Von vn̄ ſer lieben frawen
vnd kun̄ im zu hilff. Da ſprach vnſer her. icherlaub im durch dem gebet dz er ſich wer mitder kertzen vor den veinden als verr er muͦgDa wolten in die veind hingezuckt haben daverbrennet er ſy mit der brinnenden kertzen.vnd erweret ſich ir aller gemeynmglichen. aberdoch vor groſſen forchtē da ſchrey er laut indē bett. da erſchrack ſein fraw. vnd greyff iman ein hand die was haͤrt als ein rind. vn̄ wzrauch. vnd er het einen langē bart vn̄ graweshar. Da gedacht ir dy fraw es wer ein anderman. vnd rufft iren knechten dy wapnete ſichvnd kamen der frawen zu hilff. Da der ritterredē wolt da ward er luͤen als ein ochß da erkanten in ſein knecht anders ſy hettē in ertoͤt.Darnach bekeret er ſich von allen ſeinen ſunden. vnd bawet ein ſpital darinn dienet er vn̄ſein fraw got vnd ſeiner lieben muter Mariemit groſſer andacht vntz an ir end.¶ Eins mals da waren zwey andechtige eeleut dy hetten beyde groſſe lieb vnnd andachtzu vnſer liebē frawen die gewunnen eine ſunder ward ein rauber. vn̄ ward nach ſeines vaters tod gefangen an eine raub. vnd ward gefurt durch ein kirchen darinnē lag ſein muteran irom gebet. vnd bat got fuͤr in mit groſſerandacht. Da ſprachen etlich zu ir. was hilfftdich dein gebet das du für deinen ſun bitteſtman fuͤrt in yetzund zuͦ dem galgen. Da wasder frawen gar leyd. vnd weſt mt was ſy tunſolt wan̄ ſy dorſt im nit nach lauffen. vn̄ giēzu vnſer lieben frawen bild. vnnd nam ir kind.vnd wolt es hin haben getragen darumb dasſie ir iren ſun wider ſchicket. die weyl het manirem ſun den ſtrick vmb den hals gelegt. vndzoch in all die weyl auff. Da kam vnſer liebefraw zu angeſiht aller der dy da waren vnndnam der armen frawen ſun vnd trug in in dykirchen zu ſeiner muter. da ward ſie gar frovnd dancket vnſer lieben frawen mit groſſerandacht. Darnach ward er ein guter munich.vnd dienet vnſer lieben frawen mit vleyß.¶ In der ſtat was ein reycher man d̓ gewangroß gut mit roucher. der het einen hochmutigen ſun der ward ſein gut gar vnendlichen annach ſeinē tod. vnd leyd darnach groß armutDa gedacht er im mancherley dz er tun wolt.vnd ſprach wider ſichſelber ſeyt mich got verlaſſen hat ſo wilich furbaß dem boͤßen geyſtdienen. das er mir menes gutes wder helſf
vnd meiner eren. vnd gieng bey der nacht anein wegſcheyd. vnd rufft dem boͤßen geyſt. vn̄da der veind kam da ſprach der iungling. ichhab dir darumb geruffet das du mir zu hilffkummeſt. da ſprach der boͤß geyſt. wz wilt dumir darumb zu lon geben. Er ſprach. Ich wilmich dir zu aygen geben mit leyb vnd mit ſel.Da ſprach der veind. ſo gib auff criſtē gelaubē. vn̄ verlauge gottes deines ſchoͤpffers. daprach er. Ich widerſag gott vnd mach michdir vndertenig. Da ſprach aber der boͤß geyſldu muſt auch Mariā gottes muter verlaugēſo wil ich dann allen deinen willen thun. Daſprach er das thu ich nicht. wan̄ ſy iſt ein muter der genaden vnd der barmhertzigkeyt. daſprach der veind ſo thu ich das auch nit dasich dir gelobt hab. da gewan d̓ iungling großrew darunib das er gottes verlaugnet het. vn̄gleng von dem veind. vnd kam vnderwegē inein kirchen. vnd gieng fur vnſer lieben frawēbild vnd ſprach. O du edle iunckfraw mariagedenck an mich armen ſunder. wen̄ du vor dēamplick vnſers herren ſteeſt. vnnd ſprich mirmein wort genedigklichen. vn̄ bit in dz er mirvergebe dz ich ſein verlauguet hab. Nun wzdas bild vnſers herrē auch auff dem altar. daſtund vnſer lieben frawen bild auff. vnd vielfur dy fuß des bildes ires lieben kindes. vndſprach. O mein liebs kind gedenck daran dzich dich in meinē iunckfreulichē leyb getragehab vnd hab dich geſeuget mit meine zartenbruͤſten. vnd ich ſah dich bloß vor mir an demcreutz hangen vnd ſah dich mit deinē roſenfarben blut berynnen. durch des willē bit ichdich. das du dē armen ſunder ſein ſund vergebeſt. gedenck daran das du geſprochen haſt.ich wil nit den tod des ſunders. ich wil das erſich beker vnd leb. dauon empfah den ſunderin dein barmhertzigkeit. da ſprach vnſers herrē bild. O du minigliche muter mein dein gebet iſt ſo groß. darub ſo wil ich im durch deinen willen all ſein ſund vergeben. vnnd wil inin mein genad nemen. Dye red hoͤret ein edelman der was in einē winckel in der kirchen d̓ſprach zu dem iungling. ſeyt dir got als großgenad gethan hat ſo wil ich dir auch genadthun vnd wil dir mein tochter gebē vnd großgut darzu vnd alſo ward der iungling mit derhilff vnſer lieben frawen mit gott verſunet.vnd verdienet mit ſeiner tochter das ewig le-