Von vnſer lieben fro
¶ Es was ein ſchuler vppig vnd willd dochhet er Mariā gottes mueer gar lieb. vn̄ betetir ir tagzeyt gar andechtigklichē vn̄ mit groſſen freuden. Vnd eins tags da er ſchlieff. daward er entzuckt vnd kam fur gottes gericht.Da ſprach vnſer herr zu den die vmb in ſtunden. was gerichtes ſol vber den geen der hyeſteet. Ich hab im ſein ſund lang vberſehē. vn̄hab nye keyn beſſerung an im gefunden. darumb verurteyl ich in zu dem tod. da ſtund vnſer liebe fraw auff vnd ſprach zu irem ſun. allerliebſtes kind ich bit dich durch dein barmhertzigkeyt dz du im dy ſchwere vrteyl ſenffteſt vnd ringer macheſt. vnd laß in von meinēgenaden lebē. Da ſprach vnſer herr. liebe muter ich gib dir in durch dein gebet vnd wil ſehen ob er ſich beſſern woͤll. Da keret ſich vnſer liebe fraw gegen dem ſchuler vnd ſprach.Geehin vnd ſund furbaß nicht mer das dirfurbaß icht wirſſer geſchech. Damit erwachtder ſchuler vnd beſſert ſich vnd kam in ein cloſter vnd endet ſein leben mit gutē wercken. vn̄dancket got dem almechtigen vnnd vnſer lieben frawen der geuaden die ſye im vmb gotterworben het.¶ Da man zalt von Criſti geburt funff hundert vnd ſibenvnddreyſſig iar. da was ein main Sicilien land der hieß Theophilus d̓ waseines biſchoffs Vitztum. der richtet dem biſchoff der kirchen gut vn̄ alle ſeine ſach weyßlichen auß vn̄ der biſchoff ſtarb. da ſprach alles volck Theophilus iſt wirdig dz man in zubiſchoff mach. da benuget in an ſeinem amptvnd ließ einen andern biſchoff werden. Darnach ſatzt man in von ſeinē ampt. da ward erſer betrubt vnd ergab ſich dem boͤßen geyſt.vnd verlaugnet gottes des herre vnd criſtenlichs gelaubens vnd verſchryb ſich gegen immit ſeiner aygen handtſchryfft mit ſeinē blut.vnd verſigelt dy hantſchrifft vnd gab ſy demboͤßen geyſt. vnd gelobet im ſeinen dienſt darumb das er im hulffe das er wid̓ an ſein amptkoͤm. Darnach an dē andern tag da ſchuff d̓veind das in der biſchoff wider an ſein ampt. Darnach ſchlug Theophilus in ſichſelerſeufftzet gar ſer darumb dz er ſichergeben het. vnnd̓ nam zuflucht zuven vnd bat ſie offt mit groſim zu hilff kem. Da erſchynbe fraw in einē geſihte.
vn̄ſtafterin ger ſcronb̓ ſen ſud vn ſereer ſolt dem boͤßen veind widerſagen. vnd ſoleſich wider zu irem ſun keren vn̄ ſolt criſten gelauben anſich uemen. das thet er. alſo prachin vnſer liebe fraw wid̓ zu ires ſuns genadervnd hulden. vnd erſchyn im aber. vn̄ gab im dyhandtſchrifft wid̓ dy er dē veind het gegebenvnd leget im die auff ſein hertz da er ſchlieffzu eine zeychen das im ſein ſund vergebē weren. vnd da er erwachet da ward er gar fro. dzer des veindes knecht nymmer ſolt ſein. vnnddancket vnſer lieben frawen das ſy in erlediget het vn̄ nam den brieff vnd zeyget in dembiſchoff vnd allem volck vnnd ſaget in wie imgeſchehen was. darumb lobten ſy got vnd vnſer liebe frawen vnnd vber drey tag da ſtarbTheophilus ſeligklichen vnnd fur ſein ſel zuden ewigen freuden¶ Nach Chriſti geburt eylff hundert iar.da was ein frar vnd ein man nahent bey derſtat Lugdin die hetten ein tochter der gabenſy ein iungling zu der Ee von der tochter liebwegen. da hetten ſie den Tochterman bey inin̄ dē hauß vnd het in die ſchwiger zemal liebdurch der tochter willen. Da ſprachen etlichboͤß leut zu ir durch ires leybes luſt vnd nichtdurch der tochter willen het ſie in lieb. wan̄ ſiwolt iren willen mit im haben. vnd da ſie dashort da was ir gar leyd. vnd forcht man wurdſie offenlich mit im zeyhen vnd gelobt zweyēbuben yeglichem em pfund pfenning das ſieiren tochterman toͤdten. vnd verſperret dy buben eins mals in dem keler vnnd ſchicket irenman auß. vnnd verſandt ir tochter auch. vnndſchicket iren tochterman nach weyn in den keler. da ermorten in die buben. da nā dy ſchwiger den tochterman vnd leget in in̄ die kameran irer tochter bett vnd decket in zu. Vnd dader wirt vnd die tochter hinheym kamen. Daſprach die muter zu der tochter. Weck deinenman auff das wir eſſen. da gieng ſy in die kamer vnd fand in tod. da weynet ſy vnd clagetiemerlichen. Da weynet ir muter auch als obir leyd wer vnd ward das geſind ſer betrubt.vnd weſten nit wie im geſchehen wz. darnachgewan ſy groß rew vber ir ſund. vnd beychteteinē brieſter mit groſſem leyd. Darnach hubſich ein krieg zwiſchen d̓ frawen vn̄ dem brieſter. da hub ir der brieſter auff das ſy an iremTochterman ſchuldig were. Das horten ſein