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Legenda aurea, deutsch
Seite
CXXXIr
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Bernhart

¶ddeſ.

boͤß geyſt vn̄ er endet dy predig fruchtperlich Es was ein brud̓ neulich in den ordē kummen der was ein ſpiler geweſen. vn̄ het gerenmer gewunnen vnd geſpilet. vnd bat den liebēherren ſant bernhart das er im vrlaub von dēcloſter gebe. Da ſprach d̓ lieb herr ſant bernhart. Lieber ſun wz wilt du thuͦn. Da ſprach d̓bruder ich wil ſpilen vnd gewinnē. Da ſprachder liebheylig herr ſant bernhart. wilt du mitgeloben dz du mir des gewinnes auch gebeſtſo wil ich mein gut zu dir legen. da ſprach derſpiler zu dem lieben heyligen herren ſant bernhart. das hab dir mein trew das ich dir dē halben gewin geben wil. Da gab er im zweyntzitſchilling vnd gab im vrlaub. da was d̓ bruderfrey vnd kam zu dem ſpilbret. da gewunnē imſein geſellen alles das gelt ab das er hett. Dagewan er groſſe rew vnd gieng wider zu demcloſter. da gieng der lieb heylig herr ſant bernhart bald herfur zu dē ſpiler. vnd ſprach da zuim. Lieber geſel gib mir den gewin. da ſprachder bruder. O we lieber vater ſant Bernhart.ich hab es alles verloren. Nym mich fur dashaubtgut. Da ſprach der lieb heylig herr ſantbernhart. Seydt das alſo iſt das ich mein gutverloren hab ſo iſt beſſer ich nem dich fur dzhaubtgut dan̄ dz ich gar nichts het. Eines mals dareyt der lieb herr ſant bernhart auß vnd reyt fur ein gaſſen. da ſaſſen ſpiler vnd ſpiltē. Da ſprach ir einer. ſecht ein ſchoͤnes pferd hat diſer munich. Ich wolt ich hettes mit ſpil gewunnen. das erhoͤret der lieb heylig herr ſant bernhart. vnnd reyt hin zu im. danam es die leut wunder wz er bey dē ſpil woltthun. da ſprach der lieb herr ſant bernhart zudem ſpiler. Wilt du vmb das pferd ſpilen ſoſetz mir als vil gutz daran oder etwas beſſersDa ſprach der ſpiler. Was ſol ich euch daranſetzen. Da ſprach der lieb herr ſant bernhart.gewin̄ ich ſo ſolt du furbaß mein bruder ſein.gewinneſt du aber ſo ſol das pf erd dein ſein.Da was der ſpiler gar fro vnd gedacht im. d̓munich kan nit ſpilen. vnd ſprach zu ſant bernhart. wer mer augen werff der ſol gewunnenhaben. Da zoch d̓ ſpiler all ſein kunſt auß. vn̄warff drey wurffel gar hoch auff. Vn̄ warffachtzehen augen. da ward der ſpiler gar fro.Da warff der lieb heylig herre ſant bernhartauch vnd rufft vnſern herren Ieſum chriſtū inſeinē hertzen an. da ſpieltē ſidie warſfelal

deey entzwey vnd wurden ſechs datauß vnnder warff ſechßvnddreyſſig augē. da erſchrackder ſpiler gar ſer das er nit lenger in der weltſolt ſein. vn̄ ward der lieb herr ſant bernhartſeines gewinnes gar fro an dem knaben. vndfuret in mit im heym in das cloſter. Da warder gar ein guter munich in dem cloſter vnd lebet gar ſeligklichen vntz an ſein end. Es was ein bruder der hieß Ruprecht. derwas in verre land kummen. dem wolt der liebher ſant bernhart einen brieff ſendē den hießer einen andern ſchreyben auß ſeinem mund̓.vnd die weyl er den brieff ſchreyb da ward esregnen. da wolt der ſchreyber auff ſein geſtanden. vnnd wolt von dannen ſein gangen. Daſprach der lieb herr ſant bernhart. ſitz ſtill vn̄ſchreyb. wan̄ es iſt gar ein gut werck. Da waser im gehorſam vnd ſaß ſtill vnnd ſchreyb. Daregnet es vaſt vnnd ward vberal vmb in naß.vnd er vnd der brieff belibē trucken durch deslieben herren ſant bernharts willen.Iu einem mal da kam er zu bruͤdern in eynkloſter das het er geſtifft. die klagten im dasals vil fliegen do weren das ſy keyn ruͦ mochten gehaben. Da ſprach d̓ lieb herr ſant bernhart. wiſt ich wil ſy in den ban thun. des morgens waren die fliegen all tod. Da wurden ſygar frorvnd danckten vnſerm lieben herrē Ieſu criſto. vnd dem lieben herren ſant bernhartder groſſen genaden die er in gethan het.Ein man der clagt dem lieben herren ſantbernhart ſein fraw wer behafft mit dē boͤßengeyſt. vnnd er bat auch den lieben herren ſantbernhart das er ir huͤlff. Da ſchrey der veindauß der frawen. bernhart du magſt mich nitauß der frawen bringen. da ſprach d̓ lieb herrſant bernhart zu dem man̄. fuͤr ſy in die kirchēzu dem heyligen man̄ Syro. d̓ iſt gar groß vorvnſerm herren Ieſu criſto dem wolt er dy erelaſſen. Vnd da man dy frawen zu der kirchenbracht. Da tobet dy fraw gar ſer. wan̄ der liebe heylig ſant Syrus wolt dem lieben herrenſant bernhart dy ere laſſen. Da ward der boͤßgeyſt zornig das in ſant Syrus nit außtreyb.Da was dem man̄ gar leyd. vnd ſprach zu dēlieben herrē ſant bernhart. hilff vns heyligerman. Da ſchrey aber d̓ boͤßgeyſt auß d̓ frawēvnd ſprach zwar mich treybt weder ſant Syrus noch ſant bernhart auß der frawen. Daſprach der lieb heylig hymefurſt vn̄ geoß le-