Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
CCCLXXIIIv
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Voſfant

peyt. vnd werd eliglich mit in brinnen. Vond̓ red wurden ir bruͤder ſer betrubt vn̄ ſagtenes d̓ muter vn̄ troeten ir wolt ſie es nit rechenſo woltē ſiß dē vater ſagē. Die kunigin wardſer betrubt vnd het ir tochter gern abgeleytetvnd verſucht es mit vbel vnd mit gut. vn̄ hießir dar bringen allerley ſeytenſpyl vn̄ vil edleriunckfrawen das ſy mit ir vppiglichen ſoltenſpylen das ſy vergeß Criſtenliches gelaubēsVnd dy weyl ſie alſo froͤlich ſpylten vn̄ ſungen. die weyl ſang ſy vnd lobet got in irē hertzen vnd ſprach. Ich lob vnd ſol loben dē herren des hymels ich lob in in̄ d̓ hoͤhe. vn̄ dar zureytzet ſie auch die andern vnd ſprach. Lobetgot mit den pendeln an dē tantz. vnd lobet inmit dē ſeytenſpil vn̄ mit der engel ton. da nundie muter ſahe vn̄ die bruͤder das es alles nithalff da muſten ſie es auch kund tun dē vaterDa nū llppolonia fur den vater kam da mercket er eben das ſie wz ein bloͤde tochter vndſtillet den zorn ſeiner ſuͤn vn̄ empfalhe ſy dernuter dz ſiß ſolt ablayten. Da ſprach App vlonia. muter du arbeyteſt vm̄ ſunſt vnd peynigeſt dein hertz. wan̄ mein gemuͤt iſt gebawetauff einē ſtarcken velß vn̄ in Criſtū vergrabēdeine wort empfah ich als ei wind. vn̄ dein erſchreckung iſt mir als ein regen. Da ſprach dykunigin zv em kunig. die kißling moͤcht mauleychter zermalē vn̄ eyßen verkern in dz bleyee man verkeren moͤcht ir ſyn̄. Da nun Appolonia ward firfftzehen iar alt da verheyratman ſy ab ſie einē heyduſchen kunig d̓hyeß . vij in̄ d̓ nacht da traumbt Appolomia ſie ſehe eī taubē die truͤg in̄ irē ſchnabel ein aſt von einē oͤlbaum. die flog ein durchdas venſter vn̄ legt dē aſt auff den tiſch. darnach flog ein adler auch durch dz venſter einder trug ein kron gemacht von dornpluͦt. vnddurch das and̓ venſter flog ein rapp der trutauff den tiſch ein lebentige ſchlangē. Da ſiedes morgens erwachet da ſagt ſie den traumdē altherrē d̓ ir von irē vater was gegeben zueine pfleger d̓ legt ir dē traum auß vn̄ ſprach.Die taub bedeut zwey ding. das erſt das ſieberhafft iſt das and̓ dz ſie iſt on gallen. Alſowirſt du auch berhafft von d̓ genad des heyligē geyſtes vn̄ du wirſt vil vngelaubiger heydē bekere zu criſto. Der erſt aſt des oͤlbaumsbedeut die heyligē tauff. Der adler d̓ dy krontrug von den dornpluͦen. dz bedent die heyli-

gen kron d̓ vberfluſſigen marter Recht als d̓adler hoch fleugt vber all voͤgel. alſo wirſt dahoch gekroͤnet eber and̓ mertrer. Aber d̓ rappd̓ die ſchlange trug dz bedeutet groſſe trubſal vnd leydē. Da dz dy heylig iunck fraro hoͤret. wiewol dz was dz ſy noch vngetaufft wzdennoch trug ſy den namen Criſti andechtielich in irem hertzen. vnd begeret zuholtē irenmagdtum vnd Criſto treulich anhafften bißan ir end. Iu dē tag da d̓ kunig Carſius kuntmen ſolt vn̄ wolt hochzeyt habē. da viel Appolonia auff ire knye vn̄ ward andechtiglich beten mit weynende augē dz ſy got beſchyrmetvor dē vngelaubigen kung Carſius. vn̄ da ſynun außgebet het. do erſchyn ir ein engel derſprach. Appolonia far behendiglichen in eynſtatt die ligt funff meyl von dyſer ſtat. da vindeſt du einē heyligen man ein eynſidel der ſoldich lernē den weg d̓ warheyt. vn̄ ſol dir helffen das du getaufft werdeſt vn̄ geſterckt amgriſten gelaubē. Erlich ſagen d̓ Engel ſprechzu ir. Cymotheus ſant Pauls iunger ſol dichtauffen vn̄ bracht ſie d̓ engel an die ſtatt. Vn̄alſo ward ſie getaufft vnd geſterckt an gutendingen. Darnach kam ſie wid̓ heym vnd zerbrach alle die abgoͤtter die da warē in ires vaters turn. Darnach gieng ſy vnd prediget auoffner ſtraß criſten gelaubē. Dyſe mer kamenvberal in̄ die ſtat vnd kamē auch fur iren vater. da d̓ vater nun hort dz ſein goͤtter all zerſtoͤrt waren. da ward er zemal zornig vnd ſaßzu gericht. vnd hieß ſein tochter fur in bringēvn̄ ſprach. Appolonia weyſt du nit dz du anbeteſt einē vngerechtē menſchē d̓ vmb ſeinerboßheyt willen verdampt iſt den all keyſer allermeyſt haſſen. Da ſprach Appolonia. Sihevater erkenteſt du die genad gottes du redeſtdie wort nit vnd bekerteſt dich von allen gottern. vn̄ wurdeſt allein anbeten den gott d̓ doiſt in̄ dem hymel. das iſt Ieſus criſtus warergot vn̄ warer menſch. wan̄ do er wz bey ſeinohymliſchen vater da wolt er menſch werden.vnd wolt widerbringen die ſchuld des erſtenmenſchē Adams vn̄ dauon iſt er got vn̄ mēſchvnd hat den tod vn̄ die marter von vnſern wegen williglich gelytten vnd iſt auch nach demtod an dē dritten tag gewaltiglich erſtandē.darumb dz er menſchlichs geſchlecht mit dēvater verſoͤnet dz von ſchulden verdampt wz