Von ſant
¶ Darnach ſprach Barlaā zu Ioſaphat dēkunig haſt du geleych geta wan du haſt michwol empfangē. vnd ſaget im da wy vnſer herrdie menſchen vnd die welt beſchaffen hett. vn̄wie d̓ boͤß geyſt adam in dē paradeyß betrogvnd ſaget im auch von der geburt vnſers herren vnd von ſeinē tod vnd von ſeiner vrſtend.vnd von ſeiner auffart vnd von criſtē gelaubēvnd thet im da ein lange predig. vnd ſaget imvon dem iungſten tag. vn̄ von dem ewige lon.den die gerechten haben. vnd von der ewigenpeyn die dy haben die nit gelaubig ſind vn̄ dyden abgoͤttern dienen. vnd wie ein groſſe torheyt das werē. vn̄ ſaget im da von d̓ zergencklichen freud dyſer welt. vn̄ wy d̓ menſch ewigpeyn darum̄ muͤſt haben vn̄ ſprach zu im. Dymenſchen die hie freud habē die ſeind einemmenſchen geleych d̓ floch vor dē einhorn dases in nit ertoͤdtet vnd floch als bald das er inein groſſe gruben viel darin̄ ſtund ein kleynesbaͤumlein daran hielt er ſich. vnd was an demgrundt als ſchlipffrig dz er ſein fuͤß nit geſetzen mocht. vnd ſah zwu meuß ein ſchwartzevn̄ eī weyſſe dy nuge ymmermer an des baͤumleins wurtzeln daran er ſich hielt. vnd hettē ſynahent abgenagē. vnd ſah vnden in d̓ grubeneinē greulichē tracken. dē gieng feuer auß dēmund. vn̄ ſah vnden in d̓ grubē vier ſchlangēhaubt. da was er in groſſen noͤtten. vnnd ſahvberſich. vnd ſah ein wenig hoͤnigſam an deneſten des baums. da vergaß er aller ſorg vndverligkeyt da er allēthalbē eingeſetzt vn̄ vmbgeben was vmb d̓ kleynen ſuſſigkeyt des honigs willē. vn̄ aß dz. vn̄ ſprach da aber zu im.Das einhorn bedeutet den tod d̓ dē mēſchenall zeyt nach ſchleycht ob er ī mug begreyffē.Dy gruben bedeutet die welt dy iſt vol ſundevnd boͤßheyt. Der baum bedeutet eines yeglichen meuſchē leben. dz wirt verzert vnd abgebiſſen vō dē zweyen meußen. Die weyß bedeut den tag. vn̄ dy ſchwartz bedent dy nachtVnd die vier ſchlangēhaubt bedeutē dy vierElement da von d̓ menſch zuſamme geſetzetiſt. Der greulich track bedeutet dy verſchlickung d̓ helle. Die ſuſſigkeyt des hoͤnigſams bedeutet die kleynen ere vn̄ die kurtzē freud derwelt da mit d̓ menſch betrogē wirt. vn̄ meynter ſoles lang haben. ¶ Nun ſagt er im aberein beyſpyl. vnd ſprach. Die welt iſt einē menſchen geleych d̓hett dreyfreund. Den einen
het erlieber dann ſichſelber. Den anderm heter als lieb als ſichſelber. Der dritt was im nitals lieb. Der ſelb menſch ward verſagt vor dēkunig. vn̄ forcht man wolt n toͤdtē. vn̄ ſprachzu dē erſten freund als er zu im kam. Ich habdich lieber gehabt dan̄ michſelber. dauon bittich dich dz du mit mir geeſt fur dē kunig vndmein wort ſprechſt. Da ſprach er. ich weyß nitwer du biſt. ich hab and̓ freūd mit dē muß ichmich freroē. vn̄ hab nichts dz ich dir geleyhēmug dan̄ ein herin tuch da mit du dich bedeckeſt. da wz im gar leyd. vn̄ giēg zu dē andernfreund den er als lieb het als ſichſelber. vnndbat in auch dz er im hulff. Da ſprach er. Ichwil gern mit dir geen biß fur des kunigs Palaſt vnd nit verrer. da ward er ſer betrubt vndgieng zu dē dritten freund den er nur ein wenig lieb het vn̄ ſprach. ich klag dir mein großleyden vnd dz ich verlaſſen bin vō allē meinēfreūdē. ſo hab ich dich nit lieb gehabt als ichſolt das vergib mir vn̄ bit dich dz du mit mirgeeſt vn̄ mir helffeſt. da ſprach er auß froͤlichem hertzē. ich beken̄ dz du mein eyniger freūdbiſt vn̄ dz du mir guͤtlichē gethan haſt. dauonwil ich mit dir geen zu dē kunig vn̄ wil in fürdich bitten vn̄ ich getraw im wol er geb dichnit in deiner veind hend. Darnach leget er imdas beyſpil auß vn̄ ſprach. d̓ erſt freund iſt dzgut das d̓ mēſch mit leydē gewinuet des wirtim nit mer dan̄ ein tuͤchlein darinn man in begrebt. Der ander freund iſt die fraw vnd dykind vn̄ vater vn̄ muter. die geen nit verrer mitdir dan̄ zu dē grab vn̄ geen dan̄ wider heym.Der dritt freund ſind deine gute werck. dz almuͦſen vn̄ dz gebet. vn̄ die goͤtlich lieb. vn̄ and̓gutheyt dy geen vns vor wenn wir von dyſerwelt ſcheyden vn̄ kummē vns vor gott zuhilffvnd erloͤßen vns von dē boͤßen geyſt. dye lerenam Ioſaphat in ſein hertz. vn̄ ſprach. ich wildz zergēcklich gut gern laſſen vn̄ vater vn̄ muter. ¶ Darnach ſaget im Barlaā vō einē iūgling. dē wolt man ein edle iunckfrawen gebenhabē dy het vil zeytlichs gutz d̓ wolt er nit. vn̄floch vn̄ kam in ein ſtat da fand er ein iunckfrawen dy wz eines armē mans tochter dy arbeytet ſer. vn̄ betet doch vn̄ lobt got mit groſſem vleyß. Da ſprach er zu ir. du biſt gar armvn̄ danckeſt doch gott gar andechtiglichē alsob̓ er dir gar vil qutz getan hab. da ſprach dieiunckfraw es hilfft offt den menſchē ein kley