Anaſtaſiā
het hoffnung er brecht ſie von irem gelaubē.vnd nam ſie zu im in ſein hauß. vnnd ſprach irlyeblich zu vnnd bat ſie das ſy den abgoͤtternopffert. vnd thet ſie das ſo muſt man ſy in hohen eren loben. Die red was ir vnmer. wan̄ ſiefloch die ere all zeyt. da wolt er ſeinen willenmit ir gehabt haben. da verhenget gott durchiren willen das er zuhandt erblindet. Da erſchrack er gar ſer vnd lieff zu den abgoͤttern.vnd het hoffnung ſie hulffen im vnnd bat ſiedas ſy in geſundt machtē. Da ſprach d̓ veind.Du haſt anaſtaſiam zu groſſem leydē brachtdarum hat vns got gewalt gebe vber dich dzwir dich in̄ der helle peynigen. da ward erſerbetrubt. vnnd da er wider heym wolt geen. daleyttet in ſein knecht als er nit ſah. Da viel ernyd̓ vnd ſtarb. da fur ſein ſel in die hell. da vorvns got behutt.¶ Nach dem empfalhe man ſie einē andernherren d̓ gedacht im. wy thet ich dz mir ir gutwurd. vn̄ ſprach zu ir. wz man dir ſagt ſo wiltdu doch ein criſtin ſein. ſo thu als ewer criſtusleret. da er ſpricht. Wer ſich nicht aller ſeinerhab abthut der mag mein iunger nit ſein. Sohaſt du vil guts das gib mir vn̄ biß du durchdeinen got arm. So laß ich dich auß vnnd eingeen. Da ſprach ſie. ich wil dich die geſchrifftbaß lernen. Er ſprach. Gib es armen leuten.ſo biſt du reych. darum̄ iſt dein red vmb ſunſt.das thet im zorn vnd hieß ſy in den kercker legen. ond gebot dz man ir wed̓ zueſſen noch zutrincken geb. vn̄ meynt er wolt ſie mit hungerdar zu bringen das ſie thet was im lieb were.Darufft Anaſtaſia vnſern herrē mit groſſer
andacht an in dē kercker. vnd bat in dz er mitir were in irem leyden vnd ir zuhilff koͤme.¶ Da furſah ſie vnſer herr mit ſeiner guͤt. vn̄ſandt ir alle tag ſpeyß von hymel vntz inn dieachten wochen. Vn̄ da der herr ſah das es ijnit ſchadet. vnd ſie dennoch als ſchoͤn wz. dasthet im zorn vnd verſendet ſie inn ein ellendinſeln wol mit zweyhundert iunckfrawen. diwurden all vmb criſten gelauben verſandt d̓ſy da ſterben ſolten. Darnach ſchyer da ſandder herr wid̓ nach den iunckfrawen. dy brachman jm vnd vil frawē vn̄ man̄ mit in die aucriſten waren. Da hieß er Anaſtaſiam zu euſtock binden vn̄ ein groß fewer vmb ſy macda ſtarb ſie vnd fur ir ſel zu den ewigen frden. Darnach hieß er die andern al toͤdtē.wz ein man vnder in. d̓ ſprach da man in toten wolt. Ir mugt mir meinen leyb wol nevnnd mein gut. ich freio mich aber das irmeinen herren Ieſum criſtum nit genemeget durch des willen wil ich gern ſterbē.er iſt durch meinē willen tod. Darnach toͤman ſie all. vnnd furen ir ſelen zu den ewfreuden. Da begruben dy criſten ſant Arſiam heymlichen. Nun helff vns ſant.ſtaſia vmb got erwerben das wir hie menwerden nach ſeinem lob vnd nach dyſengencklichen leben beſitzen die ewigen fiAmen.¶ Von ſant Steffandheyligen erſten mertrer.