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Legenda aurea, deutsch
Seite
LVIIv
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Von ſant

den ſich des kindes ſchemen. vnd ſich des ſeerbetruben. Vnd da ſye in dem wunder waren.da kam ein ſeliger prieſter in ir hauß der hießPeregrinus. den empfiengen ſy guͤtlichē. wan̄ir tuͤr ſtund alwegen den armen offen vnd empfieng ſie ſchon. Vnd eins mals da hoͤrt derprieſter das kind waynen da was es dennochnit zwelff wochen alt da vernaꝫ er des kindesſtym. vn̄ auch von der genad gottes da weyßſaget er vnd ſprach. Zwar nempt ir das kindtnit von den bruſten ſeiner ammē ſo wirt es nitſelig. da woltē ſie ſich nit daran kerē da ſpracher zu dem dritten mal. Nempt ir das kind nitvon der ammen ſo ſtirbt es heind in der nachtnempt ir es aber vōd̓ milch ſo wirt es ein großſer heylig. Da das vater vnd muter hoͤrten danamen ſye es von der ammē da nam das kindals bald zu an leyb vn̄ an dem gemuͤt. dz namall dy wunder dy es ſahen vnd horten. vn̄ freuten ſich des vater vnd muter vnd machten eingroſſe wirtſchafft irem ſun vn̄ luden all ir gutfreund vnnd frewten ſich das ir ſun als ſchoͤnzu nam.Der lieb herr ſant Vlrich der floh in ſeineriugent aller weltlicher menſchen geſelſchafft.da das ſein freund ſahen. da empfalhen ſy dēknaben geyſtlichen menſchen zu ſant Gallenin das kloſter. wan̄ darinn waren zu der ſelbēzeyt gar vil edler vnd geyſtlicher bruͤder dy ordenlich nach der regel ſant Benedieten lebtē.da ſelbſt lernet ſant Vlrich in den ſibē freyenkuͤnſten von einem hieß bruder Mauung. Alſo nam ſant Vlrich an kunſt zucht vnd weyßheyt mercklich vaſt zu. alſo das dy bruder ſantVlrich offt ernſtlich ermanten das er ir mit-

bruder wurd. vnd da ſant Vlrich ſolichs offtermant ward. Gieng er zu einer bey dem kloſter verſchloßnen kleußnerin mit namen Wybrad. vnd bat ſye vmb rat wie vnd wes er ſichhalten ſolt. Die ſelbig kleußnerin hieß ſant vlrich vber drey tag wider kummen vmb ein antwort. Die weil bat die ſelig fraw got das er irzu erkennen geb ſant Vlrich ein guten rat zegeben. An dem drittē tag kam ſant Blrich wider zu ir. da ſprach ſye zu im. Ou ſolt in diſemkloſter kein geyſtlich brud̓ werden. Es iſt aberein ſtat gegen dē auffgang der ſunne da teyleein waſſer zway land da muſt du ein kuͤftigerbiſchoff werden. vnnd wirſt vil mer denn deinvorfordern von heyden vngern vnd boͤſen criſten leyden. aber du wirſt das alles mit d̓ hilffgottes loͤblich vberwinden. Solchs ſagt ſantBlrich ſeynē heimlichſten bruder in dem kloſter. vnd darnach letzt er ſich mit den freundēgottes vnd geſegnet ſy vnd fuͦr heim zu ſeinenfreunden. darnach ward er empfolhen dem biſchof zu augſprirg der hieß adelberon. Da nider ſelbig heylig biſchoff ſant Vlrich bekantvnd ſeinen feſten gelauben vnd ſeyne ſtarckehoffnung. Vnnd ſein groſſe lieb die er zuͦ gothet vn̄ zu ſeinē nechſten. vnd ſein guͦt wolgeziert ſitten. Da nam er in in geyſtlichen vnndweltlichen ſachen zu einē innerſtē rat. vn̄ warddarzu ſem kamerer. Darnach kam er in goͤtlicherlieb gen Rom. da empfieng in d̓ babſt wirdigklichen vn̄ ſchoͤn vn̄ fraget in wem er zugehoͤrt. da ſprach er. ich bin ein gedingter ſchulerdes biſchoffs zu augſpurg. Da ſprach d̓ babſtlieber ſun dich ſol nicht betrubē wz ich dir ſacd̓ biſchoff iſt in diſer ſtund verſchiden vnd du