Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
CCLXXXv
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Von ſant

Erheyligherr ſantSteffan was edel. vnd was von dergeburt ein Iud. vnd wz Symeonisſun. vnd was wolgelert. vnd die engel wontenbey im vnd het got lieb vn̄ dienet im mit fleyßtag vnd nacht. mit beten. mit vaſtē. mit wachēvnd mit vil ander guter vbung. vnd was kuͤnin dem dienſt vnſers herren. vnd meret dz lobgottes. Iu den zeyten da wuchß der criſtēgelaub gar ſer. das was den Iuden leyd vndthet in zorn. vnd trugen den criſten haß. vn̄ huben an ſant Steffan an vn̄ verechteten in vm̄ſeiner lere willen vnd ſtelten zwen wid̓ in aufdie gaben falſch gezeugnuß von im. vn̄ ſprachen er wer ein verkerer irer ee vnd redet wid̓die geſetz moyſi. vnd die ſtat Ieruſalē wurdzerſtoͤrt vmb das criſtus geſtorben wer ancreutz vnd da ſie alſo falſche gezeugnuß vonim geſagten. da ſprach biſchoff zu ſant ſteffan. du haſt die ſach wol gehoͤrt. darum̄ du geruͦgt biſt wordē. dauon antwurt vns. Da thetgot ein zeychen an ſant Steffan das im ſeinantlitz als liecht vnd als klar ward als ſunnen ſcheyn dz ſie alle wunder an im ſahen. dawas der heylig geyſt mit im. vnd halff im dzer ſich weyßlich vnd wol verſprach. vnd vberſieff die geſchrifft der alten vnd neuen Ce. vn̄leget die auß. vnnd ſprach. Die ere gottes iſtheylig vnd gut. vn̄ redt gar vil von got. dawurden ſie tobig vor zorn an in. da ſah er auffzu got. vnd ſah hymel offen ſteen. vnd ſahIeſum recht guͤtlichen zu der gerechtē ſeinesvaters ſtan recht als ob er mit im wolt ſein inſeinē leydē. Da ſprach ſant ſteffan zu iudēHort mich durch got. Ich ſich den hymel offen vnd ſih Ieſum ſteen zu der gerechten ſeines vaters. Vnd da er das geſprach da huͤbſich ein ruͤffen von den Iuͦden vnnd ein großgeſchrey vnd verhuben ire oren vnd wolten innit mer boͤren. vnd ſtieſſen in auß der ſtat. dzeyd er froͤlichen durch got.Darnach brachten ſie in an die ſtat da ſien toͤdten wolten das was vor der ſtat Ierualem neben dem tal das da heyſt Ioſaphatnd zugen ire kleyder ab das ſie deſter ringerſant Steffan zuuerſteynen. Da huͤttets ires gewands. darum̄ dz er auch teylwann er was dennoch nit bekeret.en ſie vilſteyn an ſant Steffan. dzfklichen vnd kuyet nyder vnd

betet fur ſein velnd vnd ſprach. Herr vergilin was ſie an mir thun. Darnach ſtund er auffvnd ſprach. Herr ich beuilhe meinen geyſt inndein hend. da mit gieng im ſein ſel auß vn̄ furzu den ewigen freuden. Da lieſſen ſie ſeinenheyligen leychnam vnwirdigklichen ligen. dakam Nicodemus vnnd Gamaliel. die warenheymlich criſten. vnd begruben ſeinē heyligēleychnam gar mit groſſer andacht. Darnachwurden ſie beyd auch erſchlagen. da leget maſie auch zu ſant Steffan. Nun muſten dy criſten auß der ſtat Ieruſalem es beleyben aberdie zwelffpoten die waren kuͤn an gott. Darnach vber vierhundert vnd ſihentzig iar nachcriſti geburt. da ſtund es wol zu Ieruſalē vndwaren vil criſten da vnd weſten nicht wo ſantGteffan lag. Nun was ein heyliger brieſter d̓hieß Lucianus. vn̄ der ſchlieff an einer freytag nachtda kam ein bot von ſant Steffan zu im wzſchon vnd erlichen geſtalt. vnd was groß vndalt vnd het einen langen bart. vnd hett einenſchneeweyſſen mantel an. vnd trug ein guldine rut in der hand da mit ruͤret er in an. vnndſprach alſo luciane du ſolt vnſer greber offenbaren da wir begraben ligen. wann vnſer iſtlang vergeſſen geweſen. das ſolt du dem biſchoff ſagen vnd ſprich. er ſol vns nun erlichēlegen das wirt dem volck nutz vn̄ gut. ſo woͤllen wir auch ein gutes wetter vmb got erwerben. das bedurfft ir wol. wan̄ es hett lang nitgeregnet. Da ſprach lucianus. Herr wer biſtdu vnnd wer ſein dein geſellen. Da ſprach er.ich bin Gamaliel. vn̄ mein leychnā ligt begraben bey heyligē leychnā ſant Fteffansgemartert vnd verſteynt ward von den Iudevn̄ Nicodemus ligt auch bey mir der vo ſantPeter vnd ſant Iohannes getaufft ward.ſchlugen die Iuden als ſer das er wol halbertod was vn̄ lieſſen in da ligen. da nam ich invnd trug in in̄ mein hauß vnnd pflag ſein garwol in ſeiner krauckheyt dz leyd er gedultig.lichen vp ſtarb ſchier darnach vnd fur zu denewigen freudē. da begrub in bey ſant ſteſfans fuͤſſen vn̄ ligt men ſun Abibas auch dabey. wz tugentlich. vnd wz zweyntzig iar altda man in taufft vnnd behielt ſein keuſcheytdurch got. darum ſo thet got im vil genaden.Damit verſchwand Gamaliel.