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Legenda aurea, deutsch
Seite
CXCVv
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Von ſant

dy wort criſti an im erfullet da er ſprach. Ichſchlach den hyrten ſo werden die ſchaͤffleinſeiner ſchar zerſtrewet. Darnach legtē dy diener ir hend an ſant Emmerammus. vnd hiebēin vaſt. vnd zugē im ſeine cleyder ab. vnd bunden in da mit ſtricken auff ein leytern. vnd zugen in da in ir herberg vnd ſchnytē im ſein gelyder ab. da dancket er gott ſeiner genaden inſeinē leyden vnd ſprach. Herr Ieſu criſte ichdanck dir dz ich mein vnſchuldigs bluͦt durchdein lieb vergieſſen ſol vn̄ durch meines negſten willen. Wann du ſpanneſt herr dein armauff an dem heyligen creutz durch mich. vnddurch aller menſchē willen. dz hoͤrtē zwen diein peynigten. vnnd ſprachen. Wir bitten dichherr Ieſuchriſte das du das bluͦt an vns ichtrecheſt an dem iungſten tag. wan̄ wir muͤſſendas thun. Da ſprach ſant Emmerāmus. Ichbit dich herr dz du die erhoͤreſt als ſy dich gebeten haben. Da ſprachē dy andern drey. warumb toͤttē wir in nit. Nun hat er des hertzogen tochter leſterlich geſchendet vnd ſtachenim ſein augen auß. vnd ſchnyten im ſein oren.ſein hend. vnd die fuͦß ab. vn̄ die ſcham ſeinerkeuſcheyt. da danckt er got ſeiner genadē mitgroſſer andacht. Da das dy boͤßen hoͤrten dzthet in zorn das er got alſo dancket. vnd ſchuyten im die zungen auß. vnd lieſſen in alſo ligēmit ſtumpffem leyb. vnd giengen da von im. Nach dem kam ſeiner brieſter einer zu imvnd ein fran. da redt er von der genad gottesvnd ſchadet im nit das ſy im dy zungen hettēaußgeſchnyten vn̄ bat ſy dz ſy im einē trunckwaſſers geben. da ward d̓ brieſter ſer betrubtvon der marter dy er au im ſah. rn̄ ſprach trauriglichen zu im mich wundert dz du begereſtdas du gekrefftiget werdeſt. dir wer beſſer zuſterben dan zu lebē m alſo groſſer marter. daſprach der biſchoff. Weyſt du nit dz ich vorofft geſprochen hab. Es ſol nyemant begerendas ein kranckes ſchier ſterbe. wan es buͤſſetſen ſuͤnd. vnd erwirbt die goͤtlichen genad vn̄ſenfftet gottes zorn. darumb ſol man dy peynlengern. wie iſt dir mein kranckheyt vnd meinverwunter leyb als ſchwer zuſehen dz du mireinē trunck waſſers nit magſt bringen da mitich mich lab. darumb gib ich dir zu buͦß dz duallen menſchen vndertenig muſt ſein dy weyldu lebeſt andern menſchen zu einē ebenbilde. Damach namen ſein diener vnd ſein pfaf

fen ſein abgeſchnytne gelyder. vn̄ klaubten ſyauff. vnd namen in vnd furten in in ein dorff.Darufft er zu got. vnd ſprach. Dy zeyt iſt hiedas ich von dyſer welt ſol ſcheyde. vn̄ ſol auchauff gehaben werden von den engeln in denhymel. Da legten ſy in auff einen gruͤnen anger. da ſahē ſy ein groß liecht auß ſeinē muͤdgeen. da erſchracken ſy alle. da verſchyed er alſo: da fur ſein ſel zu den ewigen freuden. Danamen ſy ſeinen heyligen leychnā mit groſſenvorchten vnd legten in auff einen wagen. Nun wz dy ſtat daran ſant Emmerāmusſtarb lang wuͤſt gelegen. vnd als bald er ſeinſele auffgab da geſchach ein zeychen. wan̄ esviel ein ſchnee vnd bedecket dz veld alles. vn̄ward die ſtat als bald fruchtber. vnnd beleybalſo biß man ein kirchen dahin bawet gott zulob vn̄ ſant Emmerāmus. vn̄ dy zwen dy ſantEmmerāmū vber iren willen martertē dē gabgot ein ſeliges ende durch ſein gebet. vnd dyeaudern drey wurden behafft. vnd namen eyniemerlichs end. vnd das geſchach alles in ſibētagen vmb das vnſchuldig blut das ſy vergoſſen hetten vnd kam gar ein greulichs wetterin dz dorff darin̄ ſant Emmerāmus ſtarb mitplitzen vnd mit wind vnnd mit groſſem regenwol viertzig tag aneinander. wan̄ es wolt gotdas das waſſer den heyligen leychnā gen Regenſpurg truge. da legtē ſy den heyligē leychnam auff ein ſchiff auff ein kleines waſſer. vn̄zundtē vil kertzen an. da lieffen dy waſſer alsſer zu das dz dy ſchyff leut ſer wund̓ nam. vn̄gewunnen waſſers genug biß auff dy tunawda wart das weter als heyter vn̄ klar zuhandals ob es nye nichtz geregnet het. vn̄ ward alsklar an dē hymel dz mā wed̓ wolckē noch widmocht bruͦfen. Da gewan alles volck groſſefreud von dē zeychen. vnd wieuil es geregnethet vnd d̓ wind geweet ſo was doch nye keynkertz erloſchen vnd alſo empfieng d̓ hertzogden heyligē leychnā gar wirdigklichē. wan̄ erweſt nun wol das er vnſchuldigklichē gelydehet. vnd fuͤrt in mit groſſen eren in dy ſtat zuRegenſpurg mit aller brieſterſchafft. vnd begrubē in mit groſſer andacht. Nun helff vnsd̓ lieb herr ſant Emmeramus vmb got erwerben beſſerung vnſers lebens vnd ablaß allervnfer ſunden vn̄ darnach dz ewig lebē Amen.Von ſant Tecla