Columbina
cclxxxxxxx.
lch beken̄ gentzlichen das keyn ander gott iſtdann der got da ſant Columbina an gelaubt.Vnd da er das geſprach. da hub ſich dz tyervor der tuͦr auff. vnd gieng wid̓ hinderſich. daſah er vnd mercket das dz gottes wil was. vn̄mit dem gab das tyer dem iungling den wegauß zugeen. vn̄ da er nu ledig ward da freueter ſich der wund̓ die er geſehen het. vnd rufftvberal in der ſtat auß. Chriſtus Ieſus iſt derwar got der die welt vnnd alle ding beſchaffen hat. vnd gibt allen dingen ordnung. vndſprach. das hab ich von ſant Columbina gelernet in dem kercker. Vnd durch den got leydet die iunckfraw als vil. vnd ſaget alles dasdas im mit der berin geſchehen was. Da dasder richter hoͤrt da ward er zornig.¶ Nun was das tyer dennoch bey d̓ iunckfrawen in dem kercker das ir ir keuſcheyt behuͦt het. Da das der richter hoͤret da ſandt erſeine knecht dar vnnd hieß die Berin heraußtreyben. vnd hieß die iunckfrawen fuͤr in bringen. Da die diener zu ir kamen. da funden ſißan irem gebet. vnd die berin bey ir. da forchtēſie ſich ſer. vn̄ dorſten vor dem tyer nit hineinzu ir. vnnd ſagten es dem richter. Da ward erzornig. vnd hieß einen groſſen hauffen holtznemen vnd hieß es fur den kercker legen vndhieß es anzunden vnd meynt es ſolt dy iunckfraw vnd das tyer verbrinnē. Da das tyer dzſah das dz fewer als groß was vnnd als faſtbran. da ſchrey es greulichen. Da das Columbina hort da het ſie ein groſſes mitleyden mitdem tyer vmb ſein vnſchuld. vn̄ ſprach zu derberin. Du ſolt dir nit furchten vor dem fewerdas du ſihſt. wann es hat keinen gewalt dz esdich verbrennen muͤg. wan̄ der almechtig gotder alle ding vermag den trag ich in meinemhertzen der leſt vns das nit zu einer peyn geſchehen. Er leſt das wunder durch ſein vnmeſſige ere geſchehē. wan̄ wer got in ſeinē lebenbekennet vn̄ in lieb hat den verleſt er nymmermer. darumb hab kein ſorg das du dein lebenverlieſeſt vntz biß das du wider in̄ dein wildewonung kummeſt. Da thet das tyer nach ſeyner wilden art. vnd lieff ſchnelliglichen durchdas fewer auß in̄ die wildnuß. vn̄ alſo kam dztyer vnuermeyligt in ſein wilde wonung.¶ Zuhandt darnach kam ein groſſer regē. vn̄erleſchet das fewer krefftiglichē von dē willen gottes. Vnnd da der richter die groſſen
hilff gottes ſah da erſchrack er. vnd keret ſichzu der iunckfrawen vnnd ſprach. mit was gewalt vberwindeſt du vns mit d̓ weyß. du zauberſt die wilden tyer her zu dir. vn̄ macheſt dzſie dir zuhilff kummen. vnd machſt auch dasein regen kumpt der das fewer deiner peynerleſchet die wir dich anlegen. Da ſprach Columbina. du vnſeliger menſch wy ſer vberwindet dich die blintheyt deines hertzen das dudie krafft gottes nit erkenneſt noch merckeſtdas criſtus ein warer got iſt. darumb das dumich nit vberwinden magſt. ſo meynſt du ichgee mit zaubrey vm̄. dy boßheyt hab ich nochnye gelernet noch erkennet. Ich hab des almechtigen gottes ſun in meine leyden angerufft. der hat mich erhoͤrt vnnd iſt mir zuhilffkummen. Da ſprach d̓ richter. ich hab dir vorgeſagt das du den namen criſti nit ſolt nennēDa ſprach ſie. du verkerer des goͤtlichē heylswie tarſt du die ſchar criſti als ſer vergifftenmit deinem falſchen munde. vnnd dein boͤßered nicht wilt laſſen. damit verdienſt du vnndauch dein ſun das ir muͤſt ſterben des ewigentodes. du kanſt aber die tochter des ewigē lebens von irem guten furſatz nicht bringē. Daward er zornig vnd hieß ir ir haubt abſchlahen. vnd da man ſie an die ſtat bracht da manſie enthaubten wolt da ſprach ſie zu dem richter. ich furcht dein zergēcklich vrteyl nit. wangot vernewet mir mein andacht inn des liebich mein marter leyd.¶ Darnach ſprach ſy. Es ſpricht vnſer lieberherr in dem ewangelio. Wer ſein ſel lieb hattin dyſer welt das iſt ſein leben. der verleurt ſyin dem ewigen leben. Wer aher ſein ſel haſſetin dyſer welt. das iſt ſein leben. der vindet ſyein dem ewigen leben Darumb forcht ich dasiungſt vrteyl. wen̄ Criſtus zu den verdamptēſpricht. Geet ir verfluchten in die ewigē peynvnd inn das fewer. das dem boͤßen geyſt bereyt iſt vnd allen ſeinen geſellen zu dem ſelbēvrteyl nachneſt du. vnd muſt ewiglich darinngepeyniget werden vnnd wilt du deine boͤßewerck nicht laſſen. vnd wilt got den almechtigen nicht erkennen. vn̄ das vrteyl das du vbermich gibſt. das iſt gar kleyn gegen der ewigēpeyn. vnnd mit dem zergengklichen vrteyl behuͤteſt du mich vor der ewigen peyn der helle. darnach haſt du keyn gewalt vber mich. Eshat nuͦr der gewalt eber mich der mir leyb vn̄