Geburt
.CXLIX.
widergeben. da mocht er nit heym kummē. daleget er das gelt das er dem iuden ſolt gebēin ein kiſtē. vn̄ vermacht ſy gar wol mit ſchloſſen. vn̄ leget ein brieff darzu den verſigelt ermit ſeinē inſigel. vnd er ſchreyb an dē brieff.Nlym lieber freund Abraham dein gelt wid̓das du mir in meinē noͤten gelihen haſt. vnndempfalh die kiſten mit dem gelde vnſer liebēfrawen vnnd leget da die kiſten mit dem gutauff das meer. vnd bat vnſer liebe frawe mitandacht das ſy ir das gelt ließ beuolhen ſeinvnd es beſchirmet. vn̄ es on allen ſchadē genConſtantinopel ſchicket auff den tag als eres gelobt hett. Da erhoͤrt in vnſer liebe frawvnd ſchicket das gut on allen ſchaden an dieſtat dy man nent dy hymelſtat. Da ſtund deriude des morgens fruͤ auff. wann er hett gargroß ſorg vmb ſein gelt. vnd gieng an die hymelſtat da die ſchiff ſtunden. Da ſah er dy kiſten mit dem gelt. vnd zoch ſy als bald anſichvnd vand alles das gut das im der kauffmangelten ſolt. darumb das es nyemant ſah dan̄er. da behielte er das gut vnd die kiſten heymlich. vn̄ ſagt nyemant da von. Darnach ſchierda kam Theodorus. da fodert d̓ iud ſein gutan in. vnd verlauguet des groſſen wūͤders dzim widerfaren was. vnd ſprach im wer nichtzworden. da bracht man es fur den richter dervrteylet das d̓ Iud fuͤr den burgen ſolt kummen fur vnſer liebe frawen. da ſolt er ein eydſchweren dz im dz gut in keynerley weyß werworden. Da ſchwur der ind vor allen den dieda waren einē falſchē eyd. Da ward vnſer lieben frawen bild reden. vnd ſprach zu dē iudēDuleugeſt. wan̄ du vandeſt dy kiſten mit dēgut auff dē waſſer die haſt du heymlichē beyanderm deine gut verborgē. vnd da d̓ iud derwarheit alſo vberzeugt ward. da veriach er oſfenlich vor allē dē dy da warē. vn̄ begert desheyligē tauffs mit andacht. vn̄ ließ ſich tauffen. vn̄ ward ein guter criſten. ¶ In d̓ ſtat dyda heyſt Trabentini da wz ein boͤßer ſchacher. dē begegner eins mals eī guter munich zudē ſprach er. gee dan mit mir als lieb dir deinleben ſey. da giēg d̓ munich mit im in ſein hoͤlNun fraget in d̓ moͤrder vmb ſein gelt ob erichts het dz wolt er im nemē. da ſprach d̓ munich. ich bin ein begebuer man. vn̄ hab nichtseygens. da in d̓ moͤrd̓ nun vil het gefragt hinvnd her. da gewan d̓ munich ein hertz. vn̄ gedacht im kundeſt du dē moͤrder bekerē du teſt
ein guts werck vn̄ fraget in auch wz maus erwer od̓ wz ſein lebē wer. da ſprach er. ich binein ſchacher vn̄ ein moͤrder. vn̄ hab bey meinētagē nye keyn gut werck gethan vnd hab garkeyn ſorg vmb mein ſund vn̄ vmb mein ſel nyegehabt. Da ſprach d̓ munich. wolteſt du mirnachuolgen ich wolt. dich noch wol auff denweg des ewigē lebens weyſen. da ſprach derſchacher. ia ich wil gern vō gantzē meine hertzē. da ſprach d̓ munich. ſo vaſt nur einē tag iud̓ wochē vnſer liebē frawē zu erē. vn̄ thu auchan dē ſelbē tag nyemāt keyn leyd. thuſt du dzſo wiſß dz du mit d̓ hilff vuſer liebē frawe zugenadē kumpſt. dz volget im d̓ ſchacher. vn̄ naim fur dē ſambſtag dē vaſtet er zu erē d̓ iuckfrawē marie. vn̄ erloͤßet auch manigē mēſchēvon ſeinen geſellen auff den ſelbigē tag. darnach an eine ſambſtag ward er gefangē. vndverurteylet zu dē tod. dz man in ſolt hencken.da wz er gar gedultig dz erbarmt dy leut garſer dz er als ſtarcks leybs wz vn̄ als ſchoͤn. vnſprachē zu im. ſy woltē in gern lebē laſſen. dzer nuͦr dz lād zu buſß verſchwuͤr. da ſprach ermir iſt lieber ich buſß hie mein ſund dan̄ dortin iener welt. vn̄ beychtet offenlichen all ſeinſund. darnach enthaubtet mā in mit ſeine willen. vn̄ er ward begrabē außerhalb des kirchhoffs vn̄ ſchier darnach da kamē funff frawen zu dē tottē man̄. vn̄ grubē in auß. vn̄ trugēin mit groſſer ſchoͤnheyt an d̓ ſtat thor dz ſahē dy wechter. vn̄ gedachtē in es wer eī triegnuß. da ſprachē dy funff frawen zu dē wachtern. ſagt dē biſchoff dz er meinē diener d̓ vōeuch enthaubt iſt gar erlichē begrab in d̓ kirchē. vn̄ ſprach mer. ich bin Maria gottes muter. da d̓ biſchoff des morgens kam. da vandter dz haubt gar ſchoͤn eingebundē in ein purper. vn̄ darin̄ begrub er in gar ſchon nach dēgebot vnſer liebē frawē ¶ Eines mals da wzein ritter d̓ het groſſen vleyß zu d̓ welt wie erir gedienē moͤcht d̓ het ein frawē dy het groſſelieb vn̄ ādacht zu vnſer liebē frawe vn̄ batgot lāg dz er ire mā bekeret vō ſeinē ſudē. daward er an einer nacht entzuckt. vn̄ ward furgottes gericht bracht. vnd ward vō dē boͤßengeyſtē ſchwerlich gerugt vn̄ vberwundē. Daſprach vnſer herr iſt nyemat hie vnd̓ allē heyligē dē dyſer arm ma gedienet hab. da ſprachdy muter d̓ barmhertzigkeit. O vil lebs kinē̓er gab zu einē mal ein kertzē durch meinē wurlethujn geſod duch den bamhertz gkelt.