fſlargaritā
Argarita die wz zumal ſchoͤn vnd edel vnd reich. vn̄ wzLein criſtin. vnd het got gar lieb. vnnddienet im mit vleyß. vnd was zuͦchtig. vn̄ eineserbern wandels. vnnd ſchemig das ſy ſich nitwolt laſſen ſehen. Da gelobt man ſy einē iungling vnnd bereytet ſye mit groſſen eren zu derhochzeyt mit alle dem das darzu gehoͤret. vndda nun die braut vnd die iunckherren vnnd dieiunckfrawen vil kurtzweyl mit tantzen vn̄ mitſeytenſpil hettē. da entzundet der heylig geyſtſant Margarita ir hertz vnd betrachtet innieklich das ſy von der welt freud dy kron de reynigkeit verlure vnd viel auff die erd. vnd weynet gar ſer. vnd bat den almechtigen gott mitandacht das er ſie behutet. vnnd verſchmehetdie freud dyſer welt als einen miſt. vnnd huͤtſich vntz zu mitternacht vor dem mann. vnndempfalhe ſich got. vnnd ſchnyt ir da ir har ab.vnd floch heymlichen in manns cleydern verrzu einem cloſter da waren munich inn. vn̄ hießſich Pelagium. Da nam ſie der abbt von iresfurbets wegen in den orden. Da hielt ſye ſichals geyſtlichen vnd als tugentlichen das ſy d̓abbt vnd die alten herren vber ein frawen cloſterzu pfleger ſatzten das muſt ſy thun. vnndfurſah ſie mit allem dem das in not wz an ſelvnd an leyb mit groſſer weyßheit. Des haſſetder boͤß geyſt vn̄ betrachtet wie er ſy zu ſchanden moͤcht bringen.Nun was ein iunckfraw anſſerhalb descloſters die was eines kindes ſchwanger worden. Da wurden die iunkfrawen vnd die munich ſer betrubt vnd ſchuͤff der boͤß geyſt das
man Pelagium des kindes zyge vnnd es werſein. darumb triben ſy in mit ſchanden auß dēMloſter. vnnd vermauerten in inn einem velſe.da pflag ſein ein vnbarmhertziger munich d̓gab im nicht gerſtins brotts genug. das leydſy alles gedultigklichen durch got. vnd dancket got ſeiner genaden. Darnach vber lang daward ſy ſiech vnd wolt ſterben. da ſchreyb ſyedem abbt vnd den munichen einen brieff. Ichlaß euch wiſſen das ich ein iunckfrai bin. vn̄von edlem geſchlecht geboren bin. vnnd heyßMargarita vnd darumb hab ich mich Pelagium geheyſſen das ich in dem cloſter deſteree auff genummen wurd. vn̄ darinn got moͤchtgedienen vnd bin nun kummen zu meinē letzſten ende dz hab ich beſchloſſen in gottes lobvnd ich bit euch das ir meinē leychnam in dēfrawencloſter begrabt. wann ich hab mit demvnſchuldigen leyden verdient die ewigē freude. Vnnd da ſie den brieff geleſen hetten. dalieffen die munich vnd dy nunne zu dem velſe.da was ſie tod. vnnd funden das ſy ein iunckfrar was. Da wurden ſie all leydig das ſy ſieals hertigklichen gebuͤſſet hetten vnſchuldiglich. da begruben ſie den leychnam mit eren indem cloſter. Nun helff vns die heylig iunckfrawe auch vmb got erwerben dy ewigē freude Amen.Von ſant Ffranciſcusleben.