Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
CCLXXXVIIIv
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Von ſant

ſy. dein gelibt iſt mir nichts nutz vnd hab keynen troſt darauff vn̄ erfrewet mir mein hertznit. Mir iſt dz heylig ewangeliū ein ebenbildvnd ein anfang zu got. aber du tregſt des boͤſen geyſtes ebenbild got dreyſtud verſuchetAlſo thuſt du mir auch mit deinem verſuchen.Der boͤß geyſt nam vnſern herrē. vnd furt inauff einē hohen berg vn̄ zeyget im alle reychdyſer welt vnd ir ere. vn̄ ſprach. Iſt dz du nyd̓velleſt vn̄ mich anbeteſt ſo gib ich dir dy landalle. Da ſprach vnſer herr. du ſolt deinē herrēnit verſuchē vn̄ deinē got. wan es ſtet geſchriben. Deinē herren vnd deine got ſolt du anbeten. dz ebenbild iſt geleych deiner herſchafft.wan̄ du meynſt du woͤlleſt mich darzu bringe.das ich deinen ſun neme. vnd wolleſt mich alſo abſcheyden von meine geſponſen Ieſu criſti. das magſt du nit gethun. wann mich macnyemant geſcheyden von dem ewigē got wed̓du noch dein ſun mit keinē zeytlichē eren nochmit weltlichē wolluſt noch mit keinerley diugen magſt du mich darzu bringen das ichboͤßen geyſt dien vnd mich von got ker. Aberdu ſprichſt boͤß veind ſey got. damit verdieneſt du die ewigen peyn vnd den ewigen tod.du erkenneſt den meinen herren Ieſum criſtūvn̄ gelaubeſt an in anders du wirſt nit behalten. Du ſolt wiſſen das ich ewigē kunig gemehelt bin. vn̄ dz du mich mit keine zergencklichen gut dz du mir gelobſt. kanſt nit bringēvon ewigen gottes ſun dem ich gelobt bin.durch mag ich wol mein fleiſch vn̄ alles zergengklich gut geben vnd gelaſſen. Da ſprachder richter. ich hoͤr wol das du genug klaffenkanſt. opfferſt du aber vnſern goͤttern nicht ſohaſt du kein friſt mer vn̄ heyß dir dein keuſchheyt ſchentlichen vnd boͤßlichen nemen. vnndheyß dich darnach verprennē. Da ſprach ſantColumbina. almechtig got mag ſeiner dienerin wol gehelffen. vnd mag mir meinen ſamen mit groſſer ſicherheyt wol behuͤten. wandurch das erkennen criſti bin ich zuleyden alledie peyn bereyt die du mich magſt angelegē.darumb das er mich kroͤn in der angeſiht deroberſten burger in dem ewigen leben. vn̄ michſetz in die ſchar ſeiner mertrerin. Nach dem hieß er ſy in einē vinſtern kercker legen vnd hieß ſie binden vn̄ hieß ir fleyſſigklichen huͤten vnd gebot einē boͤßen iungſing das er zud̓ unckfrawen geng vmnd ir ir

keuſcheyt nem. des wz der iungling bereyt vn̄gieng zuͦ ir. Da ſie dz ſah da ſprach ſie zu im.Eya lieber iunckherr. warum̄ biſt du als baldzu mir herein geloffen. biſt du doch einvn̄ haſt ein feſtes gemuͤt widerſtee dir ſelber.vnd verbring deinen boͤßen willen nit. vn̄ ſahin an vnd ſprach. Ich mag mit dir nit kriegenich wil meinen herren Ieſum criſtū anruffen.der mag mich krefftiglichē von deinē gewaltnemen. Du gieng er zu der iunckfrawen vnndwolt ſein boßheyt mit ir volbracht haben. Daſprach ſie beyt ein kleyne weyl vnd merck wasich dir ſag. du ſolt dein hertz bereytē. vn̄ dienmeinē herren mit keuſchem lebē. wan̄ habich mich in meinē leyden empfolhen vnd habhoffnung zu im. darum̄ leſt er mich nit. dauonſolt du dich huten dz du icht gegenwertiglichgeſchlagen werdeſt mit goͤtlichen rach einsgehen tods. der red erſchrack der iungling vn̄ward ſich ſer forchten. Zuhandt kam einBerin geloffen von wilden wald dy ſandtir got zu hilff vnd viel auff den iungling vndwarff in nit zorn auff die erden. da hub ſie irhaubt auff vnd ſahe Columbina an als ob ſyfraget was ſie thun ſolt. da bekant ſie wol dzir die Berin von got zu hilff geſandt was. dagebot ſie tyer bey namen Ieſu criſti dzſie im nichts thet. da was ir das wild tyer gehorſam vnd ließ den iungling. vnd leget ſichfur die tuͦr das er mcht gefliehen mocht. vnddas auch zu der iunckfrawen nyemant hineinmocht gan. Da hub ſant Columbina an. vndprediget dem iungling. vnd ſprach. Nymwarwie groſſe krafft mein herr Ieſus criſtus hatder hat mir das wild tyer von wald hereingeſandt das es mich beſchirm vnnd ſihſt woldas es got ſeinē ſchoͤpffer gehorſam iſt. vnddas es ſein freyßlicheyt meſſigt. vn̄ ſihſt wolwie ſich got an richt die im vnd mir nit gehorſam ſind. vnnd das tÿer iſt vnuernufftigernatur vn̄ iſt doch gehorſam. ſo biſt du ein vernufftiger menſch vnd biſt mit funff ſinnen begabt vnd biſt doch verr von erkantnuß gottes vnd ſeiner bildnuß. dauon rat ich dir dasdu ein criſten werdeſt oder ich erlaub tyerdas es dich zu ſtucken zerre vnd zerreyſſe. dagewan er groſſe rew. vn̄ ward im ſein hertz erleuchtet mit dem heyligen gelaubē. vn̄ ſchreymit lauter ſtym. Wer Criſtu zuͦ einē got nichtverſicht der ſol nit lebētig hinauß geen. wan̄