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Legenda aurea, deutsch
Seite
CCCLXXIIIIr
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I Nechtineſß

cccxlxxiiij.

rew vmb ſein ſund. vn̄ rufft vnſer liebe frawēmit gar groſſem ernſtlan. vnd bat ſie dz ſie imfein ſund vergeb. vn̄ da er lang in̄ der buß gelag da ward er entzucket vnnd ſah vuſer liebefrawen dz ſie ir kind trug an irem arm ſam ſiees ſeugen wolt. vnd hort das ſie ir kind fur inbat. da bat er auch vnſer liebe frawen mit andacht dz ſie im ablaß vmb ir kind erwurb. dakeret ſich dz kind von dem ſunder. da bat vnſer liebe fraw das kind offt gutlichen das esden ſunder anſehe. Da erhoret es ſein muter.vnd keret ſich gegen dem ſunder. vnnd ſah infreuntlichen an. vnnd vergab im all ſein ſund.da ward er gar fro. vnd dancket vnſer liebenfrawen vnd irem kind. Es was eines mals ein edle fraw die zohnach ires vaters tod zu irem vettern. vn̄ trugein kind bey im. Vnd da ſy des kindes genaſda ertoͤdt ſy es als bald vor groſſer ſcham vn̄forcht wegen. Darnach beychtet ſy es vn̄ volget des beychtigers ratt mt. vnd verzaget ander barmhertzigkeyt gottes von irer groſſenſund wegen. vnd ſchicket all ir mayd von ir vn̄erhieng ſich ſelber. da zerbrach der ſlrick. Daſtach ſie ein meſſer inn ſich. dennoch kund ſyenicht ſterbē. vn̄ lag als ob ſy tod wer vor groſſem ſchmertzen. Vnd da ſie als lang lag. Dagedacht ſie an die muter d̓ barmhertzigkeytder ſie vor offt gedienet het wie ſy kund odermocht. vnd gewan ein hoffnung zuͦ vnſer lieben frawen vn̄ rufft ſie an von gantzem iremhertzen. vnnd zuhandt kam ir die hohgelobtiunckfraw Maria zuhilff in iren noͤtten. wan̄ſie iſt ein troͤſterin aller betrubten hertzen. vn̄ſtrafft ſie darum das ſie verzagt vn̄ verzweyfelt hett. vnnd ſprach. Meines kindes barmhertzigkeyt iſt groſſer dan̄ aller menſchē ſunde. Da gelobt ſie vnſer lieben frawen das ſienymmermer keyn ſund wolt tun. da hub ſy vnſer fraw wolgeſundt auff on allen ſchmertzēDa gelobt ir vnſer liebe fraw ſy wolt ir an dēdritten tag ein beychtiger ſenden dē ſy moͤchtſicherlichen beychtē on alle forcht. an dē dritten tag kam meyſter Iordan zu d̓ frawen daweſt ſy wol dz i vnſer liebe fraw dar geſandthet. vnd beychtet im all ir ſund. vnd ward eyngeyſtlich menſch nach ſeinem ratt. vnnd ſtarbdarnach ſeliglichen. Iu eine mal da bawet ein babſt ein capellen in vnſer lieben frawen ere. vnnd hieng inu

die Capellen zwor ampeln mit balſam. dz ſalein kauffmā. der gedacht er wolt den balſamdurch gewius willen kauffen. vnnd bat denbabſt das er im den balſam zukauffen geb. dzverſaget er im. Darnach bracht er im vil bereyttes gelts. da der babſt dz gelt ſah. da wzim dz gelt als lieb dz er den balſam dē kauffman zukauffen gab. vnnd hieß oͤl inn̄ den ampeln brennen. vnd behielt das gelt. Darnachkam ſant Peter mit dem ſchluſſel vnd ſprachzu im. O wee du geytiger babft dir ſtund deshymels tuͤr offen die iſt dir nū verſperret worden. Da erſchrack der babſt gar ſer. vnd giegzu einē guten man̄ vn̄ ſaget im wie im geſchehen were. vnd bat in dz er im ryete wy er thet.da ſprach er. iſt dir des hymels tuͤr verſperret.ſo gee zu dem venſter hinein. das iſt vuſer liebe fraw. wan̄ es ſtet von ir geſchriben. Sie iſtdes hymels venſter wordē. Da gieng d̓ babſſinj̄ die capellen vnd bat vnſer liebe frawen vn̄knyet nyder vnd gruſſet ſie vnd lobet ſy on vnderlaß vier tag aneinand̓. da erſcheyn im vnſer liebe fraw vnnd ſprach zu in. Dein arbeytiſt vrub ſunſt vnd ſprach. das iſt mir leyd. Darnach viel er aber vier tag fur vnſer liebe franen vnd rufft ſie mit groſſem ernſt vn̄ andachtan. da erſchyn im aber vnſer liebe fraw vnndſprach zu im. Ich erbarm mich nit vber dich.Da ſprach er. wer biſt du. da ſprach ſy ich biuMaria die muter der barmhertzigkeyt. Daſprach er. darumb das du dy muter der barmhertzigkeyt biſt. ſo ſolt du dich vber mich erbarmen. thuſt du das nit ſo verleuſt du deinēnamen. Da ſprach vnſer liebe fran. verluͤr ichden namē ob ich mich nit vber dich erbarmet.Da ſprach er. Ia du verluͤrſt in furwar. Daſprach vnſer liebe fraw. darum̄ das ich meinēnamen mit verließ mit den wercken. ſo ſolt dukeyn ſorg haben vmb des hymels tuͦr. wan̄ dukumbſt zu dē venſter hynein dz ich ſelber perſonlich bin. Eines mals da was ein ritter dem lihe einIud vil guts auff pfandt. vnd da er als armward das er nymmer pfandt hett da wolt imder Iud on pfand nymmer leyhen. daſchemetſich der ritter ſeiner armut garſer vnd wz ingroſſen noͤtten. Da ſprach der Iud. Ich wildir wol raten das du reych wirſt wilt du mitvolgen. Da ſprach der ritter. ich wil dir gernvolgen. Da nun die leut von dem weg kameni.