Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
LVIIIv
Einzelbild herunterladen
 

Von ſant

pater noſter mit andacht nit geſprechē mochtvnd dy drey fart dye du zu Rom biſt geweſendy ſeind dir zu buß dar fur gegeben. Eines mals an einē antlaßabent. da giengſant Vlrich fur dy ſtat weinpreſſen. vn̄ betet.da waren vil boͤßer geyſt in das hauß kummēvnd hetten ein capitel. vnd ſaget yeglicher wzer geſchickt hett. da ſprach einer. Ich hab geſchickt das das haubt der heyligen criſtēheytdz iſt d̓ babſt. heind bey einer iunckfrawen wilſen dy hat er yetzund in ſeiner kamer vnd wilheind bey ir ſchlaffen vnd zu einem zeychenhab ich der iunckfrawē rechtē ſchuͦch hie. Dadas ſant vlrich hoͤrte da was im gar leyd. vndgebot dem boͤßen geyſt das er im den ſchuͦchgeb vnd in on allen ſchaden gen rom furet. vn̄wider heym gen Augſpurg das er dennoch andem andern tag dar moͤcht kummen vnd dencreßem moͤcht geſegnen. da muͦſt d̓ veind ſantVlrich gehorſam ſein vnd bracht in gen romfur des babſt kamer. Da ſprach ſant vlrich zudē babſt das er im aufftet. da erſchrack er garſer vnd thet im doch auff. da ſaget im ſant Vlrich was er gehoͤrthet vnd gab im den ſchuchveden legt die iunckfraw an. vnd ſah wol das erwar het. da was dem babſt gar leyd vnnd thetdy junckfrawen auß der kamer vnd beleyb vnuermeyligt. Darnach trug der veind ſant Vlrich wider heym gen Lugſpurg als im gebotewas das er den creßem dennoch geſegnet andem antlaß tag. Als nun ſant Vlrich an krefften vaſt abgenumen het vnd ſer kranck was. da fragt einesmals Gerhardus der thumbrobſt ſant vlrichvn̄ ſprach zu im. Lieber vater haſt du hoffnūg

das du dyſer kranckheit ſterben werdeſt. SātBlrich antwort. Ich hab nit allein hoffnuntich weyß auch furwar das ich in kuͤrtz ſterbenſol Gerhardus ſprach. Welchen biſchoff ſollen wir beruffen zuͦ deiner begrebnuß. Sat vlrich antwort. wen ich ſtirbe ſo muͤgt ir auff dyſelben zeyt kein biſchoff zu meiner begrebuußberuffen. wann ſant Courad iſt auff die ſelbezeyt krāck. ſo ſein all ander biſchoff in des kujuges hoff beruͤfft. Gerhardus ſprach. wz ſollen wir dan thun. Sant vlrich ſprach. Ir wiſtdas des menſchen leib dē erdtrich zu empf elhen iſt. Gerhardus ſprach. hetten wir ein ſolchen der von billigkeit darzu gehoͤret ſo hettēwir nicht forcht. Sant Vlrich antwort im vn̄ſprach. So es dar zu kuͤpt ſo thut ſoir beſt muͤget der almechtig got wirt mich furſehen miteinem der mein leychnā beſtaͤt vnd lag in groſſer andacht vnd begert von got dz er vō ſeineleyb erlediget wurd vnd darnach ewigklichenbey im ſolt ſein vnd lag da funff tag an ſeinerru vnd ſtarb an dem ſechſten tag. vnnd befalhſeinen geyſt in dy hend des alnechtigen gottes vnd fur ſein ſel zu den ewigē freudē. in dēiar als man zelt vo Criſti geburt vnſers liebēherren. neunhundert vn̄ dreyvndſibentzig iar.ſeines gantzen lebens in dē dreyvndachtzigſten. ſeiner biſchoff lichē weyhung in dē funfftzigſten iar. Da kam ſant Wolffgāg von demwillē gottes d̓ wz biſchoff zu Regēſpurg vndbeſtattet ſant vlrich wirdigklichē in ſant affrakirchē. da het er im ein grab heyſſen machē dageſchahen vil zeychen. Nun helff vns ſant vlrich vmb gott erwerben dz ewig leben Amen.Von ſant Synofrodoſa