Von ſant
¶ Es roz eines mals ein ritter gat ſiech d̓ hetſant katherinā gar lieb. vnd rufft ſie mit eruſtan vnd bat ſy das ſy im vmb got erwurb dz ergeſundt wurde. ſo wolt er zu irē grab kumme.da ward er von iren genade geſundt. da warder gar fro vnd dancket got vnd ir der genadēNun het der ritter wol gehoͤrt das die vogelein das oͤl dar brachten. darum kam er mit andern herrē dar. auff iren tag. vnd ſah dz ſchoͤnzeychen ſelber. das iſt in kurtzen iarn geſchehen. da lobten ſie alle got vmb das ſchoͤn zeychen das er durch ſeines gemahels wilē ſantRatherina thut.¶ Sant katherina wz eins edlen geſchlechtes vnd eines edlen kuniges tochter. vnd wasein eyniger erb des kunigreychs. vn̄ iſt ein gemaheſte braut vnſers herren Ieſu criſti. vn̄ iſtein bewerte meyſterin in den ſiben freyen kuͤnſten vnd iſt ein groſſe mertrerin dy groß peynvnd marter gelitten hat mit rechter gedult vn̄in rechter goͤtlicher lieb. vnd dar zu dē bitterntod mit dem ſchwert. Sy iſt auch geweſen einoffne predigerin Criſtenlichs gelaubens. vn̄was ein reyne iunckfraw keuſches lebens. vn̄was auch ein vberfluſſiger ſchoͤner mēſch. Syhat auch genad vnnd wirdigkeyt empfangenvon gott. darum̄ das ſie auffgab den heydniſchen gelauben vnd all weltlich ere. vnnd verkaufft ir vetterlichs erb dz gantz kunigreychvnd gab es armen leuten. vn̄ gieng vnbezreungenlich vnd von freyem willen fur den keyſerin den tod. vn̄ vberredet funfftzig weyß meyſter mit irer groſſen weyßheyt. vnd bekeret ſiezu criſtenlichem gelaubē. vn̄ auch die keyſerinvnd Porphiriu mit zweyhundert rittern. vndgab ſich willigklichen in̄ den tod in der liebecriſti. darum hat ir vnſer lieber herr Ieſus criſtus zwelff groſſe zeychen der rechtē lieb erzeyget da mit er ander heyligen zwelff begabet hat. dauon ſullen wir ſie al zeyt lobe. wan̄ſie hat yeglichs gabē beſunder verdienet miteiner tugent. ¶ Des erſten liſt man von ſantIohanns dem zwelffpoten. dz vnſer herre zuim kam ee er ſtarb mit ſeinen iungern vn̄ ſuchtin heym. Alſo kam er auch zu ſant Ratherinain̄ den kercker mit einer groſſen ſchar d̓ engel.vnd der iunckfrawen vn̄ ſprach. Tochter erkenn deimen ſchoͤpffer durch des willē du diemarter leydeſt vnd biß ſtarckmuͤtig. wann ichwailmit dir ſein. dygenad geſchach ir von der
groſſen ſunderlichen lieb die ſy zu got het. dauon ſucht er ſie heym von beſundern genadenwegen. ¶ Zu dem andern mal hat vnſer herrſant Maria magdalena geſpeyſet mer danndreyſſig iar mit hymliſcher ſpeyß in einer hoͤlalſo hat er auch ſant Ratherina geſpeyſet daſie inn dem kercker lag zwelff tag vnnd nachtdas man ir wed̓ zueſſen noch zutrincken gab.Da ſandt ir vnſer lieber herr allweg ein weyſſe tanben dy bracht ir ein hymliſche ſpeyß. dzhet ſie da mit verdienet das ſie allen leyblichen ſuſt hett verſchmecht. danon empfieng ſyehymliſchen luſt vnd ſundern troſt. ¶ Iu demdritten mal hat vnſer lieber herr ſant Blaſioan ſeinen letzſten zeyten verheyſſen vnd auchmerheyligen. was man in bit in ſeinem namēdz wolt er in geweren. dz gelobt er auch ſantRatherina an irem end. wer ſie anruffet vnnderet. in welchen notten d̓ menſch were. ſo wolter in erhoͤren. vnd ſprach zu ir. Rum̄ her meinaußerwelte was du gebeten haſt das ſolt dugewert ſein. die genad het ſie von irer groſſenheyligkeyt. wann erhoͤrung des gebets iſt einzeychen eines heyligen lebēs. ¶ Iu dem vierden mal begabet vnſer herr ſant Steffan damit das er ſah vor ſeinem end den hymel offen ſteen. Alſo liſt man auch von ſant Ratherina da man ir das haubt wolt abſchlahen. dakam ein ſtym̄ von hymel die ſprach. Rum̄ herdu mein außerwelter gemahel des hymels tuͤriſt dir offen. die genad het ſie von irem volkūmen leben. ¶ Iu dem funfften mal thet gottſant Margareten die genad dz die engliſcheſchar zu irem ende kam alſo kamen ſy auch zuͦder edlen iunckfrawē ſant Ratherina. des erſten ſant Michel der troͤſt ſie inn dem kerckervnnd ſaget ir das ſie funfftzig meyſter vberwuͤnd. Zu dem andern mal da ſie ir ir wundenſalbten vnnd zu dem dritten mal da ſy die reder zerbrachen. die genad het ſie von irer edlen reynigkeyt. wan̄ die engel ſind iunckfrawen von natur. Aber die heylig iunckfraw ſantRatherina was ein iunckfrawo vō goͤtlichē genaden. ¶ Zu dem ſechſten mal liſt man vonſant Pauls. da man im ſein haubt abſchlug.da floß mylich vn̄ blut von im. Alſo geſchachauch d̓ heyligen iunckfrawen ſant Ratherinada mā ir ir haubt abſchlug. da floß mylich vn̄blut von irer kele. Die genad hett ſie von irerlautern reynigkeyt irs hertzen. Wann ſie hett