Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
CCCXXIIr
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Iohanns dem Patriarchen

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den tiſch vnd vbet ſein ampt vn̄ wartet ſeinerſchuͤſſeln. Die weyl redten ſein freund wie ſiePetrum verlorn hettē. vnder des ſah in einervor dem tiſch geen den bedaucht es wer derſelb Peter. vnnd ſprach. Werlich er geet hyevor dem tiſch vn̄ ſprach. ich ken̄ in gar wol. dawurden ſie als gar fro. vn̄ woltē in zu in vberdē tiſch geſetzt habē. da erſchrack er gar vbelvnd ſchempte ſich vnd lieff zu dē tor. da wasder torwart ein ſtum. vnd wer auß od̓ ein woltder muſt im ein zeychen mit eine vinger gebē.da vergaß Petrus des zeycheus vor groſſemeylen vnd ſprach. thu auff dz thor. zehant geſchach ein zeychen durch petrū das d̓ ſtum̄ gehoͤret vnd redet. vnd ſchloß das thor frolicheauff. da lieff Petrus hin vnd verbarg ſich. vn̄der torwart ſchloß wider zu. vn̄ lieff bald hinauff zu den geſten fut den tiſch vn̄ redet mitin. da ſprachen ſy. ſag vns durch gott wer hatdir geholffen dz du redeſt. Da ſprach er. Petrus der kuchenknecht hieß mich dz tor auffſchlieſſen vnd da er das geſprach da giēg imauß ſeinem mund ein fewrine flammen dy beruret mir mein zungen vnd mein oren da geſchahe das zeychen an mir wan̄ er iſt ein diener gottes das iſt an mir ſcheyn worden. Dawurden ſy all fro vnnd lieffen im nach ſy funden ſein aber nit. vnd allen den was leyd dyein ye betrubt hetten. aber gott furſah den lieben Petrum gar wol. das muͤg wir wol gelauben. Die geleychnuß ſagt ſant Iohanns deralmuſuer mit groſſem ernſt. darumb das dieleut gern durch got geben. vnnd deſter barmhertziger weren. Iu einē mal bat ein arms menſch ſant Iohanns dz er im etwas durch got geb. da hießer im ſechs pfenning geben. vn̄ da man im dygab. da verwandelt er ſein gewand. vnnd kamhinwider vnd bat in dz er im etwas gebe. dahieß er im aber ſechß pfennig gebē. da ſprachſeiner diener einer. der betler iſt vor auch hyegeweſen. da weſt er es wol vn̄ wolt ſein nichtmelden. Da kam er zu dem dritten mal. vn̄ hetaber ein ander kleyd an. vn̄ bat in vmb ein almuſen. da ſprach der diener heymlich zu demherren d̓ man iſt nun dreyſtund hye geroeſen.Da ſprach ſant Iohannes. gib im ſechß pfenning. wer weyß ob es mein herr Ieſus criſtusiſt der wil mich verſuchē ob mich des gebensicht verdrieß. Da mā im die pfennig gab da

Ieſus criſtus geweſen. Iu einem mal kam ein ander arm menſchzu ſant Iohanns vnd bat in das er im etwasgebe. da hieß er im funff pfenning geben dieverſchmaheten im ſer. vnnd ſprach boͤße wortvnd ſchalt in. das thet ſeinen dienern zorn. vn̄wolten in mit knutteln geſchlagen haben. Daſprach ſant Iohāns. laſt in durch got mit fridich hab wol viertzig iar gelebt. in̄ dē iarn habich meinē got offt erzurnet mit meinē boͤßenleben das richt er an mir. vnnd ſprach. Cragtden ſackher mit den pfenningen vnnd laſt innemen wieuil er wil. da greyff d̓ betler in̄ denſack vnd nam als vil er wolt. Do nun der lieb ſant Iohanns alles ſeingut geben hett den armen menſchen. da kamzu eine zeyten gar ein reycher man zu ſeinembett an dem er lag. vnd ſah das er nit mer obim hett da mit er ſich bedecket dann nuͦr eynſchwartzes geringes tuͦch. das erbarmet denman gar ſere das d̓ reych edelmau als vil froſtes leyd vnnd ließ im ein koͤſtliches decklachmachē dz gab er im. Da nam er es durch gottes willen vnd kund die ſelben nacht vnder d̓koſtlichen deck nicht entſchlaffen. vnnd weynet vnnd ſprach wider ſichſelber. O herr wielig ich hye aller eren frey. vnnd hab ein kleydvber mir. es hetten meiner herrē hundert daran. wymanig armer erbydmet vor froſt demfuget es baß dann mir. ſo hat maniger nichtzgeeſſen ſo hab ich heut viſch geeſſen vnd bedacht ander leut frummen an dem decklachvil mer dann ſeinſelbs gebrechen. vnnd hießdas decklach des morgens veyl tragen. vnndwolt dy armen mit dem gelt troſten. Da ſahes der reych man der ns gebē het. vn̄ kaufftes vnd gab es ſant Iohanns wider vnnd batin dz er ims behielt. da kund er die nacht abernit entſchlaffen. vn̄ leget es des morgens wider auff den marckt. da ſah es der reych manaber vnd was im leyd. vnd kaufft es aber vn̄ſprach. Ich wil das du es nicht verkauffeſt.hab es auff deinem bett. vnd nuͤtz es vnd alsofft du es verkauffeſt als offt wilich es dirwider kauffen vn̄ wil alles mein gut daraufflegen ob ich dir kund angeſigen. Sant Iohāns betet offt mit gantzē fleyſvnd mit andacht. vnd ſprach an ſeinem gebetzu vnſerm herrē. Lieber herr wz ich den armegib dz iſt alles dein. wan̄ du gibſt es mir. vnddie armen ſind auch dein. vn̄ wz ich den F