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Legenda aurea, deutsch
Seite
CXLv
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Von ſaft

das gelt. der ſelben ſpeyß lebet Berena mit inein gantz iar. Gab man in aber etwas beſunders in die Clauſen ſo gabē ſy es durch gottes willē. da bekant man ir heyliges lebē vberal in dē land wol vnd Verena wz ſund̓lich eingute heylige fraw. vn̄ tet got vil zeychē durchſy. die auſſetzigen wurden reyn durch ir heyliges gebet. vnd ſy erlediget auch die behafftēmenſchen von dē boͤßen geyſtē. vn̄ machet dieblindē geſehent vnd die krummen ſchlecht. vn̄thet der wund̓ vn̄ der zeychen als vil das manſie d̓ ellendē muter hieß. Nun ſaß ein ritter indē land dē thet es gar zoren dz man als vil vōirr heyligkeit redet. vn̄ vieng ſant Verena vn̄was ir gar hert. da kam ſchier ein iungling zuir d̓ troͤſtet ſie vnd ſprach zu ir gehab dich woldu wirſt ſchier erledigt. da fraget ſy in wer erwere. da ſprach er. Ich bin dein freund Mauricius vnd da der alſo redet da kamē alle ſeinegeſellen zu ir hinein. vnd gruͤſten ſant Verenaſchon vnd ſchyden da von ir. Da ward d̓ Ritter gar ſiech. vn̄ gedacht an die heyligē frawēſant Verena vnd gieng zu ir. vn̄ viel ir zu fuſſen. vnd bat ſie mit ernſt dz ſie im vmb got erwurb dz er geſunt wurd. da ſprach ſye ir gebetzu got da ward er geſundt. Darnach bat er ſieaber das ſy im vergebe was er ir gethan hett

das thet ſy vn̄ gieng wider in ir clauſen zu irēſchweſtern vn̄ dienet got mit vleyß. Darnachward ein hūgerigs iar in dē land vn̄ dy ſchweſtern hetten nit brots. vn̄ liden vil hungers dzwas ſant Berena gar leyd. vnd ruffet vnſernherre mit groſſem ernſt an vn̄ ſprach. Herr almechtiger got gib deinē kinden ir leyb narūg.du weyſſeſt wol dz wir ſein bedurffen. vnd daſy dz geſprach. da ſah mā viertzig ſeck mit melvor d̓ clauſen ligen. Da machtē ſy brot auß dēmelb. vn̄ das brot rouchs in irē mund. da lobtēſy got vmb dz wund̓ vn̄ dancktē im ſeiner guͤte dz er ſy als wol verſehē het. Darnach wardſy ſiech vn̄ mocht gar vbel. da kam vnſer liebefraw mit allem hymliſchē her zu ir. vnd da ſievnſer liebe frawen ſahe. da ſprach ſy. von wan̄kumpt mir dy genad dz dy muter vnſers liebēherrē Ieſu criſti zu mir kumpt. Da ſprach vnſer liebe fraw. Ou ſolt mit mir in dye ewigenfreud. vn̄ alſo verſchied ſy. Da fur ir ſel zu derewigkeit. Da begrub mā ſy in d̓ clauſen Ciata vn̄ wer ſie anrufft den geweret ſye. darumbſollē wir ſy anruffen. dz ſy vnſer furſprecherinſey gegē dē almechtigē got vmb alles dz vnsanligt an ſel vnd an leyb. dz vns darinn genadvnd barmhertzigkeit erzeyget werd. Amen.Von ſant Gilgen

Ant gilg der liebheylig was ein reycher man. vnd was goboren von Athenis von einē kunigklichem geſchlechte. vnd was ein criſtē. vn̄ hettgott lieb vn̄ dienet im mit vleyß tag vn̄ nacht.mit beten mit vaſtē mit wachē. vn̄ mit vil and̓guter vbung. vn̄ warb nach d̓ kunfftigē ere dybey got ewigklichen wert vn̄ lebt tugentlichē

vn̄ flohe dy ſundt all zeyt. vn̄ lernet dy heyligēgeſchrifft wol vn̄ nam gute ler darauß. vn̄ verfchmehet die welt. vnd erleucht im der heyliggeyſt ſein hertz vnd gab im das er vil zeychenmit ſeiner genad thet. Lines mals da wolt er zu kirchen geen. dalag ein ſiecher an dē weg d̓ ſchrey ſant Gilgēan vn̄ bat in dz er im etwas geb. da gab un d̓