Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
CLIIIIv
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Von ſanft

ligen vnd geet zu ſant Niclaus in die ſtat zuPare. da wert ir von got gewert. vn̄ wirt euchkund gethan das ir ein ſeliges kind gewinnetdas wirt ein ſun. Da ſie nun erwachetē da betrachteten ſie das engliſch geſiht mit groſſenfrewden. vnd ſtunden auff vnd danckten gottſeiner genaden. vnd warē des gelubtes ſicherdz in dengel gethan hett. vnd bereyteten ſichauff den weg. vnd kamen zu des heyligē herren vnd nothelffers ſant Niclaus grab. vndopfferten ir gab mit groſſer andacht. vnd entſchlieffen bey dē grab. da erſcheyn in ſant niclaus vnd was ſchoͤn vnd zierlichen gecleydetals ein biſchoff. vn̄ het ein ſtab in ſeiner handvnd ein infeln auff. vnd ſprach zu in. der Engel gottes der euch verkundet hat das ir einelin ſult gewinnen d̓ hat mich her zu euch geſandt das ich euch des heyligen kindes heyligkeit verkunden ſol. dauon ſag ich euch dasvon euch ein kind geborē wirt dz ſult ir nachmir Niclaus heyſſen. d̓ ſun wirt vnſerm herren Ieſu criſto gar ein angenemer lieber diener in geyſtlichem ſtrengen leben. vnd wirt inbrieſterlicher wirdigkeit got manigs genemsopffer bringen. vnd wirt auch wund̓ vnd zeychē mit gottes krafft wircken. damit wirt ſeinſeliges leben d̓ welt bekant. vnd mercket auchdaran das er ein freund gottes iſt. darūb ſultir on zweyfel ſein alles dz euch der engel geſagt hat dz wirt alles erfult. dauon ſteet auffvnd kert mit freuden wider heym. da erwachten ſy vnd dauchten ſich der genaden vnwirdig. vnd lobten gott. vn̄ danckten im da ſeinerbarmhertzigkeit. vn̄ ſprachē. Herr Ieſu criſtedu biſt ein voller flyeſſender brun aller genaden aller d̓ dy deiner genadē begerē dy magſldu vleyſſigklichē geweren. Herr du vermagſtalle ding mit deiner gotheyt volbringen. darumb ſo haben wir groſſe hoffnung zu dir. wirwerden erfrewet an vnſer geburt. vn̄ danckteauch ſant Niclaus aller der genaden dy er ingethan het. vnd kamen mit freuden wid̓ heymDarnach ward ſy ſchier eynes kindes ſchwanger. vnd gebar einen ſchoͤnen ſun. da taufftenſy in. vnd hieſſen in Niclaus nach ſant Niclaus. Das kind wuchß vn̄ nam auff an zuchtvnd an tugenden. da lieſſen ſy es zu ſchull. davbertraff es all ſein genoſſen mit lernung ankunſt. Der knab floch auch dy geheym d̓ frareen vn̄ floch d̓ iunge toͤrliche verlaſſenheyt. vn̄

den vppigen ſchimpff. vn̄ wonet all zeyt gernmit alte ſittigen menſchē dy guter geberd waren vn̄ heyliges lebēs wan̄ er het den verß geleſen d̓ in dē pſalter ſteet den mercket er ebender da ſpricht. mit den heylige wirt man heylig. vn̄ mit den boͤßen wirt mā boͤß vn̄ verkert.darūb ſo wonet er allwegē mit heyligē geyſtlichen leutē. mit den betel oͤrden von dē er dzgotzwort hoͤrt vnd dy lere vleyſſiglichen empfieng. vn̄ volget in nach als ein altes verſtandes menſch. des wūdert dy mēſchē gar ſer. Erhet auch mitleydē mit dē armē ſieche ellendēmēſchē. dy troͤſtet er ī ſeines vaters hauß mitworten vn̄ mit werckē garmanigfeltigklichē.vn̄ hoͤrt all zeyt meſß mit groſſer andacht. darunder thet im got vil genaden als er hernachſeinē beychtiger veriahē. vn̄ ſprach. ich armerſund̓ ich beken̄ got zu lob dz ich verloren habden troſt kintlicher vnſchuld vnd reynigkeyt.wan̄ da ich ein iūgling wz vn̄ mit andacht beyeiner meſß ſtund. vn̄ in d̓ wandlūg als d̓ brieſter vnſern herrē auff hub. da ſah ich ein ſchoͤnes newgebornes kind mit einē klaren liechten antlitz. mit ſpilendē aͤuglein. mit roſenfarben wenglein. mit eine zarte muͤndlein. vn̄ mitfrolockendē hendē. mit außgebreyttē aͤrmleinvn̄ das kind ſprach zu mir. die vnſchuldigē vn̄die gerechten habē wonūg bey mir. vnd in ſolicher heyligkeyt lebet ſant Niclaus. wan erwas ein bild vn̄ ein ſpiegel eins heyligen ſeligen lebens darin nam er auff von tag zuͦ tatvor got. vn̄ vor den menſchē. vn̄ da er nun ſeinkintliche iugent ſeliglichen volbracht hett. daward er ein korherr in einē cloſter dz heyſt zuden heylern. darin̄ wz er nit lang. wan̄ er trachtet wie er in einen hertern orde moͤcht kūmen In der zeyt da was ein bruder von dē conuent Tolentin geſandt dz er dz gotzwort zuder engelburg ſolt predigen. Vn̄ der ſelb bruder prediget eins mals gar wol von dē ſchadēd̓ vppigen welt. vn̄ ſprach. kind̓ ir ſult dy weltnit lieb haben noch wz darin̄ iſt dz zergeet alles. vn̄ ſaget vil wy man dy welt verſchmehenſolt. vn̄ wy nutz es wer das wir vnſerm herrenIeſu criſto nachuolgten in ellend vnnd in armutt vnd in ſtrengem leben. die predig hoͤretſant Niclaus vnd het lang begert das er diewelt wolt laſſen. vnd meynt er wolt Ieſu Criſto nachuolgen in armut vnd in ſtrengē leben.vnd als bald nach d̓ predig da viel er fur den .