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Legenda aurea, deutsch
Seite
XCIIIIv
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Von ſant

erleucht vnd das lieb kind wuchß in ſeiner iugent an zuchten vnd an tugenten. ſein red vndſein geberd was ſitig. das all dy menſchen diees ſahen ſprachen. es muͤſt von got ſeyn. Dyeweil das kind dy ammen hett da wolt es vnd̓weyl auff dem bett nit ſchlaffen. vnnd ſchlieſauff der erden vnd dient got darmit vnd haſſet leyplichen wolluſt in ſeiner kintheit. da ließman das ſelig kind zu ſchul geen. da lernet esdy heyligen geſchrifft gar wol vn̄ leget ein gute grutfeſt gotlicher weyßheit. Darnach ſandten ſein freund den knaben zu hoher ſchul inhyſpania land zu der ſtat Palentia da lerneter die ſiben freyen kunſt. vnnd darnach lerneter die bucher von der goͤtlichen warheit vnndvon der heyligē gotheit mit groſſem vleyß. vn̄vmb gottes willen vnd durch der lernung willen der heyligen geſchrifft tranck er in zeheniarn keynē weyn. da ward er der kunſt als wolgelert das ein brunn auß ſeinē mund floß vongoͤtlicher weyßheit. Zu den zeyten da ward ein groſſes hungeriar in dem lannd da er innen was das vil armer leut hungers ſturben dz erbarmet ſant dominicū als ſer das er ſein cleyder verkaufft vn̄ſeine buͤcher eyn teyl vnd ſpeyſet arme leut davon. Da nun ſein gutes geruͤcht vnnd ſein guter leumnd lautbar ward. vnd es der biſchoffhoͤrt von oxonia der bat in das er wein trunckvnd waſſer zuguß das thet er vn̄ macht in wolhalben zu waſſer. Dyacus wz biſchoff zu oxonia. der ſah vnd hoͤrt ſant dominicus heyligesleben wol vnd het in gar lieb darum. vn̄ machtin zu einem korherren auff ſeinē thum. dy herren waren regler vnd lebten goͤtlichen vn̄ ſelig

klichen. Da dient ſant dominieus got mit gantzem vleyß. da ſy ſein andacht ſahen da machten ſie in zu einē ſuprior. da bat er got tag vndnacht das er im hulff dz er dy menſchē moͤchtbekeren von iren ſunden. vnd er zoch darnachmit dem vorgenantē biſchoff dyacus gen doloß. vnd merckt daſelbſt ſeinen wirt das er euketzer was vnd lang in der ketzerey gelegen.den bekert er mit ſeiner lere zu criſtē gelaubē.Darnach da fur er zu dem babſt Innocentioder gab in den gewalt das er vberal predigenſolt in dem lannd wider die ketzer. Da das dieketzer horten da machtē ſie vil krieges mit boͤſen liſten zwiſchen in vnd den criſten vnd hetten die chriſten geren vberwunden. Da gebotman das die criſten vnd die ketzer ſich miteinander verſuchen ſolten. Da ſchriben die criſtēzwey buch von irem gelauben. vn̄ ſchriben dieketzer auch buͤcher von irer ketzerey vn̄ brachten dy buͤcher zuſammen. Da kam ein groſſesvolck darzu. vnd man laß dy buͤcher gegē einander. da geuiel den menſchen gemeyngklichallerbaſt was ſant dominicus geſchriben hetvnd kamen all vbereyn dz man ſolt der ketzervnd der criſten buͤcher verbrennē. vn̄ wer dan̄recht het das wurd got laſſen ſehen. dz tetenſy. Da ſprungen ſant dominicus buͤcher dreyſtund auß dem feuer vnd d̓ ketzer buͤcher verbrunnen alle. die criſten geſigten mit der hilffgottes vn̄ ſant dominicus. Darnach nam ſantDominicus etlich ſein bruͤd̓ dy dar zu gut waren vnd hieß ſy predigen wider die ketzer. darumb wurden ſy im gar veind vn̄ wurffen myſtvnd kot auff in wo ſye in ſahen das leyd er gedultigklicher