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Legenda aurea, deutsch
Seite
CCLVIIr
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Ioſaphat vnd Barlaam

.CLVII.

Barlaam. es gezympt deiner adelkeyt nit dzich dich betrieg. Hind ich aber an deinē gemuͤt vnd an deinē adel das du die edelkeyt vn̄krafft verneme wilt dy an ſteyn ligt ſo ſagich dir ſein krafft ee das ich dir in zeyg. wannmein herr hat mich zu dir in̄ dz land geſandtdz ich dir ſeine wort ſol verkundē. vnd ſol dichweyſen von dem vngelauben ob du mir volgēwilt. vnd ſaget im ein beyſpill vnd ſprach.Es gieng ein man auß vn̄ ſeet ſeinē ſameda viel ſein ein teyl auff einē herten ſteyn. denaſſen die voͤgel. vnd bracht keyn frucht. vn̄ verdarb alſo. ander ſam viel inn die doͤren. vndgiengen die doͤren damnt auff. vnd erſtecktenden ſamen. vn̄ dritt ſam viel in̄ die guten erdvn̄ bracht hundertfeltige frucht. Der ſam iſtdz gottes wort dz ſeet man gar weyt. vn̄ bringet doch ſeltē frucht. Der ſam auff hertten ſteyn viel dz ſind dy dy dz gottes wort hoͤren vnd ſein nit behaltē. Der and̓ ſamen inndie doͤrner velt dz ſind die dy dz gotzwort hoͤren vnd von ſorgen vnd forcht vn̄ reychtum̄ vn̄ mit welt wolluſt bekummert ſind. dz ſam nit frucht bringē mag. Der dritt ſamin̄ dz gut erdtrich velt dz ſind die dy mit gutehertzen vn̄ mit reynē mut dz gotzwort hoͤrenvn̄ es auch behalten. die bringen hundertfeltige frucht. vn̄ ſprach da zu im vind ich dein gemuͤt alſo an dir ſo ſee ich meinen guten ſamenmit lere in̄ dein hertz. vnd thu dir des ſteynesadelkeyt gentzlichen kund von dem ich dir geſagt hab. Iſt aber dein hertz ſteynig vn̄ dornig. vnd wilt du als krancken ſyn hahen dz duleycht verzageſt. vn̄ wilt dy vogel ſamē hinlaſſen tragē. ſo bin ich nit alſo außgeſandt dzich meinē ſame werff in̄ die vnberhafftē erdewan̄ ich bin gar verr her zu dir kūmen vn̄ habvil erlyden ee ich zu dir herkummē bin. darum̄dz ich dir die ding kund thet die du vor nit gehort haſt. ſo hab ich hoffnung dein hertz vnddein gemut kere ſich zu einem gutē leben. Daſprach Ioſaphat ich wil dein red gern horen.vnd hab hoffnūg du weyſeſt mich ein beſſersvnnd wil dir auch gern volgen. darumb ſo leremich das beſte durch deines herren willen. daſprach Barlaā. du haſt wol daran getan dasdu mich daran nit verſchmecht haſt. Darnachſagt er im von einē kunig der fuͤr allweg auffeinē gulden wagen. vnd was kuniglichen gekleydet. begegnetē eins mals etliche are

menſchen in zeriſſen kleydern. Da et die ſehda gieng er von wage vn̄ viel in zufuſſen.vn̄ ſtund da auff vn̄ kuſſet ſy in goͤtlicher liebdz daucht ſein diener vnbillich. vnd torſten indoch darum nit ſtraffen vn̄ ſprachen zu ſeinēbrud̓. Es hat dein brud̓ ſeine ere nit wol außgewartet darum̄ zurnet brud̓ mit im. Nunhet der ſelb kunig einē ſitten wen̄ er des morgens einen menſchē wolt toͤdten ſo ſchicket erdes nachtes butel fur ſein hauß vnd hieß buſawmen erſchellen. ſo weſt dan̄ menſch woldz man in toͤdten wolt. Vnd da es nun abentward da ſchicket er buttel fur ſeines bruderstur. vnd hieß die buſawmen erſchellen. Da erſchrack er gar ſer vn̄ forcht er muͤſt ſterbē. vn̄het die nacht groß leyden. vnnd des morgensmacht er ein geſchefft vn̄ verſchuff fein ding.vn̄ legt ein ſchwartz kleyd an. vn̄ gieg mit ſeiner frawen vn̄ mit ſeinē kindē mit groſſen ſorgen zu tuͤr ſeines bruders palaſt. da hieß in kunig hyein gan vn̄ ſprach zu im. O du vnweyſer. warum furchteſt du dy ſchergen. Nuͦweyſt du doch wol das du nichts gethan haſtich ſol mich billicher furchtē vor den ſchergēmeines herren. wan̄ ich hab wid̓ in gethan. vn̄ ſchal buſaromē bezeychnet mir todtvn̄ dz grawſem vrteyl des iungſten gerichts.Darnach hieß kunig vier veßlein machē vn̄die zwey hieß er überguldē vn̄ wol zyeren. vndhieß ſie mit tottē beynē fullen. die and̓n zweyhieß er vberbichen vn̄ hieß die mit waſſerberlein vnd mit edel geſteyn fullen. vn̄ hieß ſeinedienern ruffen dy darum gezuͦrnet hettē. daser den arme mēſchē zufuſſen wz gefallen. vn̄leget in dy veßlein fur vn̄ ſprach zu in. welcheveßlein beduncken euch am beſtē ſein. da ſprachē ſy. dy vbergultē ſind am beſtē. vnd dy gepichtē ſind nichtz werd. da hieß der kunig dyvbergultē veßlein auffſchlahē. da gieg ein boͤſer geſchmack darauß. Da ſprach kunig. diemēſchē ſeind veßlein geleych dy außwēdigmit edelm kleyde gekleydet ſein. vn̄ inwēdigēvol vnſauberkeit ſein vn̄ hieß dy gepichtē veßlein aufftun. darauß giēg guter geſchmack.da ſprach er. dy veßlein ſind armē geleychdy ich eret vn̄ wirdiglich empfiēg wie wol ſieauſſen in ſchnoͤden kleydern geen ſo ſind ſyedoch inwēdig vol edels geſchmacks vn̄ vol aller tugēt Aber ir nempt nur war des dz außwendig ſt. vn̄ dz inwēdig ſt des achtet irmt.