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Legenda aurea, deutsch
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XCIIIIr
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Steffan dem Babſt

.XCIIII.

Er liebherr ſant Steſfan was ein criſten vnd het got lieb.Ivn̄ dienet im mit vleyß tag vn̄ nacht.mit beten mit faſten mit wachen vnnd mit vilander guter vbung darumb machten in dy criſten zu einē babſt. da pflag er des amptes mitgroſſem vleyß vn̄ weyhet vil brieſter vn̄ ſechseuangelier. Zu den zeyten aͤchtet man dy criſten gar ſere vnd muſten vil vmb iren gelaubē leyden. daſtercket der lieb herr ſant Steffan die criſtenan irem gelaubē mit ſeiner gutē lere vn̄ ſprachIr ſult keyn leyden furchten. vnd ſult den todgeren leyden durch got. wan̄ ir muͤſt doch ſterben ſo erwerbet ir euch vmb gott die ewigenfreud. gelaubt ir aber an dye abgoͤtter ſo muͤſtir nach dyſem leben in die ewigen peyn d̓ helle vnd von ſeiner gutē ler ward die criſtēheitſer gemert. wan̄ es wurckt gott mit dē heyligēgeyſt in im das ſich vil menſchen lieſſen tauffen er het auch ſechtzehen brieſter die im dyeheyden hulffen bekeren. Zu den zeyten da was ein mechtiger herreder het tauſent man̄ vnd̓ im. den herren bekertſant Steffan auch mit ſeiner guten ler. vn̄ ſeinfrawen vnd ſeine kind vnd alles ſein geſindt.vnd tauffet in in dem namen gottes. Da hettder herr ein toͤchterlein das hieß Lucilla. daswz blind. Da rufft ſant Steffan got mit groſſem ernſt an vnd bat in mit andacht das er dēkind ſein geſiht wider gebe. da erhoͤrt in vnſerherr vn̄ ward dz kind geſehent. Er bekert aucheinen herren der hieß olimpus mit ſeiner gutēler der het auch tauſent man̄ vnd̓ im dē tauffter auch vnd ſein frawen vnd ſein kind theodolium vnd alles ſein geſind. das ward dē richtervaleriano geſagt. das thet im zoren vnnd hießden herren vnd ſein frawen vnd auch ſein kindvnd ſein geſind alles vahen vn̄ ſprach zu in ſieſolten iren gelauben laſſen oder ſie muſten alldarumb ſterben. Des wolten ſie nicht thun. dahieß er ſy alle toͤttē. da lydē ſy dy marter durchgot froͤlich vn̄ furē ir ſele zu dē ewigē freudē.Nun ward auch dem richter Valerianovnd auch Galieno geſaget von ſant Steffandem babſt das er das lannd nahet als bekerthett. das thet im zorn vnd ſandt nach im vnndhieß in mit allen ſeinē pfaffen vahē. da brachtman ſy fur den richter der ſprach. Biſt du derSteffan von dem man als vil geſagt hat das

er ein verkerer ſey vnd ein lerer d̓neuen ketzerey. Da ſprach ſant Steffan. Richter du ſoltwiſſen das ich keyn verkerer byn. ich bin ein lerer der vnuerſunnen heyden. vnd ler ſy dē waren got erkennen des krafft den hymel vn̄ dieerden beſchaffen hat. da ward er zornig vn̄ gebot ſeinen dienern dz ſy den babſt vn̄ dy pfaffen dar zu brechten. das ſie dē abgoͤttern opfferten. vnd wolten ſy des nit thun ſo ſolt manſy all toͤtē. Da furt man ſy zu dē abgot. vnd daſant Steffan d̓ heylig babſt zu dē abgot kamda ſah er auff gen hymel vnd ruͤfft gott an vn̄ſprach mit andacht. O herre Ieſuchriſte erzeyg dein krafft hie vnnd zerſtoͤr dyſen tempeldarumb das die menſchen hie icht mer betrogen werdē. vnd da er dy wort geſprach da kamzehand ein als groſſer donerſchlag vō hymelherab das das volck als gar ſer erſchrack vndfluhen die menſchen vnnd viel der tempel desabgots nyder vnnd ward der abgot zu aſchen.vnd darnach gieng ſant Steffan mit den criſten in ſant Lucie der heyligen iunckfrawē kirchē. da ſtercket er ſy an criſtē gelaubē. vn̄ hieltdarnach meſß. da ſandt der richter ſeyne diener zu im. vnd hieß in zetod ſchlahen das tetēdie diener vnder der meſß. das leyd er gedultigklichen durch gott. da fur ſein ſel zuͦ dē ewigen freuden Amen.Von ſant Bominicoprediger ordens.N dem biſtūb Oronienſi in hyſpania. in eim dorff kala-gora geheyſſen was ein edel man d̓hieß felix vn̄ ſein fraw hieß Iohāna d̓ traūbteins nachts ee dz ſy ſant Domimcū trug wieſy ſchwager wordē wer. vn̄ da ſy zuhād geberēſolt dz kind. da ſah ſy dz kind an. da daucht ſiees wer ein huͤndlein dē gieng ein feurine flam̄auß dē muͤd vn̄ dy flam entzūͦdet alle diſe weltda erſchrack ſy gar ſer. Dz huͤndlein bedeut eyne prediger. die flāmē dy auß ſeinē mūd giēgedy bedeutē dz gotzwort da mit er alle welt entzundt mit goͤtlicher lere. Da dz kind dominicus geborē ward. da traūbt einer ſeligē frawēwy dz kind einē ſtern vornē an dē haubt het d̓geb aller welt liecht. vnd da dy fraw erwachtda ſaget ſy dē ſelbē traum ſeiner muter. d̓ ſternbedeutet auch wol das er die ketzer mit ſeinerler vertilget hat vnnd dye chriſtenheyt damit