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Legenda aurea, deutsch
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Niclaus aconiten

.CIV.

bruder. vnd bat in das er in in̄ den ordē nem.vnd ſprach. Ich wil dy welt zumal auffgebē.da ward der bruder gar fro. vn̄ lobet got darumb. vn̄ empfieng in in den orden darinn lebet er ein iar nach des ordens geſetz. vnd gelobt da willigklichē gehorſam zu ſein biß anſeinen tod. vnd lebt darnach in vil tugenden.vnd in ſolicher ſeliger ebung. vnd behielt denorden vil ſtrenglicher dan̄ die andern mit beten mit vaſten mit wachen. vnd zyeret ſein leben mit geyſtlicher zucht vnd mit der heyligēgeſchrifft. vnd ward da brieſter. vn̄ volbrachtdas ampt vil menſchen zu troſt. den lebētigēvnd den todten. Darnach ſandt man in in eincloſter in den wald das heyſt Beleyb in demtal. darinn lebt er ſeligklichē in dē dienſt gottes vnd hielt all tag meſß. Eynes mals was er woͤchner dz er dy tatmeß ſolt ſingen. da lag er an dem ſuntag. vndſchlieff. da rufft im ein ſel mit kleglicher ſtym̄vnd ſprach. bruder Niclaus ſih mich an. Daſah er auff. vnd ſprach. wer biſt du. da ſprachdie ſtym. Ich bin bruder Peregrinus ſele dēdu wol haſt bekant. vnd klag dir das ich großpeyn leyd. vnd ſag dir das ſich got vber micherbarme wil ob du heut ſelmeſß ſpricheſt. darumb bit ich dich lieber vater das du gott furmich bitteſt. Da ſprach ſant Nliclaus. vnſerherr Ieſus criſtus helff dir auß aller nott. ichkan heut mt ſelmeſß ſprechen. Wann ich birwoͤchner vnd muß tagmeſß ſingen. da ſprachdie ſel. Seliger vater kun̄ mit mir. vn̄ ſihe dzſein groſſe uot iſt. vnd furt in in eine wald. daſah er manigerley menſchē auff einer wyſenfrawen vnd man̄. munich. pfaffen vnd leyen.die rufften all zu im mit kleglicher ſtym. vnndſprachen. Lieber vater erbarm dich vber vnsmit deinen ſelmeſßen. vnnd bit gott fur ons.vnd thuſt du dz ſo wirt vnſer vil erloͤſt. damiterwacht er vnd hett groß mitleydē mit dē ſelen. vnd bat fur ſy. vn̄ da er auffſtund do vielerfur den Prior. vnd bat in da demutigklichdas er in die wochen ſelmeſß ließ ſingen vndſaget im ein teyl was er geſehen hett. Da erlaubet im der prior. Da die wochen auß kamda erſcheyn im des bruders Peregrinus ſelevnd dancket im vnd ſaget im das er erledigetwer wordē von aller peyn. vn̄ ein groſſe ſcharmit im durch ſeiner ſelmeſß willē. vn̄ ſaget imauch das ſein gebet got gar genem wer.

Sant Niclaus was in der ſtat Canatenſi. da kam im botſchafft ſein leyblicher brud̓wer ermoͤrd wordē in der buͤrg Apetia vō boͤſen leuten. da er das hoͤrt da was im gar leydvnd ſeufftzet von gantzē hertzen. vnd weyntbitterlichē vmb ſeines bruders gehen toͤd. dawz im gar leyd. wan̄ er wz gar ein weltlicherman geweſen. darumb hett er gar groſſe ſorevmb ſein ſele. vnd bat vnſern herren zehē tagmit weynen mit beten vnd mit vaſten dz er imzuerkennē geb wie es vmb ſeines bruders ſelſtuͤnd. vn̄ eines mals da zundet er ein ampelnan in der kirchen vor vnſers herrē fronleychnam. da hoͤrt er ein ſtym hynder dem altar dieſprach. mein lieber brud̓. ich ſag lob vn̄ danckmeinem herren das er mich auß aller meinerpeyn erloͤſt hat durch deiner guten werck willen. Da forcht ſant Niclaus es wer der boßgeyſt vnd wolt in betriegen. vn̄ ſprach. da boſer geyſt mein bruder iſt iemerlichē tod. dochmag im d̓ almechtig got ſein genad erzeygenDa ſprach aber eins dy ſel. bruder hab keynēzweyfel ich bin furwar erloſt worden von aller peyn durch deines gebets willē. vn̄ ſprachbrnder biß ſtarck an guten wercken. wann dieſeind got als genem von dir das er dich allesdas gewerē wil dz du in mit andacht bitteſt. Er het einen oheym der was prior. der hetgroß leyden vmb ſant Niclaus. vn̄ forcht erverderbet ſich mit ſeinē ſtrengen leben dz erhet vber die geſetz vnd vber die gewonlichenvbung der bruͤder. vn̄ ſprach eins mals zu im.Ich hab groß leydē vmb dich das du ein alsherts leben haſt. wan̄ du biſt zu iung vnd zukranck. da dz ſant Niclaus hort da verſtunder ſich wol das es von des boßen geyſtes ratwas vnd gieng in die kirchen vnnd rufft gottmit ernſt an. vnd bat in das er im ſeinen engelzuhilff ſendet das er d̓ anfechtung wid̓ſtundvnnd ſprach. Herr hymeliſcher vater beſtetigmich ī deiner genad. da ſah er zweyntzig iūg/ling zuhand bey dem altar dy warē garſchonin weyſſen kleydern. vn̄ ſungē mit mēſchlicherſtynm̄. Nicolae lieber bruder zu Tolentinwirſt du dein leben enden als du von got geuordert biſt da ſolt du beleyben. Da ſolt diiewigklichen behalten werdē. damit verſchwūden ſy. da bekant er wol das es engel waren.vnd das ims got zuhilff geſandt het. vnd empfeng daſoeliche kufft dz erſcnes cheyms