Dominico prediger ordens
.XCV.
P.¶ Eins mals da troeten im die ketzer offenlichen ſy wolten in toͤtten. da ſprach er mit dndacht. Ich nem der mertrer kron fur alle dyſewelt. ich bin aber leyder ir vnwirdig. got machmich ir wirdig durch ſein gute. Da ſaget manim eines mals ſye hetten im ein huͦt gelegt. dagieng er froͤlich durch dy hut vn̄ ſang des wudert die ketzer gar ſer vnd ſprachen. wy furchteſt du dir ſo wenig. wy wiltu thun ſo wir dichangreyffen. Da ſprach ſant Dominicus. Dawolt ich euch durch got bitten das ir mich nitſchier toͤttet vnd mich lang martret vnd michentglittet vnd mich da ligen lieſſet. vnnd waltzen in dem bluͦt. vn̄ mich darnach toͤttet nachallem ewrem willen.¶ Eins mals da bat ſant dominicus einē mandas er die ketzerey lieſſe. Da ſprach der man.mich irret groſſe armut. Dz erbarmet ſant dominicū vn̄ gedacht er wolt ſich ſelber verkauffen vnd wolt den armen man von der ketzereyloͤſen vnd er het es auch gethan dan̄ dz in gotvon ſeiner barmhertzigkeit vnd von ſeiner guͤtbehuttet vn̄ halff dem ketzer dz er von ſeinerketzerey ließ vnd im ſein notdurfft fuget.¶ Eines mals da klaget ein fraw ſant dominco es wer ir lieber bruder gefangen in demheydniſchen lande. vnd bat in das er ir dar zuriet. da erbarmet er ſich vber die frawen vnndvber den man der lang gefangen was geweſen vnd wolt ſich fur in verkaufft haben. da erloͤſet vnſer herr den man von ſeiner guts außden banden. Da ward dy frar gar fro vn̄ dancket got vnd ſant Dominico der genaden.¶ Es was zu Albune in dem land gar manigerley ketzerey das nyemant was er wer arnmoder reich er wer gefangē mit d̓ ketzerey. wan̄man het dy mēſchē als lang beweret mit falſcher lere das ſie wolten wenen ſye lebten garſicherlichē. Das erbarmet ſant Dominien garſer vnd kam dar vnd forcht keyn troen vn̄ prediget wider dy ketzer. Da hoͤrt er von etlichenerbern frawen dy waren ketzerin vnd gleychßnerin vnd wurcktē auſſerhalb gutte werck. vn̄innerhalb waren ſie des teufels vol. Da weſtſant dominicus irn krāckē ſin wol vn̄ gedachtim er wolt bey in an der herberg ſeyn vn̄ woltin ein gut exempel vnd bildnuß vor tragen. vn̄was ein gantze vaſten bey in dye vaſtet er allemit waſſer vnnd mit brot. vnnd ließ weder tagnoch nacht von ſeiner andacht vnd ruet allein
auff einer tafelu oder auff einem eſtrych. vndlebt gar hertigklich. das wundert dye frawengar ſere vnd ſprachen. Wir woͤllen gern ſehenwie ſein leben ein end neme wenn der Oſtertag kumbt. vn̄ da der Oſtertag kam da wz erals wol gefar vnd het als vil leybs vnd krafftals ob er die vaſtē in einer wirtſchafft wer geweſen. Da die frawē dz wund̓ ſahen. da ſprachen ſy. got von hymel hat im die krafft gebenwan̄ ſo ein geſtrenges lebē iſt vber mēſchlichekrafft. vn̄ vielen fur ſant dominicū vnd gelobten im ſy wolten iren vngelauben laſſen. vnndwurdē criſten. ¶ Es was ein boͤße gewonheitdas vil edler leut die an dē gut ab warē kūmēire kind in d̓ ketzerey ſamlung zu lernē gabē.darūb ſtifftet dominicus dē toͤchter ein frawēkloſter das heyſt Prulia. da lebten ſye reynigklich vnd freuntlich in allen tugentē. vnd leretſy tag vnd nacht das ſy der bekoͤrung wid̓ſtunden vn̄ got emſſigklichen dienten. Da wuchßdie reyn ſamlung an zuchten vn̄ an reynigkeit.vnd was alles das gemein dz ſy hetten vn̄ erhal ir tugentlichs leben vberal. Darumb kammaniges wildes hertz in ir geyſtlichs lebē vn̄lieſſen allen reichtumb vnnd ſtifften vil edlerfrawen cloſter mit irem gut vnd kamē darein.Da nun ſant Dominicus zu Albune vn̄ zuDoloß zehen iar geprediget het da trachtet erwie er einen orden fund der der heyligē criſtēheit nuͤtz wer als er noch ſteet. Nun was einheyliger biſchoff in d̓ ſelbigē ſtat zu doloß d̓ſah ſein heylige andacht vn̄ gewan groſſe liebzu im vnd gab im den zehenden von ſeynē gutvnd fudert ſy ſunſt wie er mocht. vnd vil gutermenſchē teten im vnd ſeinen bruͤder auch gutlich durch gotzwillen vnd herren vnd furſtendie gaben in auch vil gutz zu buchern vnnd zugewandt vnnd zu irr ſpeyß. Nun wolt der biſchoff zu dem babſt faren vnnd wolt fur ſantDominicus ſamlung bitten vn̄ nam in zu eynēcaplan vn̄ furen miteinand̓ gen Rom. Do batdominicus den babſt Innocētiū dz er im ſeinordē beſtetiget d̓ hieß vn̄ wer ein prediger ordē. dz wolt er ſo ſchuell nit tuͦn. wan̄ wer weyſen rat hat d̓ vergeht ſich nit. wz aber got wildz kan nyemāt wendē. darūb in d̓ ſelbē nachtſah d̓ babſt ein geſiht dz dy kirchē zu latrō anbeydē ſeytē zuſpaltē wz vn̄ wolt vallē. do kamdomicus gelauffē vn̄ hielt ſy dz ſy nit viel. da d̓babſt erwacht da bedacht er weyßlichē dz dy