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Legenda aurea, deutsch
Seite
CCXXXIr
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Elßbeten

ccdxxxv.

keyt fey mit dir ewigklichen dz wunſch ich dialle zeyt. vnd reyt in dem namen gottes. Desvrlaubs was er gar fro. vnd bereytet ſich erlichen vnd beualhe allem ſeinē geſind ſein liebefrawen das ſie ir wol pflegen. Da ſprach derkeluer. Ich weyß wol das vnſer fraw alles dzhingibt das ſie hat vnd bringet vns in groſſe not. Da ſprach der herre. das vergan ich irwol. Laſt alles das hingeben das ſie wil den̄die zwou veſt. Waltburg vnd Neunburg. dyebehalt mir ob ich herwid̓ keme. Der herre wzmit frawen vnd mit herrē wolgemut. vn̄ woltnit das man keiner frawen vbel thet. Thet esaber yemant daruber. der muſt das land rewmen. vnd wolt auch nit das man ſchwuͤr oderſchulte. Do nun d̓ edel furſt Landgraff Ludwig ſein herſchafft vnd ſein land beſtelt hett.da reyt er zu ſeinen cloͤſtern zu den frummenvnd geyſtlichen leuten vnnd empfalhe ſich inir gebet. da kam er gen Schmalkallen in ſeinſtat. da fand er ſein beſunder lieb freund dieer dar gebeten het dy wolt er da geſegnen vn̄er empfalhe ſeine kind ſeinem bruder landt/graff Heinrich vnnd ſein ſelige haußfrawenſant Elßbetē. dy empfalhe er ſeiner muter dygeſegēt er mit groſſer betrubnuß dz er kaummocht gereden. Da ward ir hertz bewegt zugroſſem leydē. vn̄ weynet bitterlich. Es weynten auch iung vnd alt edel vnd vnedel vn̄ klagten iren herre. Er het auch mer ſorg vmb ſeinfrawen dann vmb ſeinen leyb oder vnb ſeingut. vnnd geſegnet ſie freuntlichen. Darnachſaßer auff. das was nach Ehriſti geburt damā zalt zwelff hundert vn̄ im ſibenvndzweyntzigſten iar. vnd reyt mit keyſer Fridrich vndmit vil furſten. freyen. herren vnd grafen. rittern vnd knechten zu beſchirmen dē heyligengelauben vn̄ kamen auff dz meer in̄ ſant Endres innſel. da ward der landtgraff Ludwigſiech vnd gewan den kalten ſiechtum. vnd erempf and an im das ſich die kranckheyt truezum tod. vnd ließ ſich bewaren mit dem heyligen ſacrament. vn̄ ſtarb kurtzlich darnach. dawas den herren allen leyd vmb den tugentlichen furſten. vnd dem Reyſer was ſunderlichenleyd wan er was ſein freund. Da namen ſy dēleychnam vnd bunden in in̄ geweychte tuͤchervnd balſamten ſeinen leyb. vnd legten gutz gewuͦrtz zu im vnd furten den landtgrafen wid̓zu lande. vnd wo er vbernacht beleyb da muſt

man im vigilig ſingē. en̄ des morgens ſelmeſßmit ſchoͤnen kertzen. Darnach ſchier bracht man ſeinem bruderlandtgraff Heinrichen dy botſchafft dz ſeinbruder todt wer. des erſchrack er zemal ſer. vn̄agt es auch ſeiner frawen ſant Elßbeten. dzwas ir gar leyd. vnd ſah auff zu got in rechterandacht vn̄ ſprach. Die welt muß auch in mirſterben vnd legt ein herin hemd an. vn̄ klagetiemerlich den ellenden tod ires herren. vn̄ dieheyſſen zeher die ir auß iren augen fluſſen dyverdrucket ſy gar ſtillſchweygent on groß geſchrey. als die frawen gewoͤnlichen pflege zethun. vnd gieng vonweg an ir gemach. Suhāddarnach da ſtieß ſy ir ſchwiger auß der buͤrgmit zweyen kinden on alles gut. da nam ſie dzmedlelin an iren arm vn̄ furt den ſun bey derhand. Nun verbot ir ſchwiger das ſy nyematbeherbergen ſolt. da weſt ſy nit wo ſy hin ſoltvnd ſprach. Herre Ieſu criſte biß mein beleyter vn̄ giēg zu Eyſenach zu einē weynſchēcken. vnd lag die erſtē nacht in einem ſchweynſtall. vnnd da die barfuͤſſer metten leuten. daſtund ſie auff vnd gieng zu in vnd bat ſie dasſie ir Te deum laudamus ſungen vnnd gottdanckten das ſie ar̄ wer worden. als er arm̄in der krippen wer geweſen. vnd lobt got vndſprach. Herr dein will muß an mir volbrachtwerden. geſtern was ich ein landtgrefin vndhet buͤrg vn̄ ſtetē. heut bin ich ein betlerin vn̄wil mich nyemant beherbergen. vnnd ſprach.Lieber herr het ich dich in meiner herſchafftbaß erkant vnnd het mer durch deinen willengeben das wer mir nun lieb. das hab ich leyd̓nit gethan. Die lieb fraw ſah das ire kind huͤgerig vn̄ froſtig waren. da ſprach ſie mit groͤſſer gedult. ich hab es mit meinen ſunden verdient. darumb hab ich billichen rewe. Eines tages da gieng ſant Elßbet an derſtraß. da begegnet ir ein altes weyb der ſantElßbet in irer armut offt zuſtatten wz kummen mit irem almuſen. an einem engen ſteynweg. da was das kot gar tieff. da wolt ir dasalt boͤß weyb nicht weychen. vnd ſtieß ſy vondē ſteyn hinab in das kot. vn̄ ſprach zu ir. wolteſt du mit ein landtgrefin ſein ſo biß nuͦ arm̄vnd gee hie vnd lig in dē kot ich hilff dir nymmer auff. da ward ir ir gewand kotig des dācket ſie got vnd ſprach. das ſey fur das dz ichvor gold vn̄edel geſteyn trug. Her ich danch