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Legenda aurea, deutsch
Seite
LVIIIr
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Vlrich

.LVIII.

ſolt von gotlicher ordnung biſchoff werdē zuaugſpurg an ſeiner ſtat. Da das der lieb herrſant vlrich hoͤrt. da meint er er wer ſolcher genadē nit werdt noch wirdig. Darumb ſo gieger heimlichen von dannen. vnd was funffzēhen iar in frembdē landen. die weyl was Hyltinus biſchoff zu Augſpurgk. Darnach wardſant Vlrich biſchoff zu Augſpurg. vnd als erauff nam an eren vn̄ an gut alſo nam er auchzu an erē vn̄ an wirdigkeit. Der lieb herr ſantVlrich het beſund̓ lieb zu got vn̄ zu den armēvn̄ ſpeyſet teglichē vil menſchē ob ſeynē tiſchvn̄ kleydet ſy. vn̄ beherbergt ſy. vnd aß auch nitfleiſch. vn̄ trug kein leinwadt an. vn̄ wachet vilvn̄ lobet got mit ſeinē langē andechtigē gebetEs ſah auch manig menſch vn̄ ward geſehenwen̄ ſant Vlrich meß het vnd den ſegen vberdy oblat thet. das den̄ vnſer herr mit ſeiner gerechten handt den ſegen thet mit ſant Blrichvber das brot. dz den verwandelt ward in dēwarn leychnam vnſers herren Ieſu criſti. Eines nachtes da was d̓ lieb herr ſant vlrich an ſein ruͦ gegangē da erſchein im dy liebfraw ſant Affra vn̄ was mit groſſer klarheytgezyert vn̄ ſprach zu im. Steeauff vn̄ gee mirnach. da volget er ir bald nach da weyſet ſy inzu Augſpurgk auß d̓ ſtat vn̄ weyſet in auff dzlechfelt. da fandt er den lieben herren ſant peter mit einer groſſen menig der biſchoff vnndander heyligen. da kamen vil ruͤffender ſtym̄.ſprechēd. Der hertzog arnolt der het vil muͤnſter vnd kirchen zerſtoͤrt vnd het das gut vnd̓dy leyen geteylt. darumb wuͤrd er verdampt inabgrunt der hell mit einē gemeynē vrteyl. darnach ſah er das zwey ſchwert vnder ſy brachtwurden. vnnd das ein ſchwert was on knopff.da ſprach ſant Peter zu ſant Vlrich. ſag kunig heinrich dz ſchwert on knopff bedewt dēder wil herſchen vnd dem volck vor wil ſein dzwider got iſt. vnd das ander ſchwert mit demknopff bezeychet den der do dem volck voriſtmit einem guten regiment. vnd der mit dē heyligen ſegen vnnd gotlicher ordnung iſt gekroͤnet. das was keyſer Otto. der het darnach ander ſelben ſtat einē groſſen rat mit ſeinē herrē Eins mals ſaß ſant Vlrich an einem donerſtag vber das nachtmal mit ſant Conrat.da redten ſie von got die gantzē nacht. zu morgens am freytag ſtund der tiſch alſo gericht.da gab ſant Vltich einē boten ein diech von

einem bratten huͦn. dz behielt der bot vn̄ woltes zeygen. da er das auß ſeinē ſecklein zoch dawz es ein viſch. darūb malet man im ein viſchin ſein hand. Iu einen zeyten da wolt ſant Blrich genRom faren. da bat er einen armen menſchen.den het er lang in ſeinem hauß gehalten daser im all tag drew Pater noſter betet mit andacht. dz gelobt er im. da ſant Vlrich auff dēweg was. da erſcheyn im der boͤß geyſt. vnndwolt in an der fart geirret haben. da begreiffin ſant Vlrich vnnd bracht in vnderſich. vndreyt ein gen Rom vnd hort alle tag das preymglocklein leuten das zu Augſpurg was zu allen zeyten. denn des einen tags hort er ſein nitda hub er ſich auff den weg eylent. vnd giēgwider gen Augſpurg. vnnd fraget den armenmenſchen. ob er im alle tag dy drew pater noſter geſprochen het. da ſprach er ya denn neureines tages da ſprach ich ir nit. Da ward ichgar fer betrubt von dem ſchaffer vnd gab mirauch meiner pfrund nit. Da ſandt ſant vlrichden ſchaffer zu dem babſt vnd hieß in fragenwes ein guter Pater noſter werdt were. Daſprach der babſt er iſt eines gulden pfennigswerd. do reyt er wider heym vnd ſaget ſant vlrich die botſchafft. Da ſprach er wie breyt ſoler ſein. da ſprach der ſchaffer. ich weiß ſein nitdo ſprach ſant Vlrich reyt wider gen rom vn̄forſch dē babſt darumb. da kam er zu dē babſtvnd ſprach. Wie breyt ſol der pfennig ſein. daſprach der Babſt er ſol als breyt ſein als allediſe welt. dy botſchafft ſaget er dem biſchoffwid̓. Da ſprach er aber haſt du in nit gefragtwie dick der pfennig ſol ſein. da ſprach er neynich. da ſprach ſant Vlrich. ſo reyt wider zu dēbabſt vnd frag in darumb. dz thet dem ſchaffer zorn. vnd muſt es doch thun. vn̄ kam zu dēdritten mal zu dem babſt. vn̄ frogt in wie dickder pfennig ſolt ſein. Da ſprach der habſt erſol als dick ſein als von dem erdtrich biß andē hymel wann im iſt kein zeytlichs gut zu zegleychen vnd wiß auch wer es zymlichen dasals ein groſſer hauff goldes wer. als von demerdtrich biß an dē hymel noch iſt beſſer ein andechtiges Pater noſter. Die antwurt ſagt derſchaffer ſant Blrich wider. Da ſprach er. desguten vnd noch vilmer gutz haſt du mich beraubet da du dē armen menſchen ſein pfrundnit gabſt vnd in betrubteſt das er mir dy drew