Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
CCCXXIIv
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Von ſant

gib das gib ich dir vnd du gibſt mir ſo gib ichdir. Nuͤ laß ſehē wer ee muͤd werd. wan̄ auffder erden wil ich mir deines gutz nichts behalten. Alſo lebet er mit groſſen tugendē vntzan ſeinen tod. vnd barmhertzigkeyt was ſeynbraut heymlich vnd offenlich all ſein tag. Eines mals het ein ma ein Cloſterfrawēauß irem cloſter genummen. da ruͤget man invor ſant Iohannes darum̄. vn̄ redten dē man̄gar vbel darūm. vnd ſprachen er wer im bannals einer der zwu ſel het verderbt dy ſeinē vn̄die irē. Da ſprach ſant Iohannes. Rinder imiſt nit alſo. ich wil beweyſen das ir wider dasgebot gottes thut vnd thut zwu ſund. dz erſtiſt wider das gebot Gottes da er ſpricht. Irſult nyemant vrteylen das ir nicht geurteyletwerdet. Das and̓ das ir nit wiſt ob ſy dy ſundgebeſſert oder gebuſſet haben vnd mit d̓ redgeſchweygt er ſy. Vn̄ da ſant Iohannes ſterben wolt da ſprach er. Herr ich danck dir dasdu mich vō deiner guͤt erhoͤrt haſt. wen̄ ich geſtirb das man nuͦr einē helbling bey mir vindden heyß ich den armen geben. vn̄ ſtarb da ineinem guten leben vnd empfalhe ſein ſel demalmechtigen gott. Da furt in ſein braut vnſerliebe fraro mit groſſen freude in das ewig leben. da trug man ſeinen heyligen leychna mitgroſſer andacht in die kirchen. vnd leget in in̄ein grab. da lagē vor zwē biſchoff in̄ in zweyēſerchen beyeinander die wychen voneinandervnd gaben ſant Iohānes ein ſtat zwiſchen in.Da begrub mā in mit andacht vn̄ frewet ſichdas volck des zeychens. Eines mals da kam ein fraw zuͦ im kurtzlich ee das er ſtarb. dy het gar ein groſſe ſundgethan. der ſchemet ſie ſich als ſer dz ſy ir nitbeychten dorſt. das claget ſy dem heyligē patriarchen ſant Iohannſen. Da ſprach er. Liebe tochter ſchreyb dye ſund an einen brieff ſowil ich got biten das er dir dein ſund vergeb.Da ſchryb ſy die ſund an einen brieff. vn̄ verſigelt in. vn̄ gab den brieff ſant Iohanns. dabat er got mit ernſt fur die frawen. vnd ſtarbſchyer darnach. Da die frawhort das er todtwas. da het ſy groß ſorg ſy wurd mit dē brieffzuſchanden. vn̄ forcht er het den brieff etwengelaſſen vnd lieff zu ſant Iohanns grab vndweynet iemerlichen vnnd ſchrey. Ach ach mitarmen weyb. ich wolt wenen ich ſolt ſchandtmeyden ſo furcht ich ich muͦß vor allen men-

ſchen zu ſchanden werden vnd betet mit groſſem ernſt bey dē grab. vnd bat ſant Iohannsdas er ir hulff dz ſy mit dē brieff nit zuſchanden wurd. vnd ir weyſet wo ir brieff wer. Vn̄da ſie als bitterlich bey dem grab weynet. daſtund ſant Iohannes auß dē grab auff. vnddie zwen biſchoff die neben im lagen mit im.v vnd waren all biſchofflich gekleydet. vn̄ ſantIohanns ſprach zu der frawen. warumb haſtdu vns gemuͤt vnd laſſeſt mich vnd die heyligen bey mir nit rwen. Nun ſich vnſer greberan. vnd ſich wie naß du dy mit deinen zeherngemacht haſt. vn̄ gab ir den brieff da was erdennoch verſigelt als vor vnd ſprach. Sih dzinſigel an vnd thu den brieff auff. vnd da ſyein auff thet. da waren ir ſund abgetylget. vndvand daran geſchriben. Durch meines liebendieners willen ſant Iohannſen ſeind dir deinſund vergeben. Da ward ſy gar fro vnd dancket got ſeiner genaden vnd dem lieben heyligen. Darnach gieng ſant Iohanns vnd dy biſchoff wider in̄ das grab. Das was nach criſti geburt ſechßhundert vnd in dē funfftē iarHeyliger Patriarch ſant Iohāns bit got furvns vnd erwirb vns das wir hie als barmhertzig werden. das er vns ſein barmhertzigkeytewiglichen woͤll mitteylen. das helff vns gottder vater vnd der ſun. vnd d̓ heylig geyſt AmēVon ſant Paulayeheyligfraw ſantPaula wz ein Roͤinerin gar vō edlēgeſchlecht. vn̄ was ein muͦter d̓ heyligen iunckfrawen Euſtochie. vn̄ mit irer tochter volget ſy nach dē heyligen criſtenlichē lerer ſant Ieronymo in̄ der heyligen ſtat Ieruſalem. d̓ ir leben geſchriben hat. vn̄ vriter and̓nwortē ſo ſchreybt er von ir vn̄ ſpricht alſo. Oballe meine gelyder zungē werē. dennoch kundich mit volreden vn̄ volſagen das wirdig lebēvn̄ die tugent d̓ heylige vnd wirdigen frawenſant Paula. als edel vnd reych ſy wz von d̓ gepurt. noch vil edler vnj groſſer wz ſy an d̓ heyligkeyt. vnd ward auch vil mer vn̄ baß gepreyſet mit d̓ armut Ieſn criſti wan̄ was ich wirdvon ir ſagen dz iſt wenig gegen dem lob dasſy mit der tugent vn̄ groſſer demuͤtigkeyt verdienet hat. Sy was die mynſt vnder allen meſchen. darumb das ſy die groͤſt vor gott wurd