Pelagia
.CXXxv.
biſchoffen was einer der hieß Nonnus. vndwas von der ſtat Heliopoleus zu den ſelbenzeytē alſo genant. aber yetzuūͦd wirt ſy damiata geheyſſen. der biſchoff prediget ſelber dēvolck in der ſtat. Vnd eines tags da er prediget. da ſaß ein frawin der ſtat. vnd gieng furin mit bloſſem haubt. vn̄ mit ſcheynperlichemantlitz. vnd wz wolgezyret mit vil groſſer hoffart. vnd het vil iunckfrawen dy giengē mit irwo ſy gieng oder hin wolt. vnd ſy erfullet denlufft mit dem geſchmack der von d̓ ſalbē giēgda mit ſy ſich geſalbet het. Da ſy nun der biſchoff het geſehē da kert er ſich vō ir mit ſeynem geſihte als von einer ſunderin. Da het ſyder biſchoff Moͤnnus leuger angeſehen dan̄der andern eyner. darūb viel er auff ſeine kuyevnd weynet vnd erſeufftzet von grundt ſeinshertzen. vnd ſprach. Lieben bruͤͦd̓ ich bit euchdas ir mir ſaget ob ir einē luſt habent gehabtvon der groſſen ſchoͤne des weybes. da ſchwigen ſy. Da fraget er ſy anderbeyd ob ſy einenluſt hetten empfangen von der frawen vnndſeufftzet vaſt vnnd ſchlug an ſein hertze. Daſchwigen ſy aber. Da ſprach er. Werlichē ichhab etwas wolgef allēs gehabt von irr ſchoͤne. dauon ſullen wir rew daruber haben. vnndſullen got lieb haben d̓ vnſer ewiger geſponßiſt. wann der ewigen ſchoͤne vnd ewige reychtumb gibt er den die im dienen. vnd die engelempfahen luſt ſo ſy in auſehen. Dauon ſullenwir vnſer geſicht von dyſer welt zyehen. vnndvon irer ſchoͤne. das wir vnſerm geſponſen Iefalen vnnd ſchen wy ſich dye
fraw vleyſſet wie ſy iren geſponſen wolgefalle. Liebē bruͤder ſiht man ſy heut ſo mag manſy morgen nit ſehen. vnd muß alles zergan.¶ Darnach gieng der biſchoff an ſein herberg. vn̄ legt ſich auff das erdtrich. vn̄ ſchlugſein haubt auff dy erden. vn̄ weynt als ſer dzdie erd naß ward. vnd ſprach. Herr almechtiger gott biß mir genedig. wann mich hat dyezyerde des hoffertigen weybes in einer ſtundvberroundē. vn̄ ſy hat ſich mit groſſem vleyßgezyrt durch des zergencklichen gutz willen.ſo hab ich mir furgeſetzt ich woll dir dienendas ich dir wolgef alle. das hab ich mit denwercken nit erfullet. vnd hab dein gebot nichtgehalten als ich ſolt. Aber dyſe fraw hat erfullet was ſie den menſchē gelobt hatt. Da erdz gebet volbracht da entſchlieff er vn̄ da beduncket in wie er ein ſchwartze tauben ſehe.dy ſchmecket gar vbel. vnnd die taub flog vaſtvmb in vnd beduncket in wie er meſß hielt. vn̄ſahe vil vngetaufft menſchen furgeen. vnd indem da verſchwandt die taub. vnnd kam nochder meſß herwider. vnnd ſencket ſich fur denbiſchoff in ein faß mit waſſer. vn̄ ſchwencketſich herwider auß vnd was weyß vnnd ſchoͤnworden. Da erwacht der biſchoff vnnd ſagetes den pfaffen vnnd gieng da in die kirchen.vnd prediget dem volck. da was auch das hoſfertig weyb an der predig vnnd da ſy in hoͤrtpredigen. da gewan ſy groſſe rew vmb ir ſuͤnde. vnnd ward mit einander verwandelt. vnndſendet an dem abent zu dem biſchoff vn̄ ſenalſ