Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
CCXXXVIr
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als ſy in tempel geopffert ward

cclxxvij.

freund vnd viengen ſy vnnd ward verurteylt.da was ſie in groſſen engſten vnd rufft vnſetliebe frawen mit groſſem ernſt an. Vn̄ giengin die kirchen vnd bat vnſer liebe frawē mitvil groſſem weynen vnd innigkeyt das ſy ir zuhilff koͤm. da treyb man ſy auß d̓ kirchen. vndwarff ſye in ein fewer. da halff ir vnſer liebefraw das ir nye keyn leyd geſchach. da meintēir veind es wer das fewer zu klein. vn̄ macheten es vil groͤſſer. da rufft ſy vnſer liebe frawen aber at. er halff ſy ir aber das ir nichts geſchach. Da ſtachen ſy ſper vn̄ ſpyeß in ſy dennoch mochten ſy ir nit getoͤtten. Das nam dērichter groſſes wūder. vnd wolt ir nichts merlaſſen tun. vnd nam ſie herauß. da hett ſy dasfewer nye verſert. ſy het aber die wunden ronden ſpyeſſen. Da furtē ſy ir freund wid̓ heymvnd ſalbten ir die wundē. vnd dancktē got dēalmechtigen vnd vnſer lieben frawend groſſen genaden die ſy ir gethan het. vnd an demdritten tag darnach. da ſtarb ſie von dem willen gottes.Eins mals was ein cloſter in teutſchē landen das ward zerſtoͤrt von groſſem krieg. Damuſten die frawen von not wider heym farēzu iren freunden. Vnd vnder in was ein ſchoͤne fraw die hieß Agnes. da dy zu irem vaterkam da leget er ſich vber iren willen zu ir vndmacht ir ein kind. Da nun das kind geborenward. da kam der teufel zu ir als ein munich.vnnd ſprach. Er wer ir geborner freund vnndweſt wol das ſy mit irem vater zuſchicken hetdas was ir gar leyd. vnd was nahent verzagtDa ſprach d̓ veind zu ir. Liebe freundin derworten das du mit dem kind icht gemelt werdeſt ſo wuͤrff das kind in ein waſſer. wann beleybet es lebentig ſo mag es nit verſchwigenbeleyben. vnd da er ir das lang geriet. da volget ſie im vnnd verderbt das kind. Da ſprachder veind zu ir. O. du allerboſtes weyb wasiſt dir noch vor. dir iſt nit wegers dann dz dumir all dein ſund beychteſt. vnd dich dan̄ ſelber ertrenckeſt. Da ſie das hort da erſchrackſie gar ſer vnd rufft als bald vnſerliebe frawen an dye muter gottes mit groſſem ernſt. daverſchwand der boß veind vnd ließ einē groſſen geſtāck hinder im. Darnach kam ſie in einſtat zu einer erbern frawen die halff ir zu einer Iuͤdin die hieß Sara. der pflag ſie einesſins vnd̓ belib funff gātze iar bey ir in groſ

ſen laner vnd mleyd vmnd elchet we vdvaſtet alle wochen zwen tag mit waſſer vnndbrott. vnnd ſaget der Iuͤdin vil von der barmhertzigkeyt des almechtigen gottes vnd vonſeiner lieben muter Maria der iunckfrawen.wann ſie was weyß vnnd wolgeſprech. vnd leret die Iudin das Aue Maria. vnd den Pater noſter. den betet ſie alle tag mit andacht.Darnach beychtet die fraw Agnes einē prediger der ſchicket ſy zu dem babſt. vnnd da erir ir ſuͤnd vergab da kam ſie wider zu irr frawen der Iudin. die empfieng ſie gar ſchon vndfreuntlichen vnd bat ſie das ſy ſich an ir bettleget vnnd ruet. wann ſie was gar muͤde. Danun der Iud des abents heym kam vnd Agneſen ſeiner ammen innen ward. da ward ergar zornig. vnd ſprach. Die triegerin iſt ir ſelber vbel her kummen. Wann ich wil ſie yetzotoͤtten vnnd zoch ſein meſſer auß vnnd giengzu ir die weyl ſie ſchlieff vn̄ ſtach ir drey wunden in den halß. Da das ſein fraw ſah da erſchrack ſie gar ſere vnnd weynet. vnnd giengin ein kamer. da gieng der Iud zu ſchul zu andern Iuden vnd belib bey in vbernacht. Vn̄da die Iudin entſchlieff. da ſah ſie inn demſchlaff die allerwirdigiſten hochgelobten hymeliſchen kunigin vnnd muter gottes Mariāmit zweyen ſchoͤnen iunckfrawen zu der totten frawen gan vnd trugen drey buchſen mitſalben. vnnd heylten ye ein wunden nach derandern. da der Iud des morgens heym kam.vnnd der totten frawen nicht ſah da gedachter im ſein wirtin het ſie hin gethan. vnnd fraget nit mer wo ſy hin kummen wer. Darnachvber viertzehen tag. Da kam ein bilgrim dergruſſet den Iuden vnnd dye Iuͦdin von derAgueſen wegen. vnnd gieng von in als bald.Da ſprach der Iud zu der IIudin. O we allermeiner er en lebt ſie noch. ich wolt wenen ichhet ſie ertoͤttet. Da ſprach die Iuͦdin. Ir herre vnd ir got Iheſus chriſtus der vermag alleding. der hatt ſie wider lebentig gemacht. Daantwurt der Iud vnnd ſprach. des het ich allwegen ſorg ſy verkeret dich als ſy doch leydergethan hat. vnnd ward gar zornig. vnd ſperret ſie in ein kemmerlein vnd gieng vber veld.Die weyl gieng die fraw auß mit zweyen kinden vnd trug das dritt kind inn irem leyb vndfloch in̄ ein kirchen. vn̄ ward getaufft. vn̄ wurdē ite knd auch mit ir gerufft vnſy lieh ſch