Emmerammus
.CLXV.
get es dann den menſchen vnd alſo wurden ſyall zeyt geyſtlich von im geſpeyſet. vn̄ alſo prediget er durch alle dy ſtet gemein. vn̄ kam darnach gen Oſterreych. vnd an dy Tunaw. vndkam gen Regenſpurg. da was ſant Otto derfraget in von wannen er kummen wer vn̄ außwelchem land er were. Da ſprach ſant Emmerammus. Ich bin geweſen in der ſtat Bononienſi vnd Galloru von dem einſprechen gottes vnd hab ſie von den genaden gottes bekeret. Da bat in ſant Otto das er da belib. dasthet er. da ward er erwelt von dem hertzogenzu einem biſchoff. zu den zeyten da ware dēnoch etlich menſchen heyde in der ſtat zu Regenſpurg das was ſant Emmerammus garleyd. vnd vberkam ſy mit ſeiner gutē lere. desgoͤtlichen wortes vnd mit ſeinē heyligē leben.das was in all zeyt ein ebenbild. wan er wastugentlich vnd gerecht. vn̄ betet vaſt vnd weynet vil. Nun bekant der lieb herr ſant Emmerammus wol das im ſein tod nachnēt. vn̄ namda vrlaub von dē hertzogen vnd von dē volckvnd kam gen Rom zu ſant Peter vnd zu ſantPauls. vnd rufft ſy mit ernſt an. vnnd bat ſiedas ſy im erwurben ablas ſeiner ſund. vn̄ kamda wider gen Regenſpurg. da hett d̓ hertzogein tochter dye hieß Vta. die ward eins kindes ſchwanger bey eines Ritters ſun Sigillwaldus genant. da von wurden ſy ſer betrubtbeydeſampt. wann ſy weſten wol das es nichtverſchwigen moͤcht beleyben vnd kame zu dēbiſchoff ſant Emmerammus. vn̄ vielen fur in.vnd klagten im ir groß leyden. vnnd ſprachen.wirt ſein der hertzog innē ſo muͦßen wir beyde ſterben ir helfft vns dann. vnd hetten merſorg vmb iren leyb dann vmb irer ſel heyl. Dagewan d̓ lieb herre ſant Emmerammus großmitleyden mit in. vn̄ ſeufftzet zu got. vnd ſtraffet ſy ſere vmb ir ſunde. vnd ſaget in wy großpeyn die ſel darumb muͤſt leyden. vnnd lert ſiewy ſy die ſunde ſolten buͤſſen. vnd wy ſie dasleyden gedultigklichen ſolten tragen. Vnndſprach zu in ſy ſolten dy ſund auff in legen. vn̄ſolten ſprechen zu dem hertzogē dz kind̓ werſein. wann er weſt wol das es der hertzog nitvngerochen ließ. vnd darumb dz ſich dy tochter vnnd der iungling deſterbaß gehabten danam er die fremden ſund auff ſich. vnnd kamzu ſant Wolffgang. vnnd beychtet im. vnndſprach in der beycht zum O wolfgang ein
freund gottes. ich ſag dir in heymligkeyt dasich dy ſund der zweyer menſchē auff mir willaſſen ligē. der bin ich doch von gottes genaden vnſchuldig vnd bit dich in goͤtlicher liebdas du das nyemant ſageſt biß nach meinemtod. ſo ſag es denn das nyemant von mir geergert werde. wann ich wil gern durch gott gemartert werden. das thet der heylig herr ſantWolffgang vnd prediget es nach ſeinē todeoffenlichen. vnnd ſaget das er da vnſchuldigwas. Darnach floch ſant Emmerammus außder ſtat. vnd thet recht als ob er ſchuldig weran den dingen vnd nach dreyen tagen tam erzu einem brunnen vn̄ beytet ſeiner marter da.Da fragte in ſein pf affen. warūb er als langda beytet. Da ſprach er. Da beyte ich meinesſiges hie.Nun ward d̓ hertzog innen das ſein tochter ein kind trug. vnnd ſprach zu der tochter.Ich wil ye wiſſen wer an dem kind ſchulditſey. Da ſprach ſy der biſchoff ſant Einmerammus hat mich darzu bezwoungen. da ward derhertzog zornig auff in vnnd wolt ſein tochtermit einem ſchwert ertoͤdt habē dan̄ das manim die zucket. vn̄ er beraubet ſy ires veterlichēerbs vnd ſandt ſy in das ellend darinnen ſoltſy beleyben biß an iren tod. Da het ſy einē bruder der hieß Lampertus der ſchemet ſich derſach gar ſer vnd was auff ſant Emmerammugar zornig. vnd eylet im nach mit gar groſſemzorn. das hoͤrten ſein diener vnd lieffen zu imvnd ſprachen. es ſeind ewer veind kumme vn̄wollen euch vahē dauon ſo fliehet. Da ſprachſant Emmerammus mit einem froͤlichen antlitz. ſy kimmen nit durch vnſer verdamnuß ſykummen das wir dy kron der ewigē ſeligkeytdurch ſy empfahen. vnnd zuhandt viengen indy diener vn̄ furten in zu Lamperto d̓ ſprachſchmelich vn̄ freyßlich zu im. Sagt an iſt derhertzog ewer ſchweher. Da ſprach ſant Eimmeramnmus. Ich hab keynen ſchweher aufferdtrich. Da ſprach Lampertus des hertzogen ſun. wie getorſt ir dem hertzogē ſein tochter ſchenden der euch vil gutz gethan hat. Daentſchuldiget ſich d̓ heylig herr ſant Eumerammus mit ſenfften wortē. da wolten ſy wenen er wer ſchuldig. da ſtach in lampertus miteinē ſper. vn̄ ſprach zu ſeinē dienern das ſie invaſt haueten. Da fluhen ſant Emmerammuspfaffen vnd ſein diener ale von in vn̄ rurdē