Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
CCLXXXIv
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Von lant

hoͤet man die engel in den lifften ſingen. vnddas ſchiff was vol guts geſchmacks. vnd kamen vil boͤßer geyſt zu dem ſchiff vnd machtēem groß vngewitter. vnd ſchryen vnd ſprachēO wee vns furt den heyligē martrer ſantſteffan des krafft iſt vns gar ſchwer vn̄ wardder ſturm̄ als groß das ſie nahent ertrunckenvaren. da waren ſie in groſſem leydē. vn̄ ruffen vnſern herren an vnd ſant ſteffan. Da erchyn er in zuhandt vn̄ ſprach. furcht euch nit.van̄ ich bin ewer helffer. Da ward das wetter ſtill vnd ſchryen dy boͤßen geyſt ob in vndprachen zu irē furſten. wy thuſt du boͤßwichtas du dir dz ſchiff alſo leſt entgeen. da ſantGteff an vnſer widerpart innen iſt. du ſolt ſiell verbrennen. Da kam in ein hymliſcher botuhilff der trucket die funff boͤßen geyſt inelle grundt. da wurdē ſie gar fro. vnd dancken got vnd ſant Steffan. vnd kamen wol zuind. da wurden die ſlumen redent. vn̄ ſprachēhant Steffan diener gottes iſt her kummēē die iudē ſteyntē. des frewtē ſy ſich gar ſer. Darnach bracht man in wid̓ gen Conſtannopel. da beleyb er manigen tag vnd thet vileychen da. Darnach kam ein keyſer der hießſ heodoſius het ein tochter dy hieß Gudoſa. die ward mit dem teufel behafft. Da dasvater hort da was im gar leyd. vnnd ſprachjan ſolt ſein tochter gen Conſtantinopel fuen zu heyligen mertrer ſant Steffan vndett hoffnung ſie wurd von ſeiner heyligkeytrlediget. vnnd da man ſie dar wolt furen darach der teufel auß ir. Es iſt die arbeyt veryren das man mich vber meer furet. Ich wilzvaß mit rawmen biß ſant Steffan gen romumpt ſo muß ich auß. wan̄ die lieben heyligēhelffpoten wolten das er zu in keme. Da dzer keyſer erhort da bat er vleyſſigklichen dzan im ſant Steffans leychnam gebe das ermit im gen Rom furet. vnnd gelobet in erot in ſant Lorentzen darfuͤrgeben. Dz wzſchwer vnnd theten es doch durch des keyrs willen. Des ward er gar fro. vnnd embotdem babſt vn̄ leget es den Cardinelen fur.e emboten dem keyſer dz ſie ſant Lorentzeylten geben ſant Steffan. vnd furē eth Cardinel nach ſant Steffan vnd furtenmit eren gen Rom vnd furen die criſtē vononſtantinopel mit in nach ſant Lorentzen.d daſe gen hom kamen da gieng mit

dem heyltun̄ gegen in. Nun kamen die Roͤmer vber ein man ſolt ſant Steffan in̄ ſant peters munſter bringen da ſein ketten iſt. vn̄ ſolten in da laſſen. vnd da man das heyltum furſant Peters kirchthuͤr bracht. da ward es alsſchwer dz man es nit furbaß mocht bringen.das nam ſie wund̓ vnd weſten nit wie ſy thunſolten. Da ſprach der teufel auß des keyſerstochter. Sant Steffan wil nit in munſterſein er wil bey ſant Lorentzen beleybē. da huben ſy in wider auff da ward er leycht als vorDa gieng die iunckfraw hinzu vn̄ beruͤret dzheyltum̄. da ward ſy zuhandt erloſt boͤſen geyſt. Da trug man ſant S teffan froͤlichzu ſant Lorentzen vn̄ legt in in̄ ſein grab. Darucket ſant Lorentz an ein ort dz ſant ſteffanhey im ſolt ligen. das ſah das volck vnd namēgroß wunder darab vnd wurdē gar fro. Nuwolt der keyſer den kriechen leyſten als er ingelobt het vnd ſprach zu den boten. Nemetſant Lorentzen vnd furt in mit euch heym. dawolten ſie in genumen haben vnd gryffenſarch an. da vielen ſie al onmechtig hin. wan̄er wolt bey ſant ſteffan beleybē. da erſchracken die leut ſer. Da bat der babſt vnd dy pfaffheyt fur die kriechen da wurden ſie gekrefftiget auff die veſperzeyt. vnd ſturben darnachin zehen tagen. Vnd etlich chriſten ſprachenman ſolt ſant Lorentzen den kriechen geben.die ſelbē verluren ir ſyn̄ als lang biß ſant Lorentz wider zu ſant Steffan gelegt ward. daward in allē baß. Darnach ward ein ſtymhymel gehoret die ſprach. O Rom du ſeligeſtat frew dich dz du haſt zuſammen geſchloſſen in ein grab ſant lorentzen den mertrer vonhyſpania vnnd ſant Steffan von Ieruſalemdie her kummen ſeind. von der ſtym̄ wurdē dymenſchen all fro Sant Auguſtin ſchreybtin ſeiner buͤcher eine das vnſer herr manigenhat geſundt gemacht. vnd auß groſſen nottenhat geholffen durch ſant ſtef fans willen. vn̄dz er ſechs menſchen von tod erkuckt hat.un het man blumen auff ſant ſteffans altar gelegt. vnd wer die blume mit andacht navnd zu den ſiechen trug vnd ſy darauff legetſo wurden ſie da von geſundt. Iu einē malwas ein heyden hieß Marcialis was ſerwider die criſten gewan ein ſucht vnd lag ingroſſer kranckheyt. der het einen ſeligen toch-