Auguſtin
CXXXVII.
mer luſtes hett gehabt an dē don dann an denworten. vnd das er ſeine augen nit in warnūggehabt het. vnd das er vil durch luſtes willengeſchawet het vnd dz er eins mals einer ſpynnen hett zugeſehen wie ſye die fliegen in iremnetz het gefangen. vnd beychtet von dē funffſinnen von yeglicher beſunder vnnd von eſſenvnd von trincken vnd het groſſen vleyß in allēſeinem leben wie er got wol geuiel.Eines mals da ſah er den veind ein großbuch tragen. Da ſprach er zu im. was ſtet daran geſchribē. Da ſprach der teufel ſuͤnd ſtantdaran geſchriben. Da ſprach ſant Auguſtin.Wa ſtee ich darin̄ geſchriben. Da zeyget im d̓veind ein blat daran ſtund geſchriben. Er hetſich auß vergeſſenheit nyd̓ gelegt vn̄ hett ſeincomplet nit geleſen. da was im gar leyd. vn̄ gebot dem veind das er an der ſtat belib biß erwider zu im koͤm vnnd ſant Auguſtin gieng indie kirchen vnd ſprach ein andre complet vndandre gebet mer. vnnd bat got als lang biß erims vergab. vnnd kam da wider zu dem veindvnd hieß in die complet ſuchen da was ſie abgetilget. Da ward der veind zornig vn̄ ſprachmir iſt leyd das ich dich mein buch hab laſſenſehen wann es iſt dein gebet als innig geweſen das es mein geſchrifft vertilget hat.Eines mals da giēg ſant Auguſtin bey dēmere vmb vnd trachtet mit groſſem ernſt wieer die heyligen driualtigkeit gar durch gruͤnden moͤcht. Da ſah er gar ein ſchoͤnes minigkliches kind bey dē mere ſitzen das ſchoͤpffetymmermer auß dem meer mit einē kleynē loͤffelein in ein kleynes gruͤblein. da ſprach er zudem kind. was meynſt du damit. Da ſprach dzkind. Da wil ich das groß meer in das kleyngruͤblem ſchoͤpffē. da ſprach er. kind dz magſtdu nit gethun. wann es iſt vnmuglichē zethunDa ſprach das kind. Es iſt mir muͤglicher zethun dann dir das iſt. damt du vmbgeeſt. vnddamit verſchwand das kind. Da mercket ſantAuguſtin woll das es vnſer herr wz geweſen.Iu den zeyten da wz ein gute fraw d̓ het¶ten boͤß leut ir gut genummē dz richtet ir nyemant auß. Da kam ſy zu ſant Auguſtin da laßer als innigklich an einem buch dz er d̓ frawēnicht mercket. die frawe gieng im neher. vnndredt mit im. Da ſaher ſie an vn̄ vergaß ir alsbald. wann er gedacht an ſein leſen. da klagetgut verlozen het daſchweyg er.im dasi
wam in was de geſchrft n ſym da giengſy aber neher zu im vn̄ gedacht ir. darumb dzer heylig iſt vn̄ ich ein fraw bin ſo ſiht er michnit geren an. da zwang ſie ir leyden das ſye inanderweyd bat das er ir huͤlff. Damercket erir aber nicht. vnnd ſprach keyn wort nit zu derfrawen. da het ſie groſſe hoffnung gehabt erhuͤlf ir. vnd da er nichts mit ir redet da giengſy mit groſſem leyd vō im vn̄ des andern tagsda ſant Auguſtin vnſers lieben herren frouleychna in der meſß het auff gehaben da wasdie fraw in der kirchen. vn̄ ward entzucket. vn̄ſahe in den hymel vnd ſah die freud vn̄ wunnedie dy heyligen mit got haben. vn̄ ſah ſant Auguſtin mit gewalt vor der heyligen driualtigkeit. vnd het ſein haubt darein geneyget. vnndward ir ordenlichen erzeyget wie ſchoͤn allesdas gut iſt. das von der heyligen driualtigkeitkumbt. vnd ſprach ein ſtym̄ zu der frawen. Geſtern da du den biſchoff bateſt dz er dir hulfda was ſein hertz auff erhaben in die heyligedriualtigkeit. da diſputiret er als mit groſſemvleyß das er dein nit mercket als du yetzundwol geſehen haſt. dauon ſo gee heut hinwiderſo richtet er dir nach allem deinem willen. damit kam die fraw wider zu ir ſelber. vnnd kammit groſſen freuden zu ſant Auguſtin. da empfieng er ſy guͤtlichen vnd vernam alle ir klagvnd halff ir auß aller irer nott.¶ Der lieb heylig ſah nit geren dz kein frawin ſein hoff gieng geyſtlich oder weltlich oderſein geſippte freund vnnd wolt ſein ſchweſternit bey im laſſen. wan er forcht es gieng ergerung da von. Es muſtē gar ernſtlich ſach ſeindas er mit frawen redt. dy boͤßen ketzer wareim gar veind darumb das er als ſer wid̓ ſy wzvnd huben offt einen krieg wid̓ in an. vn̄ trachteten wie ſie in toͤtten moͤchten. wan̄ er prediget alle zeyt wider ſie vnnd kund ſie mit ſeiuerweyßheit wol wider ſprechen. darumb trugenſie im haß.¶ Ens tags da reyt er auß da eylten ſie innach vnnd wolten in ertoͤdt haben. da halff imgot das ſy in nit geſehē mochtē. Der lieb herrſant Auguſtin teylet den armen ſein gut mit.vnd beſſeret in ir vngemach. vnd wz barmhertzig vnd erlediget vil menſchē die behafft waren mit dem vend vnd ſprach ſein gebet ob invnd nacht ſie geſundt.