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Legenda aurea, deutsch
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CCXLIXr
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Ratherina

CcxlIX.

dann das ich ſterb vnnd ſprach. Ir ſollet mitmorgē den fuß abhawen. Da wolt im dy heylig iunckfraro ſant katherina des dienſtes lonen den er an der iunckfrawen gethan het eeer wider heym kam. vnnd inn der ſelben nachtda ſein diener von im kamen vnd ſein kammerverſpert was. da ſah er gar ein miniglichs geſiht das vier ſchoͤn engel eingiengen die trugen vier brinnet kertzen. vn̄ giengē vier ſchoͤniunckfrawen nach in. vnd die letzſt was dy aller ſchoͤnſt. die trug ein hubſch buͤchßlein mitedler hymliſcher ſalben in irr hand. Vnd dieerſt iunckfraw was ſant Margareth. die and̓ſant Cecilia. die dritt ſant Tecla vn̄ dy vierdſant Ratherina die trug die ſalben. vnd woltiren diener geſundt machen. vnnd giengen allvier zu dem bett da der ſiech lag. vnd da ſy zudem bett kamen. da ſprach die heylig Iunckfrar ſant katherina zu ſant Margarethen.was wilt du thun. da ſprach ſie. ich wil dē fußhaben. Da ſprach ſy zu ſant Cecilia. was wiltdu thun. da ſprach ſie. ich wil in vmbhaltē. daſprach ſant Tecla. ich wil nuch auff in legendas er mit auffſtee biß er geſalbet wirt. da nādie heylig iunckfraro ſant katherina der hymliſchen ſalben auß dem buͤchßleyn. vnd ſalbetirem diener ſeinen fuß. da ward er zuhand geſundt als ob im nichts geſchehen were. vnnddie engel die dy kertzen trugē die giengē wid̓auß. vnd dy ſchoͤnen iunckfrawen vn̄ ſprachen zu dē grafen. du ſolt wiſſen das die genadvon der leyblichen geſundtheyt. dir die heyligiunckfraw ſant katherina des dienſtes da mitgelonet hat. den du ir teſt an der tochter dasdu ir ſchoneſt durch iren willen. vnd ſie in̄ dascloſter teſt. Vnd da der Graff des morgenserwachet vnd geſundt was worden. da warder von hertzen fro des wunders vnd der ſundern genaden vnd der gegenwertigkeyt d̓ lieben heyligen iunckfrawen ſant katherina. vn̄ſagt das ſeinen dienern vnd allen den die dawaren. Da ward ein groſſe freud. vnd lobtengott darumb. vnnd lobten auch die heyligeniunckfrawen ſant katherinam das ſie irē diener als treulichen gelonet hett. wann er ſagetin wie im geſchehen was mit ſeiner tochter.vnd wie ſie in geſundt het gemacht. vnnd wieſy im mit dreyen iunckfrawen erſchynen wereDarumb eretten die menſchen ſant katheri-

nam furan mit gar groſſem vleyß. vn̄ d̓ graffbehielt ſein trew an ſeiner tochter. vnd thet irgar guͤtlichen. Darumb ſollen wir ſie eren. vn̄ſollen ir auch mit allem vleyß dienen. wann ſyleſt mit nichten keynes dienſtes vngelonet. Auff dem berg Synai da die lieb heyligiunckfraw vn̄ nothelfferin ſant katherina vouden heyligē engeln begraben ward. da iſt einloſter geſtifft in vnſer lieben frawen ere.darinn ſind gar ſelig munich eins heyligē tugentlichen lebens. vnd in dem kor des ſelbenGloſters iſt der heyligē iunckfrawen ſant katherina grab. vnd die ſelben munich habē eynen Biſchoff. vnnd vaſten nahent vber iar zuwaſſer vnd zu brot. dann an etlichen hochzeytlichen tagen ſo eſſen ſie miteinander im refectori vnd eſſen viſch vnd von oͤl. vnd trinckenſelten weyn. vnnd in irem capittelhauß da iſtdie ſtat da der buſch ſtund den Moyſes ſahbrinnen. darein dar nyemant kummen wedercriſten noch heyden vnd kummen vil menſchēdar offt vnd dick vnd auch der heydniſch ſoldan ſelber. vnd ſehen die wunder gottes. wan̄man hatt ein guldin buſch dar gemacht nachdem buſch den moyſes ſah. vnd vnſers herrebild iſt auff dem buſch. vn̄ Moyſes knyet alſo barfuß vor dem buſch. vnd die ſelben gutēherren haben allwegen oͤls genug von ſant katherina genaden. Wan̄ allweg an irem abentzu veſperzeyt kumme gar vil kleyner voͤgeleindar. vnnd yeglichs tregt ein oͤlzweyg in ſeinēſchnebelem. daran ſind ſchwartze knoͤpffleinſam die kriechlem darinn iſt das oͤl. vnnd eynzweyg iſt groſſer dann dz ander. eins hat vierknoͤpff lein. eins drey. eins zwey. vnd werffendie in iren kreutzgang. das thunt ſie ymmermer von einer veſper zu der andern. ſo thutman ſie dann inn ein groſſe kuͦffen vnnd breſſent dann das oͤl darauß. vnd dy herren eſſenes vnd brennen es in iren ampeln. vnd habenſein vber iar genug. vnd iſt ſchoͤn vnd lautter.vnd wann das oͤl des iars zerinnet ſo bringenſy fur das nechſt iar vil deſter mer. vnnd bringen dann das ander iar darzu das ſie ſein dziar aber genug haben. vn̄ der ſelben vogeleinſiht man ſunſt vber iar wenig. dan̄ nur an derheyligen ünckfrawen ſant hatherina abentvnd an irem tag.