Thoma von Candelberg
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da ſtarb Herodes. da ließ ſein ſchweſter Salome die gefangen geneſen. da hofft ſie daran wol zethun den Iuden. doch ſag ich euchals vns die heylig geſchrifft etwa ſagt dz ſalome hieß die edlen Iuden toͤdten. Nun hubſich ein groſſe klag von iungen vnd von altendas weſt als herodes vor. des ſel in der helleewigklichen muß ſein da vor vns got behuͤtt.
Alſo wardt in gelonet nach ſeiner boßhex.Nun bit wir die lieben kindlein die groſſenwirdigen ſchar das ſie vns vmb gott erwerbēdas er vns geb das ewig leben Amen.Von ſant Thoma vonCandelberift.
Ant Thomas iſt geboren von der ſtat Lugduma. vn̄ wzgar ſchoͤn vnd weyß. vnnd was redlichen reyn vnnd wunniglich geſtaſt vnnd beſcheyden vnd tugentlich. vnd wz der heyligegeſchrifft wolgelert. vnd was reych. vnd wasdes kunigs Cantzler von Engelland. vnd hetin das geſind alles lieb an dem hoff. vn̄ da erdie eytelkeyt an des Runigs hoff erkant. Dawolt er nit lenger beleyben. vnnd kam zu demErtzbiſchoff darum̄ das er begabet wurd vōdem kunig des ewigen hoffs. Da wz d̓ Ertzbiſchoff ein andechtiger frūͤmer herr vn̄ weyhett ſant Thoman ſchier zu ewangelier. desdaucht er ſich vnwirdig vnd vbet ſich all zeyt/in tugenden vnd mocht in wider der welt erenoch wolluſt noch reychtum von got gezyhenvn̄ behielt ſein keuſcheyt von jugent auff vnſer frawen zu eren. wan̄ er het irs gelobet. vn̄het ſie auch ſunderlichenlieb. vnd nam ſer zuan kuͤnſten vnd an heyligkeyt. vnd wen̄ ſein geſellen irer leychtfertigkeyt nach giengen. Sowartet er ſeiner lernung mit andacht. Darumſo ſpotten ſein ſein geſellen offt. vnd in̄ ſpottweyß legtē ſie eines tags mit einand̓ an welcher dz ſchoͤnſte cleynet von ſeiner pulſchafftbrecht dem ſolten dy andern ein Sum pfent
ning verfallen ſein. Da gieng ſant Thomuasfur vnſer lieben frawen bild. vnnd bat ſie mitgroſſem ernſt vnd mit andacht das ſie im einkleynet geb. Da recket im vnſer liebē frawenbild die hand. vn̄ gab im ein kleulein dz brachter ſeinen geſellen. Da ſy das ſahen. da ſpotteten ſie ſein vnd ſprachen ſie hetten beſſer puͦlſchafft dann er. wan̄ ſie hetten in beſſer kleynet geben den̄ er het. Da ſprach ſant thomasdas ſein wer dz beſt. da zoch er des erſtē einēfaden vō dē kleulein. vn̄ darnach ein vmberalvn̄ ein alben vn̄ ein gantz meſßgewand nacheinander das was alles gar von edelē gezeuggemacht. Da erſchracken ſein geſellen gar ſervnd baten in guͤtlich dz er in das vergeb. Dakund er das meſßgewand nymmer zeſammēlegen als vor. da gieng er wider zu vnſer liebēfrawen bild vnd erwarb vō ir das ſie ims wider zu einē kleulein machet vnd zeſammen leget. Darnach thet im vnſer fraw kund das erBiſchoff ſolt werden. vnd ſein erſte meſß in̄dē meſßgewand ſolt ſingen. vnd ſprach zu imwer nach ſeinē tod in dem meſßgewand ſuͤnge d̓ ſtuͤrb eiues gehen todes. Da kam ein biſchoff nach ſeinem tod der ſprach er wer alsedel vnd als wolgelert als ſant T homas vndwbermam ſich des als ſer das er das meſge/