Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
LXXVIIIv
Einzelbild herunterladen
 

keret ward. Da das dy kunigin hoͤrt. da wardſy ſer betrubt vn̄ ſandt auch nach dē iungern.Da kamen ſy zu ir vnd ſagten ir das in der kunig erlaubt het das ſy den leychnam begrubēvnd baten ſie das ſy ir genad auch darzu tet.da ſprach ſy in einē falſchē ſyn̄. Nempt zwenwild ochßen auff dem berg vnd ſtelt ſy an denwagen vnd legt den leychnā darauff. wa ſy inhin furē od̓ ziehē da begrabet in. vn̄ bawet imein munſter da. vn̄ meint darūb dz dy ochßenwild waren vnd vngezempt. ſy mochten ſie nitgefahen noch in den wagen geſpānen. ſie meiuet auch ob ſieß in den wagen brechtē ſo wurden ſy vngeftum werden. vnd wurden den wagen zureyſſen vnd wurden den leychnā herabwerffen vnd dy iunger ertoͤten. da troſten ſichdy iunger vnſers herren vnd giengen auff denberg da dy ochßen waren. Nun wz ein groſſer track auff dem bertdem gieng fewer auß dem mund. vnnd da dieiunger auff den berg kamen zu dem trackē. damachten ſie ein creutz von holtz vnd legten esdem tracken auff den leib vnd ſchnyten in damit von einander. Darnach legten ſy das zeychen des heyligen creutzes auff dyrucken derwilden ochßen in dem namen gottes. da wurden ſy als zam als dy lemlein vnd ſtalten ſy dain den wagen vnd legten den leychnā ſant iacobs darauff. da zugen in dye wilden ochßenvon in ſelber mittē auff der kunigin ſal fur dykunigin. da erſchrack ſy ſer vnd ſach wol dz esgottes will was vnd ward ein criſten. vnd ließiren pallaſt got zu lob weyhen vnd dem liebenherren ſant Iacob vnd gab vil gutz zu dē munſter vnd ward ein guter ſeliger menſch vnd beleib in emem guten ſeligen lebē biß an ir end.da legten die iunger den leychnam auff einenhohen ſteyn. da waych der ſteyn zuhād vnderſich als ein waychs wachs vnd ward ein ſchoͤner ſarch darauß. Vn̄ alſo ward der lieb herrſant Iacob erlichē beſtat zuͦ Cōpoſtel in hyſpanien land da tut er groſſe zeychen vn̄ iſt eingroſſe fart dar.Eins mals wz ein reicher man der het langkeinen erbē. da bat er ſant Iacob mit groſſerandacht dz er im einen erben vmb got erwurbvnd gelobet im. wen̄ der ſelb erb zu ſeinē tagēkeme. ſo wolt er in zu ſeiuem grab bringen. Dagab im got durch ſant Iacobs willē einē ſchoͤnen ſun. Da der ſun gerouchs. da gieng er mit

dem vater vnd wolt zu ſant Iacob vnd kamenin ein ſtat die hyeß gelffenacht. da zertē ſy reylichen. das mercket der wirt vn̄ gedacht im wyer ſy vmb ir gutt brecht vnd ſtieß dē vater desnachtes einen ſilberin kopff in ſeinē ſack. Vn̄da ſy des morgens hin ware gegāge. da hießin der wirt nach eylen. vnd ſprach ſy hetten imſein ſilberin kopff geſtolen vn̄ nam dem vaterſeinen ſilberin kopff auß ſeinē ſack vn̄ ſprachzu im. Er muͤſt darumb ſterbē. da ſprach d̓ ſun.Ich beken̄ meinen vater wol ſo frumb dz beſſer iſt ich ſterb dan̄ das er ſterbe. dauon bit icheuch das ir mich fur in toͤttet. das teten ſye daer im das ſelber außerwelet vnd hiengen denſun das ſahe der vater mit ſeynen augen. Daward er betrubt vnnd claget ſein hertzenleyddem lieben herren ſant Iacob vnd gieng fuͤrſich zu ſeinē munſter. vnd da er darein kam darufft er ſant Iacob mit groſſer andacht an vn̄ſprach. Lieber herr ſant iacob ich hab dich geweret als ich dir gelobt hab. ich bin aber vbelgeweret. wann ich hab meinen lieben ſun verloren. vnd gieng da von dannen vnd keret wyder heym in ſein land vnd was ſer betrubt vn̄da ſein wol drey wochen was das man im ſeynen ſun erhangen het. da kam er wid̓ gen gelſfenacht vnd ſah ſeinen ſun an dem galgen mitgroſſem leyd vnd greyff im an ſeine beyn. Daſprach der ſun. Lieber vater thu mir nit wee.da erſchrack der vater vnd meynet er wer todvnd gewan da ein hoffnung. vn̄ ſprach. lieberſun lebeſt du noch. da ſprach d̓ ſun. ia dz wiſßin der warheit. da wart der vater gar fro vnndſprach lieber ſun wer hat dich enthalden dasdu nit tod biſt. Da ſprach er vuſer herr Ieſuscriſtus vnd der heylig zwelfpot ſant Iacob. d̓iſt ymmermer bey mir geweſen vnnd vnd̓ meinen fuſſen geſtanden. vnnd hat mich auff gehalten das ich noch leb. Da lieff d̓ vater baldzu dem richter. der gieng vō ſeiner kuchen. dabereytet man im in der kuchen einen hannē vn̄ein hennen. da ſprach der vater zuͦ dem richterich bit euch das ir mir erlaubt das ich meinenſun von dem galgen neme wann er lebt noch.Da ſprach der richter das verweyß ich wol. irmogt wol wiſſen leben die huner an dem ſpißſo lebt er auch. da ſprungen dy huner zuhandab dem ſpiſß vnd wurdē lebentig vnd gewunnen federn. Das nam den richter groß wūder.vnd hieß beſehen ob ſein ſun an dem galfen