fur da gen Meyland. da empfiēg in ſant Ambroſius ſchon. vn̄ dy pfaffen. do be leib er ein weil da vnnd widerſprach die ketzer ſeer vnd ſant Ambroſius der leyd auch vil von den ketzern. Darnach kam ſant Theoneſtus gen Augſpurg. da warē auch vil ketzer dy ver treyb er auch mit der hilff gottes. Vnnd da er dy ſtat von der ketzerey gereiniget het. daließ er ſeinen Capplan Vrſum da. das er in das gotzwort prediget. vnd fur furbaß. Da toͤten dye ketzer Vrſum. vnd ſein ſel fur zu den ewi gen freudē. Darnach kam der biſchoff Theo neſtus gen ſchwebiſchen werd zu dem Runig Sigmud. d̓ ſchuff im gutē gemach. wan̄ er het got lieb. vn̄ wes er in bat des geweret er in al les vn̄ begleytet in als lang biß gē Mentz da leyd er auch vil vō den ketzern. vn̄ wz Aureus biſchoff zu mentz geweſen dē hettē dy ketzer vertribē von dē biſtumb. Theoneſtus vn̄ capplan Albanus dy forchten ſich nit. vn̄ ſ digtē wider dy ketzer. darūb leyd Theone vil ſchleg vn̄ arbeit. vn̄ da aureus d̓ vertt ſchoff hoͤrt dz theoneſtus daprediget er wider gen Mentz vnd ſaß mit gen das biſtumb. Vnd er. Theoneſtus v nus vertriben dy ketzer ſere. dauon t ketzer den heyligen haß. vnd toͤten fur ſein ſel zu den ewigen freyden zehen tauſent klartrern XLVI digt Theoneſtus erſt vil vnd albanus. dauon trachteten dy ketzer wy ſy albanū getoͤten mo chten. vn̄ eines mals da was albanus an ſeynē gebet. da kamen dy ketzer vn̄ furtē in auff dē plan. vn̄ ſchlugen im fein heyliges haubt ab. da fur ſein ſel zu dē ewigen frewden. Da nā ſant albanus ſein haubt in ſein hend vn̄ trug es an dy ſtat do erligen wolt da legt er es nyd̓ da begrub in ſāt theoneſtus mit groſſer andacht in einē munſter zu mentz dz bracht dē heyligē vil genadē vor got dz ſy wid̓ dye ket zer waren. vn̄ darnach ward Theoneſtus vmb den criſtē gekauben getoͤdt. Da fur ſein ſeel auch zu den ewigen frewden. Nun helff vns got das wir auch kummē zu in Amen. Vō dē. r. tauſēt martrern. ANadrionus vnd An tonius des reichs gewaltig warē vn̄ die zehen tauſent maitrer vnd ritter dy hieltē es mit dē reich vn̄ warn im vnd̓tenie Nun was Achacius vn̄ Primicerius vn̄ Elia des d̓ hertzog. vn̄ Theodorus d̓ rittermeyſter. vn̄ carcerius ir furer dy warn haubtleut vnder den zehen tauſent martrern. Nun ſetzet ſich Gedrenius vn̄ Effrates ſeer wid̓ dz reich vnd wolten im mit diene vnd vnd̓tenig ſein. Da dz Achacius vn̄ ſein geſellen horten da wurdē ſy zornig. ſy waren aber dennoch nit gelaubig. vn̄ ſamelten ein groß volck wid̓ ſye. d̓ waren neun tauſent. vnnd ſiben tauſent ſtreytber volck dye warn an ſtreyten vn̄ an kuͤnheyt dye beſten zu dem ſtreyt. vnd da nun d̓ tag kam dz man ſtrey ten wolt vn̄ dy herren gegen einand̓ lagen. da lag d̓ keyſer vn̄ Achacius vnd ſein geſellen bei einander. vn̄ furte iren abgot mit in vn̄ hofftē er huͤlff in dz ſie iren veinden angeſigten. da ſy nun ſahen dz ir veind als vil waren. da flohe d̓ keyſer mit ſiben tauſent manne von achacio vn̄ ſeiner geſelſchafft. Da ſprach Achacius vnd Eliades d̓ hertzog zu irr geſelſchaft. Ir herrē vnd ir bruder wie wolt ir thun. wolt ir beleybē als die veſten ritter. od̓ wolt ir fliehen. da ſpra chen ſy. wir woͤllen vnſern abgoͤtern opfern dz ſie vns helfen dz wir vnſern veindē obligē. Darnach opfertē ſy kitzlein vn̄ forchtē ſich da mer dan vor vnd fluhen vn̄ da ſy an d̓ fluht warn. da kam ein engel gotes zu in vnd ſprach zu Achacio. warūb habt ir den abgoͤtern geop fert. en̄ habt euch als ſer gefuͤrcht dz ir fluch tig ſeyt wordē. vn̄ habt ein geſpoͤt auß euch ſel ber gemacht. Nun merckt wz ich euch ſag vn̄ was ich euch offne das thut ſchier. Ir ſolt dē got anruffen d̓ in dē hymel iſt vn̄ d̓ hymel viſ erdtrich beſchaffen hat. vn̄ gelaubt an vnſern herren Ieſum criſtū dz er oberſter gottes ſun ſey vnd ein vntoͤtlicher herr vnnd kunig d̓ wirt fur euch fechten vnd wirt euch geſigen ewern veinden. Da d̓ engel dz geredt het. da nam es achacius in ſein hertz vnd ſprach zu Elide vn̄. zu ſeinen geſellen. Wir ſullen tun als vns der iungling geheyſſen hatt. da ſprachen ſie all ge meynglichen. Wir gelauben an dich herr ieſu criſte vn̄ alles dz vns d̓ iungling geheiſſen hat dz woͤllē wir gern tuͦn vn̄ ſtryte mit hudert tau ſent mānē vn̄ geſigten in an mit d̓ hilf gottes. Vnd da ſy an got gelaubten. da halff in auch got das ir vendt vlnielen nenen ſce vnd Von den̄ ertruncken auch. vn̄ dy andern verdurbē ſunſt ſchier. Vnd da ir veind all verdurben vnnd da ſye mit der hilff gottes geſigten. da nam d̓ en gel gottes Achacium vnd all ſein geſellen dye an vnſern herren gelaubten vn̄ furt ſye auff er nen hoken berg d̓ heyſt Araboſt. vn̄ d̓ berg wz hoher den̄ d̓ berg armenie. vnd iſt von Alexan dria vierundzwentzig meyl wegs. da ſaß d̓ en gel gottes zu in auff den berg. da ſah Achaci us vnd ſein geſellen den hymel offen. vnnd ſa hen das ſiben engel herab kamen vn̄ ſprach d̓ engel d̓ vor bey in was. furcht euch nit wan̄ es ſein die engel gottes dy ir daſeht. Da bekan ten ſye erſt das der iungling ein engel was. da ſprachen dy engel zu den heyligen. Ir ſeyt ſe lig das ir an vnſern herren Ieſum criſtum ge laubt vn̄ an den waren got. wir kundē euch dz man euch vber dreyſſig tag fur die furſtē fuͤ ret des ſolt ir nit erſchrecken. wann got iſt mit euch vnd der huͤtet ewer vnd auch aller der dy an in gelauben. Da das dye engel geredten da verſchwunden ſy zuhandt. Nun forchten ſich dy newn tauſent ritter gar ſere vnd beichteten ſich vn̄ rufften mit lau ter ſtymm zu got vnd hetten groß rew vber ir ſund. Vnd da nun dy dreyſſig tag vergangē wa ren. da ſuchten ſy des keyſers botten auff dem berg vnd hoͤrtē das ſy all got lobten vn̄ bekan ten das ſy criſten warn. des erſchracken dy bo ten ſer vn̄ ſagtē es dē keyſer. vn̄ dy furſtē wur den ſer betruͤbt vn̄ vielen auff dye erden vnnd ſtrewten aſchen auff ire haubter vnd aſſen vn̄ truncken in funff tagen nichtz vor zorn. vnnd nach den funff tagen. da wurden ſy zu rat wy ſy dye heyligen zu irem gelauben brechten. vn̄ ſandten nach funff Runigen. vnd ſchriben in brieff. vnd ſchriben in alſo. Den edlen vnuber wunden kunigen Sapero vnd Maximo vnnd Adriano Tyberiano vnd Alexandro. embietē wir Adrianus vn̄ Antonius merer des reychs vnſern gruß. vnd laſſen euch wiſſen dz wir ein ſtreyt haben gehabt wider Gedremiū vn̄ Ef fratenſem. vn̄ an dem ſtreyt hetten wir newn tauſent vnd ſibentauſent ſtreytber man̄. vnnd da wir ſahen das vnſer veind als gar vil warē da fluhen vnſer wol ſibentauſent. da geſchach gar ein groß vngehortes ding dz dy newn tau ſent obgeſigten. Da wir das hoͤrten da danck ten wir vnſern goͤttern. nun haben wir gehoͤrt. das dy neron tauſent criſten ſeind worden vn̄ wonen auff einē hohen berg. des ſeind wir ſer betrubt. dauon bitten wir euch dz ir kumpt vn̄ mit vns zu rat werdet wie wir thun ſullen. Da die herren dy brieff gelaſen. da wurdē ſy ſer be trubt. vnd ſameltē ein groß her. vnd kamen zu den herren gen Rom vnd wurden zu rat wy ſy dē herren teten. vnnd ſendeten ir boten zu den heyligen. Darnach kamen dy botē auff den berg zu in. vnd hoͤrten das ſy vnſern herren Iefum cri ſtum anrufften. Vn̄ da dy heyligē dy botē ſa hen. Da ſprach Achacius. Wolauff irherren lat vns vnſern oberſten got anruffen. wan̄ der boͤß geyſt hat ſein her zu vns geſandt. da ſtun dē ſy auff vn̄ betete vnſern herrē an vn̄ ſprach en. Herr ſchoͤpffer dē nichtz geleychē mag vn̄ oberſter got d̓ alle menſchē geſchaffen hat vn̄ der durch vns menſch iſt worden. vnd vns hat ſein engel geſādt dz er vns geweyßet hat auff dē weg d̓ warheit. vnd haſt vns deinē dienern geholffen dz wir geſigt habē. vn̄ haſt ons ge furt auff dy hohe des bergs vnd haſt vns ge ſpeyſet dreyſſig tag mit d̓ hymliſchē ſpeyß. nū erhoͤr vns herr vn̄ hilff vns dz vus vnſer veind nit angeſigē dz ſy nit ſprechē werden wa iſt ir got wir habē in angeſigt. Herr Ieſu criſte biß bei vns in vnſerm leyde vn̄ erloͤß vns vō dē vn gelaubigē kunigē. Vn̄ da ſy auß gebetetē. da kam ein ſtym̄ von hymel. dye ſprach. Ich herr ewer got hab ewer gebet erhoͤrt vnnd will mit euch ſein. vn̄ wil euch ſterck gebē gegē eweren veindē. furchtet d̓ nit dy euch ewrē leib ertotē wan̄ ſy mugē euch an d̓ ſel nit geſchadē. vn̄ da ſy die ſtym gehortē da wurdē ſyſer erfrewet. vn̄ giengē zu dē botē. Da ſprachē dy botē. vns habē dy kunig vn̄ dy keyſer her geſandt das ir zu in kumpt. Da giēgē ſy mit dē botē vn̄ kamē fur die herrē alle. vn̄ ſtundē fur ſy mit guttem troſt. vn̄ mit gātzer hoffnūg dy ſy zu got hetē. Da die herre dz ſahē. da wurdē ſyſer betrubt. Da ſprach d̓ keyſer Adrianus zu in. Sagt mir wer euch geraten hab das ir die abgoͤtter ge laſſen habt vn̄ glaubt an dē gecreutzigtē got wiſt ir nit dz ich gewalt hab euch zu totē. Da ſprach Achacius. du magſt vns wol getoͤtten. aber du magſt ons nit geſeligen. du magſt vns auch wol den leib nemen. aber dy ſel mag vns niemāt genemē den̄ vnfer herr Ieſus criſtus d̓ hat gewalt des lebens vnd des tods. Woͤlt ir Iegyereeeeereerer yeteerexxxxx ZSvrt aber wiſſen wie wir des erſten an Criſtum ha ben gelaubt dz will ich euch ſagē. Da du adri anus vnd Antonius mit vns an dem ſtreyt wa rent vnd euch als ſer forchten vor den veinde dz ir fluht mit ſibentauſent mānen da opferte wir vnſerm got appollo vnd Ioui ein kitzlein. vnd hoften ſye hulffen vns. da halffen ſy vns nit vnnd forchten vns noch mer denn vor vnd fluhen. Da erſchein vns der engel gottes als ein iungling vnd ſtraffet vns vnnd ſprach dar nach zu vns. Warumb habt ir den abgoͤttern geopfert vnd furcht euch mer dann vor. vnnd ſprach da zu vns. Ir ſolt gelauben an den got der da gewaltig iſt des hymels vnd der erden vn̄ d̓ aller ſtreyt gewalt hat. vnnd der got mat euch gehelffen das ir ewer veind vberwindet. Vnd da er vns vnſern herren geoffnet. vn̄ da wir im das glaubten. In derſelben ſtund ver durben all vnſer veind. darnach furt vns d̓ en gel auff den berg Araboſt. vn̄ wurden vō got geſpeyſet mit der hymeliſchen ſpeyß dreyſſig tag. da ſahen wir den hymel offen. vnd kamen ſiben engel herab zu vns. Da ſprach d̓ erſt en gel. Ir ſult euch nit furchten. wann es ſein en gel vnd ſein mein bruͤder. Da ſprachen dy ſibē engel zu vns. Ir ſeyt ſelig wan ir gelaubet an got. Wir kunden euch das des keyſers botten vber dreyſſig tag euch werden ſuchē. darnach werdt ir fur die herrē gefurt des ſolt ir nit er ſchrecken. wann got iſt ewerhelffer ſtercklich en. Alſo wurden wir den waren got erkenne.n. dauon acht wir nit wz peyn ir vns anleget. da ſprach der keyſer. Du veind vnſer goͤtter mich wundert das du vns nit furchteſt. Da ſprach Achacius zu den Runigen. Ir ſeyt nit herren des hymels noch der erden. wie wol das iſt dz ir den zergengklichen gewalt ein kurtze weil habt. ſo ſeyt ir doch des boͤßen geyſts knecht. Es iſt aber ein kunig der iſt gewaltig hymels vnd der erdē. da dy kunig das hoͤrten da wur dē ſy zornig auff dy heyligen. Da ſprach Elia des. O ir kunig warumb ſeyt ir betrubt vmb dy gerechtigkeit vn̄ vmb dy warheit. da ſprach der keyſer. ich ſchwer bey meinen goͤttern dz ir alle dy marter muͤſt leyden dy ewer got gely den hat darumb das ir an in gelaubet. da ant wurt der heyligen einer der hieß Saraterius. vnd ſprach. Wir werden ſelig von der marter ob wir ſy mit gedult leyden. Nun was als ein groß volck von den heyden dar kummen das hundert furſten vnder warē. vnd zweyhundert ritter. vn̄ hunderttat ſent vnd funfftzig man̄ gemeynes volcks. S ſchryren all. Wir wollen ſy toͤten vmb iren g lauben. Da ſprach der keyſer zu Achacio. he ſtu nit des volcks geſchrey. Darnach warff man ſteyn an die liebē h ligen. da kerten ſy ſich gegen den ſteynen. vn lyden den ſchmertzen gedultiglichē durch g Da ſprach der keyſer zu den heyligen. opffe vnſern goͤttern. ſo werdet ir erloſt von ewer peynen. Da ſprach Eliades vnd Achacius. veind gottes vnnd aller warheit. ir ſult wiſſ das all ewer arbeit verloren iſt. wann wir ſe ritter gottes vnd ſein bereit zu der arbeit. vn̄ leiden durch gotz willen. Vnd das wir ang fangen haben das wollen wir verbringen der hilff gottes. Da wart der keyſer zornig v gebot das ſy all zuſamē kemen vnd den abg. tern opfertē. Da ſprach Maximinus der he ligen einer zu dem keyſer. Gee von vns du bē ſer man. vnd verbring des boͤßen geyſtes wil du iſſeſt das brot des hohers. Da ward d̓ ko ſer zornig vn̄ hieß ſy ſeer mit knuteln ſchlah Da ſy nun zu der marter giengen. Da ſpra Gemeonus zu Achacio vnd zu Eliade. bitt. fur vns ir heyligen mann. wan̄ die marter d wir leydē die iſt groß. Da ſprach Achacius den heyligen. Seyt veſt in dem leyden. wan̄ . ſpricht der heyler. Wer beſtet biß an das en der wirt behalten. darumb rufft er vnſern h ren Ieſum criſtum an vnd ſprach. Herr gro ſer got. ein richter der lebentigen vnd der to ten kum vns zuhilff vnnd ſterck mein bruͤde Du haſt vns gerufft auß d̓ vinſtern zu dein wunderlichen groſſen namen. vnd haſt des b ſen geyſtes ſterck an dem creutz zerbrochē. er loͤß vns von vnſern veindē. wan̄ vnſer ſel ſein ein geſchoͤpff deiner hend. verleich vns kraf wid̓ all vnſer veind. wan̄ du biſt d̓ ſelig vn̄ wur dig got in der ewigen ſeligkeit. Vn̄ da er al gebetet. da ward ein groſſer erdbidē. vn̄ wur den dē ir hend brinnē die ſy ſchlugen. dz gro zeychē ſah ein herr vnder in. der erſchrack ge ſer vnnd ſchrey mit lauter ſtymm zu got. vnn ſprach herr ſchoͤpfer hymelreichs vnnd erd trichs bei dir iſt alles gut. vnd dein barmhet tzigkeit iſt on ende. verleich vns teil vnd geſe ſchafft mit den heyligen martrern. Daruac gieng er mit allen ſeinen bruͤdern zu den her gen. dauon wurden ſie alleriſten da ward dye zal erfullet dz ir zehentauſent wurden. Da dz d̓ keyſer vnd die herren ſahē. da wurden ſy ſer betrubt. vnd ſaß d̓ keyſer zu gericht. vnd hyeß dy heyligē allfur in bringen vnd da die heyli gen fur in kamen. da giengen dy engel gottes mit in vnd woneten bey yn. Da ſprach der key ſer Marimianus. opf ert vnſern gottern. vnnd hutet euch vor meinem zorn dz ir nicht iemer lich verderbt. Da ſprach Achacius wir haben des lebentigen gottes hilff. wir achten deiner troe nit. Da ward der keyſer zornig vnnd hyeß vil ſcharpffer negel machē vnd hieß dy ſtrew ſen in zweintzig ſtedel. vnnd hieß dye hyligen darauff geen des waren ſy bereit. aber dy en gel kamen von hymel herab vnd giengē fur ſy. vnd trugen ſy embor das ir keine nye kein leyd geſchah. Da die heyligē dy hilff gottes erkan ten. Da lobten ſy got vnd ſprachē. Wir danckē dir almechtiger got das du vns deinen kuech lten ſolch er vnd wirdigkeit erzeigt haſt dz vor nye gehort ward. Da das dye kunig ſahen. da ſprachen ſy zu den zehentauſent mertrern. Ir ſeyt nit wirdig das euch vnſer goͤtter ere en bytten. wann ſy ſeind goͤtter der almechtigkeit Da ſprach Chyades euch hat der veind blind femacht. das ir nit erkent die ere gottes. Darnach ſprach aber der Reyſer zu ſeinen dienern. Ich hab gehoͤrt von criſto den ſy iren got heyſſen er ſey gekronet worden mit dornē ſond ſein ſeytt mit einem ſper durchſtochen. da voon woͤl wir ſye die ſelben peyn auch anlegen. pnd hieß als vil ſper machen als vil der heyli fen waren vnnd als vil doͤrner kron. die truckt man in ir heylige haubt. vnd dy ſper ſtyeß man n ir ſeitten. vnd zweintzig tauſent man triben ſy fur dy ſtat mit geyſeln. vnd ſchlugen ſy als ſere das aller ir leib mit bluͦt vberran. das lydē ſy gedultigklichen durch got vnd ſprachē. Ere ſey dir erboten herr Ieſu criſte. wann wir ſein der marter vnwirdig zu leyden die du gelyden haſt. vnd mach vns ir noch wirdig durch dein ute. Darnach giengen ſy wider fur den Pa jaſt mit iren durchſtochen ſeytten. Da ſpottet r der keyſer vnd das ander volck. vnd ſprachē u in. Genad ir kunig der iuden. Mocht euch wer Eriſtus nit gehelffen das ir von d̓ mar er erloͤſt wurdet. da ſprachen die heyligen. O bild gottes ir ſeyt aber des boͤßen geyſtes ſnechte. die ſcheyden euch al zeit von got vnd ſeyt auch gebundē mit des boͤßē geyſtes ſtrick vnd ſeyt von in betrogen. wann ir bet ſteyn vn̄ holtz an die werck ewer hend. Da ſie das ge ſprachen. do floß in bluͦt auß iren ſeytten auf die erden das namen ſy vnd ſtrichē es auff ire haubt vnd ſprachē. Herr dz ſey vns ein tauff vnd ein abwaſchung aller vnſer ſund. do kam eyn ſtym von hymel die ſprach. Alles das ir ge beten habt das ſol euch geſchehen. Vnnd die ſtymm hoͤrt alles volck. vnd ſprachē. Es iſt ein groſſer erdbidem geſchehen mit einem blitzē Darnach ſprach ein kunig. buͤſſet ewer ſund. vnd kert euch zu vnſern goͤttern. wann ſy ſeind almechtig. Vnnd haben alle ding beſchaffen. Iupiter der hat den hymel beſchaffen. Vnd Appollo das erdtrich. vnd Hercules das waſ ſer. Scalaphis die menſehen. vnnd Attemodi us die ſunnen. Venus den Mon vnd dy ſtern vnd Seraphis hat die tier vnnd alles gefugel beſchaffen vnd das Paradeyß. vnd ſprach da zu den heyligen. Welcher iſt vnder euch der weyßeſt. d̓ verantwurt mir dyſe red. Da ſprach ein iungling der hieß Ratherias. der was der heyligen fuͤrer. Heyſſet mich es mein wytzi ger. ſo wil ich dir antwurten. Da ſprach Acha cius. Du edler iungling dir zympt wol zu redē vnnd die wort vnſers herren zu ſprechen. Da ſprach der Iungling zu dem kunig. Herr ewer toͤreter ſyn vnnd ewer thummer gelaub iſt als groß. das ir die geſchrifft nit verſteet. die da ſpricht. die abgoͤtter der vngelaubigen tier. dy ſelben ſeint gulden. eren vnd meſſen. vnd ſeind mit den henden gemacht. Vnnd haben muͤnd vnnd redent nit. vnnd haben augen vnnd ge ſehen nit. vnnd haben oren vnnd gehoren nit. Daruach ſteet geſchriben. alſo geſchicht allen den dy an ſye gelauben vnd werden in geleich Da das d̓ kunig Saporhoͤrt. da ward er zor nig vnd ſprach. Ich wil den herren darzu hel fen das ir gemartert werdet. Da hieß ſie der Reyſer all toͤtten. Da die heyligen verurteylet wurden. Da eylten ſy zu der marter als einer der zu einer groſſen wirtſchafft geladen wirt. Da gieng ein groß volck mit in auff den berg Ararat. Da dz volck darauff kam. da bunden ſye die heyligen martrer. vnnd creutzigten ſye al. Da ſprach Eliades der hertzog zu dem lie ben herren ſant Achacio. Herr wir leyden den tod willigklichē durch got. nun ſag vns etwas vō dē gelaubē. Da ſprach Achacius. es zympt Ohannes vnd paulus dy waren zwen heylig man̄ vnd ſy diente got tag vnd nacht. vnd waren bey des keyſers Cōſtā ſtinus tochter dye hieß Conſtantia. Dys innck frawhet got ire keuſcheit gelobt wan̄ ſie was auſſetzig. vn̄ da ſye hort das ſant Agnes iren freunde erſchinen was. da gieng ſy auff ſant agneſen grab. vn̄ bat ſye auch mit groſſē ernſt das ſy ir vmb got erwuͤrb das ſy geſunt wurd. vnd entſchlieff auff ſant agneſen grab. da er ſchin ir ſant llgnes mit groſſer klarheit vnnd ſprach zu ir. Conſtantia wilt du an vnſern her ren ieſum chriſtum gelaubē ſo will ich dich ge ſunt machen. da erwacht ſye vnd was geſunt worden in dem willen vn̄ ließ ſich tauffen vnd belib keuſch vn̄ rein dy weyl ſy lebt. Iu den zeyten da ſetzet ſich ein groß volck wider den keyſer vnd wolten im nit zinß gebē. vnd raubten vnd branten in. da ſamelt der key ſer auch ein groß volck ſeinem land zu were. vn̄ bat einen Roͤmſchen hertzogē der hieß Bal litanus das er im ſein her leytet. wann er was gar ein kuͤner held. dem ſelben hertzogen was ſein fraw tod. da ſprach er zu dē Romern vnd zu dem keyſer. Ich wil mich der ſach vnd des groſſen leydens nit vnderwinde ir gelobt mir dann wen̄ ich herwider kum̄ das man mir des keyſers tochter zelon woͤl geben. da batē in dy furſten all dz er im dy tochter alſo gelobt. Da weſt d̓ keyſer wol das ſein tochter lieber ſtuͦrb dan̄ dz ſie eine man nē. vn̄ wz im gar leydt. Da dz ſein tochter hoͤrt. da ſprach ſye zu ire vater. gelobe dē hertzogē du wolleſt mich im geben wen̄ er nun herwid̓ kuͤbt. vn̄ dir dein ding wol gericht hab. wan̄ ich weyß wol dz mich got in reynigkeit behelt. wann ich hab meinen willen in gottes willen geben. vnd darnach rufft Cō ſtantia got mit ernſt an vnnd bat in das er ſy furfehe vnd ir ir keuſcheit bewaret. vnnd lihe dem herren dem hertzogen zwen ritter Iohā nem vnd Paulum darumb das er ir ſein zwu tochter lihe das thet er. Da ſaget ſy in als vil von keuſchem leben vntz das ſy ſich verainten das ſy durch got keuſch wolten beleyben. dar nach reyt der hertzog vnd Iohannes vn̄ Pau lus gegen iren veindē. da riten ire veind kreff tiglich durch ſye dz der hertzog ſere erſchrack vnd flohe. Da ſprach Iohannes vnd Paulus. gelob vnſerm herren Ieſuchriſto dem waren got das du keuſch wolleſt ſein. ſo hilfft er di das du geſigeſt. das gelobt er vn̄ hielt es auch Da erſcheyn im ein iungling der wz gar ſchoͤn vnd trug ein creutz auff der achſſel der ſprach zu im. Ballitane furcht niemant. vn̄ nym dein ſchwert vnd volg mir nach. da reyt er im nach vntz an das thor da ſah er an yeglicher ſeyten einen bey im reyten. vnd dy zwen warē wol ge wappnet. vnd huten ſein das im nye kein leyd geſchach. Da rayt er mitten in dz her da half im got das alle dy fluhē die in ſahē. Darnach kam er zu des kuniges gezelt der wider dē key ſer was. da ergab er ſich zuhand. vn̄ er aß mit im vnd gelobten dem keyſer zinß zu geben als vor. Da ward der hertzog gar fro vnd fur wi der zu dem keyſer. der enpfieg in gar ſchon vn̄ alles volck. Da ſprach der hertzog zuͦ dem key ſer. du haſt mir dein tochter gelobt. der wil ich nit. des hab mir mt veruͤbel wann ich wil fur bas keuſchlichen leben vnd wil vnſerm herren dienen. Da was der keyſer gar fro dz ſein ſyn verkert was vnd ſeiner tochter nit wolt. vn̄ dy andern zwou iunckfrawen blyben bei Conſtan tia vnd dienten vnſerm herren. Darnach wolt Ballitanus nymmer Hertzog ſein vnnd ward demutig durch got vnnd gab ſein gut den ar men durch gotzwillen. vnd folget criſto nach. vnd zroug den armen ir fuß. vn̄ goß in waſſer auff ir hend ee er in zu eſſen gab. vnd machet vil ſiecher menſchē geſunt. vn̄ vertrib auch dy boͤßen veindt mit ſeinem geſiht. wann wenn er ein behafftes menſch anſah ſo muſt d̓ feindt außfaren. vnd da der keyſer geſtarb da ward Gallus keyſer. der was der iunckfrawen Con ſtantie geborner freundt. der het einen boͤßen bruder der hieß Iulianus. der lebet all zeit in ſunden. vnd forcht die Iunckfrawen Conſtā tiam. wan̄ er forcht ſy machet mit dem keyſer das er in vmb ſein boßheit zu tod ſchlug. vnnd der boͤß Iulianus ward ein munich. vnd hielt ſich auſſen geyſtlichen aber ſein hertz was in nen vol boͤßheit. vnnd da er etwea lang in dem kloſter was geweſen. da gedacht er im wie er zu eren moͤcht werden. vnd ward ein abtrunui ger munich. vnd ward da von geluck keyſer. da ward er noch boͤßer denn vor. vnd ſtund dem criſten gelaube ab. da gieng es im vbel an ſel vnd an leib. das geſchach vus zu einem ewen bild. wann wen̄ ein geyſtlicher menſch auß ſey ne orden kumpt ſo volget im wider gluck noch ſelde nymmer mer nach wo er iſt. wan er wirt d̓ criſten gebet nicht teylhafftig. wan̄ er lebt wi der got all zeit. vnd iſt in dem banne. vndwer ſich in dem orden verbyndt des pfligt vnſer herr. vnd leſt in furbas nit auß ſeiner meiſter ſchafft. Alſo geſchah Iuliano da er auß ſeinē orden kam. da ward er als vnſelig dz er dy ab gotter anbetet. vnd wer an Criſtum gelaubet den martert er vnd ſchlug in zu tod. da hort er auch von dē hertzogē Ballitano das er auch ein criſten were. dz thet im zorn auff in. doch ſo was der hertzog als edel das im d̓ boͤß key ſer Iulianus nit gentzlich torſt erzeigen ſein vngenad. vnnd ſprach zu im. Ballitane du ſolt wider mein goͤtter anbete oder ich ſchick dich von deinem land. Da bekant der hertzog das der keyſer als boß was vnd floch von imſelbs in Alexandriā. da ſchlugē in die boͤßen mēſch ſeligklichen. ¶ Iuhianus d̓ boͤß keyſer trachtet wie er gut gewunne. vnd wo er ein criſten fand den er nit toͤrſt toten. ſo ſprach er zu im. Es ſpricht ewer got in dem euangelio. Wer ſich durch meinen willen alles ſeines guttes nit verzeyhet d̓ mag mein iunger mt geſein. Darumb volgt ewerm Criſto. vnd gebt mir das gutt. Darnach ſtarb dy lieb iunckfraw Conſtantia vnnd fur ir ſeel zu den ewigen freuden. Da ward Iohanni vn̄ Paulo vil gutz von ir das gaben ſy den armē durch gott. Das ward dem keyſer geſagt. da weſt er auch wol das ſie criſten waren. vnd da er hoͤrt das in das guͦt was worden. das tet im zorn vnd ſandt nach in. vn̄ ſprach zu in. Mein vater het euch gar lieb. das tet ich auch gern. wolt ir mir volgen. vnd wolt ir dy abgoͤtter an beten. da ſprachen ſy. Deim vater wz ein criſtē vnd het got lieb. darumb was er vns gar lieb vnd dienten im geren. ſo biſt du ſer wider cri ſten gelauben vnd dienſt den abgoͤttern. vnnd haſt geyſtlich lebē von dir geworffen. darumb woll wir dir nit dienen vnnd fliehen billichen. Da ſprach der keyſer. ir ſollent wiſſen das ich in geyſtlichem leben wol gar hoh were kūmen. da gedacht ich mir. Es iſt ein torheit das man gemachſam lobt. vnd hab mich bekeret zu der ritterſchafft vnd hab den abgoͤtern mit vleyß gedient. die haben mich zu Reyſer gemachet. Nū ſeyt ir freyen vō geburt. dauon kert euch zu mir ſo will ich euch zu frewnd haben. Wolt ir das nit thun. vnnd wolt mein frewntſchafft verlieren ſo will ich euch grewlichen martern. Die lieben heyligen Paulus rund Iohannes Hie ſprachen zu dem keyſer. du ſolt wiſſen das wir ſtet an got wollen gelaubē. vnd wollen im dienen vnd dir nit. wan wir furchten nit deinē zorn. da ſprach Iulianus vnd opfert ir vnſern goͤttern in zehen tagen nit. ſo wil ich euch mit vbel darzu zwingen das ir ſy muͤſt anbetten es ſey euch lieb oder leyd. da ſprachē die heyligē Laß dir yetzund ſein als ob dy zehen tag hyn ſein vnd thuheut mit vus was du vber zehen tag mit vns wolleſt thun. Da ſprach er. Ir ge denckt euch dy criſten haben euch fur martrer aber ich wil euch peynigē als mein offē veind das alle menſchen hoͤren das ir boͤß lewt ſeyt. Vnd mit der red gieng der keyſer von in. Da Xxcx. namen die heyligen ir gut. vnd gaben es armē lewten durch got. do enbot in der keyſer ſy ſol ten den abgoͤttern oppfern. wolten ſy des nit thun ſo wolt er ſy heymlichē ertoten. der traw achten ſy nit vnd waren ſtet an got. da ſandt d̓ keyſer Teretianum den ritter zu in. vnnd do ſy zu den heyligen kamen. do funden ſißs beten. vnd Teretianus bracht einen abgot mit im zuͦ den heyligen der hieß Iotus. vn̄ was mit gold gemacht. vn̄ ſprach zu in. der keyſer heyſt euch ſagen ir ſolt dye abgoͤtter anbeten des will er euch dancken. Wolt ir aber des nit thun ſo ſol ich euch zu tod ſchlahen. Da ſprachen ſye. Iſt der keyſer dein herr. ſo hab frewd mit im. Wi haben nit mer denn einen got. vater ſun heyli ger geyſt. dem wollen wir auch gehorſam ſein biß deinem herren gehorſam. Alſo ſchlug man in ire haubt ab. da furen ir ſelen zu den ewigē frewdē. da begrub man ſy heymlich in ir ſelbs hauß. da ſagtē die ritter vberal der keyſer het ſy verſandt in verre land. darnach fur d̓ veind in teretianus ſun vn̄ peyniget in ſere. da ſchrey er vnnd ſprach. Hich brennet der veind. vnnd lieff zu der heyligen grab. da erſchrack Terē tianus gar ſere. vnd beychtet ſein ſundt vnnd ward ein criſten. da ward ſein ſun von dem boͤ ſen geyſt erloͤſt. ¶ Eines mals da wz gar ſer ein reiche fra .v. die het ſant Iohannem vnd ſant Paulum gar ſer lieb vnd gieng vil in ir kirchen vnd eret ſie mit irem gebet vnd mit vil andern gutē werck en vnd gab almuͦſen in irr ere. Vnd eins mals gieng ſy aber in ir kirchen da erſchynen ir die heyligen beyd. vnnd heten arme kleyder an. da het ſy dy fraw fur armleut vnd het nichtz bey ir. Da was ir gar leyd. vnd gieng wider heym vnd bracht in das almuͦſen. vnd kam wider zu in in die kirchen vnd wolt in das almuſen ge ben. da ſprachen ſie zu ir. Du haſt vns hie ge eret vnd haſt die armen getroſt in vnſerm na men ſo wollen wir dich auch troſten an deinē end. vnd was du vns gelihen haſt. das wollen wir dir wider geben vnd geltē. da ward ſy gar fro vnd daucket got vnd den heyligen irer ge naden. vnd ſtarb ſchier darnach. vnd furten dy engel ir ſel zu den ewigen freuden. das erwur ben ir die lieben heyligen ſant Iohannes vnd Paulus. ¶ Es ſchreibt auch der heylig lerer ſant Im broſius in einer vorred von den zweyen heyli gen martrern vn̄ ſpricht alſo. Die ſeligen mar trer Iohannes vn̄ Paulus haben warlich er fulet dē prophetiſchen ſpruch des kunigklich en propheten Dauids an dem hundertzten vn̄ zwey vnd dreyſſigſten pſalm da er ſpricht. Ec ce quābonū. Seht wie gar gut vnnd frolich iſt den bruͤdern zu wonen eynig. Wann ſye ſeind geborn eins gleichen geſetzs. mit getrewer ge ſelſchafft zeſamen gefuͤgt. mit gleycher mar ter vergleicht. vnd alwegen in eynem herrē Ie ſu criſto verklert ewigklich. Nun biten wir dy lieben heyligen mertrer das ſy vns vnib got er werbē dy frewd dy ſy haben in dem ewigen le ben Amen. ¶ Von den ſiben ſchlef fem. Bonygnic Nden zeyten da Becius keyſer was. da aͤchtet man die criſten gar ſere. dauon kam der Reyſer zu dem teyl Effraſim. vnd zerſtoret die criſten auch da vnd was kir chen got zu lob da waren gemacht. dy hieß er ein teyl zerbrechen. vnd toͤttet die criſten vn̄ le get ſy vil marter an. Nun waren ſiben man̄ in Epheſo die forchten den todt ſerc. die hieſſen Malchus. Maximianus. Serapion. Marci monus. Conſtantinus. Dyoniſius. vnd Iohā nes. Die ſiben forchten den todt als ſer dz ſie alles verkaufften das ſy hetten vnd namen dz gelt mit in vnd fluhen auß der ſtat vnd kamen in einen berg der hieß Celeon. vnd ſandten ye einen in die ſtat nach ſpeyß. Da ſaget man in eins mals man toͤttet die criſten ſere vnd man ſuchet ſy vberal. das was in gar leyd. vn̄ legtē ſich mie traurigem gemuͤt nider vn̄ entſchlieſ fen. Iehād ward dem keyſer geſaget das die man in einen berg weren gegangen. das thet im zorn. vn̄ hieß ſie darin vermauren. vn̄ meint ſy ſolten hungers ſterben. vnd alſo wurden ſy vermaurt. Da reytt der keyſer wider gen rom vnd ſtarb. da verkeret ſich ſein geſchlecht. vnd ward ye einer nach dem andern criſten. biß an theodoſiū d̓ was auch ein criſt. ¶ Iu den zey ten da wuchs criſten gelaub ſere. Nun het ta lus ſich mit hauß zu dē berg geſetzt vnd hieß im vil ſtell machē vmb dē berck wan̄ der bergk was ſein. vnd brach dy mauer nider dz man zu den ſtellen mocht kummen. Da hetten nun die ſyben man̄ mer den dreyhundert iar geſchlaf fen dy erwachten da als es got wolt. Vnd da ſy erwachten da hieſſen ſy malchū nach ſpeyß geen. da nam er pfennig zu im vnd ſtellet ſich armigklich. Vnnd da er auß dem berg gieng. da ſah er ſteyn vor dem loch ligē. da ſprach er. Welcher veind hat die ſteyn her bracht. Vnd wundert in wy ſy dar weren kummen vn̄ kam zu der ſtat Epheſo. da was ſy verwandelt des roundert in gar ſer das es alles anders was worden. Da hort er auch got offenlichē nen nen des man vor nit het getan. Da gieng er zu den brottiſchen. vn̄ nam ſein pfennig herauß. vnd wolt brot darumb kauffen. Vnnd da die becken die pfenning ſahen. da ſprachen ſy. du haſt weunderlich pfenning. es lebt nyemāt mer der den pfennig kennt. da weſt er nit wz er re den ſolt vnd weint vnd ſprach. Nun was ich erſt geſten hiē. da man ſant Peter vnnd ſont Pauls ertotet. da nam man die pf enning. vnd hewt will man ir nit. da ſprachen ſye. du ſageſt wunderliche ding. dy wir weder geſehen noch gehort haben vnd alſo luffen vil menſchen zu. Da forcht er man furet in fur dē keyſer Deci um. Darnach vieng man in vnd furt in fur dē richter antipater. vnd fur den biſchoff Maxi mum vnd zeygten im die pfenning vn̄ ſprachē Du mageſt wol einen ſchaez haben gefunden den ſolt du mir zeygen. Da wayn̄et Malchus ſere vn̄ ſprach. das gelt dz ich hab dz ließ mir mein vater. Da ſprach er. nen̄ mir deinen vater ob ich in icht ertene. dz tet er. da ſprach d̓ rich ter. nun hoͤr ich wol dz du ein truͤgner biſt. wan̄ d̓ lebet bey des keyſers decius zeytē. da wurdē auch die pfenning geſchlagen. ſo biſt du noch ein iunger man. vnnd biſt kaum zweintzig iar alt. Da fraget Malchus wo der keyſer Deci us wer. da ſprachen ſie. er iſt vor vil iaren todt Da ſprach Malchus. Wol mir dz es ſich ver kert hat. Darnach bracht man in ein buch dar inn funden ſy. das ſein waren dreuhundert iar vnd zweyvndſibentzig iar. Das nam Malchū wunder vnnd ſprach. Ir ſolt mit mir geen zu dem berg Celeon zu meinen geſellen. vnd re den ſy als ich ſo ſoͤlt ir mir gelauben. Vnd al ſo giengen ſy mit im zu dem berg Eeleon zu ſeinen geſellen vnd kamen fur das loch. Nun het Theodoſius an einer bleyē tafeln geſchri ben. wie ſy Decius vertriben het. Die tafel wz in der mauer. vnd laß ſy wer ſy leſen wolt. vnd alſo giengen ſie mit einander in den bergk zu den heyligen. da waren ſy als ynnigklichen vn̄ als wolgefarb das ſye des wunder namē. des wurden ſy ſer erfreuet. vn̄ redten die ſechs als Malchus geredt het. Da hieſſen ſy es dē key ſer theodoſio ſagen. da er das hoͤrt. da kam er zu den heyligen zuhand. vnnd viel in zufuſſen. da zogen ſy in wider auff. da ſagten ſy dē key ſer vil alter ding dy geſchehen waren. Da ge bot der keyſer den iuden vnd den ketzern allē das ſy darzu muſten kummen dy der vrſtend nit wolten gelauben vnd ſaget den ſiben hey ligen wie ſie nit gelaube woltē das d̓ menſch nach diſem leben wid̓ aufferſtund. da ſprachē die heyligen alle geleich. Wir ſagen euch war lichen das der menſch nach diſem lebē wider muͦß erſteen. vnd muß fur gottes gericht kum men. Da gebot der keyſer. wer das nit gelau ben wolte den ſolt man toͤten. da dz die ketzer Deter vnd Paulo LV. haſt vnnd ſy vber das volck geſetzt haſt. Dar nach ſtarb der babſt ſeligklichen. vnd fur ſein ſel zuͦ den ewigen freuden. Nun helff vns got durch ſein gut vnd durch ſein liebe muter ma riam das wir auch froͤlichen kummen in dz hy ¶ Von ſant Peter vnd Pauls. Er liebherr ſant Pe ter der zwelffpot was Iohānes ſun vnd was von dem land Galylea. vn̄ was geborē von bethzayda vn̄ wz ein viſcher. Iu den zeyten gieng vnſer herr Ieſus cri ftus auff erdtrich. der ſaß eins mals in einem ſchiff das was ſant Peters. vn̄ redt mit dem volck. vnd da er nun außgeredt da ſah er das ſant Peter vnd ſein brud̓ ire netz in das waſ ſerwurffen. Da ſprach vnſer herr zu ſant Pe ter. Fuͤr dz ſchiff in dy hoh. vn̄ loͤſt auff ewre netz ſo werdt ir vahen. Da ſprach ſant Peter. Gebieter. nun haben wir dy gantze nacht ge arbeit vnd haben nichts gefangē. Aber nach deinen worten. ſo wuͤrff ich dy netz ein. vnd da ſy das geteten. da viengē ſy als ein groſſe me nig von viſchē. das in ir netz zereyß. da winck ten ſy iren geſellen auff dem andern ſchiff dz ſy in zu hilff kemen. da kamen ſy vnd fuͤltē bey de ſchiff die waren als ſchwer das ſie nahent vnder weren gangen. Da das ſant Peter ſah. da vieler Ieſu zu fuſſen vnd ſprach. Herr gee von mir. wann ich bin ein ſundiger menſch. Da ſprach vnſer herr. Rumpt her nach mir. ich wil euch machen viſcher der menſchen. da lieſſen ſye aleē dinck vnd volgten vnſern heren Ieſu criſto nach. ¶ Eines nachtes da ſchiffet ſant Peter wol vmb die vierden ſtund. da gieng Ieſus gegen im auff dem meer mit trucken fuſſen als auff dem geſtad. vnd thet als ob er fur ſy hin wolt geen. vnd da ſie ſahen dz er nahent bey in wz. da erſchracken ſy ſere. vnd ſprachen es wer ein betriegnuß. vnd vor forcht ſchryen ſy mit lau ter ſtym̄ Iehand redet Ieſus mit in vn̄ ſprach Habt einen getrawen. da rufft ſant Peter zu im vn̄ ſprach. Herr biſt du es ſo gebeut mir dz ich bald zu dir muͤg geen auff dem waſſer. da ſprach Ieſus criſtus zu im. So kum̄ her zu mir Zehand da tratt ſant Peter auß dē ſchiff. vn̄ gieng auff dem waſſer zu vnſerm liebē herrē. Da ſah er dz ein groſſer grauſamer windt ge gē im ſtuͤrmet dz er ein wenig ſanck. da forcht er ſich gar ſere vn̄ rufft vor groſſer vorcht mit lauter ſtym. Herr kumm mir zu hilff. Iuhand reycht im vnſer herr Ieſus chriſtus ſein hand bald vnd begreyff in vnd ſprach. Du biſt kley nes gelaubens warumb zweyfelſt du. Vn̄ zu hand da vnſerherr in dz ſchiff kam zu dē iun gern da gelag der windt. da beten ſy Iheſum in dem ſchiff an vnd ſprachen. Iwar du biſt d̓ war gottes ſun. Micrſt ¶ Eines mals da kam vnſer lieber herr zu ſant Peter in die ſtat capharnaum. vnd da ſprachē die meuſchen die den zol einnamen zu dem lie ben herrēe ſant peter. Ewer meyſter hat vns dē zol nit geben. da ſprach Petrus. es iſt war. da ſy nun in das hauß kamen. Da furkam in Ie ſus mit der rod. vnd ſprach zu im Symon wes duncket dich. Die kunig diſes erdtrichs von wem nemen ſie den zol von iren kinden od̓ von den fremden. Da ſprach ſant peter. Von den fremden. Da ſprach Ieſus. dauon ſo ſeind die kind frey. Aber dauon das wir ſy nit ergern ſo nym deinen hammen vnd gee zu dem meer. vn̄ d̓ erſt viſch d̓ darein kumpt dē thu ſeinē mūdt auff. ſo findeſt du einen pfennig darinnen dē gib fur mich vnd fur dich. das thet ſant peter. darnach fragt er in. vn̄ ſprach. Herr wen mein brud̓ wid̓ mich ſundet. wie offt ſol ich imß ver gebē ſibē mal. da ſprach ieſus zu im. ich ſprich nit ſybe mal. Ich ſprich ſibēvndſibentzig mal Vnſer herr het ſant Peter ſunderlichen lieb. vn̄ ließ in ſunderlichē ſein heymligkeit wiſſen. vnd nam in mit im da er ſich auff dē berg ver wandelt. da ſprach ſant Peter. herr es iſt vns gut das wir hie ſein. ſo machen wir drey taber nakel. dir einen vnnd Moyſi einen. vnd Helye einen. Er nam in auch mit im da er des kunigs tochter erquicket. vnnd nam in auch mit im da er gieng auff den berg Oliueti vnd ſchwitzet blutigen ſchweyß. ¶ Eines mals da aß vnſer lieber herr mit ſeinē iungern. Da ſprach er zu ſymon petro. haſt du mich lieb. da ſprach ſant Peter ya herr dz wey ſtu wol dz ich dich lieb hab. So weydne meine ſchaff. Da ſprach vnſer herr aber. Petre haſt du mich lieb. Da ſprach ſant Peter. du weyſt wol dz ich dich lieb hab. da ſprach er. ſo weyd ne meine ſchaff. da ſprach Ieſus zu dem drit ten mal. Symon haſt du mich lieb. Da ward ſant Peter traurig vnd ſprach. Herr du weyſt alle ding. du weyſt auch das ich dich lieb hab. Da ſprach er ſo ſpeyß meine lēmer. Ieſus fra get ſeine iunger vnd ſprach. wen ſprecht ir wer ich ſey. Da ſprach Petrus. Du biſt Chriſtus des lebentigen gottes ſun. Da ſprach Iheſus ſelig biſt du Synon. Wann bluͦt noch fleiſch hat dirs nit geoͤffnet. ſunder allein mein hym liſcher vater hat dirs geoffnet. vn̄ ich ſag dir du biſt Petrus. vn̄ auff den felß wil ich bawē mein criſtēheit. vn̄ die hellſchē tuͤr mugēt dir nit aͤngeſigen vnd ich wil dir geben die ſchluſ ſel vber das hymelreich. Vn̄ alles das du bin deſt hie auff erdtrich dz ſol gebunden ſein in dem hymel. Vnd alles das du hie entbindeſt auff erden das ſol entbunden ſein in dem hy mel. Vnd nach dem als dē iungern der heylig geyſt geſendet ward. Da prediget ſant Peter. vnd bekeret drew tauſent menſchen mit ſeiner lere vnd mit vil zeychen. Vnd da die menſchē ſein heyligkeit ſahen vnd hoͤrten. da brachten ſy vil menſchen die behafft waren vnnd ſiech vberal auß den ſteten die wurden all geſundt von dem ſchaten der von ſant Peter giēg des danckten ſy got vn̄ ſant Peter mit groſſer an dacht. ¶ Zu einen zeyten da gieng der heylig herr ſant Peter vnd ſant Iohannes in den tempel wol vmb Non zeyt. da ſaß ein man darin̄ der was von ſeiner muter leib lamer kummen vnd geboren. den trug man teglich zu der pforten des tempels die heyſt Specioſa das man im das almuſen gebe. Vnd da der bettriß ſah dz ſant Peter vnd ſant Iohannes auch in dē tem pel giengen. da begeret er auch das almuͦſen von in vnd ſah ſie vaſt an vnd het ein hoffnūg ſie geben im etwas. Da ſprach ſant Peter. ich hab wyder gold noch ſilber dir zugeben. das ich hab das gib ich dir. dauon ſteeauff in dem namen vnſers herren Ieſu criſti. vnd gee dei nen weg. Darnach nam in ſant Peter bei der hand. vnd zog in auff. zuhand wurdē ſeine ge lider ſtarck vnd geſunt. vnd gieng vnd ſprang mit groſſen freuden in den tempel. vnnd lobet got. Vnd da in das volck ſahe. do bekanten ſy wol das er der betler was der alle tag bey der kyrchen ſaß. vnd erſchracken ſeer. vnnd namen groß wunder von dem zeychen das ſant Io hannes vnd ſant Peter gethan hett. vnd lieff das volck alles zu. Da das ſant Peter ſah da ſprach er zu dem volck. Warumb wūdert euch des zeychens vnd ſeht vns an ſam wir es ge than haben. In dem namen vnſers herrē Ihe ſu criſti der vom tod erſtanden iſt. in des heyli gen gelauben iſt der den ir ſehet vnnd kennet zu aller geſuntheit kumen. Vnd von dem groſ ſen zeychen vnnd von des lieben herren ſant Peters lere wurden funfftauſent menſchen bekert. Darnach kam der lieb herr vnd zwelf bot ſant peter in dy ſtat lidde. da fand er eine Iheceryogggs gen vnd was ein bettrieß. da ſprach ſant peter zu im. Enea vnſer herr Ieſus criſtus muͦß dich geſundt machen. ſteeauff vnnd bett dir ſelber. Iuhand ſtund er auff vn̄ wz geſunt wordē. do danckt er got vnd ſant Peter. da das zeychen das volck ſah. da bekerten ſy ſich vnd gelaub ten an vnſern herren Ieſum criſtum. ¶ In der ſtat Ioppe da was ein gelaubige iunckfraro dy hieß Tabita. dy het vnſern her ren gar lieb. vnd gab vil durch got. vnnd ward ſiech vnd ſtarb. Da dy iunger hoͤrten das ſant Peter nahent was der ſtat lidda. Da ſandten ſy zu im vnnd baten in vleyſſigklichen das er zu in keme das thet er. Vnd da er dar kam da furten ſy in in dy eßlaub da dy tod iunckfraw innen lag. da ſtunden dy witwe vmb ſy den ſye offt gutlich het getan vnd waynten vnd klag ten vnd zaigten ſant Peter das gewandt das ſy in gegebē het. da hieß ſy ſant Peter all auß geen. vnd knyet nyder vn̄ ſprach. Tabita in dē namen vnſers herren Ieſu criſti ſo ſteeauff. zu hand tet ſy ir augen auff vnd ſahe ſant Peter an. vnd ſaß auff in dē bett. Da reychet ir ſant Peter ſein hand vnd richtet ſie auff vnd hieß dy witwen vnd dy glaubigen kummen vn̄ gab in die iunckfrawen lebentig wider. Von dem zeychen glaubten vilmenſchen an vnſern her ren. da beleyb er ein weil in der ſtat vnd wz zu herberg bey einem ledrer der hieß Simon. ¶ Zu den zeiten was ein man in der ſtat Ce ſarea der hieß Cornelius d̓ was ein zentgraſ vnd was ein guter man. vn̄ forcht got mit allē ſeinem haußgeſind. vnd gab vil almuͦſen. vnnd rufft got zu allen zeiten an. doch wz er ein hey den der ſah ein geſiht mit wachendē augen zu mittem tag wol vmb Mon zeit. da ſah er den engel gottes der ſprach zu im Corueli. Da ſah Cornelius auff vn̄ ſah den engel an vn̄ forcht ſich ſer vnd ſprach. Wer biſtu. da ſprach d̓ en gel. dein alnuſen vnnd dein gebet iſt fur got kummen. dauon ſende in dy ſtat Ioppe zu einē der heyſt Simon petrus. der iſt zuherberg zu einem der heyſt auch ſymon. vnd iſt ein ledrer. vnd ſitzt nahend bey dem meer vnnd der ſelb Petrus wirt dir wol ſagen wz du thun ſolt. da mit verſchwandt der engel. da ſendet Corneli us ſein diener zuhand nach ſant Peter. Vnd da ſy nahend zu der ſtat kummen waren. Da gieng ſant Peter in das oberteil des hauß vn̄ wolt da betē vmb ſext zeit. da ward er enzuckt vn̄ ſach das d̓ hymel offen ſtund. vn̄ ſah ein als groß leylach. das ward von hymel herab gelaſ ſen. vnd darinnen waren allerley thyerlein ge ſchlecht mit vier baynen. vnd kriechende thier vnd fogelein vnnd ein ſtymm dy ſprach zu im. Petre ſteeauff vnd ſchlach das nyder vndyß es. Da ſprach ſant Peter. Herr thu das von mir ich hab nye ſo vnreynes geeſſen. Das ge ihte ſah er zu dem andern mal. da ward im zu geſprochen. Das got ſelber gereyniget hat dz ſoltu nit vnreyn heyſſen. Das geſiht ſah er zu dem dritten mal. vnnd zuhand ward. das ley lach wider auffgezogen in den hymel. Vnnd da ſant Peter wid̓ zu imſelber kam. da trach tet er. was doch das geſihte bedeten moͤcht Da ſtunden die boten vor der thur die Corne lius dar het geſandt. vnnd fragten wo des le drers hauß were. das ſaget man in. da giengē ſye hin ein. vnnd fragten nach Symon Petro dy weil ſaß ſant peter vnd gedacht an das ge ſihte. Da ſprach der heylig geyſt zu im. Nym war drey man̄ die ſuchen dich. dauon ſteeauff vnd gee mit in vnd zweyfel nit daran ich hab ſis ſelber her geſchickt. Suhandt ſtund er auff vnd ſprach. Ich bin bereyt. vnnd gieng zu den boten vnnd ſprach zu in. Ich bins der den ir ſuͤchet. ſagt mir warumb ſeyt ir herkūmen. Da ſprachē ſy. der zentgraff Cornelius iſt ein ge rechter man vnd furcht got den hat der engel geheyſſen er ſol nach dir ſenden vnnd ſull dei ne wort vernemen. da furt ſy ſant Peter in das hauß vnd beliben dy nacht bei im. Vnd an dē andern tag fur ſant Peter mit in vnnd etlich gelaubig bruder giengen auch mit in. das ſie ſein gezeugen weren. An dem andern tag dar nach lamen ſy in Ceſareā. da wartet ſein Cor nelius mit freuden. vnd het dar geladē all ſein gut freund. Vnnd da ſant Peter eingieng da gieng im der zentgraff entgegen vnnd viel im zu fuſſen vnd betet in an. Da hub in ſant Pe ter auff vnd ſprach zu im. Corneli ſteeauff vn̄ bet mich nit an. wann ich bin neur ein menſch als du vnd ſprach darnach mer zu im. Ir wiſ wie vnmenſchlich iſt den iuden das ſie ſichz geſellen den heyden. Aber der almechtig got hat mir geboten vnd mich geweyſt das ich ke nen menſchen vnreyn ſol heyſſen. darumb bij ich on forcht herein gegangen. Nun ſagt mit warūb ir nach mir geſandt habt. Da antwur im der andechtig Cornelius. Es iſt heudt dē Bonffant E vierd tag zu non zeit da ſaß ich in meinē hauß vnd faſtet dennoch. vnd betet. da ſtund der en gel gottes vor mir in weyſſē kleydern d̓ ſprach zu mir alſo. Corneli dein gebet iſt erhoͤrt wor den vor dē antlitz vnſers herren. vn̄ hieß mich nach dir ſenden vnd ſprach. du wurdeſt mir ſa gen was ich tun ſolt. vn̄ du haſt wol daran ge tan. das du kummen biſt. wan es hat der aller hoͤchſt got alſo gerichtet das wir alle hye ſein vnnd horen von deim mund alles das das dir got gebottē hat. da ſprach ſant Peter. ich hab das in der warheit funden das got nit anſiht dy perſon der menſchen. wer d̓ iſt vnder allen geſchlechten der in fuͤrchtet vn̄ gerechtigkeit furet der iſt im genem. Got hat kund gethan den kinden von Iſrahel das wir den ewigen frid beſitzen ſullen durch vnſern herrē Ieſum criſtum. wan̄ der iſt der ware got aller mēſchē. Ir wiſt wol was ergangen iſt in dem land ga lylea vnd in dem laud iudea. vnd petrus tet in Ieſum kund von Nazareth. vnd hub an von dem das Iohannes geprediget het von dem tauff. vnd ſaget in wie Iheſus gewandelt het in galylea vnnd wie in got vbergoſſen het mit dem heyligen geyſt. vnd mit goͤtlicher macht. vnd ſprach. Er iſt allenthalben vmbgegangen vnd hat vns gute werck gewircket. Er hat dye ſiechen geſunt gemacht. vnd die behafften er loͤſt von dem boͤſen geyſt des ſeind wir gezeu gen. den ſelben Ieſum haben die iuden ertotet den hat got erquicket an dem dritten tag. vnd wil ſich nit offenbaren allen menſchen neur al lein den dy vō got darzu geordnet ſein das ſie gezeugen ſein vnd mit im geſſen vnd truncken haben nach dem als er von dem tod erſtanden iſt. Darnach gebot er vns das wir allem volck ſolten predigen vnd ſolten bezeugen das er d̓ ſelbig were. das er vrteilen ſolt lebētig vn̄ tod. vnd alle propheten geben zeugnuß von im vn̄ beweren das er der ſelb iſt durch des namen dy ſund vergeben werden allen den die an in gelauben. Vnnd da ſant Peter diſe wort ge redt. da viel auff alle die dy das gotzwort hoͤr ten der heylig geyſt. da erſchracken dy gar ſer die mit ſant Peter dar waren kummē. vn̄ roun derten das ſich dy genad des heyligē geyſtes ſin frēbde geſtalt gegoſſen het. da hortē ſy dz ſy mit allerley zunge redten. da ſprach ſant pe er zu in. Habt iricht waſſers. wer mocht vns das geweren vnd verbietē dz die nit getaufft wurden dy den heyligen geyſt als wol haben empfangen als wir. vnd hieß ſy ſant Peter dz ſy ſich lieſſen tauffen in dem namē vnſers her ren. vnnd alſo wurden ſy getaufft. da baten ſy ſant Peter dz er ein weil bei in belib dz tet er. Der lieb herr ſant Peter der gieng vnd ſa get die wort des lebens. vnd da er anthiochia nahent kam vnd da das volck in d̓ ſtat dz hoͤr te da giengen ſy im̄ entgegen. Dy edlen vn̄ ge waltigē all vnd ſtreuete aſchē auff ire haubt vnd legten in vil herene hemder an. vnd gien gen barfuß. vnnd gewunnen von ſant Peters ler rew vber ir ſund. vnd was in leyd dz ſy vor lang an ſymonis predig nit hetten gelaubt. vn̄ brachten ire ſiechen vnd dy beſeſſen ware mit den boͤßen geyſten zu ſant Peter. vnd da ſant Peter ſah das ſy als groß rew heten. da lobet er got vnd hieß dy ſiechen fur ſich legen. vnnd predigt in. da rufften dy krancken vn̄ ſprachen all mit einer ſtym̄. Der iſt ein warer gerechter got den Petrus da kundet. da erſcheyn im zu hand ein vnmeſſig groß liecht von der genad gottes. vnnd wurden die lamen gerecht vnnd giengen zu ſant Peters fuſſen. vnnd alle die ſiechen dy dar waren dy wurdē alle geſunt. vn̄ dy behafften wurden erloſt. Vnnd wurden in ſiben tagen mer den zehentauſent menſchē ge taufft. vnnd hort alles volck ſein predig begir lich. Nun bitten wir den liebē herren ſant Pe ter. Das er vns vmb gott erwerb das wir hye menſchen werden nach ſeinem lobe. vnd nach diſem leben kummen in das ewig leben. Des helff vns got der vater vnd got der ſun vnnd got der heylig geyſt Amen. ¶ Vō ſant Proceſſo vnd Nartimano ir leben. Proceſſo vnd Martimano .LVII. Roceſſus vnd Mar timanus die waren zwen bruͤder vn̄ e waren vngelaubig. darumb bef alhe man in wol funfftzig gefangen criſten dz ſy ir hutten in dem kercker. vnder den was ſant Pe ter vnd ſant Pauls vn̄ teten vil groſſer zeychē in dem kercker. Sy machten die ſiechē geſunt. vnd ſant peter macht ein brunnē in dē kercker. vnd auß der wand gieng der brunn das dy cri ſten truncken dy duͤrſtet. dz ſah Proceſſus vn̄ Martimanus vn̄ wurden von dem zeychen ge laubig vnd lieſſen ſich tauffen vnd die gefan gen criſten wurden allledig. Vnd da nun ſant peter vn̄ ſant pauls ertoͤdt warē. da ſandt der richter Paulinus nach Proceſſo vnd Marti mano vnd ſprach zornigklichē zu in. Wo ſeind ewer gefangen der ir gehuͤtt habt. da ſprachē ſie wir haben ſie all ledig gelaſſen. da ward d̓ richter zornig. vn̄ ſprach zu in. ir ſolt ewern ge lauben laſſen. vnd ſolt vnſern abgoͤtern opfe ren oder ir muͤſt ſterben. da ſprachen ſye. Wir woͤllen dē opfern des diener wir ſeind. du ſolt deinen abgoͤttern ſelbs opfern den du geleich bift. Da ward d̓ richter zornigk. vnnd hieß dye zwen mit ſtangen auß ſchlahen das teten dye diener. vnd bunden ſy darnach an ein ſeul vnd zarten in das fleiſch von dem leyb. das halff alles nit. ¶ Die lieben heyligen lyden das leyden alles gedultigklichen durch got vnd ſungen in dem leydē alſo. Gloria ī excelſis deo. Darnach legt man ſie auff einen roft vnnd leget gluͤent ko len darunder vn̄ roͤſt ſy lang darauff. vn̄ bandt ſy da mit adern. dauon dz fleiſch mit blut vber floß. dy marter lyden ſy biß ſy nahent tod waren. Darnach legt man ſye in einen kercker. vn̄ gaben in weder zu eſſen noch zu trincken. das lyden ſye lang durch got. darnach ſchlug man in ire haubt ab. da furen ir ſeel zuͦ den ewigen frewden. Da kam ein heylige fraw die hieß lu caua. mit irem geſind. die begrub dye heyligen leychnam erlichen vn̄ mit groſſer andacht auf irē gut. da rach got ſein lieb heyligē. da ſprāg dem richter ein aug auß ſeinē haubt. vn̄ d̓ boͤß geyſt brach im ſein hals ab. dz ſah manig men ſche. da ſchrey ſein ſun Paperius gar mit lau ter ſtymm vnd ſprach. Man ſoll vnſer abgoͤter hin thun. ich will nymmermer an ſie gelauben. ich will an ieſum criſtū gelauben. vnd lyeß ſich tauffen. Nun helf vns Proceſſus vnd Mar timanus vmb got erwerben das wir hye men ſchen werden nach ſeinem willen dz wir vmb got erwerben vnd verdienen die ewigē freud Amen. Von ſant Vlrich. Erlieb herr ſant Vl rich iſt von teutſchen landen gebo ren gar von edlem geſchlecht. ſein va ter hieß Huͦbaldus vnd was ein graff zu Oil lingen. ſein muter hieß diepurpa geboren auß den herren von Fayminge vn̄ waren gar reich vnd edel aber nach dem gelauben vn̄ geiſtlich em leben waren ſie vil klerer vnd edler vor got vnd alſo gab in got das kind ſant Vlrich. Dz lieb kind ſant Vlrich empfalhen ſye einer ſoͤg ammē. vnd wie ſchoͤn die ſelb amme dem kind thet. ſo nam das kind ymmer mer ab. das nam den rater vnd dye muter groß wunder vn̄ rur Von ſant den ſich des kindes ſchemen. vnd ſich des ſeer betruben. Vnd da ſye in dem wunder waren. da kam ein ſeliger prieſter in ir hauß der hieß Peregrinus. den empfiengen ſy guͤtlichē. wan̄ ir tuͤr ſtund alwegen den armen offen vnd em pfieng ſie ſchon. Vnd eins mals da hoͤrt der prieſter das kind waynen da was es dennoch nit zwelff wochen alt da vernaꝫ er des kindes ſtym. vn̄ auch von der genad gottes da weyß ſaget er vnd ſprach. Zwar nempt ir das kindt nit von den bruſten ſeiner ammē ſo wirt es nit ſelig. da woltē ſie ſich nit daran kerē da ſprach er zu dem dritten mal. Nempt ir das kind nit von der ammen ſo ſtirbt es heind in der nacht nempt ir es aber vōd̓ milch ſo wirt es ein groß ſer heylig. Da das vater vnd muter hoͤrten da namen ſye es von der ammē da nam das kind als bald zu an leyb vn̄ an dem gemuͤt. dz nam all dy wunder dy es ſahen vnd horten. vn̄ freu ten ſich des vater vnd muter vnd machten ein groſſe wirtſchafft irem ſun vn̄ luden all ir gut freund vnnd frewten ſich das ir ſun als ſchoͤn zu nam. Der lieb herr ſant Vlrich der floh in ſeiner ¶ iugent aller weltlicher menſchen geſelſchafft. da das ſein freund ſahen. da empfalhen ſy dē knaben geyſtlichen menſchen zu ſant Gallen in das kloſter. wan̄ darinn waren zu der ſelbē zeyt gar vil edler vnd geyſtlicher bruͤder dy or denlich nach der regel ſant Benedieten lebtē. da ſelbſt lernet ſant Vlrich in den ſibē freyen kuͤnſten von einem hieß bruder Mauung. Al ſo nam ſant Vlrich an kunſt zucht vnd weyß heyt mercklich vaſt zu. alſo das dy bruder ſant Vlrich offt ernſtlich ermanten das er ir mitbruder wurd. vnd da ſant Vlrich ſolichs offt ermant ward. Gieng er zu einer bey dem klo ſter verſchloßnen kleußnerin mit namen Wy brad. vnd bat ſye vmb rat wie vnd wes er ſich halten ſolt. Die ſelbig kleußnerin hieß ſant vl rich vber drey tag wider kummen vmb ein ant wort. Die weil bat die ſelig fraw got das er ir zu erkennen geb ſant Vlrich ein guten rat ze geben. An dem drittē tag kam ſant Blrich wi der zu ir. da ſprach ſye zu im. Ou ſolt in diſem kloſter kein geyſtlich brud̓ werden. Es iſt aber ein ſtat gegen dē auffgang der ſunne da teyle ein waſſer zway land da muſt du ein kuͤftiger biſchoff werden. vnnd wirſt vil mer denn dein vorfordern von heyden vngern vnd boͤſen cri ſten leyden. aber du wirſt das alles mit d̓ hilff gottes loͤblich vberwinden. Solchs ſagt ſant Blrich ſeynē heimlichſten bruder in dem klo ſter. vnd darnach letzt er ſich mit den freundē gottes vnd geſegnet ſy vnd fuͦr heim zu ſeinen freunden. darnach ward er empfolhen dem bi ſchof zu augſprirg der hieß adelberon. Da ni der ſelbig heylig biſchoff ſant Vlrich bekant vnd ſeinen feſten gelauben vnd ſeyne ſtarcke hoffnung. Vnnd ſein groſſe lieb die er zuͦ got het vn̄ zu ſeinē nechſten. vnd ſein guͦt wolge ziert ſitten. Da nam er in in geyſtlichen vnnd weltlichen ſachen zu einē innerſtē rat. vn̄ ward darzu ſem kamerer. Darnach kam er in goͤtlich erlieb gen Rom. da empfieng in d̓ babſt wir digklichen vn̄ ſchoͤn vn̄ fraget in wem er zuge hoͤrt. da ſprach er. ich bin ein gedingter ſchuler des biſchoffs zu augſpurg. Da ſprach d̓ babſt lieber ſun dich ſol nicht betrubē wz ich dir ſac d̓ biſchoff iſt in diſer ſtund verſchiden vnd du Vlrich .LVIII. ſolt von gotlicher ordnung biſchoff werdē zu augſpurg an ſeiner ſtat. Da das der lieb herr ſant vlrich hoͤrt. da meint er er wer ſolcher ge nadē nit werdt noch wirdig. Darumb ſo gieg er heimlichen von dannen. vnd was funffzē hen iar in frembdē landen. die weyl was Hyl tinus biſchoff zu Augſpurgk. Darnach ward ſant Vlrich biſchoff zu Augſpurg. vnd als er auff nam an eren vn̄ an gut alſo nam er auch zu an erē vn̄ an wirdigkeit. Der lieb herr ſant Vlrich het beſund̓ lieb zu got vn̄ zu den armē vn̄ ſpeyſet teglichē vil menſchē ob ſeynē tiſch vn̄ kleydet ſy. vn̄ beherbergt ſy. vnd aß auch nit fleiſch. vn̄ trug kein leinwadt an. vn̄ wachet vil vn̄ lobet got mit ſeinē langē andechtigē gebet Es ſah auch manig menſch vn̄ ward geſehen wen̄ ſant Vlrich meß het vnd den ſegen vber dy oblat thet. das den̄ vnſer herr mit ſeiner ge rechten handt den ſegen thet mit ſant Blrich vber das brot. dz den verwandelt ward in dē warn leychnam vnſers herren Ieſu criſti. ¶ Eines nachtes da was d̓ lieb herr ſant vl rich an ſein ruͦ gegangē da erſchein im dy lieb fraw ſant Affra vn̄ was mit groſſer klarheyt gezyert vn̄ ſprach zu im. Steeauff vn̄ gee mir nach. da volget er ir bald nach da weyſet ſy in zu Augſpurgk auß d̓ ſtat vn̄ weyſet in auff dz lechfelt. da fandt er den lieben herren ſant pe ter mit einer groſſen menig der biſchoff vnnd ander heyligen. da kamen vil ruͤffender ſtym̄. ſprechēd. Der hertzog arnolt der het vil muͤn ſter vnd kirchen zerſtoͤrt vnd het das gut vnd̓ dy leyen geteylt. darumb wuͤrd er verdampt in abgrunt der hell mit einē gemeynē vrteyl. dar nach ſah er das zwey ſchwert vnder ſy bracht wurden. vnnd das ein ſchwert was on knopff. da ſprach ſant Peter zu ſant Vlrich. ſag ku nig heinrich dz ſchwert on knopff bedewt dē der wil herſchen vnd dem volck vor wil ſein dz wider got iſt. vnd das ander ſchwert mit dem knopff bezeychet den der do dem volck voriſt mit einem guten regiment. vnd der mit dē hey ligen ſegen vnnd gotlicher ordnung iſt gekroͤ net. das was keyſer Otto. der het darnach an der ſelben ſtat einē groſſen rat mit ſeinē herrē ¶ Eins mals ſaß ſant Vlrich an einem do nerſtag vber das nachtmal mit ſant Conrat. da redten ſie von got die gantzē nacht. zu mor gens am freytag ſtund der tiſch alſo gericht. da gab ſant Vltich einē boten ein diech von einem bratten huͦn. dz behielt der bot vn̄ wolt es zeygen. da er das auß ſeinē ſecklein zoch da wz es ein viſch. darūb malet man im ein viſch in ſein hand. ¶ Iu einen zeyten da wolt ſant Blrich gen Rom faren. da bat er einen armen menſchen. den het er lang in ſeinem hauß gehalten das er im all tag drew Pater noſter betet mit an dacht. dz gelobt er im. da ſant Vlrich auff dē weg was. da erſcheyn im der boͤß geyſt. vnnd wolt in an der fart geirret haben. da begreiff in ſant Vlrich vnnd bracht in vnderſich. vnd reyt ein gen Rom vnd hort alle tag das preym glocklein leuten das zu Augſpurg was zu al len zeyten. denn des einen tags hort er ſein nit da hub er ſich auff den weg eylent. vnd giēg wider gen Augſpurg. vnnd fraget den armen menſchen. ob er im alle tag dy drew pater no ſter geſprochen het. da ſprach er ya denn neur eines tages da ſprach ich ir nit. Da ward ich gar fer betrubt von dem ſchaffer vnd gab mir auch meiner pfrund nit. Da ſandt ſant vlrich den ſchaffer zu dem babſt vnd hieß in fragen wes ein guter Pater noſter werdt were. Da ſprach der babſt er iſt eines gulden pfennigs werd. do reyt er wider heym vnd ſaget ſant vl rich die botſchafft. Da ſprach er wie breyt ſol er ſein. da ſprach der ſchaffer. ich weiß ſein nit do ſprach ſant Vlrich reyt wider gen rom vn̄ forſch dē babſt darumb. da kam er zu dē babſt vnd ſprach. Wie breyt ſol der pfennig ſein. da ſprach der Babſt er ſol als breyt ſein als alle diſe welt. dy botſchafft ſaget er dem biſchoff wid̓. Da ſprach er aber haſt du in nit gefragt wie dick der pfennig ſol ſein. da ſprach er neyn ich. da ſprach ſant Vlrich. ſo reyt wider zu dē babſt vnd frag in darumb. dz thet dem ſchaf fer zorn. vnd muſt es doch thun. vn̄ kam zu dē dritten mal zu dem babſt. vn̄ frogt in wie dick der pfennig ſolt ſein. Da ſprach der habſt er ſol als dick ſein als von dem erdtrich biß an dē hymel wann im iſt kein zeytlichs gut zu ze gleychen vnd wiß auch wer es zymlichen das als ein groſſer hauff goldes wer. als von dem erdtrich biß an dē hymel noch iſt beſſer ein an dechtiges Pater noſter. Die antwurt ſagt der ſchaffer ſant Blrich wider. Da ſprach er. des guten vnd noch vilmer gutz haſt du mich be raubet da du dē armen menſchen ſein pfrund nit gabſt vnd in betrubteſt das er mir dy drew Von ſant pater noſter mit andacht nit geſprechē mocht vnd dy drey fart dye du zu Rom biſt geweſen dy ſeind dir zu buß dar fur gegeben. ¶ Eines mals an einē antlaßabent. da gieng ſant Vlrich fur dy ſtat weinpreſſen. vn̄ betet. da waren vil boͤßer geyſt in das hauß kummē vnd hetten ein capitel. vnd ſaget yeglicher wz er geſchickt hett. da ſprach einer. Ich hab ge ſchickt das das haubt der heyligen criſtēheyt dz iſt d̓ babſt. heind bey einer iunckfrawen wil ſen dy hat er yetzund in ſeiner kamer vnd wil heind bey ir ſchlaffen vnd zu einem zeychen hab ich der iunckfrawē rechtē ſchuͦch hie. Da das ſant vlrich hoͤrte da was im gar leyd. vnd gebot dem boͤßen geyſt das er im den ſchuͦch geb vnd in on allen ſchaden gen rom furet. vn̄ wider heym gen Augſpurg das er dennoch an dem andern tag dar moͤcht kummen vnd den creßem moͤcht geſegnen. da muͦſt d̓ veind ſant Vlrich gehorſam ſein vnd bracht in gen rom fur des babſt kamer. Da ſprach ſant vlrich zu dē babſt das er im aufftet. da erſchrack er gar ſer vnd thet im doch auff. da ſaget im ſant Vl rich was er gehoͤrthet vnd gab im den ſchuch ve den legt die iunckfraw an. vnd ſah wol das er war het. da was dem babſt gar leyd vnnd thet dy junckfrawen auß der kamer vnd beleyb vn uermeyligt. Darnach trug der veind ſant Vl rich wider heym gen Lugſpurg als im gebote was das er den creßem dennoch geſegnet an dem antlaß tag. ¶ Als nun ſant Vlrich an krefften vaſt abge numen het vnd ſer kranck was. da fragt eines mals Gerhardus der thumbrobſt ſant vlrich vn̄ ſprach zu im. Lieber vater haſt du hoffnūg das du dyſer kranckheit ſterben werdeſt. Sāt Blrich antwort. Ich hab nit allein hoffnunt ich weyß auch furwar das ich in kuͤrtz ſterben ſol Gerhardus ſprach. Welchen biſchoff ſol len wir beruffen zuͦ deiner begrebnuß. Sat vl rich antwort. wen ich ſtirbe ſo muͤgt ir auff dy ſelben zeyt kein biſchoff zu meiner begrebuuß beruffen. wann ſant Courad iſt auff die ſelbe zeyt krāck. ſo ſein all ander biſchoff in des ku juges hoff beruͤfft. Gerhardus ſprach. wz ſol len wir dan thun. Sant vlrich ſprach. Ir wiſt das des menſchen leib dē erdtrich zu empf el hen iſt. Gerhardus ſprach. hetten wir ein ſol chen der von billigkeit darzu gehoͤret ſo hettē wir nicht forcht. Sant Vlrich antwort im vn̄ ſprach. So es dar zu kuͤpt ſo thut ſoir beſt muͤ get der almechtig got wirt mich furſehen mit einem der mein leychnā beſtaͤt vnd lag in groſ ſer andacht vnd begert von got dz er vō ſeine leyb erlediget wurd vnd darnach ewigklichen bey im ſolt ſein vnd lag da funff tag an ſeiner ru vnd ſtarb an dem ſechſten tag. vnnd befalh ſeinen geyſt in dy hend des alnechtigen got tes vnd fur ſein ſel zu den ewigē freudē. in dē iar als man zelt vo Criſti geburt vnſers liebē herren. neunhundert vn̄ dreyvndſibentzig iar. ſeines gantzen lebens in dē dreyvndachtzig ſten. ſeiner biſchoff lichē weyhung in dē funff tzigſten iar. Da kam ſant Wolffgāg von dem willē gottes d̓ wz biſchoff zu Regēſpurg vnd beſtattet ſant vlrich wirdigklichē in ſant affra kirchē. da het er im ein grab heyſſen machē da geſchahen vil zeychen. Nun helff vns ſant vl rich vmb gott erwerben dz ewig leben Amen. Von ſant Synofrodoſa Synofrodoſa .IIX. Inofrodoſa die wz ein criſtin dye het ſiben kind dy wa ren allcriſten vn̄ hetten got lieb vnd dienten im mit fleyß. Iu den zeyten was Adri anus keyſer d̓ was ein heyden vn̄ macht ſeinen abgoͤtern ein tempel in d̓ ſtat Tyburcia. Nun was ein ſtat da dy hyeß thaſie. da was ein ab got in̄ der ſprach zu dem volck vnd opfert vns dy fraw Sinof rodoſa nit mit irē kindē ſo wiſſ dz wir euch kein antwort mer gebē woͤllē. wan̄ ſi iſt wol behut von got vnd thut vns ir gebet gar wee. Da dz der keyſer hoͤrt. da hieß er dye frawen fahen vnd ir ſiben ſuͤn. vn̄ hieß ſie fuͤr in bringen vnnd ſprach zu der muter. Opfert vnſern goͤttern nach vnſer ee od̓ ir muͤſt ſterbē da ſprach dy fraw. Ich weyß wol dz mein mā Seculus vn̄ ſein bruder amantius lebten nach gottes geboten vn̄ wurden nach gotes gebot enthaubt. dauon beſitzen ſie dz hymelreich. ſo mag mir auch nit liebers geſchehē. dan̄ ob ich auch mit d̓ marter kum̄ zu in. da ward d̓ keyſer zormg. vnd hieß dy frawen zu dē tempel fuͤrē. zu dem abgot hercules vn̄ ſprach zu den hey den. wolt ſy dem abgot nit opfern ſo ſolten ſye ir des erſten dye zen außſchlahen. dz thete ſy vnd hanckten ſie darnach bey dem har auf. vn̄ hieß ſy darnach ertrencken. da fur ir ſel zu den ewigen freudē. Darnach ſandt d̓ keyſer nach den ſiben ſuͤnē vnd ſprach zu in ſye ſoltē ſeinē abgoͤttern opfern ſo wolt er ſy lieb vnd werd haben. des wolten ſy nit tuͦn. da hyeß er ſy auf ein feld fuͤren vn̄ hieß in allen ſeul machē dar an man ſy mit ſperen durchſtech. das geſchah alſo durch dy diener da furē ir ſelen zu dē ewi gen frewden. Darnach hieß d̓ keyſer ein grab machen vnd hieß ſy all ſiben darein ſtoſſen vn̄ hieß ſy wol verwerffen vn̄ ſprach. Es ſoll kein criſtē dy zaubrer wiſſen. wan̄ ſy wuͤrden ſy fuͤr martrer haben. zehant fuͦr d̓ feind in des key ſers tochter vnd ſprach da auß ir. Ir heyligen mertrer ir brennet mich gar ſer. vnd ruͤfft vnd ſchrey. Wee mir heut vnd ymmer wz hat mein vater getan. vnd lieff zu der heyligē grubē. da kund ſie nyemant von bringen. Vnd zuhandt ſchlug in der feind ſer. das hoͤrten dy lewt wol vnd ſahen doch nit wer in ſchlug. darnach er toͤdt er in vnd fuͦr ſein ſel in dy helle zu ewiger verdamnuͦß. da vor vns got der almechtig be huͤt. alſo rach got ſein lieb vn̄ außerwelt freūd Nun bittē wir dy liebē heyligē dz ſye vns vm̄ got erwerben dz wir hie menſchen werdē nach gottes lob vn̄ vns verleych darnach das ewig leben Amen. Von ſant kilian vnd ſey ner geſelſchafft. Er lieb herr ſant Rili an was gar edel vnnd was geboren von heydniſchem geſchleht vō ſchot ¶ ten land vnd ward ein criſten vnd het got lieb vnd kam in ein kloſter vnd ward darinuen prie ſter vnd dient got mit fleyß tag vnd nacht mit beten mit vaſten. mit wachen vnd mit vil ander guter vbung. Darnach ward er eyn prelat. da gedaucht in im wer zu wol in dem kloſter vnd macht ſich darauß vnd kam gen Würtzburg. Von ſant da kam ſant Gall vnd ſant Columban zu im. da lerer er ſy das ſy got lieb hetten vnd beker ten dye heyden zu got. vnnd da ſye ein weyl zuͦ wirtzburgk waren da furen ſy gen Rom zu dē babſt da waren ſy auch etlich zeyt beyeinand̓. Vnd da der babſt Rilianus heyligs leben er kant. da weyhet er in zu biſchoff vnnd hieß in gen wirtzburgk faren. das tet er vnd prediget da criſten gelauben vnd ſendet ſant gallen in ſchwaben land. Da fur ſant Eolumbanus gen Meyland. Darnach bekert ſant Rilian dē her tzogen Goſpertū vnd alles francken land zu got. Nun ward ſant Rilian geſagt dz des her tzogē fraw nit recht bey dem hertzogē moͤcht ſein wan̄ man het ſy vor ſeynē bruder gegeben da weſt ſant Rilian wol das es wider got was vn̄ verhal das vn̄ wolt es nit offenwam durch der newen criſtenheyt willen bis das er ſy bas gefeſtnet. ¶ Darnach gieng der lieb herr ſant Rilian zu dē hertzogen vn̄ lernet in vn̄ ſprach. Seyt dich got den rechten weg hat gelert zu dem himel reich ſo ſolt du alles dz laſſen dz wider got iſt vn̄ deines bruders weib folt du nit habe. wan̄ es iſt vnrecht vnd laß ſye durch got. da gewan der hertzog willen er wolt es tun vnd wolt dye frawen laſſen durch got wie wol es im zum er ſtē ſchwer was doch mocht er es ytzund nicht gethun wann er muͦſt an einen ſtreyt. vnnd bat ſant Rilian das er bit biß dz er herwider kem Vnd da das dye hertzogin hoͤrt da ward ſye gar zornig auff ſant Rilian vnd wz ir gar leid das ſy den herren ſolt laſſen. Vnd da der her tzog hin reit da hieß dy hertzogin gaylana dē heyligen biſchoff ſant Rilianū vnd ſein geſel len bey der nacht ertoͤten vnd hieß ſy heimlich begraben. Vnd da dye diener zu in kamen da funden ſie den heyligen biſchoff vnd ſein ge ſellen an irem gebet. vnd ſchlugen ſye zu todt. vnd begruͦben ſy heimlichen in der zell do ſy in nen waren. Da furē ire ſelen zu dē ewigē frew den. Da ſprach dy fraw zu den dienern. Wen̄ man euch fraget wo Rilianus vnd ſein geſellē ſein. ſo ſolt ir ſprechē ſie ſeind kirchfert gegāg en. Darnach hieß dy hertzogin ſtell auß d̓ ſel ben zell machen. darumb das dy roß vnd das vihe auff den lieben heyligen ſteen ſolten das doch nit zymlichen was. ¶ Nun hieß ein fraw Burgudia dyſaß bey der zel dye het wol gehoͤrt das man die heylit gen ertoͤdt het vn̄ torſt eß nyemant ſagen vnd da ſy ſterben ſolt da ſagt ſye es allen mēſchē. Vnd da der herr wider heim kam da fragt er woo der biſchoff ſant Rilian wer. da ſprach dy fraw ſie ſeind vor manchē zeyten kirchfert ge gangen. da wolt er wenen es wer war. vnd wz im leyd. Darnach wurdē die alle mit dē boͤſen geyſt behafft dy ſant Rilian vnd ſein geſellen ertoͤdt hetten vn̄ dy feind peynigtē ſie gar ſer vnd das ſy ſchryen mit lauter ſtym̄. Herr ſant Rylian hilff vns auß diſer not. heyliger mer trer wir haben vnrecht gethan das wir dich er todt haben vnd lieffen hin vnd her mit dē ge ſchrey biß das ſy nider vielen vn̄ ſturben. dar nach fuͦr der feind in dye hertzogin dy ſchrey grewlichen vnd ſprach. Es iſt billich dz ich dy not leyd darūb das ich die diener gottes hieß ertoͤten. Da ſchrey der feind auch auß ir. wee wee. Kilian mir thut dein gebet gar wee. vnnd dy frawnam alſo ir endt mit dem grewlichen geſchrey. vnd fur alſo in dye helle der ewigen verdamnus. da vor vns got behuͤt. Da weſt d̓ hertzog nit das man die heyligen ertodt het. vnd nam in der red groß wunder dy ſein fraw gethan het. Da lag der lieb her ſant Rilian an der vnwirdigen ſtat biß das es got offenwa ren wolt. ¶ Eins tags da giēg ein ſchuͦlerlein zu dē brie ſter Achalongus vn̄ ſprach. du ſolt uit geſtattē dz ſant kilian vn̄ ſein geſellen lēger da ligē an der vnwirdigen ſtat. Da achtet der prieſter d̓ red nit. da erblindet er an beyden augē vn̄ ver ſtund wol das er es an den heyligen verdient het. Daruach kā ein ſtym̄ vō hymel dy ſprach. warumb gelaubeſtu nit das dir der ſchuͦler ge ſagt hat er wayß es doch von got da lieff der prieſter bald zu dem ſchuͦler vnd fraget in wo dy leychnam begraben werē da weyſt er in an die ſtat. Da kam der prieſter vnd ruͤfft die hey ligē mit andacht an. da gab im got ſein geſiht wid̓ durch ſeyner diener willen. Darnach kam d̓ prieſter zu dē biſchoff Bouifacio zu mentz der bekant ir heyligkeyt wol. vnd reyt mit der pfaffheit. vnd erhub dye heyligē wirdigklich en vnd beſtetet ſy an ein erliche ſtat. Da gient ein guter geſchmack von in. da lobten dy men ſchen got vn̄ die heyligē mit groſſer andacht. ¶ Von ſant ffelicitas n iren ſiben ſunen. Ffelicitas mit iren ſunen .LX. AAnthonius key ſer was. Da wz ein tugētliche fraw zu Rom die hieß Felicitas vn̄ was .a. ein criſtin. vnd die het ſiben ſuͦn die leret ſy all criſten gelauben. Da bekerten die ſun vil men ſchen zu got. das ward dem keyſer geſagt von der fra ven vnd von iren ſunen. Da beualhe d̓ keyſer dem richter Publio. das er die frawen vnd die ſun darzu hielt das ſie den criſtē glau ben lieſſen vnnd die abgoͤtter anbeteten. Da kam der richter zu der frawen vnd bat ſie des erſten gutlichen das ſy den criſtē gelaubē ließ vnd die abgoͤtter anbetet. vnnd darnach troet er ir vnnd ſprach wolt ſy da von nit laſſen ſo muſt ſie vil darumb leyden. da kund er ſy wed̓ mit leyd noch mit lieb von got bringen. vnd zu hand ſtercket dy fraw ir ſuͤn an criſten gelau ben vnd ſprach zu in. Laſſet ewrē gelaube nit vnd volget den abgoͤttern nit vnd ſeyt froͤlich in got vnd furcht euch nit. wvan euch wirt vmb das kranck leben das ewig leben gegeben. vn̄ da die fraw das vn̄ der geleich geredt het. dz tet dē richter zorn vnd hieß ir dy zen außſchla hen. darnach ſprach der richter ir ſolt ewrē ge lauben laſſen. ſo eret euch der keyſer vnnd hat euch lieb. tut ir aber des nit ſo muſt ir vil dar umb leydē vn̄zu letzſt den tod. Da ſprachē dy ſun auß gemeynē mund. Wir wollē durch gut noch durch ere vnſern got nicht laſſen. Wann vnſer ere wirt vil groſſer den des keyſers ye tzund iſt. da ward der richter zornig vnd hieß ſy all vahen vnd legt ſy in den kercker. vn̄ hieß ir wol huͤtten vnd ſaget dem keyſer wie es im mit der frawen ergangen wer. Da ſprach der keyſer. Wollen ſy vnſern goͤttern nit opffern. ſo ſol man ſye groß marter anlegen. Darnach ſprach der richter zu der frawen vnnd zu iren ſunen. Ir ſolt vnſern abgoͤttern opffern. oder ir muͤſt gar vil darumb leyden. der troe achte ten ſy nit. Da ſprach Felicitas zu dem richter. ich furcht deiner troe nit. Wann ich bin ſicher von dem heyligen geyſt das ich dich lebentig vberwind vnd auch tod. vnd ſprach da zu iren kinden. Allerliebſten kind. heut werdē wir von d̓ ſchweren burde erloſt. dauon ruͤfft dy krafft criſti an das er fur vns ſtreyt d̓ durch vns ge boren iſt. vnd durch vns getodt vnd begraben iſt. darumb beuilhe ich meinen erſten ſun Ia nuarium d̓ geburt vnſers herren. Den andern Felix beuilhe ich der tauff criſti. Dem dritten Philippo helff got alle ſein veind vberwinde. Den vierden Siluann den beiulhe ich dem ſi ge den got an dē heyligē creutz tet. Den funf ten Alexandrū beulhe ich der begrebnuß cri ſti. Den ſechſten Vitalem dē wunſche ich eim leben zuhaben in der vrſtend criſti. Den ſibē den Marcialem den entpfilhe ich der ere der auffart criſti. das dy ſele nit ſterb. ſunder das das leben jn ein beſſers werd gekert. Vn̄ als dy fraw felicitas ir ſun leyplich gebar alſo ge bar ſiß auch geyſtlich in criſto Ieſu. Der red wart d̓ richter zornig vnnd hieß einen ſun gar ſer ſchlahen mit geyſſelu. vnd hieß zwen ſchla hen mit knutteln. vnd ertrencket den vierden. das liden ſy gedultiglich durch got. vn̄ woltē ires gelaubens nit laſſen. da enthoubt man dy letzſten drey. Da furen ir ſelen zu den ewigen frewden. Da nun die ſuͤn ſturben da toͤdt man cxrertefft dy frawent auch vmb dē gelaubē da entÿfiēg ſant Michel ir ſel zu den ewigē frewdē. Nun helffen vus dy heyligen vmb got erwerben. dz wir hie menſchen werden nach ſeinē lob. vnd vns geb vnſers lebens ein guts end vnd nach diſem leben das ewig leben amen. Von ſant Margarethen Ant Mllargareth dy heylig iunckfraw iſt geborn von der ſtat antiochia. vnnd ir vater was ein patriarch. vnd hieß Theodoſius vnd was ein heyden. vnnd was gewaltig vber dy heyden in dem ſelben land. vnd was wenig criſten in dē ſelbigen land. wenn die heyden viengen ſie vn̄ toͤten ſie. Iu den zeytē wuchs criſten gelaubē gar ſer. Da ließ man ſant Margarethē zu ei ner ammen die was ein criſtin. Da ſtarb ir mu ter ſchier. Da lernet die lieb Iunckfraw ſant Margareth den criſten gelauben von der am men vnnd hort auch wie got dy keuſcheit lieb hette. da entzundet d̓ heylig geyſt ir hertz vnd ir ſynne das ſie gantze lieb zu criſten gelaubē gewan. des ward ir vater innen dem tet es ſer zorn vnnd troet irſer des achtet dy lieb iunck frawnit wann ſy het zu freund den edlen vn̄ ſchonen vnd guten got dem dy engel alle zeyt mit dienſt ſein bereyt. vn̄ kam auch offt zu irer ammen wann ſy het ſy ſchon vnd liplichen er zogen. Vnd da dy iunckfraro bey funffzehen iaren was da huͤtet ſy irer ammen der ſchaff durch kurtzweil. Da kam Olibrius d̓ herr ge riten der was ein gewaltiger herr vnnd ritter vber vil heyden vnd da er dy iunckfrawen er ſah da geuiel ſy im gar wol. vnnd gewan zu ir groſſe lieb. wann ſie was gar ſchoͤn vnd trach tet wie ſy in zu ener frawen mocht werdē. en̄ ſandt nach ir dy diener vnd enpot ir er wolt ir vil gutz gebē dz ſy in zu der ee neme. Da ſant Margareth dy botſchafft vernā da erſchrack ſy gar ſer vnd rufft got an. vnnd ſprach. Herr hilff mir vnd behut mir mein ſel vnd mein leib vnd laß mich dir beuolhen ſein. vnd ſendt mir deinen heyligen engel das mir mein mut kref tig werd vn̄ hilff mir. das ich mich verantwurt nach dem beſten. vnd hilff mir dz ich von dem herren erloſt werd. Darnach ſah ſant Marge reth auff gen hymel vnd ſprach zu den boten. Ich beger ewres herren mit. wann ich wil vn ſern herren Ieſum criſtum zuͦ einem gemahel haben dem hab ich mich ergeben vnd wil ſein gebot all zeyt halten. wan er mag mich des gu tes vnd der eren wol ergetzen in dem hymel reich mit freuden die nymmer zergeet ewig klichen. Da ſagten dy botten dem herren das die iunckfraw ein criſtin wer. vn̄ das ſy got an gerufft het. das thet dem herren zorn. vn̄ hieß im dye iunckfrawen mit gewalt bringen. vnnd ſprach zu ir. wie heyſt du vnd wer biſt du vo ge ſchlecht. Da ſprach dy iuckfraw. ich heyß mar garetha vnd bin von edlem geſchlecht vn̄ bet an Ieſum criſtum den almechtigen got. vn̄ ich bin ſein dienerin vn̄ bin getaufft. Da ſah Oli brius dy iunckfrawen gutlich an vnd hofft er Rlargarethen .LI. brecht ſy von irem gelauben. vnd ſprach zu ir. Das du edel biſt vnd Margaretha heyſt das zympt deiner ſchoͤn gar wol. aber dz du gelau beſt an den gecreutzigten got das iſt ein groſ ſe torheit vn̄ iſt dir ſchad. Da ſprach ſant mar garetha zuͦ Olibrio. Es iſt ein groſſes wund̓ das du gelaubeſt das mein herr Ieſus criſtus geliden hat. vnd getodt iſt worden. vnd dz du nit gelaubeſt dz er von dē tod widerumb auff erſtanden iſt. vnd darnach zu hymel gefarē iſt Da ward Olibrius zoring. vn̄ hieß die iunck frawen in einen kercker legen vn̄ des andern tags da hieß er ſie fur in bringen vnnd ſprach zu ir. Margaretha volg mir vnd ſchon deiner iugent. vnd bet meine abgoͤtter an vnd oppfer in. Da ſprach ſant Margaretha. Ich wil den anbeten der des hymels vnd der erden gewal tig iſt wan̄ dem got hab ich mich ergeben vnd durch den wil ich mein leben geben. wan er iſt durch vnſern willen tod. darūb das er vus von dem ewigen tod erloͤſte. Da ward der richter zornig vnd hieß ſy nackent außzyhen. vn̄ hieß ſy auff hencken. da hieß man ſy mit den hendē entporhencken vnd ſchlugen ſy mit gerten vn̄ mit ſcharffen geyſeln das das blut von ir ran Da ſprach der richter. Margaretha erbarm dich vber dein ſchone. da ſprach ſy ich erbarm mich vber dy ſchoͤn meiner ſel. darumb das ich nit verließ das bild d̓ gottheit. Darnach legt man ſy in dē kercker. der daucht ſy ein liechter palaſt. Da rufft ſy got an in dem kercker vnd bat in das er ſy den veind ließ ſehen der Oli brio ſein hertz gegen ir entzundt het. vn̄ im al ſo riet dz er ſy peyniget. Da ſah ſy eine track en der tett einen weyten mund auff gegen ir. ſam er ſy verſchlicken wolt. da tet ſy dz heylig creutz fur ſich. da verſchwand der veind. ¶ Darnach kam der veind aber zu ir. da be kant ſy von den genaden gottes wol das es d̓ veind was vnd nam den boſen geyſt vn̄ truckt in auff dy erden. vnd ſchlug in gar ſer. vn̄ tratt in auff ſein haubt. Da ſchrey d̓ veind hoͤrauff wan̄ dein heylige demut peynmgt mich alſo ſer vnd muß mich ymmerſchemē dz mir ein iunck fraw als vil leydes tuͦt. Da ſprach ſant Mar gareth. warumb tut ir den criſtē als vil leydes an. Da ſprach der veind. da haben wir dē groſ ſen neyd zu in. darumb das ſy die ſtat ſullē be ſitzen da von wir verſtoſſen ſeind. vnnd mocht wir ſie des verhindern dz tet wir gern. vnd da i. er ir geſagt was ſie wolt da ſprach ſant Har gareth. du magſt mir nit geſchaden. wann Ie ſus criſtus iſt mein beſchirmer. vnd ſah da mit andacht gen hymel vn̄ ſprach. Herr almechti ger got. Ich bit dich durch dein guͤtte das du mich behuteſt. wann ich gelaub veſtigklich an dich vn̄ volg deiner lere. vn̄ da ſie dz geſprach da erſcheyn ein liecht bey ir vnd in dem liecht ſah ſy ein creutz das gieng gen hymel auff. vn̄ ſaß ein taub darauff. Vnd da die iunckfraw das geſahe da ward ſie gar fro vnnd dancket got ſeiner genaden. vnnd ließ den veind ledig. Vnd an dem andern tag nam man ſie auß dē kercker vn̄ bracht ſy fur den richter. da ſprach er zu ir. d̓ goͤtter gedult iſt gar groß vber dich. Da ſprach ſant Wargareth. ir gedult iſt alſo das ſy weder ſinn noch vernufft haben. dz tet dē richter zorn vn̄ gebot dz man ſy ſer ſchluͦg. das teten dye diener. vnnd hielten ir brinnent fackeln an iren leib dz leyd ſy gedultigklichen vnd bat vnſern herren Ieſum criſtū dz er mit ir wer vnnd ir ir kewſcheit behuttet. Darnach ſetzt man ſy in ein heyſſes waſſerbade. da wz got mit ir. vn̄ kam ein groſſer erdbidem vn̄ ein groſſer ſchawer. da loßte ſich als bald die bād damit ſant Margareth gebundē wz. da giēt dy iunckfraw geſundt herauß vn̄ lobet got in igklichen von gantzē hertzen. Vn̄ da dy men ſchen das zeychen ſahen. da lieſſen ſich funff tauſent menſchen tauffen on weib vn̄ on kind. die ließ der richter alls toten. ¶ Nuch dem ſprach d̓ richter zuͦ ſent Mar garethen. d̓ mord iſt aller von dir kummen. da uon ſol man dich auch toͤtē. Da bracht man ſie an dy ſtat da man ſy enthaubten wolt. da ruft ſy vnſern herren mit andacht an. vn̄ knyet nyd̓ vnd ſprach. O herr Ieſu criſte. ich beuih dir meinen geyſt in dein hend. vnd bit dich dz du allen dē vergebeſt die an meiner marter ſchul dig ſind. vn̄ bit dich auch dz du allē dē zuͦ hilff kūmeſt dy mich vn̄ mein marter eren. mit kirch gang mit liechtē vn̄ almuͦſen. in welcher not ſy ſeind ſo foltu ſy durch meinē willē gewere. vn̄ ſolt in ir ſund vergebē. vn̄ wer ein kirchē in mer nem namē bawet dē gib das hymelreich dar umb. vnd da ir bet ein end nam. da erſchal ein ſtym auß dem hymel die ſprach. Hargaretha biß fro. wan̄ dein gebet iſt erhoͤrt vor got. vnd wil alle die geweren die dich eren vn̄ anruffen Vō d̓ ſthym ward Margaretha ſererftet vn̄ Von ſant ſtrecket ir kelen dar. da ſchlug man ir ir heyli ges haubt ab. da fur ir ſel zu den ewigen freu den. Da begrub man irn heyligen leychna mit andacht in der ſtat antiochia. da geſchahē bey dem grab vil zeychen. Nun ſullen wir die lie ben iunckfrawen bittē das ſy vns vmb got er werb das er vns behut vor totlichen ſundē vn̄ vor allen weltlichen ſchanden vnd vns gebein gutz end vnnd nach diſem leben das ewig le ben. des helff vns got vnd die lieb iunckfraw ſant Margareth Amen. Von Reyſer Beinrich Eyſer weinrich wz ein gewaltiger hertzog in beyer lan bde vn̄ ward keyſer nach criſti geburt tauſent iar. vn̄ was ein criſten vnnd forcht got vnd was tugentlich vnd wz d̓ geſchrifft wol gelert vnd was demuͤtig. vnd vbernā ſich ſey ner eren nit vnd was gerecht vnd dienet gott tag vnd nacht mit beten. mit vaſten. mit wach en vnd mit vil ander guter vbung. ¶ Eins mals was er in Beyern an ſeinem ge bet da entſchlieff er. Da trawmet im wie er in ſant Wolffgāgs munſter were. vn̄ wie er ſant wolffgang bey dem grab ſehe ſteen. da bat in hertzog Heinrich fleyſſigklich das er im ſein genad tet. da trat ſant Wolffgang fur in vnd ſprach. Sih fleyſſigklich an die wand die bey meinē grab ſteet vnd liß da ſelben. Da ſah er auff vnd laß das. dz ſprach nit mer. den̄ nach ſechſen. da erwacht der hertzog vnd trachtet was das bedeutet. vn̄ gedacht im es meint dz er nach ſechs tagen ſterben ſolt. vnd beychtet all ſein ſund vnd gab almuſen vn̄ bereytet ſich darzu. Da nun ſechs tag hinkamen. vnd da er dennoch lebt. da gedacht er im es meint ſechs wochen vn̄ kert ſich aber zu got. Da nun ſechs wochen hin waren. da gedacht er im es meynt ſechs monet. vnd da im aber nichts geſchach da gedacht er es ſeind ſechs iar vnd hielt ſich aber zu got vnd gelobet ſein keuſcheit zu hal ten biß an den tod. Vnd an dem ſechſten tag vnd ſechs iaren kam er gen Rom vnd ward zu Reyſer erwelet. Da beſan er ſich wol das der trawm ergieng als er geſehen het. vn̄ dancket got ſeiner genaden vnd ſant Wolffgang. ¶ Reyſer Heinrich bracht gar vil biſtūb wid̓ die zerſtoͤrt waren. Ein biſtumb heyſt Hyldeſ heym. Da ward er erzogen vnd der geſchrifft ein gelerter. So hieß eins Meydburg de gab er groß gut. Vnd dem biſtumb zu Straßburg vnd zu Merſpurg vnd Beheim vn̄ Polen dē halff er allen mit ernſt vn̄ gab in groß gut. vn̄ hildeßheym der ſtat gab er ſant Gothart zu einem biſchoff deſſelben ſye gen got wol ge nieſſen. ¶ Eynes mals hieß d̓ keyſer ein herf art auß ſchreyen da kamen zu dem keyſer vil herren vn̄ furſten. vn̄ gelobten dem Reyſer ſy wolten im helfen vnd alſo reyt der keyſer mit einē groſ ſen her zu winden land. vn̄ der keyſer na adria nus ſchwert des martrers. das het man mani gen tag fur heyltumb behalten. vnd gurtel es vmb. vnd kam mit ſeinem her gen Merſpurg. da wolten ſie den ſtreyt haben. da rufft d̓ key ſer vnſern herren an vnd ſprach. O almechti ger got bis wider alle die dy mich anfechten. vnd begreyff den ſchilt vnd die waffen. vnns Reyſer Heinrich LXII. hilff mir das ich ſie bring zu crſtenlichem ge lauben vnd das ſy dem romiſchen reich vnder tenig werden. ¶ Da ſamelt ſich ein groß her gegen dē Rey ſer. das ward im geſagt. da gieng er an ſein ge bet als er angſt het. wan das andechtig gebet hilfft mer zu dem ſtreyt denn alle waffen. vnd rufft vnſern herren an mit groſſer andacht vn̄ ermant in ſeiner genaden vn̄ bat in das er mit den ſeinen allen were. vnd rufft ſant Lorentzē an des das biſtumb was vnd bat ſant Iorgen vnd ſant Adrianū das ſy mit im weren. vn̄ troͤ ſtet ſich vnd alles ſein volck vnd ſprach. das ſy ſich wolgehabten. got wolt mit in ſein. vn̄ riten da an den ſtreyt. da rufft der Reyſer aber vn ſern herren an. vnd ſprach. Herr mein beſchir mer hilff vns allen deinen kuechtē das wir ge ſigen in deinem namen. Da kamen ſye zu iren veinden. da geſchach bald ein zeychen. vn̄ gott offnet dem keyſer ſeine augen vnd ſah dz ſant Lorentz vnd ſant Iorg vn̄ ſant Adrianus vn̄ die engel vor im fuͤr ſy ſtryten vnd ſchlugē an dy veind das ſy fluchtig wurden. vnd alſo geſi get der keyſer vnd alle die ſeinen mit der hilff gottes vnd der lieben heyligen. vnd wurden d̓ veind vil erſchlagen vnd der criſten belag nye keiner. vnd alſo wurden ſie dem reich vnderte nig vnd zynſten im vnd muſten ire land vō im entphahen Behem Polen vn̄ Merhern land wann die ſtet waren all wider den keyſer gewe ſen. darumb lobet der keyſer gott vnd hub ſein hend auff vnd ſeine augen vnd ſah zu gott vn̄ ſprach. Herr Ieſu criſte. du biſt ein kunig hy mels vnnd der erden. Den hoffertigen wider ſteeſt du vnd den demuͤtigen tuͦſt du dein ge nad. du haſt die woll geeret die dich lieb habē Vnd da nun dem keyſer als glucklich vnd ſe ligklichen ergangen was. vnnd das das reich als wol bey im ſtund da trachteten die herren wie von dem keyſer ein gut geſchlecht kem da uon die welt getroͤſt wurd. vnd baten den key ſer das er im ein frawen neme. darumb lagē ſy im an. das was im ſchweer. wann er het im vn ſern herren außerkoren zu einē erbē des weſtē ſy nit. vnd ſprachen aber zu dem keyſer. es zy met deine reich nit das du es allein hetteſt. vn̄ wer auch nit gewōheit. vn̄ tet er es nit. ſo muſt er irn vnwillē habē. Da troſt ſich d̓ keyſer got tes vnd gelobet im ſein keuſcheit biß an ſeine rod vn̄ ſprach da zu den herren. das ſy im enm da wurden die herren all fro. ¶ Nun ſaß ein edler mechtiger Pfaltzgraff bey dē Reyn. d̓ hieß Seyfrid vnd ſein fraw hieß heydwig dy hetten ein reyne tochter die wz tugentlich vn̄ keuſch vn̄ het got licb. vn̄ hieß Rungund vmb die ſelben iunckfrawen wurben die herren dē keyſer. Da das ſant kungund hort. da ward ſy ſer betrubt. Da nun ir vater vnnd ir muter tod was. da gabē ſie ire freund wid̓ iren willen dē keyſer. da befalh̓ ſy ſich got vnd dienet im mit vleyß. Nun kamē gar vil herren zu d̓ hochzeit vnd vil biſchoff vn̄ teten ir dē braut ſegen. Da man ſie nun an dz brautbett bracht. da ſprach d̓ keyſer zu d̓ kunigin. ir ſolt wiſſen dz ich mein keuſcheit meinē got vn̄ meinē ſchoͤpfer gelobt hab vnd wil der eelichen werck nit pflegen als man hie in der welt pfligt. da dz ſant Rungūd erhort. da ward ſy gar fro. vn̄ ſprach. Dar fur nē ich nit manig kunigreich. wan̄ ich hab mein keuſch got gelobt. vn̄ wer darwid̓ tet. d̓ verdie net damit gottes zoren. Da ſprach der herr. Fraw ir ſolt wiſſē dz got mit vns iſt. wan̄ wir ſein in ſeinē namen geſamelt. d̓ muß auch all zeit mit vns ſein. Da ſprach die lieb fraw ſant Rungund. das werd war Amen. Da nam der keyſer ir hend in ſein hend vnnd ſprach. Liebe fraw ich gelob dir das ich keuſchlichen leben will dz ſelb ſolt du mir auch geloben. vnnd wir ſullen vns got beyde ergeben. So wil ich dich in allen trewen vnd eren behalten als mich ſel ber. vnd als ein gewaltige keyſerin. vnd vnſer beyder keuſch ſol heymlich ſein. da danckt ſie got das er ſy als veterlichen verſehen het. vnd alſo hielt der keyſer dy frawen in groſſen eren vnd was ſy wolt das muſt geſchehen. ¶ Darnach ſatzt im der keyſer fur. dz er got vn̄ ſein heyligen zu erbē wolt machē vn̄ ſtiff tet das biſtumb zu Bamberg das wz in dem ſechſtē iar nach dē als er keyſer ward. dz ſtiff tet er mit groſſer reicheit. vnd zuͦ dem ſtifft vn̄ zu allen ſtifftē halff im ſant kungūd mit groſ ſem ernſt. Darnach ſtifftet er den munchberg Darnach ſtifftet ſant tunguūd ein munſter dz heyſt zu ſant ſteffan. Da gaben ſy auch groß gut zu vn̄ ſtifftet da eins in vnſer frawe eren. vnnd ſtifftet da eins das heiſt zu ſant Iacob. das was dz funfft munſter. da gaben ſie auch erb vn̄ eygē zu. das es in wirden vn̄ eren ſteet. Nun het keyſer Hemrich vnd ſant kungund Voſſ ſant an einander gar lieb in rechten trewen vnd in rechter reynigkeit. vn̄ was eines wolt dz wolt auch das ander. Vnd̓ wenn keyſer Heinrich auß was ſo enbot er ir offt wie es im gieng. vn̄ ſo er kam ſo ſahe er ſye zuhand. vnd wontē bey einander von der leut red wegen. das neyd o boß geyſt. vnd thet im zorn. vnnd vacht ſy offt beyde an mit der vnkeuſch. die marter liden ſie gern durch got vnd widerſtundē ir all zeit mit d̓ hilff gottes. vnnd da ſie der feind mit dem nit vberwinden mocht. Darum erdacht er im einen andern liſt vnnd verwādelt ſich in eines Ritters geſtalt. vnd gieng des morgens auß der kamer vnd ließ ſich ſehen ſam er bey ir ge legen wer. vnd an dem andern morgen thet er aber alſo. vn̄ ließ ſich noch mer leut ſehen den vor. Vnd an dem dritten tag thet er aber alſo vnd ließ ſich alle die ſehen die in geren ſehen wolten. das daucht die leut gar wunderlichen vnd gar gemlichen vn̄ thet in gar zorn. ſy het ten geſchworen es wer ein wolbekanter ritter geweft. vnd daucht ſy vnbillichen. die nachred leyd ſy durch got. ¶ Iu der zeit was der keyſer auß vnd da er neur kam da ſagt man im die red. darūb ward er ſer betrubt. vnd ſprach. Nun wolle got das im alſo ſey. da ſagten ſy im als vil das er im ge dacht. er wolt ſy nymmer mer geſehen ſeyt ſie in alſo betrogen het. vnd wolt ſein frawen da nit ſehen als er ſy vor gewenet hett. Das was ſant Runguͦd gar leyd. doch troſtet ſie ſich. vn̄ rufft vnſern herrē an. vn̄ bat in dz er mit ir we re in irem leyden. Vnnd wartet irer zeit das d̓ keyſer in ſeiner kamer was vnd kam zu im vnd empfieng in. da wolt er ir nit dancken. vn̄ wolt ſie nit anſehen. vnd wolt gen ir nit auff ſteen. Da ſprach ſy lieber herr. wer hat euch gethan od̓ was iſt euch geſchehen. Da ſprach er. fraw das wiſt ir wol. Da ſprach ſie lieber herr das man mich geczigen hat des bin ich vnſchuldig darumb gehabt euch wol. Ich wil einē rat fin den dz ir der warheit innen werdet. Ir ſult dy furſten alle her laden vnd ſiczt zu gericht vnd was ſy mir den̄ vrteylen das wil ich gern tun. da ſandt der keyſer nach vil furſten die kamē all. da beualhe ſich ſant Rungund vnſerm lie ben herren. das er mit ir were in irem leydē. vn̄ gieng da zu gericht zu den furſten. Da ſprach der keyſer. Ir ſult ein vrteyl ſprechen vber ein frawē die hat ir ee geprochē mit andern man nen vnd ſagt mir auch was darum b recht ſey. Da ſprachen die furſten. Iſt ſy der ſach vber zeugt ſo ſol man darzuͦ tun das ſich aud̓ fraw en daran ſtoſſen. Da ſchweyg ſant Rungund ſtill. Da ſprachen aber dy furſten. Seyt ſy ſich der ſach nit verſpricht ſo muß man es au ein vrteyl laſſen. Darnach bat der keyſer die herre alle dz ſy im ein vrteil ſprechē was darzu recht wer. Da was in allen leyd vmb ſant Rungund vnd wolt keiner kein vrteyl vber ſy ſprechē. da ſy das hoͤrt da trat ſy fur dy herren vn̄ ſprach. Ich bit euch durch got das ir mich vernemet. vnd euch mein vnſchuld laſt erbarmen. Vnd ſprach. Ich will mich des hochſten gerichtes troſten vnd wil ſelber vrteyl ſprechen. Ir ſult zwelff gluent ſchar machen auff den wil ich geen vnd wil mein recht fur die ſach tun Got lon euch das ir mein geſchont habt. das ir kein vrteyl vber mich ſprechē wolt. Das erbarmet die herren all ſer. das ir vil weinten vn̄ ſprachē Iwar ſy iſt vnſchuldig. ſeyt ſy dz vrteyl ſelber fundē hat. Da macht man dy ſchar gluent vij bracht ſy in die Capellē die noch heut ſtet bey dem Thum da ſolt das gericht ſein. Da kamē die herren all dar. vnd ſant Rungund beleyte/ ten zwen biſchoff dar. Da ſah ſie inigklichen auff zu got vnd ſprach. Herr Ieſu chriſte du biſt ein ſchoͤpfferhymelreichs vnnd erdtrichs vnd erkenueſt alle hertzen wol. vnnd erkenneſt auch mein hertz dz ich vnſchuldig bin. dauon thu mir dein genad. vnnd bis mit mir als mit deinen guͦten freunden. Vnd da der keyſer dz hoͤrt vnd ſah die ſchar das ſy als greulich gluͤ ten. da erſchrack er ſer vnd forcht ſy wurden ſy verbrenne vnd erbarmet in gar ſer. vn̄ ſprach zu der frawen. Ich wil euch der ſach gern ver zeyhen. vnd wil euch der pein vberhabē laſſen ſein. Da ſprach ſy es wer allen den ein ſpot dy mich in der ſach zeyhen. Ich wil in ein genuͤg thun vnd wil mein ere bewaren. vnnd trat als hald auff die gluenden ſchar. vn̄ ſprach. Herr hilff mir als vnſchuldig ich bin. vnd richt heut fur keyſer Heinrich vnd fur all mann. dz mein keiner nye gewaltig ward. des ſchemet ſich d̓ keyſer das ſy fur in auch richtet vnd gab ir ey nen groſſen halßſchlag vnd ſchlug ſye in den mund dz ſy blutet. da hielt ſy iren ſtauchē fur den mund. darinn ſtet das blutt noch heut zu tagē. vn̄ iſt ein eynf eltiger ſchleyer. Da geraw den keyſer als bald das er ir die vnzucht hett Reyſer Heinrich .LXIII. gethan. Da ſpruch ein ſlym̄ zu ſant kungund. Nun biß fro deiner keuſcheit. vn̄ gee kuͤnlich en fur dich. Wann maria dye keuſch meyd wil dein helfferin ſein vn̄ alſo gieng ſant kungūd auff dy eylff gluent ſchar. vnd ſtund auff dem zwelfften als auff einem kuͤlen tawe. vnd als bald ſie von den ſcharen tratt als bald furē ſy alle zwelffe tieff in das erdtrich. Da ſahen al le menſchen das ſy vnſchuldig was. Da viel ir der keyſer zu fuſſen das ſy in zu genaden ließ kummen. Da ſprach ſy. ir habt mein huld bittet gott vmb genad. Da ſprach d̓ keyſer fraw ich wil euch des leydens ergetzen ſo verr ich kan. Da wurden die furſten all fro. vn̄ das d̓ veind ſant kungund zu ſchandē hett erdacht dz kam ir zu groſſen erē. wan̄ man vand ſy furbas als ein meyd vnd eret ſy noch all zeyt fur ein iunck frawen. Nun hett der keyſer einē bruder der hieß braun. der was ein biſchoff vnd was der keyſer guͦtes thet. dz het er im als fur vbel. vn̄ widerredt es vnd machet das dy leut wider in theten. das vertrug er im gutlichen. wan̄ er wz tugentlich vnd was got mit im. Eins mals kam der keyſer in Polener land das ſie dem Reyſer muſten zinſen. da ward er gar ſiech an dem ſteyn vnd forcht er muͤſt ſter ben. vnd was man in ertzneyet das halff alles nit. das leyd er alles gedultigklichē vn̄ ſprach Got wil mich mit dem leyden demuͤtigen vnd kam zu dem lieben herren vnd heyligen ſant Benedictē vn̄ rufft in inigklichē an vn̄ bat in dz er im vmb gott erwurb dz er geſundt wurd an leyb vnd an ſel vnd weynet ſer an dē gebet. Da er nun danne giēg. da gedacht er im. ſant Benedictus leychnam wer nit da. wan̄ er het vor gehoͤrt er wer geſtolen worden. vn̄ kam da mit in ſein herberg vn̄ wz muͤd vnd entſchlieff Da erſcheyn im ſant Benedictus. vn̄ trug ein kleines ſcharpffes eyſen in ſeiner hand. damit man den ſteyn ſchneydet. vnd gruſt dē Reyſer vn̄ ſprach zu im. Seyt du zuͦ got gehoffet haſt vnd zu mir. ſo hat mich got zu dir geſandt das ich dich ertzneyen ſol. vnd laß mich dich dar umb ſehen. das du nymmer zweyfelſt. vnnd zu einez vrkund ſo wirſt du geſundt. vnd ſchneyd im da den ſteyn gar ſenfftigklich herauß. vnd zehand gieng im dye wund wider zu das man im neur noch ein kleynē maſen ſah. vnnd leget den ſteyn dem keyſer in ſein hand. da erwacht er vn̄ gedacht im ob es im getraumt hett. oder ob es war were. Da fand er den ſteyn in der hand. da ward er gar fro. vnd rufft dem kam merer. vnd ſandt in nach vil furſten. da kamen ſy. vnd ſahen das groß wunder. da ſprach der keyſer zu in. Lieben herren ir ſoͤlt gott vnd ſein lieb heyligen mit mir eren vnd loben. wan̄ got tes ere iſt großloͤblichen on ende. Vnnd vber die demutigen erbarmet er ſich vnd vber dye hoffertigen ergeet ſein gericht. Geſter was ich halber tod vnnd heut bin ich wolgeſundt. vnnd ließ ſie den ſteyn ſehen vnnd die maßen. vnnd ſaget in wie der heylig herr ſant Bene dictus im geholffen hett. Da wourden ſye alle gar fro ¶ Darnach gab er ſant Benedietus Cloͤſter vil guͦttes die im gelegen waren. vnd ſchied da von dannen vnd eret den heyligen furbas mit vleyß. Darnach kam der keyſer zu dem Babſt vnd ſaget im wie im ſant Benedictus geholf fen hett. da dancket der Babſt got. Darnach hat er den babſt das er zu Bamberg keme vn̄ im ſein muͤnſter weyhet. vnd dz er des ſtifftes ein beſchirmer were. vn̄ des zu vrkund ſolt im der biſchoff von Bamberg alle iar ein weyß Pferd ſenden dz wol bereyt wer mit zaum vn̄ mit ſattel als es dem babſt wol gezeme. Alſo reyt der Babſt gen Bamberg ein. vnd kam d̓ keyſer auch dar. An dem antlaß tag fruͤ ee ma das ambt begieng da ſchicket d̓ keyſer dz vier koͤr gegen dē babſt ſungen vn̄ in mit einer pro ceſſen ſchon empfienge vnd trugē groß heyl tumb gegen im vn̄ darnach furt der keyſer dē babſt in des biſchoff ſtuͦl vnd ward das ampt ſchon volbracht. als es dem tag wol zimpt mit zwelff biſchoffen vnd dy andern ampt begiēg er auch mit andacht vn̄ mit eren. als er billich ſolt. Vnd an dem Oſtertag zu der mettē laß ein Patriarch die erſten letzen. vn̄ die andern letzen laß ein biſchoff. vnd die dritten letzen laß der Babſt vnnd begieng auch das ampt ſelber mit groſſer andacht vnnd mit groſſen eren. Ich meyn das wir als zu keiner erwirdi gern metten mer kummē als zu der. Vnd dar nach weyhet d̓ aller heyligſt vater d̓ babſt dz hochwirdig muͤſter. vn̄ gienge nach im zwen vndſybentzig biſchoff dye zud̓ hochzeyt dar waren kūme. vn̄ gab in d̓ babſt groſſen ablaß. vn̄ thet in vil genadē als wir offt gehoͤrt habē Von ſant Vnd alles das in der Reyſer bat das gewert er in. Er het auch das reich vor zwelff iar inn gedabt. ¶ Eynes mals kam der keyſer zu dem cloſter Amnatus. da warē gut geyſtlich leut innen da beualh er ſich in ir gebet als er vberal tet wo er gut leut weſt. Da ſungen ſy im ein lobliche meß. Da gab der heylig geyſt dē keyſer in ſein ſyn̄ das er in ſein guldine kron opfert. die wz groß gutz werdt. Vn̄ nam die bruderſchafft von in. vnnd von allen guten leuten wo er hin kam vnd geſiget auch in allen ſtreyten. Zu den ſelben zeiten waren dennoch heydē. da kam d̓ keyſer dahin vnd bracht ſy zu criſten gelaubē. vnd gab ſein ſchweſter Geyſel einem heyd niſchē Runig der hieß Steffan. der ward ein criſten. Da het er ſy wol verkaufft. wann er be keret vil leut vnd land zu criſtem gelauben vn̄ macht ſy dem reich vntertenig. Vnd der Ru nig Steffan ward gar ein ſeliger mā dz man meint er wer heylig. wan̄ er tet gar groſſe zey chen in ſeiner begrebnus. Darnach fur d̓ key ſer zu der ſtat Burgundie. die ware dem reich nit vntertenig. da bracht er ſy dar zu. dz ſy ſich im ergaben vnnd den zweyen edlen herren ge ſchach nye weder ſtich noch ſtreich mit d̓ hilf gottes. wann wenn er ſtreyten wolt. ſo gieng er vor an ſein gebet. das was nutzer vn̄ beſſer dann alle krafft vn̄ waffen. Iu den zeyten wz er in Polen land. da kam er auff einen hohen berg darauff ligt ein ſteyn. da iſt ein munſter halb verwachſen in dem holen berg in dē her ten ſteyn. Man ſagt dz man der engel koͤr da hore ſingen. vn̄ das munſter iſt in ſant michels ere geweyhet worden. vnd da iſt vil heyligkeit Vnd da der keyſer das vernam da kam er in das munſter vn̄ bat got mit andacht dz er im ſein genad mitteylet. vnnd beualhe ſich auch ſant Michel. Nun was die zeit kummen das der engel ſchar dar ſolt kummen vnd dar ſin gen ſolten. da treyb man dz volck alles auß d̓ grufft. da bat der keyſer das man in darin̄ ließ des geweret ma in. Da belib er allein da auff die genad gottes. vnd rufft got mit gantzem ernſt an. Da offnet im got ſeine augen vn̄ ſah das vil ſchar der engelkamen. der kleyd leuch tet ſunderlich als dy morgen roͤt vnnd waren gar zierlichen. Vnd die zwen engel bereytetē den altar ſchoͤn. Darnach kam gegangen ein groſſe ſchar der engel die furten ſant Michel der leuchtet ſchoͤner dann der ſunnen ſcheyn. Darnach kam vnſer herr Ieſus criſtus als ein gewaltiger got mit groſſen ſcharen vnnd mit groſſer ſchonheit als ſeiner herſchafft wol ge zympt. vnnd begiengen das ampt mit groſſer zierd. vnd ein engel nam da das buͦch vn̄ neigt vnſerm herren tieff. Da kuſſet vnſer herr das buch. vnd wincket da dem engel mit der hand vnd weyſet in darnach zu dē keyſer. weil er an ſeinem gebet lag andechtigklichē. da ſtund d̓ engel fur in mit dem buͦch. vnnd weyſet im es zekuͤſſen. daerſchrack der keyſer vnnd forcht er were nit wirdig dz buch zekuſſen. da greyff im der engel auff ſein haubt. vnd ſprach. ſtee auff vnnd nym die genad von got. wann er dir des gan. da ſtund er auff. vn̄ der engel huͦb im das buch fur biß er es kuͤſſet. Alſo ward der keyſer huͤffaltz. das het er gern durch got. ¶ Da der keyſer Merſpurg gebauet hett. da gab er einen kelch dar der wz rot guldein der kam ſeiner ſel hernach zu groſſem gut. vn̄ hett auch einen ſyten vnder der meß nach des hey ligen opfers zeit als man den kelch wiſchet. ſo gieng er ye zu dem altar vnd empfieng dy ab lution mit groſſer andacht von dem brieſter. Vnd eins mals was er zu Merſpurg mit vil furſten. vnnd da die meß ein end het. da het er gern auß dem kelch getruncken. Da het er als groſſe vnmuß das er es nit gethun mocht. Da ſprach er zuͦ dem brieſter. Du ſolt den kelch be waren biß ich darauß mit einem geſameltē ge muͤt getrincken muͤg vn̄ muſſig werd. Alſo wz er vnmuſſig biß an den andern morgē. da kam er fruͤ zu dem munſter vnd het ſich dar zu be reyt. Vn̄ da man den kelch auff decket da het er ſich verkeret in blut. da erſchrack der keyſer ſer vnnd hett doch got damit geeret vnnd ge wirdiget. ¶ Nach dem ward dem keyſer kund gethan von got das er ſterben ſolt. Nun was er zu d̓ ſelben zeyt zuͦ merſpurg vnd meynt er ſolt da ſelbſt ſterben. vnd ſendet nach vil furſten. wan̄ er was gar kranck. Vnd was auch ſant Run gund vnd ir freund vil da. vnd ſprach der key ſer zu den furſten. Lieben herren. ir habt ewer trew alle zeyt au mir gehaltē. ſeyt ir mich des erſten habt erwelt zu keyſer vnd habt mich al le zeyt geeret. des muͦß euch got lonen von hy mel. Nun iſt das reich wol gemert mit ewer hilff vnd von den genadē gottes vnd hat vn Ant Appollinaris der was ein iunger ſant Peters vnd zward gekorn zu biſchoff. der het got lieb vnd dient im mit fleyß tag vnd nacht. ¶ Zu den zeyten da het Claudius das reich in. der aͤchtet dye criſten ſeer vnd was zu rom. da was Appollinaris vn̄ Petrus auch zu rom da ſandt ſant Peter appollinarē gen Rauen nam das er criſten gelauben da prediget des was er im gehorſam vn̄ kam zu Rauēna zu ei nem ritter der hieß Hiſeneus d̓ het einē blin den ſun. Da ſprach appollinaris zu dem ritter wilt du an Ieſum criſtum gelaubē an den wa ren got vn̄ im dienen ſo wirt dein ſun geſehēt Do ſprach der ritter geſchehe das ſo wolt ich an Ieſum criſtum gelauben. Da leget ſant ap pollinaris ſein hand auff des ſuns haubt. vnd auff ſein augen vnnd rufft got an. da ward er zehand geſehent. Da ward er fro vn̄ ließ ſich tauffen vnd alles ſein geſind. vnd dancket got vnd appolliuari irer genaden. da beleyb appol liuaris bey in biß er ſy in dem gelauben gefeſt net mit ſeiner lere. vnd nam da vrlaub vn̄ wolt in den andern ſteten criſten gelaubē auch pre digen. da kam er zu einem mann der hieß Po teſtat. der het ein frawen dy wz lang ſiech ge weſen. do ſaget mā ir wie appollinaris des rit ters ſun geſehent gemacht hett. do kam er zu dem ritter vnd bat in das er appollinarē zu ſei ner frawen herwider brecht. da eylet im d̓ rit ter nach vnd bracht in zu dem man̄. Do ſprach er zu dem man̄. Wilt du an Ieſum criſtum ge lauben ſo wirt dein fraw geſunt. Da ſprach d̓ man wirt ſy geſundt ſo wil ich deinen gott an beten. Do betet er zu got da ward dy fraw ge ſundt vnd ward der man gar fro vnd dancket got vnnd ſant appollinari irer genaden. Der lieb herr ſant Appollinaris der leret das got tes wort vberal. vnnd bekeret vil menſchen zu got vnd weyhet vil dyacon vnd prieſter. vn̄ wz zwelff iar in der ſtat. Darnach ward dem her tzogen Saturino geſagt das appollinaris ein criſten was vnd vil menſchen bekeret das tet im gar zorn vnd hieß in bald vahē vnd furt in fur den biſchoff vnd klaget im das er dz land bekert hett da troeten ſy im ſere vnd hetten in gern von ſeinem gelauben bracht. der troe ach tet er nit. da ſchlug man in als ſer dz er nahēt tod was. da ſprachen ſy zu im. das hab dir vō deiner lere. vnd hoͤren wir es icht mer von dir. ſo heyß wir dich toͤten vnnd triben in darnach mit ſchlegen auß der ſtat. Da kam er zu einer witbe vor der ſtat. da bleyb er ſechs monat an ſeinem gemach. Die burger vō Rlaffis dy hoͤr ten vonim das er als vil zeychen tet. vnd ſantē nach im vnd baten in das er zuͦ in keme dz tet er. da baten ſy in das er Bomifacio hulff das er geſundt wurde der was ein ſtum̄. vnd bate in auch das er ſein tochter erlediget von dem boͤßen geyſt dy was behafft. Da ſprach Ap pollinaris ſein gebet zu got mit andacht. Da ward der ſtum reden. vnnd erlediget auch ſein tochter vō dem boͤßen geyſt. da wurdē ſy gar fro vnd danckten got vnd ſant appollinari der genaden. vnd dy menſchen dy das ſahen d̓ lieſ ſen ſich zweintzig tauffen. Das thet den hey den zorn vnd hieſſen ſant appollinarē ſchlahē das er nahent tod wz. vn̄ hieſſen in auff briu nent kolē ſteen. do halff im got dz es im nichtz ſchadet dennoch triben ſy in auß der ſtat. Da beleyb er etlich zeyt vor der ſtat vn̄ bekeret vil menſchen zu got vnd fuͦr da in Myleam vnd prediget da auch criſten gelauben vnd bekeret da auch vil menſchē zu got mit ſeinen groſſen zeychen. ¶ Darnach fuͦr er wider in die ſtat Rauenna da empfiengen in die criſten mit groſſen freu den dy er den gelauben gelernet het. Da was des richters Ruffo tochter ſiech dz wz im gar leyd vn̄ ſprach zu ſant Appollinari. Mach mir mein tochter geſunt ſo will ich mich tauffē laſ ſen vnd fürt in mit im heim. Vnnd da ſye zu d̓ tochter kamen. da ſtarb ſie zuhandt. das was dem vater gar leyd. vnd ſprach. O wee mir du haſt vbel gethan das du hereyn biſt kummen. wann es thut den goͤttern zorn. vn̄ iſt mein to chter darumb tod. vnd werſtu nit herein kum men. ſo hetten die goͤtter meiner tochter gehol fen das ſye geſunt wer worden. Da ſprach er. dein abgot mag dir nit gehelfen. wilt du aber gelauben an vnſern herren Ieſuz criſtum des gewalt gar groß iſt. ſo wirt dein tohter leben tig. Da ſchwuͦr der vater. vnd wuͤrd ſein toch ter lebentig vnd ſehe ſein gewalt vn̄ ſein kraft daran ſo wolt er ſich laſſen tauffen. Da rufft Appollinaris den almechtigen got an vnd bat in das er die iunckfrawen von dem tod erkuek et. da ward ſy zuhand wider lebentig. da ward der vater gar fro vnd lieſſen ſich dreuhundert vnd zweintzig menſchen tauffen on weib vnd on kind die das zeichen gehoͤrt vnnd geſehen hettē. Da torſt Ruffus vor dem keyſer nit ver iehen das er ein criſten wer vnd thet es heym lichen. Nun wart dem keyſer geſagt das Ap pollinaris ein criſten wer. das thet im zorn. vn̄ ſandt brieff zu Rauenna dē richter meſſelina re das er Appollinarem zu irer ee brecht. vnnd wolt er das nit thun. ſo ſolt man in verrauf dz meer ſenden. Vnd da der richter den brieff ge laß. da ſandt er zu Appollinari. vnd ſprach zu im. Du ſolt vnſern goͤtern opffern nach vnſer ee vn̄ thuſt du dz nit ſo muſt du darūb vil mar ter leyden. Der troung achtet er nit vn̄ wz ſtet an got. da hieß er in mit knutteln ſchlahen das leyd er gedultigklichen durch got. da was den criſtē gar leyd vmb in. darnach hyeß er in hoch zu einem gipfel binden vn̄ ſchand das fleyſch von im vn̄ hieß ſiedigs waſſer auff in gieſſen dz er nahend geſtorben was. das leyd er gern darch got. da rach in got auch. Vnd fir der feindt in den richter da ſah der richter dz Ap pollinaris noch lebt das thet im zorn vnd hieß im die zen mit ſteynen außſchlahen vnd hyeß in da auff binden vnd hieß in in die eyſen legē vnd verbot das man im wider zueſſen noch ze trincken geben ſolt. vnd meint er ſolt hungers ſterben. da furſah got ſeinen liebē diener ſant Appollinarem. vn̄ ſandt im einē engel d̓ pflag ſeyn wol vnd bracht im ſpeyß. das ſahen dy huͤ ter. vnd ſagten es dē richter das thet im zorn vnd ſandten in in verre land zu dem meer. vnd da in die vngelaubigen auff das meer brachtē da ward gar ein groß ſturmweter. da forchtē ſie in ſere. Da ſchlug das weter die vngelaubi gen zu tod. dye aber an got gelaubten. dye ſel ben kamen mit der hilff gottes wol auß. Da kam Appollinaris in die ſtat Miſſiaꝫ da kam ein außſetziger zu im. d̓ erbarmet in ſere. vn̄ er machet in geſunt in dē name gottes vij taufft in. Darnach fur er in ein andre ſtat od̓ land da bekeret er auch vil menſchen zu got. Darnach fuͦr er in die ſtat Traciā vnnd bekeret auch vil menſchē zu got. Da was ein abgot in d̓ ſtat d̓ redt offt mit den menſchen. vnd da Appollina ris in dy ſtat kam da wolt d̓ abgot nit mer mit den menſchē reden. da wz dē volck gar leyd vn̄ giengen zu dem abgot vnd ruͤfften in an. Da ſprach er. Es iſt einer hie der heyſt Appollina ris d̓ hat mich vberwundē dz ich muͦß ſchwei gen. Ich gib auch kein antwurt mer ir vertrey bent dan̄ den man. da ſuchten die burger Ap pollinarem vberal vnd funden in vnd ſchlugē in mit knutteln auß der ſtat. vnnd ſprachen zu im. Du ſolt vns vnſern abgot mit frid laſſen. Da kam der heylig Appollinaris wid̓ zu Ra uennā. da empfiengen in die criſten all gar froͤ lich. Da wolt er ein meß ſingen da kamen dye heyden dar zu. vnd ſprachen. Man ſol dem ab got ioui opfern. Da widerredt es Appollina ris vnnd ſprach Es iſt der boͤß geyſt. vnd mag euch nit gehelffen. Das thet den heyden gat zorn. vnd ſchlugen in ſer darumb. Da rufft ap pollinaris vnſern herren mit groſſer andacht an vnd bat in durch ſein guͤt das er ſein krafft erzeyget. vnd den abgot zu nichte machet. dz geweret in der almechtig got. da viel der ab got nyder vnd ward zu aſchen. da wurden die heyden gar zornig vnd viengen Appollinareꝫ vnd brachten in fur den richter Thauro vnnd baten in das er im toͤtet. Da het derrichter ein ſprach ſant Iacob zu im. das gut das du mit vnrecht gewunnen haſt das gib durch got. vn̄ hieß den meyſter darnach predigen. vnd hieß in alles das widerreden das er gelert het. vn̄ ſpeach er ſolt dem volck ſagen das ſy mit d̓ ſel ben lere verloren wurdē. Darnach hieß in ſant Iacob ſein abgoͤtter verbrennen. das thet der meyſter alles. vnd volget ſeiner lere. Vnnd da der meyſter bekeret ward vnd mit ſant Iacob gieng. da wurdē vil menſchē da von bekert vn̄ lieſſen ſich tauffen. Da das dy iudē ſahen da wurden ſye zornig. Da waren deßmals zwen mechtig herren. die hieſſen Liſie vnnd Theo driſe. die hetten zweyhundert diener. da batē dy iuden dy herren das ſy ſant Iacob viengen vnd gaben in gut darumb. Da viengen ſye in. das thet dem gemeynen volck zorn. vn̄ ſprach en man ſolt in ledig laſſen. hett er ichtz getan darumb ſolt man in buſſen vnd ſolt in nit toͤt ten. Da lieſſen ſy ſant Iacob ledig vn̄ kam dz volck zuſammen. vnd wolten hoͤren was er ge than het. Da ſprach ſant Iacob. Ich hab an ders nit getan dan̄ dz ich geprediget hab von Ieſu criſto vn̄ ſeiner heyligkeit wie er geborn ward von einer reynen keuſchen mayd. vn̄ dar nach an dem creutz erſtarb vnd an dem drittē tag erſtund vnd zu hymel fuͦr anders hab ich nichtz gethan. den̄ das ich in die warheit hab geſagt. Da er das geſprach da erleuchtet vn ſer herr das volck mit dem heyligen geyſt das ſy all gemeynglich ſchryen. was er von vnſerm herren Ieſu chriſto gepredigt hat das wollen wir alles gelauben vn̄ ward ein groß volck be kert. Nlun was abiaton zornig dz er dz volck bekeret het vnd gab einem als vil gutz das er ſant Iacob vieng vnnd in fur Herodem fuͤrt. da gebot er das man im das haubt abſchluͦg. das thet er den iuden zu lieb. Vn̄ da man ſant Iacob hinfuret vn̄ im dz haubt wolt abſchla hen. da lag ein ſiecher an dem weg der ſprach zu im. Iacob du knecht gottes mach mich ge ſundt. Das thet er in dem namen gottes. Da ſtund der fiech auff vnd dancket gott vn̄ ſant Iacob. das zeychen ſahe Ioſias der in gefan gen het. vnnd geraw in vbel das er es gethan het vnd viel fur ſant Iacob vnd bat in das er im ſein ſchuld vergeb. vnd ſprach er wolt gern an Ieſum chriſtum gelauben. Da ſprach ſant Iacob zu im Gelaubſt du das vnſer herr Ie ſus chriſtus iſt der war gottes ſun. Da ſprach er. Ich gelaub das er menſch vnd gott iſt. das hoͤrt Abiaton der biſchoff vnnd ward. zornig. vnd ſprach da zu Ioſia leſſeſt du Iacobs ge lauben nit ſo ſchlecht man dir das haubt ab. Da ſprach Ioſias du biſt verflucht. vnnd der man gottes iſt geſegnet. Ieſus chriftus iſt ein gewaltiger kunig in hymel vnnd in erden. den ſant Iacob prediget. Da ward abiaton zornig vnd hieß Ioſia ſein zen außſchlahē. vn̄ ſchuff mit dem Runig das er in mit ſant Iacob ließ enthaubten. Da gieng er frolichen mit ſaut ia cob in dē tod. Da bat ſant Iacob ſein enthaub ter das er im einen trunck waſſers hieß brin gen. da bracht man im das waſſer. Da ſprach er zu Ioſia Gelaubft du an den vater vnd an den ſun vnſern herren Ieſum criſtum. vnnd an den heyligen geyſt. Da ſprach Ioſias. Ich ge laub ſein wol. da goß er das waſſer auff in vn̄ tauffet in. Vnnd leget im ſein hand auff ſein haubt mit dem ſegen vnd ſprach da kuß mich. Da kußten ſy aneinauder vnnd beualhen ſich gott. Da ſchlug man in ire haubt ab. da furen ir ſele zu den ewigen frewden. Darnach kamē ſant Iacobs diener vnnd iunger vnnd namen ſeinen heyligen leychnam. vnnd legten in auff ein ſchiff. Da fur das ſchieff zu Compoſtell in eines kunigs land das was vngelaubig. vij was ein greulicher man der het ein frawen dy hieß man dye wuͤlffin. Da giengen dy iunger zu dem kunig vn̄ baten in das er ſie don leych nam ließ begraben. da ward der herr zornig vnd hieß die iunger vahen vnd leget ſy in den kercker. vnd ſetzet ſich da zu tiſch. vnd da kam der engel gottes als bald vnd thet in den ker ker auff vnd ließ ſie ledig geen. Da wurden ſie gar fro. vn̄ danckten got ſeiner genadē vn̄ en trunnen. Da das d̓ kunig innen ward. da ward er zornig vnnd hieß ſye zuhand wider vahen. Nun muſten die diener vber ein brucken reyt ten die dye iuugern ſolten vahen. Da halff in aber der almechtig got vnd verhenget das dy bruck zerbrach vnd ertruncken all in dem waſ ſer. Da das der kunig hoͤrt. da ward er im ſeer furchten vn̄ mercket wol das es von got was. vnnd was im leyd das er ſy betrubet hett. vnd ſaudt wider nach in vnnd embot in das ſy wi der ziͦ im kemen. vnnd alles des geweret we ren das ſie gebeten hetten. Da wurden ſie gar fro vnd kamen zu dem kunig vn̄ ſagten im als vil von dem heyligen eriſtē gelauben biß er be keret ward. Da das dy kunigin hoͤrt. da ward ſy ſer betrubt vn̄ ſandt auch nach dē iungern. Da kamen ſy zu ir vnd ſagten ir das in der ku nig erlaubt het das ſy den leychnam begrubē vnd baten ſie das ſy ir genad auch darzu tet. da ſprach ſy in einē falſchē ſyn̄. Nempt zwen wild ochßen auff dem berg vnd ſtelt ſy an den wagen vnd legt den leychnā darauff. wa ſy in hin furē od̓ ziehē da begrabet in. vn̄ bawet im ein munſter da. vn̄ meint darūb dz dy ochßen wild waren vnd vngezempt. ſy mochten ſie nit gefahen noch in den wagen geſpānen. ſie mei uet auch ob ſieß in den wagen brechtē ſo wur den ſy vngeftum werden. vnd wurden den wa gen zureyſſen vnd wurden den leychnā herab werffen vnd dy iunger ertoͤten. da troſten ſich dy iunger vnſers herren vnd giengen auff den berg da dy ochßen waren. ¶ Nun wz ein groſſer track auff dem bert dem gieng fewer auß dem mund. vnnd da die iunger auff den berg kamen zu dem trackē. da machten ſie ein creutz von holtz vnd legten es dem tracken auff den leib vnd ſchnyten in da mit von einander. Darnach legten ſy das zey chen des heyligen creutzes auff dyrucken der wilden ochßen in dem namen gottes. da wur den ſy als zam als dy lemlein vnd ſtalten ſy da in den wagen vnd legten den leychnā ſant ia cobs darauff. da zugen in dye wilden ochßen von in ſelber mittē auff der kunigin ſal fur dy kunigin. da erſchrack ſy ſer vnd ſach wol dz es gottes will was vnd ward ein criſten. vnd ließ iren pallaſt got zu lob weyhen vnd dem lieben herren ſant Iacob vnd gab vil gutz zu dē mun ſter vnd ward ein guter ſeliger menſch vnd be leib in emem guten ſeligen lebē biß an ir end. da legten die iunger den leychnam auff einen hohen ſteyn. da waych der ſteyn zuhād vnder ſich als ein waychs wachs vnd ward ein ſchoͤ ner ſarch darauß. Vn̄ alſo ward der lieb herr ſant Iacob erlichē beſtat zuͦ Cōpoſtel in hyſ panien land da tut er groſſe zeychen vn̄ iſt ein groſſe fart dar. Eins mals wz ein reicher man der het lang keinen erbē. da bat er ſant Iacob mit groſſer andacht dz er im einen erben vmb got erwurb vnd gelobet im. wen̄ der ſelb erb zu ſeinē tagē keme. ſo wolt er in zu ſeiuem grab bringen. Da gab im got durch ſant Iacobs willē einē ſchoͤ nen ſun. Da der ſun gerouchs. da gieng er mit dem vater vnd wolt zu ſant Iacob vnd kamen in ein ſtat die hyeß gelffenacht. da zertē ſy rey lichen. das mercket der wirt vn̄ gedacht im wy er ſy vmb ir gutt brecht vnd ſtieß dē vater des nachtes einen ſilberin kopff in ſeinē ſack. Vn̄ da ſy des morgens hin ware gegāge. da hieß in der wirt nach eylen. vnd ſprach ſy hetten im ſein ſilberin kopff geſtolen vn̄ nam dem vater ſeinen ſilberin kopff auß ſeinē ſack vn̄ ſprach zu im. Er muͤſt darumb ſterbē. da ſprach d̓ ſun. Ich beken̄ meinen vater wol ſo frumb dz beſ ſer iſt ich ſterb dan̄ das er ſterbe. dauon bit ich euch das ir mich fur in toͤttet. das teten ſye da er im das ſelber außerwelet vnd hiengen den ſun das ſahe der vater mit ſeynen augen. Da ward er betrubt vnnd claget ſein hertzenleyd dem lieben herren ſant Iacob vnd gieng fuͤr ſich zu ſeinē munſter. vnd da er darein kam da rufft er ſant Iacob mit groſſer andacht an vn̄ ſprach. Lieber herr ſant iacob ich hab dich ge weret als ich dir gelobt hab. ich bin aber vbel geweret. wann ich hab meinen lieben ſun ver loren. vnd gieng da von dannen vnd keret wy der heym in ſein land vnd was ſer betrubt vn̄ da ſein wol drey wochen was das man im ſey nen ſun erhangen het. da kam er wid̓ gen gelſ fenacht vnd ſah ſeinen ſun an dem galgen mit groſſem leyd vnd greyff im an ſeine beyn. Da ſprach der ſun. Lieber vater thu mir nit wee. da erſchrack der vater vnd meynet er wer tod vnd gewan da ein hoffnung. vn̄ ſprach. lieber ſun lebeſt du noch. da ſprach d̓ ſun. ia dz wiſß in der warheit. da wart der vater gar fro vnnd ſprach lieber ſun wer hat dich enthalden das du nit tod biſt. Da ſprach er vuſer herr Ieſus criſtus vnd der heylig zwelfpot ſant Iacob. d̓ iſt ymmermer bey mir geweſen vnnd vnd̓ mei nen fuſſen geſtanden. vnnd hat mich auff ge halten das ich noch leb. Da lieff d̓ vater bald zu dem richter. der gieng vō ſeiner kuchen. da bereytet man im in der kuchen einen hannē vn̄ ein hennen. da ſprach der vater zuͦ dem richter ich bit euch das ir mir erlaubt das ich meinen ſun von dem galgen neme wann er lebt noch. Da ſprach der richter das verweyß ich wol. ir mogt wol wiſſen leben die huner an dem ſpiß ſo lebt er auch. da ſprungen dy huner zuhand ab dem ſpiſß vnd wurdē lebentig vnd gewun nen federn. Das nam den richter groß wūder. vnd hieß beſehen ob ſein ſun an dem gal fen noch lebt. da ſagt man im es wer war. da giēt er mit allen ſeinen frewnde zu dem galgen vn̄ namen in herab. vnd frogten in wie im geſche hen were. Da ſprach er. mein lieber herr fant Iacob iſt ymmermer vnder meinen fuſſen ge ſtanden vn̄ hat mir geholffen dz ich noch lebe vnd hat vns genieſſen laſſen das wir vnſchul dig ſein. da ſprachen dy menſchen. vnd weren ſy ſchuldig geweſen. der lieb herr ſant Iacob het in nit geholffen. Da vieng man den wirt. der veriach das er in vnrecht getan hett. Da ſchleyffet man in vnd radbrecht in. Darnach flugen die huner vber funff meyl in ein ſtat dy heyſt domein vnd wolten nit da ſein da dz vn recht gericht was ergangen. vnnd in der ſtat ſeind ſy noch an einer offen ſtraſſen in einem eyßnen gytter da ſeind ſye wol ſechß hundert iar geweſen. vnd leben noch biß an den iung ſten tag. Alſo ward der man vnd der ſun ledig mit d̓ hilff des lieben herren ſant Iacobs des danckten ſy got vnd im mit groſſem ernſt. ¶ Eines mals da was ein fraw die hett ſant Iacob gar lieb vnd hett lang ein man das ſy nye kein kind gewan. da rufft ſy ſant iarob mit groſſem ernſt an. vnd bat in das er ir ein kind vmb got erwurbe vn̄ gelobt im auch alweg ſei nen abent zu eren mit vaſten. vn̄ wolt im auch des tags ſprechen zehen pater noſter. vnd ze hen Aue maria. da ward dye fraw ſchwanger eines kindes vnd gewan darnach einen ſchoͤ nen ſun. da ward ſie gar fro vnd dancket gott vnd dem lieben herren ſant Iacob. ¶ Eins mals da was ein man der het ſant ia cob gar liebe. den viengen ſein feind zu einen zeyten vnd legten in in einen turen das wz im gar leyd. vnd rufft den lieben herren ſant Ia cob an mit groſſem ernft. vnd bat in das er im vmb gott erwurb durch alle dye frewde die er mit got hett das er ledig wurd. Da erhoͤret in der lieb herr ſant Iacob vnnd halff im dz ſich der turen als nahent zu der erden neyget das der man herauß auff dy erden trat. vn̄ entran ſeinen veinden mit der hilff gottes vn̄ des hey ligen herren ſant Iacobs. da ward er gar fro. vnd dancket got vnd im der genaden. ¶ Iu einen zeyten was ein menſch der het vil vnd groß ſund getan. da beychtet er eins mals einē biſchoff ſein ſund. Vnnd da er in gehoͤrt da torſt er in nit entledigen da von das er als groß ſund het getan vnd ſchreyb ſein ſund an einen brieff vnd ſchicket in ſant Iacob. vn̄ da ernun zu ſant Iacobs munſter kam. da leget er den brieff auff ſant Iacobs altar. das was an ſeinem hochzeytlichen tag. vnd bat den lie ben herrē ſant iacob durch alle die guͤt vn̄ wir digkeit die er mit got het das er ſein ſund ab tilget. vnd im da zu erkennen geb das im gott ſein ſund vergeben hett. Darnach nam er den brieff ab dem altar. da waren ſein ſund abge tilget. Da ward er gar ſer fro vnd dancket dē almechtigen got vnd ſant Iacob irr genaden mit groſſem fleyß vnd dienet dem lieben her ren ſant Iacob furbas mit vleyß. vnd ſagt da offenwetlichē die genad die im ſant iacob er worben het. ¶ Da man zalt nach criſti geburt tauſent vn̄ ſibentzig iar. da ſameltē ſich zu lutringē dreyſ ſig man zu ſamē vn̄ woltē zu ſaut iacob wallē. vn̄ gelobtē all zu einand̓ trew vn̄ warheit zeley ſtē den̄ neur einer d̓ gelobt nit zu in. Vn̄ da ſy auff dē weg warē da ward einer vnd̓ in ſiech. da warten ſein dy andern zwelf tag. Darnach lieſſen ſy in alle dē d̓ ſich nit zu in verſprochen het d̓ beleyb bei im vn̄ pflag ſein wol bey ſant michels berg wol vierzehē tag. da ſtarb er an dē abent. da na er dē totē leychnā bey d̓ nacht vn̄ wolt in in ein buͤſte tragen. wan̄ er forcht d̓ heydē zorn. da reyt im ſant iacob entgegē vnd troft in vn̄ ſprach. Gib mir den totē vn̄ ſitz du hinder mich auff das pfert vnd reyt mit mir dz tet er. Da ryten ſye in der einē nacht biß an den morgen fruͤfunfftzehen tag weid. vn̄ da dy morgenroͤt auffgieng da kamen ſy zu ſant Iacobs munſter. Da ſprach ſant Iacob zu im du ſolt zu den korhern geen vnnd ſprich zu in. Ich hab in bey dir emboten das ſy mir meinē bilgram begraben vnd ſag deinen geſellen dz ſy ir walf art verloren habē. damit verſchwād er. da ſaget der man den korherren wz in ſant Iacob emboten het. da begruben ſye den bil gram mit andacht. darnach ſaget er ſeinē ge ſellen was in ſant iacob emboten het vnd wie es im mit im ergangen were vnd wie er mit im geredt het. das nam ſy groß wunder. vnd was yn leyd das ſy ir fart verloren heten vn̄ lobten ſaut Iacob vmb das groß zeychen vnnd ſag ten es offenlichen vnnd baten in mit andacht dz er in ir ſund vergebe. ¶ Es ſchreybt mey ſter Hugo das eynes mals eyn bilgram zu ſant Iacobs grab giong. Da erſ heyn im der boß geyſt vnd ſprach. ich bin ſant Iacob vnd du ſolt dich durch meinen willen ertoͤten. So wirſt du gar ſelig vnd kumbſt alles deines ley dens ab das in der welt iſt. Da nam er zuhād ein ſchwert. vn̄ ertoͤtet ſich ſelber. da erſchrack der wirt ſere in dē hauß. vnd forcht man wurd in darumb toͤten vnd beſchuldigen. vnd wz ſer betrubt. da ward der tod wider lehentig. Da fragten ſie in wie im geſchehē were. da ſprach er. Mir hat der boͤß geyſt geraten dz ich mich ſelber ertoͤte. vnd da ich erſtarb. da woltē mich die boͤßen geyſt in die hel haben gefurt. Da kam ſant Iacob zuhand vnd furt mich für vn̄ ſern herrē. da rugten mich die feind vmb mein ſund. da erwarb mir ſant Iacob vmb gott das ich wider lebentig ward. da wurdē die leut gar fro vnd danckten got vnd ſant Iacob. ¶ Eins mals was ein man zu Lutringen. der gieng offt zu ſant Iacob mit groſſer andacht Vnd eins mals da er aber auff der fart was. da viel er in vnkeuſch. vnd da er auff den weg kamn. da erſcheyn im der boß geyſt in ſant Ia cobs geſtalt. vnd ſprach. Renneſt du mich. Da ſprach er neyn ich. Da ſprach der feind. Ich bin ſant Iacob der zwelfpot den du alle iar heymſucheſt. vnd wiß das ich mich deiner an dacht offt gefrewet hab du biſt aber in ſund gefallen vn̄ biſt als kuͤn das du vngebeychtet zu mir geeſt als ob dein fart got genem ſey. es iſt aber nit nutz. wer zu den heylige wallen wil der ſol des erſten ſein ſund beychten. vnnd ſol den̄ mit d̓ walf art ſein ſund buſſen. damit ver ſchwand er. da ward der man ſer betrubt vnd meynt er wolt widerheym geen. vnd wolt ſein ſund beychten. vnd wolt dan wider zu ſant Ia cob geen. Da erſchein im der boͤß geyſt aber in ſant Iacobs geſtalt vnd ſprach. die ſund wirt dir nit vergeben. du ſchneydeſt dir dan̄ ſelber dein gemecht ab. du wuͤrdeſt aber vil heyliger wan̄ du dich toͤteſt. ſo wurdeſt du ein mertrer durch meinen willen. damit verſchwand er. vn̄ da der man des nachtes mit ſeinen geſellen in die herberg kam vnd ſein geſellē entſchlieffen da ſchneyd er im ſelber ſein ding ab vnd ſtach ſich ſelber zutod. da erwachten ſein geſellen. vnd erſchracken gar ſer vnd waren betrubt vn̄ forchten man zihe ſy des mordſchlags vn̄ flu hen. da trugen in die leut auß dem hauß. vnd wolten in begraben da ward er wider lebētig. da erſchrcken ſie vnnd fragten in wie im geſchehen wer. Da ſprach er der boͤß geyſt riedt mir das ich mich ſelber ertoͤtet. Vnnd da ich nun geſtarb da kamen dy boͤßen geyſt vn̄ wol ten mich hingefurt haben. Da kam ſant iacob vnd ſtraffet die boͤßen geyſt darumb dz ſy als boͤßlich gelogen heten. vnd kamen miteinand̓ auff ein ſchoͤne wyßen. Da ſaſſe vnſer liebe fraw mit einer groſſē menig an einē geſprech Da claget ir ſant Iacob. wie mich dye boßen geyſt betrogē heten. da ſtraffet vnſer fraw dy boͤßen geyſt vnd hieß mich wider lebentig ma chen vnd alſo ward ich wider lebentig vō ſant Iacobs genaden. da lobten dy menſchen ſant ſacob vmb das groß zeychen. ¶ Da man zalt von criſti geburt tauſent vnd hundert iar. da giēg ein man vn̄ ein fraw auß vnd heten einen eſel vnd etwe vil kind vn̄ wol ten in Franckreich vnd wolten den ſterbē flie hen. vnd darumb das ſie gern zu ſant Iacob wolten kummen. Vnd do ſy in dy ſtat Baby lonia kamē da ſtarb dy fraw. da nam der wirt dem mann den eſel da er dye kind auff furt vn̄ ſein gut. da gieng er alſo beraubter von dan. nen vnd trug dy kind an feinem arm vnd auff ſeiuem rucke. Iuhand erſcheyn im ſant Iacob mit einem eſel. er bekant in aber nit. vn̄ liho im den eſel das er ſeine kind darauff furet. Vnd da er mit ſeinen kinden in ſant Iacobs mun ſter kam. da erſcheyn er im an ſeinem gebet vn̄ fraget in ob er in nit kēnet. Da ſprach er neyn ich. da ſprach er ich bin ſant Iacoh der zwelf pot. vnd hab dir den eſel gelihen vnd leich dir in aber biß du heym kumbſt. Vnnd wiß das. wenn du zu dem wirt kumbſt das er dann von dem ſoler herab felt. vnd ſtirbet. So gibt man dir wider alles das man dir genummē hat. vn̄ damit verſchwand ſant Iacob. da kam d̓ man wider zu dem ſelbige wirt da ſtarb er als bald da gab man im wider alles das man im genu men het. Vnd darnach zoch er frolich mit ſei nen kinden heym. vn̄ da er ſeine kind von dem eſel ſetzet. da verſchwant der eſel den im ſant Iacob gelihen het. da dancket er im ſeiner ge naden vnd was fro. vnd dienet im furbas mit fleyß. Iu einem mal was ein kauffman vnd den fieng ein boͤßer man vmb onſchuld. vnnd nam im ſein gut vnd legt in in einen hohen turn vn̄ hieß ſein gar wol warten. da rufft er ſant Ia cob mit groſer andacht an vnd batt in durch Iacob dem merern Mx. alle ſeine frewd die er mit gott hett. das er im zu hilff keme. da erſchyn er im die weil dy huͤt ter dennoch wachten vn̄ furt in zu aller oͤberſt auff den thurn. Da neyget ſich der hoch thurn herab auff dy erden. da gieng er on allen ſcha den herauß. vnnd was ledig vnnd loß das ſa hen die huͤtter vnd lieffen im nach vnnd gien. gen neben am. da verhenget ſant Iacob das ſy lein nit geſehen mochte. Alſo entran er in mit ſeiner hilff. Da was er gar fro vnnd dancket got vnd ſant Iacob der genaden. ¶ Eines mals da ritten drey ritter von Lug dun zu ſant Iacob. da kam ein fraw vnd batt den einen ritter durch ſant Iacobs willen. dz er iren ſack auff ſeinem pferd furet. dz thet er vnnd liehe ir ſeinen ſtab das ſye daran gieng. Darnach ward im ſein pf erd kranck. da tratt er herab. vnd ließ den ſack ligen vn̄ gieng hin den nach. Da ward er ſiech vor hitz vnnd vor muͤd. Vnd da er zu galitzen kam. da ſprachen ſein geſellen er ſolt beychten vnnd ſolt vnſern herren nemē. Da lag er drey tag vngeredt vn̄ mocht nit beychten. Vnd an dem vierden mor gen mocht er als vbel das ſein geſellen warte wenn er ſturb. Da erſewfczet er gar ſchwer lichen vnd ſprach. Ich danck got vnd dem lie ben herren ſant Iacob. wan ich bin mit ſeiner hilff von den veinden erloſt. Wan̄ da ich mich beychten wolt als ir mich hyeſſet da kamē die boͤßen geyſt zu mir vnnd bunden mich als ſer das ich nichts gereden mocht das zu der ſel heyl gehoͤrt. Da kam der lieb herr ſant Iacob. zu mir vnd trug der frawen ſack in der lincken hand. vnd trug den ſtab in der gerechtē hand den ſtab het er fur einē ſpieß vnd den ſack fur einen ſchilt vnd lieff zornigklichen gegen den boͤßen geyſten vnd erſchrecket ſie. vnnd veria get ſie. Vnd ſeyt mich ſant Iacob mit ſeinen genaden erloſt hat. vnnd mir mein red hat wi der gebē. ſo ſendet mir bald nach einē beychti ger. wen̄ ich ſtirb ſchier. Darnach ſprach er zu ſeinen geſellen. freund ir ſollet ewerm herren nymmer dienen. wann er iſt verlorn. vnnd ſtir bet ſchier eines boͤßen todes. Darnach beych tet er all ſein ſund. vnd empfieng all ſein gotz recht vnd ſtarb als bald. Da ſagten ſein geſel len irem herren wie er in geſagt het. da wolt er ſein nit gelauben vnnd beſſert ſich nit. da er ſtach man in ſchier darnach in einem ſtreyt dz er ſtab. Da man zalt von Chriſti geburt. eylfhun dert iar. da wallet ein burger von der ſtat Pa rimon zu ſaut Iacob. vnnd hatt in nit anders denn das er nit furbas von ſeinen veinden ge fangen wurd. vnnd batt in nit vmb ſeiner ſel heyl. vnd da er nun wider heym durch ſicilien land zoch. da ward er auff dem meer von den heyden gefangen. da rufft er aber ſant Iacob mit groſſer andacht an vnd bat in das er in er lediget. Da erſcheyn er im vund ſprach zu im. da du in meiner kirchē warſt da beteſt du neur vmb deines leybes freyheit vn̄ vergaſſeſt dei ner ſel heyl darumb biſt du als offt gefangen worden. Aber darumb das gott barmhertzi iſt. ſo hatt er mich zu dir geſandt das ich dich erledig. Vnd darnach zoch er durch der hey den land vnnd nam der ketten ein teyl mit im zu einem warzeychen. vnnd wenn in etwer va hen wolt. ſo ſy dan dy keten ſahē ſo erſchrack en ſie da von vnd fluhen. vnnd alſo kam er on ſchaden wider heym in ſein land. das nam al le dye menſchen groß wounder die in ſahen vn̄ das hoͤrten. ¶ Da man zalt von Criſti geburt zwelffhun dert vnd achtvndzweintzig iar. da wz ein ein feltiger grober man ein baur auff einer burg. dy hieſßet pratum. vnd ligt zwiſchen florentz vnd Piſtoricuꝫ. Der zunder ſeine herren ſein getreyd an. Darumb das er im ſein erb nam. darumb vieng man in an ſant Iacobs abent. vnd vrteylet in zu dem tod vnd band in einem pferd an ſeinē ſchwantz vnd wolt in darnach verbrenen. da empf alh̓ er ſich ſant Iacob mit groſſem ernſt dz er im zu hilff kem. da ſchleyſ fet man in lang neur in einem hembd. vn̄ vber ſcharpff ſteyn. Da halff im ſant Iacob das er des ſchmertzens nye empf and vnd kein reun den an ſeiuem leyb nye gewan. en̄ das im ſein hend nye verſert wurden. Darnach band man in vnd macht ein groß fewer vnj warff in dar ein. da ruffet er den lieben heyligen hymelfur ſten vnd zwelfpoten ſant Iacob mit groſſem ernſt an. da halff er im das das holtz vnd dye band alle verbrunnen. vnnd das im an ſeinen henden noch an ſeinem leybe nye kein leyd ge ſchach. Vn̄ darnach wolt man in anderweyd verbrennen. da nam in das volck mit gewalt vnd erledigten in. vnd ſprachen. ſeht ir nit das got der almechtig mit im iſt. Vnnd im hilffet durch ſeynes lieben heyligen dieners willen Von ſant ſant Iacobs vnd lobten got den almechtigen vmb das ſchoͤn zeychen vnd den lieben herren ſant Iacob. Nun biten wir den lieben herrē ſant Iacob durch ſein groſſe heyligkeyt. das er vns vmb got erwerb alles das vns nutz ſey an ſel vnd an leyb. vnd das wir mugen beſitzē nach diſem leben die frend der ewigen ſelig keyt. des helff vns got der vater vn̄ got d̓ ſun vnd got der heylig geyſt Amen. Von ſant Criſtofero Biſtoferus der was ein heyden vnd was geborn von cha nanea. vnd was zwelff elen lanck. vn̄ het einen ſtarcken leychnam vnd het groſſe ge lider vnd ein groß antlitz vnd wz gar frolich geſtalt vnd ee er getaufft ward. da hieß er of ferus vnnd da er gerouchs zu voller krafft da gedacht er im ich wil verr wandern vn̄ wil fra gen nach dem großten herrē dem wil ich die nen. vnd fragt vberal nach dem groͤßten her ren da weyſt man in zu einem groſſen kunig d̓ was gewaltig vber vil land vnd leut. Zu dem kam er vnd gelobt im zu dienen getrewlichen da empfieng in der kunig ſchoͤn vnd wz ſeiner ſterck fro vnd da er etlich zeyt bey im was. da het der kunig eins mals einen ſpilman. d̓ ſang vorim vnnd vnderweylen ſo nant der ſpilman ye den teufel vnder dem ſingē. So ſegnet ſich ye der kunig vn̄ macht ein creutz fur ſich. wan er was ein criſten. da weſt Criſtof erus nichts vmb das zeychen vnd wundert in ſer wz er da mit meynet vnd ſprach. Herr wz meinſt du da mit dz du zwen ſtrich fuͤr dich thuſt das wolt erim nit ſagen. da ſprach Criſtoferus. Herr ſag mir es. oder ich beleib nit lēger bey dir. da ſprach der kunig. ſo wil ich dir die warheit ſa gen wen man den teufel vor mir nennet ſo geſegen ich mich mit dem zeychen. ſo fleucht er. das thun ich darumb das er icht gewalt vber mich gewinne. da ſprach Criſtoferus. furch teſt du dich vor im vnd iſt ſein krafft als groß das ſye dir geſchaden mag. Nun hab ich dir als manigen tag gedienet vnd wolt wenen es wer kein groſſer noch kein mechtiger denn du Seytt du in denn furchteſt vnd ſein krafft als groß iſt ſo wil ich in all zeyt ſuchen biß ich in find vnd wil dem dienen der gewaltig iſt vber deb. ¶ Darnach gieng Criſtoferus vberal. vnd ſucht den veind. vnd wen er darumb fragt d̓ kund im in nit weyſen. Vn̄ eins tags da gieg er auff einer groſſē wildnuß vn̄ ſah ein große ritterſchafft reytten. vnd vnder den ſah er gar einen ſchwartzen grewlichen ritter der reytt mit groſſem gewalt. vnd brach ſich von dē an dern vnd reyt zu Criſtof ero. vnd ſprach zuͦ im wen ſuchſt du. da ſprach er. Ich ſuch den teu fel wann ich wer gern ſein knecht. da ſprach d̓ feind. das bin ich. da gelobet im Criſtoferus ſein dienſt. da fuͤrt d̓ feind ſeinē knecht mit im ¶ Nun kamen ſye eines mals auff ein ſtraß verr dort hin an ein ſtat da ſtnd ein creutz bey einem breyttē weg. da ſah der veind dz creutz vnd dorſt den weg nit gereyten vnnd das ſah. Sſchreibt ſant Ia cob der zwelfpot der mindrer dz in dem leben der zwelff geſchlecht in der alten ee die lieb fraw ſant Anna einē vr ſprung hab von dē wirdigē herrē herr Aaron der der oberſten brieſter eyner was in der altē ee vnd ir geſchlecht wz von bethleem von der ſtat Iuda. wann bethlehē iſt als vil geſproch en als ein hauß des brotes. darumb was zym lich das dy was von dem geſchlecht bethlehē das dy auch außleget dye bedeutnuß der ſtat bethlehem. Vnd als got wolt. da gebar dy ſe lig wirdig fraw ſant Auna einen wirdigē ſa me. Der ſam mit d̓ krafft des heyligē geyſtes hatt herfur bracht ein ſchoͤnes minigliches korn zu bethlehem. Vnd das korn ward dar nach ein brot der engel vnd ein brot d̓ menſch en. ein leben vnd ein vrſtend der toten. Dy lieb fraw ſant Anna het einen man der hieß Ioa chim d̓ wz geborn vō dē kuniglichē geſchleht herr Dauids. vnd was von der ſtat nazareth. ¶ Nun wolt vuſer herr das das kunglich vnd das wirdig brieſterlich geſchlecht zu ein ander gefuget wurd. wann er wolt von in ge boren werden. der ein warer kunig vnd ein wa ror brieſter was. der ſichſelbs opfferet durch vnſern willen vnd durch aller der willen die an in gelauben vnd durch alle die die hie ſtreytē in diſer zeit. die kronet er in dem ewigen leben vnd darumb was es gar zymlich das die goͤt lich genad ein außerwelte. ein reyne lauttere vnd wirdige ſtat. auß der geborn ſolt werden ein mynigkliche iunckfraw dy reyne magt ma ria die ſolt dan̄ geberen vnſern herren Ieſum criſtum. das bedeuttet die ſtat Nazoreth. die als vil geſprochen iſt als em lautterkeit. vn̄ ioa chim iſt als vil geſprochen als der got der all weg bereyt iſt. Sant Anna iſt als vil geſproch en als dy genad. Von der kundūg des engels iſt geboren die heylig Iunckfraw Maria mit menſchlichem ſamen. Von d̓ verkundung des heyligen geyſtes iſt geborn das ewig wort vn ſerherr Ieſus criſtus. Dy lieb fraw ſant An na vnd Ioachim die waren gerecht an allem irem leben. vnd waren gar reich. vnd behieltē alle zeyt die gebot gottes. vn̄ dienten got tag vnd nacht mit groſſem ernſt. vnd teylten alles ir gut in drew teyl. Ein teyl gaben ſy in dē tem pel den dienern gottes. das ander den arnen leuten durch gottes willen. vnnd das drit teyl behielten ſy in ſelber zu irr notturfft dz ſie vn̄ ir geſind da von lebtē. nun meret in got groͤß lich ir gut das in nyemant geleich wz an reich tumb vnder den kinden von ieruſalem. vnd leb ten gar ſeligklichen vnnd waren bey einander zweyntzig iar das ſie nye kein kind gewunnen darumb waren ſy ſer betrubt. vnd bate got vn̄ gelobten im. das er in ein kind geb. ſo wolten ſy ims zu dienſt geben. Darnach zu einer groſ ſen hochzeit da kam Ioachm vnd vil volckes zu Ieruſalem. da er zu dem tempel kam zu dē altar vn̄ wolt opffern als dy andern. da ſprach der brieſter zornigklich zu n. Wie getarſt du zu dem altar geen. wann du von got vnnd von der ee verflucht biſt. vnd dein opffer iſt got vn genem. dauo das du vnfruchtbar biſt. vn̄ biſt auch nit wirdig das du got dein gab opferſt. wann got hat dich nit geſegnet. Des ſchemet Dortftrret ſich Ioachim als ſere das er traurigklichen auß dem tempel ſchied. vnnd dorſt nit in ſein hauß zu ſeinem geſind vnd fur zu ſeinē kuech ten dy im des viechs huͤtten auff dem feld. vn̄ kam in einē berg d̓ was nit verr von nazareth. vnd vaſtet gar vil mit groſſer trubſal vnd ge dacht gar offt an Abraham vnd an ſein fraw en Sara. das in got in iren alten tagen irē ſun yſaae gabe. Nun weſt dy lieb fraw ſant anna nit das man Ioachim auß dem tempel het ge triben vnd weſt nit wo er was. Vnnd hoͤret in fuijff gantzen monaten nye kein wort von im. darumb was ſie ſer betruͤbet. Da ſye der ſach innen ward. da verſchloß ſy ir hauß vnd leget klegliche kleyder an vnd knyet tag vnd nacht. vnd ſprach eines tags. O herr vnd du ſtarck er got von Iſrahel. du haſt mir nit kind gege ben vnd haſt mir auch meinen lieben man ge numnmen. vn̄ ich weyß nicht ob er lebentig od̓ tod iſt. vn̄ gieng da mit groſſem ernſt vn̄ way nen in iren baumgarten vnd viel aber an ir ge bet vnd rufft den alnmechtigen gott mit groſ ſem ernſt an. als ſie vor offt gethan hett. vnnd ſtund da widerauff. vnd hub ire augen vnd ir hend auff zu dem ewigen got. vnd ſprach. O herr guter got du haſt allen creaturen lind ge geben den tyern vnd den vogelein vnd den vi ſchen. dye frewen ſich alle irer kinder. Vnnd haſt mich allein außgelaſſen von der gab dei ner guttigkeit. vnnd ſprach aber. O mein gott vn̄ mein ſchoͤpffer ich bit dich dz du mir eine erben gebeſt den wil ich dir in deinen tempel opffern. Vnd da ſy das geſprach. da erſcheyn ir d̓ heylig engel ſant Gabriel mit groſſer clai heyt. vnd ſprach zu ir. Anna du liebe dienerin gottes du ſolt dich nit furchten wann in dem rat der heyligen driualtigkeit iſt dem frucht. vnd das von dir geborn wirt. das wirt wund̓ lichen duncken alle dyſe welt. vn̄ wirt ſelig be leyben biß an das end. vn̄ ſprach da zu ir. Ich bin der engel vnſers herren vnd bin zu dir ge ſandt von got das ich dir verkunde. das dein gebet vor got erhoͤrt iſt. vn̄ dein almuͦſen iſt ye tzund auffgegangen fur den amplick vnſers herren vnd hat dem embßigs gebet vnd dein waynen angeſehen. vnd hatt euch erhoͤrt vmb die ſchamheit die deinem mann widerf arē iſt. darumb das ir nit fruchtber ſeyt. Wann wen̄ got einer frawen iren leyb beſchleuſt das thut er darumb das er ir den leyb zu dem andem mal wil auff thun mit einer wuderlichē ſchoͤn heyt. darumb das man icht ſoͤll wenen das es von einer ſiechen natur zu gee. ſunder mer dz man erkenne die goͤtlichen gab gottes. Sara die was die erſt muter. dy den fluch leydē muſt von vil menſchen darumb das ſy vnfruchtber was vntz in achtzig iar. vnd in iren alten iaren da gebar ſy iren ſun yſaac dē von got verheyſ ſen ward geſegnūg alles geſchlechts. Rachel was got gar lieb vnd was irem man̄ auch vaſt lieb vnd was vnfruchtber lang zeyt. Darnach gebar ſy den Ioſeph. der nit allein ein herr wz in egyptē land. er wz auch ein ernerer vil me ſchen. die vorhunger tod weren wer er nit ge weſen. wer iſt der ſterckeſt geweſen in der altē ee. das was Samſon. Wer iſt heyliger dan̄ ſa muel. vnnd dy beyd haben vnfruchtber muͤter gehabt. Da der engel ſant Anna das alles ge ſagt het da verſchwandt er. da het ſant Anna groſſe freud vnd troſt von des engels worten vnd gieng in ir hauß in ir ſchlaff kemerlein. vn̄ beleyb dy gantzen nacht vnd den tag darinn. vnd gedacht an dye wort die der engel geredt het. da kam ein groſſer wirdiger hochzeitlich er tag. Da ſprach ſant Anna dienerin. Fraw ir ſeyt lang betrubt geweſen vn̄ habt euch ſer gepeyniget ir ſolt nu hochzeytliche cleyder an legen es zympt nit das ir clagt an der wirdig en hochzeyt vuſers herren. Da ſprach die lieb fraw ſant Anna. Ich bin gantz in trauren ge ſetzt vnnd hab kein freud noch keynen troſt. Wann der herr hat ſer gedemutiget die ſel ſei ner dienerin. Da ſprach aber dy dienerin. Hat euch vnſer herr euren leyb beſchloſſen. vn̄ hat euch euren man genumnmen. damit wil er euch bereyten hie in diſer zeyt. Da dz die lieb fraw ſant Anna hoͤrt da ward ſye iuwendig vō her tzen traurig. vnd ſtund auff vnnd gieng zu dē andern mal in den baumgartē an ir gebet. dar umb das ſy deſter baß mocht gewaynen. vnd claget ir groß bitters leyden. vnd rufft vnſern herren mit groſſem ernſt aber an. vnnd hub ir hend vnd ir augen auff gen hymel vnd bat vn̄ ſern herren emigklich vnnd ſprach. Herr ein got der veter geſegen mich vn̄ erhoͤr mich als du erhoͤreſt Saram rn̄ ſie auch geſegnet haſt. da du ir gabeſt iren ſun yſaac. alſo claget ſy vn̄ waynet iemerlich vnd ſprach aber. mein herre Inmar dryer leben frawen muter .LXXXIII. got. Ich clag dir das ich rerflucht bin vnd̓ al len toͤchtern von Iheruſalem. Herr nun lobet dich doch alles das von dem erdtrich kumē iſt vnd dye waſſer loben dich. vnd ſprechē die wol. dyſe wort ſprach ſant Anna albeg in irem gehet. Oarnach erſcheyn ir aber der engel ſant Gabriel vnnd ſprach zu ir. Anna du dienerin gottes d̓ herr hat dein gebet erhoͤrat du wirſt geberē vn̄ d̓ leumnd deines ſamēs wirt durch geen alle land. Anna du geſegente vnder den frawen. Ich verkund dir das von dir geborn wirt ein tochter dy wirt geheyſſen Maria. die wirt von irer geburt auch voller genaden got tes. Vnd vnder allen heyligen frawē in ewig keit. ſo wirt ſye geſegent. Da ſprach dye lieb fraw ſant Anna. Gibt mir got ein frucht dye wil ich got in den tempel opffern im zu dienſt. das ſy im all zeyt darinn diene. Da ſprach der engel zu ir dy tochter dy du gebirſt dy wirt vō iren kindlichen tagen got geheyliget vnd wirt nach dreyen iaren beuolhē dem dienſt gottes. vnd wirt nit von dem tempel geſchyden. vnd wirt got dienen tag vnnd nacht mit beten mit vaſten vnd wirt all zeyt reynigklich vn̄ keuſch lich leben ſy wirt auch nymmer keinē man er kennē vnd ſy wirt auch ein bild aller menſchē an tugenden vnd an weyßheit vn̄ an demutit keit vnd an aller ſeligkeit. vnd wirt geberē on allen manlichen ſamen in magtlichem weßen einen ſun der ein erloͤſer vnd ein behalter iſt al ler d̓ welt. Da dz der engel geſprach. Da ver ſchwandt er. Da wart ſant Anna gar fro von dem geſiht des engels vnd von der red dye et mit ir gethan hett. vnd was ſicher des gelub des das ir der engel gethan hett vnd dancket got ſeiner genaden vnnd ſeiner gute. Da nun ioachim etliche zeyt in groſſem trubſal gewe ſen was da kam der engel zu im vnnd ſprach. got hat mich zu dir geſandt vn̄ hat dein gebet erhort vn̄ hat dein ſcham angeſehē. dein fraw Anna wirt dir ein tochter geberen die ſolt du Maria heyſſē dy wirt geheyliget in irr muter leyb vnd wirt erfullet mit dem heyligen geyſt vnd als ſy von einer vnberhafften muter gebo ren wirt. alſo wirt von ir geborn gottes ſun vō hymelreich. des namen wirt geheyſſen Ieſus. Vnd von im werden ſelig vil menſchen vnnd dein gebet vnd almußen ſeind au egant fur den amplick des heren vnd wiß auch das euch ein ſolche frucht wirt geben die vor nye mant hat gehabt. weder dye Propheten noch die patriarchen noch nymmer mer nyemāt ge winnet. Do ſprach Ioachim nun han ich mein frawen zweintzig iar gehabt vnd hat mir nye kein kind gehabt. vnd bin auch ſchemlich von dem tempel vertriben worden. Da ſprach der engel zu im. Ich bin heut deiner frawen auch erſchynen. dy da waynt vnd bet. vnd hab ſy ge troſt. vnd laß dich auch wiſſen das dein toch ter ſelig wirt vber all frawen. vnnd der heylig geyſt iſt ruen in ir. vnd ir geleych wirt in dyſer welt nymmer vn̄ ir ſam wirt geſegnet. vn̄ wirt geſetzt ein muter des ewigen fegens. Dauon gee heym zu deiner haußfrawen Anna. dy vn ſerm herren lieb iſt. Da dz der engel geſprach. da viel der lieb Ioachim nyder auff das erd trich vnnd betet den engel an mit groſſer an dacht vnd ſprach. Iſt das das ich dye genad fundē hab. ſo ſitz ein kleyne weil in mein hauß vnd geſegen mich deinen diener. Da ſprach d̓ heylig engel gottes. du ſolt nit ſprechen deine diener. wan wir ſeyn all eines herren diener vn̄ knecht. vnd mein eßſen iſt vnſihtig. vnnd mein trincken mag mit geſehē werden. Darumb ſolt du mich nit biten das ich in dem hauß gee. wz du mir wolleſt geben das opffer got zu einem brinnenden opffer. Da nam Ioachim ein vn uermayligtes lamb. vnd ſprach zu dem engel. Ich getar got nit ein brinnendes opffer brin gen du gebeſt mir den̄ den gewals das ich opt feren mug. Da ſprach der engel gottes. Ich hieß dich nit opfferen weſt ich nit das es got tes will wer. da opffert er got ein brinnendes opffer. vnnd der rauch von dem opffer gient auff gen hymel. Da riel d̓ lieb Ioachim auf ſein antlitz vnd lag darauff von ſext zeyt biß zu non zeyt. da kamen ſein diener vnd weſten nit wie es im ergangen was vnnd erſchracken ſer vnnd huben in auff da ſagt er in wie im d̓ engel erſchynen wer vnd was im d̓ engel kund het gethan. da wurden ſy gar fro vnd ſprachē. er ſolt zu ſeiner frawen geen als in der engel geheyſſen hett. Nun trachtet der lieb Ioa chim in ſeinem muͦt. was er thun wolt. vnd ent ſchlieff in dem ſelben. Da erſcheyn im der en gel gottes in dem ſchlaff der im vor erſchynen was vnd ſprach zu im. Ich bin der engel got Von ſant tes vnnd bin dir geben das ich dein huten ſol. darumb gee ſchier von dem berg vn̄ ker heym zu deiner frawen Anna die werlichen andech tig iſt. Vn̄ alle ding die ich dir vor geſagt hab die werden ſicherlich erfullet. vnd hab dir das zu eiuem warzeychen. ſo du kumbſt vnder das galden thor. ſo begegnet dir dein wirtin Anna wann dye iſt gar traurig das du als lang biſt auß geweſen. aber wenn du kumbſt ſo wirt ſie gar fro. Da der engel das geſprochen hett da verſchwandt er. Da erwachet Ioachim. vnnd ſagt ſeinen hirten was im getraumet hett. Da lobten ſy got vnd machten ſich auff den weg. vnd da ſy hetten gewandert dreyzehen tag vn̄ nahent waren bey der ſtat Ieruſalem. Da er ſcheyn der engel ſant Anna an irem gebet vnd ſprach zu ir. Steeauff vnd gee zu Ieruſalem. vnnd wenn du kumbſt zu dem gulden thor da begegnet dir dein man Ioachim darumb du als groß ſorg haſt gehabt. Da dz dy lieb frar ſant Anna hoͤrt. Da fur ſy ſchnelligklichē auß mit iren dienerin zu Ieruſalem. Vnnd da ſye kam vnder das gulden thor. da betet ſy vn̄ bei tet ires mannes als ir der engel verkundt het. Da erſchynen ir zwen engel in weyſſen cley dern. dy ſprachē zuͦ ir. O du heylige fraw ſant Anna nymwar dein man Ioachim kumpt vn̄ ſein hirten. Da das die lieb fraw ſant Anna hoͤrt. da ſtund ſy auff von irem gebet. vnd ſahe das er kam. da viel ſy im vmb ſeinen halß vnd dancket got ſeiner genaden. da waren ſye des kindes ſicher das von in geboren ſolt werden. vnd redten miteinander wz in der engel bey den verkundet hett. vnd waren fro vn̄ dancktē got. der ein erhorer iſt aller demutigē mēſchē. Vnd da ſy nun alſo gebetet hetten in dē tem pel zu Ieruſalem da giengen ſie wider heym. vnd opfferten dē almechtigen got zehen iun ge ſchaͤfflein vnd den brieſtern zehen kelber. vnd der gemeyn hundert ſchaͤfflein. ¶ Darnach ward dy liebe fraw ſant Anna ſchwanger des kindes Maria. dem ſchoͤpffet got ein lautere ſel. die ward zuhand geheyli get in muter leyb vber all heyligen vn̄ vber all engel vnd vber all creaturen. Ir geleich ward nie. vnd wirt nymmer ewigklich. wan̄ ſie iſt be gabt mit beſundern genaden von gott vorallē andern lautern creaturē. vn̄ mer wan̄ d̓ hoͤchſt engel des hymels begabt ward od̓ adam vnſer erſter vater den got ſelber gemacht hat. dy kerten ſich alle von got. Der engel durch dye hoffart. das er ſich wolt geleich machen dem hochſten got ſeinem ſchoͤffer. Adam durch dy vbertretung des gebots gottes. in dem dz er gehorſamer was ſeinem weyb dann ſeynē got vnnd ſchoͤpffer. Aber Maria dye mocht iren willen noch ir gunſt nye geneyge zu keynē tod lichen noch teglichen ſunden. wan̄ ſie was mit einer vnuermittelten ſtetigkelt zu gott gekert mit allen iren krefften. Da nun dye zeyt kam das dye ſelig fraw ſant Anna geberen ſolt da gebar ſye Mariam gottes muter. dye ein ku nigin hymelreichs vnd erdtrichs iſt. dy wz als gar ſchoͤn das kein ſchoͤner mēſch nye geborn ward on gott allein. Wann von irer ſchoͤn ſtet geſchriben in dem buch der lobgeſeng. da der heylig geyſt red von ir durch Salomonē do er pricht. Gantz ſchoͤn biſtu mein freundin. vnd kein mackel iſt nit an dir. Darnach het ſant an na zrou toͤchter dy hieß ſy auch Maria wan̄ ſi weſt nit welche dy recht was die ir der Engel verkundet het. Nun gebar maria dy erſt toch ter criſtum. des oberſten gottes ſun. der ein ku nig vnd ein herr iſt hymelreichs vnd erdtrichs Dy ander tochter dy het zwen ſun Iohannem den ewangeliſten vnd den groſſern ſant Ia cob. Dye dritt Maria hett drey ſun Symonē vnd Iudam Thadeum vnd Iacobum dē min dern. Dy lieb fraw ſant Anna dienet gott mit groſſem vleyß biß an ir end. Da nun die zeyt kam das ſye got von diſer welt wolt nemē. da ward ſy gar ſiech vnd dancket got ſeiner gena den die er mit ir gewirckt het. vnd ſtarb da ſe ligklichen. Nun helff vns die lieb fraw ſant Anna vmb den almechtigē ewigen got erwer ben vnd vmb ir heyliges enigklein Ieſum cri ſtum vnd ir liebe tochter Mariā ſein muter al les das vns gut ſey an ſel vnd an leib. vnd das wir nach diſem leben mugē beſitzē dy frewd der ewigen ſeligkeit. des helff vns got d̓ vater vnnd gott der ſun vnnd gott der heylig geyſt. Amen. Von ſant Martha den tracken vnd machet ein ckeutz vber in. vnd zeyget im das zeychen des heyligen creutz. vn̄ zuhand ward der track vberwunden mit dem gewalt der gotlichē krafft vnd ward zam als ein ſenfftes lamb. vnd ſtund ſtill. Da band in ſant Martha mit irer guͤrtel. da luffen dy au dern menſchen zu vnnd ſtachen in mit ſchwer tern vnd mit ſperen vnd ſchlugen in zu tod. da wurden ſy genedigklichen erloft von dem tyer mit der hilff der heyligen Iunckfrawen ſant Martha. Von den zeychen wurden vil men ſchen bekeret vnd baten ſant Martha das ſy da bey in belibe. dz thet ſie wan̄ ſy bekant wol das es gottes will was. Iu einen zeyten da was die lieb Martha ¶ außgegangen von irr ſamlung vnnd prediget dem volck bey dē waſſer redano da ſtund ein iungling yenhalb des waſſers. der het dy pre dig zumal gern gehoͤrt. da wz ſy im zeuerr dz er ir nit gehoͤren mocht. Da ließ er ſich in das waſſer vnd wolt zuͦ ir ſchwymmen. da ertrāck er. da funden in ſein freund alſo totten. Vnd an dem andern tag. da brachte ſie in mit gan tzem gelaubē zuͦ ſant martha vn̄ baten ſie mit gan. zem vleyß das ſie in huͤlff dz er wider le bentig wurd. Da viel ſy creutzweiß auff die er den vnd hieß dz gelaubig volck gott anruffen mit ernſt. vnd ſprach demutigklichen. Adonan mein herr Ieſus criſtus der mir meine bruder erkucket hat. mein lieber gaſt erkucke dē men ſchen durch beſſerūg der gelaubigē vn̄ durch dein gute. vnd beruͤrt den totten vnnd ſprach. Steeauff in dem namen meines herren Ieſu criſti. Do ſtund der todt auff lebentig vnd ge ſundt vnd lobet got vnd den namē vnſers her ren vnd ward getaufft vnnd vil menſchen mit im. die das groß wunder vnnd zeychen hoͤrten vnd ſahen. Da dy edel iunckfraw wider heym kam. da ¶ ward ſy gemant von got das ſye ir gotzhauß weyhen ſolt. vnd da ſy willen het dz ſie es tun wolt. da thet ir vnſer lieber herr ir lieber gaſt ein getreues mynne zeychen. vnd fuget es von ſeinen genaden. das drey biſchoff auff einen tag vnd auff ein ſtund dar kamen. von dē ein ſprechen des heyligen geyſtes vnd weſt ir kei ner nit das der ander dar ſolt kummen. Der erſt was Marininus vnd was biſchoff in der ſtat Lquenſis der wz vor. ir geyſtlicher vater geweſen. Der ander was ſant Trophinus in der ſtat Aureliatū. Der dritt biſchoff wz Eu tropius von der ſtat Auraſico. Die drey wirdi gen biſchoff die weychtē ſant martha ir gotz hauß. mit andechtiger geſelſchafft in der ere vnſers herren vnnd ſeiner lieben muter marie. das geſchach an dem vierdē tag zu weynach ten. da ſy die andacht volbracht heten. da gab in ſant Martha zu eſſen vund zu trincken. da zeran in des weins das was ir gar leyd vnnd rufft vnſern herren Ieſum criſtum an mit an dacht vn̄ bat in durch ſein gute das er ir hulff das das waſſer zu wein wurd. da erhoͤrt ſy vn ſer herr vnd ward das waſſer zu gutem wein. Da ward ſy gar fro vnd dancket got ſeiner ge naden vnnd gab den herren froͤlichen zutrin/ cken. Iu einen zeyten da wurden zwen biſchoff ¶ von irem biſtumb vnſchuldiglichen vertriben. der ein hieß Frontonius. vnd der ander Geo rius dy verſchmehet ir volck freuelich vn̄ wolt die weder ſehen noch hoͤren. da kamen ſy beyd zu ſant Martha vnd baten ſy vleyſſig das ſye got bete dz er in ires leydens ein gut end geb. da beychtet ſant Martha dem einen biſchoff dem heyligē Frontonio mit groſſer audacht. der het ſy laug lieb gehabt vmb ir heyliges le ben. da ſaget im ſant Martha das ſy kuͤrtzli chen ſterben ſolt vnnd ſaget im auch wenn es zeyt were. Waun vnſer lieber herr Ieſus cri ſtus ir getrewer gaſt hett ir iren tod ein gantz iar vor kundt gethan ee ſy ſtarb. Da der heylig biſchoff hoͤrt das ſy ſterben ſolt. da wz im gar leyd. vnd ſprach. were das das er dennocht le bet ſo wolt er zu irr grebnuß kummen vn̄ wolt ſie ſelber begraben. Des dancket ſye im vnnd rufft vnſern herren an mit andacht vnd bat in durch ſein guͦte das er den zweyen biſchoffen auß irem groſſen leyd huͤlff. da erhoͤrt ſye vn ſer herr vnd fuͤget es mit ſeinen genaden das ir volck iren zorn gegen in abließ vnnd ſenfft fegen in wurden. Da wurden die biſchoff gar fro vnd furen wider heym vn̄ hetten gar gut ten frid mit irem volck das ſy vor gehaſſet het vnnd wurden ſer getroſt nach irer begird. des danckten ſie gar ſeer dem almechtigen barin hertzigen gott. cciixciii Darnach ward ſaut mattha ſiech ein gantz iar. vnnd an dem achtenden tag vor ee ſye ver ſchied. da thet ir vnſer herr einen groſſen troſt vnd thet ir irer ſchweſter tod kund. da ſah ſye vnd hoͤrt ein gotliche ſtym̄. vn̄ ſah vil engel mit erlichen ſcharen zu hymel faren. dy ſungen ein loblichs gotlichs geſang. vnd Maria magda lena ir ſchweſter die was mittē vnder den en gehn. da mercket ſy wol dz ir ſchweſter tod wz vnd das ſy mit groſſer zierd gen hymel fuͦr. da ward ſy gar fro von dem geſiht vnd hieß all in bruͤder vnd ſchweſtern zu ir kumme. vn̄ ſprach zu in. Lieben freund dancket got. wan̄ ich hab mein ſchweſter zu hymel ſehē faren vn̄ ſprach Maria mein liebe ſchweſter. Nun ruͦ mit dei nem meyſter Ieſu criſto mit meinē gaſt d̓ dich geſetzet hat in der freuden ſtull zu ſeinen lie ben heyligē. mit dē du dich ewigklichē freueſt ¶ Nach dem ſprach ſy zu dem Conuent. ich weyß wol das mich vnſer herr Ieſus chriſtus ſchier von dyſer welt wil nemen. dauon zundet liechter an. vnd wartet mein mit vleyß tag vn̄ macht vntz ich verſcheyd. wann ſy weſt wol dz die boßen geyſt vor irem tod mit groſſem ge ſchrey zu ir ſolten kummen. vnd da die bruͤder vnd ſchweſtern hoͤrten das ſy ſterben ſolt. da wurden ſy ſer betrubt vnd zundten vil kertzen an. da beychtet ſie lautterlichē alle ire ſund vn̄ empfieng vnſers herrē leychnam mit groſſer andacht. da wachet der Couuent mit groſſer andacht vnd wartet ir mit vleyß die acht tag. vnd vor mitter nacht ee ſy ſtarb da entſchlief fen ſy alle. da kam ein groſſer ſturmwind. vnd ſerleſchet. dy kertzen vn̄ die ampeln all. da weſt Martha wol das ein ſchar mit veindē kummē was vnd rufft got an vnnd ſprach. hely hely. mein got. mein vater. vnd mein lieber gaſt ver laß mich nit. wann die feind ſein zu mir kum men. Herr kum zuͦ mir vnd hilff mit vn̄ vergiß meiner ſund. Adonay du gewaltiger gott. ker dein antlitz nit vō mir in betrubnuß. Herr ich bit dich. dz du mich hie behuteſt vor allē vbel. vnd als ich dich hie beherbergt hab. Alſo em pfach mich in dein hymliſche herberg. des ge trawich dir wol. Vnnd die weil ſye das gebet ſprach da kam ir ſchweſter Magdalena zu ir. vnd was gar ſchoͤn vn̄ wolgeſtalt. vn̄ kam als mit groſſem gewalt das dye veind all muſten fliehen vnd zundte die kertzē wid̓ an. da ward ſant Martha gar fro. da erſchyn ir vnſer her Ieſus criſtus ſelber vnnd ſein liebe muter na ria vnd ſprach zu ir: kum̄ mein liebe haußwir tin vnd mein liebe frewndin in den ewigen pa laſt. da ſolt du ewigklichen bey mir ſein. Wan̄ du haſt mich auf erdtrich beherbergt des ſolt du genieſſen. Vnd alle die menſchen die dich anruffen vnnd deiner hilff begeren vnnd dich eren die wil ich genedigklichen erhoͤren vnnd furcht dir nit. wann ich wil an den letzſten zey ten deines lebens wider zu dir kummen. damit verſchwand vnſer herr. da hieß ſich ſant War tha auß dem hauß tragen vnd hieß ein creutz auß aſchen machen. vnd hieß ſich darauff le gen vnd bedacht das ſy zuͦ aſchen muͤſt werdē vnd hieß ein huͤltzin creutz dar tragen. vn̄ bat die ſamlung mit ernſt das ſie beharretē an dē dienſt gottes. vnd ſah auff zu hymel vnd betet mit groſſer andacht vnd hieß ir den paſſion le ſen. Vnd da man kam an das wort. Vater ich beuilhe meinen geyſt in dein hende. da betet ſy vnnd ſprach. Iheſus mein lieber gaſt erbarm dich vber mich vnnd empfach meinen geyſt. vnd gab iren geyſt auff vnd ward erlichen zu den ewigen frewden gefuͤrt. Da ſy verſchied. da was ſy funffvndſechtzig iar alt. das wz an einem ſambſtag. darnach an einē ſuntag trug man ſy erlichen zu der kirchen. vnnd da kamen vil brieſter dar die ſungen vn̄ laſen ob irē heyß ligen leychnam. lun was ein land etwen verr. da von was Frontonius biſchoff. d̓ was ein guter mēſch der ſang meß an dem ſelbē ſuntag. da thet im got iren tod kundt. da er auff dem ſtull ſaß vn der der epiſtell da entſchlieff er. Da erſcheyn im vnſer lieber herr got. vn̄ ſprach zu im. Fron toni mein lieber freund. du haſt meiner lieben gaſtgebin gelobt du wolleſt bey irr grebnuß ſein. dauon ſo kum mit mir vn̄ halt deine wort da kamen ſy beyd in dy kirchen. vnnd ſtunden ſihtigklich zu der bar vnd ſungen mit der brie ſterſchafft. vnd hetten beyd bucher in den hen den vnd begiengē das ampt dz zu den leychē gehoͤrt. Darnach nam vnſer herr den heyligen leychnam von der bar vnd legt in wirdigklich en in das grab. Vund da nun des biſchoffs volck dy meſß geſungen hett von der Epiſtell biß zu dem Ewangelio. Vnd da der biſchoff lang ſchlieff. da wecket in einer vnnd ſprach. begeet das ampt. Daſprach er. O wee wie habt ir mich ſo ſchier gewecket es iſt ſant wmar Icaſſtgtttecet tha tod. dy hab ich vnd mein herr Ieſus chri ſlus zu der erden bracht. vn̄ darūb das ir mich als ſchyer geweeket habt. So hab ich meiner hendſchuch vnd meins vingerleins da vergeſ ſen. das hat der meßner. dē bat ich dz er mirs habt biß ich den leychnam begruͤͦb. Da ſand ten ſy einen boten dahin der fand die rechten warheit. vn̄ der bracht das guldin vingerlein vnd den einen hendſchuch. vnd dē andern ließ er dort zu einer gedechtnus des groſſen zey chens. Da ſaget in der biſchoff wie es im er gangen wer. vnd ſprach. da wir ſant Marthā begruben. da kam ein gelerter man des ſelben lan des vnd fragt vnſern herren wer er wer vn̄ wiē er hieß. Da trug vnſer herr ein buch in der hand das gab er dem gelerten man̄. vnd ant wort im da nit mer. Das buch was offen. vnd ſtund daran geſchriben alſo. In der ewigē ge dechtnuß ſol mein liebe wirtin Martha ſein. vnd an dem iungſten tag fol ſy ſich nit furch ten vor dem gericht. Da keret er vil bleter vmb da fand er die wort an allen blettern vnnd nit mer. ¶ Eins mals da wz ein kunig in franckreich der hieß Clodoueus der het ſant martha gar lieb. wvann er hett gar vil von irr heyligkeyt ge hoͤrt vnd von iren zeychen vnd wz der erſt gelaubig kunig in franckreich vn̄ het m ſant ke migius getaufft. Der kunig het wol zehen iar einen groſſen wetagen in dem rucken vnnd in den lenden. des mocht im kein artz ab gehel fen. da het er groſſe hoffnung zu ſant martha vnd kam zu ire gotzhauß. da ir heyliger leych nam was vnd rufft ſy mit groſſem eruſt an vn̄ bat ſy durch all ir wirdigkeit dy ſy mit got het dz ſie im vmb got erwurb das er geſunt wurd vnd beruͤrt dē ſarch da ir heyligs gebeyn inne was. da ward er zuhand geſund vnd ward fro vnd dancket got vnnd ſant Martha irr gena den. vnd dienet ir furbas mit groſſem vleyß. vnd gab zu irem gotzhauß buͤrg vnd dorffer. vn̄ alle die guͤter die bey dreyen meylen vmb ir gotzhauß lagen. Es hat vnſer herr ſunſt auch vil ſiecher geſundt gemacht durch ſant Mar tha vnd thut noch vil zeychen durch ſy bey ire grab der zu vil zu ſchreyben were. Nun bitten wir die heyligen iunckfrawen ſant Martham die gaſtgebin vnſers herren Ieſu criſti. das ſy vns vmb got erwerbe nach dyſem lebē dy her berg der ewigen freuden Amen. Von ſant Panthaleon Adyoclecianus vnd Maximianus dz reich hetten da wz . ein ſenator in der ſtat zu Nicomedia der hieß Storchius. der hett ein ſeliges kind das hieß Panthaleon. Da ließ d̓ vater ſein ſun die zeyt nit vnnutzlich verzeren vnd weret im alle vn zucht des volget im dz kind gar geren. Nun hett der keyſer einen kamerer der hieß Eufro ſin der was ein weyſer artzt dem hefalh man das kind Panthaleon das man es auff ertz mey leret. Da pflag er des kinds ſchon vn̄ lert es die kunſt die leruet es mit vleyß vnd het gu ten ſyn dar zu dz geuiel dem edlen furſtē wol. Nun furt Eufroſin das kind offt in des key ſers balaſt. vnd wen̄ der keyſer das ſchoͤn kind anſach ſo ſprach er ye. Es zam dir wol das du ein herr des reichs wereſt. Nun muſt dz kind offt durch ein hauß geen da was ein heyliger man inne der hi eß Hermelaus. der gewan dz kind gar lieb. wann es wz im von got kund ge than es wurd ein guter mēſch auß im. vn̄ wen er das kind anſahe ſo ſprach er gutlich zu im. du ſolt dich tauffen laſſen wann du zymſt got wol in ſeinem hymelreich vnnd leret das kind vil guter ding dz mercket es mit gantze vleyß vnd gieng vil zu im vn̄ gieng gern zu d̓ predig ye lenger ye mer vnd wz dēnoch nit getaufft. Eins mals gieng das kind kuͤrtzweylen da ſah es ein ander kind vor im ligen das het ein nater getoͤt. Da erſchrack es vnj gieng von dē kind. vnd vber ein weyl da gewan es ein veſten mut vnd gieng wider zu dem kind vn̄ gedacht im mir hat geſagt d̓ gut hermelaus wer got tes diener wol ſein vnd wes in der bittet des wirt er alles geweret. vnd ſprach wider ſich ſel ber begert got mein von hymelreich zu einem diener ſo mach er dz kind lebentig durch mich da ward das kind zuhand lebentig vnd ſprach zu panthaleon du haſt genedigklich au mir ge than vnd brach die nater von einander. Dar nach ſprach Panthaleon zu dem kind wir ſol len zu Hermelao geen vn̄ ſollen vns tauffen laſſen vnd kamen zu dem heyligen man̄ vn̄ em pfiengen den tauff. vn̄ Panthaleon ward ein kron des gelaubens vn̄ verwag ſich durch got was im darumb geſchehen moͤcht vnnd gieng darnach mit ſeinem vater da ſahen ſye einen blinden man. Da ſprach Panthaleon zu dem blinden man̄ das es der rater hoͤrt. wilt du an Ieſum criſtum gelauben ſo wil ich dir ſchone augen machen. Da ſprach der blind. Hoͤcht ich den tag geſehen ſo wolt ich an Ieſum cri ſtum gelaubē. Da leget ſant Pauthaleon ſein hand auff des blinden augen vnd ſprach. Lie ber herr gib dem man̄ ſeine augē wider durch meinen willen des bit ich dich. da ward er zu hand geſehend. vnd da ſein vater das zeychen het geſehen da ließ er ſich tauffen vnnd alles ſein geſinde. vn̄ der blind ward auch getaufft. ¶ Vnd darnach ſaget man dem keyſer das Panthaleon ein criſten wer vnd das er ril zey chen thet. das thet im gar zoru vn̄ hieß in fur in bringen vnd ſprach. wie haſt du dich verke ret das du vnſer goͤtter gelaſſen haſt vnd biſt nun ein ketzer worden vnd biſt edel vnd reich. dauon zympt dir wol das du deinen mutt ver kereft vnd vnſer abgoͤtter anbeteſt. vnd thuſt du das ſo wil ich dich all zeyt eren vn̄ da er dz geſprach da lag ein todſiecher man an d̓ ſtat den ſah Panthaleon an vnd ſprach zu im. key ſer es mugen all dein abgoͤtter dē man nit ge ſundt machen. vnnd du verſundeſt dich darau das du den chriſten gelauben fur ein ketzerey haft. vnnd machet den ſiechen geſundt in dem namen gottes. vnd da der keyſer das zeychen ſahe das thet im gar zorn auff in vnnd ſprach er ward noch vil menſchē bekeren darumb wil ich dar zuͦ thun. vn̄ hieß Panthaleon mit ſtar ken banden binden vn̄ hieß in gar ſer ſchlahē. dennoch wz er ſteet an got vnd ſprach. ſolt ich durch das leydē vn̄ duech des leybs tod mich der freuden in dem hymelreich erwegen des thuͦ ich nit. vnd da er das geſprach da ſchandt man das fleyſch von im biß auff das gebein. das leyden leyd er gedultigklichen durch got. Da hieß der keyſer vil brinnender plech brin gen vnd hieß im die als lang an ſeinen leib ha beu biß das er nahent verbrunnen was. vn̄ da er in dem groſſen leydē was da ſprach er ſeü gebet zu got. Da hieß in der keyſer in den ler cker furē vnd verbott das im nyemant weder zu eſſen noch zu trincken ſolt geben. vn̄ meynt er ſolt hungers ſterben. da pflag ſein der lieb got vnd kam ſelber zu im recht ſam er Herme laus wer vnd troſtet in inn ſeinem leyden vnd marter. vn̄ ſprach zu im. Gehab dich wol wan̄ dir wirt vmb dyſes lebē dort die ewigē frewd fegeben. vnnd macht in als geſundt als ob er nye wundt wer worden. vnd verſchwand dar nach. Da frewet ſich ſant Pāthaleon des tro ſtes gar ſere. vnd dancket dem almechtigē got ſeiner genaden. Da ſaget man dem Reyſer er werfriſch vnd geſund wordē. dz thet im zorn. vnd hieß in auß dem kercker nemen. vnnd hieß im einen groſſen ſteyn an den hals hencken vn̄ hieß in ertrencken das theten dy diener. da wz aber got mit ſeiner genad mit im. vnnd ſchyed den ſteyn von im vnd halff im das er wol ge ſundt an das land kam. a cch hrachten in dem Reyſer. Da ſprach er ich hab einen tyergarten darinn ſeind vil grewlicher tyer lewen vn̄ beren darein ſol man dich ſetze. vn̄ wirſt du da von erneret des uͦſt dir d̓ boͤß veind helffen. vnd brachten den lieben herren ſant Panthaleon zu den tyeren. da giengē die tyer gutlich zu im vnd empfiengen in lieblich en vnd teten ſam ſy im wolten dienen. vnd da ſant Panthaleon lang bey den tyeren was ge weſen da gab er in vrlaub vnd gieng auß dem garten. wann ſie hettē im nye keyn leyd getan vnd da die menſchen das zeychen ſahē da lieſ ſen ſich ir vil tauffen. da das der Reyſer hoͤrt das thet im zorn vnd hieß den heyligen ertoͤt ten. da bunden in dy diener an einen duͤrrē oͤi baum vnd ſchlugen in als lang mit doͤrnen dz ein groß bluͦt von im floß vn̄ begoß den baum vnd die erden. Nun eret got den leben heyligen mit einē ſchoͤnen zeychen. wann wo ſein bluͦt hin giene da ward es alles gruͤn vn̄ ſchoͤn. vnd der duͤrr baum daran er gebunden was der ward gruͤ nen vnd bluͤet vnd trug ſuſſe frucht. vnd vber RVn al vnder dem baum an der erden da ſein bluͦt hin kam da ward es alles vol roſen. lilyen vnd veyhel. Da die menſchen das ſchoͤn zeychē ſa hen da kieß ſich ein groß volck tauffen. da dan cket der lieb heylig vnſerm herren der groſſen genaden die er im getau het. Nun was ein rit ter da dē thet das zeychē gar zoren vn̄ ſchluc ſant Panthaleon durch ſein haubt da ſah er auff gen hymel vnd ſprach. Herr Ieſu chriſte thu mir genediglich vn̄ gib meiner marter ein ende. vnd ich empfilhe dir mein geyſt in dein hend. Da er das geſprach da gieng im ſein ſel auß vnd fur zu den ewigen freude. Da namē die heyden ſeinen heyligen leychna vnd bren ten in zu puluer. Da kamen die criſten vnd be grubē das puluer in der ſtat nicomedia. Nun bitten wir den lieben heyligen ſant Pantha leon durch ſein groſſe marter das er vns vmb got erwerb nach dyſem leben das ewig leben Amen. ¶ Von ſant Nazario vnd Celſo. Azarius wz ein ed ler roͤmer vnd was ein criſten vn̄ het got lieb vnd dienet im mit vleyß tag II vnd nacht. mit beten mit vaſtē mit wachen. vn̄ mit vil guter vbung vnd lert criſten gelauben offenlichen vnd thet vil zeychen. das ward dē keyſer Nero geſagt d̓ gebot dē grafen dento das er Nazarium vieng vnd in darzu brecht das er criſten gelauben ließ. vn̄ den abgoͤttern opfferet. Da vieng in d̓ graff Dento in d̓ ſtat Ebrodon da bauet Mazarius ein kirchē gott zu lob. vnd das kind Celſus trug ſteyn dar zu durch gottes willen. Da vienge der graff das kind auch vnder wegen da man ſy zu dem key ſer furt da kam ein boͤßer ritter vnd gab Na zario einen backenſchlag dz rach got zu hand an im. wann es viel der ritter auff einen ſteyn das im ein aug außſprang. vnd da ſant Na zarius vnnd ſant Ceſſus zu dem eyſer ka v men da hieß er ſy in den kercker legen das ly den ſy gedultigklichen durch got. vnd an d̓ an dern nacht darnach da kam der engel gottes zu in vnd troͤſt ſy vnd ſprach. gehabt euch wol. wan̄ d̓ keyſer wirt an euch geſchent. Des mor geus reyt der keyſer in ſeine tyergartē mit vil geſindes vnd mit vil herren vnd frawen vnnd wolt da kuͤrtzweylen vnnd ſchlug ſeine gezeld auff. Vnd dy weyl er in den freuden was. Da wurden die tyer als vnſinnig das ſy in das ge zeld lieffen vnd das gezeld zubrachen. vnd ge ſchach manigen menſchen gar wee. da fluhē ſy all vnd dem keyſer brach ein fuß ab vnd er er ſchrack als ſere das er kaum genaß. Des an dern tags ſaß er zu gericht. da bracht man na zarium vn̄ Celſum fu̇r in. da wurdē in ire ant litz als liecht als die ſun̄. vn̄ dem Reyſer ward ſein antlitz als gar ſchwartz als einem moren. Da ſprachen die heyligen zu im. Dein goͤtter ſeind all zeyt in der vinſter den biſt du geleich. wann du dienſt in. Da ward der keyſer zornig vn̄ hieß ſy wid̓ in den kercker legen vn̄ hieß ſi des andern tags herwiderauß nemē vn̄ ſprach zu in. Ir ſolt den Criſten gelauben laſſen. vn̄ ſolt die abgoͤtter anbeten. vn̄ tut ir das nit. ſo muſt ir groſſe marter darumb leydē. d̓ troung achtetten ſy nit vnnd waren ſtet an got. dz thet dem keyſer zoru vnd hieß ſy in das meer werſ fen. das teten die diener vn̄ furen da auff dē kiel wider von den heyligen da ſchwumme dy heyligen immermer nach des keyſers dienern vnd kam em groſſes ſturmweter zu dem kiel. da erſchracken ſy als ſer vnd hetten ſich irs le bens erwegen. vnd da ſy in dem leyden waren. da ſahen ſy als bald Nazarium vnd Celſum auff dem waſſer. da ruͤften ſy laut vn̄ ſprachē nazarie gottes knecht wir habē vurecht geta das wir dem keyſer haben geuolget. wir wollē gern an ewern got gelauben vnd wollen im all zeyt dienen vnd kum vns zu hilff. da kamē dye heyligen zu in auff. den kyel da vielen ſy in zu fuͤſſen vnd baten ſy das ſy in zuhilff kemen. da erhoͤrten ſye dye heyligen vnnd ward das we ter ſtill da kamen ſy mit frewoden an das land. vnd lieſſen ſich tauffen. ¶ Darnach ſprach Nazarius zu in. ir ſolt got dancken das ir die heyligkeit empfangē habt vnd huͤt euch furbas vor ſunden. damit ſchied er von in vn̄ kam mit celſo in dy ſtat da ward Celſus kranck vnd lag ſam er tod we Nazario gar leyd vnd rufft got an vn̄ ſprach Herr Iehſuchriſte thumir kund ob das kind noch leb oder tod ſey. Da ſprach der engel zu im das kind lebt noch vn̄ wirt dir gute merſa gen vnd wirt darnach wider zu imſelber kum men. Da ſprach er heymlichē zu dem kind wo biſt du geweſē. Da ſprach es. ich bin mit freu den vor got geweſen bey gottes kindē vn̄ ſah gott mit dir reden von dem ewigen leben des ſolt du ſicher ſein. Da ward nazarius gar fro vnd kuſſet das kind vnnd fur mit im gen mey land da teten ſy vil zeychen. vnd da der keyſer hoͤrt das Nazarius dēnoch lebet dz thet im zoru vnd embot zu meyland man ſolt ſy toten. da d̓ richter Anelot dy botſchafft vernam da vieng er dy heyligen vnd wolt ſy getoͤtt haben da kam das volck gemeinklich vnd wolten dz nit geſtaten. vnd da er ſy nit offenlichen torſt getoͤten. da ſchlug er in ire haubter heymlichē ab in der nacht. da furen irſelen zu den ewigē frewden. Vnd da dz volck inne ward dz man ſy ertoͤtet het. da wurdē ſy betrubt vnd clagtē ſy ſer. da erſchynen die heyligen einē herren in der nacht der hieß Ceſurius vnd ſprachen zu im du ſolt vnſer leychuam begraben das thet er mit andacht. vn̄ darnach vber vil iar da ſant Ambroſius biſchoff zu meyland wz. da ward̓ im von got kund getan das er ſy erheb vnd im ward auch gezeyget wo ſye lege grub er ein vn̄ fand dy heyligen vn̄ f and auch einen brief bey in daran ſtund geſchriben wie die heyligen gemartert weren worden. vn̄ wen̄ man ſy ertoͤt het vund fand auch ſant Naza rius haubt dz was dennoch alſo friſch als ob er erſt erſchlagen were worden. vnd gieng ein gutter ſuſſer geſchimack von der lieben heyli gen leychna. da erhub ſy ſant Ambroſius mit gar groſſen eren vnd wurden in der zwelfpo ten kirchen begraben. Nun bitten wir dy lie ben heyligen Nazarium vnd Celſum das ſy got fur vns bitten das wir kummen zu dē ewi gen frewden. ¶ Von ſant Simplicio vnd Fauſtino. cc cvtte Implicius vnd ſein bruder Fauſtinus die waren criſten vnd hetten got lieb vnnd dienten im mit vleyß tag vnd nacht mit beten mit vaſten mit wachen vnd mit vil ander guter vbung. ¶ Iu den zeyten da wz Dyoclecianus leyſer der aͤchtet die criſten ſer vnd hieß ſy vahē vnd toͤten wo man ſy ankem. Da horet er von ſim plicio vnd von ſeinem bruder Fauſtino das ſy criſten waren. da hieß er ſy auch vahen vnd in den kercker legen. dz thet man vnd leget ſy gat ſchwerlich gef angen vmb criſten gelauben. vn̄ die Roͤmer hetten ir ſpil mit in vnd zugē ſy al le wochen ein mal auß dē kercker. vnd ſchryen vber ſy vn̄ ſchlugen ſie das dz blut von in ran vnnd muſten auch ſunſt gar vil leyden hunger froſt vnd durſt. vn̄ liden es gern durch got. vn̄ da ſy ſahen das ſy iren gelauben nit woltē faſ ſen da ſpotten ſy ir vnd ſprachen. dy ſchleg ma chen euch geſundt. vnd da man ſy nun vaſt ge ſchlagen het das ſy gar kranck waren. Da ge bot d̓ keyſer. das man in die haubter abſchtuͤg vnd das man dan̄ ir leychnam in dz waſſer ty berim wurff. vn̄ man thet nach des keyſers ge bot vnd ſchlug in ire haubt ab dz lyden ſy gern durch got. vnd furen ir ſele zu den ewigē frew den. Darnach warff man ire leychnam in das waſſer tyberim. ¶ Nun hetten die heyligen ein ſchweſter dy hieß Beatrix die was ein criſtin vn̄ dienet vn ſerm herren mit vleyß tag vnd nacht. der was gar leyd das man irer bruder leychnam in das waſſer geworffen het. vnd nam die zwen prieſter mit tr Cripinum vnd Iohannē vnd gien gen mitemander zu dem waſſer vnd baten vn ſern herren das er in hulff das ſy die leychnā funden. da gewert ſy vnſer herr. vnnd halff in das ſy die leychnam funden. da wurdē ſy gar fro vnd begruben ſye zu dem weg protuenſi. Nun was auch ein gute fraw. dye het vnſern herren gar lieb vn̄ dienet im mit vleyß dy hieſ lutina bey d̓ ſelben frawen beleyb beatrix wol ſiben monat. vnd lebten beyd nach gottes lob da was auch got mit ſeinen genade mit in. vn̄ furſah ſie mit ſeiner guͤte. wan̄ in brachtē zwu kraen alle tag ir leibs narūg. Nun ſaß ein vn gelaubiger man nahent bey in der hieß Lucre cius. der was den criſten gar veind. vnd hett d̓ frawen eine gar geren gehabt vnnd fraget ſy ob ſy ein criſtin were. da ſprach ſy ya. Da vie man ſy vnd wolt ſie zwingen das ſy dē abgot opffert. Da ſprach ſy du weyſt wol dz ich ein criſtin bin. darūb wil ich dē abgoͤttern nit opf fern wann ſy ſeind boß geyſt ich wil mich cri ſto opffern dem almechtigen got dem wil ich dienen ſo wirt mir das ewig leben. Da ſprach Lucrecius vnd leſſeſt di deinen vngelaubē nit ſo muſt du gar villeydē. da ſprach dy fraw ich furcht mir nit vmb ein har. das thet Lucrecio zorn vnd hieß ſy in den kercker legen vnd hieß ſein diener das ſyß in der nacht toͤten ſoltē. vn̄ das teten ſy. da fur ir ſel zu den ewigen freu den. Da vnderwand ſich Lucrecius ires guts Wanner hett ſye darumb getoͤt. das rach got an ir. Eins tags da reyt Lucrecius auß vn̄ wolt kurtzweylen auff dem ſelben eygen. vn̄ da Lu crecius bey ſeinen freunden in frewde faß. da ſchrey das kind mit lautter ſtymm vber ſeinen boßen vater vn̄ ſprach. du verfluchter man wz haſt du gethan an der heyligen frawen. war umb haſt du ſy getot daran haſt du verdienet das der veind gewalt hat vber dein leben vnd vber dein ſel. da erſchrack Lucrecius ſer vnnd kam der veind vnd furt in hin mit leib vnd mit ſel da vor behut vns got. Nun helff vns gott durch ſein guͦt vnd durch das verdienen d̓ lie ben heyligen das wir auch kumme zu den ewi gen frewden Amen. ¶ Von ſant Abdon vnd Sennen. Vdon vnd Sennen die waren criſten vnd heten got lieb Ionnd dienten im mit vleyß tag vnnd nacht mit beten mit vaſten mit wachen vn̄ mit vil ander guter vbung ¶ Iu den zeyten da was Decius Reyſer der aͤchtet die criſtē ſere vnd hieß ſy vahē wo man ſie an keme. da ſaget man im auch von Abdon vnd Senuen das ſy auch criſten weren vn̄ die erſchlagen criſten begruͤben vnd das ſy auch vil heyden zu criſten gelauben brechten. Das thet im zoren vnd hieß ſye fur in bringen vnd ſprach zu in. warumb ſeynd ir zu toren wordē vnd habt vnſer abgoͤtter verſchmecht vnd ge laubt an den erhangen got mit dem ſelben ge lauben ſeyt ir betrogen. ond wirt mein gericht ſchwerlichen vber euch ergeen. darumb laſſet ewren gelauben vn̄ gelaubt an vnſer abgoͤtter da wir vil hundert iar an gelaubt haben vnnd nemt nit ein newen glaubē an euch. da ſprach en ſy wir wollen an einen got gelauben d̓ von einer reynē meyd geboren iſt vnd die mēſcheit an ſich hat genomen vn̄ durch vns tod iſt. Iſt. aber dein gelaub lenger geſtandē ſo hat auch dein gelaub mer peyn in der helle vnd dein ge walt iſt klein vber vns wann du haſt neur gewalt vber vnſer leben dz muͦß doch ein end ha ben. ſo iſt beſſer wir dienen dem gott der vns nach diſem leben das ewig leben mag geben. das thet im zorn ¶ Nun muſt der keyſer an der zeyt gen Rom reyten. da furt er die heyli gen mit im gen Rom vnnd hieß ſy aber fur in kummen. da thet got ein ſchoͤns zeychen an in wann ſy wurden als ſchoͤn das irer ſchoͤn nich tes geleich ward vn̄ waren in ire antlitzer als clar ob ſy gar iung weren. vnd wz ir gewand als reylich das es vor gold ſtund vnd wz ma nig marck vō gold vn̄ von edlem geſteyn dar an vnd ſahen die menſchen wunder an in. vnd da ſy alſo vor dem keyſer ſtundē da bracht ein biſchoff einen abgot fur ſy vnd ſprach zu den heyligē ir ſolt dem abgot opffern. Da ſprach Abdon vnd Sennen. Wir haben vns dem al mechtigen gott geopffert vn̄ wollen deinē ab got wit opffern. Da empfalh d̓ keyſer die hey ligen valeriano vnd gebot im das er ſy dar zu brecht das ſy den abgoͤttern opfferten vn̄ wol ten ſy das nit thun ſo ſolt er ſy toͤtten. da furtt Balerianus die heyligen zu einem abgot den hieſſen ſy der ſunnen got vnd hieß ſy im opf fern vnd ſprach zu in. tut ir das nit ſo muſt ir gar vil marter darumb leyden. vn̄ zu letzſt der Germano LXXVIX. tod. Der troung achteten ſy nit vnd ſpurtzten an den abgot. das thet Daleriano zoren vnd hieß ſy nacket abziehen. vn̄ nam in dye koſpern kleyder vnd band ſy an em ſeul vnd ſchlug ſye mit geyſeln dz das blut von in floß. das lyden ſy gedultigklichē vnd ſprachē ir gebet zu got. ¶ Da nun der richter ſah dz ſy des ſchlahēs nit achten vn̄ iren gelaube nit woltē laſſen dz thet im zoren vnd bracht ſie in einen tyergartē darinn waren zwen lewen vnd zwen beren. vn̄ meynt ſy wurden dy heyligen freſſen. da was vnſer herre got mit in vnd halff in das ſich die wilde tyer alle gutlich fuͤr ire fuͤß legtē recht ſam ſy ir huten wolten. Da das d̓ richter hoͤrt das thet im zoren vnd hieß ſy enthaubten. Da furen ir ſel zu den ewigē frewdē. da hieß man irer leychnam huͤten biß an den vierdē tag. da kam ein guter man der hieß Quirinus d̓ ſtal die leychnam vnd thet ſy in einen ſarch vnd be grub ſy in ſein ſelbs hauß. da lagen dyheyligē biß das Conſtantinus keyſer ward. da erhub man ſy vnd beſtattet ſye mit wirdigkeit in den kirchoff ponciani. Die lieben heyligen gaben ir leben vnd ir reich vmb dz ewig leben. da het ten ſy es wol verkaufft. Nun biten wir dy lie ben heyligen das ſy vns auch vmb got erwer ben das wir vns auch mit in frewen werdē iu dem ewigen leben Amen. Von ſant Germano Ermanus der was der aller edelſt in der ſtat antiſiodos ro von geſchlecht vn̄ was wolgelert. vnd zog darnach gen Rom vnd wolt lernē dy kunſt von den rechten. da ward er gar wol ge lert in den ſyben freyen kunſten vnd ward als bald wolgelert vnd als wirdig. das in d̓ ſenat zu gallias ſandt. da empfieng er das hertzog tumb vber alles land in burgundia vnd richtet die ſtat antiſiodoro fur all and̓ ſter mit vleyſ auß. Nun ſtund ein viechten baum mitten in der ſtat. an des baums eſte hiengē ſie des wil des haubter dz ſy vienge zu einem wund̓ das man ſehe das ſy ſein als vil viengen. Nun wz Amator biſchoff in der ſtat dem ſelben geuiel dy pppigkeit vbel vnd ſtraffet ſie darumb. vnd hieß den baum abhauen des wolt ſant germa nus nit geſtatten. vnnd eins mals da was ſant Germanus auß geritten da hieß der biſchoff den baum abhauen vnd hieß in verbrennen. vn̄ da das Germanus hoͤrt da ward er zornig vn̄ meynt den biſchoff darumb zu toͤtten. aber d̓ biſchoff weſt von dem einſprechē gottes wol dz germanus nach im biſchoff wurd vn̄ floch vor im vnd kam zu auguſtudunu. ¶ Darnach kam er wider zu ſeinem biſtumb vnd verſperret Germanu in der kirchen vn̄ be ſchar in da. vn̄ ſagt im dz er nach im biſchoff wurd als auch geſchach. Wann der biſchoff ſtarb ſchier darnach ſeligklichen. da wolt das volck darnach germann neuer zuͦ einē biſchof habē. da pflag er des ampts mit vleyß vn̄ mit groſſer demutigkeit vnd dieuet got mit vleyß tag vnd nacht. vnd gab vil durch got vnd keſti get ſeinē leyb wol dreyſſig iar. vn̄ aß nit brots vnd tranck nit weyn vn̄ aß weder oͤl noch ſaltz Von ſant durch keyner wolſchmeekung willen. dann am Oſtertag vnd am Eriſtag ſo trauck er eynes mals eyn wenig weyns den miſchet er dz man in kaum gemercket. vnd vaſtet all tag. vnnd aß neur an dem abent. vnnd vaſtet vnderweylen von dem donerſtag biß an den ſuntag. vnd aß neür gerſtin brot das buch man im in d̓ aſchē. vnd trug ſein cleyd als lang an biß es ſich zu reyß. das was ein haͤriner rock. vnd ein haͤrine gurtel die trug er ſumer vnd winter. vnnd ſein bett was mit tramen vnd mit latten gemacht. darauff leget er alle tag aſchen vn̄ leget neur einen ſack darauff vnnd ſein haͤrinß gewand. vnd trucket im das bett ſeinen leyb das er im hert was vnd peyß alle tag des erſtē an aſchē an. vnd ſeufftzet alle tag vnd weynet an ſeinē gebet. vnd leget nymmer keyn kuſſin vnd̓ ſeyn haubt. vnd trug albeg heyltumb an ſemē hals vnd bedecket ſeinen hals ſelten vnd trug ſeltē ſchuͦch an vnd trug gewonlichen nit gurtel. ¶ Der lieb herr ſant Germanus bawet eyn munſter vnnd ein kloſter in der ſtat da gab er gar vil guts zu vnd ſetzet vil frummer ſeliger munich darein. vnd was auch ſelher darinnen vnd kam ſelten zu den andern menſchē. vn̄ ey nes mals kam er an ein herberg eines abents ſpatt. Da man geſſen het da richtet man den tiſch anderweyd das nam in wunder vnd fra get wein man dē tiſch gericht hett. da ſprachē ſy den gutē frewlein dy da des nachtes faren den bereytet man zu eſſen. da verſtund er wol das den dingen nit recht was vn̄ hieß ſein ge ſellen des nachtes mit im wachē. da ſah er dz vil boͤßer geyſt kamē in frawen geſtalt dy ſatz ten ſich an dē tiſch. Da gebot in ſant Germa nus das ſy von der ſtat nicht kemen. vn̄ weckt dy leut all auff in dem hauß. vnd fraget ſy ob ſy dy frawen kenten. da ſprachē ſy ia. es ſeynd vnſer nachtbaurin. Da ſchicket ſant Germa nus zu ir aller heußer zu yeglichē ſunderlich. vnnd gebot den veinden das ſie ſtill ſeſſen. da vand man dy nachtbauren vn̄ die nachtbeurin all an iren betten ligen. Darnach beſchwur er dy boͤßen geyſt das ſy ſagten wer ſy weren. do veriahen ſy das ſy boͤß geyſt weren vn̄ dy me ſchen alſo betrugen. ¶ Iu den zeyten da lebt der heylig biſchoff ſant Lupus. der was biſchoff in Trecaſin in der ſtat. da kam der kunig Atila. vnd legt ſich mit einem groſſen her fur dy ſtat. Da trat der biſchoff auff das tor vnd ſchrey vnnd ſprach. wer iſt der der vns bekuͤmmert. Da ſprach er. Ich bin Nltila dy geyſel gottes. da erſeufftzet der biſchoff rn̄ ſprach. So bin ich Lupus ley der ein verwuͤſter d̓ ſcheff lein gottes. vn̄ hieß zehand die thor auff tun. do wurden ſy vō got geblendet vnd zugen zu dem thor ein vn̄ ſahē nyemant vnd teten auch nyemant nichtz. Der heylig Germanus nam den biſchoff Lupum mit im vnd kamē miteinander in brittania. da waren vil ketzer. vnd ward ein groß vngewit ter auff dem meer. Da ſprach germanus ſeyn gebet mit andacht zu got do ward das weter ſtill vnnd empfieng ſie das volck mit freuden. wan̄ die boͤßen geyſt hetten ir zukunfft vor ge ſagt die ſant Germanus von den menſchē ver triben het. da vberwundē ſy dy ketzer mit der hilff gottes vn̄ kamen wider heym. ¶ Eines mals da lag ſant germanus in einer ſtat ſiech dy ward vberal brinnen. da bat man in das er ſich auß ließ tragen das er icht ver bruͤnne das wolt er nit thun vn̄ troſt ſich got tes vnd brunnen die heuſer all vmb in. vn̄ ſey uer herberg geſchach nichtz. Darnach kam er in Brittania vnd wolt die ketzer vertilgen. die weil ſtarb ſeiner iunger einer zu Cormādorū. Vnd da er darnach dar kam da hieß er im dz grab auff thun. vnd rufft dem iunger vnd fra get in was er thet vn̄ ob er noch lenger mit im leben wolt. da richtet er ſich zuhand auff vnd ſaß vnd ſprach. Es ſtet als wol vmb mich. vnd iſt als gut vnnd ſuͤß vmb mich das ich furbas wil hie ſein. da ſprach ſant germanus. leg dich wider nyder vnd ruͦ. da leget er ſich wid̓ nyder vnd ſtarb in gott. ¶ Iu einē mal da predigt ſant Germanus in Brittama vnd bat darnach den kunig das er in vnd ſein geſellen beherbergt dz verſaget er in. Da was d̓ kuͤhirt von dē feld kummen vnd het ſein pfrund von hoff genummen. vn̄ trug ſie in ſein hauß der hoͤrt ſant Germanū huu ger froſt vnd durſt leydē. das erbarmet in. vn̄ furt ſie in ſein hauß. Da hett er nichtz den ein kelblein das ſchlug er nyder. Vn̄ da man geſ ſen het da hieß ſant germanus des kelbleins beyn alle wider auff dy haut legen. vn̄ ſprach ſein gebet zu got. da ward das kelblein wider lebentig vnd gantz. des zeychen wundertē dy leut vnd dancktē got ſeiner guͤte. vnd bekantē ſein heyligkeit. Darnach da giēg d̓ liebe herz Peters ketten .RCI. im vnd fraget in was er wolt vnd wer er wer. da kant er ſy wol vn̄ ſprach da zu ir heymlichē Ich bin es laß mich ein. da bekant ſie in wol. vnd ließ in eyn mit freuden zu ſeynē geſellen. vnnd da in die iunger ſahen da wurden ſy gar fro vnd lobtē got. Da ſaget in ſant Peter wie in der engel erloͤſthet. vnd da dy hutter innen wurden das ſant Peter hin was vnd die ket ten ſahen da was in gar leyd vnd ſagtē es dē Runig. da ward er gar zornig. vnd vordert fur ſich dÿ huter vn̄ wolt ſye ſtraffen an dem leyb vmb dy verluſt ſant Peters. aber er ward dar an verhindert von geſchefftes wegen. vn̄ gab dy ketten eine alten iuden zu behalten. vn̄ dar nach kam er mit groſſer zierd vn̄ gewalt in dy ſtat Ceſaream. da komē fur in alles volck des landes. vn̄ ſahen in daſelbſt ſitzen in ſeiner ku niglichen kleydung. vn̄ liebkoſten im ſprechēt. Bißher haben wir dich gehalten vn̄ geert als ein menſchen. aber nun bekennē wir dich vber menſchliche natur. Vnd alſo das lob vnd dye ere dy got zugehoͤrt nam er auff vō dem volck in erhebtē hertzē. do kam die ſtraff gottes vn̄ ward geplaget das er ſtarb eins iemerlichen todes. ¶ Iu den zeyten da was die tugentlich fraw Eudoxia des reiches gewaltig biß ir ſun theo doſius gewuchs da pflag ſy des reichs mit erē vnd mit tugenden. wan̄ ſie was frum weyß vn̄ beſcheydē. da fur ſy vber meer. vn̄ da ſy gen ie ruſalem kam da empfiēg man ſy gar ſchon vn̄ gab ir gar reiche kleynat. Da bracht ir ein iud ſant Peters ketten vnd begabt ſy da mit. Da ward ſy gar fro vnd dancket im vleyſſig. vnnd gab im vil gutes vnd kert da wider heym. vnd fuͤret darnach die ketten gen Rom. vnnd da d̓ babſt Pelagius hoͤrt das dye fraw dy heylige kettē bracht da gieng er mit d̓ prieſterſchafft gegen ir vnd empfieng dye ketten mit groſſen freuden. vnd ward die fraro mit dem babſt zu rat wo man dy ketten ſolt thun. Da ſprach der Babſt zuir. da Auguſtus keyſer ward da ge bot er man ſolt ein tag feyren vn̄ ſolt in damit eren vnd die menſchen ſoltē froͤlich an dē tag ſein vnd dy freud ſolt immer weren. vn̄ ſprach an dem ſelben tag ſein die romer gar fro vnd tantzen vnd ſpringen vnd iſt vngoͤtlichen das man eines heyden tag feyren ſol. dauon ſullen wir an des keyſers feyer ein hochzeyt haben. vnd ſullen dyſe ketten zu kirchen tragen. vnd ſullen an der hochzeyt ſant peters ketten feyrē das wel ich gebietē. ſo wirt des keyſers feyer verkert got zu lob vnnd ſant Peter zu ere. alſo begeet man nun in d̓ chriſtenheit ſant Peters ketten feyr. ¶ Es was ein andre gewonheit vberal in der welt dy het der keyſer maxentius auff bracht das man ſechs wochē nach dē criſtag als nun dy liechtmeß ſind alle menſchē muſten wachē vnd vackeln tragen in den henden. vnd hetten gar vil kuͤrtzweyl. den ſyten nam d̓ babſt auch ab. vnd bat dy kunigin das ſy im hulff das dy gewonheit verkeret wuͤrd in vnſers herrē lob. vnd gebot das man dy vackeln verkert in ker tzenliecht vn̄ vnſer liebe frawē damit eret als man noch zu liechtmeß thut. wann vnſer fraw trug kein liecht in den tempel ſy trug zwu tau ben darein. As ſchreybt Miletus in hyſtoria triparti ta das ſich d̓ boͤß in die wuͤſt leget in d̓ gleych nuß Moyſi vnd bracht ein groß volck von iu den zuſammen dy furt er vber ein hohē berg. vnd gelobet in er wolt in vorgeen vnd wolt ſie mit trucken fuͤſſen in das geſegnet land fure. Da gelaubten ſy im vnd furen im nach. da er trenckt er ſy vnd verderbt ein groß volck. wan der berg was ein gekrūmet vnd nyd̓ geneyget das ir als vil von den felſen erzert wurdē als ir in dē meer ertruncken. Da kamen dy andern nach in hinab vnd weſten nit wie es den vor dern ergangen was da wurden ir vil bekert vn̄ dauon meynt man d̓ boͤß geyſt hab ſich an dē iuden gerochen darumb das ein iud den criſtē ſant Peters ketten gab. da von nyder geleget ward dy froͤlicheit die octauiano dem heyden ward erzeygt. ¶ Es ſtet auch in hyſtoria tripartita das got ant Peter wunderlichē von der ketten erloſt hat. vnd hat im gewalt geben das er vns mat erledigen von allen vnſern banden der ſunde. ſeyt wir des berdurffen ſo ere wir billichē die hochzeyt als er von der ketten erloͤſt iſt wordē dauon das er vns auch erloß von den banden der ſunden wan̄ es iſt im gantzer gewalt von got gegeben. dauon ſol es nyemant vnbillichē duncken noch kleyn ſchetzen. wan̄ als man liſt in der epiſtel. das ſant peter von den bandē er lediget ſey. Alſo liſt man in dē euangelio das in got den gewalt hat geben. das er vns von vnſern ſunden erledigen mag. Von ſant ¶ Der lieb herr ſant Peter wart zwir an dye ketten gelegt. Des erſten da in herodes vieng vnd in in den kercker leget an ein ketten da vo in der engel gottes erloſt. Zu dem andern mal da in der keyſer Nero vieng vn̄ in auch an ein ketten legt. vnd vber etliche iar. da bracht man dy zwu ketten zu ſamme. da giengē ſy zu ein ander vnd ward neur ein ketten darauß. vn̄ da Alexander Babſt ward. der was der funffte Babſtnach dē lieben herren ſant Peter. vnd zu den zeyten da wz ein vngelaubiger herr d̓ hieß Quirinus der hieß dē babſt Alerandrū vahen. vnd Hermes der was auch ein criſten. vnd ſprach zu in laſſent eurē gelaubē ſo werd ir nit gemartert. Da ſagtē ſy im als vil vō gott wie mechtig der almechtig ewig got wer. vnd wie groſſen lon er den ſeinen geb. alſo dz der ſelbig mit name quirinus zu dē babſt ſprach. machſt du mir mein tochter geſundt ſo wil ich an deinen got gelauben. Da nam d̓ babſt ſant Peters ketten vnd ruffet den lieben heyligen herren ſant Peter mit groſſer andacht an. vn̄ beſtreich die tochter damit da ward ſie zuhād fro vnd dancket geſundt. da ward ir vater ga got vnd ſant Peter irr genaden vnd ließ ſich tauffen mit allē ſeinē haußgeſind vn̄ ſunſt vil volckes dy das zeychen hetten geſehen vn̄ ge hoͤrt vnd ließ da Alexandru auß der gefenck nuß. Darnach ſetzet der heylig babſt Aleran der das feſt auff in der heyligē criſtenheit zu lob got dem almechtigen vnd dē heyligen her ren ſant Peter zu eren dz man dz hegeen ſolt in dem augſt mond. vnd ließ bauen ein kirchen in ſant Peters ere. vnd begabt ſy mit den ſel ben ketten vnd heyſt zu ſant Peter ad vincula biß auff den heutigen tag. da werden ſy auch dē andechtigen volck gezeygt. Heyliger herre ſant Peter wir bitten dich durch dein groſſe wirdigkeit die gott an dich gelegt hat das du vns vmb in erwerbſt das er vns erledig vō dē banden vnſer ſunden vn̄ vns geb nach dyſem leben das ewig leben. Das helff vns gott der vater vnd got der ſun vn̄ got der heylig geyſt Amen. ¶ Von ſant ffides Spes Raritas vnd Dapientia. Swas ein erberge fraw die hieß Sapientia vn̄ die hett drey toͤchter die hieſſen ffides ſpes vnd Raritas die leret ſy all drey criſten gelau ben. die toͤchter waren all drey gar ſchoͤn vnd waren wolgelert in der heyligen geſchrifft vn̄ heten got lieb vnd waren in dem land Italia. Iu den zeyten aͤchtet man dy criſtē gar ſer. da fur die fraro mit irē dreyen toͤchtern gen rom vnd bekeret vil ander edler frawen zu criſtem gelaubē mit dem ebenbild ires geyſtlichē reynē heyligē keuſchē lebens vn̄ die ſelbē frawen volgtē ir all nach vn̄ lieſſen ire man̄ vn̄ alles ir gut vij er durch gottes willen. ¶ Nun wz ein burger zu Rom d̓ hieß Anthitons d̓ ward des inne vn̄ thet im zorn vn̄ ſprach. Es iſt ein fraw her kummen mit dreyen toͤchtern dye zerſtoͤrt. vnſer eē vn̄ vnſern gelaubē vn̄ leret dymēſchē ſy ſullen einē got anbeten vn̄ ſeinē eingeborije ſun Ieſum criſtū vnd ſpricht es mug nyemant zugenemen an der liebe gottes er laß denn vn ſern gelauben vnnd alle weltliche freud gut Fides Spes naritas vnd Sapientia .RCII. vn̄ ere vn̄ hat vnſer frawen vil darzu bracht dz ſy keynerley kurtzweil noch freud mit vns wol len haben als vor. Da das der Reyſer hoͤrt da ward er zornig vnd er ſandt nach der frawen vnd nach iren tochtern. Da teten ſy dz heylig creutz fur ſich darūb das ſy deſter baß moͤch ten geſtreyten vmb criſten gelauben. vnnd ka men fur den keyſer Adrianū. vnd da er ſye an ſah da erſchrack er als ſer vor groſſem wund̓ das ſy als gar ſchoͤn waren das er ein weil nit geredē mocht. darnach kam er wider zu im ſel ber vnd ruͤfft der muter vnd fraget ſy wer ſye wer. vnnd wie ſie hieß. Da ſprach ſye das erſt vnd das edelſt iſt das ich ein criſten bin vnnd heyß Gapientia vnd bin gar edel. wan̄ ich bin von dem beſten geſchlecht italia geborn vnnd bin darumb mit meinen tochtern her kummen das ich ſye dem almechtigen got wil opffern fur mynſamme gab. Da das der Reyſer hoͤrt das thet im zorn vnnd hieß dy muter mit iren toͤchtern in eines ratherren hauß legen d̓ hieß Pallacius vnnd dy weil ſy in der gefencknuß waren da leret ſiß das ſye gedultig ſolten ſein durch gottes willen in dem leyden dz man in an wuͤrd legen. vnd leret ſy auch wy ſy alle zer genckliche ding ſolten verſchmehen vnd da ſy drey tag in dem hauß waren da hieß er ſy fur in bringen. Da bracht man ſie in den palaſt fur in. da ſprach er zu den toͤchtern. O ir iun gen meydlein erbarmt euch vber ewer iugent. vnd vber das alter ewer muter vnd opffert vn ſern goͤttern wan̄ ſie ſeind gar mechtig vn̄ ha ben groſſe krafft vnd tuͦt ir das ſo wil ich euch haben fur mein außerwelt. vnnd wil euch dye beſten vnd edelſten herren gebē die ich vnder mir hab. woͤlt ir mir aber nit volgen. ſo ſchwer ich bey meinen goͤttern das ich weder ewers edlen geſchlechtes noch ewer ſchoͤn noch ew ers alters wil ſchonen. vn̄ wil euch alle dy mat ter anlegen die ich erdencken kan als lang biß ich euch von ewerm gelauben bring. Darnach ſprachen dy toͤchter all drey. Rey ſer wir achten deiner troe noch deiner gutten red nicht. wan̄ wir haben einen vater der hatt vns außerwelt zu dem erbteyl des zorn forcht wir. vnd furchten aller der peyn vn̄ marter nit die du vns magſt angelegē. dauon marter vns wie du wilt ſo wirſt du innē d̓ krafft dy wir cri ſten habē. wan̄ vnſer liebe iſt groſſer dy wir zu got habē dan̄ dein peyn iſt. Da ward d̓ Reyſer towig vor zorn. vnnd ſprach zu der muter. ſage mir wie dein toͤchter heyſſen vnd in welchē al ter ſy ſeind. Da ſprach dy muter. Dy erſt heyſt fides vnd iſt zwelff iar alt. Die ander heyſſet Spes vnd iſt zehen iar alt. Die dryt heyſt ka ritas ond iſt neun iar alt. Da ſprach der keyſer zu der erſten tochter. Fides du ſolt vnſer goͤt tin Dyana opffern wan̄ ſy iſt ein groſſe mech tige fraw in vnſerm gelauben. Wann du ſihft wol das ſy ſchon vnnd wirdigklich geziert iſt. Da ſprach die iunckfraw zu dē keyſer. du vn weyſliche menſchliche blindheit. warumb ver laugneſt du des almechtigen gottes der alle ding beſchaffen hat durch ſeinē eingebornen ſun vnſern herren Ieſum chriſtum vnd beteſt ſteyn vnd holtz an die do gemacht ſein vn̄ ge zyrt mit d̓ menſchlichen hand. vnd von mēſch licher kunſt. vnd haben keyn krafft. dz thet dē keyſer gar zorn. vn̄ hieß dy iunckfrawē nacket abzyhen vn̄ ſprach. man ſolt ſy als lang ſchla hen biß das ſye ſprech ſie wolt den abgoͤttern opffern. Da ſchlugen ſy zwelff man dy waren als mechtig das yeglicher hundert Ritter vn der im het. Da ſy dy man̄ geſchlugen das ſye muͤd wurden da halff ir dēnoch got dz ir leyb als ſchoͤn was das man nyendert kein moſen noch kein wundē daran ſahe. Da ward d̓ key ſer zornig vnd hieß ir ir bruͤſt abſchneyden. dz leyd ſy gedultigklichen durch got. wan̄ got wz mit ir. doch ſo floß auß den wunden irer bruſt milch. Da ſprach dy iunckfraw ſich keyſer. das iſt ein wares zeychen meines reynen keuſchen lebens vnd iſt ein gab des almechtigē gottes. Die red thet dem keyſer gar zorn vnd hieß die iunckfrawen auff einē roſt legen vnnd gluend koln darunder. vnd hieß ſy darauff braten. vn̄ da ſie alſo auff dē roſt lag. da halff ir got das ſy darauff ruet als ein ſchiff lein auff dē meer thut. Iu dē andern mal hieß er bech wachs vn̄ hartz vnder einander ſyedig machen dar eyn ſetzt man dy iunckfrawen. da geſchach ir nye keyn leyd. wan̄ d̓ heylig geyſt was mit ir. da dz der keyſer ſah das er ſy nit vberwinden kun da hieß er ir vor zorn das haubt abſchla da fur ir ſel zu den ewigen freuden. ? bat er dy andern iunckfrawen Spe das ſy irē gelaubē ließ vnd ſprac ter volg mir als deinē vater d trewen wilt du d̓ marter vb deiner ſchweſter angelet Von ſant goͤttin Diana. Da ſprach dye heylig iūckfraw Spes. O keyſer du ſolt wiſſen das du nichts an mir ſchaffeſt mit deinen ſpehen worten. da das der keyſer hoͤrt da hieß er ſy ſchlahen mit ochßen adern. da ſchlugen ſy auch zehen. vnd het auch yeglicher hundert ritter vnder im. vn̄ da ſy die zehen alſo nacket geſchlugen das ſye muͤd wurden. da kundē ſy dy iuackfrawen nit darzu bringen das ſy d̓ abgoͤttin wolt opffern vnd ſy keret ſich gegen dem keyſer vnd ſprach O du wuͤtrich vn̄ ein veind der gutigkeit haſt du noch mer peyn vnnd marter dye ſuch nach deine willen vnd dy leg mir all an. darumb dz du erkenneſt vnd innen werdeſt das dy krafft des heyligen geyſtes in mir iſt. da ward er gar zornig vnd hieß ſy in einen gluenden ofen ſe tzen. vnd da dy iūckfraw darein kam. da halff ir got das d̓ ofen kuͤl ward. da betet ſy darinn vnd ſang vnd lobt den almechtigen got. Dar nach gieng der keyſer zu dem ofen vnd beſah wie es ir gieng. da hoͤrt er das loͤblich geſang das dy iunckfraw ſpes in dem ofen tet des na in groß wunder vnd tet im zorn vnnd hieß ſie herauß nemen vnd hieß ſy an ein ſeul hencken. vnd ſer ſchlahen. da was gott mit ir vnd halff ir das ſy der marter nit achtet. vnnd gieng ein als guter edler geſchmack von irem leib dz dy menſchē wunder da von namen. vnd ſy ſprach frolichen zu dem keyſer. O du wutrich ich em pfind noch keyner peyn wann es hilffet mirs mein liebhaber tragen. Da ward er noch mer entzund in zorn vnd hieß ein eren vaß bringē. vnd hieß bech vnd wachs ſchmaltz vnd hartz darein thun. vnd vndereinand̓ ſyedent machē vnd da es bereyt was vnd dy dieuer dy iunck frawen darein werff en wolten. da fur dz vaß von einander vn̄ das heyß bech vberſich auff. vnd verbrennet dye man̄ biß auff das gebeyn die dy iunckfrawen verbrent wolten habē. da ward d keyſer gar zornig auff dy iunckfrawē vnd hieß ir auch ir haubt abſchlahen. da fur ir ſel zu den ewigen frewden. Darnach hieß der vſer dy dritten iunckfrawen fur in bringen. prach zuͦ ir alſo. du ſolt deinen gelauben ſolt vnſern goͤttern opffern vnd tuͦſt ſo heyß ich dich martern als dy an ſchweſter. der troe achtet ſy nit lauben nit laſſen. Das tet dē ß ſy auff heucken vnd hieß hen. das leyd ſie gedultigklichen vnd was ſteet an got. da er das ſah da hieß er ein groſſes feuer machen vnd hieß ſie verbrennen. Da thet ſie das heyligs creutz fur ſich vnd gieng in das feuer in dein namen vnſers herren Ieſu criſti vn̄ da ſy darein kam da ſchlug das feuer vberſich auff in dye lufft vnd verbrennet gar vil menſchen. vnd verbren net auch ſuuderlichen die man̄ die dy heyligen iunckfrawen verbrant wolten habē. vnd behu tet gott ſant Raritas das ir nye kein leyd ge ſchach. darumb lobt ſy dē almechtigen got vn̄ dancket im der genaden die er mit ir gewirckt het. Da der keyſer ſah das er ſy vō irein gelau ben nit mocht bringen. da ward er ſer betrubt vnd ſcheint ſich das in ein iunckfraw ſolt vber winden vn̄ hieß ſy wider auß dem feuer nemē vnd da dy diener zu dem feuer giengen vnd ſy herauß wolten nemen da ſahen ſy drey ſchoͤn iungling bey ir ſitzen. ire antlitz warē liechter den̄ die ſunne. da erſchracken ſy gar ſer vn̄ vie len nyder auff ire antlitz. vnnd da ſy wider zu iren krefften kamen da ſtunden ſye wider auff vnd baten dy heyligen iunckfrawen demutig lichen das ſye auß dem feuer gieng. das thet ſy vnd gieng mit den dienern fur den Reyſer. Da hieß er ir auch das haubt abſchlahen. da fur ir ſel zu den ewigen frewden. Da kam dye heylig fraw Sapientia vnd nam irer toͤchter leychnam alle drey vnnd ſalbet ſy mit koſpern ſalben vnd leget gar gut edel wurtz darzu als in dem ſelben land gewonheit was. vn̄ furt ſy achtzehen meyl von der ſtat zu Rom vnd be ſtat ſie da gar erlichen vnd gar wirdigklichen zu der erden. Oarnach legt ſich dy lieb fraw auff dͤ toͤch ter grab vn̄ betet mit groſſer innigkeit vn̄ mit groſſer audacht vn̄ rufft got an vn̄ ſprach vn der andern worten mit weynendē augē. Ir lie ben toͤchter mein. bitet gott dz er mich zu euch nem als bald ſy das geſprach. da giēg ir ir ſel auß in einē ſuſſen geſchmack vn̄ ſchlaff. da na men dy frawen irē leychnā die mit ir dar warē tumē. vn̄ begrubē ſy zu irē toͤchtern. vn̄ ſchier darnach da ward d̓ keyſer gar ſiech. vnd ward darnach blind vn̄ faulet an allē ſeinē leyb. vnd giengē im wurm auß ſeinē mund. Da er ſterbē wolt da veriah er offenlichē dz er dē ſiechtūb an d̓ frawen vij an iren toͤchtern verdienet het Da er dz veriehen het. da fur ſein leyb mitten von einander vn̄ im gieng wuͤtent ſein ſel auß Machabea .XCIII. vnnd ward ſein gedirm geſtreuet das man es kaum zuſammē kundt geleſen dz man es zu d̓ erden brecht. Ir ſult wiſſen dz man dye hoch zeyt d̓ heyligen frawen Sapietia mit ire toͤch tern begeet in der criſtēheit an ſant peters tag als er in den banden herodis lag. vnd heyſſer man den tag der ketten feyer. wan an dē ſelbē tag ſeind dy liebē iunckfrawe gemartert wor den durch dē namē vnſers herrē Ieſu chriſti. Nun bittē wir dy heyligē toͤchter Fides ſpes vn̄ Raritas. dz ſy vns genad vmb dē almechti gen got erwerbē dz wir hie in dyſer zeyt nach ſeine willen leben alſo dz wir von im nymmer geſchyden werden Amen. Von ſant Machaben Oden zeyten da An tiochus kunig was da aͤchtet er dye O criſten gar ſer. vnd vieng ſy vnd mar tert ſy vn̄ toͤttet ſy auch wo er ſy ankam. dauon verlaugnetē vil mēſchē criſten gelaubē. Iu dē ſelbē zeyten da was ein fraw dy hieß Macha bea dy het ſyben ſun dy waren alle criſten vnd dy muter auch vnd heten got lieb. dz ward dē keyſer geſaget. da hieß er dy muter vnd ir ſuͤn all vahen vnd hieß ſy fur in bringen. vn̄ da ſie fur in kamen da ſprach der ſuͤn einer zu im. wz wilt du vnſer. du ſolt wiſſen dz wir bereyt ſein vmb criſten gelauben zeſterben. Da ward der keyſer zornig vnd hieß ein groſſe pfannen be reyten. vnd hieß dy gluent machen vn̄ hieß dē ſein zungen außſchneydē d̓ des erſten geredt het. vnd hieß im dy zungē oben auff dz haubt zwicken. vnd hieß in da in dy gluende pfannen ſetzen vnd ließ es ſein muter ſehen. darumb dz ſy iren gelauben deſter ee ließ. vnnd hieß in da in der heyſſen pfannen hin vnd her walge als lang biß er ſtarb. da fur ſein ſel zu den ewigen freuden. Da ſtercket dy muter dy andern ſun. vnd dy ſuͤn dy muter vnd ſprachen. Wir ſullen veſtiglich beſteen vnd ſullen vmb criſtē gelau ben ſterben. wann got der dy ewig warheit iſt der hilfft vns des ſallen wir vns troͤſten. vnnd redt die muter gar weyßlich mit iren ſuͤnen vn̄ ſprach. Ich weyß nit wy ir in meinē leyb kumē ſeyt. ich hab euch das leben nit gegebē es hat der ſchoͤpffer aller dyſer welt gethan vnd der alle menſchen beſchaffen hat der mag euch dz ewig leben gebē ſeind ir durch in verſchmecht ſeyt. Die red tet de kunig zorn. Da der erſte ſun ſein leben geendet het. da nam man dē an dern ſun her vnd zoch im ſein haut miteinand̓ ab vnd ſprach da zu im das er dy haut eſſe ſo wolt man in dan̄ darnach martern an allē ſey nen gelydern. Da ſprach er wan̄ man mich mit vil leydēs toͤttet ſo mag man mich doch nit ge ſcheyden von dem ewigen leben. aber der Ru nig aller dyſer welt der erkwickt dy in dē ewi gen leben die ir ſel durch ſeinen willen auffge ben vnd ſtarb alſo. da fur ſein ſel zu dē ewigē frewden. Darnach zoch man dem drittē auch ſein haut ab vnd martert in yemmerlichē. das leyd er gedultigklichen durch got. vnnd recket ſein hend froͤlich auff des wundert den kunig vnd alles ſein volck gar ſer das der ſunglng ein als veſt gemuͤt hett. vn̄ der peyn als wenig achtet vnd gab alſo ſeinen heyligen geyſt auff vnd fur ſein heylige ſel zu den ewigen frende. Von jant Dem vierden legt man die peyn auch an. Der ſprach. es iſt beſſer wir ſein hie in dē tod gebē dan̄ das wir muͤſten der hoffnung enberen dz wir von got an dē iungſten tag erquickt wer den vnd ewigklich mit im leben. vnd ſprach zu dem kunig. Aber das wirt dir nit gegeben. vn̄ gab da ſeinen geyſt auff vnd fur ſein ſel zu dē ewigen freude. Da martert man den funfftē ſun auch alſo. der ſah den kunig an vn̄ ſprach. dauon das du toͤdlich biſt ſo thuſt du was du wilt. dauon ſolt du nit gedēcken dz wir vō got verlaſſē ſein. wan wir leydē es gedultigklichē du ſolt wiſſen dz got ſeinen groſſen gewalt an dich leget vnd an dir erzeyget. vn̄ wirt dich vn̄ die deinen peynigen. da er nun ſterbē wolt da het er gar ein froͤlichs gemuͤt vō der hoffnūg dye er hett zu got. vnd ſprach. Ich hoff er laß vns ſiben bruͤder im beuolhen ſein die hent all darch ſeinen willen ſterben. damit gab er ſeinē geyſt auff vnd fur ſein ſel zu den ewigē freu den. Da martert man dē ſechſten ſun zegley cher weyß. vnd do er ſterben wolt da ſprach er zu dem kunig. du verſundeſt dich gar ſer dar an das du als lang wider gottes krafft ſtrey teſt. vnd er ſtarb da vnd fur ſein ſel auch zu dē eiwigen freuden. Da was dennoch der iungſt ſun da. den bat der kunig gutlichē mit ſenfftē worten vnd gelobt im er wolt in reich vnd ſe lig machen das er ſeinen gelauben ließ daran kert er ſich nit. Da ſprach d̓ kunig zu des iung ſten muter. wilt du das dein ſun ledig werd ſo rat im das er ſeines glaubens verlaugen. Do ſpotet ſy des kunigs vn̄ ſprach zu irē ſun. mein liebes kind erbarm dich vber mich vn̄ gedēck daran dz ich dich in meine muͤterlichē leyb ge tragen hab neuͤn monet. vnd dich geſpeyſt mit meinen bruſten. vnd hab dich gebracht zu einē rechten alter das du hymel vn̄ erdtrich beken neſt vnd alles das darinnē iſt. vnd mercke wye das von nichte geſchaffen iſt von dē almech tigen got. vnd troſt in vn̄ ſprach. furcht dir nit vor dē boͤßen falſchen man̄ vnd leyd heut mit deinen bruͤdern. das du wirdig wereſt dz dich got da empfach in ſein barmhertzigkeit. vnd da ſy das geredt het. da ſprach er. ich ker mich nit an des kuniges red ich kere mich an gottes gebot. vnd er ſprach zu dē kunig. Du ſunder al ler boͤßheit. du magſt dē gewalt gottes nit em pfliehen noch ſeyne zorn. ſtraffte vns aber got durch vnſer ſund willen ſo zeucht er doch ſein barmhertzigkeit nit von vns vnd vereynet ſich wider mit vns. Aber du magſt an den dienern gottes verdienen das du ewigklichē gepeyni get wirdeſt. ſo habē mein bruͤder mit dem kley nen leyden hie verdienet das ſye geſetzt ſeind in dz ewig lebē. Darumb ſo wil ich mein leben auch gern in den tod gebē durch gottes willē als dan̄ meine bruͤder gethan haben. wan gott iſt mit vns. Da ward der kunig gar zornig vn̄ hieß in auch toͤtten. da fur ſein ſel zu den ewi gen freuden. Darnach toͤttet er dye muter. da empfieng got ir ſel. vnd ward ir ſel zugeſellet iren ſunen. Die ſiben Iungling die ſcheynen vor dem angeſicht gottes des almechtige als ſyben ampeln des ewigen liechtes. vnd ſingē mit den engeln dz ewig lobgeſang dē almech tigen got Amen. ¶ Von ſant Fteffan dē Habſt. F ¶ III Steffan dem Babſt .XCIIII. Er liebherr ſant Steſ fan was ein criſten vnd het got lieb. I vn̄ dienet im mit vleyß tag vn̄ nacht. mit beten mit faſten mit wachen vnnd mit vil ander guter vbung darumb machten in dy cri ſten zu einē babſt. da pflag er des amptes mit groſſem vleyß vn̄ weyhet vil brieſter vn̄ ſechs euangelier. ¶ Zu den zeyten aͤchtet man dy criſten gar ſe re vnd muſten vil vmb iren gelaubē leyden. da ſtercket der lieb herr ſant Steffan die criſten an irem gelaubē mit ſeiner gutē lere vn̄ ſprach Ir ſult keyn leyden furchten. vnd ſult den tod geren leyden durch got. wan̄ ir muͤſt doch ſter ben ſo erwerbet ir euch vmb gott die ewigen freud. gelaubt ir aber an dye abgoͤtter ſo muͤſt ir nach dyſem leben in die ewigen peyn d̓ hel le vnd von ſeiner gutē ler ward die criſtēheit ſer gemert. wan̄ es wurckt gott mit dē heyligē geyſt in im das ſich vil menſchen lieſſen tauf fen er het auch ſechtzehen brieſter die im dye heyden hulffen bekeren. ¶ Zu den zeyten da was ein mechtiger herre der het tauſent man̄ vnd̓ im. den herren bekert ſant Steffan auch mit ſeiner guten ler. vn̄ ſein frawen vnd ſeine kind vnd alles ſein geſindt. vnd tauffet in in dem namen gottes. Da hett der herr ein toͤchterlein das hieß Lucilla. das wz blind. Da rufft ſant Steffan got mit groſ ſem ernſt an vnd bat in mit andacht das er dē kind ſein geſiht wider gebe. da erhoͤrt in vnſer herr vn̄ ward dz kind geſehent. Er bekert auch einen herren der hieß olimpus mit ſeiner gutē ler der het auch tauſent man̄ vnd̓ im dē taufft er auch vnd ſein frawen vnd ſein kind theodo lium vnd alles ſein geſind. das ward dē richter valeriano geſagt. das thet im zoren vnnd hieß den herren vnd ſein frawen vnd auch ſein kind vnd ſein geſind alles vahen vn̄ ſprach zu in ſie ſolten iren gelauben laſſen oder ſie muſten all darumb ſterben. Des wolten ſie nicht thun. da hieß er ſy alle toͤttē. da lydē ſy dy marter durch got froͤlich vn̄ furē ir ſele zu dē ewigē freudē. Nun ward auch dem richter Valeriano vnd auch Galieno geſaget von ſant Steffan dem babſt das er das lannd nahet als bekert hett. das thet im zorn vnd ſandt nach im vnnd hieß in mit allen ſeinē pfaffen vahē. da bracht man ſy fur den richter der ſprach. Biſt du der Steffan von dem man als vil geſagt hat das er ein verkerer ſey vnd ein lerer d̓neuen ketze rey. Da ſprach ſant Steffan. Richter du ſolt wiſſen das ich keyn verkerer byn. ich bin ein le rer der vnuerſunnen heyden. vnd ler ſy dē wa ren got erkennen des krafft den hymel vn̄ die erden beſchaffen hat. da ward er zornig vn̄ ge bot ſeinen dienern dz ſy den babſt vn̄ dy pfaf fen dar zu brechten. das ſie dē abgoͤttern opf ferten. vnd wolten ſy des nit thun ſo ſolt man ſy all toͤtē. Da furt man ſy zu dē abgot. vnd da ſant Steffan d̓ heylig babſt zu dē abgot kam da ſah er auff gen hymel vnd ruͤfft gott an vn̄ ſprach mit andacht. O herre Ieſuchriſte er zeyg dein krafft hie vnnd zerſtoͤr dyſen tempel darumb das die menſchen hie icht mer betro gen werdē. vnd da er dy wort geſprach da kam zehand ein als groſſer donerſchlag vō hymel herab das das volck als gar ſer erſchrack vnd fluhen die menſchen vnnd viel der tempel des abgots nyder vnnd ward der abgot zu aſchen. vnd darnach gieng ſant Steffan mit den cri ſten in ſant Lucie der heyligen iunckfrawē kir chē. da ſtercket er ſy an criſtē gelaubē. vn̄ hielt darnach meſß. da ſandt der richter ſeyne die ner zu im. vnd hieß in zetod ſchlahen das tetē die diener vnder der meſß. das leyd er gedul tigklichen durch gott. da fur ſein ſel zuͦ dē ewi gen freuden Amen. Von ſant Bominico prediger ordens. N dem biſtūb Oro nienſi in hyſpania. in eim dorff kalagora geheyſſen was ein edel man d̓ hieß felix vn̄ ſein fraw hieß Iohāna d̓ traūbt eins nachts ee dz ſy ſant Domimcū trug wie ſy ſchwager wordē wer. vn̄ da ſy zuhād geberē ſolt dz kind. da ſah ſy dz kind an. da daucht ſie es wer ein huͤndlein dē gieng ein feurine flam̄ auß dē muͤd vn̄ dy flam entzūͦdet alle diſe welt da erſchrack ſy gar ſer. Dz huͤndlein bedeut ey ne prediger. die flāmē dy auß ſeinē mūd giēge dy bedeutē dz gotzwort da mit er alle welt en tzundt mit goͤtlicher lere. Da dz kind domini cus geborē ward. da traūbt einer ſeligē frawē wy dz kind einē ſtern vornē an dē haubt het d̓ geb aller welt liecht. vnd da dy fraw erwacht da ſaget ſy dē ſelbē traum ſeiner muter. d̓ ſtern bedeutet auch wol das er die ketzer mit ſeiner ler vertilget hat vnnd dye chriſtenheyt damit Von ſant erleucht vnd das lieb kind wuchß in ſeiner iu gent an zuchten vnd an tugenten. ſein red vnd ſein geberd was ſitig. das all dy menſchen die es ſahen ſprachen. es muͤſt von got ſeyn. Dye weil das kind dy ammen hett da wolt es vnd̓ weyl auff dem bett nit ſchlaffen. vnnd ſchlieſ auff der erden vnd dient got darmit vnd haſ ſet leyplichen wolluſt in ſeiner kintheit. da ließ man das ſelig kind zu ſchul geen. da lernet es dy heyligen geſchrifft gar wol vn̄ leget ein gu te grutfeſt gotlicher weyßheit. Darnach ſand ten ſein freund den knaben zu hoher ſchul in hyſpania land zu der ſtat Palentia da lernet er die ſiben freyen kunſt. vnnd darnach lernet er die bucher von der goͤtlichen warheit vnnd von der heyligē gotheit mit groſſem vleyß. vn̄ vmb gottes willen vnd durch der lernung wil len der heyligen geſchrifft tranck er in zehen iarn keynē weyn. da ward er der kunſt als wol gelert das ein brunn auß ſeinē mund floß von goͤtlicher weyßheit. ¶ Zu den zeyten da ward ein groſſes hunger iar in dem lannd da er innen was das vil ar mer leut hungers ſturben dz erbarmet ſant do minicū als ſer das er ſein cleyder verkaufft vn̄ ſeine buͤcher eyn teyl vnd ſpeyſet arme leut da von. Da nun ſein gutes geruͤcht vnnd ſein gu ter leumnd lautbar ward. vnd es der biſchoff hoͤrt von oxonia der bat in das er wein trunck vnd waſſer zuguß das thet er vn̄ macht in wol halben zu waſſer. Dyacus wz biſchoff zu oxo nia. der ſah vnd hoͤrt ſant dominicus heyliges leben wol vnd het in gar lieb darum. vn̄ macht in zu einem korherren auff ſeinē thum. dy her ren waren regler vnd lebten goͤtlichen vn̄ ſelig klichen. Da dient ſant dominieus got mit gan tzem vleyß. da ſy ſein andacht ſahen da mach ten ſie in zu einē ſuprior. da bat er got tag vnd nacht das er im hulff dz er dy menſchē moͤcht bekeren von iren ſunden. vnd er zoch darnach mit dem vorgenantē biſchoff dyacus gen do loß. vnd merckt daſelbſt ſeinen wirt das er eu ketzer was vnd lang in der ketzerey gelegen. den bekert er mit ſeiner lere zu criſtē gelaubē. Darnach da fur er zu dem babſt Innocentio der gab in den gewalt das er vberal predigen ſolt in dem lannd wider die ketzer. Da das die ketzer horten da machtē ſie vil krieges mit boͤ ſen liſten zwiſchen in vnd den criſten vnd het ten die chriſten geren vberwunden. Da gebot man das die criſten vnd die ketzer ſich mitein ander verſuchen ſolten. Da ſchriben die criſtē zwey buch von irem gelauben. vn̄ ſchriben die ketzer auch buͤcher von irer ketzerey vn̄ brach ten dy buͤcher zuſammen. Da kam ein groſſes volck darzu. vnd man laß dy buͤcher gegē ein ander. da geuiel den menſchen gemeyngklich allerbaſt was ſant dominicus geſchriben het vnd kamen all vbereyn dz man ſolt der ketzer vnd der criſten buͤcher verbrennē. vn̄ wer dan̄ recht het das wurd got laſſen ſehen. dz teten ſy. Da ſprungen ſant dominicus buͤcher drey ſtund auß dem feuer vnd d̓ ketzer buͤcher ver brunnen alle. die criſten geſigten mit der hilff gottes vn̄ ſant dominicus. Darnach nam ſant Dominicus etlich ſein bruͤd̓ dy dar zu gut wa ren vnd hieß ſy predigen wider die ketzer. dar umb wurden ſy im gar veind vn̄ wurffen myſt vnd kot auff in wo ſye in ſahen das leyd er ge dultigklicher Dominico prediger ordens .XCV. P. ¶ Eins mals da troeten im die ketzer offen lichen ſy wolten in toͤtten. da ſprach er mit dn dacht. Ich nem der mertrer kron fur alle dyſe welt. ich bin aber leyder ir vnwirdig. got mach mich ir wirdig durch ſein gute. Da ſaget man im eines mals ſye hetten im ein huͦt gelegt. da gieng er froͤlich durch dy hut vn̄ ſang des wu dert die ketzer gar ſer vnd ſprachen. wy furch teſt du dir ſo wenig. wy wiltu thun ſo wir dich angreyffen. Da ſprach ſant Dominicus. Da wolt ich euch durch got bitten das ir mich nit ſchier toͤttet vnd mich lang martret vnd mich entglittet vnd mich da ligen lieſſet. vnnd wal tzen in dem bluͦt. vn̄ mich darnach toͤttet nach allem ewrem willen. ¶ Eins mals da bat ſant dominicus einē man das er die ketzerey lieſſe. Da ſprach der man. mich irret groſſe armut. Dz erbarmet ſant do minicū vn̄ gedacht er wolt ſich ſelber verkauf fen vnd wolt den armen man von der ketzerey loͤſen vnd er het es auch gethan dan̄ dz in got von ſeiner barmhertzigkeit vnd von ſeiner guͤt behuttet vn̄ halff dem ketzer dz er von ſeiner ketzerey ließ vnd im ſein notdurfft fuget. ¶ Eines mals da klaget ein fraw ſant domi nco es wer ir lieber bruder gefangen in dem heydniſchen lande. vnd bat in das er ir dar zu riet. da erbarmet er ſich vber die frawen vnnd vber den man der lang gefangen was gewe ſen vnd wolt ſich fur in verkaufft haben. da er loͤſet vnſer herr den man von ſeiner guts auß den banden. Da ward dy frar gar fro vn̄ dan cket got vnd ſant Dominico der genaden. ¶ Es was zu Albune in dem land gar mani gerley ketzerey das nyemant was er wer arnm oder reich er wer gefangē mit d̓ ketzerey. wan̄ man het dy mēſchē als lang beweret mit fal ſcher lere das ſie wolten wenen ſye lebten gar ſicherlichē. Das erbarmet ſant Dominien gar ſer vnd kam dar vnd forcht keyn troen vn̄ pre diget wider dy ketzer. Da hoͤrt er von etlichen erbern frawen dy waren ketzerin vnd gleychß nerin vnd wurcktē auſſerhalb gutte werck. vn̄ innerhalb waren ſie des teufels vol. Da weſt ſant dominicus irn krāckē ſin wol vn̄ gedacht im er wolt bey in an der herberg ſeyn vn̄ wolt in ein gut exempel vnd bildnuß vor tragen. vn̄ was ein gantze vaſten bey in dye vaſtet er alle mit waſſer vnnd mit brot. vnnd ließ weder tag noch nacht von ſeiner andacht vnd ruet allein auff einer tafelu oder auff einem eſtrych. vnd lebt gar hertigklich. das wundert dye frawen gar ſere vnd ſprachen. Wir woͤllen gern ſehen wie ſein leben ein end neme wenn der Oſter tag kumbt. vn̄ da der Oſtertag kam da wz er als wol gefar vnd het als vil leybs vnd krafft als ob er die vaſtē in einer wirtſchafft wer ge weſen. Da die frawē dz wund̓ ſahen. da ſpra chen ſy. got von hymel hat im die krafft geben wan̄ ſo ein geſtrenges lebē iſt vber mēſchliche krafft. vn̄ vielen fur ſant dominicū vnd gelob ten im ſy wolten iren vngelauben laſſen. vnnd wurdē criſten. ¶ Es was ein boͤße gewonheit das vil edler leut die an dē gut ab warē kūmē ire kind in d̓ ketzerey ſamlung zu lernē gabē. darūb ſtifftet dominicus dē toͤchter ein frawē kloſter das heyſt Prulia. da lebten ſye reynig klich vnd freuntlich in allen tugentē. vnd leret ſy tag vnd nacht das ſy der bekoͤrung wid̓ſtun den vn̄ got emſſigklichen dienten. Da wuchß die reyn ſamlung an zuchten vn̄ an reynigkeit. vnd was alles das gemein dz ſy hetten vn̄ er hal ir tugentlichs leben vberal. Darumb kam maniges wildes hertz in ir geyſtlichs lebē vn̄ lieſſen allen reichtumb vnnd ſtifften vil edler frawen cloſter mit irem gut vnd kamē darein. Da nun ſant Dominicus zu Albune vn̄ zu Doloß zehen iar geprediget het da trachtet er wie er einen orden fund der der heyligē criſtē heit nuͤtz wer als er noch ſteet. Nun was ein heyliger biſchoff in d̓ ſelbigē ſtat zu doloß d̓ ſah ſein heylige andacht vn̄ gewan groſſe lieb zu im vnd gab im den zehenden von ſeynē gut vnd fudert ſy ſunſt wie er mocht. vnd vil guter menſchē teten im vnd ſeinen bruͤder auch gut lich durch gotzwillen vnd herren vnd furſten die gaben in auch vil gutz zu buchern vnnd zu gewandt vnnd zu irr ſpeyß. Nun wolt der bi ſchoff zu dem babſt faren vnnd wolt fur ſant Dominicus ſamlung bitten vn̄ nam in zu eynē caplan vn̄ furen miteinand̓ gen Rom. Do bat dominicus den babſt Innocētiū dz er im ſein ordē beſtetiget d̓ hieß vn̄ wer ein prediger or dē. dz wolt er ſo ſchuell nit tuͦn. wan̄ wer wey ſen rat hat d̓ vergeht ſich nit. wz aber got wil dz kan nyemāt wendē. darūb in d̓ ſelbē nacht ſah d̓ babſt ein geſiht dz dy kirchē zu latrō an beydē ſeytē zuſpaltē wz vn̄ wolt vallē. do kam domicus gelauffē vn̄ hielt ſy dz ſy nit viel. da d̓ babſt erwacht da bedacht er weyßlichē dz dy Von ſant zerſpalten kirch wer die heylig criſtenheit. die an irrikeit an manigen ſeytten zerkloben was. Vnd Dominicus ſolt die criſtenheit weyſen vnd lernen mit ſeinē orden vnd veſtnen. darūb ſprach er zu im das er ein regel erwelt die be wert wer vnd keme. Da fur dominicus wider heym zuͦ Doloß zu ſeinen bruͦdern der waren ſechzehen den leget er dy ſach fur vnd rufftē den heyligen geyſt an vn̄ erwelten ſant Augu ſtinus regel vnd vermeynten prediger zu ſein. als er ein lerer iſt geweſen der heyligen criſtē heyt. vn̄ namen etlich gut gewonheit zu der re gel dy der orden noch hat. vnd vereynten ſich das ſy weder eygen noch lehen nemen wolten vnnd arm bilgrim ſein in dyſer welt. Darumb das der gottes ſun ſelber auff erdtrich wz ku men vnd verkundet auch dz hymelreich in wil liger armut. Da nun dy regel in dem heyligen geyſt erwelet was da fur ſant dominicus wid̓ gen Rom. in der zeyt da ſtarb der babſt. da be leyb er zu Rom biß ein ander babſt ward. ¶ Eins nachtes do ſant dominicus fur dye ſunder bat an ſeiner andacht. da ſah er vnſern herren Ieſum chriſtum zornigklichen hoch in den lufften ſteen. vnd ſah auch drey ſcharpffe ſper dy hetten ſich zu ſchieſſen erboten recht als ob ſie alle dyſe welt vmb ir ſund woltē ver derben vnd ſahe auch dz vnſer liebe fraw fur iren ſun knyet vnd bat in das er ſich mit an den ſundern reche vnd ſeinē zorn abließ. da ſprach vnſer lieber herr. Muter wie mag dz mein ge rechtigkeit vertragen das die welt von tag zu tag ye lenger ye boͤßer wirt. Da ſprach vnſer liebe fraw. Mynnigklicher ſun ich man dich das ich dein muter bin vnnd du mein liebſter ſun. dauon hab barmhertzigkeit vber die chri ſtenheit. darnach ſprach ſy aber. Sun ich hab einen trewen caplan das iſt dominicus dē em pfilch dein potſchafft vnnd Franciſco ſeinem geſellen das ſy den menſchen ſagen dz ſy ſich von iren ſunden bekeren vnnd dich eren. Da ſprach vnſer herr muter dye gefallen mir wol. vn̄ ich wil ſy in alle land ſendē das ſy dy welt leren das ſy rew vber ir ſund haben ſo wil ich meinen zorn laſſen varen. vnd wil dy ſunder in barmhertzigkeit friſten Da nam dy andacht ein end. des morgens kam ſant Franciſcus vo geſchicht zu ſant dominico. da ſaget er im wz er des nachtes geſehen het in ſeiner andacht. vnd ſprach zu im. Lieber bruder di ſolt mein geſell ſein got zu dienen vnd gelobten gefel hafft zuſammen in gantzen treuen in got. ¶ In der friſt da ward Honorius babſt der beſtettigt ſant Dominico ſein orden. das was nach Criſti geburt tauſent zweyhundert vnd ſechzehē iar. Sāt dominicus lag an einer hey ligen nacht vn̄ bat vmb den orde. da erſcheyn im ſant Peter vnd ſant Pauls vnd gaben im einen ſtab vnd ein buch vnnd ſprachen zu im. Steeauff vnd gee auß in alle land. vn̄ predig. darzu hat dich got erwelt vnd dein bruͤd̓. dar nach ſandt er ſeiner ſuͤn ye zwen vnd zwen dz ſy beycht ſoltē hoͤren vn̄ vberal predigē ſoltē. ¶ In der zeyt do wz ſant dominicus zuͦ rom. vnd prediget. da wz ein reicher edler dechant der hieß meyſter Reynalt. vn̄ was d̓ geſchrifft ein meyſter. d̓ gedacht im er wolt ſich vō welt lichen wolluͤſten vnd eren keren vnd wolt ſich eins lebens annemen da von dy criſtenheit ge troͤſt wuͤrd vnd wolt wider dy ketzer ſein. Da hoͤret der meyſter von dem neuͤen orde vn̄ kaur zu ſant dominico vnd ſaget im ſein meynung. vnd nam rat von im wie er thun ſolt. da ſprach ſant dominicus. Wilt du gott geren dienen ſo kum̄ in meinen orden. da ſprach der meyſter dz wil ich gern thun. vnd ward ein prediger. vnd ward darnach ſchier gar ſiech vnnd mocht im keyn artzt gehelffen. Da das ſant dominicus hoͤrt da was im gar leyd vn̄ ſprach ſein gebet zu got vnd bat vnſer liebe frawen das ſye iren ſun bet das er dē meyſter lenger friſtet durch hilff vn̄ nuͦtz ſeiner criſtenheit. die weil er ſein gebet ſprach da kā vnſer liebe fraro mit zwey en iunckfrawen fur den ſiechen man. der was als ſiech dz man wolt wenen er wolt als bald ſterben vnnd da er ſy ſahe da erſchrack er ſer. wan ſy was liechter den̄ der ſunnen ſcheyn. da ſprach vnſer liebe fraw. Reynalt bit mich wz du wilt das gib ich dir. Da betrachtet er ſich was er ſie biten wolt. Da ſprach d̓ iunckfrawē eyne. du ſolt nichts biten. wan̄ wz ſie dir gena den thuͦt das laß gut ſein. Da nam vnſer liebe fraw ein ſalben vn̄ vieng an des ſiechē haubt an vnd ſalbet in mit irer hand ſeine augen vnd ſeine oren vnd alle ſeine gelyder. vn̄ ſprach die wort darzu dy der brieſter ſpricht wann er die ſiechen oͤlet vn̄ ſprach zu im. dein fuͤß vn̄ dein lend ſullē gegurt ſein mit d̓ guͤrtel d̓ keuſcheyt vnd dein fuͤß ſalb ich dir zu dem heylige gotz wort. vn̄ gab im des ord Bominico prediger ordens .XCVII tigen gottes das du von dannen fareſt. Da ſprach d̓ boͤß geyſt vnd ſchrey mit lautter ſtym me. Ich bin darumb her kummen das ich dye menſchen des gotzwortz da wolt irren vn̄ ver ſchwand da zuhand. Ein bruder hieß Iacob von Rom. vn̄ was der bruͤder ſchaffer. vnd ward ſiech das man olt wenen er wolt fterben. da klagten in dye bruͤder gar ſere. wann ſy hetten keynen der zu irem geſchefft als gut wz. Das erbarmet ſant Dominicū vnd gieng zu dem ſiechen vn̄ hieß dy andern bruͤder all herauß geen. vnd beleyb allein bey im vnd ermanet vnſern herrren Ie ſum criſtū der liebe die er zu dem menſchē hat vnd bat in das er den bruder von dem tod erloͤ ſet. Da ſtund er zuhand auff vnd was wolge ſundt vnd ſprach. Got eret ſein freund vn̄ ge wert ſy was ſy in biten. ¶ In den zeyten da kam biſchoff Conrat in die ſtat Bononia vnd kam von geſchicht in d̓ bruͤder kirchen vnd ſah ſie. Da nam in wunder ob dem newen orden. vnd gedacht in imſelber ob er nuͤtz wer oder nit. vnnd hieß im ein buch langē. da langt man im ein meſßbuch darauff thet er ſeinen ſegen mit der hand. da ſah et dz geſchriben ſtundt. lob ſagen vnd predigen. zu hand bekaut er das es ein orden was der pre diger vnd dy vnſern herren Ieſum criſtu lob ten vnd erten. da lobet er vnſern herrē Ieſum criſtum vnd beualhe fich in ir gebet. vn̄ ſprach Es iſt nichtz als eugliſchen als vnſern herren Ieſum criſtum emſſigklichen loben. SGant Dominicus der kam zu Doloß mit ſeinen bruͤdern ſelb ſibend. da was ein ſeliger meyſter der heyligen geſchrifft vn̄ vil brieſter giengē in ſein ſchul zu lerne. Der meyſter ſaß eines morgens fruͤ in ſeiner ſchuͦl vn̄ gedacht im wz er des tages leſen wolt. Da entſchlieff er vnd gedaucht in wy man im ſiben ſchoͤn ſte ren brechte fuͤr ſein ſchuͦl. da erſchrack er vnd nam in wounder dar ob. Da ſah̓ er das die ſte ren rouchſen an irr klarheit. vn̄ ſah das die cri ſtenheit vberal von den ſteren erleucht wz. da mit erwachet er vnd kamen dy pfaffen zu ler nen fur in. Da giēg ſant dominicus auch dort her ſelb ſibent fur den meyſter in die ſchul. da wincket der meyſter den pf affen das ſy dē bruͤ dern wichen vnd ſetze ſy da gar erlichen. Vn̄ da d̓ meyſter außgelaß da gruͤſt er ſy gar gut lichen vnd fraget ſie wie ſie genant weren. Da ſprach ſant Dominicus wir heyſſen prediger. vnd wir habē den gewalt von dem babſt das wir dy ketzer zerſtoͤren vnd beycht hoͤren vnd predigen vnd giengen gern zelernen. Da das der meyſter hoͤrt da gedacht er im wol das dz die ſibē ſteren weren dy man im fur ſein ſchuͦl het bracht vn̄ embot in alle die ere dy er kund. Bruder Iacob der ſaget das ſant Domi nicus gar vil wachet vnd emſſigklichen betet. vnd nam alle nacht drey diſcipliuen mit einer eyßnen ketten. Dy erſten fur ſein ſunde. dy an dern fur die criſtenheit. vn̄ dy dritten fur ſein ſele vnd weynet gar vil. Vnd wen̄ er ein meſß ſprach ſo was ſein begird inn goͤtliche tugent gericht wmit alſo groſſer innigkeit das im ſein krafft entgieng vnd kranck ward darumb ließ ernicht ab. ¶ Eines nachtes da betet er vor dem altar da warff der boͤß geyſt einen ſteyn herab auff dē eſterich bey ſant Dominieo als nahent das er im ſein kappe traff. dēnocht lag er ſtill on alle forcht i groſſer ſuͤſſigkeit. da fur d̓ boͤß geyſ hin mit freyßlicher ftym vnd ſchemet ſich gar ſere. Eines nachtes da hetten ſich dy bruͤder ny der gelegt da ſtund der boͤßgeyſt fuͤr dē altar in d̓ geſtalt als ob er ein prediger munich we re. Da ſahe in ſant Dominicus vn̄ wolt weuen es wer ein bruder. vnd wincket im gutlichē dz er ſich ſchlaffen leget. Da neyget im der boͤß geyſt vn̄ gieng von dannen. Des morgens het ſant dominicus ein capitel vnd ſprach. Wenn man das zeychen gethan hett ſo ſolten ſy alle ſchlaffen geen. Des andern nachts kam ſant dominicus aber in dy kirchen. da ſtund d̓ boͤß geyſt aber vor dem altar bey ſant dominico in der geſtalt als ein bruder. Da ſprach ſant do minicus. du biſt nit gehorſarm das du als ſpat hie wider mein gebot biſt. Da ſprach der boͤß geyſt. Ha ha ich hab gemachet das du dein ſchweygen zerbrochen haſt. Da ſprach d̓ hey lig ſant Dominicus. du verdāpter boͤßebicht das kan mir nit ſchaden. Do fur der boͤß geyſt hin mit laſter vnd mit ſchandē vn̄ grißgrame. Eines nachtes da erſcheyn im d̓ boͤß geyſt aber in d̓ kirchē. Da ſprach ſant dominicus zu dem boͤßen geyſt. Ich gebeut dir bey dē lebē tigen got dz du mir ſageſt warumb du durch das cloſter hin vnd her geeſt. da ſprach d̓ boͤß geyſt do ſchaff ich das ſich dy bruͤder zu ſpat Borrfert nyder legen vnd den̄ nach meinē rat dy metten verſchlaffen oder dz ſy treg auff ſteend oder ſaͤumlichen zu kor geen. da fürt in ſant domini cus in̄ kor. vn̄ fraget in wz ſein gewin do wer. da ſprach der boͤß geyſt. da ſchaff ich das ſye ir ſchweygen zerbrechen od̓ bald auß dem kor geen. oder treglichen ſteen on alle andacht vn̄ nit ſingen. Da fuͤrt in ſant Sominicus in das refectori vnd fraget in was ſein gewin̄ do wer Da ſprach der boͤß geyſt. do ſchaff ich das dy bruͤder mer eſſens da nemen denn in nuͤtz iſt. dan̄ ſo werden ſy von der koſt beſchwert. vnnd muͤgen got deſter mynder dienen. Da furt in ſant Somimcus in das redhauß vn̄ fraget in was dafelbſt ſein gewin were. Da kittret der veind vnd ſprach. Ha ha das hauß iſt gar na hēt mein. wan ſy ſagē hie gar vil vnnutzer red vnd fragen was vberal in der welt ſey vnd re den vil vnnutzer wort. Da fuͤrt er in in das ca pitel. do ſchrey der veind laut hie iſt mein ar beyt vmbſunſt. wan wz ich vberal gewinne dz verleuß ich hie. roan man ſtraffet ſy vnd ruget ſy vnnd buͤſt ſy hie vmb ir ſund. vnd fuͤr da mit groſſem geſchrey auß. ¶ Gott thet vil zeychen vnd wunders durch den heyligē herren ſant Sominicū. da er gieg predigen durch dy ſtet in welſchē landen. Da gieng er zu einer zeyt mit brud̓ berchtram. da ward es regnen. da ſahen ſye weder verr noch nahent kein vnderflucht. da thet ſant domini cus ſeinē heyligē ſegen da hoͤrt das wetter vn̄ der regen ob in auff vn̄ dreyer ellen lanck hin der in vnd vor in das ſy gienge geleich als vn der einē dach. Es geſchach auch offt das ſant dominicus vnd ſein geſellen von dē regen naß wurden vn̄ wen ſy des nachtes an die herberg kamē ſo ſaſſen ſy zuͦ dē feuer. ſo gieng er alſo naſſer an ſein andacht. vn̄ wen ſy auff ſtunden ſo wz ſein gewandt als trucken als d̓ andern. ¶ Iu einen zeyten da kam ein knab in ſeinen orde den lockten ſein geſellen dz er nur herwi der auß wolt. vnd ſprach dz man im ſeine welt liche kleyder wider geb. Da ſprach er ſein ge bet zu got vnd hieß im dy kleyder bringen vnd da er das hembd anlegt vnd die andern kleyd̓ auch wolt anlegen. Da ſchrey er waffen mich brennt dz hembd als ob es gluͤ ich mag es nit erleyden ich wil nymmer vrlaub in dy welt ne men vnd zoch das hembd wider ab. vnd leget den orden an vnd beleyb ein guter frumer mu nich in dem kloſter. Eines nachtes da hettē ſich die bruͤder ge legt da ward ein Confers mit dem veind be hafft der muet in gar ſere. da hieß in ſant Do minicus fur den altar tragen dz theten ſy. Da ſprach ſāt dominicus. ſag mir du boͤßer geyſt warumb du die creatur muͤeſt dy got ſelber zu ſeinē lob geſchaffen hat. vnd wie du in dē bru der kummen ſeyſt. Da ſprach der veind er hatt wol verdienet was ich im thu. Waun er tranck nechten on vrlaub in der ſtat vnd vergaß auch des creutzes ſegen. da kam ich in dz trinckfaß vnd fur ii iij. da er das geredt da fur der boͤß geyſt auß vn̄ leuten dy bruͤd̓ metten vn̄ mocht boy der heyligkeit nit beleyben. ¶ Sant Dominicus fur eines mals in einem ſchiff über ein waſſer da vorderet d̓ ſchiffmā ſeinē lon von im. da ſprach er ich wil got gern fur dich biten das er dir dye hymliſchen kron geb. da ward der ſchiffman zornig vnd fieng in bey der kappen vnnd ſchrey laut die kron iſt als verr dz man ir nit ſiht vn̄ ergreyffen mag ir fart mit nichte alſo hin ir muͤſt mir vor mein lon geben des wil ich mit emberē. da rufft ſant dominicus vnſern herren mit groſſer andacht an vnd ſah nyder auff die erde da lag ein gul diner pfennig vor im. da ſprach er zu dē man̄. ſih freund da ligt dein lon dē nym vn̄ zurn nit. vnd danck got ſeiner genaden. ¶ Eines tags da het er zu Voloß gepredigt auff dy ketzer vnd betet da nach der predig in der kirchen vnd bat fuͤr dy ſunder nach ſeiner gewonheit. da kamē newon̄ erber frawē von d̓ ſtat vnd vielen für in nyder. vn̄ ſprachen. hilff vns reyner gottes knecht vnd was du gepredi get haſt dz iſt alles war. wan̄ wir ſein lang be trogen geweſen hilff vns dz vns d̓ criſten ge laub bekant werde. da ſah er auff zu got vnnd bat mit andacht fur die betrogen frawen. vn̄ ſprach da zu in. Ich verkund euch den waren gelauben vnd wil euch den zeygen dē ir gedie net habt wie er geſtalt iſt. vnd zuhand ſtund d̓ veind vor in in einer katzen geſtalt. vnnd was groß als ein hund. vn̄ het ein weytes maul vnd ein breyte lange zungen vn̄ ſchmecket im ſein aten greulichen. vn̄ ſein auge waren feurin vn̄ was greulicher dan̄ ye keyn tyer. vnd da in die frawen wol hettē geſehē da fur er in dē gipf fel an dē gloekenſeyl auff. da ſprach ſant do minicus zu in habt ir in nu wol geſchē wem ir Bominico prediger ordens .XCVIII. gedienet habt. da ſprachē ſy ia hilff vns rey ner man das wir bey got beleyben wir wollen deiner lere gerē volgē. da ſprach er ir ſoͤlt errer ſund beychtē vn̄ ſoͤlt an got nit verzagē vn̄ foͤlt got dancken das er euch von dem gewalt des veinds erloͤſt hat vnd lert ſie den criſten gelau ben vnd macht ſie menſchen nach gottes lob. ¶ Zu einen zeyten da fur ſaut Dominicus vn̄ bruder berchtram von doloß vnnd wolten gen Paryß da kamen in des morgens teutſch pil grim dy gruſt er. des vernamen ſy nit. wann er vnd ſein geſell waren walhen. da erkanten dye bilgrim der bruͤder nit wan̄ d̓ orden was den noch new. vn̄ da dy bilgrim hoͤrten dz dy bruͦd̓ als andechtigklichen beteten da merckten ſye wol dz es gut leut waren vn̄ woltē ſy nit vō in laſſen vn̄ pflagen ir wol mit d̓ koſt. Da wz ſant dominico gar leyd dz er in nit nutz mocht ge ſein mit ſeiner lere. vnd ſprach zu ſeinē geſellē Ich klag dir das mich dy bilgrim nit vernemē ſy ſpeyſen vns leyblichen ſo wolt ich ſye geren geyſtlichen ſpeyſen das hilff mir vmb got er werben. da ſprachē ſy ir gebet beyd zu got. da thet in got dy genad dz ſy wol teutſch kunden vnd verſtundē. vn̄ redten mit d̓ hilff gottes vn̄ ſpeyſet ſy geyſtlich als ſy in vn̄ ſein geſellē leib plich geſpeyſet hetten vnd ſchiedē an dē vier den tag voneinander. Da ſprach ſant. Domini cus zu ſeinē geſellen. Ich gebeut dir bey d̓ ge horſam dz du das zeychen nyemant ſageſt dy weil ich leb. wan̄ die menſchē wurdē ſprechen. ich armer ſunder were ein feliger man. vn̄ wur den mir vil eren erbieten. ¶ Zu einē malkam ſant dominicus ſpat zu eine cloſter da dy pfor ten geſperret waren vnd ſchlieffen d̓ bruͦd̓ et lich vnd etlich beteten. da ſtund er vor dē tore bey ſeinen geſellen vnd ſprach. Rat wie wir in das cloſter kūmen dz wir dy bruͤder icht muͤen Da ſprach ſein geſelle wir muſſen ſer anklopf fen. da ſprach ſant dominicus. Wir ſullen got anruffen d̓ mag vns wol gehelffen. Da vielen ſy nyder auff ire knye vnd ſprachen ir gebet zu got. da funden ſy ſich zuhand in dē cloſter on alles auffſchlieſſen. ¶ Zu einen zeytē da het ten die ketzer ſant Dominico ein heymlich le ger gelegt. da kam er in ein dorff zu einer kir chen da gedacht er im vnnd giengen wir alſo ſpat fur vns ſo koͤmen dy ketzer vnd erſchlugē vns vnd bat got das er die kirchen entſchluſſe das geſchach. da beteten ſy beyd mit andacht in der kirchen vnd dancktē got ſeiner genadē. Der ſchaffer clagt ſant Dominico er hett f neur zwey brot den bruͤdern allen zu geben. da ſprach er biß on ſorg got der verließ dy ſeinen nye dy ſich an in laſſen. vnnd hieß dye brot zu ſtucken ſchneyden vnd thet ſeinen ſegen dar uber vn̄ het hoffnung zu got. vn̄ hieß dy ſtuck fur dy bruder tragen in Reuenter. da gewun nen ſie als genug das man es von in trug. Iu eine mal da gieng ſant dominicus vber feld mit ſeiner bruder ſiben vnd kamen an ein herberg da aſſen ſy. da bracht man in ein kley nes koͤpffleyn mit weyn dz erbarmet ſant do minicu vnd hieß den wein auß dem koͤpffleyn in ein groſſes vaß gieſſen vnd fullet das vaß zu mit waſſer vnnd thet ſeinen ſegen daruber. vnd hieß den bruͤdern allen zu trincken geben da wz es guter weyn wordē. da dancktē ſy got ¶ Eins mals da bracht man im ein man in̄ dy kirchen der was behafft. da nam er ein ſtol an ſeinē halß vnd vienge den behafften man bey der kelen daran vnd gebot den boͤßen geyſten bey der krafft gottes das ſy das vaß raumten vn̄ nymmermer darein furē. Da ſchryen dy boͤ ſen geyſt Gottes freuͤd laß vns auß diſer not wir wollen das vaß raumen vnnd wollen den menſchen nymmermer geſchaden das wol wir dir buͤrgē ſetzen. da ſprach er. wer ſein dy buͤr gē. da ſprachē ſy wen du wilt. Da ſprach er. ſo wil ich d̓ mertrer gebeyn die in dyſē gotzhauß ruen. Da ſprachen ſie des mugen wir nit ge thun wan wir haben gottes huld vnd der hey ligē freuntſchafft langeſt verlorn. Da ſprach ſant dominicus alles ewer ruffen hilffet euch nit ich hab dan vor gewißheit dz ir diſem mā keyn leyd thut. da ſchryen dy boͤßen geyſt aber wir wollen dy heyligen bittē dz ſy vnſer buͤrē werden. vnd das geſchach. vnd ſchier darnach da ſchryen ſy aber. Heyliger man laß vns vou dyſer peyn. Wann es ſeynd die heyligen vnſer buͤrg worden. Da ſprach er waran ſol ich das mercken. da ſchryren ſye das hab dir zu einem worzeychen das vnſer buͤrgen haubt vmb ge kert ſeind das ſoltu ſehen. Das wunder ſahen auch alle dy dy bey in ware. da ließ er dy boͤßē geyſt faren. vnnd ward der man erloͤſt mit der hilff gottes vnd ſant Dominico. ¶ Eines mals da het man etlich ketzer ergrif fen an irr ketzerrey da wolt man ſye verderbē mit dē prant. da ſah ſant dominicus eine vod̓ Von ſant in allen. fur den bat er das man in leben ließ. vnd ſprach. Sun ich weyß wol dz du noch ein guter criſten wirſt wie ſpat das geſchicht. das geſchach darnach vber zweintzig iar da ward der ketzer einliecht der heyligen chriſtenheit. vnd ſtarb in einem guten lebē. vnd fur ſein ſel zu den ewigen freuden. ¶ Iu florentz da was ein pfarrer der wz den predigern gar veindt vnd macht das in ander leut auch veind wurden. Nun was ein ſchwe ſter die hieß benedicta dy wz den bruͤdern gar holdt vnd lobet ſye offt. das thet dez pfarrer zorn auff ſy. vnd eins tags thet er in ein groß leyden. da kam dye fraw zuhand zu ſant Do minico vnd claget im vnd ſeinen bruͤdern vnd ſprach. Mir iſt leyd das euch der Pfarrer als vil leydes thut. Da ſprach er gehabt euch wol fraw der Pfarrer wirt ſchier ein geyſtlicher man das geſchah kuͤrtzlich darnach dz er ein guter prediger ward. ¶ Ein Techant von franckreich kam in dye ſtat Mutina. da vand er ſant Dominicū vnnd ſah das er beychthoͤret vnd prediget. vnd das er den ſuͤndern gar troͤſtlich wz da gedacht er im. Ich hab lang in vnkeuſch vnd in ſunde ge lebt. ich wil beſehen ob er mir von meinen ſun den muͤg gehelffen. Vnd claget im ſein groß ſund. Da ſprach er. Lieber ſun du ſolt an got tes barmhertzigkeit nit verzagen. vn̄ ruff gott an. vnd vleyß dich tugent. vnd vb dich an gutē wercken. vnnd laß dein ſund ſo wil ich got fur dich bitten. Darnach ſchier da kam d̓ techant wider zu im vnd ſprach. mein hertz iſt reyn vn̄ keuſch worden. vnd es beruͤret in nymmermer mit der hilff gottes vnd ſant Sominico. ¶ Eins mals da ſandt der babſt auerius den prior zu teutſchē lande vō dē kloſter caſſamari der was ein guter man. vnd da er kam zu Bo nonia da hoͤret er das ſant dominicus da was da gieng er zu im vnnd ſahe in gern vmb ſein groſſe heyligkeit. da empfiēg er in gutlich. da fragt in der prior von dem ewigen leben. vnd redten mit einander von der anſchawung got tes vnd von den ewigen freudē. Iſlun wz ein pfaff in der ſtat der hieß meyſter Gonrat der was gar wolgelert. dauon wunſchten die pre diger offt das er ein prediger wer. Mun redt der prior vnd ſant dominicus miteinander an vnſer liebē frawen abent der verkundung. da ſprach ſonjt doinicus zu dem prior. Ich ſag dir in heymligkeit. wz ich got ye betē hab. das hat er mich geweret vil baß dan̄ ich in gebit ten kund. das ſolt du nit ſagen dy weil ich leb Da ſprach d̓ prior zu im. Eya lieber vater ruͤff got an dz er ein prediger werd. da ſprach ſant dominicus. Ich getraw gott wol es geſchech. vnnd ſprach ſein gebet zu got. Vnnd an dem andern tag zu preym zeyt da kā meyſter Cōrat fur ſant Sominicum vnnd fur dy bruder alle. vnd bat vmb den ordē vn̄ ſprach. Ich gib leyb vnd gut auff. da kam er in den orden. vn̄ ward der criſtenheit ey newes liecht an im. ¶ Iu einen zeyten fraget ein ſchuͦler ſant do minicu waran er gelernet het das ſein red als gut vnnd als ſuͤß wer. Da ſprach er. Ich hab mich allermeyſt geuͤbet an dem buch der wa ren liebe. ¶ Der lieb herr ſant dominicus begert offt das er durch got gemartert wuͤrd. vnnd da die zeyt kam das in got von dyſer welt wolt nemē da ward er gar ſiech vnd clagtē in die leut gar ſer vnd ſunderlichen ſein bruder dy clagtē vn̄ weynten das ſy irn tugentlichen vater vn̄ gu ten vorweſer verlyren ſolten. da ſprach er. euch ſol nit leyd ſein ich hoff ich ſoll dem orden vor got nutzer ſein dan̄ hie. Dan̄ wen̄ ir mich an ruffet ſo wil ich euch zu hilff kummen. vnd be uilhe euch das ir demutig ſeyt vn̄ willigklichē arm durch got als ich gethan hab. Vnd vbet euch an d̓ liebe gottes. damit verſchied er. da fur ſein ſel zu den ewigen freuden. Das was funff iar nach dem als d̓ ordē beſtetigt ward da man zalt von criſti geburt. M. ccxxi. iar. da ruet er in got dem herrē. da beſtat man in er lichen in der ſtat Bononia. dabey was ein bi ſchoff vnd vil guter menſchen. Da er ſtarb zu d̓ ſelben zeyt vnnd ſtund da ſaß der prior zu brixſen bey dem glocken ſeyl vnd entſchlieff. da ſah er dz ſih d̓ hymel ſchon entſchloß vn̄ dz ſich zwu leytern herab lieſſen vnd hoͤrt ein eugliſch gedoͤn. vn̄ ſah engel an d̓ leytern auff vnd nyder faren. vnd ſah das vn ſer herr die einen leytern oben in ſeiner hand hielt. Vnd die andern leytern het vnſer liebe fraw in irr hand. vnd ſah zwiſchē den zweyen leytern ein liechten ſtuͦl ſteen. vnd ſah ein brud̓ darauff ſitzen dē warē ſeine augen vermacht als man den predigern tuͦt wen̄ ſy ſterben. vnd ſah das vnſer herr vnd vnſer liebe fraw vnd d̓ bruder der in dem ſtuͦl ſaß in den hypel auff Bominico prediger ordens dCV. furē mit engliſchē geſang zu des hymels tron vnd als bald ſchloß ſich der hymel wid̓ zu. vn̄ da der prior erwacht da fur er zu Bonony vn̄ wolt beſehen ob es der bruder ſant Domini cus wer geweſen den er auff dem ſtul het geſe hen. da ſagten in dy bruder dz er zu der ſelbē zeyt tod were. ¶ Iu der zeyt da waren zwen prediger d̓ eyn hieß Cancret vnd der ander Rao. da bat bru der Cancret rao das er meß ſprech. Wan̄ ſie weſten wol das ſant dominicus ſiech lag da uon wolten ſy fur in bitten. Da ſprach bruder Rao meß vnd da er daran kam das man d̓ le bentigen gedencket. da tet im got ſein genad vnd ließ in ſant dominicū ſehen das er zu bo nonia auß der ſtat giēg wol gekront mit einer gulden krone vnd mit ſchneweyſſen cleydern. vnd gieng mit engliſcher geſelſchafft in groſ ſen freuden. da bekant der bruder wol das er tod was vnd das got ſeinē diener belonet het Da ſprach er die meſß auß vn̄ hoͤret darnach das er vmb dy zeyt tod was. ¶ Es tet auch vnſer herr vil zeychen vn̄ wund̓ durch ſeines dieners willen. Da ſprachen dye menſchen es wer wol billichen das man in er huͦb vmb ſein heyligkeit. da kamen vil pfaffen vnd burger zu pfingſten zuſamen da hettē die prediger ir hoches capitel zu bononia. vnd wa ren vil prediger dar kūmen. da trachtetē welt lich vnd geyſtlich wie ſie in moͤchten erheben. Da kam gar ein ſchoͤner man fur ſy gegangē. der ſprach. Es iſt gottes ſegen vber in gethan damit verſchwād er. Des morges kame funff biſchoff darzu vnd vil ritter dys ſtunden vmb das grab vnd behutten es dz des heyltumbs nyemant hin zucket. vn̄ ſtundē dy biſchoff vnd. die prediger auch darzu vn̄ ſungen loblichē. vn̄ da man dz grab auffgewan. da gieng ein gar als ſuͤſſer edler geſchmack darauß als der all apotecken auff het getan dy vberal weren. da von wurden die menſchen alle krefftig. Wan̄ dyſer acker ſant Dominicus het ſein tag ſuͤſſe weynpluͤd getragen. das iſt das heylig gottes wort. vnd lyligen der maget hort. vnd roſen zu williger armut. veyhel in rechter geduld. de mut in weyſſen roſen in volkummenheit aller tugent. Den geſchmack der von ſant Domini cus gieng den hett auch die erden vn̄ dy ſteyn. dz ire die leut vil mit in heym trugen. Welche hend dz heyltumb anruͤrtē dy ſchmeckten manigen tag darnach. Vnd es warē auch vil ſie cher menſchen zu dem grabe kummē dy wur den all geſundt von ſeiner groſſen heyligkeit. Da erhub man in mit wirdigkeit vnd mit an dacht vn̄ legten in in einē mermelſteyne ſarch der was gar loblichen auſſen vnd innen. vnd ſein heyligs leben iſt darein ergraben. vn̄ wer mit andacht dar kumpt vnd in aurufft dem ge ſchicht groſſe genad vn̄ kumpt on troſt von im nit. Da der lieb herr ſant Dominicus erhaben ward. da bracht man ſeines heyltumbs in das lannd Iinilay da ward das land alles gar fro da ſie hoͤrten die zeychē die bey ſeinē grab ge ſchehē warē. da hub ſich ein edler reicher man auff vnd ſein fraw die hetten einē eynigē ſun der was in gar lieb dē furtē ſy mit in. vn̄ wol ten gen den heyligen geen. Da ſtarb in ir lie ber ſun. da ward vater vnd muter ſer betrubt. vnd̓ brachken den ſun zu dē heyligen mit groſ ſein leydivnd rufften in an gar mit groſſer an dacht vn̄ mit groſſem ernſt. Der vater ſprach. Herr ſant Dominice ich bin verr mit meinem kind zu dir kummen das hat mir gott genum men ich fuͦr froͤlichen her zu dir. dir zu lobe vn̄ zu eren wie wol iſt mir nun gelonet vnd ſprach Herre gott gib mir wider die frewde meines hertzen vnd laß vns nicht in dyſer betkubnuß von dir ſcheydē. Dy clag triben ſy beyd biß in dy uacht vntz der han kreet da ſtund das kind lebentig auff vnd wolgeſundt. vnd ſprach got wil ſein freund eren. ¶ Es was ein brobſt in Engellanndt d̓ was den predigern gar veynd vnd betrubet ſie gar ſer wo er kundt oder mocht. da gieng er eines mals in iren kor. darumb ob er icht ſehe oder hoͤret vō in das er ſie geſchendē mocht. vn̄ da er lang wartet vnnd nichts ſah da ſchicket er ſein geſind von im vnnd verbarg ſich in einen winckel vnd meynet er wolt nit vō dannē kum men er ſehe dan̄ etwas damit er ſie geſchēdē mocht. Vnd die weil die bruͤder aſſen vnd vil erber leut mit in die ſie geladen hettē. da giēg d̓ broͤbſt vberal in dem cloſter hiu vnd her. da ſah er vberal nichtz vnnd meynet er muſt ſich des verbegen. vnd gieng da auff das ſchlaff hauß vnd ſah hin vnnd her. Da ſah er in eines muniches bett ein ſchoͤne iūckfrawen ſitzē die macht einē ſchappler gar von gutem tuch. da ward er fro vn̄ ſprach. Nun hab ich ein gute vrſach den orden zu ſchenden vnd ſprach zu d̓ Vorygryt aunckfrawen. Wan̄ kummeſt du oder wer hat dich her bracht. Sag mir wer iſt dein geſpōß. da thet die iunckfraw als ob ſie ſich forht vn̄ gab im keyn antwurt. Da ſprach er ich wil ye wiſſen welcher dein geſpons ſey. Da ſah in dy iunckfraw gar guͤtlich an vnnd ſprach. du biſt mein geſponß vnnd ich hab dir den ſchaͤppler gemacht mit meinen henden. vn̄ ich weyß dich auff den weg des ewigē lebens vnd ſolt in dē ordē kummē. damit verſchwād ſy. da gedacht im der brobſt wol es wer vnſer liebe fraw ge weſen vnd ward ſein gemuͤt verkert zuhād vn̄ nam den ſchaͤppler vnd trug in in den reuēter fur die bruͤder. Da erſchracken ſye gar ſer. da mocht der brobſt kaum gereden vnd ſagen vor weynen wie im geſchehen was. vn̄ begert von in das ſie im den orden geben. Da leget man im den ſchaͤppler an dē im vnſer liebe fraw ge machet hett vnd belib in dem orden vn̄ dienet vnſer lieben frawen biß an ſein end mit groſ ſer andacht vnnd dem lieben herren ſant do minico. ¶ Ein edle fraw die wz gar gewaltig die het einē man der wolt durch kurtzweyl auff einē waſſer viſchen da entſclupfft im ein fuß vnnd ertranck. da zoch man in herauß auff dz graß da was der frawen gar leyd vmb den iemer lichen tod den ir man genummē het. vnd betet vnd ſprach. Herr ſant dominice erkwick mir meinen man ſo wil ich furbaß zu dir geen got vn̄ dir zu lob. Da ſie ir gebet geſprach da ſtuͤd ir man frolich auff vnd wolgeſundt vnnd alls die das zeychen ſahen die lobten got darumb vnd ſant dominicū. Darnach kam die fraw zu ſeinem grabe vnd zeyget iren man dē bruͤdern den ſant dominicus erkwicket hett. ¶ Ein edler man der hieß Lodiſla d̓ hett ey nen iungen ſun der was im lieb vn̄ auch ſeiner frawē der ſtarb. da wurdē ſy gar ſer betrubet vnd man leget dz kind auff dy bare. da ſprach die fraw das man ein kleyne weyl bite vnd ſie ir kind ließ clagen vnd viel nider vnd claget ir groſſes leyd. da gedacht ſie an dy groſſen zey chen dy ſant Donunicus gethan het vnd rufft in mit ernſt an vnd gelobet im ſie wolt im eyn opffer bringen vnd wolt in furbaß eren dz er ir ir kind erkwicket. da ward das kind lebentit vnd ſie volbracht ir gelubnuß vn̄ dancket gott vnd ſant dominico mit groſſen freuden. ¶ Ein man der wz zu vngern der hieß Gothart vnd het ein ſun der hieß Dama der ſtarb da was dem vater gar leyd vnd er wachet mit allem ſeinem geſind vnd zunten vil kertzen an da neyget er ſich auff den ſun vnd ruffet ſant dominicū mit großem ernſt an biß d̓ han kreet da richtet ſich der ſun wider auff vnd ſprach. vater wie iſt mir dz antlitz alſo naß. da ſprach er. Es ſeynd mein heyß zeher wann du wareſt tod. da ſprach der ſun ſich hat ſant dominicus vber dein clag erbarmet vnd hat mir vmb got erworben das mir mein ſele herwider kam dz ich mein ſund buͤſe. da lobet er got vn̄ ſant do minicum. ¶ Ein man der wolt nit gelauben das er als vil zeychen thet der het einen ſuu der ſtarb im da kamen ſein freund vnd troſtē in vn̄ ſprachē er ſolt gentzlichen gelauben den zeychen dye ſaut dominicus thet. vnnd ſolt in bitten das er im ſein kind erkwicket das thet er. vnd bat dye gantze nacht mit groſſem ernſt vn̄ ruffet ſant dominicū an vnd bat in das er im ſein kind er kwicket vnd lebentig machet. da ſtund dz kind des morgens lebentig auff vnd wolgeſundt. vnd ſaget ſeinem vater wie genedigklichen im got getan hett. ¶ Iu d̓ zeyt was ein man achtzehē iar blind geweſen der rufft ſant dominicu mit groſſem ernſt an das er im zu hilff kem. vn̄ im vmb got erwurb das er geſehend wuͤrd. da gab im got ſein geſiht wider vnd ward geſundt. ¶ Ein Ritter wz von teutſchen landen d̓ hett ſant domnicū vnd ſant Franciſcū gar lieb der ward nach ſant Dominicus tod ein barfußer. vnd ward kuͤrtzlich darnach ſiech vn̄ ward ge ſtalt als ob er auſſetzig wer. vnd mocht eines nachtes als vbel das die bruͤder wolten wenē er wolt ſterben vn̄ gabē im vnſers herrē leych nam. Darnach entſchlieff er vn̄ ward enzuckt vn̄ ſah vnſern herren der het prediger cleyder an. vnd ſah die zwelffpoten vn̄ ſant Niclaus vnd ſant Martin die waren reylichen gekley det. Nun was im neulich ein lieber geſel tod der was ein guter menſch den ſah er auch vnd ſant dominicū vn̄ vil prediger die er vor het be kant. Da ſprach vnſer herr. der Ritter der nun ein barfußer iſt worden der hat dir vnd deine bruͤdern offt gutlich gethan d̓ iſt gar ſiech da uo nym dy engel zu dir vn̄ bad in dz er geſunt werd. da hulffen im die engel den ſiechen auß eine guldin ſchaff badē. vnd ſant Dominicus Bominico prediger ordens C wuſch dem ſiechen allen ſeynen leyb da ward er zuhand geſundt. Da daucht den ſiechen im geb ſant Vominicus zwelff brieff die hieß er in tragen in zwelff prouincia zu capitel das ſy das zeychen von im verkunten. Da greyff er nach den brieffen vnd fand keinen. damit er wacht er vnd was geſundt worden. da was er gar fro vnd ſaget das zeychen den predigern vnd den barfußren vnd dancket ſant dominico ſeiner genaden. Es was ein ſchuler von ſpangen lannd der hieß Niclaus d̓ lag durch lernung in Bono nia d̓ ward ſiech vn̄ lag vō ſant Michels tag biß zu pfingſten. da wurden im ſein huͤff dur kel den halff keyn ertzney der hoͤrt wie gar vil genaden ſant dominicus dē thet die in anruͤf ften. Da rufft er in auch mit groſſem ernſt an. vn̄ maß eine dacht vmb ſich vn̄ hieß ein kertzē daruber machen vnd hieß dy tag vn̄ nacht bey ſeinem grab brennen. vn̄ ruffet in mit ernſt an vnd ſprach. Herr ſant Dominice. Ich bin hye lang ſiech geweſen vnd gelegen on allen troſt hilff mir das ich geſund werd durch alle dy ge naden die dir got getan hat. vnd da er das ge ſprach da tufft er mit lautter ſtym vnd ſprach Es hat got wunder an mir getan. wan̄ ich bin geſundt worden. des ſag ich got lob vn̄ danck vnd dē lieben herren ſant dominico. vnd ſtund auff vnd gieng zu ſeine munſter vnd ſagt den bruͤdern das zeychen das er an im getan hett. vnd dienet im furbaß mit vleyß. ¶ Bey dem meer da leyt ein ſtat dy heyſt Carpis vō d̓ fur ein kyle mit menſchen vnd mit gut. vnd wolten gen genaw faren. vnd die weil ſy furē da kam ein groß ſturmwetter da waren ſye in groſſen engſten vnd forchten ſy muften all ſterbē. Da rufften ſy all got an vnd vil heyligen dz half ſie alles nit. Da was ein leyenbruder bey in d̓ ſprach. Wir ſollen all ſant dominicu anruffen vnd follen in bitten dz er vns allen auß dyſen noten helff vnd ſollen im geloben das wir im zu Genaw etwas zu eren wollen thun da hett er ein kirchen. da volgten ſie im vnd rufften in an vnd gelobten im dz er in auß der not hulff ſo wolten ſie mit andacht vnd mit brinnenden kertzen zu ſeiner kirchen wallē vn̄ barfuß kum men da gelag der ſturmwint vnd ward dz we ter ſtil. da wurden ſy gar fro vnd dauckten got vnd ſant domnico irr genadē vnd volbrachtē ir gelubt. ¶ Eines mals da was ein reicher froͤlicher iungling der hieß Sandar der ward̓ ſiech vn̄ wolt ſterben vn̄ ſah vil veind bey ſeinē bett. da erſchrack er ſer. wan es waren ſeiner ſund gar vil. vnd ſahe das er verdampt wz vn̄ der hym liſchen freud embere muſt. da wz im gar leyd vnd was in groſſen engſten vn̄ gedacht an die groſſen genad dy ſant dominicus dē menſchē thet vnd rufft in an mit ernſt vnd bat in durch ſein heyligkeit das er im vmb got erwurb friſt ſeines lebens ſo wolt er ſich beſſern. da ſah er ein prediger vor im ſteen recht als ſant domi nicus was. vnd ſah dz er die veind all mit ſey ner kappen von im treyb. Vnd ſprach zu dem ſiechen ſteeauff vnd biß geſundt vnd laß dem boͤſes leben vnd beſſer dich. wan̄ dir hat gott friſt geben. da ſtund er auff wolgeſundt vnnd dancket got vnd im der genaden. ¶ In der ſtat zu Plecie was ein reicher bur ger der gab nit gern durch got. vnnd trachtet nur wie er vil gutz gewunne der hett ein gute frawen die was barmhertzig vnd gab geren durch got. das thet dem man gar zoren. Nun beychtet dy fraw dē predigern vn̄ thet in gar gutlich. Iu eine mal da hetten dy prediger nit weyn. Da ſandt in dy fraw des beſten weyns mit forchten auß dē vaß heymlich vor dē man̄ Darnach hieß im der man des ſelben weyns auch bringen. da wolt dye fraro wenen es wer mer in dem vaß vnd hieß ein meyd des ſelben weyns bringen. vnd da ſie zu dem vaß kam da fand ſie nur heffen. das ſagt ſy d̓ frawē heym lichē. da erſchrack ſie gar ſer vnd ſprach. beſih ob du icht mer vindeſt vnnd gieng an ir gebet vnd rufft ſant dominicū mit ernſt an vn̄ bat in das er ir auß d̓ not huͤlff das ir man nicht zor nig wurd. vnd ſaudt die meyd zu dē drittē mal dar. da giēg ſy wiligklich fur dz vaß da fand ſy es vol gutes weyns. vn̄ da in d̓ man getrack da wundert in ſer dz d̓ weyn als gut wvas. Da rechnet dy fraro das ſy vnd ir man vn̄ ire kind vnd die prediger vier monat hetten auß dem vaß getruncken. Da d̓ man das hoͤret da ward er als goͤtlich vnnd als milt das er furbaß nit zurnet wie vil dy fraw durch got gab. Da na men ſy zuͦ an miltigkeit vnd hetten got lieb. ¶ Ein frawo het ein tochter dy wz in der ſtat Auguſta. die fraw het ſant domnieu gar lieb. vn̄ dienet im mit almuſen vnd mit kirche geen vnd het dy tochter auch lieb. da ſie nin zu ren Von ſant tagen kam da wouchß ir ein groſſer ſteyn dz ſie daran ſchier muͤſt todt ſein. da ſprach dye mu ter nun hab dir ein geteyltes ob du lieber woͤl leſt ſterben oder ob du dir dē ſteyn woͤlleſt laſ ſen ſchneydē. da ſprach ſie. alle die peyn die ein menſch geleyden mag dy iſt geringer dan̄ der tod. Ich muͦß doch verderben ſo wil ich lieber ſterben. da ruffet dy muter ſant Dominicū mit ernſt an vnd bat in dz erirem kind hulff dz ſi geſundt wuͤrd. vnd ſprach zu irr tochter dz ſie in auch anruffet das thet ſy vn̄ entſchlieff. da trarompt d̓ tochter wie ſant dominicus fur dz bett koͤm vn̄ ir den ſteyn ſchuyt. vn̄ geb ir dē in dy hand vnd ſprech. Du haſt mich angerufft. darumb bin ich zu dir kumen vnd hab dich ge ſundt gemacht. da erwacht ſy vor frewdē. vnd fand den ſteyn in d̓ hand. da rufft ſy laut. mu ter ich bin geſundt worden. da ward ſie fro vn̄ nam den ſteyn vn̄ trug in zu den predigern vn̄ ſagt in das zeychen. vn̄ hieng den ſteyn zu ſei ne grab vn̄ er hangt noch do. ¶ Da man ſant Dominicus hochzeyt begieng als er erhaben ward mit d̓ tagzeyt vn̄ mit dē ampt da mā ge ſungē het in ſeiner ſtat da giēge dy leut heym da ſaß ein fraw vorirer tur vn̄ ſpan vn̄ achtet d̓ feyernit. da gieng ein fraw fur ſy vn̄ ſprach zu ir. wy tuſt du als thorlich das du nit zu kir chen geeſt vnd got lobeſt vnd den heyligē des hochzeyt mā heut begeet. da antwort dy fraw was habt ir not mit ewern predigern. vnd mit ewerm newen heyligen ir mugt wol der brud̓ feſponß ſein. das rach got als bald an ir. wan ir fluſſen wuͤrm auß iren augen vnd vil vnrey nigkeit. da ſprachē die leut zu ir dz ſie furbaß d̓ heyligen nymmer ſpottet wan̄ gott rech ſein heyligen. Da rufft ſie ſant dominicū an vn̄ ge lobt im ſie wolt in alle zeyt eren. vnd hieß ſich furen zu ſeinē altar das theten die bruͤder vn̄ baten fur ſie. da viel ſy fur den altar nyder. da thet got ein wunder vnd gab ir ire augen wid̓ durch ſant Dominicus willen. da ward ſie fro vn̄ dancket im ſeiner genadē vn̄ feyret im fur baß mit vleyß. ¶ Iu Tripolis vor d̓ ſtat iſt ein frawen cloſter prediger ordens darin̄ was ein fraw die wz von Bolonia dy hieß Maria. vn̄ das cloſter hieß Magdalena. Dye frar was zuchtig vn̄ tugentlich vn̄ hutet ſich vor ſundē. vn̄ wz gehorſam. vnd ward ſiech vn̄ lag funff monat. Darnach gieng ir der ſiechtung in eyn beyn vnd in ein hufft das ſie nur an dē rucken muſt ligē vn̄ mecht als vbel das ſie ein gantze wochen on ſpeyß was. da gewan man ertzt dy ſprachē man ſolt ſy in irr muter hauß trage. da moͤcht man ſie baß geſalben vnd gebaden. da ſie das hoͤrt da wz ir leyd darumb dz es nit ge wonheyt was. vn̄ ſprach zu d̓ muter. ich wil lie ber durch got ſterben wan̄ das ich dy gewon heit auff bring. da ſprach die muter. Ich hab dir an ewerm meyſter vrlaub genummen. Da ſprach ſie. Ich furcht es kum ein boͤße gewon heyt da von. Da ſprach ir ſchweſter in dē Clo ſter. ich mag dir nymmer gewachen vnd gedie nen vn̄ vberkamen ſie das ſie ſich in irr muter hauß ließ tragen vn̄ da man ſy darein bracht da ſprach ſie mir geſchech wie gott wil. Vnd ward weyne vn̄ bat got das er ſich vber ſie er barmet vn̄ ir ir ſund vergeb. vnd rufft ſant do minicu mit ernſt an vn̄ bat in dz er ir furſprech wer vn̄ ir vmb got erwurb dz ſy kurtzlich ſtuͤrb od̓ ſchier geſund wuͤrd. vn̄ ſprach da. herr ſant Dominice. Ich etman dich groſſer miltigkeit vnd bit dich das du dich mein krauckheit laſt erbarmen vnd hilff mir das ich geſundt werd des getraw ich dir wol. vn̄ da ſie in alſo anruf fet da kamen drey clar prediger. das ein was ſant dominicus der leuchtet in dē hauß als d̓ ſunnen glauſt. da erkant ſie in wol von der ge nad gottes. vn̄ ſprach zu im. mein lieber vater du muſt ewigklichen darūb gelobt ſein das du zu deiner dienerin kummē biſt mach mich ge ſundt od̓ nym mich von dyſer welt. Da ſprach er. Warumb wereſt du als gern geſundt. Da ſprach ſy daruͤb dz ich got gediene moͤcht. Da na er ein clare ſalbē auß ſeiner kappē dy het er von engelland bracht d̓ iſt wenig auff erdē dz iſt dy ware gottes liebe. vnd iſt ein figur. vnd albet ir ire fuß vn̄ huͤfft mit ſeiner hymliſchē handt. Da ward ſie als bald geſundt. Vnd er ſprach. liebe tochter die ſalb die iſt tewer vnd von gott kūme. da ſprach ſy. ſie iſt dy war liebe die mag nyemant vergeltē. damit verſchwand er. Da traumpt irr ſchweſter nach d̓ mettē wie ſaut Sominicus ſihtiglich fur ir bett koͤme vn̄ ſpreche zu ir. Ich hab dein ſchweſter mariam geſundt gemacht. da hieß ſy es des morgens erfaren ob es alſo wer. da was es war. Da wz ſy fro vnd̓ dancket got vn̄ ſant dominico irr ge naden. vnd als dy fraw außwendig geſunt wz wordē alſo bereyttet ſy got inwēdig in gatzer volkummenheit. das ſy in rechter demutigkeit Oſwald dem Runig .CI. vnd reynigkeit lebt vntz an ir erd. Sant domi nicus ſel kund nichtz dan̄ got lieb haben. wan̄ ſy was engliſcher artt vnnd was vol goͤtlicher lieb vnd ſein hertz ward nye betruͤbt von toͤd lichen ſunden vnd ſein hertz wz auch frewdē reych vnd wz all zeyt minigklich geſtalt. Nun helff vns ſant dominicus auch zu den ewigen frewden da er iſt. Amen. ¶ Von ſant Oſwald dem kunig. Er lieb herr ſant Oſ wald was ein guter criſten vnd was tugentlich vnnd frum vnd hett gott lieb vnd gab vil almuſen vnd beſchirmet wit ben vnd weyſen vnd eret vnd furdert dy pfo fen vnd was hert wider die vngelaubigen. da uon furſah in got vnd wolt in zuͦ einem kunig haben vn̄ da man in zu kunig wolt weyhen da zeran des Creſems das was gottes will. wan es kam ein rab von hymel vnd bracht ein gul dene buchßen mit Creſem in dē ſchnabel dat zu vnd dem raben hieng ein brieff an dē halß Vnd der brieff was verſigelt mit einem gul den creutz vnd der rab kund latein reden. vnd ſprach. Ich bring den Ereſem von hymel. Da laſen ſie den brieff daran ſtund geſchriben dz in ſant Peter ſelber geſegnet hett. vn̄ der rab beleyb darnach in ſant O ſwalds hoff. Da er nun kunig ward da lebet er aber ſeligklicher denn vor vnd ſtreyt gewonlichē wider die hey den vmb criſten gelauben. vnd bezwang auch herren vnd ſtet das ſie im zinſen muſte. vnd er ward auch alſo mechtig das im alle tag drey zehen kunigreich dienten vnd neuͤn Ebtey vnd zwelff biſtumb vnd ein groß volck dz im dient Der herſchafft vbernam er ſich mt vnd was demutig vnd het got vor augen. vnd dient im tag vnd nacht mit groſſem vleyß dauon was got mit im. Es muſten auch Runig hertzogen grafen vnd freyen buͤrg vnd laund von im em pfahen. Vnd da er nun als tugentlich lebt vn̄ als ſeligklichen gegen got vnd dem menſchen da meynten dy herren er ſolt ein iunckfrawen nemen. Wann ſturb er on erben ſo beſeß einer ſein gut vnnd reich dem es nye ſauer wer wor den vnd dyſen ratt het er von zwelff kunigen. Nun kam als bald ein alter man von dem wil len gottes der hett einen langen groen bart d̓ trug ein palm vnd ein ftab in ſeiner handt. In ethlichen buchern ſtet geſchriben es wer eyn engel der ſtellet ſich ſam er eyn waller wer. da empfieng in ſant O ſwald gar gutlichen vnd furt in in ſeinen palaſt. Da ſprach der olt man Ich bin ein weyſſag vnd ſeind mir zweyundſi bentzig land bekant vnd thu dir kundt vō got das du ſolt ein iunckfrawen nemen die iſt ey nes heydniſchen Runiges tochter der heyſſet Gaudon vnd die iunckfrawheyſt Pia. vnd iſt zumal ſchoͤn vnnd iſt gottes will das du dar umb ſtreyteſt. vnd ſie zu dē heyligē criſten ge lauben bringeſt darzu hat ſie got furſehen. da ſprach d̓ ieb herr ſant Oſwald. Nun kab ich Von ſant nyendert einen diener der mir dye botſchafft wurbe vn̄ der ſich in das lannd kundt verrich ten. Da ſprach aber d̓ alt man vnd ſendeſt du tauſent man̄ dar die ertodtet ir vater all. Wan̄ da ſie geborē ward da na er ſie auff dy ſchoß. vn̄ legt ir drey vinger auff ir haubt vn̄ ſchwur drey eyd in heydniſcher ee das er ſie nymmer mer keinem man̄ wolt gebē er gewuͤnne ſy dan̄ im mit herten ſchwertes ſchlegen an. Da was ſant Oſwald gar leyd vnd weſt nit wie er tun ſolt. Da ſprach aber d̓ alt man. Du haſt einen wolrededen raben an deinem hoff wol zwelf iar erzogē der erwirbt dir dy iunckfrawen fur war. Darnach hieß im der lieb herr ſant Oſ wald den raben bringen da wolt er nit zu im fliegen. da was dem Runig aber gar leyd. Da ſprach d̓ alt man gehab dich wol got d̓ ſchick et dir in gar ſchier herwider. vnd als bald da flog der rab fur den alten man auff den tiſch. vn̄ ſprach zu im dz er ſeinē herren gar got wil kummen wer. Da ſprach ſant oſwald nun hab ich dich zwelff iar gehabt dz ich dich nye als menſchlich hab hoͤren reden damit verſchwād der alt man. Da ſchreyb der lieb herr ſant Oſ wald die zwelff ſtuck chriſtenlichs gelaubens an ein brieff lein vn̄ neet dem vogel den brieff vnder ſein gefider vn̄ ein vingerlein darzu. vn̄ beualhe im das er der iunckfrawen dz brecht des kuniges tochter vnd beualh im auch dz er ir ſaget das er ſie lieber het dann keyn andere iunckfrawen oder keynen menſchen auff erd trich damit nam der rab vrlaub. Da empf alh in ſant Oſwald vnſerm herrē vnd vnſer liebē frawen. da ſchwang ſich der rab auff vn̄ flog vnd kam an dem neunzehenden tag zu des ku niges Gaudon buͤrg. vnd flog vber des kuni ges tiſch vnd neyget im vnd der iungen kuni gin vn̄ ſprach. herr gebt mir vrlaub mit ewern huͤlden etwas zureden vnd frid biß ich vō hyn nen kum̄ durch got vn̄ durch aller frawen wil len. Da der kunig hoͤrt das der rab alſo redet. da nam in groß wunder ab ſeiner red vnnd ab ſeiner geberd. vn̄ ſprach zu im. du haſt als gar ſchoͤn frid vnnd vrlaub genummen das ich dir nichtz verſagen mag. nun red was du wilt. Da ſprach der rab. Hich hat mein herr ſant Oſ wald der kunig von Engellandt her geſandt. vnnd bit euch vleyſſig das ir im ewer tochter gebt das iſt gottes wille vnd ſeiner lieben mu ter marie thut ir das ſo werd ir ſelig. da das d̓ kunig hoͤrt das der rab got vnd mariā ſein lie be muter nat da ward er gar zornig vnj̄ ſprach man ſolt in durch gott vn̄ marie willē vahē vn̄ ſolt in toͤtten. Vnd da die iunckfraw die bot ſchafft hoͤret die ir ſant Oſwald embotē het da gewan ſy als bald ein groſſe lieb zu im. vn̄ was ir leyd vmb den raben vn̄ ſprach zu irem vater. vn̄ toͤttet man den vogel ſo mag ich nym mer froͤlich werden. Nun haſt du im doch vr laub geben vn̄ frid zu reden dz du dz brecheſt das ſtund dir zumal vbel an. da ſprach der va ter. liebe tochter gehab dich wol vnnd hab dir dē vogel vn̄ thu da mit wz du wilt. da ward dy iunckfraw gar ſer fro vnd nam den vogel vnd trug in mit ir in ir kamer vn̄ halſet in vn̄ kuſſet in vn̄ trucket in lieblichē an ir bruͤſt. vn̄ ſprach zu im lieber rab ſag mir mer von deinē herren ſant Oſwald. Da ſprach er nempt mir einen brieff vnd ein guldins vingerlein auß meinem gefider das hat euch mein herr geſandt vnnd hat euch bey mir embotē dz er euch lieber hab dan̄ kein andre iunckfrawen oder frawē auff erdtrich. vnd da ſie an dem brieff gelaß dz ſie da von ſelig wurd hie vn̄ dort ſo ſy die zwelf ſtuck gelaubet des heyligē gelaubēs. da ward ir hertz als bald erzundet vō dē heyligē geyſt das ſy das gentzlich gelaubet. vnd ſchreyb im einen brieff hinwider vnd neet den brieff dem raben vnder ſein gefider vnd nam ein vinger lein darzu vn̄ ſprach zu dem raben. das bring deinem herren vnnd ſag im mer darzu das ich keynen menſchen lieber hab dan̄ in. vnd ſprich das er got bitt das alles dz geſchech zwiſchē vns beyden das er an dem brieff geſchriben find. vnd ſprich das er mich auff den negſten ſumer hol mit zweyvndſibentzig kylen. vnd dz er zu yeglichem kyelnem tauſent man̄ vnd rit ter dy kuͤn ſeind. vnnd das ſy zu in nemen auff acht iar eſſen vnnd trincken. vnnd das er dich auch zu im nem anders er kund mich nymmer mer auß der heydenſchafft bringen. Da floc der rab von dannen. vnd ſie empfalh in got vn̄ ſeiner lieben muter maria. An dē neunten tag da was der rab vntz vber meer geflogen. Da was als ein groſſer wind das im der brieff vn̄ das vingerlein in das meer viel. vnd das ver ſchland als bald ein viſch. da was im gar leyd vnd er ſaß auff ein ſteyn. da fand er eine gutē einſydel ſitzen. d̓ ſprach zu dem raben. ſag mit etwas von deinem herren ſant Oſwald. Da Szgeeeerderet geeeree Txx. ſprach der rabe. Wer hat euch meinen lieben herren ſant Oſwald zu erkennen geben. Da ſprach der eynſidel. Mir hat vnſer lieber herr Ieſus criſtus der almechtig got dreyſtund in dem iar kundt getan das ich fur in bitte. Da ſprach der rabe. So laß ich dich furwar wiſ ſen das mich mein herre ſant Oſwald vber meer hat geſandt zu eines heydniſchē kunigs tochter die hat im einen brieff vn̄ gar ein ſchoͤ nes vingerlein geſandt das iſt mir in dz meer gefallen. da ſprach der Eynſidel das laß nur got walten vn d vnſer liebe frawē. vn̄ er knyet nyder vnd rufft got an mit groſſem ernſt. vnd ſchlug ſichſelber durch gottes willen. da erhoͤ ret in vnſer lieber herr vn̄ ſein liebe muter ma ria vnd gebot einem engel dz er dem viſch dē brieff vnd das vingerlein nem. das thet er zu hand. vnd der eynſidel der neet dem raben dē brieff vnnd das vingerkeyn wider vnder ſein gefider vnd beualh in vnſerm lieben herrē vn̄ vnſer lieben frawen. da flog der rab biß an dē neunten tag biß er zu ſeinem lieben herrē ſant Oſwald kam. Da ward der herre gar ſer fro. vnd nam ſeinen raben vn̄ ſtreychet in gar lieb lichen vn̄ ſprach zu im. wz ſageſt du mir guter mer von der iungen kunigin. da ſprach der rab zu im. Nempt mir einen brieff vn̄ ein guldins viugerlein auß meinem gefider das hatt euch dy iung kunigin geſandt. vnd hat euch embotē ſy hab auff erdtrich nyemant lieber dan euch. vnd ir foͤlt den brieff leſen vnd ſolt got bitten was daran ſtee das das ſchier zwiſchen euch beydē geſchehe. Darnach ſprach aber der rab die Iunckfraw hat euch auch emboten ir ſolt ſie in dem negſten ſumer holen mit zweyundſt bentzig kylen. vnd ir ſolt mich mit euch nemen anders ir mugt ſye nit auß der heydenſchafft bringen. vnd ſaget im die mer alle. da laß ſant Oſwald den brieff vnd ließ die kyel machen. vnd hieß ſie mit liechtē karfunckelſteynē ma chen das ſye da von bey der nacht gleych als vil ſahen als bey dem tag. vnd die kyel wurden erſt bereyt vber zwey iar. Da nam er neun ku nig mit im vnd vil hertzogen vnd grafen. vnd zwelff biſchoff vnd neim Ebt vnd ſunſt vil rit ter vnnd knecht biß das ir zweyundſibentzi zi tauſent wurden. Vnd hieß vil creutz machen. vnd gab yedem eins das trugen ſy an irem ge wandt. Vnd er troͤſt ſy vnd ſprach zu in allen. gehabet euch wol vnd ſtreytet froͤlichen. wan̄ welcher vnder euch ſtirbt in meinem ſtreyt der. ſol des ewigen lebeus ſicher ſein. vn̄ fuͦren da in dem namen vnſers herren Ieſu chriſti vnd kammen in achtzehen wochen zu dem heydni ſchen kunig. Vnd da ſant Oſwald ſein burg auſah. Da ſprach er. Ich wil vor zu der iunge kunigin ſenden das ſye mir rat wie ich ſie nun gewinne. Da het ſant Oſwald des raben da heym vergeſſen. Da ward er gar ſer betrubt. vnd rufft vnſern herren vnd vnſer liebe frawē an vnd bat ſye das ſye im hulff. Da gebot vn ſer liebe fraw einem Eugel das er den raben brecht das thet er. vnnd vnſer liebe fraw gab als ein groſſen windt d̓ furt dē raben in acht zehen tagen zu ſant Oſwald. da ward er gar fro vnnd empfieng in lieblichen vnd ſandt in zu der iunckfrawen in ir kamer vnnd embot ir ob er vmb ſy ſtreyten ſolt das ſy in dz ließ wiß ſen. Da flog der rab durch ein venſter zu der Iunckfrawen inn ir kammer. Da ward ſy gar fro. vnd nam in an iren arm. da ſaget er ir was ir der heylig kunig ſant Oſwald emboten het Da ſprach ſie zu dem raben. Du ſolt ſprechen zu ſant oſwald er ſol fur meines vaters burg faren vn̄ ſol da ein gezelt auff ſchlahē vnd ſol zwelff goldſchmid mit im bringen. vnd ſol ey nen rodten gulden Adler ob im auff das ge zelt machen der ſol ſein recht ſam er lebe vnd als er hyn fliegen woͤll. vnnd ſol einen groſſen kram auff ſchlahen vnd wer ſie fraget was ſie wollen ſo ſullen ſye ſprechen ſie haben gehoͤrt man hab mich eynem reichen kunig gegeben. darumb ſein ſie her kūmen ob die iunckfraw en icht vingerlein bedurffen das ſie die vmb vns kauffen oder laſſen machē. Darnach nam der rab vrlaub vnnd flog von der kuingin vnd flog da zu ſeinem herren vnnd ſagt im die bot ſchafft wider. Da nam Runig oſwald zwelf goldſchmid mit im vnnd kam fur des Runigs Gaudons burg. vnnd ſchlug das gezelt auff vnnd macht den kram. vnnd einen Adler auff das gezelt. das erſah zuhand ein heydniſcher man vnd ſagt es dem kunig Gaudon. da giēg er vnd ſein fraw vnd alles ſein geſind zu dem kram vnnd ſchauetten den kramſchatz vn̄ den Adler gar eben. Vnnd da der Runig Gau don ſah das ſie alle creutz trugen. Da ward er gar ſeer zornig. vnnd ſprach all zuhandt zu in. Ich ſih gar wol das ir Criſten ſeyt warumb ſeynd ir in meyn lannd vnnd herſchafft kum Soreeeget men. nun laß ich keynen criſtē leben d̓ in mein land kumpt. Da ſprach ſant Oſwald. wir ha ben gehort ir habt ewer tochter einem reichē kuͤnig gebē. darumb ſey wir her kummē ob die iunckfrawen icht vingerlein bedurfften. oder ob ſy ichtz wollen laſſen machē. bedurfft ir vn ſer nit ſo laſt vns wider heym faren. Nun het ſant Oſwald ein hirſen d̓ wz aller vber guldt. der lieff gar bald vnd etwa ſtet geſchriben es wer ein engel. den hirſß ſchawet der kunig vn̄ alles ſein geſind der geuiel in gar wol vnd ſa hen in geren. da gebot der kunig allem ſeinem volck das ſie im den hirſß hulffen vahen. vnd iaget dem nach mit allen ſeinen dienern. So thet er ye vnderweylen ſam er ſich wolt laſſen vahen vnd ſtund ſtill vnnd lieff dan̄ aber bald vnd alſo iagten ſie dem hirſß nach biß an den bald das ſah die iung kunigin an der zynnen. vnd ſprach zu vier iunckfrawen ich muß ye dē hirſß auch ſehen darzu ſolt ir auch mir helffen Da ſprachen ſie das woͤll wir geren thun vnd ſy legten manßkleyder an. Da wz die thuͤr mit vier rigeln verſpert. da rufft dy kunigin vnſer liebe frawen an vnd ſprach. Maria du hymli ſche kunigin hilff mir das ich ein gate chriſtin werd vnnd das ich zu ſant Oſwald kum̄. Da zerſprungen als bald die rigel. da ward ſy gar fro vnd ſprach zu den vier iunckfrawen. Wie moͤcht vnſer got machmet dz gethun. vn̄ giēg da zu ſant Oſwald in ſein gezelt. Da ſtund er gegen ir auff vnd ward fro vnd empfieng ſie gar freuntlichen vn̄ ſprach da. Nun wolauff ir herren ich hab dye iungen Runigin. Nun laſt die gezelt ſteen. Nun hett die iung kuni gin ein kron mit ir bracht die ſetzet ſie auff vn̄ het auch vil reylicher kleynet mit ir genummē. Da macht ſich ſant Oſwald von dannen mit ſeinem geſind vnnd mit ſeiner lieben kunigin. Da nun kunig Gaudō heym kaꝫ vn̄ dē hirſßē lāg het nach geiagt mit ſeinē geſind da ward er innen das er ſein tochter verlorē het. da wz im gar leyd vnd thet im gar zoren vnnd eylet ſant Oſwald nach mit groſſem geſind. vnnd fand ſein tochter bey im ſitzen. da ſprach er. ir habt mir mein tochter hin gefurt darūͤb muͤſt ir den tod leyden. Da ſprach kunig Oſwald. Ich wil gern mit euch ſtreyten. Alſo ſtryten ſy biß an den dritten tag. da erſchlug kunig Oſ wald dem kunig Gaudon vil volcks zetod. vn̄ geſiget mit der hilff gottes vnnd ſprach zu dē kunig. ſchweher ir ſolt euch laſſen tauffen od̓ ir muſt ſterben. Da ſprach kunig Gaudon ich laß mich nit tauffen ir machet mir dann mein volck wider lebentig. da ruffet ſant oſwald vn ſern herren mit groſſer andacht an. da erhoͤret in vnſer herr von ſeiner guͤte vnd wurdē all wi der lebentig. dennocht wolt ſich der kunig nit laſſen tauffen. vnd ſprach er wolt anderweyd mit im ſtreyten. vnd ſtryten biß an den dritten tag da geſiget aber der lieb herr ſant oſwald mit der hilff des almechtigē gottes vn̄ ſprach aber zu ſeinē ſchweher. er ſolt ſich laſſen tauf fen oder er muſt ſterben. Da ſprach kunig gau don er wolt ſich nicht laſſen tauffen er macht dan̄ das auß einē herten ſteyn ein ſchons waſ ſer gieng. Da hub der lieb herr ſant Oſwald ſeinen fuß auff in dem namē gottes vn̄ ſtieß an einen ſteyn da mit. da floß zuhand ein ſchoͤ nes waſſer herauß das was alſo tieff das es einem man̄ biß an ſein knye gieng. vnd auß dē waſſer da tauffet der lieb herr ſant Oſwald ſeinen ſchweher Gaudon. vnd hieß in Runig ſymon. vnd an dem dritten tag da taufft ſant oſwald dy iungē kunigin vn̄ ſeines ſchroehers diener vil. Darnach rayt kunig Symon wider heym mit ſeinen herren vn̄ ſaget ſeiner frawē wie es im ergangen was vn̄ ſaget ir als vil vō Criſten gelauben biß ſie ſich tauffen ließ vnd tauffet da biß an den achtzehende tag alle dy die in ſeinē lannd waren. Da furet d̓ lieb herr ſant O ſwald ſeinen gemahel mit gutem frid heym zu Engellandt. vnd er hett vierzehe tag groſſe wirtſchafft vnd freud vnd lebten gat reynigklichen vnd keuſchlichen vnd verzerten ire zeyt teglichen mit got nach ſeinē lob. Sāt oſwald was voller weyßheit vnd was warhaſ tig vnd gerecht an dem gericht vnd wz voller tugent vnd ſaß nymmer zu tiſch er het dan̄ vor vil tauſent menſchen geſpeyſt vnd gab in dz al muſen ſelbſt mit ſeinen henden. ¶ Eines mals da was er zu tiſch geſeſſen vn̄ het vor vil armer geſpeyſet. Da kamen vil bil grim die baten vmb das almuͦſen. da nam ſant oſwald dy gulden ſchuſſeln darauß er aß vnd hieß ſy dem bilgrim geben vnd ſprach. Es iſt nit gut das mein herr Ieſus criſtus ler vō mir gee der in bilgrimß weyß zu mir iſt kummen. Wan wen̄ ich zu im koͤm ſo ließ er mich ler vō im geen. vnd ſprech. Ich kenn dein nit wan̄ du haſt mein nit bekant die weyl du lebteſt vn̄ da Oyaogrrd dem yegnng TIII. er dz geredet da ſaß ein heyliger biſchoff bey im ob dem tiſch der hieß Aianus der nam des kunigs gerechte hand vn̄ kuſſet die vn̄ ſprach Die gerechte hand des kunigs erfaulet nym mermer. Wan̄ es werden vil armer menſchen durch ſy getroͤſt vnd geſpeyſet. vn̄ dz geſchah auch. wan ſein hend ſeind noch friſch vn̄ ſeind in ſilber gemacht vnnd man behelt ſie in ſant Peters munſter da erent ſy die menſchen mit andacht. Der lieb herre ſant oſwald hieß ein glockē machen die dy armen menſchen leuten wen̄ ſy fur in wolten vnd wen er die glockē horet leu ten ſo richtet er zuhand. vnnd wo er hin fur ſo muſt man im die ſelbē glocken mit im furē. vn̄ hett auch verboten das keyn reycher man dye glocken torſt leuten. wan̄ er richtet den armen ee dan̄ den reychen. das tund nun die furſten nit ſy richten den vil ee da von ſy gefuͤdert mu gen werden. Der lieb herr ſant oſwald muſt gewoͤnlichē ve ſtreyten wider drey kunig vmb den criſten ge lauben. wan̄ er het groſſe lieb zu dē criſten ge lauben. Der erſt kunig was von Vorhay. Der ander was von Brittania. Der drit was d̓ ku nig Mericiorū der was gar mechtig. Vnd dy drey kunig theten im gar vil zu leyd. vnd muſt auch vil vmb ſein land mit in rechten. vnd wie vil er weltlicher ſorg vnnd geſchefftes hett ſo dient er got demutigklich tag vnnd nacht mit beten mit vaſten vnd mit wachen vnnd mit vil ander guter vbung. Dauon was got alle zeyt mit im. vn̄ zuletzſt ryten die drey kunig in ſaut oſwalds lannd vnd emboten im dz er ſich dar auff bereytet ſo wolten ſy an dem andern tag mit im ſtreyten auff dē weyten veld in Engel landt. vn̄ da der heylig kunig ſant oſwald des morgens mit den kunige wolt ſtreytē da rufft er des nachtes vnſern herren mit ernſt an vnd beualh ſich vnd ſein geſind vnſers herre guͤte vn̄ hieß ein creutz auffſtecken vn̄ da ſein herre entſchlaffen waren. da ſprach die ſlym gottes zu im. O biß fro du mertrer gottes vn̄ du vu ſigloßer ritter. wan̄ du biſt morgē ein beſitzer des hymelreichs mit allem deinē geſind vnnd her. von der ſtym̄ ward er ſer erfreuet vnj troͤ ſtet ſein her vnd ſprach. O ir allerſterckſtē rit ter Ieſu chriſti ſeind ſtarck in dem ſtreyt vnd vechtet wider die vngelaubigen ſo beſitzet ir das ewig reich. Darumb ir allerliebſten bruͦder vnd ritter chriſti hebt ewer hend vn̄ hertz zu got vnd bitet in das er euch helff mit ſeinē engeln. vnd da er dz mit in geredet het. da er ſcheyn ein groß liecht ob im. vnnd ſprach dye ſtymm gottes zu im. du wirſt ewigklichen mit mir leben. vn̄ darnach kam ein groß heer vnge laubiger an ſye. vnnd bunden ſant oſwald gar ſchwerlichen vnd erſchlugen im ſeines heerß gar vil. Da er das ſah. da ſah er auff zu got vn ſprach. Herr Ieſu chriſte du almechtiger got nym ir ſele zuͦ dir die ſich in deines namen ere in den tod haben geben. vn̄ zuhand da ſah er dy engel gottes von hymel kummen die furtē ſeiuer diener ſel gar frolichen vn̄ mit groſſen frewden zu hymel. Da er das ſah da ſprach er Nun ſtirb ich deſter froͤlicher. Wann ich ſih meiner diener ſel vor mir in den hymel faren. Vnd ſprach darnach. Herr Iheſu chriſte du almechtiger got ich empfilh dir meinen geyſt. vnd verſchied alſo mit den wortē. Da fur ſein ſel zu den ewigen freuden. Da claget man in gar ſer vnd begrub in mit groſſer andacht. da thet gott groſſe wunder durch ſeinent willen vnnd thut es noch allen den menſchen dye zu ſeinem grab kummen den thut gott gutlichen durch ſeines dieners willen ſant oſwald. wan̄ wer zu ſeinem grabe kumbt vnnd in mit ernſt anruffet es ſey vmb ſiechtumb oder wz im an leyd der wirt es alles von im gewert. Darnach vber vil iar als der heylig kunig ſant oſwald erſchlagen ward. da wolt ein Rit ter zu ſeinem berg reyten. vnnd da er auff das feld kam darauff d̓ heylig kunig ſant oſwald erſchlagen ward. da ward ſein roß gar ſiech das er muſt geen. vnnd treyb ſein pfert vor im da leget es ſich nyder gar vnnd wand ſich hin vnd her vor groſſem ſchmertzen. da was dem ritter gar leyd vnnd meynt es wurd als bald ſterben. Vnnd da es ſich lang hin vnnd her gewaltzet. da kam es an die ſtat da ſant Oſ wald gemartert vnnd begraben ward. da ruet es ein weil vnd ſtund da auff vnd beyß in das gruͤn graß vn̄ raufft es guͤtlichē auß vn̄ aß es als garluſtigklichen vnd ward geſund von al lem gebrechen. da ward der Ritter gar fro. vn̄ dancket got. vnd verſtund ſich wol das an der ſtat ein heyliger menſch wer begraben. Wan̄ er was gar weyß vnnd merckt dye ſtat vnnd reyt da zu ſeinem berg. Da hett der wirtt eyn tochter die het das paraliß geſchlagen vand Voſf faſſt lag in groſſer kranekheit. da er das hoͤrt vnnd ſah da ſaget er in wie ſein pf erd an der ſtat ge ſundt wer wordē. da ſy das hoͤrten da baten ſy den ritter dz er mit in an dy ſtat ryt dz thet er. da furten ſy die iunckfrawen an die ſtat da dz zeychen geſchehen was. da entſchlieff ſye vnd da ſye ein weil gelag da machet ſye ſant Oſ waldt geſundt. da erwacht ſy vnnd ſtund froͤ lichen auff vnd dancket got ſeiner genadē. vn̄ fur mit iren freunden wider heym. vnd ſagten das zeychen vberal. Darnach kame gar vil mē ſchen an die ſtat vnd wurden geſundt von ſey ner heyligkeit. ¶ Iu der zeyt da kamen etlich man̄ von Brit tama auch an die ſelben ſtat da ſant Oſwald begraben ward vnnd ſahen das der ſelb fleck da ſant O ſwald lag gar ſchoͤn vnd gruͤn was Da was ein weyſer man vnder in der ſprach. dz d̓ anger als gruͤn iſt wider das ander feld. das iſt ye ein zeychen das ein heyliger menſch da erſchlagen vnd begraben iſt. vnnd grub da ſant Oſwald gebeyn ein teyl auß vnd thet es in ein tuch vnd gedacht im ich wil vil menſchē geſundt machen da mit. vnnd kam darnach zu einer groſſen wirtſchafft da warē vil menſchē die aſſen vnd truncken vn̄ empfiengē in ſchon vnd luden in das er mit in aͤſſe. da hieng er dz gebeyn in dem tuch an die wand vnd aß mit in vnd da ſie alſo aſſen vnd truncken da ward dz hauß als ſer brinnen das dz fewer hoch vber das hauß auffſchlug. wan̄ es was huͤltzin. vn̄ da ſie das innen wurdē da erſchracken ſie gar ſer vnd fluhen auß dem hauß. vnd da es alles gar verbran da funden ſy dennoch ſant Oſ walds gebeyn in dem tuch vnuerſeret. vnd da ſie das groß zeychē ſahen da erforſtē ſy vber al wer an der ſtat erſchlagen wer worden vnd erforſten das der lieb herr ſant Oſwald da er ſchlagen vnd begraben was wordē. Da ſagtē ſye das zeychē vberal. da kamē gar vil ſiecher menſchen auff ſeinē troſt dar. vn̄ wer ichtz vō im begert des ward er gewert. Nun hoͤrt ein man auch von der ſtat da ſant Oſwald begra ben was vnd von den zeychen dy er tet. vnd er kam eines nachtes dar vn̄ gedacht im ich wil beſehen ob icht krafft vnd wunders von dem hymel bey dem grab woͤllgeſchehē. vnd da er dar kummen was da fandt er zuhand ſant oſ walds heyliges gebeyn auff dem grab ligen. da ward er gar frovnd nam das gebeyn mit groſſer andacht vnnd gab es der kunigin von Oſterreich die was des lieben heyligen ſant Oſwalds bruders tochter. dy nā es mit groſ ſen frewden vnd furt es heym. vnd ließ eynen reylichen ſarch darzu machen. darein leget ſie das wirdig heyltumb mit groſſen eren vn̄ furt es in das lannd Lindiſſino darinnen was ein cloſter vnd ein munfter. vnnd het die Runigin vn̄ der herr die munich in dem cloſter garlieb. vnd wolten ires oͤhems heyliges gebeyn in dē ſelbigen munſter haben. Vnd in der ſelbigen nacht da die kunigin vnd ir geſind zu dē ſarch giengen. da ſahen ſy ein ſchoͤne weyſſe tauben von ſant Oſwalds heyltumb auff gen hymel faren. vnd herwider ab. Da waren ſy des zey chens gar fro vnnd ſagten es den bruͤdern in dem cloſter die freweten ſich des heyltumbs gar ſere. Darnach kam ein liecht vō hymel her ab dz ſcheyn auff ſant oſwalds gebeyn. Nun was ein menſch bey dem ſarche das was be hafft mit dem boͤßen geyſt das ward zuhand ledig vn̄ loß von ſeiner heyligkeit. da ward es gar fro vnd dancket got vnd dem heyligen irr genaden. Vnd da die bruͤder die zeychen ſa hen da beſtaten ſy das heyltumb mit groſſer andacht in dem munſter. Iu den zeyten da kam ein blinder man der hoͤrt die zeychen dy got durch ſant Oſwalds willen thet. vnd kam zu ſeinem grab vnd nam der erden vnd beſtreych da mit ſeine augen vn̄ bat in mit groſſem ernſt dz er im vmb got er wurb das er ſehend wurd. da ward er zuhand geſehent vnnd was gar fro vnnd dancket got vnd ſant Oſwald ſeiner genaden. An der ſtat da ſant Oſwald von den kunigen erſchlagen ward da hieß er ein creutz auff ſtecken. Dar nach kamen etlich menſchen zu dem creutz vn̄ ſchnytē ſpen da von. vnd legten dy in dz waſ ſer vnd trenckten das viech vn̄ die ſiechē men ſchen darab. da wurden ſy geſundt von d̓ ge nad gottes. Vnnd dye ſtat heyſt in engliſcher ſprach hymelf eld. vnd heyſt in der latein Cele ſtis. das bedent dz an d̓ ſtat ein hymliſch zey chen ſolt auff gericht werden vnd geſchehen. Mſlach vil zeyten da kamē die munich vō dem cloſter Ageſtaden alle iar dar von d̓ ſele heyl. vn̄ baten fur alle die dy da erſchlagē warē. vn̄ lobten got mit pſalmen vnd mit dem heyligen opffer vnd hetten vil meſß da vn̄ da man den bruͤdern ſaut Oſwalds gebeyn bracht vnnd. os zu in in ir munſter wolt legen. da wuͦſchē ſy das gebeyn vnd legten es in einē ſchoͤnē ſarch da guſſen ſie dz waſſer in den ſegrer in einen winckel vnd dz ſelb erdtrich in dē winckel hat dy krafft das man dy boͤßen geyſt von den be hafften menſchen vertreybt wen̄ ſy es berure. vnd werden auch vil menſchē da von geſundt vn̄ leyt ſant Oſwalds heyltumb in engelland vn̄ thut noch vil zeychē da. vn̄ in eren vil men ſchen vnd haben in lieb. Nun biten wir dē lie ben herren ſant Oſwald das er vns vmb got erwoerb die ewigen frewd Amen. Von ſant Sirt. Ant Sirt der was des erſten ein heyden vn̄ wz d̓ kunſt ein philoſophus. vnnd was d̓ oberſt meyſtet von den kunſten in kathedra. vn̄ iſt ge boren von athenis vnd was ſein lob vnnd ſein ere gar groß. Da erleuchtet im vnſer herr ſein hertz vnd er ward ein criſten vn̄ ließ ſich tauf fen vn̄ keret ſein kunſt gentzlichen dar zu wie er criſten gelauben moͤcht meren vn̄ vil heyde darzu bringen. da gab im der heylig geyſt ein dz er gen Rom fuͤr. da dienet er got mit vleyf tag vnd nacht mit boten mit vaſten mit wachē vnd mit vil ander guter vbung. Da das die cri ſten ſahen da erweltē ſy in zu einem babſt. da pflag er des ampts mit vleyß. vnd thet vil zey chen vnd wund̓. vn̄ ward criſten gelaub ſer ge breytet von ſeiner lere. da ſaget man dē keyſer decio er bekeret vil menſchē mit ſeiner ler. das thet im gar zoren vnd hieß in vahen vnd Ffeli ciſſimu vnd Agapitū die waren auch criſte. die bracht man fur dē richter Balerianū der legt ſie vil ſchmacheit an vnd ſprach zu in. Ir ſolt ewern gelauben laſſen. oder ir muſt vil marter darumb leyden vnd zuletzſte dē tod. der troe achteten ſy mit vnd waren ſtet an gott. dz thet dem richter zoren vn̄ hieß ſye all drey fur den abgot fuͤren. da lieff im ſant Lorentz nach vn̄ ſchrey vn̄ ſprach. Lieber vater wo wilt du hin on mich deinen ſun. wz wilt du heyliger vater vn̄ prieſter on mich deinē ſun thun. vn̄ haſt du doch gott vor on mich nye keyn oppffer bracht was verſchmecht dein vaͤterliche trew an mir das ich nit mit dir ſol geen. nun halff dir doch vor alwegen einer zuſingen wie geeſt du nun alleyn. laß mich mit dir. Da ſprach ſant Sixt zu im. Lieber ſun ich hab dich noch nit verlaſ ſen. ich bin alt vnd kranck ſo biſt du noch iung vnd magſt mer geleyden dan̄ ich. du wirſt mir nach volgen an dem dritten tag vnd dein mar ter wirt groſſer dan̄ die mein. vnnd er beualhe im heymlichen da den ſchatz der heyligen cri ſtēheit das er den durch got armē leuten geb. das thet Laurencius. Darnach furt man Si rtum Feliciſſimū vn̄ agapitū fur dē abgot. da rufft d̓ babſt vnſern herre mit groſſer adacht an vn̄ ſprach. Ieſus d̓ war gottes ſun hilffmu dz d̓ tēpel zerbrech. da ſprachē dy andern cri ſten Awmē. da viel d̓ tepel nod̓ da ward d̓ rich. Decerreett der zornig vnd hieß Sijxtun vnd ſein geſellen in den kercker legen. vnd dy weil ſy darinne wa ren da prediget ſant Sixt den dy bey im warē. vnd auch den dy dar kamen. das ward dē key ſer von dem babſt geſagt es hulff nit an im dz er gefangen iper er tet vil zeychē in dē kercker das thet im zorn vn̄ hieß in ire haubt abſchlahen. da enthaubt man den babſt Sixtum vnd ſein geſellen Feliciſſimū vnd Agapitū. da fu ren ir ſele zu den ewigen freuden. da begrubē ſy die brieſter in den kirchoff Calixti. da thut got vil wunderzeychen durch ſy. Von ſant Affra leben In innſel genant Cip pern gekegen bey dem orientiſchen meer. dy iſt gar luſtber vnnd reich an wein kors vnd andern fruͤchtē. In der wz vor zeytē ein heiduiſcher kunig edel vō geſchlecht vnd vaſt ſcheyntber vnd mechtig an ere vn̄ an guͦt. Der het ein haußfrawen genant Hylaria auch von edlem ſtamm geboren. die hetten ein einige tochter genant Affra. d̓ ſelb kunig von Cippern ſant Affra vater het verſprochē ein ſtreyt zetun mit einem andern kunig auß einer innſel die Attica heyſt. in dem ſtreyt ward er erſchlagen vn̄ ſein volck ſigloß. Darnach hub ſich auff hylaria ſein haußfraw vnd Affra ir tochter mitſambt irem geſchlecht manuen vn̄ weyben vnd fluhen gen Rom. do kaufftē ſyli gends guͤter. wan ſy hetten im willen ir lebtag da zu beleyben. ¶ Iu den zeyten eret man zu Rom vil abgoͤt ter. vnder den ſelben wz ein abgot genant Be nus. Nun wolt Hylaria ir dy abgoͤtter gene dig machen vnd opffert auch ir tochter dē ab got Benus vnd meynet das ſy vnd alles ir ge ſchlecht da von ſolten vil geluckes vnd heyles erlangen vnd vberkummen. vnd dem ſelben ab got Venus dienet man mit vnkeuſcheit vnnd vureynē leben. alſo ye mer eine man̄ het ye ge nemer ſy dem abgot wüͤrd. Nun geſchahe es das ſy der war got bekeren wolt. vnd ſandt ir ein ſtym̄ bey d̓ nacht dy ſprach. Affra ſteeauf vnd gee in ein ſtat in teutſchem land in ſchwa ben genant Augſpurg. do ſolt du werden ein kunfftige kunigin vn̄ dy ſtym hoͤret ſy zu drey en malen. das ſaget ſy irer muter. des ward ſy gar fro vnd vermeynetē wider zu kunigklichē eren zu kummen. vnd verkauffte alle ire guter. vnnd furen in teutſche land gen Augſpurg in das rieß. do ſie nungen Augſpurg kamen do kaufftē ſy wideramb ligende guͤter doͤrff er vn̄ hoͤf allenthalben vmb die ſtat Augſpurg. vnd hielten ſich nach adelichem ſyten Affra mit iren dreyen geſpilen miteinander. aber Hyla ria wonet in einer ſundern herberg alſo lang biß das d̓ heylig biſchoff ſaut Narciſſus von got gen augſpurg in dye ſtat geſendet ward. Iu den zeyten als Dyocletianus der Rey ſer die criſten ſer durchaͤchtet vnnd veruolget. ward von got geſandt ſant Narciß der hey lig biſchoff auß Hyſpania land in ſchwaben land in das rieß in ein ſtat genant Augſpurg. Der ſelbig biſchoff flohe auch dy veruolgung des keyſers vnd durchaͤchtung. vnnd gieng zu augſpurg vnwiſſenlich ein zu einer frawē mit namen Affra mitſambt ſeinem dyacon Felix genant. Als nun Affra dye erbern man̄ ſahe. do meynet ſy ſye weren von vnkerſcheit wegē Agapito Gapitus wz ein rey ches edels kind vnd tugentlich. vnd C Al was ein criſten vnnd ſtund im ſelber ſein ſin zu got. vnd dienet im mit vleyß. vn̄ wz im ring durch got zu ſterben vnd vmb das hy melreich. dz verbarg es durch nyemāt. dauon ſo ward ſein heyligkeit gar ſchier erkant. ¶ Iu den zeyten da achtet man die criſtē gat ſer. vnd vieng ſy vn̄ toͤttet ſy wo man ſy ankam Nun ward dem richter Anthiochus geſaget das ſant Agapitus ein criſten were. das thet im zoren vnnd ſandt nach im. Da er nun zu im kam. da ſprach er zu im. Mir iſt dein vnſinnig keit leyd das du vnſer goͤtter verſchmeheſt vn̄ den tod nicht furchteſt. Da ſprach ſant Aga pitus zu dem richter. das iſt keyn vnſinnigkeit an mir das ich deine goͤtter verſchmehe vnnd einē gewaltigen got diene vnd an in gelaub d̓ do ſpricht. Furchtet der richter traw vnd den tod nit ſy muͤgen euch das leben wol nemē. ſie mugen euch aber an der ſel keynen ſchadē ge thun. Furchtet den got der euch ſel vnnd leyb genemen mag. Da der richter des kindes ſte tigkeit hoͤrt. da ſprach er zu im. Ich krieg nit vil mit dir. wilt du vnſern goͤttern aber nit of fern. ſo muſt du gar vil marter darumb leyden vnd zeletzſt den tod. ¶ Das lieb kind ſant Agapitus hett gott in ſeinem hertzen vn̄ ſprach. Ich wil got vnſerm lieben herren Ieſu criſto dienen mit vleyß. vnd wil das durch nyemant laſſen. dz thet dē rich ter Antiocho zoren. vnd hieß in mit adern als ſer ſchlahen das das blutt von im auff die er en tieng das leyde er gedultigklichen durch gott. Vnnd die weyl man in ſchlug da ſprach er. dy ſchleg ſein mir als ein glechter. da ward der richter zornig vnnd hieß im freydig lewen bringen vnd ſatzt ſant Agapitū zu in. Da was got mit im vnd halff im dz ſy im nye keyn leyd theten vnd legten ſich gar gutlichen zu ſeinen fuſſen nyder. Da die heyden das ſahē da wur den ir vil zu criſtē gelaubē bekeret. vn̄ ſprachē Der criſten got iſt ein warer got vn̄ iſt gewal tig in hymelreich vnd erdtrich. da hieß in der richter vor zorn enthaubten. Da furt man in fur die ſtat vnd ſchlug im ſein heyliges haubt ab. da fur ſein ſel zu den ewigen freuden. Da kamen die criſten vnd begrubē ſeinen heyligē leychnam gar wirdigklichen. Nun helff vns ſant Agapitus vmb got erwerben dz wir nach dyſem leben beſitzen das eroig leben Amen. VVon ſant Bernhart ſein heyliges leben. Ant Bernharts va ter der hieß Titelinus. vnd was ein wolgeborner tugentlicher ritter. vnd het ſechs ſuͤn vnd ein tochter. vnnd ſein muter hieß Adelheit. vnd ſy was gar ein gute tugent liche fraw. vn̄ zoch ire kind ſelber mit yer ſelbs geſpunne. Wan̄ ſie wolt nit das ſye ein andre art von der ammen empfiengen. Vnd wen̄ ir ein kind geborn ward ſo hub ſy es mit irē hen den auff. vnd opffert es vuſerm herren Iheſu criſto. vnd ſant Bernhart was ir drittes kind vnd ee ſy es gebar da traumt ir wie ſy es gebo ren het. vnd wie es ein hundlein wer. vn̄ es bal Von ſant gar laut das es verr in der wuͤſt erhal vnd die leut da mit erwecket. Da ſaget ſy dē traum ey nem weyſen gelerte man̄. der leget ir dē traum auß vnd ſprach zuͦ ir. dz kind das du tregſt dz wirt ein groſſer lerer vnd wirt vil predigen. vn̄ wirt mit ſeiner ſtym̄ die ſunder anruffen. vnd wirt vnſers herren Ieſu chriſti ſchaff hutten. vnnd wirt auch manigen menſchen von dem ſchlaff der ſunden erwecken. der geren in den ſunden wolt ligen vnd dz kind beieybt leuſch vn̄ reyn biß an ſeinen tod. Da nun ſant bern hart geborn ward vnd ein kleynes kind wz. da ward im das haubt wee thun das wz der mu ter gar leyd vn̄ claget es da einer alten frawe die ſelbig wolt es darfuͤr geſegnet haben. da ſchrey es vnnd thet gar vnwirdigklich dar zu wann im was gar leyd das im dy alt fraw als nahent kam mit irr falſchē ertzney. da halff im vnſer herr IIeſus criſtus zuhand dz er geſundt ward. ¶ Eines mals an einer Criſtnacht zu metten da begert ſant Bernhart das er vnſern herrē Ieſum criſtum ſolt ſehen. als er von ſeiner mu ter der wirdigen iunckfrawen Maria geborn ward. da ſach er vnſern herren Ieſum criſtum an einem bild gemalt als er von ſeiner lieben muter geboren ward. vnd das lieb kindlein het ſeiner zarten muter bruͤſtlein in ſeinem munde Vn̄ vnſer liebe frawrufft ſant Bernhart hin zu vnd ſprach zu im alſo. Gee zu mir vn̄ ſaut mit meinē liebē kind ſo lernſt du alle kunſt. vn̄ vnſer liebe fraw nam irē lieben kind dz bruͤſt lein auß ſeinem mund. vnd gab es ſant Bern hart irem lieben geſponßen vnd hieß in ſaugē vnnd zehand kund er alle kunſt. Da gab vnſer liebe fraw irem lieben kind dz bruͤſtlein wider als es vor het gehabt. vnd von dem ſelben ſau gen empfieng d̓ lieb herr ſant Bernhart gar als groſſe kunſt vnd weyßheyt das er die hey ligē geſchrifft zemal wol lernet in ſeiner kind heyt. Vn̄ da er nun zu ſeinē tagē kam da kam er eines nachtes mit ſeinē geſellen an ein her berg. da was ein gar ſchoͤne fraw innen. d̓ ge uiel ſant Bernhart gar wol. vnd ſy mercket dz bette da ſant Bernhart an ſchlaffen ſolt. vnd ſtund heymlich in der nacht auff vnd ſchleych zu ſeinem bett. Da ſant Bernhart dz mercket da erſchrack er gar ſer vnd ſchrey. ein dieb ein dieb hye. da was der frawen gar leyd vn̄ giēg wider an ir bett. Da fur alles das auff das in dem hauß was vnd ſuchten den dieb mit liech ten vnd mit ſchwertern vn̄ mit andern waffen. ſy fundē aber nyemant wan̄ das boͤß weyb wz hin. Da legten ſy ſich wider nyd̓. da ſtund das boͤß weyb zu dem andern mal wider auff. vnd giēg zu ſant Bernhart. Da ſchrey er aber wy vor. ein dieb ein dieb hie. Da ſtunden ſy all wi der auff vnd ſuchten den dieb mit liechten vn̄ mit ſchwerten vnd funden aber nyemant. wan das weyb was aber hin. da legten ſy ſich aber all nyder. Da kam die fraw zu dem dritte mal zu im. Da ſchrey ſant Bernhart aber. hie dieb hie dieb. da ſtunden dy leut aber in dem hauß auff vnnd funden nyemant. Da ließ dye frar erſt da von. vnd da nun ſant Bernhart mit ſey nen geſellē hin weg fur. da ſprachē ſie zu ſant Bernhart. wz hat dir heind getraumt von dē dieb. Da ſprach ſant Bernhart. vnſers wirts Bernhart CMxxx. fraw wolt mir heynt dē ſchatz meiner keuſch heyt geſtolen haben dē ich von kindheit auff behalten hab. Der lieb herr ſant Bernhart nam vaſt zu ¶ an groſſer weyßheit. vnd an tugenden. vnd ge dacht im gar offt. dy welt iſt zergengklich vn̄ alles das darinnen iſt. dauon wil ich mich vō ir richten. Da was ein cloſter nahent dabey grawes ordens das hieß Decias. das was ein haubt des ſelbē ordens. dy ſelben munich leb ten gar heyligklichen. das geniel ſant Bern hart da gar wol vnd ſprach zu ſeinen bruͤdern vnd zu ſeinen geſellen er wolt in das Cloſter kummen. das werten im ſein bruͤder vnnd ſein geſellen all. da ſaget in der lieb herr ſant bern hart wie alles dz verlorē were damit man got nicht dienet. vnd wie groß der lon were den vn ſer herr Ieſus criſtus ſeinen dienern gebe. vn̄ ſaget in als vil da von das ſein bruder nur mit im in das cloſter wolten vn̄ ſein geſellen auch. Nun het ſant Bernhart einen bruder d̓ hieß Gerhart der was ein ritter. der wolt dem lie ben herren ſant Bernhart nit volgen das er mit im in den orden wolt. Da nā der lieb herr ſant Bernhart ſeinen vinger. vnnd greyff da ſeinem bruder da mit in ſein ſeyten. vnd ſprach zu im. da mein vinger yetzund ligt do wirt dit kuͤrtzlichen ein ſper ein geſtochē. ſo woͤlteſt du dann gern in das cloſter kummen. Vnnd dat nach gar kuͤrtzlich da ſtach in ein man an dye ſelben ſtat da in der lieb herr ſant Bernhart het gezeyget mit einem ſper. vn̄ legt in gef an gen. vnd da ſant Bernhart mit ſeinē bruͤdern in das cloſter wolt farē. da muſtē ſie den weg faren da ſein bruder Gerhart gefangen lag. Vnd da ſant Beruhart vnd ſein bruͤd̓ zu ger harten kamē. da ſprach ſant Bernhart zu get hardo. wir woͤllen yetzund zu dem cloſter fare Da bat der ritter gerhardus vnſern herrē Ie ſum criſtum dz er im auß d̓ gefengknus huͤlff vnd gelobt imrer wolt auch in das cloſter kum men. Da loͤſten ſich alle ſeine band in d̓ nacht ab im vnd theten ſich die tur auff. vn̄ halff im vnſer lieber herr Ieſus criſtus der ein troͤſter iſt aller traurigen hertzen mit genaden auß d̓ gefengknuß. vnd floch zu ſant Bernhart vnd ſprach zu im. Bruder hilff mir bald in dz klo ſter. Vn̄ alſo kam der lieb herr ſant bernhart ſelbfunfft feiner bruͤder in das cloſter. vnd rit d watē die in das cloſter kamen. da ſprach der elteſt bru der zu dem iungſten bruͤderlein. Nun frewe dich. wan̄ dir gefelt vnſer erb alles. da ſprach das kind. So wolt ir euch das hymelreich ha ben. vnd woltet mir die erden laſſen dz iſt gar ein vngeleycher teyl. Ich wil ye auch in dz clo ſter. das was nach criſti geburt tauſent vnnd hundert vnd zwelff iar. Vnd dz ſelbig cloſter decias was wol vor funfftzehen iaren geftiff tet ee das d̓ lieb herr ſant Bernhart vnd ſein bruder darein kamen. ¶ Vant Bernhart was zweyvndzweyntzig iar alt ee er in den orden kam. vnd was d̓ welt frey. vnd gedacht ſtetigs an vnſern lieben her ren Ieſum Criſtum. vnd lebet ſeligklichen vn̄ als volkummenlichen als ein menſch das der welt tod iſt. Vnd da nun d̓ lieb herr ſant bern hart ein iar in dē cloſter was geweſen. da weſt er dennoch nit das der kor gewelbt was. vnd wolt wenen es gieng nur ein venſter in dē kor da waren ir drew. Darnach bauet der abt eyn newes cloſter dz heyſt Clarauallis. vn̄ ſchick et den lieben herren ſant Bernhart darein dz er der abt wer. da was das cloſter gar arm̄ vn̄ man ſatzt in offt dy bletter von dē baumē zu doch was ir liebe als groß das ſye ſich lieſſen benugen. Vnd der lieb herr ſant Bernhart le bet gar ſtreugklichen. vnd betet emſſigklichē. vnd wachet vil vnd ſprach offt. ein ſchlaffen der vnd ein todter leychnā ſeynd geleych. wan̄ ich verleuß die zeyt gar die ich ſchlaff. vnd er aß im nymmer genug. vn̄ wz man im furſetzet das aß er vnd achtet nit wie es schmecket. ¶ Eines mals da hett man im butern furge ſatzt da aß er ſchmaltz für buter vnd mercket nicht das es anders was vntz ims die bruder ſagten. ¶ Iu einē mal da ſatzt man im oͤl fur. vnd er mercket es nicht das es oͤl was vnd tranck es. vn̄ ſprach. ich trinck waſſer vil lieber dz macht mir den mund kalt. vnd trug alle zeyt ſchlech te kleyder an. vnd trug vnden an dem leyb eyn heren hembd an vnd wz ſein fleyſch mit d̓ in nerſten ſchonheit. Iu eine mal da kam ein weltlicher reycher brieſter zu ſant Bernhart vnd bat in vmb den orden. da verſtund er ſich wol dz er nit beſteen mocht. vnnd ſprach zu dem brieſter. ker wider zu deiner pfarr das was dem brieſter leyd vn̄ ſprach. Du haſt dypollunnehelt geſchebē. Von ſant vnd wilt mich doch nit in den orden nemen. vn̄ het ich deine bucher ich wolt ſy zereyſſen. Da ſprach der lieb herr ſant Bernhart. Ith hab nit geſchriben das dy ſtat den menſchen hey lig mach. da ward der brieſter als zornig dz er ſant Bernhart eins an den baeken ſchlug. da lieffen dy bruder al zu vnd wolte den brieſter gefangen haben. das was dem lieben herren ſant Bernhart leyd. vnd wolt im keyn leyd laſ ſen tun. Nun was ir cloſter gar arm. da ſandt man in wol ſechßhundert marck das ſy ir Clo ſter da mit beſſern ſoltē. das was gar baufel lig worden. da namen in dy rauber das gut al les vnder wegen. Da das d̓ lieb herr ſant bern hart hoͤret. da ſprach er. Vnſer herr Ieſus cri ſtus ſey gelobet d̓ hatt vns vor der kumernuß dyſes ſchatz behuͤt. Vnnd wenn der lieb herr ſant Bernhart einen neuen bruder in den or den empfieng. ſo ſprach er zu im. wilt du in dz cloſter kummen ſo laß das fleyſch herauſſen. es iſt nichts hinnen in dem cloſter dan̄ dz den geyſt angehoͤrt. ¶ Sant Bernharts vater was ein alter man vnd kam zu ſeinen kinden in das cloſter. vn̄ be leyb bey in vntz an ſein end. vnd lebet gar ſelig klichen. ¶ Der lieb her ſant Bernhart het ein ſchive ſter die het einen man dy kam eines mals mit gar groſſer reycheit. vnd mit vil ſchoͤnen kley dern. vnd mit vil geſindes. vnd wolt da ir bruͤ der ſehen. da wolt d̓ bruͤder keyner zu ir kum men. dann nur einer der was torwart. d̓ ſprach zu ir. Wir verſchmehen dein hoffart gar ſere. wan du biſt ein gebuder vnflat. Da erſchrack dy ſchweſter gar ſere vnd weyndt vnd ſprach. Ich bekenn das ich ein ſunderin bin. vnd bin darumb herkummen das ir mir raten ſolt. wie ich von der welt kumme. vnnd da der lieb herr ſant Bernhart ir grite meynung vernam. Da gieng er zu ir. vnd ſagt ir vil von tugenten vnd von geyſtlichem leben. vn̄ ſprach zu ir. Schwe ſter ſihe das bild an das vns vnſer muter vor trug die zoch vns alle zeyt zu vnſerm herrē ie ſu criſto. vnd ſaget ir als vil da von dz ſy eines geyſtlichen heyligen lebens begeret. vn̄ ſchied froͤlichen heym zu irem man. vn̄ bat in als lāt biß er ir vrlaub gab in ein cloſter. darinn lebet ſie gar ſeligklichen biß an ir ende. ¶ Eins mals da ward der lieb herr ſant beru hart gar ſiech vnd trawmer in wie er fir gottes gericht kem vnd wie in der boͤß geyſt vmb vil ſund ruget. Da ſprach d̓ lieb herr ſant bern hart. Ich bekenn dz ich des hymels vnwirdig bin. Aber mein herr Ieſus criſtus des armer diener ich bin der hatt den hymel von zweyen rechten geſchaffen. Des erſten von goͤtlicher natur daran hat er ſelber genug. Iu dem an dern mal hat er vns mit ſeinē heyligen leben. vn̄ mit ſeinē bittern tod verdienet. darumb iſt der hymel mein rechtes erb. Do floch der boͤß geyſt vnnd ſchemet ſich ſer. Da ward der lieb herr ſant beruhart ſchier geſundt. doch wz er kranck vnd mager. wan̄ er wz imſelbs gar hert Darnach gar ſchier ward der lieb herr ſant Bernhart aber gar ſiech. vnd mocht als vbel das ſein bruͤder meynten er wolt ſterben. vnnd baten vnſern herren Ieſum criſtum innigklich das er in krefftiget. da beſſeret ſich d̓ lieb herr ſant bernhart wider. vnd verſtund ſich wol dz es von der bruͤder gebet was. vn̄ ſprach zu dē bruͤdern. Warumb halt ir mein leben auff. Ir ſolt euch vber mich erbarmen vn̄ ſolt mich da hin laſſen kummen da ich ruͦ find. ¶ Der lieb herr ſant Bernhart was alle zeyt gedultig vn̄ demutig. vn̄ man het in offt geren zu einē biſchoff gemacht. ſo wolt er dz nit tun vnd was der weltlichen eren gern vberhaben. Da erwuͦrben ſein bruͤder von dem babſt dz in iren abt nyemant mocht genemē on iren willē. ¶ Iu einem mal da reyt ſant bernhart auß zu eyne cloſter da was ſein ſatel gar vnfrutig od̓ vnertig. da redten dy andern da von. nun was er die langen rayß geryten. vnd hoͤrt erſt vo in wie ſein ſatel ein geſtalt het. Da reyt der lieb herr ſant beruhart furbaß zu einem ſee d̓ was als groß das ſy einen gantzen tag dar bey ro ten. vnd an dem abent da redten dy andem vō dem groſſen ſee. da wz ſant bernhart als vaſt bekummert geweſen mit vnſerm lieben herrē Ieſu criſto das er aber nichts darumb weſt. ¶ Zu einem mal da prediget d̓ lieb herr ſant bernhart gar vil volcks. da viel im ein hoffart ein vnnd gedacht im. Ich predig gar wol wie gern hoͤren es dy leut. da enthielt ſich der lieb herr ſant bernhart ein weyl vnnd gedacht im. weder wil ich auff hoͤren oder nit. vnnd ſprach heymlich wider ſichſelbſt zu den gedanckē die in anfachten. Ich hab dy predig von euren wo gen nit angef angen. ſo wil ichs von eurent we gen nit laſſen. da verließ in der verſucher der Bernhart ¶ddeſ. boͤß geyſt vn̄ er endet dy predig fruchtperlich ¶ Es was ein brud̓ neulich in den ordē kum men der was ein ſpiler geweſen. vn̄ het geren mer gewunnen vnd geſpilet. vnd bat den liebē herren ſant bernhart das er im vrlaub von dē cloſter gebe. Da ſprach d̓ lieb herr ſant bern hart. Lieber ſun wz wilt du thuͦn. Da ſprach d̓ bruder ich wil ſpilen vnd gewinnē. Da ſprach der liebheylig herr ſant bernhart. wilt du mit geloben dz du mir des gewinnes auch gebeſt ſo wil ich mein gut zu dir legen. da ſprach der ſpiler zu dem lieben heyligen herren ſant bern hart. das hab dir mein trew das ich dir dē hal ben gewin geben wil. Da gab er im zweyntzit ſchilling vnd gab im vrlaub. da was d̓ bruder frey vnd kam zu dem ſpilbret. da gewunnē im ſein geſellen alles das gelt ab das er hett. Da gewan er groſſe rew vnd gieng wider zu dem cloſter. da gieng der lieb heylig herr ſant bern hart bald herfur zu dē ſpiler. vnd ſprach da zu im. Lieber geſel gib mir den gewin. da ſprach der bruder. O we lieber vater ſant Bernhart. ich hab es alles verloren. Nym mich fur das haubtgut. Da ſprach der lieb heylig herr ſant bernhart. Seydt das alſo iſt das ich mein gut verloren hab ſo iſt beſſer ich nem dich fur dz haubtgut dan̄ dz ich gar nichts het. ¶ Eines mals dareyt der lieb herr ſant bern hart auß vnd reyt fur ein gaſſen. da ſaſſen ſpi ler vnd ſpiltē. Da ſprach ir einer. ſecht ein ſchoͤ nes pferd hat diſer munich. Ich wolt ich hett es mit ſpil gewunnen. das erhoͤret der lieb hey lig herr ſant bernhart. vnnd reyt hin zu im. da nam es die leut wunder wz er bey dē ſpil wolt thun. da ſprach der lieb herr ſant bernhart zu dem ſpiler. Wilt du vmb das pferd ſpilen ſo ſetz mir als vil gutz daran oder etwas beſſers Da ſprach der ſpiler. Was ſol ich euch daran ſetzen. Da ſprach der lieb herr ſant bernhart. gewin̄ ich ſo ſolt du furbaß mein bruder ſein. gewinneſt du aber ſo ſol das pf erd dein ſein. Da was der ſpiler gar fro vnd gedacht im. d̓ munich kan nit ſpilen. vnd ſprach zu ſant bern hart. wer mer augen werff der ſol gewunnen haben. Da zoch d̓ ſpiler all ſein kunſt auß. vn̄ warff drey wurffel gar hoch auff. Vn̄ warff achtzehen augen. da ward der ſpiler gar fro. Da warff der lieb heylig herre ſant bernhart auch vnd rufft vnſern herren Ieſum chriſtū in ſeinē hertzen an. da ſpieltē ſi die warſ felal deey entzwey vnd wurden ſechs datauß vnnd er warff ſechßvnddreyſſig augē. da erſchrack der ſpiler gar ſer das er nit lenger in der welt ſolt ſein. vn̄ ward der lieb herr ſant bernhart ſeines gewinnes gar fro an dem knaben. vnd furet in mit im heym in das cloſter. Da ward er gar ein guter munich in dem cloſter vnd le bet gar ſeligklichen vntz an ſein end. ¶ Es was ein bruder der hieß Ruprecht. der was in verre land kummen. dem wolt der lieb her ſant bernhart einen brieff ſendē den hieß er einen andern ſchreyben auß ſeinem mund̓. vnd die weyl er den brieff ſchreyb da ward es regnen. da wolt der ſchreyber auff ſein geſtan den. vnnd wolt von dannen ſein gangen. Da ſprach der lieb herr ſant bernhart. ſitz ſtill vn̄ ſchreyb. wan̄ es iſt gar ein gut werck. Da was er im gehorſam vnd ſaß ſtill vnnd ſchreyb. Da regnet es vaſt vnnd ward vberal vmb in naß. vnd er vnd der brieff belibē trucken durch des lieben herren ſant bernharts willen. Iu einem mal da kam er zu bruͤdern in eyn kloſter das het er geſtifft. die klagten im das als vil fliegen do weren das ſy keyn ruͦ moch ten gehaben. Da ſprach d̓ lieb herr ſant bern hart. wiſt ich wil ſy in den ban thun. des mor gens waren die fliegen all tod. Da wurden ſy gar frorvnd danckten vnſerm lieben herrē Ie ſu criſto. vnd dem lieben herren ſant bernhart der groſſen genaden die er in gethan het. Ein man der clagt dem lieben herren ſant bernhart ſein fraw wer behafft mit dē boͤßen geyſt. vnnd er bat auch den lieben herren ſant bernhart das er ir huͤlff. Da ſchrey der veind auß der frawen. bernhart du magſt mich nit auß der frawen bringen. da ſprach d̓ lieb herr ſant bernhart zu dem man̄. fuͤr ſy in die kirchē zu dem heyligen man̄ Syro. d̓ iſt gar groß vor vnſerm herren Ieſu criſto dem wolt er dy ere laſſen. Vnd da man dy frawen zu der kirchen bracht. Da tobet dy fraw gar ſer. wan̄ der lie be heylig ſant Syrus wolt dem lieben herren ſant bernhart dy ere laſſen. Da ward der boͤß geyſt zornig das in ſant Syrus nit außtreyb. Da was dem man̄ gar leyd. vnd ſprach zu dē lieben herrē ſant bernhart. hilff vns heyliger man. Da ſchrey aber d̓ boͤßgeyſt auß d̓ frawē vnd ſprach zwar mich treybt weder ſant Sy rus noch ſant bernhart auß der frawen. Da ſprach der lieb heylig hymefurſt vn̄ geoß le Von ſant rer ſant Bemnhart. Mein lieber herr Iheſus criſtus der da war got vnd war menſch iſt. ſol dich auß dyſer frawen treyben der aller ding gewaltig iſt vnd ſprach ſein gebet mit groſſer andacht zu gott dem almechtigen. Da ſprach der boͤßgeyſt auß der frawen. Ich wolt geru außfaren wolt es der groß herr. Da ſprach d̓ lieb heylig herr ſant bernhart. haſt du in geſe hen. da ſprach der boͤß geyſt auß der frawen. Ich ſah in ee das der groß vall mit Lucif ero geſchach. Da ſprach der liebe herr ſant bern hart. wereſt du icht geren wider bey vnſerm lie ben herren. Da ſprach der boͤß geyſt auß der frawen. O wee das mag nit geſein es iſt ze ſpatt. da ſprach d̓ lieb herr ſant beruhart aber lein gebet zu got. da fur der boͤß geyſt auß. vn̄ da der lieb herr ſant bernhart hinfur da fur der boͤß geyſt wider in die frawen. das wz ire man̄ gar leyd. vnd kam aber zuͦ dem liebē her ren ſant bernhart vnnd ſprach. O wee lieber herre hilff meiner frawē dy iſt wider behafft wordē. Da ließ im der lieb herr ſant bernhart ein brieff ſchreybē. Ou boͤßer geyſt ich gebeut dir in dem namen vnſers herren Ieſu criſti dz du von der frawen fareſt vnd ir teyn leyd mer thuſt vnd hieß ir den brieff an dē halß henck en vnd hinfur thet ir der veind kein leyd mer. ¶ Eins mals da reyt der heylig ſant bernhart auff einem roß mit etzlichen ſeiner bruͤder fur etzlich bawren dy auff dem feld arbeyten. da beclagt er ſich ſeins vnſtetten gemuͤts das dz hertz ymmer anders gedecht ſo er betet. das erhort der bawern einer vn̄ verſchmecht darin̄ den heyligen ſant bernhart. vn̄ ſprach. So der als heylig iſt geſchaͤtzt vnd kan nicht gebeten. on einf ell d̓ gedancken. dz doch ich wolt thun. vnd bin nit heylig geacht. Das erkant d̓ hey lig ſant bernhart. vn̄ wolt dē hoffertige leyen ſein freuel gemuͤt hinnemen vnd ſprach. Gee ein wenig von vns vnnd vahe an mit gantzem vleyß zebeten ein pater noſter vnd thuſt du dz on gedancken ſo wil ich dir mein roß geben dz ich reyt. du muſt mir aber geloben dy warheit zeſagē. wes du gedacht haſt vnder dē gebet. da was der bauer fro vnnd vermeynt das roß zegewinnen. vnd fieng an zebetē. vn̄ ee er den pater noſter halbē außgeſprach. da viel im ein gedanck ein ob er im den ſatel dar zu wurd ge ben. da der bauer dz merckt. dalieff er ſchnell widerhinderſch end ſaget ſant benmhart wie im ein ſolcher gedanck vō dem ſatel wer eingē uallen. vnd ward do alſo gebeſſert vnd die an dern die es horten. ¶ Iu einem mal da kam er in ein lannd da wz des landes herre wider die criſten. vnd thet in vil zu leyde. da bat man in offt dz er die criſten mit frid ließ. vn̄ bat in der lieb herr ſant bern hart auch darumb. da wolt er ſein nit thun. da ſprach darnach ſant bernhart meſß. Da nun der herr mit andern boͤßen menſchen auß der kirchen gieng vn̄ da er an ſeiner meſß nach dē agnus dei kam. da nam er vnſers herren leych nam vnd trug in fur die kirchen zu dem herrē mit einem ernſtlichen antlitz vnd brunnen im ſein augen vnd ſprach hertigklich zu dē furſtē wir haben dich offt gebeten das du vns mit frid laſſeſt. nun bring ich dir dē gottes fun d̓ ein herr vnd ein got iſt der criſten gegen dem du vichteſt. Nun ſih das iſt ir herr wilt du im widerſtan das thu yetzund er iſt dir zu einem kampff bereyt. Da gewan der herr groß angſt vnd forcht vnd verloß alle ſeine krafft. vn̄ viel fu̇r ſant bernhart. vnd fodert buß von im vmb ſeu ſunde. Da ſtieß er in mit ſeinem fuß vnnd ſprach. ſteeauff vn̄ laß dir da gottes vrteyl ſa gen. Der furſt bidmet vor forchtē dz er kaum geſtund. vnd ſprach. Ich wil alles dz thun dz du wilt. vnnd er hielt volle buß. Da ward ſant beruhart ſein freundt. ¶ Eynes mals da ſtarb ein heyliger bifchoff der hieß Malachias der fur zu gott. Da ſang im ſant bernhart ſelmeſß. vnd vnder der meſß beweyſet im got der herr das der biſchoff ein heylig was vnd bey got was. da ſang er im ein colleet als einē heyligē. da ſprach einer zu im. ſing die rechten collect von ſelen. da ſprach er. ich hab recht geſungen. wann er iſt ein heylig vor gott. ¶ Darnach ward ſant Bernhart ſiech vnnd wolt ſterben vnd ſendet nach allen ſeinen bruͤ dern vnd er leret ſy drey ding vnnd ſprach. die hab ich behalten. Dz erſt. ir ſolt euch vor erge rung huten. Das ander. dz ir einē andern baß gelaubt dan̄ euch ſelber wz man euch vnder weyſt. Dz dritt. betrubt man euch dz leydt mit gedule durch got. vn̄ habt da goͤtliche lieb vn̄ demut. dyſes iſt mein ſelgered. vnnd ſtarb dar nach vnd fur ſein ſel zu den ewigen freudē. da er ſein geyſt auffgab da was er dreyvndſech Timotheo vnd Simphoriano Mxdxvj. ben wolt. da was ein abt dy weyl in der kirchē vnd betet vn̄ entſchlieff. da daucht in wy ſant Bernhart zu im kem vnd ſprech. Gee mit mir an den berg lybano. ſo wil ich dann allein hin auff geen. Da ſprach der abt was wilt du als hoch dort obne thun. da ſprach ſant bernhart Ich wil noch mer lernē. Das wundert dē abt vnnd ſprach. Nun weyß ich nyemant der mer kuͤnd dann du. Da ſprach der lieb heylig herr vnd groſſe lerer ſant Bernhart. Es iſt hie nit rechte weyßheit. darnach erwacht d̓ abt vnnd hoͤrt das ſant Bernhart vmb die zeyt tod wz. vnnd verſtund ſich wol das er zu der ſelbigen zeyt zu den ewigen freuden wz kummē. Nun bitten wir den lieben heyligen herrē ſant bern hart das er vns vmb den almechtigen ewigen got ſoliche weyßheit erwerb vnd das wir hie menſchen werden nach ſeinē lob. das wir mit ſolcher weyßheit ſel vnd leyb behalten mugen vn̄ nach dyſem leben beſitzen die ewigē frend Amen. ¶ Von ſant Thimotheo vnd Simphoriano. Ant Timotheus wz ein criſten vnd het got lieb vn̄ dienet im mit vleyß tag vnnd nacht. Zu den zeyten da aͤchtet man die criſten ſere. da was ein vogt von Ron der was den Chriſten gat veind. vnnd da er hort das ſant Thimotheus auch ein criſten was das thet im zorn vn̄ hieß in vahen vnd het gern geſehen das er ſeinē ge lauben gelaſſen hett des wolt er it thun. Da hieß er in mit geyſelu vnnd mit gerten als ſer ſchlahen das das blut von im gieng. vn̄ wurf fen im da kalck in ſein wunden. das leyd er ge dultigklichen vnd ſah auff zu got vn̄ dancket im das er gemartert ſolt werdē. da wz got mit im vnd ſenfftet im ſein leyden. vnnd ſandt im zwen ſchoͤn engel dy ſtundē bey im vn̄ ſprachē zu im. Du ſolt dēine augen offen laſſen ſtan. das thet er. Da ſah er den hymel offen vn̄ ſah vnſern herren Ieſum criſtū der het ein ſchoͤne kron in ſeiner hand dy was gar liecht. vnd wz mit edlem geſteyn. vnd vnſer herre ſprach zu im. Thimothee biß in deinē leyden ſteet. wan̄ die kron iſt dir bereyt. Vnd dz geſiht ſah ein heyden auch d̓ hieß Apolinus der ward da vō bekert vnd ließ ſich tauffen vnnd ſprach. Ich bin auch ein criſten. Das thet dem richter zo ren vnd hieß in beyden ire haubter abſchlahē da furen ir ſel zu den ewigen freuden. An dem ſelbigen tag iſt noch eins heyligē ¶ tag der heyſt Simphorianus d̓ was auch ein criſten vnd het got lieb vnd was gar tugent/ lich. Da hetten die heydē ein es tags ein hoch zeyt. vnd dienten den abgoͤttern. da begriffen ſy ſant Simphorianū vnd viengen in vn̄ fur ten in fur iren abgot. vnd ſprachē er ſolt in an beten. das verſchmecht der heylig ſant Sim phorianus vnnd wolt ſein nit thun. Da ſchlug man in als ſer das er onmechtig lag. vnd zuge in da in den kercker. da lag er vber nacht innē biß er wider krefftig ward. da name ſy in wi der herauß vnd ſprachen. wilt du noch vnſern goͤttern opffern. ſo woͤl wir dir vil guts geben vnd woͤllen dir vil freuntſchafft erzeyge. wilt du aber deiuen gelauben nit laſſen ſo muſt du vil marter darumb leyden. d̓ troe achtet er nit. vnd was im ir red alle ein ſpot vnd ſprach. der Von ſant got. der alle ding vermag der lont den manig eltiglichen die im dienen vnd in eren vnd in lieb haben. Wer aber in ſunden lebt auff den kurubt ſein rach. So muſſen wir doch alle ſter ben. darumb ſo mugē wir vnſer leben lieber in gut enden dan in vbel. wan̄ vns mag hinnach nyemant von got bringen. Das thet dem vogt zorn vnd hieß in enthaubtē. Varnach furt mā in fur dy ſtat. da wz ſein muter auch ein criſtin vnd da ſy ſah das man in enthaubten wolt. da ſprach ſy zu im. Eya liebs kind ſih auff zu got des gewalt vnd freud ewiglichen wert d̓ gibt dir ein liechte kron vm̄ dein marter zu lon. dar nach ſchlug man im das hauht ab. da fur ſein ſel zu den ewigen freudē. Da kamen dy griſtē vnd begruben ſeinen heyligen leychnā erlichē vnd da der liebe heylig erſchlage ward da wz ein guter man dabey. d̓ hub drey blutig ſteyn auff. vn̄ ließ dem heyltumb ein ſilbrine buch ſen dar zu machen vnd leget dye ſteyn darein. vnd furt ſy auff ein buͦrg. darnach verbran dy buͦrg vnd kam nichts auß dann die drey ſteyn alleyn. damit eret got ſanctum Simphorianu Nun helffen vns die lieben heyligē vmb gott erwerben das wir auch zu den ewigen freudē kummen da ſy ſeynd Amen. Von ſant Bartholomeo Er heyligzwelffpot ſant Bartholomeus d̓ was ein her tzog von geburt. vnd do in vnſer lie ber herr außerwelt vnnd im rufft da volget er im zehant nach. vn̄ ließ alle ſein herſchafft vn̄ ſein adel. vnd nach dem als vnſer herr gemar tert ward vnd zu hymel fur. vnd ſein iunger in die welt ſandt. da kam vnſer herr zu ſant bar tholomeo auch vnd ſprach zu im. Mein lieber iunger. du ſolt in iudeam in das land kummen das da ligt an dem end diſer welt. vnd predig da vnd gee an den ſtreyt vnd ler alle dyſe welt vnd biß aller gebreſten entpf engklichen. wan ich hab mein vetterlich werck volbracht. vn̄ bin der erſt zeug geweſen criſtenlichs gelaubens. darumb ſo volg deinē meyſter nach. vnd volg ſeiner ler vnd ſeinem ebenbild. vnd biß veſt vn̄ ſteet an deinē wercken wan̄ du wirſt gar groſ ſe marter leyden durch meinen willen als ich dan̄erliten hab dirch aler ſinderwilē. darumb mein lieberdiener ſo ſolt du gedultig ſein vn̄ ſenfftmutig. wan̄ ich bin gedultig vn̄ ſenfft mutig geweſen in allem meinē leyden. Do dz ſant bartholomeus hoͤrt da thet er als ein ge trewer diener der ſeinē herren gehorſam iſt in allen dingen. alſo was er vnſerm lieben herren Ieſu criſto gehorſam vnnd hub ſich froͤlichen auff den weg als ein liecht d̓ welt das die vin ſternuß vnd die blinden menſchen erleuchten ſol an criſtē gelauben. vnd dy heyden reynigē ſol als ein ackerman der das velt bawen ſol dz lang wuͤſt iſt gelegen vnd ſolt es bereyten vn̄ fruchtber machen. Vnd kam des erſten in die ſtat Litania vnd Albana. vnd prediget criſten gelauben vnd kam darnach in iudea an d̓ welt end vnd wolt da auch predigen vn̄ dienet gott mit groſſem vleyß tag vnd nacht. mit betē mit wachen vnd mit vaſten. vnd gieng vnderweyl in̄ tempel darin̄ was der abgot Aſtaroth. vnd redet der boͤß geyſt al zeyt darauß. Da d̓ lieb Bartholmes Oeen. her ſant Bartholomeus in die ſelbē ſtat kam da wolt der abgot nymmer reden. vnd machet d̓ boͤß geyſt dy leut heymlichē ſiech. vn̄ machet ſie offenlich wider geſundt vnnd zoch die leut damit auſich. Da was den menſchen gar leyd das in der abgot kein antwurt wolt geben. vn̄ forchten ſye hetten in erzurnet. Da furen die burger in ein andre ſtat. vnd kamen an dē drit ten tag dar. vnnd fragten den abgot. warumb in ir lieber abgot kein antwurt mer gebe als er vorhet gethan. Da ſprach der veind auß dem abgot. Es iſt neulich ein man in ewer ſtat kum men der leſt in nichtz reden der heyſt Bartho lomeus. Da ſprachen ſie. mach vns dē man be kant darumb ſo wollen wir dich eren die weyl wir leben. Da ſprach der veind. der ſelb Bar tholomeus der hat ſchwartz krauß har. vn̄ hat einen weyſſen leyb. vnd gar ſchoͤne augen. vnd hat einen dicken bart. vnd ein rechte leng. vnd hat ein weyſſen mantel an vnd iſt gekleyd mit purper vn̄ mit ſammat. vn̄ ſein gewād dz iſt in viervndzweyntzig iaren nie val worden. wann es hat got groſſen vleyß auff den man gelegt Er tut alle tag hundert venig vnnd auch alle nacht hundert venig vnd hat ein ſtym als eyn horn. vnd es ſpeyſen in die engel gottes dz in nit hungert. vnd iſt alle zeyt froͤlich. vnd wil er ſo mugt ir in mit keynem ding zwingen. wann er hat gar vil weyſer liſt vnd vindet ir in ſo bit ich euch das ir es durch meinen willen tuͤt vn̄ in nit in dyſe ſtat kummen laſt. das er mir icht thu als meinē geſellen der leyd gar vil von im Vn̄ da er das redt da ſchwig er. Darnach fu ren dy burger wider heym vnnd ſuchten ſant Bartholomeū vberal mit groſſem vleyß das halff ſie alles nit. Da was ein mēſch mit dem veind behafft. da ſchrey der veind an dē drit ten tag auß im mit lautter ſtymme vnd ſprach. Gottes bot Bartholomee dein heyliges ge bet thut mir gar wee. vnd brennet mich gar ie merlich. loͤß mich von dem band. Da ſprach er ſchweyg du boͤßer geyſt. vnd far von dannen. Da fur der veind auß. vn̄ ward der menſch le dig. Die red hoͤrt ein kunig d̓ hieß Polemius. der erkant ſant bartholomeū bey des veindes geſchrey. Nun het der kunig ein tochter. die wz auch mit dem veind behafft. Vnd da er hoͤret das ſant Bartholomeus das zeychen gethan het. da ſandt er nach im. vnd hieß in bitten das er ſein tochter von dem vend erlodiget vnnd da er zu ir kam vnd ſy anſahe das ſy mit kettē wz gebunden. den̄ wen ſy begriff den beſchedigt ſy mit beyſſen vnd mit kratzen. da ſprach er zu den rittern. loͤſet die band von ir. da forchten ſy ſich zu ir zegeen. Da ſprach ſant Bartholo meus furcht euch nicht. wan ich hab dē veind als ſer gebunden das er nyemant ſchadt. vnd gebet ir zueſſen vnd bringt ſie morgen fruͤ zu mir. Da theten ſy alles das ſie ſant Bartholo meus hieß. vnd brachten ſie des morgens wid̓ zu im. Da gebot er dē boͤßen geyſt das er auß fur. Da ward die tochter ledig. vnd da der ku nig hoͤrt dz ſein tochter erlediget wz. da ward er gar fro. vnd ſandt im vil kaͤmel dy warē wol geladen mit ſilber vnd mit gold vn̄ mit gutem gewand. Da ſuchten in die boten vberal. vnd kundē in nyendert vindē. Wan̄ er verſchwand vor in allen. Da kamen die boten wider zu dē kunig vnd ſagtē im das ſy in nyendert kuͤnden vinden. Des andern tags wz der kunig allein in dem balaſt verſperret. da ſandt gott ſeinen boten durch verſperte tuͤr zu im. vnd er ſprach zu dem kunig. Ich beger deiner gab nicht. nur das ich die menſchen zu got beker dy mit dem abgot betrogē ſein wan es iſt der teufel dar inn. vnd die menſchē woͤllen wenen es ſey got vnd zeucht ſie d̓ veind mit im in die helle. dar umb muſſen ſie ewigklichen brinnen. Darumb ſo ſolt du dich bekeren vnd ſolt an vuͤſern lie ben herren Ieſum criſtum gelaubē der iſt wa rer got vnd menſch. vnnd iſt von einer reynen meyd geboren. vn̄ iſt durch vnſern willē mēſch worden. Vnnd leyd groſſe marter durch vns vnd hat vns mit ſeinem tod erloſet vō dē ewi gen tod. Vnd fuͦr darnach in die vorhellē vn̄ nam da herauß alle die ſeinen willen hette ge than vnd furt ſy mit im in das hymelreich. vn̄ iſt gewaltig in hymelreich vnd in erdtrich. vn̄ wer an die abgoͤtter gelaubt der wirt der ge naden beraubt dy in dem hymelreich iſt. vnnd wirt nit geheyſſen gottes kind. wer aber an cri ſtum gelaubet des leyb vnd ſel wirt behalten. vnd ſagt dem kunig als vil ſchoͤner red vō got biß er in bekeret zu got. vn̄ ſprach. wen er ſich tauffen ließ ſo wolt er im zeygen ſeinē abgott mit kette gebundē. vn̄ er wolt dz bewerē ſo er in auß d̓ ſeul geen hieß. Da ſprach d̓ kunig z ſant bartholme. dz wil ich morgē bewere. wen̄ dy brieſter dē abgot opffem nu an dē andent Von ſant tag. damach da dy brieſter dem abgot vor dē kunig opfferten. da ſprach d̓ veind auß dem abgot. Ir ſult mir nit mer opfferen das euch icht als wee geſchech als mir geſchehen iſt. wann mich habē die engel gottes ſer gebundē zehant wurffen ſy ſeyler an den abgot. vn̄ wol ten in nyder zyehen vnd kunden ſein nicht zer brechen. da gebot der heylig zwelffpot dē boͤ ſen veind das er den abgot zermiſchet. dz thet er zuhant vnd fur da auß. Vnd da der Runig die warheit bekant. da hieß er den abgot nyd̓ brechē. Da dz ſant bartholome ſah. da ſprach er zu dem kunig. Seydt ich allē gewalt vber in hab ſo thut dye ſeyl alle ab im das theten ſie. Da ſprach er zu dem veind. wilt du nit dz ich dich in den abgrunt der helle ſenck ſo far auß dē abgot vn̄ zerbrich i. da fur er auß dē abgot vn̄ zerbrach in. Da dz dy mēſchē ſahen vn̄ hoͤr ten. da ſprachē ſy. Ieſus criſtus iſt d̓ war gott von dem vns ſant bartholomeus geſaget hat. Darnach betet ſant Bartholomeus vnnd ſprach. Herr ich lob dich vnnd bit dich durch dein guͤte das du die menſchen zu dir bekereſt vn̄ erzeyg in dein guͤt das ſy mir gelauben dz du der gewaltig got ſeyſt hymelreichs vn̄ erd trichs. wann dem ere wert ewigklichē. da kam ein ſchoͤner engel von hymel herab der leuch tet als die ſunne. vnd hett flugel als ein vogel vnd flog ein weil in dē tempel hin vnd here. vn̄ macht creutz an der mauer vnd an den wende vnnd ſprach der engel zu den menſchen. als ir reyn ſeyt worden. alſo wil got von euch haben das ir den tempel reyn macht von den boͤßen geyſten. damit verſchwandt der engel. da lob ten dy menſchen got. vnd dancktē gott vn̄ ſant bartholome ſeiner genadē. Darnach ließ ſich der kunig vn̄ ſen fraw tauffen vnd ſeiner ſuͤn zwen vnd als ſein reich. vnd lebet das land al es da nach ſant bartholomeus lere vnd d̓ ku ig legt ſein kron hin vnd volget im nach. Dz oͤrt der heyden biſchoff vnd kam zu dem ku nig aſtrages der was des kuniges bruder der ſich bekeret het. vn̄ ſprach zu im. dein brud̓ hat ſich verkert vnd iſt ſant bartholomeus iunger vorden. der iſt ein zaubrer. vnnd thuͦt vil wun ders mit zaubrey vnd iſt ein verkerer vnſer ee. nd magſt du in nit da von bringen ſo zergeet uſer ee wann er hat vnſer abgoͤtter nyder ge vorffen. Darnach ſandt der Runig nach ſant Sartholomeo vnd ſprach zu im warumb haſt du meinen bruder verkeret vnd haſt in̄ dē land ketzerey gelert. vn̄ haſt den tempel zerſtoͤrt dz wil ich an dir rechen. Da ſprach er. ich hab in nit verkert ich hab in bekert das er den waren got erkent vnd den weg gelert zu dem hymel reich. Da ſprachd̓ kunig. Ich ker mich an dein lernit. vnd als du meinen lieben bruder vō ſey ne got haſt gebracht. alſo wil ich dich von dei nem got bringen. Da ſprach der zwelffpot. du gelebſt nymmer das ich meines gottes verlau gen. vn̄ da er das geſprach. da viel des kunigs abgot nyder vnd ward zu aſchen. Da das der kunig erſah da zerzerret er ſein gewād vor zo ren vnd hieß ſant Bartholomen mit knuttelu ſchlahen. das leyd er gedultigklichen vnd ließ dennoch von ſeiner ler nit. Da der kunig hoͤrt das er als ſtet an got was vnd dz er ſeiner ler nit wolt laſſen da ward er gar ſer betrubt vnd ſprach. Ich furcht er verker mein volck auch. dauon ſo wil ich dz mā im ſein haut abſchynd. Da ſchant man im ſein haut ab das erbarmet dy leut gar ſer das ſy es nit geſehen mochten. vnd fluhe da von. vnd wie wee im geſchach ſo leret er dennoch den criſten gelauben. vn̄ thet vil zeychen vnd lieffen die behafften zu im dy erloͤſt er von dem boͤßen veind vnd macht die ſiechen geſundt. Da ſchryen die boͤßen geyſt. warūb martert ir in got richt in ſchier. da wur den vilmenſchen bekeret von dē zeychen zu cri ſtem gelauben. Das thet dem kunig zoren vn̄ ſprach. ſeyd du von dißer marter nit tod biſt. ſo wil ich dich noch mer martern. vn̄ hieß bech auff in gieſſen vnd wallendes bley. Da ſprach ſant Bartholomeus zu dē kunig. mein marter bringt dir den ewigen tod vn̄ mir das ewig le ben. Haſt du aber rer vber dein ſuͤnd ſo keret gott lein guͤt zu dir. vnnd vergibt dir all dein ſund. wie wol du mir mein haut haſt abgeſchū den dauon ker dich zu got. Das thet dem ku nig zoren vnd ſprach. er leſt ſeiner ler nit dar umb ſchlacht im ſein haubt ab. Da enthaubt man in. da fur ſein ſel zu den ewigen freuden. Da kam Polemius mit tauſent mannen. vnnd namen ſeinen heyligen leychnam vnnd furt in von dannen. Da machte im die menſchē dy er bekert het ein ſchoͤne kirchen vn̄ legten in mit eren darein vnd clagten in gar ſer. vnd an dem dreyſſigſten tag darnach ward d̓ kunig aſtra ges vn̄ all ſein ritterſchafft behafft. vn̄ ſchryen die boͤßen geyſt auß in. O wee bart Bartholmes .CXXLIIII. vnd lieſſen nit von dē geſchrey biß ſy auff ſein grab kamen. da ſprachen ſy all. wir haben vbel gethan an dem reynen man̄. wann er iſt gottes diener. da das dy menſchen ſahen. da wurdē ſy bekert vnd lieſſen ſich tauffen dy pfaffen dye ſant Bartholomeus geweyhet het. vnnd alſo ward das land zu criſtem gelauben bekert. da gebott d̓ kunig Polemius den zweyen reychē bey got vnd bey ſeinen hulden dz ſy zuſammē kemen vnd ſtercket ſye an got. vnd er ward der criſten biſchoff. vn̄ weyſet ſy zu got mit ſeyner guten ler. vnd lebet dreyſſig iar nach ſant bar tholomes vnd ſtarb da ſeligklichē. da fur ſein ſel zu den ewigen freuden. ¶ Iu den zeyten da keyſer Friderich regiret do gebot er das man die ſtat Beneuentu zer ſtoͤret vnd wuſt leget. vnd das man all kirchen in der ſtat abbreche. vnd er meynt er wolt dye ſtat anderßwo hin ſetzen. Da was des ſelben mals ein guter man der ſah etlich heyligen in ſchneweyſſen kleydern vnd glantzten als dye ſunne. vnd redten gar ernſtlich miteinand̓. Da das der gut man ſah da wundert in gar auß dermaſſen ſere was das were vn̄ hett gern ge wiſt wer ſy weren geweſen. vnd fraget ſye wer ſy doch weren. Da ſprach einer vnder in dz iſt ſant Bartholomeus der heylig zwelffpot. vn̄ dy andern lieben heyligen den man ir kirchen zerbrochen hat in der ſtat. vnd haben geurtey let das er der peyn wirdig ſey d̓ ſy auß irr wo nung vertribē hab vnd ſeind yetzund vbereyn kummen. vnd haben das vrteyl geben das der Reyſer on alles verziehen fur gottes gericht kummen ſol. vnd ſol es alles mit einander ver antwurten. vn̄ vber ein kleyne weil darnach da verſchyed der keyſer gar iemerlichē. da behuͤt vns got vor. ¶ Da man zalt von Criſti geburt dreuhun dert vnd einßvnddreyſſig iare. da vmblegten die heyden Saraten das land vnd Siciliā. vn̄ zerſtoͤrten auch die inſeln Lppartica vn̄ legtē ſie wuͤſt darinnē der heylige leychna ſant bar tholome ruet. Wan̄ man het in von d̓ ſtat Iu dea dar gefuret. Da tet der zwelffpot groſſe zeychen darumb eret in das volck mit vleyß. das thet den heyden gar zoren. vnnd brachen ſant bartholomeus grab auff. vnd namen ſein gebeyn herauß vnd ſtreuetē es vberal auff dy ſtraſſen vnd namen ſein ein teyl vnd theten es in einen pleyen ſarch vnnd wurffen in inn das meer. Da ſye nun den freuel gethan heten an dem heyligen leychnam ſant bartholome. vnd ſy nun iren weg furen. da erſcheyn ſant Bar tholomeus einem munich. vnnd ſprach. Stee auff vnd liß mein gebeyn zeſammē das iſt zer ſtreuet. Da ſprach der Munich. warumb ſullē wir dein gebeyn zuſammē leſen oder warumb ſollē wir im ere erbietē. nun leſſeſt du vns mit einander verderben vnd vertilgfen. vnnd thuſt vns keyn hilff noch genad. da ſprach ſant bar tholomeus. es hat got dē volck lāg zeyt durch meinen willen vberſehen. ſo ſeynd ir ſund als groß worden das ſye zu hymel auff ſchreyen. darumb mag ich in yetzund nicht gehelffen. ſy wolten ſich dann beſſern vn̄ die ſund laſſen Da ſprach der munich. wie ſol ich dein gebeyn auß andern gebeynen erkennen. Da ſprach er. Welches gebeyn du ſihſt ſcheynē als ein feu er. die ſelben beyn heb auff dz ſeind meine ge beyn. das thet der Munich vnd fand ſy recht als im ſant Bartholomeus geſagt het. vnd na das gebeyn vnd furt es in die ſtat Beueuen tum die iſt ein haubtſtat in Apulea. vnd mey nen etlich lerer es ſey noch da ſo meynent et lich es ſey zu Rom. Eines mals da kam ein fraw zu ſeinē grab vnd bracht oͤl mit ir in einem legelein. vn̄ wolt es in die ampeln gieſſen die vor ſant bartholo meus grab hieng vnd bran. vnnd da ſy das le gelein auffthet vnd es zu der ampeln neyget. da wolt nichts herauß geen. Da greyff ſy mit einem finger hinein vnd wolt es herauß ſtrey chē dēnoch wolt nye keyn tropff herauß geen da ſtund ein man dabey vnd ſah es vn̄ ſprach. Ich meyn das oͤl ſey dem lieben heyligē her ren vnd zwelffpoten ſant Bartholome nit ge nem man ſol es in ein ander ampeln gieſſen. vnnd da man nun das oͤl in ein andre ampeln goß da gieng eo on alle hindernuß herauß. da ſah die fraro gar wol das es dem lieben heyli gen nit genem was von ir. vnd ſy gewon groſ ſe rew vmb ir ſund. Ein groſſer meyſter hett den lieben herren ſant bartholomen gar lieb vnd begieng ſeinen tag alle iar erlichē vn̄ loblichē. d̓ ſelb prediget eins mals da erſcheyn im d̓ boͤß geyſt in einer junckfrawen geſtalt. vnnd daer ſye nur anſah da viel er in einen boͤßen luſt gegen ir. Vnnd ſprach da zu ſeinen dienern ſye ſolten im dye Iunckfrawen zuͦ ſeynem tiſch laden das ſye Von ſant mit im eß. dz theten ſy. vnd da ſy kam da ſetzet ſy d̓ meyſter gegen im vber dz er ſy deſterbas moͤcht angeſehen. vn̄ da die iunckfraw merck et das er ſy geren ſah. da macht ſy ſich ye len ger ye ſchoͤner. vnd reytzet in zu vnkeuſch. Da kam der lieb herr ſant Bartholomeus an dye tuͤr in eins bilgrims geſtalt. vn̄ klopffet an. vn̄ bat das man in einließ durch ſant Bartholo meus ere. Wan̄ der meyſter het im lang gedie net. Da wolt man in nicht einlaſſen vn̄ ſandt im ein brot das wolt er nit. vnd ſprach zu dem diener. Frag deinen meyſter vnd herren was dem menſchen allerbeſt vnnd meyſt geeygnet ſey. das fragt der bot den herren. Da ſprach d̓ meyſter. das lachen iſt dē menſchen allermeyſt geeygnet. wann es lacht ein yeglicher menſch von natur geren. Da ſprach der boͤßgeyſt in d̓ iunckfrawen geſtalt. die ſund ſein dē menſchē aller meyſt geeygnet. Wann der menſch wirt darin empf angen vnd wirt darin̄ geboren. vn̄ lebt darinne biß an ſeinē tod. die zwu antwurt ſaget man dem bilgrim. Da ſprach d̓ bilgrim. dein herr hatt wol geantwurt aber die iunck fraw hat es baß außgelegt. da ſprach er aber zu dem botē. Nun frag deinen herrē an wel cher ſtat got dz groͤſt zeychen hab gethan dye eines ſchuͦchs breyt ſey. Des fraget d̓ diener den herrē. da ſprach d̓ meyſter an der ſtat des heyligen creutzes hat gott das groͤſt zeychen gethan. Da ſprach die iunckfraw. Es hat gott dy aller groͤſten zeychen vnnd wunder gethan in des menſchen haubt. wann darin̄ iſt die in ner welt. das ſeynd die funff ſinn die dē men ſchen eyntragen vnnd zutragen vn̄ kund thun alles das in d̓ auſſern welt geſchicht. Die ant wurt ſaget der bott dem bilgrim. Da ſprach er ſy habē beyd wol geatwurt. vn̄ ſprach aber zu dē diener. Nū frag mir deinē herrē noch ey ner frag vn̄ dy iunckfrawen dy vor im ob dem tiſch ſitzet wy verr von dē oberſtē hymeltron ſey biß zu d̓ helle abgrūd. Da fraget d̓ diener ſeinē herrē vn̄ dy iuckfrawē d̓ frag. da ſprach d̓ meyſter. dz weyß ich nit. wan ich hab ſein nit gemeſſen. da antwurt dy iunckfraw vn̄ ſprach Nun ſihe ich wol dz d̓ bilgrim ein gebieter iſt vnd ein iunger des almechtigē gots. ich weyſ aber wol wie verr von dē hymel iſt vntz in die helle. wan̄ ich bin da von gefallen vntz in den abgrundt d̓ helle. vn̄ verſchwand als bald. vn̄ fur mit groſſem geſchrey auß. Da ſant d̓ mey ſter nach dē bilgrim dz er zu im kem. da wz er verſchwundē. da was im gar leyd vnd mercket wol das die iūckfraw d̓ boͤß geyſt wz geweſen vnd verſtund ſich auch bey des boͤßen geyſtes red das der bilgrim ſant Bartholomeus was geweſen vnd das er in vor d̓ ſund het behuͤtet. vnnd dancket im ſeiner genaden mit groſſem vleyß. vnd het in furbaß aber lieber dann vor. vnd dienet im mit ernſt vntz an ſein ende. vnd ſtarb darnach gar ſeligklichen. das ertrarb im ſant Bartholomeus vmb dē almechtigen got Ein ſoliche geleychnuß ſiſt man von dē heyli gen zwelffpoten ſant Endres auch. Nun bit ten wir den groſſen mertrer vnd den heyligen zwelffpoten ſant Bartholomeū durch all ſein ere vn̄ wirdigkeit dy er mit got ewigklichē hat dz er vns vmb got erwerb alles dz dz vns gut ſey an ſel vn̄ an leyb vn̄ die ewigē freud Amē. Von ſant Ludwig A o Ludwig MxxvAnt Ludwig wz ein kunig von Frauckreich vnd hett ein gelaubigē vater der hieß auch Lud wig vnd der iung Ludwig het got lieb vn̄ die net im mit vleyß. vnd ſtreyt ſer wider dy ketzer vnd vertreyb ir gar vil. vnd̓ was lang vnd̓ ſey ner muter pfleg. vnd het ein meyſter der pflag ſein nach dem ratt der prediger vnd der bar fuſen vnd leret in gut ſiten vnd goͤtliche kuunſt Vnd da ſich der iungling als gar wol anließ da ward ſein muter gar fro vn ſprach offt zu im allerliebſter ſun mein. Ee das ich wolt das du deinen ſchoͤpffer erzurnteſt mit einer tod ſund ich wolt ee dz du ſtuͤrbſt. dz wort merck et er als gar mit groſſem vleyß das er vō der genad gottes beſchirmet ward das er in keyn todſund nye geuiel. Vnd da er zu ſeinen tagē kam da gab im ſein vater vnd muter ein fraw en bey der het er ein kind dz zoch er als geyſt. lichen das alle menſchē wunder namē von ſey ner heyligkeit vnd von ſeinen guten ſiten. Der heylig herr ſant Ludwig trug ein herēs hemd an vnd keſtiget ſeinen leyb mit beten mit faſtē vnd mit wachen. vn̄ mit vil ander gutter vbūg. vnd an dem ſambſtag ſo wuſch er gewoͤnlichē armen leuten ir fuͤß. vnd truͤcknet ins. vnd kuſ ſet ins mit ſeinē mund. vnd gab in gelt darzu. Vnd luͦd auch an etlichē tagen zweyhundert armer menſchen vnd trug in ſelber zu eſſen ee er aß. vnd het gewoͤnlich etlich arm leut dy alt vnd kranck waren dy ſpeyſt er von ſeiner ſchuͤſ ſel. vnd wen̄ ſy offt in dem eſſen geuraſt vn̄ ge ſtruͤt hetten. ſo hieß er ims dan wid̓ fürſetzen vnd aß dann ſelber darauß. vnd trug demuti ge kleyder an. vnd nyemant kund noch mocht volgeſagen das groß mitleyden das er mit ar men leuten het. Er machet ſpital vnnd dienet den auſſetzigen mit ſeinen hendē. vnd machet auch vil geyſtlicher heußer den gab er miltig klichen ſein almuͦſen. vn̄ kam offt zu den arme vnd dienet in auff ſeinen knyen. ¶ Eyn cloſter was auff dē berg Albon. das het er ſelber gebauet. darinn wz auch ein mu nich der het weder naſen noch augē. dem gab er auff ſeynen knyen zu eſſen. vnd het dz heyl tumb vor allē dingen in groſſen eren. vn̄ bauet gar ein ſchoͤne Capellen in ſeinē balaſt darin̄ behielt er dy durnen kron vnſers herren Ieſu criſti. vnd ein groß ſtuck des heyligē creutzes. mit groſſer wirdigkeyt vn̄ dz. Fen des heſſl gen ſpers dz die ſeyten onſers herrē auffthet. Vnd er ſetzet dem heyltumb etlich tag daran man es begieng vnd eret. vnnd wen er vnſers herren fronleychna wolt nemen ſo ſtund er in einē winckel in d̓ capellen. vn̄ gebot ſeiner die ner einē dz er im ein ſeyl an ſein kelen leget. vij muſt in fur den altar furē. ſo empfieng er dan̄ vnſers herren leychnā mit groſſer forcht vnd andacht. vnd es dorſt nyemant in d̓ kirchē mit im reden on groſſe notturfft dy weyl man das ampt begiēg. Der lieb herr ſant Ludwig wey net vil an ſeiner andacht. vn̄ wen̄ yemāt criſten gelauben ſchroechet dz mocht er nicht mer ge hoͤren vn̄ hieß es ſchwerlich buſſen. Vn̄ eins mals da het ein burger zu Pariß bey got gar leſterlichē geſchworē. da muſt ma im ſein lebſ ſen brenuen als er geſetzt het mit ſeinē kunig klichē gebot. Sant Ludwig wz als gerecht dz er dē arme als recht richtet als dē reychē. dar an brufftē die furſtē wol dz die weyßheit got tes in im wz. vn̄ hettē in lieb vn̄ thetē im groß ere. Er ſaß alle wochen zwir zu gericht armen leuten. vnd weret allen wucher. vn̄ beſchirmet criſtē gelaubē mit groſſem vleyß. Da ſich nun ſant Ludwig vil iar in allen tugenden geubet het. da hoͤret er die zerſtoͤrung der criſten. Da ward er mit großem ernſt entzuͦdet. vn̄ machet ſich auff mit ſeinē zweyen ſuͤnen. vn̄ mit vil er ſamen prelaten d̓ heyligē criſtenheit. vnd wolt zu den vngelaubigen gefaren ſein. da ordnet got von hymelreich ein beſſers. wann er ward ſiech vnd wolt ſterben. Da empfalhe er ſeinem erſtgebornen ſun ſein geſcheffte vnnd gab im das geſchribē. Vn̄ da er nun gar kranck ward da ſah er auff gen hymel vn̄ ſprach. Herr Ieſu criſte nun wil ich geen in dein hauß. vnd wil be ten in deinē heyligen tēpel. vn̄ laß da die ſiben pſalm mit groſſer rew. vn̄ rufft dy heylige mit groſſer andacht an vnd empfieng dy heyligē ſacrament. vnd hieß da aſchen auff die erden ſtrewen vnd hieß ſich creutzlingen darauff le gen dz thet man. vn̄ er ſprach. Herr ich beuilh dir mein geyſt in dein hend. vnd verſchied da ſeligklichen mit den worten vnd fur ſein ſel zu den ewigen freuden. Da begrub man in an d̓ ſtat daran er ſtarb mit eren. da thuͦt got groſſe zeychē durch in. O heyliger herr ſant Ludwig erwirb vns auch vmb gott dye ewigen freud Amen. Von ſant Auguſtin Von ſant Erliebherr ſant Au guſtin der groß lerer iſt geborē von O dem land Affricana vnd wz gar tu gentlichen vnd lernet als wol das er an einer yeglichen ſtat all meyſter vbertraff. Wann er kund die ſiben freyen kuͤnſt. vnnd ſprach auch ſelber. was ich geleſen hab dz hab ich wol ver ſtanden. mir dorfft es nyemant außlegē noch ſagen. Er laß zemal geren frembde bucher da viel er in ein vngelauben vnnd in ein werren. d̓ gelaub heyſt Manicheorū. die ſelben menſchē gelauben nit das got menſch ſey wordē. noch das wir erſteen ſullen. vnnd wz newn iar in dē vngelauben. Nun het ſant Auguſtin gar eyn ſelige muter die het got lieb vnd het groß ley den vmb ires ſuns vngelauben. vnd klaget es got offt vnd weynet. vnd bat got offt dz er irē ſun bekeret. vnd bat gut leut das ſy got fur ire ſun beten. da troͤſtet ſy gott vnd ließ ſy in dem ſchlaff ein geſiht ſehen vnd daucht die frawē wy ſy ſer weynet. da kam ein ſchoͤner iungling zu ir vnd fraget ſy was ir were. Da ſprach ſye mein ſun Auguſtin iſt an dem gelauben verir ret. Da ſprach der iungling. Gehab dich wol. wann er wirt verwandelt. vnd wirt das du da biſt. Vn̄ do ſy erwacht da ward ſie gar fro vn̄ ſaget irem ſun wie der iungling mit ir geredt het. Da ſprach Auguſtinus. muter du haſt es vnrecht vernummen. er hat geſprochen wer er iſt das wirſt du. Da ſprach dy muter neyn. Er ſprach nit alſo er ſprach alſo. Er wirt das du biſt. da wz es ſant Auguſtin gar vngelaublich Wan̄ im was ſein hertz dennoch nit erleucht. daließ ſeinmrernt ab ſy rufft got vnb irē ſun an vnd bat auch ein biſchoff dz er mit in da von redet. vnd das er beſehe ob er in vō dē irrſal moͤcht bringen. Da ſprach der biſchoff. Fraw dein ſun iſt als wolgelert das er mich ſchier vberredt hat. ich hoff nicht dz d̓ traum an im verloren werde du wirſt noch an im ge troͤſtet. Iu den zeyten hieß man da Auguſlinū ein groſſen meyſter. vnd er het vil menſchē dy er leret. ¶ Damnach kam ſent Alugueftin von dem wil len gottes zu Meyland. da was ſant Ambro ſius biſchoff der ward gar fro das er kummē was vnd het ſant Auguſtinus ſant Ambroſiū gar lieb. Nun prediget ſant Ambroſius eines tags da hoͤret ſant Auguſtin die predig. vnnd hoͤret in als gar wol von got predigē. vn̄ hoͤret auch das er den criſten gelauben als gar wol bewe ret das er an imſelber verirret ward. vnnd ge daucht in wol dz er an dem vnrechten wer. vnd gedacht im. ich wil meinen gelauben laſſen. ¶ Iu den zeyten da kam ſein muter auß ver ren landen zu im vnd was fro das ſye in ſahe. vnd da ſy hort das er an criſten gelauben eyn wenig erleucht was. da ward ſie fro vnnd hett groß hoffnūg zuͦ got er bekeret iren ſun ſchier Da leret ſant Ambroſius auch das volck mit vleyß. vnd bekeret ſie von irem vngelauben. da halff im d̓ heylig geyſt das Auguſtinus vber wunden ward. vnnd keret ſich zu got von ſant Ambroſius guter lere vn̄ ſprach. Herre ſeyder ich mich zu dir bekert hab vnd dein klarheit er ken̄. ſo vergib mir mein krāckheit. da mich dein liecht erleuchtet allererſt erkant ich dz ich dir Auguſtin CMddxvjj. vngeleych wz. Da hoͤret Auguſtinus ein ſtym̄ von gott die ſprach. Ich bin ein ſpeyß d̓ groſ ſen. wachß vnd yß mich. ich wird nit verwādelt in dich du wirſt verwādelt in mich. da ſant au guſtin die ſtym hort da ward er gar fro. vn̄ ne het ſich zu vnſerm herren vn̄ gedacht im. Ich vnnd mein geſell Alippus veollen geen zu dem heyligen Simpliciano. der was ein leyvnd het got gar lieb. vn̄ wollen in biten das er vns vn ſere hertzen baß erleuchte. Darnach kamē ſie zu ſant Simp liciano. da klagt im Auguſtinus die irrigkeit die er gehabt het. vn̄ was gar ſe re betrubt. Da leret er in das er ſich vnder vn̄ ſern herren Ieſum criſtum neyget. vn̄ er ſaget im auch dabey wie reichen lon got den geb dy demutiglichen lebten. Vn̄ ſaget im als vil vn̄ redet als wol von got dz im ſein hertz entzun det ward in goͤtlicher liebe dy er gewan zu got vn̄ ſchrey mit betrubtē hertzen. waffen Alip pe was hoͤrich vn̄ wz leyd wir. die da dye kunſt nicht haben die haben als groſſe vernufft dz in der hymel darumb wirt gegeben. vnnd vns meyſtern wirt die helle. vnd kam mit den wor ten in groß leyd vnd kummernuß. vnnd gieng mit Alippo in eine garten vn̄ trug ſant Pauls buch mit im. das leget er vnder einē baum vn̄ gieng furbaß vnder einen feygenbawm vnnd kam vor groſſer rew vnd vor groſſem leyd vn̄ vor groſſem iamer von im ſelber. vnnd weynet ſer. vnd rufft iemerlich vn̄ ſprach. wie lang ſol ich in dyſem leyden ſein. ſol ich darinnen ſein vntz biß morgen. herr laß es heut ſein. O we herr mein got wy hoch vnd wy tieff magſt du ſein du fleuheſt nit von vns vnnd wir kummen. dennoch kaum zu dir. empfah mich herre be greyff mich vnd halt mich in dich. Wan̄ mein lieb die iſt leyder ſpat die ich dir auß meinem hertzen ſchenck. O altter on verluſt ich hab mich gar vil verſaumpt. wann ich hab dich ze mal ſpatt lieb gewunnen. ich was lang auß du warteſt mein. ich ſucht dich du vnſihtige ſchon heit. da was dein gegenwurtigkeit bei mir. vn̄ ich wz mt bey dir. da ruffeſt du mir vn̄ brachſt mein irrigkeit entzwey. Da kam dein erleuch tung vn̄ iaget mit des heyligen geyſtes fewer mein vinſternuß hin. ¶ Da der lieb herr ſant Auguſtinus ſein leyd alſo lang geklaget het vnd ſer betrubt wz. da hoͤrt er ein ſtym ruffen als eines kindes ſtym dy ſprach. heb auff vn̄ ließ. da gedacht er in. was meynt dy ſhym̄. da hoͤrt er ſy offt. vnnd er lieff hyn zu ſeinem geſellen Alppo. da hett erz das buch hingeleget. Da warff er das buch auff vnd ſah darein. da ſtund das geſchriben dar an. Legt an euch einen newen menſchē vn ſern herren Ieſum chriſtum. da brach ein als groß liecht in ſein hertz das aller zweyfel von. im gieng. Da ſah Alippus das ſant Auguſtin frolichen ward vnd fraget in was er het geſe hen. da het ſant Auguſtin einen vinger in das buch gelegēt das er ſein nicht weſt vnnd zey get Alippo was er geleſen het. wann ſein vin ger lag dabey. vnd laß Alippus die geſchrifft dy darnach geſchriben ſtund die ſprach. Wer krancken gelauben hat den ſolt ir troͤſten vnd ſolt in empfahē. Da keret ſich ſant Auguſtin gentzlichen zu chriſten gelauben. vnnd ſaget ſeiner muter alles das dz an im ergangen wz. da ward ſie von hertzen fro vnnd dancket got ſeiner genaden. vnnd Alippus vnd ſant Augu ſtin wurden von dem liebē heyligen lerer ſant Ambroſio getaufft. vnd da er ſant Auguſtinu taufft. da lobet er got darumb vnd ſprach. Te deum laudamus. da ſprach ſant Auguſtin. Te dominum confitemur. Alſo machten die zwen den pſaln allen auß. Darnach ließ ſant Au guſtin alle die hoffnung die er zu der welt het vnnd ließ auch die ſchul dy er richtet. vnnd er was dreyſſig iar alt als er von ſant Ambroſio getaufft ward. ¶ Sant Auguſtin dem groſſen lerer dem er ſcheyn das liecht der lebentigen ſunnen in ſein hertz. vnd het groß wunder von der vnmeſſi gen guͤt dye an vnſerm herren lag das er ſich herab geneyget het. vnd menſch was worden. vnnd durch vns tod was darumb das er vns das ewig leben wolt geben. vnd der welt luſt floch von dem heyligen lerer ſant Auguſtin. Wann im geuiel alles das vbel das in d̓ welt geſchach da mit mā got nit dienet. vn̄ daucht ſich ſelber gar vnwirdig wie hoch er vor gott was vnnd richtet ſein leben nach dem lebe vn ſers lieben herren Ieſu criſti vnd wa man von got ſang od̓ laß dz macht im ſein hertz wund das er ſer weynet damit was im gar wol. Dar nach wolt des heyligē lerers ſant Auguſtins muter heym in Affricam faren vnd ir ſun nit ir. wan̄ ſein hertz was nun verwādelt wordē. vor flohe er ſie ſo thet er nun was ir lieb was. Da furen ſie von Meyland vn̄ kunen zu Ty Von ſant berien in eilen garten vn̄ legten ſich in ein vē ſter vber ein lenen. vnd er ſpricht. ſih dy muter wil mit irem liebē kind. da goß ſant Auguſtin reiche wort auß. vnd waren ir beyder wort vol frewden vnd ward irs hertzen begird vol ſuͤſ ſigkeit vnd er ſprach mit worten die ſuſſigkeit da auß die gott ſelber iſt. vnd was frewdē got den heyligen wil geben in dē ewigen leben dy nye keyn aug geſah vnd nye kein nund volge ſprach. vnd nie keyn ore gehoͤret vn̄ keyn hertz betrachten mag. vnd was ir hertz darzu in vil ſuſſigkeit. vnnd ſprach. wz man der irrdiſchen freud begreyffen kan das iſt gar zu kleyn wid̓ die ewigen freud. vnd redten auch von d̓ ſchoͤ ne die an got vnd an ſeinen creaturen iſt. vnnd redten auch vil von dem hymelreich vnd von d̓ freud dy darinn iſt. vnd kamen in ein groſſes wunder. Darnach ſprach die muter zu irē ſun mich geluſt nit mer in dyſer welt zu leben. vnd wil geren ſterben. nun ſo ich dich in criſtem ge lauben weyß. vn̄ ward da ſchier darnach ſiech vnd ſtarb vnd fur zu dem almechtigen got. da fur ſant Auguſten auff ſein eygen erb. vnd pre diget dem volck mit vleyß. vn̄ machet mer dan̄ dreyſſig tauſent bucher die der criſtēheit nutz ſeind. vnd lebet ſeligklichen vn̄ dienet got mit vleyß mit beten mit wachen mit vaſten. vnd le bet in herter keſtigung. da kam ſein guter ley mund gar verr. vnd wo nit ein biſchoff wz da floch er. wan̄ er forcht die ere ſo wolt in got zu einem biſchoff haben. Nun was ein biſchoff in der ſtat ypponenſi. der hieß Valerius der bat ſant Auguſtin das er zu im kem. dz thet er Da vberkam er in das er brieſter ward. da le bet er als ein zwelffpot. vnd ſtifftet einen or den. vn̄ nam vil ander brieſter zu im darein dy hetten bruͤderliche liebe zu einander. vnd het ten nmit eygenſchafft. vn̄ lebtē als heyligklichē das man ir wol zehen herauß nam. vnd macht ſy da zu biſchoff. da was der biſchoff ires hey ligen lebens fro. vn̄ gab ſant Auguſtin vil ge waltz vnd hieß in an ſeiner ſtat predigen. wan̄ erhet mer kunſt dan er. Su den zeyten da was ein ketzermeyſter d̓ hieß Fortunatus der was ein brieſter vnder den ketzern d̓ was gar ſer id̓ ſant Auguſtin. vnd kam eins mals zu im vnd vil ketzer mit im vnd meynt ye er wolt in vberreden das er vn recht het. darumb das ſant Auguſtin vor auch eyn meyſter vnder den ketzern was geweſen. da kund er ſy als weyßlichen vberreden dz ſie nit weſten wz ſy reden ſolten. vn̄ er vberwand ſy all offenlichen. Nun forcht Balerius man wurd imi ſant Auguſtin anderſtwa zu einē bi ſchoff machen. vnnd bat in das er an ſein ſtat ſeſſe vnd biſchoff were. Wan̄ er meynt er weer nutzer dan̄ er. das thet ſant Auguſlin vngern. doch thet er es vntz an ſeinen tod. vnd ſprach. Ich merck das ich vnwirdig bin dz mich gott als hoch geſetzt hat. vnd lebt all zeyt demutij klich vnd ſein kleyder vn̄ ſein bettgewand wa ren nicht ſcheyntbar noch nit zu verwerffen. vn̄ ſprach. Ich ſchem mich edler kleyder. wan̄ die zymen dem orden nit. vn̄ wen̄ man im gute kleyder gab ſo verkaufft er ſy. vnd was gewoͤn lichen on fleyſch. vnd was meſſig mit eſſen vn̄ mit trincken. vn̄ hieß von fleyſch kochen durch der ſiechē willen Der lieb herr ſant Auguſtiu het mer vleyß zu der letzē vn̄ zu der geyſtlichē ſpeyß dann zu der leyblichen. vnd het vber ſei nen tiſch geſchriben. Wer mit worten ſeinem nechſten ſein ere abſchneydet ob dem tiſch. d̓ ſol von dem tiſch geen. ¶ Eines mals da aſſen biſchoff mit ſant Au guſtin die waren ſein lieb freund. die weyl ſye das todt fleyſch aſſen. da aſſen ſy auch mit irē worten der menſchen ere. Da ſprach er ſchirey get vnnd redet den menſchen nit nach anders ich gee von dem tiſch oder ich wil die vers ver tilgen die ob dem tiſch ſtand. O lieber Augu ſtine ſoldeſt du nun bey vns zu tiſch ſitzen. wy offt muͤſteſt du den verß vertilgen. wer ſeinem nagſten nachredt der tut ſund an imſelber. vn̄ thut den vbel dem er nachredt. vnd auch de der es hoͤrt. ¶ Sant Auguſtin ließ keyn ſund̓ ſo kleyn er beychtet ſy. Er beychtet das er mit dē bal ſpi let da er ein kind was. Vnnd das er nit vnbe zwungen laſe. vnd das er ſeinem meyſter vnnd vater vnd muͦter nit gehorſam was als er bil lichen ſolt. vnd das er auch dy ſchuͦlbucher ge ren laſe der vil gelogen iſt. vnd beychtet auch dz er eines mals lafe. dz ein fraw vor lieb tod was das er darumb geweynt hett. vnd beych tet wenn er mit den kinden ſpylet das er in ge ren abgewunnen het. vnd das er opffel od̓ by ren geſtolen het. vnd beychtet auch das er gu ten ſenfften rauch nit ſucht. wan̄ er in aber het das er in dann it floch. vn̄ das er guten donn end ſchon ſingen geren gehoͤret hett. vn̄ dz er Auguſtin CXXXVII. mer luſtes hett gehabt an dē don dann an den worten. vnd das er ſeine augen nit in warnūg gehabt het. vnd das er vil durch luſtes willen geſchawet het vnd dz er eins mals einer ſpyn nen hett zugeſehen wie ſye die fliegen in irem netz het gefangen. vnd beychtet von dē funff ſinnen von yeglicher beſunder vnnd von eſſen vnd von trincken vnd het groſſen vleyß in allē ſeinem leben wie er got wol geuiel. Eines mals da ſah er den veind ein groß buch tragen. Da ſprach er zu im. was ſtet dar an geſchribē. Da ſprach der teufel ſuͤnd ſtant daran geſchriben. Da ſprach ſant Auguſtin. Wa ſtee ich darin̄ geſchriben. Da zeyget im d̓ veind ein blat daran ſtund geſchriben. Er het ſich auß vergeſſenheit nyd̓ gelegt vn̄ hett ſein complet nit geleſen. da was im gar leyd. vn̄ ge bot dem veind das er an der ſtat belib biß er wider zu im koͤm vnnd ſant Auguſtin gieng in die kirchen vnd ſprach ein andre complet vnd andre gebet mer. vnnd bat got als lang biß er ims vergab. vnnd kam da wider zu dem veind vnd hieß in die complet ſuchen da was ſie ab getilget. Da ward der veind zornig vn̄ ſprach mir iſt leyd das ich dich mein buch hab laſſen ſehen wann es iſt dein gebet als innig gewe ſen das es mein geſchrifft vertilget hat. Eines mals da giēg ſant Auguſtin bey dē mere vmb vnd trachtet mit groſſem ernſt wie er die heyligen driualtigkeit gar durch gruͤn den moͤcht. Da ſah er gar ein ſchoͤnes minig kliches kind bey dē mere ſitzen das ſchoͤpffet ymmermer auß dem meer mit einē kleynē loͤf felein in ein kleynes gruͤblein. da ſprach er zu dem kind. was meynſt du damit. Da ſprach dz kind. Da wil ich das groß meer in das kleyn gruͤblem ſchoͤpffē. da ſprach er. kind dz magſt du nit gethun. wann es iſt vnmuglichē zethun Da ſprach das kind. Es iſt mir muͤglicher ze thun dann dir das iſt. damt du vmbgeeſt. vnd damit verſchwand das kind. Da mercket ſant Auguſtin woll das es vnſer herr wz geweſen. Iu den zeyten da wz ein gute fraw d̓ het ¶ ten boͤß leut ir gut genummē dz richtet ir nye mant auß. Da kam ſy zu ſant Auguſtin da laß er als innigklich an einem buch dz er d̓ frawē nicht mercket. die frawe gieng im neher. vnnd redt mit im. Da ſaher ſie an vn̄ vergaß ir als bald. wann er gedacht an ſein leſen. da klaget gut verlozen het daſchweyg er. im das i wam in was de geſchrft n ſym da gieng ſy aber neher zu im vn̄ gedacht ir. darumb dz er heylig iſt vn̄ ich ein fraw bin ſo ſiht er mich nit geren an. da zwang ſie ir leyden das ſye in anderweyd bat das er ir huͤlff. Damercket er ir aber nicht. vnnd ſprach keyn wort nit zu der frawen. da het ſie groſſe hoffnung gehabt er huͤlf ir. vnd da er nichts mit ir redet da gieng ſy mit groſſem leyd vō im vn̄ des andern tags da ſant Auguſtin vnſers lieben herren frou leychna in der meſß het auff gehaben da was die fraw in der kirchen. vn̄ ward entzucket. vn̄ ſahe in den hymel vnd ſah die freud vn̄ wunne die dy heyligen mit got haben. vn̄ ſah ſant Au guſtin mit gewalt vor der heyligen driualtig keit. vnd het ſein haubt darein geneyget. vnnd ward ir ordenlichen erzeyget wie ſchoͤn alles das gut iſt. das von der heyligen driualtigkeit kumbt. vnd ſprach ein ſtym̄ zu der frawen. Ge ſtern da du den biſchoff bateſt dz er dir hulf da was ſein hertz auff erhaben in die heylige driualtigkeit. da diſputiret er als mit groſſem vleyß das er dein nit mercket als du yetzund wol geſehen haſt. dauon ſo gee heut hinwider ſo richtet er dir nach allem deinem willen. da mit kam die fraw wider zu ir ſelber. vnnd kam mit groſſen freuden zu ſant Auguſtin. da em pfieng er ſy guͤtlichen vnd vernam alle ir klag vnd halff ir auß aller irer nott. ¶ Der lieb heylig ſah nit geren dz kein fraw in ſein hoff gieng geyſtlich oder weltlich oder ſein geſippte freund vnnd wolt ſein ſchweſter nit bey im laſſen. wan er forcht es gieng erge rung da von. Es muſtē gar ernſtlich ſach ſein das er mit frawen redt. dy boͤßen ketzer ware im gar veind darumb das er als ſer wid̓ ſy wz vnd huben offt einen krieg wid̓ in an. vn̄ trach teten wie ſie in toͤtten moͤchten. wan̄ er predi get alle zeyt wider ſie vnnd kund ſie mit ſeiuer weyßheit wol wider ſprechen. darumb trugen ſie im haß. ¶ Ens tags da reyt er auß da eylten ſie in nach vnnd wolten in ertoͤdt haben. da halff im got das ſy in nit geſehē mochtē. Der lieb herr ſant Auguſtin teylet den armen ſein gut mit. vnd beſſeret in ir vngemach. vnd wz barmher tzig vnd erlediget vil menſchē die behafft wa ren mit dem vend vnd ſprach ſein gebet ob in vnd nacht ſie geſundt. Vonm ſant Eins mals ſprach vuſer lieber herr zu im. Auguſtine haſt du mich lieb. er ſprach ia. Da ſprach vnſer herre. wie lieb haſt du mich. Da ſprach ſant Auguſtin. moͤcht ich auß meinem hertzen ein koͤpff lein gemachē. vn̄ moͤcht auß meinē blut kuppf erwein gemachē dz wolt ich dir ſchencken. da ſprach vnſer her. Auguſtine haſt du mich aber mer lieb. Da ſprach er. vnd moͤcht ich mein gebeyn zerſchlahen. vn̄ moͤcht ein kertzenſtab darauß gemachen. ſo wolt ich es vor deinē goͤtlichen amplick anzunden. Da ſprach vnſer lieber herr. Auguſtine haſtu mich noch mer lieb. da ſprach er. wer es muͤglich dz ich got wer vnd du auguſtinus wereſt ſo wolt ich dir vō dē goͤtlichē ſtul entweychē. vn̄ wolt Auguſtinus werden. ¶ Iu einē mal da kam ein groſſes wutendes her mit heyden an die ſtat Ipponenſi da ſant Auguſtin biſchoff wz. vnd kamē an ſein volck vnd ſchlugen frawen vnd man zetod. vnd wol ten auch die ſtat gewinnen. Nun wz ſant Au guſtin alt worden vnd wz im gar leyd vmb dē iamer vnd weynet offt darumb vnd mocht dē mord nit geſehen vnd bat got den almechtigē mit gantzem hertzen vnnd ſprach. Herr erloͤß dyſes volck oder nym mich zu dir es iſt mir ze ſchwer. Ich mag den groſſen gewalt nit erley den. da erhoͤret in vnſer herr vnnd ſandt nach ſeinen bruͤdern vnd ward gar ſiech. vnd ſaget in das er ſterben ſolt. da was in gar leyd. Da hieß er im die ſiben pſalim lefen. vnnd er laß ſy auch ſelber mit groſſer audacht vnd mit wey nen. vnd lag zehen tag vereynt. vn̄ bat ſein bruͤ der das ſy nyemant wber in lieſſen d̓ in ſeines innigen gebets irret. ¶ Nach dem da kam ein ſiecher fur in. vn̄ er bat in das er ſein hand auff in leget vnd in ge ſundt macht durch ſein groſſe heyligkeit. Da ſprach ſant Auguſtin. Lieber ſun wz mag ich dir gehelffen. Nū lig ich ſelber hie in groſſer kranckheit. Da ſprach der kranck wider zu im. Lieber vater ich wil dein hilff haben. vnd ich hab ein geſiht neulich geſehen dz du mir ſole helffē. da ſprach er ſein gebet zu got. da ward der ſiech wol geſundt. Darnach do beychtet d̓ biſchoff alle fein ſund lautterlichen mit groſ ſer andacht. vnd nam vnſers herren fron leych nam damit gieng im ſein ſel auß. vnd fut ſein ſel zu den ewigen freuden. das was nach criſti geburt vierhundert vnd viertzig iar. vnd was ſe ßondſibentzig iar alt. vn̄ was viertzig iar biſchoff geweſen. da er ſtarb da was im ſein antlitz ſchoͤn vn̄ wolgefar. vnd ward im nach ſeinem tod dy ewige frend vnd wunne in dem hymelreich von der er vil geſaget. geleſen vnd geſchriben hett die nereſt er nun ewigklichen. da namen ſein bruder ſeinen leychnam vnd be gruben in in d̓ ſtat Sardiniā mit groſſen eren ¶ Nach dē als die heyden die ſtat verderbt heten vber zweyhundert vn̄ achtzig iar. da wz ein mechtiger Runig in Lamparten landen d̓ hieß Liprand d̓ hort von dē heyligen herren ſant Auguſtin das ſein leychnā als vnwirdig lichen lag. vnd das man im als wenig eren er bot das was im leyd. vnd ſandt nach dem hey ligen leychna. da bracht man das heyltūb zu d̓ ſtat Ianua. da fur der kunig ſelber gegen dē heyltumb. vnd hieß es in die ſtat Papiā brin gen. da geſchach ein groß wunder dz man dē leychnam ab der ſtat nye mocht bringē. da ver ſtund ſich der kunig wol das es gottes wil wz vnd gelobet ſant Auguſtin er wolt im ein kir chen da laſſen bawen. da ward das heyltumb leycht vnd ließ ſich furen. da volbracht der ku nig ſein gelubt. vn̄ macht die kirchen. vn̄ ſchier darnach in dem nechſtē dorff da geſchach dz tounder aber. vnd ward das heyltumb ſchwer vntz er gelobt er wolt im da ein kirchē an der ſtat machen. da ward es aber leycht. da frero ten ſich die menſchen der wunder die der lieb heylig thet. da was der kunig gar mechtig vn̄ tugentlich. vnd het gotliche forcht. vnd da er ſah das ſant Auguftin als geren kirchen hett. da ließ er im an einer yeglichē ſtat kirchen ma chen da er vbernacht belyb. vnnd bracht in da mit eren in dy ſtat Papiam vn̄ leget in da mit wirdigkeit in ein cloſter dz was geweyhet in der ere ſant Peters. vnd heyſt der guldein hy mel. da geſchahen gar vil zeychen vnd wunder Eins mals da vereynten ſich viertzig men ſchen mit einander krummer lamer vn̄ blinder das ſy miteinander gen Rom wolten zu ſant Peter vnd zuͦ ſant Pauls. vnd wolte ſy bitten dz ſiß geſundt machtē. Da wolt nun der alme chtig got ſant Auguſtins heyligkeit oͤffne. vn̄ fuget es das er in allen erſcheyn. vnd was er lichen gecleydet als ein Biſchoff in der hoch zeyt. vn̄ gruſſet ſy all frewntlichen. vnd fraget wa ſy hin wolten. da ſprachē ſy zu ſant Peter vnd zuͦ ſant Pauls. da ſprach ſant Auguſtn. Auguſtin CXXXVIII. ir ſolt in die ſtat Papiam kummē in die kirchē die d̓ guldein hymel heyſt da werdent ir all ge ſunt. Da ſprachē ſy herr wy heyſt ir. da ſprach er. Ich bin Auguſtinus der vor biſchoff wz in der ſtat ypponenſi. vn̄ verſchwand damit. des namen ſy ſich wunder vnd kamen vbereyn dz ſy den worten ſant Auguſtins wolten volgen. vnd kamen zu dem guldein hymel da der lieb heylig begraben was. vnd dy ſiechen hubē all an mit hoher ſtym vnd ſchryen Auguſtine au guſtine hilff vns das wir geſundt werden. da luffen dy bruder all zu vnd das volck. vnd be ſahen was dz geſchrey were. da macht got die ſiechen geſunt durch ſant Auguſtin willen. da lobt das volck alles got vmb das ſchoͤn zeych en vnd den lieben heyligen. vnd kam das wun der verr in dy land. vnnd kamen gar vil ſiecher zu ſeine grab dy wurden all von ſeiner heylig keit geſundt. vnd lieſſen ir krucken vnd ir ſche mel vnd ſteb all in der kirchen. vnd ward ir als vil das man ſich da vor nit geregen mocht. vn̄ muſt ſie herauß werffen mit einander. ¶ Iu einem mal was ein mulner dem thet ein beyn lang wee. der hoͤrt von ſant Auguſtinus groſſe heyligkeit vnd von dē ſchoͤnen zeychen die er thet. da rufft er in mit groſſem ernſt an. vnd bat in das er in geſundt machet. vnd ent ſchlieff. Darnach erſcheyn im ſant Auguſtin. vnd rurt im ſein beyn gar tugentlichen an. da fur er auff vnd was wol geſundt. vnd dancket got vnd ſant Auguſtin der genaden. Es was eins mals ein Brobſt der het ſant Aluguſlin ſunderlichen lieb der ward ſiech vn̄ lag wol drer gantzē iar das im nyemāt kund geſagen was ſiechtumbs er het. vnnd an ſant Auguſtins abent da het der brobſt gar geren zu der hochzeyt geſungen vn̄ geleſen. vn̄ rufft ſant Auguſtin mit ernſt an vnd bat in dz er im hulff das er geſundt wurde. vn̄ dz er die hoch zeyt mit andacht moͤcht begen. vnd da man dz erſt zu veſper het geleut. da erſcheyn im ſant Auguſtin. vnd ſprach gutlichen zu im. Ich bin hie wan̄ du haſt mich angerufft es ſol dir wol ergan. ſtand̓ auff vnd ſing veſper. damit ver ſchwand er. Da ward er geſundt vn̄ ſtund mit freuden auff vnd gieng gen veſper. vnd ſang mit andacht. da wurden dy bruͤder gar fro vn̄ lobten got vnd ſant Auguſtin vmb das ſchoͤn zeychen. ¶ Eins mals da hoͤrt ſant Bernhart die letzē XVIII. von ſant Auguſtin ſingē. da gedacht er als lāg an der letzen wort biß er ſitzent entſchlieff. da ſah er ein geſiht. vnd ſahe gar ein ſchoͤnē iung ling vor im ſtan. von dem floß ein groß waſſer dz begoß die kirchen alle da mit erwacht er vn̄ verſtund ſich wol das es ſant Auguſtin wer d̓ heylig lerer. vnd das er mit ſeiner nutzen lere die criſtenheit begoß. ¶ Iu eine mal da ward ein heyliger man ent zuckt. vnd ward in die freud bracht das er die heyligē in dē hymel ſah. da ſah er vberal vmb nach ſāt auguſtin. da ſah er ſein nit. da ſprach er zu einem. wo iſt ſant Auguſtin. da ſprach er. ob dir in vnſers herren lob in der heyligē dri ualtigkeit in volkumner weyßheit. damit kam der munich zu imſelber. ¶ Es was eines mals ein guter frūͤmer man der het ſant Auguſtin ſunderlichē lieb. vn̄ het groß begird nach ſeinem heyltumb das es im wurd ee er ſturbe. Der hoffnūg verdroß in nit vnd kam eines mals in die ſtat da ſant Augu ſtin begraben was vnd bat den munich d̓ des grabs hutet das er im des heyltumbs geb. vn̄ gab im groß gut darumb. da nani der munich dz groß gut vn̄ gedacht im er wolt in teuſchē. vnd ſchneyd einē todten einen vinger ab. vnnd gab dē dem guͦten man̄ fur ſant Auguſtin vin ger. da ward er von hertzen fro vnd trucket in lieblich an ſein bruſt. Da ſah gott ſein begird an vn̄ thet ein wunder. vnd halff im dz im von ſant Auguſtin ein vinger ward an iennes ſtat. da fur der man mit freuden heym. vnnd ſaget offenlichē in dem land er het einen vinger vō ſant Auguſtin bracht. da wurden ſy gar fro. vn̄ ertē dz heyltūb mit vleyß. Da thet got groſſe wunder vnd zeychen durch das heyltumb. da ſagten ſy vil von den zeychen dy d̓ vinger thet das die red als verr kam biß zu Papiam. das nam die munich wūder. Da ſprach der munich der den vinger hin gab. mich bat ein fremder man als vaſt vmb ſant Auguſtin heyltumb. da ſchneyd ich einē totten ſein vinger ab. der wz nit heylig. den gab ich dem man̄ der mich bat. dauon geet mit mir vn̄ ſeht die warheit ſelber. da giengen ſy mit im vnd ſahen das ſant Au guſtin eines vingers nit het. dz wz in allē leyd vnd ſatzten den munich ab d̓ den vinger verlo ren het. vn̄ beualhen dz heyltumb eine andern. ¶ Iu einē mal da wz ein guter munich d̓ hieß Hugo d̓ het ſant Auguſtin ſundlichē lieb. vn̄ Von ſant laß ſein leben geren vnd bat in offt dz er in an keinem tag ließ ſterben dann an ſeinē tag. Da ward er ſiech funfftzehen tag vor ſant Augu ſtins tag. vnnd mocht gar vbel an ſeimnē abent. vnd hieß im alle gotzrecht thun. das thet man vnd hieß ſich an die erden legen auff aſchē. vn̄ ſprach da. Ich weyß wol dz ich ſchier zu aſchē muß werden. In d̓ ſelben nacht da wz ein mu nich in der kirchen beliben vnd betet. da ſah er gar vil ſchoͤner iungling in d̓ kirchē vmbgeen. die hetten all weyſſe kleyder an. vnd ſah einen biſchoff vnder in der was vnmaſſen ſchon ge zyret. Da het der munich groſſe freud von irr gegenwertigkeit vn̄ fraget einen was ſy wolten vn̄ wer ſy erē. Da ſprach er den biſchoff den du ſiheſt das iſt ſant Auguſtin mit ſeinen thumherrē der iſt herkummen zu ſeinē freund zu dē ſiechen d̓ hat im ger mit groſſem vleyß gedienet. vnd wil ſein ſel mit im zu hymel furē. da gieng die ſchoͤn ſchar zu dem ſiechen brud̓ der ſtarb bald. da empfiēg ſant Auguſtin ſein ſel. vnd furt ſy zu dem almechtigen got darūb das er im gedienet hett. Nun bitten wir ſant Auguſtin den groſſen lerer dz er vus vmb got erwerb ſoliche groſſe weyßheit da mit wir ſel vnd leyb behalten mugen Amen. Von ſant Sabina Ie lieb fraw ſant ſa bina was von edlem geſchlecht. vnd was ein criſtin vnd het got gar lieb vnd die heyligen vnd het das heyltumb d̓ hey ligen Iunckfrawen Serapie. vnnd begieng ir grebnuß nach d̓ criſten gewonheit. vnnd leget ſy mit groſſer andacht da in ir grab. vnd hieß es zyren gar ſchoͤn vnd von d̓ ſelbē zeyt als ſy den criſten gelauben gelernet. da gab ſie alle tag groß almuſen vnd troͤſtet da die gefangē criſten vnd die ſiechen vnd gab in was in nott was. dz ward dem richter helpydio geſagt. da hieß er ſy vahen vnd fur in bringen. das thet man. vnd da ſie fur in kam. da fraget er ſy ob ſie Sabina wer herodes tochter vnd des edlē valentins wirtin. da ſprach ſye ia ich bins. Da ſprach er. warumb verlaugneſt du deines gotz vnd geſelleſt dich zu den criſten. vnd du weyſt doch wol das man ir keinen leben leſt. Warub betteſt du die groſſen abgoͤtter nit an dy groß heren anbeten vnd die meret des reichs. Da ſprach Sabina. Ich wil vnſern herren Ieſum criſtum anbeten vn̄ in loben. vn̄ wil im danckē das er mich erledigt hat von dem gewalt des boͤßen geyſtes. vnnd hat mich behuͤtet vor vil vbels vnd ſchadens meiner ſel vn̄ meins leybs vnnd hat das getan durch ſein liebe dienerin ſant Serapia. Darumb wil ieh mit der gottes hilff nit irren an dem weg des ewigen lebens vnd wil die boͤßen geyſt nit anbeten als ir tut. Da ward der richter zornig. vnd ſprach zu ir. Spricheſt du das die herrē Auguſti merer des reichs die boͤßen geyſt anbetē. Da ſprach ſaut Sabina wolt got dz ſy dē ware got anbetetē d̓ alle ding beſchaffen hat. vn̄ nach des willen ſich alle ding ſchicken ſihtig vn̄ vnſihtig dz ge laubt ir nit. darūb muſt du vn̄ die keyſer ewig klich mit in brinnen in der helle. Da ſprach der richter. ich ſchwer dir bey allen vnſern goͤttern dz ich dir dz haubt wil laſſen abſchlahē. es ſey dan̄ dz du vnſern goͤttern opfferſt vn̄ ſy anbe teſt da ſprach ſant Sabina. kya duvnſinniger Sauina Cxxxxxx. menſch wilt du wenen dz ich den boͤßen geyſt ſol anbeten. Nun bin ich ein criſtin. vnnd hab Criſtum gar lieb. vnd bin ſeyn dienerin dem wil ich opffern. Da ſprach d̓ richter. Ich ſihe wol das du vnſern goͤttern nit gehorſam wilt ſein vnd ſchilteſt ſie nur vnd flucheſt auch dē merer des reichs. darūb ſol man dir dz haubt abſchlahē. da enthaubtet man die liebē frawe ſant Sabina vnd fur ir ſel zu den ewigen freu den. Da kamen die criſten vnd namen irē hey ligen leychnā vnd begruben in mit andacht zu ſant Serapia. dz geſchach an dem vierdē tag des monats ſeptembris. Nun bitten wir dye lieben frawen ſant Sabinā dz ſy vns vmb got erwerb vnſers lebens ein gut end. vn̄ darnach die ewigen freud Amen. Von ſant Sauina Auina die wz eines heydens tochter der hieß Sabinus. O vn̄ beteten die abgoͤtter an. vnd Sauianus ir bruder d̓ was ein criſten vn̄ ward ge martert vnd getoͤdt vmb criſten gelauben. Da weynet ſein ſchweſter Sauina ſer vmb in vnd bat die goͤtter offt vmb in. Da erſcheyn ir der engel eines nachtes in dem ſchlaff. vn̄ ſprach zu ir. Sauina laß dein weynē ſein vn̄ gib auff alles das du haſt ſo vindeſt du deiuen bruder in groſſen eren vnd wirden geſetzet. damit er wachet ſie vn̄ ſprach zu irr meyd. haſt du ichts geſehen. ſy ſprach ya ich ſah einē menſchē mit dir reden. da ſprach ſy. du ſolt niemant da von ſagen. da ſprach ir meydt dz wil ich gerē thun vnd was du wilt. da furen ſy des andern tags beyd von dannen vn̄ wurdē getaufft. Da hieß ſy ir vater lang ſuchē. da fand mā ir nit. da wz im gar leyd. vnd hub ſein hend auff gen hymel vnd ſprach. Herr Ieſu criſte biſt du ein gewal tiger got in hymel der mein kind behalte mat ſo zerbrich mein goͤtter. da kā zehand ein groſ ſer donerſchlag. vnnd zerbrach ſein goͤtter zu kleynen ſtucken. das ſahen vnd hoͤrten vil mē ſchen die bekerten ſich auch zu dē almechtigē got vnd lemeten den griſten gelauben vn̄ ſein liebe tochter Sauina kam gen Rom in dy ſtat da tauffet ſy d̓ heylig babſt Euſebius. Eines mals da kamē zwen blinden zu ſant Sauina vnd clagten ir ir leyden das ſie nit ge ſehen. da het ſie ein groß mitleyden mit in. vn̄ ſprach ir gebet zu got. da wurden ſie zuhandt geſehent. vnd wurden gar fro. vnnd danckten got vnd ſant Sauina der genaden. Iu den zeyten da waren zwen kruppel die kamen auch zu der heyligen iunckfrawen vnd baten ſy mit groſſem ernſt das ſie in vmb gott erwurb das ſie geſundt wurden. da ſprach ſie ir gebet zu got. da wurden ſy friſch vnd wolge ſundt. da wurden ſy gar fro. vn̄ dancktē got vn̄ ſant Sauna d̓ genade. vn̄ alſo belyb Sauna funff iar zu Rom. Darnach erſcheyn ir d̓ en gel gottes in dē ſchlaff vn̄ ſprach zu ir. Saui na war zu iſt dz gut dz du deine reichtumb ge laſſen haſt vnd lebſt nun hie in wolluſt. Stec auff vnd gee in die ſtat Cretas dz du deinen brud̓ da vindeſt. Da ſprach ſant Sauina des morgens zu irer geſpilen. wir wollen nymmer hie ſein. Da ſprach ſy. Liebe iunckfraw wo du wilt da gee ich mit dir hid. dich habē aber die menſchen hie gar lieb. ſo wilt du in dem ellend ſtebē da ſprach ſauna got wit mos furſchē Von ſant vnd nam ein girſtin brot mit ir. vnnd kam gen Rauenna in eines reychen manus hauß d̓ het ein tochter die lag an dem tod. Da ſprach Sa uina zu der dieren in dem hauß dz man ir her berg geb. Da ſprach dy dieren. Fraw ir mugt kein herberg hinne gehabē. wan es wil meiner frawen tochter ſterben. vnd wir ſeind alle ſer betrubt. Da ſprach Sauina. ſy ſtirbet vō mei nen wegen nit. vnd gieng zu d̓ iunckfrawē. vn̄ nam ſy bey d̓ hād vn̄ rufft got mit ernſt an. da ward ſy zuhand geſundt. da woltē ſy dz ſie da wer beliben dz wolt ſie nit thun. Darnach fur ſy fur die ſtat Cretas vnd ſprach zu ir meyde. Liebe laß vns ein weyl hie ruen. Da kam ein edel man auß der ſtat zu in der hieß Laterius. vn̄ ſprach zu in. wan̄ ſeyt ir. da ſprach Sauina. ich bin hie von der ſtat. da ſprach er. du ſageſt nicht recht. wan̄ mā hoͤrt es an deiner red wol dz du hie frembd biſt. Da ſprach ſie. Herr ich bin warlichen ein ellende fraw vn̄ ſuch meinē bruder Sauianū den hab ich lang verlore. da ſprach er den du da ſucheſt der iſt da an d̓ ſtat enthaubt worden vmb criſten gelauben. vn̄ iſt da begrabē. vn̄ da ſy dz hoͤrt da wz ir gat leyd vnd viel nyd̓ auff ire knye vn̄ betet mit groſſer andacht vn̄ empfalhe ſich got vn̄ ſprach. Herr du haſt mich all zeyt in keuſch vn̄ reynigkeit be halten. laß mich mt lenger hie in hertem weg muͤd werden. vn̄ laß mich von der ſtat furbaß nit kūmen. Herr ich beuilhe dir mein dienerin die vil durch meine willen gelitten hat. ich be uilhe dir auch meinen bruder den ich nit geſe hen mag. den̄ dz ich in in̄ deine reich ſehe. Da ſy dz geſprach da ſtarb ſie. da fur ir ſel zu den ewigen freuden zu irē bruder. vnd da dy diene rin nun ſah dz ſy tod wz. da weynet ſy iemerli chen. wan̄ ſy het nichts damit ſiß begruͤb. aber d̓ vorgenant Laterius d̓ ſandt etlich menſchē dar. vnd bat ſie dz ſy em ellende frawē begruͤ heu. das thetē ſie vn̄ begrubē ſy erlichen. Vn̄ an dem tag iſt auch Sabina. die Balentinus haußfraro wz. geſtorbē. Nun helffen vns die liebē heyligē dz wir auch kumme zu dē ewigē freuden Amen. ¶ Von ſant felir vnd Adauctus. Ant felirwz ein cri berer ſten. vnnd was gar ein tugentlichet brieſter vnd wz bey dē babſt Gayo vnd het got lieb vn̄ dienet im mit vleyß. vnd le ret den criſten gelauben vberal zu Rom vn̄ be kert vil menſchen mit ſeiner ler zu got. ¶ Iu den zeyten trug dyocletianus vnd ma ximianus die kron zu Rom die warē vngelau big. da hoͤrten ſy dz Ffelir ein criſten wz. dz tet in gar zorē vn̄ hieſſen in vahē. dz tet d̓ richter valerianus vn̄ bracht in fur ein abgot d̓ hieß Seraps den ſolt er abet. dz woſt ſant felix nit thun. vnd ſpottet ſein. vn̄ bließ den ab got an. da viel er nyder. dz thet den heydē zorn vn̄ brachten in gar mit groſſem zoren zu dem abgot Mercurio den ſelbē ſolt er auch anbete des wolt er nit tun. vn̄ bließ in auch an. da viel er auch zuhand nyd̓. dēnoch wz ir hertz blind. vn̄ ſprachē. wir ſollē in zu vnſer abgoͤttin furē Dyana. die hat als groſſe krafft das er ir mit nichte widerſteen mag. vnd brachten in zu dei abgoͤttin. die ſelbē bließ er auch an. da viel ſie auch nyd̓. da erſchrack dz volck alles vn̄ ſchlu gen in vor zorn gar ſer. vn̄ brachtē in mit grim Berena .CXl. migkeit zu einē barom den beten dy heydē mit groſſer audacht an. da ſprach ſant Felix ſeyn gebet zu got. da viel d̓ barm nyder vn̄ ſchlut einen tempel nyder vn̄ eine werdē abgot dar innen. darumb wurden die heyden ſer betrubt vnd hieß in der richter da mit knutteln als ſer ſchlahē dz er onmechtig ward. Darnach hieß man ſidendigs waſſer dar bringē dz goß man auff den lieben heyligē ſant Felix. vnd meyn ten die heydē er ſolt da von ſterben. vn̄ da das waſſer auff in kam da ward er als krefftig da von dz er froͤlichen auffſtuͦnd vn̄ ſprach. mich hat das waſſer als wol gelabet als ob es kuel wer. vn̄ da dy menſchen das zeychen ſahen. da lieſſen ſie ſich tauffē in dē namē vnſers herrē Ieſu criſti. Da der richter dz hort da ward er zornig vn̄ ſprach zu ſant Felix. du muſt ye ſter ben vnd magſt dich nit lenger mit deinen fal ſchen liſten gefriſten vn̄ hieß im dz haubt ab ſchlahen. Da fur ſein ſel zu den ewigē freudē Da lieff ein ander man auch dar vnd ſprach. ich bin auch ein criſten des hab ich mich lang verholen vn̄ ſprach ich wil an meinē herrē Ie ſu criſto ymmer ſteet ſein. vnd wil ewer abgoͤt ter nit anbeten. wan̄ es ſeind boͤß geyſt. Aber mein herr Ieſus criſtus d̓ iſt allein gott durch den wil ich gemartert werden. Da wurden die heyden zornig vn̄ hieſſen im auch ſein haubt abſchlahen das thet man. da für ſein ſel zu dē ewigen freudē. Da er nun getoͤt ward. da we ſten die criſten nit wie er hieß. vnnd hieſſen in Adauctū. das iſt als vil geſprochen zu teutſch als ein merer. wan̄ er mert chriſten gelauben durch ſeinē tod. Darnach da kamen die criſtē in der nacht. vnd begruben die heyligen in die grubē da d̓ barm außgefallen wz. dz thet dē heyden gar zoren vnd giengen zu der gruben. vn̄ woltē die heyligē herwid̓ außgraben. Da wurdē ſy all behafft. alſo beleybē die heyligē da. Nun helffen vns die heyligē Felix vn̄ ad auctus vmb gott erwerben vnſers lebens ein gutz end vn̄ nach dyſem lebē dz ewig Amen. Von ſant Verena Ie lieb fraw ſant ve rena die was edel. vnd wz ſant mau ricius geſippe. vnd het in gar lieb. vn̄ e was ein criſtin. vnd da d̓ keyſer Maximianus ſant Wauriciū mit im zu teutſchen landē furt da ward dy liebē frawē ſant Verenā nach im gar ſer belangē. vn̄ ſy fur ſant Mauricio nach vn̄ da ſy zu Meyland kam da hoͤrt ſie dz man vil criſten da gefangē het. vn̄ het groſſes mit leyden mit in. vn̄ troͤſtet ſie vnd furſahe ſie mit eſſen vn̄ mit trincken. dz ließ ſie durch nyemat vnd ſucht die ſtat alle tag da mā die criſtē er ſchlagen hett. Da ſaget man ir ſchier dz man ſant Wauritzen mit einer gar groſſen ſchare erſchlagen het vmb criſten gelauben. Da cla get ſy ſer. vnd wolt mt lenger da ſein. vnd fur vber die alben. vnd kam zu dem waſſer Aram. da fand ſie einen man der was von ſant Mau ritzen geflohen d̓ ſaget ir die rechten mer wie man ſant Mauriciu ertoͤt het. da wolt ſant ve rena nit furbas faren vn̄ ſetzet ſich mit leyd in ein clauſen. da waren drey gut toͤchter inn die aſſen nt anders dan̄ kraut vn̄ erbeyß vn̄ brot dz erwuͤrcktē ſie mit irē henden. Nun ſaß ein zwerg nahent dabey dz verkauffet dē Cleuſ nerin ire werck vnd kauffet in dan̄ ſpeyß vmb Von ſaft das gelt. der ſelben ſpeyß lebet Berena mit in ein gantz iar. Gab man in aber etwas beſun ders in die Clauſen ſo gabē ſy es durch got tes willē. da bekant man ir heyliges lebē vber al in dē land wol vnd Verena wz ſund̓lich ein gute heylige fraw. vn̄ tet got vil zeychē durch ſy. die auſſetzigen wurden reyn durch ir heyli ges gebet. vnd ſy erlediget auch die behafftē menſchen von dē boͤßen geyſtē. vn̄ machet die blindē geſehent vnd die krummen ſchlecht. vn̄ thet der wund̓ vn̄ der zeychen als vil das man ſie d̓ ellendē muter hieß. Nun ſaß ein ritter in dē land dē thet es gar zoren dz man als vil vō irr heyligkeit redet. vn̄ vieng ſant Verena vn̄ was ir gar hert. da kam ſchier ein iungling zu ir d̓ troͤſtet ſie vnd ſprach zu ir gehab dich wol du wirſt ſchier erledigt. da fraget ſy in wer er were. da ſprach er. Ich bin dein freund Mau ricius vnd da der alſo redet da kamē alle ſeine geſellen zu ir hinein. vnd gruͤſten ſant Verena ſchon vnd ſchyden da von ir. Da ward d̓ Rit ter gar ſiech. vn̄ gedacht an die heyligē frawē ſant Verena vnd gieng zu ir. vn̄ viel ir zu fuſ ſen. vnd bat ſie mit ernſt dz ſie im vmb got er wurb dz er geſunt wurd. da ſprach ſye ir gebet zu got da ward er geſundt. Darnach bat er ſie aber das ſy im vergebe was er ir gethan hett das thet ſy vn̄ gieng wider in ir clauſen zu irē ſchweſtern vn̄ dienet got mit vleyß. Darnach ward ein hūgerigs iar in dē land vn̄ dy ſchwe ſtern hetten nit brots. vn̄ liden vil hungers dz was ſant Berena gar leyd. vnd ruffet vnſern herre mit groſſem ernſt an vn̄ ſprach. Herr al mechtiger got gib deinē kinden ir leyb narūg. du weyſſeſt wol dz wir ſein bedurffen. vnd da ſy dz geſprach. da ſah mā viertzig ſeck mit mel vor d̓ clauſen ligen. Da machtē ſy brot auß dē melb. vn̄ das brot rouchs in irē mund. da lobtē ſy got vmb dz wund̓ vn̄ dancktē im ſeiner guͤ te dz er ſy als wol verſehē het. Darnach ward ſy ſiech vn̄ mocht gar vbel. da kam vnſer liebe fraw mit allem hymliſchē her zu ir. vnd da ſie vnſer liebe frawen ſahe. da ſprach ſy. von wan̄ kumpt mir dy genad dz dy muter vnſers liebē herrē Ieſu criſti zu mir kumpt. Da ſprach vn ſer liebe fraw. Ou ſolt mit mir in dye ewigen freud. vn̄ alſo verſchied ſy. Da fur ir ſel zu der ewigkeit. Da begrub mā ſy in d̓ clauſen Cia ta vn̄ wer ſie anrufft den geweret ſye. darumb ſollē wir ſy anruffen. dz ſy vnſer furſprecherin ſey gegē dē almechtigē got vmb alles dz vns anligt an ſel vnd an leyb. dz vns darinn genad vnd barmhertzigkeit erzeyget werd. Amen. Von ſant Gilgen Ant gilg der liebhey lig was ein reycher man. vnd was go boren von Athenis von einē kunig klichem geſchlechte. vnd was ein criſtē. vn̄ hett gott lieb vn̄ dienet im mit vleyß tag vn̄ nacht. mit beten mit vaſtē mit wachē. vn̄ mit vil and̓ guter vbung. vn̄ warb nach d̓ kunfftigē ere dy bey got ewigklichen wert vn̄ lebt tugentlichē vn̄ flohe dy ſundt all zeyt. vn̄ lernet dy heyligē geſchrifft wol vn̄ nam gute ler darauß. vn̄ ver fchmehet die welt. vnd erleucht im der heylig geyſt ſein hertz vnd gab im das er vil zeychen mit ſeiner genad thet. ¶ Lines mals da wolt er zu kirchen geen. da lag ein ſiecher an dē weg d̓ ſchrey ſant Gilgē an vn̄ bat in dz er im etwas geb. da gab un d̓ Mangen .MxlIIII liebes kind es iſt gewōheit vnd̓ vns geyſtlichē leuten das wir nyemant in vnſer geſelſchafft empfahē wir verſuchē in dan̄ vor in geyſtlichē dingen. dauon far mit vns in den wald ob du wilt. vnnd thu vns dein meynung gentzlichen kund. da ſprach dz kind wie ir wolt alſo wil ich auch. da namen ſie einen iungen knaben mit in der hieß Sonarius vnd ein brot. vnd giengen all vier in die wuͤſt. vnd da ſy wol drey tag von dem brott hetten geſſen. vnd ſein nymmer het ten da wurden ſie gar kranck von hunger. Do ſprach der heylig vater ſant columbanus. Ir ſoͤllent in den nechſten wald geen ob ir indert ein waſſer findet. darin̄ ſoͤllent ir viſchen das wir da von eſſen. dz thete ſy zuhand. da fundē ſie ein waſſer. da rourffen ſy ire netz darein in dem namen gottes vnnd viengen gar vil viſch d̓ namen ſy als vil ſy wolten vnd kamē zu ſant olumbano. da ward er gar fro vnd dancket got ſeiner genaden. vnnd gab den andern mit groſſen freudē auch. darnach do ward ſy aber hungeren. da was die ſtat verr von in da man ſpeyß vandt. da rufften ſy got aber an. vn̄ ba ten in das er ſye furſche in irr kranckheit. Da wurden ſy aber von got geſpeyſet. dz mercket aber dz lieb kind ſant mang gar wol vn̄ weyß lichen. vnd es ward ye lenger ye mer damit ge zoge zu heyliger vn̄ zu geyſtlicher geſelſchafft vnd gieng mit groſſer begird zu ſant Colum bano vn̄ gelobet im das er im gehorſam wolt ſein vn̄ all zeyt bey im wolt wonen. vn̄ leget dz heylig gewand des ordens an. vn̄ da ſant Co lumbanus ſahe das dz kind als ſeliglichen vn̄ als tugentlichen lebet. Da wolt er in baß ver ſuchē vn̄ machet in da ſchier zu keluer vn̄ wolt mercken ob er got damit vleyſſigklichē dienet da wz er ſeines ampts als fleyſſig vn̄ thet es als mit groſſer andacht dz got ſein heyligkeit darin̄ ließ erſcheynē. ¶ Eynes mals da woltē die bruͤd̓ eſſen. vn̄ da man dz bier zu dē reuen ter ſolt tragē. da trugē die diener die huͤltzen kandel in den keler fur das vaß. Da zoch ſant mang dē zapffē dz dz bier darein mocht geen da rufft im Sonarius zehād vn̄ ſprach das er bald zu ſant coluͦbano giēg. da lieff er zehand zu im vn̄ verſtieß dz vaß nit vor rechter gehor ſam vn̄ vergaß des zapffen in d̓ hād vor groſ ſem eylē vn̄ er ließ dz bier lauffen. da giēg es als lang biß dy huͤltzin kandel vol ward. vn̄ be ſtuͤd da in d̓ weyß als ein bog in d̓ geſtalt als ein kron. da fragt in Sonarius wz er in d̓ hād het vn̄ da ſant mang dē zapffen ſah. vn̄ das er des vaſſes oͤffen het vergeſſē da erſchrack er gar ſer vn̄ lieff bald in dē keler vn̄ gedacht im es wer nichts in dē vaß mer belibē. Vn̄ da er ſah das die kandel vol was vn̄ dz bier als ein bog ſtud d̓ ſich nyendert reget vn̄ eins tropffē nit mer herauß gegāgē wz. dz nā in ſer wund̓. vn̄ weſt nit wz dz wund̓ bedeutet vn̄ weſt auch nit wz er damit thun ſolt. vn̄ furt ſonariū vnd ein brieſter balt mit im ī dē keler dz ſy dz groß wunder ſehen. da giēgē ſie mit im vn̄ ſahē das groß zeychē. Da ſprach Sonarius zu dē brie ſter. ſollen wir das groſſe wunder vnſerm hey ligen vater ſant Columbano ſagē. Da ſprach d̓ brieſter ia im ſol keyn ſolch groß heyligkeyt verſchwigen oder verborgen beleiben. vn̄ gien gen mit einander zu ſant Columbano vnd ſag ten alles das das geſchehē was. Da ſprach d̓ heylig ſant Colunbanus. ſhein lebē bruͤder Von ſant das zeychen iſt nicht geſchehen von meinē ver dienen. es iſt geſchehen durch des kindes wil len ſant Mangē. da erſchrack ſant Mang vn̄ viel ſant Columbano zu fuſſen. vnnd ſprach. Heyliger vater du ſolt nit ſprechen das es vō meinen wegen ſey geſchehen. Da ſprach ſant Columbanus. Ich weyß in der warheit dz es von deinen wegen iſt geſchehen. wann ich ſah den engel vor dir gan da ich dir ſant Sonariu hieß ruffen vn̄ da er zu dirgieng. da thet der engel das heylige creutz vber dye kandel. Da wuchß dz bier auff in der geſtalt als ein krou vnd beſtund als ein bog. Da ſprach ſant Co lumbanus darnach zu den andern ſiben bruͤ dern. ſecht an die groſſen gab vnd genad des almechtigen gottes die er ſeinem diener ſant Mangen hat erzeyget der ſich als neulich in den orden hat ergeben. Dauon heyſt er billich vnder den andern Mangnus. Das ſpricht zu teutſch groß. Da ſchweyg das kind vn̄ danck et da vnſerm herren Ieſu criſto ſeiner goͤtlich en gab in ſeinem hertzen. Darnach kam ſant Columbanus vnd ſant Gall vnd ſant Mang in ein wuͤſten. vnnd hetten da nit andre ſpeyß. den̄ holtzoͤpffel. da kam ein ber vnd aß d̓ ſel bigen opffel auch. vnd da man eſſen ſolt. Da ſprach ſant Columbanus zu ſant Mangen. Liebes kind du kenſt die beſten oͤpffel wol. da uon gee hin vnd bring vns der das wir eſſen. Da lieff er bald hin vn̄ ſahe den beren vnder dē baum der opffel eſſen. da erſchrack er gar ſer. doch troͤſter er ſich gottes vn̄ ſprach zu dē beren. Ich gebeut dir in dē namen vnſers her ren Ieſu chriſti das du ein weyl ſtill ſteeſt biß ich meinē brudern die ſpeyß auff geliß. Dar nach ſo nym dan̄ dein ſpeyß auch. da wz im dz vnuernuͤfftig tier gehorſam. Da nū ſāt mang die beſtē auff gelaß da empfalh er die andern opffel dem beren. vnd ſprach. du ſolt dir d̓ oͤpf fel ein notdurfft eſſen vnd die andern behalt. vnd zerbeyß ir nit mer dann du ir bedarffeſt. Das gebot volbracht das vngezampt tyer. vn̄ beruret ir nicht mer dan̄ im beuolhen wz. Vn̄ darnach an dē andern tag da wolt ſant mang aber die oͤpffel auff leſen vnd vand den beren recht als er in gelaſſen het. vnd het die oͤpffel gantz gelaſſen. Da dāckt ſant Mang vnſerm lieben herren Ieſu criſto ſeiner genaden vnd ſprach zu dem berē. Ich gebeut dir das du dz gebot in dem namen vnſers herzen Ieſu criſti furbaß treulichen volbringeſt. das thet d̓ ber als lang ſie an d̓ ſtat waren. Darnach beſorget vnſer herraber ſein die ¶ ner mit ſeinen genaden. vnd fuget von barm hertzigkeit als vil gefuͤgel in die ſelbē gegent. da das ſant Mang ſah da weſt er wol das ſie gott damit verſehen het zu ir notdurfft. Vnd gieg zu ſant Gallen vn̄ zu ſant Colūbano. vn̄ ſprach zu ſant Gallen. Lieber heyliger vater. ich bit dich das du dem gefuͤgel gebieteſt das ſye ſich laſſen vahen das wir da von geſpeyſt werden. wann ſie hat vns vnſer lieber herr Ie ſus criſtus her geſandt. Da ſprach ſant Coluͦ banus. Lieber bruder ſant Mang. gee hin vn̄ gebeut dem gefuͤgel in dem namen vnſers lie ben herren Ieſu criſti als du dem beren haſt geboten. das er der oͤpffel hut. alſo erwirb vns auch vmb den almechtigen got vnd bit in das er die voͤgel als lang hie beieyben laß biß dz man ſie all gefah. Das was dem lieben herre ſant Mangen gar leyd das man weſt das er dem beren dz gebot het gegeben vnd ſprach. wir ſollen gott all darumb anruffen. vnd da ſy nun all gebetet hetten. Da ſprach ſant Colum banus zu ſant Mangen. Lieber brud̓ nun gee vnd gebeut den voͤgeln das man ſie gefahen mug. Da was er ſant Columbano als bald ge horſam vnnd gebot den voͤgeln zeſteen. da be ſtund das gefugel das es dy bruͤder wol vahē mochten. da ſagten die bruͤder all vnferm her ren Ieſu criſto lob vnd ere vnd luden dye bruͤ der all dar zuͦ vnd ſprachē. O ir lieben bruͤder mercket dy groſſen miltigkeit vuſers herrē Ie ſu criſti dy er ſeinen dienern ertzeygt. wan̄ das thut er all zeyt mit allen menſchē dy ir begird vnd iren luſt an in laſſen. vnnd erhoͤrt ſye gern wes ſie in bitten. dauon ſpricht er in dē ewan gelio. Wes ir meinē hymliſchen vater in mey nem namen bit dz wert ir gewert. Sprecht zu dem berg. gee her vnd er geet. das hat er auch volbracht mit ſeinem diener ſant Mangen. vn̄ da ſie der voͤgel nun vil gefangen hetten. Da ſprach ſant Mang zu ſant Columbano. Hey liger vater. wir habē von dē gefugel wol drey tag zuͦ eſſen. gefelt es dir ſo ſullen wir ſie flie gen laſſen das erlaubt er im. da hieß er ſy flie gen das theten ſy zehant. Darnach vergaß vn̄ ſerlieber herr ſeiner diener aber nit. vn̄ fuget es dz ir heyliges lebē kam in die nechſter ſtet die vmb ſylagen vnd wurden die criſten men langen Mlj. ſchen gemant von dem einſprechen des heyli gen geyſtes dz ſie in gutlich theten. vn̄ ſandtē in getreyd vnd wes ſie bedorfften. vnd ereten ſy durch ir heyligkeit. Vnd da nun vnſer herr gar vil zeychen durch ſy gethan het. da forcht ſant Columbanus ſy wurden mit dē zeytlichē guͦt vnd ere die ewigen freud verlieren. Vnd ſprach da zu ſant Gallen vn̄ zu ſant Mangen Wir ſollen an ein andre ſtat varen. dz wir nit mit dem zeytlichen gut die goͤtlichen ſeligkeit icht verlieſen. wan̄ er bekant wol das ſy zu allē gutē dingē bereyt ware. Da ſprach ſant mant wir ſollen got bittē das er vns kundt thu was ſein goͤtlicher will ſey. das geniel in allen wol. vnd vaſteten drey tag. vnd baten got das er in ſeinē willen kund thet. Da ward in von got g offenbaret dz ſie nit lenger da ſolten ſein. Da ſchifften ſy in Britaniam vnd in Galliam vn̄ baten den kunig Sigbertū das er ſy in ſeinem land ließ wonen in der wuͤſten das erlaubt er in. Da baueten ſy ein gotzhauß darinne. vnnd lebten gar ſeligklichen. vnd zugen gar vil mē ſchen zu geyſtlichē lebē. Da ward die kunigin Brunhild den heyligē gar veind. vnd ſchaffet mit dem kunig Theodorico dz er ſy vertryb. Da gieng ſant Mang vn̄ ſant Gall zu dē ku nig Theodorico. vnd baten in das er in erlau bet dz ſy in ſeinē land in einer wuͤſte woneten. das erlaubet er in. Da gieng ſant Gall mit dē kind Magno dz lieff vnd ſprang gar froͤlichē in dem wald als ein ander kind. Da funden ſy ein ſtat da fuget in wol zewonen vn̄ zu predi gen den menſchen die nahent vmb ſy wonten. Das ſagten ſy ſant Columbano. d̓ ſprach. fa ren wir in dem namen gottes dar. vnd wz dar nach in der heymlicheyt gottes geoffenbaret wirt dz thuͦ wir. vnd kame an die ſtat. vn̄ mach ten ein wonung. vnd predigten dē volck dz wz als ſer geneyget zu den abgoͤttern das ſiß nit da von kunden bringen. Nun kamen ſy an ein andre ſtat dye hieß Arbona. da predigten ſy auch criſten gelaube Da ward Theodoricus darnach ſchier von dē goͤtlichen vrteyl geſchlagen von einē gehē tod inn die helle. Da vieng Lothardus ſeiner ſuͤn funff vnd toͤttet ſy. vnd vieng auch Brunhil den ſein frawen. vn̄ band ſy einē pf erd an ſey nen ſchwantz. vnd ſchleyffet ſie biß dz ſye ge ſtarb. dz verhenget der almechtig got vber ſy. darumb das ſy den lieben heyligen als vil zu leyd het gethan wann der kunig het die lieben heyligen auß ſeinem land vertriben durch der kunigin willen. Da wolt Lothardus die liebē heyligen vaſt geeret haben. da das ſant Coluͦ banus innen ward. da ſprach er zu ſant Man gen. Ich weyß wol das etwas groß von dir kunfftig iſt. vnnd das du ſelig wirſt. vnd wirſt vil volcks zu got bekeren vnd wirt dich der bi ſchoff von Coſtentz ſchyer zu ewāgelier wey hen das ſag ich dir vnd bit dich dz du volbrin geſt dein weyhe mit ernſt vnd mit groſſer an dacht. Darnach ſolt du kummen an dy ſtat da ſant Narciſſus dem veind gebot das er den trackē ertoͤttet. da ſelbeſt wirſt du gar vil men ſchen zu criſtem gelauben bringen. vnnd wirſt erhoͤhet von allem volck. das da vmb dich vnd bey dir wont vnd von dir hoͤrt ſagen mit deinē namen. Vnd wirſt von allem volck geheyſſen Mang. vnd wirſt an der ſelbigē ſtat vil leydē von boͤßheit des boͤßen geyſtes. aber du wirſt geſtercket in got vn̄ in d̓ krafft ſeiner mechtig keyt. vnd wirſt mit ſeiner krafft an die ſtat ge fuͤrt. vnnd gott wirt alle deine wort vnd werck richten nach ſeinem goͤtlichen willen. Ich wil auch das ſant Gall vnd Theodorus bey dir ſein. Vn̄ da ſant Columbanus mit ſant man gen alſo geredt het. da fur er in ytalia vn̄ ſtarb ſchier darnach. Darnach kam ſant Mang vnd ſaüt Gal vnd ſant Theodorus zu dē brieſter Willima ro. der empfieng ſy gar wirdigklichen. vn̄ thet in vil eren. vnnd ſye fragten in ob yendert ein wuͤſt in d̓ ſtat wer. da in fuget zewonē. da ſagt man in es wer ein wuͤſt nahent dabey da wer ein waſſer vol guter viſch. aber der boͤß geyſt thet den menſchen gar vil zu leyd an der ſtat. vnd weren auch gar vil wilder tyer da. Da be falhen ſie ſich got. vnd troſtetē ſich ſeiner guͦt vnd kamen dar. vn̄ lyden gar vil an der ſtat vn̄ vacht ſye der boͤß geyſt vaſt an. Da rufft ſant Mang vnſern herren mit groſſem ernſt an. vn̄ vertryb die boͤßen geyſt all mit ſeinē heyligen gebet. vnnd machet ein wonung da. Darnach kam er auff einen hohen berg. da vand er einē groſſen beren dem gebot er das er von d̓ ſtat gieng das thet das wild tyer zuhand. vn̄ ward furbaß nymmermer geſehen. Darnach gieng er in ir wonung in die wuͤſt do ſamelten ſy gat vil bruͤder mit irer lere. vnd brachtē ſy zu geyſt lichem leben nach alem irem vernugen. Dar Von ſant nach kam ſant Wang an dy ſtat da ſant Nar ciß den tracken ertoͤdt het. vnd bracht dē brie ſter dotho vnd ſunſt mer bruͤder mit im. vnd er lebet in geyſtlichē leben nach allem ſeinē ver mugen vnd volbracht alles das das im got ge bot. vnd er het vil anfechtung von dem boͤßen geyſt das halff im got alles rberwinden. Da das volck hoͤrt vnd ſah ſein heyliges lebē. Da hetten ſy in gar lieb. vn̄ erten in gemeynklichē das was ſant Mangen gar leyd. vnd bat das man im ein wuͤſte weyſet da er inn wonet. Da ſprach einer zii im. ich weyß ein kleyne wonūg die iſt den menſchen vnbekant. vnd fuget euch wol dann das gar vil wilder tyer da ſeynd be ren vnd lintwurm vnd tracken. vnd iagt d̓ her tzog ſtetiglich da vn̄ kan der wuͤrm nit vertrey ben. Es ſeynd auch gar vil gifftiger wuͤrm da die laſſent nyemant da wone. Da ſprach ſant Wang. ſolch wonung hetten mein veter ſant Columbanus vnd ſant Gall. vnd wen̄ ſy zu dē wilden tyeren kamē. ſo giengen ſy an ir gebet. vnd rufften vnſern herren als lang an biß dz er die ſtat reyn macht von allen boͤßen tyeren. das ſy dan̄ da gar wolmochten wonen. Nun getrau ich got er thu ſein barmhertzigkeit mit mir auch. ¶ Darnach hub er ſich auff den weg mit ſer nen bruͤdern. vnd da ſy an dy ſtat kamen dy da heyſt Roſenhaubt. da ſaget man in es leg gar ein groſſer track da der ließ nyemāt den weg geen. Da ſprach ſant Mang zu dem brieſter Dotho. Lieber bruder wir ſollen die nacht hie beleyben vnd ſollen vnſern herren bitten dz er den tracken von dannen treyb. vnd ſye beliben die nacht da. Do betet ſant Mang dy gantze nacht. vnd rufft vnſern herren mit groſſer an dacht an. vnd bat in dz er den tracken vertryb. vn̄ zu mitter nacht ſprach er zu otho. Send einen menſchen mit mir d̓ mich an die ſtat fu re da der track liget. Da ſprach er zu im. Lie ber bruder ich furcht dich werd d̓ track ertoͤt ten. Da ſprach ſant Mang. Hilfft vns got ſo mag nyemant wider vns. wir ſollen in dem na men gottes faren. vn̄ ſollen vns gottes guͦt troͤ ſten. wan er erloͤſet Danielē in der lewen gru ben. Vn̄ do er das geſprach. da nam er ein ge ſeguetes brot in ſein taſchen. vn̄ nam bech vn̄ hartz in ſein hand. vnd hieng ein creutz an ſei nen halß. vn̄ er trug auch ſant gallen ſtab mit im in ſeiner hand. vnd geng hin vnd betet vn̄ ſprach. Almechtiger got du haſt mich gefurt von einem verren land. vnd als du Tobie der nen engel ſendeteſt. alſo ſend nur deinen engel das er mich erloͤſe von dem tracken. vnd zeyg vns die heylſamen ſtat vnſer begird. vn̄ da er das geſprach. da macht er ein creutz fur ſich. vnd nam des geweychten brots vnd thet es in ſeinen mund. vnd kam an die ſtat da der track lage. vnd da in der track ſah da ſtund er freyß lichen gegen im auff. da nam er das pech vnd das hartz vnd warff es dem tracken friſchli chen in ſein maul. vnnd ſprach. Hilff mir herre mein got. zuhand ward der track brinnent vn̄ ſtarb. Das ſah der bey ſant Mangen was. vn̄ lieff hin zu ſeine geſellen. vn̄ ſprach. kumbt vn̄ ſeht ſant Mang hatt den tracken ertoͤdt. Da ſtunden ſy als bald auff. vn̄ fundē ſant Man gen an ſeinem gebet ligen. wan er dancket vn ſerm herren ſeiuer genaden die er im gethan hett. Da ſprach der brieſter Ootho. Herr wir dancken dir vnd ſagen dir lob vnd ere das du vns haſt gegeben einen als heyligen menſchē durch des willē du die ſtat gereyniget haſt vo dem tracken das man nun da gewonen mag. Darnach giengen ſy zu dem velß da der track auß geflohen was. da ſah ſant Mang ein ap felbaum da hieng er das creutz an das er an dem halß trug. vnd knyeten dabey nyder vnd beten. vnd ſprach ſant Mang. Herr Ieſu cri ſte ich bit dich das du mein gebet erhoͤreſt. vn̄ man dich das du gebore warſt durch aller me ſchen heyl von der iunckfrawen Maria durch der willen bitten wir dich das du vns helffeſſ dz wir hie ein munſter bawen in der ere deiner lieben muter Marie das deine diener kummē vnd beleyben an dyſer ſtat. Da erhoͤret ſy got vnd kam ſant Mangen heyligkeit vberal. vnd da die menſchen hoͤrte ir heyligkeit die da bey in wonten da tetē ſy in gar gutlich. Da bawet ſant Mang ein munſter. vnd bat den biſchoff Witterpum das er im das gotzhauß weyhet. des ward der biſchoff gar fro. vnd weyhet im die kirchen in der ere vnſer lieben frawen vnd ſant Florian des mertrers. Vnd in dem gotz hauß da volbringet mā noch alle tag dē dienſt gottes. Darnach kam ſein heyligkeit vberal in das land. vnd rufften in die menſchen an vnd empfalhen ſich in ſein andacht. vnd bawtē vil heuſer vmb in. darūb das ſy in teglichen ſuchē mochten vnd ſein heyligkeit mochte anruffen. Mangen .CXlVI. Vnd da er ſah das ſich dz volck ſer meret. vn̄ ye lenger vnd ye mer. da was im leyd. vn̄ gieng nahent dabey in ein andre wuͤſt. vn̄ machet im da ein ſunderliche heymliche wonūg da er in nen was. ¶ Iu einem mitten tag da wolt der liebherr ſant Mang ruen. Da hoͤret er die boͤßen geyſt greulichē ſchreyen von dem berg hinab zu dē waſſer. vnd iahen. och veind kumbt vns bald zu hilff dz wir dyſen bilgrim auß dyſem berg treyben. wann er vertilget vnſer bild vnnd wil vns da von vertreyben vnd ſein meyſter Gal lus. vnnd das volck das vnſer iſt das zeucht er an ſich. vnd er hat vns vnſern tracken ertoͤdt. dauon ſullen wir vns an im rechē das wir als vil von im leyden. vn̄ ſullen vnſer veind auß vn ſer gegent treyben. Da ſchryen dy bey dē waſ ſer hinwid̓. Wee vns auch leyd̓ wir ſeynd ſein langeſt innen worden. wan̄ es ſeind engel hye in dem waſſer die peynigen vns als ſer dz wir weder hinder vns noch fur vns mugen gefa ren. vnd wenn er den namen gottes anruffet. ſo werdē wir den̄ mit fewrin geyſeln geſchla gen. darumb ſo mugen wir wed̓ euch noch vns helffen. Da das der lieb ſant Mang erhoͤret. da thet er das heylig creutz fur ſich. vn̄ ſprach zu den veinden. Ich beſchwer euch in dem na men vnſers herren Ieſu criſti vn̄ gebeut euch bey der heyligkeit ſant Gallen gottes diener. das ir die ſtat raumet das die menſchen fur baß da mugen gewonen. vnd irret furbaß key nen menſchen mer an dyſer ſtat. da er das ge ſprach da kam er als bald zu dem brieſter do tho vnd ſagt im alles das das er von dē vein den gehoͤrt het. vnd was er in geboten hett. vn̄ da ſy nun die veſper wolten volbringē. da hor ten ſye vil boͤßer geyſt ſchreyen mit kleglicher ſtymme das ſy ir wonung muͤſten raumen. Da das ſant Mang vnd ſein bruͤͦder in vnſer liebē frawen kirchen hoͤrten. da danckten ſy got ſei ner genaden das er ſy als gar barmhertzigli chen erledigt het von den boͤßen geyſten. dar umb ſagten ſie got lob vnd ere vnd ſeiner lie ben muter Marie. Darnach an dē andern tat da kam ſant Mang wider an die ſtat. vnd der brieſter Dotho. vnd bawtē an die ſtat ein kley nes bethauß. da kam der biſchoff vn̄ weyhet in das bethauß auch in dem namen gottes vn̄ ſeiner lieben muter Marie. vnd dad biſchoff hoͤrt vn̄ ſah ſein groſſe heyligkeit. da empfalh er im alle brieſter vleyſſiglichen das er ſy leret wie ſye gott lieb hetten vor allen dingen. Alſo lebten die brieſter gar ſeligklichen in geyſtli chem leben vnd in d̓ lieb gottes vn̄ ſant Man gen wol funff vndzweyntzig iar. vnd warē al le zeyt gehorſam. vnd behielten ſein gebot. vn̄ dienten got tag vn̄ nacht mit groſſer andacht Vnd der biſchoff lag lang bey in. vnnd lernet von in dz er got lobet vn̄ in lieb het voō gantze ſeinem hertzen. ¶ Nun thet der biſchoff ſant Mangen vnd ſeinen bruͤdern gar guͤtlichen. vnnd wolt das munſter mit zeytlichē gut furſehen das es dy bruͤder ewigklichen hetten. vnd fur zu dē her tzogen Pipino des landes. vnnd ſaget im vil von der heyligkeit ſant Mangen vnnd ſeiner bruͤder. vnd bat in das er ſye mit zeytlichē gut verſehe. das ſy vnd ir nachkummen hetten dz ſy den dienſt gottes deſterbaß volbrechtē das geweret in der hertzog. Da ſprachen ſein die ner es weren vil boͤßer tyer vnd wuͤrm an der ſtat. Da ſaget im der biſchoff wie ſant mang den tracken mit der goͤtlichen krafft ertoͤt het vnd wie got vil wunders durch in an der ſelbē ſtat gewurckt het. Da ſprach der hertzog. ich weyß wol wie vnfruchtber die ſtat iſt von ge treyd das ſy noch kurtzlich wirt geſchickt von dem willen gottes das die menſchen ir narūg da von nemen. Darnach gab im der Hertzog ein ſtat die heyſt geltenſteyn die dienet im vor vnd ſeinem reych. vnd het vil geltender gutet dar zu das was in nahent gelegē. vnd hieß in alles das verſchreyben das dar zu gehoͤrt dz dem munſter ſolt diene. vnd der biſchoff gab vil ablaß totlicher ſund den menſchen die ir al muſen dar zuͦ geben. vnd verſchreyb in dz mit brieffen. ¶ Iu den zeyten da ward ein groß zulauffen zu den bruͤdern. vnd das volck eret ſant Man gen mit groſſem vleyß. vnd ſunderlich der bi ſchoff von Augſpurg vnnd all ſein vndertan. Da ſprach er zu ſant Mangen. Lieber vater dich hat got hie vaſt geeret vn̄ gewirdiget mit vil groſſen zeychen die er durch dich gewurckt hat. darumb wil ich dich zu der nechſten wey he zu prieſter weyhen. Da neyget ſant mang ſein haubt. vnnd ſprach. Lieber vater. Ich bin nit wirdig brieſterlicher ordnung. vnd das du mich armen mēſchē zu ſolicher heyligkeyt vor derſt wilt du mich ſein aber nit vberhebē ſo ge Vonyant ſchehe mir vnwirdigen diener nach deinen ge naden. das ich icht ein verſchmeher ſey goͤt licher gaben. vnd da er das geſprochen hett. Da ſah der biſchoff vn̄ Theodorus ein ſchoͤ ne liechte kron ob ſeinē haubt ſcheynen. vnnd der ſcheyn gieng von dem hymel herab in ei ner geſtalt als ein rad. Da ſtund der biſchoff zuhand auff. vnd kuſſet im ſeinē augen vnnd ſein mund vnd ſprach. der almechtig gott ſey gelobt der dich als ſer gewirdiget hatt. dz er durch dich als groſſe wunder vnnd zeychen thut. wann du gabeſt durch ſeine willen dein veterlich erb auff. darumb ſo wil er dein alle zeyt pflegen. Da ſprach Theodorus Amen. Darnach da ſprach der biſchoff. Ich gib dir mein burg auff. darauff ich yetzund ſitz. das ſie nach meinem tod dein vn̄ auch deiner bruͤ der ſey. vnd es ſol ein mittel ſein zwiſchē dey nem munſter vnd der ſtat Augſpurg. vnnd er nam da ſant Mangen vnnd auch Theodorū mit im wann er wolt ein munſter weyhen. Da kam ein groß volck zu der weyhe. Da ſaget in der biſchoff das gotzwort. vnd entzundet vil hertzen in der liebe des almechtigen gottes. vnnd ſaget da dem volck die groſſen zeychen die got durch ſant Mangen thet. vnnd da er nun außgepredigt. da ſprach er zu ſant Man gen. du ſolt nun furbas predigen dem volck. vnd ſolt ſy ziehen zu vnſerm herren Ieſu cri ſto vnd ſolt die weyßheit erzeygen die vnſer lieber her Ieſus orſtus der war got in dich fegoſſen hat. Darnach prediget d̓ lieb herr ſant Mang dem volck alles das dz ſy der biſchoff vor ge leret het von wort zu wort. vnd beſſert das al les gar ſuͤſſigklichen recht als der ein ſpeyß gar wolgeſchmack machet mit guten wurtze Alſo thet der lieb herr ſant Mang in des bi ſchoffs wort goͤtliche ſuͤſſe lere. vnnd machet das es den menſchen drang durch ire hertze. vnd durch ir ſele. vnd ermanet ſye als ſer goͤt licher liebe das das volck ſer weynet vor groſ ſer andacht. vnd baten in das er vnſern lieben herren Ieſum criſtum fur ſy betē vō goͤtlich er liebe vn̄ alſo ward ſein ler offenbar die vor verborgen was. Darnach weyhet in der Bi ſchoff zu einem brieſter. Da empfieng er die weyhe gar mit groſſer andacht. vnd demuͤti get ſich aber mer dann vor. Da thet vnſer lie berherr Ieſus criſtus aber vil zeychen durch den lieben herren ſant Mangen. vnd machet die blinden geſehent. vnd die taubē gehoͤret. vnnd treyb da die boͤßen geyſt von den men ſchen. vnd macht die lamen gerecht. Darnach begeret der lieb herr ſant Mang aber das er alleyn ſolt ſein. vnd gieng vberal in die wuͤſte vnnd ſucht ein heymliche ſtat do er gewonen moͤcht. da kam er gar auff einen hohen berg d̓ heyſt ſchwindlinck. da fand er gar vil greu licher beren. da viel er auff ſeine knye. vn̄ rufft vnſern herren Ieſum criſtum mit ernſt an. da wurden dy beren als heymlichē vnd als zam das ſy ſich fur in legten. da ward er gar fro. vnd dancket got der genaden. ¶ Nun was gar vil armer menſchen in der gegent die lidē gar vil armut. vn̄ hettē nichts damit ſie ſich ernerten. das erbarmet den lie ben herren ſant Mangen gar ſere. vnd het vil mitleydens mit in. vnnd leget ſich eines tags creutzlingen auff die erden. vnnd bat vnſern lieben herren Ieſum criſtum dz er dem volck in dem land etwas nutz erzeyget da von ſy ir narung hetten. Da erhoͤrt in vnſer lieber herr Ieſus criſtus. vn̄ kam als bald ein wilder ber der beruret im ſein fuͤß ſittlichen. vnd zeyget im einen baum mit ſeinem fuß. Da er das ſa he da ward er gat fro. vn̄ ſprach zu dem tyer. Ich gebeut dir in dem namen vnſers herren Ieſu chriſti das du den baum außzerreſt mit wurtzel vnd mit all. vnd erzeyg die hilff dy vn ſer lieber herr Ieſus chriſtus dem volck wil thun. Da volbracht der wild ber dz gebot vn̄ zerret den baum auß der erdē mit wurtzel vn̄ mit all. Da ſah der lieb herre ſant Hang vil ertztes darauß mā dz eyſen machet. da ward der lieb herr ſant Mang gar fro. vnd dancket vnſerm lieben herren Ieſu criſto ſeiner gena den. vnd nam ein brot auß ſeinem ſecklein vn̄ gab es dem beren. vn̄ ſprach. Ich gebeut dir in dem namen meines herren Ieſu criſti das du das brot eſſeſt. vnd die menſchen behuteſt vor andern tyeren die ich zu dir ſenden wil. vn̄ gebeut dir auch vnd den andern tyeren das ir weder menſchen noch vihe keyn leyd thut das daher kumbt. vnd da er das geſprach. da giēg er heym in ſein zell da giēg im d̓ ber nach als ein heymlichs hūdlein fur ſein wonug. da ruſ fet er einē diener vn̄ ſprach zu im. nym ein ha cken vn̄ eī ſchauf eln vn̄ gee hin dē berē nach. vn̄ wen̄ du an dy ſtat kūmeſt dy er dir zeygt ſo Von vfſſer frawen dedurt TZdIIIII. dar vnd mochten den iamer nit geſehen. Da erbarmet es dy diener als ſer das ſy ſie nicht mer gepeynigen mochtē. Da ſprach der rich ter zu ir. Regina wie iſt im nun. du magſt dir ſelber nit gehelffen. ob du nun gern widerke reſt ſo iſt dir dein leyb zerzerret vn̄ zerbrochē vnd ſein dir deine gelyder vnnutz. dauon vol ge mir noch. vn̄ opffer vnſern goͤttern. ſo mar tert man dich nit mer. da ſprach dy iunckfrar du biſt thoͤret das du wilt wenen dz ich deinē goͤttern ſol opffern. du biſt vnſelig dz du got nit erkenſt. Da lachet der richter ir kindlig red. vnd hieß ſy herab nemen. vnnd hieß ſy in den kercker legē. da gieng die lieb iunckfraw in den kercker an ir gebet. da ſah ſy ein creutz bey ir das reychet auff biß an den hymel vnd erſcheyn ir ein weyſſe taub dye ſaß auff dem creutz. vnd ſprach zu ir. Ge gruſſet ſeyſt du re gina ein ſalbe d̓ ſuſſigkeit dir iſt ein kron be reyt in d̓ ewigē ſeligkeit durch deines gebets willen. vnd das paradeyß iſt dir auff gethan. dariun ſolt du ruͦen mit freuden. damit ver ſchwand die taub vnd dz creutz. Da lobet ſie vnſern herren vn̄ dancket im ſeiner genaden. Des morges furt man ſy aber fur dē richter. da wolt er dz ſy irē gelaubē gelaſſen het. des wolt ſy nit thun. da hieß er ſy auff henckē. vn̄ hieß ir brinnent fackeln an ir ſeytē haben. vn̄ brennet ſy iemerlichen das leyd ſye gedultig klichen vn̄ ſprach. Herr Ieſu criſte ich bin ge gangen durch waſſer vnd durch fewer. vn̄ du haſt mich gefurt in ein luͤſtige kuͤle. Darnach hieß der richter ein ſchaff mit waſſer bringē. vnd band ir hend vnd fuͤß zuſammē. vn̄ hieß ſy darein ſtioſſen. da tufft ſy got mit ernſt an. vnd ſprach. Herr zerbrich meine bandt dz ich dir muͦg opffern nach deinē lob. vn̄ hilff mir das mir das waſſer werd ein waſſer der ſuͤſ ſigkeit. vnd dz mir die erſteckung werd ein er leuchtung des ewigen heyls. vnd da ſy dz ge ſprochen het. da tunckten ſyß als bald in das waſſer. da kam als bald ein groſſer erdbidem vnd kam ein taub von hymel herab. vnnd trug ein kron in irem ſchnabel. vn̄ zerbrach alle ire band das ſye von dem waſſer mocht entwey chen vnd die iunckfraw lobet got. ond danckt im ſeiner genaden. vnd ſprach. Herr Ieſu cri ſte du biſt vmbgeben mit aller zyerd. vnd her ſcheſt in den ewigen freuden. vn̄ haſt mich er leuchtet vn̄ erlediget. vnd haſt dich vber mich erbarmet vber dem einiges ſchaͤnigs iunck frewlein. darumb ſeyſt du herr Ieſu criſte ge lobet vn̄ geeret ewigklichē. da ſprach dy taub. Regina. Rum̄ her in die ewige ruͦ deines her ren Ieſu chriſti. wan̄ du biſt ſelig das du die kron verdienet haſt. vn̄ da dy menſchē dz hoͤr ten vn̄ ſahen. da wurden ir funff ondachtzig bekeret frawen vnd man̄ das thet dē richter Olibrio zoren. vn̄ hieß ſant Reginā enthaub ten. da furtē dy engel ir ſel zu hymel in dy ewt gen freud. das ſahen alle dy menſchen die da waren. Vnd der iunckfrawē tag begeet man an dem ſibende tag des monats Septembris Nun helff vns ſant Regina vmb got erwer ben vnſers lebens ein gut ende Amen. ¶ Von vnſer liebē frawē Don drgerttedenfrowent Er ſeligen frawen ſant Anna was nun die zeyt kummē das ſy geberen ſolt. da gebar ſy ein kunigin hymelreychs vnnd erdtrichs. die was als ſchoͤn das keyn ſchoͤner menſch nye gebo ren ward on got alleyn dan̄ ſy. wan̄ ir geburt iſt nuͤtzer dan̄ keins menſchē geburt ye ward vnnd nymmer werden mag on gottes allein. ſy iſt von dem kuniglichem geſchlecht herren Dauids adelich auff gegangē als die roß on doͤrn. vnd als ein brun aller barmhertzigkeyt auß dem durren erdtrich das ſy erfeuchtet al le ſunder mit iren geuaden. Es iſt heut allē ge laubigen menſchen ein groß liecht auff gegā gen. vn̄ ein paradeyß aller wolluͤſt. Der vater von hymelreich d̓ frewet ſich ir. wan es iſt ge boren dy allerſchoͤneſt mynigklicheſt tochter. der ſchoͤn ſich wundert alle creatur. Ir einge borner ſun frewet ſich ir. wann im iſt geboren ein allerreynigſte muter. d̓ heylig geyſt frew et ſich ir. wan̄ im iſt geboren der allerliebſt ge mahel. Der gantzen heyligen driualtigkeit iſt geborē ein allerwirdigſte wonūg. dauo freue ſich ir all engel. wann ſy eiſt ein kunigin alles hymliſchen heres dz frewet ſich ir. wan̄ ſy iſt ein gewaltige fraw. vnd ein gebieterin alles hymliſchen heers. vnd haben der iunckfrawē Maria ere vnd wierd hie auff erdē. darumb ſollen wir vns allſampt frewen in irr geburt. wann ſy iſt vuſer verſoͤnerin vnnd furſprech erin gegen irem lieben kind. vnd mag vns wol vmb in erwerben alle tugent. vnd alles dz vns not iſt zu ſel vnd zu leyb. Da nun die tag erfullet warē nach irr ge burt. da nam Ioachim vnd Anna dz lieb kind Maria. vnd trugē es zu Ieruſalē in den tem pel vnd opfferte es got von hymelreich nach der ee Moyſi vnd opfferten fur das kind ein lemlein vn̄ zwey turtelteublein. Darnach zu gen ſy es mit groſſem vleyß vnd lieb biß auff ie zeyt das das kind d̓ muter emberē mocht zart kind Waria ward gar ſchier on al ſtoß gantze wort reden mit einē guten vnd was ir red all zeyt von got. vnd atugentlich an wortē vn̄ an wer y menſchen dy es hoͤrte vn̄ ſa ſſert wurden. vnd da nun dz reyer iar alt was da gieng nna vnd mit ſeinē vater m vnnd ſy gieng die dem eingang des tempels waren auff gericht. on aller wenſchē hilff auff. vn̄ opfferet mit ſeinē heyligē hend lein. das opffer gottes auff den altar. vn̄ ſich ſelber. das wundert alle die menſchē dy in dē tempel waren. vnd ſprachen was wil auß dem kind werden. was tut got groſſer wunder mit im. das kind iſt groß vor got vnd vor dē men ſchen. Da baten die brieſter ir vater vnd mu terwen̄ das klug kind ſiben iar alt wurd das ſy es in den tempel geben got zu dienen. dz ge lobten ſy got vnd in. Alſo nam die edel iunck frar Waria zu an aller weyßheit das ſy nye kein kindlich werck wirckt als andre kind tuͦn wann ir wonung was bey got mit wortē vnd mit wercken vnd mit allem irem tun. vnd troͤ ſtet dy armen emßigklich mit irer gab. vn̄ troͤ ſtet alle die dy betruͤbt waren dy zu ir kamen. wann die barmhertzigkeit wouchs mit ir auff. ¶ Eins mals was ein fraw der ſah man dē boͤßen geyſt ſihtigklich auff irer kelen ſitzen. vij mocht in nyemant von ir bringen wed̓ mit dem heyligen creutz. noch mit dem geweych ten waſſer. Vnd da ſy nahent verzagt wz. da gieng ſy fur vnſer lieben frawen bild. vn̄ bat vnſer liebe frawen dz ſy ir zuhilff kem. da bot ir das bild ſein hand. vn̄ ſchlug den veind da mit von irer kelen. alſo ward ſy erloͤſt mit vn ſer hieben frawen hilff. ¶ Eiues mals da was vuſer lieben frawen bild in einer kirchen. dz ſchwitzet zu einē mal da lieffen vil menſchen zu vnd ſahen dz groß wunder. Da was ein man vnder andern men ſchen da. der was behafft der ſprach. het ma ria gottes muter ires eingeboruen kindes zo ren nit vnderſtanden vnd abgenūmen es het got alles menſchlichs geſchlecht hertigklich geſtrafft mit einer groſſen plag. Es was ein kauffman in der ſtat Conſtā tinopel der hieß Theodorus. d̓ wz warhafft vnd gerecht. der ward gar arm der gieng zu einem Iuden der hieß Abraham vnd hieß im gelt leyhen der ſprach zu im. Ich ſetze dir dy edlen iunckfrawen mariā zu burgen an d̓ ligt vns criſten nach got alle vnſer hoffnung. der bild ſetz ich dir zu pfand dz ich dir dein gelt vnuerzogenlich wil wid̓geben an dē tag den du mir auffſetzeſt. Da lihe im d̓ iud das gelt vnd ließ ſich an dē pfand benugē. Da nam d̓ kauffman das gelt. vnd fur in Alexandriā. vn̄ was ein iar da. vn̄ gewan groß gut damit. Da Geburt .CXLIX. widergeben. da mocht er nit heym kummē. da leget er das gelt das er dem iuden ſolt gebē in ein kiſtē. vn̄ vermacht ſy gar wol mit ſchloſ ſen. vn̄ leget ein brieff darzu den verſigelt er mit ſeinē inſigel. vnd er ſchreyb an dē brieff. Nlym lieber freund Abraham dein gelt wid̓ das du mir in meinē noͤten gelihen haſt. vnnd empfalh die kiſten mit dem gelde vnſer liebē frawen vnnd leget da die kiſten mit dem gut auff das meer. vnd bat vnſer liebe frawe mit andacht das ſy ir das gelt ließ beuolhen ſein vnd es beſchirmet. vn̄ es on allen ſchadē gen Conſtantinopel ſchicket auff den tag als er es gelobt hett. Da erhoͤrt in vnſer liebe fraw vnd ſchicket das gut on allen ſchaden an die ſtat dy man nent dy hymelſtat. Da ſtund der iude des morgens fruͤ auff. wann er hett gar groß ſorg vmb ſein gelt. vnd gieng an die hy melſtat da die ſchiff ſtunden. Da ſah er dy ki ſten mit dem gelt. vnd zoch ſy als bald anſich vnd vand alles das gut das im der kauffman gelten ſolt. darumb das es nyemant ſah dan̄ er. da behielte er das gut vnd die kiſten heym lich. vn̄ ſagt nyemant da von. Darnach ſchier da kam Theodorus. da fodert d̓ iud ſein gut an in. vnd verlauguet des groſſen wūͤders dz im widerfaren was. vnd ſprach im wer nichtz worden. da bracht man es fur den richter der vrteylet das d̓ Iud fuͤr den burgen ſolt kum men fur vnſer liebe frawen. da ſolt er ein eyd ſchweren dz im dz gut in keynerley weyß wer worden. Da ſchwur der ind vor allen den die da waren einē falſchē eyd. Da ward vnſer lie ben frawen bild reden. vnd ſprach zu dē iudē Duleugeſt. wan̄ du vandeſt dy kiſten mit dē gut auff dē waſſer die haſt du heymlichē bey anderm deine gut verborgē. vnd da d̓ iud der warheit alſo vberzeugt ward. da veriach er oſ fenlich vor allē dē dy da warē. vn̄ begert des heyligē tauffs mit andacht. vn̄ ließ ſich tauf fen. vn̄ ward ein guter criſten. ¶ In d̓ ſtat dy da heyſt Trabentini da wz ein boͤßer ſchach er. dē begegner eins mals eī guter munich zu dē ſprach er. gee dan mit mir als lieb dir dein leben ſey. da giēg d̓ munich mit im in ſein hoͤl Nun fraget in d̓ moͤrder vmb ſein gelt ob er ichts het dz wolt er im nemē. da ſprach d̓ mu nich. ich bin ein begebuer man. vn̄ hab nichts eygens. da in d̓ moͤrd̓ nun vil het gefragt hin vnd her. da gewan d̓ munich ein hertz. vn̄ ge dacht im kundeſt du dē moͤrder bekerē du teſt ein guts werck vn̄ fraget in auch wz maus er wer od̓ wz ſein lebē wer. da ſprach er. ich bin ein ſchacher vn̄ ein moͤrder. vn̄ hab bey meinē tagē nye keyn gut werck gethan vnd hab gar keyn ſorg vmb mein ſund vn̄ vmb mein ſel nye gehabt. Da ſprach d̓ munich. wolteſt du mir nachuolgen ich wolt. dich noch wol auff den weg des ewigē lebens weyſen. da ſprach der ſchacher. ia ich wil gern vō gantzē meine her tzē. da ſprach d̓ munich. ſo vaſt nur einē tag iu d̓ wochē vnſer liebē frawē zu erē. vn̄ thu auch an dē ſelbē tag nyemāt keyn leyd. thuſt du dz ſo wiſß dz du mit d̓ hilff vuſer liebē frawe zu genadē kumpſt. dz volget im d̓ ſchacher. vn̄ na im fur dē ſambſtag dē vaſtet er zu erē d̓ iuck frawē marie. vn̄ erloͤßet auch manigē mēſchē von ſeinen geſellen auff den ſelbigē tag. dar nach an eine ſambſtag ward er gefangē. vnd verurteylet zu dē tod. dz man in ſolt hencken. da wz er gar gedultig dz erbarmt dy leut gar ſer dz er als ſtarcks leybs wz vn̄ als ſchoͤn. vn ſprachē zu im. ſy woltē in gern lebē laſſen. dz er nuͦr dz lād zu buſß verſchwuͤr. da ſprach er mir iſt lieber ich buſß hie mein ſund dan̄ dort in iener welt. vn̄ beychtet offenlichen all ſein ſund. darnach enthaubtet mā in mit ſeine wil len. vn̄ er ward begrabē außerhalb des kirch hoffs vn̄ ſchier darnach da kamē funff fraw en zu dē tottē man̄. vn̄ grubē in auß. vn̄ trugē in mit groſſer ſchoͤnheyt an d̓ ſtat thor dz ſa hē dy wechter. vn̄ gedachtē in es wer eī trieg nuß. da ſprachē dy funff frawen zu dē wach tern. ſagt dē biſchoff dz er meinē diener d̓ vō euch enthaubt iſt gar erlichē begrab in d̓ kir chē. vn̄ ſprach mer. ich bin Maria gottes mu ter. da d̓ biſchoff des morgens kam. da vandt er dz haubt gar ſchoͤn eingebundē in ein pur per. vn̄ darin̄ begrub er in gar ſchon nach dē gebot vnſer liebē frawē ¶ Eines mals da wz ein ritter d̓ het groſſen vleyß zu d̓ welt wie er ir gedienē moͤcht d̓ het ein frawē dy het groſ ſelieb vn̄ ādacht zu vnſer liebē frawe vn̄ bat got lāg dz er ire mā bekeret vō ſeinē ſudē. da ward er an einer nacht entzuckt. vn̄ ward fur gottes gericht bracht. vnd ward vō dē boͤßen geyſtē ſchwerlich gerugt vn̄ vberwundē. Da ſprach vnſer herr iſt nyemat hie vnd̓ allē hey ligē dē dyſer arm ma gedienet hab. da ſprach dy muter d̓ barmhertzigkeit. O vil lebs kinē̓ er gab zu einē mal ein kertzē durch meinē wur lethujn geſod duch den bamhertz gkelt. Von vn̄ ſer lieben frawen vnd kun̄ im zu hilff. Da ſprach vnſer her. ich erlaub im durch dem gebet dz er ſich wer mit der kertzen vor den veinden als verr er muͦg Da wolten in die veind hingezuckt haben da verbrennet er ſy mit der brinnenden kertzen. vnd erweret ſich ir aller gemeynmglichen. aber doch vor groſſen forchtē da ſchrey er laut in dē bett. da erſchrack ſein fraw. vnd greyff im an ein hand die was haͤrt als ein rind. vn̄ wz rauch. vnd er het einen langē bart vn̄ grawes har. Da gedacht ir dy fraw es wer ein ander man. vnd rufft iren knechten dy wapnete ſich vnd kamen der frawen zu hilff. Da der ritter redē wolt da ward er luͤen als ein ochß da er kanten in ſein knecht anders ſy hettē in ertoͤt. Darnach bekeret er ſich von allen ſeinen ſun den. vnd bawet ein ſpital darinn dienet er vn̄ ſein fraw got vnd ſeiner lieben muter Marie mit groſſer andacht vntz an ir end. ¶ Eins mals da waren zwey andechtige ee leut dy hetten beyde groſſe lieb vnnd andacht zu vnſer liebē frawen die gewunnen eine ſun der ward ein rauber. vn̄ ward nach ſeines va ters tod gefangen an eine raub. vnd ward ge furt durch ein kirchen darinnē lag ſein muter an irom gebet. vnd bat got fuͤr in mit groſſer andacht. Da ſprachen etlich zu ir. was hilfft dich dein gebet das du für deinen ſun bitteſt man fuͤrt in yetzund zuͦ dem galgen. Da was der frawen gar leyd. vnd weſt mt was ſy tun ſolt wan̄ ſy dorſt im nit nach lauffen. vn̄ giē zu vnſer lieben frawen bild. vnnd nam ir kind. vnd wolt es hin haben getragen darumb das ſie ir iren ſun wider ſchicket. die weyl het man irem ſun den ſtrick vmb den hals gelegt. vnd zoch in all die weyl auff. Da kam vnſer liebe fraw zu angeſiht aller der dy da waren vnnd nam der armen frawen ſun vnd trug in in dy kirchen zu ſeiner muter. da ward ſie gar fro vnd dancket vnſer lieben frawen mit groſſer andacht. Darnach ward er ein guter munich. vnd dienet vnſer lieben frawen mit vleyß. ¶ In der ſtat was ein reycher man d̓ gewan groß gut mit roucher. der het einen hochmuti gen ſun der ward ſein gut gar vnendlichen an nach ſeinē tod. vnd leyd darnach groß armut Da gedacht er im mancherley dz er tun wolt. vnd ſprach wider ſichſelber ſeyt mich got ver laſſen hat ſo wilich furbaß dem boͤßen geyſt dienen. das er mir menes gutes wder helſf vnd meiner eren. vnd gieng bey der nacht an ein wegſcheyd. vnd rufft dem boͤßen geyſt. vn̄ da der veind kam da ſprach der iungling. ich hab dir darumb geruffet das du mir zu hilff kummeſt. da ſprach der boͤß geyſt. wz wilt du mir darumb zu lon geben. Er ſprach. Ich wil mich dir zu aygen geben mit leyb vnd mit ſel. Da ſprach der veind. ſo gib auff criſtē gelau bē. vn̄ verlauge gottes deines ſchoͤpffers. da prach er. Ich widerſag gott vnd mach mich dir vndertenig. Da ſprach aber der boͤß geyſl du muſt auch Mariā gottes muter verlaugē ſo wil ich dann allen deinen willen thun. Da ſprach er das thu ich nicht. wan̄ ſy iſt ein mu ter der genaden vnd der barmhertzigkeyt. da ſprach der veind ſo thu ich das auch nit das ich dir gelobt hab. da gewan d̓ iungling groß rew darunib das er gottes verlaugnet het. vn̄ gleng von dem veind. vnd kam vnderwegē in ein kirchen. vnd gieng fur vnſer lieben frawē bild vnd ſprach. O du edle iunckfraw maria gedenck an mich armen ſunder. wen̄ du vor dē amplick vnſers herren ſteeſt. vnnd ſprich mir mein wort genedigklichen. vn̄ bit in dz er mir vergebe dz ich ſein verlauguet hab. Nun wz das bild vnſers herrē auch auff dem altar. da ſtund vnſer lieben frawen bild auff. vnd viel fur dy fuß des bildes ires lieben kindes. vnd ſprach. O mein liebs kind gedenck daran dz ich dich in meinē iunckfreulichē leyb getrage hab vnd hab dich geſeuget mit meine zarten bruͤſten. vnd ich ſah dich bloß vor mir an dem creutz hangen vnd ſah dich mit deinē roſen farben blut berynnen. durch des willē bit ich dich. das du dē armen ſunder ſein ſund verge beſt. gedenck daran das du geſprochen haſt. ich wil nit den tod des ſunders. ich wil das er ſich beker vnd leb. dauon empfah den ſunder in dein barmhertzigkeit. da ſprach vnſers her rē bild. O du minigliche muter mein dein ge bet iſt ſo groß. darub ſo wil ich im durch dei nen willen all ſein ſund vergeben. vnnd wil in in mein genad nemen. Dye red hoͤret ein edel man der was in einē winckel in der kirchen d̓ ſprach zu dem iungling. ſeyt dir got als groß genad gethan hat ſo wil ich dir auch genad thun vnd wil dir mein tochter gebē vnd groß gut darzu vnd alſo ward der iungling mit der hilff vnſer lieben frawen mit gott verſunet. vnd verdienet mit ſeiner tochter das ewig le Iſcftggxxxv. nen ich hab die marter geflohen. dz iſt nit. ich halt mein trew. wan̄n ich gelobt dir ich wolt mich dich laſſen ſehen ee ich ſtruͤb. darum̄ dz du zu mir giengeſt wan̄ man mich toͤtte wolt. die fraw gelaubet im nit. vnd ſprach. Du wilt mich mit deinen trugenlichen worten effen. Da ſprach er aber laß mich ein oder ich mag dich in dyſem leben nicht mer geſehē. ich hab gut leut fur mich zu burgē geſetzt die wil ich nit toͤttē laſſen. die wil ich loͤßen. vn̄ wil durch got den boͤßen gehorſam ſein vnd wil gern ge martert werden. Nun ward dy fraw gar fro von ſeinen worten. vnd ließ in ein vnd ſprach. wol mir lieber herr mein das du noch ſtet biſt an vnſerm herren Ieſu criſto ſein gute bewar dich. vnd helff dir dein marter vberwindē. vn̄ giengen beyd wid̓ in den kercker. vn̄ dy frar belib bey jm. da band man den lieben Adria nū als vor. da trucknet im ſein fraw die wūdē mit irem ſchleyr. vnnd dienet im als ein meyd. Oarnach furt mā dy gef angē dreyſtund fur gericht. vnd etlich waren als kranck das man ſye zyehen muſt. vnnd die fraw gieng an ſant Adrianus ires mans ſeyten. vnd troſt in vnd ſprach. du ſolt die kron erlichen empfahen dy dir got gibt. Es iſt hie ein kurtzes leben dort wirt dir aller ſorgen buß in dē ewigē freudē. Da d̓ keyſer adrianū anſah da ſprach er mit zoren zu im. du ſolt bald meinē goͤttern opffe ren. das wolt er nit thun. Da ſchlug man in vn̄ ſtieß in grewlichen. vnd da ſein fraw ſah das er es als gutlichen vertrug da was ſy fro. ¶ Oarnach gieng ſy zu den andern. vnd ſa get in das vnd ſprach ſy ſolten auch gedultig ſein. vnd kam wider zu irem man vnd wolt ſe hen wie es im ergieng. da hoͤrt ſy dz ir man d̓ abgoͤtter ſpottet. das thet dē keyſer zorn. vnd ſprach. du ſolt mir meiner goͤtter nit ſchelten. wan̄ ſy ſein heylig vnd du wirſt ſer darūb ge martert. Da ſprach Adrianus. ſeyd du mich darumb peynigeſt das ich der ſpott die ir fur goͤtter habt vnnd doch warlichen mt got ſein wie ſer wirſt du dann vnd die dein billichē ge peyniget die des warē gottes ſpotten der hy melreich vn̄ erdtrich beſchaffen hat vn̄ aller ding geweltig iſt. vnd ſein laugneſt zu einem got. zwar ir werdent ſer darumb gepeyniget. Das thet dem keyſer zorn vnd ſprach. die red haben dich dein falſch verkerer geleret. Da ſprach Alonanus Eya wie bel zympt dir das das du die falſch verkerer heyſt die dye war heyt leren vnnd den weg zu dem hymelreich. Da hoͤrt ir die fraw villiebs von irem mann das er als ſtet was an dem gelauben. Da wz der keyſer gar zornig. vnd hieß ſant Adrianū ſer ſchlahen das im das gedirm außgieng dz leyd er gedultigklichē durch got. Darnach le get man in vnnd die andern wider in den ker cker. Da blutet ſant Adrianus garſer das er barmet ſein frawen gar ſer. vnd nā ſein haubt in ir ſchoß got zu lob vn̄ ſprach zu im. du wirſt ſchier erloͤſt. ſo iſt dir das ein weg zu den ewi gen freuden. wol mich vnd dich der eren das du ein mertrer vor got biſt. nun iſt got an dem heyligen creutz durch vns tod. dauon ſolt du auch gern durch in ſterben. ¶ Darnach ward dem keyſer geſagt es wer ein fraw bey den criſtē in dem kercker. dz thet im zorn. vnd verbot das keyn fraw mer zu in ſolt geen. da legt Natalia mauß cleyder an. vnd ſchneyd ir har ab. vnd ſtellet ſich als ein man. vnd gieng in den kercker vnd dienet den criſten als vor das lerken mer frawen von ir. vnd troͤſten die gef angen. Darnach bat Na talia iren man wen̄ er geſturb. vnd fur gottes augen keme. dz er dan̄ got bete das ſy kuͤrtz lich von dyſer welt genumen wurde zu dē ewi gen freuden das gelobt er ir. Da hort der key ſer aber das die frawē den criſten dienten in manß cleydern das thet im gar zorē. vn̄ hieß dy gefangen auß dē kercker nemen. vnd hieß in die beyn zerſchlahen vnd die fuͦß abhaw en. das hoͤrt Natalia vnnd bat das man iren man des erſten marteret das theten ſy. vnnd ſchlugen im ſeine beyn vnnd ſein fuͤß ab. Da ſprach Natalia zu irem herren. laß dir deine hend auch abſchlahen. da recket er ſein hend bald von im das man ims auch abſchnit. da mit gab er ſeinen geyſt auff. vn̄ fur ſein ſel zu den ewigen freuden. Da ertoͤttet man die an dern auch. da gebot der keyſer das man d̓ cri ſten leychnā den abgoͤttern zu eren verbrēnet das wz Natalia gar leyd. da macht man ein groß fewer vnd warff die heyligē darein. da was ir vorleyd als ernſt das ſy zu dē heyligē in die glut wolt ſein gelauffen. dan̄ dz es got vnderſtund. vnd gab einē groſſen regen d̓ er leſchet das fewer alles das den heyligē keyn leyd geſchach. Da kamen die criſten vnd na nen die heyligen leychnam. vnd brachten ſie Bonyant loblichen gen Conſtantinopel. vnd begruben ſye mit eren. Da behielt Mlatalia irs herren handt heymlichen die man im het abgeſchla gen. vnd trug ſy mit ir heym vnd behielt ſy zu einem troſt. vnd lebet gar hertigklichē durch got. vn̄ wie edel ſy wz ſo verſchmehet ſy doch die hoffart. In der zeyt da was ein furſt der bat den keyſer das er im guͤnd dz er Natalia zu der ee nem das erlaubt er im. Da ſandt er erber. frawen zu ir. vnd hieß ſy die botſchafft wer ben. da verſchmecht ſy den furſten. vn̄ bat dz mā ir friſt geb ſy wolt ſich bereyte als ſeiner wird wol zeme. Da ward d̓ furſt gar fro. wan ſy was iung vnd edel. ſy thet im aber dye bot ſchafft darumb das ſy im dy weyl entweychē moͤcht. vnd rufft vnſern herre mit ernſt an. vn̄ bat in das er ir helffer werē. da entſchlieff ſy Da erſcheyn ir ſant Adrian. vnd ſprach zu ir. Natalia gehab dich wol vnd kum zu dē mar trern da ſy begrabē ſeind da wirſt du wol vn derricht. damit erwacht ſy. vnd nam irs herrē hand vnd wes ſy bedorfft. vnd fur mit etlichē Criſten auß der ſtat. Da das der furſt innen ward da was im gar leyd. vnd eylet ir mit ſey nem geſind in ſchiffen nach. Da kam ein als groß ſturmweter das ir etlich ertruncken dye aber lebentig beliben die forchtē ſich als ſer das ſy bald heym eylten vnd ſuchtē dy frawē nit mer. da was Matalia auch in einē ſchij mit irem geſind den giēg es gar wol. dz neyd der boͤß geyſt. vnd macht im auch ein kleynes ſchiff lein. vnd wolt ſy verraten. vnd fur in der nacht gegen in. vn̄ ſprach zu in. wo woͤlt ir hin Da ſprach Matalia wir wo tinopel. Da ſprach d̓ veind. ir ſeyt vnrecht ge faren kert zu der gelincken hand. das thet er darumb das ſy vnrecht furē. do wolten ſy we nen es wer ein mēſch d̓ die ſtraſſen wol weſt vnd volgten im. da ſchied der veind von in. Da ſich nun dy lieb Matalia vn̄ ir geſind auff den weg kerten den in d̓ boͤß geyſt gera ten het. Da erſcheyn in ſant Adrianus in einē andren ſchiff. vnd was liecht vn̄ ſprach zu in. Ir ſult den weg nit faren. wan̄ der veind hat euch betrogen. dauon volgt ſeinem rat nit. vn̄ wo mein ſchiff hin geet dē volgt nach ſo fart ir recht. da volgten ſy im nach. vnd kamen da auff den rechten weg. Da was Matalia gar fro da ſy iren lieben man als nahent ſah. vnd furen im nit groſſen freudē nach biß zu Cō ſtantinopel da verſchwād er. des morgēs da giēg Matalia des erſten zu d̓ heyligē greber vnd nam ires herren hand. vnnd leget ims an ſeinen arm vnd ſprach ir gebet mit groſſer an dacht. vn̄ entſchlieff. da erſcheyn ir aber ſant Adrian. vn̄ ſprach zu ir. kum̄ mein vil liebſtes in vnſers herren erb der wil dich yetzund ha ben. nun kum̄ du vil erbere fraw vnnd ruͦ mit got. damit erwacht ſy vn̄ ſagt irem geſind wz ir getraumt het. vnd ſprach guͤtlich zu in. Ich beuilh euch got. vn̄ ſeyt ſtet an got. damit ver ſchyed ſy ſeligklich. vnd fur ir ſel zu den ewi gen freudē. da begruͦb ſy ir geſind zu irē man in ein grab. Nun helff vns gott dz wir vns auch frewen mit ſant Adriano bey im vn̄ mit allen heyligen in dem ewigen leben Amen. ¶ Von ſant Gorgono vnd ſant Theodo Gorgono vnd Iheodoro .CLIIII. Ant Gorgonus vnd ſant Theodorus die waren der wir digſten herren zwen die in des Rej ſers hoff waren vnd waren in der ſtat Nico media. da ſaget man in von criſtē gelauben dz ſie bekeret wurden. Da wid̓ſagten ſy des key ſers hoff darumb dz ſy irē kunig Ieſu chriſto nach moͤchten gefolgen lediglichē. vnd veria hen offenlichē das ſy criſten weren. da dz der keyſer hoͤrt da ward er ſer betrubt das er als erber weyß herren ſolt verlierē dy in dē hoff erzogen waren. vnd dy mit guten ſyten vn̄ mit adelkeyt wol gezyert waren. da bat ſy der key ſer gutlich dz ſy den gelaubē lieſſen. vn̄ troet in auch dz halff in alles nit vnd da man ſy mit gut noch mit vbel nit mocht vberkeden. das ſy den abgoͤttern wolten opffern. da hieng man ſie auff vnd geyſelt ſy. vnd zerreyß in ir haut vberal mit krewlen dz man in nahēt ir gedirm ſah. vnd goß in eſſich in ir wundē. vnd warf in ſaltz darein. Das lyden ſy gedultigklichen durch got. Darnach leget man ſy auff einen roſt. vn̄ bryet ſie. da thet in got ſein genad vn̄ halff in das in das leyden nit wee thet. vn̄ wz in recht als ob ſy auff blumen legen. das thet dē key ſer zorn vnd hieß ſy mit ſtricken auff hencken das ſie erworgten. da ſturben ſy vnnd furen ir ſelen zu den ewigen freuden. da hieß der Rey ſer ir leychnā fur die hund vnd fur dye wolff werffen. da behuttet ſy gott das ſie in nichts theten. da kamen die criſten heymlichen. vn̄ be gruben ſy. das was nach Criſti vnſers lieben herren geburt zweyhunder vnnd achtzig iar. Darnach vber vil iar da kam ſant Gorgonus leychnā gen Rom vnd darnach von Criſti ge burt ſibenhundert vnd viertzig iar da bracht der Biſchoff von Mentz des heyligen leych nam ſant Gorgoni dē kunig Pipino ein klein teyl zu Gallias. da legt er in mit groſſen eren jn das cloſter Gorcie. Nun bitte wir dy hey ligen mertrer das ſy vns erwerbē vmb got ſe ligkeit an leyb vnd an ſel Amen. ¶ Von ſant Nicolaus aconiten. In der welſchen marck acomta iſt ein ſchloß dz heyſt engelburg bey. einer ſtat heyſt Forma. darinn ſaß ein reycher man der hieß Compagnam der het ein frawē dy hieß Amata. vnd waren beyd criſten. vnnd hetten nit erben. wann ſy waren beyde vnber hafft. das wz der frawen zemal leyd. vn̄ giēg eins mals in ein kirchē die wz geweyhet in d̓ ere gottes. vnd des lieben herren ſant niclaus des getrewē nothelffers. vn̄ viel mit andacht diemutigklichen fur den altar. vnd bat in das er ir genad vmb got erwurb das er ir ein kind geb vn̄ gelobet im. geb er ir ein ſun ſo wolt ſie in got opffern vnd zu dienſt geben in ein rey nes ſeliges leben. vn̄ gelobt im auch dz ſy mit irem man̄ zu ſeinē grab wolt geen da ſant ni claus begraben ligt in der ſtat zu Pare in pul len land. vnd da nun dy fraw ir geluͤbt mit an dacht volbracht. da kam ſy wider heym zu irē man̄. vnnd ſchier darnach in einer nacht da ſy beyde ſchlieffen da erſchyn ir d̓ engel gottes in dē ſchlaff vnd ſprach zu in. Steet auff irſoe Von ſanft ligen vnd geet zu ſant Niclaus in die ſtat zu Pare. da wert ir von got gewert. vn̄ wirt euch kund gethan das ir ein ſeliges kind gewinnet das wirt ein ſun. Da ſie nun erwachetē da be trachteten ſie das engliſch geſiht mit groſſen frewden. vnd ſtunden auff vnd danckten gott ſeiner genaden. vnd warē des gelubtes ſicher dz in dengel gethan hett. vnd bereyteten ſich auff den weg. vnd kamen zu des heyligē her ren vnd nothelffers ſant Niclaus grab. vnd opfferten ir gab mit groſſer andacht. vnd ent ſchlieffen bey dē grab. da erſcheyn in ſant ni claus vnd was ſchoͤn vnd zierlichen gecleydet als ein biſchoff. vn̄ het ein ſtab in ſeiner hand vnd ein infeln auff. vnd ſprach zu in. der En gel gottes der euch verkundet hat das ir eine lin ſult gewinnen d̓ hat mich her zu euch ge ſandt das ich euch des heyligen kindes hey ligkeit verkunden ſol. dauon ſag ich euch das von euch ein kind geborē wirt dz ſult ir nach mir Niclaus heyſſen. d̓ ſun wirt vnſerm her ren Ieſu criſto gar ein angenemer lieber die ner in geyſtlichem ſtrengen leben. vnd wirt in brieſterlicher wirdigkeit got manigs genems opffer bringen. vnd wirt auch wund̓ vnd zey chē mit gottes krafft wircken. damit wirt ſein ſeliges leben d̓ welt bekant. vnd mercket auch daran das er ein freund gottes iſt. darūb ſult ir on zweyfel ſein alles dz euch der engel ge ſagt hat dz wirt alles erfult. dauon ſteet auff vnd kert mit freuden wider heym. da erwach ten ſy vnd dauchten ſich der genaden vnwir dig. vnd lobten gott. vn̄ danckten im da ſeiner barmhertzigkeit. vn̄ ſprachē. Herr Ieſu criſte du biſt ein voller flyeſſender brun aller gena den aller d̓ dy deiner genadē begerē dy magſl du vleyſſigklichē geweren. Herr du vermagſt alle ding mit deiner gotheyt volbringen. dar umb ſo haben wir groſſe hoffnung zu dir. wir werden erfrewet an vnſer geburt. vn̄ danckte auch ſant Niclaus aller der genaden dy er in gethan het. vnd kamen mit freuden wid̓ heym Darnach ward ſy ſchier eynes kindes ſchwan ger. vnd gebar einen ſchoͤnen ſun. da taufften ſy in. vnd hieſſen in Niclaus nach ſant Ni claus. Das kind wuchß vn̄ nam auff an zucht vnd an tugenden. da lieſſen ſy es zu ſchull. da vbertraff es all ſein genoſſen mit lernung an kunſt. Der knab floch auch dy geheym d̓ frare en vn̄ floch d̓ iunge toͤrliche verlaſſenheyt. vn̄ den vppigen ſchimpff. vn̄ wonet all zeyt gern mit alte ſittigen menſchē dy guter geberd wa ren vn̄ heyliges lebēs wan̄ er het den verß ge leſen d̓ in dē pſalter ſteet den mercket er eben der da ſpricht. mit den heylige wirt man hey lig. vn̄ mit den boͤßen wirt mā boͤß vn̄ verkert. darūb ſo wonet er allwegē mit heyligē geyſt lichen leutē. mit den betel oͤrden von dē er dz gotzwort hoͤrt vnd dy lere vleyſſiglichen em pfieng. vn̄ volget in nach als ein altes verſtan des menſch. des wūdert dy mēſchē gar ſer. Er het auch mitleydē mit dē armē ſieche ellendē mēſchē. dy troͤſtet er ī ſeines vaters hauß mit worten vn̄ mit werckē garmanigfeltigklichē. vn̄ hoͤrt all zeyt meſß mit groſſer andacht. dar under thet im got vil genaden als er hernach ſeinē beychtiger veriahē. vn̄ ſprach. ich armer ſund̓ ich beken̄ got zu lob dz ich verloren hab den troſt kintlicher vnſchuld vnd reynigkeyt. wan̄ da ich ein iūgling wz vn̄ mit andacht bey einer meſß ſtund. vn̄ in d̓ wandlūg als d̓ brie ſter vnſern herrē auff hub. da ſah ich ein ſchoͤ nes newgebornes kind mit einē klaren liech ten antlitz. mit ſpilendē aͤuglein. mit roſenfar ben wenglein. mit eine zarte muͤndlein. vn̄ mit frolockendē hendē. mit außgebreyttē aͤrmlein vn̄ das kind ſprach zu mir. die vnſchuldigē vn̄ die gerechten habē wonūg bey mir. vnd in ſo licher heyligkeyt lebet ſant Niclaus. wan er was ein bild vn̄ ein ſpiegel eins heyligen ſeli gen lebens darin nam er auff von tag zuͦ tat vor got. vn̄ vor den menſchē. vn̄ da er nun ſein kintliche iugent ſeliglichen volbracht hett. da ward er ein korherr in einē cloſter dz heyſt zu den heylern. darin̄ wz er nit lang. wan̄ er trach tet wie er in einen hertern orde moͤcht kūmen ¶ In der zeyt da was ein bruder von dē con uent Tolentin geſandt dz er dz gotzwort zu der engelburg ſolt predigen. Vn̄ der ſelb bru der prediget eins mals gar wol von dē ſchadē d̓ vppigen welt. vn̄ ſprach. kind̓ ir ſult dy welt nit lieb haben noch wz darin̄ iſt dz zergeet al les. vn̄ ſaget vil wy man dy welt verſchmehen ſolt. vn̄ wy nutz es wer das wir vnſerm herren Ieſu criſto nachuolgten in ellend vnnd in ar mutt vnd in ſtrengem leben. die predig hoͤret ſant Niclaus vnd het lang begert das er die welt wolt laſſen. vnd meynt er wolt Ieſu Cri ſto nachuolgen in armut vnd in ſtrengē leben. vnd als bald nach d̓ predig da viel er fur den . Niclaus aconiten .CIV. bruder. vnd bat in das er in in̄ den ordē nem. vnd ſprach. Ich wil dy welt zumal auffgebē. da ward der bruder gar fro. vn̄ lobet got dar umb. vn̄ empfieng in in den orden darinn le bet er ein iar nach des ordens geſetz. vnd ge lobt da willigklichē gehorſam zu ſein biß an ſeinen tod. vnd lebt darnach in vil tugenden. vnd in ſolicher ſeliger ebung. vnd behielt den orden vil ſtrenglicher dan̄ die andern mit be ten mit vaſten mit wachen. vnd zyeret ſein le ben mit geyſtlicher zucht vnd mit der heyligē geſchrifft. vnd ward da brieſter. vn̄ volbracht das ampt vil menſchen zu troſt. den lebētigē vnd den todten. Darnach ſandt man in in ein cloſter in den wald das heyſt Beleyb in dem tal. darinn lebt er ſeligklichē in dē dienſt got tes vnd hielt all tag meſß. ¶ Eynes mals was er woͤchner dz er dy tat meß ſolt ſingen. da lag er an dem ſuntag. vnd ſchlieff. da rufft im ein ſel mit kleglicher ſtym̄ vnd ſprach. bruder Niclaus ſih mich an. Da ſah er auff. vnd ſprach. wer biſt du. da ſprach die ſtym. Ich bin bruder Peregrinus ſele dē du wol haſt bekant. vnd klag dir das ich groß peyn leyd. vnd ſag dir das ſich got vber mich erbarme wil ob du heut ſelmeſß ſpricheſt. dar umb bit ich dich lieber vater das du gott fur mich bitteſt. Da ſprach ſant Nliclaus. vnſer herr Ieſus criſtus helff dir auß aller nott. ich kan heut mt ſelmeſß ſprechen. Wann ich bir woͤchner vnd muß tagmeſß ſingen. da ſprach die ſel. Seliger vater kun̄ mit mir. vn̄ ſihe dz ſein groſſe uot iſt. vnd furt in in eine wald. da ſah er manigerley menſchē auff einer wyſen frawen vnd man̄. munich. pfaffen vnd leyen. die rufften all zu im mit kleglicher ſtym. vnnd ſprachen. Lieber vater erbarm dich vber vns mit deinen ſelmeſßen. vnnd bit gott fur ons. vnd thuſt du dz ſo wirt vnſer vil erloͤſt. damit erwacht er vnd hett groß mitleydē mit dē ſe len. vnd bat fur ſy. vn̄ da er auffſtund do viel erfur den Prior. vnd bat in da demutigklich das er in die wochen ſelmeſß ließ ſingen vnd ſaget im ein teyl was er geſehen hett. Da er laubet im der prior. Da die wochen auß kam da erſcheyn im des bruders Peregrinus ſele vnd dancket im vnd ſaget im das er erlediget wer wordē von aller peyn. vn̄ ein groſſe ſchar mit im durch ſeiner ſelmeſß willē. vn̄ ſaget im auch das ſein gebet got gar genem wer. Sant Niclaus was in der ſtat Canaten ſi. da kam im botſchafft ſein leyblicher brud̓ wer ermoͤrd wordē in der buͤrg Apetia vō boͤ ſen leuten. da er das hoͤrt da was im gar leyd vnd ſeufftzet von gantzē hertzen. vnd weynt bitterlichē vmb ſeines bruders gehen toͤd. da wz im gar leyd. wan̄ er wz gar ein weltlicher man geweſen. darumb hett er gar groſſe ſore vmb ſein ſele. vnd bat vnſern herren zehē tag mit weynen mit beten vnd mit vaſten dz er im zuerkennē geb wie es vmb ſeines bruders ſel ſtuͤnd. vn̄ eines mals da zundet er ein ampeln an in der kirchen vor vnſers herrē fronleych nam. da hoͤrt er ein ſtym hynder dem altar die ſprach. mein lieber brud̓. ich ſag lob vn̄ danck meinem herren das er mich auß aller meiner peyn erloͤſt hat durch deiner guten werck wil len. Da forcht ſant Niclaus es wer der boß geyſt vnd wolt in betriegen. vn̄ ſprach. da bo ſer geyſt mein bruder iſt iemerlichē tod. doch mag im d̓ almechtig got ſein genad erzeygen Da ſprach aber eins dy ſel. bruder hab keynē zweyfel ich bin furwar erloſt worden von al ler peyn durch deines gebets willē. vn̄ ſprach brnder biß ſtarck an guten wercken. wann die ſeind got als genem von dir das er dich alles das gewerē wil dz du in mit andacht bitteſt. ¶ Er het einen oheym der was prior. der het groß leyden vmb ſant Niclaus. vn̄ forcht er verderbet ſich mit ſeinē ſtrengen leben dz er het vber die geſetz vnd vber die gewonlichen vbung der bruͤder. vn̄ ſprach eins mals zu im. Ich hab groß leydē vmb dich das du ein als herts leben haſt. wan̄ du biſt zu iung vnd zu kranck. da dz ſant Niclaus hort da verſtund er ſich wol das es von des boßen geyſtes rat was vnd gieng in die kirchen vnnd rufft gott mit ernſt an. vnd bat in das er im ſeinen engel zuhilff ſendet das er d̓ anfechtung wid̓ſtund vnnd ſprach. Herr hymeliſcher vater beſtetig mich ī deiner genad. da ſah er zweyntzig iūg/ ling zuhand bey dem altar dy warē garſchon in weyſſen kleydern. vn̄ ſungē mit mēſchlich erſtynm̄. Nicolae lieber bruder zu Tolentin wirſt du dein leben enden als du von got ge uordert biſt da ſolt du beleyben. Da ſolt dii ewigklichen behalten werdē. damit verſchwū den ſy. da bekant er wol das es engel waren. vnd das ims got zuhilff geſandt het. vnd em pfeng daſoeliche kufft dz erſcnes cheyms rat widerſtund. vnnd lebt ye lengerye heylig klicher vnd kam in die ſtat Tolentin. vnd wz viertzig iar in dem cloſter. vnnd aß nit fleyſch viſch noch ayer noch kes noch keyn ding das von milich was. Etwan̄ aß er roh opffel vnnd brot auß einem weyn der wol gemuͤſcht was durch kranckheyt. vnd aß den merern teyl waſ ſer vnd brot. vnd aß vil von oͤl. I Eines mals da was er gar ſiech wordē. da achtet er keyner leyblichen ertzney. vnd het al le ſein hoffnung zu dem hymliſchen artzt vn ſerm herren Ieſu criſto. Da was dem Prior leyd vmb in. vnd ſandt nach den ertzten dz ſy in geſunt machtē. da rieten ſy im dz er fleyſch eße. des rats wolt er in nit volgen. vnd gab dē ertzte vrlaub. da ſprach d̓ prior er ſolt fleyſch eſſen vnd ſolt den ertzten volgen vn̄ nicht ſey ne eygen willen. Da ſprach ſant Nliclaus O vater du beſchwereſt mich mit deinē lieblich en worten. weyſt du nicht was dem leychnam ſanfft thut dz wil er hinnach mer haben. da uon wirt der geyſt gekrenckt vor dē augē got tes. Da der prior ſeinen ernſt ſahe. da giēg er zu dem General prior. vn̄ bat in dz er im bey gehorſam gebutē das er fleyſch eße. das thet er. Da ſprach ſant Niclaus. Ich hab gehor ſam gelobt die wil ich halten. vnd nam da nur einen biſſen fleyſchs in ſeinen mund. vn̄ wolt da nit mer eſſen vnd ſprach. ſecht ich bin ge horſam geweſen mā ſol mich nit mer zwingē. das mir der luſt nicht angeſige. vnd keret ſich da zu dem hymliſchen artzt mit allen ſeinē ſin nen der kam in zuhilff in aller ſeiner kranck heyt. Sant niclaus vaſtet all wochen vier tag mit waſſer vnd mit brot. dē montag. mitwoch freytag vn̄ den ſambſtag in vnſer lieben fraw en ere vn̄ keſtiget ſeinē leyb mit groſſer vbūg dauon ward er offt kranck in ſeinē haubt vnd an ſeinen augen. vnd gewan ein boͤßen magē vnd ward kranck an allen ſeinen gelydern. dar umb ließ er nicht ab. ¶ Eines mals da gedacht er im meine werck ſein got nit genem. wan er forcht er wid̓ſtund den ſunden nit als er billichen ſolt vnd der an fechtung des boͤßen geyſtes vnd was ſer be trubt. vn̄ ſprach. Herr ich bin gar ein groſſer ſunder. vnd weyß nit ob dir mein leben gefel let. darumb bit ich dich mein herr Ieſu chriſte mein heyler das du mein leben richteſt nach deinē leben vnd hilff mir all mein veind vberjdē ztig vn̄ vnſichtig. damit entſchlieff wi er. da erſcheyn im vnſer herr vnd troͤſt in vnnd ſprach. Nicolae meyn lieber diener biß fro vnd gehab dich wol. wan̄ der anfang deines lebens gefellet mir wol vnd wil dir alle deine werck helffen volbringē mit meiner goͤtlichē krafft zu einē guten end. Darnach kumbſt du zu mir in meines vaters reich. da erwachet er vnd ward gar fro vn̄ ſprach. Herr ich bin er frewet von deinen worten. vnnd ward da wol geſundt vnd volbracht da furbaß ſtetiglichē den willen gottes on alles verdrieſſen vō tag zu tag ye lenger ye mer. vnd vbet ſich tag vnd nacht mit inbruͤnſtiger liebe. vnnd ward aber gar ſiech. da facht in d̓ boͤß geyſt an. da rufft er Mariā gottes muter mit groſſem ernſt an. vnd ſant Auguſtin ſein regelmeyſter vnd ent ſchlieff. Da erſcheyn im Maria gottes muter vnnd ſant Auguſtin mit groſſer clarheit. Da ward er gar fro. vn̄ ſprach. Eya frar wer biſt du. Da ſprach ſy. Ich bin Maria gottes mu ter vnd der bey mir iſt d̓ iſt ſant Auguſtin dey nes ordens regelmeyſter. vnd ſein dir zu hilff vnd troſt her kummen dz du geſundt werdeſt. vnd zeyget im durch ein venſter eines becken hauß. vn̄ ſprach. darin̄ iſt gar ein frūme fraw zu der ſende. vnd bit ſy das ſy dir ein warmes brot durch got gebe. vnnd iſß des brots drey biſſen auß einem waſſer ſo wirſt du geſundt. Da erwacht ſant Niclaus vnnd ſandt zuͦ der beckin als in Waria dy hymliſch Runigin ge heyſſen hett. vnd aß drey biſſen auß einē waſ ſer in dem namen der heyligen driualtigkeyt vnd thet das heylig creutz daruber. vn̄ ſprach drey pater noſter mit veſtē gelauben. da ward er geſundt. vnd ſtund auff. vnd lobet gott. vnd dancket vnſer lieben frawen ir genaden. vnnd ſprach. Waria eyn muter d̓ barmhertzigkeyt du biſt ein vaß des heyligē geyſtes darin̄ got geruet hat. du biſt der edel wurtzgart darinn die heylſam blum gewachßen iſt dye hymel frucht vnſer herr Ieſus chriſtus. ich beulhe mich in dein genad. vn̄ danck dir deiner guͤte vnd ſant Auguſtin vnſerm lieben vater das ir mich heymgeſucht habt. ¶ Mlach ſeinē ſiechtum̄ vieng er wider eyn ſtrenges leben an. vn̄ lag alle nacht auff einē ſtroſack vn̄ ſchlieff nur auff zwu ore. vn̄ ſtund dan̄ auff vnd geyſelt ſich mit einer eyſnin ket ten vnd ſein cleyd was hert. vn̄ ſein ſpeyß wz yeictgus gconiten CIVI. kalt. vnd bey ſeinē bett da waren zwen ſteyn. auff dem einen knyet er. vnd auff den andern leynet er ſich von metten vntz zu tag. ſo gieng er dan̄ zu kirchen vnnd volbracht das goͤtlich ampt die tagzeyt vnd die meſß. Eines mals da lag er an ſeiner venig vnd betet vor dem altar. Da kam der boͤßgeyſt vn̄ leſchet die ampeln vnd warff ſy an dy wandt das ſy zerbrach. vnd kam da oben auff dy kir chen vnd brach das dach mit mangerley wild̓ tyer ſtym. Darnach kam er wider in̄ die kirchē mit eine groſſen kolben vnd ſchlug ſant Ni claus gar ſeer das in die bruͤder fur tod auff huben vnd trugē in an ſein bett. da lag er lā vnd gab im got ſein krafft wid̓ vnd halff im das er dem veind gentzlichen angeſigt. ¶ Eines mals wolt er ſeinen rock beſſern vn̄ wenden. da kam der veind vnd verſtal im einē geren. da ſucht in ſant Niclaus vberal vnnd kund in nyendert vinden. Da ſprach er wider ſichſelber. Eya heyliger got. wie ſpoͤtlich hab ich dich verloren. Da ſprach der boͤß geyſt. ich binß der d̓ dein alſo ſpottet vn̄ wil dein noch mer ſpottē. Da ſprach ſant Nliclaus wer biſt du das du mir als vil zu leyd thuſt. Da ſprach er. ich bin der teufel vnd heyß Belial. vn̄ hatt mir Luciper vnſer fuͤrſt geboten das ich dich all zeyt anfecht. vnd wil dir mit meinē boͤßen liſten wol angeſigē. Da ſprach ſant Niclaus Iſt gott mit mir als ich hoff ſo magſt du mir nichts geſchaden noch keyn boͤßer geyſt. Da mit verſchwand der veind. ¶ Eines nachtes da wolt ſant Miclaus zu metten geen. da het er kein liecht. vn̄ wolt da inj reuenter geen. da kam ſein veind der teufel Belial. vnd ſtieß in an ein mauerſpitz dz ſein antlitz ſer wundt ward. vnd an allē leyb. vnd warff in auff die erden vnd ſchlug in als ſeer dz er keyn krafft merhet. da gedacht er an dz crucifix dz vor dē Reuenter gemalt was. vnd rufft vnſern herren Ieſum criſtū an den wa ren gott. da hoͤrten ſein bruͦd̓ das geduͤmel vn̄ lieffen zu im vnd huben in auff. vnd furten in in̄ ſein gemach. da halff im aber vnſer herr dz er zu ſeiner krafft kam. Sant Niclaus wz de mutig. vnd het ſeine eben criſten menſchē lieb vnd was barmhertzig. vnd troͤſt die ſiechē vn̄ halff in nach allem ſeine vermuͤgen. vnd hett groß mitleyden mit allen menſchen. vnd ſun derlich mit dē ſuͤndern dy weyſet er an ſeiner predig vn̄ in d̓ beycht von iren ſunden. vn̄ tey let dy buͦß vmb ir ſund. vnd nam offt den me rern teyl auff ſichſelber mit hertter ſchwerer buß. vnd halff den ſelen auß dē fegfewer mit ſeiner ſelmeſß. arm leut vnd dy armut hett er lieb. vnd die reichen leret er das ſy milt ſolten ſein gen den armen mit irem gut vmb das hy melreych. die ellende vnd dy bilgrim empfiēg er ſchon vn̄ gewan in herberg vnd ſpeyß. vnd wen̄ fremd bruͤd̓ od̓ geyſtlich leut zu im kamē ſo wz er gar fro. vnd teylt in mit was er guts het. vnd redt vil mit in von gott. vnnd was be ſcheyden gegen allen menſchen vn̄ meſſig an worten vnd an wercken. darumb wolt im gott offenwaren vil wunders vnd zeychen. Gant Niclaus lag eines mals an ſeinem ¶ gebet in groſſer andacht vnnd entſchlieff. da erſcheyn im ein liechter ſtern d̓ was nyd̓ bey d̓ erden. vnd daucht in wy d̓ ſtern auff gegangē wer von d̓ Engelburg. vn̄ wer kummen zu To lentin in d̓ bruͤd kor. vn̄ wer daſelbſt in dz erd trich verſuncken. vn̄ es kamē vil menſchen mit manigerley ſprachen. vnd ſuchten den ſteren mit vleyß. dyſes geſiht ſah er offt. vn̄ betrach tet was es moͤcht bedenten. vnd ſaget dz einē wolgelerten bruder heymlichen mit diemutig keyt. Da ſprach der bruder. O heyliger vater nicolae d̓ ſtern bedeut dein groſſe heyligkeyt rn̄ an d̓ ſtat da d̓ ſtern verſuncken iſt da wird dein leychnā begrabē. vn̄ werdē große zeychē da geſchehē. vnd kummen vil menſchē dar in deiner ere. vn̄ werdē vō got genad begern. da erſchrack er gar ſer vn̄ daucht ſich des vnwir dig. vnd ſprach. bruder red nit alſo. vnnd halt nit heyligkeit von mir. wan̄ ich bin ein ſunder vnd bin criſti vnwirdiger diener. dein red ge felt mir nit. ich beuilhe ſy dem waren got der alle ding wol erkēt. darnach giēg er bey liech tem tag in das munſter. da ſah er einen liech ten ſtern in der bruͤder kore der gieng vor im biß fur den fron altar. das ſah er offt. da ver ſtund er ſich wol das es got wolt dz er da be graben wuͤrd. Das ſant Nliclaus ein liechter ſtern ſey geweſen hie in dyſer zeyt dz beweyſt vns ſein heyliges lebē vn̄ ſeine groſſe zeychē die er in d̓ krafft gottes gewirckt hat. der ich ein wenig ſagen wil. ¶ Es wz ein frūͤme burgerin zu tolentin die het einē man d̓ hieß bernhart. d̓ fur auß nach kauffnanſchatz. da was ſein fraweines kin Von̄ ſant des ſchwanger vnd gewan einē ſun der ſtarb ſchier. da ward dy fraw als ſer betrubt dz ſie furbas keyn lebētigs kind mocht geberē vor kranckheyt. vnd mißlang ir offt mit groſſem ſchmertzen. darumb was ir gar leyd. Da das ſant Niclaus hoͤrt. da ſprach er zu der frawē Liebe tochter gehab dich wol. Ich hoff gott erhoͤr mein armes gebet vn̄ troͤſt ſie. wan ich hab in gebeten das er dir ein lebētige frucht geb durch ſein goͤrliche guͤt. vnnd ſprach du wirſt ein ſchoͤne lebentige tochter geberen in dem namen vnſers herren Ieſu criſti. vnd ge lob dir das dir an keyner geburt nymmermer mißlingt. da ward die fraw gar fro. vnd dan cket im ſeiner trew. vn̄ als er ir gelobt het alſo ergieng es ir an irr geburd. Darnach rufftē in die ſchwangern frawē an zu Tolentin dē erwarb er troſt vmb got. ¶ Eyn fraro was irem eelichen man̄ nit ge horſam. vnd redt vil wider in. vn̄ er nam eins mals ein guͦrteln. vnd ſchlug dy frawen bloß. vnd traff ir ein bruͤſtlein mit dem rincken das es ir ein wenig verwund ward. des achtet dy fraro nit vnd ſchwar ir dz bruͦſtlein. vn̄ ſchlug der krebs darzu dz iſt ein boͤßer ſiechtum̄. vn̄ fault ir das ir kein artzt mocht gehelffen. Da kam ein fraw zu ir. vnd troſtet ſy da. vn̄ ſprach zu ir. du ſolt zu dem heyligen herren ſant Ni claus geen der mag dir wol gehelffen. Wann mir wz eylff tag zu einē kind wee das ich we der ſterben noch geneſen mocht. vn̄ kund mit nyemāt gehelffen. da erwarb er mir vmb gott das ich zuhand mit genaden von meiner ge burt kam. dauon rat ich dir das du in auch an ruffeſt. da gieng dy fraw zuhand zu ſant Ni claus. vnd zeyget im ir bruͤſtlein. vn̄ bat in dz er ſy geſunt macht. Da ſprach er demutiglich zu ir. fraw ſtand auff. ich bin ein armer diener gottes vnd geſegnet ſy mit dē heyligē creutz vnd ſprach. Der hymliſch artzet d̓ ſant Aga tham ir abgeſchniten bruͤſt geſundt machet. der mach dich geſundt von ſeinen genaden. vnd ſprach ein pater noſter. zuhand ward die fraw geſundt als ir nye nichts gebrochē we re. da lobt ſy got. vn̄ dancket ſant Niclaus d̓ genaden. da verbot er ir ſy ſolt es nyemāt ſa gen. Der zeychen hat er vil gethan das ir zu uil zeſchreyben wer. ¶ Da ſant Niclas ſeinē tod nahnet da hoͤrt er vor offt das engliſch geſang vnd das hym liſch iubilieren. wann er ye zu der metten wolt geen. ſo hoͤrt er ye das die engel ſungen. vnnd iren ſchoͤpffer lobten in ſuſſem modulierē. vn̄ ir lob was vberharpffen vn̄ vber alles ſeytē ſpil als ſuͤß was ir don. dauon begert er mit freuden das er von dyſer welt ſolt ſcheyden. vnd ſprach von gantzem hertzen. Herr Ieſu criſte ich beger dz du mich erloͤſeſt vō meine leyb. darnach ward er als kranck das er lang zu bett lag. Da kamen gar vil betrubter men ſchen zu im den wz er allen troͤſtlich mit wor ten vnd mit wercken. vnnd ward ye lenger ye krencker. das leyd er gedultigklichen. vnd da im ſein end nahnet. da ſprach er zu dem prior das er die bruͤder all zu im hieß kummen. das thet er. da ſah er ſy all an vnd ſprach. Ich bit euch durch got ob ich ewer keyne mit vnwiſ ſen hab betrubt das ir mir das vergebet das euch got ewer ſchuld auch vergeb. vnd beych tet all ſein ſund. vnd empfieng vnſers herren fronleychna mit andacht. vn̄ die heylige oͤlūig vn̄ ſprach. Herr Ieſu criſte. ich danck dir das du mein weg gefaren biſt. vnd mein beſchir mer vor allen meinen veindē biſt. wan̄ du biſt mein geleyt vnd mein fuͤrer in das ewig lebē. wann ich hab dich ſeligklichen mit deine vol kummen genade empf angen. vnnd ſprach da zu dem prior. Vater ich bit dich das du mir das groß ſilbrin creutz heyſſeſt bringen dar in̄ iſt ein groſſer ſpan des heyligē creutz dar an mein herr vnd mein gott ward gehangen. das wil ich zuletzſt an mein bruſt trucken. Da bracht man im das creutz. da ſach er das mit andacht an. vn̄ ſprach. O du edles creutz du biſt gezyret vber all zypreſſin baum. wann es iſt die aller edelſt frucht an dir gehange mein herr Ieſus criſtus vnd kuſſet das creutz gat offt. vn̄ truckt es mit groſſer andacht an ſein bruſt. vnd ſprach da. Mein liebē bruͤder mein geyſt vert zu meinē ſchoͤpffer. haltet bruͤder liche liebe in got. vnd ſprach da mein herr ich beuilhe dir mein geyſt in dein hend. vnd ſtarb da zuhand ſeligklichē. vnd fur ſein ſel zu den ewigen freuden vnd ſein antlitz was dēnoch als ſchoͤn als ob er noch lebet. da begrub mā in an die ſtat da im d̓ ſtern in ſeinē leben offt erſchynē wz in d̓ ſtat Tolentin. da thet vnſer herr vil groſſer zeychen durch in vnd thut ſie noch allen menſchē die in mit andacht anruͤf fen vnd ſeiner hilff begeren. Perho vnd Iocncto CVII. Eines mals da wz ein fraw zu Colētin dy wolt d̓ zeychē nit gelauben die ſant Niclaus thet. vn̄ redet im vppiglichen nach. vn̄ ſprach. als vil mein ſun zeychē tut als vil thut er auch zeychen vn̄ zuhand da ſy dz geſprach da vielē irem iungen ſun die augen auß dē haubt. vnd hiēgē im nuͦr an dē ederkein biß auff dy bruſt. da erſchrack dy muter gar ſer. da ſtrafft ſye ir man vmb dz nachredē dz ſy dē heyligē het ge than. da gewan̄ ſy groß rew. vn̄ wz ir gar leyd vn̄ kam mit dē man̄ zu ſaut Niclaus grab. vn̄ rufftē in mit ernſt an dz er in die ſund vergeb. vn̄ in vmb got erwurb dz in ir ſun wid̓ geſunt wurd. vn̄ gelobten im wurd es geſund ſo wol ten ſy es in ſeine orden thun. Da ward d̓ knab zuhand geſundt. da ward vater vn̄ muter gar fro. vn̄ lobtē got. vn̄ volbrachtē ir geluͤbte. ¶ Von ſant Prothus vn̄ Iacinctus. Rothus vnd Iacin. ctus waren criſten. vn̄ hette got lieb vn̄ lieſſen ſich des criſten gelaubēs nyemant beraubē. Iu der zeyt da wz ein herr der hieß Philippus. der kam in Alexandriam mit frawē vn̄ mit kindē. vij mit allē ſeinē geſin de. Der herr het zwē ſuͤn dy hieſſen auitus vn̄ ſergius. vnd het ein tochter dy hieß Eugenia. die waren all heydē. Nun was gewonheyt in dē land dz die iūckfrawe auch zu ſchul giēgē da ließ man Eugeniā auch zu ſchul. Da giens Prothus vn̄ Iacinctus auch in dy ſelbē ſchul vn̄ warē bey d̓ iunckfrawen an d̓ kunſt. vnd ler ten die geſchrifft alle drer mit vleyß. vnd ſie lerneten ſant Pauls buch vn̄ ſein lere. vnd ſie mercket die geſchrifft mit vleyß. vn̄ ließ all vn gelauben in irem hertzen. vnd gewan got lieb Da warb ein edler iungling vmb ſy. vn̄ da ma ir das ſaget da ſprach ſy. Wer ein breutigam wil zu der ee nemen d̓ ſol die tugent mer anſe hē dan̄ dē adel. Nun wolt dy iunckfraw eins mals durch kurtzweyl durch ein dorff faren. da ſang man dabey in einer kirchen. da gieng ſy darein. vn̄ hoͤrt zu. da hoͤrt ſy dy wort in ey ne pſalm ſingē die d̓ prophet Dauid ſpricht. Aller heydē goͤtter dy ſeind teufel. dauon ſullen wir dē got allein dienē d̓ den hymel vn̄ die erden beſchaffen hat dz iſt d̓ war got. da mer cket dy iuck fraw dy wort mit vleyß. vn̄ ließ al lē vngelaubē ī irē hertzē. vn̄ ſprach zu protho vn̄ iacincto. ir ſult mercken wz d̓ prophet in dē pſalter geſprochen hat. Wan er hat die kunſt des meyſters Ariſtotilis vn̄ platonis vn̄ ſocra tis gar fur nichtē. daran merck ich wol dz wir vnſer alte zeyt da wir heydē warē gar verlore habē. vn̄ ſprach da zu in Liebē freuͤd ich heiß vō wegē meines adels ewer fraw vor dē men ſchē. ich wil aber vō wegē d̓ kunſt ewer ſchwe ſter heyſſen wir habē lāg vō eytelkeyt geleſen wir ſullē aber nun volgē criſto vn̄ ſullē im die nē. ſo wil ich ewer brud̓ heyſſen an rechter ma heyt. vn̄ wil manes cleyd̓ anlegē dz man mich nit erken̄. dy red gemel Protho vn̄ Iacincto. ¶ Darnach ſchicket dy iunckfraw den wagē mit klugheyt wider heym. vn̄ leget mans cley der an. vnnd gieng in dem namen gottes mit Protho vnd Iacincto vnd kamen zu einē clo ſter vnd da der wagen irem vater vnd irr mu ter wider heym kam vnd die tochter auß was beliben. da weas in gar leyd vnnd weynten ſer. vnd hieſſen ſy vberal ſuchen. da die boten ſag ten das ſy ir nit fuͤnden. da rurden ſy ſer be trubt vnd fragtē die warſager vmb ir tochter die wolten in ir leyd benemen. vnnd ſprachen. Herr gehabt euch wol wann es habē dy groſ ſen abgoͤtter ewer tochter ſeel erlichen zu hy mel gefurt. dauon ſult ir ein ſchoͤns bild nach ir laſſen machen. das thet der vater. vnnd ge bot wer fuͤr das bild gieng der ſolt es anbetē Nun het ſein tochter Eugenia got lieb. vnnd achtet weder freund noch gut. vnd wer ſy fra get wie ſy hieß ſo ſprach ſy ich heyß Gugeni us vnd was bey Protho vnd Iacincto in einē cloſter darinn was ein heyliger abbt der hieß Elenus d̓ prediget eines tages. da wid̓ſprach in ein falſcher ketzer der wz gar wol gelert in ſeiner kunſt. vn̄ het vil buͤcher. wan er was gar weyß. des erſchrack d̓ abbt gar ſer. wan er wz ein ſchlechter lerer. da wirckt der heylig geyſt in im dz er ſprach. man ſol ein groß fewer ma chen. vn̄ ſullē beyd darein geen. wer dan̄ recht hat dē helff got das er geneß. vn̄ wer vnrecht hab der ſterb. dein gelaub beſchirm dich vnnd mein gelaub bēhut mich das geuiel allē volck wol. Der ketzer ward gar zaghafft aber der abbt Elenus macht zwey creutz fur ſich. vnd gieng da kunlich in die glit da wz got mit im vnd halff im dz im nye kein leyd geſchach. vn̄ gieng durch das fewer vnd herwid̓ durch on allen ſchaden. da forcht ſich d ketzer. vn̄ dorſt nit durch das fewer. da trybē ſy in von dannē vnd wurden all criſten. vnd wurdē all gar fro. vnd danckten got dz er mit in was geweſen. ¶ Nun kam Prothus vnd Iacinctus vn̄ Eu gemus zu dē abbt Eleno. Da empfieng er ſie gutlichen vnd die bruͤder auch. da bat Eugeni us den abbt das er in allen dreyen den orden durch got geb. da het got dē Abt kund gethā das Eugenius ein junckfraw wer. vnd das er ir den orden ſolt geben. Da ſprach er heymli chen zu ir. Eugenia es iſt recht das du mans namen haſt vnd biſt doch ein iunckfraw. wan̄ du haſt mans tugent vnd werck. vn̄ gab in dē orden allen dreyen vmb ir tugent. vnd Euge niam hieß man Eugenius. da lebtē Prothus vnd Iacinctus gar ermklichē. vnd daucht ſye das durch got ein groſſe reycheyt. vn̄ d̓ heylig geyſt erleuchtet in ire hertzē mit vil tugenden vn̄ brud̓ Eugenius kam verrfur dy andern an vil tugenden. Vnd da d̓ abbt Elenus geſtarb da ſatzt man Eugeniū vber dz cloſter an des abbts ſtat. da was im die arbeyt vnd die ſora ring durch got zu thun. wan̄ got halff im das als nach ſeinem lob tragen. ¶ Iu den zeyten wz ein edle fraw in Alexan dria genant Melantia. die was ſiech. das cla get ir man den bruͤdern. vnd bat ſye das ſy ir durch gott hulffen dz ſy geſunt wuͤrd. da gab ir eugenius ein gutz oͤll vn̄ da ſy dz an ir bruſt ſtreych da ward ſy geſundt. vnd ward fro. vnd ſandt dem cloſter vil gutz. vn̄ kam auch ſelber offt dar. vn̄ ſah Eugenin gern dē ſy vermeynt ein man zu ſein. vnd gewan ein boͤße vngeor dente lieb zu im vnnd trachtet tag vnd nacht darauff wie ſy zu im mocht kummē. vnd ir boͤ ſe begird mit im volbringen. vnd nā ſich eines ſiechtumbs an vnd ſandt nach dē abbt Euge nio vnd hieß in vleyſſiglichen bitten dz er zu ir kem. das thet er. vnd fragt ſie was ir were. da ſprach ſy heymlichē zu im. du ſolt wiſſen dz ich dich gar ſer lieb hab gewunnen. vn̄ greyff im da an die kutten vn̄ wolt das er bey ir wer gelegen. Da floch er von ir vn̄ ſprach. du boͤß weyb du biſt des boͤßen veindes mit einander da wz ir gar leyd vn̄ forcht er macht ſy zuſchā den. vn̄ wolt dz verkummē vn̄ ſchrey als bald vber in. vn̄ verclagt in vor dē pfleger philippo des abbts vater vn̄ ſprach zu im. d̓ munich eu genius wolt mir mein ere genūmen haben. vn̄ wer ich nit erreth wordē von einer auß meinē meyden ſo het er mir mein ere genuͦmen. da d̓ pfleger dyſe red vernā da ward er zornig auff dybruͦd̓. vnd ſandt ſeine knecht. vn̄ hieß ſy alle Eugeniū vn̄ die andern diener gottes. gefan gen fur in bringē. da ſy nun fur dē richter ka men. da ſprach dy faw aber zu dē pfleger vor in allen. ich was ſiech da kam der munich Eu genius zu mir als ein artzt. vn̄ wolt mir mein ere genumen haben den̄ dz man mir halff. da ſprach der richter. O we ir boͤßen munich hat euch ewer criſtus das gelert das die fraw hie klagt. da ſprach Eugenius mit nyd̓gebogem haubt auff dz er von dē pfleger ſeinem vater nit erkant wurd. Ich bin d̓ ſach vnſchuldig ſy ſol es vber mich bezeugē. da bracht dye fraw alles ir haußgēſind dy ſprachē. wir haben es geſehen vnd gehoͤrt. da ſprach eugenius. Ich wil vnſer ere retthen. vnd wil beweren das dz boͤß weyb gelogen hat. vnnd zerret iren rock vornen auff. Vnnd ließ ir ir iunckfreulichen bruͤſt ſehen. Vnd ſprach zu dem pfleger. Ich des heyligen Creutzes .CI.X. keyt den dy do volherten. du biſt alles dz gut das man gedencken vnd geſprechen mag. vn̄ es wirt griſtus an dir gelobt der an dir gecreu tziget ward. Gegruſſet ſeyſt du gottes creutz du biſt ein liecht vnd ein ere der menſchen. vn̄ ein wares lob vn̄ eī clares liecht. vn̄ ein krafft vnſer vernufft. wan̄ d̓ keyſer vnd d̓ kunig cri ſtus hat die welt an dir verſunet mit got dem vater. O du wunderlichs creutz. o du erbers creutz. O du edles creutz. dich hat got außer welt. vnd wolt die werck d̓ miltigkeit volbrin gen durch dich vn̄ der gerecht wolt an dir ge toͤttet werden darumb dz er dy ſunder von dē tod erloſet. vn̄ dz leben wolt an dir vertruckt werden das er dy toͤtten widerbrecht. vnd der heyler wolt an dir ertoͤdt werden. darumb dz er die verdāptē behielt. O du heyliges creutz durch dich iſt die hell beraubt worden. vn̄ dy boͤßen geyſt ſeind erſchrocken. vnd durch dich iſt die welt erneuet worden. vnnd hat die war heyt erleucht. durch dich iſt die mēſchlich na tur wid̓bracht in dy ſtat des hymels. Dz hey lige creutz Eriſti dz vberwindt vn̄ vertreybt alle ſund vnd ligt all vnſer ere daran. du geſe gnetes creutz an dir hat geſiget d̓ kung der engel. wan̄ ſein heyliges fleyſch iſt an dir ge hangen. vnd hat ſein wirdigs blut an dir ver goſſen vnd iſt an dir waſſer vn̄ blut herab ge floſſen von ſeiner heylige ſeyten dz mag vns waſchen von allen vnſern ſunden. O du koſ pers creutz du biſt allein hoͤher dan̄ all zeder baum. wan̄ an dir iſt gehāgē d̓ lon d̓ welt mit außgeſpanten armen. Da hatt er alle ding an ſich gezogen O du getrewes creutz. vnd̓ allē baumen biſt du der edelſt vnd der wirdigeſt. keyn waldt bringt als vil wirdiger fruͤcht als du haſt gebracht. O du ſuſſes holtz. vn̄ ir ſuſ ſen negel wie gar ſuſſe frucht vn̄ burd habt ir getragen O du heyliges holtz du wareſt al lein wirdig zutragen den lon d̓ welt. Gegruſ ſet ſeyeſt du heyliges creutz wir betē dich an. du lebentiges vnd ſuſſes holtz vn̄ zyrd d̓ welt durch dich ſo ſey wir frey worden von allē vn ſern ſunden. vnd durch dich wirt vns dz ewig leben gegeben. O du heyliges creutz du haſt vus gelert dy wundē criſti da vō ſeind wir ge heylt vnd behalten worden. durch das heylig creutz iſt frid vnd freud kummen in alle dyſe welt. An dem iungſten tag wen̄ got kumpt zu yrteylen vber lebentig vn̄ vber totten. vn̄ ſitzt auf den fluͦſener maeſtat. ſo eſcheyet dz zeychen des heyligen creutzes an dem hymel. vnd iſt den dy behaltē werdē ein ewige freud vnd den verdampten ein ewige peyn. ¶ Eins mals was ein falſcher zaubrer. der macht das ein ſchreyber zu dē teufel kam vnd wolt gut von im nemen vnd wolt gottes ver laugnen vnd giengen beyd miteināder an ein ſtat. vnd ſahen den veind in einer geſtalt eines ſchwartzen moren hoch auff eine tron ſitzen. vnd ſahē ſeiner knecht vil bey im ſitzen dy wa ren auch als ſchwartz als dy morē. vn̄ d̓ zaub rer vn̄ d̓ ſchreyber giengē fur den furſten der veind. da ſprach d̓ teufel zu dē zaubrer. Sag mir wer d̓ iūgling ſey d̓ mit dir her iſt kumme Da ſprach er. herr er wer gern ewer knecht vn̄ wil tun wz euch lieb iſt. da ſprach d̓ boͤß geyſt zu dē ſchreyber. wilt du mich anbetten ſo wid̓ ſag deine got ſo ſolt du mir dann zu d̓ rechten hand in dē tron ſitzē. da bedacht ſich d̓ ſchrey ber. vn̄ verſchmahet im dē veind zuͦ einē herrē vnd thet das zeychē des heylige creutzes fur ſich. vnj̄ ſprach. wolhin du boͤßer geyſt du biſt mir nit gut zu einē herren. ich wil furbas mei nē herren Ieſu criſto dienen dz iſt billich. Da verſchwand der veind vn̄ alles ſein heer. Dar nach kam d̓ ſchreyber mit ſeinē herren in ſant Sophie munſter fur ein crucifix vnd beteten beyd da vor. da ſah vnd mercket d̓ herre dz dz bild ſeine augen ymmermer zu dem ſchreyber keret. Da hieß in der herr an dy andern ſeytē ſteen. da ſah das bild aber zu im. da hieß er in hinwiderumb ſtan. da ſah das bild aber gegē im. das nam den herre groß wund̓. vn̄ ſprach zu im. ſag mir wz tugēt du haſt. ich ſih dz dich dz bild nur wil anſehē. Da ſprach er. ich weyß nichts dan̄ da ich bey dē boͤßen geyſt was da gelobt er mir groſſe ere vnd gut dz ich criſtū verlaugnet. Da bedacht ich mich rechtē. vnnd wolt ſein nicht thun. Sant Gregorus ſchreybt dz ein Iud ſpat in dy ſtat kam zu Rom vnd ſah vmb wo er ein gemach fuͤnd. da er dye nacht belib. da ſah er einen Tempel darin was der heyden abgott Appollo. da ward er gar fro vnd gieng in den tempel. da graußet im gar ſer. Da gedacht er daran dz ſich dy criſten mit dē heylige creutz ſegnete vn̄ er thet auch ein zeychē des creutz es fur ſich vnd zu mitternacht warff er dy au gen auff da ſah er vil boͤßer geyſt in den tem Von ſant pelkummeſ. vnd erten all einen der wz ein ku nig vnder in. vn̄ ſatzten in in̄ die mitte. da rech net der kunig ir arbeyt mit in allen. da kam ei ner vnder in der ſprach. ich hab groß krieg ge macht. vnd ſein vil menſchen erſchlagen wor den. Da ſprach d̓ kunig ſathanas zuͦ im. wie uil tag haſt du darzu gehabt. Da ſprach er. dreyſſig tag. Da ſprach er. du falſcher knecht du haſt dy zeyt vbel angelegt. vnd hieß in ſer ſchlahen. Da trat aber einer fur den kunig vn̄ ſprach. Ich was auff dem meere vnd machet ein groß ſturmwetter das vil ſchiff vnd̓gien gen. vnd ertruncken die menſchen. Da ſprach er. wieril tag biſt du dar mit vmbgangen. Da ſprach er. zweyntzig tag. da ſprach er du biſt eīboͤſer knecht. vn̄ hieß in auch ſer ſchlahē. da kam der drit für in vnd ſprach. es wz ein groſ ſe hochzeyt. da macht ich dz ſy ſich miteinand̓ kriegten vn̄ ſich miteinand̓ raufften. vn̄ zugē meſſer vnd ſchwert auß. vnd ward d̓ preutigā erſchlagē. dz thet ich in zehen tagē. da ſprach d̓ kunig du biſt faul geweſen. vn̄ hieß in auch ſer ſchlahen vnd da trat aber einer fur in. vnd ſprach. ich het mir einē keuſchen munich fur genumen. da bin ich yetzund wol viertzig iar mit vmbgangen. vnd hab in heint mit meiner ler zu vnkeuſch bracht. da ſprang d̓ kunig ge gen im auff vnd ſatzt im ſein kron auff. vnnd ſprach zu m. dein werck iſt groß geweſen vnd biſt mir ein nutzer knecht gereeſen. Da tradt aber einer fur in vn̄ ſprach. Ich bin in des bi ſchoff Endres hoff geweſen vn̄ hab in zu ei ner nunnen gereytzt das ſy im gar wol gefelt vnd er ſiht ſy offt an vnd ich macht nechtē dz er ſy an einen backen ſchlug. da ſprach der ku nig. Eya helt ſchuͤr vaſt zu vn̄ mach im luſt vn̄ als ſuſſe rue dz er fallen muß darnnb ſolt du groſſen lon von mir empfahē. wan̄ ich bin ye vnd ye den keuſchen menſchen veind geweſen Vnd da das capitell ein end het. da ſprach d̓ teufel kunig. Eya nun beſehet wer der ſey der dort ligt. das hoͤrt der iud vnd forcht im gar ſer. da was das zeychē des creutzes ob im be liben vnd beſchirmet in dz im dy veind nichtz gethun mochtē. vnd da ſy warnamē wer erwz vnd das creutz ſahen da ſchreyen ſy. O we es ligt ein lereß vaß hie dz iſt on maſſen wol ver ſigelt vnd furē damnt auß dē tempel. da beke ret ſich der Iud zu got vn̄ kam zuͦ dē biſchoff vnd was er gehoͤrt het. da wz dē biſchoff gar leyd. vnd entſchlug ſich der nunnen. Eines mals da gieng ein nun in einē gar ten. vn̄ ſahe ein lactucken vor ir ſtan der luſtet ſy. vnd brach ſy ab vnd aß ſy vnd vergaß des zeychens des heyligen creutzes. da ward ſie behafft mit dē boͤßen geyſt d̓ muet ſy gar ſer. vnd ſchrey ouiß ir. da gieg ein heyliger man zu ir der hieß Equicius vnd ſprach zu dē boͤßen geyſt. du verfluchter geyſt warumb peynigeſt du die creatur vnnd dy geſchoͤpff gottes. Da ſprach der veind auß ir. O we wz hab ich der Nunnen getan das ſy mich in ſich verſchlun den hat. Ich ſaß auff eiuer lactucken. da kam ſy zu mir vn̄ beyß mich ab. Da ſprach der gut man ſein gebet zu got. vnd vertreyb den veind darumb ſollen wir des zeychens des heyligen creutzes nit vergeſſen. ¶ In d̓ ſtat Coͤſtanti nopel da wz ein iud d̓ gieng eins mals in ſant Sophie muͤnſter da wz nyemant darinnē. vn̄ er gieng zu dē crucifix vnd da er ſahe dz nye mant in d̓ kirchen was. da nam er ein ſchwert vnd ſtach das bild in den hals. zuhand gieng buͦt herauß von d̓ wundē vn̄ floß im vnd̓ ſein algen vnnd beſprengt in allenthalben. da er ſchrack er gar ſer vnd forcht dy criſten wurdē ſem innen vnd wurden im ein ſchmacheyt dar umb thun. das er vnſerm herren dye groſſen ſchmacheyt het getan. vnd nam das bild vnd trug es auß der kirchen. vnd warff es m einē brunnen nahent bey der kirchen. vn̄ da er hiu weg wolt geen da begegnet im ein criſte der ſah das er blutig was vnd bleych vnd das er floch. da fragt in d̓ criſt von wannen er gieng vn̄ ſprach zu im. du haſt ein mordt getan. wan das blut klebt an dir. da ſprach er. ich bin ſein vnſchuldig. Da ſprach d̓ criſten. ich wil ye wiſ ſen was du getan haſt wan̄ du biſt vmb ſunſt nit als bleych. Da was dē iuden ſein hertz ein teyl erleucht worden. vnd ſprach zu dem criſtē werlichen der criſten got iſt groß. vn̄ ir gelaub iſt gerecht. heylig vn̄ gut. vn̄ ich wil mich tauf fen laſſen durch das groſſe wunder das ur feſchehen iſt. vnd ſaget dem criſten wy es im ergangen was mit dem bild. vnnd er het es in den brunnen geworffen. Da kamen vil criſten vnd huben das bilde auß dē brunnē. vnd ſahē dy warheyt als in d̓ iud geſaget het. alſo hat das bild noch heut dy wunde an dem hals. vn̄ d̓ iud empffieng den tauf Eufemia .CIXſ. Eins mals was ein notiger chriſte in dem laud Syria in einer ſtat dy hieß Berich. d̓ be ſtund ein hauß vmb ein zynß. dan̄ er het keyn aygens. vn̄ er ließ ein crucifix in dz hauß ma len bey ſeinē bett an ein wandt. vn̄ ſprach ſein gebet da vor vn̄ da dz iar ein end nam da gab er ſeinen zynß vn̄ zoch in ein ander hauß. vnd beleyb dz bild an d̓ wandt. da zoch ein reych er ind in das ſelb hauß der lud ſeiner freund vil darein. vnd pflag ir wol mit ſpeyß. da gieg ein iud in dem hauß vmb. d̓ ſah das bild an d̓ wandt. das thet im zorn vn̄ ſprach zu dē iudē d̓ das hauß beſtanden het. wie biſt du deiner ſin̄ ſo blind dz du des menſchē bild in deinem hauß left da von wir als vil leydens haben. da ſprach d̓ Iud. traren warlich ich hab ſein nye gewart. da gieng d̓ iud darnach in dy ſy nagog. vnd ſagt den alten iuden dz ienner dz bild in ſeinē hauß hette. das thet in zoren. vn̄ kamen in das hauß vn̄ ſahen dz bild. vn̄ meyn ten es wer d̓ iud ſchuldig daran. vn̄ ſchlugē in ſer vn̄ ſtieſſen in auß dē hauß d̓ ſynagoge. vn̄ waren zornig auff in vnd auff dz crucifix. vn̄ hetten es gern geſchendet. vnd tratten hin zu dē bild. vnnd ſlachen es zu den ſeyten ein. da gieng waſſer vnd blut herauß. vnd gieng als vaſt das man ein ſchaff darund̓ habt vn̄ gieg als lang biß dz ſchaff vol ward. da erſchrack en dy iuden gar ſer. vnd namen das blut vn̄ be ſtrichen vil ſiecher da mit. vnd woltē beſehen was krafft das bluͦt het. da wurden ſy all ge ſundt von des bluͦts heyligkeyt. da dz dy iudē ſahen da gelaubten ſy all an got. vnd ſagtē es dē biſchoff des landes. d̓ ward der wund̓ gat fro. vnd ſandt nach dem man̄ der das bild in dē hauß het laſſen machē. vnd fraget in von wannē dz bild kummē wer. Da ſprach er Ni codemus d̓ criſtū begrub d̓ malet dz bild. Da wurden die criſten gar fro. vn̄ lieſſen ſich die iuden in d̓ ſtat all tauffen. vn̄ weyhetē ir ſyna gog zu einer kirchē got zu lob. Herr Ieſu cri ſte hilff vns durch dein bittern tod dē du fur vns arm ſunder gelyden haſt an dē ſtam̄ des heyligen creutzes. das wir es alſo loben vnd eren dz es vns ein ſchirm ſey vor allen vnſern veindē ſihtig vnd vnſihtig. vnd damit erwer ben nach dyſem leben das ewig leben Amen. Von ſant Eufemia Vfemia die Iunck fraw iſt von Rom geborn. vnd was ſein criſtin. vnd was gott mit ir. vnnd rouchß dy keuſcheyt mit ir von iugent auff. vr was gar ſchoͤn. vnd het got lieb. vn̄ dienet im mit fleyß tag vn̄ nacht. mit betē. vaſtē. waehē. vn̄ mit vil and̓ guter vbung. ¶ Zu den zeyten da wz Pioclecianus keyſer. vn̄ het eine vogt d̓ hieß Priſcus d̓ martert dy criſtē gar ſer. Nū waren d̓ criſten gar vil gefangen dy furt man fur den richter dz ſah ſant Eufemia. vn̄ giēg zu den criſten vn̄ troͤſtet ſy vn̄ ſtund in in̄ irent leydē bey. vnd redet als treffenlich von criſtē gelauben dz dy criſten da von geſterckt wur den. dz mercket d̓ richter nit. vn̄ hieß dy criſtē toͤdten da ſy die abgoͤtter nit wolten anbeten Da Eufemia ſah dz mā ſy ertoͤttet. da ſchrey ſie. mir geſchicht vnrecht. dz ethoͤret d̓ richter vn̄ het es fur einē ſchympff. vn̄ da er irē ernſt ſah vnd hoͤrt. da fraget er ſy waran ir vnrecht geſchehe. da ſprach ſy. ich bin zitrom geborn. vn̄ bon edel vnd teych des laſt ir mich nit ge Von ſant wyeſſen vnd ſchicket die dy von andem landē kummē ſeynd ee gen hymel den mich. den got ſeinē freunde gelobet hat dy durch ſeinē wil len leyden. vor den wer ich gern dar kummen. Da ſah der richter die iunckfrawen guͤtlichē an. vnd geiiel im gar wol. vnnd het ſy gern zu ſunden gekeret. vnnd ſprach zu ir. Iunckfraw ich hoff du volgſt mir vnd laſſeſt von criſtem gelaubē. vn̄ opfferſt den abgoͤttern. des wolt ſy nit thun. da hieß er ſy in den kercker legē vn̄ an dem andern tag bracht man ſy wid̓ fur in. da bat er ſy das ſy ſeine willē thet. Da ſprach ſy. O we d̓ groſſen vnzucht dy du an mir tuſt das du mir mein leben nit nymeſt als man dē andern thut dy an Ieſum criſtu gelaubē man ſchont leyd̓ meins tods dz ich zu got nit kunm ¶ Nun was dē richter gar leyd dz dy heylig runckfraw ſant Eufemia als ſteet was. vnnd hieß ſy anderweyd in den kercker legen. vnnd ſtund im alles ſein hertz zu ir. vnd kam zu ir in den kercker vnd greyff ſye an nach ſeiner be gierd. da erkrumpt im ſein handt als bald. da lieff er von ir. vnd ſandt ſeinen liebſten ampt man zu ir. vnd ließ ſy bitten das ſy die abgoͤt ter durch ſeinen willen anbetet. vnd da d̓ bott zu ir ſolt geen da kund er der tur nyendert vin den. Da bracht er ein axt vnd wolt dy wandt auffgehawen habē. da behuttet gott ſant Eu femia vn̄ verhenget dz d̓ veind in dē man kam vnd tobet als ſer das er ſich ſelber beyß. vnd floch alſo hin. Da das d̓ richter hoͤrt da ward er gar zornig. vnnd hieß ein vmbgendes rad machen. vnd macht vil gluender kolen darein. vnd gieng ein groſſe hitz auß dē rad. vnd der meyſter ſtud auch bey dē rad der es gemacht het. da bracht man Eufemiā zu dē rad vnd ſy forcht ir nit vnd d̓ meyſter gab den menſchen ein zeychen vn̄ ſprach. wen̄ ich dy iunckfrawe in das rad ſetz ſo wil ich an das rad ſchlahen. vnd wen̄ ir das hoͤrt. ſo ſolt ir dz rad vmbtrey ben. Da empfiel dē meyſter ein nagel on ſey nen willen das horten dy menſchen. vn̄ woltē wenen er het in ein zeychen geben vnd triben das rad vmb da was es dennoch mit zeyt. vnd das rad ergreyff den meyſter der es gemlicht het. vnd truckt in zu tod. da was Eufemia dē noch mit in das rad kummē vn̄ genaß mit der hilff gottes. Da wurdē des meyſters freund gar zornig auff dy iunckfrawen. vnd machtē frawen vnd dz rad miteinander verbrant ha ben. da behut ſy vnſer herr dz ir nye keyn leyd geſchach. vnd verbran nuͦr das rad allein. ¶ Darnach kam ein engel von hymel herab. d nam dy iunckfrawen vn̄ bracht ſie an ein ho he ſtat. des wundertē dy menſchen gar ſer vn̄ ſprachen. es wer ein gaukel ſpil. ſich wollen dy criſten nit toͤtten laſſen dann mit ſcharpffen ſchwertern. Da ſprach d̓ richter ſo ſchlahe ir bald einer dz haubt ab. Da ſatztē ſy ein leyter an dy hoͤhe vnd gieng einer hinauff zu ir. Da ward er als bald ſiech vnnd viel wider hinab. Darnach gieng aber ein iungling hinauff zu ir. vnd bat ſy das ſy im ablaß ſeiner ſund vmb got erwurb. vnnd zoch ſein ſchwert auß. vnnd ſprach zu dem volck. wiſt furwar dz ich mich ee ſelber wolt toͤttē ee ich der iunckfrawen ein leyd wolt thun. wan̄ die engel gottes dy hut ten ir. Da ward d̓ richter zornig vnd hieß ſie in das gemeinhauß furen. vn̄ hieß ir ir keuſch heyt nemen. vnd da man ſy in dz hauß bracht da was got mit ſeinen genaden aber mit ir. da gieng ein iungling hinein zu ir d̓ ſah vil ſchoͤ ner iunckfrawē bey ir dy betetē all. da entzun det im d̓ heylig geyſt ſein hertz dz er ſein ge bet auch zu got ſprach vn̄ ward ein ſeliger cri ſten. da das d̓ vogt hoͤrt das thet im gar zorn. vn̄ hieß dy iunckfrawen bey den zoͤpffen auff hencken. vn̄ wielang ſy hieng ſo redet ſy doch immer von got. Da hieß er ſy wider herab ne men vnd leget ſy wider in den kercker. vnd ver bot dz mā ir wed̓ zueſſen noch zutrincken geb da vergaß ir aber vnſer herr nit. vn̄ ſpeyſet ſye mit ſeinen goͤtlichen genaden. An dem ſibendē tag darnach da hieß der richter ſant Euf emiā vberſich auffziehē zwi ſchen vier ſteyn dy ſolten ſy zuſammen knuͤtt ſchen. da gieng die kunſt mt eben. wan̄ ir halff got das ſy da von kam. wan̄ ſy ſprach ir gebet zu got. da zerriſſen dy ſteyn als ein ſtaub. Da was dē vogt gar leyd. vnd hieß ſy in ein tieffe gruben werffen zu vngehewren lewen. vnd da ſy zu in kam da gienge ir dy tyer gutlichē ent gegen. vnd theten ir nye keyn leyd. Da ward d̓ richter ſer betrubt. Da gieng ſeiner knecht ei ner in dy gruben. vnd ſtach ein ſchwert durch dy iunckfrawē. da fur ir ſel zu den ewigē freu den. Da gab d̓ vogt dē knecht ſeydine cleyder zu lon d̓ ſy ertoͤdt hett. da begriff in ein lewe. vnd zerzeret in das er ſtarb. vn̄ d̓ vogt ward. Mauritzen CIXIIII. ein hertzog inuen was. vnd gebotē in das er mit allen den ſeinen kem. Da kam ſant Mau ritz mit eine groſſen volck. der warē ſechßtau ſent vnd ſechßhundert vnd ſechßvndſechtzit man̄. vnd was Mauricius vn̄ Exuperius. Cō didus vnd Innocentius. Victor vnd Cōſtan tinus. Die ſechß man̄ waren herren vber dye andern. vnd yeglicher der man̄ eiuer het tau ſent vnd hundert vn̄ zehen man̄ vnder im. vn̄ kamen mit groſſer herrſchafft zu den keyſern vnd doch den criſtē nit zu leyd. wan̄ ſant mau ricius vnd dy andern herren vnd ir geſind wa ren all criſten. vnd hetten gott lieb. vnd waren groͤſſer an dem leyb dan̄ auder leut vnd kuͤner reſcher. witziger vn̄ friſcher dann ander leut. Vnd da dy ſchar zu hoff kam. da was ir Dyo cletianus gar fro. vn̄ hieß Maximianū vber al mit den herren reyten das ſy die Chriſten zwungen das ſy den abgoͤttern opffertē. Da nam Maximianus das here mit im. vnd kaim auff den weg vnd wolt do den abgoͤttern opf fern. da macht ſich ſant Mauricius mit ſeinē heer von im vnd reyt zu dem babſt Marcellia no der ſaget in das gottes wort mit gantzen trewen vor. der ſprach zu in. Lieben kind laſt euch des criſten gelaubens nyemant beraubē vnd leydet ee den tod vmb die ewigē freud dy euch dort in dem hymelreych wirt. vō dē troſt wurden ſy all gar kuͤn. ¶ Nun ward Maximiano von ſant Mau ritzen vnd von ſeinē here geſaget dz ſy criſten weren vnd dz ſy darumb von im gewichē we ren. das ſy ſeiuen goͤttern nit wolten opffern. Das thet im zorn vnd ſandt zu in. vnd embot in das ſy zu im kemen vnd ſeinen goͤttern opf ferten. da embotē ſy im hinwider. ſy hette ſich zu criſtem gelauben verbunden dauon wolten ſy den abgoͤttern nit opffern. Da er das hoͤrt da ward er gar zornig. vnd embot in. vn̄ woltē ſy iren gelauben nicht laſſen vnnd wolten im nit volgen. ſo ſolt man ye dē zehende man vn der irem here toͤdten. dz ſaget man ſant mau ritzen vnd irem here. Da waren ſy veſt an irē gelauben. vnd lieſſen ſchilt vnd ſchwert fare. vnd reckten ir helß dar gar willigklichen. Da prach ſant Mauritz zu ſeiner ritterſchafft. Wol mir das ich ſihe das ir als ſtarck an cri ſtem gelauben ſeyt dz ir den tod nit furchtet. des keyſers dienern. wir wol vnd ſprach da erweren mit vnſer groſſen ten vns ewer riterſchafft ſo leyden wit gem durch got. da toͤttet man ye den zehenden man vnder in. da ward ſant Mauritz auch erſchlagē. darnach ſprach d̓ keyſer zu ſeinen dienern. woͤllen ſy vn̄ ſer goͤtter noch nit anbetē. ſo erſchlacht aber den zehendē. des erſchracken ſy aber nit. vnnd waren veſt an got. vnd ſprach Exuperius. wpir ſollen vns wappnen mit gedult vn̄ mit demut vnſerm herrē Ieſu criſto zu lob. vnd ſollē dem keyſer heyßen ſagen dz wir vns des criſtē ge laubens nyemantz laſſen berauben. vnd ſeind bereyt zu leyden alles dz dz got loblich iſt. vn̄ da man dz dē keyſer ſaget da ward er gar zor nig. vnd reyt zu den criſten. da vielen ſy all froͤ lichen auff ire knye vnd opfferten ſich dē al mechtigen gott. Da ſchlug man ſy all zu todt. da furen ire ſelē zu den ewigen freuden. Das wz nach Criſti geburt zweyhundert vn̄ acht zig iar. da namen dy heydē ir gewand vn̄ teyl ten es vnder ſich vnd ſaſſen bey den totte cri ſten vnd aſſen vnd truncken. ¶ Damach ſchier da reyt ein ritter da fürd̓ fraget ſy was ſy freud bey den totten moͤch ten gehaben. Da ſprachen ſy. Es ſeind criſtē. Da ſeufftzet er vnnd ſprach. Owe dz ich nit auch hie bin geweſen ſo wer ich mit in zu got kummen zu den ewigen freuden. vn̄ er ſprach da. Nun wolt got das ich hye bey in lege ſo wer ich vor gottes angeſiht als die mit im ver eynet ſein. da ſprachen dy heydē. Begereſt du des todes des wirſt du hie noch wol gewered Da ſprach er. nun muͦß gottes will an mir er geen vnd recket ſein hertz vnd ſeine augen ge gen got. Da ſchlugen in die heyden zutod. da fur ſein ſel zu den ewigen freuden. Oarnach ſtarb Maximianus an einem galgen das het er an manigem heyligen verdienet. Wann er was an vil criſten ſchuldig. das muͦß er ewig. klichen buͤſſen in d̓ helle. ¶ Eines mals wz ein vntugentſamer boͤßer hoffertiger pfaff. der krieget lang vmb eyn pfarr. da er nun lang gekrieget hett. da ward ſie im. die felb pfarr was in des heyligen her ren ſant Mauritzen ere geweyhet. vn̄ zu eyne mal laß man das ewangelium zu der meſß dz da ſpricht. Wer ſich ethoͤhet der wirt geny dert. da lachet d̓ pfaff als ein aff. vn̄ ſprach. Dye wort ſein gelogen wann het ich mich ge demuͤtiget ſo wer ich von den eren geſtoſſen wordē Aber da ich mit groſſerhoffart kae Von ſant get da ward mir dy pfart. da empfieng d̓ ſelb narr ſeinē lon. wan̄ es kam als bald ein plitze von dē hymel herab recht als ein ſchwert. vnd ſchlug in inn den mundt das er gehliug ſtarb. darumb ſullen wir dz heylig ewangelin nicht widerreden vnd ſullen des wol gelauben. ¶ Eines mals hett ein fraweinen ſun d̓ hett ſant Mauritzen gar lieb. Da thet ſye den ſun in ein Cloſter da ſtarb er ſchier. Darnach für ſein ſel zu dem almechtige got. wan er wz gar ein frūmer menſch. da weynet dye muter ſere vmb iren lieben ſun. da erſcheyn ir ſant Mau ritz eines mals. vnd ſprach zu ir. Warūb wey neſt du vmb deinen ſun. da ſprach ſie. ich muß alle tag vmb meinē ſun weynē darumb dz ich in verlorn hab. Da ſprach er. laß dein weynen er iſt mit vns in groſſer wirdigkeyt vor got dy wil ich dich laſſen ſehen. dauon gee zu metten in die kirchen ſo hoͤrſt du deinen lieben ſun ſin gen. da gieng dy fraw zu der metten in dy ku chen. vnd hoͤrt iren ſun ſingen. vn̄ hoͤrt in auch hernach offt ſingen. da ward ſy gar fro. vnnd dancket ſant Mauritzen der genaden. ¶ Eins mals da machet man ſant Mauritz/ en ein kirchen daran wercket ein heydniſcher ſchmid. vnd arbeytet ſuntag vn̄ feyertag dar an vnnd achtet der feyer nit. da kamen dy boͤ ſen geyſt eines tags vn̄ furten den ſchmid in̄ die hell. vnnd hetten ein greuliches geſchrey ob im. da was er als gar in groſſen noͤten. vnd darumb das er ſant Mauritzen gearbeyt het da wolt er im ſeines dienſtes lonen. vnnd kam zu im vnd nam in den boͤßen geyſten wid̓ mit gewalt. vnd ſprach zu im. da du ein heydē wa reſt wie getorſt du dan̄ kummē zu dem werck das gottes iſt vnd ſeiner heyligē. vn̄ wer hat dir erlaubt dz du an dem ſuntag arbeyteſt. da lieſſen dy veind den man. da ward er gar fro. vnd ließ ſich zuhand tauffen vnd verdient dz hymelreych. Nu helff vns ſant Mauritz mit ſeiner geſellſchafft vmb got erwerben dz wir dz hymelreych auch verdienē vn̄ mit in freud vnd wunn ewigklichen haben Amen. Von ſant Emmerammus N dem land Aquitania iſt ein erber ſtat die heyſt Pitanis. da von iſt der lieb herr ſant Emmerammus geborn. der het von kindheyt auff got lieb. vnd lernet dy hey ligen geſchrifft gar wol. Da er zu ſeinen tagē kam da ward er eī wirdiger biſchoff. da pfla er des amptes mit vleyß. vnd was den armen gar troſtlich mit dem dz im got gefüget hett. vnd durchgieng dy ſtet Galloru. vnd bekeret ſy zuerſtem gelauben vnd wz er leret mit dē worten dz volbracht er mit den wercken. Dar nach hoͤrt er das das volck zu bononienſi vn gelaubig were. vnd die abgoͤtter anbeteten dz was im gar leyd. vn̄ hieß einē andern biſchoff zu Pitanis ſetzen. vnd kam in die ſtat Bono nienſi vnd in das land Gallorū. vnd prediget den criſten gelauben mit vleyß. vnd bekeret ſy zu got. vnd kam in teutſche land. da kundt er d̓ ſprach nicht. da het er einen tulmetſchen dem ſaget er das gottes wort enſſigklichen d̓ ſa Emmerammus .CLXV. get es dann den menſchen vnd alſo wurden ſy all zeyt geyſtlich von im geſpeyſet. vn̄ alſo pre diget er durch alle dy ſtet gemein. vn̄ kam dar nach gen Oſterreych. vnd an dy Tunaw. vnd kam gen Regenſpurg. da was ſant Otto der fraget in von wannen er kummen wer vn̄ auß welchem land er were. Da ſprach ſant Emme rammus. Ich bin geweſen in der ſtat Bono nienſi vnd Galloru von dem einſprechen got tes vnd hab ſie von den genaden gottes beke ret. Da bat in ſant Otto das er da belib. das thet er. da ward er erwelt von dem hertzogen zu einem biſchoff. zu den zeyten da ware dē noch etlich menſchen heyde in der ſtat zu Re genſpurg das was ſant Emmerammus gar leyd. vnd vberkam ſy mit ſeiner gutē lere. des goͤtlichen wortes vnd mit ſeinē heyligē leben. das was in all zeyt ein ebenbild. wan er was tugentlich vnd gerecht. vn̄ betet vaſt vnd wey net vil. Nun bekant der lieb herr ſant Emme rammus wol das im ſein tod nachnēt. vn̄ nam da vrlaub von dē hertzogen vnd von dē volck vnd kam gen Rom zu ſant Peter vnd zu ſant Pauls. vnd rufft ſy mit ernſt an. vnnd bat ſie das ſy im erwurben ablas ſeiner ſund. vn̄ kam da wider gen Regenſpurg. da hett d̓ hertzog ein tochter dye hieß Vta. die ward eins kin des ſchwanger bey eines Ritters ſun Sigill waldus genant. da von wurden ſy ſer betrubt beydeſampt. wann ſy weſten wol das es nicht verſchwigen moͤcht beleyben vnd kame zu dē biſchoff ſant Emmerammus. vn̄ vielen fur in. vnd klagten im ir groß leyden. vnnd ſprachen. wirt ſein der hertzog innē ſo muͦßen wir bey de ſterben ir helfft vns dann. vnd hetten mer ſorg vmb iren leyb dann vmb irer ſel heyl. Da gewan d̓ lieb herre ſant Emmerammus groß mitleyden mit in. vn̄ ſeufftzet zu got. vnd ſtraf fet ſy ſere vmb ir ſunde. vnd ſaget in wy groß peyn die ſel darumb muͤſt leyden. vnnd lert ſie wy ſy die ſunde ſolten buͤſſen. vnd wy ſie das leyden gedultigklichen ſolten tragen. Vnnd ſprach zu in ſy ſolten dy ſund auff in legen. vn̄ ſolten ſprechen zu dem hertzogē dz kind̓ wer ſein. wann er weſt wol das es der hertzog nit vngerochen ließ. vnd darumb dz ſich dy toch ter vnnd der iungling deſterbaß gehabten da nam er die fremden ſund auff ſich. vnnd kam zu ſant Wolffgang. vnnd beychtet im. vnnd ſprach in der beycht zum O wolfgang ein freund gottes. ich ſag dir in heymligkeyt das ich dy ſund der zweyer menſchē auff mir wil laſſen ligē. der bin ich doch von gottes gena den vnſchuldig vnd bit dich in goͤtlicher lieb das du das nyemant ſageſt biß nach meinem tod. ſo ſag es denn das nyemant von mir geer gert werde. wann ich wil gern durch gott ge martert werden. das thet der heylig herr ſant Wolffgang vnd prediget es nach ſeinē tode offenlichen. vnnd ſaget das er da vnſchuldig was. Darnach floch ſant Emmerammus auß der ſtat. vnd thet recht als ob er ſchuldig wer an den dingen vnd nach dreyen tagen tam er zu einem brunnen vn̄ beytet ſeiner marter da. Da fragte in ſein pf affen. warūb er als lang da beytet. Da ſprach er. Da beyte ich meines ſiges hie. Nun ward d̓ hertzog innen das ſein toch ter ein kind trug. vnnd ſprach zu der tochter. Ich wil ye wiſſen wer an dem kind ſchuldit ſey. Da ſprach ſy der biſchoff ſant Einmeram mus hat mich darzu bezwoungen. da ward der hertzog zornig auff in vnnd wolt ſein tochter mit einem ſchwert ertoͤdt habē dan̄ das man im die zucket. vn̄ er beraubet ſy ires veterlichē erbs vnd ſandt ſy in das ellend darinnen ſolt ſy beleyben biß an iren tod. Da het ſy einē bru der der hieß Lampertus der ſchemet ſich der ſach gar ſer vnd was auff ſant Emmerammu gar zornig. vnd eylet im nach mit gar groſſem zorn. das hoͤrten ſein diener vnd lieffen zu im vnd ſprachen. es ſeind ewer veind kumme vn̄ wollen euch vahē dauon ſo fliehet. Da ſprach ſant Emmerammus mit einem froͤlichen ant litz. ſy kimmen nit durch vnſer verdamnuß ſy kummen das wir dy kron der ewigē ſeligkeyt durch ſy empfahen. vnnd zuhandt viengen in dy diener vn̄ furten in zu Lamperto d̓ ſprach ſchmelich vn̄ freyßlich zu im. Sagt an iſt der hertzog ewer ſchweher. Da ſprach ſant Eim meramnmus. Ich hab keynen ſchweher auff erdtrich. Da ſprach Lampertus des hertzo gen ſun. wie getorſt ir dem hertzogē ſein toch ter ſchenden der euch vil gutz gethan hat. Da entſchuldiget ſich d̓ heylig herr ſant Eume rammus mit ſenfften wortē. da wolten ſy we nen er wer ſchuldig. da ſtach in lampertus mit einē ſper. vn̄ ſprach zu ſeinē dienern das ſie in vaſt haueten. Da fluhen ſant Emmerammus pfaffen vnd ſein diener ale von in vn̄ rurdē Von ſant dy wort criſti an im erfullet da er ſprach. Ich ſchlach den hyrten ſo werden die ſchaͤfflein ſeiner ſchar zerſtrewet. Darnach legtē dy die ner ir hend an ſant Emmerammus. vnd hiebē in vaſt. vnd zugē im ſeine cleyder ab. vnd bun den in da mit ſtricken auff ein leytern. vnd zu gen in da in ir herberg vnd ſchnytē im ſein ge lyder ab. da dancket er gott ſeiner genaden in ſeinē leyden vnd ſprach. Herr Ieſu criſte ich danck dir dz ich mein vnſchuldigs bluͦt durch dein lieb vergieſſen ſol vn̄ durch meines neg ſten willen. Wann du ſpanneſt herr dein arm auff an dem heyligen creutz durch mich. vnd durch aller menſchē willen. dz hoͤrtē zwen die in peynigten. vnnd ſprachen. Wir bitten dich herr Ieſuchriſte das du das bluͦt an vns icht recheſt an dem iungſten tag. wan̄ wir muͤſſen das thun. Da ſprach ſant Emmerāmus. Ich bit dich herr dz du die erhoͤreſt als ſy dich ge beten haben. Da ſprachē dy andern drey. war umb toͤttē wir in nit. Nun hat er des hertzo gen tochter leſterlich geſchendet vnd ſtachen im ſein augen auß. vnd ſchnyten im ſein oren. ſein hend. vnd die fuͦß ab. vn̄ die ſcham ſeiner keuſcheyt. da danckt er got ſeiner genadē mit groſſer andacht. Da das dy boͤßen hoͤrten dz thet in zorn das er got alſo dancket. vnd ſchuy ten im die zungen auß. vnd lieſſen in alſo ligē mit ſtumpffem leyb. vnd giengen da von im. ¶ Nach dem kam ſeiner brieſter einer zu im vnd ein fran. da redt er von der genad gottes vnd ſchadet im nit das ſy im dy zungen hettē außgeſchnyten vn̄ bat ſy dz ſy im einē trunck waſſers geben. da ward d̓ brieſter ſer betrubt von der marter dy er au im ſah. rn̄ ſprach trau riglichen zu im mich wundert dz du begereſt das du gekrefftiget werdeſt. dir wer beſſer zu ſterben dan zu lebē m alſo groſſer marter. da ſprach der biſchoff. Weyſt du nit dz ich vor offt geſprochen hab. Es ſol nyemant begeren das ein kranckes ſchier ſterbe. wan es buͤſſet ſen ſuͤnd. vnd erwirbt die goͤtlichen genad vn̄ ſenfftet gottes zorn. darumb ſol man dy peyn lengern. wie iſt dir mein kranckheyt vnd mein verwunter leyb als ſchwer zuſehen dz du mir einē trunck waſſers nit magſt bringen da mit ich mich lab. darumb gib ich dir zu buͦß dz du allen menſchen vndertenig muſt ſein dy weyl du lebeſt andern menſchen zu einē ebenbilde. ¶ Damach namen ſein diener vnd ſein pfaf fen ſein abgeſchnytne gelyder. vn̄ klaubten ſy auff. vnd namen in vnd furten in in ein dorff. Darufft er zu got. vnd ſprach. Dy zeyt iſt hie das ich von dyſer welt ſol ſcheyde. vn̄ ſol auch auff gehaben werden von den engeln in den hymel. Da legten ſy in auff einen gruͤnen an ger. da ſahē ſy ein groß liecht auß ſeinē muͤd geen. da erſchracken ſy alle. da verſchyed er al ſo: da fur ſein ſel zu den ewigen freuden. Da namen ſy ſeinen heyligen leychnā mit groſſen vorchten vnd legten in auff einen wagen. ¶ Nun wz dy ſtat daran ſant Emmerāmus ſtarb lang wuͤſt gelegen. vnd als bald er ſein ſele auffgab da geſchach ein zeychen. wan̄ es viel ein ſchnee vnd bedecket dz veld alles. vn̄ ward die ſtat als bald fruchtber. vnnd beleyb alſo biß man ein kirchen dahin bawet gott zu lob vn̄ ſant Emmerāmus. vn̄ dy zwen dy ſant Emmerāmū vber iren willen martertē dē gab got ein ſeliges ende durch ſein gebet. vnd dye audern drey wurden behafft. vnd namen eyn iemerlichs end. vnd das geſchach alles in ſibē tagen vmb das vnſchuldig blut das ſy vergoſ ſen hetten vnd kam gar ein greulichs wetter in dz dorff darin̄ ſant Emmerāmus ſtarb mit plitzen vnd mit wind vnnd mit groſſem regen wol viertzig tag aneinander. wan̄ es wolt got das das waſſer den heyligen leychnā gen Re genſpurg truge. da legtē ſy den heyligē leych nam auff ein ſchiff auff ein kleines waſſer. vn̄ zundtē vil kertzen an. da lieffen dy waſſer als ſer zu das dz dy ſchyff leut ſer wund̓ nam. vn̄ gewunnen waſſers genug biß auff dy tunaw da wart das weter als heyter vn̄ klar zuhand als ob es nye nichtz geregnet het. vn̄ ward als klar an dē hymel dz mā wed̓ wolckē noch wid mocht bruͦfen. Da gewan alles volck groſſe freud von dē zeychen. vnd wieuil es geregnet het vnd d̓ wind geweet ſo was doch nye keyn kertz erloſchen vnd alſo empfieng d̓ hertzog den heyligē leychnā gar wirdigklichē. wan̄ er weſt nun wol das er vnſchuldigklichē gelyde het. vnd fuͤrt in mit groſſen eren in dy ſtat zu Regenſpurg mit aller brieſterſchafft. vnd be grubē in mit groſſer andacht. Nun helff vns d̓ lieb herr ſant Emmeramus vmb got erwer ben beſſerung vnſers lebens vnd ablaß aller vnfer ſunden vn̄ darnach dz ewig lebē Amen. Von ſant Tecla Tecla .CLXVI. Ant Tecla iſt gebo ren von der ſtat Iconia. vnd wz vn gelaubig. vnd ward einem iungling gelobt der hieß Chamirus der gelaubt auch nit an gott. ¶ Iu den zeyten da prediget ſant Pauls vn̄ leret criſten gelauben. vnd kam von antiochia mit ſeinen iungern in die ſtat Iconia da tecla innen was. das hoͤret ein man der hieß One ſiforus. der was ein criſten vnd ward gar fro vnd er gieng ſant Paulo entgegen mit a lem ſeinē haußgeſind. da het im tytus vor von im geſaget das er kurtz wer. vn̄ ein erber geſtalt het. vnd ein engliſchen amplick. von dem wor zeychen erkant er in vnder den andern vn̄ em pfieng in allein. vnd grußet in demuͤtiglichen das daucht ſant Pauls iunger gar vnbillichē das er ſy nit auch grußet. da antwurt in One ſiforus vnd ſprach. Ich bekenn kein frucht d̓ gerechtigkeit an euch als ich von ſant Pauls gehoͤrt hab. vnd furt da ſant Paulū vnd ſeine iunger all mit im in ſein hauß. da wz ſant Te cla auch darinne. da ſaget in ſant Pauls vou der frucht der tugent vn̄ von criſten gelaubē. vnd redet als ſchoͤn vn̄ als wol da von dz ſant Cecla drey tag in einem venſter ſaß. vnd hoͤrt ſant Paulum ymmermer von got reden. vnnd ward ir ir hertz erleuchtet vn̄ ward ein criſtē. vnd taufft ſy ſant Pauls. Nun was ſy zemal ſchoͤn vnd het gar ein ſchoͤnen leyb. vnd da er iren leyb ſahe in dem tauff alſo bloſſen da ge wan er groß anfechtung von der vnkeuſch. vn̄ wen er ſy furbaß anſah od̓ nur an ſy gedacht ſo het er das leyden allweg ſchwerlichen. Da ward ir muter innen das ſy ein criſtin was vn̄ ¶hamirus dem ſy gelobt was wordē dy wur den ſer darumb betrubt. vn̄ giengen zu ir mit groſſem leyd vnd baten ſy das ſy den criſten gelauben ließ. dz wolt ſy nit thun. wed̓ durch lieb noch durch leyde. da wurden ſye gar zor nig. vn̄ klagten dem richter vber ſant Pauls. das er ir tochter verkeret het. Da leget d̓ rich ter ſant Pauls in dē kercker. Da eylet im ſant Tecla nach. da wolt ir muter wenē ſy thet es vor lieb. vnd ward noch zorniger. vnnd klaget es dem richter. Darnach vieng man ſant Teclam auch vn̄ furt ſy mit ſant Pauls fur gericht. vnd ſchlu gen ſant Pauls gar ſer vnd geyſelten in. vnd triben in auß der ſtat. Vnd ſant Tecla ward verurteylt das man ſye verbrennen ſolt. vnnd machten ein groß fewer. da ruffet ſye den al mechtigen got an. vnnd troͤſtet ſich ſeiner guͤ te vnd gieng frolich in das fewer. da wz gott mit ir. vnd kam ein groſſer regen vnd erleſch et das fewer alles vnd kam auch ein als groſ ſer erdbidem das vil menſchē eines gehen en des ſturbē. Da erſchracken dy andern mēſchē als ſere das ſy fluhen. Vnd alſo ward dy hey lig Iunckfraw ſant Tecla von in erloͤſt. vnd gieng da heymlich zu oneſiforo in ſein hauß da het ſant Pauls ſechs tag gefaſtet. vn̄ het ſant Tecla vor der ſtat gewartet. vnd het mit vleyß fur ſy gebeten vnd ſandt ſeinen rock in die ſtat bey einem kind das man im brot dar umb kauffet. da erſah ſant Tecla dz kind vn̄ erforſchet an im dz d̓ rock ſant Pauls wz. vn̄ gleng mit dē kind. vn̄ mit Oneſiforo zu ſane Von ſant Pauls fur dy ſtat vnd wurdē ſer erfrewet. da wolt Tecla mit Paulo gegangē ſein in mans kleydern das wolt er mt. vn̄ hieß ſy mit One ſiforo in die ſtat geen. da was ein man in der ſtat der hieß Alexander. der ſelb het Teclam gern zu der ee gehabt. vnd gelobt ſant Pauls vil gutz dz er ſy darzu brecht. Da ſprach ſant Pauls. Ich weyß nicht wo ſie iſt. ſo iſt ſye vor auch einem edeln mann gemehelt von Icoa Da ward Alerander zornig vn̄ klaget dē rich ter das Tecla ein criſtin wer. da ſandt er nach ir. vnd hieß ſy vahen vnd vrteylet das man ſie den wilden tyeren ſolt gebē. da frewet ſy ſich das ſy wider dy tyer vechten ſolt. ¶ Nun empfalh mā ſant Teclam einer ed len reychen frawen dy was des keyſers muͦm. vnd hieß Tripfemia das ſye ir ſolt huten biß man die tyer geſamelt. vnd der ſelben frawen was neulichen ein tochter tod. die erſchyn irz muter in dem ſchlaff. vnd ſprach zu ir. du ſolt die Teclam zu einer tochter nemen an meiner ſtat. vnnd ſolt ir huͤten recht als ob ich es ſel ber ſey vnd bit ſy das ſy gott fur mich bit das beger ich von ir. Da ſaget es Tripfemia ſant Tecla. da bat ſy got fur ſy. vn̄ an dem andern tag da kam Alexander vnd wolt ſy fur dy tyer werffen. das weret im do Tripfemia vn̄ wolt ir nichts laſſen thun. vnd ſchrey als greulichē vnd als lang mit im biß er ir muſt entweychē. da viel ſy vmb ſye vnd troͤſtet ſye mit groſſem weynen vnd ſprach. Ich wil mich von dir nit ſcheyden. recht als ich mit meiner tochter zu dem grabe bin gegangē. alſo wil ich auch mit dir vnder die wilden tyer geen. da wz ſant Te cla leyd vnd weynet bitterlichē vmb Tripf e miā vnd bat dz volck dz ſy die frawen von ir nemen das ſy dy wildē tyer icht toͤdten dy als freyßlichē wuͤtē. da zuckt ſy dz volck auß ſant Tecla armen wid̓ iren willē. vn̄ mā warff ſant Teclam vnder die wilden tyer. da was ein le win da dy leget ſich zu iren fußen. vn̄ hutet ir das ir die andern tyer nicht toͤrſten tun. dann ein ber kam mit greulichē brūmen. vn̄ wolt an ſant Teclam kummen ſein. da hub ſich die le win mit groſſem freyß an in. vnd zerzerret in zuſtucken. Da das Alexander hoͤrt daließ er einen greulichen lewen dar bringen. da richt ſich dy lewin auch an in vnd bifſen vnd zertē ſich als lang mit einander biß das ſye beyde ſturben. da was den frawen gar leyd vmb die lewin darūb dz ſy ſant Teclā beſchirmet het. Darnach da ſah ſy ein waſſer da giēge vil greulicher tyer iij. da thet ſy das heylig creutz fur ſich vn̄ gieng willigklichen in das waſſer. vnd troͤſtet ſich gottes. dz kund ir nyemāt er weren. Da kam ein lautter waſſernebel d̓ be decket ſy dz ſy weder dy tyer noch dy mēſchē geſehen mochtē. da weynten dy frawē vmb ſy vnd forchtē dy tyer wurdē ſy ertoͤdtē. vn̄ wurſ fen vil edler wuͤrtz vn̄ ſalben in dz waſſer. dar umb dz dy tyer ſchlaffen wurdē von dē gutē geſchmack. da halff ir vnſer herr dz ir nichts geſchach. vn̄ gieng friſch vn̄ wolgeſundt auß dem waſſer. Da ward Alexander gar zornig. vnd hieß mit des richters willē zwen roͤſt ma chen darauff hieß er ſant Teclam bindē. vnd hieß ein groß fewer darund̓ machen. da ver brunnen dy bandt zehandt da mit ſy gebundē was vnnd belyb ir leychna vnuerſert von dem fewer. Da Tripfema dy groſſen glut ſah da erſchrack ſy als ſer vmb ſant Tecla dz ſy von iren ſynnen kam vnnd lag als ſy ſterben wolt. Da das Alexander hoͤrt vnd ſah da forcht er der Reyſer wuro die ſtat vertilgen von ſeiner muͦmen willen. vnd viel fur den richter. vn̄ bat in dz er Teclam ledig ließ. Da kam ſant Tri pfemia von dē geſchrey wider zu ir ſelber. da viel ſant Tecla vmb ſy vnnd gelaubt das ein newe vrſtend geſchehen were. Darnach ſagt ſant Tecla Tripfenna als vil von criſtē gelaubē dz ſy dē tauff empfiēg vnd vil menſchē mit ir vnd belib ſibē tag bey ir. Darnach begeret ſy das ſy ſant Paulu ſolt ſehen. vnd ſchueyd ir har ab. vnd leget manns kleyder an darumb dz ſye in deſterbaß moͤcht geſuchen. vnd fur mit andern iungern zu ſant Pauls vnd da er ſy alſo ſahe da erſchrack er da troͤſtet ſy in vnd ſaget im das ſy vil mēſchē zu criſtem gelauben bracht hett. vnd wie ſy ir marter vberwoundē hett mit d̓ hilff gottes. vn̄ gieng da mit ſant Pauls in ſein herberg. vnd fur darnach ſchier in die ſtat Iconia von d̓ ſy geborn was. da was ir vater toͤdt. vnd lebet ir muter dennoch der ſaget ſy vil von criſtem ge lauben. vn̄ het ſy gern zu got bekeret. da wolt ſy ir nicht volgen. Das was ir gar leyd. wann ſie gedacht an dy wort dy criſtus ſprach. Wer mein iunger woͤl ſein der heb ſein creutz auf mir nach. vnd wer d̓ menſch mit mir vnd vo dhes er muter ode Ieronymo ccdxxjd. ranus auß demutigem hertzen. Ich wil geren verſchmecht ſein durch goͤtliche wird vnd ere Vnd ſprach guter freund red des vil vn̄ offt. Da zoch der vnſelig lotter ſein ſchwert auß in der meynung dz er es durch den heyligē man Siluanum wolt ſtechen. Da ſprach Siluanus Hilff mir heyliger herr ſant Ieronyme. Da ſtach ſich der boͤß man ſelber zu todt mit ſeyn ſelbs ſchwert vber ſeinen danck. vnd viel in dy gruben die er ſant Siluano gemacht het. dar nach von geſchicht kam ein mā in dy kirchē vn̄ ſahe die goͤtlichē rach. da meynt er in het ſant Siluanus getoͤtt. vn̄ zoch ſein ſchwert auß vn̄ wolt in da mit getoͤdt haben. Da rufft er aber ſant Ieronymum an. vnnd zehand da erſtach er ſich auch ſelber. Darnach gienge zwen an der in dy kirchen. vn̄ ſahen dy toͤttē. vn̄ meyntē auch ſy het Siluanus getoͤdt. vnd ſchryen mit lautter ſtymm. Siluane was wurckeſt du boͤß heit. Du zwingeſt die frawen zu vnkeuſcheyt. vnd ermoͤrdeft die leut heymlichen. vnnd zoch ir einer auch ſein ſchwert auß. vnd wolt in er toͤdt haben. Da ſprach er aber. Hilff mir hey liger ſant Ieronyme. da ſtach er ſich auch ſel ber zetod. Du das ſein geſel ſah. da erſchrack er gar ſer. vnd meynt es het Siluanus mit zau bernuß zu wegen bracht. vnd lieff zu der kirch tuͤr. vnnd ſchrey laut. Rumbt alt her vnd ſehet den zaubrer an. der die leut ermoͤrdet hat. vnd hat auch ein frawen zu vnkeuſcheyt bezwun gen. da lieff vil volcks zu frawen vnd man. vn̄ ſchryen vnd ſprachen. man ſolt in als ein zaub rer vnd ein moͤrder verbrennen. das leyd er al les froͤlichen. vnd ward nye vngedultig. vnnd ſprach. Ich leyd dy ſchād billich. wan ich hab got offt mit meinen ſunden erzurnet. da ſchlu gen ſy in vnd viengen in. vnnd wolten in auß d̓ kirchen furen. da erſcheyn als bald ſant Iero nymus auff ſeinem grab in als groſſer clar heyt das es die menſchē nicht geleyden moch ten. vnd nam Siluanū bey ſeiner rechten hand vnd ſprach ſchaͤrpfflichen zu allem volck. Laſt meinē diener ledig. Da erſchrack das volck dz gegenwertig was alles als ſere das es nyder auff die erden viel vnd all zehand bracht man ein behaffte frawen in die kirchen vnd hofftē ſy wurd darumb erloſt. das geſchach. da ſchrey der boß geyſt mit lautter ſtymme. Erwirdiger lieber herre ſant Ieronyme erbarm dich vber mich. Wamnich hab groß leyden von dir. da ſprach ſant Ieronymus. Du boßer geyſt far bald von der frawen. vnnd offenbar dich al lem volck in der geſtalt als du dich Siluano gleych macheſt da du zu der edlen frawen ka meſt. zehand gewann der veind die geſtalt dz die leut wolten wenen er wer Siluanus. vnnd bekanten da wol das der boß veind den heyli gen herren ſant Siluanum zu ſchandē bracht het. vnd das der heylig herr ſant Siluanus vn ſchuldig was. Da fur der boß veind auß mit groſſem geſchrey. Da ſprach der heylig herre ſant Ieronymus mit groſſem gutigen hertzē. Lieber Siluane was ſol ich durch deinen wil len thun. Da ſprach Siluanus. Lieber herr vn̄ vater ich bit dich das du mich nit lenger auff dyſer erd laſſeſt beleyben. Da ſprach der hey lig herr ſant Ieronymus. Lieber ſun was du wilt das ſol geſchehen. damit verſchwandt er. vnd da ſtarb auch der heylig herr ſant Silua nus ſeligklichen in der ſelben ſtund. vnnd fur ſein ſel zu dem almechtigē got. Da weynet dz volck ſer vmb in vnd was in leyd das ſie in vn ſchuldigklichen als ſchmechlichen gehandelt hetten vnnd begruben in mit andacht vn̄ wir digkeit. Eines mals da waren zwen reich edel men ner zu Alexandria die waren gar tugentlichen vnd waren doch heyden die horten als vil von den groſſen zeychen die d̓ heylig herr ſant Ie ronymus thet das ſy auch zu ſeinem grab wol ten. vnd namen vil zerung mit in. vnnd huben ſich auff den weg vnd wurden eines mals irr auff dem waldē. vnnd kamen in einen forchtſa men wald. vnnd da rufften ſy den heyligē her ren ſant Ieronymum an vnnd baten in das er ſie beſchirmet vn̄ behuͤtet. Nun was ein mor der haubtman darinne der hett wol funff hun dert morder vnd̓ im. die ſandt er auff dy ſtraſ ſen vberal das ſie alle menſchen ſolten berau ben vnd tod ten. vnnd ſolten im das gut brin gen. Da der haubtman die zwen mann ſah dy von alexandria warē. da ſandt er ſeiner knecht drey zu in das ſiß berauben vnd totten ſolten. das theten ſie vnnd waren irem haubtman go horſam. vnnd ritten den zweyen von Aleran dria nach. Da thet ſant Ieronymus ein groß zeychen. Da die morder den zweyen nach rit ten. da daucht ſy wie ſye ein groß volck bey in ſehen vnnd ein man fuͦr in entgegen. der leuch tet als elerlichen vnſchon dz ſe in it ren an Von ſant gen nit geſehen mochtē. Des geſihtes erſchra cken die moͤrder gar ſer dz ſy nit weſten wz ſie thun ſolten. vnd ritten wid̓ zu iren geſellen. vn̄ da ſie etlich maß von in kummē waren. da ge daucht ſy aber zegleycherweyß als vor es we ren nur zwen. Da gedachten ſie in ſy hetten in ire geſiht betrogen vnd eylten in wider nach. vn̄ da ſy in anderweyd nahēt komē da daucht ſye aber zegleycherweyß als vor ſye ſehen ein groß volck. Des geſihtes wurden dye moͤrder ſer wundern. vn̄ ritten zu irem hauptman. vnd ſagten im dz groß wunder. Das het er in fur ein torheit. vnd ſchicket mit den dreyen zwen das ſy die zwen viengen. vn̄ da ſy in auch neh neten da geſchach in geleych als dē erſten. vr ſahen auch ein groſſe vumeſſige ſchar. Da er ſchracken ſy gar vbel. vnd volgten den zweyen nach in der meynung das ſiß tugentlich fragē wolten was das geſiht bedeutet. Da dy zwen man vō Alexādria die moͤrder ſahen. da forch ten ſie ſich gar ſere. Da wz es nun abent wor den vnd weſten nit wo ſy hin ſolten. vnd gien gen zu den moͤrdern vnd fragten oder wolten ſy fragen wo ſy hin ſolten. vn̄ da ſy zu den moͤr dern nehetten. da ſahen ſy nur aber zwen. Da gruſten ſy anenander. vnd da fragten dy moͤr der dye zwen mann von Alexandria. wannen ſy weren vnnd wo ſy hin wolten. Da ſprachen ſy wir ſeynd von Alexandria vnnd woͤllen gen bethlehem. vnd wollen des heyligen ſant Ie ronymus heyltumb ſehen. Da ſprach der boͤß hauptman. wer wz die groß ſchar dy bey euch wz. Da ſprachen ſy. ſeyd wir in den wald ſein kummen ſo haben wir nyemant geſehen denn euch yetzund. vn̄ vor ſahen wir drey. da ſprach d̓ haubtma. es iſt gar ein groß volck bey euch geweſen. dauon bericht mich vō welcher ſach das ſey. Da ſprachen ſy wir wiſſen kein andre ſach dan̄ das wir vns ſant Ieronymus gena den veterlichen empfolhen haben vnd in ſein hilff. vnd da dy moͤrder das horten. da geroun nen ſy rew vber ir ſund. vn̄ vielen dē zweyn zu fuſſen vnd ſagten in das ſiß gern getoͤt hettē dann das ſy dy groſſen ſchar forchten vn̄ ba ten ſy das ſy in das vergeben. vnd furten dye zwen mit in zu den andern moͤrdern. vnnd da ſy zu ſammen kamen. da ſagten die funff den andern dy groſſen wunder die ſy geſehen het ten vnd baten ſye das ſy von iren ſunden lieſ ſen vnd mit den zweyen zuͦ bethlehem kemen. vn̄ des erwirdigen ſant Icronymus heyltumb ſehen der als groſſe wunder tet. Da ſpotetten ir etlich ſere. vnnd ſprachen es wer ein torheit. Da ſprach der haubtman. vnnd wolten ſy der red nit abgeen ſy muͤſten all ſiben ſterben dar umb. da erſchracken ſy nit vnd redten als vor. Da wurdē dy andern zornig dz ſy ire ſchwert außzugen vnd wolten ſy ertoͤt haben. Da ließ ſy ſant Ieronymus der guten red vnd furſatz geneſſen. vnd behuͤtet ſy. vn̄ halff in dz ſy mit den ſchwerten nit vnder ſy mochten geſchla hen. das thet ſant Ieronymus den zweyen zu troſt. vnd auch darumb das er die moͤrder de ſterbaß von iren ſunden bekeren moͤcht. Vnd da ſie das wunder ſahen da lobten ſie got vnd ſant Ieronymū darumb. vnd furen des mor geus der rauber dreyhundert mit den zweyen von Alexandria zu ſant Ieronymus grab. vnd ſagten vil menſchen die wūder die ſy geſehen hetten. Da lieſſen ſich die zwen heyden vō ale xandria tauffen. vn̄ kamen in ein cloſter. vn̄ bo lyben darinnen biß an iren tod. vn̄ dy dreuhun dert moͤrder theten ſich des moͤrdens vnd des raubens ab durch ſant Ieronymus willen. vn̄ wurden gar frum̄ leut. ¶ Iu einem mal waren zwen iunger dy het ten ſant Ieronymum gar lieb die kamen eins mals bey einē dorff auff ein ſtraß. da hett mā zwen man ermoͤrdet. vnd man weſt nit wer es het gethan. vnnd da man dy zwen da ergiyff da zih̓ man ſy des mordes. vn̄ wurdē darumb gefangen vn̄ fur den richter gebracht. da legt man ſy als groß peyn an das ſy ſprachē ſy het ten es gethan. Da verurteylet man ſye zu dem tod. da wurden ſy ſer betrubt. vnd rufftē ſant Ieronymū mit ernſt an vnd ſprachen. Heyli ger herr ſant Ieronyme nun ſein wit dein ge trew diener geweſen iſt das vnſer lon. da furt man ſy an ein ſtat da man ſy enthaubten wolt Da knyeten ſy nyder vnd reckten ir hend auff zu got. vnd ſprachē mit lautter ſtyn. Erwirdi ger ſant Ieronyme vnſer helffer vnd troſt vn̄ du ſuſſe zuflucht vnſers heyls erhoͤr vnſer ge bet ſeyd dz wir des mordes vnſchuldig ſein. ſo troͤſt vns mit deiner hilff genedigkliche. ſeind wir aber ſchuldig ſo laß vns mit ſchanden ſter ben. Darnach reckten ſy ir helß dar. vnd ſpra chen aber. Heyliger vater Ierouyme hilff vns Da hub der zuͦchtiger ſein ſchwert auff vnnd ſchlug auff ſy. da behuttet ſy ſant Ieronymus Ieddget das in nye keyn leyd geſchach. da verboundert ſich der hencker ſer. vn̄ ſchlug darnach auff ir kelen das ſchadet in alles nit. Da behuttet ſye der lieb heylig vnd daucht ſy nur wie man mit ſtro auff ſy ſchluͦg. Vnd da die leut die wund̓ horten vnd ſahen. da nam das volck wund̓ dar ab. vnd meynet der richter es wer von zauber nuß geſchehen. vnd ſprach man ſolt ſy verbren nen. Da machet man gar ein groſſes feuer vn̄ goß vil bechs darein darumb das ſy ſchier ver prunnen. vnnd ſatzt ſye darein. Da gieng das fewer vberſich auff. aber der liebheylig herre ſant Ieronymus behutet ſy. vnd gab in guten ſchatten das ſy ſaſſen als in einem wunigkli chen garten. dennoch wolt der Richter nit ge lauben das in der lieb heylig herre ſant Iero nymus hulffe. vnnd ſprach man ſolt ſy an den galgen hencken vnd lebten ſy acht tag ſo we ren ſie vnſchuldig. vnd wer der will gottes. da hieng man ſy an den galgen. da rufften ſy den heyligen herren ſant Ieronymum aber an mit andacht. da kam er zuhand. vn̄ hub ir fuß auff das ſy acht tag lebentig belyben. vnd an dem achten tag da kam der richter vnd vil volckes mit im. vnd ſahen das ſy noch lebten. da lobtē ſie got mit lautter ſtym darumb. vnd den heyli gen herren ſant Ieronymum. vnnd namen dye Romer von dem galgen vnd enbot in dz volck vil wirdigkeit. Darnach kamen dye zwen gen Bethlehem vnd giengen in dy kirchen da der lieb heylig herre ſant Iheronymus begraben ligt. vnd danckten im der groſſen genaden vn̄ der groſſen hilff die er in gethan hett. vnd ſa gten vil menſchen die wunder die der lieb her re ſant Ieronymus mit in gewurckt vnnd ge gethan hett. vnd kamen in das cloſter darin nen er vor geweſen was. vnd namen an ſich dē orden vnd dienten got vn̄ im mit vleyß biß au ir ende. ¶ Es was eines mals ein ketzer der diſputi ret eines mals offenlich zu Ieruſalem mit ei nem brieſter. vnd der ſelb gut brieſter leget dē ketzer des heyligen herren ſant Iheronymus ſpruch einen fur. vnd wolt die warheit da mit beweren. Da ward der ketzer gar zornig. vnd ſprach freuelich der heylig herr ſant Ierony mus het gelogen. vnd darumb das er den hey ligen alſo vngeeret hett. da verhenget der al mechtig got vnd der erwirdig herr ſant Iero tummet das d er er furbas keyn i nach ſprach aber ein boͤßer ketzer der ſaß ey nes mals in einer diſputation bey vil menſchē. Vnd da legt aber ein criſten einē ſpruch des erwirdigen ſant Ieronymus fur. dz thet dem ketzer gar zoren vnd ſprach. Iheronymus hat gelogen. vnd zuhand da er die wort geſprach. da kam dy rach gottes auff in das er groſſen ſchmertzen leyd. Da ſchrey er gar iemerlichen Heyliger herre ſant Iheronyme erbarm dich vber mich. wan̄ du peynigeſt mich in groſſem ſchmertzen. Vnnd da er das geſchrey biß zu Complet getribe. da ſtarb er vnſeligklichē vor aller menſchen angeſiht. ¶ Eines mals wz ein ketzer der kam zu ſyon in die kirchen da was des heyligen herrē ſant Ieronymus bild innen. Da er das bild anſah. da ſprach er. Wolt gott das ich dich alſo ge habt het die weyl du lebteſt. ſo het ich dich on allen zweyfel ertoͤttet. vnnd zoch ſein ſchwert auß. vnd ſtach es dem bild durch ſein kelen vn̄ zuhand verhenget der almechtig got vnd der lieb herre ſant Ieronymus vber in das er das ſchwert vō dem bild nicht gewinnē mocht. vn̄ fluß als bald blut von der wunden als ob er le bet. vnnd fleuſſet noch da von zu einer vrkund des zeychens. Vnnd da er nun das gethet. da kam der lieb heylig herr ſant Iheronymus zu dem richter da er an dem gerichte ſaß. vnd er ſcheyn im mit dem ſchwert als es der ſchnoͤd ketzer durch des bildes kelen geſtochen hett. vnnd bat gerichtes hilff vmb ſoliche miſſetat die man an im begangen het. vnd weyſet dem Richter wo d̓ ketzer die boßheit getan het. vn̄ verſchwand damit. Da erſchrack d̓ richter gar ſer. vn̄ eylet zu d̓ kirchē mit allē volck dz bey im wz vn̄ fand dē ketzer mit dē ſchwert als er dz bild erſtochē het. vn̄ da d̓ ketzer dē richter an ſah. da mocht er ſein hād nit vō dē bild zyehē dēnoch bekant d̓ ketzer ſein heyligkeit nit bey dē zeychē. vn̄ ſprach. Hir iſt kein ding als leyd als dz ich Ieronymū bey ſeinē leben nit alſo ermoͤrdet hab. Da wurdē die criſtē gar zornig vn̄ warff einer mit ſteynē an ī. d̓ and̓ ſchlug in mit ſtangē. vn̄ etliche dy ſtachē in mit iſchwer tern vn̄ etlich dy ſchuſſē in. dz tribē ſy als lāg biß er vnſeligklichē ſtarb. da behut vns got d̓ almechtig vor vn̄ d̓ lieb herr ſant Ieronymus ¶ Iu einē mal da wz ein iungling d̓ hieß Io hannes d̓ was zumal ſchoͤn d̓ ward gefangen Bonffaſt vnd verkaufft vn̄ kaufft in des kuniges geſin de von Perſia vnd brachtē in von ſeiner groſ ſen ſchoͤn wegen an des kkuniges hoff. vn̄ muſt ſein diener ſein. des ward er ſer betrubt vnnd dienet im ein gantz iar mit groſſem leyd. Vnd da ſein nun ein iar was. da ſtund er vor dē ku nig. vnd dienet im vnd weynet darumb das er gefangen was vnd nit bey ſeinē freundē ſolt ſein. Da fraget in der kunig warumb er wey net. Vnd da er hoͤret dz er darumb weynet dz er ſein gefangner was das thet im gar zoren. vnd hieß in auff ein feſten legen. vnd beualch etlichen rittern das ſie ſein fleyſſigklichen huͤ ten das er in nicht entrunne. das theten ſie mit vleyß. Da ward er gar ſere betrubt. vnd klaget vnd weynet. Da erſcheyn im ſant Ieronymus in der nacht in dem ſchlaff. vn̄ begrieff in bey dem har. vnd furt in in ſein hauß zu Ieruſalē. vnd da er des morgēs erwachet da wolt er we nen er wer noch in des kuniges feſten. vn̄ ſein ritter hutten ſein. vn̄ ſah auff. da ſah er wol dz er in ſeiner herberg was. da wz er gar fro. vn̄ nam in wunder das im alſo geſchehen wz. vn̄ ruffet dem geſinde vnd ſaget in wy im geſche hen wer. Da wurden ſye gar fro vnd danckten got vnd ſant Ieronymo des groſſen gutz das er im gethan het. ¶ Es was gar ein ſchoͤne fraw in einem clo ſter die het ſant Ieronymū ſunderlichen lieb. vnd dienet im mit vleyß. vnd was eins heyligē lebens. vnd dienet got mit andacht. mit ſingen vn̄ mit leſen. vn̄ wz ſtetiglich in irr zell. vn̄ iam nit herauß ſy moͤcht ſein dan̄ nicht emberē vō ir nottdurfft. Des neydet ſy d̓ boͤß veind vmb ir heyliges leben. vnd trug ir haß. vnd ſchuͦff das ir ein ſchoͤner iungling hold ward. vnd dz er als ſer in der lieb entzundet ward dz er wi der tag noch nacht nit anders gedēckē mocht dann wie er zu ir kummen moͤcht. vn̄ gieng als ein vnſinniger. vnd mocht kein rue nit gehabē. vnd wz ſer betrubt das er ſy nit gehabē mocht vn̄ gedacht im offt er wolt ſich vor leyd ertren cken. vnd dy boͤß torheit der lieb nam an im vō tag zu tag in boͤßen ſundigen gedencken zu dz dorſt er der heyligen iunckfrawen nicht ſagen vnd fand einen boͤßen fund. vnd kam zu einē zaubrer der die veind beſchweren kund. vn̄ ge lobt im vil gutz vnd batt in vleyſſigklichen dz er im zu hilff koͤme auff das. das im die iunck fraw wurde. Da beſchwrur der zaubrer einen veind mit ſeiner kunſt. vnd gebot im das er in der nacht zu der iunckfrawen koͤm vnd ſy dar zu reytzet. vnd brecht das ſy den iungling lieb gewunne. Da kam er zu der iunkfrawen zell. Nun was des lieben herren ſant Ieronymus bild auff der zellen tuͤr gemalet. vn̄ da d̓ veind das bilde nur anſah da mocht er mit nichte in dy zellen kummen. Wann es foͤrchten all boͤß geyſt ſein bild gar ſere. vnd mugen es nicht an geſehen noch in keynerweyß da beleyben. vnd wenn man ſant Ieronymus bilde einē behaff ten menſchen zeyget ſo muͤſt der veind zehand entrinnen. alſo geſchach auch dem veind. vnnd da er ſeines meyſters gebot nicht mocht vol bringen. Da kam er zu dem meyſter vnd ſaget im das er in̄ der iunckfrawen zellen nit moͤcht kummen. Darumb das des lieben herren ſant Ieronymus bilde darauff gemalet ſtunde. da ſpottet ſein der zaubrer. vnd thet im gar zoren darumb. vnd rufft einem andern boͤßen geyſſ vnd gebot im das er bald zu der iunckfrawen fure. vnnd ſie mit vleyß vnnd mit lyſte betruͤge vnnd ſy zu dem iungling reytzte. Da kam der veind auch zu der zellen. vn̄ wz wol ein gantze ſtund daruor das er nye keyn liſt kund vinden das er hinein koͤme. das rach der heylig ſant Ieronymus an im. vn̄ bandt in mit fewrin ket ten gar ſchwerlich. da ward er gar iemerlichē ſchreyen. Erwirdiger Ieronyme iſt es an dei nē genaden ſo laß mich von hinnen farē ſo go lob ich dir das ich nicht mer herwider kumme wil. Vnd da der veind alſo greulichen ſchrey. da erſchrack die iunckfraw gar ſere an irē ge betē. da het ſy geren gewiſt was das geweſen were. da ſchrey der veind on vnderlaß biß dz die iunckfrawen alle in dem cloſter erwachten vnd forchten ſich gar ſere vnd lieffen zud̓ ſel ben zelle. Da trug man des heyligen creutzes zeychen vor in. vnd da ſie innen wurden dz es der boͤß geyſt was. Da beſchwuren ſye in bey got dem almechtigen das er in ſaget was da ſein geſchefft were. Da ſaget er in wie in ſeyn meyſter zu der iunckfrawen geſandt het dz er ſy betriegen ſolt vn̄ ſy zu dem iungling reytzē ſolt. Vnnd claget das den iunckfrawen allen mit gkoſſem geſchrey das groß leyden das im der heylig herr vnd lerer ſant Ieronymus ge than hett. vnd in mit fewrin ketten gebunden hett vnnd bat ſye das ſye den heyligen herren ſant Ieronymū beten dz er in ledig ließ durch Ieronymo .CLXXXj. ires gebetes willen. Da dye iunckfraween das horten. da lobten ſy got vnd ſant Ieronymum darumb vnd baten in mit andacht dz er dem veind vrlaub geb auff dy red das er gelobt dz er furbaß nymmermer herwider woͤlt kumme. vnd baten in auch gar gutlichen dz er in ewit klichen von dem cloſter tribe. Vn̄ da ſy dz ge bet volbrachten. da fur der veind gar mit groſ ſem geſchrey dahyn. vnd kam zu dem zaubrer vnd nam in bey dem hals. vn̄ ſchlug in gar ie merlichen mit groſſen knutteln als lang vnnd als ſer das er nahent tod was. vnd ſprach mit grymmē. du vnſeliger zaubrer du biſt ſchuldig an dē groſſen ſchmertzen den ich von ſant Ie ronymo gelydē hab. darumb ich mich gar mit groſſen ſchlegen an dir riche. vnd da der zaub rer als groſſen ſchmertzen leyd. da gieng er in ſichſelber vnd mercket wol das er mit d̓ kunſt ſer betrogen was vnd gewan groß hoffnung zu ſant Ieronymo vnd ſprach. kum mir armen zuhilff. wann ich fleuch zu deinen genaden. vn̄ getraw dir wol du helffeſt mir in meinē leyde. wann ich gelob dir ob du mir auß dyſem leydē hilffeſt das ich dir furbaß ſtetigklichen dienē wil vn̄ mein kunſt laſſen. vn̄ zehād verſchwād der boͤß geyſt. vnd was der zaubrer ein gantz iar ſiech. vnd gewan rew yber ſein ſund. vnd ee das er gar geſundt ward. da hieß er ſeine zau berbuͤcher alle verbrennen. vnd verkauffet al les ſein gut. vnd gab es den armen durch got. vnd kam darnach in ein rouͤſte darin̄ het ſant Ieronymus vier iar gewonet. vnnd beleyb da biß an ſeinē todt. Vnd da der arm knecht in nen ward das im dy iunckfraw nit mocht wer den da hieng er ſich vor leyd an einē ſtrick vn̄ ſtarb vnſeligklichen. vnd fur in dy helle. da be hut vns gott vor. dauon ſol ſich ein yeglicher menſch vor toͤrether lieb huten. ¶ In Samaria was ein vnſeliger ſpyler der verlor alles gutt mit wurffelſpil. vnd da er mt gewin het da ward er als zornig dz er dē hey ligen man ſant Ieronymū gar ſpoͤtlich ſchalt. vnd da er dy boͤßen wort in ſeine mund het da verhenget got durch ſant Ieronymus ſeynes dieners willen das ein groß fewer von hymel kam das verbrēnet in zutod. darumb ſollē wir ſeinen namen nit vneren. Darnach warē drey ander ſpyler die kamen zu einander. die woltē auch ſpylen. die hetten wol gehoͤrt wie es dylen Da ſprachen ſy. Ieronyme thu alles dein vermugen darzu das wir icht ſpylen. dennoch ſo woͤllen wir vnſer ſpil volbringe wider deinē willen. vnnd zuhand da ſie das redten. da thet ſich die erd auff. vnd verſchland die drey ſpy ler das es menig menſchen ſahen. ¶ Es ſaß ein edler ritter zu ieruſalem der wz gar reych. der het einen ſun der wz im gar lieb. Alſo das er im kein vnzucht noch keyn vntu gent weret noch kein torheit. vn̄ der ſun wardt auch ſchier ſpylen. vn̄ verzeret all ſein zeyt mit dem ſpil vnd mit den boͤßen ſcheltworten. vnd da er zwelff iar alt was da ſaß er bey ſeinē va ter vnd ſpylet. vnd gieng im vbel. vn̄ er ſprach. vermag ieronymus ichtz das erzeyg er. Vnd wie wider im dz wurffelſpil iſt ſo will ich den/ noch ſpilen vnd von der ſtat nicht kummen ich hab dan̄ das ſpil gewunnē. vnd da er dy wort nur geſprach da kam der boͤß geyſt. vn̄ nam in in ſeines vaters angeſihte. vnd ander leut dye da waren. vnd furt in hin das man in nymmer mer geſah. darumb ſollen die veter vnd dy mu ter ire kind tugentlichen ziehen. ¶ Eines mals was ein ſundiger brieſter inn Candia in der kirchē der lebt in groſſen ſuͤn den vnd vnkeuſcheit vnd in trunckenheit vn̄ in vil andern vntugenten d̓ ſtarb. Da begrub mā ſein leychnam zu andern brieſtern. vnd an der andern nacht da hub ſich in der kirchen vnnd auff dem kirchoff gar ein groß vnſtumigkeit das alle menſchen erſchracken dy es hoͤrtē. vn̄ forchten ſich gar ſere vnd luffen zu der kirchē da meret ſich die vnſtuͤmigkeit. vnd leuttē ſich die glocken alle ſelber. Da het dz volck gar ge ren gewiſt was das wunder bedeutet het. vnd baten vnd rufften got den almechtigē gar mit groſſem ernſt an das er in kund thet wz er da mit meynet. vnd des morgens da dy vnſtuͤmit keit auff horet. da funden ſy alles dz das in d̓ kirchen was altartuͤcher ampeln vnd buͤcher al les vol feuriger flammē. da erſchracken ſy ſere vnd weſten nit warumb das was. Da gebot d̓ ertzbiſchoff allem volck das ſy got anrufften vnd beten in das er in kund thet was dz wund̓ bedeuttet. das theten ſy vn̄ des andern nach tes ward die vnſtuͤmigkeit zwir als groß. Da waren ſy aber in groſſem leydē. Datnach des andern tags da erſcheyn in ſant ieronymus in der kirchen vnd gieng zu dē altat mit groſſer laheltend lerchterſchohyer dan dy ſrme n̄ Von ſant ſprach zu dē volck. Dyſe wunder ſind geſche hen von des ſundigen brieſter wegen der neu lich tod iſt. wann er iſt nit wirdig dz er bey an dern criſten menſchē ligen ſol in eine geweych ten kirchoff vnd an geweychten ſteten. vnd iſt auch allen menſchen zu einē ebenbild geſche hen das ſye ſich deſter baß vor ſunden huͤten. vnd ſprach. ir ſollet den brieſter wider außgra ben. vnd ſollet ſeinen leychnā verbrennē. wan̄ er iſt ewigklichen verloren. vnd thut ir das nit ſo muſt ir das leyden all zeyt haben. vn̄ damit verſchwād ſant Ieronymus. da ward dz volck gar fro. vnd danckten gott vnnd ſant Ierony mo der genaden. da kamen ſie auß irem leyde vnd erten den lieben herren ſant Ieronymum mit groſſem vleyß. ¶ In der ſelben ſtat Candia da was gar ein ſchoͤner iungling der hieß Tytus vn̄ wz edel vnd reich vnd erber vnd tugentlichen. der hett ſant Ieronymū fur all heyligen lieb. dz er an ders nit mocht gedencken dan̄ das er meynet er wolt keuſch beleyben biß an ſein end. vnnd da er zu zweyntzig iarē kam. da gewan er als vnordenliche lieb dz er anders nit gedencken mocht dann auff weybes lieb. vnd an dye lieb dy er zu ſant Ieronymo hett ließ er von tag zu tag ab vn̄ auch von goͤtlicher lieb. Da vergaß ſant Ieronymus ſein mit ſeinen genaden. vnd da er die frawen ein gantz iar lieb hett geha bet die man im zu der ee gab. Da reytzet der boͤß veind ſeinen bruder zu ſeiner frawen das er groſſe lieb zu ir gewan. vn̄ trachtet offt wie er bey ir moͤcht ſchlaffen. vnnd vberredet dye frawen das ſye in groß ſundt mit im viel das mercket ein diern in dem hauß vnnd ſaget es irem man̄. da was im gar leyd. vnd gedacht im wie er der lieb gentzlichen an ein ende mocht kummen vnd ſprach. Ich wil außreyten. vn̄ ge ſegnet ſie vn̄ verbarg ſich heymlich in der ſtat vnd zu mitter nacht ließ in die meyd heymlich in ſein hauß. Da gieng er zu d̓ kammer da ſein fraw bey ſeinē bruder in ſundē lag. vn̄ ſprach thu auff. da erſchracken ſy gar ſere. vn̄ dorſtē vor forchten nit auff ſteen. da ward er als zor nig das er die tuͤr auff brach. vnnd nam ſein ſchwert vnd toͤttet ſein frawē. da het ſich ſein bruder vnder das bett behalten den ertoͤttet er auch. Da wurdē im ſein freund vn̄ d̓ frawē freund veind vmb den mordt den er begangē het. dalam erzu noͤdem endrandern vnd ward ir geſelle. vnd moͤrdet vn̄ raubet alle die dy er ankam. doch ließ er nicht er beualhe ſich alle tag dem lieben herren ſant Ieronymo. vn̄ thet im alle tag etwas gutz zu eren. Vnnd da er zehen iar gelebt het in den ſunden. da wolt in ſant Ieronymus ſein dienſt nit verliren laſ ſen. wann er leſt ſein diener nit vngetroͤſt. Al ſo thet er auch dē. vn̄ erſcheyn im ais ein kauff man. vnd da in Tytus erſahe. da rufft er allen ſeinen geſellen zu im die kamen. Da begreyff in Tytus vnd ſprach zu ſeinen geſellen dz ſie in hieltē biß er in erſtech. vn̄ zoch ſein ſchwert auß vnd wolt in ertoͤtten. Da ſprach ſant Ie ronymus. Lieber Iungling ich bit dich durch ſant Ieronymus ere den du lieb haſt. das du mir erlaubeſt dz ich etwas heymlichs mit dir rede. vnd thu darnach alles darzu das du wil len haſt. Da ſprach Tytus. durch des heyligē willen wil ich dich leben laſſen vnd erlaub dir das du redeſt was du wilt. ich wil aber ye dein gut habē. Da ſprach ſant Ieronymus. ich bin der den du lieb haſt. vnd bin darūb zu dir kum men dz ich dir von den ſundē wil helffen vmb den dienſt den du mir gethan haſt. dauon laß dich dein ſund rewen. vnd fuͤrcht dir nit meyn lieber ſun. wann ich hab gott all zeyt fur dich gebeten das er mit ſeiner gerechtigkeit dich rmb dein groß ſund nicht verderbe. Darumb hab groſſe rew vber dein ſund. vnd buͤß ſy vn̄ beſſer dich. vnd hut dich furbaß vor ſundē. od̓ ich behuͤt dich nicht mere. damit verſchwaudt er. Da erſchrack Tytus als ſere das er nyder auff die erden viel. vnd all zuhand ward̓ er vn̄ alle ſein geſellen mit dē heyligen geyſt als vol kunnenlichen vnd genedigklichen erfullet dz ſie einen gantzen guten furſatz gewunnen all ir ſund zu laſſen. vnd viengen ein ſeliges leben an vnnd giengen nit einander zu eine wilden walde. vnd darinnen buſten ſie ir ſund vn̄ ſtur ben ſeliglichen. Es was ein iunger geyſtlicher Munich in ¶ einē cloſter d̓ was gar tugentlichen vn̄ guter vnd weyßer red vnd vernufftiger lere. vnd wz ordenlich. vn̄ het groſſen vleyß wy er ſein rey nigkeit wol behuͤttet. vnd hett den lieben hey ligē ſant Ieronymū gar lieb vn̄ dienet im mit vleyß. vnnd betet ſtetigklichen mit groſſer an dacht. od̓ er laß die heyligē geſchrifft. vnd het als groſſe liebe zu reynē keuſchē leben das im widerwas wen̄ er ein frawen fahe. vnd wz in geronerſca CCXX X li. als veind dz er nicht an ſy mocht gedenckē. vn̄ belyb all zeyt in dē cloſter das in darauß nye mant mocht bringē von groſſem vleyß den er zu ſeiner reynigkeit het. das neyde d̓ boͤ geyſt vn̄ mocht ſein heyligkeit nit geleyde vn̄ ſeinen gute furſatz. vnd facht in dē tag vnd nacht an mit boͤßen gedencken vnd boͤßen bekorungen zwen monat nach einand̓ on vnderlaß. da em pfalh er ſich all zeyt ſant Ieronymo in ſein huͦ te mit andechtigē hertzē. vnd mit gebete. vnd mit vaſten. vn̄ vberwand den boͤßen veind alle zeyt mit d̓ hilff des almechtigē gottes vn̄ des lieben herren ſant Ieronymi. Darnach hub d̓ veind aber an eine andern liſt mit im wie er in zu ſunden moͤcht bringen. Nun het d̓ munich einen vater d̓ ward als ſiech dz man meynt er wolt ſterben. Da ſendet er nach ſeinē ſun. vnd bat ſeinen meyſter dz er ſeinē ſun erlaubte dz er zu im koͤm. vn̄ ſprach er muͤſt ſterben ſolt er in mit ſehen. Da erſchrack er gar ſer. vn̄ forcht ſein hertz wurd vermeyliget von d̓ frawen an geſiht. vn̄ meynet er wolt lieber wid̓ ſeinen va fe ter in dē cloſter ſein dan̄ das er in ſchadē koͤm ſeiner ſele. Da baten in die bruͤder all dz er zu ſeinē vater koͤm vn̄ muͦſt es thun vō gehorſam ſeines oberſtē. Da kam er in ſeins vater hauß. vnd was darinnen biß an den dritten tag mit gar groſſer verdroſſenheit. vnd beduncket in ein hertte gefencknuß. Nun het er ein ſchone ſchweſter in dē hauß dy ſah er an. vnd griff ir an ir hende. da entzundet d̓ boß geyſt zuhand ſein hertz mit falſcher lieb gegen ſeiner ſchwe ſter mit boßen vnkeuſchen gedencken das er gentzlichē meynt er wolt mit ſeiner ſchweſter ſunden mocht er heymlich zu ir kummen. doch dorſt er irs nit geſagē. da mocht er im anders nit gedencken dan̄ nur allein wy er ſein ſchwe ſter zu ſundē brecht. vn̄ gedacht nit mer in ſein cloſter. In d̓ friſt ward ſein vater geſundt. da trachtet d̓ munich tag vn̄ nacht wie er lang in dem hauß belyb vn̄ nit in dz cloſter kome. vnd was drey monat darinne. Da namen die mu nich wund̓ das er als lang in dē hauß was vn̄ ſeinen vater auch. wan̄ ſie weſten ſeinē boßen willen nit. vn̄ kame zwen munich von ſeinē clo ſter vnd furten in heym dz was im vil leyd̓ dz er in das cloſter muſt den̄ da er darauß gieng vnd wz mit dē leyb in dē cloſter aber ſein hertz kam nye von ſeiner ſchweſter. vnd was er ſang oder laß ſo gedacht er im wy er ſein ſchweſter zu ſunden mocht bringen vn̄ ſenet ſich als ſer nach ir das er abnam an leyb vnd an leben. vn̄ da er nun alſo in dem vnmut wz da ryet im der veind er ſolt ſein geyſtlich gewand vō im legē vn̄ ſolt zu d̓ mitternacht heymlich in ſeines va ters hauß kummen. vnnd ſolt den gantzen tag vnder ſeiner ſchweſter bett ligen heymlich. vn̄ wen̄ ſie entſchlieff ſo ſolt er ſich zu ir legen. vn̄ ſolt ſeinē willen mit ir haben. vn̄ d̓ torecht ratt geuiel im wol. vn̄ an d̓ nechſten nacht da nā er des cloſters ſchluſſel. vnnd gieng die gantzen nacht von einer ſtat zu d̓ andern vn̄ kund des cloſters tor nye finden. dz treyb er vier wochē alle nacht. das nam in groß wunder. vn̄ ſuchet dy tuͤr des andern nachtes aber. da kund er ir nicht finden. vnd ward ye von dē lieben herre ſant Ieronymo gehindert vn̄ verirret dz er es nicht verbringen mocht. wan̄ er het ein tafeln in ſeiner zellen daran was des lieben herren ſant Ieronymus bilde gar ſchon gemalet. Da knyet er fuͤr alle tag. vnd ſprach da ſein gebet. vn̄ beualhe ſich im mit groſſer andacht. dauon behuttet er in alle zeyt vor ſunden vnnd welt lichen ſchanden. Darnach kam ſant Ierony mus zu einē guten munich in dē ſelben cloſter in dē ſchlaff. vn̄ ſagt im was der iung munich willen het. vn̄ wy er all nacht in dē cloſter vmb gieng vn̄ ſprach. Ich hab in vmb ſein andech tigen dienſt behuͤt vor ſunden vn̄ vor ſchandē. wil er aber ſeinen boßen furſatz nit laſſen ſo wil ich ſein furbaß nit mer hutten ſo velt er ye in groß ſund vnd ſchand dz ſag im. damt ver ſchwant ſant Ieronymus. vn̄ des morgens ſa get der alt munich dē iungen wz im ſant Icro nymus emboten het. dz thet dē iungen munich gar zoren. vn̄ ſchwur groß eyd es wer nit war. vn̄ ſprach es wer nur ein gelogner traum. Da ſchweyg d̓ alt munich vn̄ gieng von im. da wz d̓ iung muuich zornig vn̄ wolt ſant Ieronymi bild nit mer eren darūb dz er in ſeines boßen ſundigē fuͤrſatz furbas nit mer irret. dy nech ſten nacht darnach na er die ſchluſſel vn̄ gieg auß dem cloſter in weltlichē gewād vn̄ kam in ſeines vaters hauß in dy kamer da ſein ſchwe ſter in̄ ſchlieff. vn̄ ſchweyg vnd lag da biß ſein ſchweſter entſchlieff. vn̄ zoch ſich nackend ab vnd leget ſich zu ir an das bett. Da erwachet ſy vn̄ erſchrack gar ſer das ein man bey ir lag. vn̄ ſchrey laut. da kam ir vater vn̄ ir muter vnd als it haußgeſind end da ſy ten ſin ſchen da Von lent erſchracken ſie gar ſer vnd da fragt der vater den ſun. wie er im der ſchandē erdacht hett. da ſaget er in heymlich wie in große anfechtung dar zu bracht hett. das was im gar leyd. vnnd ſprach er ſolt des veindes anfechtung wider ſtan. vnd ſolt im nicht mer volgen. vnd hulffen im wider in ſem cloſter. darnach het er groſſe rewo vmb ſein ſunde. vn̄ bat ſant Ieronymū dē er vil gedienet het vmb genad. vnnd lebt zwey iar in haͤrter buß. vnd in vil guter obung. vnnd ſtarb da ſeligklichen das erwarb im ſant Icro nymus vmb got. Iu Rom was ein Cardinal der hieß Cele ſtinus der wolt ſant Ieronymi heyligkeyt nit gelauben vn̄ redet vnwirdigklichen von im vn̄ eins mals ſaß er bey andern Cardinelen. vnd redt aber ſchmelichen wid̓ ſein heyligkeit. vnd da er die vnwirdigen wort dennoch in ſeinem mund het. da verhēget got vber in auch durch ſeins dieners willē ſant Ierouymus dz er zu hand dz darmgicht gewan gar ſchwerlich. vn̄ gieng auff ſein heymlichs gemach. da ging al les ſein gedirm von im. vnd ſtarb mit groſſer bitterkeyt an d̓ ſtat. das het er an dē liebē her ren ſant Ieronymus verdienet. Nun was ein ander Cardinal zu Rom d̓ hieß Andreas. der het ſant Ieronymū̄ ſunder lichen lieb. vn̄ eret in mit vleyß. der ward ſiech vnd ſtarb. das was dē babſt vnd andern cardi nalē gar leyd vmb in. vnd trugen in zu kirchen vnd wolten in begraben. vnd da man der tot ten ampt ob im ſang. da richtet ſich d̓ todt vor dem babſt widerumb auff vn̄ vor den andern allen als ob er von dē ſchlaff erweckt wer. Da wundert dz volck vn̄ erſchrack gar ſer. da wey net der Cardinal vn̄ ſchrey iemerlichē. da fra get der babſt warumb er weynet vn̄ wie im ge ſchehen wer. Da ſprach er. Da ich geſtarb vn̄ fur gottes gericht kam da ward ich verurtey let zu der ewigen hell vmb die groſſen hoffart die ich getriben hab mit ſchoͤnē gewandt. vnd mit guter ſpeyß. vnd mit andern ſundē. da wz mir hertzenlichen leyd. da kam d̓ heylig herre ſant Ieronymus vnd knyet fur vnſern herren vnd bat in emßigklichen fur mich. Da verhen get got durch ſant Ieronymus willē dz dy ſel wid̓ zu dē leyb kam vn̄ ward zuhand wid̓ lebē tig als ir wol ſehent. Da lobtē ſy got alle vmb das wund̓ vnd den lieben herren ſant Ieronp wn end̓ danckten inm ſener genaden en̄ d̓ cartod vnd ſtarb da ſeligklichen. ¶ In dem oberſten land des kunigreichs zu Egypten da iſt ein forchtſame wuͤſte. dye ligt verr von den leuten. vn̄ iſt forchtſam darin̄ ze wonen. darinne wz ein heyliger man der hieß Helyas. d̓ was eines reynen ſeligen lebens. d̓ bekant ſant Ieronymū gar wol die weyl er le bet. vnd was im gar heymlich. vnd ſprach ſant Ieronymus offt von im das d̓ ſelbHelyas dē heyligen geyſt warhafftiger prophecieret het Nun entſchlieff der ſelb eynſidel eiues mals an ſeinē andechtigē gebet vnd̓ einē baum. Da offnet im der alnmechtig got ſein heymligkeyt in einē geſihte. vnd daucht in wie er in einē ku nigklichen palaſt wer. der wz als wunigklichē ſchoͤn vnd wolgezytet das menſchliches aut ſolichtr clarheit nye geſehen het. Da gieng er in dem ſal hin vnd her. da wundert in der gro ſen ſchoͤn vnd zyerd die da wz. da ſah er etlich iungling einen gericht ſtul ſetzen. der was ge zyert mit guldē tuchern. vn̄ warē all wend mit gold vnd mit edlem geſteyn wol erlich gezyret vnnd ein ſchoͤner gewaltiger kunig ſatzt ſich auff den ſtuͦll d̓ was als ſchoͤn dz d ſal aller vō ſeiner ſchoͤn erleuchtet ward. vnnd ſaß zu ge richt. vnd wz ein ſchoͤne mechtige ſchar iung ling da vor dē kunig. vnd kam fur gericht des biſchoffs Anthomen ſele. die furtē die boͤßen geyſt an fewrin ketten gefangē. vnd giengen fewrig hitzig flammē von pech vn̄ von ſchwe fel da vō. da dy ſel fur des kuniges almechtig keyt kam. da ſchrey ſie ieinerlichen vnd ſprach. Ich hab der ewigen helle peyn verdienet mit meinē groſſen ſundē. mit hoffart. mit trunckē heit. vnd mit vil ander torheit die ich alle mein tag gethan hab. Da ſprach d̓ richter. man ſol ſy in das ewig fewer fuͤrē darin̄ ſol ſy ſein biß an den iungſten tag ſo ſol dan̄ ir peyn zwyf al tig groſſer werdē. Da namē ſy dy boͤßen geyſt alle vnnd furten ſie hin mit geſchrey. darnach furten die boͤßen geyſt Theodonius ſele des Roͤmiſchen furſten fur den almechtigen got. vnd ruͤgten ſy vmb vil ſunde die ſy gethan het Da ir clag lang geweret het vnd ſy in groſſen noͤten was. da kam ſant Ierdnymus. vn̄ ſtund wirdigklichen fur den kunig. vnd leuchtet als dy ſunne. vnnd ſetzet ſich krefftiglichen wider die boͤßen geyſt. vnd ſprach. Almechtiger ku nig vn̄ du ewiger richter. Aheodonus iſt al deicha CLXX XIIIweg mein diener geweſen des laß in geniſſen vnd knyet fur got den richter. vn̄ ſprach. Herr erbarm dich vber in. vnd laß in ſein ſund in dē fegfeuer buſſen etwan lang. vnd gib im dar nach die ewigē freude. des geweret in got ge nedigklichen. Da furen dy veind von dannen vnd wurden gar zornig. Darnach da giēg ein ſchoͤner iūgling zu ſant Ieronymus vn̄ ſprach mich hatt Petrus patricius d̓ Romer der dir vleyſſigklichen gedienet hat. zu dir geſendet. vnd begert von dir das du im vmb dē almech tigen got einen ſun erwerbeſt. da ſprach vnſer herr. wz du von meinē ſun ſant Ieronymo be gereſt dz ſol geſchehen. vnd damit erwachet d̓ eynſidel. vn̄ dancket dē almechtige gott ſeiner genaden. vnd dē heyligen herren ſant Ierony mo. Vnd hoͤret darnach dz Theodonius vnd. Antonius an dē ſibenden tag verſchyden waren vnd gewan auch Petrus patricius einen ſun den het im ſant Ieronymus erworbē. dar umb ſo ſollen wir dem lieben herren ſant Iero nymo vleyſſigklichē dienen. vn̄ anruffen vmb alle die gebrechen die vns anligen an ſel vnnd an leyb. das mag er vns vmb got wol erwerbē wann er verzeyhet in keyner zeytlichen bete. Nun bitten wir den lieben herren ſant Iero nymū den groſſen lerer das er vns als groſſe goͤtliche genad vnd weyßheit erwerbe damit wir got erē nach ſeinē lob. vnd nach vnſer ſele troſt. vnd vns verleych vnſers lebens ein gutz ende. vnd dz wir nach dyſem leben zu d̓ ewigē weyßheit kummen dy got ſelber iſt. vnd da mit im freud vnd wonung haben Amen. Von ſant hemigio ynes mals da wz dz land zu franckreich in groſſem ley den. wann die Teutſchen prannten ¶ es vnd raubten es dz des landes vil wuͤſt lag. ¶ Nun was ein cleuſner zu der ſelben zeyt d̓ bat got lang vmb des landes frid. vnd d̓ cleuſ ner was blindt. Da erſcheyn im der engel got tes eines mals in dem ſchlaff. vnnd ſprach zu im. Die fraw Cylina die wirt einen ſeligē ſun gebere der ſol heyſſen Remigius. wan̄ er wirt gottes freundt. vnd dyſes land wirt ſelig von ſeiner ſeligkeit. vnnd da der cleuſner erwachet da was er fro. vnd gieng zu der frawen. vnnd ſagt ir was im der engel kund hett gethan. dz was der frawen vngelaublich. wann ſie iz alt Da ſprach er mit hat der engel gottes das zi einem warzeychen gegeben das du ein heyli ges kind geberen ſolt. vn̄ wan̄ du im die milch gibſt ſo ſol ich ir vber meine augen ſtreychē ſ wird ich geſehent. Da ward die fraw eins kin des ſchwanger vnd gewan darnach einē ſchoͤ nē ſun. Da ward ſie gar fro vn̄ ſeuͤget es leyb lichen. vnnd beſtreych der cleuſner ſein augen mit der milch. da wurden ſy im clar vnd ward̓ wol geſehent. Da dancket dy fraw dē ali tigen got ſeiner genaden vnd frewet ſich des zeychens ſer. vnd hofft es wurd alles an den kind volbracht das der engel von im verkuͤndt het. Darnach tauffet man das kind. vnd hieſ es ktenigus. da nin dztind geruchs dzer Von ſant vbel vn̄ gut verſtund. da het es got lieb vn̄ die net im mit vleyß. mit beten. mit vaſten. mit wa chen vnd mit vil ander guter vbung. vnd floch die welt. vnd kam in ein clauſen. darinnen laß er die heyligen geſchrifft mit groſſem vleyß. vnd fand guten troſt darin. vnd lebt heyligkli chen vnd tugentlichē. vn̄ da er in dē zweyvnd/ zweyntzigſten iar was. da ward ſein tugendt weyt vberaͤl in dem land erkant. ¶ Nach dem zoch ein groß her von teutſchē landen auff den kunig von Franckreich. Da waren die teutſchen dennoch nit gelaubig. vn̄ wz ir her vil ſtercker vn̄ groſſer den des kuni ges here. Da kam der kunig in groſe nott. vnd gelobt got vnd vnſer lieben frawen in dē groſ ſen leydē er wolt ſich bekeren vn̄ ſprach. Herr Ieſu criſte biſt du ein als gewaltiger gott als man von dir ſagt ſo hilff mir das ich meinen veinde angeſig. ſo wil ich mich laſſen tauffen. vnd wil an dich gelauben dz du des ware got tes ſun biſt. Da er das gelobt het. da bereyt tet er ſich zu dem ſtreyt mit ſeinē here da mit brach er vnder die veind. vnd geſigt in an mit der hilff gottes. Da ward er fro vnd ließ ſich tauffen vnd tauffet in d̓ biſchoff Remigius. vnd da er in creſmen wolt da was kein creſem da. dz wz remigio gar leyd. da tet im gott ſein genad vnd bracht im ein weyſſe taub ein am peln mit creſem von hymel. Da ſalbet er dē ku nig mit dem creſem vnd dancket got ſeiner ge naden. Da behielten ſye mit vleyß die ampeln zu franckreich. vnd ſalbet man die kunig noch da mit. vnd der kunig ward ein guter menſch vnd dienet got biß an ſein ende vnnd ſtaͤrb da gar ſeligklichen. ¶ Nuͦ ward ſein ſun Clodoueus kunig nach im der het ſant Remigin gar lieb. vnd ſprach. er wolt ſein biſtumb begaben vnd wolt im dz land alles geben als vil als er ſein in dem mit tag moͤcht vmbgeen dye weyl er ſchlieff. Da gieng der lieb herr ſannt Remigius auß vnd kam zu einer muͦle. vnnd da er die muͤlen vmb geen wolt. da trib in der muͤlner dannen. vnd wolt in die muͤlen nit vmbgeen laſſen. vnnd da p ſant Remigius von der muͦle gieng. da lieffen ¶ Vdreder alle widerſins an der muͤlen. Da er ſchrack der mulnier ſer vnnd ſprach. du diener gottes kum her ſo haben wir dy muͤlen mitein ander. da ſprach ſant Remigius. wid̓ mir noch adir ſol die muͦl beleybē vnnd zehand thet ſich das erdtrich auff vnd verſchland die muͤle al le. das was dem muͤllner leyd vn̄ verſtund ſich wol das er ſich an dem biſchoff Remigio ver ſundet hett. ¶ Darnach weſt ſant Remigius in dem geyſt wol das ein hungrichs iar ſolt kummen. vnd ſamlet einen groſſen hauffen mit getreyde in einem dorff da waren truncken bauern inn. vn̄ da ſie dz horten vnd ſahē da ſpotteten ſy des lieben heyligen vnd zunten im das getreyd an vnd verbrenten es alles. Da das ſant Remi gius hoͤrt da eylet er zehand dar. wan̄ es was die nacht kalt vnd fror in vnd wermet ſich bey dem fewer vn̄ ſprach guͤtlich. dz fewer iſt all weg gut zuwermē. aber dy es angezunt habē die ſelben vnd ire kinder ſullen vmb die ſunde ſtraff leyden. Ir toͤchter gewinnen all kroͤpff an den helſen. vnd die man̄ werden all an iren gemechten zerbrechen das geſchach auch in dem ſelben dorff. ¶ Der lieb herr ſant Remigius was gar de mutig. vn̄ bat got mit groſſem ernſt fur dy ſtat das ließ in got genieſſen vnd thet im ſein ge nade. vnd er gab auch gern durch gott. vnd wz getrew vnd ſenfft vnd erber. vnd richtet gern den armen. dauon waren im die vogel vnd̓te nig. vnd flugen zu im. vnd namen brot auß ſei ner hant. vnd macht auch vil menſchē geſundt durch ſeines andechtigen gebets willen. ¶ Eins mals kam ſant Remigius zu einē blin den der was behafft mit dem boͤßen geyſt. da ſprach er ſein gebet zu gott. da ward er geſe hent. da ward er gar fro. vnd dancket got vnd ſant Remigio der genaden. Eins mals ward ſein ſtat brinnen gar vaſt vnnd thet das feuer gar groſſen ſchaden. Da lieff er gegen dem feuer. vnd bat gott dz er im ſein genad thet. da hub ſich das feuer embor. vnd lieff zu der ſtat thor auß recht als es vbel het gethan. ¶ Ein edle mayd was in der ſtat zu Rom die was von iugent auff behafft mit dē veind der peyniget ſy gar ſer. Da ſandtē ſy ir freund zu den heyligen die da zu Rom gemartert waren vnnd da man ſye zu vil kirchen het gefuͤrt. Da ſprach der veind auß ir es iſt alle ewer arbeyt verloren vn̄ vmb ſunſt. mich mag nyemāt vō d̓ iunckfrawen treyben wan̄ der heylig biſchoff ſant Remigius. Da ſy das hoͤrten. da furtē ſy die imeftawen mitfrenden zuͦ dem bſchoeff Leodogario .CIXXXIIII. vnd baten in durch got das er d̓ mayde hulff dz ſy erlediget wurd. Da ſprach er des ir von mir begert des bin ich von got nit gewert. Ir ſullet ſelber got mit andacht darūb biten. Da baten ſy aber ſant Remigiū das er gott dar umb bete. Da ſprach er ſein gebet mit ādacht zu got da ward ſy ledig vnd loß von den boͤ ſen veinden. ¶ Nun was nahent dabey ein biſchoff der was ſant Remigio gar lieb. der ſtarb ſchier. Darumb da was den leuten gar layd vmb iu. Da trug man den leychnam in ſant Iohanns. kirchen vnd wolten in begraben. Da kam ſant Remigius auch dar. vn̄ weynet ſeer vmb in. vn̄ viel auff ſeine knye. vn̄ rufft vnſern herrē mit ernſt an. vnd hat in das er ſein genad an dem totten erzeygte das er in wid̓ lebentig mach te. vnd da er das gebete geſprach. da ward er wider lebentig. Da dancktē ſy got vn̄ ſant Re migio der genaden. ¶ Darnach da ſtarb die iunckfraw auch die er von dem veind erlediget hett. Da ſprach er ſein gebet mit ernſt zu got. vnnd bat in durch ſein barmhertzigkeit das er der iunckfrawen ir leben wider gebe. Da erhoͤrt in got aber vn̄ ward die iunckfraw wider lebentig vnnd wol geſundt. Da dancket ſant Remigius got ſey ner genaden mit andacht. vn̄ da er nun in ſein alter kam. da erſchyn er in̄ vil tugenden. vnnd thet vil zeychen vnd ſtarb ſeligklichē. vnd fur ſein ſel zu den ewigen freuden. das was nach Criſti vnſers lieben herren geburt funff hun dert Iar. Darnach trug man ſeinen heyligen xX M ¶III i i I Naal Ie wir Xſ leychnam zu der heyligen Timothei vn̄ Apo linaris kirchen. vn̄ wolten in da begrabē habē vnd da man in fur die kirchē bracht. da ward der leychnam als ſchwere das man ſein nicht hinein mocht bringen. Da trug man in zuͦ ey nem kleynen kirchlein darinn raſtet ſant Cri ſtoferuͤs vnnd ander heyligen. da ward er zu hand leycht. Da brachten ſy in in̄ die ſelbē kir chen. vnnd legten den heyligen leychnam ſant Remigij in ein grab mit eren. vn̄ an der ſelbi gen ſtat thet er vil zeychen. Darnach machet man die kirchen weytter. vn̄ machten ſant Re migio ein grab hinder den altar vn̄ wolten in darein gelegt habē. da ward er aber als vaff ſchwer das ſy in nyndert bringen mochtē. da legten ſie ſich nyder vnd ſchlieffen. da fundē ſy zumitternacht das die engel ſeinen heylig en leychnam mit groſſen freude in das grab hetten gelegt. wan̄ die menſchē waren nit wir dig das ſie in darein legten. Da wurdē ſy gar fro. vnd da ſy ſeln heyligkeyt ſahen. da mach ten ſy im einen ſilbrin ſarch vnd legten in mit groſſen eren darein. Man begeet den lieben heyligen nach den oberſten als er ſtarb. Vn̄ nach ſant Michels tag als er erhaben warde Heyliger herr ſant Remigius hilff vns vmb got erwerben das er vns hie menſchen mach nach ſeinem lob. vn̄ vns geb vnſers lebens ein gutz ende. vnd nach dyſ em leben das ewig le ben Amen. Von ſant Leodogario Von ſant Eodogarius wz ein criſten. vnd het gott lieb. vnd dienet Ilim mit fleyß tag vnd nacht mit betē mit vaſten. vnd mit wachen. vnd mit vil ander guter vbung. darūb macht man in zuͦ biſchoff Iu den zeyten da ſtarb der kunig Lotharius. da machet d̓ biſchoff des ſelben kunigs bru der Hildericum zu kunig mit der furſten ratt. Nun was ein herr der hieß Ebranus der het Theodoricū gar geren zu kunig gemacht der was auch des kunigs bruder. da aber das nit geſein mocht. da forcht er d̓ kunig rech es an im. vnd wer im darumb veind. vnd kam in ein cloſter. Da het der kunig ſeinē bruder in groſ ſer hut das er icht wider das reych thet. vn̄ d̓ biſchoff lebet in groſſer heyligkeit. vn̄ wz fur ſihtig. vnd frewtē ſich dy menſchē ſeines hey ligen lebēs. dēnoch verſagt man dē biſchoff gegen dem kunig. da trachtet er wie er in ge toͤdtē moͤcht. Da kam ſant Leodogarius eins mals zu dem kug. vnd bat in freuntlichen dz er den Oſtertag mit im het in d̓ ſtat da er wz vnd entpfieng ſeinen veind als ſeinē freund. da ward dem biſchoff an dem ſelben tag von got kund gethan das d̓ kunig meynet er wolt in in̄ der ſelben nacht toͤdten des erſchrack er nicht. vnnd aß des ſelben tags mit dem kunig ob ſeinem tiſch. vnnd floch darnach das er nit an im ſchuldig wurd. vnd kam in dz cloſter da Ebranus iunen wz. vnd thet im gar vil tugent vnd ward Abbt darin̄ vn̄ ſchier darnach ſtarb der kunig. Nun ward ſein bruder Theodori cus kunig nach im. da bat das volck gemeyn klich den abbt ſant Leodogariū das er wider uff das biſtumb ſeß. dz thet er. da kam ebra jus auch auß dem cloſter vn̄ ward boͤßer dan̄ zor. vn̄ ward des kunigs marſchalck. vn̄ trach tet mit vleyß wie er den biſchoff moͤcht ertoͤt ten. vnd ſendet vierritter zu im das ſie in ſol ten vahen vnd toͤtten. Da wolt in der biſchoff tweychen. vnd gieng auß d̓ ſtat gar wol ge eydet als ein biſchoff. da erſahen in die rit vnd viengen in. vnd brachen im dye augen iuß. vnd was zwey iar gefangen. darnach fuͤ ret man in vnnd ſeinen bruder in des kuniges hoff mit groſſem geſpoͤtt dz leyd er gedultig klichen durch gott. Darnach hieß man in na hent einen gantze tag neben eine waſſer bar fuß eber ſcharpff ſteyn furen. Da lobt er got in ſeinē leyden. Das thet Ebrans zoren vnnd hieß im die zungen auß ſchneydē. da halff im got das es im nit ſchadet. vnd prediget vleyſ ſigklichen von got als vil er mocht. vnd ſaget wie er vnd wen er vnd Ebranus ſterben ſoltē das het im got kundt getan. Iuhand erſcheyn im ein groß liecht auff ſeinem haubt in d̓ ge ſtalt als ein kron das es vil menſchē ſahen. da fraget man in was dz bedeutet. da viel er nyd̓ auff ſeine knye vn̄ dancket dē almechtigē got ſeiner genaden. Danamē ſy in wider. vn̄ furtē in hiu. Da ſprach der biſchoff zu in bruͤder es iſt mt not das ir euch verrer noch lenger muͤet erfuͤllet hie den willen des d̓ euch hat her ge ſandt. Da wurden die drey man von der rede vaſt beweget. vnd vielen im zu fuſſen. vnd ba ten in dz er in vergebe vn̄ got fur ſy bete. aber dē vierden dem vergieng ſein zoren nit. vnd d̓ enthaubtet in. da fur ſein ſel zu dē ewigē freu den. da warff der veind den in ein fewer d̓ in enthaubtet. vnd ſtarb iemerlichen. da begrub man ſeinen heyligen leychnā mit groſſer an dacht. da thet er vil zeychē. das hoͤrt Ebranus vber zwey iar. vnd thet im zorn. vnd ſendet ey nen ritter zu ſeinē grab vn̄ hieß in beſehē ob es war wer oder nicht. Da kam er dar vn̄ was gar hoffertig. vnnd ſtieß an des heyligen bi ſchoffs grab vnd ſprach. Wer gelaubet das ein todter zeychē thu d̓ muß ſterbē. Da ſtarb er zuhand. vnd beweret mit ſemē tod des hey ligē heyligkeit. da Ebranus dz hoͤrt da ward er zornig vnnd dacht wie er des heyligen lob moͤcht vertruckē. darumb verhenget got vber in dz man in erſtach als is der biſchoff vor geſagt het. ¶ Der lieb heylig iſt gemartert wordē nach Criſti geburt ſechßhundert vnnd achtzig iar. Nun helff er vns vmb got erwerben das wir auch kummen zu den ewigen freuden da er iſt in ewigkeyt Amen. Von ſant jdalagia Aman zalt von Cri ſti geburt zweyhundert iar. da regi ret der dreyvndzweyntzigſt Clau dius von den Roͤmern. Iu den zeyten da het ten ſich acht biſchoff geſamlet in der ſtat an tiochia von etlicher ſach wegen. vnd vnd̓ den Pelagia .CXXxv. biſchoffen was einer der hieß Nonnus. vnd was von der ſtat Heliopoleus zu den ſelben zeytē alſo genant. aber yetzuūͦd wirt ſy damia ta geheyſſen. der biſchoff prediget ſelber dē volck in der ſtat. Vnd eines tags da er predi get. da ſaß ein frawin der ſtat. vnd gieng fur in mit bloſſem haubt. vn̄ mit ſcheynperlichem antlitz. vnd wz wolgezyret mit vil groſſer hof fart. vnd het vil iunckfrawen dy giengē mit ir wo ſy gieng oder hin wolt. vnd ſy erfullet den lufft mit dem geſchmack der von d̓ ſalbē giēg da mit ſy ſich geſalbet het. Da ſy nun der bi ſchoff het geſehē da kert er ſich vō ir mit ſey nem geſihte als von einer ſunderin. Da het ſy der biſchoff Moͤnnus leuger angeſehen dan̄ der andern eyner. darūb viel er auff ſeine kuye vnd weynet vnd erſeufftzet von grundt ſeins hertzen. vnd ſprach. Lieben bruͤͦd̓ ich bit euch das ir mir ſaget ob ir einē luſt habent gehabt von der groſſen ſchoͤne des weybes. da ſchwi gen ſy. Da fraget er ſy anderbeyd ob ſy einen luſt hetten empfangen von der frawen vnnd ſeufftzet vaſt vnnd ſchlug an ſein hertze. Da ſchwigen ſy aber. Da ſprach er. Werlichē ich hab etwas wolgef allēs gehabt von irr ſchoͤ ne. dauon ſullen wir rew daruber haben. vnnd ſullen got lieb haben d̓ vnſer ewiger geſponß iſt. wann der ewigen ſchoͤne vnd ewige reych tumb gibt er den die im dienen. vnd die engel empfahen luſt ſo ſy in auſehen. Dauon ſullen wir vnſer geſicht von dyſer welt zyehen. vnnd von irer ſchoͤne. das wir vnſerm geſponſen Ie falen vnnd ſchen wy ſich dye fraw vleyſſet wie ſy iren geſponſen wolgefal le. Liebē bruͤder ſiht man ſy heut ſo mag man ſy morgen nit ſehen. vnd muß alles zergan. ¶ Darnach gieng der biſchoff an ſein her berg. vn̄ legt ſich auff das erdtrich. vn̄ ſchlug ſein haubt auff dy erden. vn̄ weynt als ſer dz die erd naß ward. vnd ſprach. Herr almechti ger gott biß mir genedig. wann mich hat dye zyerde des hoffertigen weybes in einer ſtund vberroundē. vn̄ ſy hat ſich mit groſſem vleyß gezyrt durch des zergencklichen gutz willen. ſo hab ich mir furgeſetzt ich woll dir dienen das ich dir wolgef alle. das hab ich mit den wercken nit erfullet. vnd hab dein gebot nicht gehalten als ich ſolt. Aber dyſe fraw hat er fullet was ſie den menſchē gelobt hatt. Da er dz gebet volbracht da entſchlieff er vn̄ da be duncket in wie er ein ſchwartze tauben ſehe. dy ſchmecket gar vbel. vnnd die taub flog vaſt vmb in vnd beduncket in wie er meſß hielt. vn̄ ſahe vil vngetaufft menſchen furgeen. vnd in dem da verſchwandt die taub. vnnd kam noch der meſß herwider. vnnd ſencket ſich fur den biſchoff in ein faß mit waſſer. vn̄ ſchwencket ſich herwider auß vnd was weyß vnnd ſchoͤn worden. Da erwacht der biſchoff vnnd ſaget es den pfaffen vnnd gieng da in die kirchen. vnd prediget dem volck. da was auch das hoſ fertig weyb an der predig vnnd da ſy in hoͤrt predigen. da gewan ſy groſſe rew vmb ir ſuͤn de. vnnd ward mit einander verwandelt. vnnd ſendet an dem abent zu dem biſchoff vn̄ ſen alſ Von ſant du heyliger biſchoff du biſt ein iunger Iheſu criſt. ſo bin ich ein arme ſunderin vn̄ ein dirn des boͤßen geyſtes. vn̄ hab gehoͤrt von dē got den du ereſt vn̄ anbeteſt. d̓ ſey von hymel kūmē durch d̓ ſunder willen. vn̄ hat geeſſen vnd ge truncken mit den offen ſuͤndern. Darumb biſt du ſein iunger ſo ſolt du mich nit verſchmehē. wan̄ ich wil gern mein ſuͤnd beſſern vn̄ buͤſſen Da d̓ biſchoff die botſchafft vernam da em bot er ir hinwider. wer du biſt das weyß gott wol. aber ich ſol den ſunder nmt verſchmehen. wilt du mich geren hoͤren. vnd wilt dein ſuͤnd buͤſſen. ſo ſuch mich vnder dē andern biſchof fen da vindeſt du mich wol. du magſt mich aber allein nit geſehē. Da ward ir als ernſt dz ſy nicht gebeyttē mocht. vn̄ embot im ſy wolt ye kūme. Da hieß er die andern biſchoff auch zu im kūmen. zuhand da kam dy fraw auch zu in vnd viel im zu fuſſen vnd weynet als ſer. dz im ſein fuͤß naß wurdē. vn̄ trucknet ſy mit irē har vn̄ ſprach. Herr erbarm dich vber mich ar me ſuͤnderin. ich bin Pelagia ein muter d̓ boß heyt vn̄ d̓ ſunden. wan̄ Pelagia heyſt in latein ein maure. darūb ſprach ſy. ich bin ein muter d̓ boßheyt vnd d̓ ſunden. vn̄ ein grundt d̓ verdā nuß. vnd ein ſtrick d̓ die ſel zeuhet in die peyn dauō ſo bit ich dich heyliger vater dz du mich tauffeſt. vn̄ dz mein hertzvn̄ ſel vō meinē groſ ſen ſunde erlediget werd. da ſprach er. es ſtet geſchriben dz man keyn offne ſunderin tauf fen ſol ſy gelob den beſſerung. vnd ſetz darzu gut buͤrgen dz ſy furbaß ir boßheyt vnd boͤß gfewōheyt woͤl laſſen. da viel ſy im aber zu fuſ ſen. vn̄ ſchrey vn̄ weynet das ſy kaum gereden mocht vn̄ ſprach. tauffeſt du mich nit ſo muſt du vor got vmb mein ſel antwurt gebē. vn̄ wer ſē dir mein ſuͤnd zu geſacht. Da ſprach er. wvy eyſt du. da ſprach ſy. ich heyß vō d̓ vnkeuſch heyt Pelagia. aber von d̓ groſſen hoffart vn̄ zyerd wegen hieß mich dz volck Margarita. dz iſt in teutſch als vil geſprochē als waſſer berlein. Da taufft er ſy. Darnach beychtet ſie all ir ſund. vn̄ empfiēg vnſern herrē mit groſ Ir andacht vn̄ rew. dz tet dē boͤßen veind zo rē vn̄ ſchrey laut. O we wy großē gewalt tuſt du mir du alter biſchoff. haſt du nit genug an d̓ ſtat Ethyops dy was auch etwan̄ mein. ver flucht ſey der tag an dē du geborē warſt. wan du thuſt wid̓ mich vn̄ tuſt mir vil zu leyde. vnd ſchrey da. O pelagia mein liebe fraro marga rita wy haſt du dich verkert wz hab ich dir ge than. nun hab ich dich allwegē gezyret mit ed lem geſteyne. vnd hab dich begabet mit ſilber vn̄ golde. ſag mir wo mit hab ich dich betrubt dz wil ich gern beſſern dz ich vor dē criſtē nit zu ſchādē werde. da tet pelagia dz zeychē des heyligē creutzes fur ſich vn̄ veriaget dē boͤßē geyſt da mit vn̄ ſtreyt krefftigklich wid̓ in. vn̄ volget dē biſchoff wz er ſy hieß. vn̄ ſamlet al les ir gut in dreyen tage zeſammē. vn̄ gab es armē leutē durch gott. vn̄ legt ein herin hemd an. vn̄ floch bey d̓ nacht von danne. Darnach vber drew iar gieng des ſelbigē biſcho ffs ca plan gen Ieruſalē. da bat in d̓ biſchoff gut lichē dz er vnd̓ geyſtlichē leute vorſchet nach einē menſchē dz hieß pelagia vn̄ nit pelagius da weſt d̓ caplan nit wen er meynet vnd wolt wenē es wer ein brieſter. vnd fraget mit vleyſ darnach. vn̄ zu letzſt vand er ſy beſchloſſen in einer zellē vnd̓ dē berg Oliueti. da bekant ſie in als bald. Aber er bekant ir nit von groſſer keſtigung dy ſy het gehabt. da gruſt er ſy von des biſchoffs wegē. da fragt ſy wyer ſich ge habt. vn̄ embot im er ſolt got fur ſy bitte. vnd bat den caplan er ſolt gott auch fur ſy bitten. dz gelobt er ir. vn̄ ſchyd damit von ir. da fra get er vberal wz mēſchē es wer. da ſprach ein munich es wer ein brieſter. wan̄ ſy hettē ſy fur einē brieſter. vn̄ ſagtē im vil von ſeiner heylig keyt. Vn̄ da er dz hoͤrt da lieff er bald wid̓ zuͦ ir. vn̄ rufft lang da antwurt im nyemāt. da tet er dz venſter auff. vn̄ ſah hinein da ſah er dz ſy tod wz. Da erſchrack er gar ſer. vn̄ ſaget es dem biſchoff von Ieruſalē vn̄ den munichen. Da giengen ſy mit im vnd trugen ſant Pela gia auß der zellen. vnd funden dz ſy ein fraw was. Darūb lobten ſy got. vnd legten ſy in ein wirdiges grab mit geſang vnd mit vil groſſer andacht. Da kam der Caplan wid̓ zu dem bi ſchoff. vnd ſaget im wz er geſchen vn̄ gehoͤrt het. vn̄ ſy het im embotē wie er ſy getaufft het vnd het ſy Pelagia geheyſſen. Darumb dz ſy nyemant bekant vn̄ got verborgēlichē dienet mit gantzē vleyß tag vn̄ nacht biß an ir ende. damit verdienet ſy die ewigē freude. Nū bit ten wir die liebē frawen ſant Pelagiā durch ir ſeliges leben das ſye vns vmb gott erwerb auch die ewigen freud. Amen. Von ſant Margarita fſlargaritā Argarita die wz zu mal ſchoͤn vnd edel vnd reich. vn̄ wz Lein criſtin. vnd het got gar lieb. vnnd dienet im mit vleyß. vnd was zuͦchtig. vn̄ eines erbern wandels. vnnd ſchemig das ſy ſich nit wolt laſſen ſehen. Da gelobt man ſy einē iung ling vnnd bereytet ſye mit groſſen eren zu der hochzeyt mit alle dem das darzu gehoͤret. vnd da nun die braut vnd die iunckherren vnnd die iunckfrawen vil kurtzweyl mit tantzen vn̄ mit ſeytenſpil hettē. da entzundet der heylig geyſt ſant Margarita ir hertz vnd betrachtet innie klich das ſy von der welt freud dy kron de rey nigkeit verlure vnd viel auff die erd. vnd wey net gar ſer. vnd bat den almechtigen gott mit andacht das er ſie behutet. vnnd verſchmehet die freud dyſer welt als einen miſt. vnnd huͤt ſich vntz zu mitternacht vor dem mann. vnnd empfalhe ſich got. vnnd ſchnyt ir da ir har ab. vnd floch heymlichen in manns cleydern verr zu einem cloſter da waren munich inn. vn̄ hieß ſich Pelagium. Da nam ſie der abbt von ires furbets wegen in den orden. Da hielt ſye ſich als geyſtlichen vnd als tugentlichen das ſy d̓ abbt vnd die alten herren vber ein frawen clo ſterzu pfleger ſatzten das muſt ſy thun. vnnd furſah ſie mit allem dem das in not wz an ſel vnd an leyb mit groſſer weyßheit. Des haſſet der boͤß geyſt vn̄ betrachtet wie er ſy zu ſchan den moͤcht bringen. Nun was ein iunckfraw anſſerhalb des cloſters die was eines kindes ſchwanger wor den. Da wurden die iunkfrawen vnd die mu nich ſer betrubt vnd ſchuͤff der boͤß geyſt das man Pelagium des kindes zyge vnnd es wer ſein. darumb triben ſy in mit ſchanden auß dē Mloſter. vnnd vermauerten in inn einem velſe. da pflag ſein ein vnbarmhertziger munich d̓ gab im nicht gerſtins brotts genug. das leyd ſy alles gedultigklichen durch got. vnd danck et got ſeiner genaden. Darnach vber lang da ward ſy ſiech vnd wolt ſterben. da ſchreyb ſye dem abbt vnd den munichen einen brieff. Ich laß euch wiſſen das ich ein iunckfrai bin. vn̄ von edlem geſchlecht geboren bin. vnnd heyß Margarita vnd darumb hab ich mich Pela gium geheyſſen das ich in dem cloſter deſter ee auff genummen wurd. vn̄ darinn got moͤcht gedienen vnd bin nun kummen zu meinē letz ſten ende dz hab ich beſchloſſen in gottes lob vnd ich bit euch das ir meinē leychnam in dē frawencloſter begrabt. wann ich hab mit dem vnſchuldigen leyden verdient die ewigē freu de. Vnnd da ſie den brieff geleſen hetten. da lieffen die munich vnd dy nunne zu dem velſe. da was ſie tod. vnnd funden das ſy ein iunck frar was. Da wurden ſie all leydig das ſy ſie als hertigklichen gebuͤſſet hetten vnſchuldig lich. da begruben ſie den leychnam mit eren in dem cloſter. Nun helff vns die heylig iunck frawe auch vmb got erwerben dy ewigē freu de Amen. Von ſant Ffranciſcus leben. Von ſant Ant jfranciſcus iſt geborē vō d̓ ſtat Aſſis. vn̄ het einen reychen vater d̓ het den ſun gar lieb die weyl er d̓ welt dienet. vnd da ſant Franci ſcus zweintzig iar alt wz da ward er gar ſiech vnnd gedacht innigklich daran das die freud dyſer welt zergengklich iſt. vn̄ er bekeret ſich zu got. vnd meynt er wolt ſein lebē beſſern. vn̄ wolt nach den ewigen freuden werben. Vnd da er den guten furſatz in ſeinem hertzen het. dahalff im got dz er geſundt ward. Da trach tet er wie er lebet das er got wol geuiel. vn̄ be kummert ſich nit mer mit dē gut. vnd floch gu ten gemach vnd lebet hertigklichen. vnd gab einē betler ſeine cleyder an vnd nam das almu ſen mit den armen vor der tuͤr. ¶ Eins mals da was er in d̓ kirchen vn̄ knyet vor vnſers herren bilde. vnnd bat gott mit an dacht das er in einen weg leret d̓ im loblichen wer. vnd im vnd allen menſchen nuͤtzlichen we re. Da ſprach vnſer herr auß dem bild. Fran ciſce franciſce mach mir mein bild wider das du ſiheſt als ob es nyder woͤll fallen. Da ver ſtund er ſich wol dz er die kirchē meynet darin̄ er betet. vnd nam ſeines vaters gut. vn̄ mach et es zu pfenningē. vnd bracht es einē brieſter ynd hieß in die kirchē damt bawen. Da ward es ſein vater innen das er im das gut hin het. ci das thet im zoren. vn̄ vieng in. vn̄ hieß in greu lichen ſchlahē. dz leyd er durch gott. da ſchluc man in als lang biß das er den ſchatz wider bracht. vn̄ warff ſeine cleyder vō im vn̄ ſprach zu ſeinem vater. nym hyn ich hab deines gutz nicht mer. vnd da nun d̓ vater in in̄ dē hembd ſah. da ſprach er. Ich hab meines ſuns ſchan de dauon wil ich ſein nicht zu einem kind ver iehen. da achtet ſant Franciſcus der rede gar kleyn. wann er wolt lieber gottes kind ſein. ¶ Darnach floch er nur in dē hembd vō ſeynē vater. vnd keſtiget ſeinen leyb. vnnd zoch ſich von allen irrdiſchen wolluͤſten. vnd warb nach den ewigen freuden die keyn menſch nye ver nam noch keyn menſch nye geſahe. noch keins menſchen oren nye gehoͤrten. Nach dem rich tet er alle ſeine werck vnd gieng in der ſtat zu einē guten man̄ der wz ein biſchoff vn̄ ſprach zu im. mein vater wil mein nit zu einē kind ha ben von des boͤßen gutz wegen. dauon bit ich dich durch gott das du mein vater ſeyeſt. Da empfieng in der biſchoff lieblichen. vn̄ ſprach das wil ich gern thun. Alſo belib er bey im vn̄ gieng gern gen kirchen vnd gen predig. vn̄ be hielt dy gottes gebot fleyſſiglich in ſeinē her tzen. ¶ In einē wintter da was es gar kalt. da er ſah in ſein bruder nackent beten vnd gieng in einer kirchen vnd het gar wenig an. da ſprach er zu einem man̄. Eya bit Franciſcū das er mir auß dem armen cleyde einen ſchweyßtropffen geb zukauffen. das hoͤrt er vnd verſtund dz ge ſpoͤtt wol. vnnd ſprach. Ich wil vnſerm herren Ieſu criſto allen meinē ſchweyß zukauffen ge ben. wann der iſt ſo milt das er mir es hoh ver gilt. dz geſpoͤtt vertrug er guͤtlichen. da ſprach die ſtym gottes zu im. Franciſce vertrag das boͤße vmb das gutte. das ſuͤß vmb das ſawer Franciſcen .CLXXXVII. vnd verſchnech dich ſaler wit du dich eken nen. ¶ Iu einē mal bran ſant Franoſco ſein hertz in gantzer lieb zu gott. da giēg ein auſſetziger man zu im der was gar vngeſtalt. da gieng er gutlichen gegen im. vn̄ halſet vnd kuſſet in au den mund. da verſchwādt der auſſetzig mēſch zuhand. da mercket ſant Frāciſcus wol dz im vnſer herr erſchynen was. vn̄ ward vol genad. vnd lieff hin bald zu den auſſetzigen vnd kuſ ſet in allen re hend. vnd beweyſet in alē groſ ſe demutigkeit. ¶ Eines mals da hort ſant Franciſcus das ewangeli wie vnſer herr Ieſus criſtus ſein iun ger hieß predigen vnnd wie er ſy het gelert ſie ſolten nit ſchuch noch taſchen tragen. vnd ſol ten nuͦr einen rock habē. Da ſprach er des hab ich lang begeret. Vn̄ darnach hett er nur einē rock vnd gieng furbaß alle zeyt barfuß. vnnd guͦrtet ein ſeyl vmb. da gewan er vil geſellē dy ſein ſelige gewonheit auch hielten mit hertem ſtrengem leben. vnd predigten in dem land dē froſſen lon den got den ſeligen menſchen wil geben die ſich vor ſunden huͤten. Da kamē vil meyſter vnd pfaffen in den orden dy empfiēg er gutlichen. Da het in der babſt Innocencius gar lieb. vn̄ beſtetiget im den ordē wy er wolt Da gebot er ſeinē brudem das ſie arnm weren durch got. ¶ Iu einem mal da gieng Francſcus vber veld. da ward er muͤd vn̄ kranck. da ſaß er auff einen eſel vnnd rytt. da gieng bruder eherhart mit im der gedacht im. reyt er vnd gee ich das iſt vnbilichen. wann ich bin edler dan̄ er. Da bekant ſant Ffranciſcus ſein gedeneken wol in dem geyſt. vnd trat bald von dē eſel vn̄ ſprach Ich wil geen vnd dich reyten laſſen. darumb das du edler biſt dann ich. Da nam den bru der Eberhart ſer wunder das er ſein gedan cken weſte. vnnd gewan rew vmb dy gedanckē vnd bat in dz er in ſein ſchuld vergebe vnd ij darumb buͤſſet. Eins mals da gieng ein bruder mit in der het in gar lieb. da ſprach ſant Frācſcus. Ich weyß einen menſchen den hat got alſo lieb dz er in dyſen landen kein hunger iar leſt kumme die weyl der menſch lebt. Da ſant Franciſcus geſtarb. da ward ein groß hunger iar. Da er ſcheyn er dem ſelben bruder vnd ſprach zu im. Nun merck das nach meinem tod ein hunger iar ſt kumnen. das ließ got durch menen wl len dy weyl ich lebt. dz hab ich dir vor geſagt. Der lieb heylig ſant Franeſcus ſager kunff tige ding offt. zu einē mal kam einer in ſeinē orden d̓ tyb falſche heyligkeit vn̄ wolt vor tiſch ſchweygē vnd wann er beychtet ſo wolt er auch nit rede. vnd zeyget mit den vingern ſein ſunde. vnd dz treyb er manigen tag. vnd das hetten die bruͦ der fur ein weyßheit. Da dz ſant Franciſcus hort das thet im zorn vnd ſprach zu den bruͤ dern zwinget in das er alle wochen redlichen mit worten beychte. des wolten ſy in bezwun gen haben. Da gieng er auß dem cloſter wann er wolt das recht nit volbringen. ¶ Eines mals da gieng er durch einen wildē wald. da ſah er einen krancken man der het nit zutrincken. da rufft der heylig herr ſant Fran ciſcus got mit ernſt an. da entſprang als bald ein ſchoͤner brunn. da ward der ſiech gar fro. vnd labet ſich da von. Iu einer zeyt da kam der heylig herr ſant Franciſcus an einem Oſtertag gen kirchē zu etlichen bruͤdern die wurden gar fro. vnnd da man eſſen wolt da ſah er wol das ſie genung ſpeyß vnd trinckens hetten. da ſah er nach ar men leuten vmb vnnd ſah nyemant. da gieng er fur des cloſters thuͤr vnnd leget ſich an als ein armer man. vnd ſetzet einen huͤt auff. vnd klopffet an nut einem ſtab. vnd ſprach. Thut auff durch got vnd lat euch einen ſiechen bil grim erbarmen. Da thet man im auff. vnd aß demuͦtigklichen was ſie im gaben. vnd thet da den hut ab da erkanten ſie in wol vnd daucht ſie wunderlich. Da ſprach er ich wil euch ſage roz ich da mit gemeynt hab. Ich ſah den tiſch wol bereyt mit eſſen vnd mit trincken. vnd ſah nit armleut die das almuͦſen namen. Wann al les vnſer heylligt daran das wir mitteylen dē armen was wir haben. Der lieb heylig herre ſant Franciſcus hett all zeyt armut lieb. vnnd hieh die arnen leut ſen freind vnd ſein briß der. Eines mals da kam er in ein ſta. Da was gar groß krieg darinnen vnnd wolten ſich die leut anemander ſchlahē. Da ließ got den hey ligen herren ſant Franciſcun vil boͤßer geyſt ſehen die das ſelb volck zu dem zorn reytzten. Da ſprach er zu ſeinem geſellen Gee bald zu der ſtat thor vnd gebeudt den boͤßen geyſten Voff fant bey vnſern herren Ieſu criſts das ſy weychen ſo gewinnen die leut frid. da gieng Silueſter zu dem thor vnd ſprach. Ich gebeut euch bey got vn̄ bey ſant frāciſco der mich her geſandt hat das ir boͤßen geyſt fliehent. das theten ſie zuhand. da gelag d̓ krieg vnder dem volck. ¶ Ein weltlicher brieſter d̓ hieß Silueſter. d̓ lag des nachtes vnd ſchlieff. da ſah er dz ſant Frāciſco ein ſchons guldins creutz auff ſeinē mund hieng das was als groß das das ober ort an den hymel gieng. vnd die zwey nebē oͤr ter giengen an der welt ende. Da nun d̓ ſelbig gut pfaff Silueſter erwachet. Da gedacht er im was das bedeutet. vnd kam in der barfuſ ſen orden. vnd lebet ſeligklichen darin. vnd wz der Silueſter der den boͤßen geyſten gebot dz ſy außfuͤren. ¶ Eins mals da warff d̓ boͤß geyſt ſant fran ciſco bekorung ein. Da nam er ſein gurtel mit den knoͤpffen vn̄ ſchlug ſich ſelber darūb. dē noch ließ d̓ veind nit ab. vn̄ machet dz in fraw en vnd kind geluͤſtet. Da gieng er in den ſchne vnd weltzet ſich darin̄ vnd machet auß ſchuee knollen vnd ſprach zu im ſelber ſich Franciſce dz iſt dein fraw vn̄ deine kind dy freuret kleyd ſy bald. ſie hungert garſer gib in zu eſſen. vnd da er nit zu eſſen het. da ſchlug er dy ſchnebal lē all vber emand̓. vn̄ dāckt got dz er ir nit het. ¶ Eines mals da bat in ein Cardinal das er in ſein hauß kem. das thet er vnnd beleyb ein weyl darinn. Da kamen die boͤßen geyſt eines nachtes mit einē groſſen gebracht zu ſant frā ciſco vnd griffen in an vnd ſchlugen in gar ſer Da ſprach er zu ſeinē geſellen. darumb dz ich mit dem herren wolgelebt hab als mit meinē brud̓. ſo verhenget got vber mich das d̓ veind die ſuͤnd von mir ſchlecht. doch hab ich ſye all gebuͦſt darumb ſo ilich des morgens hinfā ren das thet er auch. ¶ Eins nachtes was er an ſeinem gebet du hoͤrt er ein groß gebrecht von den veindē auff dem tach. die wolten in in ſeiner andacht geir ret haben. da geſegnet er ſich vnd lieff fur dye thuͤr. vnd ſprach zu in. was euch got vber mich erlaubt hat das thut mit mir. vnd wiſt das ich keinen groſſern veind hab den̄ mein ſelbs leyb dauon rechet mich an im. Vn̄ da ſie ſein ſlyn hoͤrten da fluhen ſie hin wann ſy veriaget got durch ſein groß gebet. ¶ Enromels dary ſoyt fienoſas geſel an ſeinē gebet da ward er entzuckt. vnd ſah in den hymel. vn̄ ſah vil ſchoͤner ſtuͤll dy ware wol gezyret. vnd ſahe einē herrlichē ſtuͦl in der mit te in liechtē ſcheyn. da het d̓ brud̓ gern geweſt wem d̓ koͤſtenlich ſtuͦl ſolt. Da ſprach ein ſtym zu im. von dē ſtuͦl ſeind die veind die boͤßen en gel geuallen vmb ire hoffart in d̓ helle grund. Nun wirt ſant Franciſcus den ſtul beſitzen vmb ſein groſſe demutigkeit die er hat. vn̄ da d̓ brud̓ erwacht. da gieng er zuͦ im vn̄ fragt in wz lebens er het. da ſprach er. ich bin ein ſuͤnd̓ vnd demuͤtiget ſich ſelber. ¶ Eines mals da wz er zu Rom vn̄ was ſant Dominicus auch da. wan ſy ware beyd liecht d̓ heyligē criſtenheit. vn̄ giengen beyd zu eine biſchoff d̓ ward hernach babſt d̓ bekāt ir hey liges leben wol d̓ ſprach zu in. ich rat wol das das man ewer bruͤder zu groſſen Prelaten vn̄ aͤbten vn̄ zu biſchoffen mach. wan ſy habē eyn ſeligs lebē. vn̄ ſeind d̓ oriſtēheit noch wol nutz Das wid̓redten ſant Domunicus vn̄ ſant Frā ciſcus vnd ſprachē. Haben vnſer bruͦd̓ ein ſeli ges leben vn̄ dz habe ſy von got. wir woͤllē nit verhengē dz man ſie zu keiner weltlichen wir digkeyt gebe. Der lieb herre ſant Ffranciſcus mercket wol an den ſternen vnd an d̓ ſunne vn̄ an dē firmament wie ſie mit ſchoͤnē liechte in gottes lob brunnen vn̄ bat ſie mit andacht dz ſie irē ſchoͤpffer eretē d̓ ſy geſchaffen hett. Er eret auch voͤgel vnd wuͤrm vn̄ bat ſy dz ſie got erte. da het er auch gewalt vber ſie wan̄ ſy ſun gen vnd ſchwigen wen er wolt. ¶ Eines mals da geng er von Rom auff ei ner heyde. da ſaſſen vil voͤgel. da gieng er von ſeinē geſellen vn̄ gieng zu de voͤgeln. da ſaſſen ſy all ſtill. Da gieg im ſein geſelle nach. da pre diget er den voͤgeln vnd den agerleſtern. vnnd ſprach hoͤrt lieben bruͤder ir ſolt ewern ſchoͤpf fer loben vnd eren. wan er hat euch federn ge geben das euch der lufft ich ſchade. vnnd hat euch flugel gegeben das ir fliegent wo ir wol let. vnd hat euch den lufft verlihen. vnnd hat euch ſpeyß geben on alle ſorg. Dauon lobt in mit aller krafft. Da flugen vil ander voͤgel zu. vnnd was ir geſang manigerley. vnnd reckten ire flugel gegen dem groſſen heyligen mann. rn̄ ſaſſen auff ſeinen rock vn̄ auff ſein gurtel. vn̄ da er in auß geprediget het. da gab er in vx laub. da flugen ſy all hinweg. Eins mals da wolt er predigen vnnd het vl volckes vor imi Franciſcen .CLXXXVIII. Oa kamen vil ſchwalben vnd flugen zu im vn̄ irrten in das in das vock nicht gehoͤren mocht Da ſprach er zu in. Liebē ſchwalben meyn lie bē ſchweſtern lat ewer ſchallē. wan̄ es iſt zeyt das ich predigen ſol. da ſchwigē ſie all. da pre diget er auß. vn̄ wen er den fogeln rufft ſo flu gen ſie im zu der hend. ¶ Eins mals da ſaß er in ſeiner zelle. Da wz nahent bey ſeinē venſter ein veygenbaum dar auff ſaß ein vogel das was ein heym vn̄ ſang. Da zwang ſant Franciſcū die liebe dye er zu den creaturē het das er dem vogel zu hort. vn̄ ſprach. fleug her du liebes vogelein. da flog es auff ſeinen rock vnd ſchweyg ſtill. da ſprach er zu dem vogel. Nū ſing du vil liebes vogelein dem zu lob der dich geſchaffen hat. Da ſang es im froͤlichen auff d̓ ſchoß biß das er im vr laub gab. Der lieb heylig was got gehorſam vnd vnterterig. ¶ Iu einem mal da gieng er zu ſeinen geſellē da funden ſie einen beuttel vol pfenning. Da verſchmehet er dz gut. da het es ſein geſell ge ren genummē. vnd het es den armen leutē ge ren gegebē. Da ſprach ſant franciſcus. wir ſol len kein gut nicht nemen dz nicht mit recht vn ſer iſt. Da bat in ſein geſell mit vleyß das er in das gelt ließ nemen. das er es armē leutē geb Da ſprach ſant Frāciſcus ſein gebet mie ernſt zu got. vn̄ hieß ſein geſellen den beuttel nemē. vnd da er in auff thet da wz ein ſchlang darin̄ Da ſprach er zu ſeinē geſellen. nun ſihe lieber geſell wie dz zergencklich gut des boͤßen gey ſtes vergifft iſt. ¶ Nun was ein brud̓ des ſelben mals d̓ hett vil anfechtung von dē boͤßen geyſt dz was im gar leyd vn̄ gedacht in ſeinē hertzen. Ach lie ber herr das mir ſant frāciſcus etwas mit ſey ner hand ſchribe ſo vergiēg mir villeycht mein anfechtung. vnd dorſt im doch auß ſcham das nicht offenbaren. das erkant ſant franciſcus in dem geyſt. vn̄ ſprach zu dē ſelbē brud̓. Sun bring mir papir federn vn̄ tinttē. wan̄ ich muß etwas ſchreyben got zu lob. da wz d̓ brud̓ gar fro vn̄ bracht im wes er bedorfft. vn̄ er ſchryb im einē brieff vn̄ ſprach zuͦ im. du ſolt dē brieff behaltē biß an deinē tod. dz thet er. vn̄ behielt den brieff. da vergieng im all ſein anfechtung. Da ſant frāciſcus ſterbē wolt da gedacht i d̓ brud̓ dē er dē brieff geſchribē het. ach moͤcht wmir ſein rock werdē ſo wer ich fro. dē gedack weſt er aber als bald vn̄ ſprach zu im. wen̄ ich geſtirb ſo hab dir meinē rock. da ward er fro. Eines mals da luͦd ein reycher man ſant ¶ franciſcū vnd ſprach zu im. Iſß mit mir was ich dir gib durch got des bit ich dich. vnd das thet er. vn̄ dy weyl er zu tiſch ſaß da kam einer fuͤr den tiſch d̓ wz im gar veind vmb ſein pre dig. vn̄ het in gern geſchēdet. vn̄ bat ī dz er im ein almuſen geb. da gab er im ein tiech vō einē capaunē das behielt er biß an dē andern tag. da ſant franciſcus prediget. da nā er dz tiech vn̄ ſprach. Seht wy er euch betreugt. mā ſagt er ſey heylig ſeht was eryßt. das tiech gab er mir nechtē auß ſeiner ſchuſſel vō einē capaun̄ Der ſchandē achtet er nit durch got der halff im auch dz dz fleyſch zu viſchen ward vnd̓ ſei nē hendē. Da ſprach dz volck du haſt boͤßlich auff in gelogen. Da erſchrack d̓ boͤß man gar ſer. vn̄ bat in dz er im das vergeb. da ward der viſch wider zu fleyſch. ¶ Sant franciſcus weynet gar ſer an ſeyner andacht dz er bloͤd augen gewan. da baten in ſein bruͤd̓ dz er nit als ſer weynet dz er ſein ge ſiht icht verluͤre. Da ſprach er. Wir ſullen des liechtes als vaſt nit ſchonen das wir nuͦr mit den tyerē gemeyn habē. wir ſuͤllē nach dē ewi gen liecht werben. wan̄ im was goͤtlicher troſt lieber dan̄ das er das weynen ließ. ¶ Eins mals wz ſant franciſcus gar kranck. doch wan̄ er weyn mocht gehabē d krefftiget in gar ſer wol. da kam er in ein ſtat da wz keyn weyn innen. da bracht man im ein waſſer dar uber macht er ein creutz in dē namen gottes. da ward dz waſſer zu gutē weyn. von dē weyn ward er gar ſtarck. Sant franciſcus bat ſeinē geſellē dz er in vor den leutē ſchuͤlt. vn̄ ſprach. daran lern ich tugend vnd demuͤtigkeit. dz tet er nit geren vn̄ tet es doch vn̄ ſprach zu im. du biſt ein rechter bauer vnd ein vnnutzer kauff man. da ward er gar ſer fro. vn̄ ſprach. nun lon dir got du ſagſt mir dy rechtē warheit. er ge dacht ſtetigklichē an got. vn̄ dē engel ſant mi chel het er ſund̓lichē lieb. vn̄ machet im ein vi gilg an ſeinē abent von ſeiner hochzeyt. Vnd̓ weylen iaget in d̓ geyſt gottes auff einē berg. da belib er viertzig tag vnd betet vnd weynet got zu lob. ¶ Iu einem mal was er auff dem berg vor ſant Michels kirchen vnd het ſein hertz vō al ler welt kert vn̄ godacht iungklichē an got vn̄ Von ſant het groß wunder von dem vnmeſſigen gut dz vns got gethan het. dy weyl er daran gedacht da ſah er in die lauttern gotheit. da kam d̓ en gel ſeraphin auß dem hochſten thron von hy mel herab mit ſechs fluͤgeln dy zwen giengen im vber das haubt auff. vnd zwen warē im ob dem leyb vberenander geſchrenckt. vnnd die zwen ware zu einem fluͦg auff gebreytet recht als ob er fliegen wolt. vn̄ des engels arme wa ren auffgeſpannet an ein creutz. vnd was dat an genagelt vnd ſein hend vnd ſein fuͤß warē im durchſtochē als vnſerm herrē an dē creutz. Da das ſant Franciſcus ſahe. da ward er er leucht mit vil genaden. vnnd nam war in ſeinē hertzen wie der engel ſeraphin auß dem hoh ſten thron vor im hieng gecreutziget. vnnd be trachtet die wunderlichen guͤte gottes des va ters das er ſeinē eingebornen ſun wolt laſſen ſterben vnd gedacht im. die lieb hat in an das creutz gezogen als der hie hanget. vnd begert der bitterkeit die gottes ſun leyd dem d̓ engel geleych was. da geſchach ein groß wunder vn̄ zeychen. wan er ſah den engel mit groſſer in nigkeyt an. dz im dy lieb ſein hertz verſchneyd vnd empfieng da dyfunff wunden in henden vnd in fuͤßen vnd in ſein ſeyten. vnd ward vor groſſem ſchmertzen ein mertrer vor got. vnnd was im an einē yeglichen fuß vn̄ an einer yeg lichē hende als ob er gecreutziget wer. dan̄ dz mit bluͦtt darauß gieng. vnd waren im dy wun den als ob im gar ein duͤnnes fel darauff ge leget wer. vnnd waren hoch als eines nagels haubte. aber dy wunden die in der ſeyten was macht im der rock etwan̄ bluͦtig. vnd wen̄ man in fraget wannen das blut kuͤmen wer ſo wolt er es nit ſagen. vn̄ parg alle zeyt hend vn̄ fuͤß mit den ermeln vnd decket ſy damt. vnd da er geſtarb da ſahen ſy dy wundē. wywol ſy ir et lich auch ſahen in ſeinē leben. ¶ Eines mals da hoͤrt ein weltlicher man ſant Franciſcū predigen. da ließ in gott zwey liech te ſchwert ſehen vor ſant Franciſco bruſt. Da er das groß wunder ſahe vnd auch ſein gutte lere hoͤrt da kam er in ſeinen orden vnd lebt ſe ligklichē darin̄ biß er geſtarb. Wen̄ ſant fran ciſcus zu den ſiechen gieng ſo thet er ſein ge bet vber ein brot. wen̄ das die ſiechen aſſen ſo wurden ſy geſundt. vnd macht auch waſſer zu wein. wan man das einem ſiechē gab ſo ward er auch geſindt. Nlin ward ſont frenaſcus ſiech daließ er ſich auff dy bloſſen erden legē vnd meynt er wolt ſterben. da kamen dye bruͤd̓ all. da gab er in ſeinen ſegen vn̄ hielt dy man dat mit in. da was in allen gar leyd vmb in. vn̄ da im der tod nahnet da ſprach er. wilkummen mein lieber bruder der todt. du wilt mich von dyſem leben nemen vn̄ damit verſchied er mit groſſer andacht. vnd fur ſein ſel zu den ewigē freuden. Da ſahe ein bruder ſein ſel in weyße als ein ſtern. gleych in der groͤß dem mon̄. vnd liecht ſcheynend als dy ſunnen. ¶ Ein land dz heyſt Terlabor da wz ein guter diener mit namē Auguſtin der wolt auch vmb die ſelben zeyt ſterben vnd hett lang nichts ge red̓t. vnd da ſant Franciſcus ſtarb. da ſprach er ernſtlichen. beyt vater beyt mein. ich wil ye tzund mit dir. da weynten dy bruͤder all ob im. vnd hoͤrten das wunder. vn̄ baten in das er in ſagt was er damit meynet. Da ſprach er. ſeht ir nit vnſern vater ſant Franciſcum der wil zu den ewigen freuden faren. vnd ſtarb als bald vnd fur mit ſant Franciſco zu den ewigē freu den. da hoͤrten dy bruͤder das er vmb die ſelbi gen zeyt verſchyden wz. da begrub man ſeine heyligen leychnam zu aſſis da hat er ein ſchoͤ nes muͤnſter. ¶ Eins mals da was ein man in Apulia der hieß Rogerus d̓ zweyfelt an ſant Franciſcus wunden. vnd zu eine mal da betet er vor ſeinē altar darauff was ein bild gemacht nach ſant Franciſco dz het die wunde auch. da gedacht er jm. Lieber herr weder iſt es war oder gelo gen das er dy wunden hat gehabt. oder habē es die barfuſſen erfunden vn̄ da er im alſo ge dacht da het erhentſchuch an. da hoͤret er ein ſchlag als eī armbroſt. da ſchoß im eins durch ſein gelincke hand als ein pfeyl. Da geſchach im gar wee. Da ſah er dy hand an da was der hendtſchuch dennoch gantz. Da thet er in ab. wan̄ die hand thet im garwee. da was im die hand als der mit einē pf eyl dardurch geſchof ſen het. da gelaubt er hinnach ſant franciſcus wunden wol vnd bat in mit groſſem vleyß dz er in geſundt machet. dz thet er vber drey tag. Da nun dy wunden manig menſch geſehē het da ward er gar fro vnd dancket im ſeiner ge naden. ¶ Iu einē mal da was ein man der hett ſant Franciſcum gar lieb. vnnd gieng gewonlichen Franciſcen .CLXXXjX. zeyten. wann er was ein frummer menſch. vnd betet gern. vnd zu einē mal hetten die bruͦd̓ cō plet geleuttet. da was der gut man auff dem weg vnnd wolt dar ſein. Da kamen boͤß leut an in die waren behafft mit dem boͤßen geyſt. vnd ſchlugen in in dem ſelben zorn nyder. vnd ſtieß einer ein ſchwert durch in vnd ließ es ſte cken vnd fluhē bald. da lieff ſein fraw ſchrey ent zu vnd weſt nyemant wer den ſchaden ge than het. vnd clagt vnd weynt vnd was ir gat leyd vmb iren man. vnd da dy mittenacht kam das die barfußer metten leutten. da gieng es der frawen durch ir hertz vnd ſprach. Stand auff lieber herr meiner. wann das wz all zeyt dein gewonheit dz du zu metten giengeſt. Da thet got ein groß wunder. wan̄ der wund man recket ein hand von im vnd wincket den leute damit. das man das ſchwert auß im zuͦg. vnd zuhand ſprang das ſchwert vō im. da ward er wol geſundt vnd ſprach. nun lon dir got heyli ger franciſce. vn̄ ſaget den mēſchē er wer ber im geweſen. vn̄ ſprach. er hub ſein heylige wu den an mein wundē da ward mir baß. da wolt er von mir ſein ee ich geſundt ward. da winck et ich im mit der hand das er dz ſchwert auß mir zoch. da machet got vnnd er mich wol ge ſundt. vnd furbaß dienet er im mit vleyß lie ber dann vor. ¶ Eines mals da wz ein armer man der ſolt einem reichen gelten das wolt er ye haben. da bat er den reychen das er im ein lenger zil ge be das wolt er nit thun. das was im leyd. vnnd bat in durch ſant Franciſcē willē dz er beytet biß an den andern tag. Da ſprach er. Ich will dich des heyligen laſſen genieſſen vn̄ wil dich einſperren ob er dich muͤg erloßen. vn̄ ſperret in ein. da kam der lieb herr ſant Franciſcus zu im. vnd troͤſtet in vnd loͤßet im alle ſeine band auff vnnd bracht in geſundt heym. da ward er fro vnd dancket got vnnd ſant Franciſco irer genaden. Iu einem mal da baten dy barfußer einen man das er in einē wagen lihe ein cleyne weyl. da ſprach der man wol hin ir munich ich wolt lieber ewer zwen ſchinden den̄ dz ich euch ein rad oder eine wagen lihe. Da kam zuhand dy rach gottes auff ſein kind das es ſtarb. da wz dē vater leyd vmb den ſun. vnd gewan ein rew vnd viel weynent nyder fur dz kind vn̄ ſprach. v eyliger Franciſce mir iſt leyd dz ich die erzurnet hab mit meiner torheit. O heyliger vater du haſt dem kind vnrecht gethan es iſt vnſchuldig daran. ich hab vbel gethan du ſol teſt mich ertoͤt haben. vnd ſprach. O heyliger Franciſce gib mir das kind wider. vnd ſchrey als lang biß ſich das kind wol geſundt auff richtet vnd ſprach. vater biß fro vnd merck wz ich dir ſag. ich was tod vn̄ was gar verr in ein ander land kummen. da nam mich ſant Fran ciſcus in ſein hut. vn̄ bracht mich in ein gruͤne wyſen. da ſprach er zu mir das ich herwid̓ kem du wereſt gar ſer betrubt. da ward ich wid̓ le bentig. da ward der vater fro. vnd dancket got vnd ſant Franciſco irer genaden. ¶ Es was eins mals ein boͤßerritter wenn d̓ hoͤrt dz man von ſant Frauciſco heyligkeit ſa get das thet im zorn. vnnd wolt ſein nit gelau ben. Nun ſpylet der ritter eins mals da wz er zornig vnd ſchalt wann er verlor. vnd nam die wurffel in die hand vnd ſprach. iſt ſant Fran ciſcus als heylig als man ſaget ſo ſol er mich achtzehen augen laſſen werffen. vnd dy weyl er dz redt. warff er die wurffel auff. vn̄ warff auff dreyen wurffeln auff yeglichē ſechß au gen. vnd alſo warff er neunſtund nach einand̓ ye achtzehen augen. dennoch was ſein hertz bſind. vnd wolt ſein heyligkeit nit erkenne. dar nach ſprach er aber. iſt ſāt frāciſcus als heylig als man ſagt ſo muß ich heut an eine ſchwert ſterben. da erſtach in ſeiner ſchweſter ſun als bald mit einē ſchwert dē het er vbel zugeredt alſo rach got den lieben heyligen. Eines mals was ein guter man d̓ hett ſant Franciſcu gar lieb. der het einē boͤßen fuß vn̄ mocht nyendert kummen. vnd wz man in dar an ertzneyet das halff alles nit. da rufft er dē heyligen an mit andacht. vnd ſprach. O heyli ger franciſce. nun hab ich dich auff erden ge ſehen vnd hab dich auff meinē eſel gefurt. vn̄ hab dir dein fuß gekuͤſt. nun hilff mir an mei nē fuß des bit ich dich. da erſchyn im ſantfrā ciſcus mit einem ſtab den duncket er im in ſein beyn. da ward er geſundt. vnd ward fro. vnd dancket im ſeiner genaden. ¶ Iu Rom da vel ein kind zu einē vēſter hin auß das es ſtarb. dz wz ſeinē freundē leyd vn̄ rufften ſant franciſcū mit ernſt an. vnd baten in das er in huͦlff das dz kind lebentig wuͤrde als er andern menſchen vor offt gethan hett. int rau Von ſant ciſcus willen vnd macht dz kind lebentig. ¶ Eines mals da wz ein fraw tot in iren ſun den. da bat ſant Franciſcus vnſern herren fur dy frawen. da ward ſie wid̓ lebentig. vn̄ beych tet all ir ſund. vnd ſaget wie ir d̓ lieb herr ſant franciſcus geholffen het Es was ein fraro vnnd ein man auff einer burg dy hetten nur ein kind dz ſtarb in. da wz in leyd vmb das kind. wan̄ ſy hetten keyn kind̓ mer. Da het die fraw ſant Franciſcū lieb. vnd rufft in mit ernſt an. vnd entſchlieff alſo. da kā ſant Franciſcus zu ir vnd ſprach. wie weyneſl du vmb dein tochter. mir iſt von got gegeben das ich dich dein tochter geſundt ſol laſſen ſe hen. da erwachet dy fraw. da het man dy toch ter auffgehebt vnd wolt ſy begraben. da lieff ſy bald zu der tochter vn̄ griff ſy an vn̄ ſprach. Hilff mir heyliger herr ſant Franciſce. da tet die tochter als ob ſy von dem ſchlaff erwacht wer. vnd ſtund auff friſch vnd geſundt. vnnd dancket ſant Franciſco der genaden. ¶ Iu einē mal viet ein hauß nyder. vn̄ ſchlut einen jungling zu tod. dz wz ſeiner muter leyd do rufftſy ſant franciſcū an. da ward er wid̓ le bentig. vnd ſtund in d̓ nacht auff. da ward dye muter fro vn̄ dancket ſant franciſco d̓ genadē ¶ Es was ein barfußer der hieß Iacob. der ſaß in einē ſchiff bey ſeinē geſellē. da wolt dz ſchiff vnder ſein gangen. da kamen ſein geſel len wol auß an dz geſtat. zuletzſt wolt er auch dar auß treten. vnd trat zuſchwer das er dem ſchiff den boden vmbkert das er in dz waſſer viel. da rufft er ſant Franciſcū an in ſeinē her tzen. vnd ſein geſellen dy ſprachen auch. Hey liger franciſce kum im zuhilff. Da gab im got die weyßheit dz er dē ſchiff an dē grunt griff vnd hielt ſich daran biß er damit außfloß. da wurden ſie gar fro. vnd danckten gott vn̄ ſant Franciſco irer genaden. O du heyliger fran ciſce hilff vns vmb gott erwerben nach dyſem leben das ewig leben Amen. Von ſant Thayſis Hayſis wz ein ſcho ne fraw. vnd wz lang ein offne ſun Iderin. vnd verzeret manigē man̄ ſein gut vn̄ maniger man ſein erb durch iren willen Iu d̓ zeyt da wz ein guter munich d̓ hieß Pa funcius. der hoͤrt von der ſunderin dz was im leyd vmb ir ſel. wann er wz ein guter munich. vij trachtet mit vleyß wie er die frawē von ire ſunden vnd vō irē ſundtlichē lebē moͤcht brin gen. vnd fand eynen klugen ſyn. vnd zoch dye geyſtlichē kleyd̓ ab vn̄ leget weltliche cleyder an dz mā in nit erkant. vn̄ kam zuͦ irē hauß da ließ man in hynem. dy ergerung leyd er durch gott. Da erbot yms dy fraw gar wol wann er trug pfenning. vn̄ furt in in ein kamer dy was gar wol gezyret nach d̓ welt. da ſprach er zu ir Gee wir an ein andre ſtat. da es noch heym licher ſey. da furt in die frawan eī heymlichre ſtat da bat er ſye aber zu dem andern mal. das ſy in furet da es noch heymlicher wer dan̄ da. Da ſprach dye ſelbig ſunderin. Es iſt hie gar heymlich. furchteſt du aber got das er es ſehe dē iſt doch nichts verborgē er ſicht es vberal. Da ſprach d̓ frum munich zu d̓ frawen. gelau beſt du dz d̓ almechtig ewig got ſeinē freūdē die ewigē frend wil geben vn̄ den ſundern dy Thayſis Mc. ewigen peyn der helle vnb ir ſind zu lon. Da ſprach ſy ya. Da ſprach d̓ munich. Eya thayſis auff dem weg biſt du ſeyder du bekenneſt das got die ſund alſo ſer richt. vnnd den guten als groſſen lon gibt in den ewigē freudē. ſo merck wie dich dein ſund vberwundē haben. vnd ge denck daran das du vil menſchē zuͦ ſundē haſt bracht vnd zu peyn der helle. ¶ Da kam d̓ heylig geyſt mit ſeinen genaden vnd erleuchtet der frawen hertz mit ſeinē goͤt lichen liecht. vnnd gab ir als groß rewvber ir ſund das ſy bedacht ſy weryetzund verdampt in der helle peyn. den̄ dy hoffnūg die ſy zu got het dy enthielt ſie das ſy nit verzaget. vn̄ viel fur des munichs Pafuncius fuͤß. vnd ſprach zu im. ſeyd̓ mich dein erbarmung geſuͤcht hat ſo bit ich dich das du got fur mich biteſt. wan̄ ſein guͤt iſt als groß dz er mich durch dein ge bet geru zu genadē leſt kūmē. da ward er der frawe rew fro vn̄ ſprach. Liebe fraw ſteeauf vn̄ rewom dē boͤßen geyſt ſein wonūg. wan̄ dir hilfft got noch zu genade. Da ſprach ſy. vater ich wil dir gern volgē all zeyt. beyt nur eī weyl biß ich mein geding bericht. vn̄ nā vrlaub von d̓ welt. vn̄ trug alles das ſy het. kleyd̓ fuͤrſpāg. vnj vingerlein. wan̄ ſy was reych vnd macht ein fewr. vn̄ verbrēnet es als. vn̄ ſprach. wolher al le dy mit dē ich geſūͤd hab. wan̄ mir iſt es leyd vn̄ ſehēt wie ich dē gut thu dz ich vō euch ge nūmē hab. vn̄ da dz ding als verbran da ließ ſy ir freund. vn̄ gieng zu dē gutē man̄. vn̄ gelo bet im in got mit veſtem eyd dz ſy im alle zeyt wolt gehorſam ſein. vn̄ alles das thun dz er ſy hieß. da wz d̓ munich ein weyſer man vn̄ wolt dz ſy irē luſt mit rechtē lebē erleſcht. vn̄ ſagt ir vil wie ſy ir ſund mit ſtrengē lebē buſſen ſolt. ſo huͤlff ir got das ſie nit mer ſundet. ¶ Dar nach bracht ſy d̓ munich zu einē frawecloſter. vn̄ tet ſy in ein kleyne zell vn̄ verſchlug dye tur. vn̄ legt ein zeychē daran das nyemāt zu ir ein mocht kūmē. vn̄ ließ ein kleynes venſterlein in dye zell vnd hieß ir all tag nuͦt ein mal waſſer bringē vn̄ brott gebē. vn̄ hteß ir des nit genug gebē. dz leyt ſy gern. vn̄ bat in dz er ſy betē ler net. da ſprach er. dein mund iſt alſo boͤß dz du dē name gottes nit da mit ſolt nennē. vn̄ dein augen ſeind alſo ſundig das du den hymel da mit nit ſolt anſehē. du ſolt dich nit gegē im ke rē vnj er ſprach. Herrd̓ mich geſchaffē hat ermer ſprechē. damit giēg er vō ir. da ſprach die fraw dz gebet an vnd̓laß mit groſſer rew. vnd betet mit weynēdē augē. wan̄ ſy het ir fegfeu er lieber hie dan̄ dort. alſo belib dy fraw drey iar in volkūmer buͤß. vn̄ nach dē dreyē iaren ſa get pafuncius dē heyligē antonio vō d̓ frawē dz ſy ir ſunde drey iar gebuſſet hett. vn̄ ſprach zu im. Lieber vater hat dir got nit kund getan dz er ir ir ſund vergebē hab. da ſprach antoni us. wir ſullē gott mit ernſt darūb bittē. vn̄ ſagt ſeine iungern allē vō d̓ frawen. vn̄ ſprach zu in bittēt got alle dz er vns kund tuͦ ob er d̓ frawe ir ſund hab vergebē. dz thetē ſy all. vn̄ rufften got mit ernſt an. ¶ Nun wz ein heyliger mā vnd̓ dē d̓ hieß Paulus. vn̄ wz ſant antonio iu ger auch einer d̓ ward ī dē hymel entzuckt. vij ſah eine ſchoͤnē ſtuͦl des huͤtē drey iunckfrawe da ward im vō got kund gethan. vn̄ ſprach ein ſtym̄. dy erſt iunckfraw iſt forcht vor der helle peyn. dy ander iunckfraw iſt ſchand d̓ ſund. dy drit iſt lieb d̓ gerechtigkeit. da gedacht im pau lus d̓ ſchoͤn ſtuͦl d̓ dort ſteet dē wirt antonius beſitzē. Da ſprach aber ein ſtym zu im. Paulē vernym mein red recht dē ſtuͦl dē du ſiheſt dē wirt dy ſunderin thayſis. vmb dy ſchwern her tē buß dy ſie mit groſſer gedult gehalten hat beſitzē. des geſihtes wz paulus gar fro. vn̄ ſa get es antonio vn̄ pafuncio. da dancktē ſy got vn̄ giengē bald zu d̓ zelle. vnd namē Thayſis herauß. Da ſprach ſye. Eya herr laß mich hyn dy weyl ich leb. wan̄ ich wil gern durch got ley den. da ſprach pafuncius zu ir. gee auß d̓ buͦß. wan̄ got hat dir dein ſund vergebē. Da ſprach dy frars zuͦ im. vater du ſolt wiſſen ſeyd̓ dz ich hereyn kam dz ich mein ſund all tag beweynet hab mit groſſem ernſt. vn̄ dy ſund ſeind on vn derlaß vor meinē augē geweſen. da ſprach er zu ir. dein forcht hat dir gottes barmhertzig keit erworben. des ſolt du got dancken. vn̄ ſolt auß d̓ zell geen des wz im die fraw gehorſam vn̄ gieng auß d̓ zel. darnach lebt ſy nuͦr funff zehen tag. vnd ſtarb in eine gutē furſatz. vnd in einē guten leben vnd fur ir ſel zu den ewigē freuden. Nun helff vns die heylig fraw ſant Thayſis vmb got erwerben das wir hie men ſchen werdē nach ſeinē lob. vnd mugē beſitzē nach dyſem leben dz ewig leben Amen. ¶ Von ſant larcus dem Von ſant Ant Marr der babſt ſiſt von der ſtat Rom geboren. vn̄ wz ein criſten. vnd dient gott mit vil guter vbung. da macht man in zu babſt. da pflag er des ampts mit vleyß. vnd ſaß zwey iar auff dem baͤbſtlichē ſtuͦll vnd acht monat vn̄ zehen tag. Vn̄ der ſelb habſt Marcus ſatzt auff dz die bebſt wol mugen mentel tragen vnd byret zu kirchen got zu lob. Die erſten byret trug er auff dē weg ardiatina. da man in der heyden land geet. vnd die andern byret trug er in der ſtat zu Rom rnd lebet heyligklichen vnd keſti get ſeinē leyb durch got. vnd thet vil zeychen. Iu den zeyten was Conſtantinus Reyſer. der hoͤrt von des babſtes leben ſagen. da gewan er groß genad zu im. vn̄ hieß ein vaß mit roſen ſtoͤcken bringen vberal auß den āckern vn̄ auß dē veld vn̄ hieß vberal vnmb die kirchen pflantzen dē babſt zu eren vnd auch zu einer zyerd. Darnach bracht er zu der andern kirchen die in d̓ ſtat zu Rom ligt eyn ſilbrin platen die wūg dreyſſig pfunt. vnd zwu ſilbrin maß. wag ir eine zehen pfundt. vnd ein ſilbrin kelch. vnd ein ſilbrine kron dy ſchatzt ma auff zehē pfuͤd vn̄ gab auch daran dz man dē kirchoff macht. vnd macht ein Proceſſion. da weyhet man ſi benvndzweyntzig prieſter vnd biſchoff. vn̄ ſi ben ewangelier. darnach ward der babſt ſiech vnnd ſtarb in einem heyligen leben. da fur die ſel zu den ewigen freuden. da begrub man dē heyligen leychna in der heyligen iunckfrawen Sabine kirchoff an dem neunden tag des mo natz octobris mit wirdigkeit. Da feyret d̓ ſtuͦl zu Rom zweyntzig tag nach ſeine tod. dē hey ligen zu lob vnd zuͦ eren. Von ſant Byoniſio Eßbeten ccdxxx. gekleyd mit vil farben vn̄ was ſer zerſchnytē. Da ſprach ſant Elßbet zu im. Sag mir lieber ſun trug mein herr vn̄ der dein auch ſollich ge wand. Meyn er zwar. er trug vns allen demu tigkeyt vor vn̄ vergoß ſein blut durch vns. dar an ſolt du gedēcken. Da ſprach er ich bin arm aller tugent. Liebe fraw bit got fur mich das er mir helff dz ich mich beſſer. Ich wolt gern ewer ler volgen. da ſprach ſy Gee mit mir inn die kirchen. vn̄ furt in mit ir in̄ die kirchen fur vnſers herren marter. vn̄ ſprach. Nymwar wy dein vn̄ mein got fur vns gelyden hat. vn̄ batt mit ernſt fur in. Da ward im ſein hertze ent zundt. vnd ſprach. Hort auff zebeten anderß mir zerſpringt mein hertz ī meinē leyb. ich wil euch gern volgen biß an wmeinen tod. vn̄ ward darnach ein munich zu dē barfuͤſſen. Schyer darnach wolt meyſter Conrat predigē vō vn ſers herren marter durch ſant Elßbetē willen aller meyſt. da ward ſy gehindert von irer ge ſchweyen der Marggrefin von Meychſſen die zu ir was kummen das ſye zu d̓ predig nit kam. das thet meyſter Conrat zorn. vn̄ ſprach zu ir. Elßbet wo wareſt du da ich prediget. da wolt ſy ſich entſchuldiget haben. da ſchlug er ſy ſer. vnd ſprach da zu ir. ein ander mal kum̄. ſo ich dir tuff. ond das hab dir darumb dz du bey dē iungen man̄ vor der kirchē ſtundeſt. da lachet ſy vnd wolt ſich aber entſchuldiget ha ben. da ſchlug er ſy aber ſer das ſy vil ſchmer zens empfieng. da ward ir ſel entzuckt mit dē heyligen geyſt vnd redt nit mer. vnd ſah auff zu got vnd ſprach. Herr ich danck dir deiner genaden das du mich dar zu erwelet haſt. Dz ſchlahen ſahen die dienerin vnnd was in leyd vmb ir frawen. Da meyſter Conrat nun vō ir kam. da fraget ſy Eyſendrut warumb ſye das groß ſchlahen als tugentlich gelyden het. da lachet ſant Eßbet. da ſprachē ſy. Nun ſpurt man doch das blut durch ewer gewandt. Da ſprach ſie darumb das ich das ſchlahē als ge dultigklichen leyd da troſtet mich got mit ſei ner ſuͤſſigkeyt vnd ließ mich die engel ſehen. vn̄ ſah vnſern herren Ieſum criſtū. vn̄ ſah das mich Meyſter Conrat biß in den dritten kor ſchlug. dz ſagt man meyſter Conrat hernach. der ſprach. So muß es mich ymmer rewen dz ich ſie nit ſchlug biß in den neundē kor. Mey ſter Albertus der ſchreybt von ir dz er vō key nen heyligen iye mer zeychen hab geleſen od̓ hoͤren leſen vn̄ wund̓ die er bey ſeinē leben od̓ zeyt hab gehort dann von ir. Wan̄ ſy vn̄ mey ſter Conrat redten allzeyt mit einand̓ vō got. vnnd hetten groß rew vmb ir vergangen zeyt vnd weynten offt innigklich darumb. darum̄ ſo vmbgab ſy got offt mit einē klaren hymli ſchen liecht dz man offt keynes geſehē mocht ¶ Nach chriſti vnſers lieben herren geburt zwelff hundert vn̄ funffvndzweyntzig iar. da reyt Landtgraff Ludwig gen pullen zu key ſer Fridrich auff die kremnitz. da ward in al len teutſchen landen groſſer hunger das we ret zway iar. das vil menſchē hungers ſturbē. das was ſant Alßbetten gar leyd vmb die ar men leut. vnd gab in durch got korn vnd was ſy het. vnd ſetzet alle tag neuntzig arme men ſchen zu tiſch. vn̄ furſah ſie mit ſpeyß. dz thet ir ſchwiger gar zorn vn̄ ſprach. mein ſun muf mit ir verderbē. da gieng d̓ kelner des landt grafen auch zu der ſchwiger vn̄ ſprach. ewers ſuns weyb gibt hin was ſie hat. darūb furcht ich meines herren zorn. Da ſprach ſie. wir ſul len mit einander hinweg varen. vnd da ſy hyn kamen da wz ſant Elßbet gar fro. vn̄ gab erſt redlich hin. vn̄ wo ſie gefangen leut weſt die taydingt ſie alle auß vnd ſalbet in ir wunden. vnd bat vnſern herrē fur ſie das er ſy behutet das ſie furbaß icht mer gefangen wurden vn ſie menſchen machet nach ſeinē lob vnd nach ſeinem liebſten willen. des wart ſie all zeyt vo got geroeret. vnd labet die dy mit dē tod run gen. vnd trencket ſie auß irem munde. vnd bat got das er ſy durch ſein marter behuͤtet. vn̄ in ein gut ende gebe. vnd ſpeyſet auch dy hungri gen vnd bat got das er ſy mit im ſelber ſpey ſet vn̄ beherbergt die ellenden vn̄ ſprach. herr ich kan dir der wirdigkeyt nmit gedancken das ich dein lieb freund bey mir in d̓ herberg hab vn̄ beherberge ſie ſelber durch dein gute. Da erſcheyn ir ein engel d̓ ſprach. du leuchteſt vor got als der mon vn̄ ſolt fro ſein wan wer dich anrufft der wirt gewert. ¶ Nlun ſaget man ſant Elßbeten wie ir herr keme. da kleydet ſie ir geſte vn̄ gab in frolichē die letz. Da der herr kam da reyt im d̓ kelner entgegen vn̄ klaget im wie ſein frawe als vil hin het geben. das verdroß den herren zuhoͤ ren vnnd ſprach. Iſt nuͦr mein liebe fraw ſundt ſo gewirt mir nichts. Da ſy hoͤrt d̓ kummen was. da ward ſie fro vn̄ empfio Von ſant als lieblichen das er ſich ſer frewet. vn̄ er vmb fieng ſy freuntlichen vnd ſprach. liebe ſchwe ſter wes ſol dein armes geſind leben das hart iar. da ſprach ſie. Ich hab vnſerm herre gebē das ſein iſt das dein vn̄ mein hat vns got be halten. Da gieng der herr hin end her auff dē ſal da ran das korn vberal darein das er dar auff drat. da ſprach er zu dē keluer. du ſageſt mir die poͤden ſein all ler. vn̄ mein liebe ſchwe ſter hab dz korn alles vergeben. wie rert den̄ das korn von dem boden herab. wart wy dem ſey. das thet er vnd ſprach. mit ewer hulde es ſeind die kaͤſten all vol das ſie vbergeen. da d̓ herr vnd die fraw das horten da danckten ſie got. vnnd ſprachen. Herr wir dancken dir der groſſen genadē dy du mit vns gewurcks haſt. ¶ Iſlun wolt ſant Aßbet gen kirchen geen. da vand ſie gar einen vnſaubern menſchen dē furt ſie heym. dem zwug ſy ſein hend vnd ſein fuͤß. da gieng es im als vnſauber dar ab das ir da vor grauſet. Da ſprach ſie zu ir ſelber. o we du vnreyner ſack wie widerſteet es dir. es iſt ein heyliger geſchmack. vnd tranck es vnd ſprach. Herr du tranckſt an dē heyligen creutz eſſig vn̄ gallen. werlich ich bin wirdig des ge trancks hilff mir das ich beſſer werd. ¶ Die lieb fraw ſant Alßbet betrachtet offt vnſers herren vrſtend in irem hertzē. vn̄ freu et ſich das vnſer herr ſein blut nit mer vergiel ſen ſolt. vnd begeret offt das ſie ir blut durch got verguſſe. vn̄ ſprach. Herr mein got. bereyt mich dir allein vnd gib mir gedult vnd krafft in allem leyden vnd in aller arbeyt. vn̄ vergib mir mein ſund. vnd kam in groß andacht. Sie gab all zeyt ein ſchilling pf enuing durch got. das thet dem geſinde zorn vnd baten irē mey ſter das er irs verbut bey gehorſam. das thet er vnd erlaubt ir einen pfenning. Da ließ ſy ir pfenning machen der was einer als gut als ein ſchilling pfenning. Nlun ward irem vater geſaget ir heyliges leben. vnnd das ſy als vil durch got lyde. da ſandt er vil herren vnd fur ſten zuͦ ir das ſie beſehen wy ſy moͤcht. vnd ob es war wer das man im geſagt het. Da nun d̓ landtgraff horet dz die herrē kamē. da ſprach er. Liebe ſchweſter ich bin betrubt es kumme groß herren von deinem vater vnd wollen be ehen wie du dich gehabſt ſo haſt du nit edle yder an als dir wol zeme. So habē wir der uit dz man dir ſy mach. Da ſprach ſy. dar umb hab keynen vnmut. wan̄ ich wilgern leyſ lichen troſt meydē durch got. wan̄ ſein genad iſt all zeyt mit mir. Da nun die herren kamen da empfieng ſiß gutlichen vn̄ ſendet d̓ landt/ graff nach vil herren vn̄ wolt ſich mit in letzē. wan er wolt vber meer als er dē keyſer gelobt het. Da die herren kamē da beſetzet er mit in alles ſein land burg vnd ſtet vnd bat ſy dz ſie im ſchwuren vnd ir. vnd das ſy ir getrew wol ten ſein vnd ſy furſehen woltē. Da ſchwur im ſein bruder landtgraff Heinrich vn̄ all herrē. Da mā nun zu tiſch wolt geen da ruffet ir ein armes menſch vnnd batt ſie das ſye im etwas durch got gebe. Da ſprach ſy. Ich bin vnmuͤſ ſig beyt biß nach tiſch. Da ſprach d̓ arm. dein geſind dz treybet mich auß. ſo muß ich deiner gab mageln. hilff mir gottes dienerin. da gab ſie im iren mantel vnd hieß in mit frid beleytē fur die burg. Meyſter Albertus ſpricht dz es vnſer herr wer vnd wolt ſy damit reytzen. vnd da ſie nyd̓ ſaß zu tiſch on mantel. da erſchrack ir herre gar ſer. vnd zuhand kam der engel vn̄ bracht ir einen koſperlichen mantel d̓ ſchmeck et als wol das alles volck da von gekrefftiget ward. ¶ Nun ſaget man von ſont Aßbeten mey ſter Conraten wie ir got einen andern mantel geſandt het. vnd het groſſen luſt vn̄ freud vō dem mantel. das merckt er vnd ſchlug ſie gar ſer darumb. wan̄ er wolt das ſie von keinē din gen troſt vnd freud ſolt haben dan̄ von goͤt licher lieb. Da man nun geeſſen het rn̄ dy her ren manigerley vndereinander redten. da hu ben ſy wider an von der groſſen reyße die der landtgraff vber meer wolt thun vnd die her ren all baten in mit ernſt das er in dem lannd belybe des wolt er nit thun. Da baten ſie ſant Alßbeten das ſie in iren herren hulff bitten. Da ſprach ſie das wil ich gern thun vnd vnd̓ wegen da hat ſie gott das er irs zu erkennen geb was ſein lob were. wan̄ ſy was von in wid̓ an ir gemach gangen. Da ſy zu im kam da em pfieng er ſy gutlichē. Da ſprach ſy zu im. Lie ber brud̓ meiner. ſey es nit wid̓ gott ſo beleyb hie bey mir vn̄ in deinem land. wan̄ wider ſei uen willen woͤlt ich dich nit haben. Da ſprach er zu ir. Liebe ſchweſter guͤn̄ mir das ich hyn fare des getraw ich dir wol. wann ich hab es gelobt. Da gab ſie iren willen in gottes willē/ vnd ſprach zu in. Gottes milte vn̄ alle ſelige Elßbeten ccdxxxv. keyt fey mit dir ewigklichen dz wunſch ich di alle zeyt. vnd reyt in dem namen gottes. Des vrlaubs was er gar fro. vnd bereytet ſich erli chen vnd beualhe allem ſeinē geſind ſein liebe frawen das ſie ir wol pflegen. Da ſprach der keluer. Ich weyß wol das vnſer fraw alles dz hingibt das ſie hat vnd bringet vns in groſ ſe not. Da ſprach der herre. das vergan ich ir wol. Laſt alles das hingeben das ſie wil den̄ die zwou veſt. Waltburg vnd Neunburg. dye behalt mir ob ich herwid̓ keme. Der herre wz mit frawen vnd mit herrē wolgemut. vn̄ wolt nit das man keiner frawen vbel thet. Thet es aber yemant daruber. der muſt das land rew men. vnd wolt auch nit das man ſchwuͤr oder ſchulte. Do nun d̓ edel furſt Landgraff Lud wig ſein herſchafft vnd ſein land beſtelt hett. da reyt er zu ſeinen cloͤſtern zu den frummen vnd geyſtlichen leuten vnnd empfalhe ſich in ir gebet. da kam er gen Schmalkallen in ſein ſtat. da fand er ſein beſunder lieb freund die er dar gebeten het dy wolt er da geſegnen vn̄ er empfalhe ſeine kind ſeinem bruder landt/ graff Heinrich vnnd ſein ſelige haußfrawen ſant Elßbetē. dy empfalhe er ſeiner muter dy geſegēt er mit groſſer betrubnuß dz er kaum mocht gereden. Da ward ir hertz bewegt zu groſſem leydē. vn̄ weynet bitterlich. Es weyn ten auch iung vnd alt edel vnd vnedel vn̄ klag ten iren herre. Er het auch mer ſorg vmb ſein frawen dann vmb ſeinen leyb oder vnb ſein gut. vnnd geſegnet ſie freuntlichen. Darnach ſaßer auff. das was nach Ehriſti geburt da mā zalt zwelff hundert vn̄ im ſibenvndzweyn tzigſten iar. vnd reyt mit keyſer Fridrich vnd mit vil furſten. freyen. herren vnd grafen. rit tern vnd knechten zu beſchirmen dē heyligen gelauben vn̄ kamen auff dz meer in̄ ſant En dres innſel. da ward der landtgraff Ludwig ſiech vnd gewan den kalten ſiechtum. vnd er empf and an im das ſich die kranckheyt true zum tod. vnd ließ ſich bewaren mit dem heyli gen ſacrament. vn̄ ſtarb kurtzlich darnach. da was den herren allen leyd vmb den tugentlich en furſten. vnd dem Reyſer was ſunderlichen leyd wan er was ſein freund. Da namen ſy dē leychnam vnd bunden in in̄ geweychte tuͤcher vnd balſamten ſeinen leyb. vnd legten gutz ge wuͦrtz zu im vnd furten den landtgrafen wid̓ zu lande. vnd wo er vbernacht beleyb da muſt man im vigilig ſingē. en̄ des morgens ſelmeſß mit ſchoͤnen kertzen. ¶ Darnach ſchier bracht man ſeinem bruder landtgraff Heinrichen dy botſchafft dz ſein bruder todt wer. des erſchrack er zemal ſer. vn̄ agt es auch ſeiner frawen ſant Elßbeten. dz was ir gar leyd. vnd ſah auff zu got in rechter andacht vn̄ ſprach. Die welt muß auch in mir ſterben vnd legt ein herin hemd an. vn̄ klaget iemerlich den ellenden tod ires herren. vn̄ die heyſſen zeher die ir auß iren augen fluſſen dy verdrucket ſy gar ſtillſchweygent on groß ge ſchrey. als die frawen gewoͤnlichen pflege ze thun. vnd gieng vonweg an ir gemach. Suhād darnach da ſtieß ſy ir ſchwiger auß der buͤrg mit zweyen kinden on alles gut. da nam ſie dz medlelin an iren arm vn̄ furt den ſun bey der hand. Nun verbot ir ſchwiger das ſy nyemat beherbergen ſolt. da weſt ſy nit wo ſy hin ſolt vnd ſprach. Herre Ieſu criſte biß mein beley ter vn̄ giēg zu Eyſenach zu einē weynſchēck en. vnd lag die erſtē nacht in einem ſchweyn ſtall. vnnd da die barfuͤſſer metten leuten. da ſtund ſie auff vnd gieng zu in vnd bat ſie das ſie ir Te deum laudamus ſungen vnnd gott danckten das ſie ar̄ wer worden. als er arm̄ in der krippen wer geweſen. vnd lobt got vnd ſprach. Herr dein will muß an mir volbracht werden. geſtern was ich ein landtgrefin vnd het buͤrg vn̄ ſtetē. heut bin ich ein betlerin vn̄ wil mich nyemant beherbergen. vnnd ſprach. Lieber herr het ich dich in meiner herſchafft baß erkant vnnd het mer durch deinen willen geben das wer mir nun lieb. das hab ich leyd̓ nit gethan. Die lieb fraw ſah das ire kind huͤ gerig vn̄ froſtig waren. da ſprach ſie mit groͤſ ſer gedult. ich hab es mit meinen ſunden ver dient. darumb hab ich billichen rewe. ¶ Eines tages da gieng ſant Elßbet an der ſtraß. da begegnet ir ein altes weyb der ſant Elßbet in irer armut offt zuſtatten wz kum men mit irem almuſen. an einem engen ſteyn weg. da was das kot gar tieff. da wolt ir das alt boͤß weyb nicht weychen. vnd ſtieß ſy von dē ſteyn hinab in das kot. vn̄ ſprach zu ir. wol teſt du mit ein landtgrefin ſein ſo biß nuͦ arm̄ vnd gee hie vnd lig in dē kot ich hilff dir nym mer auff. da ward ir ir gewand kotig des dā cket ſie got vnd ſprach. das ſey fur das dz ich vor gold vn̄edel geſteyn trug. Her ich danch Von ſant dir aller deiner genaden wan̄ was ich dich ye gebeten hab. das haſt du mich geweret. Mei ne kind ſind furſten vnd furſtin vnd ſind na het erhungert vnd ligen hie on alles ſtro. das beſchwert mir mein hertz das ſie in gebreſten ſind. wan̄ ich bin der genaden vnwirdig dz du mich zu armut vnd zu ellend erwelt haſt. Die klag die erhoͤrt ir beychtiger dem wz gar leyd vmb ſie vnd bat got mit ernſt fur ſie. da ward ſy ſchier erhoͤrt wan die Ebtiſſin zu kitzing in Wirtzburger biſtumb was ir mume. die ſen det nach ir. vn̄ verlich ir ein gut gemach darin ſie got dienet. Da dancket ſy got ſeiner gena den vnd belyb ein weyl bey ir. ¶ Damach ſendet d̓ biſchoff von Bambert nach ir. da für ir mum mit ir dar. Da reyt er ir entgegen vn̄ troſt ſy. vn̄ furet ſie mit im heym vnnd wolt ir einen furſten haben geben. Das mercket eyſendraut der was gar leyd vmb ſie. vnd ſprach. Ir betrubt ſie damit. vnd ſagt es irr frawen ſant elßbeten. das widerſprach ſy gar guͤtlichen. vnd ſprach. Wil man mir einen man geben ſo wil ich mir ſelber die naſen ab ſchneyden. ſo wierd ich allen mannen vnwerd Ich wil Ieſum criſtum zu einem gemahel ha ben. Nun het der biſchoff eine tag gemacht vmb ſie vnd vmb einen furſtē. da fuget es vn ſer herre das ir vnd irem oͤheym brieff kamen man brecht iren totten herren. da gieng d̓ tag ab. Da ſandt der biſchoff nach des landtgra fen muter vnd nach vil andern herren. vn̄ fur ten in mit groſſen eren ein. vnnd hetten groß klag vmb in vnd auch ſant Alßbet. Da ſahen die guten monſchen das ſie die engel furtē. vn̄ da ſy nu zu d̓ bar kam. da kam ein groß liecht vmb ſy das man ſie kaum geſah. Da man in le gen wolt da wz ſein gebeyn weyß als d̓ ſchne das bedentet das er ſein ee recht gehaltē het vnd man ſah auff ſeiuem hertzen ein wolge zyertes creutz. daran was vnſers herren mar ter mit der durnen kron. das bedeutet das er got alle zeyt mit vleyß gedienet het. da fur er auch zu den rittern gottes. Da ſah ſy auff zu got vnd ſprach. Mein herr vnd mein gott laß dich mein betrubnuß erbarmen. wan̄ ſolt ich in hie haben ſo wolt ich in gern haben biß an meinen tod vnd wolt mit im gebettelt haben. Seyt es aber nit ſol ſein. ſo opffer ich in dir. vnd beuilhe in deiner guͤte. vnd bit dich durch dein groſſe marter das du dich eber in abarmeſt. vnd in beherbergeſt in deinen freuden. des ward ſy von got gewerd. vn̄ ward ir geyſt entzucket vnd ir autlitz ward als liecht dz ſie nyemant geſehen mocht denn dy die on todt ſund waren. vnd die engel kamen zu ir vn̄ ſpra chen. was du gebeten haſt dz biſt du gewert worden. da kam ſie wider zu irſelber. vnd dan cket got vnd vnſer lieben frawen vnd ward la chen. Das ſah ir ſchwiger vn̄ ſprach. got muß dich toͤtten wie klageſt du deinen lieben man. dein falſcheyt kan nit anders. wan̄ ſie weſt nit was got mit ir gewurcket hett das er ſein fele durch ir gebet empfangen hett. Da bat ſant elßbet fur irr ſchwiger gebrechen. Alſo ward ir herr da beſungen vnnd man ließ ein ſeydiu tuch da vnd furt in gen Reynhartzbrunnē in das cloſter ſant Benedicten ordens. da ward er mit groſſen eren begrabē. Sy bat darnach vil menſchen das ſy gott fur in beten. dz thet ſie als lang biß der engel gottes zu ir kam. vn̄ ſie darum ſtrafft vnd ſprach zu ir. Freundin gottes du warſt zu bamberg gewert. vn̄ ſahſt deines herren ſele mit criſto on alle peyn. Vō dem troſt gewan ſie freud vnd wunne. Nun wolt ſich ſant elßbet von in ſcheyden wid̓ an ir gemach. vnd geſegnet die furſten vn̄ herrē die bey der begrebnuß warē geweſen in groſ ſer traurigkeyt. da troͤſtet ſie herr walther von varilla. vnd ward zu red mit den andern her ren vnd ſprach. Vnſer eyde werdē gekrenckt die wir dem edlen furſten vnd ſeiner frawen geſchworen haben. die nun vil armut leydet. ich forcht wir verdienen die helle an ir vn̄ redt das mit Landtgraff heinrich für die andern herren all vnd ſprach. der frawen kinde ſolten des landes erb ſein. ſo iſt muter vnnd kind da vō verſtoſſen. Da ſprach Landgraff heinrich zu herr walther von varilla. das ſetz ich dir al les in dein hand. das aber alle teutſche lannd meiner geſchweyen elßbetē weren ſo behielt ſie ir nit ſie geb es alles hin. Nun gib ir bur ge vnd ſtet wider. wann ir kind ſeind vnſer ge ſipp vnd bit ſie das ſy mir vergebe wz ich wi der ſie gethan hab. Das ſaget herr Walther von varilla ſant elßbeten. da ſprach ſie. ich be ger nit mer den̄ meiner morgengab vnd mei nen kinden ir erbe. Da ließ man den kinden ir erb. vn̄ gab ir zehentauſent marck ſilbers fur ir morgengab. da ward ſie gar fro. vnnd hieß außſchreyen wer in zwelff meylen wer vnd dz Aßbeten CcXXXII. alnuiſen wol nemen d̓ ſolt kunmwen en̄ gebot auch wer das almuͦſen zwir nem der muſt ein beſundre peyn leyden. da kam ein greß volck dar da erſchynen ir kleyder als die ſun̄. vn̄ wa ren weyß als der ſchnee. vnd gab dz almuͦſen ſelber frolichen durch got. Da kam ein iunge frawe. vnnd nam das almuͦſen zwirend. Das mercket ſant elßbet vn̄ ſprach. wo mit haſt du aller meyſt freuden. da ſprach ſie mit meinem ſchoͤnē har. da leget ſie groſſen vleyß auff. da ſprach ſant elßbet. Wiß das ich es haben wil. da furnem ich nit das mein ſun babſt wer vn̄ mein tochter keyſerin. da ſchueyt ſie ir dz har ſelber ab vnd ſprach. Wilt du nu bey mir be leyben dz iſt dein nutz. Gott hat dich darum gefordert das du im ſolt dienen. da ſprach ſie ia wan̄ ich hoff mir thu gott deſter gutlicher. vnd will nit von euch kummen. Da fur ſy mit ſant Eßbeten heym vnd nam ſy zu einer die nerin. Darnach bawet ſye zu Marckburg eyn groß ſpital got zu lobe. darauff verbawet ſie funfftauſent marck vnnd het auff funfftau ſent marck durch got geben. vnd nam in das ſpital achtvndzweyntzig menſchen. ¶ Darnach wolt ſie meſß hoͤren in dē neuen ſpital da ward ſie entzundet mit d̓ warē got lichen lieb vnd ſah der brieſter das ir antlitz gleſtet vn̄ dz klar ſtern von irem antlitz gleſt nent vnd giengen. das ſah eyſendraut. dy ſagt es hernach das ſie alſo geſchynen het. vnd fra get ſy wie ir were. da ſprach ſy. Ich wil nit dz du mich irtzeſt. noch nyemant der bey mir iſt dauon wil ich dir ſagen wz du mich gefraget haſt. vnnd ſprach. Ich was alſo entzundet da von kein menſch geſagen kan vnd ſah meinen herren Ieſum criſtū der neyget ſich zu mir. vn̄ ſprach gutlichen er wolt all zeyt bey mir wo nen vnd hieß mich ſeinen liebē gemahel. Da ſprach Eyſendraut. Liebe elßbet ich ſah dich ſuſſigklichen lachen vn̄ lagen doch zeher auff deinen wangen. Da ſprach ſie. wen er ſich ge gen mir keret ſo lachet ich. aber wen̄ er ſich vō mir keret ſo weynet ich vn̄ er hieß mich ſchwe ſter vnd ſein liebe freundin. vnnd keret ſeinen wuniglichen amplick offt zu mir. vn̄ redt fur ſihtiglichen zu mir von ſeiuer lieben muter vn̄ von ſeinem zwelffpoten ſant Iohannes den ſah ich auch bey vnſerm herren. des muß ich mich ymmer frewē. Heyſter albertus ſpricht wo ward das ye mer gehort das got ſo vil wū ders trib mit einem heyligen. IIch maynte es were die heylig triualtigkeyt in irem hertzen. Darnach ſprach meyſter Conrat zu ir ſy nuſt ſich des troſtes vnd ires geſindes verwegen vnd verlaſſen. Vnd hieß ir ein kleynes heuß lein machen des was ſie im gehorſam. vnd be duncket ſie gut vnd wuſch ir ſiechen. vn̄ zwoug in ire heubter vnd ire fuͤß. vnd kuſſet ins. vnd muſt in ſelber ire alte kleyder machen. ¶ Eines mals kam ein menſch zu ir das wz lam an henden vnd an fuͤſſen der ſprach zu ir Aller weyb ein klare ſun̄ hilff mir durch dei nes liebē mannes ſele. wan̄ ich bin von Reyn hartzbrunnen da er begraben ligt das ich ge ſundt werd. Da ſah ſie in guͤtlichen an. Da ward er zuhand geſundt. des dancket ſye vn ſerm herrē. Darnach kam ein fraw zu ir die ge wan ein kind bey ir. dz ward von irem andech tigē gebet getaufft. Der frawē betelt ſie mit vleyß. vnd ſpan tag vnnd nacht den Cloſter frawen von Altenburg dz ſy dy kindbetterin hin mocht bringen. vn̄ was in koſt vberward die gab ſie ir. vn̄ vnderweylen ein altes kleyd. Da nun die kindbetterin auff ſtund da ſtal ſy ſant Aßbeten alle ire kleyder dz ſie bloß ſaß. darumb ward ſie nye vumuͦtig noch vngedul tig. vn̄ ſprach. Herr du haſt mich dir geleych et in dē. wan̄ du kameſt auch nackent vn̄ bloß in die welt vnd hiengeſt nacket an dem creutz vnd daucket vnſerm herren der genaden. Da kam der engel von hymel vn̄ bracht ir ein ſchoͤ nes gewand vnnd ſprach zu ir. Ich bring dir kein kron mer als vor. Wann du leuchteſt vor got der wil dich ſelber kroͤnen mit ſeinen got lichen eren. ¶ Nun ward irem vater geſagt das ſye al bloß an eren vnd an gut wer. da ſandt er ſein füͤrſten nach ir das ſie ims brechten. da kamē ſie in ir land. vnd fragten landtgraff Heinri chen. der ſprach. ich wil euch mein geſchweyē Elßbeten weyſen. die iſt aller welt ein toͤrin. dz hieß in der heylig geyſt reden. wan̄ ſie wz vn ſerm herrē ein außerweltes vaß. Nun hoͤr dy got außerwelt hat die ſind d̓ welt torn. Nun het ſy dz engliſch gewand gen Altenburg ge ſendet da fur hetten ſie ir alt lumppen geben. der was ſie gar fro dy trug ſy an. Vnd da irs vaters furſten kame da fundē ſiß ſpinnē vmb das brot. da ſprach einer zu ir. das zymbt kin den von kunigklichem ſtam nit das ſy ſpinnen Von ſant in armer wadt. da bekant ſye wol das es ires vaters geſind was. da empfieng ſiß gutlichē. da ſprachen ſy zu ir. Es mag eroren vater den edlen kunig wol rewen d̓ ewer zu groſſen erē gedacht hat dz ir als gar zunicht wordē ſeyt. Da ſprach ſy. wer woͤlt ir wenē der ich ſey. ich bin ein grofſe ſunderin. vnnd hab das gebot gottes nye gehalten als ich ſolt. Darumb ſo furcht ich got billichen. Da ſprach einer zu ir. du edle kunigin far mit vns heym zu deinē va ter. vnd beſitz dein reych vnnd dein erbe. Da ſprach ſy. ich hoff ich beſitz meins vaters erb vnſers herren Ieſu criſti in ewigkeyt. vn̄ wolt nit mit in. alſo ſchieden ſy vō ir. Darnach kam ſant Aßbet zu der veſper vnd ſah in andacht irr muter ſel. die ſprach freuͤtlich zu ir. Einige tochter bit gott das er mir helff auß meiner peyn. Da ſprach ſie zu got. Herre ich bit dich das du meiner muter ſele auß irer peyn helf feſt vnd mir ir leyden gebeſt vn̄ entſchlieff al ſo. da rufft ir vuſer herr vnd ſprach. Wiß das dein muter aller peyn ledig iſt. Darnach er ſcheyn ir ir muter ſelber. vnd dancket ir das ſy ir genad vmb got het erworben. Vn̄ darnach gieng ſie zu Altenburg da ruffet ir ein armer menſch nach vnd ſprach. Ich bin behafft mit dem boͤßen geyſt wol biß inn das zwelfft iar laß mich deinen ſaum beruͤren ſo muß d̓ boͤß geyſt von mir faren. Da kuyet ſy nyder an der ſtraß vnd kuſſet das arm̄ menſch. vn̄ gebot dē boͤßen geyſt in dem namen criſti dz er in ver ließ. da fur er von dē armen menſchē. Da kam ſy zu dem cloſter. da ſaget man ir irr beychti ger meyſter Conrat wer ſiech. da giēg ſy bald zu im. da er ſy ſah da ſprach er zuir. liebe toch ter wen̄ ich geſtirb wen wilt du den̄ zu einem beychtiger haben. da ſprach ſy. ir ſterbet nit ir werdet erſt wider die ketzer predigē ſo ich ge ſtirb. vnd werdet ewer blut durch vnſern her ren vergieſſen. Meyſter Albertus ſpricht. er wer ein reyne magt. vn̄ wer ein ſuſſer lerer. vn̄ ein groſſer mertrer. ¶ Nun kam die zeyt das ſant Aßbet ſterbē ſolt. da rufft ir vnſer herr vn̄ ſprach. Eyſabet mein freundin kum zu deinem genoſſen mein vater wil dich mit groſſen eren ſetzen auff dē ſtul der ſeligkeyt den er dir ſelber bereyt hatt. Da kam ir beychtiger zu ir. vnd ſie ſagt im wy ſie vnſer her geladen het. vn̄ ſprach. Ich brin ne in ſeiner liebe vn̄ bit euch dz ir mich beycht hort. Da was iu leyd das er ſy verlieren ſolt. vnd bewaret ſy mit vnſers herrē fronleychnā da ſprach ſie. Ich bin nit kranck wie mich got gefordert hat vnd berufft. Da ſprach er. libe tochter du ſolt mir vergeben was ich dir ge than hab. vnd dz ich dich nit gezogē hab als ich ſolt. Ich ſolt Aich zyhē ſo zeuchſt du nuich vnd knyet fur ſy nyd̓. vnd ſprach. Ich bit dich das du got fur mich bitteſt. da ſprach ſy. ſteet auff wir ſein gewert wir haben beyd gleychē lon vor got. da ſaß ein diern vor ir tuͦr dy hoͤrt auß irer kelen ein wunigkliche ſtym̄. dy ſprach zu der frawen. Ach wy ſuß iſt die ſtym die vo deinē mund klinget. Da ſprach ſant Eſßbet. mir ward ein vogel geſandt der fang alſo ſuſ ſigklichen das ich froͤlichen mit im ſingē muſt wan̄ ſein geſang erwecket mich. Da thet ir vn ſer herr kund das ſie in kein fegfewer kummē ſolt. wann der heylig geyſt was mit ſuſſigkeit mit ir. vnd ward vor mitternacht erleuchtet dz ſie die leut nit geſehen mochten ob ſie da lag oder nit. Die lieb fraw ſant Aßbet lag vnnd lachet vnd ſah vil freuden vnd hoͤret dy ewan gelia leſen die ſy alle zeyt behaltē het. daruin̄ was got mit ir. ſie gedacht ir auch wie vil hab ich zeyt verloren wie ſol ich dem zoren gottes empfliehen vn̄ het groß rero vber ir ſund. Da ſprach vnſer herr. liebe freūdin du ſolt in keyn fegfewer nymuaer kummen vnnd die ſchoͤnen engel dienten ir. vnd hort ſie ſuſſigklichē ſin gen vnd ſang ſelber ſuſſigklichen vn̄ froͤlichē mit in. Da weynten alle die dy bey ir warē. da ſprach ſie weynet nit vmb mich weynet vmb euch ſelber. vn̄ nam dz weychwaſſer vn̄ ſpren get das vmb ſich. vn̄ ſprach. Fleuch du boͤßer geyſt von mir. wan̄ ich hab dir widerſaget. vn̄ ſah an irem ende vnſern herren an ſeiner mu ter bruͤſt ligen der hymeliſchen keyſerin. vnnd ward ein guter geſchmack vmb ſy das allē dē ein freud ward die vmb ſy waren vnd den ſel ben allen gab vnſer herr yeglichem etwas be ſunders guttes durch iren willen da vō es er frewet ward die bey ir waren. vn̄ kam manig ſchar der engel zu irem end. vn̄ vil iunckfrawe vnd witwen vnd vnſer herr Ieſus criſtus mit ſeiaer hochgelobten muter Maria. ¶ Da nun mitternacht kam da ſprach ſie. Zu der zeyt ward mein her ſſeſus grſtus geborē Elßbeten ccxerr. mir vnd allen ſundern zu troft. O Maria nun kum mir an meinem end zuhilff vnd biß mein geleyt. Damit verſchyed ſy vn̄ ir ſel fur zu den ewigen freuden. Da ſie geſtarb da was ſie in dem funffondzweyntzigſten iar. Die lieb fraw ſant Elßbet bran vnder irē au gen recht als ſie lebt. vn̄ gieng vier tag ye ein guͦter geſchmack vber den andern tag von ir biß das man ſy begrub. Darnach ward ir hey liger leyb begraben nach furftlichen eren zu Marckburg in heſſen land in dē ſpital in ey uer capeln. nach chriſti geburt zwelff hundert vnd in dem einßvnddreyſſigſten iar. Wer die lieben frawen hie eret dē wirt dort die ewige freud geben. dz hat meyſter Albertus bewert vnd vnſer herre Ieſus criſtus. Wan̄ welcher ſiech iren leychnam beruret d̓ ward geſundt. ¶ Ein menſch der nam irs hors der gewann genug die weyl er lebet. Ein menſch ſchnyt ir die negel ab das het ¶ ſelde vnd ere die weyl es lebt. ¶ Ein brieſter was von Ciſtercienſis d̓ hett den kalten ſiechtum̄ ſiben iar dz er in nye ver ließ dan̄ die weyl er meſß ſprach. d̓ kam zu irē grab vn̄ rufft ſy mit groſſem ernſt an. da wart er geſundt an leyb vnd an ſel. ¶ Ein prelat der was zu koͤln d̓ het ein magt genotzoget die ruffet vnſern herren an vnnd ſprach. Ich het mir keuſcheyt vnd reynigkeyt auß erkoren das klag ich dir herre vnd deiner muter Maria das ich die hab verlorn. zuhand kam das wild fewer an den prelaten. vn̄ breu net in gar ſer. darum was er ſer betrubet. vnd entſchlieff. Da ſprach ein ſtym zu im. Du ſolt gen Marckburg kūmen zu ſant Elßbetē grab die iſt got eī außerwelte freundin. dye ſolt du auruffe ſo kumbſt du auß aller not. da ſprach er zuhandt. Fraw ſant Elßbet. Ich gelob dir mein keuſch die weyl ich lebe vnd hilff mir dz ich geſundt werd. vn̄ het groſſe rew vber ſein ſunde. Vnd reyt zu dem grabe. vnnd opffert ſich vnd das freulein dem er ſein ere genumē het inſant Elßbeten ſpital. da ward er zuhād geſundt an leyb vnd an ſel. vnd ward ein gu ter brieſter vnd ſang teglichen meſß auff der altar einem in dem ſpytal. Da wurden ſechtze hen menſchen lebentig. vnnd neunvndzweyn/ tzig wurden geſehent. ſechtzehen lamen wur den gerecht. funff ſtūmen wurden reden. vier taub wurden gehoͤrent vnd ſiben waſſerſuch tig wurden geſundt. vnnd von dem vallenden ſiechtuͤb wurden geſundt funff. die das gicht hetten auch funff. vnd ſechtzehē bettriſen dy ſtunden auff. ſiben die geſchwollen waren die wurden all geſundt. zwen die der tropff hett geſchlagen vnd einer an dem harmſteyn. vnd ſechtzehen wurden geſundt vnd erloſt von dē boͤſen geyſten. Es was ein fraw der ward ir man zu koͤ len geſchlagen vntz auff den tod. da ſie dz hoͤ ret da was ir gar leyd vnnd ſchrey iemerlichē da kam ein gutz munichlein zu ir das ſprach. Gee zu ſant Elßbeten grab vnd ruff ſie mit ernſt an die mag dir wol gehelffen. wann got der almechtig verſaget ir kein ding. Da giēg die fraw zu irem grab. vnd rufft ſie mit ernſt an vnd bat ſie das ſie ir hulff das ſy iren man funde. vnd gieng da wider heym. Nun wz ir man die weyl dort erhangen worden des wa ren ſibē tag. Nun het ein reycher man zu koͤ len die gewonheyt das er vil auff dz velt ſpa zyren reyt. Nun fuget es ſich das er neben dem galge reyt. da ſprach der man der daran hieng. Lieber freund ſagt dem biſchoff vnnd den pfaffen dz ſie bald mit d̓ proceſſion kum men vnd die Landtgref in ſant Elßbeten em pfahen dy mir vnder meinen fuͤſſen ſteet. Da das der ſelb burger hort vnd ſah. da ſaget er es dem biſchoff. der kam mit einē groſſen ge ſinde vn̄ mit der pfaff heyt. dy ſahen alle ſant Alßbeten das ſie leuchtet als die ſun̄. Da na men ſie den man ab dem galgen. vnd furtē in auff den thum zu dem fronaltar. da empfiēg er vnſers herrē leychna. vn̄ verſchyed zuhand vn̄ die engel furtē ſein ſel zu den ewigen freu den. vn̄ verſchwand der todt leychnam vor in allen. vnd ward funden auff d̓ heyligē fraw en ſant Eßbetēn grab das wunder ſahen vil menſchen. ¶ Ein biſchoff was zu Mentz d̓ hieß Sey frid der was ſelig vnnd tugentlich. vnnd hett meyſter Contaten der heyligen frawen ſant Elßbeten beychtiger gar lieb. die redten mit einander von den groſſen zeychen dy ſie thet. Nun wz der biſchoff ein groſſer meyſter. vn̄ het zuͦ pariß dē beſtē pfaffen geleſen. d̓ ſandt nach vel pfaffen die wolgelert waren. Da die allkanen da ſtund meyſter Contat auff dye Von ſant kantzel vnd ſagt von ſant Elßbeten heyligem leben vnd von irem ſeligen ende. vnnd ſprach. Wein herr der biſchoff d̓ wil. wem ein zeychē feſchehen ſey das er es offenlich kunde auff einen tag den legt er vber vier wochen. Da d̓ tag nun kam. da kamen gar vil menſchen dar die lam vnd blind waren geweſen vnnd die ir kind tot bey in funden hetten dy ſchwurē des eyd das ſant Elßbet die zeychen an in gethā het. des macht der biſchoff vnd meyſter Cō rat hantfeſt. vnd ſandten die dem babſt Gre gorio der het ſant Aßbeten leben vor wol be kant. vnnd het ir meyſter Conraden zu einem beychtiger gebē. vnd da nun d̓ babſt die bot ſchafft vernam da geweret er ſy froͤlich. vnnd ſandt zwen Cardinal vnd funff biſchoff mit in zu biſchoff Seyfrid. Da kam d̓ keyſer Fri derich auch dar zu vnd vil furſten vnd herren vnd erhuben ſy erlichen vnd andechtigklichē vn̄ keyſer Fridrich ſatzt ir ſein kron auff. Dz geſchach nach irem tod vier iar dz man ſy er hub vnd geſchahen vil zeychen vnd alle dy ge genwertig waren die wurdē all geſundt wel cherley ſiechtum̄ ſie hettē dy wurdē alles des gewert des ſie begerten vnd baten. Dy arme wurden reych. die betrubten wurden ſelig. die auch da warē die horten all die engel frolich en ſingen. Es was ein fraw in Engelland einßvnd zweyntzig iar geſeſſen mit einē man̄ dy gewu nen nie keyn kind. Da ir der man nun geſtarb da was ir leyd. vnd kleydet ſich demutigklich in grawes gewand. vnd ſchneyd ir har ab. vn̄ nam ir zwelff arme mēſchē zu kinden. die kley det vnd ſpeyſet vnd beherbergt ſy in irē hauß vnd zroug in ir hende vnd ir fuͤß. vnd wo ſy ein armes mēſch ſah dē gab ſie eī almuͦſen durch got vnd durch ſant Elßbeten willen. wann ſie het ſie vor allen dingen lieb. vnd vor allen hey ligen vnd vergaß ir ſelten in irem hertzen. vn̄ gedacht all zeyt an ir heyliges lebē. nun ſtarb die fraw als es got wolt. Da klagt mā ſy gar ſere. da ryet der frawen beychtiger. mā ſolt ſy zu ſant Elßbeten grab bringen. vnd ſprach ſy hat ſich dar gelobt. Da brachten ſy ir freund dahin. da ſy nun dar kamen da rufftē ir freūd ſant Elßbeten an mit groſſem ernſt. da ward ſy zuhand wider lebentig vn̄ ſprach. Wol mir wan̄ ich hab geruet auff ſant Elßbeten bruſt Damach wolten ſie jr freund wider heyn ha ben gefurt da wolt ſy nit mit in wann ir ward kund gethan das ſie zu Altenburgk beleyben ſolt. da lebet ſy dennocht funffzehen iar ſelig lichen vnd ſchwig allweg dan nuͦr ſo ſy beych ten ſolt. Da fraget ſie ir beychtiger warum̄ ſy ſchwig. da ſprach ſie. da ich auff ſant Elßbete bruſt ruet. da het ich alſo groſſen luſt vn̄ freud vnd wil trachten wie ich die gewinne vnd dye ewigen freud. ¶ Darnach zugen ir freund wider heym gen Engelland. da kam in ein blind̓ man dē frag ten ſie wan̄ er gieng. da ſprach er ſpotlichen. ich gee von einer Elßen da von ſagt man mir ſy wer heylig. ich gelaub aber an ſy nicht. wan ich bin bey irem grab geweſen das reut mich gar ſer. wann mir iſt wirſer dan̄ vor. Da ſagtē ſie im von d̓ frawen die ſiben wochen tod wz geweſen. Da ſprachen ſie. Gee wider zu irem grab ſo wirſt du geſundt oder ſy hilfft dir wy du wilt. Da ſprach er. ſy hatt mich eins geefft ſy efft mich nymmermer. vnd kam darnach zu meyſter Conraden vn̄ ſagt im auch wie im ge ſchehē were. Da ſprach er. gee wid̓ zu irē grab ſo wirſt du geweret nach deiner ſeel heyl. Da ſprach d̓ blind. wie heyſt ir ob ir mich auch be truget das ich euch genennē kund. Da ſprach er gee zuͦ meinē kind ſant Elßbetē. vnd bit ſie mit ernſt das ſy dir helff dz du geſehent wer deſt. vn̄ ſprich meyſter Conrad ir meyſter hab dich dar geſandt. Da knyer der blind mā fur in nyder vnd ſprach. Herr bit fur mich das es mir wol gee ſo wil ich ſant Elßbeten dienē dy weyl ich lebe. vnd gieng zu irē grab vn̄ ſprach Heylige fraw ſant Elßbet hilff mir dz ich ge ſehe durch deines lieben Beychtigers willen meyſter Conrads der mich her geſandt hatt. Alſo lag er in andacht auff irem grab vn̄ ent ſchlieff ſuſſigklich. vn̄ da er erwachet da ge ſah er gar wol vnd ward gar fro. vnd ſpracht Fraw ſant Elßbet du heyliges weyb. ich wilt bey dir beleyben die weyl ich leb. vn̄ ward ein guter menſch. ¶ An dem andern tag da man ſant Elßbetē erhaben het vnd den ſarch auff thet da ir hey liges gebeyn innen lag darauß gieng ein gu ter edler geſchmack als der all apotheken het auff gethan die da weren. vnnd man ſah auß irem gebeyn oͤl tropffen recht als der taw iſt auff dem graß. vnd das oͤl iſt lauter vnd zart vnd heylſam. Elßbeten Mcxxerin. ¶ Es wz em edle fraw die hieß Sophey von Feltbach die het einē ſun der was zwelff iar ſiech an henden vnd an fuͤſſen. vnnd was mit dem haubt gebogen zu der erdē recht als ein rind. den bracht ſie zu ſant Elßbeten grab. vn̄ bat ſy das ſie ir vmb got erwurbe dz ir ſun ge ſundt wurd. da ward er zuhand geſundt. Da ward ſy gar fro vnd dancket got ſeiner gena den vnd der heyligen frawen ſant Elßbeten. Eines mals was ein iunckfraw zehen iar lam̄ geweſen an henden vnd an fuͤſſen. vnnd mocht nichts gethun vn̄ het einen groſſen ho ger. vnnd mocht nit wol gereden. Da rufft ſie ſant Elßbeten an mit groſſem ernſt da ward ſie zuhand geſundt. des dancket ſy got vnd ir der genaden. ¶ Es was ein groer munich gar ſiech d̓ kam zu ſant Alßbete grab mit groſſer kranckheyt. vnd bat ſie durch alle ir heyligkeyt vn̄ wirdig keyt die ſy mit got het das ſie im hulff das er geſundt wurd. da ward er zuhād geſunt. wan er wz wol viertzig iar ſiech geweſen. da erho ret in ſant Elßbet vnnd erwarb im das er ge ſund ward. Da ward er gar fro vnnd dancket got vnd ir der genaden vnd dienet ir furbas mit vlexß. ¶ Eins mals da was ein groſſer prelat d̓ wz gar edel von geburt. vnd wz gar eines vnkeu ſchen lebens vn̄ wie offt er beychtet ſo viel er ye wider inn die ſuͤnd. Der gewan groß rew. vnd kam zu ſant Elßbeten grab vnnd weynet ſer vmb ſein ſund. vnd betet lang mit groſſem ernſt. vnd rufft ſie an vnnd bat ſie das ſie im vmb got erwurbe das er im ſein ſund vergeb. vnd das er auß im einen menſchē macht nach ſeinem lob vnd in furbaß behuͤtet vor ſunden vnd im die anfechtung hinweg neme. Da er hort in ſant Elßbet vnd erwarb im vmb gott das er im ſein ſund vergab. vnd machet einen guten menſchen auß im. vn̄ beruret in dye an fechtung nymmermer. da ward er gar fro. vn̄ dancket got dē almechtigen vnd ſant Elßbe ten der genadē. vn̄ dienet ir furbaß mit fleyß biß an ſein ende. Eines mals erlamet ein kind vnd rouchſen im die knye biß an den leyb. vnd faulet im der leyb das es ſer ſchmecket. da furt man es zu ſant Elßbeten grab vnd rufft ſie mit ernſt an da ward das kind friſch vn̄ wol geſundt. des danckten ſy got vnd ir der genaden. ¶ Eines mals da bracht man einen ſtummē zu ſant Elßbeten grab. vnd rufften ſy an mit ernſt das ſy im vmb got erwurb das er reden wurde. da erhort ſy ſant Elßbet. da wurden ſy gar fro vnd dancktē got dem almechtigen vn̄ ir der genaden. ¶ Eins mals da wz ein man d̓ het ein ſieche tochter dy bracht er zu irem grab der rufft ſy mit ernſt an das ſie im huͤlff das ſem tochter geſundt wurde. Da ward ſy geſunt. da wurdē ſie gar fro. vnd danckten got dem almechtigē vnd ir der genaden. ¶ Ein fraw het ein iunges kind das legt ſie zu ir vnnd erdruckt es zutode. das was ir gar leyd. vnd trug es zu ſant elßbeten grabe. vnd rufft ſie mit ernſt an vn̄ bat ſy das ſie ir huͤlff das ir kind wider lebentig wurde. des gewert ſie ſant elßbet. da dancket ſie got vnd ir d̓ gro ſen genaden. ¶ Ain ſchuler was funfftzehen iar alt d̓ er tranck. da bracht man in zu ſant elßbetē grab. vnd rufften ſy mit groſſem ernſt vnd andacht an das er lebentig wurd. da ſtund er lebentig wider auff vnd wolgeſundt. da lobten ſy gott vnd ſant elßbeten vnd danckten got mit groſ ſen freuden. ¶ Ein frao heß hedwig die het enen ſin d̓ was zweyntzig iar alt. der ward ſiech vnd het gar ein iemerliche ſucht. vnd ſtarb an d̓ achtē nacht als d̓ han kreet. Da ward die muter ſer betrubet. da rufft ſie ſant elßbetē an mit groß ſer andacht. vnnd an der andern nacht da der han kreet da ward der ſun wider lebentig vnd wolgeſundt von ſant elßbeten genaden. Das ſahen vil menſchen vnnd lobten gott darumb vnd ſant elßbeten. Es viel ein kind in ein waſſer vnd ertranck an einē ſuntag. da man von ſant elßbetē meſß ſang. vnd iren namen anrufft. da gab gott dē kinde ſein leben wider durch ſeiner liebē die nerin ſant elßbeten willen. vnd erhoͤrt die men ſchen die ſie darumb hetten angerufft. ¶ Ein kind viel in ein tieffen brunnē vnd er tranck. darumb wurden ſein freund ſer betruͤ bet vnd trugen es zu d̓ heyligen frawen ſant elßbeten ſarch vnd rufften ſie an mit groſſem vleyß dz es wider lebentig wurde. dz gewert ſie die heylig fraw ſant elßbet auch. des dan ckten ſy got vnd ſant elßbeten der genaden. Von vnſer lieben frawen Ein kind ward blind geboren. das bracht ¶ man zu ſant Elßbetten grab vnnd rufft ſie mit groſſer andacht an das ſie im hulff das es ge ſehentwurd. da ward dz kind geſehent. vmb das groß zeychē lobten ſy got vn̄ ſant elßbetē ¶ Einem mann hetten die wuͤrm ſein antlitz iemerlich zerzerret der was in groſſem leyden der kam auch zu irem grab. vnd nam der erdē da von vnd thet ſye an ſein antlitz. da ward er geſundt von der heyligen erden. vn̄ ward gar fro vnd lobet got vnd ſant Elßbeten. ¶ Ein frar was funff iar lam an hendē vn̄ an fuſſen. die rufft ſy an mit groſſem ernſt vn̄ andacht. da ward ſy geſundt. Da ward ſy gar fro vnd dancket got vnnd ſant Elßbeten das ſie ir gehelffen het. ¶ Ein Nunne het die waſſerſucht vn̄ mocht ir nyemant gehelffen. da rufft ſie ſant Elßbe ten an mit groſſem ernſt. vn̄ bat ſie durch got vnnd durch alle die wirdigkeyt die ſy mit gott het das ſy ir vmb got erwurbe das ſy geſundt wurd. da gewerdt ſy ſant Elßbet. da ward ſie gar fro vnd dienet ir furbaß mit fleyß. ¶ Ein man wz als vnſynnig dz man in muſt einſperren. da rufften ſy ſant Elßbeten an dz er geſundt wourd das ſie im hulff. Da kam er wider zu imſelber das erwarb im ſant Elßbet vmb got. Ein fraw het den hinfallenden ſiechtumb e acht iar gehabt. d̓ kund nyemāt gehelffen. die kam auch zu ſant elßbeten grab vnd rufft ſye mit andacht an da ward ſie geſunt. des dāck et ſy got vn̄ ſant elßbetē mit groſſer andacht. ¶ Es was ein man der hieß Rudolff. der ge ſah an eine aug nichtz der kam auch zu irem grab vnd bat ſie das ſie im vmb got erwurbe das er geſehent wurd. dz geweret ſie in auch. ¶ Eius mals wz ein iunckfraw die het ſechs oren. die geſah in zweyen iarn nichts an einē aug. da kam ſy zu ſant elßbeten grab vn̄ rufft ſie mit groſſem ernſt an. da ward ſye zuhandt geſundt. vnd ward gar fro. vnnd dancket gott vnd ſant elßbeten der genadeu. ¶ Sant Elßbet was der betrubten troͤſterin vnd der armen hoffnung. vn̄ was tugentlich. vnd ir werck waren innigklichen. vnd ir kleyd̓ verſchmelichen vnd ir gedancken reyn. vn̄ wez gar demutig. vnd ir begird was heylig. vnd ir gewiſſen was gut vnd was warhafftig vn̄ ge trew vnd ir leben was ſelig. vnd was gedultig in leyden vnd ir mut was einfeltig vnd lauter vnd ir hoffnung was zu gott. Nun helff vns ſant Elßbet vmb got erwerben durch ir groſ ſe wirdigkeyt vnd heyligkeyt. das wir irem le ben alſo nachuolgen das wir mit ir vnd allem hymliſchē heer beſitzen nach dyſem zergenck lichen leben das reych d̓ ewigē ſeſigkeyt Amē ¶ Von vnſer lieben fraw en Marie gottes muter als ſie in̄ den tempel geopffert ward. Aonſer liebe frawe Maria gottes muter ſibē iar alt wz da geb ſye ir voter vondit wuter hoachin vnd Ama n den tenpel das ſe got dar/ als ymeempel geopffert ward cccMMxvj. als ſye in tympel inj dienet zu den zrelſt unckftuwen dy barē all von Dauids geſchlecht. Aber die hochwir dig maget Maria die was dy alleredelſte an goͤtlichen geuaden vnd von geburt. vnd was iunck der iare. vnd witzig an den ſinnen. wan̄ ſie lernet den pſalter als bald vnnd auch alle die bucher der heyligen geſchrifft dye man ir furlegt das alle die menſchen wunder namē die es horten oder ſahen das ſy die vernufft het. vnd erten ſie die andern iunckfrawen als ir kunigin. vnd hetten ſy lieb. vnd wurffen dz loß vnder einander welche das ſchoͤnſt werck ſolt machen das zu dem dienſt gottes gehort Da viel das loß auff die iunckfrawen maria. vnd hieſſen ſy die andern iunckfrawen. frawe vnd meyſterin. vnnd empfalhen ir die brieſter die heyligkeyt vn̄ dy zyerde des tempels. des pflag ſie mit groſſem vleyß. vn̄ ward offt ent zuckt das ſy leyblicher ſpeyß nit nutzet dann als vil ir dy engel von got brachten. vnd leret ir iunckfrawen wie ſy ſolten got dienen vnd in von gantzem hertzen lieb haben. vnnd ſolten ſich vor ſunden huten vnd vor allen vntugen den. Sy was guter ſytten. ir rede was meſſi vnd bedechtlichen. Sy was einer ſenfftlichen vnd lieplichen ſprach mit nyd̓geſchlage augē Ir gruß der was guͤtig. an irr ſprach vn̄ weyß heyt hetten all menſchē ein groß verwundern Maria het ein eben frawenleng dreyer elen bogen lang. Sy het ein weyſſe liepliche varb. gar ſchon augen mit einem gutigen angeſiht Sy het ein lenglitz antlitz. Sy het ein wolge ſchickte naſen. Sy het lang ſchmal hende mit behenden vingern. vn̄ waren all ir geberd ge ſchemg vnd zuͦchtig. wan̄ ſie iſt ein ebenbild aller guten ſytten vnd der klareſt ſpiegel aller tugent nach got. in dem ſich alle menſchē wol erſehen mugen wie verre vn̄ wy nahent ſy got ſein an ſyten vnd an tugendē. wan̄ ſie hat alle tugend weſentlich an ir gehabt dye kuniglicl iunckfraw Maria. ¶ Nun ſulen wir der groſſen wunderzeych en nicht vnderwegen laſſen dy got d̓ almech tig gewuͤrckt hat durch ſein außerwelte vnnd geſegnete muter dye Iunckfraw Maria. der ſullen wir ein teyl benennen zu lob irer wirdig keyt damit ſy gott geeret hat. Es geſchach zu der zeyt da man zalt von criſti geburt tauſent vnd ſbenendzwemtzig iar. dageſchach in. ſtat zu Lituch da ſch die crſten an dē hey ligen Oſtertag gebeycht hetten. da gieng ein iuden kind mit andern kinden zu dē altar vnd nam vnſers herren fronleychnam. vnd da es heym kam da fraget es ſein vater wo es gewe ſen wer. da ſprach es ich bin mit den criſtē kin den in der kirchen geweſen vnd hab Criſtum genumme als ſy. Da ward der vater gar zor nig. vnnd macht ein gluenden ofen vnnd ſtieß das kind darein vnd zuhand was da vnſerlie be fraw in der geſtalt eines bildes dz auff dē altar ſtund. vn̄ behuͤt das kind dz im nye kein leyd geſchach. Nſlun was der muter gar leyd vmb das kinde. vnd ſchrey gar greulichē das vil iuden zulieffen vnd ſahen in den ofen vnd ſahen das kind froͤlichen darinn ſitzen vnnd das im das fewer nicht ſchadet. da namen ſie es herauß. vnnd fragten es wie im geſchehen were. da ſprach es. die fraw die auff dē altar ſtund die halff mir das es mir nit ſchadet. vn̄ tryb das fewer von nir. Das ſaget man den criſten. da verſtunden ſie ſich wol das es vnſer lieben frawen bilde was geweſen vnd kamen ir vil vnnd ſchuben des kindes vater inn den ofen der verbrant als bald. vnd das kind ließ ſich tauffen vnd ward ein guter chriſten. vmb das zeychen lobten die criſten got vnd ſein lie be muter Mariam. Eines mals kamen vil munich fruͤͦ zu einē waſſer vnd triben vil vnnutzer rede. da kamen die boͤßen geyſt als die ſchiff leut dort her ge faren vnd machten einen groſſen ſturm in dē waſſer. Da ſprachen dy munich. wer ſeyt ir. da ſprachen ſie. Wir ſein boͤß geyſt vnd fuͤrē des kuniges ſel von Franckreych in die hell wann er was ein abtruͤnniger munich auß ſant Gal len cloſter geweſen. Da die munich das hortē da forchten ſie in gar ſere vnd ſprachen. heyli ge iunckfraw maria bit dein kind fur vns. da ſprachen die veind. Ir habt Mariam gar wol angerufft. wir woltē euch zuriſſen vn̄ ertrēck ethaben. wann wir haben euch zu vnrechter zeyt muſſig gefunden vnd mit vnnutzer tede. Damit verſchwundē die boͤßen veind. da wou den die muͤnich gar fro vnd giengen in ir ſter vnd danckten vnſer lieben frawe ſen genadē das ſiß behut hett vor veinden. Von vnſer lieben fro ¶ Es was ein ſchuler vppig vnd willd doch het er Mariā gottes mueer gar lieb. vn̄ betet ir ir tagzeyt gar andechtigklichē vn̄ mit groſ ſen freuden. Vnd eins tags da er ſchlieff. da ward er entzuckt vnd kam fur gottes gericht. Da ſprach vnſer herr zu den die vmb in ſtun den. was gerichtes ſol vber den geen der hye ſteet. Ich hab im ſein ſund lang vberſehē. vn̄ hab nye keyn beſſerung an im gefunden. dar umb verurteyl ich in zu dem tod. da ſtund vn ſer liebe fraw auff vnd ſprach zu irem ſun. al lerliebſtes kind ich bit dich durch dein barm hertzigkeyt dz du im dy ſchwere vrteyl ſenff teſt vnd ringer macheſt. vnd laß in von meinē genaden lebē. Da ſprach vnſer herr. liebe mu ter ich gib dir in durch dein gebet vnd wil ſe hen ob er ſich beſſern woͤll. Da keret ſich vn ſer liebe fraw gegen dem ſchuler vnd ſprach. Geehin vnd ſund furbaß nicht mer das dir furbaß icht wirſſer geſchech. Damit erwacht der ſchuler vnd beſſert ſich vnd kam in ein clo ſter vnd endet ſein leben mit gutē wercken. vn̄ dancket got dem almechtigen vnnd vnſer lie ben frawen der geuaden die ſye im vmb gott erworben het. ¶ Da man zalt von Criſti geburt funff hun dert vnd ſibenvnddreyſſig iar. da was ein ma in Sicilien land der hieß Theophilus d̓ was eines biſchoffs Vitztum. der richtet dem bi ſchoff der kirchen gut vn̄ alle ſeine ſach weyß lichen auß vn̄ der biſchoff ſtarb. da ſprach al les volck Theophilus iſt wirdig dz man in zu biſchoff mach. da benuget in an ſeinem ampt vnd ließ einen andern biſchoff werden. Dar nach ſatzt man in von ſeinē ampt. da ward er ſer betrubt vnd ergab ſich dem boͤßen geyſt. vnd verlaugnet gottes des herre vnd criſten lichs gelaubens vnd verſchryb ſich gegen im mit ſeiner aygen handtſchryfft mit ſeinē blut. vnd verſigelt dy hantſchrifft vnd gab ſy dem boͤßen geyſt. vnd gelobet im ſeinen dienſt dar umb das er im hulffe das er wid̓ an ſein ampt koͤm. Darnach an dē andern tag da ſchuff d̓ veind das in der biſchoff wider an ſein ampt . Darnach ſchlug Theophilus in ſichſel erſeufftzet gar ſer darumb dz er ſich ergeben het. vnnd̓ nam zuflucht zu ven vnd bat ſie offt mit groſ im zu hilff kem. Da erſchyn be fraw in einē geſihte. vn̄ſtafterin ger ſcronb̓ ſen ſud vn ſere er ſolt dem boͤßen veind widerſagen. vnd ſole ſich wider zu irem ſun keren vn̄ ſolt criſten ge lauben anſich uemen. das thet er. alſo prach in vnſer liebe fraw wid̓ zu ires ſuns genader vnd hulden. vnd erſchyn im aber. vn̄ gab im dy handtſchrifft wid̓ dy er dē veind het gegeben vnd leget im die auff ſein hertz da er ſchlieff zu eine zeychen das im ſein ſund vergebē we ren. vnd da er erwachet da ward er gar fro. dz er des veindes knecht nymmer ſolt ſein. vnnd dancket vnſer lieben frawen das ſy in erledi get het vn̄ nam den brieff vnd zeyget in dem biſchoff vnd allem volck vnnd ſaget in wie im geſchehen was. darumb lobten ſy got vnd vn ſer liebe frawen vnnd vber drey tag da ſtarb Theophilus ſeligklichen vnnd fur ſein ſel zu den ewigen freuden ¶ Nach Chriſti geburt eylff hundert iar. da was ein frar vnd ein man nahent bey der ſtat Lugdin die hetten ein tochter der gaben ſy ein iungling zu der Ee von der tochter lieb wegen. da hetten ſie den Tochterman bey in in̄ dē hauß vnd het in die ſchwiger zemal lieb durch der tochter willen. Da ſprachen etlich boͤß leut zu ir durch ires leybes luſt vnd nicht durch der tochter willen het ſie in lieb. wan̄ ſi wolt iren willen mit im haben. vnd da ſie das hort da was ir gar leyd. vnd forcht man wurd ſie offenlich mit im zeyhen vnd gelobt zweyē buben yeglichem em pfund pfenning das ſie iren tochterman toͤdten. vnd verſperret dy bu ben eins mals in dem keler vnnd ſchicket iren man auß. vnnd verſandt ir tochter auch. vnnd ſchicket iren tochterman nach weyn in den ke ler. da ermorten in die buben. da nā dy ſchwi ger den tochterman vnd leget in in̄ die kamer an irer tochter bett vnd decket in zu. Vnd da der wirt vnd die tochter hinheym kamen. Da ſprach die muter zu der tochter. Weck deinen man auff das wir eſſen. da gieng ſy in die ka mer vnd fand in tod. da weynet ſy vnd claget iemerlichen. Da weynet ir muter auch als ob ir leyd wer vnd ward das geſind ſer betrubt. vnd weſten nit wie im geſchehen wz. darnach gewan ſy groß rew vber ir ſund. vnd beychtet einē brieſter mit groſſem leyd. Darnach hub ſich ein krieg zwiſchen d̓ frawen vn̄ dem brie ſter. da hub ir der brieſter auff das ſy an irem Tochterman ſchuldig were. Das horten ſein als ſy in tempel geopffert ward cclxxvij. freund vnd viengen ſy vnnd ward verurteylt. da was ſie in groſſen engſten vnd rufft vnſet liebe frawen mit groſſem ernſt an. Vn̄ gieng in die kirchen vnd bat vnſer liebe frawē mit vil groſſem weynen vnd innigkeyt das ſy ir zu hilff koͤm. da treyb man ſy auß d̓ kirchen. vnd warff ſye in ein fewer. da halff ir vnſer liebe fraw das ir nye keyn leyd geſchach. da meintē ir veind es wer das fewer zu klein. vn̄ mache ten es vil groͤſſer. da rufft ſy vnſer liebe fraw en aber at. er halff ſy ir aber das ir nichts ge ſchach. Da ſtachen ſy ſper vn̄ ſpyeß in ſy den noch mochten ſy ir nit getoͤtten. Das nam dē richter groſſes wūder. vnd wolt ir nichts mer laſſen tun. vnd nam ſie herauß. da hett ſy das fewer nye verſert. ſy het aber die wunden ron den ſpyeſſen. Da furtē ſy ir freund wid̓ heym vnd ſalbten ir die wundē. vnd dancktē got dē almechtigen vnd vnſer lieben frawend groſ ſen genaden die ſy ir gethan het. vnd an dem dritten tag darnach. da ſtarb ſie von dem wil len gottes. Eins mals was ein cloſter in teutſchē lan den das ward zerſtoͤrt von groſſem krieg. Da muſten die frawen von not wider heym farē zu iren freunden. Vnd vnder in was ein ſchoͤ ne fraw die hieß Agnes. da dy zu irem vater kam da leget er ſich vber iren willen zu ir vnd macht ir ein kind. Da nun das kind geboren ward. da kam der teufel zu ir als ein munich. vnnd ſprach. Er wer ir geborner freund vnnd weſt wol das ſy mit irem vater zuſchicken het das was ir gar leyd. vnd was nahent verzagt Da ſprach d̓ veind zu ir. Liebe freundin der worten das du mit dem kind icht gemelt wer deſt ſo wuͤrff das kind in ein waſſer. wann be leybet es lebentig ſo mag es nit verſchwigen beleyben. vnd da er ir das lang geriet. da vol get ſie im vnnd verderbt das kind. Da ſprach der veind zu ir. O. du allerboſtes weyb was iſt dir noch vor. dir iſt nit wegers dann dz du mir all dein ſund beychteſt. vnd dich dan̄ ſel ber ertrenckeſt. Da ſie das hort da erſchrack ſie gar ſer vnd rufft als bald vnſerliebe fraw en an dye muter gottes mit groſſem ernſt. da verſchwand der boß veind vnd ließ einē groſ ſen geſtāck hinder im. Darnach kam ſie in ein ſtat zu einer erbern frawen die halff ir zu ei ner Iuͤdin die hieß Sara. der pflag ſie eines ſins vnd̓ belib funff gātze iar bey ir in groſ ſen laner vnd mleyd vmnd elchet we vd vaſtet alle wochen zwen tag mit waſſer vnnd brott. vnnd ſaget der Iuͤdin vil von der barm hertzigkeyt des almechtigen gottes vnd von ſeiner lieben muter Maria der iunckfrawen. wann ſie was weyß vnnd wolgeſprech. vnd le ret die Iudin das Aue Maria. vnd den Pa ter noſter. den betet ſie alle tag mit andacht. Darnach beychtet die fraw Agnes einē pre diger der ſchicket ſy zu dem babſt. vnnd da er ir ir ſuͤnd vergab da kam ſie wider zu irr fraw en der Iudin. die empfieng ſie gar ſchon vnd freuntlichen vnd bat ſie das ſy ſich an ir bett leget vnnd ruet. wann ſie was gar muͤde. Da nun der Iud des abents heym kam vnd Ag neſen ſeiner ammen innen ward. da ward er gar zornig. vnd ſprach. Die triegerin iſt ir ſel ber vbel her kummen. Wann ich wil ſie yetzo toͤtten vnnd zoch ſein meſſer auß vnnd gieng zu ir die weyl ſie ſchlieff vn̄ ſtach ir drey wun den in den halß. Da das ſein fraw ſah da er ſchrack ſie gar ſere vnnd weynet. vnnd gieng in ein kamer. da gieng der Iud zu ſchul zu an dern Iuden vnd belib bey in vbernacht. Vn̄ da die Iudin entſchlieff. da ſah ſie inn dem ſchlaff die allerwirdigiſten hochgelobten hy meliſchen kunigin vnnd muter gottes Mariā mit zweyen ſchoͤnen iunckfrawen zu der tot ten frawen gan vnd trugen drey buchſen mit ſalben. vnnd heylten ye ein wunden nach der andern. da der Iud des morgens heym kam. vnnd der totten frawen nicht ſah da gedacht er im ſein wirtin het ſie hin gethan. vnnd fra get nit mer wo ſy hin kummen wer. Darnach vber viertzehen tag. Da kam ein bilgrim der gruſſet den Iuden vnnd dye Iuͦdin von der Agueſen wegen. vnnd gieng von in als bald. Da ſprach der Iud zu der IIudin. O we aller meiner er en lebt ſie noch. ich wolt wenen ich het ſie ertoͤttet. Da ſprach die Iuͦdin. Ir her re vnd ir got Iheſus chriſtus der vermag alle ding. der hatt ſie wider lebentig gemacht. Da antwurt der Iud vnnd ſprach. des het ich all wegen ſorg ſy verkeret dich als ſy doch leyder gethan hat. vnnd ward gar zornig. vnd ſper ret ſie in ein kemmerlein vnd gieng vber veld. Die weyl gieng die fraw auß mit zweyen kin den vnd trug das dritt kind inn irem leyb vnd floch in̄ ein kirchen. vn̄ ward getaufft. vn̄ wur dē ite knd auch mit ir gerufft vnſy lieh ſch Von vnſer lieben frawen Gerdrut heyſſen vnd kam mit iren kindē gen Roͤlen. da fand ſy ir Agneſen. da ward ſy gar fro das ir fraw getaufft was. da fragt fraw Gerdrut dlgueſen wie ſy geneſen wer. da lach et ſie vnd ſprach. Mein herr Ieſus criſtus iſt als mechtig das er die totten lebentig macht. Da ſprach ſie. ich ſah das dir mein man drey wunden ſtach. da ſprach die Agneß. mich be duncket nur wie mich dein man ertoͤdtē wolt. darumb gieng ich von dannen. da die fraw dz hoͤret vnd vernam. da gryff ſy ir an den halß. vnd griff ir drey groſſe maſen die ir d̓ ſchnod Iud geſtochen het. dy ding alle ſaget man zu handt dem Ertzbiſchoff in der ſtat zu Rolen. Darnach ſtarb die fraw Algnes gar mit groſ ſer rew vnd andacht. Vnd fraw Gerdrut na ſer zu an Eriſten gelauben. vn̄ dienet got mit vleyß vnd mit andacht. ¶ Eines mals wz ein offneſunderin dy die net der welt vnd dem boͤßen geyſt ſechtzehen iar on rew vnd on beycht. vnd was emes wil den hertzen. vnd thet got nye keyn dienſt. vnd eins tags da begegnet ir ein brieſter der hief Iacharias. den gruſt ſie gar ſpoͤtlich mit vppi gen worten. des ſchemet ſich der brieſter gar ſer vnd weſt nit wie erſir antwurten ſolt. vnnd ſprach. O du gute fraro bit got fur mich. Da lachet ſie vaſt vnd ſprach. Wie ſol ich got für dich bitten. Nun bet ich nymmer nichtz. vnd kan nit beten. Da ſprach er ſo lerne duß. Da ſprach ſie. Soll ich aber für dich biten ſo ler mich ein kurtz gebet. Da ſprach er. in d̓ nech ſten kirchen ſtet oben an der tuͤr vnſer frawe bild. die hat ir liebes kind in der ſchoß vor dē ſprich alſo. Miniglicher vater vn̄ herr d̓ barm hertzigkeyt. Du biſt durch der ſunder willen menſch wordē. erbarm dich vber den brieſter der mich her zu dir geſandt hat das ich fur in bite. Da ward die fraw von ſeinen wortē ge troſtet vnd was im gehorſam vnd gieng in dy kirchen. vn̄ bat mit groſſem ernſt fur in. da ke ret ſich dz kind vnbilliglich vō ir zu ſeiner mu ter vnd verſchmehet der ſunderin gebet. vnd ſprach. Hoͤrſt du allerliebſte nuter dz wund̓ lich ding dz mich die groß ſunderin bitt fur einē freund vn̄ bit nit fur ſichſelber. da ſprach vnſer liebe fraw. das ſie mit fur ſichſelber bitt das iſt ir mit zuwerweyßen. wann ſy ward gar ſchyer beraubt irs vaters vnnd irer muter die ſolen ſiebetenhaben gelet. da ſprach das kind O du allerliebſte nmuter du folt mich nit fur die ſunderin bitten. wan̄ ſy hat mir manig ſel empfremd. darumb erbarm ich mich nicht vber ſye. Da ſprach vnſer liebe frawe zu irem kind Es ſteet geſchriben das nyemant ſo mit groſſen ſunden vberladen iſt. dē ablas zu ver ſagen ſey. Darumb ſol dein barmhertzigkeyt groſſer ſein dan aller menſchen ſund. Darum̄ ſo bitt ich dich das du es durch meinē willen thueſt vnd durch deines lieben freundes wil len der ſy zu dir geſandt hatt. Da ſprach aber das kind. Liebe muter mir iſt vnzymlich das ich dir keyn ding verſag. Alles dz du mich ge beten haſt des biß gewert. Alſo vergab gott der ſunderin ir ſund dz ſy es furbaß nymmer thet. Da lieff die fraw wider zu dem brieſter vnd ſchrey mit lautter ſtym̄. Stee ſtill. dz thet er vnd hoͤret ir wort. da ſaget ſy alles das. das ir widerfaren was vnd beychtet all ir ſurd vn̄ beſſert ſich furbaß. dauon benuget ſie wol vn̄ mercket die barmhertzigkeyt gottes. Meyſter Ceſarius ſchreybt dz in dē land Ambienſi vil ketzerey waren. vn̄ vaſt zunamē. da giengen zwen frum brieſter an einē ſamſ tag in em kirchen vnd ſprachen meſß von vn ſer lieben frawen. da kamen die ketzer inn die kirchen da dennoch die meß nit auß was vnd zugen den einen brieſter auß der kirchen. vnd ſchlugen in gar ſere vnd ſchnyten im die zun gen auß das er nit mer meſß moͤcht geſprech en. das was ſeinem geſellen gar leyd der hief ¶lumacus der nam in vnd furet in in ein clo ſter vnd beualhe in den muͤnichen die theten im gar guͤtlich. Darnach an der Oberſt nacht da furten in die munich in die kirchē. da rufft er vnſer liebe frawen mit ernſt an. vnd bat ſie vmb genad in ſeinem hertzen das ſye im hulff das er wid̓ moͤcht meß geleſen. da erſcheyn ſy im vnd gab im ein gute zungen wider. vnd er ward gar fro. vn̄ ſchrey mit iantter ſlym̄. Aue Mtaria voller genaden. da dy munich dz hoͤr ten. da lieffen ſy all zu vnd lobten got vn̄ ſein liebe muter Mariā. Darnach da ward er eyn munich in dem ſelben cloſter vnd dancket vn ſer lieben frawen der genadē die ſy in getan het biß an ſein end. ¶ Iu einem mal was ein bruder in einē Cſo ſter grawes ordens. der lebet gar vnordēlich. der ward entzucket in einem ſchweren ſiech tumb das dy bruͤder woltē wenen er wer tod. Cecilia CCXXXVIII. Ecilia die lieb iunck. fraw iſt vō edlem roͤmer geſchlecht geboren. vnnd was gar ſchoͤn. vnnd fleyß ſich vil tugent in irer iugent. vnd lernet criſten gelauben. da tauffet ſie d̓ babſt Prba nus. da dienet ſy got mit groſſem vleyß. vn̄ be tet mit groſſer andacht vnd lebet vernufftig klichen vnd wz zuchtig vnd keuſch. vnd bege ret das ſie vnuermayligt belib biß an ir ende. vnd keſtiget iren leyb ſer mit weynen. mit be ten. mit vaſten vnd mit wachen. ¶ Iu der zeyt da aͤchtet man die criſten gar ler. vnd vieng ſy wo man ſie aukam vnd d̓ cri ſten muſten ſich vil verbergen. dauon floch d̓ babſt Vrbanus inn ein hoͤl. Nun ward ſant Cecilia lob vnd ere vberal gebreytet vnnd da wurbē vil iungling vmb ſie. da gelobet man ir einen reychen edlen man. d̓ hieß Valerianus. der het einen bruder der hieß Tyburcius. die warē heyden. des erſchrack die iunckfraw gat ſer vnd klaget ir leyden got. vnnd faſtet vnnd wachet vil vor der hochzeyt. vnnd bat got mit ernſt dz er ir ir keuſcheyt behielt. vn̄ bat auch ander gut leut das ſy gott beten das er ſy be huttet. Vnd da nun die hochzeyt ſolt ſein da ſorget ſy gar ſer darauff vn̄ beualhe ſich gott mit andacht. Da legt man ir gar ſchoͤnes ge wandt an dz wz mit ſilber vnd mit gold durch wurcket. Aber ſie thet an den leyb ein herins heind. damit erzeyget ſie das criſtus ir breutie gam were. Nun kamen vil ſpillent dar die tri ben ir ſpil auff der iunckfrawen hochzeyt. vn̄ wolten ſy frolich machen. des verdroß ſie. vn̄ beduncket ſie ein zergencklich wounne vn̄ freu de. vnd wz die ſpilleut triben ſo was ir ir hertz bey got. vnd begeret das er ir ir keuſcheyt be huttet. Da nun die nacht kam vnd ſie zu irem breutigam in̄ die kamer kam. Da ſprach ſy zu im. Du allerliebſter herre vernym mich. Ich hab etwas heymlichs mit dir zureden dz ſolt du nyemant ſagen. Da ſprach Valerianus dz wil ich geren thun. Da ſprach ſie. Es iſt ein en gel bey mir der behutt mir mein keuſcheyt ge treulichen. dauon biß von mir gewarnet dz du mich nicht berureſt damit du mein iunckfrew liche reynigkeyt moͤchſt verſerē. vn̄ tuſt du des nicht ſo wirft du von got ſchwerlichē geſtraſ fet. bewareſt du aber mir mein reynigkeyt ſo hat er dich als lieb als mich. Da ſprach Va lenanus. Wilt du das ich deinen worten gelaub ſo laß mich in ſehen vnnd bekeunen. ſich ich dann das er ein warer Engel iſt ſo thu ich was du wilt. wilt du mich aber effen das eyn and̓ iſt den du lieber haſt dan̄ mich. ſo ſchlach ich dich vn̄ in zetod das du mir furbaß nicht mer liegeſt. Der red ward Cecilia gar fro. vn̄ ſprach. Liebes lieb wilt du an meinen got ge lauben vn̄ wilt dich laſſen tauffen ſo ſihſt du den engel gottes als wol als ich vnd ſaget im gar vil von criſtē gelauben das im ſein hertz erleuchtet ward. vnnd ſprach er wolt es geren thun. Da ſprach ſy ſo gee hin zu dē babſt Vr bano dē vindeſt du in̄ d̓ hoͤll vn̄ ſprich ich hab dich zu im geſahdt. Darnach da kam er zu dē babſt. vnd da er hoͤrt das in Cecilia zu im ge ſandt hett. da ward er garfro. Vnd hub ſein hend auff vnd ſprach. O herr Ieſu criſte em pfahe heut die frucht die du an Ceciliā haſt geſeet. wan̄ der man was ein wilder leb. vn̄ iſt ſenfft worden als ein lemlein. Vnd dye weyl Vrbanus die wort ſprach. da ſah Valeria nus einen engel neben im ſteen d̓ was ſchoͤn vnd liecht vnd klar. vnd was ſchoͤn gekleydet. vnd trug ein buch in der hand. Den engel het got durch d̓ iunckfrawen gebet dar geſandt. Vund da Valerianus den engel ſah da er ſchracker als ſer das er nyder viel. Da hub in der engel gottes auff bey d̓ handt. vn̄ ſprach. Furcht dir nit vnd gee her vnd ließ. da ſah er das das buch mit gulden buchſtaben geſchri beu was vnnd ſtund daran. Es iſt ein gelaub vnd ein tauff vn̄ ein herre des gewalt iſt vber alle ding. Da valerianus dz gelaß da ſprach der engel zu im gelaubeſt du das. Da ſprach er ia werlichen. damit verſchwand der Engel in den ſchoͤnen kleydern. da ward valerianus getaufft von dem babſt Vrbano. da freuet er ſich gar ſere das im die genad begeguet was. vnd kam heym zu ſeiner breut dy was im nun lieb wordē. da ſah er einen engel bey ir ſitzen. da ward ſie gar fro vn̄ ſprach ir gebet zu got vnd dancket im ſeiner gute dz er ar iren gema hel bekert het. vn̄ er was des Engels gar fro. wan̄ er het in beyden zwen krentz bracht von ſiligen vnd von roſen. den einen krantz gab er Cecilie. den andern Daleriano. vn̄ ſprach zu in. Die krentz haāt euch gott geſendt auß dem paradeyß vnd die roſen vnd dy hligen dorren nit vnd verlierē auch iren gutē geſchmack nit Synag anch wenmontgeſchen deſ dkeuſch Von ſant vn̄ reyn iſt. Dauon ſo behaltet ewer keuſch in rechter reynigkeyt ſo habt ir die roſen vnd die liſigen dy weyl ir lebt. Daruach ſprach aber d̓ engel zu Valeriano. ſeyt du nun getaufft biſt ſo hit was du wilt des wirſt du geweret. Da prach er. Ich hab einen lieben brud̓ vmb dē bit ich das er bekert werd zu criſtem gelaubē. vnd zu d̓ warheyt die got ſelber iſt. Da ſprach der engel des biſt du gewert. vnd ſchyed vō in ¶ Darnach zuhand kam ſein bruder fur dye kamer. vnd ſchmecket einen guten geſchmack von roſen vnnd von liligen. Da gedacht er im wannen kumbt der gut geſchmack. vnd da er in̄ die kamer kam. da ſah er das ſein bruder vn̄ ſein gemahel ir gebet zu gott ſprachen. vnnd ſchmecket den gutē geſchmack aber baß dan̄ vor vn̄ ſprach zu in. Eya lieben wannē kumpt der roſen vnd d̓ liligen geſchmack vn̄ iſt doch yetzo wintter. onnd ſprach. Ich ſchmecket nye ſo guten geſchmack. vnd ſeyt ich den gutē ge ſchmack vernumē hab ſo hat ſich mein gemuͦt verkeret. vnd wundert nmich ſere. das ich der li ligen vnnd der roſen nicht ſihe. Da ſprach va lerianus. Lieber bruder die roſen vnd die lili gen die du ſchmeckeſt die haben wir hie bey vns vnd ſind weyß als der ſchnee vn̄ haſt nye als ſchoͤn geſehen. Aber dein vngelaub irret dich das du ir nit geſehen magſt. bekereſt du dich aber zu got vnd zu criſten gelauben vnd leſt dich tauffen ſo wirſt du die ſchoͤnen bluͦ men fehen. Da ſprach Tyburcius. Lieber bru der ſind dy wort ein ſchympff oder traumt es dir vnd ſprach. vns ſind dy ding noch gar verr Da ſprach Valerianus. Ia werlichen lieber bruder vnſer leben iſt biß her ein traum gewe ſen. Wer hinfur ſol wir erkennen dy warheyt gottes d̓ wird vnſer furbaß pflege. da ſprach tiburcius. wanne haſt du ſolche red. da ſprach er das wilich dir ſagen. mir hat ein engel dye warheyt kundgethan bon got. vn̄ leſt du dich tauffen vnd gelaubſt an Ieſum criſtum vnnd kereſt dich von den abgoͤttern ſo leſt dich got den engel vnd die roſen vnd die lilien auch ſe hen. Darnach ſprach Cecilia zu T iburcio. Es iſt leyder der vngelaubige gar vil. ergib dich vnd dien dem almechtigen got der hymel vnd erd geſchaffen hat vnd vns mit ſeinē tod er loſet hat. Die red geuiel im gar wol vnnd ſein hertz ward im da von erleucht. vnd ſprach zu ir dui haſt esrecht wol außgelegt ich wol deig nen gelauben recht geren lernen. da ward ſie gar fro vnd dancket vnſerm herren vn̄ ſprach. Freund got ſey gelobet das du vnd dein bru der zu dē rechten gelauben kummen ſeyt. dat umb gee mit deinem bruder zu dem babſt vn̄ empfach den tauff ſo ſihſt du dann die engel gottes die huͤten dein mit groſſem vleyß. Da ſprach er. Bruder wer iſt der man. Da ſprach Walerianus er heyſt Vrbanus der hat mich getaufft. da ſprach er. O wee bruder den ha ben die furſtē in die echt gethan. vnd ſprach ich kum in groß leyden. Da ſprach ſant Geci lia. des ſolt du nicht achten. wan̄ es iſt hye ein kurtz leben. vnd kumpt darnach ein ewigs le ben den menſchē die in criſtē gelaubē beſteen wan̄ gott iſt ſo rechtbarmhertzig das er nye mant leſt der im getrawet. Wan̄ er iſt menſch durch vrs worden auff das das wir gott mit im wuͤrden. vnd hat den bittern tod durch vns gelyden auff das er vns erloſet von dem ewi gen tod. Da ward Tiburcio ſein hertz vn̄ ſein gemuͦt zuhand bekert. vn̄ ſprach. Brud̓ bring mich bald zu Vrbano das ich getaufft werd vnd das ich mein lebē furbaß wirdigklich be halt vnd den engel gottes ſehe. Nach dē ka men ſie zu dem lieben herren ſant Brbano d̓ ward von gantzem hertzen fro. vn̄ taufft Ti burclum. Darnach ſah er gar offt den Engel gottes. Die lieb iunckfraw ſant Cecilia vnnd Balerianus lebten gar keuſchlichen vn̄ gar in vil guten tugentten. vnd der lieb herre ſant Tburcius auch mit in. vnd dy criſten dy man ertoͤttet die begruben ſy vnd gaben ir gut ar men leuten durch gott. Da ward Almachius innen das ſie dy totten begruben das thet im zorn vnd griff ſy nit geren an. wann ſy waren edel. doch hieß er ſy vahen. da bracht man ſie fur iij. da ſprach er zu in in zorn. warumb be grabt ir die verdamptē die wir getoͤdt haben Ir muſſent auch vnſern goͤttern opffern vnd wolt ir das nit thun ſo wirt es euch gerewen. Da ſprachen ſie. Es iſt billich das wir vnſerm got opffern alle tag. da ward almachius zor nig vnd hieß ſie in̄ den kercker legen vnd em pf alh ſie eine ritter d̓ hieß maximus. d̓ ſprach zu in. Ir edlen iungling mich nympt wund̓ dz ir mit frewden in̄ den kercker geet. vnnd doch wol wiſt dz ir darnach ſterbē muſt. Da ſprach Valerianus. erkenneſt du dy freude die gott den menſchen vilgebennach dyſem lebe die Clemens ccddxxxx. an in gelauben vnnd vnb in leyden. du hydeſt hie auch gern. vn̄ ſaget im als vil vō criſten ge lauben das er vnnd alles ſein geſind von dem babſt Vrbano den heyligē tauff empfiengē. ¶ ¶ Da der morgen kam das man ſy toͤttē ſolt da ſprach Cccilia zu in. Eya ir edlen ritter vn̄ kempffer criſti werffet von euch die werck d̓ vinſternuß. vn̄ leget an die wappē des liechts Da ſchlug man Tiburcio vnd Valeriano ire haubter ab. da ſchwur Maximus das er ir ſe len von in faren ſehe als dy wolgeſtaltē iuck frawen. vnd die engel empf ienge ſy vn̄ brach ten ſy in̄ dz ewig leben. Da ſprach Maximus Ich bin auch ein criſten. Da das Almachius hoͤrt das thet im zorn. vnd hieß im allen ſeinē leyb mit bleyen knutteln zerſchlahē biß er ge ſtarb. da für ſein ſel auch zu den ewigen freu den. da begrub ſant Cecilia die heyligē leych nam all drey. Nun weſt der vogt wol das die zwen bruder vil gutz hetten gehabt. darumb hieß er Ceciliam fur in bringen. vnd da ſy fur in kam. da ſprach er. Man ſoͤl ſy fur dy abgoͤt ter bringen. das ſy die anbete od̓ ſy muß ſter ben. da ſpottet ſy der abgoͤtter. das thet dem richter zorn. vnd hieß ſy darum̄ ſer geyſeln vn̄ ſchlahen. da was gar vil menſchē vmb ſy leyd vnd weynten vmb ſy das ſy als ſchoͤn edel vn̄ reych was. da thet vnſer her ſein genad mit ir das ir die marter nicht ſchatte. vnd ſprach zu dem volck. ir ſollet nit vmb mich weynen ir ſol let fro ſein das ich euch allen angeſiget hab. Es iſt nit ein wunder dz ich alſo ſtirb. ich kum̄ zu gott da wird ich nymmer alt. ich gib einen ſchwachen ſtab vmb das hymeliſch gemach. vnd ſaget den leuten als vil von Criſtē gelau ben das ſie gelaubig wurden. Vnd ſprach da zu in. Glaubt ir der red. da ſprachen ſie all ge meynlichen. Wir gelauben das Chriſtus ein warer got iſt der alle ding vermag. vn̄ ſandtē bald nach Brbano dē babſt dz er ſy criſtē ge laubē leret. alſo kam er vnd lernet ſy vn̄ taufft ir wol vier hundert. ¶ Nun hort der vogt das ſy als vil zu ern de gelauben gebracht het. da ward er gee vnd hieß ſy aber fur in bringen. X ſprach. Sag an was iſt dein lebon t ſprach ſy. Ich bin vō geburt edel or/ ſrrch er. darnach frag ich nicht. ichf ccj deinem gelauben. Da ſproch/ Ccilia. dein frag iſt eī affenheyt. dx xj xh ſer was machet dich ale kin. Da ſprach ſy. Da gelaub ich an gott der gbt mir krafft vnd eine reynē mut das ich nit verzag an im. wan er iſt mit mir. Da ſprach er. Weyſt du nit das ich gewalt hab dich zetoͤdten. Da ſprach Cecilia vber mein ſel haſt du keinen ge walt. Aber den gewalt den du haſt vber mein leben das ich hab in̄ dyſer kurtzen zeyt d̓ ſelb gewalt bringt dir den ewigen tod. Da nam in groß wunder von der red dz ſy im als wol be gegnen kundt mit iren weyßen worten. vnnd ſprach zu ir. du ſolt den abgoͤttern opffern dz wil ich. da ſprach ſie. du biſt mit ſchoͤnen augē blindt. wann du haſt fur got holtz vnd ſteyn. da ward er zornig vnnd hieß bald ein ſiedigs waſſer machen. vnd hieß ſant Ceciliā darein ſetzen. darinn ſaß ſie ein gantze nacht. vnd lo bet got den almechtigen vnſern herrē Ieſum criſtu. der halff ir auß aller irer not das ſy ſaß als in einē kuͤlen tawe. da ward er gar zornig. vnnd hieß ir als bald ir haubt abſchlahen. da empfalhe ſie ir ſele got dem almechtigen inn ſein goͤtliche henndt. Da ſchlug man ir drey ſchleg das man ir dz haubt nit mocht abſchla hen. da giengen ſy von ir vn̄ lieſſen ſy alſo fur tod ligen. wan̄ es wz verboten das man ir key nen ſchlag mer dorſt thun. Da nun dye ſelig iunckfraw alſo lag. da kam der lieb herr ſant Brban zu ir. da ſprach ſie. Lieber vater was ich guttes hab das ſolt du den armen lewten durch got geben vnd ſolt mein hauß zu eyner kirchen machen got zu lob. vn̄ daruber gewal tig ſein. vnd laß dir die armen criſtenheyt be uolhen ſein. Darnach da ſtarb ſie an dem drit ten tag ſeligklichen. da fur ir ſel zu den ewigē freuden. Nun bitten wir die heyligen iunck frawen ſant Ceciliā das ſie vns vmb gott er werbe beſſerung vnſers lebens vnd nach dy ſem leben das ewig leben Amen. Von ſant Clemens Ant Clemens iſt bur tig von der ſtat Rom von edlem ge ſchlecht vnd ſein vater hieß Fauſti nianus vnd ſein muter Macidiana. dy hetten drey ſuͤn. der ein hieß Clemens. der and̓ fau ſtinus. der dritt hieß Fauſtus. da wz ir muter gar ein ſchoͤne fraw. darumb was ir irs mans bruder hold. Vnd bat ſie offt das ſy bey im ſchlieff. des wolt ſie nicht thun vn̄ was ir ein groß leiden das er ir alo vil darun̄ anlag als Von ſant dan̄ einer frūmen frawen wol gepurt zethun. vnd dorſt es irem man nit ſagen. vnd gedacht ir. moͤcht ich meinē ſchwager entweychen biß im die vngeordnet lieb vergieng. vnd ertrach tet ir ein luͤgen vnd ſprach zu irem mann. Le ber herr ich bin betrubet. Wann mir hatt ge traumbt es ſprech einer zu mir. du ſolt die ſtat bald rawomen mit deinen zweyen kinden Fau ſtinus vnd fauſtus. vnd far als lang in frem de land biß dz ich dich herwid̓ heyß kummen. vnd thuſt du das nit ſo muſt du von deine ſuͤ nen ſterben. dauon bit ich dich lieber herre dz du mir erlaubeſt das ich far. des erſchrack d̓ herr gar ſer vn̄ hieß ſy vber meer faren in̄ die ſtat Athenis vnd gewan ein ſchyff vn̄ gut ge leyt. Da fur die fraw mit zweyen ſuͤnē hin. vn̄ den dritten ſun Clemēs den ließ ſie bey dem vater. der was funff iar alt. da was die fraw fro das ſy von irē ſchwager was kumme. vnd da ſy auff dē waſſer ſchyfftē. da kam ein groſ ſer ſturmwindt d̓ ſtieß das ſchyff als ſere dz es von einander brach. dz d̓ leut vil ertruncken vnd die fraw genaß mit der hilff gottes. wan̄ das waſſer trug ſie embor. Da hett die fraw groß leyd vmb ire kind. Vnnd ſchlug ir beyd hend an einē ſteyn vor groſſer betrubnuß. Da troͤſten ſie die menſchē dy da ware. da ſprach ein iunge fraw zu ir. gehab dich iol wan̄ wir muſſen hie vil leyden durch die ewigē freud. Ich het einen man der het mich gar lieb vnd ich in auch der ertranck mir in dē meer. da ge ſchach mir als leyd dz ich nymmermer keynen wil nemē vn̄ wil mich mit arbeyt erneren. Dar nach fuͤrt dye ung fraw Maadianam mitit heym. vnd arbeyten beyd mit iren hendē vmb ir leybßnarūg. aber macidiana het ir hēd zer ſchlagē dz ſy ir erlamtē. doch halff ir dy iung fraw mit ir hin. darnach gewan die witwe eun groſſe ſucht das ſy auß dē bett nit mocht vnd mocht auch nit arbeytē. da gieng Macidiana von hauß zu hauß vnd bettelt in dz brot. Da ſie nun ein gantzes iar außen wz geweſen. da ſendet ir man Fauſtimanus gar vil botē auß das ſie beſehen wie es ir gieng vnd den kindē der boten ſagt keyner nichts herwid̓. da ſande er ander boten auß die waren lang auß. da nu die boten heym kamen. da ſprachē ſy. es weyſ nyemant von ewer frawen noch von ewrē kin den nichts zeſagen. das was im gar leyd. vnd gedacht im. ich wil mein frawē vn̄ meine kind ſelber ſuchen vnd beualch ſeinen ſun Elemēs vnd alles ſein gut ſeinē freunden. vnd bat ſie gar fleyſſigklichen das ſie in dz lieſſen beuol hen ſein vnd fur als bald auß vn̄ wolt ſie ſuch en vnd als bald er auff dz mere kam. da ward gar ein groß vngeſtuͤne in dē mere vn̄ ſchlug in d̓ wind als verr das er nit herwider kam. ¶ Nun wz ſant Clemēs wol zweyntzig iar alt worden dz er nie nichts hoͤrt von ſeine va ter noch von ſeiner muter noch von ſeinē bruͦ dern. vn̄ wz dennoch em heyde. vnd lernet die heydniſchen bucher als gar wol dz man in ei nen meyſter hieß in̄ d̓ heyduſchen kunſt. doch erkēt er in ſeiner kunſt dz dy ſel vntoͤdlich wer Oarnach kam Baruabas gen Rom vn̄ predi get criſtē gelauben. da ſprach Clemens ſpot lichē zu im biſt du ein meyſter ſo bericht mich warun dz die muck ſechs fuͦß hab. vnd zwen Clemens Zdllij. flugel damt ſy gar weyt mag fliegen vnnd iſt kleyn vnd d̓ groß helffant hat nur vier bayn vnd keinen flugel. warum zweyet ſich dy hilff die in die natur gibt. Da ſprach Barnabas. Es iſt billich das ir es nicht wiſt ſeyt ir nicht rechten gelauben habet an got d̓ mit vollē ge walt alle ding wol vermag. vnd die creaturen geordnet hat nach ſeinē lob vnd dz ir dy crea turen groß vnd kleyn nit bekennet. erkennte ir aber den ſchoͤpffer ſo bekentent ir auch dy ge ſchoͤpff gottes wol. vn̄ ſaget im als vil vo cri ſtem gelaubē biß er ſich bekeret zu got. vnnd thet ſich des weltlichen guts ab vn̄ der heyd niſchen kunſt. vn̄ kam zu ſant Peter dē zwelff poten vnnd ward ſein iunger. Da ſprach ſant Peter was gelaubens ſein freund hetten. da ſprach ſant Elemens. mein vater vn̄ mein mu ter vnd mein bruͤder dy ſeind heyden geweſen vnd ſeind in dē meer ertruncken als ich vernn men hab. das was ſant peter gar leyd. ¶ Nun het Symon der zaubrer zwen iuger dy hieſſen Aquila vnd Niceta. die wurdē in nen das ir meyſter ein zaubrer vnd ein gauck ler was. da wolten ſy nymmer bey im ſein. vnd kamen auch zu ſant Peter vnd wurde ſein iuͦn gern. vn̄ furen mit im vnd mit ſant Clemens ch predigēs willē. vn̄ kamē vō geſchicht in̄ y die inſeln da Macidiana ſant Clemens mu ter inn was vnd lebt in groſſer armut. vnd wz lam. da ſah ſant Peter groß gleßerin ſeirlen des wudert in ſer. Da kam ſant Clemens mu ter zu ſant Peter. vnd bat in canb ein almuͦſen Da ſprach er zu ir. du ſolteſt arbeyte. wan̄ du haſt einē ſtarcken leyb. da ſchemet ſie ſich gar ſere vnd ſprach. Ich hab nit krafft in meinen henden vnd weynet vn̄ ſprach. ich wolt dz ich mich ertrenckt het. da ſprach ſant Peter. weyſt dumt wer ſichſelber ertoͤdt dz der ewig peyn hat. da ſprach ſy. Weſt ich fur war dz ein an der lebē nach dyſem lebē were. ich wolt mich ſelber ertoͤtten darum dz ich meine kind ſehe die mir ertruncken ſind. vnd ſagt im alles das das ir vn̄ iren kinde widerfaren wz. da ſprach ſant Peter. ich hab eine iunger der ſagt alles das dz du ſageſt der heyſt Clemēs. da ward ir hertz vor groſſen freuden beweget vnd viel weynent fur ſant Peter. vnd ſprach. zeyg mir mein liebes kind. Da ſprach ſant Peter. er iſt in einē ſchiff. euge dich nit gegē im ſo wil ich dich zu m bringen. das gelobt ſie im. dafurt er ſy zu dē ſchiff. da ward ſye als fro. das ſy d̓ geluͤbt nit volbracht. vnd vmbfieng ir liebes kind mit freudē. da ſtieß er ſy vo im vn̄ ſprach. wer hat dy torethen frawen zu mir bracht. da ſprach ſant Peter. ſtoß dein muter nit von dir da bekant er ſy als bald vn̄ weyntē beyde vor freuden. da macht ſant Peter die frawen ge ſundt. vnd vuderweyſt ſie in dem criſten gelau ben das ſie ſich bekert von ſeiner guten lere wegen. Da ſprach ſie darnach. Lieber ſun wie gehabt ſich dein vater. da ſprach er. ich glaub er ſey tod. da erſeufftzet ſie vn̄ wz ir gar leyo. vnd als bald kamen die zwen auch dar Aqui la vnd Nyceta. die wunderten was die fraw mit ſant Peter redet. da ſprach ſant Clemēs Ich hab mein liebe muter funden. ¶ Durnach ſaget ſant Peter den zweyen al ſe ding von der muter vnd von iren kindē wie ſie ir ſun verloren het Ffauſtū vnd Ff auſtinū. Da wurden ſie gar fro vnd ſprachen. wir ſeyn die ſelben zwen ſuͤn. Da ſprach die muter mit groſſen freuden. wie kament ir von dē zerbro chen ſchiff. Da ſprachen ſie. wir behiengē an einē brett. vnd hulffen vns die leut herauß. vn̄ beewandelten da vns vnſer namen. vnd gabē vns einer reychen frawen zukauffen. die zoch vns an irr kinder ſtatte. vnd darnach wurden wir Symonis des falſchen zaubrers iungern gar lange zeyt. vnd da wir erfuren das er eyn gauckler was da kamen wir zu ſant Peter. vn̄ wurden ſein iunger. ¶ Darnach an dē andern tag als ſant peter mit ſeinē iungern bey einand̓ ware vnd beten da kam ein alter man zu in vn̄ ſprach. warumb betet ir. ir betet vmb ſunſt. vn̄ rufft ein got an ob er euch gehelffen moͤcht das iſt nit. es hat nyemant mer geluͤckes dan̄ im beſchert iſt. da ſah in ſant Clemes vaſt an. wan in daucht er het in vor mer geſehen. da diſputiret ſant Pe ter vnd ſein iuͤnger mit dē alten man̄. vn̄ ſpra chen. vns hat got funff ſinne gegebē darnach ſullē wir vns richten. vn̄ vnd̓ and̓ rede da hieß Lquila den alte man vater. da ſtraffet in ſeni beud̓ Niceta darum. vn̄ ſprach da zu dē alten man̄. Dater. habt es nit verubel. dz ich meinē brud̓ darum̄ geſtraffet hab das er euch vater heyſt wan̄ wir ſollē keinē vater heyſſen d̓ eins andern gelaubens iſt. Da lachet ſant Peter vnd ſprach. du haſt deinen bruder darum̄ ge ſtrafft dz er den altē man vater hieß. vn̄ haſt Von ſant vn ſelber auch vater geheyſſen. ¶ Darnach ſprach d̓ alt man. ich mag nitge laſſen ich muß gelauben dz ein ſelige zeyt ſey vnd ein vnſelige. des bin ich inne worde. wan ich was ein reycher man zu Rom. vnd hett ein ſchone frawen vnd ſchoͤne kind. vnd was vns beſchert dz mein fraw in vnkeuſch viel. vn̄ dat nach in dē meer ertranck. wan mein brud̓ ſagt mir ſie wolt bey im gelegen ſein da wolt er es nit thun. da leget ſie ſich zu einē knecht. Dar nach ſaget ſie mir einē traum biß ſie ſich von mir bracht. vnd fur mit zweyen kinden auff dz meer vn̄ ſtarb alſo. dz machet die vnſelig zeyt die des ſelben mals was. Wan̄ wer ein ſelige zeyt geweſen ſo wer dz nit geſchehē. da dz dy drey bruͦd̓ horten. da hoͤrtē ſie wol dz er ir va ter was vn̄ wurdē gar fro. vn̄ vor freudē wol ten ſie in gehalßet habē. aber ſant peter win cket in heymlichē. vn̄ ſprach zu dē altē man. ob ich dich dein frawen ließ ſehē vnd deine kind wilt du dan̄ deinen falſchen gelauben laſſen den du bißher an dir gehabt haſt. Da ſprach er. Als wenig du mir mein frawen vnd meine kind gezeygen magſt als wenig mag ich gelaſ ſen ich gelaub das mir mein weyb vnd meine kind die vnſelig zeyt genūmen hab. da ſprach ſant Peter das du innen werdeſt dz es d̓ zeyt ſchuld nit ſey. vnd das du betrogen biſt ſo ſih wy d̓ almechtig got deine kind erzogē hat. ſih das iſt Clemēs Fauſtus vnd Fauſtinus. Da wurdē ſie all fro. da ſprach er. weyß nyemant wo die muter ſey. da kam ſie auch vnd ſprach. Weycht alle vn̄ laſt mich meinē lieben man ſe hen. vnd ſie vmbfieng in. vn̄ ſie alle an einand̓ gar freuntlichen. vn̄ er ward auch zu criſtē ge laubē bekert. vn̄ volget auch ſant Peter nach. Da nun Symon der zaubrer dz inne ward dz fauſtinianus vnd ſeine kind criſten warē das thet im gar zoren vnd macht mit zauberey dz im Fauſtinianus gar geleych ward. dz thet er darum̄ dz der keyſer gebotē het man ſolt den zaubrer ertoͤtten. vnd meynt man ſolt in fur in toͤtten. vn̄ verbarg ſich. Vn̄ daff auſtinianus zu ſeinē kinden heym kam da fluhen ſie in. vn̄ woltē wenē es wer d̓ zaubrer. da weſt er nicht dz er dē zaubrer gleych ſah vn̄ weynet gar ſer da kam ſant peter vn̄ bekant in wol vn̄ ſprach zu den ſuͤnen. warum̄ fliehet ir ewren vater. da ſprachen ſy. Er hat des zaubrers antlitz. Da ſprach er herr wie iſt mir geſchehen. nun hab ich meine kind̓ erſt fundē dy fliehē mich nun. ¶ Nun het d̓ zaubrer ſant Peter geſchendet vn̄ verſagt gegen dē volck er wer ein verleyter dz weſt ſant peter wol vn̄ ſprach zu Fauſtinia no. Es hat d̓ zaubrer gemacht dz mir dz volck veind iſt. vn̄ darum̄ ſeind ſie dich fur den zau brer haben. So wid̓red alles dz dz er dē volck wid̓ mich geſagt hat. vn̄ ſprich Ieſus criſtus ſey d̓ war gottes ſun. vnd was ich euch gelert hab dz iſt alles miteinander gelogē. ich wolt euch damit betrogē habē. vn̄ was ich auff den gottes knecht ſant Peter vbels geredt hab dz er ein verleyter ſey dz iſt alles erlogē. vn̄ was er euch furbaß leret dz ſolt irhaltē vn̄ im des volgē. wan̄ er lert euch dy warheyt des ewigē lebes. aber wz ich euch gelert hab dz iſt alles falſch. vn̄ kemn ich herwid̓ vn̄ wolt euch ein an ders leren. ſo ſult ir mir nit volgē. vn̄ ſolt mich mit ſchanden auß d̓ ſtat treybē. Der red wur den vil menſchen gar fro die ſant Peter lieb hetten vnd ſandte bald nach iim. da prediget er in ſy ſoltē die abgoͤtter laſſen vnd ſolten an vnſern herrē Ieſum criſtū gelaubē. dz theten ſy. da ſprach er ſein gebet zu got. da ward fau ſtiniano ſein rechte geſtalt wid̓. ¶ Darnach ward Symon dē zaubrer geſagt dz das volck gemeinklich ſant peter nachuolget. da kam er bald gen Rom vn̄ ſprach. Ich hab euch lang vor Petro dē verleyter gewarnet. ſo volget ir doch ſeiner falſchen lere. das ſolt ir nymmer thun wan̄ ir ſeyt damit betrogen. Da ſchryen weyb vn̄ man̄ du falſcher boͤßer lugner. Nun wareſt du neulich hie vund ſpracheſt ſein red wer gerecht vn̄ gut. wir wollen deiner torheyt nymmer warten. vnd ſtyeſſen in mit zorn auß der ſtat. Darnach kam ſant Peter gen Rom. vnd weſt wol dz er ſterbē ſolt. vn̄ machet ſant Clemens zu babſt an ſeiner ſtat dz er d̓ criſtē heyt vor wer vn̄ da ſant Peter geſtarb. dabe ſaß er den ſtull neun iar nach im. doch wolt er nicht babſt ſein geweſen. darum̄ das es it in gewōheyt kem dz die bebſt ir freund einē vor irem tod zu babſt machtē. da wolt in dz volck nuͤr haben. da lebet er als tugentlich dz in cri ſten heyden vn̄ iuden lieb hettē. vn̄ hortē ſein predig geren. wann er redt als gar ſuſſigklich dz in die menſchen gern horten. vn̄ wen er ein kind oder einē mēſchē tauffet. ſo pflag er ſein hernach als lieblichē als ei vater ſeiuer kind. ¶ Iu d̓ zeyt da lebet dy iunckfraw Domnol Clemens CcxII. la dy keret er dz ſy durch got keuſch belib. des volget ſie im vn̄ empfiēg dē ſegen von im. vn̄ er weylet ſy zu einer nunen. Nun wz ein man in der ſelben ſtat. d̓ hieß Syſinnius d̓ hett ein tugentliche frawen die hieß Theodera. dy be keret ſant Clemens auch zu criſten gelauben da dz ir man innē ward. da erſchrack er ſer vn̄ gieng mit zoren heymlichen zu d̓ kirchen. vnd meynt er wolt ſein frawen toͤttē. vn̄ da in ſant Clemens ſah da mercket er wol dz er zornig wz vnd rufft vnſern herrē mit andacht an fur die frawen. da ward Syſinnius zuhand taub vnd blind. da woltē in ſein knecht herauß ha ben gefurt. da funden ſie d̓ tur nit. Da ſprach Theodera ir gebet zu got. vn̄ ſprach da zu in. furt in heym in vnſer hauß. zuhand fundē ſie dy tur. vn̄ furten in heym. Da bat Theodera ſant Clemens dz er mit ir heym gieg. vn̄ ir irē man wid̓ geſehē vn̄ gehoͤrēt macht. dz thet er Da wolt er nit gelaubē. vn̄ ſprach. ſecht wund̓ wie Clemes d̓ boͤß man mit zaubernuß mich vnd mein weyb verwandeln kan. vnd was zor nig. vn̄ hieß in an ein ſeul bindē. da bundē die knecht ſteyn vnd holtz an die ſeul. das an dem berg lag. vn̄ meynten ſy buͤndē ſant Clemens. Da ſprach ſant Clemens zu Syſinnio. Nun ſecht wie groß gericht vber euch erget. ir habt ſteyn vn̄ holtz fur got dz habt ir gefangē fur mich. Du ſprach Syſinnius. ich hab dich ge fangen vn̄ wil dich toͤttē dz ich vn̄ mein weyb frid vor dir haben. da ſprach ſant Clemēs zu Theodera. du ſolt got mit ernſt fur deine ma bitten dz er in bekere. dz thet ſy mit vleyß. Da erſchyn ir ſant Peter an irē gebet. vnd ſprach zu ir. Fraw gehab dich wol dein man d̓ wirt bekert. damit verſchwandt er. Da ſandt Sy ſinnius als bald nach ſeiner frawē vn̄ ſprach zu ir. Ich bin bißher betrogen wordē an fal ſcher lere darum̄ bit fur mich. wan̄ ich gelaub an vnſern herren Ieſum criſtū den ware got. vn̄ wil mich laſſen tauffen. Da ſandt ſie nach ſant Clemens. da ward er gar fro. vnd taufft in vnd drey hundert menſchē mit im. dz ward dē Reyſer geſagt. d̓ empfalhe ſeinē pfleger er ſolt ſant Clemeus vahen vn̄ ſprach. er ſole dē abgoͤttern opffern. dz wolt er nit thun. da ver ſandt er in in̄ die ſtat Criſona in̄ die inſeln. vn̄ vil criſten mit im. dz ſie da ſoltē ſterben. vn̄ da ſy in̄ die ſtat kamē da funden ſy zweytauſent criſten. die empfiengē ſant Clemes vn̄ ereten in vnd giengen im entgegē. da troſtet ſy ſant Clemens vn̄ ſprach. Liebē bruͤder. ir ſolt euch wol gehabē. wan vnſer herr hat mich zu euch geſandt dz ich mit euch leyde dz ſullē wir ge ren thun. da clagtē ſie im ſie hette nit waſſers bey in. vn̄ muſten es ſechs meyl auff irē ruckē tragen vnd wuͤrd in ſawer. Da ſprach er zu in. Liebē bruͦd̓ wir ſullē got bitten dz er vns fur ſehe wan̄ er leſt ſeiner freund nit. da knytē ſie alle nyd̓ vn̄ betetē mit groſſer andacht. ¶ Nun thet got groß wund̓ durch ſeiner lie ben diener willē. wan̄ es kam ein lamb vn̄ zey get in eī ſtat mit dē rechtē fuß dz ſah nyemāt dan̄ ſant clemēs d̓ ſprach. Grabt da ein in dē namē des vaters vn̄ des ſuns vn̄ des heyligen eyſts. da grubē ſie in̄ die erdē vn̄ fundē doch kein waſſer. wan̄ gott wolt ſant clemēs dy ere laſſen. da grub ſant Clemēs ſelber in̄ dy erde zuhād kam eī waſſer vn̄ ein reylicher vrſprūg. von dē wund̓zeychē empfiēgē fuuff hundert menſchen dē tauff vō ſant Clemēs. vn̄ zerbra chen d̓ abgoͤtter tempel. vn̄ bauetē funff vndſi bentzig kirchen vnſerm herrē Ieſu chriſto zu lob vn̄ dientē im mit groſſem vleyß. ¶ Dar nach vber drey iar da ſandt d̓ Reyſer Troia nus einē hertzogē auß dz er alle dy ſolt toͤttē die an vnſern herrē Ieſum criſtū gelaubten. d̓ vieng ſant Clemens vn̄ hieß im einē ſteyn an dē halß henckē vn̄ hieß in in̄ dz meer werffen vn̄ ertrencken. da fur ſein ſel zu dē ewigē freu den. Da wz ſeinē iuͤngern gar leyd vmb in dz ſy in verlorn hettē. vn̄ batē got mit ernſt dz er in weyſet wo ſein heyliger leychnā kūme wer. da ſahen ſy dz das meer hinwich vnd trucken ward. vn̄ fundē dz die engel einē ſchonē mar melſteynē tempel gemacht hette vn̄ einē ſchoͤ nen ſarch darin̄ lag d̓ heylig leychuā ſant Cle mens. vn̄ funden den ſteyn d̓ im an dem halß gehangen wz. da wolten in ſein iuͤnger an ein andre ſtat gefurt haben. da ward in von gott kundt gethan dz ſie in da lieſſen in d̓ wonung die im got gemacht het vn̄ dy lieben engel. da lieſſen ſy in da vn̄ danckten got d̓ groſſen ge naden. Darnach gieng dz waſſer alle iar dan nen auff ſant clemens tag vn̄ belib ſiben tat trucken dz dy menſchen zu d̓ kirchen mochten geen got vnd dem lieben heyligen zu eren. Nun bitten wir den heyligen ſant Clemens dz er vns vmb got erwerb die ewigen freud. ¶ Von jant Criſogono Von ſant Ant Criſogonus wr ein criſten vnd dienet got mit vleyß Iu den zeyten wz Oyoclecianus key ſer der durchechtet dy eriſtē gar vaſt vn̄ vieng ſy vn̄ toͤttet ſy wo er ſie ankam vn̄ ſant Criſo gonus ward auch gefangen. Darnach hoͤrt d̓ keyſer vō ſeiner heyligkeyt vn̄ ſendet nach iu. vn̄ ſprach. Wilt du dy abgoͤtter anbetē ſo ſolt du vnſer ratgeb ſein. vnd wil dich in groß ere vnd wirdigkeyt ſetzen zu einē pfleger meines reychs. Da ſprach er. Ich gelaub an dē warē almechtigē got dē wil ich all zeyt opffern vn̄ wil deinen goͤttern nit opffern. wann ſie ſeind des boͤßen geyſtes vol vn̄ ſeind vol truͦgēheyt darum ſo wil ich ir ere all zeyt ſchwechen wo ich zu in kan kūmen. Da ward d̓ keyſer zormg vn̄ hieß im ſein haubt abſchlahen. da fur ſein ſel zu dē ewigē freudē ¶ Iu d̓ zeyt warē drey frum frawē vn̄ ein brieſter d̓ hieß Zoilus vnd warē criſtē dē wz gar leyd vmb ſant Criſogo nū vn̄ furē nach dē leychna. vn̄ brachtē in zu Zoilus hauß. vn̄ begrubē in mit ādacht darin̄ Aber dz haubt hette ſy nit gefundē. darnach vber etlich iar da zeyget got dē ſelbē brieſter ein ſtat da het dz meer ſant criſogonus haubt außgeworffen. da fundē ſy es vnd wurdē gat fro. da wz es dennoch als friſch als ob man ims erſt des tags het abgeſchlagen vnd legtē das haubt zu dē leychna. Darnach kam ſant C riſogonus in dē ſchlaff zu dē brieſter Zoilo vn̄ ſprach zu im. Es wirt d̓ keyſer dy drey gutē frawē ſchiet vahen vn̄ wirt ſy toͤttē. darum dz ſy den goͤttern nit opffern wollē. du biſt aber ein alter man vn̄ ſtirbſt ſunſt eines zeytliehen todes vn̄ kumpſt zu dē ewigē freudē. da erwa chet er vn̄ ſaget es den frawe. da empfalhē ſy ſich dē almechtigen got vn̄ in dreyſſig tagen da vieng d̓ keyſer die drey frawen vn̄ toͤttet ſy vmb criſten gelaubēs willē. vn̄ d̓ brieſter ſtarb auch in dreyſſig tagen darnach gar ſeliglichē vn̄ furen ir ſele zu dē ewigē freudē Amen. ¶ Von ſant Ratherina Ratherina .CCXllI. F was ein edler rey cher kunig in Cippern land in d̓ in ſeln in einer ſtat dy hieß Solomina. d̓ hieß Coſtis der het ein ſchoͤne tochter die hieß Ratherina vnd die was zumal weyß vn̄ ſchoͤn vnd keuſch vnd tugentlich vn̄ da ſy ber ſechs iaren was da ließ man ſy zu ſchul geen. da lernet ſy gar wol vnd da ſie als klug ward in der kunſt da ward ſie gar volkumme darin̄ das man iren geleychen nyendert fand. vnnd man hieß ſy ein bewerte meyſternm den ſibē freyen kunſten. Vnd da ſy zu dreyzehen iarn kam zu den zeyten was Warencius keyſer in̄ der kriechen land der ſandt irem vater brieff. vnd bat in dz er zu im kem. da nam der kung Coſtis ſein frawen vnd ſein tochter Rathert nam mit im vnd fur erlichen zu dem keyſer in Alerandria. da empfieng man ſy erlichen. vn̄ begabet ſie mit groſſer gab. vnd da beleyb d̓ kunig etwen vil zeyt bey dem keyſer. vnnd fur darnach wid̓ heym vnd wardt ſiech vnd ſtarb da ward die kunigin vn̄ ir tochter ſer betrubt. Da gedacht der keyſer offt an Ratherinā dz ſie as ſchoͤn edel vnd reych was. vnnd bat die kunigin das ſie ir tochter ſeinem ſun zuͦ der ee geb. das ſaget ſie der tochter vn̄ ſprach ſy ſolt iren willē darzu geben. Da ſah ſant Ratheri va in einen ſpiegel. vnnd da ſie ſah das ſy als vberfluſſiglichen ſchon wz. da ſprach ſie. Ich ſich wol dz ich ſchoͤner bin dan all iunckf raw en in Alexandria. dauon wil ich keiuen mā ne men er hab dan̄ vier ding an im. dz er als edel ſchoͤn als weyß vnd als reych ſey als ich. vnd ſprach. die dier ding find ich an des Reyſers ſun nicht. Er furtrifft mich an dem adel vnnd an dem reychtumb. ſo furtriff ich in an d̓ ſchoͤ ne vnd an der weyßheyt. da die inuter dz hort da ward ſie ſer betrubt. vnnd forcht ſie muſt des keyſers zorn da von haben. ¶ Nun was ein herr nahent da bey d̓ merck et wol das dy kunig in traurig was. der fraget ſy warumb ſie als betrubt wer. Da ſprach ſie. Es hat der keyſer ſeinē ſun vmb mein tochter geworben. des wil ſie nit. Nun furcht ich er werd dz an vns rechen. Da ſprach er. Ich rat dir dz du zu dem Einſydel in den wald fareſt d̓ iſt ein guter ſeliger man vnd was er dir rett das ſolt duthun. Da fur die kunigin vnd die tochter zuͦ im vnnd ſaget im ir betrubnuß. Da ſogeterin zulinfftge ding dy ervōd̓ genod des hoyligen geyſles wol belemet duch das got beſunder genad mit ſant katheriua wolt wurcken. Da ſaget ſic im das ſye keinen man wolt er wer dann begabt mit den vier gaben ſchoͤne. weyßheit. reychtum̄ vn̄ adel. da ſprach der Einſydel. Wilt du gelaubē an vnſern her ren Ieſum criſtum. vnd wilt im mit vleyß die nen. vnnd wuͤrſt getaufft. ſo gewinneſt du ei nen erwirdigen gemahel. der hat die vier ga ben vberfluſſigklichen an im. Er iſt der aller weyſeſt. Wann er hat den hymel vnnd die er den mit ſeyner weyßheyt beſchaffen. Er iſt auch der aller edelſt wan er iſt des aller ober ſten kuniges ſun. vnd iſt ewig vnnd vntoͤdlich. Er iſt auch der allerſchonſt. Wann die Sunn vnd der Mon wundern ab ſeiner ſchoͤnheyt. Er iſt auch der aller reycheſt. wann was in hy mel vnd in erden beſchloſſen iſt des iſt er eyn gewaltiger herr vnd got. vnd die dieb mugen im ſeinē ſchatz nit geſtelen. Da ſprach dy hey lig iunckfraw ſant katherina. O wee wy ein ſelige tochter wer ich mocht ich den gemahel zu mir neygen. ¶ Darnach bracht ir der Einſydel vnſer lie ben frawen bild das het ein kind an dem arm̄ vn̄ ſprach zu ir. du magſt den gemahel nit er werben an die hilff ſeiner muter. Dauon ruff die wmuter der genaden andechtigklichen an. vnnd dien ir. mit beten. mit faſten. mit wach en vnnd mit weynen. vnnd bit ſie das ſie dir helff das du den gemahel ſeheſt des du bege reſt. Da ward ſie entzundet mit groſſem ernſt vnnd gieng heym in irer muter hauß. vnd ruf fet vnſer liebe Frawen mit groſſer andacht an vnd dient ir. mit beten. mit faſten. vnnd mit wachen vnd da ſie ſich etlich tag geubet hett. da ward ſie in dem ſchlaff entzuckt. vnnd ſah vnſer liebe frawen vnnd iren lieben ſun d̓ ke ret ſeinen wuͦnigklichen amplick von ir das ſy in nicht geſehen mocht. darumb ward ſie gar ſer betrubt wann ſy hett in gar gern geſehen. vnnd bat vnſer liebe frawen mit groſſer an dacht das ſye ir erwurb das ſye in ſehe. Des bat in vnſer liebe fraw die iunckfraw Maria guttigklichen. da wolt er es nit thun vn̄ ſprach. ſie wer im nicht geleych an vier dingen. Das was ir gar leyd. vnd vbet ſich aber baß an got tes dienſt vnd eff eines nachtes. da kor Im vber haſchlaff chde. he deye beiſ Y aeex. Von ſant ſolt von in getaufft werden vnd ſolt griſtē ge lauben an dich nemen. ſo leſt ſich dann mein kind ſehē. Da ſy erwachet. da ſaget ſy irer mu ter was ſie in dem ſchlaff geſehen het. vn̄ giē gen miteinander zu dē Einſydel. vnd empfiēg den tauff von im vnd betet. vn̄ fur da frolich en wider heym. vnd dienet gott emſſiglichen. vn̄ entſchlieff aber. da erſcheyn ir vnſer fraw mit irē ſun in kuniglicher gezyrd vn̄ klarheyt. da ſah ſie ſein antlͦtz gar klerlichen vn̄ recht innigklichen. vnd redt mit ir von der gemahel ſchafft. vnd gemehelt ſich ir. vnnd ſtyeß ir ein kleynes guldins vingerlein an vnd ſprach. O mein liebe Ratherina. ich wil mich dir in dem gelauben gemeheln. da erwachet ſy vnd fand das vingerlein an der hand vnd bekant dz al les das war was das ſie in dē ſchlaff geſehē het vnd dienet da irem gemahel mit groſſem vleyß vn̄ ließ die heydniſchen gewonheyt vn̄ die abgoͤtter vnd hutet ſich vor hoffart vnnd vor vnkeuſcheyt. vnd vor aller vntugent. vnnd was mit dem band goͤtlicher lieb gemehelt in einem rechten gelauben. Da ſtarb ir ir muter. da richtet ſy ir land ein weyl weyßlichen auß. vnd verkaufft da alles ir gut vnnd behielt ir nur ein notdurfft. In der zeyt da het Maxencius gebotē in allen ſeinen landen das das volck gemeinlich en den abgoͤttern ſolt opffern. vnd waren inn den tempel kumme vil volcks mit groſſem ge ſchall. das hort ſant Ratherina auff irem Pa laſt. wan̄ der tempel ſtund ir nit verr. Da fra get ſie was das geſchrey were. da ſaget man ir der keyſer het gebotē ſie muſten den abgoͤt tern alle opffern. da erſchrack ſy gar ſer vnnd was ir leyd das der keyſer das volck alſo ver leyt. vnd nam ires geſindes ein teyl mit ir. vn̄ machet ein zeychen des heyligē creutzes fur ſich vnd empfalhe ſich got vnnd gieng in den tempel. da wich man ir vaſt auß dem weg. Da trat ſie kuͤnlichen fur den keyſer Warentium da er bey den abgoͤttern ſaß. vnnd ſprach. Es zeme deiner ere vnnd wirdigkeyt wol das ich dir zucht vnnd ere erbuͤte. wer dein hertz als git das du got dienteſt vnd in erkenteſt. So pat vnd du ſeber auch den ſraren got. Nun ſihz an vnd nymwar wer got ſey der alle ding ver mag vn̄ ſih wie er alle ding wol geordnet hat ſunn vnd mon vnd dy ſtern. den hymel vnd dz firmament. vnd die planeten die leuchtē vnd vmbgeend vnd nicht ſtil ſtend. vnd dz waſſer vnd die erden. vnnd wiē das geweret hat von anfang biß her. Den herren vnnd got ſolt du anbeten vnd ſolt in eren. vnd ſaget im als vil vor das er ir nit geanwurten kundt. Vnnd da d̓ abgoͤtter apffer volbracht ward. Da ſprach er zu ir. Was geſchlechtes biſt du. dein wolge ſtaltes vnd wolgezyrtes antlitz bezeuget das das du hochgeboren biſt. Da ſprach die hey lig iunckfraw. ich bin Coſtis des kunigs toch ter. vnd mein muter was ein kunigin. doch iſt nyemant edel. dann der tugentlich iſt vn̄ ade lich gebort. da hieß er dy iunckfrawē behaltē das ſy im icht engieng. vnd ſandt vberal bote auß inn die land nach allē den weyſeſten mey ſtern die da waren. Da kamen ir funfftzig dy waren wolgelert in̄ ir kunſt. da ward der Rey ſer gar fro vnd hofft die meyſter brechten ſie von irem gelaubē. vnd ſprach zu in. Es iſt ein iūckfraro hie die ſpricht vnſer goͤtter ſein boͤß geyſt. vnd gelaubt an einen got den die Iudē gecreutziget habē. nun beſehent. inugent ir ſie von irē gelaubē bringē ſo wil ich euch reychē ſold geben. Da ſprach einer wy iſt dem dz die als vil gelerter meyſter geſamelt haſt von ey ner dieren willen dy doch der aller mynſt vnd̓ vns wol vberdiſputiert het. An dem abent da ſaget man ſant Ratherina die meyſter wolten mit ir diſputieren. da gieng ſy an ir gebet vnd ſprach. O goͤtliche weyßheyt geſtee mir bey. wan̄ ich hab dich all zeyt lieb gehabt. aib dei ne wort in meinen mund das ich das beſt red Wan̄ ich vermag von mir ſelbs nichts. vn̄ gib den dy wider mich ſeind das ſy gelaubig wer den. Da erſchyn ir der engel ſant Michel der ſprach zu ir. Hab kuͦnen mut wann got d̓ wul dir helffen fechten vnd geſigen vnd dy mey ſter werde all bekert vnd gemartert. da ward ſant Ratherina gar fro vnd dancket gott ſey ner genaden. Darnach da beſandt ſy der Rey ſer das ſy kummē ſolt fur die meyſter. da thet ſie das zeychen des heyligē creutzes fur ſich vnd au ir ſtyren vnd an ir bruſt. vnd ſprach da zu dem keyſer. O keyſer wy ein vngleyche ver fatherina .CcxlIII. zuteden wider funfftzig hochgelerk meyſter ein armes weybßbild. vnnd in iſt von dir ver heyſſen ſo ich vberwundē wird große gab vn̄ ſchenck. Aber mir armen iunckfrewolein ſo ich ſy vberwind iſt kein belonung von dir verheyſ ſen denn. ſo ich dir nit gehorſam bin. der toͤdt. Aber mein herr Ieſus griſtus der iſt mein lon. Vnd da ſie das geſprach da ſtund ſy froͤlich gegen den meyſtern. vnd hub an zureden vnd ſprach alſo. Die propheten vnd die weyſſagē in der alten ee haben vor langer zeyt geweyſ ſagt von vuſerm herren Iheſu chriſto das er menſch worden iſt vnd gelyden hat. vnnd tod. iſt ond erſtanden iſt. vnd iſt inn den hymel ge faren vnd beweret criſten gelauben als kler lich mit der alten vnd neuen Ee das ir dy mey ſter kein antwurt mer kundē geben noch ir wi derſprechen. vnnd der meyſter einer ſprach zu dem keyſer. Es ſey dann das du vnſern gelau ben baß muͤgeſt beweren. dann er vns vor be wert iſt. anders wir keren vus all zu Ieſu cri ſto von dē vns dy iunckfraw ſaget. wann d̓ iſt werlich der gerecht war gott. Da ward ſant. Ratherina gar fro. aber der Reyſer tobet vor zorn vn̄ ſprach. Wie ſeyt ir alſo zu narren wor den dz ir euch als ein iunge iunckfrawē vber Den laſt. vnd hieß mitten in̄ dy ſtat ein groß fewer machen vnd hieß die meyſter darin ver brennen. ¶ Da die meyſter ſahen das ſy ſolten ſterbē da ſprachē ſy zu ſant Ratherina. Du edle got tes braut ſollen wir nit getaufft werden das iſt vns leyd. Da ſprach ſie. Ir edlen kempffer. gottes ewer blut ſol euch wol tauffen in dem fewer. da werdet ir in̄ gedempfft vn̄ getaufft Seyt nuͦr ſtarck an dem gelaubē gottes. nach dyſem wee geet die ewig freud. Da thet yeg licher meyſter des heyligen creutzes zeychen fur ſich. vn̄ giengen froͤlich zu dem fewer. da warff man ſy all in̄ das fewer. dathet got ein groß wunder mit in wann er nam ir ſel von in das in nye keyn har verſeret ward. noch ir leyb noch ir gewand. vnd ir ſelen furen zu den ewi gen freuden vnd ire antlitz ſchynen recht als die roſen. Von dem zeychen wurden vilmen ſchen bekeret vnd die funfftzig meyſter wur den heymlichen begraben. Darnach bracht man ſant Ratherinā fur den keyſer der ſprach zu ir. O du ſchoͤne maget ſchon deiner iugēt vnd laß heinen vngelauben ſo wilich ein bild nach dir machen laſſen vnnd die leut muſſen dich anbeten vn̄ ſolt nach meiner kunigin die gewaltigſt ſein in meinem reych. ¶ Da ſprach ſie die red iſt gar verloren. ich hab mir Ieſum criſtum außerwelt den wilich all zeyt zu einem gemahel haben dem hab ich mein leben ergeben. Da ward der keyſer zor nig vnd hieß ſy nackent abzyehen. vnd an eyn ſeul binden vnd hieß ſy ſer mit gerten vn̄ mit geyſeln ſchlahen das das blut von ir floß. vn̄ hieß ſy daruach in einē kercker legē. da warff man ſie in einen vinſtern kercker. darinnē lag ſie biß an den zwelfften tag das man ir wed̓ zu eſſen noch zutrincken gab. Da begabt ſye gott vnnd ſpeyſet ſy alle tag durch ein weyſſe tauben von hymel die bracht ir zueſſen. vn̄ dy heyligen engel kamen zu ir. Vnnd troſten ſie mit groſſer klarheyt dz die hutter da von er ſchracken. ¶ Iu der zeyt fuͦgt es ſich das d̓ keyſer muſt außreyten von des reychs wegen. da gieng dy keyſerin zu Porphirio der ir huttet vn̄ ſprach zu im. Laß mich in den kercker zu Ratherina. Ich hab heint in dem ſchlaff vil durch ſy ge ſyden. da gieng er mit ir in̄ den kercker. da ſa hen ſy vil ſchoͤner engel bey ir die hetten ir ire ſchleg geheylet mit der hymliſchen ſalben. da ſchmecket ſie einen gutten geſchmack. da von wurden die keyſerin vn̄ porphirius gar ſtarck. vn̄ ſahen auch alt herrē bey ir ſitzē der antlitz ſchyn als die ſun̄. Da ſprach ſant Ratherina zu d̓ keyſerin vn̄ zu porphirio. Freund nempt war got hatt euch außerwelt das ir ewer blut durch in vergieſſen ſolt. vn̄ ſaget in als vil vo chriſten gelauben das ſie bekert wurden. Es ſtunden auch engel da die hetten ſchoͤn kron auff. Da nam ſant Ratherina der kron eine. vnd ſatzt ſie der keyſerin auff. vnnd ſprach zu ir. Du ſolt dich frewen wan̄ vber drey tag ſolt du empfahen die hymliſchen kron vn̄ ſtercket auch porphiriū vn̄ ſaget im von dē hymliſchē lon biß er bekeret ward. Da kam er zu ſeinen zweyhundert Rittern. vnd ſaget in als vil von criſtē gelauben das ſy auch bekert wurden. ¶ An dē zwelfften tag kam vnſer herr ſelber zu ir mit einer menig der engel vnd iunckfraw en vnd troͤſt ſie wunigklich. vnnd ſprach. Lie be tochter Ratherina du ſtreyteſt durch mich deinen ſchoͤpffer vnd deinen erloßer. biß ſtet vnd furcht dirnit ich wil dich nyunmer laſſon. Von ſant vn̄ alle die dy durch dich gelaubig werden. d̓ wirt vil vn̄ gab ir da ſeinē heylige fronleych nā vn̄ ſein roſenfarbeß blut mit ſeinē goͤtlich en hendē dz wz ein edle gab vn̄ was ein zey chen d̓ groſſen lieb dy er zu ir het. des dancket ſy got mit groſſer andacht. Es ſol nyemāt dar an zweyfeln das ir got ſelber ſeinen heyligen leychnam gab. wan̄ das ſagt ſie ir diener ei nem heymlichen. der ſaget es. Darnach kam der keyſer Maxentius wid̓ vnd het ſein ſach gericht. vnd hieß ſant kathe rinā fur in bringen vnnd ſah ſie an. da was ſy als gar ſchoͤn als ſy vor nye geweſen was. vn̄ nam in wunder das ſie als ſchoͤn wz. vn̄ man ir doch in zwelff tagen nichtz zueſſen het ge ben. Er weſt aber nit das ſie got furſehen het mit der hymliſchen ſpeyß. vnd ſprach zornig lich zu ir. du ſolt deinen gelauben laſſen. oder du muſt ſterben vn̄ iemerlich gepeyniget wer den auff ſcharpffē redern. Der troung achtet die lieb Iunckfraw nicht vnd wz ſtet an got. Da hieß der keyſer die drey forchtſame greu liche reder machen die waren mit ſchneyden den ſcharſachen. die ſoltē iren leyb allē durch ſchneyden. Vn̄ da ſie dy ſcharpffen reder an ſah. da tufft ſy irē gemahel an mit groſſer an dacht vnd bat in dz er ir zuhilff kemē. Da er hoͤret ſie vnſer herr vn̄ kam ein groſſer doner ſchlag en̄ zerbrach die reder dz ſy zerfurē vn̄ die meſſer ſprungen vnd̓ dz vngelaubig volck vnd toͤdten vier tauſent heyden. da dancket ſy got ſeiner genaden. Da ſprach die keyſerin zu irem man̄. Wielang wilt du wider den waren tfot fechtē. ſiheſt du nit ſeine groſſen gewalt. da hort er wol das ſie ein criſtin was dz was im zemalleyd. vn̄ hieß ir dy bruͤſt abſchneyde da ſtieß man ir zwen eyßnen ſpyeß durch ir bruͤſt vn̄ wandt ſie als lang vmb biß ſie ir her ab vielen. da het ſy Ieſum in irem hertzen vn̄ in irem mut. Darnach gebot der Reyſer das man ir ir haubt abſchlug. Da ſprach dye key ſeriu zu katherma. Bit got das er mein ſel em pfach. da ſprach ſie. Laß dir dein leben durch got nemen ſo wirt dir heut vmb einē armē tod ein reyches leben. vnd fur einē toͤdlichē vnge laubigen man wirt dir heut got geben zu einē ewigen breuttigam. Da ward ſie gar fro. vnd ſprach zu dem hencker das er alles das an ir thet das er wolt. Da ſchlug man ir das haubt cb da gebot der kefſer das man ſie nit ſoſt be graben. da ließ man ſy vor den hunden ligen. da fur ir ſel zu den ewigen frenden. ¶ Darnach nam Porphirius iren leychnam bey der nacht. vnd begrub in. da ſaget man dē keyſer man het die frawen begrabē. da ward er gar zornig. vnd wolt wiſſen wer es gethan het vn̄ vergoß vil vnſchuldiges bluts darum. Da das Porphirius vernam. da ſprach er zu dē keyſer. Wilt du wiſſen wer daran ſchuldig iſt. Ich hub ſie ſelbs mit meinen henden auf vnd begrub ſie auch ſelber. wann ich bin auch ein criſtē. Da geſchach im nye leyder. vn̄ hieß im die zweyhundert ritter holen. vnd ſprach zu in. Saget mir wie ewer herr an den vnrech ten gelauben kummen ſey. Da ſprachen ſie all Vnſer herr vnd wir haben einen rechten ge lauben an vns genummen vnd gelaubē an vn̄ ſern herren Ieſum criſtum wan er iſt der war got. von dē wollen wir nit kummē. wz wir dar umb leyden ſullen. Da ward d̓ keyſer gar zor nig. vn̄ hieß die zweyhundert ritter enthaub ten. das lyden ſie gern durch got. da furen ir ſelen zu den ewigen freuden. da gab in gott d̓ mertrer lon. Darnach hieß er ſant Ratherinā fur in bringen vnd ſprach zu ir. Das ich mein frawen hab verlorn vn̄ mein ritter all. das iſt alles dein ſchuld. dauon wil ich dz man dir haubt auch abſchlach. Da bracht man ſye an die ſtat da man ſie enthaubten wolt. da bat ſy den zuͦchtiger das er ir friſt geb biß das ſy ir gebet geſprech. dz thet er. Da hub ſy ire augē auff in den hymel. vn̄ ſprach. O herr Ieſu cri ſte ein zyerd vnd em heyl aller criſten. O gutt ger herr Ieſu criſte ein ere vnd ein hoffnung aller iunckfrawen ich ſag dir genad vn̄ danck das du mich außerwelt haſt dz ich durch dei nen willen leyden ſol. Vn̄ bit dich auch durch all dein guͤt alle die menſchen die mich anruſ fen vnd mein leyden eren. das du den zuhilf kummeſt in allen iren noͤten. Da kam ein ſtym von hymel dy ſprach. Kum̄ mein liebe tochter vnnd mein gemahel. des hymels thuͤr ſteet dir offen. kunm̄ in das breutbett deines gemahels vnd alle die menſchen die dein marter eren vn̄ dich anruffen in iren noͤttē dē wil ich zuhilff kummen in allem irem leydē. Da ward ſy gar fro vnnd neyget da ir haubt zu der erden. Da ſchlug man ir ir haubt ab vnd ir ſel fur zu dē ewigen freuden zu irem gemahel Ieſu criſto da ſie die ymmerwerenden freud vnd wuune Ratherina .CcXlIIII. hat. da geſchahen zuhād zwbey groſſe zerch en. Das erſt das ſchone nullich von irer kelen floß vnnd machet das erdtrich als feucht als ob es begoſſen were. das wz ein zeychen irer magtlichen vnſchuld. Das ander das die en gel da waren. vnd huben iren leychnam hoch auff in dy lufft vnd furte in biß auff dē berg Sinay darauff gott Moyſi die zehen gebot gab. wann es was nyemant wirdig der dy hey ligen iunckfrawen begrub. dan̄ die engel. dar umb bereytten ſie ir ein zyerlichs grab in ey nem mermelſteyn. vnd begrubē ſie gar wirdig lichen. ¶ Auff dem berg da ſant katherina begra ben ligt. Da waren zu der ſelben zeyt gar vil ſteyn vnd iſt in einē yeglichen ſteyn ein zeych en als ein ruͦtt. vn̄ wen̄ man die ſteyn von ein ander ſchlecht vnd als vil ſtuck darauß werde ſo hat ein yeglichs ſtuck ei geſtalt als ein ruͦt ten. Das bedeut die lieb in der ſie dy groſſen ſchleg gedultigklichen leyd an der ſeul mit dē rutten. Die heylig iunckfraw ſant Ratherina gab iren geyſt auff zu tertz zeyt an einē frey tag. als vnſer lieber herr Ieſus criſtus gemar tert ward. da man zalt von Criſti geburt drey hundert vnd funfftzehen iar. Iu der zeyt was Silueſter babſt vnd Ha xencius keyſer. bey dē ward ſie gemartert. Es geſchahen auch gar vil zeychen auff dē berg da die heylig iunckfraw begraben iſt. vn̄ fleuß ſet alle tag oͤll auß irem grab vnd von iren ge hydern. oder wo ires gebeyns iſt da troffet oͤll herauß. ¶ Der heylig Dyemar fur vber meer mit an dern bilgrim. vnd kam an die ſtat da gott ge weſen was. vnnd kam in die kirchen auff den berg Sinay vnnd ſah das grab vnd den ſarch der heyligen iunckfrawoen ſant Ratherinen. d̓ was ſo adelich bereytet von den engeln in ei nem marmelſteyn. vnd was erhebt ob dē erd trich vnd ſah das man das grab da auff vnd zu thet. vnd ſah das oͤll darinnen flieſſen. Da gieng der biſchoff mit im. vn̄ beteten gar mit groſſem vleyß vnd andacht. Vn̄ der biſchoff thet im das grab der heyligen iunckfrawen ſant Ratherina auff vnd hieß in hinein ſehen da ſah Dyemar gar ein ſchoͤnß heyliges ant litz vnd kuͤſſet es mit groſſer andacht. vn̄ ſah ire gelyder aneinander hangen vnd ſah ſie ob dem oͤlt ſchwyenmen vnnd ſoh das oͤl flieſſen von allen iren gelyderm. Da fraget Syemar wie ire gelyder inn die kirchen weren kumme. Da ſaget man im es wer ein Einſydel zu d̓ ſel ben zeyt vntē an dem berg geſeſſen d̓ het tag vnd nacht vil klarheyt da geſehen. wan̄ da die mēſchē die heyligē iuckfrawen ſant Ratheris nam nit weſten zu eren. da erten ſye die engel. vnd brachten brinnent kertzē an die ſtat da ir heyliger leychna was. Da wundert den Einſy del was dz were. vnd weſt nit darum̄. vn̄ giēg herab in die kirchen die vnten an dem ſelben perg Syna ligt vnd ſagt dem biſchoff vnd dē munichen das geſiht das er teglich ſehe. Da wurden ſie gar fro. vnnd giengen andechtig klichen mit dē Einſydel auff den berg. da zey get er in die ſtat vnnd ſprach. da ſehe ers. Da funden ſie iren leychnam in dem ſarch. vn̄ we ſten doch nit weß er was vnnd wunderten ſer wie er dar kummē were. vn̄ rufftē vnſern her ren mit groſſer andacht an vnd baten in das er in kund thet wes der leychnam were. da er hort ſie got. vnd ſandt einen Einſydel dar bey einem Engel. den furten die engel durch den lufft wol zweyntzig tagweydt vō lllexandria da die lieb iunckfraw ſant Ratherina gemar tert ward biß zuͦ dem berg Sinay vnd d̓ Ein ſydel ſaget mn das. das es d̓ liebē iunckfrawē ſant Ratherina leychnam were. der wirdigen mertrerin. vnd ſaget in auch das ſie in Alexā dria gemartert wer. vnd das nyemant wirdig wer der ſie begruͤbe dann die heyligen engel. die hettē ſie auff den berg gebracht mit groſ ſem lobgeſang. vnd mit ſeytten ſpil. Da ward der biſchoff gar ſer fro vnd dancket gott ſei ner genaden. vn̄ ſampten alles gelaubig volck dar zu vnnd namen ſant Ratherina leychnam mit dem ſarch den die engel gemachet hetten vnd trugen in inn die kirchē an dem berg Si nay. vnd die munich die des grabs pflagen dy ſagten dem lieben heyligen Dyemar das vn ſer herr Ieſus Chriſtus vnd ſein liebe muter Maria noch offt da den leutē ſihtigklichē ert ſchynen. ¶ Es was ein mnich in dem ſelben Cloſter der wolt des oͤls von dem grab furen in einē veßlein. vnnd kam da mit in ein wuͤſt. da kamē die ſchacher vnnd die rauber zu im. vnnd na men im das heylig oͤll. vnnd alles das das er hett. vnd giengen da von im vnnd theten das ſelb xeßlan auff. ond naen des ſelben oͤls Von ſant ein teyl. vnd kochtē damit. da ward es zu blut als bald. Da ſie das groß wunder ſahen. Da namen ſy das veßlein mit dē heyligē oͤl vn̄ wz ſie im genummen hettē. vnd kamen wid̓ zu im. vnd baten in dz er in des ols ein teyl gebe. dz thet er vnd thet dz veßlein auff. Da geſchach ein groſſes wunder. das vor blut wz geweſen das ward wider oͤll. Da ſchyeden dy ſchaeher mit ſchanden von dannen. ¶ Ein edelman was von der ſtat ſtopach der wolt iren heyligen leychnā genummen haben vnd wolt in in̄ ein andre kirchen gethan habē vnd bereyttet ſich darzu mit vil geſindes. Da ſchlug ſie die goͤtlich krafft vnd kam ein groſ ſer vinſter windt dz man kaum geſehē mocht vnd ein groſſer erdbidem. der warff die groſ ſen berg vnd velß nyder dz man es noch heut auff dyſen tag ſicht. Alſo rach got ſeinē gema hel ſant Ratherinā. Da kam der ſelb edelman kaum in̄ die kirchen da d̓ heylig leychnā innen lag. vnd gewan rew vnnd leyd vber ſein ſund. vnd gelobet got vnd der lieben heyligē iunck frawen ſant Ratherina beſſerung. vn̄ gab dē munichen vnd der kirchen groß gut. ¶ Iu einem mal da was gar ein geyſtlicher man der het die heyligen iunckfrawē ſant ka therina gar lieb. der furet eines mals tuch. dz gehoͤret dē munichē zu kleydern die ires gra bes huͤtten. vnd kam damit in ein ſtat. Da ka men die rauber an in vnd namen im das tuch. Da klaget es der gut man dem richter. in d̓ ſel ben weyl da verhenget got vnd ſein lieber ge mahel die heylig iunckfraw ſant katherina dz die rauber erblindeten. vnd zytterten vn̄ bid meten gar ſer. vnd weſten nicht wo ſy waren. vnd wo ſye hin wolten. Da gewunnen ſie rew vber ir groß ſund vnd gaben dem guten man̄ ſein tuch wider. da wurdē ſy geſehent. vn̄ wur den gar fro. ¶ As was ein offneſunderin die het ſant ka therinā garlieb. vnd thet das gantz iar nym mer kein gut dann an irem abent ſo faſtet ſy. vnd betet andechtiglichen an irem tag. vn̄ het rew vber ir ſund die ſye das gantz iar gethan het vn̄ bat ſie mit groſſem ernſt das ſy ir ein gut end vmb got errourbe vnd dz ſy von gott nymmer geſchyden nurde. Vnnd da ſye das zweyntzig iar gethan het. da gieng ſy an ſant Ratherinen abent in̄ die kirchen ſant Rathe riuen vn̄ wolt nach irer gewenheyt beten. In der ſelben kirchen was ein groß bild ſant Ra therina hoch auffgemacht. Da viel ſie nyd̓ vn̄ betet mit groſſer andacht vnd rew. vn̄ het ei nen guten furſatz ſy wolt ſich beſſern. In d̓ weyl viel das groß bild herab vn̄ viel auff ſie das ſy ſtarb. Da gieng d̓ meßner in̄ die kirchē vnd wolt veſper leuten. vnd ſah die frawen al ſo tod da ligen. da ſaget er es dem volck dye erkanten die offnenſunderin wol. vnd weſten nit wie ſie tod was. da gebot der pfarrer dem volck allem das ſie got anrufften vnd in betē das er ſy erkucket. das theten ſie mit ernſt. da ward ſie wider lebentig. vnnd ſprach. O du heylige ſant Ratherina wie groß genade er wirbſt du den die dich eren vn̄ lieb haben. vn̄ hieß ir einen beychtiger bringen. vn̄ beychtet all ir ſund. vnd empfieng vnſers herren fron leychuā vnd die heyligen oͤlung. Da fraget ſie der brieſter wie ir geſchehē wer. da ſprach ſie ich hab in zweyntzig iaren nye als guten fur ſatz gehabt das ich mein leben beſſern wolt als heut. Vnd da ich in̄ dem guten willen wz da forcht ſant Ratherina ich verlur den gute willen vnd volbrecht in nicht vnnd verhenget das ir bild auff mich viel vn̄ mich ertoͤttet dz ich inn meine guten willen belib. alſo ſtirb ich anderweyd yn vnſerm herren Ieſu chriſto in dem ich mich ewigklichen frewe vn̄ ſtarb alſo. da fur ir ſel zu den ewigē freudē. ¶ Ds was ein boͤßer richter der het ſant ka therinam gar lieb. vnd wenn ir abent kam ſo gelobet er allweg etwas heymliches zelaſſen durch iren willē vnd was man in bet in irē na men das wolt er nit verſagē. Da ka ſy eins mals zu im in̄ einē boͤßē rock als ob ſy gar ein armes menſch were. vnd bat in dz er ir etwas geb durch ſant Ratherina willen. Da ſprach der richter. was heteſt du gern. Da ſprach ſy. ich het gern dein rechte handt. da giēg er hin vnd nam ein beyhel. vnd ſchlug im felber ſein rechte hand ab vnd gab ſie der frawē. da ver ſchwand ſie. Vnd da ſein freund ſahen dz er nur ein hand het. da ſchemtē ſie ſich ſein gar ſere vndryeten im dz er in ein cloſter ſolt ku men. das thet er. Vnnd da er ſiben iar in dem cloſter was geweſen da erſcheyn im dy heylie iunckfraro ſant Ratherina. vnd ſprach zu im. Ich bin die dy dich deiner hand beraubt hat. das thet ich darunm̄ das ich dich bey gott be hielt. Wan ich nocht dich in keiner ondernt Ratherina CCXL VI. ünckfrar ſant katherina hat mir geholffen. vnd hat mir vmb got erworben das er mir ge nedigklichen gethan hatt. vnd nam da vnſers herren fronleychnam. vnnd verſchyed da als bald ſeligklichen. ¶ Item ein man der het ſant Ratherinā gar lieb. der ſolt gar vil gelten. vn̄ het doch nichts. darum was der man zumal zornig vnd gar vn willig dem er gelten ſolt. vnd wolt in gefan gen haben. Da lieff er von im hyn das er nmit weſt wo er hin kummen was. vnd lieff zu ſant Ratherina kirchen. vnd rufft ſie mit groſſem ernſt an. Da kam ſein veind auch inn die kir chen vnd ſuchet in vnd ſah in gleych gegē im. dennoch halff im die heylig Iunckfraw ſant Ratherina das er in nit ſah vnd entran im. da ward er gar fro vnd dancket got dem almech tigen vnd der heyligen iunckfrawen ſant Ra therina der groſſen genaden. ¶ Eines mals was ein handwercks man der het die heyligen iunckfrawen ſant Ratherinā gar lieb. vnd ließ alle iar etwas durch iren wil len. Vnd eins iars ließ er dz er keyne miſſag thet. vnd was die leut vmb in kaufften ſo bot er es allweg als er es geben wolt. vnnd belyb auch dabey. vnd ließ nit ab. vn̄ wan̄ er dan̄ nit ab wolt laſſen ſo giengen die leut von im vnd wolt nyemant alſo von im kauffen. vnd verlor ſein keuff leut vnd nam ſer ab vn̄ nā ſein ſcha dē. dēnoch meynt erye er wolt ye ſein warheyt halten vnnd ſolt er ſein halt arm werden. Da wolt ſant Ratherina ires dieners nit laſſē. vn̄ ſchicket es. als es got wolt. das die leut innen wurden das er gerecht was vnd dz er als wol feyl geb als die andern. vnd die menſchen ka men wider zu im vnd kaufftē vmb in mer dan̄ vor vnd gewan ſchier herwider was er verlo ren het. vnnd ward ſein zeletzſt reych. da bey merck wir wol das ſie iren dienern leyblich vn̄ zeyſtlich lonet. ¶ Da man zalt vō criſti geburt tauſent zwey hundert ond ſechßvndzweyntzig iar. da was ein reycher korherr zu Wirtzburg d̓ hieß d̓ vō Wiltingen. der was gar edel vnd reych. vnnd het ſant Ratherinam gar lieb vnd was ſunſt weltlich. der het einen tugentlichen Capplan der ſah eines nachtes in einem geſiht das vn ſer lieberherr Ieſus chriſtus zu gericht ſaß. vnd ſein herr der von Wiltingen ward fur ge richt bracht vn̄ mit im ein brieſter der ſaß mit ſeinem herren alltag zu tiſch die wurdē beyd zu dem todt verurteylet. das was dem Cap plan gar leyd. Da kam die heylig iunckfraw ſant Ratherina. vnd verſprach den korherren vnd ſprach. Er iſt mein diener. vnd erwarb im das im ein iar friſt ward gegeben ob er ſein leben darinnen beſſern wolt. vnd thet er das nit ſo ſolt das vrteyl vber in ergeen. der gebet gewert ſie got. da het der ander brieſter nye mant der in verſprach. da ſchlug man im das haubt ab. alſo daucht den Capplan in dē ge ſiht vnd inn dē ſchlaff. vnd des morgens kam der brieſter nit zu dem tiſch. Da wundert den Capplan was dz geſiht bedeutet. vnd gieng zu ſeinem herren vnd ſagt im was er geſehen het vnd ſprach. Laſt vns beſehen wo der brie ſter ſey dem man heint in̄ der nacht dz haubt abſchlug das er nit zu dem tiſch kummen iſt. vnd giengen zu ſeinem hauß vnnd funden in tod an ſeinem bett ligen. Da das der herr ſah da erſchrack er gar ſere vnd beſandt die pfaſ fen zuhand. vnnd gab allen den wider den er mit vngerecht das ir abgenummen hett. vnnd richtet ſein geſchefft. vnnd gab ſein pfrundt auff vnd all ſein gotzgab. vnnd ward ein mu nich zu Heylprunnē. vnd dienet gott vnd ſant Ratherina vnd buſſet ſein ſund. vnnd ſtarb in einenm ſeligen leben. dz erwarb in ſant kathe/ rina vmb got. Es wz ein mechtiger korherr der hett ſant Ratherinā gar lieb. der ſundet großlichē mit hoffart mit geyttigkeyt vnd mit vnkeuſcheyt. vnd da im vnſer herr lang vberſah vnd er ſich nicht beſſern wolt da wolt in vnſer herr ſtraf fen vnnd eines nachtes da er entſchlieff. da ward er entzuckt. vn̄ ward fur gericht bracht. vnd vnſer herre ſaß an dem gericht. vnd d̓ hey ligen waren vil die das vrteyl vber in ſprachē vnd ward geruͤgt vmb ſein groß ſund. vn̄ ver urteylet zu d̓ ewigē verdamnuß. Da erſchrack er gar ſere. vnd was in groſſen engſten. vnnd het groß rew vber ſein ſund. vnd was im leyd das er ewiglichen brinnen ſolt. vnd rufft ſant Ratherinam in ſeinem hertzen an da kam ſie fur gericht. vnd wolt iren diener nit in notten laſſen vnd verſprach in getreulichen. vnd er warb im vmb got das ſein tag gelengert wur den das er ſein ſund ſolt buͤſſen auff erdē die weyl er lebet. dz verlich im got der alechtig vmb der heyligē iunckfrawē ſant Ratberina Von ſant willen. Da ward er gar fro vnd erwachet vnd gedacht an dz geſihte. vnd dz im ſant Rathe rina als genediglichē geholffen hett. vn̄ dan cket ir der geuaden mit groſſer andacht vnnd ernſt. vnd ward ein munich. vn̄ gab ſein pfrūͤd willigklichen auff. vnd alles das dz er het vn̄ die welt. vnd ward eines guten ſeligen lebens vnd buſſet ſein ſund vnd gedacht alle zeyt es wer beſſer er peyniget ſeinen leyb hie. vn̄ het dort ewige freud. dan̄ das er hie wol lebet vn̄ dort ewige peyn hett. vnd dienet ſant katheri na mit andacht. vnd verdienet dye ewigen ſe ligkeyt. ¶ Es heyſt ein ſtat kameratē. da iſt ein groß frawencloſter da waren ſelig frawen inn. da was eine inn die was edel vnd reych vnd was eines rechten lebens vnd beſunder dienet ſie ſant Ratherina mit allem fleyß. dy ward ron den frawen erwelt zu einer Ebtiſſin. vnd hett einen bruder der was ein ritter. der kam eines mals zu ir gerytten. vn̄ ein ander ritter mit im d̓ ward bey dē cloſter ſiech. vnd muſt da beley ben. Da der ritter von danuen reyt da beualh er der Ebtiſſin ſeiner ſchweſter ſie ſolt dē ſie chen ritter guͤtlich thun. das thet ſie vnd kam offt zu im vn̄ troſt in. da gewan er große lieb zu ir. vn̄ thet ſein hertz gegē ir auff. vn̄ ſprach ſolt er ſeinen willen nit mit ir habē ſo muſt er ye ſterben. da was der frawē gar leyd. vn̄ ryet im da von ſo ſy beſt mocht. das halff alles nit wann der boͤß veind het in vberwunden dē dy keuſcheit allweg wid̓ iſt. d̓ ritter ließ nit ab als offt dy fraw zu im kam. ſo lag er ir darum̄ an. biß die fraw einē boͤßē willē gewan vn̄ ſetzet ir fuͤr ſy wolt mit im auß dē cloſter. Nun ge dacht die Ebtiſſin. ich wil vor vrlaub nemē vo ſant Ratherina vn̄ gieng eines nachtes nach der metten vō altar zu altar nach irer gewou heyt mit groſſer andacht vnd betet. Nun het ſie d̓ boͤß geyſt gar vberwunden das ſy ye mit dem ritter wolt vnd wolt vrlaub von den hey ligen nemen. vnd ſprach. Liebe muter Maria der barmhertzigkeyt ich bin zu vaſt enzundt mit vngeordneter lieb mit dem ritter. vn̄ mat nit lenger beleyben. darum nym ich vrlaub vō dir. vnd bit dich das du dir das cloſter laſſeſt empfolhē ſein. da erſcheyn ir vnſer liebe frar vnd ſprach zu ir. Liebe tochter beleyb ſtet an dem gelauben. vnd gedenck das du meinē ſun Ieſu griſto vnſernm herren dein reynigkeyt ge lobt haft. der ein blum iſt aller iunckfrawē vn̄ ein ſpyegel aller reynigkeyt. Es iſt nit nutz dz man ein gut werck anhebe mā wol es dan̄ vol bringē. Die fraw keret ſich nit daran. vn̄ giēt fur des heyligen creutzes altar. vnd ſprach zu vnſerm herren. Mich hat leyblich begyrd als gar vberwunden das ich nit beleybē mag. da ließ vnſer herr ſein wunden vor ir flieſſen. vn̄ ſprach zu ir. Liebe tochter ker dich nit vō ir. ich hab dich hertiglichē gekaufft mit meiner marter vn̄ mit meiuem tod. vn̄ bin durch dich gecreutzigt wordē. dauon laß dich die anfech tung nit vberwinden. das halff alles nit an ir. vnnd gieng zu letzſt fur ſant Ratherina altat die was ir gar lieb. vnd was haubtfraw in dē cloſter. vnd ſprach. Iunckfraw ſant Ratheri na ich bin aller ding in der anfechtung vber wunden. vnd mag nicht in dē cloſter beleyben Da erſchyn ir die lieb heylig iuckfraw ſant ka therina vn̄ ſprach. Liebe tochter gedeuck dar an das ich eines edlen kunigs tochter bin ge weſen vn̄ het gar groß gut vnd ere. vn̄ moͤcht gar wol vil luſtes haben gehabt in zeytlichen dingen. das verſchmehet ich alles. vnd gab al len zeytlichen luſt auff durch meinen herren Ieſum criſtū vnd leyd gar groſſe marter vnd peyn. vnnd einen herten todt von ſeinettwegen vberwindt dich in der anfechtung. Nun ley deſt du doch weder ſchleg noch ſtoͤß vnd ver geuſt dein blut nicht. ſo leyd das durch gotz willen das halff alles an ir nicht. vnnd gieng drey nacht fur die altar vnd nam vrlaub von den heyligen ſo weyſten ſiß ye da von. Da ſie nun hin wolt. da gieng ſie fur ſant Ratherina altar vnd ſprach. Liebe iunckfraw ſant kathe rina ich bin aller ding in der anfechtūg vber wunden. vn̄ beualhe ir des cloſters geſchefft. vnd gab dem bild des cloſters ſchluſſel. vnnd gieng mit dē ritter. Vnd da ſie alſo lang mi dem ritter gelebt het wider irer ſel heyl. vnnd zwey ſchoͤne kind mit im het. die wurde etwas alt. da ſtarb der ritter. Da gieng die fraw als balt inn ſichſelber. vnnd gedacht an ir groß ſund vn̄ an ir vnſichers leben vn̄ das dy barm hertzigkeyt gottes alſo groß iſt das er keyne ſunder verſchmehet. vnd gedacht. Ich wil wi der in mein cloſter. vnnd wil mein ſund buſſen die weyl ich leb vnd kam zu dē cloſter an das fenſter vnd meynt ſie wolt die Ebtiſſin biten das ſiß wider aufnem zu genaden. da fand Ratherina .CcRlVII. ſy ſant kathernuūͦ an den fenſterſtzen dy hy meliſchen edlen Ebtiſſin die hett ſy die iar al le an aller leut wiſſen in dem cloſter verweſen. da erkant ſy ir nit. da ſprach ſy zuͦ ir es iſt zeyt das du auß d̓ welt kummeſt. vnd dz ich zu hy mel far. vnnd laß dich wiſſen das ich dich die zeyt alle verweſen hab au allem dem dz an dē ampt zu thun wz. dauon leg dein geyſtlich ge wandt an vnd verwiß dein ampt als vor. wan es weyß nyemant das du auſſen biſt geweſen da ward ſie gar fro. vnnd leget ire kleyder an. vnd nam die ſchluſſel von ſant katherina vnd gieng in das cloſter. vnd vnderwand ſich des ampts wider. vnd wundert ſie gar ſer das ſie ſant katherina die langen zeyt verweſen hett. daran merck wir ir groſſe demuͤtigkeyt. dz ſie ſich der mue als vil iare vnderwand. vnd in ei nem geyſtlichen ſcheyn gieng. vnnd thet alles das das die Ebtiſſin thun ſolt. Nun mocht die Ebtiſſin der wunder nit verſchweygen dy ſant Ratherina mit ir gethan het. vnd an der andern nacht nach der metten da hieß ſie zu Capitel leuten. vnd ſaget den frawen allē dy wunderzeychen offenlich die ſant Ratherina mit ir gethan het. da ſie das horten da lobten ſie got darum vnnd dy heyligen iunckfrawen ſant Ratherma. vn̄ dy Ebtiſſin buſſet ir ſund die weyl ſy lebet. vnd dancket got vnd ſant ka therina der genaden vnd ſtarb gar in einē ſe ligen leben. ¶ Es was ein tugentlicher wolgelerter ſchuͦ ler in der ſtat Cantuaria in Engelland. d̓ hett ſant Ratherinā gar lieb. vn̄ dienet ir mit fleyß tag vnd nacht vnd mit groſſer andacht. vnnd bat ſie alle zeyt dz ſy im gottes genad erwurb Nun hoͤret der kunig von dem ſchuͦler. vn̄ da uon das er als frum̄ was da ſandt er nach im vnd empfalhe im ſeinē ſun das er in leret. Da lernet er in mit groſſem vleyß. Es halff aber gar eī wenig. wan̄ er lernet gar vbel. da ſchlug in der meyſter gar ſere. vnd het in gern wolge lert. vnd zog in eins mals nackent ab. vn̄ wolt ein gerten holen. die weyl lieff der knab hin. da lieff im der meyſter nach vnd kam auff ein brucken vnd ſah ſich vmb vnd ſah das im der meyſter mit der gerten als nahent was. da er ſchrack er als ſer das er von der brucken in̄ dz waſſer ſprang. das was dem meyſter zu mal leyd. vnnd ſchrey mit lautter ſtym. O heylige ünckfraw ſant hatherina fach vnd beſchinn in vnd laß in nit verderben. da wolt ſant kathe rina iren dieuer nit inn noͤtten laſſen. vnd kam zuhandt vnd behielt des kuniges ſun auff in̄ dem waſſer das im nye nichts geſchach. vnnd belib friſch vn̄ wolgeſundt von tertz zeyt biß an den andern tag zuͦ tertz zeyt. vn̄ was in dē waſſer recht ſam er in einē luͤſtigen hauß we re. vnd ſant katherina hyelt in ymmermer vnd̓ irem arm das im nichts geſchach. vnd dauon das das kind nackent was. da leget ſie im ein ſchoͤnes luſtiges gewandt an ein hemd. vnnd furt es zu dem geſtat. vn̄ vornen an dē hemd ob dem hertzen. da ſtund ein verß auß dē pſal ter mit gulden buchſtaben der ſprach. Herre gib mir ſynn vnd rernufft das ich deine gebot lerne vnd dy weyl ſuchet man des kunigs ſun ymmer mer in dem waſſer da fand man ſein nit. Da vieng man den meyſter vnnd antwurt in dem kunig. da wurden die leut ſeer betrubt vmb in. da rufft der meyſter ſant katherinam an mit ernſt. da erhoͤrt ſie ſein gebet. vn̄ an dē andern tag da mā die tagmeſß angehebt her. da lieff des kunigs ſun in ſeinē ſchoͤnē hemd in den kor vnd ſaget offenlichē allen menſchē wie in ſant Ratherina vnder irem arm̄ gefan gen het. vnd wie ſy in behuttet het das im nye keyn leyd geſchehen were. vn̄ im dz hemd mit den gulden buchſtaben angeleget hett. vnnd ſprach. Das hatt ſy alles durch ires liebē die ners willen gethan meines meyſters. da ward der kumg vnd der meyſter vnnd alle in d̓ gan tzen ſtat erfrewet vnd lobten got den almech tigen vnd ſeinen gemaheln die lieben heyligē iunckfrawen ſant katherinā durch der willen er das groß zeychen gethan het. Vnd von dē ſelben tag da gewan der knab als einen gutē willen zu lernen dz er dy kunſt ſchland als dz erdtrich den regen. vnd lernet vberfluſſiglichē wol. Dy genad het er von der heyligen iunck frawen ſant Ratherina. da machet der ſchul meyſter die Colleet. von ir die man von ir ſin get vnd liſt. vnd dienet ir furbaß mit vleyß dy weyl er lebt. darumb ſo ſollen wir ir gerē die nen wann ſie leſt ir diener in keynen notten. ¶ Es was ein ſeliger pfarrer in d̓ ſtat Tra lot in̄ der oberſten pfare. der het ſant katheri nam gar lieb. vnd dienet ir mit groſſem ernſt vnd begieng all iar iren tag ſchon vn̄ loblichē mit vil meſßen mit ſingen mit leſen vn̄ luͦd vil amer brieſter zutſch duch ſant katherue Von ſant ere. vnnd gab yeglichemi zwen ſchilling pfen ning. vnd eins mals an irem tag die weyl man zu kirchen ſang vnnd laß. da kamen vier dieb zuſammen. vnd ſprachen. Wir woͤllen inn des pfarrers hauß geen der iſt zu kirchen vnd ſin get vaſt ſo laſſen wir vns dye weyl woll ſein mit ſeinen pfenningen. vnnd giengen in ſein hauß vnnd lahen ſich vaſt vmb. Da ſahen ſie nyemant dann ein kleynes hundlein dz bal ſie vaſt an. dem ſchlugen ſie das haubt ab. vnnd brachen die kamer auff vnd die kiſten. vn̄ na men dem pfarrer vil gutz an pfenningē vnnd an kleynoten. Da wolt ſant katherina irē die ner ſein gut behutten. vnd verhenget das die dieb mit offen augen vnd bey hellem tag die kammertuͤr nye kunden gefinden. vnd giengē ymmermer in d̓ kamer vmb vnd ball dz haubt ymmer mer das ſy dem hundlein hetten abge ſchlagen biß die diener auß der kirchē zulief fen vnd kam der pfarrer auß der kirchen mit den brieſtern. vnd funden die dieb mit dē gut vnd viengen ſie. vnd namen in das gut wider. vnd lobten alle got vmb das groß zeychen vn̄ die lieben iunckfrawen ſant katherinā das ſie irem diener das gut als treulichen behalten het. Alſo lonet ſie iren dienern leyblichen vnd geyſtlichen. ¶ Es was ein iungling eines Grafen eyni ger ſun. der het ſie auch gar lieb. dem ſtarb va ter vnd muter. vnd erbet gar groß gut. Nun was ein kirch nit verr von der burg da er auff ſaß dy was in ſant katherina ere geweycht. in die kirchen gieng der iungling offt im tag. vn̄ gieng vnderweylen allein vn̄ betet andechtig klichen vnd eines tages was er in̄ der kirchen vnd entſchlieff vor dem altar. da erfehynē im ſchoͤner iunckfrawen drey der waren zwo gar ſchoͤne. Aber die dritt was vberfluſſigklichen ſchoͤn vnd het ein zyerliche kron auff. vnd wz ein kunigin vber die andern. vnd gieng in der mitte. vnd was ſo vil ſchoͤner vber die andern als der morgenſtern vber die tagſterne ſchey net. Da das der iungling ſah da erſchrack er gar ſer vnd wundert in vaſt vnnd dorſt ſie nit anſehen vnd hielt die hend fur die augen. dē noch ſah er die dy als ſchoͤn was die wz ſant Ratherina dy ſprach zu im. Wie thuſt du als gar beuriſchē nun biſt du doch edel. Nu ſein wir zu dir kummen vnd ſehen dich. ſo wilt du vns nit ſehen vn̄ verhabſt dein augē. Begerſt du einer geſponſen ſo nym vnſer eine welche du wilt. Da der graff das ſah vn̄ hort. da ſah er auff vnd ward ſein hertz begoſſen mit ey ner hymliſchen liebe vnnd ſah ſie all drey gar freuntlichen an. Da ſprach der zweyer eyne heymlichen zu im. du ſolt die nemē die mit dir geredt hat das rat ich dir wann als vil ſy ſchoͤ ner iſt dann vnſer eine. als vil iſt ſie wirdiger mechtiger vn̄ gewaltiger bey got. vn̄ mag dir vnd allen den die ſie anruffen baß gehelffen gegē got. Da fraget ſy d̓ iūgling wer ſy were Da ſprach ſie. Es iſt die hochgelobt iuckfraw ſant Ratherina in der eren dy kirch geweycht iſt. da ward er von hertzen fro. vnd bat ſy mit weynenden augen. vnd gar mit groſſem ernſt das ſie ſich vber in erbarmet. Da ſetzet im dy lieb heylig iunckfraw ſant Ratherina gar ein ſchoͤnen roſenkrantz auff ſein haubt der wz von roten roſen. vnd ſprach zu im. Nym vnd behalt den krantz der ſol ein zeychen ſein ey ner rechten lieb zwiſchen mir vnd dir vnd hut dich dz du kein andre fur mich nemeſt. damit verſchwoundē die iunckfrawē all drey mitein ander vnd der iungling het das ſchoͤn krentz lein das ſchmecket gar vberfluſſiglichen vnd außdermaſſen wol vnd iſt noch heut bey dem cloſter alſo friſch vnd wolſchmeckent. wan̄ er ſtifft daſelbſt ein cloſter das heyſt zu dē Ro ſenkrantz. vo des ſelben roſenkrentzleins we gen. Darnach gar ſchyer wolten ſein freund nit geratten er nem dann ein frawen. des we ret er ſich gar vaſt. da gelobten ſie im ein ſchoͤ ne edle frawen vber ſeinen willen vnd legten ſie im zu Darnach ward die fraw eins kindes ſchwanger. dennoch ließ er von der guten ge wonheyt nit. vnd ſtund offt auff vnnd gieng inn die kirchen als vor von der liebe wegē die er zu ſant Ratherina hett. Nun was dy fraw groß vnd ſolt ſchier eines kindes geligen vnd gewan arckwvon der graff gieng des morgēs zu andern frawen vnd fraget ein magd dar umb vnnd ſprach. Weyſt du nit wo dein herr des morgens hingee vnd was ſein geſchefft ſey. Da neyd der teufel den grafen vmb ſeine gute werck vn̄ gab der mayd ein dz ſy ſprach. Er geet zu der kirchen da ſitzt ein man d̓ hat ein ſchoͤne tochter zu der geet er. Da ward dy fraw ſer betrubt. das mercket der graff vnnd fraget ſie was ir were. da ſagt ſy im wz man ir ſeſagt het erhet es aber fir ein ſchympff vn̄ Ratherina CcXlVIII. ſprach. Nein es iſt des mannes tochter nicht die ich lieb hab vnd zu der ich gee. ſie iſt noch tauſent mal ſchoͤner. vnnd da er mit ir alſo ge redt het. da verſtund ſie ſich nit das er ſant ka therimā gemeynt hett. Da was es gegen dem tag da ſtund er auff vnd gieng gen kirchē. da ward ſie ſer betrubt vnd ſtund auff vnd nam ein ſchwert vnd rach den zorn an ir ſelber. vn̄ ſlach ſich daran vnd ſtarb. Da kam er zu der erſten ſtund von der kirchen vnd gieng inn die kamer vnd fand ſein frawen tod vnd mit blut berunnen. Da erſchrack er gar ſere. vnd wz im gar leyd vnd ward onmechtig. vn̄ lag wol ein gantze ſtund. vn̄ da er wider zu imſelber kam da weynet er iemerlich vnd ſchrey vn̄ klagt. vn̄ raufft ſein har auß. vnnd ſchrey laut. O lieb mein wie haſt du als vbel an dir gethan. war umb haſt du dich vnd das kind als iemerlichē ertoͤdtet. ich bin leyd̓ deines todes ein vrſach. darum̄ das ich dir nit ſagt wz mein geſchefft des morgens were wenn ich von dir gieng. vn̄ ſprach da mit groſſer begird vnd trubnuß. O heylige iunckf rawo ſant Ratherina. wolt gott das ich fur ſie tod were vnd das ich nuͦr an ir nmit ſchuldig were. darumb dz ich dieh hab ge laſſen ſo iſt mir das geſchehen. wann ich hab ein andre fur dich genummen. vnnd lieff da bald in̄ die kirchen vnnd betet mit groſſer an dacht. vnd rufft ſant Ratherinā an mit groſ ſen zehern. Vnd da er lang gebetet hett vnd weder wacht noch ſchlieff. da erſchyn im ſant Ratherina mit zweyen iunckfrawen als vor. vnd gieng aber in der mitte. vnnd was gekroͤ net mit einer ſchoͤnen kron. vnd gieng zu dem grafen vnd wiſchet im die zeher von den au gen vnd von den wangen vn̄ ſprach. Du haſt nit recht gethan das du ein andern gemahel fur mich genumen haft. aber ſeyt du nuch lieb haſt vnd mir als fleyſſiglichen dieneſt vnd als offt in̄ die kirchen geeſt vnd mich lobeſt. dar unb wil ich dich nymmer in̄ noͤtten laſſen hie vnd dort. Steeauff vnnd gee heym du findeſt dein frawen lebentig. vnd hat ein tochter ge wunnen die ſolt du nach mir Ratherina heyſ ſen dy wirt got als genem das ſie deines va ters ſele in einem iar auß dem fegf ewer erlo ſet mit irem gebet der wer ſuͤnſt ſund wegen ewigklichen verdamp vnd beycht etwarb vnd ſolt in dem fegfewer brinnē biß an den iungſtē tag. Die genad ge ſchach im darumb das er die kirchen in mey ner ere gebawet het. vnd als bald ſie das ge redt hett. da kam das volck von der veſten mit freuden zu dem herren gelauffen. vn̄ wecktē in vnnd ſprachen. ſteet bald auff vnnd geet zu ewer frawen die iſt lebentig worden. vnd hat gar ein ſchoͤne tochter gewunuen. Da ward d̓ herr gar fro. vnd gieng zu ſeiner frawen vnnd vmbfieng ſie vnd das kind vnd ſagt ir wie im die lieb heylig iunckfraw ſant Ratherina er ſchynen were. vnd wie ſie im geſaget hett das ſie lebentig wuͤrd. Da ſaget im die fraw als bald wie die boͤßen geyſt zu irem end kummē weren vnnd hetten ir ſel hingezuckt. vnnd wie ſant Ratherina kummen wer. vnd ſie von den boͤßen geyſten erloͤßet het vnd ſie wider zu dē leybe gebracht. da wurden die leut fro. vn̄ lob ten got vmb das groß zeychen vnd die heyli gen iunckfrawen ſant Ratherinā durch d̓ wil leu er dyſe groſſe wunder gethan hett. Dar nach lebten ſie gar eines tugentlichen lebens bey dreyſſig iaren vnd beſaſſen nach irē lebē die ewigen frewde. ¶ Zu koͤlen in einer kirchen da hatt man ſant katherina vinger einen der iſt in einem wirdi gen ſarch. vnd an irem tag ſo kummē vil men ſchen vnd kuſſen den ſarch mit andacht ir zu eren. vnd eins mals an irem tag da gieng vnd̓ andern ſeligen leuten ein rouchrer hynzu der hett vil guts mit vnrecht eingenummen. vnnd kuſſet auch auff den ſarch. vn̄ gieng auch vm̄ den altar. vnd was der ſarch beſchloſſen. vnd der vinger ſprang dennoch herauß auff den altar das es alle menſchen ſahen die da warē vnnd der wuchrer auch. da bekant er zuhandt das es ſeiner groſſen ſund ſchuld was. vnnd gewan rewo vber ſein ſund̓ vnnd viel nyd̓ auff ſeine knye. vnnd ruffet vnſern herren an mit groſſer andacht vn̄ bat in das er im ſein ſund vergeb. Da welt got ſein wunder erzeygen. dz er die ſunder wider zu genaden wolt uemen durch ſeines lieben gemahels willen das er zeyget er an dem wuchrer vnd er beychtet zu handt ſein ſund mit groſſer rew als vil er er dencken mocht. vnd gelobt dem beychtiger dz lt thun. vnnd gab Von ſant chan het. da ſprang der vinger wider inn den beſchloßnen ſarch das es dy menſchen ſahen. damit erzeyget got das im ſein ſund vergebē waren durch der heyligen Iunckfrawen ſant Ratherina willen. darumb ſellen wir ſie gern anruffen das ſy vns auch rers v̄ got ertoerb vmb vnſer ſund. ¶ In dem Ertzbiſtumb zu Saltzburg da iſt ein biſtumb dz heyſt Waſſide. da ſelbſt wolt eins mals ein mechtiger graff vber meer zye hen zu dem heyligen grab. vnd zu der heyligē iunckfrawen ſant Ratherina. vn̄ do er nun zu dem meer kam da kam er in̄ ein ſtat vnd in̄ ein herberg zu einem wirt der was nit gar reych. vn̄ was doch ein wolgeerter man. der het ein eynige tochter die was zemal ſchoͤn. vnd hieß katherina. vnd was fruī vnd erber. vnnd het ſant Ratherina ir reynigkeyt gelobt zuhalten die weyl ſie lebet. vnnd da der Graff ſah das die iunckfraw als hubſch vnd als ſchoͤn was. da entzundet der boͤß geyſt ſein hertz gegē ir. der alle gutte werck neydet. vn̄ gewan ein boͤ ſe begyrd zu ir. vn̄ trachtet vaſt wy ſy im wer den moͤcht. vnnd wie er zu ir koͤme vnnd bey ir ſchlieff. Nun wz in̄ dem ſelben hauß ein alts weyb. die vil dings zuwegen bringen kuͤnnen. zu der ſprach er. hilff mir dz des wirtes toch ter bey mir ſchlaff darumb wil ich dir vil gutz geben. vnnd wil den wirt reychen vnnd wil im groß gut geben. Da das alt weyb dz hort. da gieng ſie zu dem wirt vnd zu der frawen. vnd ſagt in wie d̓ graff geredt het. Da ſprach die fraw zu dem wirt. Wir ſein erber leut vn̄ ſein doch gar uottig. Wir ſollen im vnſer tochter heynnacht zulegen ſo macht er vns reych. vnd thun das heymlich dz ſein nyemāt innē werd. vnd rufften der tochter vnd ſagten ir die ſach vnd baten ſie das ſye iren willen darzu geben wolt vmb das das in von dem herren geholf fen wurd zu irr notturfft. da antwurt dy toch ter vater vnd muter vnd ſprach alſo. Ich thun ſein mit nichte nit. wann ich hab der heyligen uunckfrawen ſant Ratherina mein reynigkeyt gelobt die weyl ich leb vnd ward ſer weynen. Da het vater vnnd muter boͤß begyrd zu dem zeytlichen gut gerouffnen. wan̄ der boͤß geyſt het in ir hertz verblendt inn der begird dy ſie ſie gar ſer betrubt. vnd weynet gar iemerlichē vnd forcht ſi muͤſt den ſchatz der reynigkeyt verlieren. Da der graff hort vnnd ſah das ſie als ſere betrubt was. da ſprach er zu ir. Liebe iunckfraw warum biſt du als ſer betrubet vij weyneſt als bitterlichen. Ich wolt wenen du ſolteſt mir heynnacht gar vil groſſer freuden vnd troſt geben. vnnd gar guten mut machen ſo weyneſt du als ſere vnd bekummerſt mich. Sag mir warumb du weyneſt. Da ſprach ſie. Ich weyn darumb das vater vnnd muter als vntreulich an mir gethan haben. wan ich hab mein reynigkeyt vnd mein dienſt ſant Rathe rina gelobt die weyl ich leb. Da ſprach er. Iſt dem alſo ſo gehab dich wol vn̄ hab aller ſorg keyne. dir ſol keyn leyd vō mir geſchehen ſo du der lieben iunckfrawen ſant Ratherina deyn reynigkeyt haſt verlobt vnnd verſprochen die auch mein beſundre patron iſt. dz ſolt du hal ten. Darumb ſo ſag mir warzu dich dein mut tregt darmit du ir dienen wilt. darzu wil ich dir helffen mit leyb vnd mit gut. der red ward ſie gar fro vnnd ſprach. Es iſt nicht verr von hinnen ein frawencloſter das iſt geſtifft in d̓ ere der heyligen iunckfrawen ſant Ratherina darinn wolt ich gern ſein biß an meinen todt vnd ir dienē. Da ſprach der herr. Liebe toch ter vmb der lieben iunckfrawen ſant katheri na willen die mir beſunder lieb iſt wil ich dir mit meinem gut inn das cloſter helffen. vnnd des morgens fruͤ da gieng der herr in̄ das clo ſter vnd bat ir vmb den orden. vnd man geſe guet ſie ein. da gab er den frawē vil gutz dar zu das ſie ir ein pfrundt verlihen. vnd beualh ſie got dem almechtigen vn̄ der heyligē iunck frawen ſant katherina. vnd gab vater vn̄ mu ter auch vil gutz. das ſie ir narung deſter baß mochten gehaben vnd zoch vber meer. Vnnd da er vnd ſein diener glucklich vber kamē. da gedacht er offt an ſein tochter der er inn das cloſter het geholffen. Aber darnach da kam eines nachtes ein vergiffter wurm vnnd ver unreynet im ſein beyn vnd ſtach in darein das im gar wee geſchach. wann es ſein gar ſched lich wurm inn dem ſelben lannd. da muſt er da beleyben vnd muſt ſich ertzneyen. Da ſprach en die. ter muͤſtye ſterben oder man muͤſt abhawē. Da ward erſer betrubet Ratherina CcxlIX. dann das ich ſterb vnnd ſprach. Ir ſollet mit morgē den fuß abhawen. Da wolt im dy hey lig iunckfraro ſant katherina des dienſtes lo nen den er an der iunckfrawen gethan het ee er wider heym kam. vnnd inn der ſelben nacht da ſein diener von im kamen vnd ſein kammer verſpert was. da ſah er gar ein miniglichs ge ſiht das vier ſchoͤn engel eingiengen die tru gen vier brinnet kertzen. vn̄ giengē vier ſchoͤn iunckfrawen nach in. vnd die letzſt was dy al ler ſchoͤnſt. die trug ein hubſch buͤchßlein mit edler hymliſcher ſalben in irr hand. Vnd die erſt iunckfraw was ſant Margareth. die and̓ ſant Cecilia. die dritt ſant Tecla vn̄ dy vierd ſant Ratherina die trug die ſalben. vnd wolt iren diener geſundt machen. vnnd giengen all vier zu dem bett da der ſiech lag. vnd da ſy zu dem bett kamen. da ſprach die heylig Iunck frar ſant katherina zu ſant Margarethen. was wilt du thun. da ſprach ſie. ich wil dē fuß haben. Da ſprach ſy zu ſant Cecilia. was wilt du thun. da ſprach ſie. ich wil in vmbhaltē. da ſprach ſant Tecla. ich wil nuch auff in legen das er mit auffſtee biß er geſalbet wirt. da nā die heylig iunckfraro ſant katherina der hym liſchen ſalben auß dem buͤchßleyn. vnd ſalbet irem diener ſeinen fuß. da ward er zuhand ge ſundt als ob im nichts geſchehen were. vnnd die engel die dy kertzen trugē die giengē wid̓ auß. vnd dy ſchoͤnen iunckfrawen vn̄ ſprach en zu dē grafen. du ſolt wiſſen das die genad von der leyblichen geſundtheyt. dir die heylig iunckfraw ſant katherina des dienſtes da mit gelonet hat. den du ir teſt an der tochter das du ir ſchoneſt durch iren willen. vnd ſie in̄ das cloſter teſt. Vnd da der Graff des morgens erwachet vnd geſundt was worden. da ward er von hertzen fro des wunders vnd der ſun dern genaden vnd der gegenwertigkeyt d̓ lie ben heyligen iunckfrawen ſant katherina. vn̄ ſagt das ſeinen dienern vnd allen den die da waren. Da ward ein groſſe freud. vnd lobten gott darumb. vnnd lobten auch die heyligen iunckfrawen ſant katherinam das ſie irē die ner als treulichen gelonet hett. wann er ſaget in wie im geſchehen was mit ſeiner tochter. vnd wie ſie in geſundt het gemacht. vnnd wie ſy im mit dreyen iunckfrawen erſchynen were Darumb eretten die menſchen ſant katherinam furan mit gar groſſem vleyß. vn̄ d̓ graff behielt ſein trew an ſeiner tochter. vnd thet ir gar guͤtlichen. Darumb ſollen wir ſie eren. vn̄ ſollen ir auch mit allem vleyß dienen. wann ſy leſt mit nichten keynes dienſtes vngelonet. ¶ Auff dem berg Synai da die lieb heylig iunckfraw vn̄ nothelfferin ſant katherina vou den heyligē engeln begraben ward. da iſt ein loſter geſtifft in vnſer lieben frawen ere. darinn ſind gar ſelig munich eins heyligē tu gentlichen lebens. vnd in dem kor des ſelben Gloſters iſt der heyligē iunckfrawen ſant ka therina grab. vnd die ſelben munich habē ey nen Biſchoff. vnnd vaſten nahent vber iar zu waſſer vnd zu brot. dann an etlichen hochzeyt lichen tagen ſo eſſen ſie miteinander im refe ctori vnd eſſen viſch vnd von oͤl. vnd trincken ſelten weyn. vnnd in irem capittelhauß da iſt die ſtat da der buſch ſtund den Moyſes ſah brinnen. darein dar nyemant kummen weder criſten noch heyden vnd kummen vil menſchē dar offt vnd dick vnd auch der heydniſch ſol dan ſelber. vnd ſehen die wunder gottes. wan̄ man hatt ein guldin buſch dar gemacht nach dem buſch den moyſes ſah. vnd vnſers herre bild iſt auff dem buſch. vn̄ Moyſes knyet al ſo barfuß vor dem buſch. vnd die ſelben gutē herren haben allwegen oͤls genug von ſant ka therina genaden. Wan̄ allweg an irem abent zu veſperzeyt kumme gar vil kleyner voͤgelein dar. vnnd yeglichs tregt ein oͤlzweyg in ſeinē ſchnebelem. daran ſind ſchwartze knoͤpfflein ſam die kriechlem darinn iſt das oͤl. vnnd eyn zweyg iſt groſſer dann dz ander. eins hat vier knoͤpff lein. eins drey. eins zwey. vnd werffen die in iren kreutzgang. das thunt ſie ymmer mer von einer veſper zu der andern. ſo thut man ſie dann inn ein groſſe kuͦffen vnnd breſ ſent dann das oͤl darauß. vnd dy herren eſſen es vnd brennen es in iren ampeln. vnd haben ſein vber iar genug. vnd iſt ſchoͤn vnd lautter. vnd wann das oͤl des iars zerinnet ſo bringen ſy fur das nechſt iar vil deſter mer. vnnd brin gen dann das ander iar darzu das ſie ſein dz iar aber genug haben. vn̄ der ſelben vogelein ſiht man ſunſt vber iar wenig. dan̄ nur an der heyligen ünckfrawen ſant hatherina abent vnd an irem tag. Von ſant ¶ Es roz eines mals ein ritter gat ſiech d̓ het ſant katherinā gar lieb. vnd rufft ſie mit eruſt an vnd bat ſy das ſy im vmb got erwurb dz er geſundt wurde. ſo wolt er zu irē grab kumme. da ward er von iren genade geſundt. da ward er gar fro vnd dancket got vnd ir der genadē Nun het der ritter wol gehoͤrt das die voge lein das oͤl dar brachten. darum kam er mit an dern herrē dar. auff iren tag. vnd ſah dz ſchoͤn zeychen ſelber. das iſt in kurtzen iarn geſche hen. da lobten ſie alle got vmb das ſchoͤn zey chen das er durch ſeines gemahels wilē ſant Ratherina thut. ¶ Sant katherina wz eins edlen geſchlech tes vnd eines edlen kuniges tochter. vnd was ein eyniger erb des kunigreychs. vn̄ iſt ein ge maheſte braut vnſers herren Ieſu criſti. vn̄ iſt ein bewerte meyſterin in den ſiben freyen kuͤn ſten vnd iſt ein groſſe mertrerin dy groß peyn vnd marter gelitten hat mit rechter gedult vn̄ in rechter goͤtlicher lieb. vnd dar zu dē bittern tod mit dem ſchwert. Sy iſt auch geweſen ein offne predigerin Criſtenlichs gelaubens. vn̄ was ein reyne iunckfraw keuſches lebens. vn̄ was auch ein vberfluſſiger ſchoͤner mēſch. Sy hat auch genad vnnd wirdigkeyt empfangen von gott. darum̄ das ſie auffgab den heydni ſchen gelauben vnd all weltlich ere. vnnd ver kaufft ir vetterlichs erb dz gantz kunigreych vnd gab es armen leuten. vn̄ gieng vnbezreun genlich vnd von freyem willen fur den keyſer in den tod. vn̄ vberredet funfftzig weyß mey ſter mit irer groſſen weyßheyt. vnd bekeret ſie zu criſtenlichem gelaubē. vn̄ auch die keyſerin vnd Porphiriu mit zweyhundert rittern. vnd gab ſich willigklichen in̄ den tod in der liebe criſti. darum hat ir vnſer lieber herr Ieſus cri ſtus zwelff groſſe zeychen der rechtē lieb er zeyget da mit er ander heyligen zwelff bega bet hat. dauon ſullen wir ſie al zeyt lobe. wan̄ ſie hat yeglichs gabē beſunder verdienet mit einer tugent. ¶ Des erſten liſt man von ſant Iohanns dem zwelffpoten. dz vnſer herre zu im kam ee er ſtarb mit ſeinen iungern vn̄ ſucht in heym. Alſo kam er auch zu ſant Ratherina in̄ den kercker mit einer groſſen ſchar d̓ engel. vnd der iunckfrawen vn̄ ſprach. Tochter er kenn deimen ſchoͤpffer durch des willē du die marter leydeſt vnd biß ſtarckmuͤtig. wann ich wailmit dir ſein. dygenad geſchach ir von der groſſen ſunderlichen lieb die ſy zu got het. da uon ſucht er ſie heym von beſundern genaden wegen. ¶ Zu dem andern mal hat vnſer herr ſant Maria magdalena geſpeyſet mer dann dreyſſig iar mit hymliſcher ſpeyß in einer hoͤl alſo hat er auch ſant Ratherina geſpeyſet da ſie inn dem kercker lag zwelff tag vnnd nacht das man ir wed̓ zueſſen noch zutrincken gab. Da ſandt ir vnſer lieber herr allweg ein weyſ ſe tanben dy bracht ir ein hymliſche ſpeyß. dz het ſie da mit verdienet das ſie allen leyblich en ſuſt hett verſchmecht. danon empfieng ſye hymliſchen luſt vnd ſundern troſt. ¶ Iu dem dritten mal hat vnſer lieber herr ſant Blaſio an ſeinen letzſten zeyten verheyſſen vnd auch merheyligen. was man in bit in ſeinem namē dz wolt er in geweren. dz gelobt er auch ſant Ratherina an irem end. wer ſie anruffet vnnd eret. in welchen notten d̓ menſch were. ſo wolt er in erhoͤren. vnd ſprach zu ir. Rum̄ her mein außerwelte was du gebeten haſt das ſolt du gewert ſein. die genad het ſie von irer groſſen heyligkeyt. wann erhoͤrung des gebets iſt ein zeychen eines heyligen lebēs. ¶ Iu dem vier den mal begabet vnſer herr ſant Steffan da mit das er ſah vor ſeinem end den hymel of fen ſteen. Alſo liſt man auch von ſant Ratheri na da man ir das haubt wolt abſchlahen. da kam ein ſtym̄ von hymel die ſprach. Rum̄ her du mein außerwelter gemahel des hymels tuͤr iſt dir offen. die genad het ſie von irem volkū men leben. ¶ Iu dem funfften mal thet gott ſant Margareten die genad dz die engliſche ſchar zu irem ende kam alſo kamen ſy auch zuͦ der edlen iunckfrawē ſant Ratherina. des er ſten ſant Michel der troͤſt ſie inn dem kercker vnnd ſaget ir das ſie funfftzig meyſter vber wuͤnd. Zu dem andern mal da ſie ir ir wunden ſalbten vnnd zu dem dritten mal da ſy die re der zerbrachen. die genad het ſie von irer ed len reynigkeyt. wan̄ die engel ſind iunckfraw en von natur. Aber die heylig iunckfraw ſant Ratherina was ein iunckfrawo vō goͤtlichē ge naden. ¶ Zu dem ſechſten mal liſt man von ſant Pauls. da man im ſein haubt abſchlug. da floß mylich vn̄ blut von im. Alſo geſchach auch d̓ heyligen iunckfrawen ſant Ratherina da mā ir ir haubt abſchlug. da floß mylich vn̄ blut von irer kele. Die genad hett ſie von irer lautern reynigkeyt irs hertzen. Wann ſie hett Ratherina .Cl. ſich gewaſchen in dem blut vnſers liebenher ren Ieſu criſti mit rechter andacht. ¶ Iu dē ſibenden mal hat vnſer lieber herr Ieſus cri ſtus ſant peter begabt mit einē groſſen liecht da er ſterben wolt. vnnd inn dem ſelben liecht ward ſein ſel gefurt zu den ewigen freuden. Alſo geſchach auch der heyligē iunckfrawen ſant katheriua da ſy inn dem vinſtern kercker lag. da erſchyn ir ein groſſes liecht. dz ſah die keyſerin vnd Porphirius. da vielen ſie nyder. vnd mochten den ſcheyn vnd die klarheyt nit geſehen. vnd wurden bekert. Die genad hett ſie von irem ſtarcken gelauben den ſie an got den almechtigen het das ſie nyemant von got mocht bringen. ¶ Zu dem achten mal hat ſie gott geleychet mit ſant Iorgen dem wurden ſcharpffe reder gemacht. da bat er vnſern lie ben herren Ieſum criſtum das er in der mar ter vberhuͤbe vnnd das die reder zerbrechen. da kamen die engel von hymel vnd zerbrach en die reder. Die genad thet auch vnſer herre ſant Ratherina. Wann ſie rufft iren gemahel mit ernſt an. vnnd bat in das er ſye der marter vberhuͤbe. da kamen die engel von hymel vnd zerbrachen die reder. Die genad hett ſie von d̓ groſſen gedult die ſie het in irem leyden. ¶ Zu dem neunden mal thet vnſer lieber herr Ieſus criſtus ſant Clemeus die genad da er ſtarb. da bereyten im die engel ein grab vnnd begruben in. Die genad thet vnſer lieber herr Ieſus criſtus auch der heyligen iunckfrawen ſant katherina. wann die engel furten ſie wol zweyntzig tagweyd von Alexandria auff den berg Synai. da hetten ſy ir ein grab bereyt. vn̄ begruben ſy da wirdigklichen. Die genad het ſie von irer demuͤtigkeyt. darum ward ſy wir digklich begraben. ¶ Iu dem zehenden mal thet vnſer lieber herr Ieſus criſtus ſant Ni clas die genad das auß ſeinem grab oͤl floß. Die genad thet vuſer lieber herr Ieſus chri ſtus der heyligen iunckfrawen ſant katherina auch. wan̄ es fleuſſet alle zeyt oͤl auß ire grab. vnd welcher menſch da mit geſalbet wirt der wirt geſundt von allem ſeinein gebrechē. Die genad het ſie verdient mit irer groſſen barm hertzigkeyt das ſie ir veterlich erb verkaufft vnd gab es armen leuten. als barmhertzig wz ſie. ¶ Iu dem eylfften malthet vnſer lieber herr Ieſus criſtus die genad ſant Margare ten das ſie ſchoͤn vnd edel was. danon gewan der richter Olibrius groß lieb zuir vnd̓ gelo bet ir vil eren vnd gutz. da thot ir der almech tig got die genad das ſie in verſchmecht vnnd alles zeytlichs gut vnd ere durch die liebe Ie ſu criſti. Die genad thet auch vnſer lieber herr Ieſus criſtus ſeinem lieben gemahel ſant ka therina. die was noch vil edler. wann ſie was eines edlen kuniges tochter. vnnd was zumal ſchoͤn. vnnd von der vberfluſſigen ſchoͤn vnnd edle die an ir was het der keyſer Maxencius groſſe lieb zu ir vnd ſprach zu ir. Du ſolt die aller negſt nach mir ſein vn̄ gelobt ir vil guts vnd eren. vnd wolt ein bild nach ir machen laß ſen vnd wer fuͤrgieng der muͤſt im neygen. vn̄ muͤſt ſie anbeten fur ein goͤttin. Da thet ir vn ſer herr die genad das ſie in verſchmehet. vnd alle die ere vn̄ zeytlich gut die er ir gelobt het durch die lieb des almechtigen gottes. die ge nad het ſy von irem rechten leben. ¶ Zu dem zwelfften mal thet vnſer herr ſant Dyoniſio die genad da er in dē kercker lag vn̄ meſß dar in̄ ſprach vnd die oblat geſegnet hett. da kam vnſer herr zu im vn̄ gab im ſelber ſeinen fron leychnā vnd ſprach. biß fro. wann dein lon iſt groß bey mir. die genad tet ir vnſer herr auch da er zu ir kam in̄ den kercker an dē zwelfften tag da gab er ir ſelber ſeinē zarten fronleych nam mit ſeinen goͤtlichen henden. vnd ſein ro ſenfarbes bluͦt das was ein edle gab vnd ein zeychen der vberfluſſigen lieb die er zu ir het. Die genad het ſie von der hoffnung die ſie zu got het. da thet ir vnſer herr noch ein groͤſſer vberfluͤſſiges liebezeychē vn̄ ein lieblich gab da er ſie gemehelt vnnd er ir ein klar guldein vingerlein an iren golduinger ſtieß mit ſeiner goͤtlichen hand. vn̄ ſprach zu ir. O Ratherina mein außerwelter gemahel mit dē vingerle in vermehel ich dich mir in einē rechten criſten lichen gelauben. dz ſol ein rechtes warzeych en ſein einer ſteten gantzen lieb zwiſchen mir vnd dir hie vnd dort ewigklichen. das ſolt du behalten biß an deinen tod. die genad liſt mā von keynē heyligen mer. aber darumb das ſie der almechtig got ſunderlichē lieb het fur all heyligē. ſo hat er ſy vermehelt imſelbs mit ei nem freuntlichen mahelſchatz. vn̄ er erzeyget ir die groſſen lieb daran dy er zu ir het dauon mocht ſie furbaß weder lieb noch leyd̓ noch der tod von got geſcheydē. Vnſer lieber her re begabet ſie auch leyblichen das ir gel Von ſant in der welt an ſchoͤne. an adel. an reychtumb nye ward. dauon ſprach ſie. Ich ſihe das ich ſchoͤner bin dan all iunckfrawē in Alexandria dauon wil ich keinen man er hab dan̄ die vier dig an im. Seyt d̓ almechtig got ſant katheri nam mit alſo groſſen manigueltigen zeychen vnd vberfluſſigen gaben vn̄ tugenten begabt hat geyſtlichen vnd leyblichē mer dan̄ ye key nen heyligen auff dyſem erdtrich. ſo thut er ir dort noch tauſentſtund mer genadē in dē ewi gen freudē ymmer ewigklich on end. Darum̄ ſullen wir keynen zweyfel haben ſye vermag nach vnſer lieben frawe mer bey got dan̄ kein heylig wan̄ ſy hat mer diener vn̄ dienerin wan̄ keyn heylig. Wer wil nun die heyligen iunck frawen ſant Ratherinam nit loben vnd eren. die got von hymelreych ſelber mit als groſſen manigueltigen gaben hat geeret vnnd ſie als lieb hat gehabt das er als groſſe werck mit ir vnd durch ſy gewurckt hat. Sie iſt wol lieb zu haben vnd ir iſt gut zu dienē wan̄ on zueeyfel ſy gibt widergelt. vnd leſt keynen dienſt verlo ren werden er ſey groß oder kleyn. das ſy offt vnnd dick hat bereeyſt das vindt man in iren zeychen. wan̄ ſie iſt die negſt nach vnſer liebē frawen. vn̄ iſt ein genedige furſprecherin vor got allen den menſchen die ſy anruffen vnnd eren. dauon ſullen wir ir all zeyt gern dienen. Nun helff vns die heylig iunckfraw ſant Ra therina vmb vnſern herren Ieſum criſtum irē lieben gemahel erwerben durch all ir wirdig keyt die ſy ewigklich mit im hatt. das wir hye menſchen werden nach gottes lob. vnd vnſers lebens ein guts end. vnd darnach dz ewig le ben. das helff vns got der vater vn̄ gott d̓ ſun vnd got der heylig geyſt Amen. Von ſant Conrat dem heyſigen biſchoff Erlieb herrſant Con rat iſt geboren vō edlem geſchlecht auß teutſchen landen. vn̄ dy geburt ſeines ſtammes iſt gezyret vberfluſſig als ein auffgende blum̄ in dem paradeyß. Sein leyb liche geburt die erhocht in aber d̓ adel ſeines geyſtes erzeygt in vil hoͤher klerer vn liechter wan er wz in ſeiner iugent gantz verwandelt in adel des geyſtes von den oberſten genade volget mit im ein anf ang der tugent. vnd be leyb auch in dem geyſtlichen leben in dē mit tel vn̄ in dem allter. Nun ward der lieb herr ſant Conrat von ſeinen freunden empfolhen wilen bruͦdern in der kirchen zu Coſtentz dz ſy etē die herligē geſchrift in d̓ ſelbē ſam lung vieng er an vn̄ was ein diener des taber nactels der got gemacht was. wan̄ ſein hertz was erfulet mit der genad des heyligen gey ſtes. darum ward ir lernūg nutz wan̄ dy goͤt lichen kunſt beſchloß er inbrunſtlichē als ein gelirniger menſch gottes. vn̄ ſein ſam bracht manigueltige frucht vnd genad. ¶ Iu der zeyt was ein ervordiger biſchoff hieß Nortingus zu Coſtentz der ſah vn̄ er kant wol des lieben herrē ſant Conrads hey liges lebē. darum nam er in zu ſeinē dienſt. vn̄ leret in wy er nach im biſchoff vn̄ ein vorge des volcks ſolt ſein in geyſlicher furgeūg rn in allen geyſtlichen ſachen. wan̄ er was ein be hender ratgeb mit ſeinen worten. rn̄ wz noch Uonrat ccxvi. behender mit ſeinē hertzen von d̓ genad got tes Sein weyßheyt die wz fleyſſig gemercket in allen ſachen vnnd von allen menſchen. Der lieb herr ſant Conrat het groß gut von vater vnd von muter. das teylet er armen leuten mit vnd het groß mitleyden mit in vnd kam in zu ſtatten mit allem ſe inē vermuͤgen. Nun hettē die armen einen guten furſprechen an im ge gen dem biſchoff. wan ſie weſten wol das er in gern halff durch gottes willen. Vnd vmb ſeiner groſſen tugenden vnd guten werck wil len etwelten in die heren zu einē Brobſt von femeynes nutz wegen. ¶ Iu den zeyten da ſtarb der Biſchoff von Coſtentz. da ward̓ ſein heyliger leychna gar wirdigklich begraben von dem heyligē erwir digen biſchoff ſant Blrich von Augſpurg. d̓ gebot den brieſtern allen das ſie drey tag va ſteten. vnd den heyligen geyſt anrufften vmb einen biſchoff der in nutz vnnd gut were vor gott vnnd vor den menſchē. Da lieff ein groß volck zu von frawen vnd mannen die rufften alle got an vmb einen biſchoff. vnd wartetten all von ſant Blrichen. wen er des erſten uen net zu einē biſchoff. dauon das er ein mechti ger man wz. Da ſprach der heylig geyſt ſant Vlrich un ſein hertz mā ſolt ſant Conrat ne men zu einem biſchoff der nit allein vnſtreff lich iſt er iſt auch volkumme in allem dem dz der zwelffpot ſpricht vnd ſchreybt. vn̄ zuhād was die ſtym̄ in aller menſchē oren vn̄ mund. vn̄ ſprachē mit gemeyner begyrd. den hat vns got geben zu einē biſchoff. darum ſo woll wir in haben. Da ſant Conrat dz vernam. da er ſchrack er ſer vnd wz im leyd. vn̄ ſprach. Ich bin nit wirdig zu einē verweſer des biſtumbs Allzuhandt da erhochtē die von Coſtentz dē biſchoff vnd ſatzten in auff den biſchoffſtul. vnd erhuben in mit vil lobes vnnd eren die ſie im erboten. vnd freweten ſich die brieſter das in got als eine guten biſchoff zu het gefugt d̓ in vor moͤcht geſein mit weyßheyt vn̄ mit fur ſihtigkeyt vnd das volck alles gemeinlichen. Da pflag der lieb herr ſant Conrat des Ampts mit groſſem vleyß. vnd dienet got tag vn̄ nacht mit groſſer andacht vnd mit groſſer vbung. vn̄ wz er dz volck leret mit den worten. dz volbracht er mit dē wercken. vn̄ gewan̄ got vil ſelē mit ſeinē gebet vn̄ mit ſeinē gutē wer cken vnd lere. Es ſprachenauch die armē men ſchen dz ſy emē vater an in hettē wan̄ er troſt ſie emſſiglichē mit miltigkeyt. vn̄ bawet in ein hauß in d̓ ſtat. darin̄ waren zwelff armermen ſchen den ſchicket er alle tag ſpeyß. vn̄ wz ar mer menſchen ſunſt dar kamen ſo gab man in auch zu eſſen in dē ſelbē hauß. ¶ Eins mals an einē Oſtertag da hett ſant Conrat meſß. vnd da er nun vnſers herren fronleychnā em pf angen het vn̄ dz heylig ſacrament von dem kelch emphahē wolt. vn̄ als er in auffdeckt da ſah er dz ein ſpyn̄ darein gef allē wz da von d̓ auſſer menſch ſtirbt. aber d̓ inder mēſch troͤ ſtet ſich des vntoͤtlichē trancks. vn̄ het einē ve ſten gelauben. vn̄ getrawet got es wer nichts toͤtlichs od̓ ſchedlichs da vn̄ verzeret dz ſacra mēt begirlichē mitſampt dē gifft. vn̄ gedacht daran dz er dy gifft d̓ altē ſchlāgē vberwūͤdē het mit d̓ gab des leydēs vnſers herren Ieſu criſti. Da nun ſein diener ſahē dz er da vo er blichē wz da forchtē ſy er ſtuͤrb da von. vn̄ wa rē ſer betrubt. Vn̄ nach d̓ meſß giēg ſant Cō rat zu tiſch vn̄ ſaß ein weyl vn̄ aß nit. da fragt man in heymlichē wz im brech. Da ſprach er. ich wart eines gaſtes d̓ kūpt ſchier. vn̄ neygt ſich mit dē haubt auff dē tiſch. vn̄ thet ſeinen mund auff. da giēg die ſpin̄ herwid̓ auß. wan̄ ſy mocht im keynē ſchadē gethun. dz wund̓ ſa hen ſein diener vn̄ wurdē fro. ¶ Sant Con rat mocht von natur nit geuaſtē. des ergerten ſich ſein diener. vn̄ meynte er moͤcht wol geua ſten vn̄ eins mals ſolt mā im viſchē. da fur er auch mit den viſchern verr von ſemer herberg auff den Coſtentzer ſee. da legtē ſein diener mit einand̓ an dz mā dz viſchē lang auff den tag verzug dz er deſter lenger muͤſt faſtē. vnd da ſein zeyt kam dz er eſſen ſolt da ſagten im ſein diener warum ſy dz viſchē als lang hettē verzogē. da ſprach ſant conrat. ſo geſege euch got. vn̄ gieng auff dem waſſer heym als auff truckner erd. da ſahē ſie wol dz er ein heyliger menſch wz. vn̄ dz es gottes will wz vn̄ hetten ims mit furuͤbel. Darun̄ eſſen dy leut in̄ dē ſel ben land in̄ d̓ vaſtē keß vn̄ eyer. Da ernun het gelebt biß an ſein end. da ward er ſiech vnnd ſtarb an dē nechſten tag nach ſant katherina. da fur ſein ſel zu den ewigē freudē Heyliger herr ſant Conrat hilff vns vmb got erwerbē dz wir auch kummē zu dē ewige freudē Amē. Von ſant Gregorio. heyligen babſt genant auff dē ſteyn ſe Swas ein reycher edelman in Lquitania in den wel De ſchen landen der het zwey kind bey ſeiner frawen einen ſun vn̄ ein tochter. dy wa ren gar ſchoͤn. da ſtarb in ir muter ſchier. vnd da die kind bey zehen iaren waren da ward d̓ vater auch ſiech. vnd weſt wol das er ſterben muſt vnnd ſandt nach den beſten in dem land den er wol getrawet vnnd da ſynun zu im ka men da ſach er ſeine kind mit groſſem iamer an vn̄ ſprach. Solich yetzund von euch ſchey den nun wolt ich erſt freud mit euch habē go habt vnd beualhe die kind den herren. vnd da er ſah das die kind weyntē. da ſprach er zu dē ſun. warum weyneſt du nū gefelt dir doch ein michel land. ich ſorg nur vmb dein ſchweſter. vnd ſprach. Sun biß deiner ſchweſter getrew. vnd hab ſie lieb vnd hab vor allen dingē gott lieb der muß ewer beyder pflegen vnd laß dir mein ſel empfolhē ſein. damit verſchyed er. da vnderwand ſich der iunckherr des landes vnd ſeiner ſchweſter vnd pflag ir mit rechtē trew en vnd was ſie von im begert von kleydern od̓ von andern dingen dz gab er ir alles. vn̄ won ten all zeyt bey einander in rechter trew vnnd liebe. Nun neyd der boͤß geyſt die reynē liebe vnd mocht ir mt erleyden zwiſchen zweye ge ſchwiſtreyten vnnd verkert dem iungling ſein getrewe lieb die erhett zu ſeiner ſchweſter in ein falſche boͤße lieb. dz er ſein ſchweſter be ſchlieff das ſie eines kindes ſchwanger ward. da ſie das mercket da ward ſy ſer betrubt. vnd let ſich iemerlichen vnd da d̓ iungling ſein ſer betubetſch. da ſprach er. Liebe ſchweſter ſag mit warun̄ du als ſer traureſt. gewirt dir ichtz. Da erſeufftzet ſie von hertze vnd ſprach. Bruder es iſt nt vnbillich dz ich betrubt bin dan ich bin an der ſel vnd an dem leyb tod. O we mir armē weyb war zu biſſich geboren. wann ich hab durch deiner falſchen lieb willen gottes huld verloren. dar zu ſo biu ich auch zu ſchande worde vor allen menſchē vnd muß ewigklich geſchendt ſein wann ich trag ein kind bey dir. da was er ſer betrubt vn̄ was im leyder vmb ſein ſchweſter daſin vmb ſich ſelber vnd weynet iemerlichen. Da ſah ſy in an vnd ſprach. Bruder gehab dich wol. vn̄ troſt dich gottes guͤte. ¶ Da ſprach der unckhere ich wil vns wol raten. wir ſullen es eine weyſen herren ſagen dem hat mein vater gar wol getrawet. vnd be falhe vns im an ſeine todtbett d̓ ſitzt in men nem land vnd iſt gar getrew. vn̄ was vns der rett das ſullen wir thun ſo kummē wir mit erē da von. Da ward ſie gar fro vnd geuiel ir der ratt gar wol vnd ſandten nach jm. vnnd da er kam da empfiengen ſie in gar ſchoͤn vnd fur ten in in̄ ein kamer vnnd der iunckherr ſprach zu im. Ich getreno nyemant baß dan̄ dir. das laß vns genyeſſen vnd rat vns dz beſt. darzu wan̄ wir wollen dir ein groß leyden klagē da ſtet al vnſer ere an. da ſprach er. ſagt mir was euch gebreſte. da ſagt im der iunckherr dz ſein ſchweſter eines kindes bey im ſchwāger were vnd bat in das er im hulff vnd riet das ſy da von heymlich kamen dz ſie nit zu ſchande wur den. Da ſprach der weyß man. ich rat euch dz ir die heren zu einem hoff her ladet vnd ſolt auff dem ſtayn .CllIſprechen ir wole faren vber mere zu dē heyli gen grab vnd wolt ewer ſund buͤſſen vnd bit tet ſy dz ſy der frawen ewer ſchweſter ſchwe ren vnd ſprecht ſy muß des landes pflegen ſo thun ſie es ſo buͤſt ir alſo ewer ſund. vnd ſter bet ir dan̄ vnderwegen ſo iſt es not dz dy her ren der frawen geſchworē haben ſo wil ich ſy mir die weyl empfolhen laſſen ſein. vnd wil ſy zu mir nemen ond wil ir heymlichen von dem kind helffen. Darnach kanen die heren vnd ſchrouren der frawen als ſie begerten. Darnach ſchydē ſie ſich von einander mit hertzenlichem leyd. vnd fur vber meer. Da furt ſie der weyß man mit im heym vnnd pflag ir mit guten trewen. Nun het er ein goͤtliche frumme frawen die halß ir ir ſchand verhelen. Da nun dye zeyt kam da gebar ſie ein wunigklich ſchoͤns kind das was ein ſun. da wurden ſy zurat wie ſy es verbergen mochten vnnd baten got das er in zu thun geb was das beſt were. da kam in inn den mut ſie ſolten es auff das waſſer legen. da gewan d̓ weyß man eyn veßlein heymlich das was veſt vnnd gut. darein legten ſie das ſchoͤn kindlein vnd legten vnder dz kind ſey dyes gerggndet v a. vynd zweyntzig ier marel goldes oat ziu. de mit ſolt man dz kind zyehen vnd legten ein helffenbeyne tafeln zu dem kind dy was wol gezyret mit gold vn̄ mit edlem geſteyn. dar an ſtund geſchryben dz dz kind edel wer von geſchlecht. vnd wer geborn von zweyen geſchwiſtregytten. vn̄ wer nit ge taufft. vnd man ſolt im den ſchatz meren. vnd ſolt es die heyligen geſchrifft lernen vn̄ wenn es gewuchs ſo ſolt man im dy tafeln geben dz es gott für ſeines vaters ſund bet das er inms vergeb vnd bewarneten das veßlein gar wol das im weder wind noch regen moͤcht geſcha den vnnd̓ legten es bey der nacht heymlichen auff das waſſer vnd beualhē es got dē herē in ſein beſchirmung. ¶ Darnach kamen ir boͤße mer ir brud̓ wer tod. da was ir von hertzen leyd vnd ſchrey vn̄ weynet gar ſer vnd legt groͤſſen iamer an ire leyb. vnd begrub iren bruder vn̄ iren man mit gar groſſem leyd. Da geuel ir land vnd leuͦt allein. da erhal ir reychtum̄ vberal in dē land. da wurben gar vil reycher vn̄ edler herrē vmb ſy wan̄ ſie hetten ſie gern gehabt vmb ir ſchoͤ len dnd ſprejch. ſie wolt got dienē. vnd dienet im auch tag vnnd nacht. mit almuͦſen geben. mit beten. mi t vaſtē. vn̄ ließ iren leyb nit ruen. vnnd hett reſchte ware rew vber ir ſund. Nun wz ein herr nahent bey ir geſeſſen der wz edel vnd reych. vnd het ſie gern gehabt. da wolt ſie in nit. das thet im zorn vnnd greyff ſie an mit vnrecht vijſd kryeget ſy vnd wolt ſie da mit be zwingen. vnd verwuͤſt ir ir land. vnd gewan ir die beſten veſt ab vnd treyb das als lang biß er ſie pertryb das ſie nicht mer hett dann eyn haubtſtat die beſchyrmet ir gott d̓ almechtu durch ſein guͦte. ¶ Nun wollen wir von dē guten kind ſagen das dy wilden wind wurffen wo got hin wolt Vnd vnſer lieber herr Ieſus criſtus behuttet dz kind als Ionam der in dem viſch lag drey tag. der bewaret auch das kind mit ſeiner ge nad vnd bracht es wolgeſundt zu lannd. vnd um in zweyen uachten vnd in einē tag zu ey nem cloſter. darinn was ein heyliger abbt der hieß ſein viſcher vor tags auff dē ſee riſchen. Da ward der wind als groß dz ſie wed̓ kleyn noch groß viſch mochten gefahen. Da kerten ſie wider heym. da ſahen ſie das veßlein dorr her flyeſſen. da roundert ſie gor ſer wie es dar wer kummen. vnnd ſchyfften darzu vnnd na men dz veßlein zu iu auff dz ſchyff vn̄ legten ir gewandt daruber vnnd zugen an das land Da gieng der Abbt an den ſee kuͤrtzweylen. da zugen die viſcher gegen im das daucht in zu fruͤ vn̄ ſprach zu in. Wie iſt es euch ergan gen Da ſprachen ſie. Der windt hatt vns ſer gemut. Da ſprach der Abbt. Lobt got das ir her ſeyt kummen an das geſtatt. vnnd ſprach. was iſt inn dē veßlein vnd warff dz gewandt dar von. vnnd ſprach. wo habt ir es genommē Da wolten ſie ima jut ſagen. Da weynet das kindlen als es d̓ almechtig got wolt. da ſprach der abbt. Es iſt ein kind darinnen. Ich w wiſſen wo ir es habt genummen vnnd den. Da ſprachen die viſcher. auf Da ließ er die band auff loͤſen. vn veßlein auff theten da was dz ſo lein darinnen das ſy ye geſahen. vff lachet den Abbt an. Da laß der Abl feln wy das kind geborn was. das nit vnd lobet got das er das kind ſ vnnd was gar fro. vnnd muſten im vſcher geloben das ſyes wyenmant ſo Nhynſant ein vſcher was arn vnd ſaß mahent loeh dent cloſter vnd het vil kind. d̓ ander was reych vn̄ ſaß verr von dē cloſter vn̄ het nur ſein tochter. ¶ Varnach ſprach d̓ abbt zu dē armē viſch er. nym dich des kindes an vn̄ wer bich fragt wes es ſey. ſo ſprich es ſey deines bznd̓s toch ter kind. vnd wen̄ nun die veſperzeyg kumpt ſo kum̄ zu dem cloſter vnd bit mich das ich das kind ſelber tauff. vnnd nam des goldes zwey marck vnd die ſeyden tuͤcher vnd gab es dem armen viſcher das er dz kind damit zuge. vnd gab dem reychen ein marck dz er es hulff ver helen vnd er behielt das ander gut. der viſch er thet als er in hieß. vn̄ trug das kind zu veſ perzeyt zu dem cloſter vnd ſprach zu dē abbt. Herr dz kind ſendet euch meines brud̓s toch ter. vnnd bit euch gar fleyſſig das ir es ſelber tauffet. Da der abbt vnd die bruͤder dz ſchoͤn kind ſahen da wurden ſy gar fro. vn̄ ſprach d̓ abbt. Seyt ſie des cloſters diener ſind ſo ſull ey wir in das nit verſagen vnd hieß das kind zu dem tauff tragen. vnd hub es ſelber auß dem tauff. vnnd hieß es nach im Gregorius vnnd ſprach Seyt ich des kindes geyſtlicher vater bin ſo wil ich es gern haben vnd zeuch mir es ſchon das wil ich dir gern dancken. vnnd ließ keinen tag er ſehe das kind als lieb wz es im. Da nun der viſcher das kind ſechß iar gezo gen het da nam es der abbt zuͦ im in̄ das Cloſ ſter vnd kleydet es gar ſchou vnnd ließ es die heyligen geſchrifft lernen. vnd wz zu trewen vnd zu eren vn̄ zu fruͦmkeyt gehoͤrt. da lernet es gar wol vnd was es ſein meyſter hieß das thet es alles gern. vnd die kind dy vor jnm drey iar inn die ſchul waren gegangen die fuͤrfuͦr es mit ſeiner kunſt. vn̄ ſprach der meyſter. ich geſah vnder allen kinden nye kein ſyn̄reycher kind. Es iſt der iar ein kind onnd der witz eür jan. Da es nun eylff zar alt wz. da wz es gar gelert dz keyn beſſer gramaticus wz dan̄ rius. Darnach vber drey iar verkerten in̄ dz in dy gotheyt gar durchleuch ſe kunſt iſt von d̓ gotheyt. Nū bat ß frawlang iren man das er ir ſa en im das gold kummen wer. vn̄ ge ſy wolt es nt ſagen. da ſaget er ir dz orius was geweſen. vnd wie man in waſſer funden het. Das verſchwig biß Gregorius funfftzehen iar alt ſpylet er eins mals mit des viſchers kinden vnd thet einem wee an ſeinē nack. da lieff das kind weynent zu ſeiner muter. vn̄ kla get ir Gregorius het in geſchlagē. da ſprach die frawin einem zorn. hab ich das an im er zogen dz er mein kind ſol ſchlahē. nun hat ma in auff emem ſee funden. vnnd weyß nxemant wannen er kummen iſt. Nun wz Gregorius mit dem kind heym gegangen. vnd hort von d̓ frawen wannen er kummen was. vnd was im leyd vnd gedacht im wed̓ iſt die red war oder nit. vnd kam zu dem cloſter vnd ſaget es dem abbt wie ſein aim geredt het vnd bat in vleyſ ſigklichen dz er im ſaget ob es war wer. vnnd ſprach. iſt dem alſo ſo wil ich mich mit engſtē vnd mit notten begeen wie ich mag als ein el lender knecht. ſeyt ſy ſpricht ich ſey ein fuͤndel kind. der red wil ich nynmmer gehoͤrē. Ich find wol ein ander land da nyemant nit weyß von wannen ich kummen bin. ſo willich mich mit meiner kunſt wol hinbringē. hat ſie es heut ge redt das es einer hat gehoͤrt ſo redt ſie es ein ander mal dz es drey oder vier hoͤren. daru wil ich der ſchanden nit einnemen. Das was dem abbt gar leyd vnd ſprach. Ich wil dir ra ten als meinē lieben kind. dir hat gott vil ver nufft geben das die remagſt ſchicke zu eren oder zu ſchandelt. daruf volg fmener er das iſt dir nutzlichen vnd erlichen/ du ſolt keyn ding in deinem zorn thun das dich hin nach gerew. du haſt nun mit der pfaff heyt ge wont vn̄ haſt darauff gelernet. dauon beleyb dabey. wan̄ ich hoff du werdeſt der geſchrifft ein weyßer mā ſo ſein dir die leut gemeinlich en hold. ſo bin ich nun alt vnd ſtirb ſchier. vnd hoff ich woͤl dir wol vmb die bruͦder erwerbē das ſie dich nach meine tod zu abbt machen. was mag dir dan̄ einer boͤßen frawē klaffen feſchade. ſo wilich es wol vnderſteen das ſy es nymmer thut. ¶ Der lieb Gregorius ſprach. Herr ir habt got an mir geeret. vnd habt mir dz beſt getan. vn̄ geraten. ſo iſt meiner tumheyt ſo vil dz ich euch nit geuolgen mag. wan̄ ich werß wol dz ich des viſchers ſun mt bin vnd dz ich des ge ſchlechtes bin das ich wol ritter mag werden vnd hab auch ye den willen gehabt het ich dy geburt vnd das gut ich wolt ritter werdē. Da ſprach der abbt. Sun die red iſt nit gut. wann wer ſich nach der pfaffheyt ſtelt vn̄ darnach zu d̓riterſchafft kert d̓ verwuckt ſo ley Gbregorio auff dem ſtayn CCIIII. jch het dich zu einē pfaffen erwelt. theteſt du das ſo wuͤrd ich fro. Herr ich bin noch eyn iunger man vnd ich wil noch wol lernē zu der ritterſchafft. ich ſag euch furwar ſeyt ich mich ye verſtund auff gut od̓ auff vbel. ſo wer ich gern ritter geweſen. wan̄ was ich bucher kan das geraro mich nye ich kuͤnd ir gern mer. wie wol ich aber gern alle buͤcher gekūdt het. dē noch wen̄ ich ein buich in meiner hand hett. ſo gedacht ich ye an einē ſchilt. vn̄ zu dem griffel was es mir ye als ob es ein ſper wer vnd wer mir nymmer baß dan̄ ſo ich auff einē roß ſeß vnd den ſchilt an dē hals neme vn̄ dz ſchwert in̄ d̓ hand furt vnd das ſper vnter dē arm ne me. nn̄ helfft mir lieber herr zu d̓ ritterſchafft ſo habt ir mir wol gethan. wil mich gott dar nach zuͦ einē andern leben ſchicken dz ich ſoll ein pfaff werdē ſo hab ich mich vnuerſaumpt Wan ich bin d̓ geſchrifft ſo wol gelert dz ich wol mag ein brieſter werdē. Da ſprach d̓ abbt Sun du haſt mir vil geſagt das mich ſer woun dert wie es dir in̄ den ſyn kummē ſey. Ich hoͤr wol das du des gemuttes nit ein Cloſterman biſt. ich wil dir ſein nit wenden. got geb dz es dir wol gee zu der ritterſchafft. vnnd hieß im guß dem pfeller hen er boy i fand gewanidt ſchneyden zu d̓ ritterſchafft das im nun wol zeme. Da er nun Ritter ward dennoch het im der abbt nichts von der taf eln geſagt vn̄ von dem gold. vn̄ gedacht im wen̄ er zu der ritter ſchafft nit het ſo belib er hie vn̄ volget meinē rat. vnd verſucht in aber vn̄ ſprach. Lieber ſun beleyb hie bey mir. du haſt nun ritters namen vnd wuͤrſt dich ſer ſchemen das du nit dar zu ha ſt weder freund noch gut. Da ſprach ſant Gregorius. So wil ich mit fruͤmkeyt vm̄ her ren vnd frawen verdienen dz ſy mich gutlich gruſſen vnd mir hold ſein. wz bedarff ich mer ſich hab das pferd vnd einen knecht vnnd bin wol geharneſcht. vnd nam vrlaub von dē abbt vnnd ſprach. Ich wil nit lenger beleyben. Da ſprach d̓ abbt. ſun ich verſtee wol dz dir ernſt iſt dauon gee mit mir. ich wil dich ſehē lan wz ich deines dinges hab. da gab er im dy tafeln da laß er das er von zweyen geſchwiſtergittē geborn were. da erſchrack er gar ſere. vn̄ wey met vmb die ſund. vnd laß auch dz man in mit den zweyntzig marck goldes zyehen ſolt. Darnach ſprach d̓ abbt. Sun du haſt wol geleſen wie allen deinen dingen iſt ſo hab ich den viſchem der marck drey gegeben dy dich gezogen haben vnd hab dir mit den ſibentze hen marcken anderhalb hundert marck gewuͤ nen. Da ſprach Gregorius. Gott muͦß ewer ewiger lon ſein vmb alle die trew dy ir mir er zeygt habt. vn̄ geſegnet in. da weyntē ſy beyd vnd ſchyden ſich mit iamer von einander. Da ſaß er auff ein ſchyff. vnd nam alles ſein gut. vnd beualhe ſich vnſerm herrē vnd bat in mit groſſem eleyß das er in zu ſeinen freundē fu get vnnd mit im were. Da fur er lang auff dē waſſer vnd ſchlugen in die wind in ſeiner mu ter land. das was ſer verbrennet als vor ge ſchriben iſt. vnnd was ir nichts beliben dann ein haubtſtat. vnd da er die ſtat auſah da hieß er den ſchiffman hinzu ſchiffen. das thet er da ſagten im die burger als bald das die ſtat groß veindſchafft hett. da ſprach er. dz fuget mir wol wan̄ ich wil gern ſtreyten. ¶ Da gewan d̓ lieb Gregorius herberg bey ſeiner muter vn̄ ſprach zu ir. ich wil euch geren dienen wie ir ſein begert. vnnd was reylichen mit der zerung. vnd wo er hin kam da was er ein wirdiger gaſt. vnd da er hort das dy fraw keynen man het vnd das ſie als ſchon was. da dienet er ir aber gerner dan̄ vor. da ſagt man der frawen auch vil von ſeiner zucht vnd von ſeiner frumkeyt. dauon ſah ſy in aues gern. vn̄ ſah in fleyſſiglicher an dan̄ ye keynē man. das macht ſein gewand. vnd ſprach wid̓ ſichſelber iſt das nit das ſeyden tuch das ich zu meinem kind leget. oder es hatt villeycht ein hand ge wuͤrckt vnd geuiel ir Gregorius gar wol vnd ſie im auch. vnd fliß ſich durch iren willen de ſter mer zucht vnd eren. vn̄ wan̄ die burger an dy veind kamen ſo ſtrit er als manlich dz man in fur ſie all lobet. dauon ward er wol in dem land bekant vnnd lobten in ſer. wann ſein be gyrd ſtund allweegen zu dem ſper vnd zu dem ſchwert. vnnd het rechte kunſt von der ritter ſchafft. du der zeyt het d̓ hertzog der d̓ ſtat veind̓ was das lannd ſer verwuͤſt vnd verbrant das im nyemant angeſigen mocht. da gedacht im Gregorius. Ich wil den hertzoge vahen. wan̄ ich hab die ſterck vnnd den mut wol vnnd wil mein gut auff in wagen. villeycht gelingt mit das ich im angeſig des het ich ymmermer ere vnnd ſagt ſein meynung dem oberſten herren hemlich vnd zoch des moeſens zu fels. de Von ſant Gregorio halff man im fur die ſtat. Da bat er das man ſein wartet. vn̄ wen̄ er kem das man in wider einließ. des gelob ten ſie im. Da reyt er heym lichen vber das feld fur des hertzogē gezeld da in der hertzog ſah da wappnet er ſich bald an vnd hieß im ſein pf erd bringen vn̄ reyt ge gen im. Vnnd da in Gregorius ſahe. da ent weych er fur das tor vnd wolt da ſein beyten. ob er im da moͤcht werden. vnd ob er allein zu im moͤcht kummen. Da kam er zu im. da ward er gar fro vnd ſchlugen beyd mit den ſchwer ten zuſamen. da halff got dem lieben Grego rio das er den hertzogen zempt. vnnd furt in mit gewalt zu der burg tor. Da eylten im ſein ritter nach. Da lieſſen dy burger Gregorium ein mit ſeinem gefangen vnd ſchlugen dz tor zu. da ward ein michler ſtreytt dauor. alſo dz vil menſchen erſchlagen wurden. ¶ Darnach da bracht Gregorus den her tzogen fur die frawen vnnd bezwang in das er ſeiner muter muͦſt ir land widergeben dz er ir angewunnen het. vnd muͦſt ir die ſchedē dy er ir gethan het all bezalen vnnd außrichten. Vnd muͦſt ſie auch ſichern vnnd des ſelbigen einen ayd ſchweren das er wider ir noch den burgern daſelbſt nymmermer kein leyd wolt thun. das hielt er auch vnd alſo er.oͤßet Gre gorius ſeiner muter land vnnd begieng groß ere da mit. Darnach ſprachen die burger das lannd wer vnbewart von einer frawen ſy ſolt ir einen man nemen das gelobt ſie in. da wur den ſie gar fro. vnd ſprachen das ſie nem wen ſie wolt. Da nam ſie iren ſun Gregorium vnd ſprach. Er hatt mir mein land ritterlichen er ſtryten. dauon wil ich in haben zu einem eeli chen mann. Da het er ſye mit gantzen trewen lieb. vnd beſchyrmet ſein lannd mit gantzem vleyß vnd het die tafeln heymlich in ſeiner ka mer. vnnd laß ſie alle tag. vnnd bat got das er ſeinem vater vnd ſeiner muter ir ſund verge be. Nun het er ein mayd die mercket wol das er allweg guttes muts was wen̄ er in̄ die ka mer gieng. vnnd allweg traurig was wenn er darauß gieng. des wundert ſie ſere vnd mey net ſie wolt es innen werden wauon es were. vnd verbarg ſich eines mals in der kamer. da ſah ſy das er die tafeln laß vnd wo er ſie hin leget vnd da er herauß kam. da gieng ſye zu d̓ frawen vnd ſaget ir dz er allweg traurig auß der kaner gieng vnd das ſie geſehen het das er ein tafel leſe vnd ſer darzu weynet. vn̄ zeygt ir wo er die tafeln het hingelegt. da laß ſy dy tafel vnd ſah das ſie ſein muter was vnd be kant die tafel wol. Da erſchrack ſie gar ſer dz ſie in als groß ſund gef allen was vn̄ gedacht ir. ich mag nymmermer fro werden. wann ich bin zu der hell geboren vnd klagt got dem al mechtigen ir groſſe peyn vn̄ leyden darein ſie gef allen was. ¶ Nach dem da ſandt ſie nach irem mann Gregorio. vnnd da er zu ir kam da was ſie ſer erblichen vnnd weynet yemerlichen. da ſprach er. Fraw wie gehabt ir euch als vbel. da ant wurt ſye vnnd ſprach mit ſeufftzendem her tzen. ich bin vol hertzenleydes. got von hymel ſey es geklaget. Herr ſagt mir bald von wan nen ir geboren ſeyt. vnnd ſprach. Seyt ir der von dem die tafel geſchriben iſt. vnnd weyſet im die tafel. So haben wir beyde ſeyb vnd ſel verſencket. ſo bin ich ewer muter. ewer weyb. vnd ewer baß. Da erſchrack er ſer vnd ſprach Herr got vō hymelreych. du haſt mich anderſt gewert dann ich meynet. Ich bat dich das du mich zu meinen freundē fugteſt aber nit das mein muter mein weÿb ſolt ſellſleh hab aefele freund alſo geſehen das ich nymmermer fro mag werden. vnd waren beyde in groſſem ley den. ir leyb vn̄ ir ſel. Darnach ſprach dy fraw Lieber herr vnd ſun muigt ir mich icht getroͤ ſten das ich mein ſuͤnde hie auff erdtrich ge buſſen mug. ich furcht ich muß in dy abgrund der helle. Da ſprach er. Ir ſolt an got dem al mechtigen nicht verzweyffeln. wann ich hab geleſen das gott ware rew vnnd buß fur all ſundt nympt. wan̄ ſie dem menſchē recht leyd ſein ſo vergibt er ims durch ſein große barm hertzigkeyt. Ou ſolt aber in deinem land be leyben vnnd ſolt dir abbrechen an eſſen vnnd auch an trincken. vnd ſolt freud vnnd gemack fliehen vnd gib den armē dein gut durch got tes willen. vnd baw Cloͤſter durch gottes wil len. damit ſenffteſt du vnſers lieben herrē Ie ſu criſti zorn. ſo wil ich mein ſund auch buſſen Muter das ſol die letzſtred ſein. vnnd du ge ſihſt mich nymmermer. Damit ſchyed er von ir vnd gieng von dem lannd vnd bat got das erm ein wuſt fuget da er ſein ſund in̄ buſſet boß an ſeinen tod. Vnnd gieng einen ſchme auffdem ſtayn .CI. IIII. len weg bey einē ſee vnd kan zuͦ enē viſcher. vnd hat in das er in durch got beherbergt. da ſah der viſcher das er einen ſtarcken leyb hett vnd handelt in vbel. vnnd ſprach. du betrieger wen̄ ich vnd mein weyb heynnacht entſchlief fen ſo nempſt du vns villeycht vnſer lebē vnd vnſer gut. darumb gee furbaß. Da ſprach er. Ir habt villeycht gar recht. vnnd gab im gute nacht vnd ſchyed lachent von in. vnnd leyd es gern durch got vmb ſein ſund. Nun was es gar ſpat. darum̄ het des vi ſchers fraw groß erbermd vber in vnd ſprach zu irē man̄. ich gelaub er ſey ein guter menſch. ſo ſtet dein hauß verr von den leuten. vn̄ wen̄ dir got des nachtes geſt her ſendet. ſo ſolt du in guͦtlichē thun durch gottes willē. dauō er laub mir das ich im herwider ruͦff. dz thet er. da ruͤfft ſy im herwoid̓. vnd hieß in mit ir eſſen vnd trincken vnd wolt in der vnwirde ergetzē dy ſy un gethan hettē. da wolt er nit eſſen. da fraget in der viſcher was mans er wer. Da ſprach er. ich bin ein groſſer ſunder vnd ſuch ein ſtat in̄ der wuͤſt da ich mein ſund buß vntz an meinē tod. Wiſt ir nyendert ein ſtat hye in̄ einer wuͤſt oder ein hoͤl bey einē ſteyn dz zey get mit durch got. Da ſprach der viſcher. be gerſt du dz ſo biß fro. wan̄ es iſt ein ſteyn hye d̓ mag die wol werden muͤg wir dich darauff bringen ſo nyeteſt du dich wol kummers. ſeyd du dein ſund wilt buſſen. ſo hab ich lang eyn eyßine ketten gehabt dy wil ich dir dar zu ge bē dz du deine beyn zu dē ſteyn damit ſchlieſ ſeſt ob es dich gerew das du dein ſund muſ ſeſt buſſen. da ward er gar fro vn̄ dancket im zumal fleyſſie ſie ¶ Des morgens fruͦ ſprach d̓ viſcher. Stee auff vnd far mit mir. da was er erſt entſchlaſ fen. wan er het lang gebetet vnd ſchlieff als vaſt dz er ſein nit hoͤrt. da rufft er im aber vn̄ ſprach. ich verſtund mich nechten wol das es ſein will nit was vnd da er nit erwachen wolt da fur er hyn. das ſah ſein fraw vnd wecket in bald auff. da eylet er das er d̓ tafeln vergaß. vnd ſchrey dem viſcher nach beyt mein durch got. da furt er in vntugentlichē auff eine wil den ſteyn vnd beſchluß im ſeine beyn mit der eyßnen ketten zu dē ſteyn. vnd ſprach. du muſt hye ſterbē. vnd kumpſt nit mer von dannē. vn̄ warff den ſchluſſel in̄ dē tieffen ſee vn̄ ſprach in einē geſpoͤt wenn ich den ſchluſſel find. ſo haſt du dein ſind gebuͦſet ond fur damt voͤ im. Da beleyb Gregorius auff dem ſteyn vn̄ het kein beſchirmung vor dē ſchnee noch vor dē reyffen noch vor dē regē noch vor dē wind dan̄ des almechtigē gottes ſegen. vn̄ hett ar me kleyder an. vnd wurdē im ſein arm vn̄ ſein beyn bloß vnd het weder zueſſen noch zutrin cken. dan̄ nuͦr ein trunck waſſers der ran auf dē ſteyn tag vnd nacht in̄ ein gruben. des ne ret er ſich ſibentzehen iar. wan got wz mit im vnnd friſtet in mit ſeiner guͤte erwer anders hungers geſtorben. Iu der zeyt da ſtarb d̓ babſt da het im got ſein ſund vergeben. da rufftē dy criſtē all gott an mit betē. mit vaſten vnd baten in das er in kund tet wer in gut vn̄ nutz wer zu einē babſt. Da waren zwen Roͤmer an ire gebet dy warē tugentlich vnd frum̄ vnd warhafftig. zu den ſprach dy ſtym̄ gottes inn d̓ nacht. Ir ſolt dy Roͤmer des morgens zuſammē bringen. vnd ſagt in es ſey ein man auff einē wilde ſteyn in Aquitania in̄ dem ſibentzehenden iar d̓ heyſt Gregorius den ſolt ir zu babſt nemē. vn̄ weſt ir keyner von dem andern dz es im auch kund wer getan. Da ſagtē ſy es beyd den Roͤmern Da wurden ſie gar fro vnnd ſandtē dy ſelben zwen man̄ gen aquitania dz ſy in vberal ſuch ten vnd in brechtē dz thete ſy. Da gab in gott in iren ſin̄ ſy ſoltē in in d̓ wuͤſt ſuche vnd furē vntz an den dritten tag. da kame ſy nach dem willē gottes zu dē viſcher an dē ſee d̓ im zu dē ſteyn geholffen vnd daran beſchloſſen hett. Da wurdē ſy gar fro dz ſy dy nacht ruen ſol ten. da empfieg ſy d̓ viſcher gar ſchon. vn̄ hof fet er genuß ir wol. darumb das ſye reychlich giengen. vnd thet in ſchon. vn̄ ſprach. ich hab heut einen ſchonen viſch gefangen. da baten ſie in dz er in den viſch macht. da bereytet er in vor in allen. da fand er den ſchluſſen in̄ des viſches magē damit er ſant Gregoriū vor ſi bentzehen iarn in den ſteyn verſchloſſen hett da wurdē ſie gar fro. da ſprach er. Ich bekeī das ich geſundet hab. vnnd ſaget in alle dinc herwider wie es im mit ſant Gregorio ergan gen was vn̄ wie er im zu dem ſteyn geholffen vnd daran geſchloſſen het. Da wurden ſy gat fro vnd gedachten es wer der ſelb menſch vō dē in got kundt het getan. da bat ſie d̓ viſcher das ſie inm buß vber ſein ſund geben vmb das gehpoer do heconſi habot hin dor et ſe Von ſant zu dem ſteyn weyßet. da ſprach er. was ſol die mue. ich weyß wol dz er vor laugſt erhungert iſt zu tod. doch lieſſen ſie nit ab. Des morgēs weyſet ſy der viſcher zu dem ſteyn. da ſahen ſy ſant Gregoriū an. der was gar iemerlich vn̄ nacket vnd bloß vnd wz mit har verwachßen vnd was gar mager worden. doch was d̓ hey lig geyſt mit im geweſen. das er die kunſt dye er von den buchern het nit vergeſſen het. Vn̄ da ſie in auſahen da weynten ſie vor freuden. vnd beſchwuren in bey got das er in faget ob er Gregorius hieß. Da ſprach er ia. da ſagtē ſie im warum̄ ſie dar werē kūmē. da erſchrack er gar ſer vnd weynet vnd ſprach. meiner ſun den iſt alſo vil das ich billichē hie beleyb vntz an mein tod. Ich zym zu keynem babſt nicht. wann ich hab in ſibentzehen iaren nye keynen menſchen geſehen. Ob nun got durch ſein ge nad meiner ſund vergeſſen hat. ſo geb er vns ein warzeychen vn̄ helff vns dz wir dē ſchluſ ſel finden damit ich verſchloſſen bin worden in̄ den ſteyn oder ich wil hie ſterben. da viel d̓ viſcher fur in weynent vnd ſprach. Ich warff den ſchluſſel in̄ den ſee vnd hab ſeyder nye an euch gedacht vntz geſtern. da fand ich den ſchluſſel in einem viſch. vnd ſchloß da dy eyß nen ketten auff. da legten im die Roͤmiſchen herren ein ſchoͤnes ſeydins gewand an. vn̄ na men in auß dem ſteyn vnd furten in gar wir digklich mit in. Nun het ſant Gregorius ſei ner tafeln vergeſſen in̄ des viſchers hauß. da bat er vnſern lieben herren das er im hulff dz er ſein taf eln fuͤnd. da ſuchtē ſy die tafeln. vn funden ſie alſo ſchoͤn an der ſtat ligen dar an er ſie hett gelegt. da wurden ſie gar fro vnnd ſprachen. werlichen er iſt ein heyliger man. vn̄ namen in vnd furten in mt freuden gen rom. vnd die ſpeyß ergab in gar wol. wann was ſie da von namen ſo wurden ire vaß ye wider vol. vn̄ drey tag vor ee er gen Rom kam da leute ten ſich alle glocken ſelber die in̄ der ſtat wa ren vnd verkundten dz ir heyliger babſt kem. da furen ſie gegen in drey ertagireyd. vn̄ tru gen im ir heyltun entgegen vnd gienge wuͤl len vnd barfuß gegen im mit lobgeſang vnd mit groſſer wirdigkeyt vnd empf iengē in mit groſſen freuden vnnd lagen vil ſiecher an der ſtraſſen auff ſeinen troſt die wurden all ge ſundt wann er ſie berurt mit ſeinē ſaum. oder mit derhandt welcheley ſechtun̄ ſie hetten. vnd lebet ſeligklichen. vnnd was den ſundern gar genedig vnd troͤſtlich. ¶ Nun hoͤret ſein muter wie der Babſt den ſundern gar troͤſtlich wer. da gedacht ſie ir ſy woͤlt auch zu im kumme vnd ir ſund beychten vnd kam zuͦ im vnnd beychtet all ir ſund. aber ſie weſt nit das er ir ſun was. doch hett ſie ſich ſo ſer entſtellet vor groſſem leyd vnd rew die ſie vmb ir ſund hett das er ſie auch nit erkant vntz dz ſie ſich nennet. da bekant er dz ſy ſein muter was vnnd lobet got darumb das ſie in rew vnd in buͦß lebet. vnd dancket gott das er ſie ſehē ſolt. vn̄ ſprach zu ir wiſt ir nit ob ewer ſun noch lebe od̓ todt ſey. da erſeufftzet ſy ſer vn̄ ſprach neyn. Ich weyß aber wol dz er als groß rew ober ſein ſund hat dz ich nit gelaub das er noch lebe. in hab dan̄ got großlich ent halten. Da ſprach er. So ir in ſehet kennet ir in aber. da ſprach ſie ich gelaub ſehe ich in ich kant in wol. Da ſprach er widerumb. Secht ir in aber gern. da ſprach ſie. mir mocht in dyſer zeyt nit liebers geſchehen. Da ſprach er es iſt mit lang das ich in ſah vn̄ gehabt ſich wol vn iſt hie. Da ſprach ſie ach heyliger vater helfft mir das ich in ſehe. Da ſprach er vil liebe mu ter ſecht mich an ich bin ewer ſun vnnd ewer man. vnd wy groß mein ſund warē ſo hat ſich doch got genedigklichen vber mich erbarmet. vnd hat mich zu dyſem gewalt erwelet. vn̄ hat mich von ſeinē genadē an ſein goͤtliche ſtat er welet. vn̄ hab mich got ergebē. vn̄ ſaget ir al le ding wie es im ergangen was auff dē ſteyn vnd er gab ir guten troſt. vnd enpandt vnd er lediget ſie von allen irē ſunde mit ſeinē bebſt/ lichen gewalt der im von gott verlihen was. Da ward ſie gar fro. vnnd ſprach. Herre ich danck dir der groſſen genaden die du mir vn̄ in gethan haſt das du vns zu einander gefu get haſt. vnd alſo beliben ſie bey einander in der ſtat Rom biß an iren tod. vnnd er erwarb ſeinem vater vnd ſeiner muter das ewig lebē. Nun bitten wir den lieben herren ſant Gre goriū das er vns vmb got erwerb rechte rew vmb vnſer ſund. vnnd beßrung vuſers lebeus. vnd darnach das ewig leben Amen. Von ſant Saturnino Aturninus was ein ſcriſten vnd het got lieb. vnnd dienet ¶ Lim mit vleyß tag vnnd nacht mit vil guter vbung. darumb machten in die andern zwelffpoten zu biſchoff. vnd ſandten in in̄ die ſtat Tholoſa vnd da er dar lam da mochten die boͤßen geyſt den menſchen keyn antwurdt mer geben als ſie vor hetten gethan. Da wa ren die heyden gar leydig vnnd ſprachen. wir ſullen Saturninū toͤtten. vns geben vnſer goͤt ter anders kein antwurt mer. vnnd viengen in vnd wolten das er den goͤttern geopffert het das wolt er nit thun. das thet in zorn vn̄ bun den in an eine wilden ochßen mit ſeinē fußen vnd iagten in die ſtaffeln des tempels zu al lerhoͤchſt auff die ſpitz. vn̄ wurffen in herwid̓ ab. da brach im ſein haubt auff. vn̄ viel im ſein hyrn herauß vnnd ſtarb alſo. da fur ſein ſel zu den ewigen freudē. Darnach kamē zwu fraw en die begruben ſeinen heyligen leychnam an ein heymliche ſtat. wann ſie forchten die hey den funden in vn̄ darnach legt man ſeinē hey ligen leychnā an ein andre erbere ſtat. ¶ Zu den ſelben zeyten wz aber ein and̓ Sa turninus in der ſtat affrica. der was auch ein criſten vn̄ het got lieb vn̄ dienet im mit vleyß tag vnd nacht. da ward dē richter zu Rom ge ſagt das er ein criſten wz das thet im gar zo ren vn̄ vieng in vnd leget in in̄ dē kercker dar inne leyd erhunger vnd durſt. Darnach nam man in herwider arß. vnd hieng in auff. vnnd ſchlug in mit gerten vnd mit ſtecken. vn̄ braut inm ſein ſeyten mit brinnendē fackeln. dz leyd ergeduliglichē duch got. danā man in herwider ab vnd ſchlug im ſein haubt ab. da fur ſein ſel zu den ewigen freuden. das was nach criſti geburk zweyhundert vn̄ ſechßvndacht zig iar vn̄ ward gemattert bey dē keyſer ma ximiano. ¶ Nun wz dennoch in der ſtat Affrica aber ein ander Saturninus. der hett einen bruder der hieß Satiri der ward mit im gemartert. vnd die zwey geſchwiſtergit Reuocatus vnd Felicitas vud Perpetua ward auch mit in ge martert. wann ſie waren all criſten. vnd da ſie den abgoͤttern nit woltē opffern da vieng ſie der richter vmb criſten gelauben vnd leget ſie in einen kercker. Dz erhort ſant Felicitas va ter vn̄ lieff weynent fur den kercker vn̄ ſprach Cochter du haſt vbel gethan. das du dein ge ſchlecht enteret haſt. Wann es iſt nye keyner deines geſchlechts in keynē kercker nye kum men. Da ſagt man im das ſy ein criſtin wer. da ward er als zornig das er ir dy augen mit ey nem vinger wolt außgebrochen haben Vn̄ dz man ir halff. da ſchrey ſie iemerlich. An d̓ ſel ben nacht entſchlieff Perpetua vn̄ ward̓ ent zuckt vnd ſah in dem ſchlaff ein geſiht. vnnd des morgens fruͤ ſaget ſie es den andern vnd ſprach Ich ſah heynnacht ei guldine leyttern die was als hoch das ſie an den hymel langt. vnd was als eng das nuͦr ein kleyner man hin auff daran mocht gan vnd an beyden ſeytten waren meſſer die ware gar ſcharp fen vnd wer hinauff wolt der wolten. Da ſah ich Satueninū an der leyttet vberſich auff faren in den hymel. der ſah vus da an vnnd ſprach. furchtent den tracken nit. vnd fart ſicher herauff das ir mit mir in dem hymel mugt ſein. da ſy das horten da dancktē ſy got ſeiner genaden vnd bekantē wol das er ſy zu d̓ matter berufft het. Darnach furt mā ſie fur den richter. der hieß ſy den abgoͤttern opffern das woltē ſie nit thun. Darnach hieß der richter die man̄ von den frawen thun. vnd ſprach zu Felicitas alſo. Sag an haſt du einē man od̓ mit. Da ſprach ſie. Ich hab einen man aber ich verſchmech in. Da ſprach der richter. Du iunge fraw erbarm dich vber dichſelber. ond allermeyſt darum̄ dz du ein kind in deinē veb tregſt. Da ſprach ſie zu im. deiner falſchē hoͤtter wil ich nit anbeten vmb das mein kind das ich trag lebentig beleyb vn̄ ob es mit mir wirt ſterben hie ſo lebt es doch ewigklich bey got. darum̄ thu mir wz du wilt. wan du magſt mich nymmer von meinē gelaubē bringen. vn̄ darnach lieff ir vater vnd ir muter zuͦ vn̄ trugē em kind mit in das was ir. vnnd ſog dennoch. vnd ſie ſtund dy weyl vor dē richter. vn̄ ir man kam auch darzu. vnnd da ſie ir vater vor dem richter ſah ſten. da viel er fur ſy nyd̓ vn̄ ſprach zu ir. Mein allerliebſte tochter erbarme dich vber mich vnnd lebe mit vns. Des geleychen auch ir man gab ir das kind vnd bat ſie dz ſie ſich doch vber das kind erbarmet vnd eret die goͤtter auff das ſy moͤcht leben. Da warff ſie das kind von ir vnnd ſprach. Geet von mir ir veind gotes. wan̄ ich ken̄ ewer nicht. da d̓ rich ter ir ſtetigkeyt ſah da hieß er ſy vbel ſchlahē das leyd ſie gern durch got. ¶ Darnach legt man ſie aber in̄ den kercker. da warē die andn gar ſer vber ſie betrubt. wann ſy hett ein kind acht monat getragen in̄ irem leyb. vnd baten got mit groſſem vleyß vmb ſy. da ward ir wee in̄ dē kercker zu dē kind. vnd gewan ein leben tigen ſun. da ſprach d̓ hutter einer. wy wilt du thun wen̄ du fur den richter kumbſt ſo dir ye tzund als wee iſt. Da ſprach ſie. fur das heut tig leyden wirt mir dort die ewig freud. Des morgens nam man ſy all auß dē kercker. vnd band in die hend auff dye rucken vnd zoch ſie nackent ab vnd furt ſie durch die gaſſen. vnd ließ da greuliche tyer auff ſie lauffen lewen vnd andre tyer die zerriſſen Satyrn̄ Perpe tuā vnd Reuocatu vnd Felicitatē. vn̄ Satur nino ſchlug man ſein haubt ab. da furen ir ſe len zu den ewigen freuden. Das was nach cri ſti geburt zweyhundert vnd ſechßvndfunff tzig iar. das geſchach bey den zeyten des key ſers Balentini. Nun bitten wir die liebē hey ligen das ſie vns vmb gott erwerben das wir auch kummen zu den ewigen freudē Amen. ¶ Von ſant Barlaam vnd Ioſaphat den heyligen Eynſidelu. Amaſcenus ſchrey yus in der hyſtori vō Barlaam mit groſſem vleyß zuſam ad gottes. vnnd ſagt hat des kunigs ſun zu criſtē gelaubē bracht hab vn auch dz land India vn̄ meret die criſtenheyt mit geyſtlichē leben mit muunichē vnd mit criſten. zu den ſel ben zeyten was ein mechtiger kunig der hieß Alenrd̓duchechter dy enſtē ger ſer vn̄ ſint. Ioſaphat vnd Barlaam CVI. derlich die geyſtlichen leut. Nun het d̓ kume gar einen gutten freund d̓ was ſein innerſter rat. der ward gemant von d̓ genad gottes dz er des reychen kunigs hoff auff gab vn̄ ward ein geyſtlicher man. da das der kunig hort. da ward er gar zornig auff in. vnd hieß in vberal ſuchē. dz tet man. vn̄ da man in fand vn̄ in fur den kunig bracht. da het er ſchnoͤde kleyd̓ an. vnd was mager. wan̄ er het im vil abgebrochē das thet dē kunig zorn. vnnd ſprach zu im. du tor du haſt eine verdorbē mut dz du dein ere haſt verwandelt in ein kindes ſpil. Da ſprach er. wilt du hoͤren warum̄ ich das gethan hab. ſo treyb all dein veind von dir. Da ſprach der kunig wer ſeind mein veind. da ſprach er. das iſt dein zorn vnd̓ boͤßer will. die irren dich das du der warheyt nit magſt erkennen weder dy weyßheyt noch die gerechtigkeyt. vn̄ vmb dz das du dich nicht verſteeſt darum verſchme heſt du die weyſen. vnd haſt ſie fur toren vnd fur narrē. wan̄ du haſt noch nicht verſucht die ſuſſigkeyt gottes. darum̄ ſo magſt du nicht ge wiſſen noch gelernen die warheyt vnd gerech tigkeyt gottes als die gerechtē. Vn̄ ſaget dē kunig von vnſers herren geburt vnd von cri ſten gelauben. Da ward er zornig vnd ſprach Werſt du nit als lang mein innerſter rat ge weſen ich hieß dich verbrennen. dauon fleuch bald dz ich dich nit mer anſehe oder ich ver derb dich. da ſchyed er traurig von im. wan̄ er het gern der mertrer kron erſtryten. ¶ Nun het d̓ kunig Auenir keinen erben. da ward im ein ſun geborn dē hieß er Ioſaphat Da ward er gar fro vn̄ macht ein groſſe wirt ſchafft. vnd lud ein groß volck zuſammen. die ſolten den ab goͤttern opffern vnd ſolten ſich des kindes frewen vnd den abgoͤttern d̓ ge burt dancken vnd er fraget ſein ſternſeher wz kunfftiger ding an dē kind ergeen ſolten. Da woltē ſy dē kunig liebkoßen vnd ſprachen. es ſolt weyß. reych. mechtig vnd gewaltig werdē vnd vnter den ſternſehern was einer d̓ ſprach zu dē kunig alſo. Herr ich ſiech noch ein dinc das hat ir keyner geſaget. bnd ſprach. ich ſag dir das dein ſun dein reych wirt vernichten. aber im wirt ein beſſers. wann er wirt ein ere aller criſten die du vernichteſt. Das ſprach er nit von imſelber. ſund̓ von dē einſprechen. des heyligē geyſtes. Da dz d̓ kunig erhoͤrt da er ſchrack er garſer vnd ſprach. Das wilich wel furkummen vnd hieß dem kind einen zyrlichē palaſt vnder die erden machen. vnnd thet das kind darein. vnd vil ſchoͤnet knaben vn̄ furſtē die ſolten allweg bey im ſein. vnd gebot auch das man dem kind von keiner traurigkeyt ſa get wider von dē tod noch von alter noch vō kranckheyt noch von armut noch von keynem ding das in betruben moͤcht. vnd ſprach. mein ſun ſol allwegen in freuden ſein vn̄ in wolluſt leben. darum ſolt ir im all zeyt ſagē dz er icht kunfftiges mūg gedencken. vnnd gebot auch wen̄ ſeiner diener einer ſiech wuͤrd ſo ſolt ma in zehand von im thun dz er es icht ſehe vntz er geſundt wurde. vnd das man im von criſto noch von criſtem gelauben nichtz ſaget. ¶ Iu der zeyt het der kunig eine furſten der was richter. der was im gar lieb vn̄ wz heym lich ein criſten d̓ reyt eins mals mit ſeine her ren auff das geieyd. da ſah er einē arme men ſchen der was ſiech vnd lag lauff der erde. vn̄ was verſeret von dē haubt biß auff dy fuͤß d̓ bat in das er in in̄ ſein hauß furet. vn̄ meynet er wolt im wol nutz ſein. Da ſprach d̓ richter. ich wil dich gern in mein hauß nemen durch gottes willen. war zu du mir aber nutz biſt dz weyß ich nit. da ſprach er. ſih ich bin ein artzt von worten ob yemant wund wurde von wor ten den wolt ich geſunt machen. Der red ach tet der richter nit. vnd furt in doch heym inn ſeln hauß vnd hieß ſein wol pflege. Darnach feſchach das die diener des kumgs dē rich ter nyden vmb das das in d̓ kunig als lieb het vnd ſagten dē kunig das er ein criſtē was vn̄ ſprachen. Er meynt er woͤl dich vō dem reych treyben. Da der kunig dz hort. da ward er zor nig. aber er ſchweyg vnd ſprach nichts darzu. Da ſprachen die verklaffer aber zu de kung. wir raten dir das du im ſein leben nemeſt ee das er dich von deine reych vertreyb. vnd dir das abgewinn. vnd wilt du bewerē dz es war ſey dz wir dir ſagen ſo beruff in heymlich vn̄ ſprich du wolleſt dein reych auffgeben. vnnd wolleſt ein munich werden ſo wirſt du innen was er darzu ſagt. dem rat volgt d̓ kunig vnd legt dem richter die ſach alſo fur wie er wolt an ſich nemen ein geyſtlichen orden vnd wolt zu einem munich werden. da riett im d̓ richter vaſt dar zu vnd lobt das demutig leben vnnd den guten furſatz des kunigs vnd weſt nicht dad er dlſo verſagt vz gegen dem kung. vnd Donſ tant das ind kunig damit verſicht. Va der kunig die rede von im alſo vernam da gedacht er im es wer war das man im geſagt hett. vnd ward zornig vnd ſchwig doch vnd redet nichts. Da nun der richter vernam dz der Runig ſein red ſchwerlich auff nam. da verſtund er ſich wol das er gegen im verſagt was dz claget er got von hymel mit weynendē augē. vnnd gedacht an die ſchnoͤden welt das die alle zergeet vnd gab ſich williglichen in dz leydē. vn̄ gedacht an den artzt der wort. die er geredt hett. vnnd klaget im ſein leyden. Da ſprach der artzt. du ſolt wiſſen dz der kung wil wenen du wolleſt mit im kriegen. dauon ſchyr bald dein har ab. vnd leg ein herins gewant an vn̄ gee morgen fruͤ zuͦ dē kunig. vnd wen er fragt was du da mit meynſt ſo ſprich. Nymwar edler kunig dz ich bereyt bin wy du wilt dir nach zeuolge wy du ſein begereſt. vnd welchen weg du wilt dz iſt mir gering zu tun. Recht als ich dein geſell in freudē bin geweſen. alſo wil ich dein geſell ſein in wid̓wertigkeyt. Da d̓ Richter dy wort zu dē kunig alſo ſprach. vn̄ er in alſo in ſolcher kleydung ſahe. da erſchrack der kunmg gar ſer vnnd gedacht ich ſih wol das man im vnrecht thut vnd das er wil was ich wil vnd gewan in noch lieber. vnd erzaygt im mer eren dan̄ vor. Nun wz des kuniges ſun wol gelert in al er weyßheyt vnd wz ein michler knab wordē bey zehen oder zwelff iarn. da wundert in ſer warumb in ſein vater allweg einſchluß. vnnd ſprach zu ſeiner diener eine. ich bin gar ſer be trubt darum̄ das ich nit auß vnd ein ſol geen. vnd allweg hinnen ſol ſein. da luſt mich wider zueſſen noch zutrincken. das ſaget man ſeine vater dē kunig. dz was im gar leyd vnd mocht doch nit geleyden das er darum traurig wer. vnd hieß in herauß furen. vnd hieß vil ſeyten ſpil bereyten dy vor im herauß gienge. vn̄ ſol ten allweg vor im geen. vnnd verbot auch den dienern das ſie im keynen ſolten begegnē laſ ſen der einē gebrechen hett. Da begab es ſich zu einē mal das im eines tages ein auſſetzig/ er vnd ein blinder begegnet. da fragee er was menſchen das weren. Da ſprachē ſy es iſt ein ſunderſiech menſch. Da ſprach er. geſchicht al len menſchen ſolcher gebrechen. Da ſprachen ſy etlichen vn̄ etlichen nit. da ſprach aber Io ſaphat. ſind etliche menſchen die hie muſſen leyden da ſprachē ſy wir wiſſen nit kunfftige ding. Damach ſah er einē alten man d̓ het vil runtzeln. vnd het einē krūmen mund vn̄ ſtam melt mit der red. da erſchrack er gar ſer. vnnd fraget wauon das were. da ſpraͤchē ſy von al ter vn̄ von pil iaren. da ſprach er. wy nymbt es ein end vmb in. da ſprachen ſy. mit dē tod en det es ſich. da ſprach er. ſterben all mēſchē od̓ nuͦr etlich. da ſagten ſy im dz all menſchē ſtur bē. da ſprach er. nach wyuil iarē ſtirbt d̓ mēſch Da ſprachen ſy. nach achtzig iaren od̓ nach hundert iaren ſtirbt d̓ menſch. dz behielt er al le zeyt in ſeinē hertzē. vn̄ gedacht offt daran. vn̄ was traurig. vn̄ bat ſie das ſy in alle ſolche ding leren ſolte. vnd wy traurig er wz ſo was er doch allweg froͤlich vor dem vater. ¶ Iu den zeyten wz ein heyliger Eynſidel ei nes volkummen lebens d̓ wonet in dē wuſten lande Sennaar d̓ hieß Barlaā dē ward von got kund gethan dz er des kunigs ſun bekere ſolt. da legt er kauffmans kleyder an. vn̄ giēg in die ſtat. vnd kam zu des kuniges ſun zucht meyſter. vnd ſprach. Herr ich hab gar einē ed len ſteyn d̓ macht die blinden geſehent. vn̄ dy tauben gehoͤrent vn̄ die ſtumme redent. vn̄ die toren weyß. vn̄ d̓ edel ſteyn zympt des kunigs ſun. darum fur mich zu im dz ich im in geb. da ſprach d̓ zuchtmeyſter. du biſt eine weyſē man geleych. aber du redeſt nit weyßlichen. wan̄ es kan eī ſteyn nit als vil krafft gahabē als du ſa geſt. doch zeyg mir den ſteyn. wan̄ ich ken̄ die ſteyn wol. vn̄ iſt er als gut als du ſprichſt. vnd wirt das bewert ſo begabt dich des kuniges ſun mit eren. Da ſprach er mein ſteyn hat dye krafft wer in anſiht mit krācken augen. vn̄ nit eines keuſchen lebens iſt. d̓ verleuſt die krafft ſeiner augē. ſo beken̄ ich wol dz du nit geſundt augen haſt. aber ich hab von des kuniges ſun gehoͤrt er hab ſchoͤne geſundte augen vnd ſey keuſch. Da ſprach d̓ zuchtmeyſter. iſt dē alſo ſo zeyg mir deines ſteynes nit. ich hab geſunt augen aber die reynigkeyt meins leybes hab ich verlorn. vnd ſaget es des kuniges ſun vnd furt in zu im. da empfieng er in gar froͤlichen Da ſprach Barlaā. du haſt mich freuntlichen empf angē. vn̄ haſt mich meiner ſchnoͤdē kley der nit entgelten laſſen. Da ſprach Ioſaphat ich hab gehoͤrt von deinē edeln ſteyn wie edel er ſey. vn̄ wy groß krafft er hab. laß mich in ſe hen vn̄ iſt er als gut als du ſagſt vn̄ hat als vil krafft ſo bezalich dir in wie du wilt. da ſprach Ioſaphat vnd Barlaam .CLVII. Barlaam. es gezympt deiner adelkeyt nit dz ich dich betrieg. Hind ich aber an deinē ge muͤt vnd an deinē adel das du die edelkeyt vn̄ krafft verneme wilt dy an dē ſteyn ligt ſo ſag ich dir ſein krafft ee das ich dir in zeyg. wann mein herr hat mich zu dir in̄ dz land geſandt dz ich dir ſeine wort ſol verkundē. vnd ſol dich weyſen von dem vngelauben ob du mir volgē wilt. vnd ſaget im ein beyſpill vnd ſprach. Es gieng ein man auß vn̄ ſeet ſeinē ſame da viel ſein ein teyl auff einē herten ſteyn. den aſſen die voͤgel. vnd bracht keyn frucht. vn̄ ver darb alſo. d̓ ander ſam viel inn die doͤren. vnd giengen die doͤren damnt auff. vnd erſteckten den ſamen. vn̄ d̓ dritt ſam viel in̄ die guten erd vn̄ bracht hundertfeltige frucht. Der ſam iſt dz gottes wort dz ſeet man gar weyt. vn̄ brin get doch ſeltē frucht. Der ſam d̓ auff dē hert ten ſteyn viel dz ſind dy dy dz gottes wort hoͤ ren vnd ſein nit behaltē. Der and̓ ſamen d̓ inn die doͤrner velt dz ſind die dy dz gotzwort hoͤ ren vnd von ſorgen vnd vō forcht vn̄ vō reych tum̄ vn̄ mit d̓ welt wolluſt bekummert ſind. dz d̓ ſam nit frucht bringē mag. Der dritt ſam d̓ in̄ dz gut erdtrich velt dz ſind die dy mit gute hertzen vn̄ mit reynē mut dz gotzwort hoͤren vn̄ es auch behalten. die bringen hundertfelti ge frucht. vn̄ ſprach da zu im vind ich dein ge muͤt alſo an dir ſo ſee ich meinen guten ſamen mit lere in̄ dein hertz. vnd thu dir des ſteynes adelkeyt gentzlichen kund von dem ich dir ge ſagt hab. Iſt aber dein hertz ſteynig vn̄ dor nig. vnd wilt du als krancken ſyn hahen dz du leycht verzageſt. vn̄ wilt dy vogel dē ſamē hin laſſen tragē. ſo bin ich nit alſo außgeſandt dz ich meinē ſame werff in̄ die vnberhafftē erde wan̄ ich bin gar verr her zu dir kūmen vn̄ hab vil erlyden ee ich zu dir herkummē bin. darum̄ dz ich dir die ding kund thet die du vor nit ge hort haſt. ſo hab ich hoffnung dein hertz vnd dein gemut kere ſich zu einem gutē leben. Da ſprach Ioſaphat ich wil dein red gern horen. vnd hab hoffnūg du weyſeſt mich ein beſſers vnnd wil dir auch gern volgen. darumb ſo lere mich das beſte durch deines herren willen. da ſprach Barlaā. du haſt wol daran getan das du mich daran nit verſchmecht haſt. Darnach ſagt er im von einē kunig der fuͤr allweg auff einē gulden wagen. vnd was kuniglichen ge kleydet. dē begegnetē eins mals etliche are menſchen in zeriſſen kleydern. Da et die ſeh da gieng er von dē wage vn̄ viel in zufuſſen. vn̄ ſtund da auff vn̄ kuſſet ſy in goͤtlicher lieb dz daucht ſein diener vnbillich. vnd torſten in doch darum nit ſtraffen vn̄ ſprachen zu ſeinē brud̓. Es hat dein brud̓ ſeine ere nit wol auß gewartet darum̄ zurnet d̓ brud̓ mit im. Nun het der ſelb kunig einē ſitten wen̄ er des mor gens einen menſchē wolt toͤdten ſo ſchicket er des nachtes butel fur ſein hauß vnd hieß bu ſawmen erſchellen. ſo weſt dan̄ d̓ menſch wol dz man in toͤdten wolt. Vnd da es nun abent ward da ſchicket er buttel fur ſeines bruders tur. vnd hieß die buſawmen erſchellen. Da er ſchrack er gar ſer vn̄ forcht er muͤſt ſterbē. vn̄ het die nacht groß leyden. vnnd des morgens macht er ein geſchefft vn̄ verſchuff fein ding. vn̄ legt ein ſchwartz kleyd an. vn̄ gieg mit ſei ner frawen vn̄ mit ſeinē kindē mit groſſen ſor gen zu d̓ tuͤr ſeines bruders palaſt. da hieß in b̓ kunig hyein gan vn̄ ſprach zu im. O du vn weyſer. warum furchteſt du dy ſchergen. Nuͦ weyſt du doch wol das du nichts gethan haſt ich ſol mich billicher furchtē vor den ſchergē meines herren. wan̄ ich hab wid̓ in gethan. vn̄ d̓ ſchal vō d̓ buſaromē bezeychnet mir dē todt vn̄ dz grawſem vrteyl des iungſten gerichts. Darnach hieß d̓ kunig vier veßlein machē vn̄ die zwey hieß er überguldē vn̄ wol zyeren. vnd hieß ſie mit tottē beynē fullen. die and̓n zwey hieß er vberbichen vn̄ hieß die mit waſſerber lein vnd mit edel geſteyn fullen. vn̄ hieß ſeine dienern ruffen dy darum gezuͦrnet hettē. das er den arme mēſchē zufuſſen wz gefallen. vn̄ leget in dy veßlein fur vn̄ ſprach zu in. welche veßlein beduncken euch am beſtē ſein. da ſpra chē ſy. dy vbergultē ſind am beſtē. vnd dy ge pichtē ſind nichtz werd. da hieß der kunig dy vbergultē veßlein auffſchlahē. da gieg ein boͤ ſer geſchmack darauß. Da ſprach d̓ kunig. die mēſchē ſeind dē veßlein geleych dy außwēdig mit edelm kleyde gekleydet ſein. vn̄ inwēdigē vol vnſauberkeit ſein vn̄ hieß dy gepichtē veß lein aufftun. darauß giēg eī guter geſchmack. da ſprach er. dy veßlein ſind dē armē geleych dy ich eret vn̄ wirdiglich empfiēg wie wol ſie auſſen in ſchnoͤden kleydern geen ſo ſind ſye doch inwēdig vol edels geſchmacks vn̄ vol al ler tugēt Aber ir nempt nur war des dz auß wendig ſt. vn̄ dz inwēdig ſt des achtet irmt. Von ſant ¶ Darnach ſprach Barlaā zu Ioſaphat dē kunig haſt du geleych geta wan du haſt mich wol empfangē. vnd ſaget im da wy vnſer herr die menſchen vnd die welt beſchaffen hett. vn̄ wie d̓ boͤß geyſt adam in dē paradeyß betrog vnd ſaget im auch von der geburt vnſers her ren vnd von ſeinē tod vnd von ſeiner vrſtend. vnd von ſeiner auffart vnd von criſtē gelaubē vnd thet im da ein lange predig. vnd ſaget im von dem iungſten tag. vn̄ von dem ewige lon. den die gerechten haben. vnd von der ewigen peyn die dy haben die nit gelaubig ſind vn̄ dy den abgoͤttern dienen. vnd wie ein groſſe tor heyt das werē. vn̄ ſaget im da von d̓ zergenck lichen freud dyſer welt. vn̄ wy d̓ menſch ewig peyn darum̄ muͤſt haben vn̄ ſprach zu im. Dy menſchen die hie freud habē die ſeind einem menſchen geleych d̓ floch vor dē einhorn das es in nit ertoͤdtet vnd floch als bald das er in ein groſſe gruben viel darin̄ ſtund ein kleynes baͤumlein daran hielt er ſich. vnd was an dem grundt als ſchlipffrig dz er ſein fuͤß nit geſe tzen mocht. vnd ſah zwu meuß ein ſchwartze vn̄ eī weyſſe dy nuge ymmermer an des baͤum leins wurtzeln daran er ſich hielt. vnd hettē ſy nahent abgenagē. vnd ſah vnden in d̓ gruben einē greulichē tracken. dē gieng feuer auß dē mund. vn̄ ſah vnden in d̓ grubē vier ſchlangē haubt. da was er in groſſen noͤtten. vnnd ſah vberſich. vnd ſah ein wenig hoͤnigſam an den eſten des baums. da vergaß er aller ſorg vnd verligkeyt da er allēthalbē eingeſetzt vn̄ vmb geben was vmb d̓ kleynen ſuſſigkeyt des ho nigs willē. vn̄ aß dz. vn̄ ſprach da aber zu im. Das einhorn bedeutet den tod d̓ dē mēſchen all zeyt nach ſchleycht ob er ī mug begreyffē. Dy gruben bedeutet die welt dy iſt vol ſunde vnd boͤßheyt. Der baum bedeutet eines yeg lichen meuſchē leben. dz wirt verzert vnd ab gebiſſen vō dē zweyen meußen. Die weyß be deut den tag. vn̄ dy ſchwartz bedent dy nacht Vnd die vier ſchlangēhaubt bedeutē dy vier Element da von d̓ menſch zuſamme geſetzet iſt. Der greulich track bedeutet dy verſchlick ung d̓ helle. Die ſuſſigkeyt des hoͤnigſams be deutet die kleynen ere vn̄ die kurtzē freud der welt da mit d̓ menſch betrogē wirt. vn̄ meynt er ſoles lang haben. ¶ Nun ſagt er im aber ein beyſpyl. vnd ſprach. Die welt iſt einē men ſchen geleych d̓hett dreyfreund. Den einen het erlieber dann ſichſelber. Den anderm het er als lieb als ſichſelber. Der dritt was im nit als lieb. Der ſelb menſch ward verſagt vor dē kunig. vn̄ forcht man wolt n toͤdtē. vn̄ ſprach zu dē erſten freund als er zu im kam. Ich hab dich lieber gehabt dan̄ michſelber. dauon bitt ich dich dz du mit mir geeſt fur dē kunig vnd mein wort ſprechſt. Da ſprach er. ich weyß nit wer du biſt. ich hab and̓ freūd mit dē muß ich mich freroē. vn̄ hab nichts dz ich dir geleyhē mug dan̄ ein herin tuch da mit du dich bede ckeſt. da wz im gar leyd. vn̄ giēg zu dē andern freund den er als lieb het als ſichſelber. vnnd bat in auch dz er im hulff. Da ſprach er. Ich wil gern mit dir geen biß fur des kunigs Pa laſt vnd nit verrer. da ward er ſer betrubt vnd gieng zu dē dritten freund den er nur ein we nig lieb het vn̄ ſprach. ich klag dir mein groß leyden vnd dz ich verlaſſen bin vō allē meinē freūdē. ſo hab ich dich nit lieb gehabt als ich ſolt das vergib mir vn̄ bit dich dz du mit mir geeſt vn̄ mir helffeſt. da ſprach er auß froͤlich em hertzē. ich beken̄ dz du mein eyniger freūd biſt vn̄ dz du mir guͤtlichē gethan haſt. dauon wil ich mit dir geen zu dē kunig vn̄ wil in für dich bitten vn̄ ich getraw im wol er geb dich nit in deiner veind hend. Darnach leget er im das beyſpil auß vn̄ ſprach. d̓ erſt freund iſt dz gut das d̓ mēſch mit leydē gewinuet des wirt im nit mer dan̄ ein tuͤchlein darinn man in be grebt. Der ander freund iſt die fraw vnd dy kind vn̄ vater vn̄ muter. die geen nit verrer mit dir dan̄ zu dē grab vn̄ geen dan̄ wider heym. Der dritt freund ſind deine gute werck. dz al muͦſen vn̄ dz gebet. vn̄ die goͤtlich lieb. vn̄ and̓ gutheyt dy geen vns vor wenn wir von dyſer welt ſcheyden vn̄ kummē vns vor gott zuhilff vnd erloͤßen vns von dē boͤßen geyſt. dye lere nam Ioſaphat in ſein hertz. vn̄ ſprach. ich wil dz zergēcklich gut gern laſſen vn̄ vater vn̄ mu ter. ¶ Darnach ſaget im Barlaā vō einē iūg ling. dē wolt man ein edle iunckfrawen geben habē dy het vil zeytlichs gutz d̓ wolt er nit. vn̄ floch vn̄ kam in ein ſtat da fand er ein iunck frawen dy wz eines armē mans tochter dy ar beytet ſer. vn̄ betet doch vn̄ lobt got mit groſ ſem vleyß. Da ſprach er zu ir. du biſt gar arm vn̄ danckeſt doch gott gar andechtiglichē als ob̓ er dir gar vil qutz getan hab. da ſprach die iunckfraw es hilfft offt den menſchē ein kley CCLVIII ne ertzney vor groyem ſchadē. alſo iſt es auch d̓ got kleyner gab dancket d̓ wirt groſſer gab von im teylhafftig. ich hab von got groß gab empfangē. wan er hat mich nach imſelber ge bildet. vnd hat mir ſin̄ vnd witz vnd krafft ge ben das ich gearbeyten mag. vn̄ hat mich ge ordnet zu d̓ ewigē ſeligkeyt. vn̄ hat mir auff gethan dy tuͤr des ewigen lebens. Da d̓ iung ling dz hort das ſie als weyßlich redet. da ge wan er als groſſe lieb zu ir vnd bat iren vater dz eryms zu d̓ ee gebe. da ſprach er. du magſt mein tochter nit genemē. wan̄ du biſt edel vn̄ reych ſo bin ich arm. Dennoch wolt er nit ab laſſen vnnd bat in aber vmb die tochter. Da ſprach er. ich mag dir ſie nit geben. wan̄ ſie iſt mein eynige tochter ſo würdeſt du ſie in dey nes vaters land furē. Da ſprach er. ſo beleyb ich hie bey euch. vnd wil mich bey euch in allē dingen geleychen. vn̄ legt ſein edels gewand hin. vn̄ leget ſeines ſchwehers gewand an. vn̄ beleyb bey im. da gelobt er im dy tochter. vnd da in d̓ ſchweher lang het verſucht vn̄ demu tiglichē lebet. Da leget mā im dy iunckfrawē zu vnd gab im einē groſſen ſchatz. den hett er heymlich das was mer dan̄ ſeins gutz. Nun mercket Ioſaphat eben auff dy lere dz ſie in angieng. vn̄ ſprach. Vater ſag an wy alt biſt du. vn̄ wo iſt dein wonung. wan ich wil mit dir vn̄ wil bey dir beleybē. Da ſprach bar laam. ich bin funff vndviertzig iar inn d̓ wuͤſt Sennar geweſen. Da ſprach Ioſaphat. Sag mir die warheyt. mich beduncket du ſeyſt wol bey ſibentzig iaren. Da ſprach Barlaam. du haſt mein alter vor erraten. aber die iar dy ich got nit gedienet hab dy zel ich nit. wan̄ ich wz dy ſelben iar tod. da wolt er mit im in̄ dy wuͤſt ſein gegangen das weret er im vn̄ ſprach. ich wurd eī vrſach dz mā mein brud̓ darum̄ wurd durchechtē. wan es dir aber hernach fuget ſo kum zuͦ mir. vnd taufft in. vnd erleuchtet in in̄ dē criſtē gelaubē vn̄ hielt da meſß. vn̄ gab im vnſers herrē leychnā vnd gieng da wid in̄ die wuͤſt. ¶ Da nun d̓ kunig innen ward dz ſein ſun ein criſtē wz wordē. da wz im gar leyd vn̄ was ſer betrubt. da troͤſten in ſein freund. vn̄ ſprach einer zu im. ich weyß einē alten Eynſi del d̓ iſt barlaa gar geleych nach dē ſullē wir ſendē vn̄ ſollen in bitten dz er des erſtē criſtē gelauben gar wol bewer/ on̄ ſich darnach laß vberwinde vn̄ alles dz vid̓ſprech dz er zu criſten gelauben geredt hab. damit bringen wit dan̄ deinen ſun wid̓ zu vnſerm gelauben. vnd ſuchten den Eynſidel vn̄ brachten in zu dē ku nig. vn̄ ſprachen zu Ioſaphat. wir habē deinē meyſter barlaā gefange. dz wz im gar leyd vn̄ weynet garſer. da thet im got kund dz er ſein meyſter Barlaā nit wz. Darnach ſprach ſein vater zu im. Lieber ſun du haſt mich in meinē alter in groß hertzeleyd geſetzet. darum̄ das du deinen gelauben gelaſſen haſt. vnd gelau beſt an Ieſum criſtū. da ſprach er. Lieber va ter ich bin von d̓ vinſternuß zu dem liecht kū men. vn̄ hab dy irſal gelaſſen. vn̄ beken̄ dy war heyt. dauon zurn nit. wan du kanſt mich nym mermer vō criſtē gelauben bringen. wan̄ recht als vnmuglich dir iſt dz du dē hymel mit den hendē mugeſt berurē. vn̄ dz groß meer truckē magſt gemachen als vnmuͤglichen iſt dir das du mich von criſtē gelaube mugeſt bringen. ¶ Darnach ſprach d̓ vater du thuſt vnmuͤg lich wid̓ mich wan̄ ich hab mer treu vn̄ lieb zu dir gehabt dan̄ ye keyn vater zu ſeinē kind. Es iſt wol war wordē dz mā mir zu deiner geburt ſaget dz het ich gern mit vleyß furkummē. dz hat alles nit geholffen. vnd leſt du deinen ge laubē nit ſo ſolt du furbaß nynmer mein ſun heyſſen vnd veterlichs erbs betaubt ſein. Da ſprach er. vater warum̄ biſt du betrubt. nū bin ich alles gutes teylhafftig wordē. des ſolt du dich billich frewen. wer geſah keinen vater ye traurig ſein wen̄ es dē ſun gluͤcklichen gieng. dauon heyß ich dich nit meinen vater. wan̄ du biſt wid̓ mich. Da ward er zornig vn̄ gieng zu ſeinē freund Arachi vnd ſaget im ſeines ſuns ſtetigkeyt. da ryet man im er ſolt guͤtlichē mit im redē ob er in deſterbaß vberkūmen moͤcht. da gieng er des audern tags wid̓ zu ſeine ſun vn̄ halßet vn̄ kuſſet in vn̄ ſprach. Eya mei aller liebſter ſun. ere mein alter vnd volg mir. Nu weyſt du wol dz du dem vater gehorſam ſolt ſein vn̄ wie ſuͤnd es iſt dz man in erzurnet. Da ſprach Ioſaphat. Es iſt ein zeyt d̓ lieb vn̄ ein zeyt d̓ gehorſam. vn̄ ein zeyt des frides vn̄ ein zeyt des ſtreyttes. dauō mag mich wed̓ vater noch muter darzu bringē dz ich meinē herren Ieſu criſto woͤll vngehorſam ſein. da was dē vater gar leyd vn̄ ſprach. Ich hab deinē mey ſter Barlaa gefangen der dich betrogen hat vnnd wil vnſer wolgelert meyſter zu im brin gen das ſie mit in reden vnnd auch beweren Soortorrz welchs der recht gelaub ſey. vnd geſigt Bar laam ſo woͤll wir auch an ſeine got gelauben. vn̄ geſigen aber onſer meyſter ſo ſolt du auch an vnſern got gelauben vn̄ brachten dy mey ſter zu ſammen. ¶ Nunhet der kunig Nachor gebeten der da Barlaam ſolt ſein. das er den criſtē gelau ben ſolt beweren vnnd ſich zeletzſt ließ vber winden vnd ſolt veriehen dz er Ioſaphat ſei nen ſun vnrecht gelert het. da gieg Ioſaphat zu Machor vnd thet ſam er in fur Barlaam het. vnd ſprach. du haſt mich criſten gelauben gelert vnd bewereſt du den vor den meyſtern ſo wil ich daran beleyben die weylich leb. leſt du dich aber vberwinden ſo wil ich mich mit zorn an dir rechē. vn̄ wil dein hertz vn̄ dein zu gen auß deinē mund̓ reyſſen. vn̄ wil es fur dy hundt werffen dz furbaß keyner des kuniges ſun nit mer betrengt. Da erſchrack Nachor gar ſer. vnd ſprach. bewer ich criſten gelaubē ſo thu ich wider den kunig. Red ich dan̄ dar wider ſo thu ich wider ſeine ſun. d̓ toͤdtet mich dann. So iſt beſſer ich thu wider den kunig d̓ leſt mich leben. Darnach kam Nachor vn̄ dy meyſter zuſammen. Da ſprach ein meyſter zu Nachor. Du biſt Barlaam der des kuniges ſun betrogē hat. Da ſprach er. Ich hab in nit betrogen. ich hab in den rechten gelauben ge lert. Da ſprach der meyſter. wy tarſt du wider vnſer goͤtter reden. Da ſprach Nachor. ewer goͤtter ſeind boͤß geyſt vnd haben kein krafft. Aber der criſten got der von hymel iſt kummē der iſt almechtig ond iſt der war got. vn̄ nam die natur von einer reynen meyd an ſich. vn̄ iſt durch vnſern willen gemartert worden vn̄ ge toͤdt. vnd erſtand an dem dritten tag. vnd fur zu hymel vnd gibt den gerechten nach dyſem leben das ewig leben. vnd den boͤßen dy ewi gen peyn. vn̄ beweret criſten gelaubē als wol das die meyſter all ſchwigen vnnd kunden im keyn antwurt geben. Da ward Ioſaphat gar fro. das vnſer herr dye warheyt hett bewert durch den veind der warheyt. Da ward d̓ ku nig gar vaſt zornig vn̄ ſprach. hoͤret bald auff vnd laſſet vns die ſach morgē endē. da ſprach Ioſaphat vater laß meinē meyſter heynt bey mir das wir miteinander reden. vnd trachten wy wir die ſach vollenden. vnd nym dein mey ſter mit dir vnnd trachtet auch wie ir morgen thut dalieher Nachor mit in vnd het den noch ein hoffnung er wourd in bekeren. Da ſie nun miteinander wid̓ heym giengē. da ſprach Ioſaphat zu Nachor. du wilt wenen ich hab dich fur barlaam ich weyß wol dz du nachor der ſternſeher biſt. vnd ſagt im da als vil von criſten gelauben vnd ſchicket in des morgens fruͤ in̄ die wuͤſt zu Barlaam ſeinem meyſter. da empfieng er von im den tauff. vnnd dienet got mit vleyß. Da der kunig des innen ward dz tet im gar zorn. Darnach kam ein zaubrer zu dē kunig d̓ hieß Theodorus vnnd ſprach. Ich wil deinē ſun wol wider von ſeinē gelau ben bringen. da ward er gar fro. vnnd ſprach. Thuſt du das ſo wil ich dir ein guldine ſeul machen. vnd wil dir opffern als den goͤttern. Da ſprach der zaubrer. Thu alle ſeine herren vn̄ diener von im vn̄ thu zuͦ im ſchoͤn frawē dy wolgezyerd vnd ſtet bey im ſeind vnd im die nen vn̄ in verkere. ſo wil ich einen boͤßen geyſt zu im ſenden das er in zu der vnkeuſch reytz damit vberkumbt man in baß dann mit keynē dingen. Da thet der kunig vil ſchoͤuer frawen zu im. die ſolten in zu vnkeuſch reytzen. Vnd ſandt der zaubrer einē boͤßen geyſt zu im der facht in ſer an mit d̓ vnkeuſch. Da Ioſaphat der anfechtūg empfand. da empfalch er ſich vnſerm herren mit andacht. vn̄ thet ein zeychē des heyligen creutzes fuͤr ſich. da vergieg im all ſein anfechtung. Darnach thet man aber ein ſchoͤne iunckfrawen zu im. dy het er geren zu got bekert vn̄ ſagt ir vil von criſtē gelaubē. Da ſprach die iunckfraw. nym mich zu der ee ſo wil ich an deine got gelaubē. wan̄ dy patri archen vnd prophetē haben all frawe gehabt vnd auch ſant Peter. Daſprach Ioſaphat. es nemen etlich criſten eefrawen. aber dy gott it keuſch haben gelobt dy neme nit frawen. Da ſprach aber die Iunckfraw. Nun ſprechet ir doch. wen̄ ſich ein ſunder beker ſo frew ſich al les hymliſch here. darum̄ ſo lig nur ein nacht bey mir vnd volbring meinen luſt nur ein mal ſo wil ich des morgens fruͤ ein criſtin werden Macheſt du mein ſel heyl ſo haſt du groſſen lon vor got. vnnd reytzet in vaſt mit red. vnnd macht das er eiuen luſt gewan. Da nun Ioſa phat als lang vnd als ſer angefochten ward von den boͤßen geyſtē. vn̄ im ſein hertz entzun det was. da wz im gar leyd. vn̄ weynet vnd kla get got ſein leyden. end rufft got mit ernſt an ond batin dz erin ſen ſind vergebe. Ioſaphat vnd Barlaam .CCIIX. In d̓ weyl entſchlieff d̓ lieb Ioſaphat vnd ſah ein ſchoͤne wyſen die was mit allerley bluͦ men gezyret. vn̄ dy baum vn̄ die eſte gabē ſuſ ſen don. vn̄ dy frucht d̓ baumē waren luſtig lichē anzeſehē vn̄ begirlichē zueſſen. vn̄ dz we ter was ſchoͤn. vnnd was ein guter ſuſſer ge ſchmack da vnd ſtundē ſtuͦll da dy waren von golde vnd von edelm geſteyn. vnd waren zyr lich wolbereyte bett da. vn̄ warē klare lautere waſſer da. darnach ſah er ein ſtat. vn̄ dy maur d̓ ſelbē ſtat wz von feynē gold vnd ſcheyn gar klerlichē. vn̄ in̄ d̓ ſtat hort er ein hymliſch lob lichs geſang das keyn toͤdlich ore nye gehort het. vn̄ ein ſtym̄ ſprach zu im. dy ſtat iſt d̓ ſeli gen. Darnach wolt man in vō dannē furē. da bat er dz mā in da ließ. da ſprachē ſy. er muͤßt mit groſſer arbeyt dar kummē. da furt mā in an ein vnſaubre ſtat die ſchmecket gar vbel. vn̄ ſagten im das wer ein ſtat d̓ boͤßen vn̄ d̓ vnge rechten. Darnach erwachet Ioſaphat. vn̄ ver ſtund ſich wol dz die ſchoͤn d̓ iunckfrawen dy vnſauber ſtat wer dz ſy ſer ſchmecket vn̄ d̓ ſel ſchedlich wer. vn̄ bezeychnet ſich aber mit dē zeychē des heylige creutzes. da vergieng im d̓ luſt den er het zu d̓ iunckfrawen. da kamē die boßen geyſt wid̓ zu dē zaubrer. dz tet im zorn dz ſie nichts geſchafft hettē. Da ſprachen ſie wen̄ wir in ye zu geluͤſt reytzten. ſo thet er dz creutz fur ſich. ſo muſtē wir bald fliehē. da wz dē zaubrer gar leyd. vn̄ gieng mit dē kunig zu Ioſaphat vn̄ hofft dēnoch er brecht in vō ſei ne vngelauben. vnd ſagt im vil wie vnrecht er het. da ſagt er in als vil von criſtē gelaubē al ſo dz ſich d̓ zaubrer bekant in ſeinē vngelau bē vn̄ bekeret ſich vn̄ ließ ſich tauffen. vn̄ die net got biß an ſein ende mit vleyß. ¶ Da nū d̓ kunig ſah dz wid̓ er noch nyemāt ſeinē ſun mocht bringē von ſeinē gelaubē. Da teylet er ſein reych mit im nach ſeiner freundt rat. vn̄ wywol Ioſaphat von gantzē hertzē in̄ die wuͤſt begert. ſo nā er doch dz reych eī weyl auff von des gelaubens willē dz er in da von mocht gemere. ¶ Nach dē als d̓ kunig ſein reych von ſeinē ſun geteylt het. vnd Ioſaphat in̄ ſein land kam. da thet im got die genad d̓ alle menſchē geſund wurdē die zu im kam vnd gieng im gar wol in allē ſachen an ſ an leyb. vnd meret ſich ſein lob vn̄ ſein groſſen ſeldē. vn̄ nam großlichen zu. lichē gut vn̄ an demuͤtigkeit. vn̄ ward weyt gebreytet aber ſeines vaters lob ere vn̄ geluͤck dz verſchwand zu allē zeytē vn̄ nā ym mer ab. dz mercket der kunig vn̄ verſtund ſich wol das ſein ſun ſein geluck von got het. Der lieb Ioſaphat meret criſten gelaubē ſere. vnd bawet vberal in ſein ſtete vil gotzheuſer. vnd erhohet das heylig creutz darin̄. vn̄ bat auch got teglichē dz er im huͤlff das ſein vater be kert wurde. vn̄ bat in offt das er ſich tauffen ließ vnd ein criſten wuͤrd. vnd bat ſeinē vater als lang vntz dz er ſich tauffen ließ. Da gab er ſeinem ſun alles ſein reych auff. vnd buſſet ſein ſund mit groſſer rew. vnd nam ein ſeligs ende das erwarb im ſein ſun vmb got. Darnach bracht Ioſaphat dz gantz kunig reych zu criſtē gelaubē vn̄ lebet tugētlich vn̄ heyligklichē mit allē menſchē. vn̄ ſprach da zu dē volck. Ir ſollet Barachiam an meiner ſtat zuͦ einē kunig habē. wan̄ ich wil nimnrer kunig ſein. da was dē volck leyd vn̄ ſprachē. wir wol len keinē andern herrē noch kunig haben dan̄ euch. da floch er offt heymlichē ſo brachtē ſie in wid̓ heym. vn̄ zuletzſt entran er in doch. vnd da er auff den weg kam da gab er ſein kunig lichs kleyd eine armen menſchen vn̄ leget ſein kleyd an. Der lieb Ioſaphat leyd gar vil. vnd thet im der boͤß geyſt gar vil zu leyd. Etwann ſtund er vor im. vnd troet im mit einē bloſſen ſchwert. vn̄ ſprach zu im. Laß ab od̓ ich ſchla he dich zutod. etwan̄ ſo erſcheyn er im in einer geſtalt als dy wildē tyer vnd ſchrey forchtic lichen. ſo ſprach er. Herr mein got kum̄ mit hilff. vn̄ gieng alſo in d̓ wuͤſt wol zi vn̄ her. vn̄ ſucht ſeinē meyſter b in nit vindē. Daruach kan tes fur ein hole. dy Von ſant Ioſaphat keſtiget ſeinen leyb mit vil vbung. vnd dienet vnſerm herren mit groſſem vleyß. mit beten. mit vaſten. mit wachē tag vn̄ nacht. ¶ Darnach nit lang da ward Barlaam ſiech vnd ſtarb ſeligklichen vnnd fur ſein ſel zu den ewigen freuden. Da was Ioſaphat gar leyd vmb ſeinen meyſter. vnnd machet im ein grab nahent bey der hoͤl. vnnd trug in mit der hilf gottes darein. vnd begrub in auch mit d̓ hilff der heyligen Ongel. Da gieng em ſuſſer ge ſchmack von im. da viel er nyd̓ auff ſeine knye. vnd ſprach. Herre mein got ſeyt du mir meinē vater Barlaam genummen haſt. ſo biß ſelber mit deinen genaden bey mir. vnd weyß vnd le re mich deine gebot durch Barlaā deines die uers willen vn̄ hilff mir. wan̄ ich hab nyemāt mer vnd da er dz gebet mit ernſt geſprach de mutiglichen vnd mit gantzē hertzen erſeuff tzet. da entſchlieff er bey dem grab. da ſah er die engel gar ſchoͤn gegen im geen vnd waren gar liecht vnd trugen gar liecht ſchoͤn kronen Da fraget er wem die ſchoͤnen liechten kron ſolten. Da ſprach ein engel zu im. dir ſol die al lerſchoͤnſte liechteſt kron werden zu lon. dar umb das du deinen vater den Runig bekeret haſt vnd vil menſchen. vn̄ die dy beſt darnach iſt die ſol deinem vater zu lon werden. ſo wil dir auch got das hymliſch land geben ſo du in̄ der wuͤſt beleybeſt vntz an dein end. vnnd dir vnd deinem vater iſt ein lon hie bereyt der lon weret ewigklichen. Vnd was ir hie gelaſſen habt das wirt euch dort hundertfeltiglichen n vnd das ewig reych on end. l das geſprach. da gedacht im iſt mein vater neulich ein cri teleychē lon mit mir arbeytē. du kumbſt aber ſchÿer zuͦ mir. ſo haſt du ewige freud mit mir. Damt erwacht Io ſaphat. vnd rufft got an vnd bat in das er im hulff das er ſtet an ſeinem dienſt belyb. vnnd nam Barlaams leben vnd lere an ſich. vnd le bet gar goͤtlichē vnd ye lenger ye ſtrenglicher vnd het ein engliſch leben. vnd bekeret vil mē ſchen zu got. vnd was willigklich ein mertrer. vnd ein ſeliger beychtiger. vnd was ein reyne iunckfraw vnd ein rechter buͤſſer. vn̄ bran ſein hertz all zeyt in̄ got. vnd was gott all zeyt mit im. vn̄ was gar demutig. vnd da er in dē wald gieng da was er funffvndzweyntzig iar alt. da ward er ſiech vnd ſtarb ſeligklichē. vn̄ fur ſein ſel zu den ewigen freudē. Der heylig Io ſaphat het keinen freund an ſeinē end. dan̄ dz hymliſch here was ſein were gegen dem boͤ ſen geyſt. ¶ Da ſaß ein guter bruder nahēt bey ſeiner zell zu dē ſprach die ſtym gottes. Du ſolt wiſ ſen das Ioſaphat d̓ diener gottes tod iſt. da uon ſteeauff vnd begrab in. da gieng d̓ brud̓ zu Ioſaphat vnd vand in tod. da leget er in zu ſeinem meyſter Barlaam inn das grab. vnnd gieng wider heym. Darnach kam dy ſtym got tes aber zu dem bruder vnd ſprach zu im. Du ſolt zu dem kunig Barachia geen vnd thu im kundt dz Ioſaphat vn̄ ſein meyſter tod ſeind. vnd ſprich es woͤl got von im habē das er dy heyligen erlichē beſtatt. da giēg der Einſydel inn das land Indiam zu dē kunig Barachia. dē ioſephat an ſeiner ſtat kunig gemacht het. vnd ſaget im das d̓ heylig Ioſaphat tod wer vnd das er in zu ſeinē meyſter Barlaā begra ben het. vnd das im got kund gethan het das er dy heyligen leychna erlichē ſolt beſtattē zu d̓ erden. Da das der kunig hort da weynet er vmb Ioſaphat. vnnd hieß den heyligen einen reychen ſarch bereyten vnd ſandt da nach vil furſten das ſy im ryetē vnd hulffen dz ſy Io ſephat in̄ ſein kunigreych brechtē. da wurden ſy gar fro. vnd furen in̄ dez ſelbē iar nach den heyligē. Vn̄ da ſy das grab aufftetē da fun den ſy dy heyligē leychna vnuerſert vnd giēg lin ſuſſer geſchmack von in. Da hub der Ru f ir heylig leychnam ſelber auß d̓ erdē mit ſer andacht. vnd hieß ſy in̄ pffeller reych machen als kunigē wol zympt. vnd fur it wirdigkeyt heym. vnd da dy mēſchē at horten da Endres CcC ten. da gieng dz volck gemeinklichen gegē in mit lob vnd mit geſang. vn̄ trugē vil brinnend̓ kertzē vn̄ vil heyltum. vn̄ des landes biſchoff gieng auch gegen in mit aller pfaff heyt. vnd empfiengen die heyligē leychna mit aller an dacht vnd brachtē ſie in̄ das munſter das Io ſaphat ſelber gebawet het. vn̄ legtē ſy mit wir digkeyt in den ſarch den in d̓ kunig bereyt het da waren vil ſiecher dar kummē die wurdē all geſundt von irer heyligkeyt. die blinden wur den geſehent. die krūmen wurden gerecht. dy tauben gehoͤrent. dy behafften wurden ledig. Da waren auch vil heydē dar kumme vnd da ſie dy zeychen horten vnd ſahen. da wurdē ſie gelaubig vnd lieſſen ſich tauffen. Vnd d̓ ku nig teylet ir gewand. vn̄ gab das heyltum̄ vil herren. des wurden ſie gar fro. vnd furten es mit andacht heym. Nun helff vns Barlaam vn̄ ſein geyſtlicher ſun Ioſaphat vmb got er werben durch ir groſſe heyligkeyt dz wir hye menſchen werden nach gottes lob. vnd vnſers lebens ein gutz end. vn̄ nach dyſem zergenck lichē leben das ewig leben. das verleyhe vns got der vater got der ſun vnd gott der heylig geyſt Amen. ¶ Von ſant Endres dem heyligen zwelffpoten. yedreas der wirdig zwelffpot het got lieb vn̄ dienet im mit vleys tag vnd nacht. mit beten. mit daſten mit wachen vn̄ mit vil ander guter vbung. vn̄ prediget in dem land Achaia. dar innen bekeret er gar vil menſchen zu criſtē ge lauben vnd zu gott. vn̄ kam darnach in dy ſtat Patras. darinnen leret er auch das wort got tes vnd bekeret auch vil menſchen zu got vnd zu criſtem gelauben. ¶ Iu den zeyten was ein edler ingling bey ſant Endres der het in lieb vnd waren in einē hauß das thet ſeinen freunden zorn vnd zuu ten das hauß ob in an. Vn̄ da der rauch vber ſich auff gieng. Da nam der Iungling einen krug mit waſſer vnd ſprenget auff das fewer da erlaſch es zehand. Da ſprachen ſein vater vn̄ uuter. Vnſer ſun iſt ein zaubrer wordē vn̄ ſatztē leytern an dz hauß vn̄ woltē daran hin auff geen. da erblintē ſy alle vnd mochten der leytern nit geſehen. Da ſprach einer zu in. Ir toͤreten leut ir arbeyt vmb ſunſt. wan̄ es ficht got fur ſy das ſehet ir nit. darumb laſt da von das ſein zorn nit vber euch ergee vnd das ſa hen vil mēſchē dy bekertē ſich zu got. aber va ter vnd muter die ſturben beyde in funfftzig tagen vnd man legt ſy beyde in ein gruben. ¶ Ein frawo het einē moͤrder genummen vnd bey dē trug ſy ein kind. Vnd da ſy es gewiu nen ſolt da was ir gar wee vnd mocht ſein nit geberen. dz wz ir gar leyd. vnd ſprach zu irer ſchweſter. Gee zu vuſer goͤttin Dyana vn̄ bit ſie dz ſy mir genedigklich von meiner geburt helff. das thet ſy. Da ſprach d̓ boͤß veind auß der goͤttin. Warumb ruff eſt du mich an. nun mag ich mr ſebernt gehelffen Geczullee Von ſant dreas der mag dir wol gehelffen. Da bracht ſy dē zwelffpotē zu irer ſchweſter. Da ſprach er zu ir. du leydeſt billich. wan̄ du haſt mit vn trewen empfangen. vnd haſt die boͤßen geyſt angerufft. darum ſo hab rew daruber. vn̄ ge laub an vnſern herren Ieſum criſtū das dir d̓ woͤll helffen ſo leg die burt von dir dye du inn ſunden haſt empf angē. da gelaubet ſy zuhād an got vn̄ gebar ein vnzeytiges kind vn̄ ward geſundt. ¶ Iu der zeyt wz ein alter man der hieß Ni coiaus d̓ gieng zu ſant Endres. vn̄ ſprach. ich bin ſibentzig iar alt vn̄ hab all mein tag in vn keuſch gelebt. vnd nam etwan̄ das heylig ewā geliū vnd bat got dz er mir keuſch verlihe. da zoch mich die gewonheyt wid̓ zu ſunden. vnd eines tags da entzund mich d̓ geluſt. vn̄ kam in das gemeyn hauß n wolt die ſunde vol bringen. vnd ver h das ewangelium bey mir het. Oe gemeyn fraw Gee außdu alter jt gottes engel. vn̄ kum̄ nit zu mir vn̄ mich nit an wan̄ ich ſich wu der an dir. das vundert mich ſer vn̄ gedacht daran das ich das ewangeliū bey mir het. dar umb bit ich dich heyliger Andrea das du got fur mich bitteſt. Da dz der heylig zwelffpot ſant Andreas hoͤret da weynet er gar iemer lichen ſere. vnd bat vnſern herrē mit ernſt fur in von tertz zeyt vntz zu Non̄ zeyt. vnd ſtund da auff vnd ſprach. Ich wil nit eſſen vntz dz ich ſih das ſich vnſer herre vber in erbarmen wil vnnd da er funff tag gefaſtet da kam dy ſtym gottes zu im vnd ſprach Andrea du biſt erhoͤret vm̄ den alten man. Aber als du dich gehungert haſt. alſo ſol er auch thun. dz thet der man vnd faſtet ſechß monet waſſer vnnd brot vnd ward ein guter menſch vnd ſtarb ſe ligklichē. da kam die ſtynm gottes aber zu ſant Andreas vnnd ſprach. Ich hab Nicolau von deinē gebet wid̓ gewunnē den ich verlorn het des dancket er gott. ¶ Es was ein Iunglint eines mals d̓ wz ein criſten d̓ bekant ſant An dreas heyligkeyt wol vnd kam zuͦ im vn̄ klaget im heymlich. vn̄ ſprach. darumb das ich ſchoͤn bin ſo hat mein muter ein boͤß begyrd zu mir. vnd bat mich das ich bey ir leg. vn̄ da ich das nit thun wolt da ward ſie zornig vn gieng zu dē richter vn̄ ſprach ich wolt mit ir geſunt ha ben. darun̄ bit got fur mich wan̄ ich wil mich d̓ſach nit verſorechē en̄wvil leber ſterbē dan̄ das ich mein muter zu ſchādē bring. Darach gieng d̓ iungling fur gericht vn̄ ſant Endres mit im. da ruget in ſein muter. da ſchwig er vn wolt nit reden. Da ſprach ſant Endres zu der muter. Ou allerunbarmhertzigſte fraw wilt du deinē ſun durch deinē boͤßē luſt laſſen ver derbē. da ſprach ſy zu dē richter. durch dē rat ſant Endreß hat mich mein ſun wollen notten zu d̓ vnkeuſch. Da ward d̓ richter zornig vnd hieß den ſun in einē gebichtē ſackſtoſſen vnd hieß in in̄ ein waſſer werffen. vn̄ ſant Endres in einē kercker legē. vntz dz er ſich betrachtet wie er in toͤtten wolt. Da rufft er vnſern herrē an mit groſſen ernſt dz er erzeyget wer recht hett. Da kam als ein groſſer erdbidē das der richter von dē ſtull viel vn̄ die leut vielen auff die erden. Da kam ein groſſer donerſchlag d̓ ſchlug das boͤß weyb zu tod. Da gerounnē dy andern groß rew vmb ir ſund. vn̄ batē ſant an dreas dz er got fur ſie bet. dz thet er. da ward dz weter ſtill. ¶ Da d̓ lieb herr ſant Endres in d̓ ſtat Nicea wz. da klagten im die burger dz auſſerhalb d̓ ſtat ſiben boͤßer geyſt weren die toͤdteten die leut die da furzugē. Da kam er an die ſtat vn̄ gebot den veinden dz ſy ſich dē volck zeygtē. vn̄ zuhand ſah mā ſie in hun des geſtalt. Darnach gebot er m dz ſye an ein ſtat zuͦgē da ſie keynē menſchē mochtē geſcha den. da verſchwundē ſy zuhand. Da die men ſchen dz zeychen ſahen da gelaubtē ſy an vn ſern herrē Ieſum criſtū. Darnach gieng fant Audreas in ein andre ſtat. vnd da er zu dē tor kam da trug man im einen toͤttē iungling ent fegen. da fraget er die leut wie im geſchehen wer. da ſprachē ſy es kamen ſibē hund in ſein ſchlaff kamer vn̄ ertoͤtte in. da ſprach ſant En dres weynent. ich weyß wol das es dy boͤßen geyſt ſeind dy ich vō Micea vertribē hab. vn̄ ſprach zu ſeinē vater. wz gibſt du mir darum̄ dz ich deinē ſun wid̓ lebētig mach. da ſprach d̓ vater. ich hab nit liebers dan̄ dē ſun den wil ich dir gebē. da ruffet er vnſern herren an mit groſſer ādacht. da ſtūd er zuhād auff lebētig vij wolgeſunt vn̄ ward ſein iuger. Eius mals da ſchifften viertzig man̄ zu ſant Endres vn̄ wolte criſtē gelaubē vō im lernē dz thet dem veind zorn vn̄ beweget dz meer dz ſy al ertruͤ ckē. da bracht mā ire leychnā zu dē geſtatt. vn̄ legtē ſy fur ſant Endres vn̄ ſagtē im dz ſy dē Thoma .CCLXxv auff vnd da er ſen zeyt langhet in vnſers her ren lob verzeret vnnd ſich in vil tugenden ge ubet het. da ward er kranck vnd nahnet im der tod. da was ſeinē bruͦdern gar leyd vmb in. da troͤſtet er ſie vnd ſprach. Mein lieben bruͦder ir ſult ewre werck krefftigklichen wurcken vn̄ thun in vnſers herren lob. vnd ſult alles ewer leben vereynen in dē willen gottes vnſers her ren. vnd ſult mir durch gottes willen vergebē ob ich euch ye betrubt hab mit worten vn̄ mit wercken vn̄ ſah auff zu hymel vnd ſprach. herr ich empfilhe dir meinen geyſt in̄ deim hend. vn̄ ſtarb ſeligklichen. da fur ſein ſel zu den erit freuden. Es geſchahen auch vil zeychē da mi got ſein heyligkeyt beweret. vn̄ leuten ſich di glocken von in ſelber dy da waren da er ver ſchyed. vn̄ entzundtē ſich auch die liecht off bey dem grab von dem willen gottes vnd vō ſeiner heyligkeyt wegen. Nun bitten wir dē lieben herrē ſant wunbolt das er vns vm̄ gott expperb uach dyſem leben dz ewig lebē Amē. ¶ Von ſant Thomadem zwelffpoten Erliebherr ſant Tho. mas het got lieb vnd dienet im mit O vleyß tag vnnd nacht. mit beten mit faſten mit wachen. vn̄ mit vil and̓ guter vbūg Vnnd da vnſer herr ſein zwelffpoten vberal auß in̄ die land ſandt. da prediget ſant Tho mas in Ceſarea. da erſchyn im vnſer herr vnd ſprach zu im. Der kunig von India Gundo ferus hat gehort von dem tempel ſalomonis. darum hat er ſeinē botē Abanes außgeſandt das er im einen meyſter ſuch d̓ im einen tem pel mache nach dem tempel Salomonis. dar umb ſendt ich dich zu im. Da ſprach ſant tho mas. Herre wo du wilt da ſendt mich hin on gen India. Wann da ſeind greulich leut. Da ſprach vnſer herr zu im. Ich wil dich nit ver laſſen vnd wil mit dir ſein. Wan̄ du wirſt mir vil volcks bekeren vnd wirſt da gemartert. vn̄ empfeheſt dye kron vnnd kumbſt zu mir. Da ſprach ſant Thomas. du biſt mein herr vnnd mein got vn̄ ich dein kyecht dein wil d̓ werd. vnd die weyl ſie mit einander redten. da kam der bot vnd ſucht einen meyſter. da ſprach vn ſer herr zu abanen. wz thuſt du hie. da ſprach er. ich ſuch einen zymmerman d̓ meinē herrer ein zyrlichs hauß barwoe nach Salomonis ten pel. Da ſprach vnſer herr. ich hab einē diene der iſt als wolgelert das er dir kan machē tr du wilt vnd zeyget im ſant Thomā vn̄ ſprao fur in mit dir hin. da ward er gar fro vnd fur in mit im heym. ¶ Da ſie nun auff dem weg warē da ſprat d̓ bot zu ſant thomā Biſt du aber des knech d̓ dich mir geantwouft hat. Da ſprach er ya o zweyfel er hat knecht on zal die dy kunſt voͤl ligklichen kunnē wz man begerte Ich bin eß zymmerman. vnd leg gruntfeſten die nyertier zerbricht noch nymmermer zerfallen vnd kan fenſter machen d̓ liecht ewigklichen weret. vn̄ wirt mein baw alſo klar. dz in nichts geleycht Vnd bawals wunigklichen in̄ die hoͤch. dz d̓ ftademenrch vots dapnrer worel ſel S Vōn ſant ward der bot gar fro vn̄ ſprach. des meyſters wird iſt groß des diener du biſt. Da ſprach ſant Thoma. du haſt gar war. wann ſein wir digkeyt iſt rberall wird. Wann er iſt ein kunig vber all kunig vnd mag im nyemant geleychē vnd ligt ſein kunigreych als hoch dz nyemat darein mag kummen dan̄ d̓ dē er es wol gan. vn̄ in dē kunigreych wirt nyemant ſiech. ellend arm. hunger noehdurft iſt nit da vn̄ iſt all zeyt freud vnd wun̄ da. Die red hoͤrt der bot gern vnd kamen mit einander in die ſtat Andropo lim. da wz ein kunig d̓ gab ſeinē ſun ein fraw en vnd het ein groſſe hochzeyt vn̄ lud vil men ſchen darzu vn̄ ließ einē außruffen vberal dz alle dy ſie were reych oder arm ſolten gelade ſein vnd zu der wirtſchafft kummē. wo ſy des nicht theten ſo ſolten ſie wiſſen das ſie in̄ des kunigs vngenad werē. Da dz gebot Abanes hort. Da ſprach er zu ſant Thoma. Brud̓ wir wollen auch zu d̓ wirtſchafft dz wir nicht ge ſchetzt werden als verſchmeher d̓ kuniglichē maieſtat. alſo kamē ſie dar zu. Da man nun zu tiſch geſeſſen was vn̄ die ſpeyß nam. da kam ein hebreyſch frewlein dz kund auff einē ſey tenſpil vnd ſang vor den tiſchen einē yeglichē als ſie gedaucht nach ſeiner art vnd wolgefal len. Da ſy nun zu ſant Thoma kam. da ſah ſy das er ein hebreyſcher man wz. dan̄ er ſaß ob dem tiſch vnd hub ſeine augen gen hymel. vn̄ betet. da ſang ſie im. Es iſt ein got d̓ hebrey ſchen ein ſchoͤpffer aller ding hymels vn̄ der erden. dz geſang geuiel ſant Thoma als wol dz im ſeine augen zehern wurden auß rechter inufkeyt. das merckt d̓ oberſt tiſchdiener das ſant Thoma wed̓ aß noch tranck. ſund̓ ſeine augen ſtetz in̄ hymel kert. vn̄ hub dy fauſt auff vnd gab im einē backenſchlag ſprechent. was thuſt du hie du tor. da ſprach ſant Thoma es iſt beſſer du buſſeſt hie dan̄ dort. Ich wil hie nmit auffſteen es ſey dan̄ das dy hund dy hand dy mich geſchlagen hat hy vmbtragen. Alzu handt da man geeſſen het da giēg der ſelbig tiſchdiener d̓ ſant thoma geſchlagen het hin auß fur dy thuͤr zu einē brunnē vn̄ wolt etlich trinckgeſchir ſchwancken. da kam ein leo vnd zo xyß in bey dem brunnen zu ſtucken. vnd ein ſchwartzer hund nam ſein gerechte hand vnd trug ſie in̄ die wietſchafft fur alles volck. Da da erſchrack er ſer vnd alle das der kuur die dyin̄ der w dafft vnre enſhelarer das ſant Thoma ein ſeliger menſch was vnd ein bott gottes. vn̄ der kunig mitſampt ſeiner haußfrawoen baten in dz er in iren ſun vn̄ ires ſuns frawē geſeguet. Darnach geſegnet ſant Thomas die zwen gemaheln vnd wunſchet in heyls von got. da wouchſs dē breutigam ein palmbaumlein in ſeiner rechtē hende dz trug tattelu vnd wurdē als bald zeyttig. der aß er vnd gab ir ſeinē gemahel auch da von gewun nen ſie keuſche hertzen vnd keuſchē mut. vnd legten ſich beyde reynigklichen ſchlaffen. da traumt in beyden geleych. wie der kung von hymelreych zu in keme. vnd ſprech guͤtlichē zu in Euch hat mein diener den ſegeie geben dē ſolt ir haben vnd ſolt d̓ erwelten geſelſchafft teylhafftig werden vn̄ in freudē bey mir ſein vn̄ ſult ſchier getaufft werdē. damit erwachtē ſie vnd ſagtē den traum aneinand̓. vn̄ ſprachē Der kunig der vns erſchynē iſt der iſt d̓ ewig gewaltig kunig vnd die weyl ſy das redtē. da kam ſant Thomas fur ir bett durch verſper te tuͦr vnd ſprach. Ir ſult fro ſein wan̄ der ku nig der euch erſchynen iſt. das iſt vnſer here Ieſus criſtus der war got. vn̄ hat mich her zu euch geſandt das ich euch ſag vnd weyß auff den weg des ewigen lebens. dauon halt euch reyn wan̄ der kunig der euch erſchynē iſt der hat euch gar vaſt lieb. Die weyl ſant Thoma alſo mit in redt. da ſtunden zwen engel bey in. die ſprachen. vns hat got hergeſandt dz wir die red bewerē ſul len die ſant Thomas gethan hat. vnd was ir von got begert des werdent ir gewert. Da ſie die red hoͤrten da eylten ſie von dem bett. vnd vielen fur ſant Thoma nder. da hub er ſy wi der auff vnd ſprach. Seyt fro vnd gelaubt an got. vn̄ laſt die abgoͤtter ſo werdet ir kunig vn̄ kunigin in dem ewigen leben vnd ſaget in als vil von got das ſich d̓ kunig dyomſius vn̄ ſein fraw Pelagalieſſen tauffen vn̄ als ir kumg reych. ¶ Da nun d̓ kunig Gundofferus vō India vernam dz ſein diener Abanes dē er het auß geſandt als gar ein weyſen man in ſein lannd bracht het. da ward er gar fro das er im einē palaſt wurd machen vnnd hieß im geben von gold vn̄ von ſilber. vn̄ wes er bedurffen wurd das der palaſt volbracht wurde. Darnach da zoch der kung auß vn̄ kam in zweyen iarn nit rader heym In der ſelben zeyt da gab ſoyt Whofmta ccxxx Thoma dz gut damit er den palaſt ſolt bawē den armen leuten vnd bawet nichts. Da nun der kunig wider heym kam vnd ſahe das ſant thoma nichts gebawet het vnnd das er doch vil guts het eingenummen. da ward er zornig vnd leget in vnd Abanes der in bracht het in einē kercker. vn̄ meynt er wolt ſie beyde toͤdtē. ¶ Nun het d̓ kunig einen brud̓ der wz ſiech. vnd ſtarb vn̄ ward verlorn dan̄ er was vnge laubig. doch gab im got vō ſeiner guͤte an dē dritten tag ſein leben wid̓. vnd was gar ernſt lich. vnd ſprach zu ſeinē bruder Gundoffero zu dē kunig. Brud̓ du haſt gar vbel gethan dz du ſant thoman gefangen haſt. wan̄ er iſt eyn heyliger man̄ vnd die engel gottes ſeind ber im. vn̄ hat dir ein wunigklichs hauß gebawet vnd in dē ſelben hauß wer ich gern Torwar tel geweſen. da ſprach ein engel zu mir. dy ſtat mag dir nit werdē. wan̄ dz hauß iſt deines bru ders das hat im ſant thoman gebawet. er hat ſich ſein aber vnwirdig gemacht. darumb far wid̓ lebentig heym zu deinē bruder vn̄ kauf im das hauß ab. da ward ich wider lebentig. Da das Gundofferus horet. da gieng er mit ſeinem bruder weynent zu dē kercker. vnd ba ten ſant Thomā das er in ir ſuͤnd vergebe. dz thet er. Da wurden ſie beyd getaufft vnnd vil volcks mit in. vnd wurden gut criſten. Da gab der kunig ſant Thoman vil guts das gab er alles den armen leuten vn̄ ſtercket ſie damit. ¶ Darnach vber ein monat da ſprach d̓ hey lig ſant Thoma zu dem volck er wolt predigē ſo ſolten ſie zuſammen kummen. da d̓ tag kam da ſteyg er auff ein hoͤhe vnnd kam ein groß volck fur in vnd brachten alle dy mit in dy da kranck waren. Od ſprach ſant Thomas ſein gebet zu got mit groſſem ernſt vn̄ bat vnſern herrē das er die ſiechē all geſundt machet da wurden ſie all geſundt. Darnach hub er das gotzwort an. vnnd ſprach. Wiſſent alleſampt das ir mich nit fur got ſult haben wan̄ daran thetet ir vnrecht. wan̄ ich bin ſein nit. IIch bin nuͦr ſein knecht vnd ſein diener. vn̄ er hat mich nuͦr durch ewer heyl her geſandt dz ich euch ſeinen namen verkundē ſol vn̄ euch weyße dz ir den abgoͤttern nit dienet. wan̄ ſye ſeind des veindes geſpoͤtt. dauon ſolt ir an Ieſum criſtū gelauben d̓ des hymels vn̄ der erdē ſchoͤpffer iſt. vnd alle ding vermag vn̄ alle ding muͤſſen im gehorſam ſein. Von der ſuͤſſen lere. dig wegen die ſant Thoma getan het lieſſen ſich tauffen neuntauſent menſchen on weyb vnd on kind. Vnd da die predig ein end̓ hett. da fuͦr er in̄ dz ober India vnd wolt dz volck da auch bekere. Nun wz ein kunig in dē ſel ben land d̓ hieß Miſſedeus. d̓ het einē oͤhem d̓ was ein hertzog d̓ hieß Rariſius des fraw hieß Migdomia. die ward ſchyer gelaubig wan̄ ir ſaget ein fraw das ſy erblindet wz. da het ir ſant Thoman ir geſiht mit ſeine gebet v̄ got erworbē. Da bat migdomia dy frawē das ſiß zu im brecht. das thet ſie. da ſaget er ir als vil von vnſerm herrē Ieſu criſto das ſie gelaubig ward vn̄ empfieng dē tauff. da der hertzog das hoͤrt. da klaget er es dē kunig. da ward d̓ kunig gar zornig vn̄ hieß ſant thomā fahen. da nam Migdomia die frawen mit in die er geſehent het gemacht. vn̄ kamē zu ſo Thoman. vnd gaben dē huͤttern als vil g das ſiß heymlich zu im lieſſen. da weyntē frawen ſer vmb in vn̄ batē in dz er ins ver dz er durch irē willen gefangē leg. da ſpr er zu in. Ich lig gern hie mir ſchadt kein h dauon geet wider heym. ſo wil ich zu euch men. da giēgē die frawē wid̓ heym. da br ten in die engel zu mitter nacht zu in. da er ſie freuntlichē vn̄ ſaget in von dem gro lon den got den wil gebē dy hie gedultig en durch in leyde. vn̄ ſchyed von in vn̄ leg wid̓ an ſein ſtat in̄ die gef engknuß. ¶ Darnach kam d̓ hertzog kariſius zu Runig. vnnd ſprach. Herr bittet ewer fro die kunigin das ſie mein frawen von iret heyt bring. Ich kan ſie weder mit vbel mit gut da von bringen. da bat d̓ kunig d nigin darum̄. da gieng ſy zu d̓ hertzogin het ſie gern verkert vn̄ abzogen von dē g ben. da ſaget ir die hertzogin als vil von vnd von criſtē gelauben dz ſy die kunigt kert. da d̓ kunig dz hoͤrt da ward er zorn ſprach zu dē hertzogen. Mein fraw ſoli frawen bekert habē ſo hat ſie die meinē kert. vnd die mein iſt mir verkerter word dir die dein. Darnach hieß d̓ kunig ſant mā fur in bringen vnd ſprach zorniglich im. Du haſt vnſere weyber gar boͤßliche zaubrey verkert darumb muſt du ſterber ſprach ſant Thomalch hab nye keyn zo gelert noch nyemant beganbert. dz thet nag zonm en hieh gliende. wor mache e Eoertet ſeinj die erden ſteken darauff muiſt ſant tho ma hin vnd her geen. da halff im gott das es im nit ſchadet. wann es ran ein waſſer vō ey nem brunnen d̓ da entſprang vber die ſper vō dē willen gottes dz machet ſy kuͤl. Darnach thet man in inn einen gluenden ofen. da kam ein wind von dē willen gottes vnd machet in als kuͤl das in nye kein leyd geſchach. dz iz dem kunig leyd. ¶ Nach dem hieß in b̓ kunig fur die abgoͤt ter furē. vn̄ ſprach zu im. wilt du lebē ſo opfer vuſern goͤttern. Da ſah er den abgot an vnnd ſprach. Du boͤßer geyſt ich gebeut dir dz du von dē abgot fareſt vn̄ fuͤr mich ſteeſt. vnd wz ich dich heyß das thu. des was er im zehandt gehorſam vnd ſtund fur in. In ſah aber nye mant dan̄ er. Da ſprach aber ſant thoma wen̄ ich auff die knye fall ſo zerfuͤr den tempel. da ſprach der teufel. Gunn mir das ich die hey den toͤdt. Da ſprach er. thu nuͦr dz ich dich ge heyſſen hab. vnd viel da nyder auff ſeine knye da zerfur der tempel des erſchracken die Bi ſchoff ſer. da ſtach einer einē ſpieß durch ſant Thoma.da fur ſein ſel zu den ewigen freudē da floch der künig vnd der hertzog. wan das merer teyl des volcks het es mit ſant Thoma vnd giengē gemeynklich mit ſant thoma gen kirchen vn̄ begrubē in mit andacht. Darnach erwarb d̓ kunig von Syria von dē keyſer Ale xandro. dz er im ſant thomā geb. da furt er in mit groſſen eren gen Ediſſa vn̄ leget in in̄ ei nen koſtlichē ſarch vn̄ hieng in mittē in d̓ kir chen an vier ſilbrin kettē vnd geſchehē vil zey chen da. vnd wer genad von got vnd von ſant thoman begert d̓ wirt gewert vnd zu d̓ ſelben zeyt mocht kein heyd. kein iud. noch kein ketz er in̄ d̓ ſtat leben. noch auch keyn tyran̄ mocht ar geſchadē von des brieffs wegen den vnſer herr Abagaro dē kunig d̓ ſelbē ſtat ſendet. vn̄ an dē antlaß tag wen̄ d̓ biſchoff vnſers herrē fronleychnā geſegnet ſo gab in dan̄ ſant tho man dē leutē. die ir ſund berewet vn̄ gepeycht hette mit ſeiner hand. aber ſeiner hād ſah mā nit man ſah nuͦr vnſers herrē leychnā in d̓ ge ſtalt des brots. ¶ Darnach furt mā ſant tho wan in des reychs haubtſtat dy hieß Huͦlff. die iſt als weyt als vier tagweyd. vnd dy ſteyn mauer die darum geet die iſt als dick dz zwen vegen nebē enander darauff geen. vn̄ iſt als joch aloelm hoherpurn. vnd miten duch dey ſtat fleuſet d̓ vier waſſer eins dz auß dē Pa radeyß rynnt. dz waſſer gibt d̓ ſtat fruchtber keyt vnd den andern waſſern. vnnd man findt gar edels gold in dē waſſer vn̄ edels geſteyn. da von werdē die leut reych in d̓ ſtat. Vn̄ es was des ſelben mals dz kein ſundiger criſten kein weyl in d̓ ſtat mocht beleyben eyntwed̓ er muſt ſich beſſern od̓ er ſtarb. Es mocht auch kein vngelaubiger menſch inn d̓ ſtat geſein er bekeret ſich danj. Vnd es ligt ein berg einen kleinen weg von d̓ ſtat dar vmb geet ein tyef ferſee vnd oben auff dē berg da ſtet ſant tho mas munſter. vnd in dē vmlauff des bergs da ſein zwelff munſter die ſein geweycht in d̓ ere d̓ heylige zwelffpotē. vnd es mag nyemāt vor waſſer in ſant Thomas munſter kummē. wan̄ d̓ groß ſee geet dar vmb. vnd wen̄ ſein tag ſol kummē ſo geet dz waſſer acht tag vor alles ab vnd acht tag hinnach. vn̄ wen̄ d̓ patriarch das ampt begeen wil ſo kumpt alles volck zuſame gelaubig vn̄ vngelaubig. vn̄ geen mit dē Pa triarchē in dz munſter vnd alle dy menſchē dy ſiech ſein die werdē von ſant thomas genadē geſundt vn̄ in dē kor des muͤnſters da iſt eu wolgezyrte ziborig dy iſt mit gold bedeckt vn̄ mit edlē geſteyn wolgezyret dy ma in dē waſ ſer findet. vn̄ in der ziborig hangt em ſilbrin kron an einer ſilbrin ketten vn̄ die lampen dy vor dē ziborig hangen ſein vol balſams. vnd brinuen ein iar wen̄ man ſie einſt anzundt. vn̄ wirt des balſams nit mynder. vn̄ wer mit dem balſam von dē patriarchen beſtrichen wirt d̓ wirt von allem ſiechtum geſundt. Darum be ſtreycht er alle die da mit dy dar kummē. vnd wen̄ der patriarch mit den biſchoffen dy vnd̓ im ſeind fur den altar geen. ſo nemen ſie das guldin tuch mit lob vn̄ mit geſang darein ſāt thomas gemacht iſt vn̄ brayttē es mit groſſer andacht auff. Darnach nemen ſy ſeinen heyli gen leychnā vn̄ ſetzen in neben den altar auff einen gulden ſeſſel. da iſt alle ſein geſtalt vnd geleychnuß vn̄ ſcheynt ſein ātlitz als dy liech ten ſtern. vnd ſein har iſt im rot vnnd geet im auff die achßelu vnd ſein bart iſt im auch rot vnd krauß vn̄ nit gar langk vn̄ ſein gewand dz iſt noch vnuerſert als da er auf erdtrich giēg Alſo ſitzt er neben dem altar auff dem guldin ſtull die weyl man die meſß ſingt. vnd wen̄ die zeyt kumpt dz man die leut berichten ſol. So Thoma ccle leget in auff ein groſſe guldine batenen. vnd tregt in dan̄ ſant thomas dar mit groſſer an dacht. vnd knyet fur in nyd̓ mit vnſers herren leychnā vnd gibt ſant thoma dy paten mit dē heyligen ſacrament. dy nympt ſant Thomas mit d̓ rechten hand. vnd geet dan̄ alles volck zu im frawen vnd man. vnd empfahen vnſers herren leychnā vō ſeiner rechtē hand. iſt aber ein menſch da dz in ſunden od̓ in vngelauben iſt. vnd geet er dann hin zu vnd wil vnſers het ren leychnam empfahen. ſo zeucht er dy hand wider zu im vnd thut ſie nit auff dy weyl der menſch gegenwertig iſt. vnd kumbt d̓ ſunder nicht außd kirchen. eintwed̓ er beſſer ſich od̓ gewinn ware rew vber ſein ſund. ſo gibt er im dann vnſers herren leychna. od̓ er ſtirbt ee dz erherauß kumpt. Das zeychen haben vil vn gelaubiger menſchen geſehen vnd ſein da vō erſchrocken vnd haben criſtē gelaubē an ſich genumen. vnd wenn dz alles ergeet vnd d̓ pa triarch vnd die biſchoff all ſant thomas hoch zeyt die acht tag begangē haben. ſo nemen ſy dann ſeinen leychna vnd ſetzen in wid̓ an ſein ſtat. So teylt ſich dann d̓ ſee vnnd das waſſer wider vmb das munſter als vor. Die ding von ſant thoma hat der Patriarch von India dē babſt Sixto dem andern geſaget. dz hortē all Cardinel vnd lobten got darum̄. ¶ Ein dorff heyſt helbach. darinnen ſaß eyn ritter der hett ſant thoman ſunderlichen lieb. vnd eret in fur all zwelffpoten. vnnd verſaget keynē menſchen ſein almuͦſen der durch ſeinē willen bat vnd erbot im auch ſunſt vil eren. vn̄ eins mals kam der boͤß geyſt inn geſpoͤtt fur ſein tuͤr vnd klopffet an. vnd bat in das er im herberg geb durch ſant Thomas willen. vnd da er in dy herberg kam da wz er ſchier erfro ren. wan̄ es war gar kalt. da ſandt im der Rit ter ſein kappe dz er ſie auffſetzet biß dz er er warmet. des morgens fruͤ ward der bilgrim verloren. vnd man kund die kappen nit finden da ſprach die fraw. Ir ſeyt offt betrogen von ſolchen ſchelcken vn̄ laſt noch da von nmit ir be herbergt ſie. da ſprach der ritter. Liebe frar ſeyt darum̄ nit betrubt. des ſchadēs mag vns got wol ergetzen durch ſant thomas willē. dz tet der boͤß geyſt darum dz er in zornig wolt machen. das geſchach nicht. vnd das der boͤß geyſt dē ritter zu vbel het gemeynt dz kam im zu groſſem glick. wan̄ der riter trachtet zuhandt wie er zu ſant thomas munſter moͤcht kūmen vnd bereytet ſich darauff mit zerung vnd mit allen dingen vn̄ da er fertig ward. da nā er ein guldins vingerlein vnd brach es voſ einander. vnd gab dz ein teyl ſeiner frawē v behielt das ander teyl ſelber. vnd ſprach zu ir dē worzeychen ſolt du gelauben. wen̄ du das halb vingerlein ſihſt vnd bit dich vleyſſiglio das du funff iar mein warteſt. ob ich die wey nit herwider koͤm. ſo nym dir nach den funf iaren einen andern man. das gelobt ſie im ge treulichen. Darnach fur er auß mit groſſer a beyt vntz das er zu ſant thomas ſtat kam. d empfieng man in freuntlichē. vnd thet im vi eren durch ſant thomas willen. da gieng er ſant thomas munſter. vnd befalh ſich vn̄ ſei frawen dē heylige zwelffpoten. vnd gedach daran das die funff iar an dem ſelbigen tat auß waren vnd erſeufftzet gar iemerlich. vn̄ ſprach weynent. O herre mein got vnd liebe herr ſant thomas. nun nympt mein fraw eine andern mā wan̄ vnſer herr het ſeinen wegg e irret darum hernach dz an im geſchach. vn d er in̄ dē munſter alſo vmbgieng da ſah er de boͤßen geyſt dort ſteen vn̄ het ſein kappē au vnd ſprach zu dē ritter. Erhart kēneſt du mie nit. Da ſprach er. neyn ich. aber die kappend du auff haſt die kenn ich wann ſie iſt mein c weſen. Da ſprach er. ich bins der bilgrim de dich in ſant thomas ere vmb die herberg ba vnd ſtal dir dein kappen. ich bin aber darum gar vaſt gepeyniget worden vnd bin es d̓ bē eyſt. vnd mir iſt von ſant thoma gebotē wo den ee dz die leut heint entſchlaffen ſo ſol ie dich heym bringen in dein hauß. Wann de fraw hat einen andern man genume vnd wo len heint bey einander ligen vnd nā den rit auff ſeinen halß. vnnd bracht in heyn das nye keyn leyd geſchach vn̄ da er fur ſein hat kam da gieng er hinein. da ſah er ſein fraw bey dem breutigā ob dem tiſch ſitzen. vnd ſen. da bot man im zetrincken auß einē ko Vnd daer getranck da warff er dz halb vi gerlein in den kopff. dz ſah ſein fraw vnd das vingerlein auß dem kopff. da bekaul es zehandt. vnd nam das ein halb teyl des gerleins vnd hielt es zu dyſem teyl. da wae ein ding. vnd bekant zuhandt dz er ir man vnd fur auff von dē tiſch. vnd ſchrey mit. den das iſt nennan. vmnd men herd̓iſtlke Von ſant wmen vnd gieng gegen in vn̄ vmbfieng in. vn̄ gab dē breutigam vrlaub vn̄ nam iren rechten man vnd wurden fro vnd dancktē got vn̄ ſant Naſtaſia die wz ein ſiunckfrawe vn̄ het got lieb. vn̄ achtet er welt nit. vn̄ meynt ſie wolt gott u lob ir keuſcheyt behalten. vnd ir vater was jn reycher man zir Rom vn̄ was vngelaubig. Da was ir muter heymlich ein criſtin vn̄ leret tochter criſten gelauben mit vleyß. vn̄ taufft ie der heylig Criſogonus. da was ſie demu g durch got. da gelobt man ir einē man vber ren willen. das wz ir gar leyd. vnd keſtiget irē eyb gar ſer. vnd floch iren man all zeyt. vn̄ troͤ ket die ellendē menſchen in dē kercker. vn̄ gab n eſſen vnd trincken vnd gewand. des ward man innen vn̄ thet im zorn. vn̄ ſetzet ir leut ſe ir huͤtten vnd ir darauff ſolten mercken vn̄ egeret in ſeimē hertzē dz ſie ſtuͤrb ſo wolt er nt irem groſſen gut ein andre nemen. vn̄ wz gar hert. Nun loͤßet ſie got von ſeiner guͦt on irem man̄. wan̄ er ward ſiech. da ward ſie gar fro vnd gab ir gut froͤlichen durch got. dz thet dē veind zorn vn̄ ſchuff dz man ir vil ley dens anlegt vm criſten gelaubē. ¶ Nun het int Anaſtaſia drey meyd bey ir. dye waren hweſtern vnd waren criſten vn̄ dienten ir al le zeyt. Nun hoͤret ein herr das ſie crſtē wa oet vnd vieng ſie all drey vnd ſchloß ſie in ein fuchen vnd gieng darnach zu in vn̄ wolt ſein b. ßheyt mit in getriben habē. da behuͤtet got die iunckfrawen vnd verhenget dz dē herren ſein ſyn̄ veruͦckt wurdē. da er zu in gieng. vnd ſeinen willen mit in haben wolt. da vmbfieng erhefen vnd keſſelheblichē ab in wol gelue ſtet vnd haſet vnd kuſſet ſie vnd drucket die pfannen an ſein antlitz vnd an ſein bruſt. wan̄ erhet nit vernufft. vnd het wol geſchwore es weren die drey meyd geweſen. Da ſahen die iunckfrawē vil wund̓s von im vnd da er dz vil getrib. da gieng er herauß vnd meynet er wer gar ſynnig. Da ſah ſein geſind dz ſein gewād vn̄ ſein antlitz als ruſſigwꝫ. vn̄ warē im ſeine kleyder zerriſſen. da gedachten ſie in er were behafft. vnd bunden in dz er nyemantz keine ſchade thet. Da ward er zornig vnd gieng zu dē keyſer vnd klaget im dz mā ſein ſpottet. vn̄ dz ſie in geſchlagē hetten. Da ſah in der key ſer vnd dy ſeine als einen torn an. vn̄ ſpottetē ſein vnd ſchlugen in. das muſt er alles leyden Darnach kam er wid̓ zu ſeine ſynnē. da wz im gar leyd vnd thet im zorn auff dy iunckfrawē vnd gedacht im ſie hetten in alſo gezaubert. vn̄ hieß ſie nacket abziehen vnd gedacht im er wolt ſie ſchendē als er von in geſchendet was worden. da thet got ein groß wund̓ durch der iunck frawen willen. vnd halff in dz die kleyd̓ als vaſt an in klebten dz ſie kein menſch von in mocht bringē. da d̓ herr das ſah da ward er als zornig dz er ſie zutod ließ ſchlahen. da fu ren ir ſelen zu den ewigen freuden. da gab in got der mertrer kron zu lon. Darnach ſprach d̓ keyſer zu einē ritter. verſuch ob du Anaſta ſiam darzu mugeſt bringen dz ſie vuſern goͤt tern opffer ſo wil ich dir ſy gebe mit allē irem gut. da was d̓ritter gar fro. wan̄ ſie wz ſchoͤn vnd rech darun̄ hett er ſie gem gehabt end Anaſtaſiā het hoffnung er brecht ſie von irem gelaubē. vnd nam ſie zu im in ſein hauß. vnnd ſprach ir lyeblich zu vnnd bat ſie das ſy den abgoͤttern opffert. vnd thet ſie das ſo muſt man ſy in ho hen eren loben. Die red was ir vnmer. wan̄ ſie floch die ere all zeyt. da wolt er ſeinen willen mit ir gehabt haben. da verhenget gott durch iren willen das er zuhandt erblindet. Da er ſchrack er gar ſer vnd lieff zu den abgoͤttern. vnd het hoffnung ſie hulffen im vnnd bat ſie das ſy in geſundt machtē. Da ſprach d̓ veind. Du haſt anaſtaſiam zu groſſem leydē bracht darum hat vns got gewalt gebe vber dich dz wir dich in̄ der helle peynigen. da ward erſer betrubt. vnnd da er wider heym wolt geen. da leyttet in ſein knecht als er nit ſah. Da viel er nyd̓ vnd ſtarb. da fur ſein ſel in die hell. da vor vns got behutt. ¶ Nach dem empfalhe man ſie einē andern herren d̓ gedacht im. wy thet ich dz mir ir gut wurd. vn̄ ſprach zu ir. wz man dir ſagt ſo wilt du doch ein criſtin ſein. ſo thu als ewer criſtus leret. da er ſpricht. Wer ſich nicht aller ſeiner hab abthut der mag mein iunger nit ſein. So haſt du vil guts das gib mir vn̄ biß du durch deinen got arm. So laß ich dich auß vnnd ein geen. Da ſprach ſie. ich wil dich die geſchrifft baß lernen. Er ſprach. Gib es armen leuten. ſo biſt du reych. darum̄ iſt dein red vmb ſunſt. das thet im zorn vnd hieß ſy in den kercker le gen. ond gebot dz man ir wed̓ zueſſen noch zu trincken geb. vn̄ meynt er wolt ſie mit hunger dar zu bringen das ſie thet was im lieb were. Darufft Anaſtaſia vnſern herrē mit groſſer andacht an in dē kercker. vnd bat in dz er mit ir were in irem leyden vnd ir zuhilff koͤme. ¶ Da furſah ſie vnſer herr mit ſeiner guͤt. vn̄ ſandt ir alle tag ſpeyß von hymel vntz inn die achten wochen. Vn̄ da der herr ſah das es ij nit ſchadet. vnd ſie dennoch als ſchoͤn wz. das thet im zorn vnd verſendet ſie inn ein ellend inſeln wol mit zweyhundert iunckfrawen. di wurden all vmb criſten gelauben verſandt d̓ ſy da ſterben ſolten. Darnach ſchyer da ſand der herr wid̓ nach den iunckfrawen. dy brach man jm vnd vil frawē vn̄ man̄ mit in die au criſten waren. Da hieß er Anaſtaſiam zu eu ſtock binden vn̄ ein groß fewer vmb ſy mac da ſtarb ſie vnd fur ir ſel zu den ewigen fr den. Darnach hieß er die andern al toͤdtē. wz ein man vnder in. d̓ ſprach da man in to ten wolt. Ir mugt mir meinen leyb wol ne vnnd mein gut. ich freio mich aber das ir meinen herren Ieſum criſtum nit geneme get durch des willen wil ich gern ſterbē. er iſt durch meinē willen tod. Darnach toͤ man ſie all. vnnd furen ir ſelen zu den ew freuden. Da begruben dy criſten ſant Ar ſiam heymlichen. Nun helff vns ſant. ſtaſia vmb got erwerben das wir hie men werden nach ſeinem lob vnd nach dyſen gencklichen leben beſitzen die ewigen fi Amen. ¶ Von ſant Steffand heyligen erſten mertrer. Von ſant Erheyligherr ſant Steffan was edel. vnd was von der geburt ein Iud. vnd wz Symeonis ſun. vnd was wolgelert. vnd die engel wonten bey im vnd het got lieb vn̄ dienet im mit fleyß tag vnd nacht. mit beten. mit vaſtē. mit wachē vnd mit vil ander guter vbung. vnd was kuͤn in dem dienſt vnſers herren. vnd meret dz lob gottes. ¶ Iu den zeyten da wuchß der criſtē gelaub gar ſer. das was den Iuden leyd vnd thet in zorn. vnd trugen den criſten haß. vn̄ hu ben an ſant Steffan an vn̄ verechteten in vm̄ ſeiner lere willen vnd ſtelten zwen wid̓ in auf die gaben falſch gezeugnuß von im. vn̄ ſpra chen er wer ein verkerer irer ee vnd redet wid̓ die geſetz moyſi. vnd die ſtat Ieruſalē wurd zerſtoͤrt vmb das criſtus geſtorben wer an dē creutz vnd da ſie alſo falſche gezeugnuß von im geſagten. da ſprach d̓ biſchoff zu ſant ſtef fan. du haſt die ſach wol gehoͤrt. darum̄ du ge ruͦgt biſt wordē. dauon antwurt vns. Da thet got ein zeychen an ſant Steffan das im ſein antlitz als liecht vnd als klar ward als d̓ ſun nen ſcheyn dz ſie alle wunder an im ſahen. da was der heylig geyſt mit im. vnd halff im dz er ſich weyßlich vnd wol verſprach. vnd vber ſieff die geſchrifft der alten vnd neuen Ce. vn̄ leget die auß. vnnd ſprach. Die ere gottes iſt heylig vnd gut. vn̄ redt gar vil von got. da vō wurden ſie tobig vor zorn an in. da ſah er auff zu got. vnd ſah dē hymel offen ſteen. vnd ſah Ieſum recht guͤtlichen zu der gerechtē ſeines vaters ſtan recht als ob er mit im wolt ſein in ſeinē leydē. Da ſprach ſant ſteffan zu dē iudē Hort mich durch got. Ich ſich den hymel of fen vnd ſih Ieſum ſteen zu der gerechten ſei nes vaters. Vnd da er das geſprach da huͤb ſich ein ruͤffen von den Iuͦden vnnd ein groß geſchrey vnd verhuben ire oren vnd wolten in nit mer boͤren. vnd ſtieſſen in auß der ſtat. dz eyd er froͤlichen durch got. Darnach brachten ſie in an die ſtat da ſie n toͤdten wolten das was vor der ſtat Ieru alem neben dem tal das da heyſt Ioſaphat nd zugen ire kleyder ab das ſie deſter ringer ſant Steffan zuuerſteynen. Da huͤttet s ires gewands. darum̄ dz er auch teyl wann er was dennoch nit bekeret. en ſie vilſteyn an ſant Steffan. dz fklichen vnd kuyet nyder vnd betet fur ſein velnd vnd ſprach. Herr vergil in was ſie an mir thun. Darnach ſtund er auff vnd ſprach. Herr ich beuilhe meinen geyſt inn dein hend. da mit gieng im ſein ſel auß vn̄ fur zu den ewigen freuden. Da lieſſen ſie ſeinen heyligen leychnam vnwirdigklichen ligen. da kam Nicodemus vnnd Gamaliel. die waren heymlich criſten. vnd begruben ſeinē heyligē leychnam gar mit groſſer andacht. Darnach wurden ſie beyd auch erſchlagen. da leget ma ſie auch zu ſant Steffan. Nun muſten dy cri ſten auß der ſtat Ieruſalem es beleyben aber die zwelffpoten die waren kuͤn an gott. Dar nach vber vierhundert vnd ſihentzig iar nach criſti geburt. da ſtund es wol zu Ieruſalē vnd waren vil criſten da vnd weſten nicht wo ſant Gteffan lag. ¶ Nun was ein heyliger brieſter d̓hieß Lu cianus. vn̄ der ſchlieff an einer freytag nacht da kam ein bot von ſant Steffan zu im d̓ wz ſchon vnd erlichen geſtalt. vnd was groß vnd alt vnd het einen langen bart. vnd hett einen ſchneeweyſſen mantel an. vnd trug ein guldi ne rut in der hand da mit ruͤret er in an. vnnd ſprach alſo luciane du ſolt vnſer greber offen baren da wir begraben ligen. wann vnſer iſt lang vergeſſen geweſen. das ſolt du dem bi ſchoff ſagen vnd ſprich. er ſol vns nun erlichē legen das wirt dem volck nutz vn̄ gut. ſo woͤl len wir auch ein gutes wetter vmb got erwer ben. das bedurfft ir wol. wan̄ es hett lang nit geregnet. Da ſprach lucianus. Herr wer biſt du vnnd wer ſein dein geſellen. Da ſprach er. ich bin Gamaliel. vn̄ mein leychnā ligt begra ben bey dē heyligē leychnā ſant Fteffans d̓ gemartert vnd verſteynt ward von den Iude vn̄ Nicodemus ligt auch bey mir der vo ſant Peter vnd ſant Iohannes getaufft ward. dē ſchlugen die Iuden als ſer das er wol halber tod was vn̄ lieſſen in da ligen. da nam ich in vnd trug in in̄ mein hauß vnnd pflag ſein gar wol in ſeiner krauckheyt dz leyd er gedultig. lichen vp ſtarb ſchier darnach vnd fur zu den ewigen freudē. da begrub mā in bey ſant ſteſ fans fuͤſſen vn̄ ligt men ſun Abibas auch da bey. d̓ wz tugentlich. vnd wz zweyntzig iar alt da man in taufft vnnd behielt ſein keuſcheyt durch got. darum ſo thet got im vil genaden. Damit verſchwand Gamaliel. Fteffan .Ml. c. cxxxxxvj. Iahandt macht ſich Lucianus auff an ſein gebet. vn̄ ſprach zu got. Herr iſt das war das ich geſehen hab. ſo bit ich dich das du mir es dreyſtund kund thuſt. Vnd da d̓ ander frey tag kam. da entſchlieff er aber. da kam gama liel aber zu im als vor vnd ſprach zorniglichē zu im. Iuciane luciane. wy haſt du meine wort verſchmecht. da ſprach er herr ich hab es dar umb gethan das ich mer bewernuß wolt von got haben. Da ſprach Gamaliel. Merck wel liches yeglicher heylig ſey. vnd thu deine au gen auff vnd ſih was ich dir zeyg. da zeyget er im vier ſchoͤne vaß. dy drey warē guldin vn̄ dz ein ſilbrin. Das ein guldin vaß wz vol ro ter roſen. vnd die andern zwey warē vol weyſ ſer roſen. vnnd das ſilbrin vaß het einen edeln ſteyn das was ein weyſſer ſaphyr. vn̄ leget im da auß was die vaß bedeuttē. vnd ſprach. Dz vaß mit den roten roſen dz iſt ſant Steffans ſarch mit ſeinē heyltum. vnd die rotten roſen bedeutten ſein groſſe marter. vnd die kron die er nun tregt. vnd die zwey guldine vaß mit dē weyſſen roſen die ſind mein vnd Nicodemus vnd oedeutten die lauttern hertzē dy wir het ten. ſo iſt das vierd ſilbrin vaß mit dē ſaphyr meines ſuns Abiba vnd bedeuttet die keuſch heyt die er het von ſeinē kindlichen tagen. da mit verſchwand er. vn̄ Lucianus erwachet. vn̄ gieng aber an ſein gebet. vnd ſprach. Herr ſey dz geſiht war ſo laß mich es zu dē dritte mal ſehen. An dē dritten freytag da entſchlieff er aber. da kam gamaliel als vor. vn̄ ſprach her tiglich zu im warum haſt du nit geworbē als dir von mir beuolhē iſt. damit verſchwand er. Da ſtund Lucianus zuhand auff vn̄ giēg froͤ lichē zu dē biſchoff Iohānes vn̄ ſaget im wz im von got in de ſchlaff verkuͤndt was wordē Da wz d̓ biſchoff ein guter man. vn̄ ward gar fro vn̄ lobet got darum. vn̄ gieng mit dē brie ſter Luciano vnd mit aller brieſterſchafft mit d̓ proceſſen vn̄ giengē vntz an den berg ſyon. da man in hin geweyſet het. vn̄ grubē vaſt ein vnd weſten doch d̓ rechten ſtat nit gentzlichē Da erſcheyn Gamaliel einē munich der hieß Michecius vn̄ ſprach. Gee bald zu dē volck. vn̄ ſprich zu Luciano. wir ligen an d̓ ſtat nicht da ſie grabē vn̄ weyſt im die rechten ſtat. Da mit verſchwand er. Da lieff d̓ muͤnich bald zu Luciano. vn̄ ſaget im wz im Gamaliel embo ten het. Da warder gar fro. vn̄ grubē an dei handt ein zeychen. vn̄ bewegt ſich dz erdtrich da die heyligē lagē. Da ward ein als guter ge ſchmack da vnd wz als groß dz dreyvndſibē/ tzig menſchē da geſundt wurden von allerley ſiechtum̄ den die menſchē hettē. Da wurdē ſy gar fro vnd lobten got all darum̄. Vn̄ Lucia nus fand die heyligen gentzlichē als im Ga maliel kund het getan. vn̄ bekant auch welchs yeglicher heylig was. Da namē ſie das heyl tum mit freudē herauß. vnd d̓ biſchoff bracht ſant Steffan gar mit groſſer andacht inn die kirchē die da ſtund auff dē wirdigē berg ſyon Da ward er begraben zu dē andern mal. Der berg Syon ligt zu nechſt bey Ieruſalē. Aber die ſelb kirch iſt ſeyder zerſtoͤrt wordē vō den heyden vnd d̓ Biſchoff ließ im einen groſſer reychen ſarch machen. vn̄ leget in mit wirdig keyt darein. Sant Steffan ſtarb in dē augſtē. vn̄ ſein heyliger leychna ward zuͦ weyhēnach ten funden. Nun hat man die hochzeytlichē feſt verwandelt. vn̄ begeet es zu weyhennach ten als er ſtarb. darum das dz feſt groſſer iſt als er ſtakb dann da er funden ward. darumb hat mā ſein feſt an den nechſten tag nach dē Criſt tag gelegt. wan er wz d̓ erſt martrer. ſo hegeet ma in in̄ dē augſtē als er funde ward. ¶ Eines mals wz ein fürſt d̓ hieß Alerander d̓ wolt vber meer faren zu dē heyligē grab vn̄ ſein fraro mit im. vnd kam gen Conſtantino pel. Da horten ſy die groſſen zeychen die got durch ſant Steffan thet. da gewan̄ der furſt groß lieb zu ſant Steffan. vnnd bawet im ein reyliche kirchen. vnnd bat das volck da. ob er ſturbe das man in dan̄ zu ſant Steff an leget Da ſtarb er. da legtē ſie in an ſant Steffans ſeyten. Da belib ſein frar ſiben iar da iij. der ſtat. Darnach wolt ſie heym faren vnd wz ir andt vmb ires herren leychnā vnd bat den bi ſchoff als lang vntz er ir erlaubt dz ſie i mie v ir furt vnd gieng mit d̓ frawen an die ſtat da Alexander vnd ſant Zteffan bey einand̓ la gen in zweyen ſilborin ſarchen. dy warē an ein ander geleych. da weſt d̓ biſchoff mt in wel chem ſarch der herr lag. vn̄ ſprach zuͦ d̓ frawē Bekennet ir eweren ſarch nit. da ſprach ſie va gar wol vnd da ſy die ſaͤrch auſah. da nam ſi ſant ꝟteffans ſarch. vij ſprach. dz iſt meines herren ſarch. vnd wolt wenen er wer es vnnd bacht in uff en ſchiff nofurenntit. de Von lant hoͤet man die engel in den lifften ſingen. vnd das ſchiff was vol guts geſchmacks. vnd ka men vil boͤßer geyſt zu dem ſchiff vnd machtē em groß vngewitter. vnd ſchryen vnd ſprachē O wee vns mā furt den heyligē martrer ſant ſteffan des krafft iſt vns gar ſchwer vn̄ ward der ſturm̄ als groß das ſie nahent ertruncken varen. da waren ſie in groſſem leydē. vn̄ ruff en vnſern herren an vnd ſant ſteffan. Da er chyn er in zuhandt vn̄ ſprach. furcht euch nit. van̄ ich bin ewer helffer. Da ward das wet ter ſtill vnd ſchryen dy boͤßen geyſt ob in vnd prachen zu irē furſten. wy thuſt du boͤßwicht as du dir dz ſchiff alſo leſt entgeen. da ſant Gteff an vnſer widerpart innen iſt. du ſolt ſie ll verbrennen. Da kam in ein hymliſcher bot uhilff der trucket die funff boͤßen geyſt in d̓ elle grundt. da wurdē ſie gar fro. vnd danck en got vnd ſant Steffan. vnd kamen wol zu ind. da wurden die ſlumen redent. vn̄ ſprachē hant Steffan d̓ diener gottes iſt her kummē ē die iudē ſteyntē. des frewtē ſy ſich gar ſer. ¶ Darnach bracht man in wid̓ gen Conſtan nopel. da beleyb er manigen tag vnd thet vil eychen da. Darnach kam ein keyſer der hieß ſ heodoſius d̓ het ein tochter dy hieß Gudo ſa. die ward mit dem teufel behafft. Da das vater hort da was im gar leyd. vnnd ſprach jan ſolt ſein tochter gen Conſtantinopel fu en zu dē heyligen mertrer ſant Steffan vnd ett hoffnung ſie wurd von ſeiner heyligkeyt rlediget. vnnd da man ſie dar wolt furen da rach der teufel auß ir. Es iſt die arbeyt ver yren das man mich vber meer furet. Ich wil zvaß mit rawmen biß ſant Steffan gen rom umpt ſo muß ich auß. wan̄ die lieben heyligē helffpoten wolten das er zu in keme. Da dz er keyſer erhort da bat er vleyſſigklichen dz an im ſant Steffans leychnam gebe das er mit im gen Rom furet. vnnd gelobet in er ot in ſant Lorentzen darfuͤrgeben. Dz wz ſchwer vnnd theten es doch durch des key rs willen. Des ward er gar fro. vnnd embot dem babſt vn̄ leget es den Cardinelen fur. e emboten dem keyſer dz ſie ſant Lorentze ylten geben v̄ ſant Steffan. vnd furē et h Cardinel nach ſant Steffan vnd furten mit eren gen Rom vnd furen die criſtē von onſtantinopel mit in nach ſant Lorentzen. d daſe gen hom kamen da gieng mā mit dem heyltun̄ gegen in. Nun kamen die Roͤ mer vber ein man ſolt ſant Steffan in̄ ſant pe ters munſter bringen da ſein ketten iſt. vn̄ ſol ten in da laſſen. vnd da man das heyltum fur ſant Peters kirchthuͤr bracht. da ward es als ſchwer dz man es nit furbaß mocht bringen. das nam ſie wund̓ vnd weſten nit wie ſy thun ſolten. Da ſprach der teufel auß des keyſers tochter. Sant Steffan wil nit in dē munſter ſein er wil bey ſant Lorentzen beleybē. da hu ben ſy in wider auff da ward er leycht als vor Da gieng die iunckfraw hinzu vn̄ beruͤret dz heyltum̄. da ward ſy zuhandt erloſt vō dē boͤ ſen geyſt. Da trug man ſant S teffan froͤlich zu ſant Lorentzen vn̄ legt in in̄ ſein grab. Da rucket ſant Lorentz an ein ort dz ſant ſteffan hey im ſolt ligen. das ſah das volck vnd namē groß wunder darab vnd wurdē gar fro. Nu wolt der keyſer den kriechen leyſten als er in gelobt het vnd ſprach zu den boten. Nemet ſant Lorentzen vnd furt in mit euch heym. da wolten ſie in genumen haben vnd gryffen dē ſarch an. da vielen ſie al onmechtig hin. wan̄ er wolt bey ſant ſteffan beleybē. da erſchrack en die leut ſer. Da bat der babſt vnd dy pfaff heyt fur die kriechen da wurden ſie gekreffti get auff die veſperzeyt. vnd ſturben darnach in zehen tagen. Vnd etlich chriſten ſprachen man ſolt ſant Lorentzen den kriechen geben. die ſelbē verluren ir ſyn̄ als lang biß ſant Lo rentz wider zu ſant Steffan gelegt ward. da ward in allē baß. Darnach ward ein ſtym vō hymel gehoret die ſprach. O Rom du ſelige ſtat frew dich dz du haſt zuſammen geſchloſ ſen in ein grab ſant lorentzen den mertrer von hyſpania vnnd ſant Steffan von Ieruſalem die her kummen ſeind. von der ſtym̄ wurdē dy menſchen all fro ¶ Sant Auguſtin ſchreybt in ſeiner buͤcher eine das vnſer herr manigen hat geſundt gemacht. vnd auß groſſen notten hat geholffen durch ſant ſtef fans willen. vn̄ dz er ſechs menſchen von dē tod erkuckt hat. un het man blumen auff ſant ſteffans al tar gelegt. vnd wer die blume mit andacht na vnd zu den ſiechen trug vnd ſy darauff leget ſo wurden ſie da von geſundt. ¶ Iu einē mal was ein heyden d̓ hieß Marcialis d̓ was ſer wider die criſten d̓ gewan ein ſucht vnd lag in groſſer kranckheyt. der het einen ſeligen toch Thoma von Candelberg ccllxxxxij. da ſtarb Herodes. da ließ ſein ſchweſter Sa lome die gefangen geneſen. da hofft ſie dar an wol zethun den Iuden. doch ſag ich euch als vns die heylig geſchrifft etwa ſagt dz ſa lome hieß die edlen Iuden toͤdten. Nun hub ſich ein groſſe klag von iungen vnd von alten das weſt als herodes vor. des ſel in der helle ewigklichen muß ſein da vor vns got behuͤtt. Alſo wardt in gelonet nach ſeiner boßhex. Nun bit wir die lieben kindlein die groſſen wirdigen ſchar das ſie vns vmb gott erwerbē das er vns geb das ewig leben Amen. Von ſant Thoma von Candelberift. Ant Thomas iſt ge boren von der ſtat Lugduma. vn̄ wz gar ſchoͤn vnd weyß. vnnd was red lichen reyn vnnd wunniglich geſtaſt vnnd be ſcheyden vnd tugentlich. vnd wz der heylige geſchrifft wolgelert. vnd was reych. vnd was des kunigs Cantzler von Engelland. vnd het in das geſind alles lieb an dem hoff. vn̄ da er die eytelkeyt an des Runigs hoff erkant. Da wolt er nit lenger beleyben. vnnd kam zu dem Ertzbiſchoff darum̄ das er begabet wurd vō dem kunig des ewigen hoffs. Da wz d̓ Ertz biſchoff ein andechtiger frūͤmer herr vn̄ wey hett ſant Thoman ſchier zu ewangelier. des daucht er ſich vnwirdig vnd vbet ſich all zeyt/ in tugenden vnd mocht in wider der welt ere noch wolluſt noch reychtum von got gezyhen vn̄ behielt ſein keuſcheyt von jugent auff vn ſer frawen zu eren. wan̄ er het irs gelobet. vn̄ het ſie auch ſunderlichenlieb. vnd nam ſer zu an kuͤnſten vnd an heyligkeyt. vnd wen̄ ſein ge ſellen irer leychtfertigkeyt nach giengen. So wartet er ſeiner lernung mit andacht. Darum ſo ſpotten ſein ſein geſellen offt. vnd in̄ ſpott weyß legtē ſie eines tags mit einand̓ an wel cher dz ſchoͤnſte cleynet von ſeiner pulſchafft brecht dem ſolten dy andern ein Sum pfent ning verfallen ſein. Da gieng ſant Thomuas fur vnſer lieben frawen bild. vnnd bat ſie mit groſſem ernſt vnd mit andacht das ſie im ein kleynet geb. Da recket im vnſer liebē frawen bild die hand. vn̄ gab im ein kleulein dz bracht er ſeinen geſellen. Da ſy das ſahen. da ſpotte ten ſie ſein vnd ſprachen ſie hetten beſſer puͦl ſchafft dann er. wan̄ ſie hetten in beſſer kley net geben den̄ er het. Da ſprach ſant thomas das ſein wer dz beſt. da zoch er des erſtē einē faden vō dē kleulein. vn̄ darnach ein vmberal vn̄ ein alben vn̄ ein gantz meſßgewand nach einander das was alles gar von edelē gezeug gemacht. Da erſchracken ſein geſellen gar ſer vnd baten in guͤtlich dz er in das vergeb. Da kund er das meſßgewand nymmer zeſammē legen als vor. da gieng er wider zu vnſer liebē frawen bild vnd erwarb vō ir das ſie ims wi der zu einē kleulein machet vnd zeſammen le get. Darnach thet im vnſer fraw kund das er Biſchoff ſolt werden. vnd ſein erſte meſß in̄ dē meſßgewand ſolt ſingen. vnd ſprach zu im wer nach ſeinē tod in dem meſßgewand ſuͤn ge d̓ ſtuͤrb eiues gehen todes. Da kam ein bi ſchoff nach ſeinem tod der ſprach er wer als edel vnd als wolgelert als ſant T homas vnd wbermam ſich des als ſer das er das meſge/ Von ſant wand auch anleget da ſtarb er zuhant. da er ſchracken ſein nachlummen als ſer das es key ner mer anleget. ¶ Zu der zeyt ſtarb d̓ Ertzbiſchoff. vn̄ wur ben ir gar vil vmb das biſtum̄. da het der Ru nig von Engelland ſant Thomā gar lieb. da uon muſt man in zu biſchoff machen. dz was im gar leyd. wan̄ er wer d̓ eren gern vbrig ge weſen. da muſt er es thun. vnd ward von dem volck darzu erwelt. vn̄ weychtē in zu biſchoff da pflag er des ampts mit groſſem vleyß. vn̄ was tugentlicher dan̄ vor. vnd trug an ſeinem leyb ein herin hemd vnd ein herin nyderkleyd vnd was mit allen leuten fridſam. vnd thet ar men leuten gar guͤtlichen. vnd ſpeyſet alle tag dreyzehen arme menſchen. vn̄ zroug in ire fuͤß mit ſeinen henden. vnnd gab yedem menſchen vier pfenning. vnd was kuͤn vnd weyß vnd de muͤtig vnd gerecht. vnd dienet gott tag vnnd nacht. mit beten. mit vaſten. mit wachē. vn̄ mit vil ander guter vbung. da gewan d̓ kunig eine haß zu im darumb das er gerechter was dan̄ ſein vorfaren wan̄ des volckes freyheyt d̓ ſie gewonet waren ward in ein teyl genumen vo des biſchoffs gerechtigkeyt wegen. Da bat d̓ kunig den biſchoff mit liſten das er die frey heyt beſtetiget als ſein vorfaren im vnnd den andern gethan hetten. Das verſagt er dem ku nig. wan̄ er weſt wol das die freyheyt wid̓ got was. Da ward der kunig gar zornig. vnd hett ſchyer darnach einen hoff. vnd lud ſant Tho ma vnd vil ander biſchoff. vnd ſprach zu in al len woͤlten ſie im die freyheyt nit beſtetigen. ſo weren ſie ires lebens nit ſicher vor im. Da forchten die biſchoff er wuͤrd ſie ertoͤdten. vn̄ ſprachen zu ſant Thoma er ſolt dē kunig vol gen. Da vberdacht ſich ſant Thomas vn̄ gab ſeinen willen darzu vnd ſprach er wolt dē ku nig volgen. Nach dem als ſant Thomas heym kam. da bedacht er ſich das er das recht durch eyn kleyne forcht gelaſſen het vnd geraw in vnnd was im gar leyd auff ſichſelber vnd meynt er wolt den gottes dienſt die weyl vnderwegen laſſen biß in der babſt von den ſundē entbun de. Da kam der kunig aber zuͦ im vn̄ bat in dz er im der freyheyt einen brieff geb. da ſprach ſant Thomas. Ich hab mich vberdacht das ich dir geuolget hab. ich bin aber yetzund bey mit ſelber vnnd ſag dir mit wolbedachtē mut das ich dir an der ſach nymmer volgen wil dy weyl ich leb. Da ward der kunig zornig vnnd treyb ſant Thomā mit vngefug von im. Dar nach lieffen zwoen man weynent fur ſant tho ma vnd ſprachen. Herr wilt du dein leben fri ſten ſo fleuch bald. wann es haben vil leut ge ſchworen ſy wollen dich ertoͤtten. Da floch er durch der criſtenheyt willen zu dem babſt vn̄ nit durch ſeinent willē. da empfiēg in d̓ babſt gar lieblichen. Darnach kam er gen Franck reych. da was der kunig fro das er in vertribē het. vnd ſant boten zu dem babſt vnd bat den das er im ſein freyheyt beſtetiget. Da wolt d̓ babſt die boten nit fur in laſſen kunmen. vnd muſten wider heym reyten. Da der kunig das hoͤret da ward er gar zornig. vn̄ nam ſant tho ma alles ſein gut vnd alle ſein freund frawen vnd maij. iung vnd alt. begeben vndvnbegebē ſchuldig vnd vnſchuldig vnd ſchent ſie all. vn̄ ſendet ſie in fremde land. Da ſant thoma hoͤ ret die groſſen vnere die er ſeinē volckhet an gelegt da weynet er ſer vmb die armē leut dy durch ſeinen willen muſten leyden. vnnd bat dennoch got alle tag fur den Runig vnnd fur ſein reych. Da nun ſant Thoma wol ſiben iar in̄ dem ellend was geweſen. da ward im vō got kund gethan das er wider heym ſolt faren vnd da ſolt er ſein blut durch gotzwillen vergieſſen. Da foͤrchtet er den tod nit. vnnd machet ſich auff den weg. da kam ina botſchafft vnderwe gen von dē kunig das er ſein biſtum̄ wid̓ nem. das thet er. da gieng das volck gegen im auß vnd empfiengen in mit groſſen freudē. da ge lag des kunigs zorn eī weyl gegē im. da pflag er ſeines amptes gerechtiglichen als vor. du der zeyt lag ein mēſch an dem tod. des ſel ward auff gen hymel gefuret. vnd ſah die heyligen vnd die engel vnnd die zwelffpoten auff ſchoͤnen ſtuͤlen ſitzen. Da wz ein wolge zyerter ſtul da ſaß nyemant auff. Da fraget des menſchen ſel wes d̓ ſtul wer. da ſprach ein engel zu ir. Es iſt ein brieſter in Engelland dē wil got froͤlichen kroͤnen vn̄ wil im dyſen rey lichen ſtull geben vnd da der ſelb menſch wid̓ zu imſelber kam da verſtund er ſich wol das d̓ ſtuͦll ſant Thomas was vnnd ſaget den men ſchen das er im gehoͤret. Du der zeyt wz ein brieſter der wz nit wol geleret. der ſangalē tag Salie ſoncta parēs Thoma von Candelberg vō vnſer liebē frawen wan̄ er het vnſer liebe frawen gar lieb. Das ſaget man ſant Thoma der ſandt nach im. vnd nam im dy pfarr and̓n leuten zu einem ebenbild dz ſie deſtermer ler neten. Da ward der brieſter gar ſer betrubt. vnd rufft vnſer liebe frawen an mit groſſem ernſt das ſie dē biſchoff ſein hertz bekeret ge gen im. In der ſelben zeyt was dem biſchoff ein herin hemd zerriſſen vn̄ het dy ſtuͤck heym lichē vnder ſein bettſtro geleget. Da erſchyn vnſer liebe fraw dē brieſter. vnd ſprach zu im. Lieber Capellan gee zu dē biſchoff vn̄ ſprich zu im. der frawen der ich gedient hab dy hatt dir bey mir emboten ſye hab dir dein herin hemd geueet dz vindeſt du vnder deine bett ſtro. vnd heyſt dich bitten das du mich durch iren willen widerun̄ auff die pf arr laſſeſt. dz warb der brieſter. Da der biſchoff das hoͤret da gieng er vn̄ ſucht ſein hemd. da vand er es als ims der brieſter geſaget het. Da gieng er wid̓ zu dem brieſter vn̄ ſprach zu im. dien fur baß der edlen iunckfrawen vn̄ biß ſtet daran. darzu hab dir mein gunſt. vnd bit dich dz du die botſchafft von dem hemd nyemant ſageſt die weyl ich leb. ¶ Der lieb herr end gar getreulich nothelf fer ſant Thomas nam den almechtigen gott zu einem helffer in allen ſeinen ſachen. vnd ſa get dem kunig vnd den rittern vnd allē volck dz er in irer falſchen freyheyt mt gunne wolt. Da das der kunig hoͤret. da hieß er in toͤdten da lieffen ſie in̄ die kirchen da der biſchoff dz ampt begieng. da das ſant Thomas ſah das ſie eingiengen. da gieng er gege in vn̄ ſprach. was wolt ir dz ir als rngezogenlich her lauf fet vber mich. wann die kirch iſt geweyht. Da ſprachen ſy. da woͤll wir dich yetzund toͤdten. Da ſprach ſant Thomas. dē tod wil ich gern leyden durch die gerechtigkeyt vnd wil euch nit fliehen. Ich gebeut euch aber bey got vnd bey dem bann das ir nymant keyn leyd thut d̓ hinnen iſt. da wolten ſie in fur die kirchen ge zogen haben da hielt in ein ander pfaff wid̓. dem ſchlugen ſie ein arm ab. Da frewet ſich ſant Thoma ſere gegē der marter recht ſam er zu einer wirtſchafft geladen wer zu lieben freunden vnd recket ſein hend auff zu dem al mechtigen got. vnd ſprach. Herr Ieſuchriſte ich beuilhe dir vn̄ der ſeligen Marie vn̄ dem yoniſio vnd allen den heyligen dy eyligen hie Patronen in dyſer kirchen ſeind. den em pfilhe ich mich vnd mein kirchen. vnd neyget da ſein haubt. da zerſchlugē ſie im ſein haubt das ſein hirn zerſtrewet lag das er ſtarb. vnd fur ſein ſel zu den ewigen freuden. vn̄ giengē da von im vnd lieſſen in ligen in̄ der kirchen. dalieff der pfaff bald dar vnd beſtreych ſey nen arm mit ſant Thomas blut. vnd hoffet er genuß ſeiner heyligkeyt. vnnd rufft got vnnd ſant Thoma an. da ward im ſein arm zuhand geſundt. do ward er fro. Darnach zoch mā in ab vnd wolt in waſchen. Da hett er ein herin hemd an das was als vol wuͦrm das die leut meynten im hett das leyden von den wuͤrmen als wee gethan als der tod mit dem ſchwert. vnd als bald ward die ſtatt brinnent. vnd ka men die leut in groſſe not. dz hettē ſie an ſant Thoma verdienet. Die guten vberal clagten ſant Thoma ſer. vnd huben in auff mit groſ ſer wirdigkeyt vnd ſungen im ein ſelmeſß. vn̄ da ſie das Requiem anhubē. da kam ein groſ ſe ſchar d̓ engel von hymel vnd hubē dy meſſ an von einem martrer. Letabitur iuſtus. Das ſpricht. Der gerecht frewet ſich in dē herren. vnd hoffet in̄ in. vnd alle die reyne hertzē ha ben die werden gelobet von gott. Da das die pfaffen horten vnd alles volck. Da wurden ſy gar fro. vnnd ſungen die meſß vollet auß von einem martrer als ſie von den Engeln gehoͤrt hetten vn̄ frewten ſich des groſſen wunders vnd danckten got vnd ſant Thoma vnnd be gruben in mit groſſer wirdigkeyt. da geſcha hen gar vil zeychen. Die ſtummen wurde re den. Die krummen wurden gerad. die tauben gehoͤrent. die blindē geſehent. die ſiechē wur den all geſundt. vnd etlich todten wurden er kuckt. vnd die ſant Thoman ertoͤt hetten den ward ein friſt von got geben darinnē ſie ſich ſolten bekert haben. Vnd da ſie ſich nit beke ren wolten da wurden ſie ſer vnſinnig vn̄ piſ ſen in ir vinger ab vnd ir hend mit iren zenen. vnd gewunnen das gicht vnd ſturben all. vnd dy kleyd̓ darinnen man den lieben herren vnd nothelffer ſant Thomā getoͤdt het die warē beſprengt mit blut dz auß ſeinen wundē floß. Vnd wen̄ man die cleyder in ein waſſer thet ſo wurden die ſiechen von dem ſelben waſſer friſch vnd wolgeſundt. ¶ Es was ein guter reycher man der glaubet gar wol an ſant tho mas heyligkeyt. d̓ het gar ein ſchalchafftigē Von ſant knecht den ſendet er zu ſant Thomas mun ſter nach ſeinē waſſer. Da nam der knuecht ein anders waſſer auß einē bach in ſein buchßen vnd ſprach zu ſeinē herrē. ich hab es bey ſant Thoma genumen. Da ſprach d̓ herr. ich hab dich da fur du ſteleſt mir offt. iſt aber dz waſ ſer in der buchßen ſo haſt du mir nit geſtolen. Nun helff mir mein herr ſant Thomas das im alſo geſchech. da wz der kuecht gar fro dz er das waſſer nit zu ſant Thoma genummen het. wan̄ das ſelb waſſer het dy krafft. wer ge ſtolen het das es im verſchwand. vn̄ ſprach d̓ knecht. Es iſt mir lieb das ir das waſſer ſeht. vnd da er die buͤchßen auff thet da was kein waſſer darinn das wundert alle menſchen dy es ſahen. vn̄ lobtē got darum̄ vn̄ ſant thoma ¶ Es was ein vogel bey den leuten erzogen worden der redet vnderweylen was er von in hort. der het gelernet das er gar offt ſprach. Hilff heyliger herr ſant Thomas als er von in gehort hett. Da kam eins mals ein ſperber an den vogel. da ſchrey d̓ ſelb vogel. Hilff hey liger herr ſant Thomā. da geſchach ein groß wunder von ſant Thoma dz der ſelb ſperber zuhandt ſtarb. vn̄ alſo ward d̓ vogel erloͤſt. Da ſant Thoman dennoch lebt vn̄ zu Pa riß ein ſchuler wz. da zeran im d̓ zerung eins mals. vnd eines tages ſaß er nyd̓ an dy ſtraſ ſen die weyl and̓ leut aſſen. vn̄ aß nichts. wan̄ erhet nichts. Da gieng ein burger fur in der ſprach. warum̄ ſitzt ir hie vn̄ eſſent nichts. da ſprach er. Ich hab nichts dz ich eß. da ſprach d̓ burger. Geet mit mir heym ich wil euch zu eſſen gebē vn̄ ſlerbt nit hungers hye. da giēt er mit im heym. da ſah in der burger gar vleyſ ſig an vnd geuiel im gar wol. wan er was gar ſchoͤn vnd ſprach zu im. Ir mugt wol ein edel man ſein. ſagt mir wie ir heyſt vnd wer ir ſeyt. Da ſprach er. Ich heyß thomas. Da ſprach d̓ burger. Ich ſag euch furwar das ir noch Bi ſchoff werdt. So ſult ir mich einer bet gewe ren. wz ich euch dan̄ bit ſo wil ich euch in mei nem hauß behaltē biß euch got zerung fuget Das gelobt im ſant Thoma. da ward er gar fro Oarnach kam im zerung. Da nam er vr laub von dē burger. Darnach vber manig iar da ward der burger garkranck von dem gicht vnd verzeret ſein gut alles. vn̄ het des gelub tes alles vergeſſen das im ſant Thoman ge than het vnd die weyl het man ſant Thoman gemartert vnd getoͤdt d̓ thet vil zeychen xber al in dem land an den ſiechen. Das erhoͤrt. der burger von Paryß vnd reyt auch dar zu ſeinē grab vnd ſprach. Heyliger herr ſant Thomā erwirb mir vmb got dz ich geſundt werd. Da ward er zuhandt geſundt. vnnd was auch als iungklich geſtalt vn̄ als reych recht als er wz zu Pariß. da er ſant Thoma in ſeir hauß na. Da fragt er vberal wer der Thomas wer. da ſaget man im als vil das er wol hort das er d̓ ſelb was den er in ſeinem hauß behalten hett Da kam er wider zu ſeinem grab vnd ſprach. Heyliger herr ſant Thoman ich weſt mit das du der wereſt den ich in meinē hauß behielt. Ich erman dich des gelubdes das du mir in meinē hauß theteſt. dauon ſo bit ich dich das du mir vmb gott erwerbeſt das mein ſel kum̄ zu dir in̄ das ewig leben. vn̄ and̓s bit ich dich nichts. Da viel der burger zuhandt nyd̓ vnd ward ſiech als vor vn̄ ſtarb alſo. da furt ſant thoman ſein ſel zu den ewigen freuden vn̄ vol bracht ſein gelubnuß an im. ¶ Eines mals da vand ein man einē andern man bey ſeinē weyb ligen. da ward er gar zor nig vnnd ſtach im die augen auß. Da ward er gar ſer betrubt. vnd kam zu ſant thomas grab vnd rufft in mit groſſem ernſt an dz er im vm got erwurb das er geſundt wurd. Da erhoͤrer in ſant Thomas vnd erwarb im vmb got das er wol geſah vn̄ ſchoͤne augē gewan. da ward er gar fro vnd dancket got end ſant Thonan der genaden. ¶ Ein guter man het ſonthoman gar liech d̓ ward gar ſiech vnd ſiechet gar laug. der kam zu ſant thomas grab vnd bat in das er im vm̄ got erwurb das er geſundt wurd. Da erhoͤret er im vnd ward als bald geſundt. Da ſprach d̓ man zu vnſerm herren. Herr got iſt es mir dz beſt ſo wil ich gern geſundt ſein. vnnd ſprach da. Heyliger herr ſant thomā. du haſt mir vinn got erworben dz ich geſundt bin wordē. iſt es mir gut ſo bit got das er mich wider ſiech laß werden. Da ward er an der ſelben ſtat wider ſiech als vor. vnd leyd den ſelben ſiechtum̄ ge duſtigklich durch got vnd vn̄ das erig leben Eins mals da wz ein fraw. die het krancke augen vnd het doch der welt gern wolgefalē vnd kam zu ſant thomas grab vnd bat in mit ernſt das er ir hulff das ir ire augen geſundt wirden da weſter wol das ſy dz geſhtent vu Columbina .CcIXXLVIII. vnſers herren lob wolt vnnd macht ſie zumal blind. da rufft ſie in aber an vn̄ ſprach. O hey liger herr ich was zu dir kummen das du mir hulffeſt das ich geſch. ſo haſt du mir das ge ſiht alles genūmen das ich vor het. vnnd hab mein gebet an dir verloren. Gib mir nuͦr das wider dz ich vor het ſo benuͦngt mich wol. Da halft ſont honman das ſe wobimb geſche als vor. Nun bitten wir ſant thoman das er vns vmb got erwerb das wir kummen zu den ewigenfrenden Amen. ¶ Von ſant Eolumbina Ant Columbina wz zumal ſchoͤn vnd was ein criſtin. vn̄ dienet got mit groſſem vleyß. du dē zeyten was die welt in heydniſcher ir ſal. vnd betet die abgoͤtter an vnd wer an criſtum ge laubet den het man fur einen boͤßen menſchē Iu den zeyten kam der keyſer Aurelianus vo dem auffgang d̓ ſunnen vnd vergoß vil bluͦts durch den namen Ieſu criſti vn̄ kam in dy ſtat Senonis. da hoͤrt er von ſant Columbina dz ſy an Ieſum criſtū gelaubet. Da ward er gar zorng vnd ſchrey vnd heulet als ein leo. vnnd hieß ſie vahen vnd da ſie das hort da wapnet ſie ſich mit dem heyligen gelauben criſti. Da bracht man ſie fur den richter. da ſah er ſy an vnnd fraget ſie wie ſy hieß. Da ſprach ſy. Ich heyß Columbina nach criſtenlichē ſitten. Da ſprach er. was gottes beteſt du an. Da ſprach ſie. vnſern herren Ieſum criſtum der alle ding geſchaffen hat. Da ſprach er. Ich ſag dir fur war das du mit dem ſelben gelaubē betrogē biſt. Da ſprach ſant Coluͤbina. ich mag ſunſt an keinen andern got gelauben. dan̄ an den d̓ vns von anfang beſchaffen hatt nach ſeinem bild. vnnd hat ſeinen eingebornen ſun vnſern herren Ieſum criſtum inn dyſe welt geſandt durch vnſers heyls willen. Von dem gelaubē wir das er gemartert ſey vnder pontio Pylato. vnnd hat die heyligen criſtenheyt erleucht durch die zukunfft des heyligen geyſtes den beken̄ ich das er ein warer got iſt. vnd was ee die welt wz vnd iſt durch vnſern willē menſch wordē. Da ſprach der richter. weyſt du nicht vnſer geſetz das alle menſchē ſollen vnderte nig ſein den brieſtern der abgoͤtter vn̄ ſollē vn ſer goͤtter anbeten. Da ſprach ſy. dein abgoͤt ter ſeind mit henden gemacht vnd verderben mit den dy ſy anbeten. wan̄ ſy ſind boͤß geyſt. vnd haben kein bewegnuß des leybs. vn̄ ſein nit gut anzubeten. es iſt vil beſſer dz man ſie fliech vn̄ verbrēne. wan̄ d̓ boß geyſt betreugt ewre hertz mit falſchē luſt. vn̄ mit zergengkli chen eren vnnd gibt boßen lon. dauon wil ich lieb haben vnd eren vnſern herrē Ieſum cri ſtum meinē got. wan̄ d̓ hat ſich vns ſelber ge lobt vnd die engel in dē hymel ſeind ſein bote vnd dienen im vn̄ in des wirdigkeyt vnd eren alle menſchen erſchreckē. ¶ Darnach ſprach d̓ richter. Liebe Columbina. ich geheyß dir vn̄ ſchwer dir beymeinē gottern vnd opfferſt dur meine gottern. ſo wil ich dir meinē eynigē ſun gemeheln. wan̄ du biſt von edlem geſchlecht geborn. dauon zympt es dir gar wol dz du ein wirdige fraw wuͤrdeſt. vnd wil dir alles mein haußgeſind vndertenig machen das du dar uber haſt zugebieten wie du wilt. Daſprach Von ſant ſy. dein gelibt iſt mir nichts nutz vnd hab key nen troſt darauff vn̄ erfrewet mir mein hertz nit. Mir iſt dz heylig ewangeliū ein ebenbild vnd ein anfang zu got. aber du tregſt des boͤ ſen geyſtes ebenbild d̓ got dreyſtud verſuchet Alſo thuſt du mir auch mit deinem verſuchen. Der boͤß geyſt nam vnſern herrē. vnd furt in auff einē hohen berg vn̄ zeyget im alle reych dyſer welt vnd ir ere. vn̄ ſprach. Iſt dz du nyd̓ velleſt vn̄ mich anbeteſt ſo gib ich dir dy land alle. Da ſprach vnſer herr. du ſolt deinē herrē nit verſuchē vn̄ deinē got. wan es ſtet geſchri ben. Deinē herren vnd deine got ſolt du anbe ten. dz ebenbild iſt geleych deiner herſchafft. wan̄ du meynſt du woͤlleſt mich darzu bringe. das ich deinen ſun neme. vnd wolleſt mich al ſo abſcheyden von meine geſponſen Ieſu cri ſti. das magſt du nit gethun. wann mich mac nyemant geſcheyden von dem ewigē got wed̓ du noch dein ſun mit keinē zeytlichē eren noch mit weltlichē wolluſt noch mit keinerley diu gen magſt du mich darzu bringen das ich dē boͤßen geyſt dien vnd mich von got ker. Aber du ſprichſt d̓ boͤß veind ſey got. damit verdie neſt du die ewigen peyn vnd den ewigen tod. du erkenneſt den meinen herren Ieſum criſtū vn̄ gelaubeſt an in anders du wirſt nit behal ten. Du ſolt wiſſen das ich dē ewigē kunig ge mehelt bin. vn̄ dz du mich mit keine zergenck lichen gut dz du mir gelobſt. kanſt nit bringē von dē ewigen gottes ſun dem ich gelobt bin. durch dē mag ich wol mein fleiſch vn̄ alles zer gengklich gut geben vnd gelaſſen. Da ſprach der richter. ich hoͤr wol das du genug klaffen kanſt. opfferſt du aber vnſern goͤttern nicht ſo haſt du kein friſt mer vn̄ heyß dir dein keuſch heyt ſchentlichen vnd boͤßlichen nemen. vnnd heyß dich darnach verprennē. Da ſprach ſant Columbina. d̓ almechtig got mag ſeiner die nerin wol gehelffen. vnd mag mir meinen ſa men mit groſſer ſicherheyt wol behuͤten. wan durch das erkennen criſti bin ich zuleyden alle die peyn bereyt die du mich magſt angelegē. darumb das er mich kroͤn in der angeſiht der oberſten burger in dem ewigen leben. vn̄ mich ſetz in die ſchar ſeiner mertrerin. ¶ Nach dem hieß er ſy in einē vinſtern ker cker legen vnd hieß ſie binden vn̄ hieß ir fleyſ ſigklichen huͤten vnd gebot einē boͤßen iung ſing das er zud̓ unckfrawen geng vmnd ir ir keuſcheyt nem. des wz der iungling bereyt vn̄ gieng zuͦ ir. Da ſie dz ſah da ſprach ſie zu im. Eya lieber iunckherr. warum̄ biſt du als bald zu mir herein geloffen. nū biſt du doch ein mā vn̄ haſt ein feſtes gemuͤt widerſtee dir ſelber. vnd verbring deinen boͤßen willen nit. vn̄ ſah in an vnd ſprach. Ich mag mit dir nit kriegen ich wil meinen herren Ieſum criſtū anruffen. der mag mich krefftiglichē von deinē gewalt nemen. Du gieng er zu der iunckfrawen vnnd wolt ſein boßheyt mit ir volbracht haben. Da ſprach ſie beyt ein kleyne weyl vnd merck was ich dir ſag. du ſolt dein hertz bereytē. vn̄ dien meinē herren mit keuſchem lebē. wan̄ dē hab ich mich in meinē leyden empfolhen vnd hab hoffnung zu im. darum̄ leſt er mich nit. dauon ſolt du dich huten dz du icht gegenwertiglich geſchlagen werdeſt mit d̓ goͤtlichen rach eins gehen tods. der red erſchrack der iungling vn̄ ward ſich ſer forchten. ¶ Zuhandt kam ein Berin geloffen von dē wilden wald dy ſandt ir got zu hilff vnd viel auff den iungling vnd warff in nit zorn auff die erden. da hub ſie ir haubt auff vnd ſahe Columbina an als ob ſy fraget was ſie thun ſolt. da bekant ſie wol dz ir die Berin von got zu hilff geſandt was. da gebot ſie dē tyer bey dē namen Ieſu criſti dz ſie im nichts thet. da was ir das wild tyer ge horſam vnd ließ den iungling. vnd leget ſich fur die tuͦr das er mcht gefliehen mocht. vnd das auch zu der iunckfrawen nyemant hinein mocht gan. Da hub ſant Columbina an. vnd prediget dem iungling. vnd ſprach. Nymwar wie groſſe krafft mein herr Ieſus criſtus hat der hat mir das wild tyer von dē wald herein geſandt das es mich beſchirm vnnd ſihſt wol das es got ſeinē ſchoͤpffer gehorſam iſt. vnd das es ſein freyßlicheyt meſſigt. vn̄ ſihſt wol wie ſich got an dē richt die im vnd mir nit ge horſam ſind. vnnd das tÿer iſt vnuernufftiger natur vn̄ iſt doch gehorſam. ſo biſt du ein ver nufftiger menſch vnd biſt mit funff ſinnen be gabt vnd biſt doch verr von d̓ erkantnuß got tes vnd ſeiner bildnuß. dauon rat ich dir das du ein criſten werdeſt oder ich erlaub dē tyer das es dich zu ſtucken zerre vnd zerreyſſe. da gewan er groſſe rew. vn̄ ward im ſein hertz er leuchtet mit dem heyligen gelaubē. vn̄ ſchrey mit lauter ſtym. Wer Criſtu zuͦ einē got nicht verſicht der ſol nit lebētig hinauß geen. wan̄ Columbina cclxxxxxxx. lch beken̄ gentzlichen das keyn ander gott iſt dann der got da ſant Columbina an gelaubt. Vnd da er das geſprach. da hub ſich dz tyer vor der tuͦr auff. vnd gieng wid̓ hinderſich. da ſah er vnd mercket das dz gottes wil was. vn̄ mit dem gab das tyer dem iungling den weg auß zugeen. vn̄ da er nu ledig ward da freuet er ſich der wund̓ die er geſehen het. vnd rufft vberal in der ſtat auß. Chriſtus Ieſus iſt der war got der die welt vnnd alle ding beſchaf fen hat. vnd gibt allen dingen ordnung. vnd ſprach. das hab ich von ſant Columbina ge lernet in dem kercker. Vnd durch den got ley det die iunckfraw als vil. vnd ſaget alles das das im mit der berin geſchehen was. Da das der richter hoͤrt da ward er zornig. ¶ Nun was das tyer dennoch bey d̓ iunck frawen in dem kercker das ir ir keuſcheyt be huͦt het. Da das der richter hoͤret da ſandt er ſeine knecht dar vnnd hieß die Berin herauß treyben. vnd hieß die iunckfrawen fuͤr in brin gen. Da die diener zu ir kamen. da funden ſiß an irem gebet. vnd die berin bey ir. da forchtē ſie ſich ſer. vn̄ dorſten vor dem tyer nit hinein zu ir. vnnd ſagten es dem richter. Da ward er zornig. vnd hieß einen groſſen hauffen holtz nemen vnd hieß es fur den kercker legen vnd hieß es anzunden vnd meynt es ſolt dy iunck fraw vnd das tyer verbrinnē. Da das tyer dz ſah das dz fewer als groß was vnnd als faſt bran. da ſchrey es greulichen. Da das Colum bina hort da het ſie ein groſſes mitleyden mit dem tyer vmb ſein vnſchuld. vn̄ ſprach zu der berin. Du ſolt dir nit furchten vor dem fewer das du ſihſt. wann es hat keinen gewalt dz es dich verbrennen muͤg. wan̄ der almechtig got der alle ding vermag den trag ich in meinem hertzen der leſt vns das nit zu einer peyn ge ſchehen. Er leſt das wunder durch ſein vnmeſ ſige ere geſchehē. wan̄ wer got in ſeinē leben bekennet vn̄ in lieb hat den verleſt er nymmer mer. darumb hab kein ſorg das du dein leben verlieſeſt vntz biß das du wider in̄ dein wilde wonung kummeſt. Da thet das tyer nach ſey ner wilden art. vnd lieff ſchnelliglichen durch das fewer auß in̄ die wildnuß. vn̄ alſo kam dz tyer vnuermeyligt in ſein wilde wonung. ¶ Zuhandt darnach kam ein groſſer regē. vn̄ erleſchet das fewer krefftiglichē von dē wil len gottes. Vnnd da der richter die groſſen hilff gottes ſah da erſchrack er. vnd keret ſich zu der iunckfrawen vnnd ſprach. mit was ge walt vberwindeſt du vns mit d̓ weyß. du zau berſt die wilden tyer her zu dir. vn̄ macheſt dz ſie dir zuhilff kummen. vnd machſt auch das ein regen kumpt der das fewer deiner peyn erleſchet die wir dich anlegen. Da ſprach Co lumbina. du vnſeliger menſch wy ſer vberwin det dich die blintheyt deines hertzen das du die krafft gottes nit erkenneſt noch merckeſt das criſtus ein warer got iſt. darumb das du mich nit vberwinden magſt. ſo meynſt du ich gee mit zaubrey vm̄. dy boßheyt hab ich noch nye gelernet noch erkennet. Ich hab des al mechtigen gottes ſun in meine leyden ange rufft. der hat mich erhoͤrt vnnd iſt mir zuhilff kummen. Da ſprach d̓ richter. ich hab dir vor geſagt das du den namen criſti nit ſolt nennē Da ſprach ſie. du verkerer des goͤtlichē heyls wie tarſt du die ſchar criſti als ſer vergifften mit deinem falſchen munde. vnnd dein boͤße red nicht wilt laſſen. damit verdienſt du vnnd auch dein ſun das ir muͤſt ſterben des ewigen todes. du kanſt aber die tochter des ewigē le bens von irem guten furſatz nicht bringē. Da ward er zornig vnd hieß ir ir haubt abſchla hen. vnd da man ſie an die ſtat bracht da man ſie enthaubten wolt da ſprach ſie zu dem rich ter. ich furcht dein zergēcklich vrteyl nit. wan got vernewet mir mein andacht inn des lieb ich mein marter leyd. ¶ Darnach ſprach ſy. Es ſpricht vnſer lieber herr in dem ewangelio. Wer ſein ſel lieb hatt in dyſer welt das iſt ſein leben. der verleurt ſy in dem ewigen leben. Wer aher ſein ſel haſſet in dyſer welt. das iſt ſein leben. der vindet ſye in dem ewigen leben Darumb forcht ich das iungſt vrteyl. wen̄ Criſtus zu den verdamptē ſpricht. Geet ir verfluchten in die ewigē peyn vnd inn das fewer. das dem boͤßen geyſt be reyt iſt vnd allen ſeinen geſellen zu dem ſelbē vrteyl nachneſt du. vnd muſt ewiglich darinn gepeyniget werden vnnd wilt du deine boͤße werck nicht laſſen. vnd wilt got den almechti gen nicht erkennen. vn̄ das vrteyl das du vber mich gibſt. das iſt gar kleyn gegen der ewigē peyn. vnnd mit dem zergengklichen vrteyl be huͤteſt du mich vor der ewigen peyn der hel le. darnach haſt du keyn gewalt vber mich. Es hat nuͦr der gewalt eber mich der mir leyb vn̄ Von ſant ſel geben hatt vnd der mene gch det an dem iungſten tag ernewet. Du foͤrchteſt got nicht vn̄ biſt ein diener der boßheyt. Nun ſih mem antlitz an das wirſt du den erkennen. wen̄ ich mit meine geſponſen griſti an dz iungſt vrteyl kum̄. ſo wurſt du daran gedencken. vnd wuͤrſt erkennen. wie groß ere du mir mit der marter erworben haſt die du michhaſt angelegt. vnd mit d̓ marter bereyteſt du dir die ewigē peyn. Da ward derrichter gar zornig vnnd hieß ir das haubt abſchlahē. vn̄ da ma ſy enthaubtē wolt da bat ſie dz man ir ein kleyne weyl friſt gebe das ſie ir gebet zu gott ſprech ee das ſie von dyſer welt ſchyed. vn̄ gab in ir geſchmeyd da wurden ſie von der gab erweycht vnd ga ben ir friſt. ¶ Nach dem viel die herlig unckftaw auff das erdtrich vnd beualh ſich got mit groſſem eruſt. vnd ſprach. Herr Ieſu criſte du almech tiger gott. du weyſt das ich durch das erken nen deines heylige namen heut den tod leyd. Herr verleych mir hie hilff deiner vnmeſſige gutte vnd deiner erbarmung. vnd behut mich vor dem ewigen tod. vn̄ nym mich von d̓ peyn durch dein barmhertzigkeyt vnnd bring mich zu den ewigen freuden. Darnach ſtrecket ſie iren halß dar vnd hub ir hertz vnnd ir ſel auf zu got. da kam ein ſtym von dem almechtigen got. dy erſchal da vnd ſprach. Rum mein liebe vnd außerwelte dienerin. dir ſteen die hymel offen vn̄ die kron der eren freud iſt dir bereyt vnd dir begegnet Ieſus criſtus der almechtig gottes ſun mit groſſen freuden vnd beyt dein mit der kron damit er dich ewigklichen kronē wil vnd die engel ſulen dich in das ewig lebē furen. vō der ſtym̄ ward ſie gar fro. vn̄ ſprach Nun iſt mein geluͦbd erfuller vnnd hab mein begird volbracht. vnnd ſie neyget ir haubt gar denutiglich zu dem ſchlag. vnnd ſprach alſo. Herr Ieſu chriſte inn dein hend empfilhe ich meinē geyſt. Darnach ſchlug man ir dz haubt ab. da fur ir ſel zu den ewigen freuden. ¶ Die lieb Iunckfraw hat ir leben geendet von dreyerley ſach wegē. Des erſten vō zeyt lichem gut das ſy verſchmecht vnd durch got gab. vnd den gebotē gottes nachuolget. wan̄ got ſpricht. Wer durch meinē willen nit auff gibt alles das er hat. der mag mein iunger nit geſein. Dem gebot volget Lolumbina nach. vnd alles ir gut gab ſie auff. Das ander iſt dz ſie krefftigklichen racht wider den geluſt vnd gab ſich willigklichē in̄ die marter. damt ver dienet ſie den lon der ewigkeyt. Das dritt dz ſie ir blut vergoß durch gottes willen. das ge ſchach in der ſtat Senonis vor an dē andern tag des monats Ianuarij. vnnd regniert mit got vnd mit allen heyligen. vnd iſt gezyrt mit den engeln in der ewigkeyt vnd neuſſet mut in das hymelbrot ymmer vnd ewigklichen. Hey lige Iunckfraw ſant Columbina wir bitten dich durch dein groſſe marter vnd durch dein groſſe freud vn̄ lieb die du mit got ewiglich en haſt dz du vns vmb got erwerbeſt nach dy ſen leben das epig leben Anen. Von ſant Silueſter den babſt. Silueſter CcRC. Er liebherr ſant Sil ueſter was ein criſten. vnd hett gott lieb. vnd was edel von geburt vnnd reych. vnnd was als ſchoͤn das man ſprach er het ein engliſchen amplick. vnnd ward gelert den weg der gerechtigkeyt von dem brieſter Cyrino dem volget er vnd lernet vleyſſiglich die goͤtlichen kunſt. vnd prediget mit vleyß cri ſtenlichen gelauben heymlich vnd offenlich. vnd dienet got tag vnnd nacht. mit beten. mit vaſten. mit wachen. vnnd mit vil ander guter vbung. vnd thet den armen vil gutz. vnnd lud ſie in ſein hauß. Der lieb herr ſant Silueſter leret ſant Timotheū criſten gelauben vnd do er vernam das die criſtē menſchen ſo hertigk lichen geſtrafft vnnd gepeyniget wurden. da verbarg er ſich vor den furſtē. wan̄ in daucht er moͤcht der marter nit erleydē. doch ward er begriffen vnd ward fur den richter gefurt d̓ hieß in toͤdten. des erſchracker nit vnd ſprach mein gelaub iſt gerecht. vnd ich bin ein diener criſti. Da ſchlug man im ſein haubt ab. da fur ſein ſel zu den ewigen freudē. Darnach ſandt der richter zu ſant Silueſter dz er zu im koͤm. vnd da man in bracht. Da ſprach der Richter zorniglichen zu im Gib mir Timotheus gut oder du muſt ſterben. da forcht er ſich nit vor im vnd ſprach. Ich hab mein gut armen leutē geben. Aber Thimotheus hat mir nichts ge laſſen. wann er verſchmehet das zeytlich gut. vnd hat verdienet den ewigen ſchatz mit ſey uen tugenden. Da ward der richter zornig dz er keynen ſchatz fand. vn̄ hieß ſant Silueſter den abgoͤttern opffern vnnd ſprach. Tuſt du das nicht ſo wil ich dich morgen toͤdten. Da ſprach ſant Silueſter. du toͤretter man. wiß dz du ſtirbeſt ee der morgen kumpt. vnd verſt zu der helle da muſt du got erkennen auß dē du yetzund dein geſpoͤtt haſt. Da ward der rich ter zornig vnd hieß in in̄ den kercker legen. vn̄ meynt er wolt in des andern morgens ertoͤd ten. Da lud man den furſten zu einer groſſen hochzeyt. vnnd gab im viſch. da er nun die aß da kam im ein grat zwerchß inn dy kelen vnd mocht im nyemant gehelffen. vnnd ſtarb mit groſſer bitterkeyt zu mitternacht. Da nā man ſant Silueſter froͤlichen wider auß dem ker cker. da lebt er als tugentlichen mit allen men ſchen das in Iuden vnd criſten lieb hetten vn̄ was gedultig vnd demutig. ¶ Zu der zeyt da ſtarb der babſt zu Rorn da erwelten ſie ſant Silueſter zu habſt. das was im leyd. vnd thet es doch durch gottes willen der gab im ſterck kunſt vnd vernufft zu allen dingen vnd vnderſcheyd mit ſeiner goͤtlichen weyßheyt. Da gab er aber mer durch got. vnd vaſtet all wochen drey tag. den mittwochē. dē freytag vnd den ſambſtag. ¶ Nun was zu der zeyt Conſtantinus key ſer. der was ein heyden. vnd echtet die criſten gar ſer. vnd hieß ſie vahen vnd martern vnnd toͤdten wo man ſie ankam. Da der babſt hort das man den chriſten als vil zu leyd thet. da floch er in ein hoͤlmit etlichē geyſtlichen brie ſtern durch d̓ Criſtē willen. Darnach auß ver hengnuß gottes ward der Reyſer auſſetzig. vnd was man in darfur ertzneyet dz halff al les nicht. da ward er gelert er ſolt baden auß warmem kindes blut ſo wurd er geſundt des wuͤrdē im auch die goͤtter helffen. Da ſchick et der Reyſer auß. vnd ließ ſamlen mer dann taufent kindlein im zu einem bad. Da kamen der kind muͤter auch mit in. vnd ſchryen vnnde weynten vnd klagten iemerlichen. vnd lieffen gegen dem Reyſer mit hangendem har vnnd mit bloſſen bruͤſten. Da erſchrack der Reyſer gar ſer vnnd erbarmet ſich vber die kindlein. vnd ſprach zu den herren. Wir haben allē ve ſtiglich das geſetz gegeben. Wer einem ſeyn kind toͤdtet der muß ſelber ſterben. Darumb wer es ein groß ding das wir die boßheyt an den kinden theten die nye keyn vbel haben ge than. Es iſt vil beſſer ich ſterb dann die reynē kindleim vn̄ weſt dennoch nit ob mich dy ertz ney huͤlff od̓ nit. wurd ich aber in einer ſtund geſundt. dauon ſo ſolt ich doch der boßheyt nicht thun. dauon laſt mich ſein als ich bin vn̄ gebt den frawen ire kind wider vnd erfrewet die. dy ir betruͤbt habt. vnnd gebt in gelt dar zu vnd bereytet in wegen das ſie heym faren Da die muͤter des Reyſers tugent hoͤrten. da wurdē ſie gar fro. vnd trungē all hinzu vn̄ na men ire kind vnd das gelt. vn̄ füren heym mit groſſen freudē. ¶ Nun wolt der alnechtig got dē keyſer der tugent nit vngelonet laſſen der ein beloner iſt aller tugent vnd alles guts tes. vnd in̄ d̓ ſelben nacht da ſich d̓ keyſer alſo ſiecher md̓ leget vnd entſchlieff. da kam ſant peter vn̄ ſant pauls zu im vnd ſprachē. darum dz du die kind dirch dein geſunheytnit tod. Von ſant haſt nach der goͤtter rat ſo hat vns gott vnſer herr Ieſus criſtus zu dir geſandt das wir dir raten das du geſundt werdeſt. dauon ſolt du nach dē babſt ſilueſter ſendē in̄ dy hoͤl d̓ wirt dir ein waſſer zeygen. da vo wirſt du geſundt. vnd was er dich leret des ſolt du im mit fleyß volgen. ſo wirſt du an leyb vnd an ſel geſundt Des guttes ſolt du onſerm herrē Ieſu criſto dancken. vnd gelaub allein an in. wan̄ er iſt d̓ war got vnd zerbrich d̓ abgoͤtter tēpel durch ſeinen willen vn̄ baw im vilkirchen zu lob. vn̄ wz dich der babſt heyſt dz behalt mit demuͦt. vnd da ſy das geſprachen da verſchwunde ſy vn̄ da der keyſer erwachet. da ward er gar fro vnd ſandt des morgens nach dem babſt vnd/ nach ſeinē pfaffen. da woltē ſie wenē er wolt ſie toͤdten. Vnd ſant Silueſter ſtercket ſie an got vnd ſprach. Ir ſullent euch nicht furchtē. Wann onſer herr iſt mit vns zu aller zeyt. wir ſullen durch got ſterben. wan̄ er iſt durch vns todt. vnd beualhe ſich got vnd die ſeinen vnd kamē mit den botē fur den keyſer. da empfiēg er ſie gutlichen vnnd ſtund gegen in auff. Da ward ſant Silueſter gar fro das er ſye alſo freundtlichen empfieng vnd ſie als gutlichē anſah. Darnach ſaget im der keyſer was im in dē ſchlaff begegnet was von ſant Peter vn̄ ſant Paus vnd ſprach zu in. Lieben bruͤder ſaget ir wer die goͤtter ſein ſant Peter vnnd ſant Pauls. da ſprach ſant Silueſter. du ſolt ſy nit fur goͤtter haben ſie ſeind nuͦr zwelffpote vn ſers herren Ieſu criſti. vnd ſind bey im in ſei ner ewigen freud. vnd zeyget im ein gemaltes tuch daran was ſant Peter vnnd ſant Pauls gemalet. da ſprach d̓ keyſer. alſo warē ſyheint geſtalt da ich ſie ſab. Da ſaget im ſant Silue ſter wie vnſer herr Ieſus chriſtus von hymel herab wer geſandt. Vnd wie er durch vns an dē creutz tod wer vnd an dem dritten tag er ſtanden vnd wider zu hymel fur. vnd ſaget im als vil von chriſten gelauben biß er gelaubig ward. vnd ſprach er wolt nymmermer von dē gelauben kummen. Da ward ſant Silueſter gar fro vnd hieß den keyſer ſiben tag vaſten. das thet er willigklich vnd gern. vnd hieß die gefangen criſten all ledig laſſen. Nach dē ſi ben tagen geſegnet ſant Silueſter ein waſſer vnd tauffet den keyſer in dem namen gottes. Da enſchyn ob dem tauff ein ſchones ſiecht. vn̄ ward der keyſer Conſtantnus geſundt in dē tauff mit der hilff gottes. Da ward er gar fro vnd ſaget dē babſt wie er vnſern herrē Ie ſum criſtum in dē liecht geſehē hette. da wur den ſie alle fro vnd lobten gott vmb dz ſchoͤn zeychen. vnd er was der erſt keyſer der bekert ward. Darnach ſchuff der keyſet allen criſten guten gemach. vnd hieß ſchreyben vnd gebie ten vberal zu Rom das man Criſtū anbeten ſolt. vnd das alle menſchen ſich ſolten laſſen tauffen vnd ſolten in fur eine got habē. Des andern tags gebot er aber. Wer Criſtum vn̄ ſeinen namen verſchmehet vnd ſich wid̓ ſeinē gelauben ſetzet den ſolt man gen hoff bringe vnd ſchentlichen toͤdten. An dē dritten tag ge bot er. Wer einen criſten beleydiget dem ſolt man ſein gut halbs nemē. An dem vierdē tag gebot er dz die biſchoff vn̄ alle geyſtlich leut vnd ordnung dem babſt gehorſam ſolten ſein. Des funfften tags gebot er. Wer von veint ſchafft wegen in ein kirchē fluch. d̓ ſolt darin nen frey ſein. Des ſechſten tags gebot et dz nyemant keyn kirchen machen ſolt on des bi ſchoffs vrlaub der vber dy ſtat geweyhet wer er ſolt ims vor kundt thun. An dem ſibenden tag gebot er. Wer kirchen macht d̓ ſolt zehē den vnd gut dar zu geben. dz die diener d̓ kir chen genug daran hetten. vnd mit den gebotē ward die heylig criſtenheyt ſer gefeſtnet. An dem achten tag kam d̓ keyſer inn die kirchen ſant Peters vnd beychtet ſein ſund. vnd hub zu dē erſten an das munſter zu machen vn̄ nā die hawen in ſein hend. vnd arbeyttet als lāg biß er zwelff koͤrb auff ſeinē rucken außtrug. vnd arbeytē als vil menſchē an dē munſter dz es in kurtzer zeyt volbracht ward. Nun was des keyſers nuter Helena yenhalb des mers vnd was ein Iuͦdin wan̄ ſie het iren ſun geflo hen darum das er die abgoͤtter anbetet vn̄ da ſie hort das ir ſun ein criſten wz wordē. da wz ir gar leyd vnd ſchreyb im alſo. Lieber ſun dz du die abgoͤtter gelaſſen haſt daran haſt du recht gethan. doch biſt du noch an dē vnrech ten. wan̄ du gelaubſt an einen got d̓ heyſt chri ſtus d̓ iſt auff erden ein menſch geweſen. vnd hat gelyden. vnnd iſt erhangen worden an ein creutz. vnd iſt ſchemlich vnd ſchmelich tod. vij hat im ſelber mt mugen gehelffen das iſt mir gar leyd. Da dz der keyſer hort. da ſchreyb er ſeiner muter helena hinwider. Suhaſt wich Silueſter CcdcI. geſtrafft vmb den gelauben den ich hab. wilt du mich da von bringen ſo nym mit dir dein wolgelert meyſter vnd kum mit in her zu mir. ſo wil ich mein wolgelert meyſter auch nemen hab ich vnrecht. ſo wil ich dir volgen. haſt du aber vnrecht ſo folg mir. wan̄ er het hoffnūg wen̄ ſein muter zu im koͤm. vnd hoͤret das ſein meyſter criſten gelauben als wol bewerten ſo wurd ſie da von bekert als auch geſchach. ¶ Nach dem als die fraw den brieff gelaß da ſamlet ſie hundert vnnd ſechßvndſechtzig meyſter die waren die beſten auß allen landē. vnder den waren zwelff gar weyſer meyſter. die ſelben bracht dy fraw alle gen Rom zu dē keyſer. Da ward er gar fro. vnj empfieng ſein muter ſchon. vnd trachten alle weyßlichen wi ſie die red anfiengen. dz ſy nit irr wurdē. Da gebot der keyſer zweyen weyſen heydē d̓ hieß einer Crathon der ander Zenopheius das ſie vrteylten vnd bezeugten wer geſigte vnter dē iuͦden vnd den criſten. vnd was die zwen ſpre chen das ſolten ſie ſtet halten. Die red geel in allen wol. wan ſy getrawtē den zweyen wol Darnach do tratt der keyſer Conſtātinus vn̄ d̓ babſt Silueſter mit iren meyſtern vn̄ lerern der heyligen geſchrifft zuſammē auff ein ort. Vnd Helena des keyſers muter mit iren ge ſchrifftweyſen der iuͤden auch zuſammē auff ein ort. vnd die criſtenlichen meyſter ſprachen ir gebet zu got. vnd baten in dz er in hulff dz ſy dy all vberwuͤndē mit ſeiner geuad. vn̄ ord neten auch das ye einer ſolt auffſteen vnd ſolt reden. vnd dan̄ aber einer vnd die zwen ſoltē obman̄ ſein vnd ſolten ſagen wer recht het. ¶ Abiathar der der zwelffer einer wz ſtund des erſten auff. vnd ſprach. Ir herren ir ſollet mercken die lere der newen criſtenheyt. Sy ſa gen von dreyen goͤttern. eyner der vater. eyner der ſun. eyner der heylig geyſt. die wollen ſie vns kundt thun vn̄ predigen es den leuten. ſo wil ich mit warheyt ſprechē dz die Ee die wir von Moyſes haben. dariunē finden wir das vnſer got geſprochen hat. Seht ich bin allein got. vnd on nuch iſt nyemant d̓ gottes namen ſol haben. Seyt das in vnſer ee geſchribē ſtet ſo mugen wir wol an vnſerm got beleyben. ſo haben die dy drey goͤtter anbetē vnrecht. wan es iſt wider die alte Ee. darzu gelaubē die cri ſten an iren Criſt. darumb dz er vil wunders gethan hat. Sollen wir in darumb anbeten ſ ſind ir vilin onſer ke geweſen dy groſſe win der gewurckt haben. vnd haben doch die hof fart vnnd den ſpott nicht gehabt das ſie ſich fur got hielten. Aber dyſer Ieſus wolt got ge nant ſein. werlichē es iſt der weyſen ſpot wer in fur got hat. Damit ſchweyg Abiathar der iuͤdiſch meyſter ſtill. ¶ Sant Silueſter thet ein geutz fur ſich vn̄ bat got den almechtigen das er im hulff. vnd ſprach. Abiathar du haſt mit deinen worten dein ſelbs geſchrifft verſchmecht. Wir gelau ben an einen got nach der heyligen geſchrifft wir gelauben auch an ſeinē ſun. wan̄ dy wort beweren dz got ein vater iſt genant. wan̄ nye mant iſt vater on kind. Wir wiſſen auch wol wz wir anbetē das beweyſet vns der prophet Dauid. durch den hat gott der almechtig ge ſprochen. inn der perſon ſeines Suns. Der va ter ſprach zu mir. Du biſt mein ſun ich gebar dich heut. Er ſpricht auch von dem geyſt aller creature. Sterck iſt ſeines mundes geyſt. Da dem erſten menſchen Adam leben vnd weſen ward gegebē von gottes gewalt. da vindt mā die heyligen Triualtigkeyt wer es recht mer cken will. Es ſprach got. Wir ſullen einē men ſchen nach vnſerm bild machen. Das iſt nach vnſer criſten lere vater. ſun. heyliger geyſt. het aber got keyn̄ ſun gehabt. ſo het er geſprochē Ich wil einen menſchen machen nach menē bild. Ir wiſt wol das er des nicht ſprach. Er ſprach wir ſullen einen menſchē machen. vnd ſprach nicht ich wil einen menſchen machen. darumb mercket das wir billich einen gott an dem weſen anbeten. vnd triualtig an der per ſon. Darnach nam ſant Silueſter ein kleyd in die hand vnnd ſprach. Secht all das ich drey valten hab darnach machet er dz tuch wider ſchlecht. vnd ſprach. Seht dy drey valten ſind ein tuch. Alſo iſt gott triueltig an dreyen na men vnd einueltig in dem weſen. Alſo gelau ben wir vnd leren es vn̄ halten es auch. Vnd da er in die erſten ſach mit weyßheyt vnder ſchyed. Darnach nam er die andern ſach fur ſich vn̄ ſprach. Hort mich mer. es ſpricht auch Abiathar. Ir ſeind vil geweſen in der altē Ee die wunder haben gethan vnnd ſey doch von in nicht geſchriben dz ſich keiner nye got hab genant als vnſer lieber her Iheſus chriſtus hab gethan. Darumb ſollen wir in nit fur got haben ich wil euch das beweyſen das Ieſus Von ſant vnſer herr ein gewaltiger got iſt vn̄ allen den widerſteet die ſich wider in erheben. alſo ge ſchach Dathan vnd Abyron die erhuben ſich toͤrlich wides iu. Da verſchlanck ſie das erd trich. Es erhub ſich auch d̓ kunig Nabucho donoſor wid̓ got. da ward er zu einem vnuer nufftigē tyer. alſo ſind alle die zu geſpoͤt wor den die ſich wider got erhuben. Hat ſich dan̄ Ieſus criſtus wider gott erhebt als dy iuden meynē. wie hat ims dan̄ got vberſehen das er im nit getan hat als den andern. aber got wz mit im an aller ſtat in̄ ſeinē groſſen zeychē dy er mit eygentlicher gotheyt thet. wan im ent weych ſein krafft nye die weyl er ſie wolt ha ben. vnd werlichen wer er nit got vnd het ſich der krafft vnd der zeychen angenūmen die er gethan hat er moͤcht nit beſtanden ſein. ſo iſt er biß her daran beſtanden. ſo merckt mā wol das er criſtus iſt. vn̄ hat die goͤtlichē warheyt geſagt. das gelauben wir. Da ſprachē dy zwē Crathon vnd denopheius. Abyathar wir ha ben all woll gehort dz Silueſter die warheyt geredt hat. Er hat dich vberredt dz bezeugē wir. wan Ieſus von dē er geſagt hat d̓ mocht den totten ir leben geben. vn̄ macht die ſiechē geſundt. das het im got nit geſtat wer er wid̓ in geweſen. ſo moͤcht er es nit gethan haben. dauō laß deinē krieg. Vn̄ da Abyathar vber wunde was. ¶ Nach dem ſtund Ionas der ander auff. vnd ſprach. Silueſter bericht mich des. Vnſer vater Abraham nam die beſchney dung von got. die behielt er vnd auch wir ſIu den alle nach im wan̄ man wirt gerecht von d̓ beſchneydūg. So ſagt auch vnſer Ee. wer nit beſchnytē wirt dz er nit gerecht iſt. Da ſprach Gilueſter. alles das das Abrahā hat gethan das iſt alles gut. wan̄ er was got gehorſam in der alten ee. In machet die beſchneydung nit gerecht. in machet dy gehorſaꝫ gerecht. ir wiſt auch wol das maniger beſchnytē iſt d̓ dēnoch verlorn iſt. wan̄ durch die beſchneydung wirt man nit behalten. es iſt d̓ gelaub vnnd ein ge rechtes leben das den menſchen behelt vn ſe lig macht. alſo wart d̓ meyſter auch vberwūdē ¶ Darnach ſtund Godolias d̓ dritt auff. vn̄ ſprach. Silueſter du ſprichſt dein gott ſey ein warer almechtiger got. vn̄ ſagt ir criſten er ſey von einer reynen iunckfrawen geborn. vnd ſey von dem boͤßen geyſt verſucht vnd ſey gefan gen vnd geſchlagen worden. Vn̄ ſeyn mteſig vnd mit gallen getrenckt. vnd ſey tod vnd ſey begraben. hat er das alles gelydē wie mag er den̄ ein warer almechtiger gott geſein. Nun mag got nit geleyden. Da ſprach ſant Silue ſter. Biſt du ein Rabi in̄ der alten ee ſo haſt du wol geleſen die prophecey. wan̄ alles dz an vnſerm got ergangen iſt das haben ewer pro phetē vor alles von im geweyſſagt von ſeyner geburt vnd von ſeine tod. Es ſpricht ¶ſaias. Ein iunckfraw ſol empfahen vnd ſol geberen einē ſun der wirt genat Emanuel. So ſpricht ewer weyſſag Hacharias vō ſeiner verſuchūg Ich ſah Ieſum bey dē Engeln ſteen rn̄ dē boͤ ſen geyſt bey im. vn̄ ich ſah dz mā in ſeines ge wandes beraubt. So ſpricht kunig Dauid vo in. Sy habē meine kleyder vnder ſich geteylt vnd haben mich mit eſſig vnd mit gallen ge trēckt. So ſpricht Ieremias vō ſeiner begreb nuß. den totten wirt er nach ſeinē tod ein lebē geben. Da geſchweyg Godolias vnnd kund im nit mer geantwurten. ¶ Nach dem ſtund der vierd auff der hieß annas vnd ſprach. Alles das vnſer prophete in̄ der alten ee von guten leuten geredt vn̄ ge ſchriben habē. dz zeucht Gilueſter alles auf ſeinen erſtu. Da ſprach Silueſter. Alles das ich auff meinē got Criſtū zeuch vnd gezogen hab das iſt alles an im ergangen. wilt du das nit gelauben ſo ſuch in den buͤchern einen an dern an dē es geſchehē iſt den ein iunckfraw geboren hab vnnd der verraten ſey. vnnd das creutz trug. vnd daran ſtarb vn̄ begrabē ward ir verlurt in auß dem grab. Sag mir wo er da kam. Da ſchempt ſich Annas vnd kund im mit geantwurten. Darnach ſtand doech der funfft auff vn̄ ſprach zu ſant Silueſter. Du ſprichſt dz ewer Criſtus von Dauids geſchlecht kummen ſey. vnd er ſey von dem heyligen geyſt empfangē vnd von einer reynen meyd geborn. vnd er ſey on alle ſund geweſen. do er on alle ſund was. warum̄ ließ er ſich tauffen. Da ſprach ſant ſil ueſter. Criſtus ließ ſich darum nit tauffen dz er reyn wurd. Er ward darum getaufft dz er d̓ alten ee vnd der beſchneydung ein end wolt gebē. Criſtus iſt ein anfang vnſers gelaubēs vnd empfieng den tauff vns zu eine ebenbild das wir darnach getaufft ſolten werden. vnd hat mit ſeinem leyb geheyliget die waſſer vn ſer tauff wan̄ wer getaufft wirt der wirt ge Silueſten .CcXCII. remiget von ſeinen ſunden. alſo geſiget aber ſant Silueſter. ¶ Nach dem ſtund der ſechſt Iud auff der hieß Chuſi vnd ſprach zu ſant Silueſter. Du haſt geſprochen das criſtus ewer gott ſey von einer reynen mayd geborn. warum hat er dye newen fremden gewvonheyt auff bracht vn̄ an ſich genūmen. Da ſprach ſant Silueſter das wil ich dir ein teyl ſagē. warum̄ vnſer herr got von einer reynen meyd geboren ſey. Den erſtē menſchen Adam beſchuff vnſer herr von der erden. darum was die erd ſein muter die was dennoch keuſch vnnd reyn vnnd gut vor allem fluch. der ir darnach gegebē ward von d̓ ſund wegen. Da vns nun ein newer Adam zu troſt kummen wolt d̓ muſt auch geborn werdē von einer reynen erden. das wz die reyn magt ma ria. von der ward got geboren vns zu groſſer ſeligkeyt. Der weyßheyt was vns gar not dz d̓ von keuſcher reynnigkeyt koͤm des krafft vns benemen mochte der boͤßen ſchlangen liſt dy Adam betrogen hett. Der new Adam vnſer lieber herr Ieſus criſtus ward von d̓ ſchlan gen auff erden verſucht. aber er vberwand ſy krefftiglichen. da ſprach man aber ſant Silue ſter hat erlichen geſigt. ¶ Bemamin d̓ ſibēt ſprach zu ſant Silueſter. du ſpricheſt. Criſtus ſey got vnd ſey warlichen gottes ſun. So ſag mir. warumb hat in Sathanas verſucht da in des hungers not zwang. vnd hieß in auß den ſteynen brot machen. vnd hieß in das eſſen dz was vngoͤtlich. vnd trug in auff des tempels hoch vnd zeyget im die reych dyſer welt. vnd ſprach. bet mich an. ſo wil ich dir dy reych vn dertenig machen was er got als du ſageſt ſo fuͤget im dyſer ſpot nicht. Da ſprach ſant Sil ueſter. Merck meine wort eben wes ich dich berichten wil. Darum̄ das Adam in dem Pa radeyß vberwunden ward vmb das das er vn gehorſamlichē aß. Aber Criſtus hat dy ſchlā gen vberwunden. wan̄ er aß von des veindes ratt nichts vnd wolt dreyſtund verſucht wer den vns zu einem ebenbild ob wir eines mals geſigen das wir vns des nit vbernemen. Wir ſollen allzeyt wid̓ all bekoͤrung ſtreyte. wid̓ dy anfechtung des teufels. vn̄ ſollen im alle zeyt angeſigen vn̄ wid̓ſtan nach vnſers herren Ie ſu criſti rat vnd ebenbilde. vnd ſollen angeſi gen allen vntugendē. da ſprachen ſy aber ſant Silueſter het geſigt. Aroel der acht ſprach zu im. die buͦcher vn̄ die vernufft ſagen vns dz nyemāt wid̓ſpreche mag. Got was ye volkummen an allen tugen den vnd weyßheyt vnd auch an allem gut das hat im nye gebrochē in̄ ſeiner ewigkeyt. war umb wolt dan̄ d̓ volkūme got leyblichen gebo ren werden. Da ſprach ſant Silueſter das dir die ding fremd ſeind. das iſt nit vnbillichen. wan̄ du weyſt der groſſen lieb nit die gott zu vns hat. vnd wyd̓ heylig geyſt mit ſeiner ein gyeſſung gewurckt hat. vn̄ es noch tut an ſei nen außerwelten. Des ewigen vaters ſun iſt vor aller zeyt geborn. ee d̓ creatur leben vn̄ we ſen geben ward. dauon ſeind deine wort war dz got ye volkummen wz vn̄ im nye nichts ge brach. aber da mēſchlichs geſchlecht von got viel da mocht es nit wid̓ zu got kummen dann mit leydē. da het got an im nichts dz geleydē mocht. da bezwāg in ſein vnmeſſig lieb dy er zu vns het. das er fur vnſer ſchuld wolt leydē vn̄ von hymel herab wolt kummen. vn̄ geborē wolt werden in d̓ zeyt vn̄ gemartert. wann die gotheyt vnd dy menſcheyt waren vngeſchydē doch leyd die gotheyt nit. aber die menſcheyt vnſers herren Ieſu criſti leyd den bittern tod fur vns. da kund im Aroel kein antwurt gebē. ¶ Iubal d̓ newndt ſprach zu im. du ſpricheſt ewer Criſtus ſey gewaltig vnd ſey das leben wie hat er ſich dan in den ſchmelichē ſpot er geben das er vil geliden hat. wan̄ er het nicht krafft daer leyd vnd ſtarb. dz magſt du nit ge laugnen vnd bericht mich noch einer frag. Ir criſten ſagt vō ewrem got wie in got gebar in ewigkeyt. vnd ſagt auch wie in ein mayd truͦg vnd gebar. Die red iſt wund̓lich. iſt er hie ge born vnd iſt dort in ewigkeyt geborn. ſo muſtē ye ir zwen ſein. Einer der gottes ſun. der and̓ Marie ſun vnd zu dē drittē mal frag ich dich ob criſtus got vnd menſch ſey vnd iſt die got heyt mit der menſcheyt vereynet. wie mocht dan̄ die menſcheyt als groſſe hertigkeyt ge leyden. das es dy gotheyt nit beruͤrt. nun mag es alſo nit geſein. hat die menſcheyt geliden. ſo hat auch die gotheyt gelyden. wan̄ die zru natur ſein mit einander vereynet als ewer ge laub helt. darumb bericht mich der frag. oder dein weyßheyt iſt nichts werdt. Da ſah der heylig herr ſant Silueſter vmb vnd das was ſein begird das man in eben mercket vnd be ſorget ſich nit das er ſigloß wurd. vnd troſtet Von ſant ſich gottes vnd ſprach. der gottes ſun iſt dar umb tod fur vns das er vns dz ewig lebē ver dienet. vnd der eingeborn ſun der von dē va ter ewigklichen geborn iſt der iſt auch d̓ iunck frawē Marie ſun. ir ſeind auch nit zwen iiſt nur einer. wan̄ er iſt in dē hymel von ſeinē va ter on muter geborn. vnnd iſt auff erden von ſeiner muter on vater geboren. der ſelb ſun iſt das wort da mit gott der vater alle ding be ſchaffen hat. vnd als in ſein vater dort gebirt alſo iſt er vnſihtig. vnnd da in ſein muter hye gebar da ließ er ſein menſcheyt ſehē. vn̄ ſtarb nach der menſcheyt fur vns vnd als in der va ter dort gebirt alſo berurt in nymmer keyn ley den noch der zeytlich tod. vnnd wir werden in nach dyſem leben in dem ewigen leben ſehen. das er warer got vnd warer menſch iſt. wann er iſt in dem hymelreych vnſer ewige ſeligkeit Alſo berichtet in Silueſter der frag dz er in nit mer dorſt fragen. ¶ Thara der zehent ſprach zu im. du ſprich eſt die menſcheyt hab gelyden vn̄ die gotheyt nicht. das ſolt du mit d̓warheyt beweren. Da ſprach ſant Silueſter dz wil ich gern thun mit der hilff meines gottes. vnd das in einer ge leychnuß die merck eben. Stuͤnd ein baum in der ſunnen glaſt den die ſun̄ gar durchſchyn. wieul man dez baum leydes thet mit ſchlahē mit hacken das thut der ſunnē ſcheyn nit wee vn̄ beruͤrt ſie nyendert. alſo iſt es auch vm̄ mei nen got. wieuil leydens ſein menſcheyt het ſo belib doch der glantz der klaren gotheyt lau ter vnd reyn vnd vnempf indlich alles leydens Da ſprachen die zwen aber. Silueſter hat ge ſpz ¶ Darnach ſtund der eylfft auff d̓ hieß Sy leon. der ſprach zu ſant Silueſter. die prophe ten vnd die weyſſagē habē vil iamers geſagt von ewerm got Criſto. warum̄ hat er ſo vil vn frides gelyden. vn̄ wart mit vil leydens getoͤt. Da ſprach ſant Silueſter er hat es alles dar umb gethan das wir behalten wurdē. er ward gefangen vnd gebunden. darumb dz wir von allen vnſern ſunden gelediget wurden. Vnd ward verſpott das wir ſpoͤttes frey wurden. vnnd ward ſein haubt mit doͤrn durchſtochen vnd gekroͤnet. darum̄ das wir mit der ewigen kron gekroͤnet wurdē. vn̄ trug auch ſein creutz ſelber vnd ward durch vnſern willen embloſ ſet darunmb das er vns mit der epigen klarheyt wolt kleyden vn̄ ward an dem baum er hangen. ab dem Eua den apfel aß. vnd ward. getrenckt mit eſſig vnd mit gallen. darum̄ dz wir getrenckt wurden mit der menſcheyt. vnd mit der gotheyt in dem ewigen leben. vn̄ ſtarb durch vnſern willen darum̄ das vnſer leyden ein end neme. vnd erſtund froͤlichen von dem tod. da mit hat er vns erworben das ewig le ben. darnach fur er zu hymel. vnd ſitzet zu der gerechten ſeines vaters. vnd hat vns des hy mels tuͤr geoͤffnet. wann der vater hat in̄ dem ſun alle creatur beſchaffen. die bracht d̓ ſun dem vater wider zu lob. Vnd da ſant Silue ſter das geſprach. da lobten ſie gott das er in den waren gelauben het geſagt. ¶ Zambri d̓ zwelfft ſtund darnach auff. vnd ſprach. Der got der an dem creutz ſtarb. d̓ iſt int ein rechter got. er iſt der weyſen ſpot. wan ich weyß des hochſten almechtige gottes na men wol wie er zuͦ dē wirdigſten heyſt. wan̄ d̓ nam iſt als ſtarck das in kein creatur gehoͤren noch geleyden mag. in moͤcht ein ſteyn nit ge leyden. dauon ſo bringt mir einen ſtyer her d̓ ſtarckiſt. daran wil ich euch laſſen ſehen das ich war hab. So wil ich im den ſelben namen in ſeine oren raumen ſo ſtirbt er zuhandt. Da ſprach ſant Silueſter. wy iſt dir der nam kund worden. Da ſprach Zambri der meyſter. Dir iſt die groß heymligkeyt billich verborgen die an dem namen ligt. wann du biſt ir nit wirdig die weyl du die Iudē mit deiner lere wilt ver drucken vnd wilt deinen Criſtū mit lere auff ziehen vnnd ſprach. Bringt mir den ſtyer her als ich geſprochen hab. Da was Helena des keyſers muter der ted gar fro vnd ir meyſter die wider criſten gelauben waren. vnd hetten hoffnung ſy vberwundē die criſtē. Sant Sil ueſter vnd ſein brieſterſchafft zweyf elten mit an got vnd waren ire hertzen vol freuden. vn̄ da man den ſtyer bracht da gieng Zambri zu im vnd ſprach zu den leuten. ſecht nun wil ich euch die warheyt hye kund machen. vnnd rau met dem ſtyer ſeine wort heymlichen zu. Da luͤet das tyer mit lauter ſtym̄. vnnd glueten im ſeine augen vor groſſem wetagen. vnnd ſtarb alſo. Da wurden die iuden gar fro. vnd meyn ten ſie hetten geſiget. Da ſprach ſant Silue ſter zu den zweyen meyſtern die dz vrteyl ſpra chen. Zambri hat den name gottes nit genē net er hat des boͤßen geyſtes namen genenet Ilgnes Cccxv. tag. Da ſtrafftē in die and̓n Prelatē dz er es als lang verzogē het. da ſagt er in das geſiht Vnd da ſy die weyhung des ampts anfien gen. da horten ſie all das ein hymliſche ſtym ſprach zu dreyen malen. hoͤrt auff lieben bruͦ der es iſt die Capell von got geweyht. Da er ſchracken ſie all vnd horten das die egeſchri ben tat heylig vnnd war was. Vber das zog ſant Conrat gen Rom zu ſant Peters vnnd Pauls kirchen vn̄ pflag vnſers getrewe nuͤtz. en rates. ob nach dyſer weyhūg keyn biſchoff die Cappellen icht mer weyhen od̓ handt dar an legen ſolt. Habē wir Leo mit den hernach geſchribnen vnnſern wirdigen mitbiſchoffen Otto ein biſchoff von Mentz. Bruno ein bi ſchoff von Roͤln. Ano ein biſchoff vō wurms. Ottuino ein biſchoff von hildeßheym. Occo ein Biſchoff von Mirmidone. Erkenbald ein biſchoff von Straßburg. Vlrich ein biſchoff von Augßpurg. Harbert ein biſchoff rō Cur. Eghart ein Abbt auß der reychenaw. Bern hart ein abbt von ſant Gallen. vn̄ mit vil mer ander gutter man̄. mit ir aller rat erkant dz dy Capell beſtetigt ymmer ewiglichē alſo beley ben ſol. Vnd das der vorgenant biſchoff Cō rat von Coſtentz noch keyner ſeiner nachkum men ſein handt nymmer ewiglichen daran ſol legen dy anderweyd zu weyhe. das gebieten wir mit gewalt vnd gehorſam d̓ heyligen fur ſten ſant Peters vnd ſant Pauls vnd all vn ſer vorfarn vnd nachkummen. Darum̄ durch gebet vnd anweyſung vnſers liebē ſuns Ot to des keyſers der ſunderlichen die Capellen lieb hat gehabt vn̄ ſein erwirdige fraw Adel heyd. vnd mit rat der vorgenanten vnſer bruͤ der. vnd bey gezeugknuß gottes rechten vnnd gottes banne. beſetzē wir vn̄ gebiete ob keyn menſch gewaltig od̓ vngewaltig. geyſtlich od̓ weltlich wid̓ vnſer gebot vn̄ handtfeſt freue lich thet. od̓ wer dz vorgenant gotzhauß oder keynē ſeine gut dz es yetzund hat od̓ hernach durch gottes hilff gewuͤn. abzug. es geſchehe dan̄ mit gunſt des beſſern vn̄ des wirdigern teyls des abbts vnd des conuents die gott da ſelbſt dienē. od̓ ſy von dē ſchlaff treybē. ſy od̓ ir vndertan̄ wo ſy geſeſſen ſeſnd freuelich an greyffen. d̓ ſol von gottes gewalt vn̄ auch von vnſerm gewalt geſtricket ſein in̄ dē bann vnd von gottes reych ewiglichen abgeſchyedē vn̄ verflucht ſen. Aber alle die ditz gebot hale z die ſein geſegnet vo got vn̄ vō den hochgelob ten furſten ſant Peters vnd ſant Pauls. vn̄ auch von genaden der heyligen criſtenheyt vn̄ vō genade vn̄ gewalt des ſtuls zu Rom ſagē wir ledig von ſchuld vn̄ von peyn alle dy meu ſchen die dyſe vorgenantē hoffſtat od̓ Capel len heymſuchē vn̄ beſehē mit demut gebeycht vn̄ berewt. Dyſe bullu iſt geſchribē durch Pe trū offenbarnſchreyber vn̄ Cātzler des ſtuls zu Rom. in̄ dē drittē herbſtmonat an des lie bē herren ſant Mertens tag des babſts. vnd ward geleſen an ſant Martins tag darnach vor herren Leo dē babſt do er ſaß auff ſeinē ſtull bey ſant Peters altar. dabey iſt geweſen Otto der keyſer. Otto ſein ſun. Adelheyd die keyſerin. vn̄ auch die vorgenantē wirdigē bi ſchoff vn̄ ſunſt manig Furſt von teutſchē vn̄ welſchē lande. vn̄ iſt beſtetigt mit d̓ hand des heyligē babſtes Leo des achtē an dyſem na men vn̄ an d̓ zall d̓ ordnūg wz er d̓ huͤderſt vn̄ ſechßvnddreyſſigſt vn̄ geſchach da man zale von Criſti geburt neunhūͤdert vn̄ im viervnd ſechtzigſtē iar. Almechtiger hohgelobter got laß vus deiner liebē muter Marie heymſuch ung genieſſen als ſie manig gut menſch zu dē Eynſideln daheym ſucht. dz wir irs wirdigen furbitens auch genieſſen vnd des lieben her ren ſant Menrats. Amen. Von ſant Agneſen Ie heyligiūckfraw ſant Agnes wz ein Roͤmerin. vn̄ wz ein criſtin. vn̄ hett got lieb vn̄ dienet im mit vleyß tag vn̄ nacht. mit betē. wachē vn̄ vaſte. vn̄ mit vil and̓ guter vbug. vn̄ fleyß ſich groſſer tugēt in irē iungē tagē. vn̄ gelobt got ir keuſcheyt zebehaltē. vn̄ wz darzu gar ſchoͤn vn̄ miniglichē geſtalt. vn̄ wie iung ſy an dē ia rē wz ſo wz ſy doch in irē hertzē gar weyß. vn̄ gelaubet veſtiglichē an got. ſy giēg auch gen ſchuͦl vn̄ lernet dy geſchrifft mit fleyß. vn̄ wart wolgelert in d̓ lieb ieſu criſti vn̄ eins mals da ſy vō ſchuͦl giēg. vn̄ bey. xij. iarn wz. da ſah ſie des richters ſun. vn̄ da er ſah dz ſy als ſchoͤn vn̄ als zart wz. da gewan er groß lieb zuͦ ir vn̄ warb vmb ſy vnd bat ſy das ſy in zu d̓ ee nem. vnd ſprach. er wolt ir groß gab geben vn̄ erb vn̄ eygen. Der wort achtet ſant Agnes mit. vn̄ was er ſie bat vnd was er ir gelobt. das wz ir an ſchymyf wam ſie het Goteleh fur ale Von ſant ding vnd ſprach zu des Richters ſun. weych von mir du ernerer des todes. wann alle dein geſellſchafft iſt ſundig. vnnd mir iſt dein leyb nicht nutz. vnd verſchmahet mir dein gab vnd dein rat. vnnd biſt mir als ein traum wann ich wil einen edlen breutigam haben vn̄ mich hat ein ander vor dir erwelt. des ſelbē weyſen rat wil ich volgen. wan̄ er iſt vil reycher vnd edler vnd wirdiger dann du. wan̄ ſein muter iſt eyn reyne iunckfraw. vn̄ ſein vater hat keyn frawē den breutigam wil ich lieb haben vnnd wil im mein ſel vnd meinen leyb empfelhen. vnd wil im von gantzem hertzen dienē. wan̄ im die nē die engel. vnnd die ſun̄ vnnd der mon ver wundern ſich vor ſeiner ſchoͤn vnd ſein reych tumb beleybt ewiglichen. vn̄ alle ding muſſen im gehorſam ſein. vnd der edel ruh der von im geet der hat als groſſe krafft das die totten da von lebentig werden vnnd ſein groſſe lieb ſchwecht mir mein keuſcheyt nit. vnd ye neher im mein hertz iſt ye reyner es iſt. den will ich lieb haben wan er hat mir des gelaubens ein vingerlein an mein hannd geben. darumb iſt mir mein gemuͦt gar gering das ich im in allē dingen volg. wan er hat mir ſeinen reychē ge mahelſchatz mit geteylt. vnd hatt mir meinen hals gezyeret vn̄ mein rechte hand mit edelm geſteyne vnd hat mir ein reyches kleyd ange leget. das iſt von gold gewurcket vnd hat mit mein antlitz bezeychnet vnd verſigelt das ich keinem andern nit mag werden. vnd ich mag mich nit vo im keren. wan mir wirt mein mund vnd meine wangen mit ſeinē edlen bluͦt gezy ret vnd hat mich mit ſeinen arne vnbfangē. vnd hat mir gar groſſe vnmeſſige freud gelo bet auff das das ich gantz ſteet an im beleyb durch ſeinen willen in meiner keuſcheyt. dauō weych von mir. wan̄ dein rat vnd dein gab iſt vnreyn. Ich wil bey meinem herren beleyben. wann er iſt reyn vnd gut vnd iſt on allen wan del. Da das d̓ iungling hoͤret das im dy iunck fraro verſaget vn̄ ſein nit wolt. da wart er gar ſer betrubt. vn̄ gieng als bald in ſeines vaters hauß vnd ward vor groſſem leyd als ſiech dz er ſich nyder muſt legen. vnd mocht vor groſ ſem vnmut weder eſſen noch trincken. vnd im ſtund ſein hertz ſtetiglich nach ſant Agneſen. wann ſie was gar ſchoͤn. Da ſein rater ſah dz er als vbelmocht. Da gewan er im ertzt die ſprachen es gebrech im nichts dan̄ dz er ſich nach der iunckfrawē ſenet. dauon ſolt er beſe hen ob ſie in woͤlt nemē. Da das d̓ vater hort da gieng er zu ſant Agneſen vnd ſprach zu ir. du ſolt meinen ſun nemē nach deiner freund rat. da ſprach ſie. dz mag ich nit gethun durch vil vrſach die ich deinē ſun hab geſagt. wann ich wil den willen meines gemahels erfullen vnd wil in haben. waun es gezem mir nit das ich in ließ. wan er iſt vil edler vnd reycher vnd wirdiger dann dein ſun. vnnd darumb wer ich nicht weyß das ich den erſten ließ dem ich ge lobt bin vnd darumb iſt dein bet gar verlorē. Da ſprach der richter. wer iſt dein breutigam den du zu einē gemahel haſt außgeleſen. vnd an dem du als ſteet biſt vnd von dē du als vil ſageſt. da ſaget im ein man der ſtund bey im das ſy ein criſtin wer. vnd ſprach zu im. ſy hat Erſtumals lieb das ſie in ncht leſt vnd ſolei Agnes Mcclxxiij. ſie darumb ſterben. Da das der Richter hoͤ ret da ward er gar leydig. Wann er was eyn heyden. ¶ Nach dem hub er anderweyd an vnd bat ſant Agneſen mit groſſem ernſt. vnd gelobt ir alles ſein gut das ſy ſeinē ſun nem. da ſprach ſy. ich bin vberein kummen das ich keinē an dern nicht wil dann dē ich mein keuſcheyt ge lobt hab. den gemahel hab ich in rechter ſte tigkeyt. wann was du mit mir thun wilt. das thu bey zeyt. wan̄ ich ergib mich dir nymmer noch deinem ſun. Da das der richter hoͤrt da ward er gar zornig. vnd ſprach. Wilt du mich nit geweren. ſo zeucht man dich in̄ dz gemeyn frawenhauß ſo muſt du dein keuſcheyt verlie ſen es ſey dir lieb oder leyd. vnnd der Richter meynt er wolt es vaſt an ſant Agneſen rechē. vnd troet ir vaſt. vnd dorſt ir doch keinen ge walt anthun vor iren edlen freunden. vn̄ zoch fur. ſie were ein criſten. vnd ſprach. darum ſolt ir nyemant helffen. wann er wolt ſie martern vn̄ peynigē. des erſchrack ſy nit vnd ſprach zu dem Richter. ich wil deinen vnreynen goͤttern nit opffern die weyl ich leb. darzu furcht ich das gemeyn frawenhauß nicht. wann der en gel behuͤt mir mein reynigkeyt. die ſtetē wort vnd werck theten dem richter gar zorn. vnnd ſprach zu ſeinē dienern. zyecht ir ire kleyd̓ ab vnnd bringet ſie mit ſchanden in das gemeyn hauß. da zugē ſy dy diener nackent ab. da kley det ſy ir gemahel Ieſus criſtus mit ſchoͤnem gelbem har. das ward als weyt vnd lang das es iren leyb vberal bedecket dz man ſie nyen dert bloß ſah des verwundertē ſich die vnge laubigen. ¶ Darnach zugen die diener ſant Agneſen inn das gemeyn lebē. da kam ein liechter ſcho ner gottes Engel der leget ſant Agneſen ein ſchoͤnes kleyd an mit ſeinen henden. vnnd es kam ein groſſes liecht vmb ſy das man ſie nit geſehen mocht. vnd die menſchen dy dz ſchoͤn zeychen ſahen. die wurden zu got bekeret. das thet dem richter zorn vnnd hieß ſie all toͤtten. da furen ire ſele zu den ewigen freuden. des dancket ſant Agneß got ſeiner genaden dy er mit ir getan het. vn̄ betet mit groſſer andacht ¶ Darnach kam des richters ſun mit ſeinen geſellen inn das gemeyn hauß. vnd wolt zu ir geen vnd hieß ſeine geſellen hinein zu ir geen vnd er belih bey der thuͦr ſteen vnd wolt beſch hen ob in nichts geſchech. Vnnd da ſie das groß liecht bey ſant Agneſen ſahē da erſchra cken ſie gar ſer vnd giengen wider hinderſich Da das des Richters ſun ſahe da ſpottet er ſeiner geſellē vn̄ ſprach. ir ſeyt verzagt ſchelim vnd gieng zu dem liecht vnd wolt ſant Agne ſen angreyffen in dem liecht. da erwurget in der boͤß geyſt. Da gieng ſeiner geſellen einer hin zu vnd wolt ſehen wie es im gieng. vn̄ ſah das er tod was. Da rufft er mit lautter ſlym̄ vnnd ſprach. Seht ir Roͤmer die boͤß hur hat des Richters ſun ertoͤdt mit irer zaubernuß. Da das ſein vater hoͤret. da ſprach er zu ſant Agneſen. Du greulichs weyb warumb haſt du dein zaubernuß an meinem ſun erzeyget. Da ſprach ſie. Ich hab in nit ertoͤdt. er wolt des boͤßen geyſtes willen volbracht haben d̓ hat in ertoͤdt. Da ſprach der richter. iſt es nit mit zaubernuß geſchehen ſo bit deinē gott vō dem du ſageſt dz er meinen ſun wider leben tig mach. Da ſprach dye heylig iūckfraw ſaut Agueß. Es iſt zeyt das dy krafft gottes mei nes gemahels ſol geoffenwart werden. vnnd rufft got den almechtigen mit groſſem ernſt an vnd bat in das er den iungling durch ſein ere von dem tod erwecket. vnd als bald erhoͤ ret ſie vnſer lieber herr Ieſus criſtus von irs gebets wegen. da ſtund er auff vnnd was le bentig vnd geſundt vnd ſprach. Es iſt nit mer dann ein warer got in hymelreych vnnd auch auff erdtrich vnd vber das meere das iſt der criſten gott. Da ſprachen die brieſter der ab goͤtter toͤdtet die zaubrerin. wann ſie hatt es mit zaubrey zu wegen bracht. ¶ Nun het der Richter die heyligen iunck frawen ſant Agneſen gern erloͤſt. da torſt er es vor dem keyſer nicht thun. dauon ſetzet er einen andern Richter an ſein ſtat d̓ hieß Pa ſcaſius vnd floch von dannen. Da hieß ſy der ſelb richter auch den abgoͤttern opffern das wolt ſie nichtthun. Da hieß er ein groß fewß er machen vn̄ ſetzet die heyligen iunckfrawē ſant agueſen mitten darein. da geſchach auch ein groß wunder. wan̄ das fewer teylt ſich vo dem willen gottes mitten von einander. vnd thet ir nye keyn leyd. vnd d̓ heyden wurde vil vō dem fewer verſeret. Da ſprach ſant agnes ir gebet zuͦ got mit eruſt. vnd ſprach. almech Von ſant riger vater vō hymelich bit dich rn̄ lob dich vmb dein genad die du mir thuſt. das du das fewer durch deinē ſun vnſern herrē Ieſum ert ſtu erleſcht an meiner ſeyten gff iech hab durch deinen willen d̓ boͤßen mēſchē troe vberwun den vnd nymwar das ich von dir gelaubt hab das ſih ich yetzund. vnnd das ich von dir ge hoffet hab des bin ich gewert. Da das d̓ rich ter paſcaſius hort. da ward er zornig vn̄ hief ein ſchwert durch ſant Agneſen ſtechen. das theten die boͤßen knecht. da ſtarb ſie vnd got empfieng ir ſel mit groſſen eren. das wz nach criſti geburt drey hundert iar. ¶ Darnach kamen ſant Agneſen freund vn̄ begruben iren leychnā heymlich mit groſſem leyd. da das die heyden innen wurdē. da lief fen ſie zu in vnnd wurffen mit ſteynen an ſye das man ſie kaum mocht begraben. Da was ein iunckfraw da die hieß Emerenciana. die was mit ſant Agneſen erzogen vn̄ hett ſy gar lieb. vnnd gelaubt an vnſern herren. vnnd wer gern getaufft worden. Vn̄ da die iunckfraw die groſſen vnzucht ſah die dy heyden bey dē grab hetten. da ſtrafft ſiß darum̄ vnd ſprach zu in. Euch ſol gott die groſſen vnzucht nicht vberſehen die ir mit ſeinē gemahel treybet. dz verſchmahet den heyden vnd wurdē gar zor nig auff ſie vnd verſteynten ſie bey dem grab. da was got mit ir. vnd empfieng ir ſele. Dar nach kam ein groß wetter mit plitzen vnd mit donerſchlegen das erſchlug d̓ heyden gar vil zutod vnd dy andern fluhen. Da begrub man ſant Emerencianā mit frid bey ſant Agneſen Da wurden ſant Agneſen freund gar ſer vm̄ ſie betrubt. vn̄ klagtē ſie dy acht tag mit groſ ſem leyd. vnd wachten alle nacht vnd weyntē bey dem grab vnd an der achten nacht da ſa hen ſie vil ſchoͤner iunckfrawen bey dem grab die waren mit reychen kleydern gekleydet. vn̄ zu der rechtē hand ſtund d̓ einen iunckfrawe ein weyſſes ſchoͤnes lemblein. Da wurden ſye des ſchoͤnen geſihtes gar fro. vnd ſant agnes die troͤſtet ir freund die vmb ſie weynten. vnd ſprach zu m ir ſolt mich nit mit den tottē kla gen wan̄ ich bin bey den iunckfrawen in̄ den ewigen freuden. da haben wir groſſe vnmeſ ſige freud ymmer ewiglichen von des ſchoͤnē zeychens willen vnd von des waren geſihtes wegen dz dy fruͤme menſchē ſahen ſo begeet man ſont dlaneſen iren achten tag. ¶ Iu der zeyt da lebet der keyſer Conſtanti nus der was ein heyden d̓ het ein tochter die hieß Conſtantia vnd was auſſetzig. die hett wol gehoͤrt das ſant Agnes iren freundē bey dem grab was erſchynen. Da gieng ſie auch auff ir grab. vnd betet mit groſſem ernſt. vnd bat ſant Agnes das ſie ir vmb got erwurb dz ſy von irer auſſetzigkeyt gereymiget wurd. vn̄ in dem gebet entſchlieff ſie auff dē grab. Da erſchyn ir ſant Agnes mit groſſer klarheyt. vn̄ ſprach zu ir. Conſtantia wilt du mit gantzem hertzen an vnſern herren Ieſum criſtū gelau ben. wan̄ er wil in allen dingē lieb gehabt ſein ſo wil ich dich geſundt machē. da meynt ſie ſe wolt es thun vnd in dem da erwachet ſie. vnd was in der ſelben weyl geſundt worden. vnnd da ſie das an ir empfand. da ließ ſy ſich tauf fen mit groſſer andacht. vnd gelaubt fur baſ an got. vnd gelobt im ir keuſcheyt zu behaltē die weyl ſie lebt vnd machet ſant Ilgnes einē ſchoͤnen ſarch vnd bawet ein ſchones frawen cloſter in̄ ſant Agneſen ere vnd nam vil iunck frawen zu ir vnd dienet got vn̄ ſant Agneſen inn dem Cloſter. Oarnach vber etlich iar da ward das cloſter baufellic ¶ u den zeyten was em frūͤmer brieſter der het ſant Agneſen gar lieb den bat d̓ babſt dz er ſich des cloſters vnderwund durch gottes vnd durch ſant Agneſen willen vnd bat in dz er das cloſter baret vnd im es ließ beuolhen ſein vnd ſprach zu im. du ſolt dir ſant agneſen zu einem geyſllichen gemahel nemen. en̄ gal im eī koſllichs fingerlein mit einē ſchmaragd das ſolt er ſant Agneſen geben zu einē gema helſchatz. des wrard der gut brieſter gar fro. vnd nam das vingerlein rnd gieng in̄ dz mun ſter ſaut Agneſen zu einer wand. daran was ſant Agnes gemalt vnd reychet dem bild das vingerlein dar. da geſchach em ſchoͤns zeychē von dem willen gottes. wan̄ dz bild recket ei nen finger von der wand. da ſtieß der brieſter dz vingerlein daran. da zoch das bild den vin ger mit dem vingerlein an die wand. Vnd dy figur des bildes ſteet noch heut des tags zu Rom inn ſant digneſen munſter hoh an einer wand als dz vil menſchē geſehen habē. Nun het der ſelb brieſter lang zeyt groſſe anfech tung von der vnkeuſcheyt gehabt. die vergiēg im zehandt von den geuadē ſant Agneſen. da ward er gar fro. vn̄ gewan groß lieb vnd Hincentz CCcXVII. dacht zu dem cloſter vnd het ſant Agnes fur baß aber lieber dan̄ vor vn̄ dienet ir mit fleyſ biß an ſein end. vnnd verſahe das Cloſter mit groſſem vleyß. Nu helff vns dy heylig iunck fraw ſant Agnes vmb got erwrerben das wit kumnmē nach dyſem leben zu den ewigen fren den Amen. Von ſant Bincentz Erlieb heyligherr ſant Vincentz was eyn criſten vnd het got lieb vnd dienet im mit vleyß vnd was in einer ſtat dy hieß Augſpurg. vnd lernet die menſchen criſten gelaubē mit ernſt. vnd was bey einē biſchoff der hieß Valerius des dyacon was er. Vnd der ſelb biſchoff wz nit wolgeſprech. dauon bat er ſant Vincentz dz er dem volck prediget durch got an ſeiner ſtat. vnd das er ſy den weg zu der ewigē ſelig keyt weyſt. wan̄ er was gar weyß vnd wolge ſprech. des was im d̓ lieb herr ſant Vincentz gehorſam wan̄ ſy hetten an einander gar lieb in groſſer andacht als ein vater ſein kind. Al ſo leret ſant Vincentz den chriſten gelauben gar vaſt vnd bekert vil menſchen. ¶ In den zeyten da was Dyoclecianus Rey ſer der was allen criſten veind. vnd echtet ſie wo er ſy ankam. Da ſagt mā im von ſant Vin centz vnd von Valerio dem biſchoff das ſye auch criſten weren vnd das ſy vil volcks beker ten zu criſten gelauben. das thet im gar zorn. vnd hieß ſy vahen. das thet man. vnd da man ſie vieng dalegt man ſie in einen kercker vnd verbot das man in weder zueſſen noch zu trin cken geb. Da ſie in dem kercker lagen da kam ſonſer herr felber zu in vnnd ſpeyſet ſie. Nun het der keyſer ein gute hoffnung ſy werē gar kranck vor hunger vnnd vor durſt. vnd hieß ſy fur in bringen. das theten dy diener. vnnd da man ſy fur in bracht da ſah er dz ſy gar ſchoͤn vnd roͤſlat waten. vnd dz in dz mt ſchadt das man ſie als lang vngeeſſen vnd vngetruncken het laſſen ligen in dem kercker. Da ſprach er zu Valerio. du haſt all zeyt geſchynen als ob du ein guter menſch geweſen ſeyeſt. vnd haſt dabey einen falſchen gelauben an dich genu men. Nun was Valerius alt vn̄ kranck wor den vnnd gab gar wenig antwort. Da ſprach ſant Vincentz. vater warum̄ thuſt du das dz du als wenig antwort gibſt. vnd du thuſt als ob du dir furchteſt dz ſolteſt du nit thun. wir ſullen in̄ dem leyden nit verzagen. vnd ſprach zu im. Vater iſt es dir lieb ſo wil ich fur dich vnd fur mich antwurten. Da ſprach er. va lie bes kind meins. wan̄ du biſt gar wolgeſprech thu was du wilt got der ſey mit dir. Nach dē hub ſant Vineentz an vn̄ ſprack ¶ zu dē keyſer. du frageſt warum wir criſten als ſteet an vnſerm gelauben ſein. dz iſt vmb dye groſſen hoffnung die wir zu d̓ ewigen frend haben. Da das d keyſer hoͤrt da ward er gat zornig auff ſant Vincentz darun̄ das eral iung was vnd im ein ſolche antwurt gab. vnd ſchonet des biſchoffs Valerius alter vnd er wolt inncht marter noch torē aber er Von ſant in in̄ ein ferres land ſenden darin̄ muſt er ſter ben. Alſo ward Valerius verſendet des ge hub ſich ſant Bincentz gar vbel. ¶ Darnach hyeß der keyſer den lieben herrē ſant Vincentz mit den armen auff henckē. vn̄ hieß in vaſt vnd ſer ſchlahen mit gertē vn̄ mit geyſeln. das theten die knecht vnd hiengen in auff bey ſeinen armen. vnd ſchlugen im ſeinē leyb das das blut von im ran. Da ſprach der keyſer. Vincentz ſih dein armes leben an. das du vmb deinē vngerechten gelauben muſt ha ben. Da ſprach er. O die ſelig zeyt die mir dz leben gibt das ich lang begert hab durch des willen leyd ich dy marter gern. Da ſprach der Reyſer. Wilt du die abgoͤtter nit anbeten. ſo wirſt du großſes leydens wol gewert. wan̄ ich wil dich alle die peyn laſſen anlegē die ich er dencken vnd ertrachten kan. Da ſprach d̓ lieb herr ſant Vincentz. Reyſer du ſolt wiſſen ye zorniger du auff mich biſt ye baß mir zu muͦt iſt. wann ich bin durch meinen gott bereyt zu leyde wie du wilt. ſo wil ich im meinē kranckē leyb geru opffern wan̄ er iſt mein gott. Da dz der keyſer hort das kein troen an im halff. da ward er vor groſſem zorn tobig vnnd ſchlug ſeiner diener ein teyl gar vbel in der tobiſche weyß. Da ſprach ſant Vincentz. Es iſt recht das du mich an meinen veinden richſt vnd du ſchlechſt ſy als ein buͦtel. Da dz o̓ keyſer hoͤret da ward er zornig das er in zu einem ſchergē vnd buͤtel ſchatzt. ¶ Darnach verſucht d̓ keyſer nero marter an ſant Vincentz. vn̄ hieß ſein diener hocken ne men vnd ander krūme eyſen. vn̄ hieß ſy in̄ ſant Vincentz ſchlahē. Alſo namen ſy die hocken vnd die eyſen vnd ſchlugē ſy dē heyligē in ſei nen leyb. vn̄ zerten dz fleyſch von im biß auff dz beyn. vn̄ etwen̄ ſah man im ſein ingeweyd wan ier gott nit mit im geweſen ſo wer er in ſeiner groſſen marter verſchyden. Da ſprach der keyſer zu im. Vincentz erbarin dich vber dichſelber vnnd opffer vuſern goͤttern. ſo wil ich auff heyſſen hoͤren mit d̓ peyn. Da ſprach ſant Vincentz. das leydē iſt mir ein troſt. dar umb thu du was du wilt. wan̄ ich weyß wol de dich der arbeyt vil veßter verdreuſt dan mich der marter vnd d̓ peyn. Dy wort verſchmahe ten dē keyſer vnd ward aber zorniger dan̄ vor vnd hieß in auff einen roſt legen ond hieß vil ghyenher kles gilt inſchiren end ſocch. darauff ſolt ir Vincentiū braten. da namē dy diener den roſt vnd die kolen vnd bereyten es da ſtraffet ſy ſant Bincentz das ſy als lang darmit vmbgiengē er het groſſe lieb vn̄ ernſt zu gott. Alſo namen ſy den lieben herren ſant Bincentz vn̄ legten in auff den roſt. vn̄ mach ten ein groſſe glut vnder in. vnd roͤſlen in vnd die weyl er auff dē roſt lag da ſtach einer den lieben herren ſant Bincentz mit einer gluen den gabeln in ſein lungen vn̄ lebern. da lobet er vnſern herren vnd dancket im ſeiner gena den. vn̄ ward nye vngedultig. Darnach namē dy diener ſaltz vnnd wurffen es auff dy kolen vnd in ſein wunden. darun̄ ob ſie in vngedul tig moͤchten machen. das halff alles nmit. vnd ſahen wol wieuil peyn man im anthet ſo lobet er got ye mer. Da das der keyſer ſah dz er nit da vō ſtarb. da hieß er in in̄ einen vinſtern ker cker legen der wz durchſtreut mit ſcharpffen ſcheybenglaß. Alſo namen in die diener vnnd theten in in den kercker vnnd meynten er ſolt darin̄ ſterben. da thet im got ſein genad vnnd halff im dz dy ſcharpffen ſcheybeglaß ſenfft wurden as dy blumen vnd der lieb herr ſant Vincentz ruet darauff. Darnach kamen dys heyligē engel zu ſant Dincentz mit einē groſ ſen liecht. vnd ſungen ein ſuſſes geſangk. vnd lobten gott vmb die groſſen geuad die im ge ſchehen was. vnd troſten in. vnd da das dy hu ter horten. da ſahen ſy in̄ den kercker. vn̄ ſahē das groß miniglich liecht. da von wurden ſye zu got bekeret das ſagt man dem Reyſer. Da ward er gar leydig. vnd erdacht eines vn̄ hieß ſant Vincentz auß dem kercker nemen. vnnd hieß in auff ein weyches bett legen dz er wid̓ zu ſeiner krafft koͤm. das theten dy diener. in dem meynt d̓ keyſer er wolt in von newem an heben zu martern. Vnnd da man ſant Vin centz auff dz weych bett leget. da dancket er got ſeiner genaden vnd empf alh got da ſeinē geyſt mit groſſem ernſt. vnd ſtarb ſeliglichen. vnd fur ſein ſel zu den ewigen freudē. Da ma dz dē keyſer ſagt da ward er gar zoriug. wan̄ er meynt er wolt in noch mer marter habē an geleget vnnd ſprach. mocht ich in nit lebentig vberwinden ſo wil ich in aber tod vberwinde. vnd hieß ſeinen todten leychnā auff das feld roerffen fur dy voͤgel vn̄ fur die tyer. vn̄ mey net ſie ſolten in zuſtucken reyſſen. da behutte jot ſeinen lieben diener vnd ſendet ciner rar Baſilio cccdxjx. was vil volcks dar kummen. da ſahe er in̄ wol gekleydet in biſchofflicher ordnung. vnd hett ein ſchoͤne infeln auff ſeinē haubt als der bi ſchoff recht iſt mit gold vnd mit berlein. vnnd da in Effrē als wolgekleydet ſah. da gedacht er im. die herrſchafft die der biſchoff hat iſt dem nit geleych das mir geſagt iſt. vnd geuiel im nit. vn̄ gedacht im tregt er ſoliche er in ſei nem biſtum ſo mag er wenig geyſtligkeyt ha ben. ſol er ein fewrine ſeul ſein dz nympt mich wunder ich erfars dan̄ noch anders. ¶ Nun weſt der heylig biſchoff wol in dem geyſt das ſich effrem ſein geergert het. vn̄ lud in in̄ ſeinen palaſt. vnd het got in ſeinē hertzē. vnd redt in̄brunſtiglich von got mit im. vn̄ da ſie in dem lob gottes bey einander ſaſſen. da ſah Effrem das dem biſchoff ſein zung in dē mund vor ernſt gluet. vnd redt als andechtig lichen von got das er von lieb entzundt ward. Vnd da das Effrem ſah da bekant er wol dz er ein heyliger menſch wꝫ. vn̄ ſprach mit freu den. Baſilius iſt groß vor got an den genadē vnd iſt werlich d̓ criſtenheyt ein ſeul. vn̄ ſprach darnach zu im. Ich hab lang begert dz ich dy kriechiſchen ſprach wol kundt reden. darumb bit ich dich von lieb wegen das du mir darum̄ got helffeſt bitē. Da ſprach Baſilius ſein ge bet mit andacht zu got vnd bat in das er Ef frem ſein begird durch ſein guͦt erfullet. Da kund er zuhandt kriechiſch wie ſein hertz be gert. da ward er gar fro vn̄ dancket got ſeiner genaden. vnd gieng da von im. ¶ Iu den zeyten was ein and̓ Eynſidel. d̓ het auch vil von ſant Baſilius heyligkeyt gehort vnd het in gern geſehen. vn̄ kam auch an eine heyligen tag in̄ dy kirchen vnd was vil volcks darinnen. da gieng er ſchon mit der proceſſen vnd het ein koſtliche infeln auff dz geuiel dē Eynſidel nit. vn̄ gedacht im. Eya herr wz hat man von des biſchoffs heyligkeyt geſagt. iſt er demuͤtig das ſiht man an ſeinē gewand vn̄ an ſeiner infeln uicht. es mag on hoffart nit feſein im muß wol damit ſein. Da entſchuldi get got ſeinen demuͤtigen diener. wan̄ es hort der Eynſidel ein ſlym̄ ob dem altar dy ſprach zu im. Du haſt dich des biſchoffs geergert dz er wolgezyert iſt vnd meynſt er ſey hoffertig du ſolt das wiſſen das er nit hoffertig iſt. vn̄ dz du mer luſtes haſt da mit dz du dein katzē eſt dan er mit allē ſeine reychtum̄ hatt. Da erſchrack der Eynſidel ſer vnd gieng wid̓ heym vnd bat got das er im ſein ſund vergeb ¶ Es was ein kirch in einer ſtat zu der zeyt da was vil kriegs vmb von zweyen teylen. Dz ein teyl waren criſten. das and̓ teyl warē ketz er vnd hieſſen arriani vnd wolt yeglicher teyl die kirchen habē die gab d̓ kunig den ketzern das was den criſten leyd. wann der vngelaub nam dauon zu vn̄ clagten es dē biſchoff Ba ſilio der kam zu dem kunig vnd ſprach zu im. Warumb ſchmechſt du den criſten gelauben das du den ketzern die kirchen haſt gebē dar zu ſy nicht recht haben. Da ward der Rumc zornig. doch erleuchtet im got ſein hertz das er ſichſerkant dz er ſich nicht wol bedacht het vnd ſprach zu dembiſchoff. Du ſolt dar kum men vnd ſolt den gelaubē beydenthalbē ver hoͤren vnd ſolt ſy dē rechten vnderweyſen vn̄ ſolt den krieg verrichten. das thet er vnd kam dahin vnd hieß die kirchen zuſchlieſſen vnnd hieß die zwen teyl dy ketzer vnd die criſtē fur die tuͤr kummen. vnd ſprach da. Geet nū von einander vn̄ bit yeglich teyl got dz er im helff vnd wer recht hab das ſich die kirch dem ſel ben teyl entſchließ. Das geuiel in allē wol vn̄ gelobten dem alſo zuthun. Da baten dy Ar rianiſchen ketzer drey tag vor der kirchen. da belib ſy ymmermer beſchloſſen vn̄ wolt nicht fegen in auffgeen. Da ruffet ſant Baſilius gott mit groſſem ernſt an. vnd bat in dz er im hulff vnd den criſten zu hilff koͤm vnnd leget ſich darnach an als ein biſchoff. vnnd rufften dy criſten got auch an mit groſſem ernſt. vnd giengen mit der proceſſen vnd gieng in der bi ſchoff voran vnd ſchlug gar ein wenig an die kirchentuͦr mit ſeinem ſtab. da entſchloß ſich die kirchtuͦr allzuhandt. Da giengen dy criſtē mit freudē in̄ die kirchē. wan̄ ſy wz in gar wol gefallē. da wurdē dy ketzer betrubt vn̄ ſchye den von dannen. vnd da d̓ kunig hoͤrt das die criſten die kirchen gewunnē hetten. da wz im leyd. wan̄ er het es mit den ketzern vnnd torſt es doch nit offenlich an den criſten rechē. vn̄ ſprach zu dem biſchoff. Freund ſtee mir bey. vn̄ ſprich ich ſey gerecht. darum̄ ſo wil ich dir groß ere vnd gut geben. vnd wil alles das tun das du wilt. Da ſprach er zu dē kunig. du re deſt gar kintlichen. du ſolt wiſſen dz ich mei nes rechtē gelauben durch keyn zergencklich gut noch ere nit verlaugen wil. da ward d̓ ku Von ſant mig gar zornig das in der Biſchoff alſo ver ſchmecht. vnd fand in ſeinem hertzen eine ar gen liſt. vnd wolt in verſenden. vn̄ ſchreyb ey nen brieff mit ſeinen henden. vn̄ da er dz erſt wort geſchryb. da zerbrachen im drey federn. vnnd ward im die handt zyttern vnd bidmen. da ward er als zornig. das er den brieff zer reyß. alſo halff got dem biſchoff von dem ku nig das im nye keyn leyd geſchach. Iu den zeyten was ein guter reycher man der het ein tochter dy was gar ſchoͤn. vnd wz zu iren tagen kummen vn̄ hett ſy ir vater gern in ein cloſter getan. vnd ſy het auch ſelber lieb dar zu das ſie keuſchlichen vnd reynlichen le ben ſolt. da reytzet der boͤß geyſt ires vaters knecht das er ir zu der ee begert. vn̄ ward im als wee nach ir dz er da vor kein ru mocht ge haben. vnd ſenet ſich alle zeyt nach ir. wie wol es im doch vnmuͤglich was. wann ſy was edel vnnd reych. Da bat der knecht einen zaubrer dz er im hulff das im die inuckfraw wurd. da ſprach er. wilt du das dir die iunckfrarw werd ſo muſt du dich dem teufel zu eygen geben. da ſprach er. das wil ich gern thun. do weyſet im der zaubrer ein ſtat vnd ſprach zu im. Gee an die ſtat in̄ d̓ nacht ſo kumpt dir der boͤß geyſt das thet er. da kam Sathanas d̓ teufel in den lufften vnd fragt in wes er begert. da bat in der knecht dz er im hulff dz im die iunckfraw wuͤrd. Da ſprach d̓ veind. wilt du gottes ver laugen vnnd wilt dich mir zu eygen geben. ſo wil ich dir helffen dz dir die iunckfraw werd. Da ſprach er. das wil ich gern thun. da ſprach der teufel. ich ken̄ euch criſtē wol ir habt mich offt betrogē. Wen̄ ir mein bedurfft ſo ergebt ir euch mir. vnd wen euch das wirt das ir von mir begert ſo verſchmeht ir mich dan̄ vn̄ kert euch wider zu ewrem criſto d̓ nympt euch dan̄ gern. Da ſprach der kuecht. Gott ſol mir fur baß nymmermer helffen. wan ich wil ſein ver laugnen vnd wil dir hinfur dienen. da ſprach der teufel. des gib mir einen brieff dz du mit des nicht abgeeſt. Da ſchreyb er einen brieff vij gab in dem teufel. da macht der ſathanas das die junckfraw des knechtes begert vn̄ in lieb gewan̄ vnd gieng zu irē vater vn̄ ſprach. Lieber vater gib mir den knecht. wan ich wil in ye habē. Da erſchrack der vater gar vbel vn̄ ſprach. Mein liebes einiges kind. ich wil dich got geben vnd opffern. was erye geredt das halff alles en ir nicht. ſy volt ye dē knecht ha ben. da weynet d̓ vater ſer. da weynet dy toch ter noch mer vnd lag im vnd allen iren freun den als lang darum an biß man ir den knecht gab. Da gab er ir den knecht zu einē eelichen man̄ mit groſſem ſeufftzen. vnnd gab in groß gut zuͦ einander vn̄ ſprach. Du haſt deinē wil len volbracht wart wy es dir furbaß gee. vnd er keret ſich zu got. ¶ Da ſie nun zu einander kamē da dienet dy fraw vnſerm herren als ſy dan̄ vor het getan. Aber ir man was gewonlich bey den ſpylern vnd bey andern boͤßen leuten. vnd kam nym mer in kein kirchen noch zu keyn guten dingē vnd geſegnet ſich nit. das merckten dy leut vn̄ ſprachen zu d̓ frawen. wart wer dein man ſey. er iſt mt ein criſt. da erſchrack ſie gar vbel. vn̄ ſprach zu im. Man hat mir geſagt du ſeyſt uit ein criſt. iſt dē alſo ſo mag ich nymmer fro wer den. Da ſprach er. gehab dich wol wan es iſt nit alſo. Da ſprach ſie. ſo gee morgen mit mit in̄ die kirchen ſo gelaub ich dirs. Da verſtund er ſich wol. das es ir nicht verſchwige mocht beleyben vnd ſagt ir wie er zu ir kummen wz. da ſchrey die fraw vnd ſprach. O we d̓ ſchau den vnddes leydens ſol ſich der teufel vnſers ſundigen lebens frewen vnd vnſer alſo gewal tig ſein. Darnach gieng die fraw vn̄ d̓ knecht zu dem biſchoff Baſilio vn̄ klagtē im ir groſ ſes leyden vn̄ baten in das er got fur ſie bete. da ruffet er got an mit groſſem ernſt vnd bat in dz er den menſchē von dē veind erloͤßet. vn̄ ſprach zu im. Rnecht wilt du dich wid̓ zu got lere. Da ſprach er mit groſſer rew. Owe wolt got mir mein ſund vergebē ſo wolt ich ſy gern buͤſſen het ich nuͦr meinen brieff wider dē ich dē teufel gab ſo wolt ich mich furbaß vor ſun den huͤtten. Da ſprach der biſchoff. du ſolt an got nit verzweyfeln. wann es ward nye keyn ſund als groß wen̄ d̓ menſch rew daruber het got der vergeb ims durch ſein guͤte. Wilt du behaltē werde ſo muſt du mir gehorſam ſein. vn̄ muſt thun was ich wil. da ſprach er dz reil ich gern tun. Da geſegnet in der biſchoff mit dē heyligen creutz vn̄ mit vil guten wortē. vn̄ ſperret in drey tag ein. vnd bat gott mit groſ ſem ernſt fur in. An dem dritten tag fraget in der biſchoff wie es im gieng. da ſprach er. die boͤßen geyſt treyben manigerley geſchrey vor mit. vn̄ zeygen mir den brieff offt vn̄ ſprechē. Baſiliō Cccxxx. Dn kameſt zut wus vnd wir nit zu dit vn̄ gabſt dich vns williglich das bezeugt d̓ brieff. der angſt vnd der not hab ich drey tag ril gehabt Da ſprach der biſchoff. hab nuͦr ſtete rew in̄ deinem hertzen. vnd hoff zu got ſo mugen ſie dir nit geſchaden vnd thet ein creutz vber in. vnd verſchloß in aber vnd gab im alle tag eyn wenig zu eſſen. vnd ſprach zu im. Sprich alle tag dein gebet mit andacht zu gott dz wil ich fur dich auch thun vnnd verzweyfel nit. Dat nach ſchyer kam d̓ biſchoff aber zu im vn̄ fra get wie es im gieng. Da ſprach er. Oy boͤßen geyſt ſind mit verrer worden vnd ich ſihe ſye nymmer. ſy ſchreyen aber vnd ſchelten gegen mir. Da ſprach der Biſchoff. halt die buß in̄ groſſer rew dein leyden wirt ſchyer gut. vnnd thet ein creutz vber in. vnnd verſchloß in aber als vor vnd bat got mit ernſt fur in. Vnd da er viertzig tag darinnen gelegen was da kam aber der biſchoff zu im vn̄ ſprach. Lieber ſun wie geet es dir noch. Da ſprach er. Vater ich bin geneſen mit d̓ hilff gottes vnd von deine andechtigen gebet. Wan̄ mir ſeind dye veind verr worden. vnd got ließ mich heint ſehen dz du erlichen fur mich ſtryteſt gegen den vein den vn̄ mit deiner tugent haſt du ſy vberwun den. Da ward d̓ biſchoff gar fro. vnd nam dy brieſterſchafft zuſammen vnd macht ein pro ceſſen. vnd nam den ſundigen man herfur vn̄ hieß das volck alles got fur in biten. vnd den man furt der biſchoff bey der hand neben im Da ſchryen dy teuf el. mā ſol vns den menſchē laſſen wan̄ er iſt vnſer eygen. vn̄ griffen in an vnd wolten in hingefurt haben. da ſchrey der man mit lautter ſtym. Owe vater hilff mir. wan̄ die krafft der teufel wil mich hinfuren. vnd hielt ſich an den biſchoff vnnd ward als ein groß hewlen von den boͤßen geyſten dz d̓ leut vil fluhen. Die teufel zugen in hin. da zob in der biſchoff herwider. vn̄ ſtriten alſo mit einander. Da ſprach d̓ Biſchoff zu den vein den flyehet ir boͤßen geyſt vnd laſt got dy ere an d̓ edlen geſchoͤpff die ſein goͤtliche krafft nach im gebildet hat vnd gemacht. vnd fart in̄ die ewigen peyn die ewer erb iſt. Da furē die veind hoh vberſich vnd mochtē bey ſeinē hey ligen leben nymmer beleyben. vn̄ ſprachē. O Baſilie du thuſt vns werlich vnrecht das du vns vnſern diener nymbſt der ſich vns geeyg net hat. Sih das war vrkund an dyſem brieff Dahieß in der biſchoff den breff gebē da ſprachen die teufel. das wol wir nit thun. wir woͤllen in behalten vn̄ wollen da mit bezeugē das vns vnrecht geſchicht. Da ſprach der bi ſchoff ſein gebet zu got vnd gebot den vein den dz ſie im den brieff geben. Iuhandt wurſ fen ſie den brieff nyder. da hub in d̓ biſchof auff. da fluhen die teufel von im. Da ſprach d̓ biſchoff zu dē man̄. Kenneſt du den brieff. da ſprach er ya wol. da zerreyß baſilius dē brief. vnd verbrennet in vnd bracht den knecht mit im in̄ das munſter vnd beſtetiget in an dē ge lauben. ¶ Nach dem kam d̓ keyſer Iulianus in die ſtat da Baſilius biſchoff inne was. da eret d̓ biſchoff den keyſer vnd gieng im entgegē. vn̄ nach gewonheyt gab er im brot von gerſtē ge backen. das brot ſah d̓ keyſer vnwirdiglich an vnd hieß Baſilio hew hinwid̓ gebē. vn̄ ſprach zu im. Seyt du mich vihlich haſt geſpeyſt ſo ſpeyß ich dich auch vihlich. Da ſprach Baſi lius guttiglichen hinwid̓. ich hab dir ſpeyß ge ben dy wir ſelber eſſen. ſo haſt du mit hew ge bē zu ſpeyß dz dir nit zympt zueſſen. da ward der keyſer zornig. wan̄ er mercket wol das er ein criſt was. vnd ſprach. wen̄ ich von Perſia land herwider kum vnd mein ding gericht. ſo wil ich die ſtat alle nyder legen. Da ward ſant Baſilius ſer betrubt das d̓ boͤß keyſer dye ere gottes an der ſtat wolt vertrucken. vnd gieng in vnſer lieben frawen munſtet vnd betet mit groſſer inngkeyt biß verr in̄ die nacht. vn̄ bat vnſern herre dz er die heyligē criſtenheyt fur ſche vnd ſie behutet. da ward er entzuckt. vnd ſah ein groſſe ſchar der engel in̄ der kirchen. vnnd ſah mitten vnder in die ſchonſten iunck frawen die erye geſah. wan̄ es wz die wirdig muter gottes maria. vnd was reylichen gezye ret. die ſah vberal vmb vnd ſprach zu den en gelu. Rufft mit mercuriū dē ritterlichē held. den hab ich mit erwelt das er mich vnd meyn kind an dē boͤßen Iuliano rech an dē abtruͦn nigen munich. wann er hat den errſten vil ley des gethau vnd in hat ſer gedurſt nach d̓ eri ſten blut. darum̄ wilich dz in Mercurius bald verdruck. ¶ Nun wz Mercurius ein tugent licher ritter geweſen dy weyl er lebet. vij hett in der boͤß Iuliuanus uewlich vmb criſten ge lauben gemartert vnd getoͤdt vnd wz ſeinſel bey got aber ſein heyliger leychnam. wappen DorrIaret ſchilt vnd ſper. das lag in̄ d̓ kirchen. Da rufft vnſer liebe fraw Mercurio. da kam er zuhant gerytē als eī wolgewappēter ritter mit ſchilt vnd mit ſper zu vnſer lieben frawen vnd ney get ir. da ſprach ſy zu im. Reyt bald hin. vn̄ toͤt den boͤßen Iulianū d̓ mich vnd mein kind als ſer echtet vnd als ril zuleyd thut. Da reyt der ritter hiu vn̄ tet als im vnſer liebe fraw beuol hen het. damit kam Baſilius zu im ſelber vnd beſah als bald ob Mercurius in̄ dē grab leg. da was er nit darinnē. vn̄ beſah auch ob ſeine wappen da weren. da waren ſy auch hyn. Da fraget er die andern wo es wer. da ſprachē ſie wir wiſſen ſein nicht. es was erſt nechten hye vn̄ an dē andern tag da gieng d̓ biſchoff wid̓ zu dē grab. da vand er Mercuriū̄ darinnen li gen. vnd vand das wappen an ſeiner ſtat vnd das ſper was blutig. vnd was friſch blut dar an. vnd vnder dem kam ein man von dem key ſer der ſaget er wer tod. vnd ſprach. wir lagen zu veld. da kam ein wolgewappenter ma auff den keyſer geryten vn̄ ſtach ſein ſtarckes ſper mitten durch ſeinen leyb. vnd was man ſchrey das halff alles nit vnnd reyt bald wid̓ ſeinen weg. vnd weſt nyemant wo er kam oder wer er was. Vnd da der Reyſer in ſeinē blut lag. da nam er ſein hand vol blutes vn̄ warff es vber ſich vnnd ſprach. Ieſus von Galylea du haſt mich yetzund vberwunden. vnd ſtarb on rew. Da erbarmet es nyemant d̓ in begruͤb vn̄ lat vnerlichen. da dancket Baſilius got vn̄ ſeiner wirdigſten muter das ſy in vnd die heyligē cri ſtenheyt erloͤſt het. ¶ Darnach ward d̓ hey lig Baſilius ſiech vn̄ mocht vbel vn̄ wolt ſter ben. da gieng ein Iud vber in der hieß ioſeph den ſah d̓ biſchoff gern. wan̄ er hofft er wurd gelaubig. der ſelb Iud was ein guter artzt. vn̄ het ſant Baſilio gern geholffen vnd griff im an die adern. dy geuielen im vbel. da erſchrack er ſer vnd ſprach zu ſeinē dienern. d̓ biſchoff mag mit geneſen. das hort er wol. Aber er er ſchrack ſein nit. vnd ſprach zu dē Iuden. Du biſt verirrt dir gebricht d̓ kuͤnſt hye. da ſprach der Iud gelaubt mir das ir nicht mer lebens habt vnd ee die ſunn vndergeet ſo ſeyt ir tod. Da ſprach Baſilius. ich leb ob gott wil noch dyſen tag. Da ſprach der Iud. dz iſt ewer na tur vnnuglichen. Da ſprach d̓ biſchoff ob ich morgē vmb die zeyt noch lebe. wz wilt di dar zuthin da ſpach der hud vnd ſtebt ir nitſo ſticb aber ich. Da ſprach der heylig ſant Ba ſilius. das beger ich von got nit das du in dei nen ſunden ſterbeſt. Da ſprach d̓ Iud. ich ver ſtee wol wz ir meynt. ich wil euch werlich vol gen. vnnd lebt ir morgen noch ſo wil ich mich tauffen laſſen. da getrauet er vnſerm herrē er ließ in vntz biß morgen leben vnd ſprach. das ſolt du ſteet halten. vn̄ des andern tags lebet der biſchoff dennoch von d̓ genad gottes. vn̄ da der Iud das ſah da ſprach er froͤlichē. herr du biſt ein warer gottes diener. wan̄ gott hat dein natur gewandelt mit ſeinē gewalt durch deinen willen. dauon beger ich des tauffs. da gab got dem biſchoff als vil krafft dz er von dem bett auffſtund vnd zu der kirchen gieng. vnd den iuden ſelber tauffet. vnd da er dz vol bracht het. da leget er ſich wider nyder in̄ ſein bett. vnd ſprach ſein gebet frolich zu got. vnd dancket im ſeiner genaden dy er mit im getan het. vnnd gab da ſeinen geyſt mit groſſer an dacht auff. vnd fur ſein ſel zu den ewigē freu den. ¶ Ge ſant Baſilius ſiech ward vn̄ ſtarb da was ein fraw dy het gar ſchwerlichē wyd̓ got geſundet. dy ſchryb ir ſund an einē brieff vnd ſchreyb die groſſen ſund zuletzſt. vn̄ gab den brieff dē heyligen ſant Baſilis da er dē noch lebet vnd bat in mit ernſt das er got bet das er ir ir ſund vergebe. Das thet er vn̄ gab der frawen den brieff wid̓. vn̄ da ſy dē brieff auffthet. da waren all ir ſund abtilget on dye allergroͤſten ſund. da ſie dz ſah da wz ir leyd vnd ſprach zu ſant Baſilio. Erbarm dich vber mich gottes diener vn̄ erwirb mir ablaß vber die ſund als vber die and̓n ſund. da ſprach er. Frar gee von mir wan̄ ich bin ein ſund̓. vn̄ be darff als wol ablaß als du da wolt ſie nit ab laſſen vnd bat in ernſtlich dz er got fur ſy bet Da ſprach er Gee zu dē ſeligen man̄ Effrem der mag dir wol vm̄ got erwerben wz du von mir begeteſt. Da gieng die fraw zu dē eynſi del Effre vnd ſaget im dz ſy ſant Baſilius zu im geſendet het dz er ir ablaß vber ir ſund er wuͤrb. Da ſprach Effrē. ich bin auch ein ſund̓ darum gee bald zu Baſilio wan̄ er iſt ein hey liger man. vnnd mag dir wol ablaß vmb deyn ſund erwerben. vnd gee bald das du in leben tig findeft vn̄ da ſy wider zu im wolt geen da trug man in tod gegen ir. vnd wolt in begrabē daſchrey ſie laut vn̄ ſprach. Nun ſehe es got an vnd vrteyls zwiſchen mir vnd dir. wan̄ du ccci. hetteſt mich wol mit gott verſuͤnet. vnnd haſt mich zu einē andern geſandt. vnnd warff den brieff mit groſſer betrubnuß auff die bar. vn̄ bat in das er got fur ſy bet. vn̄ nam dē brieff wider von der bar da wz die ſund abgetylget da dancket ſie got vnd dem lieben heyligen d̓ genaden. da lobt das volck got vm̄ dz zeychē Nan biten wir in darch ſein heylgkeyt das er vns auch vmb gott erwerb ablaß aller vn ſer ſunden vnd vns geb vach dyſen leben dz ewig leben Amen. Von ſont Iohanns dē almußner vnd Patriarchen. Ohannes der was ein heyliger Patriarch in̄ Alexan dria vnd dienet got mit vleyß. vnnd betet offt die gantze nacht mit groſſem ernſt vnnd eines nachtes da betet er. da ſah er ein ſchoͤne iunckfrawē dy het ein gruͤnes krentz lein auff von olbaum. Da fraget er ſy wer ſye wer. Da ſprach ſy. Ich bin die barmhertzig keyt. vn̄ bracht den ſun gottes vō hymel auff die erden in vil leydens vnd in den tod. vn̄ du ſolt mich zu eine gemahel nemen. wan̄ ich wil dich auch gern zu einē gemahel nemē. ſo wirt dir got zu mir ere vnd gut geben. vnd da er wi der zu imſelbs kam. da gedacht er im. got hat mich das geſiht durch guten troſt laſſen ſehē vnd gewan die tugent d̓ barmhertzigkeyt zu mal lieb. vnnd gab als vil alnmuſens dz man in Iohannes den almußner hieß wan er het die armen als lieb das er ſy ſein herren vnnd ſein frawen hieß. vnd ſprach. das hymelreych iſt ir vnd wil ich es habē. ſo muß ich es kauffen vō in vnd alle ſein vredig was auff barmhertzig keyt. ¶ Eines mals da ſaget er ein gleychnuß an ſeiner predig vnd ſprach. Es was ein reycher geytiger zoluer d̓ tet keinē armē nymmer kein gut der hieß Peter. vnnd zu den zeyten lagen vil armer an der ſunnen vnnd lobten die dy in vil gaben vn̄ redten auch von den dy in nichtz gaben vnd beſunderlich von dyſem peter das er keynem nye keyn almuſen het geben. vn̄ eyn bettler ſprach zu den andern. was wolt ir mir geben ob ich dem kargen Peter ein almuſen abgewinne. ſo ir doch all ſprecht er geb keyn almuſen vnd hab nye keyns geben. Da gelob ten ſie im etwas zugeben. da lieff er bald hin zu des Peters tur. vnd da er ein gute weyl ge ſaß. da gieng d̓ karg peter heym vn̄ ward gar zornig das d̓ bettler vor ſeiner tuͤr ſaß. wan̄ er wz ir vngewan vnd da er fur in gieng. da bat er in durch got das er im etwas geb. da ſah er vmb nach einē ſteyn vn̄ wolt in damit geworſ fen habē. da fand er keinē. vn̄ alle dyweyl trig ſein knecht ein korb mit brot in ſein hauß. Da lieff er im nach vnd nam ein brot auß dē korb vnd warff in̄ zorn den bettler damit. wann er het nit geacht das es ein ſteyn wer geweſen. Da nam der ſelb bettler das brot. vnnd ward fro vond gieng zu den armen vnd zeyget in dz almuſen. Da gaben ſie im wes ſie im gelobe coderyterrt hettē. Datnach ſprach ſant Iohanns. Nun merckt wie vns gott den Peter zu einē eben bild hat gegebē darum̄ dz wir den arme auch gern geben ſullē. darum gibt vns got die ewi gen freud. Wann da der Peter dem armen das brot dar geworffen het. Da ward er dar nach ſiech vnd gab im gott durch ſein barm hertzigkeyt fur groß vbel groſſes gut. wan er ward entzuckt vn̄ daucht in wie er tod wer vn̄ fur gottes gericht koͤm vnnd wie er ſein ſund auff einer wag ſehe vnd warē gar ſchwer. vn̄ wie ſeine gutte werck auff dem andern teyl d̓ wag legen der was gar wenig vnd warē gar gering. da ſtundē erlich dabey in weyſſen kley dern den was gar leyd das ſie nit mer gutter werck hetten auff zulegen vnd hetten dem pe ter gar gern geholffen. Da ſprach einer. Wir haben nichts das die wag beſchwer vnd nyd̓ zyhe dan̄ das brot das er dē armen wid̓ ſeinē willen gab. vn̄ legten es auff die wag. da wur den die zwey teyl geleych. Da ſprachen die in̄ den weyſſen kleydern. Nun ſih wieil deiner ſund ſein vnnd wie wenig deiner guten werck iſt dan̄ das ſy got mit dem brot geleychet hat dauon ſo leg mer guter werck dar zu. vn̄ thuſt du das nit ſo furen dich die ſchwartzen more in̄ die ewigen peyn. damit kam er wider zu im ſelber vnd ward ſchyer geſundt. vn̄ ward milt egen armen leuten. vnd gab alles das durch got das er mocht gehaben. vnd ſprach. Seyt mir ein brot als wol zuſtatten iſt kummen das ich wid̓ meinē willen hab geben. ſo hilfft mich noch baß das ich mit meine willen hingib. ¶ Iu einem mal kam ein man zu Petro d̓ wz kaum auß einem waſſer alſo bloſſer kummen der ſprach. Her bedeck mich nackenden man. wan̄ ich was auff einem ſchyff das zerbrach da kam ich kaum lebentig da von. Da gab im Petrus das beſt kleyd das er an hett. da ver kaufft der arm das kleyd darumb das ma im. ſo ers antruͤg. nymmer das almuͦſen geb. Da ſah Petrus das kleyd auff dem marckt vnnd weynet ſer. ond ſprach. mir iſt leyd das ich nit wirdig bin dz mich der arm menſch in ſeinem gebet hab vnd mocht vor leyd den tag nit ge eſſen. Da erſchyn im vnſer herr Ieſus criſtus in̄ der ſelben nacht in keyſerlichē eren. vn̄ ſaß auff einē ſtuͦl vnd hett auff ſeinem haubt ein ſchoͤnes liechtes creutz. vnd was reylichē ge dert end het das kleyd an das d̓ Peter dem armen man̄ geben het. vnd ſprach. gehab dich wol mir was des kleydes not. wann mich ſer froß. von dem geſiht ward Petrus fro. vnnd dancket got ſeiner genaden. vnd gab furbaß noch mer durch got dan̄ vor vnd ſprach. Ach wie groß ere hat der menſch von gott der den armen gere gibt. Wan̄ der reych menſch mag es wol thun. ſo iſt der arm gottes ſun. vnd vn ſer herr hilfft im ſein leyden veterlichē tragē. ſelig iſt der der durch got arm iſt. ¶ Darnach nam Petrus zehen pfund gol des vn̄ ſprach zu ſeinē knecht. nym hin dz gold vnd thu damit was du wilt vnnd far mit mir gen Ieruſalē. ich wil dein knecht ſein vnd wil dir vndertenig ſein vnd verkauff mich als ein ander vich. vnnd was mir furbaß leydens ge ſchicht da ſorg nit vmb vnd thu armen leuten gutlich von dē ſelbē gelt. Da ſprach d̓ kuecht das thu ich nit. wan̄ in erbarmt ſein herr. Da ſprach Petrus wilt du mich dan̄ nit verkauf fen. eintweder verkauff mich od̓ ich verkauff dich. Da wolt ſich der knecht nit verkauffen laſſen vnd thet ſeines herren willen. vnd fur mit im gen Ieruſalem vnd ließ ſeinen herren knecht ſein. vnd kaufft mit dē gold wz er wolt vnd dienet im Petrus demutiglichen als ein knecht in boͤßen kleyd̓n wan er hett alles ſeyn gut durch gott geben. Da verkauffet in ſeyn knecht vm̄ dreyſſig pfenning dy gab er arme leuten als er in vor gebetē het. vn̄ fur hin mit ſeinē gut. vnd ward ein kauffman. vn̄ Petrus dienet dem herren dem er verkaufft ward inn der kuchen vnd leyd vil von rauch vn̄ von ar beyt. vnd leyd es gern durch got. vn̄ ward nye vngedultig. Da thet im vnſer herr vil genade vnd zeyget im die kleyder die er durch ſeynen willen het hingegeben vnd die pfenning dar umb er ſich verkauffen ließ. vnnd ſprach. Pe tre nun ſih ein vrkund das ich dich ewiglichē zu einē freund haben wil. da von empfieng pe trus als guten troſt dz in furbaß keyn arbeyt durch got verdroß vn̄ arbeyt mit groſßē luſt. ¶ Nun was Petrus vor reych geweſen. vn̄ het reych freund den was gar leyd dz ſy in ver loren hetten. vnd ſuchten in vnd kamen vō ge ſchicht in̄ die herberg darinnē wz der lieb Pe trus ein haußknecht. vnnd der wirt empfieng dy geſt gar ſchon. vnd ſprach zu Petro das er den geſten guͤtlich thet. das thet er. vn̄ gab in wotzueſen vnd truag in vil guter ſpeyß auf Iohanns dem Patriarchen .CCcRRfj. den tiſch vnd vbet ſein ampt vn̄ wartet ſeiner ſchuͤſſeln. Die weyl redten ſein freund wie ſie Petrum verlorn hettē. vnder des ſah in einer vor dem tiſch geen den bedaucht es wer der ſelb Peter. vnnd ſprach. Werlich er geet hye vor dem tiſch vn̄ ſprach. ich ken̄ in gar wol. da wurden ſie als gar fro. vn̄ woltē in zu in vber dē tiſch geſetzt habē. da erſchrack er gar vbel vnd ſchempte ſich vnd lieff zu dē tor. da was der torwart ein ſtum. vnd wer auß od̓ ein wolt der muſt im ein zeychen mit eine vinger gebē. da vergaß Petrus des zeycheus vor groſſem eylen vnd ſprach. thu auff dz thor. zehant ge ſchach ein zeychen durch petrū das d̓ ſtum̄ ge hoͤret vnd redet. vnd ſchloß das thor froliche auff. da lieff Petrus hin vnd verbarg ſich. vn̄ der torwart ſchloß wider zu. vn̄ lieff bald hin auff zu den geſten fut den tiſch vn̄ redet mit in. da ſprachen ſy. ſag vns durch gott wer hat dir geholffen dz du redeſt. Da ſprach er. Pe trus der kuchenknecht hieß mich dz tor auff ſchlieſſen vnd da er das geſprach da giēg im auß ſeinem mund ein fewrine flammen dy be ruret mir mein zungen vnd mein oren da ge ſchahe das zeychen an mir wan̄ er iſt ein die ner gottes das iſt an mir ſcheyn worden. Da wurden ſy all fro vnnd lieffen im nach ſy fun den ſein aber nit. vnd allen den was leyd dye in ye betrubt hetten. aber gott furſah den lie ben Petrum gar wol. das muͤg wir wol gelau ben. Die geleychnuß ſagt ſant Iohanns der almuſuer mit groſſem ernſt. darumb das die leut gern durch got geben. vnnd deſter barm hertziger weren. ¶ Iu einē mal bat ein arms menſch ſant Io hanns dz er im etwas durch got geb. da hieß er im ſechs pfenning geben. vn̄ da man im dy gab. da verwandelt er ſein gewand. vnnd kam hinwider vnd bat in dz er im etwas gebe. da hieß er im aber ſechß pfennig gebē. da ſprach ſeiner diener einer. der betler iſt vor auch hye geweſen. da weſt er es wol vn̄ wolt ſein nicht melden. Da kam er zu dem dritten mal. vn̄ het aber ein ander kleyd an. vn̄ bat in vmb ein al muſen. da ſprach der diener heymlich zu dem herren d̓ man iſt nun dreyſtund hye geroeſen. Da ſprach ſant Iohannes. gib im ſechß pfen ning. wer weyß ob es mein herr Ieſus criſtus iſt der wil mich verſuchē ob mich des gebens icht verdrieß. Da mā im die pfennig gab da Ieſus criſtus geweſen. ¶ Iu einem mal kam ein ander arm menſch zu ſant Iohanns vnd bat in das er im etwas gebe. da hieß er im funff pfenning geben die verſchmaheten im ſer. vnnd ſprach boͤße wort vnd ſchalt in. das thet ſeinen dienern zorn. vn̄ wolten in mit knutteln geſchlagen haben. Da ſprach ſant Iohāns. laſt in durch got mit frid ich hab wol viertzig iar gelebt. in̄ dē iarn hab ich meinē got offt erzurnet mit meinē boͤßen leben das richt er an mir. vnnd ſprach. Cragt den ſackher mit den pfenningen vnnd laſt in nemen wieuil er wil. da greyff d̓ betler in̄ den ſack vnd nam als vil er wolt. ¶ Do nun der lieb ſant Iohanns alles ſein gut geben hett den armen menſchen. da kam zu eine zeyten gar ein reycher man zu ſeinem bett an dem er lag. vnd ſah das er nit mer ob im hett da mit er ſich bedecket dann nuͦr eyn ſchwartzes geringes tuͦch. das erbarmet den man gar ſere das d̓ reych edelmau als vil fro ſtes leyd vnnd ließ im ein koͤſtliches decklach machē dz gab er im. Da nam er es durch got tes willen vnd kund die ſelben nacht vnder d̓ koſtlichen deck nicht entſchlaffen. vnnd wey net vnnd ſprach wider ſichſelber. O herr wie lig ich hye aller eren frey. vnnd hab ein kleyd vber mir. es hetten meiner herrē hundert dar an. wymanig armer erbydmet vor froſt dem fuget es baß dann mir. ſo hat maniger nichtz geeſſen ſo hab ich heut viſch geeſſen vnd be dacht ander leut frummen an dem decklach vil mer dann ſeinſelbs gebrechen. vnnd hieß das decklach des morgens veyl tragen. vnnd wolt dy armen mit dem gelt troſten. Da ſah es der reych man der ns gebē het. vn̄ kaufft es vnd gab es ſant Iohanns wider vnnd bat in dz er ims behielt. da kund er die nacht aber nit entſchlaffen. vn̄ leget es des morgens wi der auff den marckt. da ſah es der reych man aber vnd was im leyd. vnd kaufft es aber vn̄ ſprach. Ich wil das du es nicht verkauffeſt. hab es auff deinem bett. vnd nuͤtz es vnd als offt du es verkauffeſt als offt wilich es dir wider kauffen vn̄ wil alles mein gut darauff legen ob ich dir kund angeſigen. ¶ Sant Iohāns betet offt mit gantzē fleyſ vnd mit andacht. vnd ſprach an ſeinem gebet zu vnſerm herrē. Lieber herr wz ich den arme gib dz iſt alles dein. wan̄ du gibſt es mir. vnd die armen ſind auch dein. vn̄ wz ich den F Von ſant gib das gib ich dir vnd du gibſt mir ſo gib ich dir. Nuͤ laß ſehē wer ee muͤd werd. wan̄ auff der erden wil ich mir deines gutz nichts be halten. Alſo lebet er mit groſſen tugendē vntz an ſeinen tod. vnd barmhertzigkeyt was ſeyn braut heymlich vnd offenlich all ſein tag. ¶ Eines mals het ein ma ein Cloſterfrawē auß irem cloſter genummen. da ruͤget man in vor ſant Iohannes darum̄. vn̄ redten dē man̄ gar vbel darūm. vnd ſprachen er wer im bann als einer der zwu ſel het verderbt dy ſeinē vn̄ die irē. Da ſprach ſant Iohannes. Rinder im iſt nit alſo. ich wil beweyſen das ir wider das gebot gottes thut vnd thut zwu ſund. dz erſt iſt wider das gebot Gottes da er ſpricht. Ir ſult nyemant vrteylen das ir nicht geurteylet werdet. Das and̓ das ir nit wiſt ob ſy dy ſund gebeſſert oder gebuſſet haben vnd mit d̓ red geſchweygt er ſy. Vn̄ da ſant Iohannes ſter ben wolt da ſprach er. Herr ich danck dir das du mich vō deiner guͤt erhoͤrt haſt. wen̄ ich ge ſtirb das man nuͦr einē helbling bey mir vind den heyß ich den armen geben. vn̄ ſtarb da in einem guten leben vnd empfalhe ſein ſel dem almechtigen gott. Da furt in ſein braut vnſer liebe fraro mit groſſen freude in das ewig le ben. da trug man ſeinen heyligen leychna mit groſſer andacht in die kirchen. vnd leget in in̄ ein grab. da lagē vor zwē biſchoff in̄ in zweyē ſerchen beyeinander die wychen voneinander vnd gaben ſant Iohānes ein ſtat zwiſchen in. Da begrub mā in mit andacht vn̄ frewet ſich das volck des zeychens. ¶ Eines mals da kam ein fraw zuͦ im kurtz lich ee das er ſtarb. dy het gar ein groſſe ſund gethan. der ſchemet ſie ſich als ſer dz ſy ir nit beychten dorſt. das claget ſy dem heyligē pa triarchen ſant Iohannſen. Da ſprach er. Lie be tochter ſchreyb dye ſund an einen brieff ſo wil ich got biten das er dir dein ſund vergeb. Da ſchryb ſy die ſund an einen brieff. vn̄ ver ſigelt in. vn̄ gab den brieff ſant Iohanns. da bat er got mit ernſt fur die frawen. vnd ſtarb ſchyer darnach. Da die frawhort das er todt was. da het ſy groß ſorg ſy wurd mit dē brieff zuſchanden. vn̄ forcht er het den brieff etwen gelaſſen vnd lieff zu ſant Iohanns grab vnd weynet iemerlichen vnnd ſchrey. Ach ach mit armen weyb. ich wolt wenen ich ſolt ſchandt meyden ſo furcht ich ich muͦß vor allen menſchen zu ſchanden werden vnd betet mit groſ ſem ernſt bey dē grab. vnd bat ſant Iohanns das er ir hulff dz ſy mit dē brieff nit zuſchan den wurd. vnd ir weyſet wo ir brieff wer. Vn̄ da ſie als bitterlich bey dem grab weynet. da ſtund ſant Iohannes auß dē grab auff. vnd die zwen biſchoff die neben im lagen mit im. v vnd waren all biſchofflich gekleydet. vn̄ ſant Iohanns ſprach zu der frawen. warumb haſt du vns gemuͤt vnd laſſeſt mich vnd die heyli gen bey mir nit rwen. Nun ſich vnſer greber an. vnd ſich wie naß du dy mit deinen zehern gemacht haſt. vn̄ gab ir den brieff da was er dennoch verſigelt als vor vnd ſprach. Sih dz inſigel an vnd thu den brieff auff. vnd da ſye in auff thet. da waren ir ſund abgetylget. vnd vand daran geſchriben. Durch meines lieben dieners willen ſant Iohannſen ſeind dir dein ſund vergeben. Da ward ſy gar fro vnd dan cket got ſeiner genaden vnd dem lieben heyli gen. Darnach gieng ſant Iohanns vnd dy bi ſchoff wider in̄ das grab. Das was nach cri ſti geburt ſechßhundert vnd in dē funfftē iar Heyliger Patriarch ſant Iohāns bit got fur vns vnd erwirb vns das wir hie als barmher tzig werden. das er vns ſein barmhertzigkeyt ewiglichen woͤll mitteylen. das helff vns gott der vater vnd der ſun. vnd d̓ heylig geyſt Amē Von ſant Paula yeheyligfraw ſant Paula wz ein Roͤinerin gar vō edlē geſchlecht. vn̄ was ein muͦter d̓ hey ligen iunckfrawen Euſtochie. vn̄ mit irer toch ter volget ſy nach dē heyligen criſtenlichē le rer ſant Ieronymo in̄ der heyligen ſtat Ieru ſalem. d̓ ir leben geſchriben hat. vn̄ vriter and̓n wortē ſo ſchreybt er von ir vn̄ ſpricht alſo. Ob alle meine gelyder zungē werē. dennoch kund ich mit volreden vn̄ volſagen das wirdig lebē vn̄ die tugent d̓ heylige vnd wirdigen frawen ſant Paula. als edel vnd reych ſy wz von d̓ ge purt. noch vil edler vnj groſſer wz ſy an d̓ hey ligkeyt. vnd ward auch vil mer vn̄ baß geprey ſet mit d̓ armut Ieſn criſti wan̄ was ich wird von ir ſagen dz iſt wenig gegen dem lob das ſy mit der tugent vn̄ groſſer demuͤtigkeyt ver dienet hat. Sy was die mynſt vnder allen me ſchen. darumb das ſy die groͤſt vor gott wurd Ieſtcztt als vl ſy ſich nydert als vil erhohet ſy got. ſy flohe ere vnd verdienet ere mit irer groſſen tu gent. vnd begert das ſy verſchmecht wurd vō den menſchen. Die lieb fraw ſant Paula het funff kind dy hyeſſen bleſila. pamachius. eu ſtochia. ruffina vn̄ thoxocius. dz wz ir iūgſtes kind. vnd darnach da ir man geſtarb da wz ir gar leyd vmb in vnd kert ſich gentzlich zu got vnd teylet ir gut vnder arm leut. vnd ward an geweyſt von zweyen biſchoffen in irē lebē. dz ſie got von gantzem hertzen lieb het. vnd ließ alle zergenckliche ding vnd ire kind vn̄ gieng an das meer. vnd wolt faren gen Ieruſalē. vn̄ ir iuͤngſtes kind Thoxocius ſtund an dē land. vnd recket ſeine hendlein gar ſenigliche nach ir. vn̄ ir tochter Ruffina bat ſie weynent das ſye noch ein weyl bey in belib. Aber dye edel fraw warff ire augen auff in̄ den hymel. vnd opffert got ire kind on zeher vn̄ het hoffnūg in̄ die barmhertzigkeyt gotz. vn̄ getrawet got er furſehe ire kind. wann ſie wolt criſto nach uolgen vnd wolt im on irrſal dienen. doch hett ſy einen bittern ſchmertzen vmb ire kind. aber ſye frewet ſich das ir lieb als groß zu Gott was dz ſy ire kind gelaſſen mocht durch got tes willen. Aber die lieb fraw ſant Paula ſah nit hinderſich. wan ſy mocht ire kind on groſ ſen ſchmertze ires hertze nit angeſehē. vn̄ da ir tochter Euſtochia ſah iren ernſt dz ſy nie lenger wolt bey in beleyben. da gieng .c in̄ dz ſchyff. vn̄ wolt hind̓ irer muter beley hen. vn̄ fur mit ir. ¶ Da ſy nun irer toch ter an die heyligē ſtet kam da inſer herr auff erdtrich gangen was. da b nt ſy d̓ her des landes Paleſtine wol vn̄ ſendet ſein ritter vn̄ kuecht zu ir. vn̄ ließ ſy bitē dz ſy zu im koͤm. vn̄ hieß ſein hauß zyerē vn̄ bereytē auff ſy. d̓ eren wolt ſie nit auffnemē. vn̄ erwelt ir ein demuͤti ges zellein. da wonet ſy inn. vn̄ dienet vnſerm herre mit groſſem ernſt. vnd gieng an alle die ſtet daran vnſer herr was geweſen dy weyl er auff erdtrich gieng vn̄ ſah dy als mit groſſet begyrd vn̄ andacht. vn̄ weynet vnd̓ dē crentz. vn̄ betet als andechtiglichen al herre gegenwertiglichē ſehß auch in̄ dz grab vn̄ kuſßet da criſtus gelegen was vn̄ kuͤſße engel vō dē grab weltzet. vn̄ le gyrd an d̓ ſtat. vn̄ weynet garſ. tzet vmb vnſers herren tod. ¶ dy heylig fraw ſant paula mit ir Bethlehem. vnd beſah das hauß be frawir kind inn gebar. vnd ſah dem geyſt das kindiein Ieſum in̄ tiͤ windelt vnd in der krippen ligen vnd. drey kunig got anbeteten vnnd ſah den ſter ſcheynen. vnd ſah auch vnſer liebe frawen vf Ioſeph vnd die hyrten. vnd ſahe go vnnd Ioſeph mit ē egßpce lannd flie oas alles hett geſehe e Balue. Gegruſſet ſeyſt du be d lehem ein hauß des brotes darin̄ geboren das brot das von hymel herab iſt kummen. geſiht ſagt ſie ſant Ieronymo. Sant Pau keſtiget iren leyb als ſer das ſy als iemerlich ward das ſye nyemant mocht erkennen. vnn gieng zumal demuͤtiglichen nach ires mann rodt vntz anir end. vnnd aß auch mit keyms Mcyyaftt man̄ wy heylig er was vnd badet auch nichtz dan̄ wen̄ ſy empfand dz ſy da vō kranck wolt werdē. vn̄ het auch kein lindes tuch an irē bett vnd lag an der erden auff herin tuͤchern. vnnd betet ſtetiglichen vnd weynet vil an irem ge bet. vnd wen̄ ſant Ieronymus zu ir ſprach ſie ſolt der augen ſchonen dz ſy das heylig ewan geliū moͤcht geleſen. ſo ſprach ſie. Ich ſol das antlitz peynigen dz ich offt wider gottes ge bot mit edler ſalben beſtrichen hab. vnnd ſol auch den leyb peynigen der offt mit groſſem wolluſt gelebt hatt. Wann ich hab in meines mannes willē gelebt. Aber nū furbaß wil ich leben nach dem willen gottes. ¶ Da ſy dennoch weltlich was da was ſy al len reynen frawen ein ebenbild vnd ein ſpye gel zu Rom vn̄ hielt ſich dz kein boͤßermēſch nichts von ir geſagen kund. vnd wenn ſy ſant Ieronymus ſtraffet vnd ſprach. ſy ſolt armen leuten deſter minder gebē dz ſy irſelber auch gutlich thun moͤcht. ſo ſprach ſy. Got d̓ weyß wol das ich das durch ſeinen willen thu. vnd beger auch das ich ſterb als ein bettlerin vnd das ich meiner tochter einen pfenning nit laß Sy trauck auch nit weyns noch mets. vnd aß auch mit milich weſch. keß noch eyer. noch keyn ding dos ſeß was vnd an den heyligen tagen ͤls zu ire eſſen dz man es ſchme ſtyfftet auch mannes Cloͤſter klichen mannen das ſie es auß ach machet ſy ein ſamlung dare gondviertzig iunckfrawen vō vil ordnet ſy alſo. dz ein yegliche per em eſſen vnnd mit nem werck allein .ber mit ſingen vnd ret leſen vnd mit oeten waren ſye beyeinander. mit guter ſuſſer lere vnd die iung vnd froͤlich waren die ſtrat fet ſy veſtiglichen mit faſten vnd mit andern dingen vnd ſprach ir wer lieber in thet d̓ mag wee den̄ das yn die ſel ſiech wurd. vnd ſprach Dy reyngkeyt des lexbs vnd des gewandes wer ein vnreynigkeyt der ſel vnd wras ſund in̄ d̓ welt gering duncket das iſt inn den cloͤſtren ein groſſe ſund. vnd erlaubt iren ſiechen fraw en fleyſch vnd was in not was. Aber ir ſelber wolt ſie mmichts laſſen erlauben vnd was irſel ber gar hert. ¶ Eines mals da was es gar heyß inn dem Augſt monat. da gewan ſant Paula das fy ber. da ſprachen die Ertzt ſy ſolt nit vil weins trincken vnd ſolt doch weyn trincken das ſye icht waſſerſuͤchtig wurd. vnd das ſy deſter ee widerkem. Da ſprach ſant Ieronymus zu dē Babſt das er ir gebuͤt das ſy wein trunck. dz thet der babſt. da verſtund ſie ſich wol das es ſant Ieronymus gemacht het. Darnach fra get ſant Ieronymus den Babſt wie er es ge ſchickt hett. da ſprach er. Ich hab es alſo ge ſchickt das ſy mich alten nahent vberredt het das ich auch nit weyns truncke. Sant Paula het die heyligen geſchrifft gar lieb. vnnd be hielt ſie mit vleyß in irem hertzen. vnd gieng geyſtlichē ſinnē nach. Sy ſprach dy geſchrifft iſt ein grundtfeſt der warheyt. vnd kund auch dy hebreyſchen ſprach als wol dz ſy dy pſalm̄ hebreyſchen ſang vnd laß. vnd da ſy nun gott von dyſer welt wolt nemen. da gewan̄ ſy eine ſchweren ſiechtumb. Da begert ſy das ſie die welt ließ vnnd ſich gentzlichen zuͦ gott fuget. vnnd ſprach. wes harr ich. vnnd mach meinen ſchmertzen lenger mit der harrung. Da ſy nū mercket das ir der tod nachnet. Da ſprach ſye dy verß. Somine dilexi. Quamdilecta taber nacula. Das iſt zu teutſch als vil geſprochen. Herr ich hab lieb gehabt dye ſchoͤne deines haußes vnnd die ſtat deiner wonung deiner eren. Darnach ſchweyg ſy lang ſtyll. da fragt ſy ſant Ieronymus warum ſy als lang ſchwig ob ſy icht groͤſſer ſchmertzen lyde. Da ſprach ſie. Ich hab kein leyden wan alles das ich ſih das iſt alles ſenfft vn̄ ſtil. Vnd da dy munich in iren zellen horten das ſie ſterben wolt. Da giengen ſie zu ir vnd wolten bey irem end ſein vnd kamen auch dy iunckfrawen auß irem clo ſter vnd wolten ir end ſehen. vnnd dienten ir mit vleyß. vnd freweten ſich dz ſy ir heyliges ende ſolten ſehen. Alſo verſchyed die heylig fraw ſant Paula mit groſſer andacht. vn̄ fur ir ſel zu den ewigen freuden. Da ward ir toch ter Euſtochia ſer betrubt vmb ir muter. vnnd kuſſet ir ire augen vnd habt ſich an ir antlitz vnd vmbfieng iren leyb. vnd wolt das man ſie mit irer muter leyb begraben het. da zoch mā ſy kaum von ir. vnnd legten ſie mit andacht in erin rab nebē dz grab vnſers liebē herrē Ie ſu criſcti vnd die muͤnich vnd cleußnerin kamē mt von ir biß ſiß zu der erden beſtatten. Hey lige fraro ſant Paula wir bittē dich mit groſ ſer andacht durch dein groſſe heyligkeyt das du vns vnmb got ern zerbeſt dz wir hye im zeyt Policarpo .CCcX xiIII. menſchen werden nach gottes lob. vnnd nach dyſem zergencklichem leben beſitzen dz ewig leben Amen. Von ſant Policarpo Ant Policarpus wz ein criſten vnnd was ein biſchoff in Aſia. vnd het got lieb vnd dienet im tag vnd nacht mit vil guter vbung. vnnd hett groß arbeyt mit predigen. vn̄ bewert die hey ligen criſteuheyt mit ſeiner guten lere. ¶ Iu den zeyten echtet man die chriſten gar ſer vnnd vieng ſie vnd martert ſie wo man ſie ankam. Da wolt gott ſant Policarpū auch zu einem martrer haben. vnd da er got mit vleyß gedienet het vntz an ſein alter. da traumet im wie im ſein hauß bruͤn̄. da ſaget er es den cri ſten das ward in gar leyd vnnd ſprachen. der trarom bedent das man dich verbrennen wil. vnd baten in alle vteyſſig das er auß der ſtatt fluͦhe. vnnd ſprachen zu im. Du ſolt es durch vnſern willen thun. wann vns wurden dy hey den darzu bringen dz wir die abgoͤtter anbe teten. ſo magſt du noch vil menſchen zu criſtē gelauben bringen. Darum̄ ſo friſt dein leben. da flohe er auß der ſtat vnd wolt ſich verbor gen haben. da kam der Statrichter zu im mit etzlichen geryten. vn̄ baten in dz er zu in auff den ſchlyten ſeß. das thet er. da redten ſe voͤn iren abgoͤttern vnd baten in das er in opffert Da ſprach er. das wil ich nit thun. wan̄ d̓ boͤß geyſt iſt ewer got. ich wil an meinen herrē Ie ſum criſtū gelauben die weyl ich leb. Da wur den ſie gar: vn̄ ſtyeſſen in auß dē ſchli ten. da volger ynmer mer nach biß ſy wi der kamen inn die ſtat. Da ſchrey der Richter vnd das bouel zu dem gemeynē volck man ſol dem brieſter Policarpo ſeine recht thun. wan̄ er hat das volck einen vnrechten gelauben ge leret. vnd leſt man in lenger leben ſo woͤll wir es dem keyſer ſagē. Da der richter das hoͤrt. da hieß er in vahen vn̄ hieß einē roſt machen vn̄ hieß in darauff legen ¶ Darnach kam ein ſtym von hymel vn̄ ſprach. Policarpe mein lie ber freund gehab dich wol vn̄ ſtreyt froͤlichē. wan̄ ich will mit dir ſein. vn̄ wil dich kroͤnē in̄ dē ewigē lebē. des troſtes ward er gar fro. vn̄ dācket got ſeiner genadē. vn̄ ſprach offenlich Ich hab. lxxxvi. iar verzeret in dē lob gottes. vn̄ wil in noch loben vn̄ eren. vn̄ wil im dienen die weyl ich leb. Da ſprach d̓ richter. Policar pe du ſolt dich bedencken oder du muſt in̄ dē fewer verbrinnen. Da ſprach er. ich beger der marter von gantzem hertzen. vnnd wer gern yetzund dahin da mein ſel ewigen lon hat. da ward der richter gar ze nig vn̄ hieß in binde. rnd hieß in in̄ einē gluende offen werffen/ ſprach er. d̓ got d̓ mich beſchaffē hat. d̓ mir dz fewer vberwindē vngebūdē. man in gebundē in̄ dz fewer. da dz dz fewer vn̄ dy hitz vm̄ in v vn̄ gieng ein guter ſuſſer g da d̓ richter ſah dz im de hard er als zyenie xndheſore Von ſant freuden. ond ſein blut das von im ran das er leſchet dz feuer alles. dz ſein heyliger leychnā vnuerſert belib. da kamen dye Chriſten vnnd begruben ſeinen heyligen leychnam mit groſ ſer andacht. ¶ Eines mals da was ein man der het einen arm des lieben herren ſant Policarpus. vn̄ wz des heyltumbs gar fro vnd ließ im eine ſchoͤ nen huͤltzen arm machen. vnd ließ in wol vber gulden zu dem rechten arm. vnd da man in in̄ den huͤltzen arm thet. da wz ſant Policarpus arm wol zweyer od̓ dreyer finger lenger dan̄ der huͤltzen arm. da was im gar leyd. vnd nam ein meſſer vn̄ ſchneyd in ſant Policarpus arm vnd meynt er wolt ſein ein teyl hinſchneyden. das er in̄ den huͤſtzen arm moͤcht geen. Da er darein ſchneyd. da gieng ein groſſer rauch vo dem aren. da erſchrack der man gar ſer. vn̄ ver ſtund ſich wol dz es nit was d̓ will gottes dz er von dem heyltum ſolt ſchneyden. vnnd bat vnſern herren vnnd ſant Policarpū dz er ms vergebe. vnd ſtieß den arm wid̓ in den huͤltze arm vnd wolt beſehen wieul er zu kurtz wer. wan̄ er meinet er wolt einē andern laſſen ma chen der langk genug wer. vnd da er in hinein ſtyeß da was der huͤltzen arm gerecht. vn̄ wz auch lang genug worden als der gerecht arm da das der man ſah da ward er gar fro vn̄ lo bet got vnd ſant Policarpum vmb das ſchoͤn zeychen. Nun helff vns d̓ lieb heylig ſant po licarpus vmb got erwerben ein gut end. vnnd nach dyſem leben das ewig leben Amen. ¶ Von ſant Pauls bekē rung des heyligen zwelffpoten. A der liebherr ſant Steffan verſteynt ward da wz ſant Vauls auch da vnnd hieß Saulus. wann er was dennoch nit bekert worden. vnd hutet den Iuden irer kleyder vnd halff auch die chriſten martern wo er mocht. Wir leſen von im das er edel wer. vnnd iſt von dem ge lecht Bemamin geborn. vnd wz auch wol er was auch ein groſſer durchechter d̓ vt vnd gieng in nach inn die heuſer t man ſy ziehen vnnd muſt ſie inn ten. Vnnd nam brieff von den Damaſco mocht zyehen. nen das vil criſten da we diener vnd zoch auß das er dy griſten wolt ſuchen en̄ vahen weyb vnd mann. vnd wolt ſie gefangen bringē gen Ieruſalem das ſie da wurden gemartert. vnd dar zu was im als ernſt vnd eylet als vaſt als er mocht. Vn̄ als er außzogt mit ſeinen die nern inn die land vnd nahnet der ſlat Dama ſco. da vmbleuchtet in gehlingen ein groſſes liecht von dem hymel vnd ſchlug in vnnd das roß in einem grimmen nyder. Vnnd hort ein ſtymm dy ſprach. Saule ſaule warumbdurch echteſt du mich. dir wirt hert zeſtreben wider den ſtachel. Da ſprach Saulus. Herr wer biſt du. Da ſprach er zu im. Ich bin Ieſus naza renus den du durchechteſt. Da ward Saulus zytern vn̄ bidnen vn̄ ſprach. Herr was wiltu Diaſtd mein ſel vnnd mein leyb. da ward der Richter zornig vnd hieß in binden vnd hieß im ſeinen leyb zerzerren mit eyſnen krappen. vnd hien gen in bey den henden auff vnd zerten haudt vnd fleyſch von im. da was den criſtē gar leyd vmb in. Darnach legten ſie in aber in̄ den ker cker. da ran das blut von im. das ſelb blut na men ſiben frawen vn̄ meyntē es wer heylſam vnd heylig dz es ſant Blaſius durch got ver goß vn̄ ein yegliche trucket es durch ein tuch mit groſſer andacht. Da das der richter ver nam da ward er zornig. vnnd ſandt nach den ſelben frawen vnnd ſprach ſie ſolten den ab goͤttern opffern ad̓ ſy muſten ſterben. da ſpra chen ſy wilt dil dz wir den abgoͤttern opffern ſo bring ſie zu dē waſſer wann wir ſeind blu tig. vn̄ wen̄ wir vns gewaſchen ſo woll wir in den opffern. da ward der richter gar fro. vnd hieß die abgoͤtter zu dem waſſer tragen. Da beyten dy frawen biß es in allerbaſt fuget. da griffen ſie die abgoͤtter an vnd wurffen ſy mit einander in̄ das waſſer vnd ſprachē. nun ſeht ob es goͤtter ſeind. ir toͤrethtz volck war an ge laubet ir. wann weren ſie goͤtter ſy lieſſen ſich nicht alſo in̄ das waſſer werffen. da ward dz volck alles zornig vn̄ hieß im der richter ſibē leynine hemd bringen vnd hieß darnach bley in einer pf annē zerlaſſen. vn̄ hieß ſibē pātzer gluend machen. vnd hieß ſy in̄ das bley ſetzen vnd ſprach zu den frawen. Nun laſt ſehen ob ir lieber ſterben wolt oder lieber meinen goͤt tern wolt opffern. Opffert ir in. ſo nempt die hemd vnd leget ſie an ſo wil ich euch nit mar tern. da ſprach d̓ frawen eine. mich verdreuſt der red. vnd nam das hemd vnd warff es inn das fewer. wan̄ ſy wolten gern durch got ley den. die ſelb fraw het zwen ſuͤn dye rufften ir nach. Liebe muͦter wa ſullen wir hin. nym vns durch got mit dir wir ſein deine kind. laß vns die ewigen freud mit dir haben. das thet dem richter zorn das ſy als ſteet an gott waren. vn̄ hieß die frawen all mit den henden auff hen cken. das theten die diener vnd zerzerten in dz fleyſch mit kreulen von irem leyb. da thet gott ein groß zeychen. wan es floß milch fur blutt auß irem leyb. Darnach ſandt got einen engel zu in der benam in iren ſchmertzen vnd heylet in ire wunden. Da der Richter das ſah dz in das alles nit halff. da hieß er ein groß fewer machen. darein warff man die frawen. da wz got aber mit in vnd halff in das ſie darin̄ ſaſ ſen als in einem kuͤlen taw. das thet dē Rich ter zorn vnd ſprach es wer ein gaugkelſpil. vn̄ ſprach zu den frawē. kert euch noch zu vnſern goͤttern die haben euch ewer lebē gefriſtet. ſo wil ich meine zorn gegē euch laſſen. da ſprach en die frawen. wir beten dein goͤtter nymmer an. wan̄ wir wollen gern durch got gemartert werden. dauon thu mit vns was du wilt. wan̄ vnſer herr Ieſus criſtus rufft vns zu der ewi gen kron. da ward d̓ richter zornig vn̄ ſprach. Ich gebent das man die frawe all ſiben ent haubten ſol. darumb das ſye als tretzlichen wider mich redē. da rufften dy frawen all zu got vnd ſprachen. Gelobt ſeyſt du. du almech tiger got dz du vns auß der vinſternuß zuͦ dē ewigen liecht haſt gebracht. Herr Ieſu criſte wir opffern dir heut williglichen vnſer leben. vnd wir bitten dich durch dein guͤte dz du vn ſer ſel empfaheſt. vn̄ kuyten da nyd̓. da ſchlug man in ire haubter ab. da empfieng d̓ almech tig got ir ſel in ſein reych. ¶ Darnach hieß der richter ſant Blaſiū fur in bringen vnd ſprach zorniglichē zu im. Haſt du dich icht baß bedacht. Laß deinen gelau ben noch vn̄ opffer vnſern goͤttern. ſo wil ich dich mit gemach laſſē. da ſprach er. du magſt mich von meinē gelaubē vn̄ guten furſatz nit bringē. Ich furcht wed̓ dein troen noch dein marter vmb ein har nit. das tet im zorn. nach dem hieß er ſant Blaſio einen ſteyn an ſeinen halß hencken. vnd hieß in in̄ ein groß waſſer werffen vn̄ meint er ſolt ertrincken. da machet er ein creutz vber das waſßer. vnd gieng dar auff als auff einem trucken ſande. Da ſprach ſant Blaſius. ſindt ewer goͤtter war goͤtter ſo geet in irem namen hernach auff dem waſſer vnd laſt ir krefft ſehen. da warē d̓ heydniſchē goͤtter brieſter als kuͤn das ir viervndſechtzig auff das waſßer giengen in irer goͤtter name vnd ertruncken all. ¶ Darnach erſcheyn ſant Blaſio ein engeld̓ ſprach zu im. Blaſi gee vber dz waſßer an dz geſtatt vn̄ empfah die kron die dir got zu lon wil geben. da gieng er vber das waſßer zu dē volck mit trucken fuͤſßen. Denuoch waren die leut als ſer verhertt in̄ irē vngelauben das ſie von dē ſchoͤnen zeychen nit bekert wurdē. Da ſprach der richter zu ſant Blaſio wilt du mei nē goͤtern noch nit opffem. da ſprach er mi Vonſant hat mein got verboten dz ich den boͤßen gey ſten nicht ſolt opffern. Da hieß der richter dy zwey kind toͤdten die ir muter verloren hetten vnd hieß ſant Blaſium auch toͤdten mit dem ſchwert. da knyet der heylig ſant Blaſius nmd̓ auff die erden vn̄ hub ſein hend auff vn̄ rieff zu got dem herren. vnd ſprach alſo. Almechti ger ewiger got. ich bit dich durch den tod den ich heut vmb deiner lieb willen leyden wil. dz du alle dy menſchen wolleſt erhoͤren dy meinē namen anruffen vnd mich eren. in irem leydē vn̄ bekuͤmernuß welcherley ſy ſind. Da ſprach ein ſtym ob im. Alles das das du von gott ge beten haſt. des biſt du geweret. Darnach da ſchlug man im ſein haubt ab vnd den zweyen kinden mit im. da furen ir ſelen zu den ewigen freuden. Heyliger herr ſant Blaſi bit got dz er in allem vnſerm leben bey vns ſey. vnd vns als groß gedult darinnē geb dz wir dz ewig leben da mit verdienen Amen. Von ſant Algatha Ie heyligiuckfraw ſant Agatha was gar iung an den iaren. aber an der vernufft vn̄ weyß heyt was ſy alt. Sy was gar ſchoͤn an der ge ſtalt. vnd was reych an dem gut. vnd was ge born von edlem geſchlecht. bey dem allem het ſy groſſe lieb zu got. vnnd dienet im mit vleyß tag vnd nacht. mit betē mit faſten. mit wachē vnd mit vil ander guter vbung. vn̄ begert mit gantzemirem hertzen das ſy keuſch vnd reyn belib. vnd fleyß ſich vil tugent. Iu der zeyt was Quncianus richter in̄ d̓ ſtat Cathauenſiū. der was ein heyden. vn̄ het groſſe lieb zu der iunckfrawen vnd begert ir mit gantzer krafft das ſie im zu der ee wurd. Sy was aber vil edler dan̄ er. da ſandt er er ber leut an ſy das ſie inm vmb ſy wurben dz ſie in nem zu der Ee. Da ſprach ſie zuͦchtiglichen zu in. Ich hab keynen willen wed̓ in noch key nen andern man zunemen. dz verſchmahet dē richter gar ſer vnd was im leyd. Nun wz eyn boͤß weyb in̄ der ſtat die hieß Affrodoſia. die het newn toͤchter die waren all vnendlichē als ſie. die ſchicket der richtet zu ſant Agatha. dz ſy iren mut ſolten verkeren. Da ſagten ir dye frawen wie vil ir der richter groß guts wolt geben ſo ſy in zuͦ einem man̄ nem. wo ſie aber des nit thet ſo wolt er ſy greulichen martern vnd zeletzſt toͤdtē. Da ſprach die heylig iunck fraro ſant Agatha. wieuil ir mir gutz od̓ vbels da von ſagt ſo beleybet doch mein hertz pube wegt. wan̄ ſie het got in irem hertzen. vnd be gert das ſie geren durch gott wolt gemartert werden vnd darum ſterben. das ſy bald zu im koͤm. Da nun die ſchnoͤden frawen dreyſſig tag bey der heyligen ſant Agatha waren ge weſen. vnd ſy ſich nit wolt laſſen abweyſen vō irem guten furſatz. da giēg Affrodoſia zu dē Richter vn̄ ſprach. du magſt ee hert ſteyn er weychen. das ſy flyeſſen vn̄ auß eyſen bley ma chen ee du die iunckfrawen von got bringeſt. das thet dē richter zoru. wan̄ er het ſie zumal lieb. vnnd hieß ſie fur in bringen vnd ſprach. Agatha ſag mir wer du von geburt ſeyſt. Da ſprach ſy. ich bin vō edlem geſchlecht geborn. vnd mein freund ſeind freyen. Da ſprach der richter. ſo du nun edel biſt. warum̄ zeuchſt du dich ermlichen vn̄ wilt nach deinē adel nit le ben. Da ſprach ſy. Ich bin Criſto vermehelt. dē geuelt wol dz ich im nachuolg in̄ demuͦt vn̄ in armut als eī diern gottes. Da ſprach er. du wilt eine edlen namē habē. vn̄ wilt dich doch nit ſchemē. dz du ein dienerin biſt. Da ſprach ſie dz iſt mein hochſte freyheyt dz ich Criſtū lob in dienſtlicher arbeyt. Da ſprach er. Laß wir dy wechßelred beleybē. Eintwed̓ opffer vnſern gottern ſo laß ich dich mit frid. od̓ be leyb an deinē criſto. vnd laß dich martern biß das du geſtirbſt. Da ſprach ſant Agatha. Du ſolt leben als dein got Iupiter. vnnd ſolt eyn weyb haben als dein goͤttin Venus. Dy red thet dem richter zorn. vnd hieß ſy mit flacher hand an die wangen ſchlahen. das theten die diener. da ſprach er. dz hab dir vn̄ hut dich dz du furbaß dē richter nit trutziglichē antwor teſt. Da ſprach ſye. Biſt du ein weyſer man ſo wundert michs dz du mir das furubel haſt dz ich dich zu deinē goͤttern geleych. ſchemſt du dich ir warum zerſtoͤrſt du ſy dan nicht. Nach dē hieß d̓ Richter ſant Agatha in̄ einē kercker legen. vnd ſprach. ich wil mich be dencken wz ich mit dir thu dz du d̓ peyn vbrig werdeſt. Da ſprach ſy. du diener Sathane du ſolt gedencken wie dn d̓ ewigen peyn muͤgſt entgeen. Darnach leget mā ſie in̄ den kercker. Des andern tags hieß ſy d̓ richter fur in brin gen vnd ſprach zu ir. Wes haſt du dich noch hedacht vmb deines heyls willen. Da ſprach ſy mein heyl iſt criſtus. da hieß ſy d̓ richter mit den hendē auff hencken vn̄ hieß allen irē leyb durchſchlahē. Da ſahe ſy in dē leyden frolich auff gen hymel vnd ſprach. wywol iſt mir. mir iſt recht als eine menſchē d̓ gefundē hat des er lang begert hat. Es geet mir nach allē mei nē willē. dz thet dē richter zorn. vn̄ gebot das ma ir dy bruͤſt abſchnyt. do name ſy ſcharpff ſpyeß vn̄ ſtyeſſen ſy durch ir bruͤſt. vn̄ wundē ſie als lang rmb biß dz ſy irs herab zertē. Da ſprach ſy zu dē richter. Schemeſt du dich nit. dz du mir die bruͤſtheyſt abſchneyden die du an deiner muter geſogē haſt. doch ſolt du wiſ ſen dz die innern bruͤſt meiner ſel noch gantz ſind. Darnach hieß ſy der richter aber in̄ den kercker legen. da gieng ſy als frolichē darein als ob ſy zu einer wirtſchafft geladē wer. dar nach betet ſie mit ernſt vn̄ mit groſſer ādacht vn̄ ſprach. Herr du ſiheſt mich vn̄ beyteſt mei ues ſterbens. wan̄ ich ſtreyt durch dich. vund ich auffgehangen wordē vn̄ geſchlagē vn̄ an meinē bruͤſtē gepeyniget wordē. hilff mir her mein got in̄ d̓ peyn meiner bruͤſt. vn̄ da nu mit ternacht kam. da troͤſt ſy got mit ſeinē botē. vi kam ein alter man zu ir d̓ wz groe vor alter. vi trug ein buchßē mit guter ſalbē in̄ d̓ hand. vj ein kind das gieng vor im mit einē liecht. vnd ſtund vor d̓ iunckfrawē. da ſprach d̓ alt man Liebe tochter ich hab dein peyn vnnd marte wolgeſehē. vn̄ hin darum zu dir kummē dz ich dich an deinē bruͤſtē heylē wil. Da ſprach ſan Agatha leyblicher ertzney hab ich nye gepff gen. wan̄ ich hab mir vnſern herren Ieſum g ſtū außerkorn dz er mein artzt ſol ſein d̓ mat mich wol geſunt machē wen̄ er wil. da ſprag d̓ alt man zu ir. Ich bin ſant Peter d̓ zwelf pot. vn̄ hat mich got zu dir geſandt. vn̄ in ſe nē name ſolt du geſunt werdē. vn̄ ließ dy ert ney vnd̓wegē. da wz ſy zuhandt geſundt wo dē vn̄ viel auff dy erdē. vn̄ dācket im ſeiner nadē. vn̄ het ir bruͤſt wid̓ als vor. Da dy hutt dz groß liecht ſahen da erſchracken ſy gar ſe vn̄ wurde in ire hertzē ein teyl erleucht. vn̄ th ten dē kercker auff vn̄ ſprachē gee wo du wil da ſprach ſant Agatha. ich wil d̓ mertrer kro verdienē. vnd wil nit fliehen vn̄ wil euch nit l leydē bring ¶ Nach vier tagē hieß ſy d̓ rio ter auß dē kercker neme vnd ſprach zu ir. op ferſt du vnſern goͤttern nit ſo wil ich dich vo newen dingē peynigē. Da ſprach ſy mir ma des hymels thuͤr nit geoͤffnet werdē ich ley dan̄. Da ſprach er. Wer hat dich geſundt g macht. da ſprach ſy. mein herr Ieſus criſlus war gottes ſun. da ſprach er. Wie gedarſt? den nennen durch des willē ich dich toͤttē n Da ſprach ſy. da iſt er mir ſo lieb dz ich ſein meinē hettzen vn̄ in meine gemuͤt mt vergē ſen mag. da ſprach er. ich wil dich peynige r martern. vnnd wil beſehen ob er dir gehelffē muͦg. Da ſprach ſy. Mein got der iſt alſo gi vnd als tugentlich d̓ leſt mich nit er hilfft n vnd ob du mich zu den wildē tyeren tuſt wo die vnſern herren Ieſum criſtu hoͤren nenne ſo werden ſie zam. ſetzeſt du mich aber in ey fewer das mugen die engel wol zu einē kuͤle tawe machen. dz thet dē richter zorn vn̄ hie vil gluend̓ kolen machē vn̄ ſetzet ſy darein. vn waltzet ſy hin vnd her. vnd verbrēnet d̓ iunck frawen lene vberl darach gotſen dienern Bdrtet kind c. ſ. Ror l.xtv. do ronnden in vnd kam ein groſſer erdbidem das der ſelben ſtat ein michel teyl nyder viel vn̄ erſchlug zwē rattherren. da ſchrey das volck alles vn̄ ſprach zu dem richter. Der groß erdbidē iſt darumb kummen dz man die iunckfrawē alſo vnſchul diglichen martert. Da erſchrack der Richter gar ſer vnd hieß ſant Agatha aber in̄ den ker cker legen. da was die heylig iunckfraw ver brunnen vnd gebraten auff den kolen das ſie ſich kaum geregē mocht. Da ſie in̄ den kercker kam. da ſprach ſy. Herre Ieſu criſte der mich feſchaffen hat vnd mich enthalten. dz ich die peyn vberwunden hab vnd der mir meinhertz keuſch behalten hat der empfahe mein geyſt inj ſein hend vnd in ſein barmhertzigkeyt. vnd mit den worten gieng ir ir ſel auß vnnd fur zu den ewigen freuden. ¶ Darnach kamen die criſten vnd begruben ſie mit groſſer wirdigkeyt. vnnd die weyl man ſy begrub. da kain gar ein ſchoͤner iūgling dē giengen mer dan̄ hundert kind nach die warē als ſchoͤn gekleydet das man iren geleychen nye mer geſehen het. vnd der iungling der in vorgieng d̓ het ein mermelſteynine taf elninn der handt dÿ leget er zu ſant Agatha haubtē. damit verſchwandt er vnd die kind alle. Dala ſen ſie die tafel. daran ſtund geſchribē. Nen tem ſanctam ſpontaneam honorem deo et pa trie liberatōem. Das ſpricht zu teutſch. Mit irem heyligen willigen gemuͤt hat ſie gott ge eret vnd gedienet vnd wirt das land durch ſy beſchirmet. ¶ Nach dem als das volck die tafeln gele ſen hett vnnd den ungling vnnd dieſchoͤnen ein geſthenhccten. de gin den ij ire hertzen entzundet das ſie ſich bekerten zu criſtem ge lauben. vnd erten die iunckfrawen. vnd hettē ſie lieb vnd alſo ward das land furbaß durch ir verdienen wol beſchirmet. Es erten auch dy Iuden vnd heyden die iunckfrawen bey irem grab. durch ir heyligkeyt vnd durch dy zeychē die ſie thet. Darnach wolt der Richter nach ſant Agatha gut reytē. da kam er zu einē waſ ſer. da beyß ſich ſein pferd mit einem andern pferd als greulichen das es in in̄ das waſſer warff. da ſtarb er. vnd weſt nyemant wo ſeyn leychnam hin kam. das het er an der heyligen iunckfrawen ſant Agatha verdienet. vn̄ vber ein iar darnach da man ir hochzeyt begient da het mā ein tuch vber ir grab gebreytet. vn̄ an dē ſelben tag do gieng ein groß fewer auß dem berg der da lag gegen der ſtat. vnd ver ſchmeltzet holtz vnd ſteyn vnnd was inn das fewer kam. Da hetten die heyden groß hoff nung zu ſant Agatha vnd getrawtē ir wol ſy hülff in vnd lieffen zu irem grab. vnd namen das tuch herab das darob lag vnd hielten es gegen dem fewer. da keret ſich dz fewer als bald von der ſtat. da wurden ſy gar fro vnnd lobten die iunckfrawen vmb dz groß zeychē. vnd hetten ſy furbas aber lieber dann vor. Heylige iunckfraw ſant Agatha wir bittē dich durch dein marter. das du vns v̄ deinē gemahel Ieſum chriſtū erwerbeſt das er vns hie menſchen mach nach ſeinē lob vn̄ vns dar nach helff zu im in̄ dz ewig leben Amen. Von ſant Borothea Pdxlxxxjdi Orothea die heylig ſiunckfraw iſt geborn von edlem ge ſchlecht von einē edlen Roͤmer der hieß mit dē namen Vorus vnd was ein Rat herr zu Rom. vnd ir muter hieß Thea. vn̄ wz auch geborn von dem edlen blut der ratherrē zu Rom. Vnd zu einen zeytē. da hub ſich ein groſſer krieg gegen den criſten dz man ſy ſer durchechtet in̄ dē Roͤmiſchē land. da wolt do rus den abgoͤttern nicht opffern. wan er was ein criſten. vnd gedacht im er wolt entrinnen von Rom auß der ſtat. vnd wolt hinder im laf ſen all ſein hab erb vn̄ eygen. als er auch thet. vnnd machet ſich auff mit ſeiner haußwirtin Thea vnd ſchifften in̄ das kunigreych Capa docia vber das meer mit zweyen toͤchtern. die ein hieß Criſten vnd die ander Caliſten. dye het er auch getaufft vnd criſten gelauben ge lert. Oarnach kam er in̄ die ſtat Ceſarea. in̄ d̓ ſelben ſtat gewan er ein heyliges toͤchterlein. das taufft ein heyliger biſchoff. vnnd hieß es Dorothea. nach dem namen ires vaters vnd irer muter. wan̄ ſy hettē es gar lieb. Da ward das kind ſchyer erfullet mit dē heyligē geyſt. vnd lebet fridlich vnnd tugentlich. vnnd was keuſch. vnd ward d̓ geſchrifft wolgelert. ſy wz auch zuchtig. vnd was zumal ſchon. vnd fur traff alle iunckfrawen mit der ſchone in̄ d̓ ſel ben gegent. vnnd was ſenfftmuͤtig. vnnd hett got von gantzem hertzen lieb. vnd vaſtet vnd betet vil. vnd was gar weyß. vnd wz auch vol kummen an d̓ lieb vnſers herren Ieſu criſti. vn̄ trug zwu kron. eine von irē keuſchen leben. dy andern von irer marter. Das reyn heylig vnd ſelig leben das das edel kind dye lieb Iunck frawlſant Dorothea furt. das mocht der boͤß geyſt nit geleyden. vnd entzundet dem richter Fabricio in̄ d̓ ſelbē ſtat ſein gemuͤt dz er groſ ſe lieb zu ir gewan. vnnd hett ſy gern zu einer eelichen frawen gehabt. ꝓnd ſandt ſein erbre botſchafft zu iren freunden. vnd bat ſie fleyſ ſig. das ſie im die iunckfrawen geben. wan̄ er hett groſſe lieb zu ir. vn̄ gehieß ir groß gut on alles widergelt. vnd begert nichts anders von ir dan̄ das ſy ſein gemahel were. Da das ſant Dorothea hort do was er ir gar vnwerd. vnd verſchmehet in vnd alles ſein gut vn̄ alle welt liche luſt recht als ein ſtaub. vn̄ ſprach offen lichen. Ich wil keinen gemahel habe. wan̄ ich ſten herren. Das ſaget man dem Richter das in ſant Dorothea verſchmehet het. vnd das ſy ein criſtin were. Da ward er zornig. vn̄ ſaß zu gericht vnd hieß ſy fur in bringen. vnd da ſye fur in kam da ſprach er zu ir. Du ſolt vnſern goͤttern opfern. ſo behuͤteſt du dich ſelber vor vil peyn. vnd wirſt nit getoͤdtet. Da ſprach ſie. Got der in̄ dem hymel iſt hat auß ſeinē goͤtli chen mund geſprochen. Ou ſolt got deinē her ren anbetē. vn̄ ſolt im allein dienē. vn̄ hat auch geſprochē durch dē prophetē Dauid. Alle goͤt ter d̓ heyden das ſeind boͤß geyſt. allein d̓ iſr d̓ war got d̓ beſchaffen hat hymel vn̄ erdē. aber dy goͤtter dy du vnd dein geleych ereſt dy ver mugen nichts. wan ſy ſeind gemacht von den henden irer werckmeyſter von holtz vnnd von ſteyn vn̄ von anderm metall dy heyſt du die le bentigē goͤtter. Syhan wy ſy leben. Sy habē augen vnd ſehen mit. oren vnd hoͤren nit. ſy ha ben hend vnd greyffen nit. fuͤß vnd muge nit geen. es iſt auch kein red noch ſtym̄ in iren ke lē nit. Alſo iſt es mit dir auch alldyweyl du nit erkenneſt den ware got hymels vn̄ d̓ erdē ein ſchoͤpffer. ſo biſt du in geleych. vnd mit geſe hende augē biſt du blind. vn̄ geeſt zu in in̄ die ewigen verdannuß. Nun erkenn ſelber wem billicher zu dienē ſey dē hymliſchē ewigē gott d̓ hymel vnd erden beſchaffen hat. vnd vntoͤd lichen iſt. od̓ den goͤttern dy nichtz vermugen vnd toͤdlich ſind. Da ſprach Fabricius. Doro thea du biſt gar geſchwetzig vn̄ meynſt mich auch zubetriegen als die andern mit deinē ge ſchmyrten worten. Ich ratt dir dz du dē goͤt tern opfferſt oder du muſt gar vil leyden. Da ſprach ſy. du kanſt mich nymmer darzu brin gen dz ich den boͤßen geyſten opffer dy ir wo nung haben in̄ den vppigen bildē. vnd dy ge lebt habenlals die tyer. vnd erkenten gott iren ſchoͤpffer nit die weyl ſy lebten d̓ da geſchaf fen hat den hymel vnd die erden. vnd dz meer vn̄ alles dz dz darinnē iſt. darum ſo brinnen ir ſel in̄ der ewigfen peyn. Da ward d̓ richter zor nig vnnd hieß ſant Dorothea in wallendes oͤl ſetzen. da halff ir got das ir nye keyn leyd ge ſchah. vn̄ wz ir recht ob ſy mit edlē balſam go ſalbet wer. vn̄ da ſy ſah dz vnſer herrdz zeychē an ir getan het. da lobt ſy in mit freude vn̄ dā cket im d̓ genadē. dz zeychē ſahē vil heydē vn̄ wurden da von zu criſtem gelauben bekert. da ward d̓ richter zornig vn̄ ſprach ſie het es mit zauberey gethan. vnnd hieß ſie in einen vin ſtern kercker legen darinne lag ſy neun tag vn̄ nacht das ir nyemant zu eſſen noch zu trin cken bracht. da furſah ſie gott d̓ almechtig vn̄ ſpeyſet ſy ein engel vō hymel. An dem zehen den tag nam ſie der Richter auß dem kercker vnd ſaß zu gericht. vnnd hieß ſy fur in furen. da was ſy als ſchon als ſy ror ye was gewe ſen. Da nam dz volck wunder das ſy als lang on ſpeyß was geweſen. vn̄ dennoch als ſchon vnd als miniglichen was. Do ſprach der rich ter zu ir. Dorothea ich ſag dir furwar. vn̄ be teſt du die abgoͤtter yetzund nicht an. ſo muß man dich yetzund an einen galgē hencken. da ſprach ſie. dy peyn iſt zergengklich. vnnd dar umb das ich der ewigen peyn vbrig ſey. ſo ſol ich die zergengklichen peyn nit fuͤrchten. wan̄ es ſpricht gott. Ir ſolt die nicht furchten dye euch den leyb toͤtten. ir ſolt den furchten der ewer leyb vnd ewer ſel inn die hell verſencken mag. Da ſprach der Richter aber. Opfferſt du vnſern goͤttern nit. ſo muſt du groſſe mar ter leyden. Da ſprach ſie. Thu mit mir wz du wilt das wil ich gern leyden darumb das ich den ſehe durch des lieb ich den tod nit furcht Da ſprach der Richter. wer iſt der des du be gerſt. Da ſprach ſie. Ich beger Ieſum chriſtu des lebentigen gottes ſun. da ſprach er. Sag mir wo iſt criſtus. da ſprach ſie. Nach ſeiner almechtigkeyt iſt er allenthalben. Aber nach ſeiner menſcheyt ſo ſitzet er zu der gerechten ſeines hymliſchen vaters. Da ſprach der rich ter aber. du ſolt vnſern goͤttern opffern. vnnd ſolt ſie anbeten. da ſprach ſant Dorothea. ich wil den lebentigen got enbeten vnd nicht den boͤßen geyſt. wann dein goͤtter ſint boͤß geyſt. vn̄ mit dem da knyet ſie nyder auff die erden. vnd richtet ire augen auff gen hymel vnd bat iren gemahel Ieſum chriſlum mit groſſer an dacht das er ſeinen goͤtlichen gewalt erzey get mit einem ſchoͤnen zeychen. darum̄ dz dye menſchen erkenten das er alleyn der war al mechtig got were vnd keyn ander. ¶ Nun was an der ſelben ſtat ein hohe ſeul auffgericht darauff het der richter ſeinen ab got geſetzet das man in da anbeten ſolt. Zu handt erhort vnſer herre der iunckfrawen ge bet. vnnd ſandt ein groſſe ſchar der engel von hymel herab. die zerbrachen die ſeul vnd den abgott zu kleynen ſtucken das nye keyn ſtuck gantz beleyb. Vnd die menſchen die da warē die hortē die boͤßē geyſt in̄ den luͤfftē ſchrey en vnnd ruffen. vnnd ſprachen. O Dorothea warumb wilt du vns alſo verwuͤſten vnd ver treybē von vnſer wonung. du thuſt vns vil zu leyd mit deinem gebet. Von dē zeychen wur den vil heyden bekert zu criſten gelauben dye das horten vnd ſahen. Da ward der Richter zornig vnd hieß ſy all martern vnd todten. da furen ir ſelen zu den ewigen freuden. ¶ Darnach redt der Richter aber guͤtlichen zu ſant Dorothea vnd het ſie gern von ire ge lauben bracht. des mocht er nicht gethun. vn̄ da er ir ſtetigkeyt ſah das ſie nicht wolt ablaſ ſen. Da hieß er ſy an eine galgen heucken. da hieng man ſy auff mit den fuſſen gen dem hy mel. vnd mit dem haubt gen der erdē. vn̄ ſchlu gen ſie mit gerten vnd mit geyſſeln. vnnd zer zerten ir iren leyb mit kreueln. Durnach hieſ er ir ire bruͤſt abprennē mit brinnendē fackelin Von der groſſen marter was ſie nahent tod Darnach hieß er ſy inn einē kercker zyhen vn̄ hieß ſie behalten biß an den andern morgen. Da ward ſy inn der ſelben nacht wolgeſundt von der genad gottes. vnd von irem gemahel Ieſu criſto. vnnd an dem andern morgen fruͤ da hieß ſie der Richter fur in bringen. Vnd da er ſie auſah da waren alle ire wunden ge heylet vnd verſchrounden das er on allem irē leyb keyn maſen noch mal ſahe. das verwun dert den richter gar ſer. vnnd ſprach zu ir. O du minigliche ſchoͤne iunckfraw ker noch wid̓ von deinem vngelauben. wann du biſt genug gemarter. ¶ Nun hett ſant Dorothea zreu ſchreſter als vor geſagt iſt Criſten vn̄ Caliſten. dy het ten ſich von got keret vnd waren vngelaubit worden. von groſſer forcht wegen der marter Da hieß d̓ richter ſant dorothea zu irē ſchwe ſtern thun. ob ſiß von irem gelauben pringen mochten. da ſy nun zu iren ſchweſtern kam. da ſaget ſie in als ſuſſiglichen von Criſten gelau ben das in ire hertzen erleucht wurden. vnnd kerten wider zu Criſtem gelauben. vnd veria hen den offenlichen. vnnd beteten Chriſtum an den waren got. das ſaget man dem richter das ſant dorothea ir zwu ſchweſtern bekeret het. Da ward er zornig. vnd hieß den zweyen Brtegxet ſchweſtern ire rucken zuſammen binden vnnd hieß ſy verbrennen. da furen ir ſel zu den ewi gen freuden. Darnach hieß der Richter ſant Oorotheam aber fur in bringen vnnd hett ſy gern von dē gelauben bracht. vn̄ ſprach zu ir. Sag an Vorothea wielang wilt du vns auff zyhen mit deinen zauberliſten. Eintweder bet vnſer goͤtter an oder ich heyß dir das haubt abſchlahen. Da ſprach ſye froͤlichen zu dem Richter. Nymwar alles das du wilt das wil ich gern leyden durch dy lieb gottes vn̄ durch meinē gemahel. in̄ des ſchoͤnen garten wil ich mich ewiglichen frewen. vnd wil darinne dye ſchoͤnen opffel brechen vnd die zarten roſen. Da das der richter hort da ward er gar zor nig. vnd hieß ſie mit ſtecken in ir antlitz ſchla hen das ſie als iemerlichen ward das ſy nye mant erkennen mocht vnd leget ſie da wid̓ in̄ den kercker. In dē andern tag hieß ſy der richter aber fur in bringen. da waren ir aber all ir wunden geheylt von der genad gottes. Da gebot der richter das man ir das haubt abſchlug. Da rufft ſie mit lautter ſtym̄ vnnd ſprach. O du liebhaber der ſel ich danck dir das du mir ge rufft haſt zu deinem breutbett vnd da man ſy auß der ſtat furt. Da ſah ſie Theophilus der des Richters ſchreyber was. vnd gedacht an die red die ſy vor mit dem richter gethan hett da ſy ſprach. Sy wolt ſich frewen mit irem ge mahel. vnd wolt in ſeinem garten die ſchoͤnen roſen brechen vnd die ſuſſen opffel vnd redet gar ſpoͤttiglichen mit ir vn̄ ſprach. Dorothea wenn du inn den garten kumbſt zu deinē ge mahel ſo ſendt mir der ſuͤſſen opffel vnd der ſchoͤnen roſen. Da ſprach ſy. das wil ich geten thun. Aber Theophilus het keynē gedancken das ſie das gethun moͤcht. vnnd do man ſant Dorotheam an die ſtat bracht do man ſy ent haubten wolt. do bat ſy mit groſſem ernſt. für alle die dy ir marter erten vnd die ſy anrufftē das ſie gott erloͤſt von allem irem trubſal. Iu dem andern mal bat ſie got das er die ſelben menſchen wolt behuͤtten vor allen ſchanden. Su dem dritten mal vor groſſer armut. Zu dē vierden mal das er ſy erloͤſt vor falſchen zun gen. Iu dem funfften mal. bat ſie gott das er in geb ein rechte rew an irem end vnnd ablaß irer ſund. Iu dē ſechſten mal bat ſie vmb alle ſchwanger frawen die ſy anrufften in irer ge burt. das in got iren ſchmetzen ringert vnnd in mit lieb vō irer geburt hulff. Iu dem ſiben den mal bat ſie fur alle die dy in fewers oder waſſers noͤtten weren. vnd ſie anrufften das den got zuhilff koͤme wenn ſie iren namen an rufften. Alzuhandt da ſy die gebet volbracht hett. Da kam ein ſtym̄ von hymel die ſprach. Rum̄ her mein außerwelte. kum̄ her mein lie ber gemahel. wann alles das du gebeten haſt des biſt du gewert. Darnach neyget ſich ſant Dorothea vnder das ſchwert. do erſcheyn ir ein ſchoͤnes zartes kindlein das wz gekleydt mit purper. vnd gieng barfuß. vn̄ het ein krau ſes herlein. vnd an ſeinē gewand waren allent halben geſtrewet guldine ſternlein. das ſelbe zart kindlein trug in ſeiner handt ein ſchoͤnes koͤrblein. darinn waren drey roſen vnnd drey oͤpffel. Da ſprach ſant Dorothea. Herre mei ner ich bit dich das du das koͤrblein bringeſt Theophilo dem ſchreyber. vnd zuhandt ward ſant dorothea enthaubt. da fur ir ſel froͤlich en zu den ewigen freuden vnd zu irem gema hel in das hymelreych da hat ſy ewige freud Da ſant Dorothea gemartert ward da zalt man nach criſti geburt zweyhundert iar vn̄ in̄ dem ſibenvndachtzigſten iar an dē achtē tat des monats Februarij. Iu den zeyten do ſtund Theophilus in̄ dē palaſt des richters. da kam das zart kindlein das alſo ſchoͤn gekleydet was mit purper. vnd gieng zu Teophilo dem ſchreyber vnd zoh in heymlich an ein ort vnnd ſprach zu im. Nym die roſen vn̄ die oͤpffel dy hat dir vnſer ſchwe ſter Dorothea geſandt auß dē paradeyß ires gemahels. vnd zuhand verſchwand das kind vor ſeinen augen. da gewan Theophilus rei vber ſein ſund. vnd ward getaufft vnnd lobet got. vnd prediget den waren gelauben d̓ wir digen iunckfrawen ſant dorothea vnd ſprach Ieſus criſtus iſt allein gewaltig vnd vermag alle ding. wan er hat in dem kalten monat Fe bruario in dem alles erdtrich yetzundt gefro ren iſt. ſeiner lieben dienerin roſen vnd opffo geſandt. ſo man ſunſt wed̓ gruͤnß graß noch kraut vindet. Vō d̓ red vn̄ predig dy theophi lus thet von dē ſchoͤnē zeychē ward nahēt dy gantz ſtat bekert. Da dz Fabricius b̓ richter hoͤret vnd ſah. da ward er gar zornig vnd ge bot das man theophilo noch groſſer marter anlegen ſolt dan̄ ſaont dorethecn do man nui Donjarret Theophylam vl gepeyniget het mit manger marter. da belib er dennoch feſt vn̄ ſtet an dē heyligen gelauben vnſers herren Ieſu criſti. vnd da er nit wolt abtreten da hieß in d̓ rich ter zu kleynen ſtucken hawen. Da ſprach theo philus zu im. Ich bit dich dz du mir gebeſt ei nen beratt das ich mich mūg bedencken. das thet der richter gern. vnd in̄ der ſelben zeyt da empfieng er das heylig ſacrament den leych nam vnſers lieben herrē Ieſu Criſti mit groſ ſer andacht vnd ſprach damach zu dem rich ter Fabricio. Nun bin ich bereyt williglichē zuſterben in̄ dem namen vnſers lieben herren Ieſu criſti. Allzuhandt do hieß in der richter zu fluckē haren rn̄ hieß in fur dy tyer vn̄ fuͤr die voͤgel werffen das ſie in ſolten verzerē. dz leyd er alles gedultiglichen. vnnd ſtarb ſelig lichen. Vnd ſein ſel fur frolichen auff zu Cri ſto der ſein heyligen zu allen zeyten eret. vnd der auch all zeyt von in geeret wirt. der do re gyeret mit dem vater vn̄ mit dē heyligē geyſt ewig herre vnnd ewig gewaltig von ewig zu ewig. Heylige iunckfraw ſant Dorothea mit ſampt dem heyligen Theophilo. erwerbt vns auch vmb got das wir in dyſer zeyt verdienen das wir kummen zu den ewigen freudē Amē ¶ Von ſant Reychart dem heyligen kunig. Ant Reychart was bon edlem geſchlecht geborn. wann ſeiner muter brud̓ was ein kunig in Engelland d̓ hieß kunig Otto. da der ſelbig kunig geſtarb do geuiel das kunigreych ſant Reycharts vater. vnd nach ſeinem todt geuiel es ſeinē ſun ſant Reychart. der eren vnd wir digkeyt wer er gern vbrig geweſen wun̄ er er kant wol das im dz leben nit fuget. vn̄ meynt er wolt das kunigreych einem andern beuel hen. Aher er ward bezwoungē von ſeinē volek vnd auch ſein freund gemeynglichen noͤttē in das er kunig muſt ſein wan̄ er gemel got wol vnd hetten in die menſchen gemeynglich lieb. wan̄ er was ſchoͤn vnd eines reynen keuſchen hertzen vnd guͤtig an worten vnd wercken vn̄ feſt an d̓ ritterſchafft vnd kuͤn an flreytē vnd gerecht an dē gericht vnd beſcheyden an den reten vn̄ beſchirmet witwen vn̄ weyſen vn̄ het got ſunderlichen lieb vnd dienet im mit fleys tag vīpacht mit berē faſlen wachen vn̄ nit vil and̓ guter vbūg vn̄ alſo gruͤnet er in tugē den vn̄ in vil and̓ gutet vbung. vn̄ richtet dz ku nigreych wirdiglich vnd wol auß etliche zeyt nach gottes lob vn̄ nach ſeines neheſtē nütz. Darnach bekant ſant Reychart vnd mer el et dz in dz weſtlich geſchefft vn̄ die ere vn̄ das gut jrret dz er got nit mocht nach geuol ge. vn̄ gedacht im offt in ſeinē hertzē er wolt gottes ere allem nachuolgē. vn̄ gedacht auch vil an den ſpruch d̓ in̄ dē ewangelis geſchribē ſtet. d̓ ſpricht. Wer durch meine willē nit auff gibt freund ere vn̄ gut vn̄ alles dz er hat der mag mein iūger nit ſein. Darnach ließ er ſein kunigreych vn̄ alle ſein freund ere vn̄ gut vnd bereytet ſich mit ſeinē zweyen ſuͤnē ſant Wil bolt vnd ſant Wunbolt. vn̄ wallet vberal mit in zu dē heyligē ftetē als ein elend̓ bilgrim. ¶ Eines mals da warē ſy auff einē ſchyff vn̄ ſunſt vil leut. vnnd wolten vber ein waſßer do macht d̓ boͤß geyſt ein groſßes vngewitter. d̓ d̓ wmenſchē heyl alt zeyt gemn iret. dz erkant d̓ gonando Ant Amandus iſt geborn von edlem geſchlecht vo va ter vnd von muter. vnd was ein guter criſten vnd het got lieb. vnd dienet im mit vleyß tag vnd nacht. mit beten. vaſten. wachē. vnd mit vil ander guter vbūg. vn̄ ward ein mu nich vnd lebet aber heyliglicher dan̄ vor. vnd eines mals da gieng er in̄ dē cloſter vmb vnd ſah ein groſſe ſchlangen. da ſprach er ſein ge bet zu got vnd thet das heylig crentz vber ſie vnd zwang ſie in̄ ein gruben vnd gebot ir das ſy nymmer herauß koͤm. des muſt ſy im gehor ſam ſein. Darnach kam er zu ſant Martins grab. da belib er. xv. iar. vn̄ keſtiget ſeinē leyb. vnd aß nuͦr waſſer vn̄ brot vn̄ trug ein herins hemd an. vnd kam gen Rom vnd wolt in̄ dem munſter vber nacht ſein belyben. da ſtieß in̄ d̓ kuſter iemerlichen auß d̓ kirchen. Da leget er ſich fur die kirchtuͤr nyd̓ vnd entſchlieff. Da erſchyn im ein heyliger man der ſprach zu im. Du ſolt in̄ das land Caleam geen. vnd da er erwachet da gieng er hin vnd kam in̄ dz land vnd ſtrafft den kunig Sebardū ſer vmb ſeyn ſund. Daward er zornig vnd tryb in auß dem kunigreych. Nun het der kunig keinen ſun vn̄ bat got pleyſſiglichen das er im einē ſun geb. des gewert in got. vn̄ da d̓ ſun geborn ward. da trachtet d̓ kunig wen er den ſun wolt tauf fen laſſen. da gab im gott in ſeinen ſyn in ſoͤlt ſant Amandus tauffen. Da ſandt man nach im vn̄ bracht in wid̓ zu dem kunig der viel im zufuͦſſen vnd bat in das er im vergebe wz er im gethan hett. vnd bat in dz er im ſeinen ſun tauffet. da vergab er im was er an im gethan het. Er wolt im aber ſeinen ſun nit gern tauffen. da bat er in als lanng darumb biß das er inms gelobt. vnd da er das kind tauffet vn̄ dye menſchen alle ſtyll ſchiwigen. Da ſprach das kind. Amen. die genad hett das kind von ſant Amando. da macht in der kunig zu einem bi ſchoff in̄ der ſtat zu Traiecta. Da prediget er dē volck mit vleyß wy ſy got ſolten lieb haben vnd im ſolten dienē. Da verſchmechtē ſy ſein predig. Da kam er in Beſtrino. da lernet er mer dz gottes wort. da ſpottet ein buͤbiſcher lotter ſeiner predig. da verhenget got vber in das er zuhandt mit dem teufel behafft ward d̓ peyniget in als ſer dz er ſich mit ſeinen ay gnen zenen peyß vnd fraß. da veriah er offen lichen das er das leyden an dē heyligen hett verdienet vn̄ ſtarb zuhandt eines iemerlichē tods. ¶ Eines mals da zroug ſant Amandus ſein hend das ſah ein biſchoff der bekant ſein hey ligkeyt wol vnd hieß dz waſſer behaltē. Dar nach kam ein blinder man dem beſtreych man ſeine augen damit. da ward er zuhandt geſe hent von ſant Amandus heyligkeyt. da ward er gar fro vnd dancket got vnd im d̓ genaden Iu einē mal wolt er an einer ſtat ein mun ſter bawen mit des kunigs willen. Da wz ein biſchoff in̄ der nechſten ſtat dabey. dem thet es zorn vnd ſandt ſeine knecht zu im vnd hieß im das weren vnd ſprach das ſy zu im ſprechē wolt er es nit vnd̓wegen laſſen ſo wolt er in toͤdten. da kamen die diener zu im vn̄ ſprachē in vntrewen zu im dz er mit in gieng ſy woltē im ein ſtat weyſen dy gut zu eine muͤſter da bekant er von dē einſprechen des feyſtes ir boßheyt wol vnnd reyt Bonyent auff den berg da ſy in toͤdten wolten. wan̄ er begert das er gemartert wurd. Aber got be huttet in vnd kam ein als groſſer regē vn̄ als ein groß vngewitter dz bedecket den berg al len das ſy aneinand̓ nit geſehen mochtē. aber ſant Amandus ſahe ſie wol. da forchtē ſy ſich ſy muͤſten an der ſtat ſterben. da gewunnen ſy rew vber ir ſund vnd verſtundē ſich wol dz in got behuͤten wolt. vnd vielen im zufuͦſſen vnd baten in das er in die ſund vergeb vnd ſy lebē tig von im ließ kummen. da ſprach er ſein ge bet vn̄ erwarb in ein ſchoͤnes wetter vmb got. Da ryten ſie wider heym vnd alſo genaß der lieb herr ſant Amandus mit der hilff gottes vor in. Darnach bawet er ein kirchen vn̄ ther hinnach vil zeychen. Da in nun got fodert vō dyſer welt da ward er ſiech vnd ſtarb ſeligli chen vnd fur ſein ſel zu den ewigen freuden. Da begrub man in gar wirdiglichen. das wz nach criſti geburt funffhundert vnd inn dem zweyntzigſten iar bey den zeyten des keyſers Eraclius. Nun helff vns got vnnd ſein liebe muter Waria das wir auch kummen zu den ewigen freuden Amen. Von ſant Sauiniano Er heyligherr ſant Sauinianus der hett ein ſchweſter die hieß Sauina. vnd waren gar ei nes edeln herrē kind d̓ was ein heyden. ¶ Nun laß ſaut Sauinianus eines mals dē verß. Aſperges me domne yſopo et munda bor vnd het in gern verſtandē was er bedew tet vnd kund ſein nit verſteen. das was im gar leyd. vn̄ gieng in ſein ſchlaffkemmerlein. vnd lag in̄ der aſchen in̄ einē herin tuch. vnd mey net er wolt ee lieber ſterben dann das er den verß nicht verſtund. da erſcheyn im der engel gottes vn̄ ſprach zu im. Du ſolt dich nit pey nigen das du ſterbeſt. wan̄ du haſt genad fun den bey got wen̄ du getaufft wirſt ſo wirſt du weyſſer dan̄ der ſchnee. ſo verſteeſt du dan̄ dz du yetzundt begerſt. damit verſchwand d̓ en gel. Da ward ſant Sauinianus gar fro vnnd wolt furbaß keinen abgot mer anbetten. Dar b ſtrafft in ſein vater gar ſer vn̄ ſprach zu iſt beſſer das du die abgoͤtter anbeteſt vn vm̄ ariſten gelauben ſterbē ſolteſt vn̄ dz wir mit dir verdurbē. dz wolt er nit tun. vn̄ floh heymlich vō ſeinē vater. vn̄ kam in̄ dy ſtat Trecaſin. vn̄ da er zu dē waſſer kam das Secana heyſt da bat er got mit ernſt dz er im hulff das er getaufft wurde. da ward er ge taufft. da ſprach got zu im. Nu haſt du fun dē dz du als lang begert haſt. da ward er gar fro. ¶ Nach dē ſtecket er ſeinen ſtab in̄ die erden vnnd ſprach ſein gebet mit andacht zu got da ward d̓ ſtab als bald grunen vn̄ bluet vor vil menſchen das ſie es ſahen. vnd von dē wund̓zeychen wurdē zwelff hundert vn̄ acht menſchē gelaubig vn̄ empfiengē den tauff. dz ward dē Reyſer Aureliano geſagt. dz thet im zorn vn̄ ſandt vil ritter nach dē lieben herren ſant Sauiniano. vn̄ hieß in vahē. da fundē ſie in an ſeinē gebet vn̄ dorſtē nit zu im geen. Da ſandt d̓ keyſer mer Ritter nach ſant Sauinia no dan̄ vor vnd da ſy zu im kamen da hubē ſy an vn̄ betetē mitſampt im. darnach ſtūd er auf da ſprachē ſy zuͦ im. Der keyſer hat vns nach dir geſandt. da gieng er mit in zu dem keyſer Sauſiflano .TCCLIIII. Da ſprach er zu im. du ſolt dē abgoͤttern opf fern. das wolt er nit thun vnd wid̓ſprach das vnerſchrockenlich. das thet dem keyſer zorn. vnd ließ in vahen. vnd hieß im hend vnd fuͤß binden vn̄ hieß in mit eyßnin rigeln ſchlahen. Da ſprach der heylig martrer Sauinianus. mach der peyn mer ob du magſt. da hieß er in mitten an die ſtraß auff ein bauck binden. vn̄ hieß holtz auff in legen vnd fewer darunder machen. vnd da das frewer brinnen ward da hieß der keyſer oͤl darein gieſſen das ſein mar ter deſter groſſer wurd. Darnach ſah der key ſer dz Sauinianus mitten in dē fewer ſtund vnd betet. da viel der Reyſer vor wund̓ nyder furſich vnd ſtund wibauff vnd ſprach zu dem heyligen. Du vngehewres tyer haſt du nit ge nug an den ſelen dy du betrogen haſt du wol teſt auch mit deiner zaubernuß vns betriegē. Da ſprach Sauinianus. Es ſeind noch vil ſe len die von mir gelaubig ſollen werden vn̄ du ſelbſt auch. da ſchalt er vor zorn den namē vn ſers herren. An dem andern tag hieß er in an ein ſeul ¶ binden vnd hyeß mit pfeylen zu im ſchyeſſen. Da was got mit im vnd halff im dz die pfeyl vberſich auff in̄ die luͤfft furen vnd theten im keynen ſchaden. Da kam der keyſer zu im vnd ſprach. wvo iſt dein got der kum̄ nun vnd erloͤß dich von dem geſchoß. vnd zuhandt da fur d̓ pfeyl einer dē keyſer in ein aug das er da von erblindet. da ward er gar zornig vnnd hieß in in̄ einen kercker legen. vnnd des andern tags hieß er im ſein haubt abſchlahen. da hat ſant Saninianus vnſern herren mit groſſem ernſt das er im hulff das er an die ſtat kem daran er getaufft ward zuhandt zerbrachē dy band da er innē lag vnd ſtund die tuͤr des kerckers offen. da gieng er vngehindert mitten durch die ritter vnnd kam an die ſtat da er getaufft ward. Da hieß im d̓ keyſer nacheylen vn̄ hieß in daſelbſt enthaubten. Da eylten im die rit ter nach. vn̄ da ſy Sauinianus ſah. da giēg er auff dē waſſer als auff einē ſande. vnd da dy ritter auff den ſchiffen zu im furen. da forch ten ſie ſich vn̄ torſten in nit angreyffen zutoͤt ten. Da ſprach er. Seyt ſicher vn̄ ſchlaht mich zutod. vnd wenn ich geſtirb ſo nempt meines bluts vn̄ bringt es dem keyſer das er ſein aug damit beſtreych ſo wirt er geſehent vnd wirt die krafft gottes erkennen. da ſchlug man im ſein haubt ab. da fur ſein ſel zu dē ewigē freu den. da nam er ſein haubt vn̄ trug es in̄ ſeinē henden von d̓ ſtat funfftzig ſchryt an ein an dre ſtat da er wolt ligen vn̄ begrabē werden. da begruben in̄ dy criſtē mit groſſer andacht da bracht man dē keyſer ſeines bluts vnd be ſtreych im ſein aug da mit. da ward er zuhādt feſehent vnd ſprach. werlichē d̓ criſten got iſt groß vn̄ gewaltig vn̄ gut. vn̄ dancket got vnd dē heyligē d̓ genadē. Da hoͤret ein fraw dz d̓ keyſer von dē blut geſehent wz wordē dy was wol zwelff iar blint geweſen dy hieß ſich auch an dy ſtat furē vn̄ rufft den heyligē mit ernſt an. da ward ſy zuhandt geſehent. da ward ſie gar fro. vnd dancket got vnd dē heyligē ſant Sauiniano d̓ groſſen genadē. vnd ſaget das groß zeychē vberal. Sant Sauinianus ward gemartert da man zalt zwelff hundert vnd ſi bentzig iar. in̄ dem monat Februario. Von ſant Valentin BoI Nant Uden zeytē des key ſers Claudi da wurden dy criſten menſchen ſchwerlich gepeynigt vnd Ietoͤdt. Da ſagt man dē keyſer das Dalenti nus auch ein criſten wer. da hieß er in gef an gen vnd gebuͦndē fur in bringen vnnd ſprach zu im alſo. Valentine warumb gelaubſt du an criſtum d̓ im ſelber keyn hilff mocht gethun. Dyen vnſern goͤttern vnd bet ſy an dy mugē dir gehelffen das du kumbſt zu groſßer wir digkeyt. Da antwort Valentinus dem keyſer vn̄ ſprach. Weſteſt du was mein got den geb die an in gelauben vnnd in liebhaben du lieſ feſt die abgoͤtter vn̄ gelaubteſt an meine gott wan̄ er gibt vns ere vnd freud. da ſprach des keyſers herren einer zu im. Valentin meynſt du das vnſer goͤtter die ere vnd das gut ver mugen ſo haſt dn war. da ſprach er neyn. wan̄ ich weyß kein gut von in zuſagen ſy warē mē ſchen als wir vnd trugen neyd vnd haß in̄ irē hertzen vnd muſten ſterben vnd ſeind vmb ir ſund zu der hell gefaren darin̄ werdē ſie ewig lich gepeyniget. dy red thet in allen zorn. ¶ Darnach ſprach d̓ keyſer zu im. Sag mir iſt Criſtus ein warer gott wy iſt dem das ich es nit weyß. da ſprach ſant Valentin. va auf meinē eyd. es iſt criſtus der war got. vn̄ dien teſt du im vn̄ gelaubteſt an in ſo zergiēg dein reych nymmer. vnd wurd dir nach dyſem lebē das ewig leben. Da ſprach der keyſer zu den Roͤmern. Hoͤret alle. wy weyßlich vnnd recht redt d̓ menſch. Da wurden die furſten zornig vnnd ſprachen zu dem keyſer. biſt du auch be kert vnd gelaubſt an der criſten got. vns habē vnſer eltern von kintheyt auff einē gelauben gelert den ſellen wir behalten. da beualh man ſant Valenten einē furſtē d̓ legt in gefangē. das leyd er gedultiglich. vn̄ da man in in̄ des furſten hauß gebracht da het er gott in ſeinē hertzen vnd ſprach. Herr Ieſu criſte d̓ du biſt das war liecht erleucht dz hauß mit allen in wonern das ſie dich warn gott vnd menſchen erkennen. da was ein iunckfraw da. dy wz ey nes furſten tochter dy was blind vn̄ wz irem vater gar lieb. da ſprach der furſt Valentin. du haſt vns offt geſagt von criſto der ſey das war liecht vnd thu ſemen freundē vil genadē Mag er meinē blindē kind ſeine augen wider entzundē ſo wil ich dir volgen vn̄ wil an criſtū gelaubē vn̄ wil mich laſßen tauffen. da ward ſant Valentin gar fro vnd ſprach ſein gebet mit andacht zu gott da gab er d̓ iunckfrawen zwey ſchoͤne augē. da ließ ſich d̓ furſt tauffen vnd alles ſein geſind vnd lobten vnd ertē got ¶ Es was ein man zu Rom der kund gar vil kunſt vn̄ wz gar ein weyſer man d̓ het einē ſun d̓ hieß Sinceron d̓ was drey iar ſiech gelegē. vn̄ kunt im kein artzt gehelffen. da bat er ſant Valentin. dz er ſeine ſun geſundt machet ſo wolt er ſich laſſen tauffen. da ſprach ſant Va lentin ſein gebet zu got. da kam ein liecht in̄ d̓ nacht von got dz leuchtet als dy ſun̄. da ward d̓ ſiech geſunt. da wurdē ſy gar fro vn̄ dāckte got vn̄ ſant Valētin irr genadē. vn̄ gelaubtē an vnſern herrē Ieſum criſtū vn̄ empfiēg den tauff mit allē ſeine geſind. Das ſaget man dē Reyſer. da ward er zornig vn̄ hieß ſant Valē tin ſer mit ſtecken ſchlahen. vn̄ nach ſollicher peynigug do hieß er im ſein haubt abſchlahē. Von ſant Iuliana Iuliana CCCIIII Vliana die lieb hey lig iunckfraw iſt geborn gar vō ed lem geſchlecht. vnd was ein criſtin. vn̄ het got lieb. vnnd dienet im mit vleyß. mit beten. mit faſten. mit wachen vnd mit vil and̓ guter vbung. vn̄ gab gar vil durch gottes wil len vnd begrub dy totten criſten. ¶ Zu den ſelbigen zeyten was Maximianus keyſer der durchechtet die criſten ſer wann er was ein heyden vnd ir vater wz auch ein hey den. aber Iuliana was ein criſtin vnd behielt die gebot gottes. Da ſy zu iren tagen kam da gelobt ſie ir vater einē furſten der hieß Eulo gius d̓ wz auch ein heyden. Vn̄ da die iunck fraro hort dz man ſy hingelobt het. da ſprach ſy zu irē gemahel. Ich bin ein criſtin. vnd wilt du das ich dich nem ſo laß dich tauffen vnd gelaub an vnſern herren Ieſum criſtū ſo wil ich thun was du wilt. wo du aber dz nit thuſt ſo wil ich dein nit vnd da der furſt das hort. da erſchrack er gar ſer vnnd ſaget irem vater wie ſy geredt het. da was irem vater gar leyd das ſy ein criſtin was. vnd meynt er wolt ſye mit guten worten vberreden. vnd ſprach zu ir ſie ſolt den abgoͤttern opffern ſo hett ſy groß reycheyt. wunn vnd ere biß an ir end. vnd het groß freud vnd ſeld auff erden. vn̄ wurdē all ir freund von irendwegē geeret. wolt ſy aber iren gelauben nicht laſſen ſo wurd ſie ſer ge ſchmecht vnd wurd gar vil darum̄ leyden. vnd ſprach ſie ſolt glaubē als ir voruord̓n gelaubt hettē. vn̄ thet ſy das nit ſo wurd ir ſel verlore. Auch ſo ſchont mā. ſprach er. deines adels nit mā toͤdtet dich darum. ſo betrubſt du mich vn̄ dein muter ſer da mit. vn̄ verſundeſt dich da mit an vns das du ewiglichen verlorn biſt. vn̄ haſt auch vnſer goͤtter zorn. Darumb ſo volg mir vnd deiner muter als lieb wir dir ſein. ¶ Darnach ſprach ſant Iuliana zu irem va ter. du ſolt dir nit gedencken das ich mein ſel durch deinen willen woͤll verlieſen vnd meine freunden ere/ damit kauffen. da von mein ſel ewiglichen gepeyniget wurd. dauon wil ich d̓ welt reycheyt nicht nemē fur die kron d̓ ewig keyt die allen criſten von got iſt bereyt vnd dy ewig freud dy nymmer zergeet. vnd wer ewrē goͤttern dienet der iſt ewiglich verlorn. wann ſy vermugen keyn gut. darum ſolt du lieber va ter an meinen got gelauben der gibt dir nach s ewig leben. Das thet irē vater zorn das er ſy von irem gelaubē nit mocht bringen. vnd ſchlug ſy gar ſer. dennoch wz ſie ſteet an got. vnd da er ſah das er ſy von irem gelauben nit mocht bringen. da antwurt er ſie irem breutigam vn̄ ſprach zu im. Ich hab dir mein tochter gelobt dye ſpottet vnſer goͤtter. dauon nym ſy zu dir vnd bring ſy da von mit lieb od̓ mit leyd wy du wilt. da furt er dy iūck frawen in ſein hauß vn̄ ſprach zu ir. Iuliana mein liebe fraw laß deinen gelauben vn̄ volg deinen freunden ſo wil ich thun all zeyt was dir lieb iſt. Da ſprach ſy du ſolt an vnſern her ren Ieſum criſtum gelauben ſo wil ich dir ge horſam ſein. vnd thuſt du das nicht ſo wil ich dich zu keinem gemahel haben. vnnd wil vmb meinen gelauben geneſen oder ſterbē wy got wil. Da ſprach er. wurd der Reyſer innen das ich an deinen criſtū gelaubet er ertoͤdtet mich zuhādt. Da ſprach Iuliana. Forchteſt du den keyſer der ein toͤdtlicher menſch iſt. ſo ſolt du mir nit verubel haben das ich den vntoͤtlichē got fuͤrcht der ein keyſer iſt vber all keyſer. vn̄ d̓ des hymels vnd der erden gewaltig iſt. vnd des reych nymmer zergeet den wil ich all zeyt lieb haben. vnd wil ſein nit verlaugnē darum ſo thu mir was du wilt dein lieb iſt gar verlo ren. Da ward Eulogius gar zornig vnd hieß dy iunckfrawen nackent abzyehen vn̄ hieß ſie bey den zoͤpffen auff hencken. vnnd hieß ſie ſchlahen mit gerten das dz blut von ir ran dz leyd ſy gar gedultiglichen. vnd ſo ſy ye veſter geſchlagē ward ſo ſy ye ſteter an got wz. dar nach hieß er ir wallendes bley auff ir haubt gyeſſen. da halff ir got dz ir die hitz nit ſcha det. dz thet im zoru vn̄ hieß ſy in̄ einē kercker legen vnd verſchmydet ſie mit groſſen bandē des leydens was ſie gar fro. vnd dancket got tag vnd nacht vnd betet mit groſſer andacht. Darnach zu mitternacht da erſcheyn ir d̓ teu fel in̄ einer geſtalt eines engels vnd ſprach zu ir. Iuliana du ſolt fro ſein. wan̄ ich bin ein en gel gottes vnd hat mich got der almechtig zu dir geſandt vnnd hat dir emboten Ee du dich toͤdtē laſßeſt ſo ſolt du ee den abgoͤttern die nen vnd opffern. Da weynet ſy. vnd ward ir ir hertz gar ſchwer. vnd ſprach. O wee herr got ſol ich den abgoͤttern opffern vnnd ſol zu ge ſpoͤtt werdē. vn̄ zweyfelt ob er ein engel wer. vnd bat vnſern herren dz er ſy vor den abgoͤt tern behuͦttet vnd ſie nit zu geſpoͤt ließ wer Vōn ſant den. vnnd das er ir zuerkennen geb ob dyſer iungling ſein bot wer. Nach dē als dy hey lig iuckfraw ir gebet geſprach. Da ſprach ein ſtym vō got zu ir. wilt du wiſſen wer d̓ bot ſey ſo greyff in man̄lichen an. vnd zwing in dz er dir ſag was er woͤll oder wer er ſey. vn̄ wer in zuͦ dir geſandt hab. Da greyff ſy in mit beydē henden an vn̄ truckt in an die erden vn̄ ſprach ig mir was du woͤlleſt oder wer du ſeyeſt vn̄ wer dich zu mir geſandt hab. vn̄ zuhandt vie len die ketten von ir da mit ſy gebunden was. Da ſprach der bott. far ſchon gute magt ich bin ein boͤßer geyſt vn̄ mich hat mein meyſter her geſandt das ich dich betriegen ſoͤlle. Da ſprach ſy. Wer iſt dein meyſter. Da ſprach er Beelzebub vnſer furſt. vnd wen wir von euch Criſten vberwundē werdē ſo ſchlecht er vns gar ſere das hab ich gewiß. Da ſprach Iulia na. ſag mir wen̄ ir die criſtē allermeyſt flyehet Da ſprach er. wenn man meſß hat dy bringet den Criſten weyten guten woucher. vn̄ zu der predig auch. da gewinnē ſy ſundere rewvber ir ſund. Darnach bannet ſy den teufel mit dē ketten die von ir gefallen waren das er von d̓ ſtat nit mocht kummē. da verloß er ſein krafft vnd was im leyd. da band ſie im dy hend auff den rucken vnd ſchlug in mit den eyßnē kettē die hetten knoͤpff. Da ſchrey der teufel vnnd bat ſy das ſie in ledig ließ vn̄ ſprach. laß mich die leut nit ſehen durch den hohen got. wann mir kund vnd moͤcht nicht leyders geſchehen. Da ſprach ſy. warumb ſeyt ir vns Criſten als veind. darum ſprach der teufel. das ir dy ſtatt ſult beſitzen da von wir verſtoſſen ſeind. vnd auch darumb das wir die ſelen verlieſen von eurem gelauben die vnſer ſolten ſein vnnd da er alſo mit ir geredt het da giēg der tag auff. vnd der richter ſandt nach der Iunckfrawen. vnd wolt ſie toͤdten. vnnd da man den kercker auffſpert da hett ſie den teufel angebunden. vnd da in die heyden ſahen da erſchracken ſie als ſer das ſie fluhen vnd forchten ſie muͤſten ſterben von ſeinē greulichē angeſiht. vn̄ het ten nahent ir ſyn̄ verloren. Darnach nam dye lieb heylig iunckfraw ſant Iuliana den boͤſen veind. vnd furt in mit ir auß dem kercker vnnd ſprach zu den heyden. Sehet das iſt ewer ab got an den ir gelaubt vn̄ dem ir dienet d̓ mag imſelber nit gehelffen. Da wz im leyd vn̄ wer germ geflohē vn̄ ſprach. Eya fraw mā ſpricht ir Criſten ſeyt barmhertzig das erzeygeſt du an mir nit. Du biſt mir gar hert. vnd was er ſj ye gebat ſo wolt ſie in dennoch nit laſſen. vnd furt in mit ir auff den marckt. vnd warff in in̄ ein huͤle. da floh er heulent von ir vnnd ſchrey als greulichen das alles volck erſchrack vnnd verſchwād mit den bande. Darnach fuͤrt ma ſie fur gericht vnnd der Richter ſprach zu ir. Wilt du deinen gelaubē nit laſſen ſo muſt du ſterben. Da ſprach ſy. Ich wil meines gottes nicht verlaugnen. darum thu mir was du wilt Da hieß er ein ſo greuliches rad machen das was mit ſcharpffen ſcharſachen durchſchla gen darein ſetzt man die iunckfrawē. vn̄ einer treyb das rad vmb. da durchſchneyd es ir al len iren leyb vnnd zerret das fleyſch ab ir biß auff das gebeyn das das blut von ir floß. Da rufft ſie vnſern herren mit andacht aͤn vn̄ bat got das er alle die durch iren willen bekert vn̄ durch ſein guͤte die vmb ſie ſtunden. vnnd bat in auch das er ir zuhilff kem in irem leydē. Da erhort ſie gott vnd ſandt ir einen engel d̓ zer brach das rad. vnd wo ir ir leyb wz wund wor den von dem rad da ward ſie heyl vnd wolge ſundt. vnd da die menſchen das wunder ſahē da ſprachen ſie. Es iſt nur ein gott daran die lieb heylig iunckfraw ſant Iuliana gelaubet. vnd ſprachen. got hat als vil wunders mit der iunckfrawen gethan das wir ſein guͤte erken nen. vnd wollen an in gelauben. was wir dar umb leyden muͤſſen das wollen wir gern tun. vnd lieſſen ſich gar vil menſchen tauffen. das ward dem furſten geſagt. da ward er gar zor nig vnd hieß ſy alle vahen frawen vnd man̄. der waren mer dan zweyhundert. vnd ſprach zu in. wolten ſy die abgoͤtter nicht anbeten ſo wolt er ſie all toͤdten. Da ſprachen ſy ſie wol ten an den waren got vnſern herrē Ieſum eri ſtum gelauben. da hieß er ſy all toͤdten. Da fu ren ir ſelen zu den ewigen freuden. ¶ Nach dem hieß der furſt einen gluenden ofen machen vnd ſetzt die iunckfrawen dar ein. Da rufft ſie vnſern herrē mit andacht an vnd bat in das er ir zuhilff koͤm. Da ſandt er ir einen engel der macht ir einen kulē wind vn̄ kulet die hitz in dē ofen dz ir nye kein leyd ge ſchach. da ward ſie gar fro vnnd dancket gott ſeiner genaden. Da bran d̓ furſt vor zorn vnd hieß wallendes bley in einen keſſel gieſſen. vn̄ ſetzet ſont Iulianam darein. Da as got mit Peters ſtul cCCXIVIII. broſem dyſes brots. wann ſein lieb hatt mich gemacht ſein gewuͤnſchtē. Dy ander ſein war hafftiger mūd hat mir dz gelobt. Dy dritt dz er iſt amechtig mir zugeben das ewig leben. darum̄ wil ich an Ieſu criſto nymermer verza gen ſund̓ ein ſtete hoffnung in̄ in habē Ame. Von ſant Peters Stul Sſeynd dreyerley ſtuͤll. der erſt der kuniglich. der and̓ der brieſterlich. der dritt d̓ meyſter le lich. vnnd auff den dreyen ſtuͤlen iſt geſeſſen ſant Peter. Des erſten ſaß er auff dē kunig/ lichen ſtul. wann er was ein furſt aller kunig. Er beſaß auch den brieſterlichen ſtuͦl wann er was ein hyrt vn̄ ein verweſer vber all pfaffen. Er beſaß auch den meyſterlichen ſtuͦl. wan er was auch ein meyſter vnd lerer aller Criſten menſchen. Es feyret auch die heylig chriſten/ heyt die hochzeyt ſant Peters ſtul. wann er ward als heut zu Antiochia mit groſſen eren auff den bebſtlichē ſtul geſetzt. Wan̄ da ſant Peter zu Antiochia prediget. da ſprach theo philus der ſtat furſt zu im. Petre warum ver kerſt du mein volck. du ſolt nymmer predigen od̓ du muſt vil darum̄ leydē. ſolchē gebot wolt ſant Peter nit gehorſam ſein vn̄ prediget cri ſten gelaubē als vor. Da hieß in d̓ furſt vahē vn̄ leget in in̄ ſchwere band. vn̄ ließ in vngeſ ſen vnd vngetruncken beleybē. da wz ſant Pe ter nahent vor krāckheyt tod. da halff im got das er ein wenig krefftiger ward. Da hub er ſeine augen auff zu hymel vnd ſprach. O herr Ieſu criſte ein troͤſter der armen. hilff mir dz ich in meinē trubſal nit verzag. da antwurt im vnſer herr vnd ſprach. Petre gelaubſt du das du von mir verlaſſen ſeyſt ſo legſt du mir mei ner gute ab gar vaſt. Furchteſt du dich nicht ſolich red wid̓ mich zuſprechen. ich bin bereyt dir inn deinē leyden zuhilff zekummē. da mit verſchwand er. Darnach ward Paulus innen dz ſant Pe ter gefangen was. da trachtet er wy er zu im koͤm vn̄ kaum zu dē furſtē theophilo vn̄ ſprach Ich bin in vil kunſten ein meyſter vnd kan vō holtz vil ſchoͤner ding ſchnytzen vnd kan gra ben vnd malen vn̄ vil ander hubſcheyt machē da der furſt das hort das er als ein kuͤnſtrey cher meyſter was. da bat er in das er zu im in̄ ſeinen hoff koͤm. das thet ſant Paulus gern. vnd kam ſchyer daruach zu ſant Peter in̄ den kercker. Da fand er in in̄ groſſer krāckheyt vn̄ ſah dz er verzeret was. da weynt ſant Pauls gar bitterlich. vn̄ ſprach. O petre mein brud̓ mein ere mein freud vnnd mein halbe ſel em pfah krafft von meinem antlitz. Da thet ſant Peter ſeine augen auff vn̄ erkant ſant pauls. vnd ward weynen vnd mocht nit mit im gere den. Da tet im ſant Paulus ſeinē mund auf vnd ſpeyſet in vnd erkuͤcket in wider. Da ſant Peter ein krafft gefieng da viel ervmb ſant Paulus vnd kuſſet in. vnd weynten beyd gar ſere. Darnach kam ſant Paulus wider heym lich auß dem kercker von ſant Peter vn̄ giēg zu dem furſten vnnd ſprach zu im. O Theo phile dein wirdigkeyt vnnd auch deyn ere iſt gar groß. aber es enteret ein vbel offt vil gu tes. darum̄ ſo gedenck daran was du an ſant Peter gethan haſt den got der herr lieb hat. als ob er etwas groß gethan hab. der ſt gar Won faIt iemerlich wordē vn̄ iſt ſer verſeret vn̄ haſt du den lenger in dē kercker dz ſtet dir nit wol an wan̄ wer er ledig er moͤcht dir wol nuͤtzer ge ſein. wan es ſprechen etlich menſchē er mach die ſiechen geſundt vnd heyß die todten auff ſteen. da ſprach theophilus dz ſeind gedichte mer. wan̄ moͤcht er die todtē lebētig gemachē er hulff im ſelber auß dē kercker. Da ſprach ſant Paulus. mā ſagt ſein herr Ieſus criſtus erſtuͤnd von dē tod. vn̄ wolt doch nit von dem creutz herab geen. alſo thut Petrus nach ſei nē ebenbild auch. vn̄ wil ſichſelber nit erloͤſen. wan̄ er forcht das leyden nit. vnd leydet gern durch ſeinen herren Ieſum criſtum. Darnach ſprach theophilus. macht Petrus die todten lebentig ſo ſprich das er meinē ſun auch lebē tig mach. der iſt viertzehen iar todt geweſen. Das gelobt im ſant Paulus vnd hofft gentz lichen zu got. vnd gieng zu ſant Peter vn̄ ſagt im wy er den furſtē fur in gebeten het. vn̄ wie er im verſprochen het. dz er im ſeinen ſun von dem tod erkucken moͤcht. Da ſprach ſant Pe ter. du haſt ein groß ding gelobt. es iſt aber d̓ krafft gottes leycht zuthun. Da furt mā ſant Peter auß dē kercker vnd furet in zu dē grab da des furſten ſun wz begrabē vn̄ thetē das grab auff. da knyet ſant peter nyd̓ auff dy er den. vn̄ warff ſeine augē auff in̄ den hymel. vn̄ rufft got an mit groſßē ernſt vn̄ bat in durch ſein gute dz er den iungling von dē tod erku cket. da ward d̓ ſun des furſtē wid̓ lebentig vn̄ wolgeſundt. da ward ſein vater gar fro. vnnd dancket ſant Peter ſeiner genaden. ¶ Dar nach prediget ſant Peter criſten gelaubē of fenlich in̄ d ſtat Antiochia. da gieng dz volck alles gegen im mit rew vnd mit buß wullē vn̄ barfuß. vnd ſeeten aſchen auff ire haubt. vnd bate in das er in vergeb das ſye ſein lere ver ſehmecht hettē vn̄ dz ſy im als vil zuleyd het tē getan. vn̄ an ſymō den zaubrer gelaubt het ten dz vergab in ſant Peter. da dancktē ſy im ſeiner genadē. Da brachtē ſie all ir ſiechē fur in vn̄ dy mit dē teufel behafft warē. da ruffet ſant. Peter gott an mit ernſt. da erſcheyn ein groß liecht vmb ſy. da wurdē dy ſiechē geſunt allſampt. vn̄ dy behafftē all erledigt von den boͤßen geyſtē vnd wurdē fro vn̄ vielē fur ſant Peter vn̄ kuͤſten im ſein fuͤß vn̄ danckten im ſeiner genadē. Da ließ ſich theophilus tauffē vn̄ dy ſtat ale vn̄ wurdē in ſibē tagē zehē tau ſent menſchē getaufft ¶ Nach dem macht theophilus ſein hauß zu einer kirchen. vn̄ ließ ſy got zu eren weyhen. vn̄ machtē einē hohen ſtul mittē in̄ die kirchē vn̄ erhuben ſant Peter darauff dz in alle menſchen geſehen vn̄ loben mochtē. Auff dē bebſtlichē ſtull in̄ Antiochia ſaß er ſibē iar. Darnach kam er gen Rom vn̄ beſaß dē Roͤmiſchen ſtul. xxv. iar. aber dy erſt erhoͤhūg feyret dy criſtēheyt. wan̄ des ſelben mals ward dz haubt d̓ criſtenheyt erhoͤht an erē vn̄ an dē gewalt. Da ward erfult als Da uid ſpricht. Sy werdē in erhebē in̄ d̓ ſamlung des volcks. vn̄ auff dē ſtuͤlē d̓ eſtern werdē ſie in lobē. ¶ Nun iſt zu mercken das dreyerler kirchē ſein darin̄ ſant peter erhabē vn̄ erhoͤht iſt wordē nach dē dreyen hochzeytē die dy cri ſtenheyt alle iar vō im feyret. Des erſtē iſt er erhabē in̄ d̓ kirchen d̓ vechtenden vber die er geſetzt iſt. vnd hat die gemeyſtert vn̄ gar loͤb liche außgericht an dē gelaubē vn̄ an dē gutē ſiten vn̄ an allē guten dingen. dz trifft an die hochzeyt dy man heyſt ſant Peters ſtullfeyer wan er ward da in antiochia auff den bebſt lichē ſtul geſetzt. vn̄ richtet die criſtēheyt lob lichen auß. Zu dē and̓n mal iſt er erhoͤht inn d̓ kirchē d̓ vbeltundē dy hat er zerſtoͤret. vn̄ hat ſyzu dē gelaubē bekert. das gehoͤrt zu d̓ and̓n hohzeyt dy da heyſt ad vieula. dz iſt zu teutſch ſant Peters kettenfeyer. wan̄ da zerſtoͤret er die kirchē d̓ vbeltundē. vn̄ bekeret vil menſchē zu dē gelaubē. Iu dē dritte mal iſt er erhoͤht in̄ d̓ kirchē d̓ geſigēdē dz iſt in̄ dē hymelreych da iſt er ſeligliche eingefaren. dz gehort zu d̓ dritten hochzeyt ſeiner marter. wan̄ da ward er erhoͤht in̄ d̓ kirchē d̓ dy da geſigt haben. Es feyret auch die heylig criſtenheyt dye hochzeyt dreyſtund in̄ dē iar. aber vmb drey vrſach. Dy erſt dz ſant peter wirdiger vn̄ ge waltiger was dan̄ die and̓n zwelffpotē ſunſt. vn̄ het dy ſchluͤſſel des hymelreychs. Dy and̓ das er inbruͤnſtiger in̄ d̓ lieb gottes bran dan̄ die andern iungern. wann er het Criſtum mit gantzer hitz lieb. als das Ewangeliū von im ſagt. Dy dritt das er mechtiger an der krafft was dann dy andern iungern. wann von dem ſchatten ſeines leybs wurdē die ſiechē geſunt ſo het er auch den gewalt zu bindē vn̄ zu ent bindē von dē ſundē. So loͤßet er vns auch vō dreyerley ſundē d̓ gedāckē. d̓ wort vn̄ d̓ werck. vnnd was wir wider fot fllathia nechſten vnd wider vns ſelber ſunden vn̄ vm̄ die drey guttat eret man ſant Peter dreyſtūd in dē iar. So hat er vns auch triueltiglich ge ſpeyſt. mit ſeinen gutten wercken. vnd mit ſei nen guten ebenbilden. vn̄ mit der hilff ſeines anderhtigen gebets. darumb ſey wir im ſchul dig das wir in triueltiglichen eren. Man eret in auch darumb das kein ſunder verzagen ſol ob er gottes verlaugnet als ſant Peter. ob er got hernach veriehen wol inn dem hertzen. vn̄ mit dem mund. vnnd mit gerechten wercken. Gp ſchreybt Iohannes beleth das dy heyden etwen̄ ein gewonheyt hetten das ſie inn dem hornung allweg an einē tag vil koͤſt. vnd richt opfferten auff irer veter vnnd irer muͦter gre ber. vnd dy koͤſt verzarten dy boͤßen geyſt des nachtes. ſo wolten ſie wenen es eſſen dy ſelen vnd mocht in die gewonheyt nyemant erwerē dauon ſo ſetzet die heylig Criſtēheyt auff dz man die hochzeyt an dem ſelbigen tag begeet als ſant Peter auff dē bebſtlichē ſtul geſetzt ward. vnd nam der heyden gewonheyt damt ab. Heyliger herr ſant Peter erwirb vns vm̄ got dz wir auch kummen zu den ewigē freu den Amen. Von ſant Mathias Athias der heylig zwelffpot iſt vō der ſtat Bethlehē Pgeborn. von dem geſchlecht Iuda. vnd waren ſem freund gar reych vnd wirdig von dem geſchlecht vnd geyſtlich an den ſyte. Sant Mathias ward in ſeiner kindtheyt ge lert vor den fuͤſſen des oberſten brieſters Sy meonis vn̄ lernet in kurtzer zeyt das er dy Ge meyſterlichen kund außlegen. vn̄ auch dy Pro pheten. vnd gieng nit weltlicher begird nach als ander iung leut. vnd was beſcheyden. vnd fleyß ſich aller tugent. vn̄ leuchtet darin̄ recht als ein lucern. vn̄ ward berufft vn̄ erwelt von der ordnung des heyligen geyſtes. vnnd von Criſto dz er der zweyvndſibentzig iunger ei ner ward. Darnach ward er von dem heyligē geyſt erwelt. dz er d̓ zwelffer einer ward. wan da vnſer herr zu hymel fur. vnd die zwelffpo ten beyeinand̓ verſchloſſen waren. Da ſprach ſant Veter zu den andemungem. Liebē brāͦ der es muß die geſchrifft erfult werden die d̓ heylig geyſt vor langer zeyt geredt hat. durch den heyligen propheten. Dauid von Iudas d̓ zu vns gezalt was der hat ſichſelber erhange Nu hat der weyſſag Dauid in dē Pſalter ge ſprochē vō im alſo. Sein wonūg ſol gar wouſſ ligen. aber ſein ampt ſol ein ander empfahen. Dauon muſſen wir einen andern erwelen vō den mannen dy an dem anfang bey vns ſeind geweſen ſeyt wir zu vnſerm herrē kummē ſein vntz biß er gen hymel fur vnd der ſelbig ſol d̓ vrſtend vnſers herrē ein gezeug mit vns ſein. ¶ Darnach ſtelten ſy zwen man̄ in̄ die mitt d̓ iungern. der ein hieß Barnabas d̓ and̓ Ma thias vnd rufften vnſern herren mit andacht an vnd baten in dz er in zu erkennen geb wel cher im dar zu allerbaſt geuiel vnnd ſprachen. her dubſten cklene ale hetzē leref Von dem vns welchen du woͤlleſt haben zu dem zwelff poten ampt von dem Iudas geſtoſſen ward. da ſchreybt Ierouymus das ein liechter ſtral von hymel herab gieng auff ſant Mathias haubt. Da wurden ſie gar fro. vnd ſahen wol das in got zu dem ampt wolt haben. Vn̄ al ſo ward er der zwelffer einer vnd prediget cri ſten gelauben in dem land Iudea vnd dienet got mit fleyß tag vnd nacht. mit beten. mit va ſten. mit wachen. vnd mit knyen vnd da die vn gelaubigen merckten das er ein Criſten was. Da wurden ſy gar zornig vnd gaben im gifft zutrincken. damit ſie vor vil menſchen getoͤdt hetten. da thet er dz zeychen des heylige creu tzes daruber. vnnd tranck ſy on ſchaden auß in dem namen gottes. das nam die vngelaubi gen wunder. vnd die criſten lobtē got darum Darnach kam er in Samaria. vn̄ prediget cri ſten gelauben. vn̄ bekeret da vil volcks zu got. vnnd erleuchtet in auch ire hertzen inwendig. vnd prediget das wort gottes den Iuden al lenthalben vnd bekert vil hertzen der kind̓ vō iſrahel zu got. vnd beweret ut groſſen zeych en das eriſtus der war gottes ſun wer von dē die propheten geweyſlagt hetten vnd das in der Ee Moyſt geſchriben wer. Eines mals da kam Mathias gen Mace donia. vnd prediget criſten gelauben. da wur den ſie gar zornig vnd gaben im aber ein ver nifftes tranck zu triucken. da von wurden alle die menſchē blind die es truncken. Da trauck es ſant Mathias in dē namen gottes. da ſcha det es im nichts. da macht er wol drithalbhu dert menſchen geſehent die von dē tranck er blͦndet waren. Da die Iuden das zeychē hoͤr ten da giengen ſye zu emander vnd ſprachen. Mathias wil vnſer Ee zerſtoͤren. darum b ſol man in toͤdten. da was er mittē vnder in den noch ſuchten ſy in drey tag vnd kunden in nye vinden. An dem drittē tag da er ſichſelber in zu erkennē gab vn̄ ſprach. ich bins dē ir ſuͤcht. da viengē ſy in vn̄ bundē im ſein hend auff dē rucken vnd legten im ein ſeyl an den halß. vnd legten in in̄ den kercker. Da erſcheyn im d̓ teu fel ond grißgrammet gegen im mit den zenē. er torſt aber mt zu im kunmen. Da kam onſer herr zuͦ im in̄ den kercker in eunē liechtē ſcheyn vn̄ loͤßet in auß den bandē da er innen lag vn̄ hub in von der erden auff vnd troͤſt in ſuͤſſig die tuͦrg ff da gien grut e her auß vnd prediget dz wort gottes als vor. Da waren etlich in iren ſunden erhertet vn̄ woltē ſich nit bekeren. Da ſprach Mathias zu in. ge laubt an got oder ir fart lebētig in̄ die hell. da wolten ſy im nit volgen. da thet ſich die erd zu handt auff. vnd verſchlickt ſie in̄ die hel vnnd die menſchen die dennoch lebentig belibē dy erſchracken gar ſer vn̄ bekerten ſich. Darnach kam ſant Wathias in̄ der Iuden land vn̄ pre diget criſten gelauben. vnd tet vil zeychen vn̄ bekeret vilmenſchen zu got. ¶ Da nun d̓ lieb herr ſant Mathias als ſte tiglichen vnd als offenlichen geprediget hett viervnddreyſſig iar nach vnſers herrē auffart Da wurden die Iuden gar zornig vnd vien gen vnd bunden in vnd luffen zu den furſten der brieſter vnd zu den alten vnd ſprachen zu in das ſie trachtetē wie ſy Mathie ſoltē thun vnd wie ſie im angeſigten. wan̄ er was d̓ wol gelerteſt in d̓ Ee. vn̄ wer vo edlem geſchlecht. vnd wer ein iunger des verdampten Ieſu. vn̄ bekeret vil volcks mit ſeine vngelauben. da ge boten die furſten der Brieſter das man ſant Mathiam in iren ratt brecht. vnd da er zu ge richt kam. da ſprach der biſchoff Albinus zu im. Mathia du vn̄ etlich leut wollen vns einē newen gelauben machen vnd auff bringen. ii ſeind vil geweſen dy ſich des vnderwundē ha ben. vnnd dy doch all verdorben ſeind. Nach den allen iſt Ieſus von Nazareth auffgeſtā den vnd hat ſich ſelber ein ſun gottes genant vnd hat die Iuͤdiſchen Ee an ſich genummē. er hat aber die Ee mit vil wortē abggeſprochē. vnnd hat vil hertzen verirret vnd verkert. So wiß wir wol das gott mit Moyſi geredt hatt als ein freund ut dem andern. vnd das He hyas in̄ das Paradeyß gefurt ward. vn̄ vil au der heyligen mit den got offt groſſe wund̓ ge than hat. vnd hat ſich doch keyner angenum men das er gott ſey dann der gecreutzigt cri ſtus vnd recht als er gelebt hat alſo hat er ein end genumen. Got wolt das ſein gedechtnuß mit im verdorben wer. wan̄ ir verwirt vns vnd vnſer geſchlecht gegen den Roͤmern wann ir ſprecht wir haben dyſen Iheſum vnſchuldig lichen ertoͤdt. dauon iſt beſſer wir toͤdtē dy fel ben dan das wir von den hoͤmem rertlget werden. ¶ Nach dem hub der heylig her ſant Ma thas an rn̄ ſprach. It wiſt wol da got Moy ſi inn dem buſch erſchyn. da ſprach Moyſes. Herr ich bit dich das du vns den ſchyer ſen deſt den du vns doch ſenden wilt. da meynt er den von dē er ſprach zu den kindern von iſra hel. Got d̓ wirt einen newen Propheten von ewren bruͤdern erkuͤcken. den ſelbigen prophe ten ſolt ir hoͤren als mich. vnnd ſolt gehorſam ſein allen ſeinen worten. Da ward got zornig vn̄ ſprach zu Moyſi geehin dein brud̓ Aaron der fert dir entgegen. mit dē gab er im zuuer ſten es wer die zeyt noch mt kummē in der er ſenden wolt den allerhoͤchſten heyler. der dye welt erloͤßē ſol vō dē gewalt des boͤßen gey ſtes des teufels. wz meint ir dz vnſer Oſtern anders bedeuten den̄ das vnſchuldig lemlein Eriſtum Was hedeut dann das blut das ir an die vbertuͤr ſtreychet vnd an dy triſcheufel mit anders dan̄ dz vnſchuldig bluͦt vnſers her ren Ieſu criſti. das vns von vnſer ſund erloͤſt hat. vnd da d̓ biſchoff den namen vnſers herren Ieſu griſti hoͤret nennē da verhabt er ſei ne oren. vnd ſchrey mit lautter ſtym. vn̄ ſprach er hat got geſcholten. vn̄ hieß zuhandt in̄ der alten Ee leſen. was man den thun ſolt die got ſchulten. Da kamen zwen falſche gezeugen. die legten ir hend auff ſein haubt. vn̄ bezeug ten vber in er wer des todes ſchuldig. vnd dy zwen zeugen wurffen dy erſten ſteyn an in vn̄ alſo verdampt man in mit auffgereckten hen den. Da hieß ſant Mathias die ſelbige zwen ſteyn zu im begraben zu einer gedechtnuß. vn̄ gezeugnuß vber ſy. Darnach zerſchlug man im ſein haubt mit kolben. das ſein hyrn vō im ſprang. Da fur ſein ſel zu den ewigen freudē Da begruben die iunger ſeinē heyligē leych nam mit groſſer andacht. Heyliger zwelffpot hilff vns das wir kummen zu den ewigē freu den Amen. Von dē boſen Iudas Swas ein man zu Ieruſalem der hieß Rubē. Er hieß auch Symon. vnd was von dem ge ſchlecht yſachar als Ieronymus ſpricht. Nuͦ het Ruben ein weyb dy hieß Cyborea. vnd da ſie eines nachtes bey einander lagē. da trau met ir gar ein ſchwerer trawm vn̄ da ſy erwa chet da hub ſie bitterlichen an zeweynen vnd gehub ſich gar vbel. vnd hub an vnd ſaget irē mann den trawm wie ſy ein kind ſolt geberen von dem ſolt das groͤſt vbel vn̄ mordt geſche hen. das nye von keinem menſchen geſchehen mocht werden. vnd ir geſchlecht ſolt zerſtoͤrt werden von ſeindt wegen. Da das ruben hoͤ tet da ſprach er zut. Du ſagſt ein vbel ding. darum̄ ſolt du es nyendert ſagen. vnd ſprach zu ir. dich hat villeycht der boͤß geyſt betrogē Da ſprach ſie hinwid̓. Ich ſag dir furwar dz ich ein kind hab empfangen. vnd bin ſchwan ger wann mich hat der boͤß geyſt nicht betro gen. Da nun die zeyt kam da gebar ſie einen ſun. Da erſchracken ſie alle beyde garſer. vnd ſagten es iren freunden. da wurden ſie ſer be trubt. vnd trachteten vnd wurdē zu rat wie ſy dem kind wolten thun. wvann ſie wolten es nit toͤdten vnd wolen es auch iit zyehen. dz the ten ſie darumb dz es ir geſchlecht nit zerſtoͤrt als in eyborea geſagt het. Da furen ſy zu vnd legten es in ein kleynes koͤrblein. vnd hettē es wal ernacht vnnd rereſcher des kes veſer Sroreyyoeree. dateln mocht vnd legten es mit dem koͤrblein auff das meer vnd giengen von im. Da ſchlu gen die wilden windt auff dem meer dz kind lein mit dē koͤrblein in ein inſeln dy hieß ſcha rioth. Darumb von der inſeln wegen ward er Iudas Scharioth hinnach geheyſſen. Nun ſaß ein Runig darinnen der hett eyn frawen on kinder. die gieng fur dy langen weyl an dē waſſer auff vnd ab. in dem ſah ſie dz koͤrblein dort her flieſſen. da hieß ſy es als bald auff fahen. vnnd da man es het auffgefangen. da hieß ſye das korblein auffthun. da fand man ein neugeborns ſchoͤnes kind darin̄. vnd da dz kindlein als ſchoͤn was da erſeufftzet ſye gar ſer ob im vnnd ſprach. Ach das ich ein ſolich leyblich kind het. dz mein kunigreych nit erb laß wurd. da fur ſie zu vnd hieß das kindlein gar heymlich zyehen. vnnd hieß furgeben ſie wer eines kindes ſchwanger worden. vn̄ dar nach nit lang da iach ſie offenlichē ſy wer ei nes ſuns geneſen. dy mer erſchallen vberal in̄ dem land. vn̄ der kunig ward des kindes gar fro vnd frewet ſich des ſchoͤnen kindes vnnd gebot das man das kind ſchon vnnd zart zuͦg als eines kunigs kind wol zem. vn̄ da man es etwe lang gezogen hett da ward die kunigin eines kindes ſchwanger bey dem kunig. vn̄ da ſy das kind gebar da wz es ein knab. da ward vater vn̄ muter gar fro. Da zoch man dy zwē knaben mitenander vn̄ da nun Iudas michel was worden als ſie beyd beyeinander waren auffgewachßen. da ſchertzt des kunigs kind mit Iuda als die kind gewonlichen thun. Da ſchlug Iudas das kind das es ward weynen vnnd er het es gar ſer geſchlagen. Nun wolt Iudas wenen er wer ſein bruder. vnd da der knab alſo weynēt zu ſeiner muter kā. da ward ſy zornig auff Iudam. wan̄ ſie weſt wol dz er ſie nichts angehoͤrt. vnd vberſah im dz. doch leſ. Iudas ſeiner duͦck nit vnd ſchlug dē kna ben offt vnd dick vnd eines mals da ward die kunigin zornig auff Iudam vn̄ offenwart im ſein findung. vnd ſprach. du biſt nit mein kind man hat dich auff dē waſſer auffgehebt vnd nyemant weyß von wannen du kūmen biſt. vn̄ wer du ſeyeſt. darum̄ ſo wil ich nit das du mir mein kind vbel handelſt. da das Iudas hoͤret da erſchrack er gar vbel. Nun hoͤret was er thet. Er gedacht im bin ich auff dē waſſer ge funden worden vn̄ bia nit des kunigs kind ſo weyß ich wol das ich es nit gut hab vnd nam im eins tags in ſeinē ſyn̄ wie er ſich moͤcht an der kunigin rechen. vnd macht ſich vber des kunigs ſun vnd ſchlug in hertiglichen zetod. da er ſah das er todt was. da gedacht er. er greyfft man mich. ſo ſchlecht man mir mein haubt ab. Alſo hub er ſich auff vnnd floch da von. vnd kam in ein ander land vn̄ kam zu leu ten die wolten vber meer faren. mit den fuͦr er vnnd kam vber meer gen Ieruſalē in die ſtat. vnd kam in des richters hauß Pylati. da nam in Pylatus auff zu einē diener. da vleyß ſich Iudas des dienſtes als wol das er in zu eine hoffinerſter macht. alſo furſahe er im dē hoff nach allem ſeinē willen. Nun ſtund Pylatus eines tags in ſeiuem palaſt. vnnd ſah in einen ſchoͤnen baungarten. da ſtunden opffel innē der ſelben opffel luſtet in alſo ſer vnd daucht in wurden im der oͤpffel nit ſo moͤcht er nit le ben. es wer auch ſein tod. vnd d̓ ſelbig baum gart was Ruben Iudas vater. doch erkenuet Iudas ſeinen vater nit. wann er weſt mt von wannen er was vnd Ruben weſt vil weniger vō ſeinē ſun Iudas wan̄ er meynt er wer auff dē meer ertiuncken. Alſo ſandt Pylatus nach Iudas als es der boͤß geyſt wolt fuͤgen. vnd ſprach. Iudas mich belangt d̓ oͤpffel dye ich in dem garten ſih. darum̄ gedenck wie ſie mir werden. wan̄ wurdē ſy mir nit ſo muͤſt ich ſter ben. Da das Iudas hort zuhandt hub er ſich auff vn̄ kam zu dem garten. vnd ſprang dar ein vnd kam zu dem bawn. vn̄ ward d̓ oͤpffel brechen. vnder des kam Ruben gegangen vn̄ ſahe Iudam die opffel brechen vnd ſtrafft in darumb. das wolt im Iudas nit furgut haben Als nun Ruben Iudā geſtrafft hett. da kamē ſy an einander vnd rungen vaſt uteinander. vnd hetten vor vaſt aneinand̓ geſcholten das ſie der zorn vbergangen het. vnd ſchlugen an einander. vnd da ſy das lang miteinand̓ tribē. da ſchlug Iudas Ruben ſeinē vater mit einē ſteyn zutod. wan er was ſtercker. vnd da er dz het gethan. da nam er dy opffel vnd bracht ſy Pyiato. vnd ſagt in wie es im mit dē man̄ er gangen wer. Darnach gieng Cyborea in̄ den garten vnd fant iren man alſo tod ligen. vnd gedacht ir er wer eins gehen tods geſtorben. vnd gehub ſich gar vbel vm̄ in. Darnach gab Pylatus Iuds das gut alles dz Ruben was geweſen vnd gab im Cyboram zu einer eebe Thomas von Aquino CCClI. chen haußfrawen. das muſt ſie thun. da ſy al ſo bey einander waren. da erſeufftzet eyborea gar inniglichen. Da ſprach Iudas warum ſie als gar iniglichen erſeufftzet het vnd was ir wer. Da ſprach ſy. Herr ich ſol billich ſeufftz en vnd traurig ſein biß an meinē tod. wan̄ ich bin dz vnſeligſt weyb als es auff erdtrich iſt. vn̄ ye ward geborn. vnd hub auff vnd ſagt im vn̄ ſprach. Ich trug ein kind vnder meinē her tzen. da legt man es auff dz meer vnd ließ es ſchwymmen. das ich mit weyß wo es hin kam darzu hab ich meinen lieben man veloren bey dem ich wol hab gelebt manig iar dē hab ich alſo tod gefunde in meinē garten ligen. vber das alleßſampt ſo hatt mir Pylatus ye einen ſchmertzen auff den andern geworffen. wan̄ er hat mich dir vber meinē willen geben zu d̓ ee. da mercket Iudas an den worten wol das ſy ſein muter was vnd das der ſein vater was geweſen den er erſchlagen hett. vn̄ ſaget ir dz allēs. da ward ſy ſer betrubt. Alſo kā ein groſ ſe rew in̄ ſein hertz. Da ſprach cyborea zu im. ich wil gern mit dir geen zu vnſerm herrē Ie ſu criſto der hie zu Ieruſalem wandelt d̓ mat dir die ſund alle wol vergeben. das geuiel ial. Alſo giengen ſie zu vnſerm herren. da erbar met er ſich ber in vnd nam in zu einē iunger. vnd macht in hinnach zu einem ſchaffer dz er das almuſen einnem. vn̄ was man den zwelff poten gab das nam er vn̄ trug es mit im. aber erpflag des gutz nit recht. wan̄ er het einē be ſundern ſeckel darein ſtaller allweg ſein teyl. vnd gab es ſeiner muter die ſein weyb wz ge weſen. Da nun Maria magdalena die edeln ſalben vnſerm herrē auff ſein goͤtlichs haubt het goſſen dz was im alſo leyd das im nichts da von was wordē. dz er im darnach gedacht das er vnſern liebē herren Ieſum criſtuͤ vmb dreyſſig pfenning geb. wan im waren vō den dreyhundert pfenning dreyſſig pfenning ab gangen darum̄ die ſalb tiekaufft ward. Da er vnſern lieben herren verkaufft het. da gewan er gar em boͤße rew vnd gieng zu den Iuden vnd ſprach. Ich hab das vnſchuldig blut ver kaufft darumb nempt dye dreyſſig pfenning wider. vnd warff ſie von im vn̄ gieng als bald hiui vnd nam emē ſtrick vnd hiēng ſichſelber. vnd brach mitten entzwey. vnd alles ſein inge weyd ward zerſtrewt. vnd im gieng die ſel da vnden auß. Da vō ſprechē die meyſter es wer billichen dz er vō emander ſpielt. wan̄ ſein ſel wer nit wirdig das ſy zu ſeinē mund ſolt auß faren. darum̄ das er den großwirdigen mund vnſers lieben herren Ieſu chriſti gekuͤſt hett. darum̄ es billich was dz ſeiner ſel anders wi derfuͤr den̄ andern menſchē den ir ſel zu dem mund außfert. Alſo habt ir wol gehoͤrt wy Iu das ein boͤß end genuͦmen hat. Gott geb vns ein gut end. vnd nach dyſem leben die eroig freud Amen. ¶ Von ſant Thomas von Aquino Ant Thomas vater hieß Landolfus vnd was ein graff vnd was geboen auß dē kunigreych Siclie von der ſtat Aquino. vn̄ ſein nuter dy hieß T heodora vn̄ wz geborn von dē kunig renh lapane von d̓ burgt hoſchen dad Von ſant fraw Theodora dz kind ſant Thomā von irē herrē empfiēg. da kam ein guter Eynſidel zu im der hieß Bonus. dz iſt als vil geſprochen zu teutſch als gut. vnd was auch gut. der het ein wonung bey dem berg Roſche. da was er lang geweſen. vn̄ ſprach zu ir. theodora frew dich wann du wirſt gebern einen ſun den ſolt du thomā heyſſen. d̓ wirt dy heylige geſchrift außgieſſen. vn̄ ſol ſy mit goͤtlichē liecht durch faren vnd wirt ſein geleych nit an kuͤnſten. vn̄ an heyligkeyt in der welt. vnd ſolt das kind in das cloſter thun dz bey dē berg Caſſine ligt. das thet er darum̄ dz er hofft ſein vater vnd ſein muter wourden darum dē cloſter ſer helf fen. Es fuget aber got dz er eī prediger ward Da ſprach dy fraw zu dē Eynſidel. eines ſol lichen kindes bin ich vnwirdig gott thu nach ſeinem lobe vnd mach mich ſein wirdig. Alſo ward die weyſſagung hernach gentzlichē an im volbracht. vnd da dz kind geborn ward. da was die muter gar fro das es ein ſun was als man ir vor geſaget het. vn̄ hofft es wurdē al le ding an im volbracht. vnd hieß es thomas. da rouchß es an allē tugendē. vnd wz milt vn̄ weyß vnd furſihtig vnd wolgezogē als ſeine adel wol gepurt. vnd was alle zeyt daheymen in groſſer hut. da ſprachen die diener vnd die muter zu dē kind. warumb lauffeſt du nit auß vnd ſpileſt mit den kinden vnd wolten in ver ſuche. da ſprach dz kind zu ſeiner muter. liebe muter ich wil herheymen ſein vnd wil nit auß lauffen vnd lieff ich an d̓ ſtraſſen hin vn̄ her ſo wurd ich leycht ir an meinē hertzen dz ich leycht mit wol lernet. vnd dadz kind als weyß lichen redt da ward dy muter gar fro. vn̄ ſpra chen die diener es iſt ein anf ang ſeines heyli gen lebens. vn̄ iſt die genad des heyligē gey ſtes in im. ¶ Eines mals da wz gar ein groß wetter dz ſchlug dē burgkturē von einand̓. vn̄ ſchlug ſant thomas ſchweſter zu tod. dy ſelbe ſchlieff in dē tuͦren in einē fenſter. vnd ſchlug dy roß in den ſtellen zu tod. da lieff dy muter bald zu ſant thoma do er ſchlieff. da fand ſie in geſundt. da nam ſie in mit groſſen freuden an iren arm. vnd dancket gott ſeiner guͤte vnd ſprach. Herr gott ich beuihe mich dir vn̄ mei nen ſun thoma. ¶ Eines mals wolt ſant tho mas muter zu bad geen. Da hieß ſy das kind mit ir traeten vn̄ da man es in̄ dem bad nider ſetzet datend esen boefflen von dē wule gottes. das nam es in̄ die hendlein vnd da die amme dz kind wolt abzyehen vnd im dy hand wolt auff thun da es das brieff lein innen het da weynt es gar ſer. Das erbarmet dy ammē. vnd badet das kind mit zugetoner hand. vnd da ſie dz kind wid̓ mit ſeiner muter heym trug da het es das briefflein dennoch in der hand da gewan im dy muter das hendlein auff. vn̄ nam im dz briefflein darauß daran ſtund ge ſchriben. Aue gratia plena. Es was wol zym lich dz die goͤtlich furſihtigkeyt beweyſet. wz dem kind kunfftig wer das es ein groſſer men ſter der heyligen geſchrifft ſolt werden. vnnd wen̄ dz kind weynt vmb etwas dz im gebrach ſo kund man es mit keinē dingen geſtillē dan̄ mit dē briefflein. vn̄ wolt auch keyn and̓ brief lein vn̄ leget dz brief flein gar offt in dē muͤd. ſo ward es nymmer vnſauber. noch da vo ver tilget. das was ein zeychen dz er vnſer lieben frawen lob in̄ der heyligē geſchrifft ſolt auß gieſſen vnnd ſeen. Darnach ließ man dz kind zu ſchuͦl. Da lernet es die heyligen geſchrifft gar wol. vnd dy weyſſagūg ward an im erfult das dy goͤtlich genad in ſeiner iugent mit im ſolt ſein. als es auch geſchach. wann im ward vō got ein buch geſandt bey einē engel zu ei nem zeychen dz er vberfluͤſſig gelert ſolt wer den in̄ d̓ alten vnd newen ee. vn̄ was er lernet ſo ſtund im ſein hertz allwegen nach dem ge ſchmack d̓ goͤtlichē ſuͤßigkeyt. wy er dy moͤcht gelernē vn̄ zuſammē geleſen vn̄ wie er dy ſuͤſ ſigkeyt allē criſten menſchē zuuerſuchē moͤcht geben vnd lernet vn̄ ſchrib vn̄ nam zu an goͤt licher lieb ¶ Iſlach dē thet es ſein vater vnd ſein muter in ein cloſter. das bey dē berg Caſ ſine ligt. darin̄ lernet man es geyſtliche kunſt zucht vnnd ſitten. da huͦtet er ſich allweg vor edler kind geſelſchafft dy in dē Cloſter zucht lerneten. vnd trug allweg den donat vn andre buͤcher in̄ dē hēdē. vn̄ lernet allweg vn̄ wz gar ſtill vnd betet all zeyt mit groſſer andacht. dz ſagt man ſeiner muter. des ward ſye gar fro. Nun merckt d̓ abbt das dz kind als vernuff tiglichen lebt. vnd ſprach zu ſeinem vater. Es wirt got groß wund̓ mit deinem ſun wuͤrcken du ſolt in ſchicken gen Neapolim auff dy ho hen ſchuͦl zud̓ lernung. dz thek ēr. vn̄ empfalh ſeinen ſun meyſter Martin. d̓ lernet in in̄ der kunſt gramatica vnd loyca. vnd lernet in auch die kuuſt phloſophiā. dy lemet er gar wol. vn̄ Thomas von Iquino Cco vnſer lieben frawen. ires lieben ſuns vrſtend. da er von der predig gieng. da wz ein fraw in d̓ kirchen dy het die roten ween lang gehabt. da fur halff ſie keyn Ertzney dy berurt ſant thomas cappen. da ward ſie zuhandt geſundt vnd ward gar fro vnd ſaget den predigern dz groß zeychen. ¶ Eines mals was ſant Tho mas kranck zu Neapolis. vn̄ lag in einer ka mer. da huͦtet ein Nouitz d̓ kamertuͤr der ſah dz ein ſtern zu einē venſter in̄ die kamer giēg d̓ was gar liecht vn̄ beſtund allweg auff ſant Thomas haubt. vn̄ wen̄ d̓ Nouitz in̄ die ka mer gieng. ſo giēg d̓ ſtern allweg zude venſter auß. Da ſagt es d̓ Noutz hernach dē ober ſten. da ſprachen ſy es wer ein zeychen d̓ groſ ſen ler die er außgoſſen het in̄ die heylige cri ſtenheyt. ¶ Darnach zu einē zeyten da gieng ſant thomas zu dē General capitel dz wz iij dē cloſter zu Lugdunēſi. vnd bracht dz buch mit im das er wid̓ die heydē gemacht het. von der irrſalung wegē. vn̄ da ſant thomas durch dz land Capanie giēg. Da ward er gar krāck vn̄ kam zu einē cloſter groes ordens. da er dat kam da lud in d̓ abbt gar fleyſſiglichē vnd em bot im vn̄ den andern bruͤdern vil wirdigkeyt. da gieng ſant thomas des erſtē nach gewon heyt in̄ die kirchen. vnd viel fur den altar vnd betet andechtiglichen. Da ward im kund ge than das er ſterben ſolt. Da ſprach er das es die bruͤder horten. vnd auch vil groer munich. Die zeyt iſt kummen das ich zu dem ewigē le ben kummen ſol. Da wz in gar leyd vnj weyn ten gar vaſt omb in. vnd legtē in in̄ des abbts kamer. vnd pflagen ſein gar wol. vnnd daucht ſich ein yeglicher bruder ſelig der im dienet. vnd da ſie ſahen dz ſant thomas ſterbē wolt. da baten ſie in dz er in etzliche lere hinder im ließ vō ſeiner groſſen kunſt in ſeiner gedecht nuß. vnd zu einer beſſerung irs lebens. Da le get in ſant Thoma das buch auß von d̓ lieb habenden ſele. wie ſye vereynt iſt mit got. das vnderweyſet er ſie gar ſuͤſſiglichen. dz ſy ver wandelt wurden in dy goͤtlichen lieb. Es was wol zymlich. das er das leret an ſeinē letzſten ende. mit dem er all zeyt vereynt wz. Darnach begeret er gottes leychnā den bracht im der Abbt. da gieng er gegen vnſers herren leych nam mit groſſer andacht in ſeiner kranckheyt Da ſprach d̓ abbt zu im. als mā zuͦ den krāckē .ij. I ubſt du das. dz hye iſt water got vn̄ warer menſch. Da ſprach ſant mas dz weyß ich in̄ d̓ warheyt wol dz er war gottes ſun got vn̄ mēſch vn̄ d̓ iunckfran en Warie ſun vnd mein ewige ſeligkeyt. vnd ſprach das gebet. Herr Iheſu chriſte ic pfah dich zu meiner erloͤßung vnd zuͦ einē lon meiner ſel. vn̄ zu einē beleyter mir zu dir. Her re durch dich hab ich gelernet vnnd geleret. Nun lern mich wirdiglichē zu empfahē dei nen fronleychnam das ich froͤlichen kum̄ zu dem ewigen leben. vnnd alſo empfieng er vu ſers herren leychnam vnd die heyligen olun mit groſſer andacht. An dem andern tag ver ſchied ſant Thomas vnnd fur ſein ſel auff zu dem almechtigen got. Als er ſye heyliglichen empfangen het alſo het er ſy on mayl behalte. darum̄ ward ſie von got vnd von allem hyſuß liſchen here froͤlichen empfangen. Orey tag vor ee das der lieb herre ſant thoma ſtarb da ſah man einen ſtern ob dem ſelben cloſter. da weſt nyemant wz der ſtern bedeuttet. Da nun ſant Thoma ſterben wolt da was ein munich inj der kirchen vnd betet. vij entſchlieff. da ſah er einē ſtern auffgeen von dem cloſter in der hymel d̓ het einē lieblichē ſcheyn. da erwacht er. vnd hort die taffeln ſchlahē zu eim zeychē das ſant thomas verſchiedē was. das het be deutet der ſtern der ob dem Cloſter geſehen ward ¶ Iu der zeyt als der heylig herr ſant thomas ſtarb da was er neunvndviertzig iar alt. vnnd vieng ſich ſein funfftzigſtes iar au. dz wz da man zalt von Criſti geburt zwelff hundert vnd in dem viervndſibentzigſten iar. vnd ward gelegt in das munſter in dem land Campanie. vnnd lag etlich zeyt da biß es die goͤtlich gerechtigkeyt ſchicket das der heylig leychnam prediger orden wider geben ward. Darnach vber vil iar do wz ein man der hieß Fretus. der wolt ſant Thomas leychnam ge ſtolen haben. Da thet got dē grafen Funde rus kundt das er den raub ſolt vnderſteen. da nam er den Abbt des ſelben Cloſters mit im vnd den biſchoff Fundenſem da der Graff her was vnd legten in gar wirdiglichē in̄ ſei nen palaſt. vnd hutten ſein das er icht verſto len wurd. vnd wachetē des Grafen muter vn̄ des biſchoffs muter bey dem heyligenleych nā vn̄ ſprachen zu einand̓ ob es aber der reg ſant thomas von Aquino ſey vnd eyſ agreſleyer. vj Von ſant leychnam was vnd gieng auß dem ſarch. gieng in ſeines ordens gewand bey in hin nd her. vnd ſah ſie froͤlichen an. vn̄ gieng wi der in den ſarch. da erſchracken dy frawen. vn̄ ſagten das zeychen vberal. vnnd da der kung Ahabroig von Cecilia das wund̓ hort da ſandt er vil biſchoff vnd vil meyſter der heylige ge ſchrifft vnd gar vil ritter zu dem Grafen vnd hieß in bitten. das er im den heyligen leychna geb. vnnd meynt es wurd ſein kunigreych mit ſeiner heyligkeyt gewirdiget. vnnd ſprach. Es wer billichen das er in dem kunigreych vō dē edelſtē grafen geſchlecht vō Cecilia vn̄ vō dē grafen von Aquino. in groſſen eren gehalten wurd. Da gedacht im d̓ Graff alſo. ſo ich den heyligen leychnam durch gutes willen hingib da mit verleuß ich gottes huld. vnnd legt den heyligen leychnā wider an die ſtat da er in ge manmē het. Darnach ſchyer kam meyſter He lyas prediger ordens vnd der Graff zu dem Babſt Vrbano dem funfften zu Rom vnnd baten in das er ſant Thomas leychnam Pre diger orden gebe das gewert ſie der babſt. vn̄ gab in gut brieff das man den leychna nym mer an ſy fordern ſolt. Da legten ſy in inn der prediger Cloſter in̄ die ſtat Fundenſi. Nach dem vnd die prediger ſant Thomas leychna hettē. da zweyfelt eī prediger ob es ſein leych nam were der hieß Reynoldus. vnd was ſant Thamas lieber geſell geweſen. der giēg des morgens fruͤ in̄ die kirchen. vnd leget ſich mit groſſer andacht mitten in̄ die kirchen fur vn ſers herren marter. ond was ſer traurig. vn̄ da er lang gebet hett. da ſah er ſant Thoma inn den luͤfften erhaben. vnnd het prediger orden an. vn̄ was gar ſchoͤn. Da ward er gap fro.vn vergieng im aller ſeiner zweyfel. Damit ver ſchwādt ſant Thomas. Darnach kam d̓ abbt mit ſeinen munichen zu dem babſt. vnd ſaget im das man ſant Thomas genummen het. da wolt in der babſt ſeinen leychnam nit wid̓ge ben vnd ſprach. Meyſter Thomas ſprach an ſeinem end man ſolt ſeinen leychnam den pre digern antwourten. Darnach kam vnſers her ren fronleychnams tag. vnd da die hochzeyt von dem babſt vnnd von vil herren ſchon vol racht was. da ſagt man dem babſt das ſant homas dy hyſtori die man ſingt von vnſers erren fronleychnam gemacht het. da gewan far groſſe genad zu im vnd ſprach zuͦ meyſter Helyas. Ich gebeut dir bey der goͤtlichē krafft das du ſant Thomas haubt von dem leychnam nit laſſeſt kummen. Da ſprachen ſy all Amen. Darnach ſandt der Babſt brieff in̄ die ſtat Fundenſis da ſant T homas leychna lag vnd hieß in in̄ die ſtat Tholoſa furen. da feſchahen gar vil zeychen. Darzu kam der ku nig von Engelland. vnd der hertzog Andoga uie vn̄ vil Ertzbiſchoff vn̄ alle brieſterſchafft vnd wol bey funfftzehentauſent menſchē gar mit vil brinende iertzen vn̄ braͤchten den hey ligen leychnam gar mit groſſen freuden vnd wirdigkeyt in der Prediger Conuent inn die ſtat Tholoſa. ¶ In den ſelbigen zeyten het der biſchoff in der ſtat den ritten lang gehabt. vnnd was als kranck dz er nicht geen mocht. da hieß er ſich gegen dem heyltum leyten. vn̄ ſprach wid̓ ſich ſelber. Herre du weyſt wol das ich dir nye key nen dienſt als gern hab getan. ich wolt heind als gern wirdiglichē gegen dē heyltum geen. vnd wolt da die meſß ſingen vnd rufft dē hey ligen mit groſſer andacht an. vnd ſpracb. Hey liger ſant Thomas ich bit dich das du mich deiner heyligkeyt laſſeſt genmeſſen. vnno mit vmb got erwerbeſt das ich geſundt werd. Da ward er gefundt. vnd gieng on aller menſchen hilff gegen dem heyltum. vnnd ſang die meſſ ſelber vnd dancket gott vnd ſant Choma der genaden. vnd was gar fro. vnd het in furbas allzeyt lieb. Das wz da man zalt von criſti ge buͦrt dreyzehenhundert vnd in dem newnvnd ſibētzigſten iar. Darnach ſandt d̓ babſt vber albrieff in̄ die criſtenheyt. vnd bewert vnd be ſtett ſein heyligkeyt. vnd gebot dz man in eren ſolt. Da bat d̓ künig Rarel den babſt vm ſant Thomas arm. da gewert er in. da bracht mey ſter Helyas den arm gen Pariß. vnd fur ein Cardinal mit im. Da empfieng in der Runig mit groſſer wirdigkeyt auff ſeinen knyen vnd zwen Ertzbiſchoff vnd ſunſt vil biſchoff vnd grafen. vnd drey kunigin die empfiengen dz heyltum mit groſſer wirdigkeyt vnd alle brie ſterſchafft. vnd brachtē es mit groſſer wirdig keyt in̄ der prediger kirchen. Da opffert man vil ſilbers vnd goldes vnd dz volck lobt alles got vnd ſprachen. Geſegnet ſey got. heyliger got wir kunden dir lob ewiglichen vn̄ geſcha hen vil zeychen bey ſeinē grab. dy totten wur Eſſiſtcbrſey zyceſſt. wurden vil menſchē geſundt von mancherley ſiechtum̄. ¶ Es was ein andechtiger bruder der hieß Albrecht von Brixen. der was eines tags an ſeiner andacht vor vnſer liebē frawē bild vor irem altar. vnd betet mit groſſer andacht vnd ernſt. da erſchynē im zwen iungling in rounic lichem ſcheyn. der ein was wolgeziert in Bi ſchoff licher ordnug. der and̓ was wolgezyret in prediger ordnung. vnd het ein liechte kron auff mit edelm geſteyn. vnnd het ein kron bey dem halß dy wz guldin. vnd het einen groſſen liechten ſcheyn das die kirch da von erleuch tet ward. vnd het vil edels geſteyns an ſeiner cappen vnd ſein roek vnd ſein ſcheppler ſchy nen weyß als der ſchnee. des wundert in gar ſere. Da ſprach der iungling inn der biſchoff licher ordnung zu dem brud̓. ich bin ſant Au guſtin. vnd bin von got zu dir geſandt dz ich dir ſol verkunden dy groſſen ere vnd wirdig keyt do got ſant thoma vo aquino mit gewir diget hat. der iſt da bey mir. vnd er iſt mir ge leych an d̓ wirdigkeyt. Aber er furtrifft mich an der reynigkeyt. ſo furtriff ich in an d̓ wir digkeyt d̓ biſchofflicher wirdigkeyt vnd ord nung. damit verſchwunden ſy beyd. da frewet ſich der bruder des geſihtes. vnd ſaget es dē predigern. ¶ Eines mals da was ein munich d̓ hieß Ia cob wechßler. d̓ ſolt des ſarchs huͤtē. d̓ thet in eines mals auff. da ſah er das die erden vō dē vmbfaren hinein was kummē. vn̄ lag bey ſey ner bruſt. da thet er ſie zuſammē. vnd leget ſie inn den kor. da von ward ein guter ſuͤſſer ge ſchmack vnd alle die dy da warē empfiengen ſuͤſſigkeyt da von. da ſagt man es vberal in dē land. vn̄ kam gar vil volcks dar von and̓n ſte ten vnd doͤrffern dy ſiech warē. dy wurden all bey dem grab geſundt. vnd lobten got vnd dē heyligen ſant Thoman darum̄. ¶ Eines mals wz ein mā d̓ hieß Reynaldus d̓ het einen groſſen beulen wol zehen iar. des mocht im nyemāt abgehelffen das wz im gar leyd. wan̄ er mocht nit geen on hilff. da kam er zu ſant Thomas grab. vn̄ rufft in mit ernſt an vn̄ bat in dz er in m den almechtigē gott erwurb dz er geſundt wurd. vn̄ gelobet offen lich vor dē Cōuent. wurd er geſunt ſo wolt er ſein leben deſſelbē iars beſſern. da ward er zu handt geſandt vn̄ dācket got vn̄ ſant Thoma vnd ſprach. ich bin in zehē iaren nye auff k pferd geſeſſen als ich nun thu got d̓ almec j d̓ lieb herr ſant Thoma. dē tig ſey g ger gar fro.en̄ leute als bald wurder ie zu capp ungen. Te deum lat ¶ Iu einē mal da was ein iunger knar des von Cippern vn̄ wz auſſetzig. vn̄ wz denng nit von den leutten. d̓ hoͤrt dy groſſen zeychē die ſant Thoma thet. da kam er gar mit groſ ſer andacht zu ſeinē grab vn̄ bat die prediger dz ſy in vbernacht bey dē grab lieſſen. dz tetē ſy. da betet er mit groſſem ernſt bey dē grab. vnd entſchlieff. da erſchyn im ſant Thoma vn̄ fragt in wz er begeret. da ſprach er. ich beger das du mir vm̄ gott erwerbeſt dz ich geſundt werd. da ſprach ſant Thoma ſteeauff in dem namen gottes vn̄ biß geſundt. da erwachet er vor groſſen freudē vn̄ wz geſundt worde. da ward er ein guter menſch. vnd dancket dē lie ben herren ſant Thoma der genaden. Es was ein man von Cippern d̓ hieß Ni colaus d̓ het ein tochter dy het einē kropff an dē halß. da furt er ſy zu ſeinem grab vn̄ betet mit andacht da vnd da ſie wid̓ heym giengē da lieſſen ſye nit von irer andacht. da brach d̓ kropff auff dē weg von ir als ein fleyſchene kugel vnd ward geſundt. da gewan er groſſe lieb zu ſant thoma. vn̄ lieff wid̓ zu ſeine grab vn̄ bat in dz er in auch geſundt machet. wann er het einē wetagē in einer ſeytē dz er ſich nit gebuͦcken mocht. da ward er zuhandt geſundt vn̄ ward gar fro vn̄ dancket got vnd ſant tho mad̓ genadē. ¶ Eines mals da wz ein fraw dy hieß Steffania. dy wz von d̓ burgk Rocta vnd hett die waſſerſucht. da hort ſie von den groſſen zeychen dy ſant thomas thet. do hief ſie ſich zu ſeinē grab leyten. vnd ruffet in gat mit groſſer andacht an vnd bat in dz er ir vm den almechtigen got erwurb dz ſie friſch vnd geſundt wurd. da ward ſie friſch vnd wolge ſund dz es gar vil menſchen ſaben dy furbaß den almechtigen got darum̄ lobten vnd dē lie ben heyligen vnd ward dy fraw gar fro. vnd dancket im ſeiner genaden. Nun helff vns d lieb herr ſant Thoma vmb den almechtigen gott erwerben das wir hie menſchen werde nach gottes lob. vn̄ das wir nach dyſem lebe mit Ieſu froͤlichen beſitzē das ewig le Von ſant jeong Voff fant Vden zeyten da Va lerianus vnnd Galienus das reych unnen hettē. da durchechtet man dy Der eriſten gar ſere vnd fieng ſy vnd marteret ſye weninr man ſie ankam. Da was ſant Poncius auch ein criſten vn̄ het gott lieb vnd dienet im mit vleyß tag vnd nacht. mit beten. mit faſten. mit wachen. vn̄ mit vil ander guter vbung. vn̄ gieng durch das land Italiā vnd prediget dz wort gottes vnd kam in ein ſtat die ligt nahēt bey dem gebirg die hieß Symelaw. darinnen was ein Richter der hieß Claudius der hort das ſant Poncius ein Criſten was das thet im gar zorn vnd ſaß zu gericht. vn̄ hieß in fur in bringen vn̄ ſprach zu im Biſt du der Pon cius der dy ſtatzu Rom mit eiuem newen ge lauben verirrt ond betrubt hatt. vn̄ haſt d̓ ſtat die wirdigſten furſtē verkert. Da ſprach ſant Voncius ich hab nyemant betrubt noch ver irrt ich hab ſy vō der irſal des boͤßen geyſtes zu dem warē got bracht. Da ſprach er. du ſolt nſern goͤttern opffern od̓ du muſt gar groß marter leyden vnd zuletzſt den tod. Da wolt Poncius das nit thun. Da hieß er in bey den armen auff hencken vn̄ ſprach man ſol in pey nigen vn̄ alle ſeine gelyder martern ſo wirt er wol ſehen ob in ſein gott von meinen henden mug genemē. Da ſprach Voncius wy vnmuͦt lch dir das zugelaubē iſt. ſo ſolt du doch wiſ ſen das mein got das wol vermag. vn̄ gelaub sz dein peyn zuͦ nicht wirt in̄ dem namen Ie iſti. vnd bringet meinē leyb keynē ſchmer ar rach ſpanten ſy im ſein arm auff vn̄ mleſchapffeneyſen gepartet haben vnd getoͤt do ruͤfft er vnſern herē mit an dacht an. do zerbrach der ſtarck galg. vn̄ kam ein liecht von hymel vnd ein groß fewer vnd verbrant den galgen zu puluer dz man nichtz ſah. vnnd von dem ſcheyn des fewers wurden die peyniger vnd die menſchen die da ſtundē all onmechtig. Do ſprach Voncius zu dē rich ter Gelaubſt du vnnd erkenneſt noch nit das vnſer got mechtig iſt. wan̄ er mag die geduſti gen menſchen die an in gelauben wol von irē leyden erloͤßen vnd mag euch boͤßen mēſchē nach dem iungſten tag das ewig fewer gebē. Da wardt der richter zormg. dz ſah ein man der ſtund bey dem richter der hieß Auabius. d̓ ſprach zu im aller man̄ ein weyſer man. man hat vns zroen vngehewer Beren bracht den heyß ein gruben machen. vnd thu Ponciū zu in. dz ſie in zu ſtucken reyſſen. Da hieß d̓ rich ter ein gruben machen vn̄ Vonciū zu in thun. vnd die Iaͤger reytzten die beren auff dē hey ligen vnd man het ſie gar lang gehungert. vn̄ meyntē ſy ſoltē in zu ſtucken reyſſen. do ſtun den die tyer ſtill vnd dorſtē nit nahent zu ſant Poncio kummen. vnnd ſahen das vngelaubig volck an. do forchten ſie ſich vnd fluhen hind̓ ſich. do giengen die beren zu dem heyligen vn̄ kuͤſten im ſein fuͤß vnd theten im kein leyd. do ſchryen die heyden gemeynglichen vn̄ ſprach en auß einē muͤd. Es iſt ein got in hymelreych vnd auff erdtrich das iſt der criſtē got d̓ ver mag alle ding. den got betet Voncius an. Da ward d̓ richter zornig vn̄ hieß ein groß fewer machen vnd hieß im hend vnd fuͦß zuſammē binden vnd hieß in in̄ das fewer werfen. das Quirino CCIIIIIII der hieß auch Philppus vnnd da er ſiben iar was keyſer geweſen. da machet er ſeinen ſun eben gewaltig mit im. da gewan er aber einē ſun. der was der lieb herr ſant Quirinus. Iu den zeyten da wuchß der chriſten gelaub gat vaſt in dem land. da ließ ſich d̓ keyſer tauffen vnd ſein fraw verwandelt iren namen. vn̄ hieß ſich Gerumea vn̄ taufftē auch ire zwey kind vnd alles ir geſind. vn̄ taufft ſy der babſt Fa bianus. Darnach gebot der keyſer d̓ heyligen criſtenheyt frid. Da das Decius hort. da hieß er den keyſer Philippu vnnd ſeinen ſun Phi lippu toͤdten. das theten die diener. da furen ir ſel zu den ewigen freudē. des ſelbige mals was ſant Quirinus ſiben iar alt. da verbart in ſein muter heymlichen das man in nit auch toͤdtet. da leyd er wol zweyntzig iar vil verfol gung vmb criſten gelauben biß zu den zeyten des keyſers Claudij. der wz auch vngelaubig vnd gebot auch das man alle criſten menſche ſolt zwingen das ſy den abgoͤttern ſoltē opf fern. vnd das ſy des namen Ieſu criſti verlau gen ſolten vnd wer dz nit thun wolt den ſolt man mit vil marter peynigen. Iu den zeyten fieng man ſant Quirinum auch vmb criſten gelauben. vnd furt in fur ge richt. Da ſprach der Richter zu im er ſolt den abgoͤttern offern. das wolt er nit thun. dz tet im zorn. vnd hieß in offt ſer geyſeln. das leyd er gedultiglichē. Darnach legt man in in̄ den kercker. dennocht wolt er criſten gelauben nit laſſen. da das der richter hort das er als ſteet an got was. da hieß er im ſein haubt abſchla hen. da fur ſein ſel zu den ewigen freuden. da kam ein gelaubiger man der hieß Morius. d̓ het im vor guͤtlich gethan in dem kercker. Da ſagt man im man het in ertoͤdt vnd het in mu das waſſer Cyberim geworffen. vnnd er wer in ein inſeln gefloſſen. da was im gar leyd vm̄ in. wan er weſt wol das er ſeines vaters Rey ſerlichen erbs vmb criſten gelauben beraubt was worden. vn̄ kam mit dem ſeligen brieſter Paſtor dar. vnnd gewunnen ſeinen heyligen leychnam auß der inſeln. vnd begruben in inn den kirchhoff Panciam an dē achten tag des monats Aprilis. An der ſelbigen ſtat thet vn ſer herr gott gar groſſe zeychen durch ſeinen diener. die blinden wurdē geſehent. dy krum men gerad. vnd die tauben gehoͤrent. vnd die ſlimnen redend vnd lobten got vnd dy ſunderſiechen reyn vnd alle ſiechen empfiengen heylſam ertzney bey ſeinem grab. vnd da got als groß wunder vnnd zeychen durch in thet. da kam ſein leumud verr in̄ die welt. Da ſpra chen die rattherren zu Rom vnnd alles volck. er wer der groͤſt vnd d̓ genedigſt heylig nach den zwelffpoten. Iu den zeytē ware zwen furſten vō beyern der ein hieß Albrecht der ander Otherius dy waren bruͤder. Nun het Otherius einē iun gen ſun. den thet er in̄ des kunigs hoff Pippi ni vnnd eines tags da ſpilet des kunigs kind vnd Otherius ſun miteinand̓. da ward othe rius ſun von des kunigs ſun vndaucks ertoͤdt. des erſchrack der kunig gar ſer. vn̄ ſandt nach dem furſten Otherio. vn̄ ſprach zu im vor dē furſten allen. wie ſol man einem ding thun dz geſchehen iſt vnd das man nit widerbriugen mag. Da ſprach der furſt Otherius. das ſol man von gantzem hertzen vergeben. da ſaget im der kunig das ſein ſun tod wer. da ward er ſer betrubt. da hetten nun dy zwen bruͤd̓ beyd nit erben. da erwelten ſy in got vnd ſein heyli gen zu erben. vnd bauten ein kirchē in̄ der ere des heylers aller welt bey dē waſſer tegrus. vnd bauten ein munichs cloſter dahey dē ſel ben munichen gabē ſie alles des ſy bedorfftē̓ vnnd kamen darnach zu dem babſt zacharis vnd erten in mit koſpern gaben vnnd baten in das er in heyltum gebe. ¶ Iu der zeyt was der babſt in groſſemley den von den heyden. wan̄ ſie hette die ſtat mit groſſem gewalt vmgeben. da namen ſich die zwen herren des ſtreytes ernſtlich an mit ei nem groſſem volck vnd geſigtē den heyde er lichen an. vnd geſchah iren dienern nye keyn leyd. wan̄ es was got mit in d̓ halff in dy hey den vberwinde. Da ward nun d̓ babſt ga vnd dancket in irer groſſen arbeyt. Darnach wolt in d̓ babſt vil gutz hal ben des wolten ſy nit. vn̄ ſprachē ſy werē keyn zergencklich gut dar kumme. vnd batē vmb ſant Quirinus heyligen leychna. Da ſchrack d̓ babſt gar ſer. wan̄ er gab in̄ vng vn̄ gelobet in doch vnd ſprach ſy ſolten he reyten vnd ſolten vber etlich zeyt wider n dem heyltunm̄ heymlichen ſenden das ſen Roͤmer nit innen wurden vnnd ſunſt gab vil and̓s heyltumbs. da furē ſy heym vnr ten ſich des heyſtumbs ſer vnnd ſandren Von vnſer lieben frawen ſchreſter ſun herren Otten ſchyer gen Rom mit erſamer geſellſchafft nach dem heyltuin. vnnd da ſy zu dem babſt kamen. da gieng er heymlich in̄ d̓ nacht mit in zu ſant Quirinus grab. Da was er rierhundert vn̄ achtzehē iar gelegen. vnd wz dennoch vnuerweſen. vn̄ wz als friſch ſam er erſt tod wer. da nam d̓ babſt den heyligen leychnā ſelber auß dē grab. vnd legt in in̄ ein vaß vn̄ verſigelt dz mit ſeinē in ſigel vnd ſprach zu in. ir ſult ein fremde ſtraß faren dz mein inſigel nyemant zerbrech. wan̄ die Roͤmer laſſen den heyligen leychnam gat vngern von in. Da furen ſy einē fremden we mit groſſen freuden vnd furen auff einen ho hen berck. da hetten ir etlich zeuil getruncken vn̄ ſprachē zu einand̓. warum̄ hat vns d̓ babſt geboten dz wir ſein inſigel nit zerbrechen. wz mag es vns geſchaden. er iſt dennocht ſicher in ſeydine tuͤcher gemacht. vnd woltē dz tuch in dem ſarch auff heben. Seht da ſchlug ein groß fewer herauß vnd ertoͤdtet dy all. vn̄ da die andern geſellen das hortē. da erwachtē ſy vnd funden des babſt inſigel gantz. vnd wur den ir geſellen all wider lebentig. wan̄ d̓ hey lig Quirinus wolt nit dz yemāt keyn langer ſchad bey ſeiner gegenwertigkeyt geſchehe. dauon erkuͤcket ſy got durch den heyligē ſant Qui inu. ¶ Darnach geſchah eī groß wund̓ zeychen als ſy benachte vnd̓wegen. da ſatztē ſie den ſarch auff dz erdtrich vnd ſungen vnd beteten dy nacht da bey. vn̄ zuhandt entſprāg ein brun̄ auß dē erdtrich vnd̓ dem ſarch dauo wurdē vilmēſchē geſundt dy darauß trunckē. Des morgens fru da furen ſy furbaß. vn̄ da ſy nahent zu d̓ ſtat kamen da zog dz volck mit froſſen freuden gegen in vnd mit lobgeſang vn̄ brachten in in̄ die kirchen Saluatoris mit groſſer andacht. dz wz an vnſer liebē frawen tag zu liechtmeſß. vnd dy furſten hetten drey biſchoff vnd vil geyſtlicher leut dar bracht. dy weychten dy kirchē in̄ d̓ ere d̓ heylige zwelff poten ſant Peter vnd ſant Pauls. vn̄ vmhien gen ſy mit ſchoͤnen tebichen. vn̄ trugen da den heyligē leychnā ſant Quirinū mit groſſer an dacht darein vnd mit einer groſſen vn̄ erlichē proceſſion. vnd beſtatten in mit groſſen eren vnd andacht. vnd legten in inn ein gehauenß grab das wz mit ſteynen gepflaſtert. vnnd da ſie dz geweycht vnd geſegnet hettē da hub in ein biſchoff an einer ſeyten vn̄ an der andern ſeytē hub in ein ſeliger brieſter der hieß Reyn pertus. vnd da ſy in nun in den ſarch woltē le gen da viel dē brieſter ſeines leychnams ein teyl in̄ die hand dz was dennoch als friſch vn̄ als naß von dem blut als ob er erſt des ſelben tags tod wer. da ſy das ſahen da erſchracken ſie garſere. vnd namen das ſtuck vnnd legten es auch mit andacht in̄ den ſarch. Es hat vn ſer herr den heyligen mertrer großlichē nach ſeinem tod erhoͤht. vn̄ hat ſein heyligkeyt mit groſſen zeychen geoͤffnet dz ir zu vil zuſchrey ben wer vnd zeſagen. Nun bitte wir dich hey liger Quirine vmb dein groſſe marter. dz du vns vm̄ got auch erwerbſt dz ewig lebē Amē ¶ Von vnſer lieben fraw en verkundung. dernanduntz Adie zeyt kam das die wirdig Iunckfraw Maria bey vierzehē iaru wz. da wolt man ir einē mā habē gegebē nach d̓ Iudē gewonheyt Da ſprach ſy. ich hab alle tag mein keuſcheyt behaltē. vn̄ hah got gelobt ich woͤll ſy behalte die weyl ich lebe. Vber ſolliche vernuͤfftige wort kundē dy brieſter des tēpels d̓ wirdigen iunckfrawen Warie nichtz geantwortē. vn̄ ſy giengē zuͦ rat wz in dē ſachē zethun wer. wan̄ in̄ dē ſelbē zeytē d̓ altē ee ſolich gelubt nit ge woͤniglichē was reynigkeyt des leybes zube halten. Auch ſo woltē ſy d̓ iunckfrawe marie nit noͤtten ſoͤlich gelubd zubrechē. Da wz eyn erfarner d̓ geſchrifft vnd̓ in d̓ ſprach. Es iſt geſchriben wz man got gelobt dz ſol man hal ten vn̄ ſol ims leyſten. dauon ſullē wir got mit vleyß bitten das er vns zuerkennē geb wy wit mit d̓ iunckfrawen ſollen tun. Der ratt geuiel in allen wol vnd betetē mit groſſem vleyß. da kam ein ſtym von got in̄ dē tēpel dz hortē alle die da warē die ſprach. Alle die man̄ die von Dauds geſchlecht ſein vn̄ noch nicht hauß frawen habē die ſollē all in̄ den tēpel kummē vn̄ ſol yeglicher ein duͤre gertē bringē. ſo ſult ir mit vleyß mercken wes yegliche gert ſey. vn̄ welichs gert bluet vn̄ blumē bringet vn̄ d̓ hey lig geyſt darauff ſitzet dē ſol Maria zu einer frawen werdē. Da kame vil man̄ dar vn̄ yeg licher hoffet ſein gert wurd bluen. vnnd man wuͤrd im Maria vermeheln. da ſy lang gewar teten. da kam dy ſtym̄ aber von got vn̄ ſprach. Es iſt einer geborn von Dauids geſchlecht d̓ heyſt Ioſeph vn̄ ſitzt zu Bethlehē d̓ iſt Ma rie wirdig. wan̄ er iſt gerecht vnd dienet gott mit vleyß. vn̄ iſt als demutig dz er ſich vnwir dig duncket. darum iſt er nit hye. da ſandtē dy brieſter nach im. da wz er zuhandt gehorſam vn̄ kam mit ſeiner durren gertē in̄ den tempel da gieng im der brieſter entgegē vnd nam im die gerten auß der handt vn̄ trug ſy zu dē al tar zu den andern. da gewan̄ ſy zuhandt blu men vn̄ d̓ heylig geyſt ſaß darauff ſihtiglichē in einer tauben geſtalt. da dancktē ſy got mit groſſen freudē. vn̄ die brieſter gebotē ioſeph er ſolt Mariā nemen zu einē gemahel. vn̄ ſolt ̓ irer keuſcheyt huten vnd ſolt ir eelich trew er zeygen. da ſprach Ioſeph. des bin ich vnwir dig. doch wil ich got vnd euch gehorſam ſein. vn̄ als ich got mein keuſcheyt gelobt vnd behaltē hab biß her alſo wil ich ſy mit ir behaltē biß an meinē tod. Alſo gaben dy brieſter Ma riā vn̄ Ioſeph zeſammen nach dē geſetz d̓ ee. ¶ Nach dē fur Ioſeph heym vnd bereyttel ſich zu der wirdigen hochzeyt. Es was not dz Maria Ioſephs gemahel wuͤrd dz dē boͤßen geyſt verborgen belib wie die gotheyt vō ma ria die menſcheyt nemen wolt. Ir ward auch Ioſeph von got gefuget das er ſie vn̄ ir kind beſorget vn̄ in mit trewen vor wer. Da nun dy genadenreych hochzeyt kummen was dz got der hymliſch vater anſah die keſtigung vn̄ dz leyden in das vns Eua hett bracht dz wolt er widerbringe an d̓ wirdigē iunckfrawen Ma ria dy er im auß allen creaturen darzu außer welt. darum ſo ſaudt er ir ſeinē wirdigē botē den gefurſten engel gabriel. vn̄ da er zu ir ein gieng. Da ſprach er zu ir mit ſolchen worten. Gegruſſet ſeyſt du vol genaden der herr mit dir. Da erſchrack ſie vnd gedacht ir wz er mit dē gruſß meynet. da ſprach er. Maria furcht dir nit du haſt genad fundē vor got. du wirſt ſchwanger vnnd gebirſt einen ſun den ſolt du heyſſen Ieſum. der wirt groß vn̄ wirt geheyſ ſen ein ſun des allerhochſtē. d̓ herr gibt im dē ſtul dauids ſeines vaters vnd wirt regyren in̄ dem hauß Iacobs ewiglich. vnnd ſein reych nympt nymmer end. Da ſprach Maria zu dē engel. Wie mag das ſein. beken̄ ich doch key nen man. Da ſprach der engel. d̓ heylig geyſt wirt herab kummen in̄ dich. vn̄ dy krafft des allerhochſtē wirt dich vmbſchattē. darum dz heylig dz von dir geborn wirt dz wirt geheyſ ſen der ſun gottes. vn̄ nymwar dein mum Eli zabeth die iſt eins kinds ſchwāger worde dz iſt yetzund d̓ ſechſt monat das ſy ſchwanger ward dy da heyſt vnberhafft. wan̄ kein ding iſt vnmuͦglich bey gott. da ſprach ſy zu dē en gel. nymwar ein dienerin des herren mir ge ſcheh nach deinē wort. vn̄ in dē ſelben punckt da maria die keuſch iunckfraw ſprach. mir ge ſcheh nach deinē wort. da ſandt ir got d̓ vater von hymel in iren magdlichen leyb ſeinen ſun weſenlich vnnd perſoͤnlich. vnnd das er was das belyb er. vn̄ das er nit was dz nam er an ſich. wan̄ der heylig geyſt wircket in̄ dē ſelben nun von iren teynſten blutztroͤpfflein dy mē ſcheyt. dÿ nam an ſich die ewig gotheyt. vnn vereynet ſich damit. vnd das ewig wort war. in i. da ward die alerwirdigſt ine fraw Haria fruchtber on menlichen ſanen von d̓ goͤtlichen krafft. Da nun d̓ heylig geyſt das ewig wort weſenlich vnd perſonlich in irē juckfrewlichē leyb geformiert hett. da ſchuff got d̓ almechtig vater des kindes ſel in̄ dē ei ne nun vn̄ goß ims da ein allerleuterlichſt vor allē creaturē. alſo wz da augenplicklich volku ner got vn̄ volkūner menſch vnd die heylig ſel als gewaltig vn̄ als weyß vn̄ als volkūme an allen tugendē vn̄ an aller krafft als er heut vn̄ ewiglich iſt. vn̄ in̄ den ſelbē tagen da wz Ma rie reyne ſel vn̄ ir keuſcher leyb mit got erfuͤlt Nach dē gieg dy heylig iūckfraw eylend vber dz gepirg zu ir muͦmē elizabeth vn̄ gruſ ſet ſy. von dē ſelbē gruß vn̄ von irer vberfluſſi gen genad ward ſant Iohannes muter mit dē heylige geyſt erfuͤllet vn̄ ruͤfft mit lauter ſlym̄ vnd ſprach. Geſegnet ſeyſt du ob allē frawē vn̄ geſegnet iſt dy frucht deines leybs. wannē kumpt mir dz dz die muter meines herren zu mir her kumpt. vnd nymwar da erhollen iſt dy ſtym̄ deines gruß in meinē oren. da hat ſich er frewet in̄ freude mein kind in̄ meinē leyb. du biſt ſelig dz du gelaubt haſt. wan̄ in̄ dir iſt vol bracht alles das dz dir von gott geſagt iſt. da ſprach Maria. Mein ſel dy lobt den herrē vn̄ mein geyſt d̓ hat ſich gefrewet in gott d̓ mein heyl iſt. Wan̄ er hat angeſehen die demuͤtig keyt ſeiner diern. Seht dauō ſagēt mich ſelig alle geſchlecht. Wann er hat groſſe ding mit mir getan d̓ da gewaltig iſt vnd heylig iſt ſein nam. Vn̄ ſein barmhertzigkeyt raychet vō ei nē geſchlecht in̄ dz and̓ vnd̓ den dy in furchtē Er tut gewalt in ſeiner ſterek vn̄ verſchmecht die hoffertigē in̄ den gedancken ires hertzen. Die gewaltigen ſetzt er von dē ſtul vn̄ erhoͤht die demuͤtigē. Die hūgrigē ſpeyſet er mit gut vn̄ die reychen leſt er eytel. Es hat empfangē iſrahel ſein kind vnd er gedacht ſeiner barm hertzigkeyt. Als er vnſern vetern Araham ge lobt hat vn̄ ſeinē ſamē ewiglichē. Alſo beleyb Maria drey monat bey irer muͦmē Elizabeth Darnach keret vnſer liebe fraw wid̓ heym in ir hauß vn̄ dē vnmeſſigē groſſen got den des hymels weyt nit vmbfahen mocht den hatt ſe vmbfangē vn̄ beſchloſſen in irē leyb. vnd den ewigen gott d̓ mit ſeinē gewalt alle ding ent helt. vnd mit ſeiner krafft alle ding tregt den enthielt ſy vn̄ trug in on alle ſchwer warē got viertzig wochen vnd ee das Maria vnd ir ge mahel Ioſeph zuſammen kamen da mercker Ioſeph das ſy ſchwanger was. da wolt er ſie nit beruͤchtigen noch dargebē nach dē geſetz. beſund̓ er gedacht im er wolt von ir geen vnd wolt ſie heymlichē laſſen. vn̄ da er im dz ge dacht da erſcheyn im d̓ engel vnſers herrē in dē ſchlaff vn̄ ſprach. Ioſeph ein ſun Dauids du ſolt dir nit furchtē Maria zuͦ einer hauß frawen zunemē. nymrdar dz in ir iſt dz iſt von dē heylige geyſt. ſy wirt geberē eine ſun den ſolt du heyſſen Ieſum. d̓ ſelbig wirt heylma chen ſein volck von ire ſunde. dz iſt darum ge ſchehen das dy weyſſagung erfullet werd dy von got geſprochen ſeind durch den prophe ten Iſaiam der alſo ſpricht. Nemptwar ein junckfrar wirt ſchwanger in irē leyb. vn̄ wirt geberē einē ſun d̓ wirt genant Emanuel. dz iſt als vil geſprochen. got iſt mit vns. Da nu Io ſeph auffſtund von dē ſchlaff. da thet er als im d̓ eugel geboten het. vnd nam Mariā ſein haußfrawen vn̄ vermeyligt ir nit. ¶ In d̓ zeyt gebot d̓ keyſer Auguſtus dz ein yeglicher menſch kem in̄ die ſtat von d̓ es ge born wer. da kam Maria vn̄ ioſeph gen beth lehem. da ware die tag volbracht dz die wir dig iunckfraw gebere ſolt den ſun den got d̓ rater on muter in d̓ ewigkeyt gebirt on zeyt. vnd den er in̄ Maria ſel on vnd̓laß gebar. den ſelbē ſun gebar ſy auch on vater in̄ d̓ zeyt mit groſſen freuͤdē on mittel vnd on mayl. Sy be lib ein reyne magt vord̓ geburt vn̄ nach d̓ ge burt. ſie iſt allein die ewig beſchloſſen pfort. Wan durch iren keuſchen leyb gieng ir einge borner ſun ein vnd auß on alle verſerung als dy ſun̄ durch das glaß ſcheynet vn̄ dz iit zer bricht noch verſeret wirt. vnd als die ſtern irē ſcheyn furbringen vnd nit zerbrochen werdē. zugleycher weyß hat ſy iren eyngebornen ſun furbracht dz ir magdliche reynigkeyt nit ver ſeret noch vermeyliget ward. Vn̄ als dy ſtern alle ire zyerd vn̄ liecht vō d̓ ſunnē haben. alſo wz Maria der klar hymelſtern. d̓ da alle zeyt leuchtet mit allen tugendē vo irem eingebor nen ſun d̓ da iſt dz war liecht. vn̄ da er herfur was gegange von dem magdlichen leyb ſey ner wuter als ein gemahel vō ſeinē breutbett groß vnd gar loblichen an ſeiner gotheyt. vnj ein kleynes mimiglichs kind an ſeiner menſch heyt. ¶ Die edel magt Waria windelt ir kind in kleyne tuͤchlein vnd legt in in̄ die krippē auff das her fur die tyerlein. wan̄ ſy het kein eygē ſtat. vnd ſtund vnd knyet fur ir zartes kind. vn̄ betet es an. vnd dancket gott dem vater dz er ir ſeinen eingeborne ſun geben hett zu einem kind. wann ſie erkant das ir eingeborner ſun was warer got vnd warer menſch. Sy wz der erſt menſch der die gotheyt in̄ der menſcheyt anbetet. Sy wz auch da von ſeliger dz ſy gott in reyner ſel empfieng geyſtlichen. vn̄ in trug vnd in gebar. wen̄ ſie in nit inn irer ſele krefft empfangen het vnd getragen ſie wer ſein mu ter nye worden. Die heyligen engel ſungē. da Waria iren liebē ſun gebar on allen ſchmertz en. Got ſey ere in̄ der hoͤhe vnd auff der erde frid den menſchen die eines gute willē ſeind. ir dienten auch die engel. ¶ In der ſelben nacht da Maria irē ſun ge bar da gieng der Reyſer Auguſtus auß. vnnd ſah einen ſcheynenden ſtern. der ſelb ſtern wz einer iunckfrawen geleych. dy ſelb iunckfraw het ein kind an irem arm. Da fraget der Rey ſer groß meyſter was der ſtern bedeuttet dz kunden ſie im nit geſagen. da kam Sibilla die weyſſagerin dar die ſprach zu im. Heynt inn der nacht hat ein reyne magt ein kind geborn das iſt gottes ſun von hymelreych. vnnd das kind iſt ein kunig in̄ hymelreych vn̄ in erdtrich Da der keyſer dz hort da erſchrack er gar ſere wann er gebot vberal in ſeinem reych dz man bild nach im ſolt machen vnd in anbeten. Die bild hieß er alle nyderwerffen vnnd ſprach in ſolt nyemant anbeten. man ſolt den anbeten. der von einer reynen magt geboren were. Die allerkeuſcht iūckfraw Waria zoch ir kind ſel ber vnd hub es auff vnd legt es nyd̓. vnd nam es zartlichen zu ir an ir arme vnd in ir ſchoß. vnd etzet es vnd trencket vnd ſeugt es mit ire heyligen bruͤſten die von hymel erfullet warē. vnd an dē achtetē tag ließ Maria ir kind be ſchneyden nach der alten ee. vnd hieß es Ie ſus als ſie der Engel geheyſſen het. Vnd an dem dreytzehenden tag da kamē die heyligē drey kunig von dem end der welt. vnd bracht yeglicher ein gab. Marie vnnd irem kind zu eren vnd beteten es an. ¶ Es wz eines mals ein iunger ritter d̓ kam in eines grafen hoff vn̄ wolt hubſchkeyt ler nen. Nun het er ein ſchoͤne frawen d̓ ward d̓ ſolt er nit bey ir ſchlaffen vnd ſeinē willē nut ir haben er muͤſt ſterben. Das leyden dorſt er d̓ frawē laug nit ſagen. da wz im als ernſt dz er irs eins mals ſaget. Da verſchmecht ſie in vnd was ir gar vnwerd von im. da ward er ſer betrubt vnd gieng zu ſeinem beychtiger vnnd klagt im ſein leyden vnd die groſſen anfech tung die erhett. Da ſprach der beychtiger zu in. Gee in̄ das cloſter zu dē abbt der kan dir gar gut rat geben. vnd was er dir rett dz thu. ſo kumpſt du auß deinē leyden. des volget er im vnd kam zu dem abbt. vnd ſagt im ſein be kuͤmernuß. da ſprach der abbt. du ſolt alle tag vnſer lieben frawen hundert Aue maria ſpre chen. ſo wirt dir die fraw oder ein anders das dirlieber iſt. Da ſprach der ritter die Aue ma ria alle tag mit groſſem ernſt. da erſcheyn im vnſer liebe fraw an dem letzſten tag mit groſ ſer klarheyt. vnnd het einen geſtirnten mantel an der was vol guldiner ſtern vnnd ſprach zu dem ritter. du haſt mich angerufft. nū bin ich kummen vnnd wil dir geben was du begerſt. darumb das du keuſch biſt geweſen. vnd ſihe die ſtern an dz ſeind dy Alue maria die du mir geſprochen haſt. vnd du haſt recht gethan dz du meinem freund dem Abbt geuolget haſt. Nun ſih mich an gar eben ob du mich woͤl leſt oder ein andere. da ſah ſie der Ritter gar eben an. vnnd ward im ſein hertz entzundet. vn̄ gewan ein imbruͤnſtige lieb zu vnſer liebē frawen vnd ſprach zu ir. O du wirdige muter gottes ich wil dich fur alle ding haben vnnd als bald vergiēg im ſein aufechtūg. da ſprach vnſer liebe fraw zu im. du ſolt dein keuſch be halten ſo wil ich über ein iar wider zu dir kum men ſo ſtirbſt du. ſo wil ich dich den̄ zu dē ew gen freuden furen. damit verſchwandt vnſer liebe fraw. da frewet ſich d̓ ritter des troſte den im vnſer liebe fraw getan het. vn̄ dancket dem Abbt des giten rates den er im gethan het. vnnd ſaget im wie es im mit vnſer lieben frawen ergangen was. vnd bat in das er in iß den orden neme. das thet der abbt. da lebet Ritter reyniglichen vnd ſeliglichen in dē den. vnd dienet vnſerm herren vnd vnſer liel frawen mit groſßem fleyß. Vnnd da das kam da ward er ſiech vnd ſtarb ſeliglichē. volbracht vnſer liebe fraw ir geluͤbt. vnd f jn zu den erigen ftenden. ¶ Eines mals da was em gute fraw in einē Cloſter die hieß Fulalia. die het vnſer frawē gar lieb vnd dienet ir mit groſßem vleyß. vnd eines mals da lag ſie an ire gebet. da erſchyn ir vnſer liebe fraw vnnd ſprach zu ir. Fulalia mein tochter ſchleffeſt du. Da erkannt ſy zu handt das ſie vnſer fraw was. vnnd ſprach. Mein allerliebſte fraw ich ſchlaff nicht. was wilt du das du zuͦ mir kummen biſt ich groſſe ſund̓in. da ſprach vnſer liebe fraw zu ir. mein tochter furcht dein gutte muter nicht der du ſtetiglichen dienſt. wilt du aber das mir dein dienſt genem ſey dē du alle tag thuſt. vn̄ dz er dir nuͤtzer werde. ſo ſprich das Aue maria nit als bald vnd nym dir baß der weyl. vnd wiſſ wen̄ du mich da mit gruͤſßeſt das es mir eyn groſße freud iſt. vnnd ſunderlichen wenn du ſpricheſt. der herr mit dir. Das ſprich langk ſam vnnd mit groſßer andacht. vnnd was ich freuden da von hab dz kan mit wortē nyemat außgeſprechen. wan mich duncket zu der ſel ben zeyt wie mein ſun in mir ſey als er in mir was da er warer got vn̄ menſch menſchliche natur anſich nam vnd von mir geborn ward. vnd als groſße freud ich het da mir der engel dē gruß bracht. als groſße freud hab ich wen̄ man ſpricht der herr mit dir. Da das dy fraw hort da was ſy von gantzem hertzen fko. vnd dancket vnſer lieben frawen dz ſiß ir tochter het geheyſßen vnnd vnſer liebe fraw fur wid̓ gen hymel mit groſßer klarheyt. da behielt fu lalia gar vleyſhiglichē. dz ſy vnſer liebe fraw gelert het. wan̄ ſie het alle tag als vil Aue ma ria geſprochen als vil pſalm in̄ dem pſalter iſt vnd darumb dz ſy die zal erfult vn̄ volbrecht ſo eylet ſie deſter mer. aber hinnach ließ ſy dy zwey teyl vnderwegen vnd betet nuͦr dz dritt teyl das ſeind ſechßvndfunfftzig. die ſprach ſie gar mit groſßem vleyß vnd andacht. Iu einem mal da was ein menſch der hett groſßer leyden dreu. Das erſt das er gott er zurnet het gar mit groſßen ſunden. Das and̓ das er gar groß leydē hett von ſeiner freund. wegen. Das dritt das er gar groſße ſuͤcht vn̄ ſchmertzen het an ſeinem leyb vnd keyn hilf von keinem menſchen het. Da ruͤfft er dy mu ter d̓ barmhertzigkeyt an mit groſßem erſt nd bat ſie das ſie im zuhilff koͤm vnnd gelo der ir er wolt ir alle tag ein Aue Waria ſpre chen mit andacht biß an ſeinen tod. da erloͤſe. in vrſer liebe fraro von allen ſeinen noͤtten. da ward er gar fro. vnd bat vnſer frawen das ſy im zu erkennē geb wie er das Aue maria ſpre chen ſolt dz es ir allerloblichſt wer. da ſprach vnſer liebe fraw in̄ dē geyſt zu im. Mein kind ich hab dich von dreyerley leyden erloͤſet. dar umb ſolt du dreyerley andacht habē ſo magſt du mir der genade wol dancken die ich dir ge than hab. vnd magſt auch wol vil ſeligkeyt er werben an ſel vnnd auch an leyb. Sprich des erſten. Aue Maria du hochgelobte Iunck fraw Maria reyne magt ein Runigin hymel reychs vn̄ erdtrichs biß ermanet das d̓ gruß Aue dy nacht vn̄ die vinſternuß vertreyb des ewigen todes. darein Adams val biß an dyſe ſtund alle menſchen gebracht hett. vnnd was freuden du da von empfiengſt. Alſo bit ich dich dz du die vinſternuß vertreybeſt vn̄ mein ſel erleuchteſt mit dem liecht deiner guͤte. vn̄ nach meiner notdurfft. Vn̄ ſprich auch. Aue Maria gottes muter. ich ermane dich reynē magt das du von dem gruß on alle meyl vnd verſuchnuß belybeſt. vnnd bit dich dz du mir helffeſt das ich on alles meyl vnd on alle an fechtung von dyſer welt ſcheyde. Zu dē drit ten mal ſo ſprich. Aue Waria du reyne magt ich erman dich das du von dem gruß mit ſte ter liebreycher begierd on arbeyt empfiēgſt. trugſt vnd gebarſt vnd erzugſt. hilff mir das ich mit groſßer begirde dz kind aller tugent vnd guter werck empfah vnd geber. vn̄ weyß lich behalt biß an meinen todt. Das thet der menſch die weyl er lebt. vnd beſaß nach dye ſem leben das ewig leben. Bant Bernhart ſpricht. Maria es iſt dii als ein wuͦnſamer kuß wen̄ du dich hoͤrſt gruſ ſen mit dem engliſchen gruß Aue Waria. dar umb ſpricht er wir ſullen zu dir geen vnd ſul len dich gruſßen die ſchoͤnſten ob allen fraw en. vnd ſprechen. Aue maria. ¶ Eines mals wz ein ſundigerritter dē ryet ſein ſun das er in einen orden koͤm dz thet er vnd da er drey iar in̄ dem orden was geweſen Da ſprach er zu dem abbt. ich bin an d̓ barm hertzigkeyt gottes nahēt verzagt vō meiner groſßen ſund wegen. dy beken̄ ich baß inn dē orden dan̄ in̄ der welt. vnd da er in̄ dem leydē was da erſchyn im vnſer liebe fraw vn̄ troſt in guͤtlichen vn̄ ſprach. ſy wolt im vmb ir kind erwerben ablaß aller ſeiner ſunden. da ward der Ritter gar fro. das mercket der abbt vnd fraget in wes er ſich frewet. Da ſaget er im wie im vnſer liebe fraw erſchynen wer. vn̄ wie ſy in getroͤſthet. Da fraget in der Abbt ob er vnſer lieben frawen icht ſunderlichen gedie net het. Da ſprach er. Ee ich in̄ den orde kam. vnd wen̄ ich vnſer lieben frawen name iij der kirchen hoͤret nennē. ſo viel ich ye an ein venig vnd da ich in̄ den orden kam. da ſprach ich eu Aue maria fur die venig. ¶ Iu hoͤlen was ein Einſidel d̓ hieß Marſt lius. d̓ wz vor zu ſant Sebaſlian ein biſchoff geweſen. da hetten die criſten vnnd die ketzer einen krieg miteinander. dauon ward er von ſeinem biſtum̄ vertriben vn̄ ſetzet ſich an ein einoͤde. Da kamen vil andechtiger frawen zu im durch guͦten rat. vnd vnder den ſagt im ei ne beychtzweyß vnd ſprach. Ich hab alle tag funfftzig Aue maria geſprochen vnſer lieben frawen zu lob vn̄ zu eren mit funfftzig veni gen. vnd wenn ich die Aue maria geſprach ſo daucht mich es wurd mir mein ſpeychel ſuͤß als das hoͤnig. Da der Eynſidel das hort da vieng er die Aue maria auch an. vnd wolt ſie auch ſprechē. Da thet im vnſer liebe fraw als groſſe genad das er inn ſiben wochen kaum funfftzig Aue Maria mocht geſprechen vor groſſer ſuſſigkeyt. Die genad verdienet auch ein groer munich. wann die edel magt Maria vbertrifft alle ſuſſigkeyt. Es was ein andechtige fraw in̄ einē Clo ſter die ſtund eines tags vor irem bett vn̄ ſah zu irem venſter hinauß. vnd ſah das ein iung ling in̄ den luͤfftē flog. da verſtund ſy ſich wol das es der teufel was vnd erſchrack gar ſer. da kam der boͤß veind zu ir vnd facht ſie mit vnkeuſch an. Da geſegnet ſie ſich mit dē hey ligen creutz. vnd bat vnſern herren Ieſum cri ſtum das er ir zuhilff koͤm in irem groſſen ley den. da verſchwand der boͤß veind. des drittē tags da rufft er ir aber. da beychtet ſye all ir ſund gar mit groſſem vleyß dennoch ward ſy von im nicht erloͤſet. Da leret ſy gar ein geyſt licher weyſer man wen̄ ſy den boͤßen veind ſe he das ſy dan̄ nyder knyet vnd ein Aue maria ſprech. das thet ſy. Vnd da ſy das Aue maria geſprochē het. da floh der boͤß veind zuhandt von ir vnd ſprach. verflucht ſey der d̓ dich das gebet gelert hat. alſo ward ſy erloͤſt von dem boͤſen geyſt mit der hilff vyſer lieben frawen. ¶ Eines mals da was ein fraw die hett von kindtheyt auff vnſern herren Ieſum criſtum gar lieb. vnnd bat in zu einen weyhennachten das er ir von ſeinen genaͤden zeyget das ant litz ſeiner kindheyt. Vn̄ darnach vber etzlich tag belyb ſy lenger in̄ der kirchē nach irer ge wonheyt dann vor. Da erſchyn ir ein ſchoͤnes kind das fraget ſy ob ſy dz Aue maria kund. Da ſprach ſy ya. Da ſprach dz kind. ſo ſprich mirs. Da ſprach ſißvntz auff. geſegnet ſey dy frucht deines leybs. da ſprach das kind. Ich bin die ſelb frucht. vnnd verſchwandt da zu haudt. da ſchrey dy fraro mit lauter ſtym̄. kum̄ herwider zu mir du allerliebſtes kind kum̄ her wider zu mir du allerliebſtes kind. Sollicher wort geſchweyg ſie nicht biß an den dreyſſig ſten tag. darnach kam vnſer herr ieſus criſtus wider zu ir. vnnd ſprach. du haſt mir lang ſen lichen geruffet. darumb bin ich zu dir kummē ſo kun du auch zu mir. alſo verſchied ſye mit groſſen freuden an dem dreyſſigſtē tag nach dem als ir vnſer herr Ieſus chriſtus erſchy nen was. ¶ Es was eines mals ein fraw die lernet ir kind das Aue maria. das ſelbig kind ſpilt ey nes mals mit andern kindē bey einem waſſer da was das waſſer den kinden zu groß vn̄ zu ſtarck das ſie alle ertruncken on das kind das das Aue maria kund. da luffen die leutz fragten es wie im geſchehen wer. Da ſp das kind. du das waſſer vberhanndt na ſprach ich ein Lue Waria. da kam zuhannot ein ſchoͤne fraro vnd habet mich ob dem waſ ſer als lang biß es verlieff. da dy leut das ſa hen vnd das ſchoͤn zeychen hoͤrten. da wurdē ſie gar fro vnd danckten gott vnd vnſer liebē frawen der genaden. ¶ Zu einem mal da wz ein fraw die wolt irē wirt auff das veld zueſſen bringen. vnnd her nyemant dem ſy ir kind befulhe. vn̄ geſegnet es mit einē Aue maria. vnd gieng von im. vnd die weyl ſy auß was da verbran ir hauß. vnnd da die fraw dz fewer fah da ſchrey ſy iemer lichen vm̄ ir kind. vn̄ da ſy heym kam da fanit ſy ir kind wolgeſundt. wann vnſer liebe e het ſein wolgehuͤttet. ¶ Eines mals da was ein edelman de von iugent auff eyn rauber. das was frawen gar leyd. wan̄ ſy het vnſer liebe gar lieb vnd bat iren man das er vnſer le tag em Aue maria ſprech. das thet er. Da a ſah er in̄ dem ſchlaff ein geſiht vnd daucht in wie er gewappnet in ein kirchen gieng. vn̄ wie er Maria gruſſet mit einē Aue maria. Da er ſcheyn im dz lieb kind vnſer lieben frawen vn̄ was ſer verwoundt an allē ſeinē leib. da ſchrey er mit lautter ſtym̄. O wee O wee du reyne iunckfraw maria wer hat dein liebes kind ver roundt dz ſag mir ſo wil ichs an im rechen. da ſprach vnſer liebe fraw. du biſt ſchuldig an al len wūdē. Da ſprach er. bin ich ſchuldig dar an ſo bin ich verzagt das ich nit ablaß meiner ſunden vmb in erwerben mag. Da ſprach vn ſer liebe fraw. du ſolt nicht verzagen kum̄ mit mir. ſo wil ich dir vmb mein kind ablas erwer ben. vnd viel mit dem ſunder fur irs liebē kin des fuͤß. da vergab im vnſer herr all ſein ſund da ward er gar fro vn̄ wolt hin gegangē ſein Da ſprach vnſer liebe fraw zu im. du ſolt alſo mt hingeen. du ſolt mit mir geen vnd heyl et lich gelid ſunderlichen mit andechtigem kuß. das thet er. darnach lebt er ſeliglichen vn̄ ver dienet das ewig leben. ¶ Eines mals da was ein mand̓ gieng des nachtes auß in dem willen das er ſtelen wolt. vnd viel von der prucken in ein groß waſſer. Da ſchrey er mit lautter ſtynm̄. Aue maria vnd ertranck. da des mannes ſel fur gericht kam. da ſprachen die boͤßen geyſt. die ſel iſt vnſer. n er iſt in einē boͤßen willē der werck tod. ſprach vnſer kiebe fraw. des mānes ſel ſol echt mein ſein. wan̄ er hatt mich an ſeiuē end angerufft. Den krieg vrteylt vnſer lieber herr vnd ſprach. Man ſol des mannes zungē ſchawen. vnnd vindet man daran des boͤßen geyſtes warzeychen ſo ſol im die ſel werden. vindt man aber das warzeychen meiner liebē muter Marie ſo ſol die ſel wider zu dem leyb kummen. vnd ſol ſein ſund buſſen. da vand mā wuff ſeiner zungen geſchriben. Aue maria. da reard die ſel vnſer lieben frawen nach dem vr reyl vnſers herrē. Sant bernhart hat geſchri ben. O du ſelige iunckfraw Maria wer dich anrufft in ſeinen noͤtten. den haſt du nye verne ſc leſygen die betgg hloſh offt in eines engels weyß. vnd beſund̓ rſcheyn er ir eines mals in groſſer klar nd ſporach zuir. Ich bin zu dir kuninen das ich dir lonen wil vnnd das ſaget dy fraro irem beychtiger. Da verſtund er ſich wol das es der teufel was vnd ſprach zu ir. wen̄ d̓ teu fel mer zu dir kumpt als ein Engel. ſo ſprich das er dir dy hochgelobten iunckfrawen ma ria zeyge vnnd wenn er das thut ſo ſprich ein Aue maria. beſtet er dan̄ ſo iſt es kein betriet nuß. verſchwindt er aber ſo iſt es d̓ teufel. vn̄ wolt dich betriegen. vn̄ da der teufel aber zu ir kam da thet ſy als man ſie gelert hett. vnnd ſprach das Aue maria. da verſchwand er als bald vnj erſcheyn ir nicht mer. da wz die fra als ſer erſchrocken das ſy in einē halben tag kaurm wider zu ir ſelber kam. ¶ Iu einem mal wz ein iunckfrarod̓ erſcheyn der boͤß geyſt offt in ires vaters hauß. vnnd macht ſich in mangerley form dz ſy da vō offt onmechtig ward. das tet er darun̄ dz ſy geyſt lich wolt werden. vn̄ er erſcheyn ir eines nach tes vnd ryet ir vaſt zu der welt wolluſt. vn̄ het ſy gern von dem gutē furſatz bracht. vn̄ ſagt ir vil gebrecheus vnd leydens von geyſtlichē leben. Da ſprach die iunckfraw. ſtirb ich aber inj der welt wolluſt wie geſchicht mir denn. zu dem wort ſchweyg der boͤß geyſt vnd wolt ſie da auß dem venſter hinab haben geworffen. da ſchrey ſie mit lautter ſtym Aue maria. Da ließ ſie der teufel zuhandt. vnnd ſprach zu ir. kum in ein cloſter ſo wil ich dich on vnderlaß anfechten vnnd hetteſt du yetzund die muter gottes nit angerufft ich het dich ertoͤdt. vnnd betrubt die iunckfrawen gar ſer. vnd verwan delt ſich zu einē groſſen hund. vn̄ fur zu dem venſter auß vn̄ erſcheyn ir furbaß nit mer. da dienet ſy furbaß der hochgelobtē iunckfraw en Maria mit groſſer andacht vnd mit vleyſ biß an ir end. ¶ Eines mals kam ei erber man in eine groen orden d̓ was nit gelert das wz den munichen gar leyd das ein als erber man ein leyen bru der ſolt ſein vnd gaben im einen meyſter das er verſuchet ob er gelernen moͤcht vnd bey dē gelerten moͤcht ſteen. da kund er nichtz geler nen denn die zwey wort Aue maria. Darnach ſtarb er ſeliglichen. vn̄ ward begraben in̄ den kirchoff zu dē andern bruͤdern. da wuchs auß ſeinem grab ein ſchoͤne liligen. Da ſtund an yeglichem blat geſchriben Aue maria. Da dz debruder hoten da giengen ſie al zuvn̄ ſa hen das groß wunder vnd gruben das grab auff. vnd ſahen das der liligen wurtzeln dem todten auß ſeinem hertzen gieng. vnd zu dem mund auß. ¶ Es will ſant Iohanns mit dē guldin mūd vnd auch die andern lerer. Die weyl vnſer lie be fraw vnſern herren Ieſum criſtum trug in irem iunckf rewlichen leyb. das ir miniglichs antlitz mit einem als groſßen ſcheyn vn̄ groſ ſer klarheyt geglentzer wer. dz ſie Ioſeph nit gentzlichen anſehē mocht vnder irem antlitz. vnd das weret als lang vntz ſy iren erſtgebor nē ſun gebar. O du edle muter gottes durch die ſendung die dir got der vater thet an ſey nem ſun. dem der heylig geyſt in̄ deiner reyn ſten ſel vnd in deinē keuſchen leyb bereyt hat die allerwirdigſten wonung vor a ren vnd durch das vereynen das ſe dir thet vnd durch das geberen dz du in haſſ gethan vns allen zutroſt. Bit in das er vnſere hertzen reynig. vnd vus ſelber bereyt zu ſeiner wonung. vnd vns mit im vereyne das wir eyn ding mit im werden hye vnd dort ewiglichen. Des helff vns got der vater durch ſeine ein gebornen ſun vnſern herren Ieſun Criſtum der mit im lebt vnd herſchet in einigkeyt des heyligen geyſtes immer in̄ ewigkeyt d̓ ewig keyt Amen. ¶ Von ſant Theodoſia der heyligen iunckfrawen Ant Theodoſia iſt geborn von d̓ ſtat Ceſarea von ed lem geſchlecht. vnnd was ein iunge tochter. ſchoͤn vber alltoͤchter des landes. vn̄ was noch ſchoͤner an irem heyligē leben. wan da ſie achtzehen iar alt wz. da gab ſie ſich got miteinander. Nun waren in̄ der ſtat vil criſtē gefangen zu den gieng ſy heymlich. vnnd bat ſie das ſy got fur ſie beten. das theten dy hey ligen diener gottes. da kam als bald ein ſtym̄ gottes vnd ſprach. ich begab ſie mit meinem heyligen vberwinden. vnd ſterck ſie mit meinē heyligen geyſt. das ſie alle peyn vberwind vn̄ all ir veind. Darnach vieng man ſie. vnd furt ſie fur den Richter Brbanum. der fraget ſie gar vil. Da ant wurt im die heylig iunckfrare gar freylichen vnnd weyßlichen vnnde Vrbanum vnd ſein diener vmb iren v ben. da wurden ſy gar zornig. vnd hieng bey dem har auff. vnd die weyl ſye alſol da prediget ſie Criſtenlichen gelaut volck. Vnnd ſprach zu den die vml den. Wee dem der da herſchet vnd d̓ herrē vber in wil haben. Wee dem de ſatt will ſein. vnnd den hungerigen Wee dem der nicht froft wil leyden bloſßen nit deckt. Wee dem d̓ alle habē. vn̄ dē and̓n nit ruͦ leſt. wee de kent wz er hat dz er dz von got ha red ward d̓ richter zornig. vn̄ hieß ſ abzyehē. dz tet man. da wz got mitt gab ſie ein ſchoͤne weyſſe wolck ſer vnd troēt ir er wolt ſye nech mer haegen. Da ſprach T heodoſia zu im offt du mir leyde antuſt. als offt empfah ch ein koflich eſſen von dir das bring ich dē liebhaber aller reynigkeyt memē gemahel Ie ſu chriſto. Darnach hieng man einen ſteyn an. iren halß. vnd warff ſie in̄ das meer. da ruffe ſie got an. da kam ein engel gottes vn̄ furt ſie wid an das land. vnd der ſteyn d̓ ir an dē half hieng den trebs ſie in̄ der hand. Damach lief man einen hungerigen lewen zu ir. vnnd eyn hungerige leopardin. da mochten ſy ir keinen ſchaden thun wann got was mit ir. Nach dē da enthaubtet man ſy. da ſah man dz auß irē mund ein taub flog. die was vil ſchoͤner vnnd liechter dan̄ des goldes ſcheyn. vnd dye taub flog auff in̄ den hymel vn̄ fur ir ſel zuͦ dē epi gen freuden bnd in̄ d̓ ſelben nacht da erſchyn ſant T heodoſiairen freuuden mit einer groſ ſen ſchar der junckftaien. vn̄ het ein ſchoͤnes weyſſes kleyd an. vnd hett ein guldins creutz inn der hand. vn̄ het ein guldine kron auff irē haubt die was mit edlem geſteyn durchlegt. vnd ſprach zu iren freunden. Nemptwar der eren vnd der wirden wolt ir mich beraubt ha ben vnd verſchwand da mit. Nunhelff vns die lieb iunckfraw ſant Theodoſia auch vmb got erwerben das ewig leben Amen. Von ſant Lucia Ie heylig frawſant. Lucia was ein criſtin. vnnd het got leb vnd dienet im mit vleyß tag vn̄ ht. mit beten. mit vaſten. mit wachen vnnd l ander guter vbung. vnd wz ein eefrare was darnach ſechßvnddreyſſig iar eyn e. den zeyten do was Dyoclecianus key rechtet die criſten ſer. vnd gebot wer an un gelaubet den ſolt man fahē. vn̄ mar ind toͤdten. Da das ſant Lucia hort da le den gelauben den ſie vor hermlichē het vnd̓ betet mit groſßem ernſt. vn ein herr Ieſu criſte vnnd almechti dß mich von meinen veinden. vnnd e mich haſßen vn̄ wider mich auf prach zu irem ſun. Mymwar das kinnmen der marter vnd des ſiges. de abgoͤtter laſßen. wann ſy pringen vns zu der ewigen verdamnuß. vnnd mugen vns nicht gehelffen. dauon ſullen wir vnſern herren anruffen. vnnd ſollen an in ge lauben der mag vns an ſel vnd an leyb wol ge helffen. vn̄ mag vns auch ewiglichē verdam nen. Da ſprach der ſun. Huter wie iſt dir ge ſchehen. du biſt nicht recht bey dir ſelber das du den einen got heyſt der gegeyſelt vnd ge creutzigt iſt. vnnd mit den ſchachern an dem creutz erhangen. da ſtrafft in ſein muter vnd ſprach. wie tarſt du wider deinen got vnd dei nen herren reden. Da ward er zornig vn̄ lieff bald zu dem keyſer. vnd ruget ſein eygne mu ter. darumb das ſie an Ieſum Criftlum gelau bet. Da ward der keyſer zornig. vnnd gebot dem Richter Gabell das er die frawen fur den abgott Pyus brecht. das thet der Rich ter vnd ſetzet den abgot fur die frawen vnd ſprach biſt du ein dienerin des gecreutzigten Indelcntu Ant Appolonia wz ein eynige tochter de keyſers Euſe bij. vn ir muter hieß Latima die wa ren purtig von Alexandria. vnd waren vnge laubig heydē. Da ward ſant Appolonia einer frawen gegeben das ſie das kind ſolt zyehen die was auch von wirdigē geſchlecht vn̄ noch edleflan dē gelaubē vn̄ an dē ſytē. Dy freund deſer iunckfrawen warē von dē geſchlecht dy da hyeſſen penellampen. vn̄ was ein rechte cri ſtin. vnd was zemal ſchoͤn. dauon ward ir ge machet ein haherturn in̄ dē ſie ſolt wonen. vn̄ zwelff zunckfrawen dy ir muſten dienē. vn̄ do ſy kam zu ſechß iaren do ward ir gegeben ein wirdiger weyſer altherr dz er d̓ iunckfrawen huͤten ſolt d̓ hieß Embilianus. Ir rater het ir auch laſſen machē ein guldin tiſch vnd darzu ein guldin ſtuͦl vnd alles dz ſy nutzet was al les gemacht von rotē gold. Sy het drey leyb lich bruͦder. aber der iungſt het ſy vbermaßen lieb vnd alles dz er kluges het od̓ koſpers dz gab er ir begirlichen das gab ſy als heymlich den armē. do mercket ir brud̓ dz ſy nichtz zier lichs trug weder feyertag noch wercktag als hnder iunckfrawen. dauon ſtrafft er ſy das ſy durch ſeine willen die kleynet nicht trug dy er ir gegeben het. do ſprach Appolonia. ich hab es alles gar ſicher behaltē do ich es dan̄ will nuͤtzen ſo es mir nuͦtzlich iſt. Der brud̓ forcht ſie het es vertoͤrt. vn̄ dauon wolt er es nuͦr ſe hen. Do ſprach Appolonia. Wiß mein lieber bruder dz ich dir mein heymligkeyt gern wil ſagen wilt du mir volgen vn̄ gelaubē. ſo wirt dir nachuolgē ewiger lon vn̄ ewiges lebē hye vt Ich laß dich wiſſen dz ich mir hab genimē einē gemahel d̓iſt d̓ edeſſt d̓ war got tes ſun vnd iſt auch warer mēſch. gelaubſt du an in ſo wirt dir ein kron des reychs on ende. wan er iſt ein kunig vber alle kunig. vn̄ ei herr aller herren durch den hab ich geben armen leuten alles das du mir geben haſt. d̓ iſt mein got vnd keyn andern got hab ich. wan̄ er gibt es hundertfeltiglich wz man durch ſeinē wil len gibt. den hab ich lieb vnd zu eine geſpon ſen wan er iſt ein got der reyne iunckfrawen. vnd ein ere vn̄ ein leben aller d̓ die an in gelau ben. on in iſt kein ewigs lebē vn̄ kein warheyt. vnd alle ding ſeind nur ein irrſal. vn̄ alle ding ſeind vinſter. vn̄ er iſt nur allein dz war liecht. Von der red ward der brud̓ zemal zornig vn̄ kam zu ſeinē bruͤdern vn̄ klagt in mit leyd wie vnguͦtlich ſy ſein gab vertan hett. vnd das ſie wer in d̓ irrſale der criſten. Da kam zuhand d̓ elter brud̓ zu ir vnd ſtrafft ſie veſtiglichē. Da ſprach Appolonia. Es ſteet geſchribē. Ir ſolt euch ſamlen eine ſchatz in̄ dē hymel da in die milben noch die ſchaben nicht zerpeyſſen mu gen noch die dieb nit außgraben noch ſtelen vnd dauon hab ich es armen leutē gebē. wan̄ ich beger dz ich behaltē muͤg die gebot meins herrē Ieſu criſti. Aber wee euch die ir do ſam let ſilber vn̄ gold vn̄ damit fulent eure heuß er vnd auch mit irdiſchē gemele darauff legt ir ewer ſchetz vnd fart dan̄ nackent vnd ploß von der welt. Ou ſolt auch nicht ſprechen das ich verirret ſey. wann ich bin erleucht wmit der warheyt des goͤtlichen liechts. Aber du vnnd dein geſind ſeind behafft mit d̓ ir ſal des boͤ ſen geyſtes die ir eret vnd anbetet fur goͤtter darumb werdet ir geworffen in̄ dy hellſchen Voſfant peyt. vnd werd eliglich mit in brinnen. Von d̓ red wurden ir bruͤder ſer betrubt vn̄ ſagten es d̓ muter vn̄ troeten ir wolt ſie es nit rechen ſo woltē ſiß dē vater ſagē. Die kunigin ward ſer betrubt vnd het ir tochter gern abgeleytet vnd verſucht es mit vbel vnd mit gut. vn̄ hieß ir dar bringen allerley ſeytenſpyl vn̄ vil edler iunckfrawen das ſy mit ir vppiglichen ſolten ſpylen das ſy vergeß Criſtenliches gelaubēs Vnd dy weyl ſie alſo froͤlich ſpylten vn̄ ſun gen. die weyl ſang ſy vnd lobet got in irē her tzen vnd ſprach. Ich lob vnd ſol loben dē her ren des hymels ich lob in in̄ d̓ hoͤhe. vn̄ dar zu reytzet ſie auch die andern vnd ſprach. Lobet got mit den pendeln an dē tantz. vnd lobet in mit dē ſeytenſpil vn̄ mit der engel ton. da nun die muter ſahe vn̄ die bruͤder das es alles nit halff da muſten ſie es auch kund tun dē vater Da nū llppolonia fur den vater kam da mer cket er eben das ſie wz ein bloͤde tochter vnd ſtillet den zorn ſeiner ſuͤn vn̄ empfalhe ſy der nuter dz ſiß ſolt ablayten. Da ſprach App v lonia. muter du arbeyteſt vm̄ ſunſt vnd peyni geſt dein hertz. wan̄ mein gemuͤt iſt gebawet auff einē ſtarcken velß vn̄ in Criſtū vergrabē deine wort empfah ich als ei wind. vn̄ dein er ſchreckung iſt mir als ein regen. Da ſprach dy kunigin zv em kunig. die kißling moͤcht mau leychter zermalē vn̄ eyßen verkern in dz bley ee man verkeren moͤcht ir ſyn̄. Da nun Appo lonia ward firfftzehen iar alt da verheyrat man ſy ab ſie einē heyduſchen kunig d̓ hyeß . vij in̄ d̓ nacht da traumbt Ap polomia ſie ſehe eī taubē die truͤg in̄ irē ſchna bel ein aſt von einē oͤlbaum. die flog ein durch das venſter vn̄ legt dē aſt auff den tiſch. dar nach flog ein adler auch durch dz venſter ein der trug ein kron gemacht von dornpluͦt. vnd durch das and̓ venſter flog ein rapp der trut auff den tiſch ein lebentige ſchlangē. Da ſie des morgens erwachet da ſagt ſie den traum dē altherrē d̓ ir von irē vater was gegeben zu eine pfleger d̓ legt ir dē traum auß vn̄ ſprach. Die taub bedeut zwey ding. das erſt das ſie berhafft iſt das and̓ dz ſie iſt on gallen. Alſo wirſt du auch berhafft von d̓ genad des hey ligē geyſtes vn̄ du wirſt vil vngelaubiger hey dē bekere zu criſto. Der erſt aſt des oͤlbaums bedeut die heyligē tauff. Der adler d̓ dy kron trug von den dornpluͦen. dz bedent die heyligen kron d̓ vberfluſſigen marter Recht als d̓ adler hoch fleugt vber all voͤgel. alſo wirſt da hoch gekroͤnet eber and̓ mertrer. Aber d̓ rapp d̓ die ſchlange trug dz bedeutet groſſe trub ſal vnd leydē. Da dz dy heylig iunck fraro hoͤ ret. wiewol dz was dz ſy noch vngetaufft wz dennoch trug ſy den namen Criſti andechtie lich in irem hertzen. vnd begeret zuholtē iren magdtum vnd Criſto treulich anhafften biß an ir end. Iu dē tag da d̓ kunig Carſius kunt men ſolt vn̄ wolt hochzeyt habē. da viel Appo lonia auff ire knye vn̄ ward andechtiglich be ten mit weynende augē dz ſy got beſchyrmet vor dē vngelaubigen kung Carſius. vn̄ da ſy nun außgebet het. do erſchyn ir ein engel der ſprach. Appolonia far behendiglichen in eyn ſtatt die ligt funff meyl von dyſer ſtat. da vin deſt du einē heyligen man ein eynſidel der ſol dich lernē den weg d̓ warheyt. vn̄ ſol dir helf fen das du getaufft werdeſt vn̄ geſterckt am griſten gelaubē. Erlich ſagen d̓ Engel ſprech zu ir. Cymotheus ſant Pauls iunger ſol dich tauffen vn̄ bracht ſie d̓ engel an die ſtatt. Vn̄ alſo ward ſie getaufft vnd geſterckt an guten dingen. Darnach kam ſie wid̓ heym vnd zer brach alle die abgoͤtter die da warē in ires va ters turn. Darnach gieng ſy vnd prediget au offner ſtraß criſten gelaubē. Dyſe mer kamen vberal in̄ die ſtat vnd kamē auch fur iren va ter. da d̓ vater nun hort dz ſein goͤtter all zer ſtoͤrt waren. da ward er zemal zornig vnd ſaß zu gericht. vnd hieß ſein tochter fur in bringē vn̄ ſprach. Appolonia weyſt du nit dz du an beteſt einē vngerechtē menſchē d̓ vmb ſeiner boßheyt willen verdampt iſt den all keyſer al lermeyſt haſſen. Da ſprach Appolonia. Sihe vater erkenteſt du die genad gottes du redeſt die wort nit vnd bekerteſt dich von allen got tern. vn̄ wurdeſt allein anbeten den gott d̓ do iſt in̄ dem hymel. das iſt Ieſus criſtus warer got vn̄ warer menſch. wan̄ do er wz bey ſeino hymliſchen vater da wolt er menſch werden. vnd wolt widerbringen die ſchuld des erſten menſchē Adams vn̄ dauon iſt er got vn̄ mēſch vnd hat den tod vn̄ die marter von vnſern we gen williglich gelytten vnd iſt auch nach dem tod an dē dritten tag gewaltiglich erſtandē. darumb dz er menſchlichs geſchlecht mit dē vater verſoͤnet dz von ſchulden verdampt wz I Nechtineſß cccxlxxiiij. rew vmb ſein ſund. vn̄ rufft vnſer liebe frawē mit gar groſſem ernſtlan. vnd bat ſie dz ſie im fein ſund vergeb. vn̄ da er lang in̄ der buß ge lag da ward er entzucket vnnd ſah vuſer liebe frawen dz ſie ir kind trug an irem arm ſam ſie es ſeugen wolt. vnd hort das ſie ir kind fur in bat. da bat er auch vnſer liebe frawen mit an dacht dz ſie im ablaß vmb ir kind erwurb. da keret ſich dz kind von dem ſunder. da bat vn ſer liebe fraw das kind offt gutlichen das es den ſunder anſehe. Da erhoret es ſein muter. vnd keret ſich gegen dem ſunder. vnnd ſah in freuntlichen an. vnnd vergab im all ſein ſund. da ward er gar fro. vnd dancket vnſer lieben frawen vnd irem kind. ¶ Es was eines mals ein edle fraw die zoh nach ires vaters tod zu irem vettern. vn̄ trug ein kind bey im. Vnd da ſy des kindes genaſ da ertoͤdt ſy es als bald vor groſſer ſcham vn̄ forcht wegen. Darnach beychtet ſy es vn̄ vol get des beychtigers ratt mt. vnd verzaget an der barmhertzigkeyt gottes von irer groſſen ſund wegen. vnd ſchicket all ir mayd von ir vn̄ erhieng ſich ſelber. da zerbrach der ſlrick. Da ſtach ſie ein meſſer inn ſich. dennoch kund ſye nicht ſterbē. vn̄ lag als ob ſy tod wer vor groſ ſem ſchmertzen. Vnd da ſie als lang lag. Da gedacht ſie an die muter d̓ barmhertzigkeyt der ſie vor offt gedienet het wie ſy kund oder mocht. vnd gewan ein hoffnung zuͦ vnſer lie ben frawen vn̄ rufft ſie an von gantzem irem hertzen. vnnd zuhandt kam ir die hohgelobt iunckfraw Maria zuhilff in iren noͤtten. wan̄ ſie iſt ein troͤſterin aller betrubten hertzen. vn̄ ſtrafft ſie darum das ſie verzagt vn̄ verzwey felt hett. vnnd ſprach. Meines kindes barm hertzigkeyt iſt groſſer dan̄ aller menſchē ſun de. Da gelobt ſie vnſer lieben frawen das ſie nymmermer keyn ſund wolt tun. da hub ſy vn ſer fraw wolgeſundt auff on allen ſchmertzē Da gelobt ir vnſer liebe fraw ſy wolt ir an dē dritten tag ein beychtiger ſenden dē ſy moͤcht ſicherlichen beychtē on alle forcht. an dē drit ten tag kam meyſter Iordan zu d̓ frawen da weſt ſy wol dz i vnſer liebe fraw dar geſandt het. vnd beychtet im all ir ſund. vnd ward eyn geyſtlich menſch nach ſeinem ratt. vnnd ſtarb darnach ſeliglichen. ¶ Iu eine mal da bawet ein babſt ein capel len in vnſer lieben frawen ere. vnnd hieng inu die Capellen zwor ampeln mit balſam. dz ſal ein kauffmā. der gedacht er wolt den balſam durch gewius willen kauffen. vnnd bat den babſt das er im den balſam zukauffen geb. dz verſaget er im. Darnach bracht er im vil be reyttes gelts. da der babſt dz gelt ſah. da wz im dz gelt als lieb dz er den balſam dē kauff man zukauffen gab. vnnd hieß oͤl inn̄ den am peln brennen. vnd behielt das gelt. Darnach kam ſant Peter mit dem ſchluſſel vnd ſprach zu im. O wee du geytiger babft dir ſtund des hymels tuͤr offen die iſt dir nū verſperret wor den. Da erſchrack der babſt gar ſer. vnd gieg zu einē guten man̄ vn̄ ſaget im wie im geſche hen were. vnd bat in dz er im ryete wy er thet. da ſprach er. iſt dir des hymels tuͤr verſperret. ſo gee zu dem venſter hinein. das iſt vuſer lie be fraw. wan̄ es ſtet von ir geſchriben. Sie iſt des hymels venſter wordē. Da gieng d̓ babſſ inj̄ die capellen vnd bat vnſer liebe frawen vn̄ knyet nyder vnd gruſſet ſie vnd lobet ſy on vn derlaß vier tag aneinand̓. da erſcheyn im vn ſer liebe fraw vnnd ſprach zu in. Dein arbeyt iſt vrub ſunſt vnd ſprach. das iſt mir leyd. Dar nach viel er aber vier tag fur vnſer liebe fran en vnd rufft ſie mit groſſem ernſt vn̄ andacht an. da erſchyn im aber vnſer liebe fraw vnnd ſprach zu im. Ich erbarm mich nit vber dich. Da ſprach er. wer biſt du. da ſprach ſy ich biu Maria die muter der barmhertzigkeyt. Da ſprach er. darumb das du dy muter der barm hertzigkeyt biſt. ſo ſolt du dich vber mich er barmen. thuſt du das nit ſo verleuſt du deinē namen. Da ſprach vnſer liebe fran. verluͤr ich den namē ob ich mich nit vber dich erbarmet. Da ſprach er. Ia du verluͤrſt in furwar. Da ſprach vnſer liebe fraw. darum̄ das ich meinē namen mit verließ mit den wercken. ſo ſolt du keyn ſorg haben vmb des hymels tuͦr. wan̄ du kumbſt zu dē venſter hynein dz ich ſelber per ſonlich bin. ¶ Eines mals da was ein ritter dem lihe ein Iud vil guts auff pfandt. vnd da er als arm ward das er nymmer pfandt hett da wolt im der Iud on pfand nymmer leyhen. daſchemet ſich der ritter ſeiner armut garſer vnd wz in groſſen noͤtten. Da ſprach der Iud. Ich wil dir wol raten das du reych wirſt wilt du mit volgen. Da ſprach der ritter. ich wil dir gern volgen. Da nun die leut von dem weg kameni. Von ſaſſt da eufft der Iud̓ dem boͤßen geyſt vn̄ ſprach zu im. ich hab dir den man herbracht der wil ſich dir zuͦ eygen geben darum̄ das du im vil gutz gebeſt. Da ſprach d̓ boͤß geyſt. du muſt gottes verlauguen vnd criſtenlichens gelau bens Da ſprach der ritter. dz wil ich gern tun Da ſprach der teufel. Du muſt gottes muter auch verlaugnen oder ich hilff dir nit. Da wz dē ritter gar leyd. vnnd ſprach zu dem teufel. gib mir vmb des verlaugnen das ich gottes vnd criſtenlichens gelaubens gethan hab. da ward der Iud zornig auff den ritter. vn̄ giēg von im vnd ließ in on allen troſt ſteen. da ver ſchwandt der boͤß geyſt. da gieng der Ritter lang irr vnnd kam zu eines edelmannes hoff. iij dem ſtund ein Capell darein gieng der rit ter fur vnſer lieben frawen bild vnd viel dar fuͤr. vn̄ het groſſe rew vm̄ ſein ſund. dadaucht in wie vnſer liebe fraw ir kind von irer ſchoß ſetzet vnd thet recht ſam ſie auff ire knye fur in vallen wolt. Da vergab das kind dem Rit ter alt ſein ſund durch ſeiner muter willē. vnd da der ritter zu imſelber kam. da ward im ſein hertz gering vnd wolt von dannē ſein gegā gen. da was der herr da des der hoff was d̓ het es alles geſehen. vn̄ fraget den ritter war umb er fur das bild wer gefallen. dz ſaget er in. da gab er dē ritter vil gutz durch vnſer lie ben frawen willen. ¶ Eines mals da was ein gute fraw. die het einē boͤßen man. dy bat vnſer liebe frawen vil iar das ſy durch iren willen auß irem man̄ ey nen guten menſchen machet. die ſelig frar aß acht iar auß ires mannes ſchuſſeln heymlich vor im. das ſy nye keines fleyſch embeyß. das mercket er nye. vnnd eines nachtes ſtund dye fraw auff auß irem bet. vnd rufft vnſer liebe frawen mit gar groſſem ernſt an. vn̄ da ward ſy entzucket vnd ſah dz vnſer liebe fraw ir lie bes kind bat das er dy frawen erhoͤret. vnd ir ires groſſen leydens ein ende geb. vnnd einen guten menſchē auß ire man̄ macht. da ſprach das kind. Liebe muter ich hab noch vil mer durch iren willen erlyden. vnnd zeyget ſeiner muter ſeinen rucken alſo hloſſen. der wz vber al mit geyßeln ond beßen ſer zerſchlagen vnd ſprach. Ich erhoͤr ſie nicht durch ires leydens willen ich erhoͤr ſie nur durch deiues gebets willen. da kam die fraro wider zu ir ſelber vnd gneng zu iē non̄ daheter ſich rekeret vaeh irem woilen ond ward damach ſchyer eint nuß nich vnd wolt ſein tochter auch geyſtlich ha ben gemacht. da namen ims ſein freund vnnd gaben ir einen man. darum̄ das ſie ſein erb be ſeß. vnd da ſy die iunckfrawen wolten zulegē da entran ſie in mit der hilff gottes. vnd kam zu irem vater in den orden. ¶ Iu einem mal da wz ein gute fraw dy hett vnſer liebe frawen gar lieb vnd dienet ir vnd irē kind mit groſſer andacht. dy hett ein ſund in irer kindheyt getan der ſchempt ſie ſich als ſer das ſie ir nit dorſt ſagen vn̄ beychtet doch all ir ſund gentzlichen. vnd ſprach ye nach der beycht. ich gib mich ſchuldig der ſund vnd al ler meiner ſund. vnd begeret daruber ablaß vō gottes barmhertzigkeyt. vnnd meynet ye dye heymlichen ſund. vnnd meynet ſy wolt ſie vor irem tod beychten. vnd klaget dy ſelbigē ſund mit betrubtem hertzen vnſer liebē frawen in̄ der kirchen. des ward der beychtiger innē dz die fraw ir ſund verborgenlichē gebeycht het Vnd der beychtiger weyſet die frawen guͤt lichen auff den rechten weg zu dem ewigē le ben. Dennoch verſperreten ir die boͤßen geyſt iren mud. dz die ſelbig fraw dy groſſen ſchwe ren ſund nit gebeychten mocht. vnd ſtarb inn der ſund. darum ward ſie von got ſchwerlichē geurteylt. Da erwarb ir vnſer liebe fraw das ſie wider lebentig ward. vnd beychtet gentz lich all ir ſund. vnnd empfieng vnſers herren fronleychnam mit groſſer andacht vnd ſaget es allen den die bey ir waren. wy ir geſchehen was vnd ſtarb darnach inn dem frid des al mechtigen gottes. ¶ Eines mals da was ein edle fraw die hett vnſer liebe frawen gar lieb vnnd machet ir in irem hauß ein Capellen. vnd het einen eygen Caplan der ir alle tag meſß laß von vnſer lie ben frawen vn̄ kuͤrtzlich vor liechtmeſß wan dert der brieſter vber felt vn̄ beleyb als lang auß das er die frawen verſaumpt an vnſer lie ben frawen tag zu liechtmeſß dz ſy kein meſß mocht gehaben. da was der frawen gar leyd vnd gieng in̄ die capellen vnnd leget ſich fur den altat. da ward ſie entzuckt vn̄ ſah ein groß ſe ſchar mit ſchoͤnen iunckfrawen. vnd vor de allen da gieng gar ein ſchoͤne iunckfraw. dye het gar ein ſchoͤne kron auff. vnd ſetzten ſich nyder inn die capellen. Darnach do kam eyn ſchar mit unglingen dy ſetzten ſich auch md̓ vnd̓ den truff einer gat ein ſchoͤne groſſe ker tzen vnd gab die der iunckfrawen die den an dern vorgieng. vnnd darnach gab er den an dern allen kertzen vnnd gab der frawen auch ein kertzen. die nam ſie mit groſßen freuden. Vnd ſah auch ſant Laurentzen vn̄ ſant Vin centzen die waren ewangelier vnd epiſtler. vn̄ vnſer lieber herr Ieſus criſtus der was d̓ brie ſter. Nach der beycht huben zwen engel an das ampt der nieſſ mit lautter ſtym̄. vnnd die andern ſungen auch mit in. Da es nun kam dz ma opffern ſolt. da opffert dy ſchoͤn zart iūck fraw ir kertzen dem brieſter. vnnd die andern iunckfrawen auch all ir kertzen. nach dem als es gewonlich iſt. vn̄ da die fraw mit irer ker tzen nicht wolt zu opffer geen. da fandt vnſer liebe fraw zu ir vnd embot ir warumb ſy den brieſter als lang ließ beytē. da ſprach dy fraw dz man die meſß furſich ſunge ſy wolt ir ker tzen nicht opffern. da ſprach aber vnſer liebe fraw zu dem boten. Geehin vnnd nym ir die kertzen. das thet er. vnd wolt ir die kertzen ge nummen haben. da hyelt die fraw vaſt vn̄ zu gen hin vnd her als lang biß die kertzen ent zwey brach. vnd belyb dem boten das ein teyl vnd der frawen das ander teyl inn der hand. vnd ſy kam zuhandt zu ir ſelber vnd ward fro vnd dancket vnſer lieben frawen irer genadē das ſiß an dem tag nicht on meſß hett gelaſ ſen vn̄ die kertzen behielt ſy als ein and̓ heyl tumb vn̄ zeyget ſie zu einem warzeychen des groſßen wunders. vnd dienet hinfür vnſerm herren Ieſu Criſto vnd vuſer lieben frawen biß an ir ende. Du allerwolgezyerteſter tēpel des almechtigen gottes. du brachteſt got inn den tempel deinen vnd ſeiuen eingebornē ſun. der da iſt das allerwirdigeſt genemſt opffer das im ye gebracht ward in̄ d̓ alten vn̄ neuen Ee. den ſelben deinen ſun vnſern herrē Ieſum Criſtum den bit das er vnſer kranckes leben das wir hye in dyſer zeyt habē. das im von vn ſer ſundt wegen widerzem iſt vnd im nicht ge fallen mag. dz er im dz mit ſeinem volkummē lebē vn̄ mit ſeinē vnmeſſigen verdienē wirdie mach. vnd das er vns mit allem gut das er ſel ber iſt in goͤtlicher vnd in menſchlicher natur ſeinē vater opffer zu lob vnd zu eren. vnd vns geb nach dyſem zergencklichē leben dz ewig leben. Das helff vns got der vater vnd d̓ ſün vnd der heylig geyſt Amen. Von ſant Blaſio Ant Blaſius wz ein Criſten. vnd het got lieb vnd dienet im mit vleyß tag vnnd nacht mit vil guter vbung. vnd fleyß ſich aller tugent gegē gott vnd ſeinem nechſten dauon hetten in dye criſten lieb. Nun was in̄ dem land Capadocia ein ſtat dye hieß Sebaſti. die ſelben men ſchen hetten ſant Blaſium gar lieb. wann ſye hetten vil vō ſeiner heyligkeyt gehort. darum erwelten ſie in zu Biſchoff. da pflag er des ampts mit vleyß vnnd prediget criſten gelau ben mit groſßem ernſt. ¶ Iu den zeyten echtet man die Erſten gar Fer vnd vieng ſy vnd martert ſy vnd toͤttet ſye wo man ſy ankam. das was ſant Blaſio gar leyd vnnd mocht das leyden an den criſten nit ſehen vnd floh in ein wilde wuͤſt in̄ ein hoͤl. vn̄ lebet als ein Eynſidel in̄ der wuͤſt darum das er got mit gantzem hertzē moͤcht gedienē vn gehindert. da furſah in got. wan es kamen vil voͤgel zu im vnd brachte im ſein ſpeyß. Es ka men auch die wilden tyer fur ſein tuͤr vn̄ wol ten uit von im er gebe in dan̄ ſeinen ſegen vnd wen eyn tyer ſiech oder wundt ward ſo kamē ſie bald zu ſeiner zel. wen̄ er es dan̄ geſegnet ſo ward es geſundt vnd gieng von danne. ¶ Iu der zeyt was ein richter vber das land der hieß Agricolaus der was ſer wider dy cri ſten vnd eines mals wolten ſein knecht iagen vnd wolten wilt vahen durch kurtzweyl vnnd durch iren nutz. da ſpurten ſy vil wildes inn d̓ ſelben wuͤſte da ſant Blaſius innen was vnd ſahen vil wildes vmb die zell dē iagten ſy vaſt in̄ dem wald nach den tag allen. da waren dye tyer als ſchnell das ſie ir nit gefahen mochtē das thet in zorn. vnd ryten heym vnd ſprachē zu irem herren. wir haben nicht wildes gefan gen vn̄ iſt ſein doch vil bey emer zell da iſt bla ſius innen. das thet im zorn vnd ſprach. vacht in bald vnd bringt in her. vnd in d̓ ſelbē nacht da in die boten ſolten bringen. da erſcheyn im vnſer herr da er mit andacht betet vn̄ ſprach. Blaſi ſtantauff. wann du ſolt mir ein opffer bringen. da wz er im zuhandt gehorſam. Dar nach kamen die botē zu im. da empfieng er ſie ſchon. vnd ſprach zu in. mein liebe kind ich bin fro das ir mich wolt vahē. wan̄ ich ſih wol dz got mein nit vergeſſen hatt. Da ſprachen ſie. der richter hat vns nach dir geſandt. da gieg er gutlichen mit in vnd leret ſy criſten gelau ben vnd̓wegen. vnnd hofft er bekeret ſie. Da luffen im die tyer alle hinden nach. da forchtē ſich die boten ſer vnd fluhen. Da ſprach ſant Blaſius. furcht euch nit ſy thun euch keynen ſchaden vnd machet dy tyer geſundt dy ſiech waren. vnd gab in da vrlaub. vnd gebot in dz ſy da beliben vnd nicht verrer mut im giengen das theten ſy. vnd ſtelten ſich als trauriglichē das dye boten wund̓ darab namen. da ſy das zeychen ſahen vnd horten da bekerten ſy ſich vnd empfiengen den tauff ee ſy heym kamen. ¶ Nin kan ein fraw an denm weg zu in dy trug ein kind an dem arm dē was ein gret in̄ dem halß beſtecket dz was ir leyd vnd ſprach. Lieber herr hilff meinē kind das wil erworgē Da ſprach er ſein gebet mit andacht zu Gott da ward es wolgeſunt. da ward dy fraw gar fro vnd dancket got vnd im der genaden. ¶ Darnach kam ein andre fraw zu im dye ſprach. Lieber herr ich klag dir dz ich nur ein ſchweyn het das hat mir ein wolff hingetra gen. Ich bit dich dz du mir helffeſt dz es mit wider werde. Da ſprach ſant Blaſius. Liebe fraw gehab dich wol dir wirt dein ſchweylein wider. da kam d̓ wolff zuhandt der trug das ſchweyn dz lebet dennoch vnd warff es nyd̓. ¶ Darnach bracht mā den biſchoff fur den richter der ſprach. du ſolt vuſern goͤttern opf fern vnd ſolt ſie aubeten dz wolt ernit thun. da hieß er in in den kercker legen. das leyd er gedultiglichen. vnnd an dem andern tag nam man in herwider auß. vn̄ d̓ richter het in gern von criſten gelaubē bracht. vn̄ meynet er wolt in mit guter red da von bringē vn̄ bat in guͦt/ lich das er ſeinē abgoͤttern opfferet. das wolt er mt thun vnd ſprach zu im. dein falſch goͤt ter ſeind ein ſpot vnd muſſen ewiglichē in̄ der helle brinnen vnd alle die menſchen die an ſie gelauben dy muſſen zu in in̄ dy helle. da ward der richter zorug vn̄ hieß in ſer mit knuͤtteln ſchlahē. da ſprach er zu dē richter. Eya du vn ſinniger tyran̄. wilt du wenen das du mich mit der marter darzu mugeſt bringen. dz ich mei nes gottes in meinē hertzen vergeſſe. vnd die groſſen lieb ī meinē hertze vertruck. da kauſt du mich mit keiner peyn zubringen. wan̄ mein herr Ieſus criſtus d̓ gibt mir krafft vn̄ macht Darnach ſeget man in aber in den kercker dz hort die fraw der das ſchweyn wid̓ ward. da ſchlug ſie ir ſchweyn vnd bereytet es. vn̄ nam ein liecht vn̄ ein brott vn̄ des ſchweyns haubt vnd dy fuͤß vnd bracht es ſant blaſio zu dem kercker. da ward er d̓ ſpeyß gar fro. vn̄ ſprach zu der frawē. du ſolt mir alle iar ein liecht zu eren brennen vnd wer dz thut des wil ich vor got gedencken vnd wil im das ewig liecht vm̄ got erwerben. da gieng dy fraw heym vn̄ thet es vnd lernet es auch manig menſch hernach vnd ward ſelig ¶ Darnach bracht man ſant Blaſium aber fur den richter d̓ ſprach zu im. Wiſt du noch den goͤttern opffern. da ſprach er neyn. ich wil meinē herrē ieſu criſto opffern