Columbina
.CcIXXLVIII.
vnſers herren lob wolt vnnd macht ſie zumalblind. da rufft ſie in aber an vn̄ ſprach. O heyliger herr ich was zu dir kummen das du mirhulffeſt das ich geſch. ſo haſt du mir das geſiht alles genūmen das ich vor het. vnnd habmein gebet an dir verloren. Gib mir nuͦr daswider dz ich vor het ſo benuͦngt mich wol. Da
halft ſont honman das ſe wobimb geſcheals vor. Nun bitten wir ſant thoman das ervns vmb got erwerb das wir kummen zu denewigenfrenden Amen.¶ Von ſant Eolumbina
Ant Columbina wzzumal ſchoͤn vnd was ein criſtin. vn̄dienet got mit groſſem vleyß. du dēzeyten was die welt in heydniſcher ir ſal. vndbetet die abgoͤtter an vnd wer an criſtum gelaubet den het man fur einen boͤßen menſchēIu den zeyten kam der keyſer Aurelianus vodem auffgang d̓ ſunnen vnd vergoß vil bluͦtsdurch den namen Ieſu criſti vn̄ kam in dy ſtatSenonis. da hoͤrt er von ſant Columbina dzſy an Ieſum criſtū gelaubet. Da ward er garzorng vnd ſchrey vnd heulet als ein leo. vnndhieß ſie vahen vnd da ſie das hort da wapnetſie ſich mit dem heyligen gelauben criſti. Dabracht man ſie fur den richter. da ſah er ſy anvnnd fraget ſie wie ſy hieß. Da ſprach ſy. Ichheyß Columbina nach criſtenlichē ſitten. Daſprach er. was gottes beteſt du an. Da ſprachſie. vnſern herren Ieſum criſtum der alle dinggeſchaffen hat. Da ſprach er. Ich ſag dir furwar das du mit dem ſelben gelaubē betrogēbiſt. Da ſprach ſant Coluͤbina. ich mag ſunſtan keinen andern got gelauben. dan̄ an den d̓vns von anfang beſchaffen hatt nach ſeinembild. vnnd hat ſeinen eingebornen ſun vnſernherren Ieſum criſtum inn dyſe welt geſandtdurch vnſers heyls willen. Von dem gelaubēwir das er gemartert ſey vnder pontio Pyla-
to. vnnd hat die heyligen criſtenheyt erleuchtdurch die zukunfft des heyligen geyſtes denbeken̄ ich das er ein warer got iſt. vnd was eedie welt wz vnd iſt durch vnſern willē menſchwordē. Da ſprach der richter. weyſt du nichtvnſer geſetz das alle menſchē ſollen vndertenig ſein den brieſtern der abgoͤtter vn̄ ſollē vnſer goͤtter anbeten. Da ſprach ſy. dein abgoͤtter ſeind mit henden gemacht vnd verderbenmit den dy ſy anbeten. wan̄ ſy ſind boͤß geyſt.vnd haben kein bewegnuß des leybs. vn̄ ſeinnit gut anzubeten. es iſt vil beſſer dz man ſiefliech vn̄ verbrēne. wan̄ d̓ boß geyſt betreugtewre hertz mit falſchē luſt. vn̄ mit zergengklichen eren vnnd gibt boßen lon. dauon wil ichlieb haben vnd eren vnſern herrē Ieſum criſtum meinē got. wan̄ d̓ hat ſich vns ſelber gelobt vnd die engel in dē hymel ſeind ſein botevnd dienen im vn̄ in des wirdigkeyt vnd erenalle menſchen erſchreckē. ¶ Darnach ſprachd̓ richter. Liebe Columbina. ich geheyß dir vn̄ſchwer dir beymeinē gottern vnd opfferſt durmeine gottern. ſo wil ich dir meinē eynigē ſungemeheln. wan̄ du biſt von edlem geſchlechtgeborn. dauon zympt es dir gar wol dz du einwirdige fraw wuͤrdeſt. vnd wil dir alles meinhaußgeſind vndertenig machen das du daruber haſt zugebieten wie du wilt. Daſprach