Von ſant
du heyliger biſchoff du biſt ein iunger Iheſucriſt. ſo bin ich ein arme ſunderin vn̄ ein dirndes boͤßen geyſtes. vn̄ hab gehoͤrt von dē gotden du ereſt vn̄ anbeteſt. d̓ ſey von hymel kūmēdurch d̓ ſunder willen. vn̄ hat geeſſen vnd getruncken mit den offen ſuͤndern. Darumb biſtdu ſein iunger ſo ſolt du mich nit verſchmehē.wan̄ ich wil gern mein ſuͤnd beſſern vn̄ buͤſſenDa d̓ biſchoff die botſchafft vernam da embot er ir hinwider. wer du biſt das weyß gottwol. aber ich ſol den ſunder nmt verſchmehen.wilt du mich geren hoͤren. vnd wilt dein ſuͤndbuͤſſen. ſo ſuch mich vnder dē andern biſchoffen da vindeſt du mich wol. du magſt michaber allein nit geſehē. Da ward ir als ernſt dzſy nicht gebeyttē mocht. vn̄ embot im ſy woltye kūme. Da hieß er die andern biſchoff auchzu im kūmen. zuhand da kam dy fraw auch zuin vnd viel im zu fuſſen vnd weynet als ſer. dzim ſein fuͤß naß wurdē. vn̄ trucknet ſy mit irēhar vn̄ ſprach. Herr erbarm dich vber mich arme ſuͤnderin. ich bin Pelagia ein muter d̓ boßheyt vn̄ d̓ ſunden. wan̄ Pelagia heyſt in lateinein maure. darūb ſprach ſy. ich bin ein muter d̓boßheyt vnd d̓ ſunden. vn̄ ein grundt d̓ verdānuß. vnd ein ſtrick d̓ die ſel zeuhet in die peyndauō ſo bit ich dich heyliger vater dz du michtauffeſt. vn̄ dz mein hertzvn̄ ſel vō meinē groſſen ſunde erlediget werd. da ſprach er. es ſtetgeſchriben dz man keyn offne ſunderin tauffen ſol ſy gelob den beſſerung. vnd ſetz darzugut buͤrgen dz ſy furbaß ir boßheyt vnd boͤßgfewōheyt woͤl laſſen. da viel ſy im aber zu fuſſen. vn̄ ſchrey vn̄ weynet das ſy kaum geredenmocht vn̄ ſprach. tauffeſt du mich nit ſo muſtdu vor got vmb mein ſel antwurt gebē. vn̄ werſē dir mein ſuͤnd zu geſacht. Da ſprach er. wvyeyſt du. da ſprach ſy. ich heyß vō d̓ vnkeuſchheyt Pelagia. aber von d̓ groſſen hoffart vn̄zyerd wegen hieß mich dz volck Margarita.dz iſt in teutſch als vil geſprochē als waſſerberlein. Da taufft er ſy. Darnach beychtet ſieall ir ſund. vn̄ empfiēg vnſern herrē mit groſIr andacht vn̄ rew. dz tet dē boͤßen veind zorē vn̄ ſchrey laut. O we wy großē gewalt tuſtdu mir du alter biſchoff. haſt du nit genug and̓ ſtat Ethyops dy was auch etwan̄ mein. verflucht ſey der tag an dē du geborē warſt. wandu thuſt wid̓ mich vn̄ tuſt mir vil zu leyde. vndſchrey da. O pelagia mein liebe fraro marga
rita wy haſt du dich verkert wz hab ich dir gethan. nun hab ich dich allwegē gezyret mit edlem geſteyne. vnd hab dich begabet mit ſilbervn̄ golde. ſag mir wo mit hab ich dich betrubtdz wil ich gern beſſern dz ich vor dē criſtē nitzu ſchādē werde. da tet pelagia dz zeychē desheyligē creutzes fur ſich vn̄ veriaget dē boͤßēgeyſt da mit vn̄ ſtreyt krefftigklich wid̓ in. vn̄volget dē biſchoff wz er ſy hieß. vn̄ ſamlet alles ir gut in dreyen tage zeſammē. vn̄ gab esarmē leutē durch gott. vn̄ legt ein herin hemdan. vn̄ floch bey d̓ nacht von danne. Darnachvber drew iar gieng des ſelbigē biſcho ffs caplan gen Ieruſalē. da bat in d̓ biſchoff gutlichē dz er vnd̓ geyſtlichē leute vorſchet nacheinē menſchē dz hieß pelagia vn̄ nit pelagiusda weſt d̓ caplan nit wen er meynet vnd woltwenē es wer ein brieſter. vnd fraget mit vleyſdarnach. vn̄ zu letzſt vand er ſy beſchloſſen ineiner zellē vnd̓ dē berg Oliueti. da bekant ſiein als bald. Aber er bekant ir nit von groſſerkeſtigung dy ſy het gehabt. da gruſt er ſy vondes biſchoffs wegē. da fragt ſy wyer ſich gehabt. vn̄ embot im er ſolt got fur ſy bitte. vndbat den caplan er ſolt gott auch fur ſy bitten.dz gelobt er ir. vn̄ ſchyd damit von ir. da fraget er vberal wz mēſchē es wer. da ſprach einmunich es wer ein brieſter. wan̄ ſy hettē ſy fureinē brieſter. vn̄ ſagtē im vil von ſeiner heyligkeyt. Vn̄ da er dz hoͤrt da lieff er bald wid̓ zuͦir. vn̄ rufft lang da antwurt im nyemāt. da teter dz venſter auff. vn̄ ſah hinein da ſah er dzſy tod wz. Da erſchrack er gar ſer. vn̄ ſaget esdem biſchoff von Ieruſalē vn̄ den munichen.Da giengen ſy mit im vnd trugen ſant Pelagia auß der zellen. vnd funden dz ſy ein frawwas. Darūb lobten ſy got. vnd legten ſy in einwirdiges grab mit geſang vnd mit vil groſſerandacht. Da kam der Caplan wid̓ zu dem biſchoff. vnd ſaget im wz er geſchen vn̄ gehoͤrthet. vn̄ ſy het im embotē wie er ſy getaufft hetvnd het ſy Pelagia geheyſſen. Darumb dz ſynyemant bekant vn̄ got verborgēlichē dienetmit gantzē vleyß tag vn̄ nacht biß an ir ende.damit verdienet ſy die ewigē freude. Nū bitten wir die liebē frawen ſant Pelagiā durchir ſeliges leben das ſye vns vmb gott erwerbauch die ewigen freud. Amen.Von ſant Margarita