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Legenda aurea, deutsch
Seite
CXLVIIIr
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Von vfſſer frawen dedurt

TZdIIIII.

dar vnd mochten den iamer nit geſehen. Daerbarmet es dy diener als ſer das ſy ſie nichtmer gepeynigen mochtē. Da ſprach der richter zu ir. Regina wie iſt im nun. du magſt dirſelber nit gehelffen. ob du nun gern widerkereſt ſo iſt dir dein leyb zerzerret vn̄ zerbrochēvnd ſein dir deine gelyder vnnutz. dauon volge mir noch. vn̄ opffer vnſern goͤttern. ſo martert man dich nit mer. da ſprach dy iunckfrardu biſt thoͤret das du wilt wenen dz ich deinēgoͤttern ſol opffern. du biſt vnſelig dz du gotnit erkenſt. Da lachet der richter ir kindligred. vnd hieß ſy herab nemen. vnnd hieß ſy inden kercker legē. da gieng die lieb iunckfrawin den kercker an ir gebet. da ſah ſy ein creutzbey ir das reychet auff biß an den hymel vnderſcheyn ir ein weyſſe taub dye ſaß auff demcreutz. vnd ſprach zu ir. Ge gruſſet ſeyſt du regina ein ſalbe d̓ ſuſſigkeit dir iſt ein kron bereyt in d̓ ewigē ſeligkeit durch deines gebetswillen. vnd das paradeyß iſt dir auff gethan.dariun ſolt du ruͦen mit freuden. damit verſchwand die taub vnd dz creutz. Da lobet ſievnſern herren vn̄ dancket im ſeiner genaden.Des morges furt man ſy aber fur dē richter.da wolt er dz ſy irē gelaubē gelaſſen het. deswolt ſy nit thun. da hieß er ſy auff henckē. vn̄hieß ir brinnent fackeln an ir ſeytē haben. vn̄brennet ſy iemerlichen das leyd ſye gedultigklichen vn̄ ſprach. Herr Ieſu criſte ich bin gegangen durch waſſer vnd durch fewer. vn̄ duhaſt mich gefurt in ein luͤſtige kuͤle. Darnachhieß der richter ein ſchaff mit waſſer bringē.vnd band ir hend vnd fuͤß zuſammē. vn̄ hieß

ſy darein ſtioſſen. da tufft ſy got mit ernſt an.vnd ſprach. Herr zerbrich meine bandt dz ichdir muͦg opffern nach deinē lob. vn̄ hilff mirdas mir das waſſer werd ein waſſer der ſuͤſſigkeit. vnd dz mir die erſteckung werd ein erleuchtung des ewigen heyls. vnd da ſy dz geſprochen het. da tunckten ſyß als bald in daswaſſer. da kam als bald ein groſſer erdbidemvnd kam ein taub von hymel herab. vnnd trugein kron in irem ſchnabel. vn̄ zerbrach alle ireband das ſye von dem waſſer mocht entweychen vnd die iunckfraw lobet got. ond dancktim ſeiner genaden. vnd ſprach. Herr Ieſu criſte du biſt vmbgeben mit aller zyerd. vnd herſcheſt in den ewigen freuden. vn̄ haſt mich erleuchtet vn̄ erlediget. vnd haſt dich vber micherbarmet vber dem einiges ſchaͤnigs iunckfrewlein. darumb ſeyſt du herr Ieſu criſte gelobet vn̄ geeret ewigklichē. da ſprach dy taub.Regina. Rum̄ her in die ewige ruͦ deines herren Ieſu chriſti. wan̄ du biſt ſelig das du diekron verdienet haſt. vn̄ da dy menſchē dz hoͤrten vn̄ ſahen. da wurden ir funff ondachtzigbekeret frawen vnd man̄ das thet dē richterOlibrio zoren. vn̄ hieß ſant Reginā enthaubten. da furtē dy engel ir ſel zu hymel in dy ewtgen freud. das ſahen alle dy menſchen die dawaren. Vnd der iunckfrawē tag begeet manan dem ſibende tag des monats SeptembrisNun helff vns ſant Regina vmb got erwerben vnſers lebens ein gut ende Amen. Von vnſer liebē frawē